Gastbeitrag: Meine gesundheitliche Entwicklung seit letztem Jahr.

Der heutige Gastbeitrag stammt von einem Forenmitglied….

bb

… dessen Forenbeiträge mir oft sehr vertraut erschienen. Daher überredete ich ihn, seine Beiträge etwas zu erweitern und als Gastbeitrag zu formulieren – auch wenn er im Gegensatz zu mir nicht ganz so zum Schwurbeln neigt („ich bin im Strafvollzug tätig, da muss der Bericht kurz und knackig sein“) 🙂

Ich war immer schon dick. Nach einigen erfolgreichen Abnahmen vielleicht nicht mehr ganz so dick.

Wenn ich abgenommen habe, hatte ich nicht das eigentliche Problem gelöst, dass ich einfach zu viel esse sondern habe mich mit vermehrten Sport mühsam runtergekämpft.

Ich habe mich nie zuvor mit dem Grundumsatz, mit Kalorienverbrauch beschäftigt. Es war wie Autofahren ohne Tacho.

Ich hatte ja auch mit meinem Übergewicht keine Probleme. Diabetes war kein Problem, ich habe regelmäßig Sport gemacht, konnte mein Hobby Sporttauchen weiter betreiben. Gut öfter mal einen neuen Tauchanzug weil der alte nicht mehr passte, irgendwann dann mal maßgefertigt weil ich außerhalb der Norm war. Ich bin als Tauchausbilder tätig und da kann man ja nicht unsportlich sein. Na gut ich bin kräftig aber ich kann noch alles machen was ich will. Na gut mit der kompletten Ausrüstung auf einem schwankenden Boot rumzulaufen fällt ja auch normalgewichtigen Tauchern schwer. Ich bin ein Meister im Verdrängen von Tatsachen. Und Tatsache war, dass man mir helfen musste damit ich tauchen gehen konnte.

Die meisten Versuche abzunehmen brachen schon nach wenigen Tagen in sich zusammen: Du bist schon über 40, du arbeitest im Schichtdienst. Du hast ja schließlich diagnostiziertes binge eating sndrom. Da muss man schon froh sein wenn man im Jahr nur 5 Kg zunimmt. Man kann sich sehr viel einreden warum etwas nicht funktioniert.

Dann Ende letzten Jahres hatte ich plötzlich gesundheitliche Probleme.
Es ging damit los dass ich mir das Knie bei einem Sturz verdreht habe. Zuerst konnte ich noch gehen, und plötzlich nicht mehr aufstehen. Die erste Diagnose war Meniskusriss, die sich aber nach einem MRT nicht bestätigt hatte. Also noch mal Glück gehabt.

Das Glück hielt aber nicht lange an. Das andere Knie, das vorgeschädigt war meldete sich mit ständigen Schmerzen, die mehr oder weniger erträglich waren.
Im März 2016 konnte ich dann fast nicht mehr in die Knie gehen. Ich wurde krank und war träge zuhause. Ich konnte keinen Sport mehr machen. Gleichzeitig bemerkte ich dass ich einen erhöhten Blutdruck habe. Meine Vorstellung dass ich trotz Übergewicht eigentlich in guten körperlichen Zustand befinde, war zunichte gemacht.

Im April wurde dann eine Arthroskopie gemacht. Dabei wurde der geschädigte Meniskus geglättet und mir eröffnet, dass ich mit dem geschädigten Knie leben muss und ich mich schon auf ein künstliches Kniegelenk freuen kann. Ob mit 50 oder mit 80 kann nur ich beeinflussen. Das war der Tritt in die Magengrube den ich gebraucht habe.

Ich war von dem Verlangen abzunehmen erfüllt. An die Wohnung gefesselt surfte ich im Internet, suchte nach Wegen, kaufte irgendwelche rezeptfreie Stoffwechselanreger. Die Sammlung an irgendwelchen Präparaten füllt einen Karton.

Und dann kam der Tag an dem ich auf Fettlogik überwinden stieß.
Was mich daran fesselte war, dass da jemand fast die gleiche Geschichte erlebt hatte, die gleichen Vorstellungen ( ich bin dick aber gesund)hatte und es geschafft hatte aus der Spirale auszubrechen.

Es gibt gar kein Grund warum ich nicht mit fast 50 nicht abnehmen kann. Warum soll man im Nachtdienst zunehmen. Es ist egal wann man ißt. Es ist irgendwie ganz einleuchtend, wenn weniger Kalorien gegessen werden als verbraucht werden, nimmt man ab.

Ich habe mit der Kalorienbuchhaltung Ende April 2016 mit einem Startgewicht von 159,7 kg angefangen. Im Dezember wog ich dann 110 kg.

Mein Leben hat sich grundlegend geändert. 4 bis 5 Mal die Woche Sport bei dem ich auch mal ans Limit gehe, ich suche in vielen Bereichen neue Herausforderungen. Andererseits bin ich auch gelassener und stressresistenter.
Mein Wunschgewicht liegt zwischen 90 und 95 kg. Ich weiß nicht wie lange es dauert um dieses Ziel zu erreichen. Manchmal denke ich es wäre vielleicht gut dieses Ideal nicht zu erreichen damit ich mich weiter zusammen reißen muss. Vielleicht ein wenig die fernöstliche Einstellung die in vielen Kampfkünsten gelehrt wird: Perfektion kann nie erreicht werden, man muss aber sein Leben lang danach streben dies zu erreichen.

Ich frage mich oft warum habe ich jetzt die Kurve gekriegt, was war der Auslöser?
Ich achte mehr darauf was ich esse, ich bevorzuge kalorienärmere Varianten, zum Beispiel fettarmer Feta, esse viel weniger Brot, mehr Salat.
Ich habe mich jahrelang nicht getraut mich auf die Waage zu stellen, ähnlich einem Kaufsüchtigen, der total verschuldetet ist, der sich nicht traut, sich seinen Kontostand anzuschauen. Wenn man ein Problem nicht sieht kann man es gut tot schweigen.
Erst als ich mich gezwungen habe mich in bestimmten Abständen zu wiegen habe ich mich mit dem Problem befasst. Ich habe zuerst mal eine Achtsamkeit entwickelt. Aus dieser heraus entstand auch das Interesse mich mit dem Energiewert meiner Nahrungsaufnahme zu befassen. Parallel dazu entstand auch das Bedürfnis die aufgenommene Energie wieder los zu werden.

Mit jeder Veränderung die ich an mir festgestellt habe, hat sich auch das Körperbewußtsein verändert. Ich bin sehr stolz auf meinen Körper, ich denke ich bin auch eitel geworden. Auf der anderen Seite bin ich auch kritischer geworden. Da geht noch was.

Ich stelle auch fest dass ich beim Sport vor allem beim Ausdauertraining in einen regelrechten Flow komme, die Vorstufe zu einem rauschartigen Zustand. Ich denke manchmal dass ich schon sportsüchtig bin. Das ist eine Entwicklung die vor einem Jahr unvorstellbar gewesen wäre. Ich bin im Strafvollzug tätig und bin jetzt fit genug als Mitglied im Atemschutz. Sportlich habe ich mittlerweile auch höhere Ziele- Im Hallenbad möchte ich 75 m Strecke tauchen können und nehme auch sonst gerne Herausforderungen an

Solche Momente geben mir die Motivation weiter zu machen und auch mal Durchhänger, die mich früher aus der Bahn geworfen hätten durch zu stehen. Es ist aber nicht nur dass ich sehr viel mehr Sport mache.
Ich kleide mich auch figurbetonter, moderner.
Meine Körperhaltung ist aufrechter als früher, ich strahle Selbstbewusstsein aus, ich bin auch schlagfertig geworden.

