Fragen an meinen Mann – Teil 2

… ohne große Worte … hier Teil 2 eurer Fragen an meinen Mann 🙂

  • Wurdest du/dein Mann auf ihr Übergewicht angesprochen? Also im Sinne von ,,hey findest du sie noch aktraktiv so?“
    Und was war die bissigste Bemerkung die mitbekommen hast?
  • Hat sich (also ganz konkret aus Lebenspartner-Sicht) emn in Wesen verändert? Also, hat das die Beziehung beeinflusst? z.B. Selbstbewusstsein, Freizeitaktivitäten und insbesondere „Serien auf dem Laufrad statt auf dem Sofa schauen“, etc
  • Hat dein Mann dein Buch gelesen? Liest er auch deinen Blog? Was fühlt/denkt er über seinen eigenen BMI?
  • Wie überrascht war er als du die ganzen Statistiken interpretiert hattest und welche fettlogiken hat er selber über Bord geworfen?
    Hat er gesagt: Liebes 500 cal ist zu wenig und musstest du Überzeugungskraft einsetzen?
    Hatte er jemals Drohungen seitens der Diät Industrie gegen dich befürchtet?
  • Hast du das Buch Fettlogik überwinden vor der E.Bookveröffentlichung gelesen? Oder vor der Taschenbuchveröffentlichung? Hast du geahnt, dass es mal ein Bestseller werden wird? Ist dir bewusst, dass das Buch Fettlogik überwinden das Leben sehr vieler Menschen sehr stark zum positiven verändert hat?
  • Nervt es ihn nicht ab und zu das es immer um das Thema Ernährung, Sport und abnehmen geht? Hat er überhaupt das Gefühl, dass es nur noch um Essen und Sport geht?
  • Hat sich euer freizeitverhalten verändert, seid ihr quasi einfach aktiver (Rad statt Auto), spazieren statt Kino, haben sich Freunde / Urlaubsorte verändert usw. Es wird sich bestimmt nichts fulminantes verändert haben (oder doch?) mich würden eher so die kleinen Sachen interessieren, die ja mit deinem ursprünglichen Ausgangs Gewicht nicht so leicht möglich waren nehme ich an.
  • hast du eine Generalerlaubnis für all die Cartoons „EMN & Kerl“ gegeben oder wie macht ihr das praktisch? Du bzw. eure Beziehung führt ja quasi auch noch ein online-Leben, ohne dass du selbst aktiv bist. Ich finde da jetzt nichts diskreditierendes unter den Cartoons, die ich gelesen habe, stelle es mir aber auch nicht ganz so einfach vor.
  • Wie geht er mit deiner Populariät um? Nervt es?

Das Leben mit meiner Holden, ich glaube viele stellen sich es spannender vor als es ist. Wir harmonieren gut bei unseren Freizeitaktivitäten, die auch weiterhin oft aus Internet und Serie bestehen. Früher kam noch impulsives Essen dazu, was uns auf unseren Weg in die Top 100 brachte. Wirklich was gesagt hat damals niemand, vor allem weil man uns später auch nur so kannte und weil ja alle nette Menschen sind. Die Abnahme wurde eher besprochen, mit Skepsis oder Sorge um die Gesundheit, später fragend wie man es selber schaffen könnte.

Dass Nadja sich verändert hat? Da kann ich nur entschieden „Jain“ sagen. Einerseits sind Ängste und Hemmungen weg, die sie belasteten und einschränkten (Ergänzung: Ich wurde irgendwann ziemlich unsicher bezüglich meiner körperlichen Belastungsfähigkeit, weil ich oft umknickte, beim Laufen Schmerzen bekam o.ä., schon bevor die Kniesache wirklich anfing – ich sagte also öfter Unternehmungen ab, weil ich nicht sicher war, ob ich sie körperlich schaffe), aber das sie sich nun persönlich stark verändert hat, das sehe ich nicht so. Ich denke sie ist nun eher mehr sie selbst als vorher. Mit der Einarbeitung in der Thematik hat sie eine Berufung gefunden, ein Thema das immer mehr zentraler für sie wurde, aber es beschränkt sich nicht nur auf Sport und Essen, wie man aus den Comics sieht. Und auch wenn es nicht so mein zentrales Themengebiet ist (Ok, Essen schon), finde ich die Themen meist ebenfalls spannend. Unser Alltag hat sich unterm Strich nur wenig verändert. Außer das wir oft unterschiedliche Sachen essen und eben ’ne Seriensession mit dem Crosstrainer machen. Neu ist, das nun aktivere Sachen als Freizeitunternehmungen wieder möglich sind. Vor allem Radtouren. Unsere Tour am Bodensee war einfach vorher nicht möglich. Und sie zeigte mir, wie weit sie mich mittlerweile überholt hat.

