Gründe

In Fettlogik schrieb ich zu meiner Abnahme:

Was mich besonders störte ist, dass, ohne nachzufragen, häufig angenommen wurde und wird, ich hätte rein aus optischen Gründen abgenommen, um »diesem Schönheitsideal« zu entsprechen.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Motive, um sein Gewicht zu verändern. Und ich halte es für wichtig, dass das thematisiert wird, denn ich fände es ganz gut, wenn das Thema Körpergewicht und Attraktivität endlich nicht mehr als Einheit behandelt würde. Weder im Sinne von „Dicke sind unattraktiv“ noch im Sinne von „Jeder der abnimmt, tut das nur um in den Augen der Gesellschaft attraktiver zu werden“, denn beides ist in dieser Pauschalität schlichtweg Quatsch. Aus dem Grund habe ich im Forum einfach mal gefragt:

Daher wollte ich mal nachfragen und eure unterschiedlichen Gründe fürs Abnehmen sammeln. Was war eure Motivation, euer Ziel, euer Grund um Abzunehmen? Und vor allem: Warum genau war euch gerade das so wichtig? Jeder Grund ist okay, egal ob es darum ging, eine lebensbedrohliche Krankheit abzuwenden oder wieder in diese eine Hose zu passen. Also es geht nicht darum, nur besonders „gute“ oder „richtige“ Gründe zu sammeln (als ob man das von aussen bestimmen könnte) sondern einfach … persönliche Gründe.

Schnell kamen über 100 Antworten zusammen– zu viele für einen einzigen Blogartikel. Weil ich aber gerade nicht die Antworten nach „Wichtigkeit“ oder „Richtigkeit“ gewichten will, habe ich hier eine extra Seite eingerichtet.
Ich hatte zuerst überlegt, die Beträge zu kürzen und bestimmte Inhalte wegzulassen. Einerseits Teile über Fettlogik, weil es sich ein bisschen wie Eigenwerbung anfühlt, das auf meinem Blog zu ziteren und andererseits Teile, die als „fatshaming“ verstanden werden können, wenn Leute darüber schrieben, dass sie sich für ihren Körper schämten.
Nach etwas Überlegen, habe ich mich gegen das Kürzen entschieden, denn die Frage war offen gestellt und Menschen haben offen über ihre eigenen Gefühle über ihren Körper geredet – wer damit ein Problem hat, der möge an dieser Stelle aufhören zu lesen. Der Rest kann hoffentlich trennen zwischen Menschen, die über ihre Gefühle reden und einer allgemeinen Aussage wie „Jeder muss das so sehen!“🙂

 

Jolla, weiblich:

Mein Hauptgrund ist ganz schlicht: Meine kaputte Lendenwirbelsäule. Jedes Kilo weniger bedeutet mehr Schmerzfreiheit, daher begnüge ich mich auch nicht mit dem Erreichen der Normalgewichtszone, sondern mache erstmal weiter. Weitere Gründe sind optischer Natur und die Steigerung meiner allgemeinen Fitness.

Prusselliese, weiblich:

Ich hab mich in meinem Körper nicht wohl gefühlt. Immer war irgendwas zu eng oder sah in meinen Augen nicht gut aus.
Das war schon als Teenie so (da kann ich rückblickend aber sagen, dass ich normalgewichtig war und schieb es auf die Pubertät) und hat sich dann nicht geändert, sondern ist eher schlimmer geworden.

Ein weiterer Punkt ist, dass mein Mann sehr schlank und sportlich ist und ich im Laufe unserer Beziehung halt immer mehr wurde. Da hab ich mich ihm gegenüber nicht wohlgefühlt und das beeinflusste auch mein Verhalten.

Und jedesmal wenn ich mich irgendwo im Spiegel gesehen hab, war immer dieses Fokussieren auf meine Speckröllchen. Nichts gefiel mir wirklich, weil ich mich da immer dran festgebissen hab.

Und ich hab immer das Gefühl gehabt, ich ernähr mich nicht richtig. Meine Eltern legten viel Wert auf gesundes Essen, aber seit ich ausgezogen bin, hab ich nie wirklich verinnerlicht, dass ich mich jetzt um alles kümmern muss. Durch die Beschäftigung mit Essen, Nährstoffen, Kalorien hab ich da viel gelernt und merke das auch deutlich.

Das ist jetzt weg- und hinzugekommen ist, dass viele Bewegungen besser gehen, z.B im Schneidersitz sitzen, in die Hocke gehen, etc. Das ist alles viel leichter geworden. Ist mir vorher nicht aufgefallen, dass es schwer ging, sondern war halt einfach so.
Jetzt genieße ich diese Leichtigkeit.

Schlumpfine, weiblich, 46 Jahre:

Ich hatte schleichend 20 kg zugenommen und gefiel mir optisch nicht mehr. Röllchen hier, Speckfalte da, ach, und diese Hose passt nicht mehr? Das wollte ich nicht hinnehmen, vor allem weil mir klar war, dass mein Gewicht immer weiter hoch gehen würde, wenn ich nichts dagegen tue.
So habe ich die ersten 20 kg auf 64 kg abgenommen (lange vor FLÜ, aber auch ganz schnöde mit Kalorienzählen).

Dann haben sich meine Lebensumstände geändert, ich hatte mehr Zeit für Sport, habe FLÜ gelesen und einfach mal wieder ordentlich getrackt. So fielen weitere 6 kg, die einen unglaublichen Unterschied für mich ausmachen: endlich die schlanken Beine, die ich schon immer haben wollte, und vor allem absolute Leichtigkeit und Dynamik beim Laufen, meinem Lieblingssport und generell bei jeder körperlichen Belastung.

Ich fühle mich mit meinem derzeitigen Gewicht unendlich wohl und möchte einfach so bleiben.

Namja, weiblich, 28 Jahre:

Hauptsächlich Fitness. Es kotzt mich an, dass mein Mann mir beim Wandern dauernd davonrennt. Es kotzt mich an, dass ich bei Sachen (ein Stück den Berg hoch rennen, usw.) die andere so schaffen Verschnaufpausen brauche. Die Tatsache dass das in den letzten Monaten Dank Schwangerschaftsanämie noch deutlich stärker ist als sonst hat die Motivation erhöht. Ich möchte gern deutlich sportlicher sein.
Womit wir gleich bei Punkt 2 wären. Ich will nicht dass mein KIND eine übergewichtige Mutter hat die nicht alles mitmachen kann.
Punkt 3 und 4 wären Gesundheit und Aussehen. In der Reihenfolge.

Nria, weiblich, 32 Jahre:

Optische Gründe haben bei mir durchaus eine wichtige Rolle gespielt, aber nicht nur: Ich wusste schon länger, dass gerade das Bauchfett ungesund ist und da sitzt bei mir nunmal das meiste Fett. FLÜ hat mir die gesundheitlichen Gründe nochmal so richtig schön vor Augen geführt …

Und: Mein – wenn auch nur leichtes – Übergewicht fing an, mich in meiner Beweglichkeit einzuschränken. So ganz langsam, ich war ja erst bei BMI 27, aber ich habe es bereits gemerkt, und das hat mich ziemlich erschreckt. Ich habe mich auch deutlich weniger fit gefühlt als früher (auch wenn ich nie „fit“ war, sondern immer ziemlich unmuskulös und unsportlich).

Und praktische Gründe: Es ist mit einer schlankeren Figur einfacher, Kleidung zu kaufen oder zu nähen. Wenn der Bauchumfang 2 Nummern größer ist als der Hüftumfang, kann man nur Kompromisse finden.

Philomena*, weiblich:

Ich habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt mit meinem Übergewicht und wollte wieder so schlank sein wie vor meiner Zunahme.

Außerdem hat mich doch sehr gestört das ich viele Sachen welche für mich mit Normalgewicht noch selbstverständlich waren mit immer weiterer Zunahme einfach nicht mehr möglich und machbar waren.

Zum Beispiel, einfach so aufstehen zu können, ohne sich irgendwo hochziehen zu müssen, oder in der Wanne zu liegen ohne zu befürchten das ich womöglich ausrutschen könnte beim hochziehen müssen um rauszusteigen.

Die Treppen wieder hochzulaufen ohne so dermaßen außer Puste zu sein, das ich mich danach erstmal ausruhen musste.

Ich wollte auch endlich wieder aus meinem noch aus besseren Gewichtszeiten vollem Kleiderschrank schöpfen können und mich nicht mehr mit den paar gekauften Teilen in großen Größen zufrieden geben.

Ein Beispiel, ich hatte mir zwei Sommer Maxikleider gekauft und musste feststellen, das die Hersteller irgendwie wohl automatisch davon ausgehen, das breiter sein gleichbedeutend auch mit immer länger werden einhergeht.
Ich bin schon nicht klein mit meinen 1,72m, doch bei den Kleidern in großer Größe bin ich ständig beim laufen auf den Saum gelatscht und fast hingefallen ein paar mal.

Jetzt mit Konfektionsgröße 36 passiert mir das merkwürdigerweise wieder nicht mehr, obwohl meine Körperlänge ja gleich geblieben ist.

Und das waren jetzt nur ein paar Aufzählungen wegen Zeitmangel und keine Lust noch ganz viel mehr dazu aufzuschreiben.

Im übrigen habe ich schon vor Flü angefangen mit Diät und hatte bereits schon 10 kg abgenommen als ich Flü in die Finger bekam.
Da es die erste Diät meines Lebens war und auch hoffentlich bleibt, habe ich die 10 kg unabsichtlich nach Flü abgespeckt ( damals hieß es bei mir noch einfach nach meinem gesundem Menschenverstand),also mein Gehirn war nicht sehr Fettlogik verseucht wie bei anderen welche schon viel länger mit Übergewicht zu kämpfen hatten und schon mehrere Diäten ausprobiert haben vorher.

Shikaji, männlich, 28 Jahre:

in kurz: für physische und psychische gesundheit, für ein besseres körperempfinden und das erlebnis sich selbst durchaus mal als gutaussehend bezeichnen zu können.
(prioritäten auch in dieser reihenfolge)

MaraGreta, weiblich, 36 Jahre:

Weil ich´s kann

Im Ernst: weil ich schon immer, seit ich denken kann, übergewichtig war und mich das extrem angekotzt hat. Es war mal mehr, mal weniger, aber fast immer „zu viel“ und zwar so viel, dass ich mir nicht gefallen habe.
Es sind rein optische Gründe bei mir. Außerdem war ich auch immer schlecht darin, mir etwas vorzumachen, so dass ich damit immer unglücklich gewesen bin.

Was das „mediale Schönheitsideal“ angeht …. pfffffffffffffffffffffffffffffffft
In meiner Jugend hab ich eine „Subkultur“ nach der anderen gewechselt um BLOß NICHT irgendwie Mainstream und angepasst zu sein. Heute brauch ich das nicht mehr, aber es kratzt mich immer noch genau so wenig wie damals, was „die Medien“ einem vorschreiben wollen.

Mit der Abnahme kommt zusätzlich auch ein andererLebensstil einher, der mir deutlich besser gefällt. Gesünderes Essen, mehr Bewegung, weniger Alkohol. Abnehmen hat nur Vorteile.

schnic, weiblich:

Schwierige Frage..

die Wahrheit tief in mir ist wohl ein simples „um nicht aufzufallen“.
Nicht die zu sein, die angeschaut wird, weil sie unterwegs was isst (Dicke dürfen unterwegs nichts essen ohne blöd angeschaut zu werden– Schlanke jederzeit- gerne auch Eis o.ä.) btw. dürfen Schlanke im Sommer auch schwitzen– bei Dicken ist das gleich seltsam– man mutiert zum schwitzenden Schwein.
Nicht überlegen zu müssen, ob man in einem Laden wohl überhaupt eine Abteilung für „Große Größen“ finden wird– oder man lieber gar nicht erst rein geht.
Alltägliche Dinge kaufen kann, ohne sich überlegen zu müssen, ob die Tragkraft auch für einen selber ausreicht (Fahrrad, Waage usw.)
und auch um die sich leise einstellenden gesundheitlichen Folgen wieder gerade zurecht zu rücken (leicht erhöhter Blutdruck, Blutwerte- entfernte Gallenblase — und um Diabetis zu vermeiden)

der wichtigste Punkt ist aber nach wie vor, damit ich mit meinem Kind mehr unternehmen kann- und es hoffentlich bald keine Erinnerung mehr daran hat, was Mama alles nicht gemacht hat, weil sie zu adipös war.

B1naryL0ve, weiblich, 26 Jahre:

Klingt total blöd und unglaubwürdig, aber mein Grund ist tatsächlich das Buch. Vorher hab ich mich komplett gegen dieses Thema gesperrt (beste Freundin:“Du wolltest dir nicht mal von mir anhören, wie ich mein Gewicht halte“) und zwar davon geträumt, schlank zu sein, aber nicht dran geglaubt, dass das für mich wirklich möglich ist.

Und die geballte Ladung Gesundheitsrisiken, also das Kapitel, das bisher am meisten kritisiert wurde, glaube ich, hat in mir wirklich was bewegt. Besonders der Teil zu Risiken in der Schwangerschaft und für das Kind. Erst als ich das Kapitel durchgearbeitet hatte, wollte ich das Thema „Abnehmen“ in Angriff nehmen. Also selbst, als ich das Buch angefangen habe, wollte ich noch nicht abnehmen.

Speranza, weiblich, in den 40ern:

Mein ganzes Leben ist geprägt vom Abnehmen. Schon als Teenager habe ich mit meiner Mutter mitgemacht, später dann auch immer wieder alleine, weil ich endlich mal Normalgewicht haben und einfach Kleidung einkaufen wollte. – Das hielt übrigens nie. Ich hatte damals immer gehört „du bist dick, du musst abnehmen“ – meine Eltern waren auch übergewichtig und meine Mutter hat mehrere Diäten gemacht und ich mit. Irgendwann war dann Pause.

Ernsthaft begonnen abzunehmen habe ich erst 2008/09 wieder, weil der Arzt in der Kinderwunschpraxis mir sagte, dass das helfen könnte schwanger zu werden. – Das war dann auch so, allerdings waren die vorher abgenommenen Kilos nach der Geburt wieder drauf und sind geblieben.

Seltsamerweise fühlte ich mich durch mein (hohes) Übergewicht körperlich nicht eingeschränkt, konnte mit meinen Kindern und meinem Mann beim Radfahren und Wandern gut mithalten, hatte keine Schmerzen und so sehr außer Atem war ich nie, dass es mir unangenehm aufgefallen wäre. Ich hätte wohl aus gesundheitlichen Gründen noch lange nicht begonnen abzunehmen, wäre da nicht mein Vater gewesen …

Der gab den Startschuss zur letzten, bis heute andauernden Abnahme im Januar 2015. Damals lag er nämlich im Krankenhaus und rang nach Luft. – Ich kannte ihn nur übergewichtig, aber gesund und aktiv. In seinen letzten 5 Lebensjahren (ab ca. 73) wurde er jedoch zunehmend krank, hatte hochgradig Diabetes und große Wasseransammlungen, die ihm letztlich das Atmen sehr schwer machten, und – auch infolge vieler Jahre schwerer Arbeit – ein schwaches Herz. Ich ging damals von seinem Krankenbett und wenige Tage später von seinem Grab weg und dachte: „SO willst du nicht enden!“ – Er ist im Frieden gestorben, das war ok, aber diese Qual des Atmens … DAS wollte ich nicht haben. Also habe ich mich damals bei WW Online angemeldet und 2015 schon 26 kg abgenommen. Nach einem Plateau gings dann wieder etwas hoch – ich hatte ja (noch) keine Ahnung von diesen vertrackten Wasseransammlungen und habe einfach frustriert aufgegeben … (Fettlogik und so).
Einige Monate hatte ich die Kurve nicht mehr gekriegt, jedoch ein schlechtes Gewissen dabei. Ich WOLLTE doch endlich normalgewichtig werden und bleiben, um im Alter möglichst gesund zu sein. Außerdem sollte ich ja noch möglichst lange bewegungstechnisch mit meinen Kindern mithalten können (die ja auch älter und fitter werden).
Ende Juni 2016 gings dann wieder los – weil ich mir etwas beweisen wollte -, dann habe ich FLÜ entdeckt und bin seither dabei.

Kurz gefasst meine Motivationen um abzunehmen:
– früher durchaus die Sache mit der Mode – dass große Größen nur in wenigen Läden zu finden waren und damals in der Regel auch mehr „damenhafte“ Sachen (nix für Teenager und Twens) und weil mir von außen immer wieder eingeredet wurde ich müsste das machen
– dann der Kinderwunsch
– jetzt die Gesundheit und weil ich mir so tatsächlich viel besser gefalle.

Nina2606, weiblich, 27 Jahre:

Ich habe über die letzten 8 Jahre 17 Kilo zugenommen, schleichend, immer mal wieder was runter und dann mehr wieder rauf. Ich musste mir jede Saison neue Klamotten kaufen, vieles was mir gefiel, sah an mir absolut schrecklich aus, und ich bin mehrmals heulend in Umkleidekabinen geendet.
Ja, ich gebs zu: bei mir hat das Abnehmen nur optische Gründe. Und ich bekomme gerne Komplimente, ich freue mich, wenn mir jemand etwas Nettes sagt. Und ich hatte es auch satt, dass bei mir zu meinem Aussehen irgendwann gar keine Komplimente mehr kamen, auch wenn die inneren Werte natürlich wichtiger sind. Nichtsdestotrotz will ich keinem Schönheitsideal entsprechen außer meinem eigenen. Ich will wieder in den Spiegel gucken und Fotos anschauen und zufrieden sein. Ich will mich in der Sauna und im Schwimmbad wohlfühlen und mit einem gesunden Selbstbewusstsein durch die Gegend laufen.

She_lo, weiblich:

Ich wollte nicht einem Ideal entsprechen, sondern meinem und das ist nun mal schlank und sportlich trainiert und ich hatte es schon viel zu lange ignoriert, dass ich mich im oberen Normalgewicht mit einer Durchschnittsfrau-Figur einfach nicht wohlfühle.

justme, weiblich:

Ich hatte Angst vor Diabetes. Bluthochdruck hatte ich bereits.
Ich wollte nicht mehr so unbeweglich sein. Nicht mehr in den Spiegel gucken und überlegen, wie ich welche Stellen am besten so verhülle, dass sie möglichst wenig auffallen. Mich nicht mehr erschrecken, wenn ich Fotos von mir sehe, weil ich darauf einfach nur noch dick bin und nicht nur „moppelig“, wie in meinem Kopf. Ich wollte meinem Knie was gutes tun. Meine Kinder aufwachsen sehen. Kein Pflegefall werden. Klamotten in normalen Größen kaufen, anstatt langsam doch mal in die Übergrößengeschäfte zu gehen (oder besser gesagt, nicht zu gehen und sich mit einer Minimalgarderobe aus den wenigen Teilen, die noch irgendwie paßten, zu begnügen). Wandern gehen können und Treppen hochsteigen, ohne hinterher total kaputt zu sein. Beine haben, die nicht jede Jeans nach 4 Monaten an den Oberschenkeln durchscheuern. Einfach losrennen können.

Mir sind irgendwelche Blogs, Twitter (hab ich gar nicht), Medien, Trends, Instagram und was es da sonst so alles gibt, sowas von total schnuppe, weil ich mit meinem neuen Gewicht verdammt glücklich bin. Ich bin viel gesünder als früher, viel fitter, viel beweglicher, viel sportlicher, ich kann wandern und einfach losrennen, ich kann Treppen hochsteigen und bin nicht aus der Puste, meine Beine reiben nicht mehr – alleine das ist so klasse!!! UND – ich habe keinen Bluthochdruck mehr!!! Und wenn ich will, geh ich einfach in den Laden und kauf mir was zum anziehen. Es findet sich genug passendes, ohne lange suchen zu müssen. Ich sehe nicht mal ansatzweise aus wie ein Model und werde es nie tun, aber das ist auch überhaupt nicht mein Ziel. Das juckt mich alles nicht. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich nicht mehr dick bin. Und dick war ich kreuzunglücklich. So einfach ist das.

Jobara, weiblich, 52 Jahre:

Ich möchte mal eine fitte, gesunde Rentnerin sein 😊

Suche Rat von LogikerInnen, weiblich:

Das klingt jetzt vielleicht seltsam, aber das überschüssige Fett an mir war mir fremd. Das war nicht ich. Ich war doch eine schlanke Frau, hatte lange Ballett getanzt, mich aus der Magersucht herausgekämpft, nun dick sein passte einfach so gar nicht in mein Weltbild, mir war nicht klar, wie das hatte geschehen können, die Person im Spiegel war nicht ich und wollte ich nicht sein. Ich habe die überschüssigen Pfunde nie als Teil von mir akzeptieren können. Als ich sie wieder verlor, wurde ich mir wieder viel näher.
Ich hatte das überschüssige Gewicht so lange nicht verloren, da ich dachte, ich sei verdammt dazu, es nun zu behalten, denn jeder Versuch, es loszuwerden, würde mich wieder in die Magersucht führen – die einzige Diät, in der ich wirklich versiert war, war schließlich «nichts essen». Und dann bin ich über Undine’s Beitrag gestolpert – sie war jetzt so schlank, und sah vor Allem so glücklich aus, und sie war auch früher magersüchtig gewesen, und hatte es mit so einem Buch geschafft. Und dann habe ich Fettlogik gelesen, und es hat mir gezeigt, dass ich gesund, kontrolliert, nachhaltig und trotzdem schnell abnehmen kann, indem ich die essentiellen Nährstoffe aufnehme und so kriege was ich brauche, um stark und gesund zu sein, und trotzdem ein hohes Defizit fahre, weil man eben nicht 2000 kcal braucht um seine Proteine zusammen zu kriegen, und das genau tracke, damit mich der Nachhall meiner Magersucht mich nicht austrickst und mir einredet, ich hätte zu viel gegessen und bräuchte kein Protein mehr, sondern mein Computer für mich genau aufpassen und erinnern würde und ich so meine Obsession mit dem zu viel oder wenig Essen loslassen könnte, und dass ich in schlanker sogar gesünder wäre, und das war so eine Befreiung. (Ohne dieses Buch wäre ich heute nicht schlank.)

Mir war über die Jahre gar nicht bewusst geworden, dass ich inzwischen mit meinem Körper zufrieden wäre, wenn er im untern Normalgewicht wäre statt im starken Untergewicht, weil ich inzwischen eine ganz verzerrte Vorstellung in den Medien davon bekam, wie unteres Normalgewicht und starkes Untergewicht aussahen – die Schauspielerinnen, die ich alle als hübsch schlank und ideal im Kopf hatte, hatten alle nur unteres Normalgewicht, nicht Untergewicht, und dass ich mir zu dick vorkam, war inzwischen keine Körperschemastörung mehr, auch wenn mir das mein Umfeld mit sicher besten Intentionen vermittelte, sondern Realität. (Auch hier wieder danke an Nadja fürs Augen öffnen.)
Heute denke ich noch manchmal, hey, ich wäre gerne so schlank wie die Frau hier… aber dann wird mir erfreut bewusst, dass ich es inzwischen rechnerisch schwarz auf weiß bin, und es fühlt sich auch fast so an, der Abstand zwischen mir und ihnen scheint mir zu keinem Zeitpunkt mehr riesig, und ich will da wirklich von mir nichts mehr weg nehmen. Heute weiß ich rational und ohne Zweifel, ich bin schlank, und kann an der verzerrten Wahrnehmung arbeiten. Vorher war ich wirklich dick, und das war mir keine Minute auszureden. Und auch die Verzerrung in der Wahrnehmung ist nicht mehr so schlimm. Heute stehe ich oft vor dem Spiegel, und bin zufrieden, will da nichts mehr weg machen. Und auch an den wenigen Tagen, wo das nicht so ist, sagt die Waage, ich bin noch genauso schlank wie gestern, das geht wieder vorbei – anders, als als ich seit Jahren schleichend immer mehr wurde, und mich dauerhaft im Spiegel dick sah, weil ich es verdammt noch mal war. Ich habe jetzt in schlank viel mehr das Gefühl, meine Magersucht besiegt zu haben als in dick, als ich mich ihr ausgeliefert fühlte, dachte, die Wahl sei eben nur, wieder krankhaft dünn zu werden oder eben fett zu bleiben, schlank und gesund ginge für mich durch meine Krankheit nicht mehr. Und es ging doch!

Ich mag jetzt wieder, wie ich mich anfühle, wenn ich laufe. Dass es nicht schwabbelt und auf und ab wippt, dass meine Oberschenkel beim Gehen nicht reiben, dass ich meine Muskeln spüre, hart, verlässlich. Ich mag auch meine Knochen. Meine Wangenknochen, mein leicht asymmetrisches Schlüsselbein, meinen flachen Bauch mit dem Bauchnabelpiercing, das ich mir immer gewünscht habe. Sogar meine kuriose Fettverteilung, durch die schon im mittleren Normalgewicht meine oberen Rippen als leichter Schatten sichtbar werden. So sieht mein Körper eben bei seinem gesündesten Gewicht aus. Das bin ich, das sind meine Rippen, die eine starke Lunge umschließen, die muss ich nicht verstecken, sie gehören mir.

Ich kann nun wirklich und ehrlich sagen, dass ich nicht schlanker sein will als ich es jetzt bin. Ich habe sogar mein Zielgewicht leicht nach oben korrigiert, als ich ankam, das muss man sich vorstellen. Wenn ich durch eine Magen-Darm-Grippe unter mein jetziges Gewicht rutsche, esse ich danach über Verbrauch, um wieder auf mein aktuelles Gewicht zu kommen, ich will ja meine Muskeln behalten. Da muss nichts mehr runteroptimiert werden. Ich bin schon schlank. Das ist gut so, wie es ist. Ich finde mich gut so, wie ich bin. Und das ist so ein tolles Gefühl.

Ich kann den Grund «um fremden Männern zu gefallen» kategorisch verneinen. Männer haben mir vorher viel vermittelt, dass meine Figur ihnen gefällt, aber ich fühlte mich in meinem Körper nicht wohl (und fand diese Aufmerksamkeit auch wirklich nicht positiv – ich bin ernsthaft eine Weile mit gefälschtem Verlobungsring rumgelaufen und habe auf die Kleidung verzichtet, in der ich mich schön fand, nur um weniger angesprochen zu werden.)
Und jetzt ist mein Körper genauso, wie ich ihn möchte, es ist wieder meiner – und da finden einige Männer, ich sei zu dünn oder zu muskulös, und teilen mir das mit. Mit zweiterer Reaktion kann ich nun besser umgehen, nicht, weil ich sie weniger daneben finde – anzunehmen, dass ich mein Aussehen darauf auslege, fremden Männern zu gefallen, ist total daneben, ob besagter fremder Mann mich nun geil oder hässlich findet, dass darf er so oder so für sich behalten – aber weil ich jetzt mir mir selber im Reinen bin. Ich finde mich so schön und stark und gesund, und vor Allem; ich komme mir wieder wie ich vor.

Auch was Partner_innen angeht: Es gibt eine Person in meinem Leben, die ich liebe und die mich liebt und mit der ich seit vielen Jahren regelmäßig Sex habe. Und diese Person hat mir vorher nie gesagt, ich sei zu dick, und jetzt nie gesagt, ich sei zu dünn, sondern hat die ganze Zeit gesagt, dass sie mich so oder so unheimlich schön und attraktiv findet, dass ich mit meinem Körper tun kann, was ich will, und dabei ihre volle Unterstützung habe.

Was mir zu Beginn der Abnahme nicht bewusst war, war, wie viel leichter ich mich fühlen würde, wie viel besser klettern und Treppen steigen gehen würde, dass ich ein Runner’s High beim Joggen bekommen würde und so Joggen für mich als Sport entdecken, und dass meine Regelblutung erheblich leichter und weniger schmerzhaft werden würde. Die Einschränkungen kamen zu schleichend, um bemerkt zu werden, die Vorteile hatte ich in der Magersucht oftmals gar nicht erlebt. Nun, wo ich das erlebt habe, sind das weitere Gründe für mich, so schlank zu bleiben.

