716 Gedanken zu “Fragen zum Buch

    1. Michael

      Wenn wirklich auch Wasser rauskommt – richtig. Hast Du da Anhaltspunkte zum Quantifizieren? Auf dem Grill wird man das nicht abmessen können (da ist Wiegen danach in der Tat die einzige Weise, zumindest die Fettmenge zu korrigieren), in der Pfanne grundsätzlich schon eher, wenngleich man natürlich große Mengen auf diese Weise behandeln muß, um trotz der unvermeidlichen „Schöpfverluste“ eine brauchbare Aussage machen zu können. 😉

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      1. @Michael: ich habe ehrlich gesagt beim Grillen noch nicht hinterher gewogen, weil ich ja weiß wieviel das vorher war und das entsprechend eintrage. Bei anderen Gelegenheiten, also z.B. Schmorbraten, wo ein vorher-nachher-Vergleich notwendig ist, habe ich als Daumenwert so ca. 1/3 ermittelt, die das Fleisch leichter wird – und da ich eher mageres Fleisch verwende dürfte das größtenteils Wasser sein. Beim Grillen würde ich da wenigstens das gleiche annehmen, da da ja das garen in Flüssigkeit bei wegfällt.

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  1. Michael

    @ Vanessa: Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung. Und dachte urspr. auch, daß ich mir einige Sünden erlauben muß, um durchzuhalten. Das ist natürlich eine individuelle Sache. Aber erstaunlicherweise kann ich nach nur kurzer Zeit an der heißgeliebten Schoko und Snacks etc. vorübergehend ohne Heißhunger, ohne wirkliches Verlangen vorübergehen. Hätte ich nicht erwartet. Das liegt aber sicher daran, daß ich bis zu 500g aufgepeppten Magerquark (teils mit Früchten) esse und auf Weise mein Verlangen nach Süßem stille. Besonders knackig ist der sog. Kilokick (googlen). Der funktioniert als solcher, wie er propagiert wird, natürlich nicht, das dürfte jedem mit auch nur etwas Grundlagenwissen klar sein, aber wenn man durch entsprechenden KH-Reduzierung (oder Sport) noch Raum für diese ca. 200kcal hat ist es ein leckeres Dessert für das Abendessen (oder als dieses) mit hohem Sättigungswert und Eiweißanteil. Jedenfalls ziehe ich meist dies überbackenen Scheiben von Harzer Käse vor, mögen diese insgesamt auch „besser“ sein.

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  2. Kirsten

    Hallo, mich würde mal interessieren, ob es neuere Erkenntnisse zum Thema Lipödem gibt. Meine letzte Info ist, das Sport und abnehmen da leider kaum helfen….LG Kirsten

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    1. Mona

      Ich kann nur Erfahrungswerte erzählen: Jeder, der es mit Sport, Muskelaufbau und Abnahme versucht hat, sagte mir, dass es das Problem wirklich extrem verbessert hat. Ganz weg wird es nicht sein, aber wenn es durch Kleidung und vom Körpergefühl viel besser aussieht, dann ist doch schon sehr viel gewonnen. Durch OPs ist es ja auch nicht komplett weg, Narben und Reststellen hat man dann trotzdem. Ach so, alle sagen es ist wichtig Komplessionsstrümpfe zu tragen, aber die flachgestrickten.

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  3. Antonio

    wollte mal fragen , im Buch steht drin, ab einen gewissen punkt ca 105 kg ,ging nichts mehr runter an gewicht ,sie sind dann zum Arzt haben blut checken lassen und dann Proteine genommen 15 g glaub ich und dann gingen die Kilos wieder runter, ich hab seit 01.01 bis jetzt ca 30 kg abgenommen von 140 kg runter ,und so wie es aussieht ,steht mein gewicht momentan, meine Frage wo kann ich so eine Untersuchung machen lassen oder was muss ich dem Arzt sagen ?weil mein Allgemeinarzt z.B sagt mir ich darf nur 0,5 kg max pro Woche abnehmen,und wenn der so schon anfängt , bis aus Bayern, wäre dankbar für tips will noch 20-25 kg noch abnehmen

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  4. Michael

    Nachtrag: Zu der Frage des „Hungerstoffwechsels“, der zu einem Stocken der Gewichtsabnahme führen kann:
    Gezieltes Suchen führten zu einigen kompetent wirkenden Blogs, Seiten und Forenbeiträgen, in denen darauf hingewiesen wird, daß eine erhöhte Cortisolausschüttung eine sog. Umwandlungsstörung bez. des SD-Hormons T4 in T3 zur Folge habe kann. Zu wenig T3 hat aber eine Symptomatik wie eine SD-Unterfunktion, also nicht nur ein „reduzierter“ Stoffwechsel in Form eines reduzierten Energiebedarfs und damit Umsatzes, was wiederum ein Stocken des Abnehmens bewirken und zu einem Gleichgewicht führen kann, sondern auch die auch von der Autorin beschriebenen anderen Symptome der SD-Unterfunktion – Abgeschlagenheit, Energiemangel, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und – manche nennen es so – „Nebel im Gehirn“. Denn jedenfalls eine verschärfte Diät, eine signifikante Kalorienreduzierung kann oder wird vom Organismus als Belastung, als Stress, empfunden werden mit der Folge erhöhter Cortisolausschüttung. Eine anderen mögliche Ursache hierfür ist eine zu geringe Versorgung mit Selen oder Magnesium, was im Rahmen einer deutlichen Kalorienreduzierung schon durch die Selektion der Nahrungsmittel erfolgen kann. Davon können besonders Personen mit Hashimoto – wie auch die Autorin – oder auch SD-Unterfunktion betroffen sein, da bei der üblichen Behandlung in Form des externen Zuführens von T3 nur durch die SD-externe Konversion T4 erzeugt wird,

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  5. Kai Kolonko

    Sehr geehrte Frau Dr. Hermann,
    zunächst vielen Dank führ Ihr hervorragendes Buch.
    Ich habe eine Frage zum Thema Gewichtsplateu.
    Bisher habe ich jede Woche in etwa ein Kilo abgenommen.
    Seit etwa zwei Wochen nehme ich jedoch nur wenige hundert Gramm ab.
    Ich berechne ständig meinen Kalorienbedarf neu und bin mir auch ziemlich sicher, keinen Fehler bei der Berechnung der zugeführten Kalorien zu machen.
    An meinem Gürtel merke ich, dass sich mein Bauchumfang in den letzten zwei Wochen verringert haben muss.Da ich neben der Kalorienreduzierung auch ein wenig Sport betreibe, stellt sich nun für mich die Frage, ob es möglich ist, dass sich durch den Körperumbau (Umwandlung von Fett zu Muskulatur) das Gewicht für einige Zeit nicht so stark ändert?
    Im übrigen möchte ich kurz anmerken, dass im Internet(auch auf brandaktuellen Seiten) zum Thema Gewichtsplateu (wenn man Ihr Buch kennt) unglaublicher Unsinn steht.Dort ist beispielsweise der Rat zu finden, man solle die Kalorienzufuhr erhöhen, um den Stoffwechsel wieder anzuregen!
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Kai Kolonko

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    1. Thomas

      Hi Kai,

      Das ist leider normal 🙂 Muskeln sind halt schwerer als Fett! Bitte auch beachten, dass sich durch mehr Muskeln der Grundumsatz an kcal ändert! Kleiner Tipp: Körperwaage mit Muskel/Körperfettmessung besorgen! Wenn das Gewicht stagniert oder zunimmt, don’t worry 🙂 Hier ist ggf. Der Zeitpunkt gekommen oldskool mit dem Maßband den Fortschritt zu messen, insbesondere Bauch und Co.!

      Lg
      Thomas

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    2. Michael

      Nun, kommt darauf an, was dort genau behauptet wird. Aber Studien – lies Dich mal bei z.B. edubily in die Leptin-Materie ein – haben bestätigt, daß Fettverlust und kalorien- und kohlenhydratreduzierte Ernährung zum Abfall der Leptin-Ausschüttung und/oder/daher Reduzierung der T4-Produktion und T4/3-Konversion und damit zu einer mehr oder weniger signifikanten Reduzierung des Stoffwechsels führt bzw. führen kann. Das ist keine urban legend, ich habe es selbst verspürt und das Blutbild hat es auch bestätigt. In diesen Fällen können – wenn man kein T4/T3 einwerfen kann/möchte – in der Tat sauber angelegte refeed-days helfen, also z.B. am Wochenende und ggfs. auch Mittwochs möglichst fettfrei (weniger als 20, 30g) möglichst viele KH zuzuführen Z.B. Nudeln mit fettfreier Sauce, etwa vorwiegend aus Tomatenketchup bestehend. Bei mir hat es mit ca. 300g – 400g KH und 2000 bis 2200 kcal funktioniert. Sehr fettarm ist nötig, damit die kcal-Zufuhr nicht die kcal-reduzierte Ernährung konterkariert. 300g KH, 100g EW und 30g FE sind schon fast 1900 kcal.
      Ob dies bei Dir der Fall ist – keine Ahnung. Laß halt mal ein Blutbild, insbesondere auch hinsichtlich T3/T3 machen.
      Kann aber auch sein, daß Du „nur“ Wasser akkumulierst.