Mein Blutdruck hat sich normalisiert, mein Puls lieg bei ca. 60 Schlägen. Ich habe seit April zweimal ein Belastungs- EKG machen lassen und beides Mal war waren die Ärzte zufrieden. Ich habe auch 2 Blutuntersuchungen machen lassen jedes Mal im guten Normbereich.

Meine Lebenseinstellung hat sich geändert. Ich versuche gelassener zu bleiben, mich nicht aufzuregen, wenn etwas nicht so funktioniert wie es soll. Egal ob ich beim Wiegen unerklärlicherweise 2 kg mehr wiege oder ein Gefangener meine Anweisung nicht befolgen will. Wenn ich mich verrückt mache kostet es bloß Kraft und die brauche ich um mein Ziel zu erreichen.

Besonders freut es mich dass meine Frau die am Anfang sehr skeptisch meine Gewichtsabnahme betrachtet hat durch mich angesteckt wurde und auch schon über 20 kg verloren hat und auch mindestens 3 Mal die Woche ins Fitnesstudio geht. Lustig fand ich dass sie meinte meinen Weg mit Kalorien zählen ist genussfeindlich und ließ sich auch nicht davon abbringen. Aber einen Ernährungsplan umzusetzen ist für sie in Ordnung. Das ist doch das Schöne dabei. Jeder hat seinen Weg und das ist gut so.

So jetzt ist es an der Zeit den Seelenstriptease zu beenden. Ich wünsche euch dass ihr eure Ziele erreicht die ihr euch vorgenommen habt und dass ihr am Ende des Weges das findet das ihr euch erhofft.

Linksammlung

Im Neuen Jahr ist es wieder Zeit für gute Vorsätze – wie etwa das Posten regelmäßiger Linksammlungen. Mal sehen, ob es diesmal klappt 🙂

Mittlerweile habe ich schon mehrfach an fettlogischen Artikeln aus der WELT herumgenörgelt. Hier zum Beispiel, oder hier, oder hier. Da ist es nur fair, auch mal positiv herauszustellen, wenn ein Artikel wirklich gut ist. In dem Beitrag „Nationaler Kalorienbedarf sinkt um fast 20 Prozent“ kommt Ernährungswissenschaftler Helmut Heseker zu Wort und fasst verständlich und fettlogikfrei das Wesentliche zum Thema Übergewicht in Deutschland zusammen.

Wobei – in einem Punkt möchte ich ein wenig widersprechen. Im Artikel wird suggeriert, dass man im Alter (praktisch zwangsläufig) Muskelmase abbaut. Diesbezüglich fiel mir vor einigen Wochen wieder eine Grafik in die Hand, die ich eigentlich gerne in Fettlogik verwenden wollte, aber leider kam keine Reaktion auf meine Anfrage bezüglich einer Genehmigung. Diese Aufnahmen zeigen die Oberschenkescans zweier älterer Männer – einer inaktiv, der andere fit. Und auch meine Lieblings-Bodybuilderin, die großartige Ernestine Shepherd zeigt, was im Alter meiner Großmutter noch möglich ist. Statistisch mag im Alter also die Muskelmasse abnehmen, aber das bedeutet keineswegs, dass es zwangsläufig so sein muss.

Darüber hinaus gibt es eine neue Metaanalyse zum Thema „kaputter Stoffwechsel“, in der die Autoren sich mit den Auswirkungen langer Kalorienreduktion bei nicht Übergewichtigen Personen befassten, also z.B. Magersüchtigen oder Teilnehmer von Hungerstudien. Das Ergebnis: „Our findings indicate that the theory of permanent, diet-induced metabolic slowing in non-obese individuals is not supported by the current literature.“ – also kein „kaputter Stoffwechsel“ bestätigt.

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt hat jemand eine Grafik erstellt, die zumindest ein kleinwenig nachdenkenswert ist. Er rechnete auf den Tag herunter, wie viele Menschen an diesem Tag an anderen Dingen gestorben sind, wie Krankheiten des Herzkreislaufsystems (926), Herzinfarkt (137) oder Krebs (613). Natürlich ist die Vorstellung, urplötzlich durch einen Terroranschlag aus dem Leben gerissen zu werden für viele furchterregender als die Idee, irgendwann später im höheren Alter an einer übergewichtsassoziierten Erkrankung zu sterben, das ist logisch. Dennoch ist es interessant, wie vergleichsweise gering diesbezüglich unsere Angst ist. Ich hatte bereits im August dieses Zitat gepostet, aber heute passt es nochmal ebenso:

Während das Risiko, Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden, bei nur 1:27,3 Millionen (0,0000037 Prozent) liegt, kommt einer Studie von Canada Life (2015a) zufolge eine von 110 Personen (0,91 Prozent) an den Folgen einer ungesunden Ernährung ums Leben. Das Risiko, an den Folgen regelmäßigen Rauchens zu sterben, liegt bei 1:180 (0,56 Prozent). 81 Prozent unterschätzen das Todesrisiko durch ungesunde Ernährung und 72 Prozent unterbewerten das Risiko, an den Folgen von Tabakkonsum zu sterben, aber 79 Prozent der Menschen überschätzen das Risiko eines Terroranschlags (Canada Life, 2015b).

 

Dazu passend kam eine Studie heraus über den Zusammenhang zwischen dem genetischen Risiko für Herzerkrankungen und dem Lebensstil. Das Ergebnis: „Among participants at high genetic risk, a favorable lifestyle was associated with a nearly 50% lower relative risk of coronary artery disease than was an unfavorable lifestyle.“Der Lebensstil hat also großen Einfluss, selbst wenn man familiär mit gewissen Erkranungen vobelastet ist.

Eine weitere spannende Grafik gibt es hier. In unterschiedlichen Ländern wurden die Menschen darum gebeten einzuschätzen, wie viele Menschen übergewichtig sind. Schaut man sich die Zahlen an, kann man grob sagen, dass in Ländern mit wenig Übergewichtigen der Anteil eher überschätzt wird, wohingegen mit steigender Zahl der tatsächlich Übergewichtigen die Warnehmung selbiger immer weiter abnimmt. So sind etwa Inder und Deutsche gleichermaßen der Meinung, in ihrem Land gebe es etwa 40% Übergewichtige. Tatsächlich liegt die Quote iin Indien bei ca. 20% und in Deutschland bei 57% (anderen Studien zufolge liegt die Quote allerdings eher höher – abhängig davon ob die Ergebnisse aus Selbstbefragungen oder Messungen stammen). Die Grafik stützt somit nochmal das, was ich bereits in Fettlogik zum Thema Wahrnehmung schrieb. Auch ist der Ursache-Wirkungszusammenhang an der Stelle interessant: Sind die Menschen dicker, weil sie Übergewicht nicht wahrnehmen (und gegensteuern) oder nehmen sie Übergewicht nicht wahr, weil sie und ihr Umfeld übergewichtig sind? Vermutlich beides.