Und das ist im Vergleich so klein, aber hat mich heute so überrascht und gefreut: ich hatte heute Lust, Kleidung einkaufen zu gehen, so ein knallrotes, bauchfreies, enges Top und hochhackige Stiefel. Als ich bei meinem Idealgewicht ankam, war ich einkaufen, und bin länger geblieben, weil ich ein traumhaftes Hochzeitskleid gesehen habe und anprobieren wollte, und dann stand ich da vor dem Spiegel, baff, weil es atemberaubend aussah, und ein kleines Mädchen lief an mir vorbei, blieb stehen, und bekam große Augen, als sei ich eine Fee, konnte mich gar nicht genug ansehen. Es war so schön.
Vor meiner Abnahme dagegen war ich in der Dauersituation, einkaufen zu müssen, weil mir nichts mehr passte bzw. alles kaputt war, und in den Läden dann doch nichts zu kaufen, weil die Person im Spiegel eine dicke Frau war, die Kleidung trug, die sich für 40jährige gehörte, und ich das nach einer Stunde nicht mehr ertrug und nichts davon mitnehmen wollte. Teils hatte ich etwas in der Hand, und dachte, so eine schöne Farbe, so ein toller Stoff, das ist ja mal wirklich etwas anderes… aber an mir sah es alles schrecklich aus. Hatte am Ende wirklich kaum nach tragbare Kleidung, lief ständig mich Löchern in den Klamotten herum, es wurde wirklich ein Problem, den die letzten Sachen wurden dann folglich ständig benutzt und gewaschen, und gingen so umso schneller kaputt… Habe das abgetan als, tja, bin halt keine klassische Frau, mag eben keine Kleidung Einkaufen, gebe mein Geld lieber für Bücher aus, und nicht gemerkt, wie sehr mich das langsam stresst, und wie unhaltbar das inzwischen aussieht. Sprich das war vorher keine Motivation, weil ich es mir nicht eingestanden habe, von etwas so oberflächlichem wie Kleidung belastet zu werden, aber jetzt retrospektiv ist es so eine Erleichterung, dass das weg ist. Nun habe ich über Nacht wieder den Großteil meines Kleiderschrankes zur Verfügung, bis hin zu Sachen, die ich mit 15 getragen habe; und habe zudem endlich Spaß am Einkaufen.
Ein Kleidungsstück, das mich «dick macht» ist jetzt kein Problem, denn ich bin es nicht.
Und wenn mir jetzt doch mal in einem Laden etwas zu klein ist, denke ich nicht mehr, fuck, ich bin zu dick. Sondern, tja, das geht nicht über meine gut trainierten Arme, oder meinen breiten Hüftknochen, den ich eben so habe, oder dafür bin ich eben zu groß, so bin ich halt, so will ich eben auch sein. Und ich weiß, da mache ich mir wirklich nichts mehr vor – wäre ich ein paar kg schlanker, wäre ich im Untergewicht, da gehört nichts mehr weg, ich bin genau an dem Punkt angekommen, wo ich am Gesündesten bin und mich am Schönsten finde, da kann mir niemand mehr ein paar kg abschwatzen – ich habe schlanker ausprobiert, das war mir zu dünn, ich weiß, dass ich das nicht will, sondern da bleiben wo ich nun bin.
Sprich ich kann wirklich sagen, dass mein Abnehmen nicht in einem nicht enden wollenden Magerwahn endete, sondern in einem, yay, so wollte ich werden, so bin ich geworden, so ist es gut. Da ist nun so eine innere Ruhe.
Die Unzufriedenheit, die ich Jahre an mir hatte, in denen ich vorm Spiegel stand, an meiner Kleidung zupfte, mich noch mal umzog, meinen Bauch einzog, meinen Rücken hin und her bog, und doch unglücklich blieb, in der ich mich vor jedem Foto von mir gegraut habe ist nun verschwunden.
Jetzt freue ich mich darauf, Weihnachten photographiert zu werden. Ich bin wieder da, davon darf es gerne Fotos geben.

Und wenn jemand dort mir einen Rückfall unterstellt, esse ich denen einfach lachend die Schokolade vor der Nase weg.

Brownie, weiblich, 45:

Bei mir gab es keinen konkreten Auslöser, nur das diffuse Gefühl, dass ich gegensteuern muss, um nicht jedes Jahr ein bisschen zuzunehmen und irgendwann unbeweglich auf der Couch zu enden. Ich hatte zum Glück keine durch Übergewicht bedingten Krankheiten, aber ich habe schon gemerkt, dass ich mich beim Laufen einfach unglaublich gequält habe und trotzdem über ein besseres Schneckentempo nicht hinauskam. Außerdem konnte ich mein Spiegelbild nicht mehr leiden und habe mehr als einmal traurig in den Kleiderschrank geschaut, auf die Sachen, die nicht mehr passten. Ich bin im Moment so leicht wie seit Jahrzehnten nicht, aber bekloppterweise ist da die kritische Selbstwahrnehmung schnell hinterhergekommen und ich sehe immer noch nur die Schwabbelarme und dicken Oberschenkel.

Vicina, weiblich:

ich habe mich einfach nicht mehr wohlgefühlt. Schon lange nicht mehr.
Ich habe über Jahre schleichend zugenommen, bis ich schließlich dabei war, aus Größe 48 rauszuquellen. Ein Familienfoto gab mir den Rest. Eine Herde Gazellen und eine Elefantin dazwischen
Natürlich ging es darum, besser auszusehen! Was für eine Frage!
Gesundheitliche Probleme hatte ich (noch) nicht. Mein Doc meinte beim Check up „Abnehmen, warum denn? Brauchen Sie nicht. Das sieht man heute nicht mehr so eng. Ihre Werte sind prima“. Na toll.
Habe 15 kg geschafft und bin gerade bei Größe 42.
Ich habe noch mindestens 12 -15 Kilos vor mir, halte das aber für kein Problem. Die Frage ist nicht ob, sondern nur bis wann ich das schaffe. Bin ganz entspannt.
Das Leben ist einfacher, wenn man leichter ist.
Ich bin mir nicht mehr peinlich und selbstbewußter als vorher.

Blahblah, weiblich:

Ich machs kurz.
Mit Höchstgewicht war ich fast immobil. Mehr als 20,30 Schritte am Stück waren nicht möglich. Nicht anstrengend…schlicht nicht möglich.
Dazu kam das mir klar wurde wie krank mein Vater ist. Seit ich denken kann übergewichtig. Diabetes, Thrombosen, Herzkrank, Arterieller Verschluss im Oberschenkel…bewegte sich nur noch vom Klo zum PC zum Bett… So wollte ich nicht enden.
Ich bekam nackte Überlebensangst…die auch heute noch tief in mir drin steckt.
Im ersten Jahr kämpfte ich also primär um meine Mobilität. In diesem Jahr habe ich Mobilität …Kämpfe aber darum es zu schaffen bevor die Folgen des Übergewichts mich einholen.
Bis heute habe ich nämlich trotz langer Zeit über 100 kg keine Gelenkprobleme oder ähnliches (lediglich mein linkes Sprunggelenk ist etwas zickig infolge eines Fersenanbruchs im September 2015 (scheiß Sport…ausfallschritt vorm Sofa, volle Lotte mit der Ferse vor das Sofa geknallt).
Also ganz kurz Zusammengefasst: ich habe Angst, dass mein Gewicht mich umbringt.

Vegan98, weiblich:

Ich hatte vor FLÜ schon mal abgenommen – mit einer App namens Noom. Leider wurde diese derart umgebaut, daß sie für mich nicht mehr hilfreich war.

Mit fddb hatte ich es probiert. Doch das funktioniert erst so richtig, seit ich mit FLÜ begriffen habe, wie das mit den Kalorien und so genau funktioniert. Ich hatte zwar keine echten Fettlogiken in mir. Doch irgendwas hat dein Buch in mir etwas gelöst.

In der letzten Skisaison habe ich mich schrecklich gefühlt, dick, unbeweglich, unfit. In dieser Saison ist es wieder anders. Mein Workout macht wieder Spaß und ist nicht nur Quälerei. Es tut gut zu spüren, wie die Muskeln beim Skifahren arbeiten.

Mein Gewicht sollte grundsätzlich nicht die 60 kg überschreiten. Ich habe von Geburt an eine Hüftdysplasie, meine Knochen schmerzen ab einem gewissen Gewicht immer mehr.

Und außerdem gefalle ich mir mit einem fitten Körper und in engen Klamotten einfach besser. Ich mag mich in sexy.

Mehr fällt mir gerade nicht ein…

FrauBe, weiblich, 37:

Die größte Motivation neben FLÜ, das mir den Glauben an mich selbst zurückgab und die Gewissheit, mich nicht mit meinem derzeitigen Gewicht arrangieren zu müssen, gab mir das Tanzen.

Wir gehen seit zwei Jahren jede Woche zum Tanzkurs bzw. -training und das fühlt sich einfach nur grandios an. Ich liebe es zu tanzen und konditionell macht mir so schnell keiner was vor. Aber der Blick in die bodentiefen Spiegel ist der Horror. Ich fühle mich elegant, wunderschön und sehr feminin und ich sehe aus wie [beliebiges riesenhaftes Vergleichsobjekt einsetzen].

Das ging in meinem Kopf nicht zusammen und das konnte ich nicht mehr aushalten. Alle liebevollen Worte meines Partners, meines Trainers, meiner Tanzfreunde halfen nicht, es ließ sich einfach nicht mehr schön reden. Und dann kam FLÜ.

Ich möchte endlich so aussehen, wie ich mich seit geraumer Zeit fühle. Es hat lang genug gedauert, mich schön zu fühlen. Es wird Zeit, es der Welt auch zu zeigen.

 GruenerFleck, weiblich, 42:
 Ich würde sagen, hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen.
Ich habe rund um die Uhr Schmerzen – inzwischen nicht nur bei Belastung.
In den Füßen, Knie , Hüfte, Schultern – und meine geschädigte HWS würde es mir sicherlich auch danken, wenn ich zu ihrer Verstärkung Muskeln aufbaue und Fett ab.
Meine Bewegungsunfähigkeit macht mich traurig und sie macht mir Angst.
Ich fühle mich schutzlos.
Ich kann nicht spontan mit Bewegung auf irgendwas reagieren (ein Radfahrer, ein Auto , eine Ampel, die rot wird obwohl ich doch erst die Hälfte der Strecke überhumpelt habe).
Haltestellen, die ich nicht anfahren kann, weil die Gefahr besteht, dass ich einer langen Treppe ausgeliefert bin, die ich nicht mehr schaffe.
Ich kann nicht weglaufen. War in meinem Leben lange Zeit überlebenswichtig – ist es jetzt nicht mehr – aber es nicht mehr zu können hat zu Panik und Angstzuständen geführt. (2016 war scheußlich)
Zudem habe ich Asthma (ü 20 Jahre) und es wurde mir COPD (vor 3 Jahren) diagnostiziert – ich bin mit Medikamenten wirklich gut eingestellt – aber das Gewicht macht sich natürlich auch hier bemerkbar.
Ich kann mich BlahBlah nur anschließen – die Angst, dass mein Gewicht mich schleichend umbringt.Ja, und dann das Gefühl, dass das so alles nicht richtig ist – ü120 kg – das bin nicht ich (also schon, aber es fühlt sich falsch an)
Ich fühle mich an so vielem gehindert – vor allem daran, einen Weg einzuschlagen, der mir entspricht. (wie immer der auch aussehen mag)

Und irgendwie fühlte es sich so an wie “ jetzt oder nie mehr“

Dann doch lieber jetzt.

Bea114, weiblich, 28:

Abnehmen wollte ich schon lange. Dann war mein Sohn da und mich beschlich die Angst, was ich tue, wenn mein Kleiner ein paar Meter vor mir auf die Straße läuft und ein Auto kommt. Ich will mein Kind beschützen, ich will das er lange eine Mutter hat und ich will die Zeit mit ihm genießen, ohne sagen zu müssen: „Mama kann nicht mir dir spielen, weil sie nicht so lange stehen oder laufen kann.“

Als ich mich dann mit dem Thema Abnehmen auseinander gesetzt habe, ist mir aufgefallen, dass ich mich schon lange nicht mehr selbst angefasst habe und auch meinem Mann, dass nicht mehr gestattet habe. Es hat Ekel in mir aufsteigen lassen, mir auch nur vorzustellen, das ich von irgendjemandem angefasst werde. Außerdem empfand ich es als Zumutung für andere Menschen, wenn sie mich auch nur ansehen müssen. Kurzum, ich habe mich absolut nicht mehr wohlgefühlt und konnte schlicht nicht mehr mit mir leben.

Bereits nach 6 Kilo Abnahme hat sich mein Körpergefühl verbessert. Mittlerweile nach 18 Kilo weniger, kann ich mich sogar wieder eincremen und schlafe nackt. Ich kann mein äußeres noch immer nicht akzeptieren aber ich bin auf einem guten weg. Warum soll ich etwas akzeptieren, das mich persönlich, gesundheitlich, optisch und in meiner körperlichen Freiheit einschränkt oder behindert, wenn ich es doch ändern kann? Warum soll ich mir das nicht wert sein?

Und erst seit ich Gewicht verloren habe, habe ich richtig realisiert, was ich durch mein Übergewicht alles verloren habe. Ich lache wieder mehr, finde zu mir selbst zurück, mag mich wieder mehr… kurz ich werde für mich und mein Umfeld wieder immer mehr zur lebensfrohen Bereicherung. Und genau aus all diesen Gründen werde ich auch noch die restlichen 40 Kilo abnehmen weil ich so viel mehr sein kann, als eine dicke Frau.

Die Entscheidung abzunehmen habe ich nicht einmal getroffen. Ich treffe sie jeden Tag aufs neue.

Vievi, weiblich:

Muttivation. Für mein Kind.

Ein Kinderarzt sagte mir vor meiner Schwangerschaft, dass übergewichtige Eltern fast immer übergewichtige Kinder hätten. Es liege aber nicht (ausschließlich) an den Genen, sondern vor allem an der Vorbildfunktion der Eltern. Will man normalgewichtige Kinder haben, muss man ein normales Essverhalten vorleben.

Mein Übergewicht hat mir viel vermiest und ich wünsche mir für sie Normalgewicht und ein gesundes und realitätsnahes Essverhalten. Wenn ich das vor allem über ein gutes Vorbild positiv beeinflussen kann, dann werde ich das tun. Ganz abgesehen davon will ich mit ihr toben, laufen und in die Schaukel passen wenn wir auf dem Spielplatz sind. Abnehmen wollte ich schon immer, aber DER entscheidende Auslöser war tatsächlich das Baby.

giraffe of evil, weiblich, 28:

Ich war weich. Egal welche Stelle am Körper ich berührt hab, alles fühlte sich total weich an und das fand ich leider ehrlich gesagt widerwärtig. Obwohl ich wahrscheinlich „nur“ gerade so an der Grenze zwischen Normal- und Übergewicht war. Aber ich habe ohnehin so meine Probleme, wenn z.B. beim Essen mir die Konsistenz überhaupt nicht zusagt. Da kann das geschmacklich noch so geil sein, ich krieg das kalte Grausen. Und wie beim Essen, erging es mir selbst mit meinem eigenen Körper. Pubertät und alles haben dann noch ihren Teil dazu beigetragen^^“

Mittlerweile hat sich das zu Blick in den Spiegel und „Oh hello you sexy beauty with the Struwwelhaare! “ geändert und soll so bleiben

Mikehammer, männlich:

Bei mir war es relativ einfach „Loose weight or bust“ ; Abnehmen oder Tod!

Mit 125 Kilos (auf 1:86) hatte ich einen Blutdruck mit Medikation von 170 : 110

Das ist zum einen mittelfristig ungesund (Man wird da gerne mal gezappt und endet dann mit der zerebralen Aktivität einer Topfpflanze auf der Pflegestation)
und eine Erhöhung der Medikamentendosis führte zu massiven psychischen Nebenwirkungen = Depressionen. Depressionen haben gerne mal finale Auswirkungen… näheres dazu bei Onkel Kugel.
Ausserdem hatte ich einen Nabelbruch! Zu Deutsch: ich bin AUFGEPLATZT!
Die Ursache für alles war wohl exzessives Viszeralfett.

Also musste ich wieder auf ein Gewicht kommen, bei dem mein Blutdruck mit halbwegs nebenwirkungsarmer Medikation im Griff war. = 110 Kilos

Der Uhu war so weit weg wie der Mond, und Normalgewicht war eine Legende, weil zum einen genetische Vorbelastung (meine ganze Familie ist praktisch ausnahmslos übergewichtig bis adipös) zum anderen muss ein bisschen Lebensfreude ja auch sein.

Tja, und kurz vor dem Ziel fiel mir dann FLÜ in die Hände , und nach einem lustigen kleinen Nervenzusammenbruch (nicht wg meines Gewichtes) und der tiefschürfenden Erkenntnis, dass Nadja ihren Bluthochdruck komplett losgeworden war… und dass das OP Risiko meiner irgendwann demnächst mal anstehenden Gallensteinentfernung bei niedrigerem Gewicht viel geringer wäre… Und vieleicht sogar meine Rückenschmerzen besser werden würden… und die komplett neue Info, dass Übergewicht ein Risikofaktor für Depressionen sind… (DAS habe ich dann nachgeprüft) und und und

Tja, dann gings weiter ins Normalgewicht Failure is not an Option!

Resultat
– BMI 23.
– Blutdruck im Normalbereich ohne Medikamente
– Rücken- und Knieschmerzen signifikant besser
– Fettleber jetzt wieder Normale Leber
– Blutwerte bestensens.
– Psyche viel besser
– Fitness bombig
– Nabelbruch war plötzlich nicht mehr sichbar…

Das meine Figur besser ist, ist ein interessanter und angenehmer Nebeneffekt, den ich gerne mitnehme, war aber für meinen Abnehm-Entschluss nicht von Bedeutung.

Die Gallen-OP verlief übrigens komplett komplikationslos und dauerte insgesamt nicht mal eine Stunde (incl Einleitung bis zum Zumachen und Ausschleusen… ging also extrem zackig)

 Robin, weiblich:

Bei mir waren es wirklich rein optische Gründe. Zunächst. Vor kurzem hab ich ein Bild gefunden, auf dem ich nahe meines absoluten Höchstgewichts von 78kg sein müsste. Und das war… krass. Rein objektiv weiß ich, dass das Unsinn sein muss, aber trotzdem hatte ich bei dem Anblick das Gefühl, dass ich damals schlimmer aussah als viele andere Frauen, die fast doppelt so viel wiegen wie ich. Es war einfach nicht schön verteilt! Dazu meine Größe, mit der ich bei diesem Gewicht aussah wie ein laufender Meter.

Irgendwo schriebst du doch mal, dass die gephotoshoppten Plus-Size-Models Übergewichtige mehr entmutigen als dünne Supermodels, weil die keine Cellulite, keine Röllchen, gar nichts haben, was Frauen in dieser Gewichtsklasse eigentlich zwangsläufig haben müssten. Da wird alles glatt geshoppt und das erzeugt Druck, weil man sich mit Supermodels nicht vergleicht, mit solchen Models aber schon. Das kann ich bei mir absolut bestätigen. Für mich waren nicht die schlanken Frauen in meinem Umfeld ein Problem für meinen Selbstwert, sondern die Frauen, die so dick oder noch dicker waren als ich, aber aufgrund der Fettverteilung, der vorteilhaften Kleidung etc.pp. einfach in meinen Augen wesentlich besser aussahen. Für mich hieß das: Ich bin nicht nur dick, ich bin sogar auf eine irgendwie schlechte Weise dick, und warum kann ICH nicht so gut dabei aussehen?!

Die gesundheitlichen Gründe haben mich am Anfang nicht besonders interessiert. Ich bin noch relativ jung, da tangieren mich die ganzen Risiken ja noch nicht. Außerdem war ich ja nie *wirklich* dick (vor FÜ bezeichnete ich mich eigentlich immer als „moppelig“). Ich fühlte mich auch ansonsten nicht körperlich eingeschränkt.

Erst mit meiner Abnahme merkte ich, dass auch ich schon mit den „paar Kilos zuviel“ große Einschränkungen gehabt habe. Und wie toll es sich jetzt anfühlt, wo ich leichter bin. Ein spontaner Sprint zum Bus, eine Treppe – alles geht so viel besser. Und auch, wenn ich es nie als große Einschränkung empfunden habe, Schilddrüsenmedikamente nehmen zu müssen – eine Tablette weniger am Tag freut mich trotzdem.

Mein inneres Selbstbild entsprach immer dem eines dünnen, kleinen Skatermädchens, das mit Jeans und Shirt und wippenden Haaren durch die Stadt wirbelt. Umso frustrierender war jeder Blick in den Spiegel. Die Realität diesem Selbstbild anzupassen war und ist immer noch mein Ziel.

Flokon, weiblich, 36:

Zitat von MaraGreta im Beitrag #9


Weil ich´s kann


@MaraGreta bringt es präzise auf den Punkt!
Ich kann und darf entscheiden, niemand anders zwingt mich zu irgendetwas.
Mir wurde von klein auf eingetrichtert: Babyspeck, Moppelig, Kräftig, Dick, Fett, Fetter …. bis zum bitteren Ende morbid Adipös.
Es hiess immer die Gene, Du bist halt groß, Du hast ein Kind und mein Favorit KANN JA NICHT JEDER SCHLANK SEIN und diesen Menschen, diesen scheiß verrotzten dummen Menschen möchte ich sagen und vor allem zeigen:

Hier ihr Arschlöcher schaut es Euch an, ich kann es, jeder kann es, sofern er möchte.

Denn das vergessen diese piefigen Bloggerinnen, dass es auch Menschen gibt die an Fettlogiken von Kindheit an geglaubt, deswegen nie etwas geändert haben und nichtmal auf die Idee gekommen wären, es wäre möglich.

und dann kam der Mordsrheuma Schub bei 150kg volle breit Seite, mein Mann mit den Diagnosen Myokarditis mit akuter Herzschwäche, abgewanderte Thrombose die einen Milzinfakrt ausgelöst hat. Ich hatte nur noch Panik „Fuck der Kurze ist kein Jahr und die anderen nicht viel älter ..“ Dann kam die berühmte Ama Rezension und Dein Buch…

So gesehen haben sie natürlich recht, dass olle monochrome billig gedruckte Buch einer Möchtegern Comiczeichnerin hat da bei mir viel bewirkt und mich gezwungen zu einem Ideal zu hungern, dass ich nebenbei vom Rheuma mal ab mittlerweile kerngesund und top fit bin ist nur zufällig und nicht gewollt.

Merle, weiblich:

Ich will in das Gewicht meiner persönlichen größten Leistungsfähigkeit zurück, als ich schier unkaputtbar und dauergesund war.
Das war im obersten Bereich Normalgewicht bis hin zur unteren Zone vom Übergewicht.
Ich konnte ranklotzen wie ein stabiler Ackergaul. Hach.

Als ich mit dem steigenden Gewicht immer müder und elender wurde, fast wie früher im Untergewicht, als meine Gelenke schon morgens das Lied vom Tod spielten (genetisch, nicht durch Übergewicht bedingt, aber trotzdem mit viel Gewicht schmerzhafter) da dachte ich, dass ich ja nix verlieren kann, wenn ich einfach mal die Kalorien zähle und Gluten weglasse. Da gibt es eine gewisse Unverträglichkeit.

Den Rest Handwerkszeug habe ich dann schrittweise entdeckt – Eiweiß muss stimmen, genug Flüssigkeit, ein Kilo Fettgewebe entspricht rund 7000 Kalorien, es gibt Wasseransammlungen, denn man kann nicht in zwei Tagen 21.000 Kalorien zu viel essen (und folglich muss man nicht gleich aufgeben), und selbst wenn man im Rahmen des genetischen Spielraums vielleicht ein paar Muskeln weniger hat und also einen kleinen Tick weniger verbrennt – hey, dann passt man das mit der Nahrungsaufnahme an, bis der Muskelanteil steigt, und fährt trotzdem sein Defizit ein. Denn nur lächerliche 200 Kalorien am Tag zuviel bedeuten 10 Kilo Zunahme im Jahr.
Dieses Wissen hat’s gebracht.

So aufgeklärt kamen die ersten 23 Kilo weg.
Derzeit stecke ich im Plateau des Grauens fest, aber das pack ich auch noch.
Ackergaul-Stadium, ich komme! Erst mal auf 85 Kilo, und dann weiter …
Immerhin laufe ich schon jetzt wieder ohne Anhalten und Schnaufen flott in die 3. Etage.
Na also.

ke_ma_ru_bo, weiblich, 41:


Die Realität diesem Selbstbild anzupassen war und ist immer noch mein Ziel.


Genau das. Die Realität meinem Selbstbild anpassen ist mein Grund zum Abnehmen. Der Grund zum Abnehmenwollen war es schon lange, aber jetzt weiß ich endlich wie es geht.
Ich habe zuletzt lange versucht mich damit abzufinden, dass ich wohl nie mehr so aussehen werde wie ich mich eigentlich fühle, schlank, sportlich, schön. Ausstrahlung reißt ja auch einiges raus und so, blabla. Dazu kommt, dass sich mittlerweile halt schon auch gewisse Alterungsprozesse bemerkbar machen. Allerdings galube ich, dass ich wenig Schwierigkeiten mit dem Altern an sich habe. Aber dass ich soviel Ballast mit mir herumtrage, der da nicht hingehört, stört mich massiv.

Gesundheit und Optik spielen natürlich auch eine Rolle. Insbesondere gesundheitlich habe ich ein paar Einschränkungen/Probleme die, zumindest auch, durch das Übergewicht bedingt sind. Ins ernsthafte Tun hat mich das aber kaum je gebracht, bestenfalls ins verstärkte Wollen. Jetzt, wo ich tatsächlich abnehme und auch zu hoffen wage, dass ich es bis zum Ziel schaffen kann, wird auch der gesundheitliche Aspekt zur stärkeren Triebfeder. Ich will nämlich steinalt werden und zwar als starke, schöne, runzlig-schlanke, lebenslustige und -kluge Frau.

Regenbogenfeder, weiblich, 23:

Ich habe mich in meinem Körper nicht wohl gefühlt. Noch nie, auch wenn ich die längste Zeit meines Lebens auf der Grenze zwischen Übergewicht und Normalgewicht herumgeeiert bin.
Ich wollte mich in meinem Körper wohl fühlen, zum ersten Mal.
Ich wollte wieder eine Hose anziehen können, die dann auch in den Beinen locker sitzt.
Ich wollte anziehen können was ich will, ohne dass es bei meiner Figur doof aussieht.
Ich wollte das Risiko für Diabetes minimieren, denn in meiner Familie gibt es viele Diabetiker.
Außerdem finde ich, dass meine Tochter eine fitte und gesunde Mama verdient hat, die mit ihr spielen und toben kann. Wenn man Kinder hat, dann ist man es ihnen doch schuldig, auf sizu achten, damit man ein gutes Beispiel ist und ihnen möglichst lange erhalten bleibt.

Außerdem – es wurde schon gesagt – weil ich es kann. Ganz einfach.

uhuohnehu, weiblich, 47:

Bei mir war es so, dass ich ein sehr schlankes Kind war (wie alle eigentlich damals) und dann am Ende der Pubertät zunahm (Pille sei Dank). Und seit der Zunahme hatte ich das Gefühl, dass das „falsch“ war, wie ich war. Das war nicht mein Körper…

Ich dachte dann auch, ich müsse das eben akzeptieren. Ich war ja noch nicht in einem sehr hohen Bereich, BMi war 28, und ich hatte auch keine gesundheitlichen Einschränkungen.

Und jetzt erst, mit meinem Wunschgewicht, habe ich das Gefühl, endlich wieder „ich“ zu sein, in Übereinstimmung mit meinem Körper….