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  6. Michael

    Leider harrt meiner vorheriger längerer Kommentar – der, auf den sich mein Nachtrag bezieht – der Freischaltung. Darin habe ich ein paar links zu Stellen, auch Studien, aufgeführt, die diese Thematik des sog. „Hungerstoffwechsels“ betreffen. Ich bin nicht ganz so sicher, ob man die Meinungen, die einen solchen behaupten, ganz und gar abwegig sind. Es gibt Studien, die entsprechende hormonelle Auswirkungen einer Reduktionsdiät belegen. Der in meinem Nachtrag beschriebene Effekt der Umwandlungsstörung mag vielleicht nur Hashimoto-Patienten betreffen. Aber daß z.B. eine vermehrte Cortisolausschüttung auch eine gesunde SD oder andere Hormone beeinflussen vermag dürfte nicht allzu abwegig sein. Und je nach Umfang der Kalorienreduzierung bedeutet dies für den Organismus Streß – für den einen mehr, für den anderen weniger – was zu einer erhöhten Cortisolausschüttung führt. Denkbar ist auch, daß die sich bei sinkendem Fettanteil ändernde Leptinausschüttung in dieser Hinsicht wirkt – ganz abwegig ist der Gedanke nicht, daß ein sehr Übergewichtiger wegen des vielen noch vorhandenen Fetts die Kalorienzufuhr drastischer ohne eine solche Nebenwirkung einschränken kann als jemand, dessen Fettanteil nur noch 10% oder 15% beträgt. Daher erscheint es auch nicht unplausibel, daß in einem solchen Fall ein geringeres Defizit „besser“ wäre. Das steht auch nicht im Gegensatz zu den (eigentlich nicht überraschenden) Erkenntnissen aus dem Minnesota-Starving-Experiment: Wenn die Ursache für einen fehlenden Gewichtsverlust „nur“ ist, daß durch die hormonellen Änderungen der Energieumsatz geringer geworden ist (was man allerdings wie bei einer SD-Unterfunktion auch „spüren“ sollte) und nicht etwa – wie von der Autorin berichtet – eine Mangelernährung erfolgt, kann man in einer solchen Situation natürlich die Kalorienzufuhr weiter (unter das formelmäßig- rechnerisch erforderliche Niveau) verringern oder den Verbrauch erhöhen – dies wird zwangsläufig zum weitere Fettverlust führen. Abgesehen davon, ob man mit nur 1000, 750 oder gar 500 kcal täglich überhaupt subjektiv akzeptabel leben kann (oder ob die anderen Folgen der Hormonveränderungen, etwa bei den SD-Hormonen, zu schwerwiegend sind), sollte die Frage erlaubt sein, ob es nicht „gesünder“ ist, solche Hormonveränderungen zu vermeiden. Zumal man letztlich ja irgendwann mit der Diät am Ende angelangt ist und wieder „normal“ (nicht im Sinne von „wie früher“, das wäre natürlich kontraproduktiv) essen will, und wenn dann der (Grund)Umsatz deutlich unter dem formelmäßigen „normalen“ Wert liegt, wird man sofort zunehmen, wenn man sich an jenem orientiert.
    Aber konkret zu Kais Frage: Natürlich ist es möglich, daß Du zwar Fett abbaust aber auch Muskelmasse hinzugewinnst. Zwar berichten Bodybuilder immer nur von dem gegenteiligen Effekt, nämlich einer an der Magermasse zehrenden Gluconeogenese, jedenfalls bei strenger Kalorienreduzierung, aber man wird sicherlich nicht die Situation eines diätierenden, trainierten Bodybuilders nach der Massephase mit einem Übergewichtigen vergleichen können, der vielleicht erstmals etwas Krafttraining betreibt. Allerdings gibt es auch Berichte über diesen Effekt – siehe z.B. unter http://www.kurzzeitfasten.de/. Auch sollte man den Effekt einer Umstellung der Ernährung bedenken: Eine Reduzierung der Kalorien erfolgt häufig durch Reduzierung des KH-Anteils und Erhöhung des EW-Anteils. Eine deutlich erhöhte Eiweißzufuhr wirkt sich aber positiv auf Muskeln aus – nicht ohne Grund führen sich Bodybuilder in der Diätphase viel Eiweiß zu, um die Effekte der Gluconeogenese auf die Magermasse zu verringern. Das reine Gewicht ist letztlich nicht der allein ausschlaggebende Indikator. Wenn Du eine Verringerung Deiner Fettpolster an Stellen, wo Muskelaufbau eher unwahrscheinlich feststellst – Gürtel, Bauchumfangmessen – oder gar „echte“ Fettmessungen machen kannst, dann kann es ja gar nicht besser sein. Allerdings sind auch Wassereinlagerungen möglich und denkbar, wie auch von der Autorin berichtet.

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  7. Ricarda

    Hallo Frau Dr. Hermann,
    ich hatte meinen Frage schon einmal, leider an falscher Stelle, gestellt.

    Ich habe eine Frage zur Langzeitstudie von Stevens et.al. (2012) im Buch auf den Seiten 152/153 beschrieben.

    Verstehe ich es richtig, das es bei mehr als 4facher Gewichtsschwankung über 4,5kg keinen positiven Abnehmeffekt bezüglich des Sterberisikos gibt, dass also jemand der zum 5ten mal z.B. 25 kg abnimmt und dann sein Gewicht bis zum Lebensende hält, ein ebensogroßes Sterberisiko hat als wenn er gar nicht abgenommen hätte?

    Gerade im adipösen Gewichtbereich schwankt das Gewicht doch oft mal 10kg hin und her und oft haben Adipöse auch schon einige Abnehmversuche hinter sich. Bei mir ist es zumindest so 😦

    Das fände ich sehr demoralisierend, zu erfahren, dass Abnehmen jetzt keine Verbesserung für die Lebenserwartung mehr bringt. (Mir ist schon klar, dass schlank und sportlich sein schlussendlich natürlich gesünder ist und wahrscheinlich durch bewusstere Ernährung und mehr Bewegung auch nach der 4ten Abnahme die Lebenserwartung wieder steigt, halt nur nicht auf das gleiche Niveau als wenn man weniger als 4x diese Schwankungen hatte).

    Da ich nach dem Lesen ihres Buches jetzt gerade abnehme, würde ich mich sehr freuen, wenn ich hier grundsätzlich was falsch verstanden hätte 😉

    Vielen Dank und Grüße,
    Ricarda

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  8. Hallo, habe mir gerade das Buch gekauft und bereits grösstenteils gelesen. Ich würde mir auf dieser Website eine Linksammlung wünschen, z.B. zum BMI, Kalorienzähler usw. Also alles, was auf dem Weg zu weniger Kilo´s nach diesem Buch führen könnte und für eine erfolgreiche „Diät“ hilfreich ist. Dann müsste nicht jeder selbst neu recherchieren. Oder gibt es das bereits und ich habe es noch nicht entdeckt? Viele Grüße Ute

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      1. Mona

        @Bloody Was meinst du damit das Defizit anpassen? Das ist doch total individuell. Man kann ja mal Wochen oder Tage haben, wo man 1000 kcal unter Verbrauch essen möchte und manche, wo einem 300 kcal Defizit reichen. Das ist doch von Person, Situation und vielleicht Jahreszeit abhängig, wie die Vorlieben für das Defizit sind.

        Die Kalorien (mit Defizit) an das ändernde Gewicht anpassen kann jede App, die auch das Gewicht speichert. Je schneller man abnimmt, desto öfter sollte man sich wiegen und es auch in die App eintragen.

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  9. Chrissy50

    Hallo Frau Dr. Herrmann, ich liege (noch) im oberen Normalbereich (1,75 m, denn ich bin schon geschrumpft, heute früh 75,9 kg, ehrlich also 76 kg). 2009 habe ich meine Ernährung umstellt, 10 kg verloren. Erstmalig in meinem Leben (30 Jahre Diätkarriere) kein ‚Jojo-Effekt‘, bis vor 2 Jahren hielt ich mein Gewicht relativ gut. Relativ heißt, immer mal 2,3 kg mehr, Bremse, Rückwärtsgang, wieder auf Schiene. Jetzt habe ich in 2 Jahren 8 kg zugenommen, bin sozusagen schleichend entgleist. Das Thema Gewicht ist mein Lebensthema, frisst unglaublich viel Energie, die ich eigentlich woanders brauchen könnte. Aber es hat wohl viel mit dem Platz im Leben zu tun, den man einnimmt. Vielleicht ist es so, dass mein Körper mit mehr Gewicht signalisieren möchte, dass ich mehr Platz, mehr Raum beanspruchen möchte? Und meine Seele verstehen muss, dass sie das nicht so wörtlich nehmen und sich andere Wege suchen soll, um meinen Kopf zu überzeugen? Lange Rede, kurzer Sinn: Auf Empfehlung einer Freundin, die es mit den Fakten Ihres Buches geschafft hat, seit Januar 8 kg zu verlieren, hörte ich Ihr Buch als Hörbuch und habe es gleich noch einmal von vorn angefangen. Ich bin über mein
    persönliches ‚Wohlfühlgewicht‘ hinaus, bislang dachte ich, es läge bei 68 kg. Was, wenn es noch niedriger ist? Den Gedanken finde ich sehr spannend, mal sehen, wohin er mich führt…Ich danke für die Inspiration, mir auch mit 50 noch vorstellen zu können, einen Körper zu haben, mit und in dem ich mich wohlfühle.

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  10. Hallo zusammen, mich würde mal interessieren wie ihr damit umgeht, wenn eure Umwelt 0 Verständnis für euer Vorhaben hat. Ich bin aktuell 5 Kilo über der Grenze zum Nornalgewicht. Abnehmen möchte ich aus gesundheitlichen und ästhetischen Gründen. Zudem möchte ich sportlicher werden da es mich ankotzt so unbeweglich und unausdauernd zu sein. Zuhause wird mein Vorhaben von meinen Eltern und Geschwistern nur belächelt. (Meine Eltern sind selbst übergewichtig, meine Geschwisster sind beide sehr sportlich und Normalgewichtig.) Wenn ich mein Essen abwiege werde ich von ihnen ausgelacht. Mein Freund ist sporlich und normalgewichtig und einer dieser: „ich kann essen was ich will“ Menschen. Er hat angst das ich „wieder Knochig“ werde wenn ich abnehme, da ich eine zeitlang 5 kilo leichter war und er der überzeugung ist ich war dann nicht mehr „bequem“. Meine Freundinnen sind alle weit aus übergewichtiger als ich. Wenn ich auf eine Nascherei verzichte regen sie sich Regel recht drüber auf. Ja da spricht oft der Neid, trotzdem weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll, da es irgendwie auch verletzend für mich ist. Wie geht ihr mit solchen Reaktionen um?