Was es bewirken kann, wenn eine Gesellschaft diesem Trend etwas entgegen setzt zeigt die finnische Stadt Seinäjoki, die ein Programm ins Leben rief, dass die Quote übergewichtiger Kinder von 14-16% im Jahr 2010 auf etwas über 8% reduzieren konnte.

Wie schon oft geschrieben, auch wenn es individuell schwer sein kann, das Prinzip ist durchaus simpel. Das sagte auch Stephen Hawkin vor kurzem in einem Vortrag: Wir essen zu viel und bewegen uns zu wenig. Falls ihr das Video verpasst habt, es lohnt sich.

Und zu guter Letzt noch ein paar Fettlogik-Neuigkeiten. Vor kurzem bekam ich die Info, dass sich ein russischer Verlag für Fettlogik interessiert. Das bedeutet, Fettlogik wird in Zukunft also auf deutsch, polnisch, tschechisch und russisch erhältlich sein. Wenn weitere Sprachen dazu kommen, gebe ich Bescheid – so lange ihr also nichts von mir hört, gibt es noch keine englische Version. Außerdem schaffte es Fettlogik in den letzten Tagen kurzfristig bis auf Rang 4 der Amazon-Bestseller. Yay! 🙂

Euch allen ein großes Danke fürs Dabeisein – mir ist durchaus bewusst, dass eure Weiterempfehlungen und eure eigenen krassen Veränderungen sehr, sehr viel dazu beigetragen haben, dass immer mehr Leute neugierig wurden und doch mal einen Blick ins Buch gewagt haben. Viele eurer Wege verfolge ich im Forum, in euren Blogs oder per Mail. Ich hoffe, wir lesen auch 2017 noch viel von einander! 🙂

Feiertagsbilanz

Einfach mal spontan die Frage an die (Ex-)Abnehmer hier, wie eure Kalorienbilanz die letzten Tage so aussah (Wasserschwankungen mal rausgerechnet)

Bei mir wars … mehr als geplant und ich darf mich nun also wieder in die typischen Neujahrsvorsätze einreihen und die nächsten Tage kürzer treten, a.k.a. ein Defizit essen.

Immerhin habe ich Vor zwei Tagen ein aktuelles Bild von mir gepostet und es kam kein einziger Kommentar, dass ich zu dünn/dürr/mager/abgemagert/krank/hager sei. Das gab’s ja noch nie! Da muss dringend wieder was runter 😀

Naaaah, ernsthaft, ich bin momentan fast ein bisschen froh, mal wieder weniger zu essen, denn auch wenn sich jedes Raclettepfännchen und jedes Plätzchen gelohnt hat, habe ich doch gemerkt, wie schlapp und träge mich dieses Feiertagsgefuttere macht. Ich würde fast sagen, so war früher mein Normalzustand, daher habe ich das wahrscheinlich nicht besonders wahrgenommen. Inzwischen ist der Unterschied deutlich spürbar, wenn ich mich schon zu schlapp fühle, Spazieren zu gehen und dann lieber auf der Couch lümmle und Film schaue.

Ich nehme das mal als gutes Zeichen. Einerseits könnte ich wohl immer massenweise leckeres Essen essen und da gibt es nicht diese Bremse nach dem zweiten Keks… (relevantes Comic dazu ;))

keks

… aber immerhin scheint sich in den letzten Jahren doch so ein längerfristiger Mechanismus von Unwohlgefühl etabliert zu haben, so dass ich nach ein paar Tagen dann doch merke, dass es etwas viel war.

Also dann … gehen wir die letzten 1-2 kg an. Mal wieder. 🙂

Gastbeitrag: Das hätte ich auch gerne! (2. Teil)

Ende Juli hatte Mark einen Gastbeitrag darüber verfasst, wie er mit seiner chronischen Darmerkrankung umgeht, die immer wieder zu Phasen ungewollter Abnahmen geführt hatte. Die Angst vor unkontrolliertem Abmagern hatte dazu geführt, dass er sich (zu viele) Reserven angelegt hatte, die sich zunehmend als Belastung erwiesen. Nach dem Lesen von Fettlogik hatte er entschieden, sich seiner Angst zu stellen und dieses mal bewusst Gewicht zu reduzieren. Zum Zeitpunkt seines Beitrags stand er darüber hinaus kurz vor einer größeren Operation. Hier schreibt er, wie es ihm seither erging:

Beim letzten Mal war ich kurz vor der Operation zur Rückverlegung des Stomas und sehr optimistisch. Und wie sieht es jetzt fast vier Monate später tatsächlich aus? Nun, auch als ein Mensch der sehr lange manisch depressiv war muss ich sagen, sehr gut.

Das ich mich erst jetzt melde liegt daran das es zwischendurch einige Komplikationen gab, die alles in die Länge gezogen haben. Ich möchte nun schildern wie diese Monate gelaufen sind und auch was ich in dieser Zeit noch über die Auswirkung von Gewicht und das Verhältnis von Ärzten dazu gelernt habe.

Im Krankenhaus teilten mir die Ärzte bei den Vorgesprächen mit, das es eine Abänderung gab. Die Rückverlegung sollte nun nicht mehr in einer Operation stattfinden. Die Vorhandenen Endstücke des Dickdarms lagen an einer Stelle wo der Chirurg nur schwer herankommt und daher nur schwer eine saubere Naht setzen kann. Die Gefahr das der Darm undicht wird, wenn der Darm kurz nach der Operation wieder belastet wird, war daher unverhältnismäßig groß. Dazu kam das mein Darmmaterial durch die Vorerkrankung bereits beschädigt war, was die Operation zusätzlich erschwert und etwas das mich aufhorchen ließ. Der Chefarzt erwähnte es in einem Halbsatz, direkt darauf angesprochen wurde ich leider nicht. Männer neigen stärker als Frauen dazu Fettgewebe im Darm abzulagern, was eine Wundheilung weiter erschwert und Entzündungen fördert. Ich war sehr, sehr froh zu diesem Zeitpunkt bereits fast sechzehn Kilo abgenommen zu haben!

Die neue Operation sah vor den Dickdarm wieder zusammen zu nähen, ihn aber an anderer Stelle vom Dünndarm abzutrennen und einen neuen Stoma zu legen. Dieser Stoma führte direkt vom Dünndarm ab und somit war der Dickdarm von der Verdauung völlig losgelöst und konnte in Ruhe heilen. Die Operation verlief erfolgreich und die Heilung trotz einiger Komplikationen mit erheblich weniger Schmerzen als das letzte Mal.

Anschließend wurde ich nach Hause entlassen und musste drei Monate warten. Dann war der Darm genug verheilt um die nächste Operation wagen zu können. Abermals frisch operiert musste ich mich beim Sport weiter zurückhalten, die durch Operationen erzwungenen Sportausfälle haben mich dieses Jahr eindeutig am meisten genervt!, konnte mein Gewicht aber trotzdem auf 74 Kilo reduzieren. Damit befand ich mich bei einer Körpergröße von 182 cm und einem Alter von 35 weit im normalen Bereich des BMI, aber ein Kneifen in die Hüfte zeigte deutlich das da noch immer Fett war.