Als sie damals ihr Buch schrieb, war ich einer der Korrekturleser und war überrascht wie gut es sich las und wie ich anfing selber zu reflektieren. Als Nadja selbst abnahm, hatte sie schon viel von meiner Skepsis abgebaut, dennoch (und das kann man nicht oft genug betonen) beruhigte es mich, das sie sich immer ärztlich überwachen ließ, denn Mängel sind nun eine Gefahr bei stark reduzierter Nahrungsaufnahme. Tatsächlich hatte ich mir selbst davor um so etwas keine großen Gedanken gemacht, deswegen waren da wenig Mythen die abgebaut werden mussten. Ich hatte nur einmal versucht Kohlenhydratfrei abzunehmen, was darin resultierte das es mich dermaßen nervte und ich so übellaunig wurde, dass mir Nadja Nudeln kochte. So gefiel mir das Buch gut, klang vernünftig und überzeugend. Aber Bestseller? Wer denkt denn an sowas?

Ich kann es bis heute kaum glauben, wie sich das ganze entwickelt. Den Blog und die Comics lese ich natürlich auch. Meist bin ich bei den Comics ja das Testpublikum („Wenn DU das verstehst…“) und bei den EMN und Kerl speziell meist eh. Oder ich kriege gesagt das DER Spruch ein Comic wird. Und manchmal überrascht sie mich und ich sehe es erst online. Also wirklich Mitsprache habe ich da nicht.. aber in die Pfanne hauen will sie mich ja nie.

Von dem großen Rummel halte ich mich eher fern. Ich war nie (nicht persönlich nehmen) Fan von Onlineforen und Diskussionen, die nerven mich meist. Ansonsten ist ihre Popularität wirklich toll, ich sehe aber auch wie viel Arbeit für sie drin steckt. Das ist auch das woran ich mich gewöhnen muss, denn an sich arbeitet sie so gesehen immer, ich erkenne es nur nicht immer, wenn sie auf dem Sofa scheinbar sinnlos im Internet surft. Aber auch wenn sie das manchmal etwas nervt, stört mich das nicht (Ergänzung: Das sind die Momente, in denen ich hoch konzentriert irgendwas schreibe und er reinkommt und anfängt, mich mit einem lustigen Video oder der letzten Online-Partie vollzuquatschen^^)

Das einzige was mich an dem Ganzen selber stresst, wenn es Leute gibt, die vergessen, dass sie auch nur ein Mensch ist, dass sie Shitstorms und was auch immer direkt abbekommt. Vor allem, weil ich ihr da kaum helfen kann (außer mit kontraproduktiver Schokolade). Mich freut es vor allem, das sie wirklich Menschen helfen kann oder zumindest zum Nachdenken bringt. Dass es so viele sind, ist fast schon unglaublich, aber toll (Ergänzung: Das sind die Momente, in denen er zockt und ich reinkomme und ihm die neuste Amazonrenzension vorlese , mich über einen gemeinen Kommentar echauffiere oder ihn mit einer netten Nachricht vollquatsche^^)

Fragen an meinen Mann – Teil 1

Wie angekündigt hat mein Mann sich an eure Fragen gesetzt und die erste Hälfte beantwortet (ich habe sie etwas thematisch gruppiert, also der Teil über unser aktuelles Leben kommt noch).