MadHatter, weiblich:

Weil ich es kann. Wie MaraGreta gesagt hat. Ja genau. Trifft es gut. Weil ich dachte, ich könnte es nicht, und ich kann es doch. Und das ist erstaunlich, weil ich ja auch dachte, ich wollte gar nicht. Dabei habe ich vielleicht einfach nur geglaubt, ich wollte nicht, weil ich geglaubt habe, ich könnte nicht. Und dann war es auch eigentlich nicht so schlimm. Aber jetzt ist es toll, weil ich weiß, es kann doch funktionieren, und vielleicht kann ich doch so aussehen, wie ich schon immer aussehen wollte und mich dabei sogar wohl fühlen. Ja, es hat einfach was mit dem Aussehen zu tun, aber nicht für die anderen, für mich (aber Komplimente mag ich insgeheim natürlich auch… gab so lange keine mehr). Und mit der Kontrolle, die man über diesen Teil des Lebens zurück bekommt, wo man gar nicht mehr mit gerechnet hat. Gut, dass es den Zufall gibt und FLÜ

Su, weiblich:

Mein Grund? Einfach weil ich mir besser gefalle und mich wohler fühle. Zudem geht es mir mit weniger Gewicht besser mit meinem Asthma. Zudem hoffe ich für meine Familie ein gutes Vorbild zu sein und sie zu animieren, auch etwas Gewicht zu verlieren.

Pia_lustig, weiblich:

Meine Gründe – in gewichteter Reihung:

1) Angst vor frühem Tod
Meine Großmutter väterlicherseits ist mit 40 gestorben (Krebs), meine Großmutter mütterlicherseits mit 32 Jahren (Sepsis im Kindbett) – d.h. meine beiden Eltern sind ohne Mutter aufgewachsen und haben sie auch nicht bewusst kennen gelernt, mit all den Konsequenzen, was das für eine Familie und auch die Kinder bedeutet. Mein (Stief-)Vater ist gestorben (Krebs), da war ich 13 Jahre alt. Wir haben ihn zu Hause gepflegt, d.h. ich habe wirklich alles mitbekommen. Mein einziger leiblicher Bruder war schwer mehrfachbehindert und hat Geburt- und Todestag (vermutlich) am gleichen Tag.

All diese toten Familienmitglieder haben mein Aufwachsen und Sein sehr stark geprägt, nicht zuletzt, weil ich von Menschen umgeben war, die früh einen Verlust erlitten haben. Bis Mitte dreißig habe ich das so gut wie ich konnte verdrängt, seit zwei drei Jahren, seit ich älter als meine beiden Großmütter bin, ist es fast omnipräsent. Ich recherchiere über diese Menschen, weil ich mehr erfahren möchte. Mein Bruder hatte sogar schon einen Namen, das habe ich all die Jahre nicht gewusst! Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich meinen Körper so vernachlässige, während diese Menschen – allesamt normalgewichtig und keine Raucher – keine Chance hatten. Und jeder Mensch, der auch nur einmal die Risikofaktoren zu Krebs googelt, wird da finden: Alkohol, Nikotin, Fett.

Und dahinter immer die große Frage: Zu welcher Gruppe gehöre ICH? Zu der, die alt wird, oder zu der, die früh stirbt?

2) Unwohlfühlen im Körper
Mit BMI 38,5 habe ich mich behäbig und langsam gefühlt. Schuhe zubinden war ein Problem, auf dem Boden sitzen und wieder aufstehen war ein Problem, schnell laufen war ein Problem, lange gehen war ein Problem, ausdauernde Tätigkeiten waren ein Problem. Und wie ich JETZT erst merke: Meine ausgeprägten Schlafstörungen, die natürlich auch ein Problem waren, kamen vom Übergewicht.

3) Bessere Möglichkeiten mich zu kleiden
Ich habe mit Größe 48/50 nur noch selten Sachen gefunden, in denen ich mich wohlgefühlt habe. Und ich fand es immer schrecklich, in den Übergrößenläden einkaufen zu gehen. Das war wirklich jedes Mal ein Gefühl von: Du Versagerin! Ich habe mir so gut wie nie bei meinem Blick in den Spiegel gefallen. Das ist schon JETZT (mit BMI 28) deutlich anders. Wegen der Klamotten, aber auch der deutlich sichtbaren Gewichtsabnahme. Am meisten gefällt mir mein Gesicht, die Leute sagen: Du siehst jünger aus.

Auslöser der Gewichtsabnahme war: Fettlogik überwinden. Buch gesehen, Rezensionen gelesen, Buch bestellt, Buch gelesen, digitale Waage bestellt und losgelegt.

Sookie, weiblich, 46

Grund fürs Abnehmenwollen:
Ich konnte mich einfach nicht mehr (er-)tragen: nicht das Gewicht, was auf die Gelenke drückte und meine Atmung und meine Beweglichkeit beeinträchtigte; nicht das Schnarchen; nicht die unüberwindbar scheinenden Treppen, die ich mied wie der Teufel das Weihwasser; nicht die Speckrollen, die immer im Weg waren, Entzündungen der Haut verursacht haben und sich mit ihren buckeligen Dellen unter jeder Kleidung abzeichneten; und vor allem auch nicht das gestörte Essverhalten, das Frustessen, das Stressessen, das Inmichhineinstopfen, das aber auch so gar nichts mit „Genuss“ oder „sich etwas gönnen“ zu tun hatte.
Das war und bin nicht ich! Der ganze Speck gehört(e) einfach nicht an mich dran. Ich bin stark und leistungsfähig und beweglich – nur irgendwann schleichend hat das dauerhaft hohe Gewicht mir das genommen, und ein Wehwehchen gesellte sich zum anderen. Schließlich wird man ja auch nicht jünger.
Und dann muss man sich auch ehrlicherweise damit auseinandersetzen, was mit zunehmendem Alter dann noch alles auf einen zukommen könnte. Mich plagte mehr und mehr die Vorstellung, einmal zu einem unbeweglichen Pflegefall zu werden, unselbstständig zu werden, jemand, den nicht mal mehr die Pflegekräfte richtig versorgen können, weil einfach zu schwer, bettlägerig, ohne geistige Beschäftigung, geplagt von ständiger Atemnot und nicht abheilenden Dekubitalulcera.
Nicht mit mir!
Gesellschaftliche Gründe oder „medialen Druck“ kenne ich übrigens nicht. Ich habe nie Fatshaming erlebt (das Wort kannte ich vor FLÜ gar nicht); ich bin eben wie ich bin, und in Beruf und Privatleben hat sich noch nie jemand um mein Gewicht geschert. Männer schon mal gleich gar nicht . Mein Schönheitsideal hat nichts mit irgendwelchen dünnen Models zu tun; Kleidchen, Schminke, Magazine usw. haben mich noch nie interessiert. Mein Ideal ist sportlich-athletisch, leistungsfähig und gesund. Ich möchte, wenn ich es irgendwie selbst beeinflussen kann, bis ins hoffentlich hohe Alter fit und selbstständig sein.

Grund fürs Abnehmenkönnen:
Naja irgendwie Ralph Ruthe – über ihn kam ich zu @erzaehlmirnix und zu fettlogik, FLÜ gekauft und gelesen und damit auch die Überzeugung erworben: es IST machbar, ICH kann es (auch) schaffen. Danke, danke, danke für dieses Buch
Wie oft hatte ich es schon versucht, wie oft hab ich schon 10 oder 20 kg abgenommen (und natürlich wieder zu), wie oft war ich schon gescheitert ob der vor mir liegenden, gigantischen und scheinbar nicht zu bewältigenden Aufgabe – vor diesem buchstäblichen Berg aus Fett und Fettlogiken.
Vorbei. Vergangenheit. Es liegt noch ein weiter Weg vor mir, aber mehr als die Hälfte ist geschafft, es geht mir besser als je zuvor, mit dem Körper ist auch meine Seele unbeschwerter geworden, und ich habe keine Zweifel, dass ich am Ziel ankommen werde.

Athene_noctua, weiblich, 44:

– schlechte Blutwerte
– hoher Blutdruck
– ständige Schmerzen (Rücken, Hüfte und Knie)
– mieses Selbstwertgefühl und Unwohlsein
– Schock beim betrachten eines Fotos (das soll ich sein? OMG)
– zu schwer für mein schönes giftgrünes Fahrrad…

Mein Vater ist letztes Jahr im November gestorben.
Er hatte abartig hohe Zuckerwerte, die Organe waren am Versagen.
Offene Beine, extrem kurzatmig, kam an die eigenen Füße nicht ran.
Er war so dick, dass der Notdienst gerufen werden musste, wenn er stürzte.
Zuletzt im Krankenhaus war es auch ein Kraftakt ihn mal in eine andere Position zu bringen.

Da habe ich mir leise gedacht so will ich nicht enden…

leucoryx, weiblich:

Reihenfolge ohne Gewichtung:

1.) Umfeld: Mir wurde zu Jugend- und Studienzeiten durch Randbemerkungen von der Familie und dem nahen Umfeld klar gemacht, dass ich zu dick sei – bei einem BMI von 23,2!
Erläuterung dazu: Mein Cousin und meine Cousine sind untergewichtig. Da sieht man im Verhältnis als kleine, muskulöse Frau mit Birnenform nicht gerade grazil aus.
Der übergewichtige Teil meiner Familie hat argumentiert, dass sie doch zumindestens in meinem Alter noch nicht (so) dick gewesen seien. (Ach, im Alter darf man dann, ja?)
Jedenfalls hatte ich daher schon lange im Unterbewusstsein, dass da ein bisschen zu viel an mir dran ist.

2. Selbstbild: Ich betreibe seit einigen Jahren regelmäßig und recht viel Sport, gerne auch Krafttraining. Zu meinem Bild einer sportlichen Person gehört für mich ein athletischer Körper. Die Muskeln habe ich durchaus (Kommentar „Stiernacken“), aber die Fettschicht außenrum passt einfach nicht dazu. (Das viel Spot nicht automatisch dünn sein bedeutet, wenn man zu viel Schokolade futtert, habe ich auch irgendwann kapiert. )

3. Sportliche Ambitionen: Ich habe immer wieder mal sportliche Ambitionen, z.B. würde ich ganz gerne mal mehr als 3 Klimmzüge können. Das wäre sicherlich einfacher, wenn da nicht am Po unnützes Fett rumschwabbeln würde. Gerade bei Klimmzügen kommt es sehr auf das Muskel-/Fett-Verhältnis an. (Und wir Frauen sind ja da eh benachteiligt.)

4. Klamottenkauf: Ich hasse es seit jeher Hosen zu kaufen. Warum? Tja, ich bin klein, habe kurze Beine und dann noch einen großen Hintern. Und jetzt finde mal eine passende Jeans. Ohne Gürtel geht es eh nie, da mein Bauch ja normal ist. Röcke und Kleider habe ich auch meistens gemieden, das sieht einfach nicht bei mir aus. Aussage von mir: „Darin sehe ich aus als ob ich hinten schwanger wäre.“ Und von einanderreibenden Beinen will ich gar nicht erst anfangen.

Ernsthafte Abnehmversuche hatte ich lange Zeit nicht unternommen, außer vielleicht mal für 1 Woche die Glyx-Diät. Ich dachte mir, lieber im oberen Bereich des Normalgewichts rumdümpeln als sich den Stoffwechsel versauchen und dann beim Übergewicht zu landen (sprich Jo-Jo-Effekt).

1. Abnahme (2015): Zum Ende des Studiums und danach stieg mein Gewicht langsam, aber kontinuirlich an. Ich drohte ins Übergewicht zu fallen. Ich wollte aber 5. kein Übergewicht bekommen. Also habe ich bei einem BMI von fast 25 die Reißleine gezogen und abgenommen. Ich wollte unbedingt 6. 55 kg erreichen. Das war seit Jugendzeiten eine Traumzahl von mir, die ich nicht mal damals hatte (also vielleicht noch mit 14 Jahren oder so). Ich hatte es bis 56 kg geschafft, dann ging scheinbar nichts mehr. Tja, diätmüde, Setpoint etc. (Fettlogik!)

Im Herbst und spätestens zu Weihnachten alles wieder raufgefuttert. (Schokolade, nix Jo-Jo-Effekt)

2. Abnahme (2016): Dank FLÜ konnte ich endlich meine 7. Fettlogik über Bord werfen und habe die 54 kg angepeilt. Ich bin bis 53,5 kg gekommen. Und schwupp, mein (teilweise übergewichtiges) Umfeld fand mich zu dünn (werdend). (à la „Das reicht jetzt aber mit dem Abnehmen, oder?“ etc.pp.) Was war passiert? Dank meiner Birnenform hatte ich vor allem am Oberkörper abgenommen: Gesicht schmal geworden, Oberweite eingebüßt, Rippen deutlich sichtbar. Tja, das fand ich selbst nicht allzu toll. Aber an meinem Po hatte sich kaum etwas getan und an meinen Beinen rein gar nichts.

Und wieder habe ich im Herbst langsam aber stetig etwas zugenommen.

3. (aktuelle) Abnahme (Ende 2016): Ich wollte nicht im Frühjahr wieder dort anfangen, wo ich schon 2. Mal am Anfang eines Jahres gestartet bin. (8. Nicht bei Null anfangen müssen). Außerdem will ich endlich mal wissen ab wann das Fett auch an meinem Po und Beinen verschwindet und wie das dann aussieht. Diesmal sind 52 kg angepeilt. Es hat mich also quasi die 9. Neugierde gepackt wie ich aussehen könnte und was so möglich ist (nachdem ich ja weiß, dass es geht). Mittlerweile will ich 10. nicht mehr auf andere hören, sondern selbst für mich entscheiden wie mir mein Körper am besten gefällt.

Sorry, für die Länge. Viele Gründe greifen ja auch ineinander. Das Selbstbild entsteht ja z.B. nicht ganz unabhängig vom Umfeld, etc.

nessii, weiblich, 27:

Ich wollte „normal“ sein, so wie alle anderen. Soziale Normen waren schon immer unglaublich schwierig für mich und das ist immer aufgefallen (und tut es auch heute noch)*. Ich war immer „anders“. Als Kind nannte man das unbeholfen, in Büchern würde ich es als linkisch bezeichnen, teilweise auch gehemmt. Dass ich dazu körperlich genauso unbeholfen und behäbig war, verdeutliche meine sozialen Schwierigkeiten in meinen Augen noch mehr. Der Wunsch abzunehmen war bei mir daher immer verbunden mit dem Wunsch, nicht mehr so aufzufallen. In der Masse unterzugehen und einfach sein wie alle anderen. Leicht paradox dabei ist, dass ich erst dann erfolgreich abgenommen habe, als ich in einer Umgebung war, in der ich mich nicht wie ein sozialer Außenseiter gefühlt habe, sondern trotz meiner Eigenheiten akzeptiert wurde. Oder vielleicht passt das auch genau in diesen Schema rein, ich habe keine Ahnung.
Meine Gesundheit war hingegen nie ein Faktor, Kinder werde ich nie haben und auch sonstige Gründe, die ich hier gesehen habe, trafen auf mich nie zu sondern waren nur zufällige Nebeneffekte aus meiner Sicht.

*Beispiel: Kollegen grüßen. Eigentlich eine simple Sache, man sieht sich, man grüßt, man geht weiter. Aber wie ist das, wenn ich an offenen Bürotüren vorbeigehe? Stecke ich den Kopf rein und sage Hallo? Was ist, wenn ich den bei seiner Arbeit störe? Und was ist, wenn die Tür angelehnt, aber fast zu ist? Darf ich dann stören oder nicht? Und wenn mir ein Kollege auf dem Gang entgegenkommt, wann stelle ich da am besten Augenkontakt her? Dauert ja noch ne Weile, ehe man nah genug ist für eine Begrüßung. Und wann ist man überhaupt nah genug für eine Begrüßung? Und wie funktioniert das alles beim Verabschieden am Nachmittag?
Ja die Fragen kommen den meisten Menschen lächerlich vor, aber mir schwirrt sowas in quasi jeder sozialen Situation durch den Kopf. Inzwischen habe ich für die meisten typischen „Szenen“ Varianten gefunden, die sozial akzeptabel sind, aber so richtig verstehen tue ich es nicht und sobald ich in einer neuen Situation bin, muss ich erstmal schauen, ob irgendeine meine bisherigen Vorgehensweisen da auch passend wäre oder ob ich mir was Neues ausdenken muss.

hoppb289, weiblich, 43:

1. Meine Kinder

Ich möchte nicht mehr, dass sie sich für ihre Mama schämen müssen oder dumm angemacht werden.
Bei Unternnehmungen/Ausflügen war immer nur Papa dabei, weil sich Mama daheim versteckt hat. Ich habe deshalb viele schöne Momente verpasst.
Ich möchte ein Vorbild für meine Tochter sein, die leider auch schon übergewichtig ist. Ich will sie animieren jetzt was dagegen zu tun und nicht darauf zu warten, dass es sich wieder verwächst….

2. Gesundheit

Schmerzen in Hüfte, Knien und Füßen. Länger stehen oder laufen war eine Qual.
Entzündete Hautfalten und Bauchnabel.

3.Sonstiges

Nicht vorhandenes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.

Klamottenkaufen war der Horror.

Rausgehen nur wenn es unbedingt sein musste.

Dank FLÜ hat sich das alles geändert.
Ich hatte schon mal mit Kalorienzählen 20 Kilo abgenommen, aber da war es mit Kampf, Verzicht und Zwang verbunden. Und dem Gedanken, dass das jetzt für immer so weitergehen muss.
Jetzt weiß ich besser und es geht mir allen Punkten besser.
Das wichtigste für mich ist aber, dass ich am Leben meiner Kinder wirklich teilhaben kann. Dass wir zusammen was unternehmen, Spass haben und sie ihre Mama später mal nicht nur als auf der Couch sitzend in Erinnerung haben.

Ich bin unendlich dankbar, dass es beim Lesen des Buches endlich Klick gemacht hat. Ich habe viel zu viel Zeit mit Fettlogiken verschwendet.

Björn_Starkimarm, männlich, 37:

Hmm, gute Frage. Grundsätzlich würde ich schon sagen, daß der primäre Grund optischer Natur war – allerdings nicht weil ich der Ansicht war, daß mich dann andere Menschen besser finden würden (sowas war mir eigentlich schon immer egal), sondern weil ich Fett bei mir nicht unbedingt schön finde.

FLÜ wurde dann zum Auslöser, weil dazu noch die Gründe „Gesundheit“ (BMI 32 ist trotz recht viel Muskeln schon ein Stück vom Optimum entfernt) und eben auch „weil ich’s (erstaunlich einfach) kann“ dazukamen.

Ghula, weiblich, 45:

Das ist tatsächlich für mich nicht einschichtig zu beantworten. Abnehmen WOLLTE ich nämlich schon immer. Auch wenn ich in der Schulzeit nicht die „Dicke“ war, war ich immer die „Stabile“. Neben mir wirkten alle anderen Mädchen wie Elfen, ich fühlte mich wie ein Trampel daneben – und da war ich noch normalgewichtig. Während des Studiums kam es zu meiner ersten großen Trennung, die mich (wie ich heute vermute) in meine erste depressive Phase gestubst hat. Ich saß also in meiner kleinen Wohnung und futterte vor mich hin. Nahm zu. Seitdem hab ich eigentlich immer mehr zugenommen. Schleichend, langsam, beständig. Jedes Jahr brachte eine neue Hosengröße mit sich. DAS war dann auch tatsächlich der Auslöser. Ich (160 cm) hätte als nächstes Hosengröße 48 gebraucht. Schock und die Erkenntnis: Das geht so nicht weiter.

Also eigentlich war der Grund abnehmen zu wollen somit ein äußerlicher – aber wenn man genauer hinschaut doch ein innerlicher. Ich WUSSTE, dass das nicht gut ist und dass ich, wenn ich so weitermache, unweigerlich immer mehr werden würde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich zwar das Glück, dass mein Blutdruck und die Werte alle noch top waren, aber ich merkte beim Wandern dass Steigungen mich extrem viel Kraft kosteten. Hab mich vor Spaziergängen gedrückt (wir wohnen im Westerwald, da geht es IMMER berghoch), wollte zuhause sein. Wurde wieder depressiv. Zack. Szenenwechsel: Im Netz gestöbert auf FLÜ gestossen. Bestellt. In einem Rutsch durchgelesen. Angefangen.

Heute weiss ich, dass ich zwar den letzten Schubs durch die Hosengröße bekommen habe aber der eigentliche Grund für meine Abnahme ist, dass ich wieder aktiv am Leben teilnehmen möchte. Ich will nicht sagen „geht ihr wandern, mir ist das zuviel Höhenunterschied“. Ich will mich auf Anstrengungen freuen, sportlicher sein und auch bleiben. Mich hat das Übergewicht isoliert – auch weil ich mich für meine Disziplinlosigkeit geschämt habe.

Okay – das ist jetzt alles sehr wirr. Ich hoffe, ihr vesteht mich

sherina, weiblich, 51:

Ich dachte eine Zeitlang, es wäre (mir) egal, wenn ich etwas dicker werde (war ja noch im Normalgewicht). Ich werde ja schließlich auch älter, muss keinen Mann mehr suchen^^ und ob andere mich attraktiv finden kann mir eh egal sein. Ich fand mich ja eh schon immer unattraktiv.

Ist aber nicht egal.
Ich finde mich selbst attraktiver und wohler mit ein paar Kilo weniger und dafür dem Ansatz einer sichtbaren Taille.
Und meine alten jetzt wieder passenden Klamotten viel schöner als die, die ich mir zuletzt gekauft habe (Hauptsache weite lange Oberteile, nur nicht enganliegend).
Beim Bauchtanz sehe ich jetzt gern in den Spiegel und nicht mit Widerwillen.
Obwohl ich es mit dem Sport noch nicht gerade übertrieben habe fühle ich mich beweglicher, komme wieder Treppen mit Leichtigkeit hoch.
Mir war gar nicht bewusst gewesen, wie unfit ich in den letzten Jahren geworden bin.
Im Vergleich zu meinen Freundinnen fühlte ich mich total gesund und eher sportlich – ja klar, meine Freundinnen sind aber auch weder schlank noch gesund noch sportlich, sondern haben schon eine Menge körperliche Einschränkungen, die man im Alter zwischen 50 und 60 echt noch nicht haben muss. Wobei diese Einschränkungen nicht alle gewichtsbedingt sind.

Den letzten Kick gab eine Körperfettmessung als ich gerade mit abnehmen begonnen hatte:
32,4% Körperfett bei einem BMI von 22,3.
Gewichtsmäßig völlig im grünen Bereich, aber der Körperfettanteil gerade noch im Normalbereich.
Von wegen gesund und sportlich.
Ich bin jetzt (schon) 51 und will noch viele Jahre gesund und selbständig sein.

Flunder, weiblich, 33:

Fitness.
Ich war so gut wie immer normalgewichtig, und habe dann durch andere Lebensumstände in einem kurzen Zeitraum relativ schnell zugenommen.
Dadurch, so vermute ich, spürte ich jedes Kilo extra besonders krass.
Mein gewohntes Körpergefühl passte einfach nicht zum aktuellen Körper.
Ich habe mein Übergewicht irgendwie nie wirklich akzeptieren können oder wollen.
Es fühlte sich immer alles so schwer und träge an.
Ich sah die 100kg schon drohend über mir schweben, und hatte echt Angst vor den Einschränkungen, die da so kommen.
Den Ausschlag gab eine ausgefallene Rolltreppe am Bahnhof.
Nach Luft japsend oben stehen dachte ich mir: „Nee, das ist nicht mal mit 80 Jahren ok für mich!“

Was auch nervte: Durch die permanente Zunahme brauchte ich jedes Jahr neue Klamotten.
Das ging heftig auf den Geldbeutel.

Interessanterweise der Fakt, der sich am allerbesten verdrängen ließ: Meine grenzwertigen Blutwerte.
Das war so ein bißchen wie beim Rauchen, an Lungenkrebs und COPD sterben eh die anderen.

Schönheitsideal? Mmmhh… Klar, schlank sein finde ich sehr ansprechend.
Aber da ich mit 159cm eh nie ein Model werde, war Optik nicht der primäre Grund, um abzunehmen.
Nun bin ich zum Schluss der Abnahme da schon ein bißchen eitler geworden.
Jetzt mag ich nämlich gerne einen gut definierten Körper. 😀
Aber dieses Ziel hielt ich sowieso immer für utopisch… nun, wo ich weiß, es geht doch…

Bettina, weiblich, 47:

Bei mir war es die zunehmende Immobilität. Schleichend. Ich habe mir zwar immer noch eingeredet, doch alles machen zu können und gaaaaaar nicht eingeschränkt zu sein…..
Aber die Realität sah so aus: ständige Schmerzen im rechten Knie und in der Hüfte. Bei längerem Stehen ( also länger als läppische 5 Minuten) gesellten sich Schmerzen im unteren Rücken dazu.
Ich war bei jedweder körperlichen Aktivität sofort außer Atem, habe Mittel und Wege erdacht, um das zu kaschieren : zb irgendwo Treppen steigen in den 3. Stock, da musste ich nach jedem Stockwerk etwas ganz wichtiges erledigen, bevor ich weitergehen konnte, in der Handtasche wühlen, Nase putzen, irgendwas um nicht laut losschnaufen zu müssen und lebend oben anzukommen.

So sickerte immer mehr in mein Bewusstsein, dass die Grenze bald erreicht ist, die Grenze, bis zu der ich die „Normalität “ noch würde gerade so aufrecht erhalten können.
Und nach dem Sommerurlaub 2014 in dem ein Grillabend den nächsten ablöste und meine weitesten Hosen kniffen, da war dann plötzlich Schluss und plötzlich war: jetzt musst du was tun. JETZT.
Und seitdem bin ich dabei.

ElektroNerd, männlich, 54:

So genau weiß ich das eigentlich gar nicht.
Mein Gewicht hat mir noch nie wirklich gefallen, ohne aber je ein ernsthaftes Problem zu sein. Ich war halt immer leicht moppelig. Also real, nicht als freundliche Umschreibung für ernsthaftes Übergewicht, so bis Mitte/Ende 40 auch immer noch Normalgewichtsbereich, als Jugendlicher einfach nur nicht hager, wie fast alle anderen um mich herum.
Übergewicht bis knapp vor BMI 30 kam erst in den letzten ca. 8 Jahren. Das fand ich „intellektuell“ immer doof, zumal meine männlichen Vorfahren/Verwandschaft durchaus zum Herzinfarkt neigt. Da muss man sich die Risikofaktoren ja nicht unbedingt antun.
Das ich tatsächlich, mit meinen 96kg auf 1.81m = BMI 29.3, schon gewichtsbedingte gesundheitliche Probleme hatte ist mir gar nicht bewusst gewesen. Ich dachte, das sei das Alter, bzw. der Bewegungsmangel, der zu abnehmender (Alltags) Fitness führte.

Die Optik gefiel mir – an mir selber – zunehmend weniger, die Wampe war schon richtig ausladend. Auf einer Dienstreise wurde mir dann klar, wie sehr ich mich dran gewöhnt hatte, mich im Alltag voll zu stopfen und ständig zu futtern. Ich hatte endlich mal wieder echten Hunger. Und irgendwann kurz danach kam der Klick und ich habe angefangen deutlich weniger zu essen und mich um sinnvoller Ernährung zu kümmern.

Die meisten Fettlogiken habe ich als Naturwissenschaftler nie geglaubt. Das einzige Problem, was mich auch bei früheren (halbherzigen) Versuchen blockiert hatte, war tatsächlich die korrekte und auch ausreichende Zusammenstellung der Nahrungsmittel zu finden, mit denen ich nicht irgendwann nach drei Tagen mit Heißhunger den nächstbesten Junk-Food in mich reinstopfen *muss*. Das hat mit relativ viel Protein, wenig KH und konsequentem weg lassen von Süßigkeiten, Bier und Chips dann auch super geklappt. (Wobei inzwischen KH bis Süßigkeiten das einzige Restproblem sind, Bier und Chips auf 3 x im Jahr zu begrenzen ist einfach. )

Waverin, weiblich:

Mediales Schönheitsideal … pf, dieses Rumreiten auf dem medialen Schönheitsideal geht mir auf den Zeiger, nicht dass ich an den Medien nichts zu kritisieren hätte, aber dieses Argument langweilt doch nur noch.

Schönheit und das Bedürfnis danach existierte auch schon vor den Medien und existiert auch heute noch abseits davon. Ich lebe z. B weitgehend medienabstinent. Trotzdem will ich schön sein und wenn mir das nicht gelingt, doch jedenfalls das Beste aus mir machen.