Bei den neuen Aufnahmegesprächen im Krankenhaus erfuhr ich ein paar sehr interessante Dinge. Zum einen wurde mir gesagt das man mit einem Stoma nicht mehr als zehn Kilo zu oder abnehmen darf. Da ich mit zwei unterschiedlichen Stomas jeweils mehr als zehn Kilo abgenommen habe gehe ich mal davon aus das es sich dabei um einen Schätzwert handelt. Der Grund für dieses Verbot ist nachvollziehbar. Der neue Darmausgang wird in einer bestimmten Länge an der Bauchdecke festgenäht, nimmt man jetzt zu wird der Darm mit der wachsenden Bauchdecke in die Länge gezogen, nimmt man ab sticht er aus der Bauchdecke heraus. Letzteres habe ich teilweise kennen gelernt, die Stomabeutel haben zum Ende hin immer schlechter gehalten, aber da ich da immer kurz vor der Operation war habe ich das nicht allzu ernst genommen. Mich haben an dieser Information zwei Sachen erschreckt. Erstens, kein Arzt hat mich nach der Operation darauf hingewiesen. Sicherlich hätte ich mich in das Thema besser einlesen können und es dann erfahren. Aber solche Informationen hätte ich doch sehr gerne direkt erfahren. Zweitens, wenn der Stoma dauerhaft gewesen wäre, hätte ich mit ihm die Möglichkeit verloren mein Gewicht selbst zu bestimmen. Wenn ich zu dem Zeitpunkt groß übergewichtig gewesen wäre, hätte ich dieses dauerhaft beibehalten müssen, falls `Anpassungsoperationen´ nicht doch möglich sind. Der Gedanke zu wissen das man ein ungesundes Gewicht hat und nicht abnehmen darf und einfach auf die Gesundheitsschäden warten zu müssen, den finde ich wirklich beängstigend.

Meine Gewichtsreduktion ist den Ärzten aufgefallen und sie waren regelrecht begeistert. Die Chirurgin hat mir vorgeschwärmt wie viel einfacher dies ihre Arbeit machen würde und wie viel es den Heilprozess beschleunigen könnte. Eine dünnere Bauchdecke erleichtert den Eingriff unter ihr erheblich und die Fettreduktion im Darm macht das Nähen auch erheblich problemloser. Auch der Narkosearzt konnte dadurch die richtige Dosis leichter errechnen. Freut mich das ich helfen konnte. Aber eine Frage hätte ich dazu. Warum hat man mir das nicht im Vorfeld gesagt? Wenn bekannt ist, dass der Patient in ein paar Monaten operiert werden muss und das Gewicht solch großen Einfluss hat, warum spricht man den Patienten nicht behutsam darauf an? Es liegt ja Eindeutig im Interesse aller Beteiligten.

Auch diese Operation verlief erfolgreich. Anschließend habe ich mehrere Tage im Krankenhaus gelegen ohne etwas zu Essen oder intravenöse Nahrung zu erhalten. Der Darm musste sich halt erholen und die Ärzte machen sich keine Sorgen wenn ein Patient ein paar Tage nichts isst. Nach einiger Zeit traten zwei Tage lang starke Schmerzkoliken auf, die ich wirklich niemanden wünsche. Ich erwähne sie nur, da wegen ihnen eine weitere Komplikation fast unbemerkt blieb. In meiner Bauchhöhle hatte sich eine Eiterblase gebildet und vermehrte sich eifrig. Die dadurch ausgelösten Schmerzen konnte ich bei den Koliken wirklich nicht mehr mitbekommen…

Der Verdacht der Flüssigkeit im Bauch konnte im Ultraschall bestätigt werden. Die Flüssigkeit selbst wurde identifiziert indem man eine Nadel durch die Bauchdecke stach und den Eiter absaugte. Was hat das in einem Blog in dem es um Gewicht geht zu suchen? Nun, ich wog zu dem Zeitpunkt ca. 72 Kilo und die Ärzte konnten auf dem Ultraschall zwar die Nähte auf dem Darm sehen, hatten aber trotzdem Schwierigkeiten die Flüssigkeit genau zu lokalisieren und sich anzusehen. Auch eine Punktur, das Absaugen der Flüssigkeit mit Hilfe einer Spritze, wäre ohne ein gutes Bild im Ultraschall wohl kaum möglich gewesen. Und natürlich ist es auch leichter die Spritze an den richtigen Punkt zu bringen wenn sie nicht durch eine dickere Fettschicht muss. Die erste Überlegung der Ärzte in meinem Fall war auch mich aufzuschneiden und alles rauszuholen. Glücklicherweise hat der Chefarzt eingegriffen und es verhindert. Ich wurde zweimal punktiert damit aller Eiter herausgeholt werden konnte und mit Antibiotika behandelt. Jetzt ist die Entzündung völlig abgeklungen. Ohne Operation.

Warum ich auf diesen Punkten so herumreite ist hoffentlich nachvollziehbar. Zu meiner schwersten Zeit wog ich 97,7 Kilo, aktuell 72. Der Gewichtsunterschied erscheint also nicht so gravierend. Trotzdem hatte er auf die Operationen und die erfolgten Behandlungen einen gewaltigen Einfluss. Ich weiß natürlich nicht wie es gelaufen wäre wenn ich ohne Abnahme die letzte Operation hätte machen lassen. Aber die Wahrscheinlichkeit das ich so glimpflich davon gekommen wäre ist wohl nicht so groß. Wenn die Ärzte beim Ultraschall kein gutes Bild bekommen hätten wäre eine Behandlung mit Punktur und Antibiotika wohl nicht möglich gewesen und ich hätte über Weihnachten im Krankenhaus gelegen.

Ich habe nie Fatshaming erleben müssen, darüber bin ich sehr froh. Aber wenn Ärzte sich nicht mehr trauen ihre Patienten darauf anzusprechen welche positiven Effekte eine Gewichtsreduktion auf die bevorstehende Operation hätte. Und das finde ich sehr bedenklich. Jemand wegen seines Gewichts zu beleidigen oder zu diskriminieren ist furchtbar, aber wenn Ärzte Angst haben das Thema Gewicht anzusprechen läuft auch etwas grundsätzliches schief…

Ich bin jetzt so gesund wie seit zwanzig Jahren nicht mehr.

In der Zukunft muss ich noch stärker darauf achten was ich esse und darauf achten nicht in Dauerstress zu geraten, aber ich glaube das werde ich schaffen.

Und dann habe ich eine gute Chance auch gesund zu bleiben.

Nächstes Jahr werde ich einen Sportlertest machen, die einzige Möglichkeit eine anständige Körpermaßeanalyse von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen, um festzustellen wie viel Fett ich noch abnehmen oder vielmehr Muskelmasse ich mindestens zunehmen muss.

Die Depressionen haben sich seit dem letzten Artikel wie erwartet verhalten. Es gab genau einen Tag wo sie wieder auf flackerten, aber auch an diesem Tag wusste ich schon das es morgen wieder vorbei wäre. Das ist auszuhalten und nicht ansatzweise damit zu vergleichen wie ich früher darunter gelitten habe.

Und ansonsten?

Ich freue mich auf Silvester.

Seit vielen Jahren werde ich mal wieder Raketen und Böller in die Luft jagen.

Mit ihnen will ich mir selbst ein Symbol setzen um mit dunklen Erinnerungen abzuschließen und ein neues Jahr begrüßen.