Für mich war es ehrlich gesagt ein bisschen ungewohnt, ihn als Gastschreiber zu haben, denn wo ich bei anderen Gastbeiträgen ganz entspannt bin, hatte ich hier immer das Bedürfnis, reinzugrätschen („Was? So war das doch gar nicht….! Weisst du nicht mehr, das war soundso!“) aber da es um seine Perspektive geht, habe ich mich in Zurückhaltung geübt. Mein „Schatz, du sollst keinen Ratgeber schreiben, die Leute wollen bloß deine Erfahrungen lesen!“ wurde schließlich mit einem „Ich will aber meine Weisheit weitergeben!!!“ quittiert 😀

Und da sowohl Mann als auch Leserschaft meine Zensur des Originaltextes kritisiert haben, kommt nun als erstes die unveränderte Rohversion 🙂

Mein Leben mit Erzählmirnix.

Viele kennen mich als „der Mann“, ich glaube aber mehr von euch einfach als „Kerl“, vor Allem wenn ich mal wieder ’nen Spruch gemacht hab und der vercomict wird. Und ihr kennt auch Nadjas Geschichte, wie es dazu gekommen ist das sie abnahm und durch ihre Erfahrungen ihr Buch geschrieben hat. Aber wie war es, dabei zu sein? Mit ihr wortwörtlich durch Dick und Dünn zu gehen? Stellt euch eine angenehme Märchenonkelstimme vor, hier nun Kerls Zusammenfassung inklusive einem kleinen Perspektivwechsel:

„Wie konnte es soweit kommen.“ Das war eine Frage, die ich mir vor ein paar Jahren gestellt hatte. Weniger händezusammenschlagend dramatisch, sondern eher als eine wirklich nüchterne Frage. Auslöser waren die massiven Knieprobleme Nadjas die uns die Fragen stellen ließen, an die wir davor nie gedacht hatten: „Was ist der Preis eines solchen Gewichts“. Schmerzen, Immobilität, immer stärkere Einschränkungen. Davor war es irgendwie nie ein Thema. Das wir beide innerhalb unserer ersten Jahre gut zunahmen, sahen wir bestimmt, aber realisierten wir nicht wirklich, es war kein direktes Problem. Wir aßen gern, waren Couchkartoffeln und harmonierten gut so zusammen. Es gab andere Probleme, die uns völlig reichten. Arbeit, Fernbeziehung, mein Nachziehen und Einarbeiten an neuer Stelle. Dann das neue Haus. Es war immer etwas. Die Zunahme, wenn man sich täglich sieht, hat was schleichendes. Man sieht es, aber auch nicht. Und vor Allem, es war erst mal nicht wichtig oder gar dramatisch.

Das neue Haus brachte dann auch mehr Bewegung in unser Leben. Und damit kamen die Probleme ans Tageslicht. Der Körper wurde belastet und nach kurzer Zeit ging es mit dem Knie los. Es zog sich lange hin, bis wirklich klar war, was die Ursache und auch die Lösung für die massiven Schmerzen war. Für Nadja war es der dringend nötige Impuls, nach einer Lösung zu forschen und sich intensiv immer mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Das Ergebnis habt ihr gelesen und seht ihr auf ihrer Seite.

Für mich war es anders. Ich habe den Luxus, das ich trotz meines Übergewichts gut im Leben klarkomme (bisher). Klar, man merkt es schon hier und da, aber das ich keinen klassischen Freizeitsport betreibe stört es nicht wirklich. Es führte dazu, das bei mir der Wille fehlte, es wirklich durchzuziehen. Dabei hatte ich an sich andere Faktoren, die mich hätten motivieren können. Mit Nadjas Immobilität war klar, das ich da einspringen musste, was bei ihr nicht mehr ging. Und mit Verschlimmerung der Geschichte wurde es immer mehr. Diese Last, dieses „Funktionieren müssen“, sollte ja Anreiz sein, sich selbst in Topform zu halten, damit das auch gewährleistet bleibt. Aber leider war diese Bürde eher lähmend. Was ist, wenn Nadja was passiert? Kann ich ihr dann helfen und wie? Was ist, wenn mir etwas passiert? Wie geht es weiter?