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    1. lispler

      Hab es ignoriert. Einfach machen und gucken wie es laeuft.

      Ich bekomme auch manchmal ein „wieviel willst du denn noch?“ usw. Aber wenn mich Leute ein paar Monate nicht sehen heisst es bisher immer „wow“ „du hast ja abgenommen“ „sieht super aus“…

      Meine Mom hat kuerzlich zufaellig zwei Photos gesehen, quasi vorher/nachher, und versucht es jetzt selbst…

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    2. Michael

      Auch ich war nur knapp im Bereich des „bösen“ BMI und meine Umwelt macht sich eher lustig über meine (letztlich erfolgreichen) Abspeckunterfangen. Interessanterweise kommt das lauteste Gemecker von meiner lieben Gattin, die selbst nie ein Problem mit dem Gewicht hat(te), weil sie von sehr seltenen Versagern (z.B. Cashnew-Nüsse, aber da bin auch ich süchtig) abgesehen nie zuviel ißt und immer mit Futtern aufhört, wenn sie satt ist (oder per saldo nicht zuviel ißt), also seit jeher im weit unteren Normal-BMI herummkrebst, und keinen dürren Mann möchte. Dabei war ich seinerzeit, vor langer Zeit, deutlich dünner/schlanker als heute und dieses Gewicht werde (und will ich) nicht erreichen. Daß Freunde und Bekannte, die an meinem Wohl nicht so sehr interessiert sein können, dies weniger thematisieren als meine liebe Gattin, die doch eigentlich jeden Schritt auf meinem Weg zu mehr Gesundheit begrüßen sollte/müßte (und aus dem anfänglichen Übergewicht-BMI in den mittleren normal-BMI zu kommen – wir reden hier natürlich nicht von Muskelbergen sondern von Fett – ist grundsätzlich und ungeachtet alles anderem auf jeden Fall ein Schritt hin zu mehr Gesundheit), könnte mir schon zu denken geben … 😉
      Aber natürlich ist mir die Meinung der anderen insoweit egal, als ich das tue, was ich nach reiflicher Überlegung als richtig ansehe, auch wenn dies nicht bedeutet, daß ich nur weise lächelnd alles an mir abprallen lasse. Es gibt natürlich heftige Diskussionen, zumal ich mittlerweile über Ernährung und die diesbezügliche Physiologie ungleich mehr weiß als alle meine Freunde und Bekannte zusammen, und mir daher nicht den üblichen Unfug einschließlich „Fettlogik“-Unfug wiederspruchslos anhöre.
      Natürlich besteht, vor allem wenn es letztlich „flutscht“, die Gefahr der Übertreibung und je nach Typus die Gefahr, sich zu fixieren und Fanatiker/Ideologe zu werden, wie man es leider sehr häufig bei Vegetariern, Veganern, Bio-Gutmenschen und überzeugten Gesundlebern vorfindet.Da muß man halt kritisch neben sich stehen und diesbezügliche Kritik annehmen und überdenken.
      Du brauchst ganz sicher nicht meinen Rat, aber wenn Du doch meine Meinung hören willst: Pfeif auf das Gemecker der anderen, nimm so weit ab, wie es Dir gefällt (und möglich ist), ohne die Grenze zum Pathologischen zu überschreiten (und ein unterer Normal-BMI ist ganz sicher nicht bedenklich). Und wenn Dein Freund üppigere Formen mag UND Dir deswegen eine Szene macht, Dich nicht mehr mag etc: Dann Pfeif auch auf ihn und such Dir einen anderen Freund, der Dich nicht so will, wie er will, sondern wie es gut für Dich ist (das sagt sich jetzt leicht, ich weiß, aber das ist die Wahrheit).

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    3. Thomas

      Huhu,

      Ganz ehrlich?! Augen zu und durch 🙂 Anfangs gibt es immer Unverständnis wieso man dies oder das nicht mehr essen mag, wieso man jetzt Nahrungsergänzungsmittel braucht bla bla… aber das geht auch irgendwann vorbei und dann kommt erst der Zuspruch hast ja toll abgenommen und dann die Phase wieviel denn noch?! Setz dir ein Ziel und verfolge dieses und höre nicht auf andere!

      Lg
      Thomas

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  11. Lilith

    Ich habe das Buch verschlungen (nachdem ich 22kg durch intuitives Essen abnahm, was ich mir nicht erklären konnte außer mit „Stoffwechseländerung“ – ich hatte vorher schon Phasen, wo ich über 1,5Jahre trainiert und entsagt habe ohne Ergebnis) und muss sagen, ich finde das Buch hervorragend, aber mir fehlen ein, zwei kleine Infos zum Rundum-happy-Paket.

    Und zwar:
    (1) Thema essenzielle Nährstoffe, wichtige Proteinbausteine – einerseits wird im Buch erwähnt, dass diese Bausteine absolut essentiell sind, andererseits von Personen gesprochen, die über Monate hin Nulldiät machen und trotzdem „gesund“ sind. Also woher bekommen diese Leute ihre Proteine, Vitamine, essentielle Fettsäuren? Von sich auflösenden Fettzellen? Selbst, wenn die Person null Extra-Sport und damit null Muskelaufbau macht, muss doch das aktuelle System erhalten werden und braucht deshalb die entsprechenden Nährstoffe – oder nicht?

    (2) Dass sich der Stoffwechsel nicht ankurbeln/verlangsamen lässt, ergibt zwar einerseits Sinn, andererseits frage mich mich schon, wieso ich damals, als ich abnehmen wollte (Rahmenbedingungen waren ähnlich, also Essensmenge/Sport von damals zu heute), nur alle 1-2Tage ein Mal „groß“ musste, jetzt aber täglich 4-5 mal? DAs war für mich bisher das Zeichen für meinen „beschleunigten“ Stoffwechsel. Wenn das jetzt gar nicht der Grund sein soll, was bleibt denn da logisch noch übrig?

    Über eine wissenschaftliche Antwort würde ich mich sehr freuen! 🙂

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    1. Michael

      Man wird davon ausgehen können, daß Leute, die über längere Zeit nur von ihrem Fett leben UND gesund blieben, entsprechende NEM zugeführt haben.
      Andererseits kann man auch ohne die essentiellen was-auch-immer eine kürzere und auch längere Zeit überleben – nur eben möglicherweise nicht in einem optimalen (Gesundheits)Zustand. Nehmen wir als Beispiel Omega-3-Säure. Angeblich überlebenswichtig. Definitiv habe ich aber in meiner Jugend praktisch nie etwas gegessen, in dem das Zeug enthalten war – Fisch mochte ich nicht, ausgenommen Fischstäbchen, und was da an O3-Molekülen drin ist kann man sicherlich mit Leichtigkeit zählen. Nee, ich vergaß, es gab mal eine Phase da habe ich gerne Rollmopsbrötchen gegessen. War vielleicht 1 Jahr und in toto 20 dieser Brötchen. Das kann mich aber nicht 30 oder 40 Jahre lang mit O3 versorgt haben. Anderes … nie habe ich etwas gegessen, in dem viel Selen war. Oder Eisen. Oder Kupfer Oder was auch immer so notwendig sei (in meiner Erinnerung bestand meine Jugend aus Kuchen, Mohrenköpfen, Endnußflips, „Wassersüppchen“ und später auch Bratkartoffeln). Und dennoch habe ich das Leben gut bis sehr gut auf die Reihe gebracht. Nicht auszudenken, wie ich die Welt verändert hätte, wenn ich die angeblich so überlebenswichtigen Vitamine, Spurenelemente etc. in dem angeblich notwenigen Umfang zugeführt hätte (derzeit tue ich es über NEM, aber ich fühle mich kein bischen anders/besser).

      Was den Stoffwechsel anbetrifft: Anfänglich war ich auch dieser Meinung. Je mehr ich aber darüber lese und vor allem seit ich selbst am eigenen Körper erlebt habe, wie eine gar nicht mal so strenge (aber konsequente) Diät den T3-Wert (als Hashimoto führe ich T4 zu) absacken läßt (was ja wissenschaftlich, humanbiologisch, erklärt und begründet wird) und welche Auswirkungen auf den Stoffwechsel (allein) dies hat, sehe ich dies genau anders. Auch wenn man eigene, persönliche Erfahrungen nicht unbedingt verallgemeinern kann: Da dies mit wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmt, muß ich leider als Fakt bezeichnen, daß nach einer gewissen Dauer einer kalorienrestriktiven Diät hormonelle Veränderungen eintreten, die den Stoffwechsel „reduzieren“ (wie auch immer man dies im einzelnen definieren möchte), auch wenn diese Änderungen sicherlich individueller Natur sind und in gewissem Umfang auf die eine oder andere Weise (z.B. Mindestmenge von KH, saubere refeed-days) manipuliert werden können. Offen ist für mich derzeit lediglich noch, inwieweit diese Änderungen langfristig oder gar dauerhaft ist, was ja hinsichtlich der Leptinausschüttung (mit Auswirkungen auf z.B. T4, T3) behauptet wird.

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      1. Mona

        In Kuchen sind Eier und in Eiern sind ganz viele Sachen drin, auch Omega3. Außerdem ist es auch in Nüssen und Ölen, wie Rapsöl.