Ein neues Jahr das für mich tatsächlich den Start in ein neues Leben bedeutet.

Ich freue mich sehr darauf es und seine Möglichkeiten zu erkunden.

Gründe – Die Fortsetzung

Vor ein paar Tagen hatte ich gefragt, ob ihr die Fortsetzug des Blogartikels über Gründe, warum Menschen sich fürs Abnehmen entschieden haben, lesen wollt. Das Feedback fiel recht eindeutig zum „Ja!“ aus, also folge ich dem Vorschlag in den Kommentaren, das Ganze als eigene Blogseite zu erstellen.

Die Blogseite findet ihr hier: Klick

Ich schätze, es sind um die 100 Beiträge, also wenn das Lesen nur halb so lange dauert wie das Erstellen der Seite, bringt am besten Zeit mit 🙂 Allerdings finde ich persönlich das extrem spanend und könnte gut und gerne nochmal 100 solcher Texte lesen … ihr dürft also gerne weiter in den Kommentaren um eure eigenen Gründe ergänzen.

Als kleine Einstimmung habe ich mir überlegt, in diesem Artikel Beiträge zum Gegenteil zu posten: „Gründe, warum Leute NICHT abgenommen haben“. Da auch in diesem Thread wieder duzende Antworten eingingen, poste ich an der Stelle lediglich zwei, deren Text in Verbindung mit dem Gewichtsticker mir beim Überfliegen ins Auge stachen 🙂

Regenbogenfeder, weiblich, 23 (96kg –>60kg):

Hauptsächlich, weil ich mir sicher war, dass ich es nicht kann. Es kamen ja ständig Sprüche wie „Liegt in der Familie“, „Du hast halt schwere Knochen“, „Das ist der Stoffwechsel“ und „Bestimmt was mit der Schilddrüse, lass mal testen“. Ich hatte geheult, als rauskam, dass mit meiner Schilddrüse alles super ist, weil damit die Hauptbegründung plötzlich weg war.

Außerdem war ich auch gefühlt mein ganzes Leben auf Diät. Und ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich eigentlich esse wie ein Spatz (habe ich auch, allerdings dafür Zeug mit hunderttausend Kalorien – kann glaub ich froh sein, dass ich noch nie ein richtiger Volumenesser gewesen bin). Ich hatte auch was gegen das Kalorienzählen und dachte mir, wenn ich jetzt schon kaum esse, wie wenig dürfte ich denn dann nur essen, wenn ich wirklich richtig abnehmen wollte?

Wegen meiner Statur dachte ich auch, weniger als 69kg wäre vollkommen utopisch. Eigentlich wollte ich das Gewicht immer nur halten, aber dann hat sich das Halten immer weiter nach oben verschoben. „Wenn ich 70kg habe, dann muss ich was machen.“ „Wenn ich 73kg habe, muss ich was machen.“ „Solange ich unter 80kg bleibe ist ja noch okay, aber wenn ich 80kg wiege, dann muss auf jeden Fall was runter.“ Mein Gewicht hat sich so schleichend verändert, dass ich das einfach immer angepasst hatte, weil ich mich an das Gewicht gewöhnt habe.

Was dann irgendwann dazu kam, waren Sprüche wie „Lieber 5kg zu viel als Topfigur mit Hackfresse.“ Quasi als müsse man sich dazwischen entscheiden.

 

Bettina, weiblich, 47 (118kg –> 60,8kg)

Ich habe vor fast 20 Jahren schon einmal sehr viel abgenommen. 40 Kilo seinerzeit. Ohne Plan. Ich habe einfach ein Apfel und ein belegtes Brötchen am Tag gegessen und mir dabei eingeredet, dass das ja gesund ist, der Apfel, haha!
Ich hatte massive Mangelsymptome ( büschelweise ausfallendes Haar zb.)
Dann habe ich wieder normal gegessen, haha, also normal zuviel natürlich und zack waren die 40 Kilo wieder drauf. Plus Bonuskilos.
Es war eindeutig : Mein Stoffwechsel war ruiniert.
Um jemals schlank zu sein, geht nur ein Brötchen und ein Apfel am Tag und ich ruiniere mir dabei auch noch die Gesundheit.
Denn apropos Gesundheit: Meine Blutwerte sind doch immer top, auch mit morbider Adipositas. Niemals erhöhtes Cholesterin, mein Blutdruck super, also wirklich, ich bin gesünder als die meisten Schlanken, ha!
Außerdem, ich habe es mir ja bewiesen, schlank sein geht für mich nicht, mein Körper wehrt sich dagegen. Ich war immer dick, so bin ich gedacht, Setpoint und so.

Ohje, wenn ich das so schreibe, ist es schon ziemlich schrecklich. Soviele Lebensjahre, Jahrzehnte, die ich mich im Dicksein eingerichtet habe und die Wahrheit ausgeblendet habe, bis es nicht mehr ging.

Gastbeitrag: FETTLOGIK – CHAOSLOGIK – LEBENSLOGIK: Was man alles so überwinden kann…

Eben schickte mir Fandorin (40 Jahre) einen Gastbeitrag, den er bereits seit Monaten in sich hatte – und den ich als Mit-ADS-lerin nur allzu sehr verstehe (auch wenn ich als Überkompensiererin in der Minimalistenecke stehe). Seine Kurzzusammenfassung: „Lehrer, der seit er denken kann, immer zu viel gleichzeitig wollte und im Zuge der Abnahme überraschend Fähigkeiten zur allegemeinen Lebensstrukturierung entwickelt hat. Das Projekt „Abnahme“ hat ihm geholfen, Strategien zum Kampf gegen andere Lebensdämonen (ADHS, Depression, Chaos) zu entwickeln.“:

OUVERTÜRE

Ich bin ein strukturfreier Chaot, der sich für tausend Sachen interessiert, tausend Sachen anfängt, sich darin verzettelt, alles ein bisschen macht, irgendwie alles ein bisschen kann, nichts richtig, dann irgendwann die Lust daran verliert und wo er geht und steht, Verwirrung stiftet. Ich bin unfähig, Ordnung zu halten, es fällt mir schwer, mich von Sachen zu trennen, alles kann man später noch brauchen und irgendwann, wenn ich Zeit habe, bring ich mal richtig Grund in mein Leben. Leider geht das nie, weil ich ständig mit etwas anderem befasst bin.

Ja, denkste, am Arsch!

Wahrscheinlich habe ich ab einem gewissen Punkt daran geglaubt/mich damit abgefunden, dass ich nun einmal ein zutiefst desorganisierter Mensch bin, der ab und an, wenn er denn muss, zu überraschenden Höchstleistungen auflaufen kann, und zwar in der letzten Minute. Mit bewährten Selbstbetrugsstrategien habe ich mir das so zurechtgerückt und meine Rolle als „mehr oder weniger liebenswerter Chaot“ umgedeutet. Und da ich allermeist darauf geachtet habe, Deadlines wirklich einzuhalten, haben Kollegen und Co. gelernt: er ist zwar etwas wild im Denken, aber wenn es drauf ankommt, verlässlich.

(Die aufgebrachte Menge: „Sag mal, das ist zwar ausgesprochen bedauernswert, aber was hat das denn mit Übergewicht und blödsinnsfreien Abnehmstrategien zu tun? Was geht uns das an?