Glücklicherweise lief es dann besser als erwartet. Mit eisernem Willen und Ausdauer kam Nadja wieder in den grünen Bereich und ich unterstützte sie. Und sie zog mich sogar 20 Kilo mit (von denen ich mir allerdings 10 mittlerweile wiedergeholt habe).

An sich kann ich an all die Partner nur eines sagen: Abnehmen selbst ist hart. Es erfordert Disziplin, Durchhaltevermögen und Frustresistenz. Man kämpft an sich schon genug gegen den inneren Schweinehund, doch auch von Außen gibt es Gegenwind. Und da kann man bzw sollte man als Freund/Partner helfen. Vieles findet im Alltag statt: Versuchungen, soziale Verpflichtungen oder die alltäglichen Ritale. Sie alle haben dazu geführt, das die ein Abnehmwunsch mehr oder weniger freiwillig entstand. Dass sich da was ändern muss, ist logisch. Es wird grade für den Partner die Erkenntnis kommen müssen, das sich das Leben auch für ihn selbst, auch wenn er nicht abnehmen will oder muss, stark und an sich für immer ändern muss. Denn der Lebensstil und der Einfluss den man als Partner oder Freund hat, kann sowohl helfen, aber auch alles wieder in alte Bahnen lenken.

Man sitzt diesbezüglich im selben Boot. Aber das hat man sich ja irgendwie ausgesucht.

Ich selbst habe vor, meine letzten 20 Kilo anzugehen. Ganz im Sinne des Neujahrsvorsatz. Und auch wenn viele munkeln werden, ich hätte ja dafür den besten Partner überhaupt, denen muss ich leider sagen: Es kann einem so viel wie möglich geholfen werden. Es durchzuziehen, das muss man ganz alleine.

In dem Sinne: Lebt glücklich! Und Gesundheit ist nun mal ein Teil davon.

Und nun der Teil mit den Fragen:

Eigenes Gewicht/Eigene Abnahme:

  • Mich würde interessieren, ob er als Mann andere blöde Kommentare zum Thema ÜG, Diät und abnehmen bekommt als du als Frau.
  • Mich würde wahnsinnig interessieren wie/ ob euer Freundeskreis (oder auch die Verwandtschaft) auf die Zunahme reagiert hat. Wurdet ihr je damit konfrontiert, dass ihr zunehmt?
  • Wie geht es ihm selbst mit seiner Diät? Welche Strategie wählt er für sich? Was motiviert ihn besonders zu den Veränderungen?
  • Jetzt, wo er offiziell auf Diät ist, zählt er da Kalorien, oder macht er etwas anderes?

Ich glaube unter Männern ist Gewicht schon irgendwie ein anderes Thema, wobei man das doch nicht verallgemeinern darf. Vielleicht eher, das Männer direkter damit umgehen und das auch nicht so verletzend empfinden bis zu einem bestimmten Rahmen natürlich. Dazu muss ich sagen, das mein Team sehr familiär ist und wir uns alle untereinander gut verstehen. Ich glaube das ganze wird eher über die Nahrungsaufnahme festgemacht. Als ich zunahm, ist das eher weniger registriert, bzw. thematisiert worden. Man ist halt ein großer Kerl, man isst gerne, warum ein Sixpack, wenn man sich ein Fass leisten kann,… Denke die Meisten wissen wie das so abging, neckend aber nicht böse und ich nehme mich da gar nicht raus. Als ich anfing weniger zu essen und über Kalorien sprach, wurden zum einen natürlich Witze darüber gemacht, ob ich wirklich satt werde oder ob ich die Banane wirklich essen sollte. Wenn ich mal schwach wurde, natürlich auch. Aber dazwischen gab es auch Gespräche darüber, wie und ob man abnehmen oder fitter werden könnte. Als ich meine ersten 20 Kilos runter hatte, wurde das aber auch wohlwollend erwähnt. Die 10 Kilo zurück dann eher ignoriert oder gar nicht wahrgenommen.