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    2. Chrissy50

      Liebe Lilith, ohne mich in wissenschaftlichen Exkursen ergießen zu wollen, hätte ich nur eine Idee: der Verzicht auf Kohlehydrate in jeglicher Form von Weizen, auch Vollkorn, hat bei mir einen ähnlichen Effekt. Isst du intuitiv wenig bis gar nichts davon? Ich gratuliere dir mit unverhohlener Bewunderung zu deiner Intuition, die dich Lebensmittel zu dir nehmen lässt, die den geschilderten Effekt haben:-)! LG

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      1. Michael

        Nun, grundsätzlich sind Kalorien Kalorien. Abnehmen setzt ein Kaloriendefizit, wie auch immer entstehend, voraus. Das Ersetzen von KH durch z.B. Proteine wird nur dann einen Gewichtsverlust bringen, wenn dadurch insgesamt betrachtet ein Kaloriendefizit entsteht (daß viele Leute besser weniger essen, wenn sie den Protenanteil erhöhen, und bei Proteinen weniger „ankommen“, ändert nichts daran). Und den LC-, Keto- etc. Apolegeten zum Trotz birgt eine Kalorienrestriktion in Verbindung mit wenig oder gar keinen KH das große Risiko, daß Leptin und T3 (T4) so weit in den Keller geht, daß der Stoffwechsel „sinkt“ und man wie bei SD-Unterfunktion zum Zombie mutiert. Mehr als kurzfristig betrachtet sollte man erhebliche KH-Reduzierungen daher vorsichtig behandeln. (Nicht nur) Bei mir ist leider eine gewisse Mindestmenge an KH erforderlich.
        Übrigens: „Intuitives“ Essen kann auch einfach nur bedeuten, intuitiv die Nahrungsmenge zu begrenzen und intuitiv aufzuhören, wenn oder bevor man pappsatt ist (wozu natürlich auch die Fähigkeit gehört, sich grundsätzlich nach der Intuition zu richten). Ich kann dies leider nicht, dazu bin ich zu gierig und zu verfressen.

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      2. Mona

        @Michael
        Chrissy50 bezog sich eher auf die Häufigkeit des „groß“-müssens.
        Da ist es schon von Bedeutung was genau man isst und wie stark man seine Ernährung geändert hat, bezüglich der einzelnen Lebensmittel. Wie viele Ballaststoffe enthalten sind z.B. So ist auch meine Erfahrung.

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  12. Fabi

    Hallo…ich bin seit 4 Wochen am abnehmen. Ich habe mir ein Datum gesetzt und an diesem meine Ernährung umgestellt und das Rauchen aufgehört. Meine Ernährung sieht momentan so aus:

    keine Kohlenhydrate, keinen Zucker, Alkohol (wenn überhaupt 1x pro Woche eine kleine Weißweinschorle) ansonsten Wasser und grünen Tee

    Kaloriendefizit von ca 1000 kcal

    4x die Woche 20 min Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht

    Morgens: 1. bulletproof coffee
    Gegen 11 Uhr: 1. Eiweiß Shake mit 30g whey
    13.00 Uhr: eine Mahlzeit von ca. 500 kcal
    Abends einen Eiweiß Shake wieder 30g Pulver

    Ich notiere in der App (welche du in deinem Buch erwähnt hast) alle meine Kalorien

    Ich hab mit einem Gewicht von 110 Kilo bei 1,69 m begonnen. Und stehe seit 2 Wochen zw. 100,9 und 101.9 und nichts geht.
    Werde ich zu ungeduldig? Ich verstehe es nicht…

    Danke schon Mal und liebe Grüße

    Fabi

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      1. Mona

        In den ersten 2 Wochen (besonders bei plötzlichem KH-Verzicht) können auch mal 7 kg Wasser rausgehen. 1000 kcal täglchem Defizit, falls du die wirklich eingehalten hast, sind in 4 Wochen genau 4 kg.
        Wenn du dann Alkohol trinkst, mal mehr Salz isst, mal bisschen Muskelkater hast, dann wird Wasser im Körper eingelegt, was auch bei einigen bei Hitze, Erkältungen, Allergien usw. passiert. Wassereinlagerungen können, auch wenn man keine KH zu sich nimmt, meiner Erfahrung nach trotzdem an die 3 kg sein.

        Steht doch auch im Buch, wenn man alles richtig macht und alle Fehlerquellen kontrolliert hat, einfach so weiter machen, dann wird es auch weitergehen.

        Auch wenn man durch den KH-Verzicht Hormonanpassungen hat, wird das kein tägliches Defizit von 1000 kcal aufwiegen. Falls die Hormonanpassungen einem zu schaffen machen, durch Fressattacken, schlimmer Schlappheit oder sowas, kann man immernoch KH-Refeeds machen.

        Kommt drauf an wie hoch der Tagesverbrauch ist, ob 1000 kcal viel sind oder nicht. Ich habe nur ca. 1900 kcal Tagesverbrauch, da sind 1000 kcal viel. Aber wenn ich ein Mann wäre und mich genauso viel Bewegen würde, wie jetzt, dann wären 1000 kcal anteilsmäßig nicht mehr so viel. Frauen machen ja auch ganz oft 500 kcal Defizit, obwohl sie vielleicht nur 1600 kcal Tagesverbrauch haben, das ist dann auch fast ein Drittel. Kommt halt immer drauf an, wie viel man sich bewegt, wie viel man insgesamt verbraucht und wie viel Körperfett man hat.

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      2. Mona

        Ich persönlich würde auch den Fettkaffee weglassen. Die Kalorien kann man auch in Nahrung investieren. Wenn dir irgendwelche Fette fehlen, könntest du auch Quark mit Leinöl und Beeren machen oder sowas in der Art.

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      3. Michael

        Ich würde den Verbrauch nicht überschätzen. Klar, der Grundumsatz läßt sich anhand der Formeln „errechnen“, auch wenn das nur Durchschnittswerte sein können: Ein 100kg-Bodybuilder hat einen deutlich höheren Grundumsatz als ein 100kh-Rollmops. Das wird bei den Formeln aber nicht berücksichtigt. Sofern man also nicht den Grundumsatz meßtechnisch ermittelt hat, sollte man bei der „Errechnung“ des vermeintlichen Defizits eher zurückhalten ansetzen.
        Und was das Wasser angeht: Gerade wer abnehmen möchte hat viel Fett und daher eher wenig Muskeln. Das bedeutet: Nicht so übermäßig viel Muskelglykogenspeicher. 7kg Wasser allein durch KH-Reduzierung erscheint mir daher eher weniger anzunehmen.

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      4. Mona

        @michael
        Ich weiß ja nicht, ob der Mensch ein Briefträger, Bauarbeiter oder nur an den Schreibtisch gefesselt ist.
        Bei 1,69 hast du wahrscheinlich recht, dass der Verbrauch nicht so extrem hoch ist, aber eigentlich schafft man doch die 2000 kcal doch locker, wenn ich das als 60 kg Frau am Schreibtisch mit ein paar Fitnesskursen in der Woche auch schaffe. Ich hab auch nicht viel Muskulatur. Wenn man will, kann man sich die 1000 kcal dann leisten, man wird nicht verhungern.

        Ich kann auch von einem Tag auf den anderen mehrere kg zu oder abnehmen, weil das Wasser schwankt. Wasser ist z.B. auch im Lymphsystem, wenn man dazu neigt und vor der Abnahme sich noch weniger bewegt hat und vielleicht auch paar heiße Tage vorher waren, dann kann das auch durch Bewegung rauskommen. Außerdem hab ich ja auch gesagt, dass es am unterschiedlichen Salzkonsum hängen kann oder auch wann man Muskelkater hat, ob man Erkältet ist, eine Allergie hat, Medikamente nimmt, ob man Alkohol getrunken hat. Das sind zumindest die Gründe bei mir, wobei ich zusätzlich manchmal noch frauenspezifische Wassereinlagerungsgründe habe.

        In den ersten Wochen ist ja auch vieles in dem Gewichtsverlust mit drin, wie weniger Gewicht vom Darminhalt (je nachdem was man isst) und dann zusätzlich oben drauf der Wasserverlust, falls man auf KH verzichtet. Falls man seine Abnahme mit ganz vielen KH macht und die KH-Speicher voll hält, nimmt man am Anfang doch trotzdem mehrere Liter Wasser ab. Ich kenn das zumindest so.

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      5. Michael

        Sicher gibt es nicht unerhebliche Tagesschwankungen, aber ich bezog mich auf die 7kg, die Du auf KH-Reduzierung zurückführst, also Leeren der Glykogenspeicher, und dies ist jedenfalls bei Normalmenschen nicht möglich und ich bezweifele sehr, daß selbst Muskelmänner derart gewaltige Muskelglykogenspeicher besitzen, um 2-3kg Glykogen bunkern zu können.
        Bei einer HC-Diät ist ein auf das Konto des Wassers gehender Gewichtsverlust eigentlich nicht möglich. Die typischen Anfangserfolge der 2-4kg in einer Woche zeigen sich ja gerade bei den LC-Diäten. Es mag natürlich anders sein, wenn man sozusagen ungeachtet des glykogengebundenen Wassers übernomal aufgeschwemmt ist und durch die Diät bzw. damit einhergehende Ernährungsumstellung – warum auch immer – eine Entwässerung einsetzt.

        Wenn man den Gesamtverbrauch anhand der Kalorienaufnahme im Gleichgewicht ermittelt und wirklich exakt trackt, dann hat man in der Tat eine verläßliche Basis. Allerdings müßte man dann auch die Thermogenese herausrechnen, denn zwischen 10 und 30% der aufgenommenen Kalorien gehen ja schon für die Nahrungsverwertung drauf.
        Dennoch: Der Kalorienverbrauch durch Gymnastik und ähnliche Kurse wird häufig überschätzt. Im Netz findet man einige intelligente Abhandlungen über die Berechnung des Kalorienverbrauchs in Abhängigkeit von Alter, Anstrengung, Puls etc. Danach muß man für 300 kcal zusätzlich (denn das kommt ja über den „Normalverbrauch“ hinaus dazu, d.h. den Normalverbrauch muß man herausrechnen) schon sehr, sehr ordentlich und kräftig trainieren, schwitzen. Das ist mit etwas Gymnastik, Bewegung, nicht getan.
        Bei einem rechnerisch ermittelten Grundumsatz von ca. 1600 kcal und sehr zurückhaltend ermittelten Gesamtverbrauch von um die 2000 kcal ist trotz Einhaltens einer Kaloriengrenze von 1500 bis 1600 kcal der Gewichtsverlust derart extrem zäh, daß mir schon diese zurückhaltende „Berechnung“ als zu großzügig erscheint. Wenn sich über 4 Wochen dennoch kein definitver Gewichtsverlust einstellt und auch keine signifikanten Wassereinlagerungen bestehen – man sieht das ja schon z.B. an den Gelenken – dann muß man nach anderen Ursachen als Wasser suchen.