ICH: „Wartet, wartet, ich komm gleich drauf!“)

All die Nächte mit Kaffee, den ein, zwei, drei Stunden Schlaf…dem Starren auf das jeweilige Projekt. Die Stunden, Tage, Wochen, Monate Lebenszeit, die nicht einfach fröhlich unproduktiv und entspannt waren, wie man vielleicht hätte denken können, sondern im Gegenteil komplett unter Strom. Mit Hochdruck pulsiert das Blut in den Wangen, das Herz rast vor sich hin, jede Minute ein Gefühl des „gleich scheiterst du“. So schwebte mein Leben vor mir, wie üblich gleichzeitig gehetzt, verzweifelt, mit dem festen Bewusstsein, mit Sicherheit wieder etwas übersehen zu haben, ein wirres Mosaik aus lauter wichtigen Bestandteilen und einem kleinen Caption, das besagte „In diesem Moment machte F., ohne es zu wissen, einen folgenschweren Fehler“, mit all diesen kleinen Eisen im Feuer, die nicht geschmiedet werden und all diesen Anfängen, die nirgendwohin führen…irgendwie tat sich plötzlich eine sehr tiefe Trauer auf. Bleibt das so? Wars das jetzt?

Dann irgendwann die Büßerstunde der tiefen Demut. Blindwütige Anschaffung von Notizbüchlein, Heftern, Mäppchen…eine Art Ablasshandel zu Ehren des heiligen Staples, auf dass er mich von mir selbst erlösen möge. Aufgabe. Und wieder schließen sich die Wogen des Chaos über deinem Kopf.

Achja…weil ich verdammt gern esse und koche, habe ich auch noch 30 kg zuviel gewogen, mit alarmierenden Blutwerten, jämmerlicher Ausdauer, bösen Rückenschmerzen und viel, viel Traurigkeit über den eigenen erschütternden körperlichen Zustand.

ABNEHMEN UND SPORT

Ich habe also nie gedacht, nicht abnehmen zu können, sondern dieses Projekt befand sich hinter einer Art Milchglasscheibe in einem Raum voller „Sollte ich irgendwann einmal machen“-Monster. Wie die ganzen anderen Sachen, die sich so angesammelt hatten.

Ich weiß eigentlich gar nicht mehr, warum ich eines Morgens einfach beschloss, wirklich eine ganze Menge Kilos zu verlieren und meine vorhandene, aber wie üblich eher zurückhaltend genutzte Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio zwecks Muskelaufbau zu reaktivieren. Irgendwie war das alles nie so das Wahre. Ein, zweimal die Woche hin, irgendwelche Eisen bewegen…wieder weggehen und sich sagen, ja, liebes Gewissen, ich hab ja was getan. Und nun Mahlzeit.

Und irgendwann nervte das und ich sagte mir – ich will abnehmen und stärker werden und mehr Ausdauer entwickeln.

Eine einfache Internetsuche brachte mich unmittelbar auf eine bekannte Bodybuilding-Seite, was mich zunächst einmal wunderte, da ich weder mit diesem Sport noch dieser Szene irgendetwas zu tun gehabt hatte. Dann dachte ich so bei mir „…naja…so ein Bodybuilder pflegt ja wenig Fett und viele Muskeln zu haben, die scheinen also doch nicht ganz unbeleckt zu sein…hör doch einfach mal zu“. Nicht auf eine der sogenannten „Abnehmseiten“ gestoßen zu sein, hat sich im Nachhinein als ein großes Glück erwiesen.

Zwei Sachen sollten also die nächsten paar Monate bestimmen: viermal Training in der Woche, dazu regelmäßige längere Läufe und – das wichtigste – eine eisenharte Unterwerfung unter einen strikten Ernährungsplan.

ICH: „Das klingt irgendwie ätzend und genussarm!

AUCH ICH: „Versuchs doch mal! Das kannst du doch eh bleibenlassen, wie all die anderen Sachen auch!

Als begeisterter Koch, der sich am liebsten durch die ganze Welt und ihre Spezialitäten essen würde, war es zumindest kein Problem, immer frisch zu kochen. Eigentlich musste ich mich plötzlich um nichts kümmern. Weniger Arbeit bei der Nahrungsauswahl und die Entscheidung, auf dem Weg von der Arbeit noch eine Stunde an den Eisen zu sitzen war mir auch abgenommen worden. Die Tage bekamen automatisch eine ungewohnte Struktur, die nur wenig Mitdenken erforderte. Das erste Mal überhaupt setzte ich mich mit Nährwerten und Brennwerten systematisch auseinander. Als die ersten Kilos verschwanden und als gleichzeitig der Muskelanteil langsam mess- und sichtbar nach oben ging, stand – und hier standen die Sterne gut – die Veröffentlichung von FLÜ an; ich hatte den Blog bereits längere Zeit verfolgt und so begann ich, mich mit den Mechanismen noch etwas tiefgehender zu beschäftigen.

HEUREKA

Das Fett machte also tatsächlich die Biege. Wunderbar – es geht und ich habe zumindest einen kleinen Teil meines Lebens unter Kontrolle. Ist ja gar nicht so schwer! Ich saß also wieder einmal in meinem überquellenden Arbeitszimmer, einer Zettelmessiehölle, die mich jede Sekunde daran erinnerte, dass hier etwas massiv nicht stimmte und ich nie, nie, niemals von Herzen produktiv sein könnte. Und plötzlich, als ich unglücklich auf die absurden Papierberge und die armseligen Versuche, etwas System hineinzubringen, die schon in ihrem Anfangsmoment zum Scheitern verurteilt waren starrte, hatte ich so eine Art Heureka-Moment, im Sinne von „warum bin ich da noch nicht eher drauf gekommen?!

Was wäre denn, wenn man die gedankliche Offenheit und das unsinnsfreie Denken, auf das FLÜ einem Lust gemacht hat, auch auf andere problematische Lebensbereiche übertragen könnte? Die Fundiertheit und Klugheit des Buches, das viele irrationale Gespensterchen mit der unerbittlichen Kraft der Vernunft vertrieben hat, auch für Anderes nutzbar machen?

Je länger ich also über Überwindungsmöglichkeiten nachdachte und auch online darüber mit anderen philosophierte, desto stärker zeichnete sich ab, dass die Dysfunktionalität meines Körpers möglicherweise nur ein Teilsymptom einer größeren Problemlage war. Denn die Denkfiguren, die sich plötzlich hinsichtlich meiner Physis und im Verhältnis zum Sport herausbildeten, fanden ein recht spannendes Echo.

DER LIEBENSWERTE CHAOT

Was hat denn mein Chaoten-Ich so erfahren?

Die Mechanismen aller Seiten sind exakt gleich.

Man ist Ziel von Belustigung, Beschimpfung, Verharmlosung und (besonders giftig): Schönfärberei. All diese Sprüchlein im Sinne von „ein Genie beherrscht das Chaos“, „leerer Schreibtisch, leerer Kopf“, oft garniert mit Schwarzweißfotos eines gewissen zauseligen Nobelpreisträgers, von dessen Abbildung sich die Hersteller solcher Idiotien ein wenig Credibility erhoffen. Dazu werden das Chaos und die Strukturlosigkeit als integraler Bestandteil der Persönlichkeit wahrgenommen – und vielleicht auch nicht ganz zu Unrecht. Nicht der „lustige Dicke“, sondern der „liebenswerte Chaot“.