Es ist ganz normal, und ich denke universell, dass man sich schön finden will, von anderen schön gefunden werden will und dass man auf schöne Menschen anders reagiert, als auf die, die verstörend aussehen, zumindest im ersten Moment. Ist das nicht auch in psychologischen Experimenten nachgewiesen, dass man, je öfter man jemanden sieht, den/die auch hübscher findet? Und es ist auch wahr, dass als schön geltende Menschen erfolgreicher sind, sie für intelligenter gehalten werden etc. auch auf Körpergröße trifft das zu. Und das ist, wenn ich mich recht erinnere, auch gar nichts absichtlich böses, sondern das läuft ungesteuert so ab, der Mensch kann sozusagen nicht anders, weil das eben via sagen wir mal Instinkt, so organisiert ist. Hatte sicher irgendwelchen evolutionären Zweck.

Anyways, ich habe auch als ich totunglücklich mit meinen 10 Kilo zuviel war, versucht das Beste aus mir zu machen: was kann ich anziehen, dass es nicht so aufträgt, ich nicht so matronig aussehe, …

Was mich zum Abnehmen bewogen hat, war die Tatsache dass ich es, dank FLÜ, wieder konnte.
Vorher musste ich ja immer „genug“ essen, damit ich mir den Stoffwechsel nicht „noch mehr“ ruiniere.

Ich wollte niemals dieses Gewicht auf Dauer haben, dachte aber leider ca. 5 Jahre lang, dass ich mich damit abfinden muss. Dank vermeintlicher „Schwarmintelligenz“ die für mich als Konzept derzeit nicht mehr existiert btw.

Was mich an meinem Zuvorgewicht am meisten gestört hat, war, dass die Fetttrollen am Bauch sich im Sitzen unbequem stauchten. Schon gar wenn ich mich runterbeugte zum Schuhezubinden.
Da konnte mir noch so oft gesagt werden, dass es doch auch schön ist, so auszusehen – ich fühlte mich behindert und behäbig. So wollte ich mich nicht fühlen, weil mein Selbstkonzept das eines lebendig-aktiven Menschen ist.
Was auch nervte, war der Sondergrößen-BH, den ich brauchte. Das war nur noch mühsam.

Ich bin superfroh, dass ich mich wieder so leicht und leichtfüssig fühlen kann, wie es für mich eigentlich der Normalzustand ist. Ich bin immer wieder erstaunt, dass nur 10 Kilo so einen Riesenunterschied machen können. Es ist für mich wie Tag und Nacht.

Julia, weiblich, 28:

Der Knackpunkt war mein kaputtes Knie, der Arzt riet mir dringend abzunehmen, ich habs versucht, dann kam zum Glück FLÜ dahergelaufen und hat mich vor einer weiteren schrecklichen Enttäuschung bewahrt 😀

Mein erster Ansporn war also die Gesundheit, dann hab ich festgestellt, dass ich mich mit jedem Kilo weniger schöner fand. Dann hat Sport mir doch Spaß gemacht, verflixt. 😉 Dann verschwanden auch andere Beschwerden, von denen ich gar nicht so bewusst wahrgenommen habe, dass sie da sind.
Mein Selbstbewusstsein ist größer geworden, ich fühle mich einfach viel besser wenn an mir nichts unkontrolliert schwabbelt beim Bewegen.

Und dann hat mir das Buch auch noch in Sachen Gesundheit den Kopf gerade gerückt, da habe ich vorher eher auf Argumente der Fatacceptance gehört.

Joa und jetzt ist mir bewusst geworden, dass ich damals, mit frischen jungen 18 gar nicht so dick war wie ich dachte, sondern vor allem skinnyfat. Und dass ich jetzt gerade in der besten Verfassung meines Lebens bin. Dabei bin ich noch nicht mal fertig. Mir fehlen noch 8 bis 10 kg….und ich bin verdammt neugierig wie es dann sein wird. Wie gut es sich anfühlt, was ich dann kann….wie andere Leute im Vergleich zu mir aussehen ist mir ziemlich schnuppe.

Tinamut, weiblich, 46:

Ich habe bei meiner Heirat 57 kg gewogen und fühlte mich damals schon dick.
Schon als Kind und Teeny.
Im Laufe der Jahre kamen vier Kinder und mit jedem Kind mindestens 10 kg dazu.
Mittlerweile hatte ich über 50 kg zugenommen.
Ich konnte mich selbst nicht mehr leiden und dachte mit Schrecken an die bevorstehenden Wechseljahre.
Da nimmt man ja auch zu (Vorsicht Fettlogik!)
Bisher hatte ich keine gesundheitlichen Einschränkungen und so sollte es auch bleiben, also abnehmen.
Zum Glück lief mir FLÜ durch Zufall über den Weg. Ich glaube nicht dass ich es so geschafft hätte.
Also…lange Rede kurzer Sinn:
1. Angst vor Krankheiten und Begleiterscheinungen von Übergewicht.
2. Eigenes Wohlfühlen wieder erlangen.
3. Ich will, dass meine Familie stolz auf mich ist, denn ich bin super stolz auf meine Kinder und Mann, weil sie einfach super sind.

Accolon, männlich, 30:

Ich versuchs mal kurz zu fassen, aber EINEN Grund gibt es nicht.

-Ich musste meine Klamotten in speziellen Shops für Übergrößen kaufen, das macht auch die Suche nach Kleidung schwer
-Schuhsolen brachen unter meinem Gewicht zusammen. Kein Scherz: Unten gradmal halb abgenutzt, aber innen ist die Sohle eingebrochen. Wenn das nur bei einem Paar passiert wäre…
-Als Übergewichtiger habe ich mich immer als nicht liebenswert empfunden – mal das Schönheitsideal ausklammernd, habe ich unter Schweiß und mieser Kondition gelitten. Wirkte sich auch sehr negativ auf Beziehungen aus.
-ich fühlte mich in Sitzen etc. ständig eingeengt
-ständige Angst, dass sich aus dem gelegentlichen Knieschmerz was ernstes entwickelt
-klingt blöd; Ich wollte einfach mal dünn sein xD

div. was mir grad nicht in den Sinn kommt… Grund dick zu bleiben:
Essen ist lecker.
Wegen [Fettlogik einfügen, die Diäten von vornherein unmöglich macht].
Äh… ich mochte Kleidung kaufen nicht (mittlerweile schon) und trauere immernoch meinem Mantel hinterher (4xl).

Ingolmo, 28:

Gesundheit.

Hypertonie
Linksverschiebung des Herzens
Fettleber (mit 28ig)

Und wieder mich wohler zu fühlen, und ja auch Attraktiver.
Allerdings hat erst die Anhäufung der oben genannten Medizinischen Indikatoren, voran die Leber, mich zum Abnehmen bewogen.

Analoge Halluzinelle, weiblich, 54:

Ehrlich,
ich fand mich immer zu dick. Und auch nicht schön.
Wenn ich jetzt alte Fotos betrachte, denk ich aber, Mann, hässlich war ich nicht!
Aber dann wurde ich richtig fett.
Und es war sehr seltsam, ich hatte in meinem Kopf ein vollkommen anderes Bild von mir. Ich sah mich nicht so dick wie es in Wahrheit war. Das habe ich erst nach einer Weile kapiert, wenn ich an fremden Spiegeln oder Schaufenstern vorbeiging und die fremde Frau darin nicht erkannte, die sich kurz zwischen den anderen spiegelte.
Das war richtig schwer, zu akzeptieren, dass dieses viereckige halslose Ding da ich sein sollte. So hatte ich zu Hause im Spiegel doch gar nicht ausgesehen?!
Auch stieß ich meine Hüften beim Vorbeigehen an Türen, Kanten, Rahmen, ich schätzte meine Breite völlig falsch ein und das erschreckte mich maßlos.
Wirklich handeln konnte ich erst, als ich die 150 überschritt und ich wusste, dass die nächste Waage in meinem Leben die auf dem Güterbahnhof sein würde.
Dazu kamen erst Arthrose in den Daumengelenken, dann die Hüfte.
Das Singen fiel mir lange nicht schwer, aber es strengte immer mehr an.

Aber ich habe die schlanken Sänger zu der Zeit schon verteidigt. Oft hörte ich solche Sätze wie: Ja, zum Singen braucht man doch einen richtig guten Resonanzkörper!
Und das stimmt! Nur – Fett hat keine Resonanz, wo soll da etwas klingen? Resonanz entsteht in Räumen, aber nicht in der Speckmolle.
Ja, sagten dann die Leute,aber denk mal an Pavarotti!
Ja, ich denke an Pavarotti und ich denke, dass er, OBWOHL er dick war, gut singen konnte, wahrscheinlich wäre er ein NOCH viel größerer Sänger gewesen.
Oder denk mal an Maria Callas! Wieviel die abgenommen hatte und DANN ist sie so jung gestorben, das lag sicher an der Diät!

Die Callas war und bleibt eine Stimme, die göttlich und unvergleichlich ist und möglicherweise hat sie ihre Stimme gerettet durch ihre Diät, ob sie nicht vielleicht früher gestorben wäre, wenn sie beim alten Gewicht geblieben wäre? Gerüchte besagen, sie hätte sich mit einem Bandwurm beholfen. Ich denke, sie hat drei Jahre diszipliniert Diät eingehalten, immer das Bild von Audrey Hepburn vor Augen.

Sänger betreiben Hochleistungssport. Ein klassischer Sänger, der eine große Partie singt, die gern mal über 4 Stunden gehen kann, arbeitet wie ein Mann, der am Hochofen Stahl absticht.
Singen ist eine Form der Körperbeherrschung, die ich von meiner Bauchmuskulatur aus dirigiere. Jeden Ton trägere ich an von dort, ob er fein oder laut ist – meine Bauchmuskulatur ist wie eine Klaviatur, von der aus ich das ansteuere.
Ich pflegte meinen Studenten zu sagen: Ich habe einen Vorzeigebauch, ihr könnt gut sehen, wie ich arbeite, jede Bewegung, jeden Stützvorgang und glaubt mir, man sieht es nicht, aber ich hab ein Sixpack drunter.
So kann man auch angeben.
Bis meine Kräfte nachließen.
Langes Stehen war eh kaum noch drin, nicht bloß wegen der Hüfte.
Nach der OP begann sich alles erst in kleinen Schritten, dann in immer größeren, zu verbessern.
Jetzt bin ich zu meiner alten Kraft zurückgekehrt, ich kann jetzt mit Mitte 50 besser singen als mit 25.
Blutdruckmedikamente brauche ich auch nicht mehr. Tja!
Und ich denke, es wird noch besser.

Meine Beobachtung ist, dass viele, vor allem klassische Sänger oft bei guter physischer und geistiger Gesundheit ein hohes Alter erreichen. (Sorry, Frau Callas)
Vielleicht, weil sie durch die gute Atmung den Körper mit mehr Sauerstoff versorgen, ich weiß es nicht. Vielleicht ist das ja auch eine Singe-Logik.

Weil ich das Leben liebe und es auf keinen Fall verlieren möchte und die Zeit der Unbeweglichkeit und Schmerzen mich mit Anfang 50 an den Rand des Sterbens gebracht haben, konnte ich endlich anfangen, abzunehmen.
Dass ich als give away noch das Gefühl habe, dass ich täglich schöner aussehe – na, warum denn nicht?
Ein bisschen neidisch dürfen sie sein, die Lästermäuler.

Marc Kunnia:

BMI ca. 30, Höchstgewicht war (1 Jahr nach meinem Schlaganfall) 105 kg, aktuell 95 kg, Ziel: 80 kg
Mein Übergewicht verursacht gesundheitliche/körperliche Probleme wie:
– Kurzatmigkeit
– Kann nicht mehr ohne die Luft anzuhalten die Schuhe binden,
– häufiges Sodbrennen
– hoher Blutdruck
– erhöhte Blutfette
und somit ein erhöhtes Risiko für einen weiteren Schlaganfall oder einen Herzinfarkt.

Das will ich alles loswerden!

JenBaer, weiblich:

Auf der einen Seite wollte ich immer abnehmen, aber getan habe ich es dann doch nicht. Zum Einen denke ich lag es daran, weil ich nicht wirklich einen inneren „Schmerz“ gefühlt habe, der mich belastet und dementsprechend dazu motiviert hätte abzunehmen. Ich hab schon immer viel Sport gemacht und konnte bei vielen Dingen mithalten, wo teilweise schlanke Freunde das nicht mehr konnten. Zum Anderen wusste ich auch nicht so recht wie schließlich hab ich doch schon viel Sport gemacht…

Irgendwann kamen dann natürlich doch die ersten Probleme – schmerzen in Knie, Knöchel und Hüfte wenn ich viel unterwegs war, oder mal „falsch belastet“ habe… und dann kam die Lungenentzündung (ich hab so schon Asthma und ein verringertes Lungenvolumen) mit einer Lungenfunktion von 40% kam ich ins Krankenhaus (da wurde auch direkt mein neues Höchstgewicht dokumentiert und mir unter die Nase gerieben…). Wenn man nach 4-5 Schritten ein Sauerstoffzelt braucht, da war der Leidensdruck dann dementsprechend hoch genug.

Und so langsam schlich sich ein Gedanke bei mir ein, etwas das mir schon oft gesagt wurde von anderen – „egal was ich will, ich bekomme / schaffe es auch“. Alle meine anderen Wünsche und Träume die ich bisher hatte habe ich mir erfüllt. Allein durch Disziplin und harte Arbeit. Wenn ich nun meine Energie aufs Abnehmen verwende, dann müsste ich das doch auch schaffen – so zumindest eine Stimme in meinem Kopf…

Um mir quasi selbst zu beweisen das ich wirklich alles erreichen kann was ich will – deswegen nehme ich immer noch ab und deswegen wird auch das halten klappen. Da bin ich zuversichtlich. Sonst wäre nämlich bei circa 80kg (Tiefstes Gewicht an das ich mich erinnern kann – so mit 13…) bereits Schluß gewesen. 😉

Fledermiez, weiblich, 38:

Die Kilos haben sich über die Jahre angesammelt, nachdem ich mit Anfang 20 noch im oberen Normalgewicht (aber skinnyfat) war. Seitdem habe ich einige halbherzige Versuche gestartet um abzunehmen.

Der Hauptgrund war für mich immer, dass ich mich wieder schöner finden wollte. Mein Spiegelbild mochte ich immer weniger, die hübschen Sachen passten nicht mehr und neue Kleidung gab es irgendwann nur noch in Übergrößen, d.h. mit erheblichen Kompromissen beim Design. Ich bin schon ein wenig eitel.

Die anderen schleichenden Veränderungen habe ich kaum wahr genommen und auch nicht wirklich mit meinem Übergewicht in Verbindung gebracht. Die wachsende Unsportlichkeit erklärte ich damit, dass ich eben keinen Sport mehr trieb. Außerdem wurde ich ja auch nicht jünger… Und wirklich unfit fühlte ich mich auch nicht, andere Leute waren doch noch weit weniger leistungsfähig als ich. Die körperlichen Einschränkungen wurden also ignoriert und waren lange Zeit kein Grund zum Abnehmen für mich.

Im Sommer 2015 kamen dann mehrere Dinge zusammen:

Zum einen fand ich mein Aussehen immer unmöglicher, das konnte ich mir nicht mehr schöndenken.

Zum anderen hatte ich ein, zwei Wochen lang Knieschmerzen und konnte mir keinen anderen Grund als das zu hohe Gewicht denken. In meiner Familie haben im Laufe der letzten Jahre einige Leute (Oma, Onkel, Tanten) neue Knie- bzw. Hüftgelenke bekommen, mein Opa hatte Diabetes, und allen hatten die Ärzte dringend zur Abnahme geraten. Sollte ich also schon jetzt, mit Ende dreißig, auf eine Knie-OP zusteuern? Das hat mich dann doch erschreckt und den Fokus auf gesundheitliche Dinge gelenkt.

Zum dritten gab es ein krasses Oh-mein-Gott-so-will-ich-nicht-enden-Erlebnis. Zu Besuch bei meinen Eltern sah ich meine Mutter die Treppen im Haus rückwärts herunter gehen. Sie ist noch keine 60 Jahre alt und ein gutes Stück dicker als ich war, geschätzte 150 kg auf 172 cm. Vorwärts konnte sie die Stufen nicht mehr nach unten gehen, wegen der schmerzenden Gelenke. Das war ein kleiner Blick in die Zukunft, die mir droht, wenn ich nichts ändere.

Ernsthaft – mit Ende 50 körperlich so fertig zu sein ist eine schlimme Aussicht. Das will ich nicht. Ich will lange gesund, fit und leistungsfähig sein. Ich will (und muss wohl auch) vermutlich bis ich ca. 70 Jahre alt bin meinen Job machen und Spaß daran haben. Ich will schöne Dinge erleben, reisen und eine aktive Freizeit haben, auch jenseits der 70. Ein selbstbestimmtes, möglichst unabhängiges und mit schönen Dingen gespicktes Leben ist für mich erstrebenswert. Ich will auf gar keinen Fall ein früher Pflegefall werden und damit kein Leben nach meinem Gusto mehr führen können.

Mit diesem Schreck in den Knochen habe ich mich schlau gegoogelt, FLÜ gefunden und gelesen, sofort mit dem Tracken und der Kalorienreduktion begonnen und als die Hosen schon ein wenig lockerer saßen todesmutig eine Waage gekauft. Im Laufe des Abnehmens haben sowohl die körperlichen Veränderungen (mehr Leistungsfähigkeit) als auch die optischen die Motivation oben gehalten.

Also war es letztlich doch meine Gesundheit, die mich zum Abnehmen bewegt hat. Der Rest ist Eitelkeit und Hedonismus.

Schneeule, weiblich, 49:

Bei mir gab es – seit fast 30 Jahren – immer ein Auf-und-Ab mit den Kilos: bei 161cm Grösse war ich zwischen 62 und 85kg, meist aber so 70-75kg, immer wieder diverse Diäten mit immerhin kurzfristigem Erfolg. Aber natürlich nahm ich danach wieder zu… muss ja so sein . Als Kind und Teenager war ich nicht dünn, aber normalgewichtig. Aber die letzten Jahre ging es eher bergauf, langsam aber sicher und bei wieder fast 82kg habe ich beschlossen, wieder einmal abzunehmen: ich fühlte mich mit dem Gewicht nicht gut, beim Schuhebinden ist der Bauch im Weg, man schwitzt bei geringer Belastung… der Blutdruck war grenzwertig, aber sonst war gesundheitlich alles ok.
Nach jetzt 24kg Abnahme bin ich viel mobiler, (fast) kein Bauch mehr im Weg, das Schwitzen ist weg, der Blutdruck normal und ich fühle mich viel besser. Ich bin noch nicht ganz am Ziel, die Motivation geht halt manchmal ihre eigenen Wege , aber die 60kg (eher weniger, eigentlich 55kg) sollen jetzt meine Gewichtsobergrenze sein. Und ich hoffe, dass mir das dank FLÜ auch gelingen wird!
Ich habe nicht wegen der Mode abgenommen, die hat mich noch nie besonders interessiert. Aber es ist schon nett, in eine Röhrenjeans (ich liebe diese… mit Röcken / Kleidern werde ich mich wohl nie so richtig anfreunden können…) der Grösse 26 / 27 zu steigen und diese passt gut und kneift nicht!
Eine elegantere schwarze Hose (für die besonderen Anlässe) habe ich in der Kinderabteilung gefunden: Grösse 164
hat schon seine Vorteile, klein (und normalgewichtig) zu sein

Hana Mond, weiblich, 32:

Mein Kleiderschrank war gefühlt geschrumpft:
Ich hatte buchstäblich einen vollen Schrank voll „nichts zum Anziehen“, weil die meisten Teile so eng saßen, dass ich mich nicht mehr wohl gefühlt habe. Darunter viele geliebte Teile, einige selbstgenähte Teile … und ich habe es schlicht nicht eingesehen, meine komplette Garderobe zu erneuern, von den Kosten ganz abgesehen. Ich wollte wieder in meine Garderobe hineinschrumpfen.
Es ist fantastisch, dass ich schon einige meiner heißgeliebten Teile wieder tragen kann, die ich so lange bedauernd im Schrank hängen lassen musste!

Natsuki, weiblich, 27:

Bei mir kommen drei Gründe zusammen:

=> Meine Tochter. Ich will so lange wie möglich für sie da sein und dafür muss ich vor allem eins bleiben: Gesund. Und ein trainierter und schlanker Körper ist einfach gesünder als fast 40 Kilo Übergewicht.

=> Gesundheit. Kommt mit dem ersten Punkt so ein wenig überein: Ich will so viel ich kann für meine Gesundheit tun. Ich habe mit dem Rauchen aufgehört (schon vor ein paar Jahren..), esse möglichst gesund (außer an Weihnachten. ) und trinke nie. Da wäre es doch ziemlich schwachsinnig, dann aber das Risiko Übergewicht weiterhin mit sich rumzuschleppen, oder? Außerdem wollen mein Mann und ich noch weitere Kinder und ich möchte endlich auch mal einen richtigen Babybauch haben und nicht nur einen „größeren“ Bauch, bei dem keiner sieht, dass ich schwanger bin, sondern alle nur denken, dass ich wohl noch mehr esse als sonst. Außerdem bringt das Normalgewicht ja auch in der Schwangerschaft mehr Benefits, als Übergewicht oder gar Adipositas.

=> Fitness. Ich liebe, liebe, liebe das Gefühl nach dem Sport, dass man etwas geschafft hat. Außerdem würde ich wahnsinnig gerne joggen gehen, bouldern und noch so manch anderes. Das geht aber nur, wenn das blöde Gewicht weg ist.

=> Ich bin ein Mädchen. Äh ja, das klingt sicher erstmal doof, aber hier die Erklärung: Ich liebe Rüschenkleider, filigrane Spitze und alles was so richtig mädchenhaft ist. Wenn andere Brechreiz dank des „Cute Overload“ kriegen, würde ich am liebsten noch eine Schleife obendrauf setzen. Aber: Das sieht alles furchtbar blöd aus, wenn man so breit wie hoch ist, finde ich. Also zumindest an mir. Ich fühle mich dann wie eine Parodie meiner selbst, wie eine Disneyprinzessin aus Marzahn. Anders ausgedrückt: Ich würde soo gerne den Kleidungsstil tragen, der mir gefällt. Das geht aber zum einen eben nicht, weil es wie gesagt blöd an mir aussieht und zum anderen gibts diese Sachen meist eh nur bis maximal Größe 40/42. Der Speck muss also weg, damit ich alle vollkitschen kann.

Teekanne, männlich, 29:

Viele Gründe

Keine Bluttfettwerte jenseits von Gut und Böse mehr
Rückenschmerzen, die an schlechten Tagen so schlimm waren, dass weder alleine aus dem Bett kommen noch Treppen steigen eine Option war (mit unter 30 irgendwie keine wirklich tolle Angelegenheit, sich aus dem Bett zu rollen und am Stuhl hochzuziehen)
Ständig das Gefühl von Hitze und Schweiß bei JEDER Tätigkeit, auch beim Spaziergang im Herbst
Spaziergänge, längere normale Alltagsstrecken ohne extra lange Unterhose bzw. „Sportunterhose“? Im wahrsten Sinne des Wortes (be)scheuert und schmerzhaft
Das Fahrrad? Die extra teure Variante, die auch wirklich die 120KG trägt
Die Matratze? Nach 2 Jahren durch
Nicht mehr „den Fettpanzer“ als zweischneidiges Schwert benutzen, sowohl als „Verteidigungswall“ gegen alles, was von außen kommt, als auch als Ausrede für alles, was ich nach außen gerne machen würde (Man könnte sich ja angestarrt fühlen weil man halt so ist, aus dem Frust heraus dann wieder ein paar Gramm mehr angefuttert

ENDLICH nicht mehr diesem Gefühl ausgesetzt zu sein, dass das ja alles „aus der dicken Familien-Genetik“ kommt, ich dagegen eh machtlos bin und halt mit Charakter punkten muss.

ENDLICH die Gewissheit, dass sich auch Sachen ZUM GUTEN ändern können. Überhaupt, dass sich etwas ändern kann! ICH! Kann! Etwas! An! Mir! Ändern!
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal aus freien Stücken heraus ein Nutellabrötchen abgelehnt hätte, weil mir die seit meiner Umstellung die heftige Zucker-Fett-Kombination wirklich auf den Magen schlägt. Verpufft ist der ehemalige Teufelskreis aus Frustessen über sämtliche Hunger|Appetitlevel hinaus, „weil ich habe mir das bei all dem Stress ja jetzt schließlich verdient“

fandorin, männlich, 40:

– weil mich die Wülste und Rollen, die „plötzlich“ überall herausquollen, maximal genervt haben
– weil meine Triglyceridwerte dunkelrot „Alarm, Alarm!“ schrillten (was dem Doc aber egal war)
– weil ich mal gut aussehen wollte (und wer jetzt sagt, hey, wanz dich nicht an irgendwelche Schönheitsideale ran, dem sage ich, dann hör auf, dich zu waschen, was geht dich denn der mainstreammäßig akzeptierte Hygienestandard an…jeder Körpergeruch ist schön!!!1!11)
– weil ich viel besser mit dem Kind herumtoben wollte und Kraft für die ganzen Sachen haben wollte, die ich vorher nicht hatte
– weil es wie Öl runtergeht, wenn einer einem mal was Nettes über den Körper sagt…denn das bin schließlich ich
– weil jeder Sport besser geht
– weil ich mir zeigen konnte, jawoll, ich kann ans Ziel, wenn ich es TU

froschkönigin, weiblich, 51:

Ich möchte mich auf Fotos wiedererkennen können. Kopfschlank ich bin.

Ich bin nicht dick, nicht in meinem Kopf. Nur auf diesen blöden Fotos.

Ich will fit sein. Ich BIN eigentlich sportlich. Das muss ich wieder haben. Das wird.

Koschi, weiblich:

Ich bin schon mein gesamtes Leben übergewichtig und wurde u.a. darum auch gemobbt. Inzwischen habe ich für mich beschlossen, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als einem eh unerreichbaren Gewichtswunsch hinterherzujagen nur um anderen zu gefallen.

Nun habe ich einen starken Kinderwunsch, der sich nicht erfüllen wollte. Meine Frauenärtin meinte, es würden vielleicht 5kg Abnahme helfen. Das hat mich ein wenig angespornt.

Nach langer Zeit habe mal wieder auf die Waage gestellt und ich bin fast umgefallen. Soviel habe ich noch nie gewogen. Ich fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Haut. Ich habe keine vernünftigen Klamotten mehr im Schrank und keine mehr im Laden gefunden.

Außerdem möchte ich meiner übergewichtigen Tochter ein gutes Vorbild sein und sie auf einen vernünftigen Weg führen. Kinder können echt grausam sein. Die Fragen auch mal unverblümt, warum man so dick ist.

Mittlerweile ist auch meine eigene Gesundheit in den Vordergrund gerückt. Nach einer Sprunggelenksfraktur und einer schweren Lungen-OP habe ich mittlerweile Angst vor dem was als nächstes kommt. Ich möchte das Risiko möglichst gering halten und noch möglichst lange für meine Familie erhalten bleiben.

Danke Nadja, dass du mir mit deinem Buch die Augen und das Gehirn geöffnet hast.

Hafi-lady, weiblich, 47:

Bei mir waren in erster Linie die zunehmenden Schmerzen und die Unbeweglichkeit. Zudem wollte ich meinem Pferdchen nicht mehr zumuten, mein Zuviel-Gewicht (es waren 23 Kilo) zu schleppen. Ich wollte so sportlich werden wie mein Bewegungsbedürfnis ist.
Nach der FLÜ Lektüre wurde mir bewusst, dass meine adipöse 80jährige Mutter in ihrer Unbeweglichkit und ihren Einschränkungen, die allesamt auf ihr (immer schon?) Übergewicht zurückzuführen sind, mein Negativbeispiel ist: so möchte ich nicht leben müssen, wenn ich alt bin!
Inzwischen, 7 Kilo sind schon runter und ich bin im unteren Übergewichtsbereich, stelle ich fest, dass ich mit den Jahren eine regelrechte Angst vor Klamottenläden entwickelt habe: weil alles nur irgendwie tragbar an mir aussah, ich mich aber nie darin schön gefühlt habe und ich demzufolge nur in der Not einkaufen ging (ich brauche was…jetzt). Ich merke es, da ich, kurz vor den Festtagen, und im Größenbereich 40-42 eigentlich durchaus in der Lage, passendes finden zu können, immer noch diese Angst habe und mir nichts Hübsches kaufen möchte, obwohl ich nur wenige recht abgetragene und ausgeleierte Kleider habe. Ich habe es so satt, mich mit dem „so ist es eben-Blick“ im Spiegel zufrieden geben zu müssen! Seit ich weiß, das echtes Normalgewicht auch für mich erreichbar ist, warte ich lieber und mache gemach einfach weiter bis es soweit ist. Nächstes Weihnachten lasse ich es dann knattern mit einem Kleinen Schwarzen, aber schon vorher leiste ich mir den ersten Bikini meines Lebens! ….