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      6. Mona

        Ach so, dann hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Das tut mir leid. Ich meinte nicht, dass die 7 kg reines Wasser sind und ich meinte auch nicht, dass es nur vom KH-Verzicht ist. Ich meinte das so, dass man in den ersten Wochen sowieso, egal wie man abnehmen will, viel abnimmt, was noch nicht unbedingt das Fett in kg ist und beim KH-Verzicht ist dieser Anfangsgewichtsverlust insgesamt noch größer als wenn man den Verzicht nicht durchführen würde. Bei manchen ist dieser Anfangsgewichtsverlust (alles zusammen, Darm, Wasser, sonstwas an Kleinigkeiten) vielleicht 1 kg, bei anderen halt mehr und meiner Erfahrung nach ist das immer mehr je mehr Übergewicht man hat.

        Ist jetzt nicht wirklich wissenschaftlich. Vielleicht mag sich ja jemand damit beschäftigen, was man alles in den ersten 2 Wochen an Gewicht verlieren kann, was nicht direkt das Fett ist.

        Für mich sind bis zu 7 kg plausibel. Wenn Fabi das Defizit von 1000 kcal eingehalten hat und jede Woche 1 kg abgekommen hat, nach zwei Wochen schon 9 kg runter hatte, dann müssen die 7 kg alles andere sein, also so ein Anfangsgewichtsverlust. In den weiteren zwei Wochen hat er wieder 2 kg Fett verloren, wenn er seinen Verbrauch und seine Aufnahme an Kalorien richtig geschätzt hat. Da sich das Gewicht kaum ändert, muss es irgendwas in die Richtung von Wasser oder Darminhalt sein.

        Aber ob die Verbrauchs- und Aufnahmekalorien wirklich stimmten, kann ich natürlich nicht wirklich sagen. Wenn sie stimmen, dann müsste im nächsten Monat wieder ein Gewichtsverlust zu sehen sein, auch wenn man sich z.B. mit Salz vollgefuttert hat.

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      7. Michael

        In dem Punkt hast Du natürlich recht: 9kg in zwei Wochen können bei 1000 kcal Defizit keine Fettabnahme sein. Snd es wirklich 1000 kcal Defizit, dann kann man wöchentlich mit 1kg Fettverlust rechnen. Gut, in dem Fall hätten wir nicht nur die weitgehende Leerung der Glykogenspeicher, denn anscheinend werden ja kaum KH zugeführt (da frage ich mich aber wirklich, wie das Kraftraining funktioniert – oder ist bereits Ketose eingetreten?). Sondern auch eine ziemlich weitgehender Reduzierung fester Nahrung, also eine weitgehende Leerung des Darms. Das muß man bei solchen „gewaltsamen“ Diäten halt am Ende berücksichtigen: Daß bei angepaßtem Normalessen wieder 3 bis 5 kg draufkommen.
        Dennoch, 7kg durch etwas Glykogen- und überwiegend Wasserverlust … das ist schon heftig.
        Wir wissen ja auch nicht, wie Fabi sich fühlt, ob etwa schon Symptome einer SD-Unterfunktion aufgetreten sind … Ich würde mal die Hormonwerte bestimmen lassen, zumindest aber die fT4- und fT3-Werte, denn wenn fT3 im Keller ist, dann wundert mich das Nichtabnehmen nicht. Und bei völligem Verzicht auf KH über 4 Wochen würde ich das Absacken von fT4/fT3 und auch Leptin erwarten.

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      8. Mona

        Ich weiß die Zahlen nicht mehr, die im Buch zitiert wurden, wie sich Schilddrüsenprobleme und andere Krankheiten auswirken, aber es ist ganz sicher nicht so viel, dass die Abnahme komplett stoppen würde, besonders nicht bei 1000 kcal Defizit. Es ist eher so, dass man auch mit den Krankheiten abnehmen kann. Natürlich sollte man sich behandeln lassen, wenn es Krankheitswert erreicht.

        Ich kenn das so, dass man nach ca. 4 Tagen in Ketose ist bei unter 20 g KH pro Tag. Die Fettdepots sind ja dazu da, dass sie bei Energiebedarf verbraucht werden, besonders wenn alles andere schon aufgebraucht ist. Bis die Enzyme, oder was man da alles brauch, komplett sich eingespielt haben und man auch wirklich sehr sportlich sein kann, dauert es natürlich viel länger. Aber bei 20 Minuten Bodyweight Workout dürfte es doch gar kein Problem sein.

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      9. Michael

        Das mit der SD ist keine Krankheit. Sondern eine Anpassung des Organismus, des Stoffwechsels, auf die verringerte KH-und Kalorienzufuhr und Fettverlust. Dazu gibt zahlreiche Studien, auch eine deuschsprachige Auswertung (wurde hier auf der Seite auch schon mal verlinkt) und wenn Du nach den Begriffen wie Leptin und Stoffwechselanpassung googelst wirst Du genug finden. Etwa auf den edubily- und aesir.Seiten. Fettverlust und/oder deutliche Kalorienzufuhr führt zum Sinken der Leptinausschüttung und dies bei vielen Menschen u.a. zum Absinken der T3- und T4-Produktion (auch weniger Testo), was sich dann wie eine massive SD-Unterfunktion darstellt. Und das heißt; Deutlich zurückgehender Energiebedarf mit allen Folgewirkungen. Und die Frage, ob sich dies unmittelbar mit 200, 400 oder 600 kcal auswirkt, ist müssig, denn wenn Du nur noch wie im Wachkoma herumhockst und wartest, bis die Zeit vergeht, dann verbrauchst Du auch deswegen weniger.
        Paradoxerweise können Menschen mit Hashimoto oder SD-Ufu sogar weniger betroffen sein, da sie ja meist ohnehin wenigstens T4, manchmal auch T3, extern zuführen.
        Wie schon gesagt: Anscheinend betrifft dies nicht jeden und auch nicht gleich schwer und man kann es – meine Erfahrung nach – durch KH-optimiertes Essen und KH-refeeds beeinflussen.
        Natürlich ist da ein gewisser Widerspruch zur LC- oder gar ketonischen Ernährung. Aber vielleicht praktizieren dies nur diejenigen, die von diesem Effekt nicht betroffen sind? Leider gibt es hier (noch) viel mehr Fragen als Antworten.

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      10. Mona

        „wenn Du nur noch wie im Wachkoma herumhockst und wartest, bis die Zeit vergeht“
        Wenn man soetwas merkt, dann sollte man auf jeden Fall etwas ändern und nicht stumpf weitermachen.

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    1. Mona

      Was vielleicht sein könnte:
      Die App berechnet die Kalorien nicht richtig bzw. hat es nicht ans neue Gewicht angepasst, was du da angegeben hast.
      Die 100 kg -Grenze ist manchmal so extrem für einen, dass man ohne es zu merken sich sabotiert oder vor lauter Stress Wasser einlagert oder nicht mehr auf Klo war. Wer weiß? Ich nicht.
      Es hilft ganz ehrlich zu sich selbst zu sein, ob man aus Versehen doch schummelt, und Geduld zu haben.

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  13. Michael

    Was soll dieser Kaffee mit Fett bringen? Sorry, aber das halte ich für groben Unfug, da hat jemand eine Marktlücke produziert oder entdeckt. Gerade bei diesem heftigen Kaloriendefizit von 1000 kcal – Mannomann – solltest Du dieses wirklich überflüssige Fett verzichten. Kaffee schwarz mit Süßstoff, das tut es auch, um bis zum Mittag/Nachmittag und der ersten Mahlzeit hinzukommen.
    Abgesehen von den üblichen „Verdächtigen“ – underreporting, falsche Berechnung des Verbrauchs, Wassereinlagerung (mißt du auch den Bauchumfang?) – könnte bei Dir eine Stoffwechselanpassung erfolgt sein.Ausweislich der Studien ist ein Leptinabfall und damit T3-Abfall schon nach drei Tagen feststellbar. Anscheinend alles individuell, nicht verallgemeinerungsfähig, aber nach meinen Erfahrungen sehr von der KH-Zufuhr abhängig. Ein regelmäßiger refeed-day mit viel KH (z.B. 400g) und natürlich kaum Fett, um den Kalorienbereich nicht zu sprengen, kann helden, auch wenn die tägliche KH-Zufuhr nicht unter 150 ..200g fällt. Klar, konzentriert man sich auf Proteine ist ein Kaloriendefizit leicht einzuhalten, aber es nutzt nichts, wenn sich aufgrund der heftigen Reduzierung der Stoffwechsel anpaßt.
    Anderer Studien belegen (angeblich) eine Anpassung, wenn man zusätzlich viel Energie durch Bewegung/Sport verbraucht/verbrauchen will. Aber ob man denen trauen kann …
    Trotz der positiven Erfahrungen der Autorin bin ich mittlerweile skeptisch, was dauerhafte & heftige Kaloriendefizite angeht.

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  14. Liebe Nadja, wie viel g Eiweiß pro Tag hast Du in etwa zu Dir genommen? Man findet so ziemlich alles von 0,8 g – 2,0 g, mal für jedes kg, mal nur für den körperfettfreien Anteil. Damit eben kein schleichender Muskelschwund mit der Abnahme einhergeht.
    Bei 115 kg ist alles über 1g ohne Eiweißpulver kaum mehr machbar. Und das schlägt kalorienmäßig fast immer mit ca. 370 kcal/100g Pulver zu. Wäre suuuuperdankbar für einen Tip, lg Claudia

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    1. Hera

      Dem schleichenden Muskelschwund wirkt man am Effektivsten mit Krafttraining entgegen. 🙂 Und da reicht auch schon Körpergewichtstraining.
      Ich habe bei mir persönlich schon beobachtet, dass sich (weil ich auch viel über Krafttraining und mitunter Bodybuilding lese) der Eiweiß-Wahn bei mir schon quasi als Fettlogik auswirkt, im Sinne von jeden Appetitsanfall als Eiweißmangel klassifizieren und dadurch mehr Kalorien als nötig aufzunehmen.
      Ich versuche meinem Hirn gerade beizubringen dass mehr als 1g/kg Körpergewicht (also Komplettgewicht) nur überflüssige Kalorien sind, wenn man nicht gerade eine tatsächliche MuskelmasseZUNAHME forciert.
      Und weil du das Eiweißpulver erwähnst: Mit denen habe ich bewusst aufgehört, weil sie mir schmecken (z.B. Casein mit Backkakopulver und Süßstoff dick angerührt, ergibt ja quasi Schokocreme) und ich mir super einreden kann „ist doch nur Eiweiß, kann ich quasi endlos zu mir nehmen“ – wie du siehst, Fettlogik lässt grüßen und ich nehme wunderbar zu mit Proteinpulvern.