Die Welt kam mir bis dahin wie ein reißender Strom vor. Oder eine Vorratskammer, in der alles ist und man weiß nicht, wo anzufangen wäre. Das Gehirn schlägt ständig Haken, die Gedanken hüpfen wie ein Flummi von A nach B. Energie ist zwar da – aber es kommt nichts rechtes dabei heraus. Die Welt ist schön und interessant, ich will alles machen, alles interessiert mich – aber mein umfassendes Interesse an allem lähmt mich.

Das war irgendwie schon immer so.

Ich male und zeichne zum Beispiel gerne. Aber eigentlich nur Skizzen. Ich bin ein ganz passabler klassischer Pianist, aber für die richtig geilen Sachen (böserer Beethoven, Chopin, Liszt) reicht es nicht, weil das lange, konzentrierte Arbeit bedeutet. Ich wäre gern ein guter Schreiner, kaufe mir alle Werkzeuge und mache dann irgendwie nichts…ich habe 1000 Ideen für alles Mögliche – aber verwirkliche sie nicht. Bin in der Lage, mir zwei Dutzend Bücher aus der Stadtbücherei auszuleihen, sie alle gleichzeitig lesen zu wollen, dies dann doch nur ansatzweise zu tun und hinterher schmerzhafte Mengen an Mahngebühren zahlen zu müssen.

Als Kind, so erinnere ich mich, habe ich aus Unglück über meine Situation alle paar Wochen oder Monate einen Koller gekriegt und beschworen, ab sofort ganz anders zu werden. Ich hatte mir, laut den Erinnerungsberichten meiner Eltern, mit ca. 9 Jahren für diesen Zustand tiefen Unglücks und den möglichen Ausweg das Wort „Charakterreform“ zurechtgelegt. Das ging nie gut. Würde ich heute einen weinenden Neunjährigen sehen, der fest davon überzeugt ist, seinen Charakter reformieren zu müssen, würde ich wahrscheinlich Hilfe holen. Aber so war ich halt – auch als Kind – eben nur „Dr. Schussel, unser Dussel“…trotz Einserabitur und Studienabschluss mit Auszeichnung.

DAS CHAOS-ICH

So vergehen also Jahre, in denen sich der Lebensweg anfühlt, als würde man einen Kometenschweif aus begonnenen Dingen, Plunder, Kleinkram, wichtigen Zetteln, übersehenen und abgeschriebenen Geldbeträgen hinter sich herziehen. Nichts ist unter Kontrolle. Das Schiff sinkt und man verwendet große Teile seiner Energie darauf, mit einem Eimerchen das Wasser herauszuschöpfen. Das Leben bleibt skizzenhaft und unfertig und das vorherrschende Gefühl ist das einer bleiernen Machtlosigkeit. Und es kostet bares Geld!

Und dann bin ich auch noch dick geworden (BMI 30)

Es ist die Hölle und hat mich geradewegs in eine schwere Depression geführt – die Antidepressiva führten dazu, dass ich gar nichts mehr gespürt habe, mich für nichts mehr interessiert habe, der Restantrieb auch noch gekillt worden ist und Zunahme stand sogar im Beipackzettel.

Und nun an die Fraktion, die mantrahaft „Akzeptanz“ predigt:

„Acceptance“ wäre für mich immer einer Ergebung oder Unterwerfung gleichgekommen, die mich möglicherweise einige Weile selbst hätte täuschen können. Meine „Chaos Acceptance“ hätte bedeutet: wäre ich nicht rechtzeitig auf einen kleinen, aber mächtigen Hebel gestoßen, hätte ich irgendwann aufgehört zu schwimmen, hätte ich aufgegeben und den Zustand, in dem sich mein Alltag befunden hat, hingenommen. Mit Folgen. Mit den Folgen, irgendwann auf ein Leben zurückzublicken, das immer noch von Reue, über das, was ich nicht geschafft und gemacht habe, geprägt gewesen wäre. Und es tut weh – das Gefühl, aus reinen Organisations- und Konzentrationsgründen nie für das, was ich wirklich will, Zeit zu haben. Und da eine ganze Reihe von Todesfällen in der nächsten Umgebung erschreckenderweise noch einmal die Begrenztheit der ganzen Anlegenheit namens Leben bezeugt haben, bekam diese Perspektive noch einmal eine sehr schmerzhafte Schattierung.

Wie vielleicht aus diesen Gedanken hervorgeht, habe ich unter den diversen Schieflagen meines Lebens massiv darunter gelitten und vermutlich Jahre verloren, die ich sinnvoller hätte füllen können. Das Schlimmste ist das manifeste Gefühl, ständig hinter den eigenen Möglichkeiten zurückzubleiben – mit ein Auslöser depressiver Episoden. Irgendwann in einen Zustand innerer Ruhe und inneren Gleichgewichtes zu geraten, der mir eine zufriedene Existenz ermöglichen würde – das war für mich wahrscheinlich so ein Gedanke wie für manche „Ich kann gar nicht schlank sein – unmöglich…So wird das Leben zu einem reinen Zustand im Konjunktiv. Was könnte ich nur alles machen…und lernen…und schaffen…und bereisen…wenn, ja, wenn.

ADHS, SCANNER, HYPERSENSIBILITÄT UND SO WEITER

Ich bin jetzt etwas weiter und stelle mir ab und an Fragen. Wahrscheinlich, das muss man wohl festhalten, bin ich ein klassischer Fall von ADHS im Erwachsenenalter. Hinzu kommen diverse Ängste – dass sich Dinge ändern, dass Dinge verschwinden, dass man mich für blöde halten könnte. Erfrischend war auch hier Nadjas Kapitel: „Erst die Ursache finden, dann kann man abnehmen“. Nein! Erst die Dinge ändern und hinterher vielleicht als Dreingabe darüber nachdenken, was eigentlich los war. Ich sehe nun – ich bin nicht allein. Meine Persönlichkeit ist nicht einmal so ungeheuer selten und es gibt Möglichkeiten, daraus etwas zu machen.

Und jetzt bin ich 40. Habe einen Beruf (obwohl ich immer weiß, dass ich nicht alles machen kann, was ich hätte machen wollen), eine Familie und mich und meinen etwas zu wilden Kopf einigermaßen unter Kontrolle. Ich will mich eigentlich gar nicht reformieren. Aber ich will wachsen. So, wie es das „Stoffwechselwunder“ nicht gibt, gibt es auch hier nicht den „ganz großen Befreiungsschlag“ (auch wenn ich mich manchmal dabei ertappt habe, dass ich mir gewünscht habe, all der Plunder würde einfach mal verbrennen). Ich tue Dinge in einer von mir selbst vorgegebenen Ordnung. Das neue Leben verlangt nun einmal etwas Disziplin. Aber – das kann Spaß machen. Es muss nicht alles weg. Ich bin OK. Ich bin zum Beispiel kein Minimalist. Wenn Leute sich auf Zenhabits und Minimalistenblogs darüber austauschen, wie geil es ist, außer drei Büchern und ein paar mundgehobelten Ebenholzkunstwerken nichts zu haben, was sich nicht innerhalb von drei Minuten in einen Koffer verfrachten ließe, finde ich das zwar bewundernswert, aber das ist nicht meins.