Moewenkind, weiblich, 32:

Optisch gefallen hab ich mir schon seit vielen Jahren und kg nicht mehr… Aber das hat mich jetzt nicht unbedingt zur Abnahme gebracht… ist nur jetzt nen sehr toller Nebeneffekt 😀

… gereicht hat es mir , nachdem ich über 2 Jahre ständig schleimigen (pardon) Husten hatte und meine HNO-Ärztin meinte, dass das neben nem genetisch engen Rachenraum nun zusätzlich auch an dem Gewicht liegt… Dadurch wäre der Rachen durchs Fett noch enger und es würde sich halt alles festsetzen… Seit Abnahmebeginn bin ich nicht mehr über das normale Maß hinaus erkältet gewesen. ❤

Knie und Rücken haben mir vorher nicht als Gründe gereicht… aber nicht gescheit atmen können war durchaus ein Argument…

Raffzähnlichen, weiblich, 34:

– Der Blick in den Spiegel führte zu Unbehagen und manchmal auch Tränen
– Jegliche körperliche Betätigung war eine Herausforderung
– Ich habe vermieden, dass mein Mann mich nackt zu Gesicht bekommt
– Ständig wurde mein Mann oder ich gefragt, ob ich schwanger oder krank sei
– Meine Kinder sagten:“ Mama isst so gesund und ist trotzdem dick!“ Das wollte ich ihnen nicht vorleben
– Die gefühlten oder vielleicht auch eingebildeten Blicke von anderen, mit dem Gefühl, dass sie schlecht über meine Figur denken
– Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht kommen in meiner Familie öfter vor
– Mein aus dem Ruder gelaufenes Essverhalten musste endlich wieder unter Kontrolle gebracht werden
– Rückzug aus dem familiären und gesellschaftlichen Leben verbunden mit ständigen Minderwertigkeitsgefühlen

Das waren so die wesentlichen Gründe für mich, um abzunehmen. Klar, optische Dinge spielen dabei eine entscheidende Rolle, aber nicht ein bestimmtes Ideal anderer, sondern meine ganze persönliche Vorstellung von meinem Körper.

baerbalu, männlich, 48:

Bei mir war es auch die Vorstellung im Alter auf fremde Hilfe angewiesen zu sein- diese Überzeugung wurde beim Lesen von FLÜ noch bestärkt.
Und dann als ich beim Höchstgewicht massive Probleme mit dem Knie hatte und diese nach 20 kg Abnahme keinerlei Beschwerden mehr hatte wurde ich nochbestärkt diesen Weg weiter zu gehen.

Meine Eigenwahrnehmung war sehr schlecht- Selbsthass und Abscheu haben mich zum Fressflash verleitet und das Problem weiter verschärft.

Jetzt fühle ich das erste Mal dass ich mein Leben und meine Erscheinung selber bestimme

OnMyWay, weiblich, 48:

Bei mir sind es vor allem gesundheitliche Gründe. In meiner Gewichtsklasse, aktuell BMI 45,7 (gestartet mit BMI 52,7) erklärt sich das eigentlich von allein.

Optische Gründe sind eher nebensache, denn ich bin schon so lange massiv übergewichtig, dass ich gar nicht weiß, wie ich optisch schlank aussehen würde. Außerdem habe ich ein extrem schlechtes Bindegewebe. Ich merke das jetzt schon und weiß, dass ich am Ende aussehen werde wie Sack ohne Inhalt.

Beweglichkeit ist noch ein Punkt und auch eine Steigerung meiner Ausdauer, allerdings ist mir da bewusst das reines Abnehmen da nicht ausreichen dürfte.

Leider habe ich ein großes Kopfproblem beim Thema Abnehmen. Essen ist eines meiner Seelenventile und darum fällt mir mäßig essen in Situationen in denen ich seelisch angespannt bin besonders schwer. Ich gebe aber nicht auf.

Wezpe, weiblich, 44:

Bei mir war es erst mal die Fitness.
Beim Wandern mit Freunden bin ich schnaufend hinterhergelaufen, die Anderen haben auf mich gewartet, das war ein sehr blödes Gefühl.
Beim Wandern in der Wandergruppe das Gleiche, nur, dass hier keiner wartet, ich allein hinterher bin und irgendwann ausgestiegen bin.
Mein Knie fing an weh zu tun, Artrose wurde diagnostiziert.
Dann beim Wandern mit meinem Mann in den Bergen hab ich fast geheult, weil mir das Laufen so schwer viel, wenn es steil wurde.
Da hab ich beschlossen, dass ich abnehmen muss und Fitter werden muss. Ich habe es ihm während der „Höllenwanderung“ gesagt. Und gleich nach dem Urlaub im August 2015 hab ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet mit dem Ziel fitter zu werden. Abnehmen wäre auch gut, aber Fitness ist mein Ziel. Schon im Oktober habe ich gemerkt, dass ich wesentlich fitter wurde. Treppen laufen, Rad fahren, Wandern, alles wurde besser. Und meine Figur hat sich durch den Musskelaufbau verändert.
Und da dachte ich mir, wenn so wenig (zwei mal die Woche 1,5 Stunden Sport) schon so eine große Wirkung hat, was passiert, wenn ich etwas mehr tue?
Und da habe ich beschlossen abzunehmen. Ich habe mich mit Sport und Ernährung beschäftigt und beschlossen, dass für mich der langsame Weg der richtige ist. So habe ich mit einem eher geringem Defizit von ca. 500 kcal meine Diät begonnen.
Jetzt habe ich um die 20 Kilo abgenommen. Mein genaues Startgewicht kenne ich nicht, ich habe mich nicht gewogen. Ich hatte Kleidergröße 44/46. Jetzt habe ich Größe 38/40.
Mein Knie schmerzt nicht mehr. Mit dem Rad brauche ich jetzt 25 Minuten zur Arbeit und nicht mehr 45.
Wandern? Auf mich muss niemand mehr warten.
Beim Kleiderkauf hab ich jetzt eine schöne Auswahl.
Und dank FLÜ mach ich weiter, bis zum Idealgewicht.

kekskrümel, weiblich, 22:

1. Gesundheit: Ich hatte mit 21 und meinem Höchstgewicht einen viel zu hohen Blutdruck, das ist einfach nur traurig. Schmerzen beim Aufstehen (sah aus wie ne angeschossene Robbe…), Darmprobleme, viel zu hohe Entzündungswerte, etc.

2. Fitness/Beweglichkeit: Ich möchte wieder eine Treppe hochrennen können, damit ich die S-Bahn bekomme, ohne danach fast zu kollabieren. Ich möchte nicht mehr Panik bekommen wenn unser Aufzug mal nicht geht, weil ich dann in den 5. Stock laufen muss. Ich möchte wieder Fahrrad fahren, schwimmen gehen, im Lotossitz vor dem Fernseher sitzen können wie ich es als Kind immer gemacht habe. Ich will mit anderen mithalten können und nicht immer sagen müssen „Macht bitte mal langsam, ich komm nicht hinterher“. Ich möchte mich wieder auf Tische sitzen können ohne einen Stuhl als Aufstiegshilfe zu brauchen, ich möchte mal wieder auf einen Baum klettern, einen Purzelbaum machen, einen Klimmzug schaffen, in eine Schaukel sitzen ohne dass es weh tut.

3. Optische Gründe: Ich will schlank sein und mir gefallen, Kleidung tragen können die mir gefällt und nicht, weil ich Fett kaschieren muss und ich meinen Mitmenschen keine optischen Schmerzen zufügen will. Ich will mich auch mal albern verhalten, dann sollen die Leute gucken weil ich mich so verhalte, und nicht weil die Dicke sich lächerlich macht. Ich möchte einfach frei leben können und tun und lassen was ich möchte, ohne mir ständig Gedanken machen zu müssen, wie das auf andere wirkt. Ich will selbstbewusster werden und ich sein.

Fynebran, männlich, 42:

Bei mir waren es hauptsächlich zwei Dinge die mich zum Abspecken getrieben haben.

Meine Knie sind durch die Zeit bei der Armee vorgeschädigt und wenn die Waage dreistellige Zahlen anzeigte war mir das ohne Hingucken schon vorher klar weil ich nur noch durch die Gegend humpelte. Finde ich gar nicht lustig da ich eigentlich sehr gerne zu Fuß unterwegs bin. Und das dann bitte schmerzfrei!

Das andere Ding waren meine regelmäßigen Saunabesuche. Das ist eine Tradition die ich wegen einer Änderung meiner beruflichen Situation wiederbelebt habe nach langer Pause. Ich hab genug Selbstbewusstsein um mit schrägen Blicken anderer Saunagänger umzugehen, ich musste aber dann erleben daß 80% aller Leute dort zumindest dicklich waren und in sehr sehr vielen Fällen war ich erschreckt und erstaunt was ein menschlicher Körper alles wegstecken kann in Form von Dreifachkinns, Hautlappen an individuellsten Stellen, Bierbäuchen, X-Beinen und Spiegeleiern. Die Sorge sich selbst außer Form nackt zu präsentieren wandelte sich in Entsetzen über das was noch alles möglich wäre. Ich bin wirklich der allerletzte der mit Fingern auf andere zeigt um sich selbst damit zu erhöhen aber eines hat sich mir in recht kurzer Zeit ins Bewusstsein gebrannt: „ich muss was tun, so will ich nicht werden“.

Katze_Om, weiblich, 47:

Die Tatsache, dass ich so langsam auf die 100 zuging, hat mir schon zu schaffen gemacht, vor allem, dass mir meine Sachen nicht mehr passten und ich mir eingestehen musste, dass ich mein Gewicht eben nicht halten kann, das habe ich nämlich lange geglaubt.

Durch das Buch verschwand mein Gefühl von Ohnmacht. Ich werde abnehmen bis zu meinem Wohlfühlgewicht. Wie viel das ist, weiß ich, wenn es soweit ist. Irgendwelche Ideale haben mich schon früher nicht gekratzt und sind auch jetzt keine Motivation.

Amsel, weiblich, 42:

Ich kann nur heftig nicken und ganz viel unterschreiben hier. Aber ich kann vielleicht einen weiteren Grund beisteuern: Sexualität. Ich war eigentlich immer sehr schlank und so hat mich mein Mann auch lieben gelernt. Durch psychische Erkrankung, haufenweise Medikamente und daraus resultierender ungehemmter Esslust nahm ich in kurzer Zeit über 30 Kilo zu. Und da lief nix mehr zwischen uns. Mein Mann ist ein wahrer Schatz, der mich immer unterstützt und mir nie Vorwürfe gemacht hat. Aber er „konnte“ mit einer dicken Frau nicht. Nun bin ich nach langen Jahren wieder seine „Elfe“. Und alles ist wie früher. Und natürlich hab ich mich auch selbst so nicht akzeptieren können. Mir war mein hohes Gewicht gar nicht so bewusst, bis ich mich vor einer Operation doch wiegen musste. Viele Tränen, aber sofort begann meine Abnahme. Hab 4 Jahre gebraucht und halte auch seit Jahren mein Gewicht. Immer hatte ich Angst, so eben mal über Nacht wieder dick zu werden. Mein Kopf war voll mit Fettlogiken und jedes Essen mit schlechtem Gewissen verbunden. Dank FLÜ bin ich glücklicher und gelassener. Ich hab es in der Hand! Ich esse nun sogar mehr und mit Genuss. Ein Plus lässt sich leicht wieder ausgleichen. Keine Magie! Danke, FLÜ! Ich empfehle es fleissig!

andernadel, weiblich, 55:

ich war beim arzt, vorbereitung auf ein mrt, ich stand in unterwäsche ungefähr 10 minuten wartend in einer kleinen umkleide vor einer spiegelwand – ich wollte da nicht hinsehen, ich wollte nur weg, konnte aber nicht, konnte das licht nicht ausmachen, sollte danach einen raum durchqueren, wo mich fremde menschen sehen würden … das war für mich eine sehr schlimme erfahrung – die sich gefühlte stunden hingezogen hat. ich bin eine eitle person – ich hatte mich sehr lange nicht angeschaut …

JETZT merke ich, dass auch der erhöhte blutdruck weg ist, dass ich trotz jahrzehntelanger raucherei treppen hochrennen kann, dass mein knie nicht mehr schmerzt, dass der rücken beschwerdefrei ist. ich hatte das früher nicht mit meinem gewicht in verbindung gebracht, ich hatte das auch nach dem lesen von flü nicht WIRKLICH geglaubt, mir ging es nur um mein aussehen. die gesundheitlichen aspekte musste ich spüren, da hilft der kopf nicht (bei mir).

wenn ich jetzt vor dem spiegel stehe, hängt immer noch eine bauchfalte, sind die beine und der po irgendwie in der haut geschrumpft (die haut dummerweise nicht genau so), macht aber nix! mir fällt so vieles so viel leichter, ich könnte morgens hüpfen, weils mir gut geht. der anstoß war aber nur das aussehen. in meinem spiegel. aus dem alter, in dem man schönheitsidealen nacheifert, bin ich raus.

Yanaba, weiblich, 44:

Ich will ganz ehrlich sein: bei mir ist und war die Hauptmotivation tatsächlich Eitelkeit. Dabei geht es aber um MICH – und nicht primär darum, anderen zu gefallen oder irgendwelchen Normen zu entsprechen. Wenn ich von anderen dann auch noch Bestätigung bekomme – sehr schön, aber mir ist ohnehin klar, dass man nicht jedermanns Schönheitsideal entsprechen kann und die meisten Leute (und deren Meinung) interessieren mich sowieso nicht.

Vielleicht war und ist sogar eine meiner schlimmsten Fettlogiken, dass ich glaubte, selbst Schuld an meiner Zunahme zu sein, weil ich schon als ich schlank war mit Diäten angefangen habe (Jojo und so). Und dass mein Grund ein „schlechter“ ist, weil so oberflächlich (denn es hat mich immer furchtbar verletzt, wenn Leute einen abwerten und sogar für dumm erklären, nur weil man Spass an Mode und Schminken hat. Noch dazu meist selbst ziemlich dumme Leute, was mich komischerweise noch mehr auf die Palme bringt). Gut, dass ich angepasst bin, hat mir noch nie jemand vorgeworfen (höhö), aber trotzdem. Ich finde es generell schrecklich, Leute nur über ihr Aussehen zu bewerten, und dabei ist es mir ziemlich egal, ob es etwas ist, wofür die Leute nichts können (Hautfarbe, Nasengröße etc.) oder weil sie halt gerne einen bestimmten Stil pflegen.

rosemaryandthyme, weiblich, 58:

Psychisch.
Ich war kurz vor dem Durchdrehen. Ich sehe das heute erst richtig.
Ich hab nicht kapiert, warum ich stetig zunehme. Langsam, aber unaufhörlich. Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, whatever.
Ich fühlte mich ausgeliefert in einer Umfassendheit, die ich bis heute, 16 Monate später kaum in Worte fassen kann.
Ausgeliefert dem Essen, Lebensmitteln, dem Bäcker, der Gemüsehändlerin, ich hab nur noch essen, essen, essen gesehen. Ich hab essen gehaßt. Ich hab es gehaßt einzukaufen, zu kochen, das Zeug auf dem Teller. Ich hab’s runtergeschlungen.
Ich hatte keine Eßanfälle, nein, ich hab tatsächlich nicht sehr viel gegessen. Sonst wäre ich noch schneller noch dicker geworden und bei weit mehr als 88 kg auf 156 cm gelandet. Ich hab nur fast regelmäßig mein Limit um, was weiß ich, 150, 200 kcal, überschritten. Ist bei meiner Größe ja kein Kunststück.
Jedenfalls war ich im schwarzen Loch. Ich hatte nur noch böse Gefühle anderen gegenüber. Ich war neidisch auf jede, die ein bißchen weniger wog, ich hab gegiftel gegen Dünnere und war hämisch gegenüber Dickeren und Dicken sowieso. Ich war so widerlich, hab gehaßt und gehaßt und am meisten mich.
Ich stand am Rand einer schweren Depression und, wie sag ich das vorsichtig, selbstzerstörerisches Verhalten wäre nicht ganz ausgeschlossen gewesen.
Ich hab mich sebst nicht mehr gekannt, ich wußte nicht, daß man sich selbst derart hilfos fühlen kann umd sich dafür zugleich so verachten.
Strange.
Jedenfalls…
Ich hab die Kurve gekriegt. Am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen, ich hatte Glück, rechtzeitig noch einen Tritt zu kriegen. (Mein Hintern war auch nicht zu übersehen)
Ich bin wieder ich und FLÜ sorgt dafür, daß ich’s bleibe.

Damit’s nicht zu rosig wird: ich esse immer noch nicht besonders gern und der Reflex ‚das-was-da-liegt-,macht-dich-fee-ett‘ ist noch nicht ganz verschwunden.

Lilily, weiblich, 24:

Also bei mir ist es eigentlich tatsächlich nur das Aussehen. Nicht für die Gesellschaft, sondern für mich. Ich finds schöner, also will ich selbst so aussehen.

Linvala, weiblich, 37:

Abnehmen wollte ich eigentlich immer, hab es auch immer mal wieder, aber nie dauerhaft gehalten. Meine Prioritäten waren einfach andere und der Leidensdruck nicht so hoch (Ich hatte und habe eine tolle Beziehung und auch beruflich Erfolg).

Im Januar 2016 dann der Faustschlag ins Gesicht beim Routine-Check-up (Hausarzt): Diabetes Typ2 mit sehr hohem Zuckerwert. Sofortige Medikamentierung erforderlich.
Drohende Erblindung, Nierenversagen, Schlaganfall, absterbende Füße …

Da war für mich klar, dass ich alle Prioritäten umsortieren mußte. Und das habe ich dann auch.

Im Laufe der Abnahme mußte ich feststellen, dass Aussehen für mich dann aber doch auch ein Faktor ist. Es fühlt sich einfach toll an, in jedem Geschäft Kleidung kaufen zu können. Was mir gefällt, gibt es auch in meiner Größe.
Dazu kommt so ganz langsam Spaß an Sport und der Ehrgeiz, auch da wirklich Erfolge zu sehen. Ich schaffe jetzt bereits Dinge, von denen ich als schlanke Jugendliche nur träumen konnte (5km an Stück Joggen z.B.).

Das Gefühl von „Ich kann fast alles erreichen, was ich möchte, wenn ich mich nur genug anstrenge!“ finde ich extrem beflügelnd.

Inzwischen ist für mich auch ein Grund klar, weswegen ich das Gewicht früher nicht gehalten habe: Ich habe zu früh aufgehört. Bevor ich mir wirklich gefallen habe. Wegen dem blöden Glauben an den Setpoint, den ich bei mir bei 90kg sah
Ein Glück weiss ich es jetzt besser *g*

Mimi, weiblich, 35:

Zwei Dinge:
Ich möchte schnell sein und in der Spitzengruppe der Amateurläuferinnen mitlaufen können. Nicht „nur“ in der erweiterten Spitzengruppe. Ich liebe es, über die Laufbahn zu fliegen. Desto weniger (in einem kontrollierten Rahmen), desto leichter geht das.

Und:
Ich mag nicht das kurvige, süße Püppchen sein. Das bin ich nicht. Ich bin athletisch, stark, sehnig, schlank. Also auch ein optischer Grund. Aber eher nicht „ich möchte der Gesellschaft gefallen“ – denn da ist das süße Püppchen ja leider immer noch „Ziel“ für eine Frau.
Sondern MIR mag ich optisch gefallen. Ich liebe es, wie bei meinen Trainingskolleginnen die Muskulatur arbeitet, die Knochen sichtbar sind und nur das notwendige Fett an den richtigen Körperstellen sitzt. SO mag ich auch aussehen.

muecke, weiblich, 28:

Ich habe mich einfach nicht wohl gefühlt in meiner Haut. Ich hatte über ein paar Jahre ca. 20 Kilo zugenommen und wusste damals nicht wieso, ich pendelte mich irgendwo bei 83 bis (Höchstgewicht) 87 Kilo ein, fand das unfair, habe aber auch nie ernsthaft etwas dagegen unternommen. Gesundheitliche Probleme hatte ich zum Glück keine, allerdings hat mein Selbstbewusstsein durch das Gewicht sehr gelitten, obwohl ich auch nie etwas in die Richtung ins Gesicht gesagt gekriegt habe, aber mein Kopf war einfach mein größter Kritiker.

Jetzt, mit 20 Kilo leichter, fühle ich mich sehr viel besser und sehr viel selbstbewusster. Mir fehlen zwar noch ein paar Kilo, allerdings ist mein Leidensdruck nicht mehr so hoch und da gehe ich jetzt einfach entspannt dran – zumindest die meiste Zeit, manchmal hat man ja immer mal noch so ein paar Momente, in denen man sich einfach nur schrecklich findet. Dann erinnere ich mich allerdings daran, dass 20 Kilo weg sind und das eine Leistung ist, die ich ganz alleine (mit FLÜ als Hilfe) geschafft habe.

Valetheera, weiblich, 28:

Für mich gabs eine regelrechte Gemengelage an Gründen, warum ich gern abgenommen hätte. Was dann aber tatsächlich den Ausschlag gab, war eine Konfrontation mit meiner Mutter. Mir ging es nicht nur bezüglich meines Körpergewichtes schlecht, sondern auch im Privatleben, und in meiner Ausbildung. Ich kam nicht vorwärts mit dem Studium, ich hatte keine Freunde, ich habe nur am Computer gezockt, und ich war innerhalb weniger Jahre von einem BMi von ca. 30-35 auf einen BMI von fast 50 hochgeschossen.
Es war an einem Januartag 2011, als ich bei meiner Mutter war, und wir anfingen, darüber zu sprechen. Oder eher: Meine Mutter fing an, mich zu löchern, und ich fing an, defensiv zu verteidigen. Ich kann den genauen Wortlaut nicht mehr abrufen, aber irgendwann fiel der Satz von ihrer Seite, dass ich mich in der Opferrolle sehe und entsprechend verhalten würde. Das hat gesessen. Es war zwar mehr auf das Studium und die finanziellen Schwierigkeiten, die ich mit meinem Erzeuger hatte, bezogen, aber es betraf auch das Gewicht.
Ich wollte ihr beweisen, dass ich es schaffe und setzte mir zuerst das Ziel, die restlichen vier Seminararbeiten innerhalb eines halben Jahres zu schreiben, um mich zum Bachelor anmelden zu können. Zeitgleich ging ich zum Doktor und begann mit ihm eine Gesprächstherapie zu führen. Drei Monate später hatte ich zwei Arbeiten geschrieben, und stieg bei Weight Watchers ein. Da kam noch dazu, dass ich kurz vorher eine Freundin zu Besuch hatte, und die Fotos, die sie von mir gemacht hatte, echt schockiert haben. (Wenige Monate später liess ich dann die ADS-Symptomatik abklären und bekam Diagnose + Medikation.)

Abnehmen wollte ich immer. Solange ich mich erinnern kann. Irgendwann aber war aus dem Wunsch, schlanker zu sein, weil ich ein wenig dicker war als andere, der Wunsch geworden, überhaupt noch Kleidung zu finden. Neue Hosen nicht nach 2 Monaten schon wegwerfen zu müssen, weil sie an den Innenseiten der Oberschenkel ständig aufrieben. Etwas anderes anziehen zu können als übergrosse, sackartige Kleider. Es war der Wunsch, nicht mehr angestarrt und auf offener Strasse beleidigt zu werden. Es war der Wunsch, mich im Spiegel schön finden zu können. Es war der Wunsch da, die 30 Meter zur Busstation rennen zu können, anstatt seufzend auf den nächsten zu warten, denn „den erwische ich eh nicht mehr..“ Und es war ein generelles Unwohlsein mit meinem Körper. Ich schwitze sonst schon recht schnell, mit BMI 50 ist das nochmal viel schlimmer. Ich habe überall nur noch Fettrollen gesehen, wenn ich überhaupt in den Spiegel geguckt habe.
Und es war der Wunsch, nicht mehr einsam zu sein. Ich hatte sechs Jahre lang keine Beziehung. Mir war klar, dass mein übergewicht nicht das einzige war, das mich davon abhielt, aber es war ein grosser Faktor – denn ich entsprach einfach nicht mehr dem, was ein Grossteil der Männer in meinem Alter attraktiv findet (und damit meine ich nicht, dass man extrem dünn sein muss. Mit BMI 27-35 war ich schon wieder ziemlich begehrt, auch weil ich da wieder eine deutliche Taille hatte. Viele mögen auch Frauen gern, die im leichten Übergewicht sind.. Aber halt nicht Morbide Adipositas Grad sowieso..).

Und irgendwie hatte ich auch die Hoffnung, dass sich mit der Gewichtsabnahme mein ganzes Leben ändert. Mein rationaler Verstand hat immer begriffen, das mein Übergewicht nur ein Symptom, aber nicht die Quelle allen Übels war. Aber ein irrationaler Teil von mir hat doch gehofft, dass sich viele Probleme meines Lebens einfach in Luft auslösen, zb. die Essstörung oder meine Einsamkeit. Das hat mir später übrigens noch ein Ei gelegt, an dem ich seit Anfang Jahr und FLÜ knabbere. 😉

Ein Schönheitsideal ist sicherlich ein Grund, abzunehmen. Ich habe mich nie bewusst mit irgendwelchen Models verglichen. Wenn, dann eher mit Frauen, die ich real in meinem Umfeld gesehen habe, zb. an der Uni. Also das „Echte“. Und meistens waren das Frauen im Normalgewicht bis Übergewicht. Aber ich hab mich ja auch selber im Spiegel angeguckt und einfach nicht schön gefunden. Die Fettrollen entsprachen nicht meiner Ästhetik. Woher nun auch immer das kommt, darüber kann man debattieren. Ich finde es aber krass zu kurz gegriffen. Für jede Entscheidung hat Mensch meistens mehrere Gründe und Hindernisse, warum soll mensch also beim Abnehmen NUR irgendwelchen Schönheitsidealen nacheifern? Und warum ist es schlecht, wenn man nicht mehr dermassen hervorstehen will, sondern zb. wie in meinem Fall einfach etwas mehr „wie die andern“ aussehen möchte, statt dermassen viel Raum (wortwörtlich) einzunehmen?

Audrea, weiblich, 27:

Ich wollte eigentlich schon immer abnehmen, dachte aber es wärde nicht gehen bei mir.
Eine Zeit lang hab ich mich damit abgefunden, ich war froh gut essen zu können, ich liebe gutes Essen. Dann hat mein Sohn mal ein Foto von mir geschossen wie ich am PC sitze und ich ein ganz fieses Doppelkinn hatte. Danach hab ich mich wieder für eine Magen OP interessiert und wollte auch das MMK anfangen. Kurz darauf hab ich von FLÜ Wind bekommen und habe seitdem 26kg abgenommen.

ju_wien, weiblich, 61:

Am Karfreitag 2011 stand ich im Badezimmer und bückte mich, um die Socken auszuziehen. Da gab es mir einen Stich im Kreuz und ich konnte mich vor Schmerzen kaum mehr bewegen. Mir war sofort klar, dass ich mir das Kreuz verrissen hatte, weil der Bauch im Weg war. Ärztin war nicht erreichbar, da Osterwochenende, Notarzt rufen kam mir wegen eines Hexenschusses übertrieben vor. Ich schleppte mich also irgendwie zum Bett und wartete, dass die Schmerzen nachlassen. Und überlegte mir, wie das weitergehen soll. Eine Spritze gegen die Schmerzen holen und in ein paar Wochen wieder und immer wieder, weil die Spritze ja die Ursachen nicht beseitigt oder endlich mehr Bewegung und Abnehmen. Sobald ich wieder gehen konnte, zog ich die Laufschuhe an und ging die kleinste denkbare Runde vor meiner Haustüre an: 1 km mit abwechselnd 1-2 Minuten langsam laufen und 5-7 Minuten gehen. Außerdem die Versuchungen im Büro (Naschdose direkt neben dem Kopierer war immer gut gefüllt; Essen war die einzige tolerierte Ablenkung / Pausenbeschäftigung) so gut wie möglich ignorieren und für Mittag so oft wie möglich was von zu Hause mitnehmen, damit ich nicht bei dem fetten Zeug von den diversen Imbissständen lande.