Generell musste ich feststellen, das kontrolliertes Essen eine erhebliche Umstellung bedeutet, vor allem in einem anstrengenden Berufsumfeld. Der Kern von Nadjas Buch war auch mein Ansatz: Eine negative Kalorienbilanz. Zum einen nicht mehr so viel essen und gleichzeitig mehr verbrauchen. Und in den Jahren habe ich versucht das unterschiedlich umzusetzen. Fitnessstudio war eine gute Sache, bis ich mich verletzte und wochenlang nicht mehr hinging, dazu verschob sich meine Schichtarbeit immer mehr auf späte Schichten, der Fluch des Dienstleistungsgewerbes. Dazu muss man sich überlegen wie man im Alltag seine Kalorien kontrolliert, denn das Fehlschätzen das Nadja thematisiert, trifft wirklich zu. Eine Zeit lang habe ich auch Kalorientagebuch geschrieben, aber ich muss zugeben, es hat mich dann doch sehr genervt. Zumal man ja, wenn man nicht noch mehr Zeit investiert zum Vorkochen oder ähnlichem, irgendwann nur noch schätzt (was aber auch noch besser ist als gar nicht drauf zu achten). Zur Zeit kontrolliere und protokolliere ich täglich mein Gewicht und motiviere mich so, zumindest essenstechnisch Maß zu halten. Und auch wenn es nach Klischee klingt, dieses Jahr muss wieder mehr Sport her.

Generell muss man es wirklich wollen, da kann einem keiner helfen. Ich sah ja, was für Konsequenzen Übergewicht haben kann, Gesundheitlich vor allem, aber da bei mir die Einschränken noch nicht so groß sind, ist meine Wille auch nicht so stark, es ist eher eine Vernunftsentscheidung.

Das Hauptproblem ist einfach, das man neben all dem Stress auch dafür Konzentration und Willen aufbringen muss um wirklich konsequent zu sein. Mehr seiner Freizeit (ein Luxus wenn Sport ein Hobby ist) in Fitness zu investieren oder seine kleine Belohnung wegzulassen. All das ist eine Mehrbelastung, die erst mal zu stemmen ist, die aber hoffentlich irgendwann zum eigenen Lebensstil umzuwandeln ist.

Mein Gewicht/Meine Abnahme:

  • Irgendwo in ihrem Buch schrieb Nadja, dass du später, also nach der Abnahme, gestanden hast, dass du schon Sorge hattest, dass sie (also Nadja) pflegebedürftig werden könnte. Wie sah das konkret aus? ZB der Gedanke tauchte auf und wurde dann schnell weggewischt oder hast du dich da länger mit beschäftigt?
  • Ich fände spannend, wie er es erlebt hat, als deine massive Abnahme losging. Hatte er Sorgen, Bedenken, was es mit dir macht, wenn du es nicht schaffst? Oder was passiert, wenn du es schaffst?
  • Mich würde interessieren ob es manchmal sowas wie Neid, oder besser: eine nicht ausschließlich positive Emotion von ihm dir gegenüber gab.
    Beispielsweise in dem Moment wo du ihn „überholt“ hast.
  • Hatte er zwischendrin mal Angst vor deiner Abnahme? Meinem Männe macht es grade richtig angst wie schnell die Kilos purzeln und das ich bald gar nichts mehr esse, was natürlich schwachsinn ist ^^
  • mein mann ist nicht so ganz von.meinem plan überzeugt, mich zu halbieren (auf 60kg), vom gesundheitlichen aspekt steht er voll hinter mir… nur naja er steht halt auf meinen körper, wie er jetzt gerade ist (bin noch ein ÜHU), ich hab n bisschen Angst, dass er mich mit 60kg nicht mehr sexy findet… gab es bei euch auch solche bedenken?
  • Hat er bemerkt, wie du abgenommen hast? Am Anfang und auch jetzt noch, du bist ja deutlich DEUTLICH schlanker geworden, bemerkt er jetzt noch, wenn du doch noch weniger wirst?
  • Mich würde interessieren, ob er sich bei deiner Abnahme Gesundheitspredigten in deinem Namen anhören musste (z.B. von Freunden )
  • Meine Frage wäre: Kamen da Sprüche von den Kumpels? Also vielleicht schon zur Zunahme … könnte mir vorstellen aber noch eher bei der Abnahme?
    Ich hab mal bei eienr Freundin sogar erlebt, dass der Partner total eifersüchtig war, als sie 20 Kilo weniger wog und Angst hatte, nun verlässt er sie.. Also das ist vielleicht etwas extrem – doch gab es da auch so Gedanken, dass man gleich ziehen muss, um attraktiv zu bleiben oder so. DieFreizeit verändert sich ja auch bestimmt, wenn die Frau plötzlich aktiver wird..
  • Mich würde interessieren, ob er irgendwann Angst bekommen hat, dass Du für andere Männer zu attraktiv werden könntest (solche Vorwürfe bzw. Eifersuchtsreaktionen habe ich in meinem Umfeld öfter gehört, so nach dem Motto: „Du willst Dir ja nur einen neuen suchen, oder was soll das?“ Gilt übrigens nicht nur für Männer).
  • hat es ihn nicht verunsichert, dass Du jetzt aktuell ins Beuteschema vieler anderer passt?
  • Mich würde interessieren wie es für ihn war dass er sich anders ernährt hat als du und wie/ob ihr wieder gemeinsame Mahlzeiten gefunden habt. Hat er seine Ernährungsgewohnheiten auch geändert? Wenn ja, wie war das für ihn?
  • Wurde ihm unterstellt, dass er nur abnimmt um dir zu gefallen, oder dass du ihn sogar zwingst? Wurden Stimmen laut, dass er zuhause ja nichts ordentliches mehr auf den Tisch bekommt und quasi ausgehungert wird?