Ich mag es, wenn mein Kind sich aufgeregt durch meine CD- und Büchermassen wühlt, Inspirationen von den hundert Bildern empfängt und selbst schöpferisch wirkt. Ich mag gewisse Dinge einfach um mich haben. Sie sind keine Tsunami-Welle, die einen verschlingt. Ich mag es auch, mich irrsinnig für etwas zu begeistern und erstmal etwas anzufangen. Das gehört zu mir. Es ist aber die Kanalisation, die diesen inneren Zustand erst Blüten tragen lässt. So, wie niemand, der nicht zunehmen will, keinen Kuchen mehr essen darf, kann ich diese Mannigfaltigkeit in meinem Leben bewahren. Notwendig ist lediglich ein anderer, neuer Zugang dazu.

Ab und zu passiert es…es ist etwas zu tun, ich beschließe, stattdessen die Bücher alphabetisch zu sortieren und hänge dann bei der Auswahl der passenden Musik fest, wonach ich mich erst einmal über die Biographie interessanter unbekannter byzantinischer Komponisten informieren muss. Und ja, ich treibe mich damit bisweilen selbst in den Wahnsinn. Aber es geschieht kaum noch. Mittlerweile kann ich diesem Teil meines Charakters zuzwinkern und ihm Ghettofaust geben – ist schon OK, aber ich hab hier gerade etwas zu tun. Inwieweit die körperliche Trägheit und die kognitive Rastlosigkeit sich bedingt haben, mag ich gar nicht genau analysieren…sondern versuche, die Zeit besser zu nutzen. Das Ordnen und Ausmisten SÄMTLICHER Dokumente aus den letzten 25 Jahren meines Erwachsenenlebens, manche wichtig, manche Wichtigkeit nur vortäuschend, war dann eben doch keine Lebensaufgabe, wie ich gefühlt hatte, sondern hat etwas über vier Stunden gedauert – so lange wie ein gemütlicher Marathon. Und gerade eben habe ich wieder eine Kiste mit Ordnungssystemen, irrwitzig praktischen Heftern und unbrauchbaren Mäppchen entsorgt – Zeugen hilfloser Versuche, auf der Kommandobrücke einigermaßen klar Schiff zu machen.

Bin ich also glücklich, weil ich abgenommen haben? Klares JA, aber nicht im Sinne von Sternenstaub, der plötzlich golden durch mein Leben gepustet wird. Ja, weil die Möglichkeit, abzunehmen mir gezeigt hat: wenig ist unverhandelbar. Ja, weil ich dem Leben endlich klargemacht habe, wer am Steuer sitzt. Glück bedeutet für mich wahrscheinlich: Freiheit, Autonomie und Eigenverantwortung. Zeit und Raum dafür zu haben, was ich wirklich tun will – und dies letztendlich auch zu tun. So, wie kaum jemand schicksalhaft dick sein muss, muss ich kein Chaot sein. Man kann immer etwas tun. Und an seinem Glück arbeiten. Für diese Lektion bin ich Nadja unendlich dankbar.

Frohe Weihnachten!

Also erstmal: Frohe Feiertage 🙂

Ich sitze hier gerade vor einem riesigen Stapel Bücher, die ich gleich einpacke, um sie dann den Gewinnern der Verlosung zuzuschicken. Mittlerweile ist der Tisch abgeräumt und nur ein einsames Raclettegerät steht da, um geputzt zu werden. Ich war zu langsam mit dem Artikelschreiben, so dass das Essen dazwischenkam 🙂

Vor ein paar Tagen hatte ich einen richtig, richtig miesen Tag: Zuerst bin ich um 5 Uhr zu früh und fertig aufgewacht, konnte aber nicht mehr schlafen. Dann dachte ich: „Mach das Beste daraus!“ und wollte um 7 auf den Crosstrainer – nur um festzustellen, dass der das Zeitliche gesegnet hat. Nach nur einem Monat! Ganz ehrlich … ich bin unterwältigt. Dank der Feiertage und dem super umständlichen Reparaturprozess (zuerst wird mir ein Paket geliefert, dann kommt die Spedition nochmal, um es abzuholen, dann wird es mehrere Tage repariert und dann wieder zugeschickt…) wird es wohl bis weit in den Januar dauern, bis ich wieder Crosstrainern kann. Gnaah.

Wobei das Crosstrainergenerve nichtmal das schlimmste war, denn das Highlight kam kurze Zeit später. Wir hatten abends nämlich die ersten richtig ernsthaften Hausinteressenten (wieder-)erwartet, nachdem diese ihr Finanzierungsgespräch mit der Bank hatten. Statt dessen rief der Makler an, um mitzuteilen, dass es nicht geklappt hat und wir nun wieder bei Null stehen. Die Enttäuschung war … echt groß. Zumal ich die ganze Woche ziemlich glücklich deshalb war und mir immer wieder sagte: „Freu dich nicht zu früh, nicht dass es doch nicht klappt…!“ aber wie das halt so ist, man freut sich doch. Wie sehr man schon damit gerechnet hat, trotz innerlichem Herunterspielen, merkt man dann an der riesigen Enttäuschung.

In dieser Stimmung kam ich dann auf die Idee, wenigstens anderen eine Freude zu machen, und jeweils einige Versionen von Fettlogik, Erzaehlmirnix und dem diesjährigen Antirassismuskalender (in dem ich mit einigen Comics vertreten bin) zu verlosen. Es stellte sich raus, dass das eine mäßig gute Idee war, denn in kurzer Zeit waren da über 300 Kommentare für Fettlogik eingegangen und ich hätte gerne jedem einzelnen davon das Buch geschenkt. Nachdem ich völlig überfordert war, entschied ich mich dann für eine Zufallsverlosung.

Ich wurde im letzten Jahr öfter mal angesprochen, ob ich nicht eine Aktion machen will, so wie andere Autoren, die z.B. ihre Leser auffordern, das Buch an potentiell relevanten Plätzen auszulegen, damit es mögliche Leser zufällig finden oder irgendwelche anderen kreativen Werbeaktionen. Also falls ihr Lust habt Fettlogik weiter zu verbreiten, könnt ihr euch ja die Kommentare zur Verlosung mal durchlesen (Klick) und vielleicht findet ihr jemanden, dem ihr eine Freude machen wollt. Im Gegensatz zum zufälligen Auslegen an irgendwelchen Orten wären das Leute, die das Buch haben möchten.

Nach drei Zufallsziehungen habe ich noch eine vierte Version gezielt verschenkt – nachdem heute perfekt getimed Post von Ullstein kam: Die 11. Auflage wurde offenbar gedruckt (und damit dann auch mein Autorenexemplar)! Immerhin doch noch eine schöne Nachricht diese Woche.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich hatte vor einigen Tagen einen Blogartikel zum Thema „Gründe“ gepostet, in dem ich Geschichten gesammelt habe von den persönlichen Motiven und Zielen, warum Leute abnehmen. Inzwischen sind noch zahlreiche weitere Antworten eingegangen, so dass inzwischen fast 90 Beiträge zusammenkamen. Wollt ihr, dass ich die in Nachfolgeartikeln alle nach und nach verblogge oder wird euch das zu viel? Um Meinungen in den Kommentaren wird gebeten 🙂

Aber nun erstmal einen besinnlichen Heiligabend!