Als ich schon gut 20 kg abgenommen hatte meinte meine Hausärztin anlässlich einer Gesundenuntersuchung, dass es gut wäre, wenn ich 2-3 kg weniger wiegen würde. (Vorher hatte sie mich nie auf mein Übergewicht angesprochen, bzw. hatte ich das wohl auch mit Sätzen wie, „ja, ich weiß eh, dass ich abnehmen sollte“ verhindert. ) Die 3 kg sind jetzt auch weg. Aber jetzt kommt langsam meine Eitelkeit wieder, die mir in der ganz dicken Phase völlig abhanden gekommen war. Jetzt möchte ich versuchen, noch einmal unter 60 kg zu kommen und in ein paar Kledungsstücke von früher reinzupassen. Außerdem möchte ich noch einmal 20 km laufen können.

Sarja, weiblich:

Bei mir sind es auch verschiedene Gründe. Ganz aktuell die Gesundheit – beginnende Arthrose in den Knien, Blutdruck steigt, Glucosetest ist grenzwertig. Alles noch nicht dramatisch, aber es ist klar, wohin die Reise geht. Ich will aber woanders hin.

Das andere ist: ich will gar nicht dick sein. Wollte ich nie. Ich finde es nicht schön (ich für mich, wie andere aussehen ist mir wurscht), ich bin eigentlich auch nicht dick, eigentlich sollte ich schlank sein. Ich habe mich nie als dick gesehen, jeder Blick in den Spiegel ist ein Schock.

Ich hasse es, wenn ich mich nicht bücken kann, weil mir die Speckrolle die Luft abdrückt. Ich finde die Speckrollen an meinem Rücken scheußlich. Wenn ich die Arme hebe, sehe ich aus wie eine Fledermaus, weil da so viel hängt – ich will das nicht.

Und ja, ich will in einen Laden gehen, eine Handvoll Sachen greifen, sagen „passt, passt, passt – gefällt mir, gefällt mir nicht, steht mir nicht“, statt „oh, ein Teil in meiner Größe?! Scheußliche Farbe, egal, es sitzt und sieht nicht allzu schrecklich aus, gekauft “ (und dann: uuuuhhh, so viel Geld für ein mittelnettes Teil?). Und ich möchte schick in schicken Sachen aussehen, nicht nur passabel.

Und dann sind es noch so Sachen: ich möchte für meine Kinder möglichst lange gesund bleiben, ich möchte mit ihnen aktiv sein, ich möchte mit meinem Mann lange aktiv sein, ich habe noch sehr viele Dinge tun, ich möchte im Garten in einer Hängematte liegen, habe aber nur dünne Bäume, ich möchte mir keine Gedanken machen, ob mich der Stuhl/die Schaukel/das Trampolin/der Steg/das Fahrrad usw trägt, ich möchte normal sein. Nicht extrem schlank, nicht Supermodell, einfach nur normal.
Und mich trifft es sehr, wenn mir das geneidet wird, meine Abnahme schlecht gemacht wird (die ersten 10 kg, yeah) und mir gesagt wird, ich solle gar nicht erst versuchen abzunehmen, denn das sei vermessen, unsinnig, antifeministisch, empörend. Viel zu lange haben mir andere gesagt, das sei eh nicht möglich, ich solle mich damit abfinden, ich sei doch auch so ein toller Mensch. Darauf habe ich keine Lust mehr.

 chris137, männlich, 27:

Meine Gründe für’s Abnehmen sind sehr vielseitig. Bevor ich aber darauf eingehe, eine kleine Vorgeschichte: Ich treibe schon immer gerne Sport, versuche auch gerne mal was Neues, bin allerdings nie wirklich dabei geblieben (Trainingspläne liegen viele bei mir herum, keine davon habe ich zu Ende gebracht) bzw. habe ich meine Ernährung nie richtig darauf eingestellt, womit ich bisher nicht zu meinem Wunschgewicht gekommen bin. Bis ich 2011 (mit 22) eine absolute Kohlenhydrat-Freie-Ernährung versucht habe (außer ein Fat-Friday in der Woche) – innerhalb von 1,5 Jahren bin ich damit von 105 auf 77 kg gekommen. Der Erfolg war allerdings nicht wirklich von Dauer. Langsam aber sich kam das Gewicht wieder drauf. Am deutlichsten habe ich dies bemerkt, als ich letztes Jahr mit einem Studium angefangen habe und mein regelmäßiger (Arbeits-)Alltag der Vergangenheit angehörte. Heute wiege ich wieder 87,7 kg und will wieder dorthin zurück wo ich schon einmal war bzw. noch weit darunter.

Warum will ich es aber nun? Der für mich wichtigste Grund ist wahrscheinlich ein allgemeines Empfinden des Unwohlseins. Ich fühle mich nicht attraktiv. Außerdem macht es einfach nicht so viel Spaß Sport zu treiben, wenn noch ein paar Kilo mehr mit laufen bzw. beim Bodyweighttraining gestemmt werden müssen. Auch die Gelenke beklagen sich dann schon mal. Für mich spielt auch ein großer Faktor, dass ich eigentlich gerne Schwimmen gehen würde, mich allerdings nur sehr ungern in Badehose präsentiere. Doch abgesehen davon, dass ich gerne Sport treibe und mir dies durch einen Gewichtsverlust auf jeden Fall leichter fallen würde, ist auch folgendes ein nicht zu vernachlässigender Faktor: Mein Freundeskreis besteht eigentlich hauptsächlich aus schlanken Personen und da kann man dann schon mal etwas neidisch werden bzw. denke ich dann oft: so würde ich auch gerne aussehen. Von diesen Gedanken lasse ich mich aber nicht mehr runter ziehen, sondern nutze diese nun als Motivation mein Ziel zu erreichen und in hoffentlich nicht all zu ferner Zukunft meine Ergebnisse präsentieren zu können.

Heute ist mir allerdings dann noch ein Grund eingefallen, der aktuell vielleicht der stärkste Treiber ist: Ich will mir selbst beweisen, dass mein vergangener Erfolg kein Zufall war, sondern dass ich es tatsächlich schaffen kann. Somit fällt auch der Vergleich mit anderen raus, denn immerhin will ich mein Vergangenheits-Ich besiegen.

Die bisherigen Beiträge finde ich sehr spannend, vor allem weil es so eine wahnsinnige Bandbreite an Gründe gibt, die ich mir vorher auch nicht gedacht hätte. Dies ist auch das erste Mal, dass ich mich tatsächlich hingesetzt habe und meine Gründe ausformuliere. Danke für die Inspiration und die Gelegenheit diesen Makel endlich einmal zu beseitigen, denn mit klar formulierten Gründen ist mir auch besser bewusst, warum ich es mache. Allen noch viel Erfolg!

Froschprinessin, weiblich:

– ich hab fettlogisch nicht mehr daran geglaubt, dass meine Oberschenkel nicht mehr aneinander reiben würden weil – genetik, erwachsen, kein flaches kind mit schnellem stoffwechsel mehr…
und ich hasse es, legins tragen zu MÜSSEN wenn ich ein kleid oder rock anziehen will, vor allem im sommer. ich fühle mich eingeengt in meiner klamotten wahl und zu warm angezogen im hochsommer. und obwohl ich dicke beine bekommen habe, haben sich meine familienmitglieder nur gewundert, wieso meine beine so nah aneinander gewachsen sind, dass jede hose durchgescheuert wird…
und (wie du auch neulich schriebst) – die selfie frequenz hat abgenommen, irgendwas ist da… und ich möchte mit mir wieder im reinen sein und darauf achten, nicht aus langeweile oder frust zu essen, sondern meinen normalen apetit wieder zu finden (früher, als kind war ich eher ein wenig esser und schnell zufrieden sei-er😉 da möchte ich wieder hin.🙂

moondance14, weiblich:

6 Monate nach der Schwangerschaft und die einzigen Hosen, in die ich reinpasste waren nur die Schwangerschaftshosen. Das war der Moment, in dem es mir gereicht hat.
Ich gehörte auch zu den Menschen, die „immer“ dick waren, nie wirklich Spaß am Sport hatten und so weiter. Ich kenne mich gar nicht in dünn und bin einfach gespannt, wie ich dann aussehen werde, wie ich wirke. Ich freue mich darauf, einfach so in Läden gehen zu können und Kleidung zu kaufen, die mir gefällt. Ich will attraktiv sein und nicht den listigen, bösen Hintergedanken haben zu müssen „dein Mann mag dich doch eh nur, weil ihn sonst keine mag“. Ich will was mit meinem Sohn und einem eventuellem weiteren Kind unternehmen können.
Und ich finde es amüsant, immer wieder etwas neues an meinem Körper zu entdecken. Aktuell habe ich „erst“ 12 Kilo runter und steh damit bei meinem vor-schwangerschafts-gewicht, bin aber gefühlt leichter als die letzten 10 Jahre. Ich bin gespannt, wo der Weg mich hin führt und danke an der Stelle mal ganz außerordentlich für dein Buch.

annesch, weiblich:

Ich schlug mich Jahrzehnte lang mit Übergewicht herum, nahm immer mal wieder etwas ab, immer aus hauptsächlich Aussehensgründen, aber ich war nie schlank und nahm auch immer wieder zu, mal mehr mal weniger. Ich kannte FLÜ schon ein Jahr, bevor es klick machte, und dass aus einem Gesundheitsthema heraus, weil ich herausfand, dass ich ein Lipödem habe. Gerade die Aussage, dass dabei Diäten und Sport nichts hilft, motivierte mich seltsamerweise. Jedes Kilo, das nicht die Beine und das Lymphsystem belastet, kann nur gut tun. Und die Vorstellung, dass ab einem bestimmten Punkt mit dem Lipödem nichts mehr abzunehmen geht, sehe ich seltsamerweise irgendwie entspannt, denn so oder so werde ich leichter als jemals in meinem Erwachsenenleben sein (bin bereits kurz davor😀), und der Wohlfühlfaktor im Alltag, egal ob es um Bewegung, Blicke, Kleiderkaufen geht, ist deutlich spürbar!

Maik, männlich:

Als Transgender möchte ich abnehmen, um weniger weiblich zu wirken. Ich war zeitlebens dick, es gab einen Sommer, in dem ich nach einer Reha ins Normalgewicht kamund nahm zwischen dem 13. und 21. Lebensjahr insgesamt 50 kg zu. Inzwischen habe ich 10 kg runter und kann das momentan halten.
Natürlich spielen da auch Depressionen und Essstörungen bei mir eine Rolle, aber ich möchte mich nicht mehr dahinter verstecken.
Zudem hoffe ich, dass diese _Dinger_ an meiner Brust kleiner werden.

Sabine, weiblich:

Was spricht eigentlich gegen Eitelkeit ? Ich finde es einfach schön, schickere Klamotten tragen zu können🙂

fex1, männlich:

Ich verstehe auch nicht, weshalb Ästhetik ein schlechter Grund sein soll.
Menschen tun so dermaßen viele Dinge, um andere zu beeindrucken — auch/gerade über das Äußere: Über Kleidung, Makeup, Frisur, Duft. Es beschwert sich doch auch niemand, dass man so schöne Kleidung trägt „Nur um einem Schönheitsideal zu entsprechen“.

Solange man aus einem persönlichen Grund abnimmt, ist das per Definition der einzig richtige Grund!🙂
Mein Grund war allein mein Äußeres: Die Meinung einiger Individuen darüber ist mir wichtig (und ja, ich bin auch einer von Ihnen)😉.

anon:

Bei mir Stand einfach die Frage im Raum mein Selbstbild an meinen Körper anzupassen oder meinen Körper an mein Selbstbild.

Um mein altes Gewicht von vor 15 Jahren zu erreichen müsste ich aber Muskulatur abbauen. Das will ich natürlich nicht, also peile ich BMI 21 an.

Ich bin in den letzten 2 Monaten von 90 kg auf 80 kg runter. Ende Januar werde ich mein Ziel erreichen.

sarugani, weiblich, Mitte 30:

Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass das Aussehen überhaupt keine Rolle spielt. Ich war schon immer pummelig, was mir von meiner Mutter in ihrer charmanten, passiv-aggressiven Art gerne vorgehalten wurde, was natürlich nie den gewünschten Effekt hatte. Ich hab das Höchstgewicht zwar schon einige Jahre vor FLÜ abgelegt, war dann aber nicht weitergekommen und hatte mir das ganze mit Setpoint und kaputtem Stoffwechsel zurecht rationalisiert. Dieses Jahr im Januar stellte ich mit Entsetzen fest, dass ich wieder ÜHU war und fing dann erstmal an ganz ohne Kalorien zählen und so, weniger und gesünder zu essen. Es ging dann bis ca. 96 kg ganz gut (das war mein vermeintlicher Setpoint), aber 6 Kilo in 6 Monaten war auch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Mein Partner fing im März ernsthaft an, abzunehmen, auch ohne zählen, sogar ohne wiegen. Im April hatte ich dann noch ein Erlebnis, das mich psychisch komplett fertig gemacht hat, als ich mit Partner und einem Freund beim Italiener saß und die Chefin nach dem Essen fragte, ob wir Ramazotti/Grappa/sonstwas trinken möchten, wir alle sagten „nein“ und sie sagte zu mir, ich dürfe in meinem Zustand ja sowieso nicht (die Chefin war leider vollkommen unempfänglich für alle verbalen und non-verbalen Hinweise, das Gespräch zu beenden und hat mich im Verlauf von 5 Minuten von der Schwangeren zur Kinderhasserin gemacht und als krönenden Abschluss dann unseren Freund verschwörerisch angezwinkert, er müsse mich „halt noch etwas bearbeiten“ – die beiden Herren saßen übrigens genauso fassungslos am Tisch und nachdem wir es endlich rausgeschafft hatten, durfte mir mein Partner einen großen Long Island Iced Tea in der Spezialmischung für besonders schwere Fälle spendieren). Anfang Juli kamen dann FLÜ und eine Kalorienzähl-App in mein Leben und ich dürfte jetzt ungefähr wieder auf Abi-Gewicht sein (wenn ich es noch finde, werde ich Weihnachten bei meinen Eltern mein Abiball-Kleid anprobieren, dann seh ich’s ja), vom Höchstgewicht trennen mich inzwischen 34 kg, seit Anfang des Jahres sind 21 kg verschwunden, davon 15 seit Juli und FLÜ. Ich passe in Hosen, die ich nicht mehr unter dem Schild „Große Größen“ kaufen musste, ich hab fast geheult vor Freude, als die Dame mir sagte, ich müsse in die Abteilung für Normalgrößen. Mehr Auswahl, schönere Schnitte. Und selbst die sitzen inzwischen schon so locker, dass ich erst überhaupt nen Gürtel dazu tragen musste und den inzwischen schon zweimal nachgelocht habe. Shoppen macht wieder Spaß und T-Shirts, die vor 6 Monaten noch „ja, ist okay, geht schon“ aussahen, sitzen auf einmal richtig gut. Es ist mir schon ein paar Mal passiert, dass ich meine Lieblings-Shirts aus BMI 36-Zeiten, die ich jetzt beim Putzen trage, nach dem Waschen in den Schrank meines Partners räumen wollte, weil die mir einfach so groß vorkamen.
Heute morgen hat meine Waage 81,2 kg angezeigt, ich wollte bis Ende des Jahres die 80 und damit Normalgewicht knacken, ich bin gespannt, ob ich das noch schaffe – ich darf mir die nächsten zwei Wochen halt nicht selber zu viele (Domino-)Steine in den Weg legen.
Das Aussehen war für mich der Stein, der das Ganze ins Rollen gebracht hat. Es gibt viele Fotos, auf denen ich mich kaum erkenne, oder wo ich mich richtig erschrecke, wenn ich sie sehe und die auf keinen Fall irgendwelchen Leuten gezeigt werden dürfen. Inzwischen freue ich mich über meine Beweglichkeit und darüber, dass ich auch weite Strecken wandern und lange Treppen steigen kann, ohne danach erstmal ne Verschnaufpause zu benötigen. Ich kann meine Beine wieder so anwinkeln, dass ich mit Kinn auf dem Knie, Ferse am Hintern rumsitzen kann, ohne, dass mir meine Wampe im Weg ist. Wenn ich mich anfasse, spüre ich Knochen und Muskeln an Stellen, an denen vor einem Jahr hauptsächlich Speck war. Meine Haut sieht sehr viel besser aus. Ich will runter auf 65 kg, nur um sagen zu können, dass ich 50 kg abgenommen habe, ich will selber wissen, ob ich das schaffen kann und bin extrem neugierig, wie ich dann aussehe, weil ich mich an eine Zeit unter 80 kg als ausgewachsene Person überhaupt nicht erinnern kann. Das wäre ein BMI von 20,3 – ob das auf Dauer zu halten ist, kann ich jetzt noch nicht sagen, mit dem Korridor 65-70 wäre ich wahrscheinlich sehr zufrieden, das finde ich raus, wenn’s soweit ist.
Klatsch und Tratsch lese ich selten in den Medien, egal ob online oder Print und ich schaue daheim nie fern, von daher geht wahrscheinlich sehr viel „Magerwahn“ komplett an mir vorbei. Ich hab mich nicht wohl gefühlt, als ich eine Hose in Größe 50 kaufen musste und das lag nicht nur daran, dass das bei uns im Dorf die einzige Hose war, die mir noch von der Weite passte, die dafür aber leicht zu kurz war, sondern hauptsächlich daran, dass ich fett und schwabbelig war, mich nicht getraut habe, mit Freunden schwimmen zu gehen, dass ich unbeweglich war und die Treppe in den 3. Stock daheim mich schon so außer Gefecht gesetzt hat, dass ich dann meistens doch den Aufzug genommen habe. Dazu kam dann letztes Jahr, dass mein Vater eine Vorstufe von Diabetes diagnostiziert bekam und die gesundheitlichen Aspekte sich so auch noch eingeschlichen haben.
Und überhaupt – wenn eine Schauspielerin für eine Rolle etwas abnimmt: „Magerwahn!!!“, wenn sie zwischen Filmen mal etwas chillt und dann mit 5 g mehr im Bikini fotografiert wird: „Lässt sie sich gehen? Ist das der Grund, warum sie seit 3 Wochen keinen Film mehr gedreht hat? So kriegt sie ihre Karriere nie wieder auf die Reihe!!!1elf“…

Menelchan, weiblich:

Aussehen spielt sicherlich mit rein, aber nicht, weil ich anderen gefallen will, sondern mir. Auch wenn ich seit dem Beginn der Pubertät immer weiter zugenommen hatte und da nie in meinem Wohlfühlgewicht lag, hatte ich immer die Vorstellung, dass sportlich/muskulös einfach besser zu mir als Person passt (ich finde es schwer zu erklären, hoffentlich versteht man es).

Ich habe als Hobby Cosplay (das Nähen von Kostümen aus allen möglichen Serien und dann diese Person zu verkörpern) und dort hat es mich immer auch gestört, dass ich nicht die Sachen anziehen wollte, die ich gerne angezogen hätte, einfach weil sie mir zu freizügig waren und ich mich nicht wohl gefühlt habe.

Aber was mit auch wichtig ist: Ich will keine Heuchlerin sein. Ich studiere Medizin und da will ich später nicht Patienten sagen, dass sie abnehmen müssen, wenn ich selber zu viel Gewicht habe. Da könnte ich mich selber nicht ernst nehmen.

Gesundheitliche Probleme hatte ich nicht (ich hatte nur leichtes Übergewicht, bevor es bei mir Klick gemacht hat), aber ich bin mit ihrer bewusst und möchte sie gerne vermeiden. Bei Diabetes Typ 2 bin ich schon familiär vorbelastet und das muss ich nicht ausreizen.

Es ist wie bei vielen denke ich einfach ein Potpourri aus Gründen, bei denen je nach Tagesform mal der eine, mal der andere mehr Gewicht (*ba dumm tsss*) hat.

Sabbi, weiblich, 23:

In meinem Leben war ich eigentlich nie schlank oder auch nur annähernd in einem normalen Bereich. Dementsprechend wusste ich nie wie eingeschränkt ich wirklich bin. Anfang diesen Jahres musste ich neue Hosen kaufen, weil meine alten mal wieder an den Oberschenkel gerissen war. Shoppen war schon immer ein Graus für mich, da nie etwas passte oder gut aussah. An dem Tag schaute ich in den Spiegel. Ich stand mit einer Gr 48 auf meinen Oberschenkel klebend, im leben niemals passend, vor diesem Spiegel und brach in Tränen aus. Ich fand mich so dermaßen dick und unwohl, ja nahezu ekelig, das ich einfach angefangen habe zu weinen. An dem Tag habe ich mir geschworen alles daran zu setzen mich nie wieder so fühlen zu müssen. Jetzt nach 20kg weniger merke ich wie eingeschränkt ich war und noch immer bin. Fast täglich kommt ein neuer Grund hinzu endlich auf mein Wunschgewicht zu kommen.
Ich will in den 4ten Stock laufen, ohne ein Sauerstoffzelt zu brauchen. Ich will mit meinem Freund klettern gehen können. Ich will am Ende eines Berges mein Schnaufen nicht unterdrücken müssen. Ich will mich endlich wohlfühlen in meinem Körper und nicht jedesmal denken, wenn jemand hinter mir lacht, er lacht über mich! Also werde ich die restlichen 30kg auch noch vernichten!

Als kleine Info:
Ich bin 23, Studentin. Startgewicht waren ganze 115kg auf 1,68cm.

User unknown, männlich:

Männlich, 1,72, von 96 kg auf 70 und noch 5kg vor mir.

Hauptsächlich ging es mir um mein Äußeres. Mit 96 kg fing ich auch schon an beim Treppensteigen mit Einkäufen zu schnaufen, aber mit 80-85 kg geht das schon ganz gut.

Ich bin auch so gestrickt, dass ich wenig auf die Meinung anderer gebe, aber ich habe gemerkt, dass da eine Menge Trotz dabei ist. Das ist nicht dasselbe, wie wenn einem die Meinung der Umwelt egal ist. Ein notwendiger Selbstschutz, für den man sich auch nicht schämen muss, aber eben auch ein Pfad in den Selbstbetrug. Und meine jetzige Körperform gefällt mir selbst sehr viel besser.

Männern wird Körperfülle natürlich eher nachgesehen als Frauen, zumal in reiferem Alter, und ich bin ein Spätdicker. Aber diese ganze Opposition gegen Fatshaming und Schönheitsideale übersieht, dass andere Ideale wie Gesundheit, Fitness, Intelligenz, Wohlstand usw. ebenso willkürliche Ideale sind. Sollen wir auch Dummheit als liebenswerten Beitrag zur Vielfalt vor uns hertragen? Unsportlichkeit, Faulheit, Ignoranz, Arroganz – alles gleichberechtigt mit Fitness, Fleiß, Offenheit und Neugier?

Ich muss Dicke und Fette nicht verachten, hänseln oder schikanieren. Nachdem ich es selbst war fällt es mir auch leichter darauf zu verzichten. Das heißt aber nicht, dass ich zur Kompensation dick als das neue schön feiern muss. Dass viele Interessengruppen an unseren Idealen mitdrehen heißt nicht, dass eine Gesellschaft ohne Ideale auskommen kann. Auf einen liberalen und zivilisierten Umgang mit Abweichungen können wir aber nicht verzichten.

sumseli, weiblich:

Ich hatte schleichend über mehrere Jahre auf über 100 kg zugenommen, obwohl ich als Teenager mit 57 kg auf 1,74m sehr schlank war. Zwischendurch gab es immer mal Versuche abzunehmen, primär nach dem Prinzip weniger essen und Süßigkeiten stark einschränken. Das funktionierte auch immer genau so lang, bis ich es wieder schleifen ließ. Meist so 7-10kg, dann wurde es wieder mehr. Das alles war vom Aussehen motiviert.

Nebenbei sah ich meinen Eltern, aber besonders meiner Mutter, sehr stark übergewichtig, dabei zu, wie sie immer weiter zunahm und sich dadurch immer weiter selbst einschränkte. Sie hat Schwierigkeiten, irgendwo hin zu gehen und sitzt/liegt immer mehr zu Hause rum. Hilfe nimmt sie keine an, da ist einfach nur Resignation. Dann tauchte in meinem Bekanntenkreis ein Pärchen auf, vom Alter her zwischen mir und meinen Eltern. Beide sind sehr sportlich, aktiv, machen alles mit, was uns jüngeren so in den Kopf kommt und können das auch. Das hat mich vor die Frage gestellt, wie ICH denn alt werden möchte. So wie meine Eltern, mit immer mehr gesundheitlichen Problemen, Blutdrucktabletten, Diabetes und großen Einschränkungen oder wie dieses Pärchen, aktiv, bei Unternehmungen dabei und wesentlich zufriedener als meine Eltern.

Die Antwort fiel mir nicht schwer und aus dieser Motivation heraus war es auch nicht schwer, meine Verhaltensweisen zu ändern. Mir ist auch klar, dass Normalgewicht und Fitness kein Garant für Gesundheit sind, aber ich steigere so meine Chancen, gesund zu bleiben und tue das, was möglich ist.

Besonders interessant fand ich, dass ich mich im adipösen Bereich bis auf Treppen steigen und alles, was mit bergauf zu tun hatte, gar nicht eingeschränkt fühlte. Wie sehr ich das doch war, merkte ich erst im Laufe der Abnahme.

Die verläuft übrigens mit allen möglichen Hochs und Tiefs, je nachdem, wie viel Energie ich dafür aufwenden kann. Bin ich emotional oder beruflich im Stress, geht es mal wieder eher nach oben oder stagniert, habe ich wieder mehr Energie, auf das Essen zu achten und mich einzuschränken, geht es wieder weiter nach unten. Jetzt merke ich allerdings die Einschränkungen, wenn es wieder nach oben geht. Ich bin einfach beim Sport weniger leistungsfähig und nicht so flink. Gerade habe ich aber wieder Motivation gesammelt, um weiterzumachen und es geht wieder sanft bergab mit dem Gewicht.🙂

Anja, weiblich:

Ich hatte schon angefangen, meine ganze MoppelGeschichte hier rein zu tippen aber dann habe ich mich wie in der Schule auf die eigentliche Frage besonnen: WARUM hast Du abgenommen?
Ich habe im Januar 2016 mit 96kg bei 1,72 m angefangen (WW), weil mein Freund damit begonnen hat. Hätte er mich erst gefragt ob ich mit ihm abnehmen will hätte ich wahrscheinlich in meinem Kopf sofort diese Stimmen des Mangels und der Angst gehört: „WAS? Dann darfst Du ja DAS nicht mehr essen und DIES nicht mehr… DAS willst Du Dir doch nicht nehmen lassen!“. Aber er hat es clever gemacht und mir ein ganz phantastisches Abendessen nach WW gekocht und mir danach eröffnet, dass er das jetzt erst mal so machen will.

So haben wir also beide kräftig abgenommen: Heute 78 kg (sinkend) fühle ich mich wie ein neuer Mensch. Die Gründe am Anfang waren gar nicht so präsent weil ich ja eher durch Zufall da rein gerutscht bin. Aber sicherlich ist (neben der Schonung meiner Knie, die schon ordentlich ramponiert sind) bei mir auch das Aussehen der Hauptfaktor. Aber auch hier, wie bei so vielen anderen nicht das Passen in ein Schönheitsideal, sondern dieses Gefühl, wieder in mich selbst verliebt zu sein. Mich in schönen Klamotten im Spiegel zu sehen und nicht zu glauben, dass ich das bin, dass ICH diese Klamotten anziehen kann und dabei auch noch so gut aussehe.