      Ein Grund mehr als die 1g/kg Eiweiß zu konsumieren wäre für mich ggf. wenn die Proteinsättigung bei einem greift und man dadurch weniger Hunger/Appetit verspürt. Wenn man aber eher damit kämpft, die Proteinmenge kalorienmäßig unterzubringen, würd ich zuviel auf jeden Fall weglassen.

      Ist halt meine persönliche Erfahrung zu dem Thema 🙂

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      1. Hallo Hera, danke für Deine ausführliche Antwort. Die Thematik hat ein wenig an Relevanz verloren bzw. ich konnte sie für mich wohl passend auflösen: Ich liege aktuell bei in etwa einem g pro kg Körpergewicht. Und es scheint die richtige Menge zu sein. Mit dem Eiweißpulver komme ich gut hin – ich baue es sehr korrekt in meine täglieche Menge an kcal ein (zwischen 1.100 und 1.200 kcal/Tag). Damit bleibt dennoch genügend Spielraum für ‚richtiges‘ Essen. Und ja: Es hat bei mir enorm sättigende Wirkung, mehr mental…aber es funktioniert. Dass meine Muskeln über zwei Wochen lang ‚meckerten, lag wohl eher daran, dass ich es mit dem Gewichts- und Aus-dauertraining übertrieben hatte (nach dem Motto. Viel hilft viel – was mir öfter passiert und woran ich ernsthaft arbeiten muss). Man kann sich kein sattes kalorisches Defitzit verordnen UND gleichzeitig dem Körper Leistung abverlangen, die für ihn neu weil viel ist.
        Man wird „g’scheiter“ mit der Zeit…Herzliche Grüße, Claudia

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      2. Michael

        „…. und ich nehme wunderbar zu mit Proteinpulvern.“

        Auf einigen Seiten wird die Auffassung vertreten, daß man normalerweise mit Eiweißzufuhr nicht dick werde (ausgenommen wirklich abnorme Mengen), da Eiweß primär dem Zellaufbau diene und nicht der Energieversorgung …

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      3. Eiweißpulver: Ich hatte bei allen bisherigen Abnehmversuchen immer das Dilemma, dass ich Haarausfall bekam nach einigen Wochen. Seit FLÜ weiß ich, dass es wohl am Eiweiß lag (obwohl der Hausarzt immer auf Biotin und die VitaminB-Palette schwor). Da ich Probleme habe mit Milchprodukten (MAG sie einfach nicht) und auch nicht der Überfan von Fleisch bin, und weil ich einen erneuten Haarausfall vermeiden wollte – griff ich zu einem wirklich guten, hochwertigen Eiweißpulver (NICHT Almased!). Es enthält 90g Eiweiß auf 100g Pulver, so gut wie kein Fett und so gut wie keine KH. Ich fing in einem Moment an, als ich an massiven Wassereinlagerungen litt. Und Wunder über Wunder: Ich verlor in diesem Monat dann 6,5 kg. Es rutschte mir nur so von den Hüften. Aber ich denke, die Qualität ist wichtig (nicht im Drogeriemarkt gekauft) – und natürlich baue ich diese 2×190 kcal. in meine tägliche Zufuhr mit ein. Da der Körper wohl pro Mahlzeit nicht sehr viel mehr als 40 g Eiweiß auf einmal verarbeiten/aufnehmen kann, gehe ich auch eigentlich nicht groß darüber. Ich trinke keinen Shake, sondern mache mit zweimal am Tag damit ein leckerres „Brei’le“: Des morgens noch mit 25g zuckerfreiem Bio-Haferflocken-Nussmüsli darin, des abens solo…mit einer kleinen Dose kaltem Sauerkraut vorweg. Hört sich schräg an…aber ich LIEBE kaltes Sauerkraut, und es treibt die Verdauung ungemein an. Noch dazu hat es VitaminC, was auch ideal ist. Aber mei, jeder Körper tickt eben doch anders – glücklicherweise…und es ist an uns, herauszufinden, was uns individuell gut tut und passt.
        Lg an alle, Claudia
        PS: Habe gerade meinen Mann interviewt: Kraftsportler, macht mehrmals wöchentlich in Gewichten, aber auch Ausdauer…und der sagt auch, dass Eiweißpulver anscheinend Wasser-einlagerungen bei ihm bewirken. Jedenfalls glaubt er, damit langsamer Gewicht zu verlieren. Wird doch nicht wieder einmal an der Mann/Frau-Thematik liegen (grins)?!

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      4. Mona

        @Michael
        Was wolltest du uns denn damit sagen?
        „Auf einigen Seiten wird die Auffassung vertreten, daß man normalerweise mit Eiweißzufuhr nicht dick werde (ausgenommen wirklich abnorme Mengen), da Eiweß primär dem Zellaufbau diene und nicht der Energieversorgung …“

        Hera bezog sich wohl darauf, um zu sagen, dass man wohl zunehmen kann. Vor allem überschüssiges Eiweiß wird umgewandelt und ganz normal für die Bewegungsenergie und Körperwärme usw. benutzt. Die Umwandlung selbst ist etwas energieaufwändiger als aus Fett oder Zucker, aber trotzdem bleibt da noch genug übrig, um zunehmen zu können, wenn man zu viele Kalorien futtert.

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    2. Hera

      Bei 1100 kcal 115g Eiweiß unterzubringen ist eh eine ziemliche Leistung, find ich 😀
      Das Übertreiben mit dem Sport kenn ich auch nur zu gut 😉

      Wünsch dir viel Erfolg für dein Vorhaben!

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  15. Agnes

    Hallo, ich habe das buch mit grossem interesse gelesen und nehme aktuell auch mit circa 500 kcal pro tag ab. Ich bin allerdings auf die einnahme von neuroleptika angewiesen,habe durch diese keine heisshungerattacken,aber erlebe öfters stagnation. Hängt das mit den neuroleptika zusammen? Blockieren diese die abnahme?

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  16. Lenka

    Lese grad das Buch. Gibt es das nicht schon immer?! Da hieß es nicht Fettlogik sonder FDH. Fühle mich doch irgendwie angegriffen durch das Buch: Wenn du es nicht schaffst abzunehmen biste selber schuld zu luschi halt. Wie hast du das gemacht 1 Jahr nur 500 kcal, das ist sehr wenig Essen. Vor allem mit Familie kaum vorstellbar. Einen Widerspruch hab ich auch gefunden: du schreibst, du hast 2100 kcal gegessen und da dein Verbrauch 1900 kcal war haste jd. Monat 1kg zugenommen, Später schreibst: als ich noch 300 kcal täglich aß. Und heut kannst 3000 kcal an Sporttagen essen. O.K. ich bin neidisch, wie du das geschafft hast, so ganz ohne Durchhänger und Rückfälle nur mit Willenskraft, toll. FDH

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  17. Michael

    Nun, egal wie hoch die Kaloriendifferenz (sofern man nicht aufgrund Leptin, T3 usw. nicht eine Stoffwechselreduzierung erleidet) ist: Man muß es durchstehen,wie auch immer. Und dazu benötigt man Willenskraft. Umso mehr, je größer die Kaloriendifferenz und damit je geringer die kcal-Zahl, die man zu sich nehmen kann, ist. Das ist so, da braucht man nichts zu beschönigen. Schwache Charaktere verlieren eben, das Leben ist kein Ponyhof. 1/4 weniger ist mit entsprechender Überlegung und Planung machbar, auch über längere Zeit,auch wenn´s nicht wirklich Spaß macht, aber nur 1/5 bis 1/6 (vom aktuellen Verbrauch !!!) zuführen, wie unsere Autorin, ist wirklich sportlich, würde ich über mehr als ein paar Tage auch nicht schaffen, auch nicht wenn 1/4 meines Verbrauchs (besagte 500 ckal).
    Aber was soll das Gejammere? Ohne Kalorienverzicht, ohne Kalorienreduzierung geht es nun mal nicht, da hilft kein Heulen und kein Jammern, da muß man für sich einen Weg finden, egal wie. Der eine schafft es (weil er es körperlich hinbekommt, weil er entsprechend willensstark und leidensfähig ist) auf die härtere Tour, der andere muß es softer angehen lassen und braucht dafür einen (deutlich) längeren Atem. Ich habe es fast 10 Jahre letztlich erfolglos mit SiS versucht, und somit ohne wirklich Sinn und Verstand. Es gibt keinen Zauberspruch, es gibt kein Wunder, es gibt nur die harte Tour in einer für sich persönlich kompatiblen Weise, verbunden mit Verzicht, und dies dauerhaft.

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  18. Moppelmama

    Hallo Ihr Lieben,

    mittlerweile habe ich viele Wochen und Monate des Ausprobierens hinter mir und habe folgende Beobachtungen gemacht, die ich gerne mit Euch teilen moechte – vielleicht geht es ja jemandem aehnlich?

    Das Wichtigste zuerst:

    1) Fettlogik funktioniert. Durch Reduktion der Kalorienzufuhr kann ich mein Koerpergewicht tatsächlich reduzieren.