JA, das Aussehen ist die größte Veränderung und Motivation. Aber eben für MICH!

Und es ist mir auch egal, wer da welche Kommentare abgibt. Ich stufe diese Sprüche einfach mal als Neid bzw. Missgunst ein und freue mich darüber. Denn Neid muss man sich ja verdienen.

Macht alle weiter auf EUREM Weg und lasst euch von niemandem aus der Bahn werfen. Mein Freund sagt immer: Die haben nur Angst, dass noch einer „den Club (der Dicken) verlässt“ und sie dann vielleicht auch selber mal schauen müssen was da zu tun ist….

Ich liebe meinen neuen Körper und wie er AUSSIEHT, ich oberflächliche Tussi!!!

Mona, weiblich:

Meine Gründe

1. Psyche: Depression und allgemeine Verzweiflung
– z.B. erkannte ich mich nicht auf Fotos und im Spiegel mehr, Hatte auch noch durch Medikamentennebenwirkungen ständig Hunger oder hab einfach so aus Stress und Verzweiflung gegessen und hatte nicht die Kraft das sein zu lassen. Seit ich Fettlogik gelesen habe, ist der ganze psychische Kram besser für mich zu verstehen, besonders durch das Kapitel zur Depression, weil die Psyche ja auch körperlich ist und das Körperliche sich auf die Psyche auswirkt.

2. körperliche Gesundheit
– mir tat einfach alles immer wieder weh. Das viele Fett machte die Beweglichkeit so schlecht und schwer.

3. finanzielle Gründe
– ich hatte schon immer und habe jetzt auch einfach sehr wenig Geld, wodurch ich nur selten Kleidung kaufen kann. Seit 1997/98 bin ich ausgewachsen, glaube ich, da geht Kleidung kaputt obwohl die einem passt, aber trotzdem war ich seit dem 14 Jahre normalgewichtig, also nur in zwei Phasen insgesamt für 5 Jahre übergewichtig. Ich hab mehr Kleidung für Normalgewicht angesammelt als für Übergewicht, wodurch es sich insgesamt mehr lohnt abzunehmen als ein neues Kleidungsstück (in größer) zu kaufen.

Hmm, eigentlich ist das ein Teufelskreis.
finanzielle Sorgen —> Essen + psychische Probleme —–> Zunahme + Schmerzen —-> psychische Probleme + nichts Passendes zum Anziehen —> wieder von vorn

Vor dem Buch waren es eher das „nichts zum Anziehen“, wodurch ich mich zwang und quälte weniger zu essen. Diese Motivation sehr kurz Jetzt ist es viel einfacher, weil die Gründe Schmerz und Psyche zu verbessern viel wichtiger sind und nicht mehr so einen vielleicht-Zusammenhang haben, sondern es doch ziemlich wahrscheinlich ist, dass sich beides durch meine Zunahme verschlimmert hat und es sich wieder bessert, wenn ich normalgewichtig bin.
Nach meiner ersten Übergewichtsphase bin ich auch nur normalgewichtig geworden, weil ich zwei Krankheiten bekommen habe, wo kleine operative Eingriffe nötig waren und das hat mich auch so motiviert das beste für mich zu tun (bestimmte Nährstoffe, Protein, Sport), was ich kann. Das hielt aber auch nicht ewig, vielleicht 2 Jahre, vor allem als neue Probleme aufkamen, wurde wieder alles doof und ich übergewichtig.

Jetzt kann ich gar nicht entscheiden, ob gesundheitliche Probleme mich dick/fremd gemacht haben oder mich dazu gebracht haben wieder normal (so wie ich mich kenne) zu werden.

Stella, weiblich:

Vielen dank für das Aufgreifen des Themas. Ich finde mich in ganz vielen Antworten wieder. Momentan spricht mich ja am meisten der trotz an…Ich will sagen : 60 kilo hab ich abgenommen. ..fehlen also noch 5…Ich kann das, weil ich es will.und diese unglaubliche Leichtigkeit. Die will ich nicht mehr missen !

Susanne, weiblich:

Danke für den Artikel. Ich knabbere seit ein paar Tagen auch an den Aussagen „Abnehmen ist anitfeministisch“, „ihr hungert euch in die Unsichtbarkeit, damit ihr keinen Raum mehr einnehmt“ und „jetzt streben alle den Model-Normkörperan“ rum.
Abnehmen bedeutet für mich nicht, dass ich Dicksein ekelig oder hässlich finde, nur weil ich abnehme heißt das auch nicht, dass das meiner Meinung nach alle anderen machen müssen und ich denke immer noch darüber nach, warum Dünnsein die Leute so dermaßen provoziert. Und fühle mich darin bestätigt, so lange wie möglich „heimlich“ abgenommen zu haben.

Meine Hauptgrund war Gesundheit und Fitness, ich hatte die Schnauze voll davon, trotz sechs Mal die Woche Sport bei jedem Hügel außer Atem zu geraten.
Wie viel besser ich mich schlank fühle als dick ist immer noch erstaunlich, die scheuernden Oberschenkel hatte ich doch tatsächlich komplett vergessen, dabei habe ich vorletzten Sommer noch nur dann einen Rock anziehen können, wenn ich nur sehr kurze Strecken zu Fuß gehen musste.
Nicht bei jedem Vorbeugen eine Bauchfalte einzuklemmen ist auch sehr angenehm und einfach so die Zehennägel schneiden zu können auch.
Dass das Asthma weggehen würde, hatte ich ja nicht mal zu hoffen gewagt, aber das ist ein extrem großer Wohlfühlzuwachs.

Seit ich FLÜ gelesen habe, ist die Gesundheit für mich die Hauptmotivation, davor dachte ich ja, abzunehmen wäre total ungesund (und eh zum Scheitern verurteilt). Der Auslöser war die Hoffnung auf bessere Fitness und Lebensqualität und die Angst, wo die ständige schleichende Zunahme auf Dauer noch hinführen würde.

Martina, weiblich, 41:

Weiblich, 41 Jahre, 1,63m, von max. 92kg (kurzzeitig) über 80kg (mein „set point“ seit Jahren) jetzt in 4 Monaten auf 71 kg. Ziel: noch mindestens 8kg.
Auslöser fürs Abnehmen war mein kaputtes Knie: Kreuzbandriss und Meniskusschaden durch Sportverletzungen vor 20 Jahren und jetzt eine Arthrose. Mein Orthopäde will noch 15-20 Jahre bis zum künstlichen Kniegelenk überbrücken. Ich natürlich auch! Ich mache gerne und viel Sport und will das auch noch in 20 Jahren machen können.
Um das Aussehen ging es mir nie in erster Linie, man hat mir das hohe Übergewicht nie soo sehr angesehen. Aber jetzt, wo ich mir langsam neue Hosen kaufen muss/darf merke ich wie sehr ich mich darauf freue, mit dem Zielgewicht einkaufen zu gehen. Der „Schönheitsaspekt“ gewinnt ganz klar an Bedeutung. Früher hätte ich ganz schön innere Widerstände dagegen gehabt, weil sooo oberflächlich bin ich ja nicht. Jetzt finde ich es einfach toll, vorm Spiegel die Fortschritte zu beobachten. Ich werde eitel🙂

Kiri, weiblich, 20:

Ich (weiblich, 20) habe zwischen Ende September und Ende November ca. 12-15 kg abgenommen. Genauer kann ich es nicht sagen, weil ich am Anfang meiner Abnahme so eine unüberwindbare Abscheu vor Waagen hatte. Lange war ich mit meinen 1,69 Größe immer um die 80 kg gependelt, aber in den letzten zwei Jahren immer weiter auf die 90 zugesteuert. Als ich sie dann erreicht hatte, war ich schockiert. 90 kg, das ist für meine Körpergröße adipös. Das konnte doch nicht wahr sein. Übergewichtig war ich ja schon immer, ist die ganze Familie, kann ich nichts machen, oder?
… Dann fand ich diesen Blog hier, und er hat mich wachgerüttelt. Menschen, die noch viel mehr Übergewicht hatten als ich haben es geschafft, also warum sollte ich es nicht schaffen können? Lange hatte ich davon geredet, dass ich abnehmen wollte, aber jetzt, jetzt sollte der Zeitpunkt gekommen sein. Denn endlich hatte ich auch eine Motivation dazu. Ende November war der Maturaball meiner Freundin und ich wollte da unbedingt hin und ich wollte unbedingt das Kleid von meinem eigenen Abiball dahin anziehen. Ich wusste nicht mehr, wie schwer ich bei meinem Abiball vor zweieinhalb Jahren war. Ich schätzte auf 75 kg und nahm mir das als Ziel. Ich holte mir eine App, die mir beim Kalorien tracken half (wobei ich zugeben muss, dass ich mein Essen nie abgewogen habe, nur abgeschätzt, aber es hat wohl trotzdem funktioniert). Manche Tage war ich unglaublich frustriert, weil nichts mehr ging, dann fuhr ich am nächsten Tag das Defizit der Defizite, in der Hoffnung, es würde wenigstens irgendetwas bringen. An manchen Tagen sah ich es nicht so eng, es gab während der Abnehmzeit auch mal Pizza oder Pommes oder (jeden Samstag sogar) Kuchen. Nur eben kleine Portionen, weil ich mehr eh nicht mehr essen konnte.
Zwei Wochen vor dem Ball passte ich dann endlich in mein Kleid und ich war unglaublich glücklich. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch ungefähr 80 kg. Am Tag vor dem Ball war ich dann auf 76 kg unten. Und das Kleid passte mir gefühlt noch besser als damals. Es war so unglaublich. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Ich hatte das geschafft, was ich mir selbst nie zugetraut hatte. Und der positive Nebeneffekt: Ich finde mich selbst attraktiv. Ich fand mich vorher nicht unglaublich hässlich, aber niemals wirklich schön. Inzwischen kann ich vor einem Spiegel stehen und lächeln.
Im Moment habe ich eine Abnehmpause eingelegt, weil Weihnachten und Plätzchen und da kann ich einfach nicht widerstehen. Im neuen Jahr will ich noch einmal angreifen und mich letztendlich bei etwas unter 70 kg einpendeln. Das ist zwar immer noch oberes Normalgewicht, aber ich fühle mich wohl damit. Unglaublich schlank zu sein passt nicht zu mir, finde ich. Es passt nicht in mein Selbstbild. Aber ich möchte Normalgewicht haben. Ich hatte das seit meiner Pubertät nicht mehr, das wäre ein wahrer Meilenstein für mich. Und inzwischen bin ich sicher, dass ich es erreichen kann.

TweetyM, weiblich, 30:

Ich bin weiblich, 30 Jahre alt, 173cm groß und habe seit Ende November ca. 7kg abgenommen, 31kg sollen es noch werden. Gründe für’s abnehmen habe ich viele, was mich aber unheimlich motiviert und mich am Ball bleiben lässt, ist die Gesundheit – von mir und von meinem Pferd. Ich bin leidenschaftliche Reiterin und habe mir letztes Jahr den Traum vom eigenen Pferd erfüllt, es könnte auch so schön sein, wenn, ja wenn da nicht das schlechte Gewissen auf der Schulter säße, das einem (wahrheitsgemäß) mitteilt: wenn du so weitermachst, kann dein Pferd dich nicht mehr tragen, ohne sich den Rücken kaputtzumachen!
Irgendwann kann man auch nicht mehr wegerklären, dass die Knie ganz schön zwiebeln, wenn man vom Pferd absteigt – komisch, das war doch früher nicht so?
Bei einem BMI von 31 (also schon Adipositas Grad I) ist das nun auch nicht verwunderlich. Ich mag nicht mehr, dass sich mein Pferd unter mir abquält, ich möchte nicht mehr, dass meine Knie unter meinem Gewicht wehtun und ich will nicht mehr mein Schnaufen unterdrücken müssen, wenn ich drei Treppen hochgelaufen bin.
Das Aussehen spielt natürlich auch eine Rolle, aber warum sollte das verwerflich sein? Die meisten achten doch auch auf die Kleidung, die sie tragen und ob die Sachen gut aussehen oder nicht.😉
Ich finde, egal aus welchen Gründen man abnehmen will, wichtig ist meines Erachtens, dass man es für sich selber tut. Und wenn man einfach nur gerne in das atemberaubende rote Kleid im Laden um der Ecke passen möchte.🙂
Mir ist auch schleierhaft, wann es ’schlimm‘ geworden ist, wenn man schlank, fit und gesund sein möchte. Vielleicht kommt bei den Neidern doch das eigene schlechte Gewissen zum Vorschein..?
Mir soll es aber egal sein, was andere meinen, ich kenne meine Gründe und mein Ziel: 60kg sollen es werden, dann bin ich mit meinem BMI von 20 genau da, wo ich sein will. Außerdem sehen die Western-Turnieroutfits dann so schön aus..😉

Frede, weiblich:

Ich finde Aussehen ist ein super Grund. Denn Abnehmen ist im Gegensatz zu allen möglichen anderen Verfahren seine Attraktivität zu steigern doch ein harmloses Verfahren. (Also, ausser man macht das über irgendwelche krassen Sachen wie Magenop usw. da kenn ich mich jetzt auch nicht so aus. )
Man muss sich keiner teuren OP unterziehen, sich irgendwelche Nervengifte spritzen lassen, sich gefährlicher Strahlung aussetzen (Sonnenstudio), sich Chemie ins Gesicht schmieren die im schlimmsten Fall vorher an Tieren getestet wurde oder tonnenweise Kleidung zweifelhafter Herkunft kaufen. Man verschwendet keine Resourcen (ausser man ernährt sich jetzt ausschließlich von argentinischem Rindfleisch und aus Südamerika importiertem „Superfood“), entlastet nebenbei unser Gesundheitssystem und es gibt vermutlich eine ganze Menge anderer positiver Nebeneffekte die einem zuerst garnicht so auffallen. Mehr mobilität führt evtl. dazu dass das Auto öfter stehen bleibt, wer auf Kalorien achtet trink vermutlich weniger Alkohol, das Selbstbewusstsein wird gestärkt usw. Bevor man also diesen ganzen oben beschriebenen Kram macht könnte man doch erstmal abnehmen und dann sehen wie wohl man sich in der eigenen Haut fühlt.

Als schlanker Mensch nehme ich manchmal ein bisschen ab. Gründe sind:
1. Garnicht erst dick werden, wenn ich darauf achte dass man Gewicht nicht über einen bestimmten Wert geht muss ich nie wirklich viel Abnehmen.
2. Ich bin anatomisch so gebaut dass ich bei einem BMI von 22 eine Tigh-Gap habe (keine Ahnung wie normal das ist, aber man hört ja immer das habe man erst wenn man quasi kurz vorm Hungertod steht), als die letztens fast weg war fand ich das beim laufen störend.
3. Mein Bauch sieht aus wie eine Kugel, ich mag keine Kugel haben.
4. Mein Gesicht hat mehr Kontur wenn ich schlanker bin.

Liz Schäfer, weiblich:

Ich hab mich erschrocken als die Waage vor einem Jahr ein Gewicht von >80kg angezeigt hat und ich somit offiziell kurz vor der Adipositas stand. Daraufhin habe ich mir vorgenommen wieder zu meinem Abitur-Gewicht (2010) von ca. 60kg zurückzukehren, weil ich mich da am wohlsten mit mir und meinem Körper gefühlt habe (hatte durch Süßigkeitenverzicht und Joggen in der Fastenzeit von 65kg auf 60kg abgenommen). Zu diesem Zeitpunkt war ich aber auch noch überzeugt, dass ich niemals unter 60kg kommen könnte, da ich das damals auch nicht geschafft habe (Set-Point, „aber nicht dass du magersüchtig wirst“, Hungerstoffwechsel, … Fettlogiken haben Schüler auch schon perfekt drauf).
Dank FLÜ ist mein Ziel nun 50-55kg, also unterer Normalbereich.

Für das Normalgewicht war die Gesundheit und Fitness meine größte Motivation. Wenn man nicht mehr ohne heftiges Schnaufen in die Dachgeschosswohnung kommt und man nach dem 50m „Rennen“ zur Straßenbahn erstmal 5 Minuten Luftholen muss, gibt einem das schon zu denken. Zusätzlich sehe ich in meiner Familie die Risiken von Übergewicht/Adipositas. Daher wollte ich abnehmen, damit ich nicht weiter zunehme (im 70er Bereich zu sein fand ich nicht schlimm, hatte aber große Angst vor der 9 vorne oder gar in den Ühu-Bereich zu kommen).

Da ich das Normalgewicht nun erreicht habe, geht es mir jetzt hauptsächlich um optische und praktische Gründe. Zum einen finde ich meine Reiterhosen, die mich auch beim Abi noch gestört haben, sehr unästhetisch und zum anderen braucht Kleidung in kleineren Größen viel weniger Platz. Bis April sollen jetzt die letzten 10-15kg fallen, damit ich mit neuer Kleidung nach Japan fliegen kann. Dort ist Shoppen mit niedrigem BMI auch viel spaßiger, da die meisten Läden keine größeren Größen führen.

Ein bisschen habe ich auch gehofft, dass meine Oberweite (70G-H) sich ebenfalls verringert, aber bisher hat sich leider nichts getan. Daher hege ich keine große Hoffnung mehr und befürchte, dass nur der Unterbrustumfang noch kleiner und der BH-Kauf so noch komplizierter wird.

Jürgen, männlich, Ende 40:

Mit Ende 40 bin ich aus dem Alter raus, irgendwelchen angeblichen gesellschaftlichen Normvorstellungen bezüglich eines Körpers (vermittelt durch Funk, Fernsehen, Zeitungen und neuen Medien) nachzueifern. Mir geht sowohl das Betroffenheitsgesülze auf den Sack, wenn jemand anderes wegen seines Aussehen oder Körperbaus von irgendwelchen Arschlöchern scheiße behandelt wird (und daraus ein Staatsakt gemacht wird). Mir geht aber auch der ständige Hinweis auf „Selbstoptimierung“ des eigenen Körpers aus Gesundheitsgründen, Gründen des Umwelt-, Tier-, Klimaschutzes, was auch immer gehörig gegen den Strich.
Weshalb versuche ich jetzt abzunehmen?
Ich habe keine Lust, mir ständig neue Hemden zu kaufen, die dann doch wieder nach kurzer Zeit über dem Bauch spannen. Ich will einfach problemlos zwei, drei Treppen steigen können, ohne aus der Puste zu geraten. Ich will mich beim Sitzen im Bett auch mal rumfläzen können, ohne Luftprobleme zu bekommen. Ich stelle dabei fest, dass ich nicht nur körperlich leichter werde, sondern dies auch meiner Seele gut tut.
Mein Senf dazu.

Ronja, weiblich, 50:

Meine Ärztin stellte mich vor die Alternative Abnehmen oder blutdrucksenkende Medikamente. Bis dahin dachte ich, okay ich habe zuviel Fett auf den Rippen abersonst bin ich gesund. Durch meine Tochter wusste ich von FLÜ hatte aber noch nicht darin gelesen.Ich bin noch nie in meinen 50 Lebensjahren im Normalgewicht gewesen aber durch diverse Diäten kenne ich das Gefühl 20 bis 30 kg abzunehmen. Anstoß für mein aktuelles Abnehmen ist also tatsächlich meine Gesundheit. Seit ich Nadjas Buch gelesen habe, noch viel mehr. Und ja, 15 kg weniger sehen auch besser aus. Natürlich ist es auch toll diese 15 Mehltüten nicht mehr ständig mit schleppen zu müssen. Ich muss beruflich einiges Gewicht tragen, da ist es sehr angenehm, schlanker zu sein. Demnächst werde ich meinen Kleiderschrank ausräumen und nur noch Sachen darin lassen, die mir aktuell passen oder bald passen werden. Da sind noch so einige schöne Teile von den letzten Diäten im Schrank. Mein Startgewicht im Juli war 106 kg und aktuell stehe ich bei 89 kg.Mein Ziel ist 50-55kg zu erreichen(Körperhöhe 1,52m).Mein Umfeld bemerkt inzwischen die Veränderung. Bisher durchweg positiv.

wasserstrom34, weiblich:

Bei mir ist indirekt Ralph Ruthe mit seiner Urlaubsvertretungsempfehlung “schuld‘; Von Erzählmirnix stieß ich auf Nadja Hermann und auf FLÜ.
Ich begann das Buch zu lesen und fand es zunächst einfach nur interessant.
Dann fuhr ich mit meinen Mann in den Urlaub. Das Bad und der Aufzug im Hotel hatten ausgesprochen große Spiegel – und was ich darin sah, gefiel mir gar nicht! Da ich mit Nadjas Buch schon das nötige Rüstzug hatte, informierte ich meinen Mann davon, dass ich zu Hause mit dem Abnehmen anfangen würde.
Startgewicht war Ende Juli 86,6kg bei einer Größe von 1,70; Mittlerweile wiege ich 70,8 und freue mich, die ganzen – wieder passenden – Klamotten aus dem Schrank hervorkramen zu können.
Fazit: Ganz eindeutig ästhetische Gründe – aber wie schon von einigen Anderen erwähnt – weil ich mir gefallen möchte und nicht irgendwelchen obskuren Anderen.

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22 Gedanken zu “Gründe

  1. Pingback: Gründe – Die Fortsetzung – Fettlogik überwinden.

  2. Abraxxas

    Abraxxas, weiblich, 57
    Mir wurde schon in früher Kindheit eingeredet, ich sei zu dick.
    In der Teeniezeit schlank gewesen, auch nach den Kindern noch.
    Aber im Hinterkopf immer, du bist zu dick.
    Dann nach Beinbruch zugenommen und wirklich dick, 15 lange Jahre, viel probiert, viel gescheitert, verzweifelt.
    In jedem dicken Körper, steckt ein dünner der raus will, hab ich mal wo gelesen.
    Er wollte raus und konnte nicht.
    Elende Fotos, größere Klamotten, langsam stieg das Gewicht.
    Ich hab es nicht im Griff, egal was ich anfange.
    Ich war dick, jetzt werde ich fett, fett für immer, wie viele in meiner Verwandtschaft.
    Verzweiflung, Ratlosigkeit, wieder ein Höchststand auf der Waage.
    Viele Bücher gelesen, darunter eines einer sehr dicken Frau, aus Spaß, im Urlaub und weil es ja eh egal war.
    Enttäuscht von diesem Buch die Rezessionen darüber studiert und auf die Empfehlung für ein
    Fettlogik Buch gestossen.
    Mal bestellt, noch ein Buch, egal, war nicht teuer.
    Gelesen, gelesen, nicht mehr weg gekommen.
    Ein Aha- Erlebnis jagte das Nächste.
    Gleich angefangen, die Ernährung umzustellen.
    Abgenommen, abgenommen, weiter und weiter, ich schmelze 🙂
    Eine elende Last fällt endlich ab.
    Nicht nur das Fett am Körper, auch die Last, die seit der Kindheit auf meiner Seele liegt.
    Ja, weil ich es kann und immer können werde, weil ich es mir wert und schuldig bin.
    Dem Fettmonster entronnen, for ever.
    Danke Nadja, der goldene FLÜ – Orden an Dich von mir.

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  3. noxneurotica

    Ich (22, Studentin) war auf der Waage nie übergewichtig, wenn auch mein KFA sicher etwas zu hoch war, hatte also zu Beginn tatsächlich keinen anderen Grund als die Optik. Ich war seit der Pubertät nie mit meinem Körper zufrieden, fand mich zu ausladend, mochte meine stämmigen Beine nicht. Jeder Mensch vergleicht sich mit anderen und jeder Mensch hat gewisse Vorstellungen davon, was schön ist und was nicht, das wegdiskutieren zu wollen halte ich für unsinnig. Und so war meine Idealvorstellung eben geprägt von den grazilen, elfenhaften Mädchen in meinem Umfeld, neben denen ich mich richtiggehend fett fühlte. Einen medialen Trend hin zu „weiblichen Rundungen“ gab es schon immer und mir wurde auch nie gesagt, ich sei zu dick, ganz im Gegenteil. Ich bekam für meine Figur oft Komplimente, weil eben weiblich und so. Ich wusste, eigentlich bin ich okay wie ich bin und sollte keinen Grund haben, abnehmen zu wollen. Eine zeitlang hatte ich mich auch mit meinem Körper abgefunden. So weit, dass ich bequem und fahrlässig wurde, mein Essverhalten nicht (mehr) hinterfragte und mit 17-18 nochmal ein paar Kilo zulegte. Als die Waage irgendwann 62kg zeigte, für meine Größe die Schwelle zum Übergewicht, war ich derart schockiert, dass ich die Reißleine ziehen musste. Mit vielen Hochs und Tiefs und integriert in eine umfassende Ernährungsumstellung (von Überessen und hohem Junkfoodanteil hin zu 90% selbstgekocht und vegan) warf ich letztlich 11kg ab und bin mit meinem Körper zufriedener als je zuvor. Ich habe einfach angefangen, dazu zu stehen, dass ich nicht „kurvig“ sein möchte, dass ich mir selbst im oberen Normalgewicht einfach nicht gefalle. Da ich nicht konsequent Sport treibe, kann ich sowieso locker bis ins untere Normalgewicht, ohne dürr auszusehen. Das ist jetzt auch mein Ziel (es fehlen noch 3kg), das ich offen vertrete, selbst wenn ich schon regelmäßig ermahnt werde, dass ich nicht weiter abnehmen „darf“. Im Laufe der Zeit habe ich jedoch erst ein richtiges Bewusstsein dafür erlangt, WIE dick unsere Gesellschaft inzwischen schon ist. In meiner Familie nehmen auch einige seit Jahren munter zu, teilweise bin ich da beim Wiedersehen nach längerer Zeit auch richtig schockiert. Das fungiert für mich als Warnzeichen, als „da willst du nicht hin“ und ist erst recht ein Ansporn, auf die Figur zu achten. Ich möchte einfach nie wieder so achtlos mit meinem Körper sein, und wahllos irgendwas in mich hineinstopfen. Endlich habe ich das Gefühl, mein Körper und ich sind eine Einheit. Ich war und bin mir jedes einzelnen Fettpolsters sehr bewusst und oft fühlen sie sich richtig wie Fremdkörper an. Aber jetzt weiß ich, die unterstehen meiner Verantwortung und Kontrolle. Das ist sehr freiheits- und selbstbewusstseinsfördernd. Inzwischen sage ich offen, deutlichen Schwabbel finde ich nicht attraktiv, weder an mir noch an anderen, aber das betrifft ja nur mich und meine potenziellen Beziehungspartner. Deswegen finde ich es auch absurd, dass es oft als Diskriminierung oder Fatshaming verstanden wird, wenn man Dicksein nicht attraktiv findet. Solange die betreffende Person nicht mit mir ins Bett steigen will, kann es ihr doch egal sein, wie ich ihr Aussehen bewerte, und andersrum ist mir ihr Aussehen auch egal, solange ich mit ihr nicht ins Bett steigen will. Genau so versuche ich es zu ignorieren, wenn meine Mutter sich wieder beschwert, dass ich viel zu dünn geworden sei 😉

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  4. Anne

    Anne, 37

    Warum hab ich angefangen abzunehmen?
    Eigentlich war der Auslöser ein Foto, dass meine beste Freundin im September gemacht hat. Da steh ich so vorgebeugt da und es ist einfach total unvorteilhaft. Dieses Foto hat mich dann dazu gebracht, mal wieder auf die Waage zu steigen – 95kg bei 168 sind definitiv zu viel! Ich hab mir immer eingeredet, so 85 Kilo wären in Ordnung, schließlich arbeite ich körperlich, ich mache Sport usw. – das sind quasi alles Muskeln ;). Und an den Setppoint hab ich auch geglaubt.