    2) Es funktioniert langsamer und zäher als es das eigentlich müsste.
    Grundsätzlich habe ich errechnet, dass ich bei meiner Größe und meinem Gewicht prinzipiell 2.400 Kalorien am Tag zu mir nehmen kann und damit mein Gewicht konstant halte.
    Reduziere ich aber, muss ich _weniger als 1.100 Kalorien essen_ um abzunehmen. Bei einer Zufuhr von 1.100 Kalorien und einer stark auf Eiweiß ausgerichteten Ernährungsweise nehme ich etwa 0.3 Kilo pro Woche relativ konstant ab.
    Ich ernähre mich beispielsweise wiefolgt: Morgens 1 große Tasse Kaffee mit 120ml Magermilch und 16g Zucker, mittags 320 g Skyr, nachmittags: Gebratenes Hähnchenfleisch mit Brokkoli.
    Diese 0.3 Kilo erscheinen mir zuwenig, wenn man den vorherigen Verbrauch und die zugeführte Kalorienmenge betrachtet. An meinen sonstigen Gewohnheiten (Bewegung, etc.) habe ich nichts verändert während der Diät; zum Tracken der Kalorien verwende ich fddb.

    3) Meine Körpertemperatur sinkt.
    Meine Temparatur ist durch unterbrechungsfreie Dauereinnahme der Pille konstant und liegt etwa bei 36.7 Grad. Etwa am dritten Tag der Diät fiel sie auf 35.9 und bleibt dort. Ernähre ich mich wieder normal ausgewogen steigt sie nach etwa 4-5 Tagen wieder auf 36.7 Grad.

    4) Sonstige Symptome kommen hinzu,…
    … und zwar von der wenig erfreulichen Sorte: Haarausfall, bleierne Müdigkeit bereits am Morgen und über den ganzen Tag hinweg, wirklich böse Albträume, depressive Stimmung.

    Grundsätzlich sollte ich hinzufügen (falls das wichtig ist), dass auch ich eine Hashimoto Thyreoiditis habe, scheinbar mit sehr schnellem Verlauf: 6 Jahre nach der Diagnose waren nur noch 2ml Gewebe insgesamt vorhanden und ich bekam L-Thyroxin 175.
    Es fühlte sich alles ein bisschen an wie Unterfunktion, daher ließ ich TSH kontrollieren: Der Wert liegt aber brav bei 0.9 (mit Werten unter eins fühlte ich mich bisher immer am wohlsten).

    Bitte werft keine Steine nach mir, aber für mich riecht das schon ein wenig wie „Hungermodus“ , obgleich es unter dem Strich ja funktioniert, denn ich nehme ab: Nur leider deutlich langsamer und mit mehr Nebenwirkungen als mir lieb sind.

    Aktuell ringe ich noch mit mir, ob es mir das wert ist: 15 Kilo wollte ich gerne abnehmen und würde bei diesem Tempo ein ganzes Jahr dafür benötigen.
    Ich habe Angst, dass ich mir nach diesem Jahr eine Perücke kaufen muss, wenn es so weiter geht… 😦

    Interessant ist, dass ich in meiner Schulzeit einmal 30 Kilo abgenommen habe, nach einem ähnlichen Schema wie Nadja: 2 Wochen 0-Diät aus Verzweiflung, dann Ohnmachtsanfall in der Schule, Tritt in den Hintern von meinen Eltern, danach 6 Monate FDH – fertig.
    Ich vertrete die These, dass der Stoffwechsel irgendwie „gepusht“ wird, wenn man eine Zeit lang fastet (ist nur ein Gefuehl, belegen kann ich das in keiner Weise).

    Geht es jemandem hier ähnlich, besonders was die Nebenwirkungen anbetrifft? Habt Ihr ein Gegenmittel gefunden?

    Danke und liebe Grüße.
    Moppelmama

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    1. Hallo Moppelmama, das mit dem Haarausfall hatte ich bei früheren Anläufen immer dann, wenn ich zu wenig Eiweiß zu mir nahm. Nadja erwähnt in FLÜ, dass sie bei einem Gewicht von um die 105 kg ihre Eiweißzufuhr auf 150g am Tag erhöhte (nach Rücksprache mit der Ärztin).
      Auch diese bleierne Müdigkeit, Schwere hatte ich früher. Und es war defintiv Eiweißmangel. Ich habevor gut 3 Monaten mit fast 127 kg angefangen – und bin jetzt, drei Monate und 7 Tage, bei 107 kg. Solch einen Verlust hätte ich früher ohne Haarausfall nicht geschafft. Oder ohne total geschafft zu sein. Aktuell liegt meine Eiweißaufnahme bei rund 1 g pro kg Körpergewicht. Und Haarausfall oder bleierne Schwere in allen Gliedern habe ich nicht mehr. Das plagte mich vor ca. 3 Wochen während eines Plateaus – und diesmal habe ich einfach auf FLÜ gehört und analog Fr. Dr. Hermann Eiweiß tüchtig erhöht. Passt.
      Machst Du denn ggf. viel Sport aktuell?
      300g Gewichtsverlust pro Woche ist wenig. Bei mir liegt er zwischen 1,2 und 1,5 kg. Aber, wie gesagt: Hatte ein Plateau vor einiger Zeit, und erst nach tüchtiger Erhöhung der Eiweißzufuhr rutschte das Gewicht wieder spürbar nach unten. Hoffe, dass Dir das ein wenig geholfen hat,
      lg, Claudia

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      1. ähhh…weiß nicht, was da gerade passiert ist – wollte Moppelmama antworten und sah im Wegdrücken, dass es als Antwort an Michael ging…sorry!!! Also, Moppelmama, habe Dir etwas geantwortet, alledings unter „Michael“…so ein Blödsinn…

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      2. Moppelmama

        Liebe Claudia,

        vielen Dank für Deine eErfahrung! Einen Protein-Mangel kann ich (leider) ausschließen als Übeltäter – ich habe streng darauf geachtet, immer meine 75g Protein zusammenzubekommen. Wenn der Hühnchenberg mal nicht reichte, habe ich mit Pulver nachgeholfen.
        Der wahre Übeltäter ist aber wohl gefunden, er heißt T3…. 🙂
        Danke!! und liebe Grüße,
        Moppelmama

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    2. Michael

      Lies bitte, was ich in diesem Fred dazu – „Hungerstoffwechsel“ – mehrfach geschrieben habe. Deine Symptome klingen für mich sehr nach der selbst erlebten Reduzierung der Leptin-Ausschüttung und daraus folgender Reduzierung der T4-T3-Konversion (es sei denn, daß Deine Mikronährstoffe im Keller sind, z.B. Kalzium D3, Magnesium, Eisen, was bei nur 1100 kcal oder weniger schnell gehen kann). Um Sicherheit zu gewinnen solltest Du einen Bluttest machen und vor allem die einschlägigen SD-Werte prüfen lassen; damit meine ich vor allem ft3. TSH kannst Du vergessen, das ist eigentlich nur der Autoimmunmarker. Hier geht es darum, ob aus dem zugeführten T4 (denn bei einem TSH von 0,9 produziert Deine Rest-SD überhaupt nichts mehr) ausreichend T3 erzeugt wird; wenn nicht – warum auch immer – spircht man von einer Umwandlungs- oder Konversionsstörung (-> googlen). Wenn Dein Arzt damit nichts anfangen kann: Arzt wechseln. Ich wäre nicht überrascht, wenn Dein T3-Wert wesentlich niedriger ist als vor der Diät bzw. zu der Zeit. als es Dir noch gut ging. Dagegen gibt es nur drei Mittel:

      1. Diät beenden
      2. saubere refeed-days mit viel KH aber nicht allzu viel kcal einlegen (s.o.)
      3. Zusätzlich zum T4 auch T3 (Thybon) verschreiben lassen und schlucken. Gleich die 100er Packung des Thybon 20. Ich brauche vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen jeweils 20ug (dann 1/2 Stunde nichts essen), dann geht es mir gut. Wenn Dir Dein Arzt kein T3 verschreiben will: Arzt wechseln oder Privatrezept für 100er Thybon 100 und übers Netz kaufen, kostet um die 50. Die Pille kannst Du gut 1/4ern, auch 1/8 geht grade noch, und ob Du 20ug oder 25ug ist schnuppe (bzw. die Dosis ist ohnehin individuell unterschiedlich).

      Der einfachste Weg ist das Einwerfen von T3. refeed-days haben den Vorteil, daß ein temporär ansteigender Leptin-Pegel auch alle anderen Folgen temporär mildert. Aber das verringert natürlich den Abnehmerfolg. Andererseits kann es für den, der nicht dauerhaft so sehr diäten kann wie Du mit 1100 kcal (schon hart), sehr hilfreich sein, sich ein- oder zweimal wöchentlich den Hals mit Spaghetti vollzustopfen, bis sie aus dem Mund kommen (für 400 g KH in Form von Spaghetti muß man schon was essen …).

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      1. Mona

        Sind 400 g KH an einem Tag nicht ein bisschen sehr viel?
        Wenn man über 250 g KH kommt ist doch schon genug nach meinem persönlichen Gefühl.

        Konntest du das irgendwie berechnen? Gibt es jemanden, der begründet, wieso es so viel braucht für einen KH-Refeed?

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      2. Michael

        Leider ist die Studienlage zu Leptin alles andere als erschöpfend und eindeutig. Es betrifft anscheinend nicht jeden und ebenso ist nicht wirklich gewiß, ob es an KH oder an kcal hängt. Und refeeds sind ohnehin eine Spezialität der Bodybuilder. Unklar ist auch, ob man etwa durch verstärkten Sport an den refeeds die negativen Auswirkungen gering halten und dennoch den positiven Effekt behalten kann.
        Lies Dich halt mal in die Thematik ein, aber paß auf, auch da wird viel Bro-Science verzapft
        .
        Die 400g KH sind das, was bei mir funktioniert und 2-3 Tage „gehalten“ hat. Ich hatte den Eindruck, daß es insgesamt besser wurde und die refeeds länger hielten, wenn ich während der Diät-Tage wenigstens 150g KH zugeführt habe.
        Probiere es einfach aus. Mehr und viel ist in dem Fall anscheinend besser. Und 1kg, 1,5kg gekochte (!) Spaghetti am Tag zu essen ist doch auch mal schön. Nur eben ohne Fett, keine Olivenölsauce, keine Pesto, das hat viel zu viel Kalorien. Die 400g sind ja schon 1600 kcal, da bleibt bis 2000, 2200 nicht mehr viel für EW und das nicht vermeidbare Fett. Im BB-Bereich wird zwar die Meinung vertreten, daß man an den refeeds es auch kalorienmäßig krachen lassen könnte, aber ich halte das für kontraproduktiv. Wenn man das Leptin auch nur mit KH mit nicht allzuviel kcal pushen kann, sollte man es dabei belassen. Aber wenn es nur mit viel KH nicht hilft, dann muß man es halt auch mal mit viel kcal probieren,so 150% vom Bedarf.