    Aber so langsam viel mir das Treppensteigen in die 4. Etage doch schwer, und dann kam mir einer deiner Comics dazwischen. Also Buch bestellt, durchgelesen und angefangen.
    Jetzt hänge ich wieder bei 85 Kilo auf einem Plateau fest, aber ich weiß dass es irgendwann weitergehen wird. Ich komme wieder probelmlos die Treppen rauf, kann mich wieder richtig bücken, und meine Klamotten (Größe 42) sitzen nicht mehr so spack.
    Mein Ziel sind ca 60 Kilo, aber mal schauen. Ich habe tatsächlich relativ viele Muskeln, vielleicht höre ich also schon bei 65 auf, je nach dem wie es aussieht. (Ja, Eitelkeit ist auch ein Faktor)

    Aber es gibt bei mir noch einen zweiten Faktor: meine Eltern.
    Mein Vater ist mit 44 an Krebs gestorben, meine Mutter hat mit Anfang 50 Alzheimer bekommen (was ja schon ca. 20 Jahre vor den Symptomen anfängt) und ist seit über 10 Jahren Pflegefall.
    Da lese ich viel, und ich möchte mein Risiko vermindern. Und dazu gehört: Idealgewicht, wenig Zucker, viel Sport. Vor allem der Zucker scheint da ein Problem zu sein, und wenn ich da an meine Mutter denke (die nie übergewichtig war), sie hat immer sehr gerne Süßigkeiten gegessen, und alles was süß war, war gut. Ich versuche also daher, so wenig einfache KH wie möglich, wegen den Blutzuckerzacken. Ich hoffe, es funktioniert, und ich weiß in 30 Jahren noch meinen Namen.

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  5. Janne

    Ich habe immer (Leistungs-)Sport gemacht, erst Leistungsschwimmen, dann Triathlon, Radrennen, … War aber nie wirklich schlank, muss ich sagen. Irgendwann, mit Beginn der Ausbildung, habe ich gar keinen Sport mehr gemacht. Wurde dicker und dicker. Jetzt, mit fast 28 Jahren, wog ich vor ca 3 Wochen 120kg. Erschreckend….
    Ich habe schon WW gemacht, Almased ausprobiert, Bodymed, usw. Hat alles funktioniert, aber nicht lange. Naja, durch meinen Mann (schlank, kann essen was und wieviel er will), kam wieder der Sport ins Leben. Downhill und mittlerweile Klettern und Bouldern. 3-4x die Woche sind wir in einer Kletterhalle und ich merke gute Fortschritte. Aber:
    Durch ~50kg zuviel (bin 1,73m groß) brauche ich natürlich viel mehr Kraft beim Klettern.
    Dann kam Sophia Thiel. Dadurch habe ich mich wieder mit Ernährung auseinander gesetzt, mit LowCarb angefangen. Funktionierte gut! Leider beim Klettern übelst gestürzt, schwere Bänderdehnung, 2 Monate Sportverbot. Tja. Das wars mit der guten Ernährung.
    Durch Facebook wurde mit FLÜ empfohlen, Amazon liefert schnell 😉
    In den 3 Wochen durch Kalorien zählen gute 3kg verloren und ich fühle mich jetzt schon so gut! Fitter, schlafe besser, bin ausgeglichener, ….

    Mein Grund um abzunehmen:
    Ich möchte beim Sport endlich richtig zeigen was ich kann! Bei sovielen Bewegungen ist mein Bauch im Weg, oder das Fett an den Oberschenkeln… Ich kann mich nicht richtig dehnen, ich brauche so viel mehr Kraft als andere. Das frustriert ungemein.
    Der Spaß am Sport ist der wichtigste und erste Grund.
    Der zweite Grund: in ca. 1 Jahr möchte ich (wir 🙂 ) schwanger werden. Und ich möchte ein gesundes Kind und eine gesunde, fitte Mutter sein!
    Der dritte Grund: Ich möchte endlich gehen können, ohne das die Oberschenkel aneinanderreiben. Es tut so weh und es nervt so extrem!
    Der vierte Grund: Klamotten in Übergrößen sind nicht schön. Die Oberteile sind wie Säcke…

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  6. sarugani

    Falls es jemanden interessiert: Mein Abiball-Kleid war noch bei meinen Eltern, es passt und – laut Aussage derer, die einen 2001 vs. 2016 Vergleich machen konnten – besser als vorher *freu*

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    1. Menelchan

      Glückwunsch! So ein alles Kleid ist da Ja auch eine Motivation, vor allem weil das Abiballkleid ja auch oft das erste „schicke“ Kleid ist, was man sich kauft ^^

      Bei meinem hast es mich auch sehr gefreut, als ich wieder reingepasst habe 😀

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  7. Yleyla

    Also bei mir sind die Gründe gestreut. Einerseits fühle ich mich nicht wohl in meiner Haut andererseits habe ich mich im Laufe der Jahre sehr verändert. Meine Sportlichkeit und meine Lust auf Sport habe ich weitestgehend eingebüßt. Im Kopf habe ich zwar Lust auf Sport, aber ihn dann auch zu machen schaffe ich nicht. Ich bin antriebslos, dauermüde und ständig gereizt. So war ich früher nie! Mit 80 kg auf 1,66m Größe habe ich nicht extrem zu viel auf den Rippen, aber selbst bei einem Übergewicht von 20 kg (im Vergleich zum mittleren BMI Bereich) fangen die Knie schon an zu schmerzen und Treppen komme ich zwar meist noch in einem Stück rauf, aber selbst nach zwei Stockwerken bin ich schon k.o.. Daher möchte ich unter 60kg kommen um mich wieder wohl zu fühlen und wieder fit zu werden (naja und um in alte Klamotten meiner Mama zu passen XD die sehen teilweise nämlich echt super aus, aber dafür brauch ich größe 34-36) Aber jetzt im neuen Jahr schaffe ich das auch!

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  8. hexe

    Ich habe nach 18 fetten Jahren die Nase voll dick zu sein. Ca 23 kg sind seit dem Höchstwert Mitte 20 schon weg. Aktuell bei immer noch 107kg 1,72cm mit 38 Jahren (w) habe ich das Buch gebraucht, jetzt bin ich sicher, den Rest schaffe ich. Habe letztes Jahr zu wenig erreicht, weil ich an den jojomist mit bloß nicht zu wenig essen geglaubt habe. Dass nur wiegen und aufschreiben Erfolg hat bei massivem Übergewicht, davon bin ich mittlerer weile überzeugt. Immer wenn ich es schleifen lasse erhöhen sich die Portionen von Geisterhand. Mein Traum ist es unbeschwert rennen zu können. Auch wenn ich ggf meine Hautfalten dann festschnallen muss. Glaub ich seh am Bauch und den Oberschenkeln dann so aus wie Nadjas Schenkel. Um Ästhetik geht es hier schon lange nicht mehr, nur noch um Lebensqualität und Gesundheit. Danke für Dein Buch.

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  9. Anne

    Ich hab in einem guten Jahr dank Frustfuttern nach der Arbeit so zugelegt, dass mir inzwischen kaum noch Klamotten passen. Außerdem hab ich arbeitsbedingt so starke körperliche Probleme, dass ich sowieso seit langem vor habe mal wieder Sport zu machen. Beim Abnehmen dacht ich lange, dass ich weniger essen für den Alltag garnicht schaffe (Tiere + Vollzeitjob + Studium) und Sport und Fitnessstudio ist verhasst. Diäten waren überhaupt nicht meins und außerdem hatte ich bei beidem in Kombi Angst, dass ich doch wieder in eine Essstörung rutsche, was aber eigentlich auch bloß eine Ausrede war, um mir das „nicht – abnehmen“ erlauben zu können. Aber auf einmal komplett neue Klamotten kaufen hatte ich noch viel weniger Lust. Nach verschiedenen Anlässen an denen ich dann merkte wie sehr ich zugenommen hatte und wie unfit ich geworden bin, beschloss ich, dass ich da doch was dran ändern muss. Letztlich bin ich auch über erzählmirnix auf das Buch gestoßen und war neugierig. Ich hatte zwar vorher schon etwas abgenommen, aber das Buch hat mir dann so den letzten Anstubser gegeben das ganze auch sinnvoll durchzuziehen und dran zu bleiben. Grade auch weil es die ganzen Sachen die ich aus der Essgestörten Zeit noch im Hinterkopf irgendwo hatte aufgeräumt hatte. Auch wenn ich die ES seit Jahren hinter mir habe und vieles inzwischen nüchterner sehe, war bei mir Diät immer automatisch mit lauter Gedankenspiralen verknüpft, die im Grunde sehr vielen der Mythen entsprach, die ich während der ES-Zeit aber oft auch so erlebt/erklärt bekommen habe und die mich zum Teil irre gemacht haben (so viel Angst davor haben zu wenig zu essen und den Stoffwechsel zu ruinieren, dass man sich selbst in den Fressanfall schaukelt und dann wieder erst Recht nichts mehr essen, weil das muss man ja ausbügeln, und dann aber wieder Panik kriegen, dass man so ja nicht mehr abnimmt, …).
    Nach der Lektüre des Buches kann ich das wesentlich gelassener angehen und weiß auch, dass die Angst vor einem Rückfall unbegründet war. Manchmal, wenn noch ein Mythos „aufploppt“, kann ich mir sagen, dass das alles Quatsch ist, und dass das schon richtig so läuft und ich mich nicht völlig verrückt machen muss sondern alles gut ist. Und letztenendes ess ich trotzdem alles was ich möchte, achte eben nur auf die Kalorien und damit irgendwie auch automatisch gesünder und weniger hochkalorisch.
    Danke für das Buch, das war eine längst überfällige sehr große Hilfe!

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  10. rainbowblack

    Ich habe noch nicht alle Kommentare gelesen, aber werde das im Laufe der nächsten Tage noch tun.
    Das, was ich gelesen habe, ist beeindruckend und vielfältig. Und in vielem finde ich mich wieder.

    Mein größter Motivator ist mein Pferd. Ich achte sehr darauf, dass er gesund ist, genug Bewegung hat, gut bemuskelt ist, nicht zu dünn und nicht zu dick …
    Äh. Ja.
    Welch Doppelmoral! Bei mir achte ich nicht so sehr drauf?
    Ich mute ihm mein Gewicht zu? Einem Tier, das nicht Nein sagt oder sagt „hör mal, können wir ja gern machen, aber erst wenn du abgespeckt hast!“?
    Ich setze mich mit meinem Übergewicht auf ein Tier, dessen Wirbelsäule ziemlich fragil aufgehängt ist??
    Das Thema Gewicht ist gerade bei Reitern ein heiß diskutiertes. Wie viel darf mein Pferd tragen? Und da wird auch unlogisch argumentiert: Besonders oft wird dann gesagt, dass ein gut sitzernder, dicker Reiter immer noch besser als ein dünner, schlecht sitzender Reiter sei. In meinen Augen ist beides schlimm und schlicht eine nicht toleriebare Zumutung für das Lebewesen Pferd. Ziel sollte ein dünner, gut sitzender Reiter sein, der außerdem Körpergefühl und -beherrschung besitzt.

    Nix da. Damit ist Schluss. Ich reite mein Pferd erst wieder, wenn ich im Normalgewicht bin.
    Punkt.
    Aus.
    Vorbei.

    Ich hatte Anfang des Monats 84 kg bei 172cm Körpergröße (BMI 28,4) auf der Waage. Ich möchte auf 65 kg runter.
    Ich habe in knapp 2 Wochen etwas mehr als 3 kg verloren. Auch wenn ich wohl keinen echten Fettlogiken anhing, erleichtert mir das Wissen aus dem Buch vieles (ich muss eben nicht x Kalorien am Tag essen, auch wenn ich keinen Hunger habe etc. pp.) und motiviert zusätzlich (wie gravierend die Gesundheitsfolgen schon bei leichtem Übergewicht sein können oder das auch oberer Normal-BMI zu viel Fett bedeuten kann, war mir nicht klar).

    Übrigens ist Übergewicht auch bei Pferden inzwischen auch stark verbreitet. Ebenso damit verbundende Folgeerkrankungen wie bspw. das Equine Metabolische Syndrom. Wir füttern also nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Tiere krank!

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  11. Liebe Nadja,

    danke für dieses Buch, das hat mich wieder erinnert und ein Problem gelöst, mit dem ich mich seit Jahren herumgeschlagen habe.

    Als ehemalige Tänzerin war ich es gewohnt, mein Gewicht mit Reglementierungen zu halten. Ich habe viele Jahre trotz Umwegen über verschiedene Diäten mit dem reinen Kalorienzählen immer beste Ergebnisse erziehlt. Im Abnehmen.

    Das einzige Problem war, dass irgendwann diese Willenskraft, die ich brauchte um mich an die Kalorien zu halten, aus verschiedenen Gründen flöten ging, und ich schneller zunahm als ich piep sagen konnte, weil ich auch entsprechend fraß.

    So weit, so gut. Irgendwann, nach einigen Schwangerschaften hatte ich es satt und wollte ’normal‘ sein. Ich lernte ein Programm kennen, dass sich viel mit den Mechanismen des süchtigen zu viel Essens beschäftigt, denn süchtig war ich, es gab sowohl Craving, als auch Kontrollverlust, als auch Weiteressen trotz schädlicher Folgen, und sogar die Toleranzentwicklung, denn hatte ich nach einer Reduktionsphase am ersten Tag 1 Stück Schokolade gegessen, waren es am nächsten Tag ein Riegel, am übernächsten eine halbe Tafel, bis ich wieder bei mehreren Tafeln hintereinander angekommen war. Das Selbe galt auch für saures Essen, ich war nicht nur ein Schokojunkie.

    Jahrelang habe ich meine Gründe zu Essen erforscht und bearbeitet, bis ich mit gutem Gewissen sagen konnte, dass ich nicht mehr esssüchtig bin. Keine Riesenportionen, ein bis zwei Stück Schokolade reichen, ich kann sämtliche Süßigkeiten oder anderes Essen, das ich früher inhaliert hätte stehen lassen und jeweils nur ein wenig davon essen, wenn ich wirklich Lust darauf habe (und Hunger).

    Der einzige Haken dabei: Ich bin dick. Stabil dick aber dick. Das Versprechen des Programms war aber nicht nur die Freiheit von der Esssucht (erfüllt), sondern auch das automatische Erreichen des Wohlfühlgewichts (nicht erreicht). Obwohl wir gelernt haben nur zu essen wenn wir Hunger haben und aufzuhören wenn wir satt sind. Und zwischen körperlichem und emotionalen Hunger zu unterschieden. Aber das war wohl zu ungenau.

    Kurz bevor ich Dein Buch fand erinnerte ich mich an ein Programm, das ebenfalls mit der Hungerskala arbeitet und das zum Abnehmen empfliehlt nur zu essen, wenn der Magen ganz leer ist (0), und aufzuhören wenn er gerade satt ist (5) , also wenn das echte körperliche Hungergefühl weg ist. Das habe ich vor Jahren verworfen, denn dann hätte ich nur sooo wenig essen können, was wollte ich nicht, war doch in meiner Version das Essen bis 7 erlaubt, also gut satt ohne dass der Magen anfängt sich auszudehnen. Wenn man das übt, dann kann man Erstaunliches fühlen, man fühlt wo man den Hunger im Körper spürt, und wenn es nicht genau im Magen ist, dann ist er nicht körperlich, man lernt den Füllgrad des Magens genau zu spüren und vieles mehr.

    So und nun zum Eigentlichen: Ich habe mit Essen von 0-5 angefangen und nach kurzer Zeit von Dir inspiriert die Kalorien überprüft, weil ich es wirklich wissen wollte, und was soll ich sagen, es sind überwiegend um die 1000, die mir der Körper so vorgibt. So habe ich innerhalb von 4 Wochen nun 4 Kilo abgenommen ohne jegliche Hungerproblematik, denn wenn ich aufhöre bin ich gerade satt, der Körper ist also zufrieden, und auch ohne das was du Appetit nennst, was in meiner Erfahrung der emotionale Hunger ist. In diese Kategorie fällt auch Hunger aus Langeweile, Gewöhnung usw. einfach alles was nicht direkt körperlicher Hunger ist. Wer diese Unterscheidung nicht gelernt hat, der hält jeden Hunger für körperlich oder für Appetit den man bestenfalls aushält. Dem ist nicht so, der emotionale Hunger lässt sich auflösen.

    Ich habe das Rätsel gelöst. Therapie hilft um suchtfrei zu werden, aber nicht um abzunehmen, Dazu braucht es ein Defizit. Das Schöne ist, wenn man gelernt hat, seine Körpersignale fein zu lesen, dann gibt einem der Körper selbst ein Abnehmprogramm vor.

    Ich bleibe dabei beides zu machen, zählen und auf den Hunger hören, denn lustigerweise kommt es oft vor, dass der Körper noch weniger als 1000 essen will, und manchmal auch mehr. Das Zählen gibt mir Sicherheit beim Abnehmen, das auf den Körper hören ist ein langfristige Übung um nach Erreichen des Ziels nicht wieder zuzunehmen und um das Zählen wieder sein zu lassen.

    Danke dir also sehr, denn das Kalorienzählen hatte ich als Unsinn abgeschrieben, Unsinn weil es für mich nicht dauerhaft einzuhalten war, nicht weil es zum Abnehmen nicht hilft. Aber heute kann ich schon lange Gewicht halten, nur das Abnehmen wollte nicht so klappen.

    Zum Thema Appetit und Hunger kann ich nur jedem empfehlen sich mit der Thematik des körperlichen Hungers versus emotionalem Hunger zu beschäftigen.

    Ich freue mich auf mein dünnes Ich.

    Liebe Grüße

    Candida

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  12. Lanaphilia

    Ich fing an, abzunehmen, als ich vor 1,5 Jahren anfing, zu joggen bzw. Laufen.

    Heute steh ich hier, mit mehr als 10 kilo Verlust und will noch weniger Gewicht mit mir Rumtragen. Jedes Kilo mehr sind 30 Sekunden auf 10 km langsamer!

    Keep on runn;ng

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  13. stop_procrastination

    Ich kann es nur bestätigen, dass ich mit FLÜ übereinstimme. Das is jetzt nicht überheblich gemeint (ich habe andere Probleme, auf die ich gleich zu sprechen komme), aber ich fand es immer relativ leicht, mit Kalorienzählen mein Gewicht zu halten (ich bin w. und 51). Die 3 oder 4 Mal in meinem Leben, also ich ein paar Kilo abnehmen wollte, habe ich genau das Prinzip von FLÜ angewendet. Und jetzt, wo ich in den Wechseljahren bin, passe ich schon ein bisschen mehr auf als früher. Aber ich habe ich gefreut, das Prinzip bestätigt zu sehen, und möchte mit dem Buchtipp auch einigen Freundinnen, die es immer wieder versuchen abzunehmen, Mut geben.

    Der eigentliche Grund aber, warum ich das Buch für mich gut fand und so verschlungen habe, war, dass ich andere Probleme habe, auf die ich die Prinzipien des Buches übertragen kann. Ich habe kein Problem mit Essen, aber ein Problem mit Anspannung: eine mittelstarke Angststörung, die sich in Aufschub von Arbeit und anderen Dingen äußert. Wenn meine Anspannung wächst, und das ist oft täglich bei meiner Arbeit der Fall, esse ich zwar nicht mehr, aber ich surfe extrem im Internet, um mich zu zerstreuen und die Anspannung abzubauen. Aber das ist keine Lösung. Ich will nun meine Ängste konfrontieren und ein paar „Angstlogiken“ abbauen („ich kann das jetzt nicht erledigen“, „das macht mir zuviel Stress“, „ich bin untalentiert“, „mir fehlt die Erfahrung, dies und das zu tun“, „ich kann das nicht lernen“, „das ist mir zuviel“, „ich habe keine Lust“, „ich mache das eben morgen“ usw.)

    Es geht im Buch ja eigentlich um das Beseitigen von tief verinnerlichten Negativmeldungen. Die haben wir alle mehr oder weniger, die drücken sich aber bei manchen so und anderen so aus.

    Ich wünsche uns allen tollen Erfolg, und danke Nadja, für das Super-Buch!

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  14. Roland

    Der übliche Stress: In der Bahnhofsbuchhandlung noch schnell ein Buch mitgenommen: „Die Fettlogik überwinden“ steht da. Warum nicht? Ich muss eh‘ wieder mal was machen. So ein wenig Sport und weniger essen, wenn es der Job und die Reisen zulassen…

    Im Zug dann: In der einen Hand die Lachssemmel, ein paar Schokoriegel vor mir auf dem Tisch und eine Apfelsaftschorle, schlage ich das Buch auf.

    Es ist die analytische Art, die mich sofort anspricht. Ich kann mit statistischen Zahlen offenbar mehr anfangen, als mit diesen verständisvollen Hinweisen, weshalb ich etwas NICHT schaffe, wenn es um das Abnehmen und den Sport geht.

    Ich lese also und blicke an mit herunter: Der Anzug sass auch schon mal besser ;-). Das sichtbare „zuviel“ (BMI 35) hat mich zwar immer gestört. Aber es hat mich nicht motiviert. Ich habe also kein Motiv, kein Bild für mich gefunden, an dem ich mich in Sachen Gewichtsreduktion und Fitness hätte POSITIV orientieren können.

    Das Buch aber machte mir schnell folgendes klar:
    Ist mir diese Lachssemmel es wert, früher zu sterben?
    In 15 oder 20 Jahren NICHT mehr fit zu sein? Ist es nicht!

    Nun tötet natürlich keine (frische 😉 Lachssemmel. Aber das Prinzip…

    Als kurze Erläuterung: es ist wirklich sehr hart und aufwendig, auf Geschäftsreisen mit 4-5 Hotelnächten/Woche, Meetings bis tief in die Nacht etc. regelmäßig und einigermaßen gesund und in vernünftigen Maßen zu essen. Überbordende Frühstücksbuffets am Morgen und Heisshunger am Abend ist normal. Gegessen wird tagsüber gar nicht und Abends oft im guten Restaurant, viel öfter aber im Auto oder im Bahnhof oder auf dem Flughafen.
    Schlechte Bedingungen also, denen ich mich aber auch zu gerne unterwarf… (hier auch das Thema: „eigentlich“ diszipliniert und methodisch, aber nicht beim Essen).

    Als ich aus dem Zug ausstieg, lagen die Schokoriegel noch auf dem Tisch…

    Langen Textes kurzer Sinn:
    Das Buch, diese Art der Betrachtung und der Reflektion war ein super guter Auslöser udn manifestierte ein positives Motiv. Nun geniesse ich das Abnehmen regelrecht und die wieder erwachte Lust am Sport (ganz ohne Leistungsdruck) gibt Sinn. Denn damit habe ich ein Thema gefunden, das mir einen Art „My-TIme“ schenkt.

    Und noch ein Tipp, wenn es schwer wird: Der innere Schweinehund ist ein Trotzkopf. Alles was man ihm verbietet, holt er sich später mit Zuschlag .
    Ich persönliche versage mir NICHTS. Ich verzichte nur auf das jeweils VOR MIR liegende Stück Kuchen, das Schinkenbrot oder die Pizza und schicke meinen Schweinhund auf den Platz mit der Beschwichtigung: „Beim NÄCHSTEN Mal gibt es das alles wieder!“ 😉

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    1. Hallo Roland, Deine finale Betrachtung des „Schweinehundes“ ließ mich herzlich lachen! Genau so funktioniert es, wunderbar! Mache seit zwei Monaten im Grunde genommen die gleiche Erfahrung, dass man nämlich diesen (dummen) Schweinehund immer damit vertrösten kann, dass es beim nächsten Mal wieder ein Leckerchen gibt…bzw. dass doch IMMER genug da ist, dass wir immer könnten, wenn die Gelüste unerträglich würden…
      Meine Skalierung von „unerträglich“ hat sich verändert: Hätte ich früher dem inneren Sauhund sofort nachgegeben, schiebe ich es heute Stück für Stück. Und sein Einfluß auf mein Essverhalten ist mittlerweile komplett anders. Ich hatte dafür eine wunderbare, lange Hypnosesitzung, nur eine – und war von Tag an der Boss in meinem Körper. Uns allen noch viel, viel Erfolg – auf dass wir gesund alt werden (und dabei auch noch bombastisch aussehen, grins). Gruß, Claudia

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  15. eliane60

    Liebe Nadja,
    schon als Kind war ich dick. In der Pubertät habe ich durch eine Krankheit abgenommen, mich das erste Mal supergut gefühlt und Spaß am Sport gefunden. Dieses Körpergefühl wollte ich nie mehr missen, was aber eine Essstörung nach sich zog ( was ich aber erst 20 Jahre später begriff) Nach meiner ersten Schwangerschaft hatte ich 10 Kilo zu viel. Ich fand mich schrecklich und diätete ab diesem Zeitpunkt regelmäßig jedes Jahr mit irgendeiner angesagten Diät mein Gewicht nach unten, das heisst in meinem Fall an die obere Grenze des Normalgewichtes. Sämtliche Ernährungsformen mussten herhalten und dabei war ich immer auf der Suche nach d e r Ernährung, bei der man mit dem geringsten Verzicht alles essen kann, was man will.( das zog sogar eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach sich) Meine Diätversuche wurden immer weniger erfolgreich, und als ich mal wieder die 75 kg Grenze überschritt ergriff mich die Panik und ich meldete mich bei „WW“ an. Dort blieb ich zwei Jahre, nahm zuerst ab, fühlte mich richtig gut, aber der Jo-Jo blieb nicht aus. Fünf Jahre später hatten mich alle Kilos wieder gefunden. Ich versuchte mich damit abzufinden, schließlich waren die Wechseljahre ja schon vorüber, der Stoffwechsel durch die vielen Diäten erlahmt und vier Schwangerschaften geben ein Übriges dazu. (wunderbare Fettlogik zum Ausruhen) Aber – ich fühlte mich nicht wohl – und Blicke in Ganzkörperspiegel versuchte ich zu vermeiden. Fotos, auf denen mehr als nur mein Gesicht zu sehen war, sind mir derart unangenehm, dass ich sie sofort löschte. Kaschierende Kleidung kaufte ich im Internet, um nicht in Umkleidekabinen mit meinem gut ausgeleuchteten realistischen Spiegelbild konfrontiert zu sein, nur um frustriert festzustellen, dass sich auch die Hose in Größe 44 am Bund nicht schließen lässt und außerdem das Ganze nicht zur guten Laune beiträgt. Als nun letztes Jahr meine Blutwerte in einen diabetischen Bereich rutschten, mein Arzt mich anschaute un lapidar feststellte:“ 10 kg weniger würden Ihnen auch gut stehen“, wusste ich, jetzt muss etwas geschehen. Aber alle Versuche, die früher schon einmal erfolgreich waren, scheiterten. ( Ich bin einfach zu gut im Mogeln)
    Liebe Nadja, zufällig hielt ich in einer Buchhandlung Dein Buch in der Hand und las mich daran fest. Nach den ersten Seiten und mit der nächsten Mahlzeit fing ich an. Ich suchte eine App und zählte auf 1000 – 1200 Kalorien. Damit komme ich, ohne großen Verzicht, gut zurecht. Mit Deinem Buch im Hintergrund entlarvte ich viele Fettlogiken, die sich bei mir festgesetzt hatten und lasse sie immer wieder los. Was nun zählt sind einfach nur die Anzahl der Kalorien. Ich nehme langsam ab, aber es funktioniert. Ich weiss, dass ich die 10 Kilos schaffen werde. Für mich!!!! Mein Wohlgefühl!!!! Meine Gesundheit!!! Meine Familie!!!

    Vielen Dank für den „Blick um die Ecke“

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  16. Ailo

    Wofür nehme ich ab?

    Für mich. Für meine Gesundheit. Dafür, dass ich shoppen gehen kann, ohne viel mehr Geld auszugeben, weil Große Größen einfach teurer sind, als normale Größen.
    Ich möchte mich frei bewegen, ich möchte meine Beine überschlagen können und im Schneidersitz, ohne dass meine Beine einschlafen, sitzen – ich möchte so simple Dinge, die ein „Natur-Schlanker“ niemals verstehen kann, weil sie selbstverständlich sind.

    Mein größtes Ziel ist es, an meinem Geburtstag im nächsten Jahr, ein Kleid tragen zu können, in dem ich mich fotografieren lasse und sage: JA. DAS bin ich.

    Bis dahin habe ich noch einen weiten Weg vor mir, 10 Kg habe ich schon geschafft – ich darf nur nicht aufgeben.

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