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      3. Moppelmama

        Lieber Michael,

        ich möchte Dich gerade einfach nur umarmen…
        Postwendend bin ich zum Hausarzt spaziert und habe die freien Werte nachbestimmen lassen (musste am Montag eh zur Blutkontrolle).
        Das unglaubliche Ergebnis: Mein seit 15 Jahren super stabiler fT3 ist plötzlich um 0.8 Punkte gesunken. Er liegt nun bei 2 Komma irgendwas, wohl noch nicht richtig schlecht aber unter dem von mir gewohnten „Normal-Wert“.
        Der Arzt hat mir sofort Thybon aufgeschrieben (soll mit 20 µg 1-0-0 anfangen), in drei Wochen soll dann das Blut nochmal kontrolliert werden, insb. ob das TSH dann zu niedrig fällt.

        Das mit dem Refeed würde ich additiv gern ausprobieren – wer will schon Schoki zum Frühstück, wenn man auch leckere Pasta haben darf 😉

        Vielen, vielen Dank!!!!
        Liebe Grüße,
        Moppelmama

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  19. Michael

    Freut mich sehr, daß ich Dir etwas helfen konnte. Ich selbst war etwa einen Monat im Wachkoma (tagsüber), bin ich die Ursache und Lösung gefunden hatte, und dann war es noch aufwendig, meine Hausärztin davon zu überzeugen.
    Wobei die Meßwerte von z.B. T3 natürlich so eine Sache sind. Es gibt den Referenzbereich, der überdies von Labor zu Labor etwas unterschiedlich ist, aber schon grundsätzlich nichts darüber aussagt, was nun wirklich „gut“ oder „normal“ im Sinne eines „normal für gut funktionieren“ ist, sondern nur beschreibt, welche Werte in der Praxis bei nicht offensichtlich kranken Menschen gefunden wird. Die meisten – das möchte ich mal so behaupten – Ärzte glauben aber, daß alles o.k. sei, wenn man sich in diesen Referenzbereichen bewegt. Und beachten nicht, woher diese Werte kommen, wie sie zustandekommen. Und berücksichtigen nicht, wie sich die Patienten fühlen. Denn DIES ist das wesentliche, jedenfalls wenn man die krassen Wachkoma-Symptome hat. Das ist nicht psychosomatisch. Jemanden, der die Symptome eines zu niedrigen T3-Pegels hat UND einen unterdurchschnittlichen oder geringeren T3-Wert als früher, einfach auf den Referenzbereich zu verweisen, ist grob falsch. Da ist vielmehr Ursachenforschung angesagt und wenn dies in Zeiten einer krassen Kalorien- und/oder KH-Reduzierung auftritt, dann sollte man diesen –
    durch Studien dokumentierten – Zusammenhang schon erkennen. Dabei hilft auch, den T3-Wert relativ zu betrachten, „umzurechnen“ (ein hochtrabendes Wort) in einen relativen Wert. Wenn man dann feststellt, daß der eigene T3-Wert z.B. um 50% gefallen ist … dann sagt auch ein Arzt „oha“.
    Du kannst das Blut zwei Tage später kontrollieren lassen. T4 hat zwar eine Halbwertszeit von ca. 19 Tagen, T3 dagegen nur von ca. 19 Stunden. D.h. Du mußt nicht langwierig herummachen, die Wirkung spürst Du nach einem Tag. Das Problem dabei ist natürlich auch das Anfluten des Hormons, wenn die Wirkstoffe resorbiert werden. Dies kann zu Symptomen wie SD-Überfunktion führen. Daher würde ich an Deiner Stelle die Dosis zweiteilen. Aufgrund des typischen Konversionszyklus wirkt abends meist mehr T3 als tagsüber. D.h. es ist günstiger, die Hälfte der Tagesdosis vorm Zubettgehen zu nehmen und die andere Hälfte nach dem Aufstehen – und daran denken, nicht nach dem Essen, nüchtern, und danach wenigstens 30min nichts Essen, auch keinen Kaffee, sonst kann man die Pille auch gleich wegspülen.
    Da jeder Mensch verschieden reagiert würde ich auch erst mal mit 2x5ug anfangen, also zwei mal eine Viertel Tablette. Dies zwei Tage lang. Genügt die Wirkung nicht, dann verdoppelst Du die Dosis. Etc. Wenn zuviel dann zurück und nur 50% mehr. Oder mit den Einzeldosen spielen. Nach 6, spätestens 8 Tagen hat Du Deine Dosierung jedenfalls grob (auch da sind die Menschen verschieden, die einen reagieren sensibel, die anderen stecken alles weg) gefunden. Was dann die Blutwerte sagen ist wurscht, entscheidend ist allein, wie Du Dich fühlst.
    Da ich ziemlich am Ende meiner Diät angelangt war habe ich den Aufwand mit den refeeds nicht mehr betrieben. Da war mir wichtiger, zu einem Ende zu kommen. Aber wenn noch eine lange Zeit des Diäten vor einem liegt, kann das regelmäßige pushen der Leptin-Produktion von Vorteil sein. Leider, wie gesagt, ist die Studienlage nicht so, daß man da eiserne Wahrheiten und Gewißheiten gewinnen könnte, und auch das, was die Profis von z.B. edubily dazu sagen, gibt letzten Endes keine perfekte Handlungsanweisung.
    Wenn du den Nerv dazu hast, dann kannst Du auch mal KH-lastige und kalorienlastige refeeds ausprobieren und testen, was besser und länger bei Dir wirkt. Nur, ich sage es noch mal, Fett am refeed-day absolut reduzieren (wer Omega-3-Kapseln einwirft hat ja eh schon Fett). Fettzufuhr wirkt sich beim Leptin nicht aus, da sind die Studien eindeutig, und verringert den Spielraum bei der Zusammenstellung der KH bzw. kcal. Chris von edubily berichtet eine gute Wirkung von Feigenmarmelade, aber da würde ich eher darauf tippen, daß es der „Zuckerschock“ ist.

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  20. Ralf

    Ich hätte eine Frage zur „Fettlogik“.
    Wie wird Alkohol von der Autorin eingestuft?
    Genügt es die Kalorien zu berücksichtigen oder wirkt sich Alkohol generell negativ auf die Fettverbrennung aus?
    Um es konkret zu machen. Nehme ich mit 500 Kalorien durch Orangensaft mehr, weniger oder gleich viel zu verglichen mit 500 Kalorien durch Bier oder Wein?

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    1. Michael

      Hierbei entscheiden wohl grds. die Kalorien. Allerdings hemmt Alkohol in der Tat die Fettverbrennung, da sich die Leber vorrangig um Alkohol – da Gift – zur Entgiftung „kümmert“. Allerdings: Letztlich muß der Körper in Betrieb sein, es wird also so oder so die gleiche Menge an Energie verbraucht und die muß ja irgendwoher kommen – bilanziell ist es weitestgehed egal, ob die Energie aus der Fettverbrennung gewonnen wird oder aus der Verstoffwechselung des laufenden intake (ja, man kann jetzt argumentieren, daß die Umwandlung von Glukose in Fett und später die Verbrennung dieses Fett insgesamt verlustreich ist und es damit energetisch ungünstiger – also für das Abnehmen günstig ist – erst Fett zu bilden und dieses später zu verbrennen; allerdings habe ich dazu noch nirgends eine seriöse oder belastbare Berechnung gefunden). Wobei vermutlich ab einer gewissen Menge an Alkohol die körperliche Aktivität auf der Strecke bleiben und damit der Energieverbrauch zurückgehen wird. Wenn wir aber von einer Flasche Bier zum Abendessen – ca. 250 kcal – reden, dann dürfte es sich gleich bleiben, da dann üblicherweise so oder so keine nennenswerte körperliche Aktivität mehr stattfindet. Und in Hinblick auf den im Orangensaft enthaltenen Zucker (vermutlich mehr als überreichlich Fruktose, wie es halt so ist) würde ich persönlich die Flasche Bier vorziehen. Und bei der üblichen Abbauraten sollte der Alkohol eines um 20.00 genossenen Biers beim Schlafengehen längst abgebaut sein, so daß man sich über das Wachtsumshormon etc. keine Gedanken zu machen braucht. Bei Abkoholabusus sieht das natürlich anders aus, aber dann hat man ohnehin andere Probleme als zu geringe Fettverbrennung.

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  21. Michael

    @ Moppelmama:
    Ich lese gerade noch mal Dein letztes post und stolpere über die „leckere Pasta“:
    Ob die Pasta so wirklich lecker ist … Gemeinhin kommt der Geschmack ja von der Soße und typischerweise suppt hierbei reichlich Fett als Geschmacksträger umher. Das ist aber TABU. Die Pasta, die ich beim Refeed genossen habe, dürfte vermutlich alle Gourmets verscheuchen, denn dies war im Kern nur Tomatenketchup mit Knobi und Oregano, Basilikum, Kohlrabiblätter etc. Kein Öl, keine Sahne, nichts fettiges. Mir hat es zwar geschmeckt, aber ich bin auch weniger als Gourmet denn als Gourmant bekannt. Daher ist aus meiner Sicht ein „effektiver“ Refeed nur etwas für Hardcoreesser.

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