Wenn man sich täglich sieht, fällt einem so eine Gewichtszunahme nicht direkt auf und wenn es keine Probleme gibt, denkt man auch nicht darüber nach. Man hat ja meist andere Sachen, die einen beschäftigen. Und da wir beide recht… bequeme.. Menschen sind, waren auch die Einschränkungen nicht so deutlich. Die Knieproblematik, die immer schlimmer wurde, zeigte mir erstmals was für Zusatzprobleme Übergewicht brachte. Zum einen war es Verursacher der ganzen Schmerzen, dadurch dass die Gelenke stärker belastet wurden, aber auch das man Fehlbewegungen schwerer kompensieren konnte. Zum anderen sorgte es für mehr Immobilität, da man das eine Bein kaum noch kompensieren konnte, zumal wir ja nicht im Erdgeschoss wohnen. Ich musste realisieren, das ich sie nicht tragen und kaum stützen konnte und der schlimmste Fall, eine nahezu permanente Bettlägerigkeit, kam mir auch in den Sinn. Das lässt einen über Konsequenzen und Lösungen grübeln. Wie sollte ich das alles schaffen? Was kann ich tun? Mein eigenes Gewicht war mir damals noch sehr egal.

Zum Glück fand Nadja ihren Weg und auch wenn sich das alles sehr plötzlich und schnell anhört, war es doch ein langer und beschwerlicher Weg. Wie die Zunahme ist das alles ein relativ schleichender Prozess. Das heißt die Sorgen um sie und die Situation allgemein waren noch lange da, aber mit jedem Erfolgserlebnis kam immer mehr Hoffnung dazu. Ich meine, Abnehmen und Trainieren war DIE Lösung, da hatte ich keinen Zweifel, und das was ich dafür tun konnte war sie zu unterstützen wo ich konnte und ihr die Sicherheit zu geben, das ich da bin um sie aufzufangen falls es mal Misserfolge geben sollte.

Das Erste das bei uns sich geändert hat war, das jeder von uns sein Ding machte was das Essen angeht. Ohne den Zwang das man da einen Kompromiss finden muss, konnte auch jeder von uns erst einmal das essen, was er für richtig hielt, und das ist auch noch heute so. Die Mahlzeiten essen wir zusammen, aber das hat sich eher ergeben als das es ein Muss war. Ich selbst hab natürlich auch vieles ausprobiert und so bin ich zu Hause weg vom klassischen Brötchen, Toast und Rühreifrühstück, sondern esse gerne einen Obstsalat mit Magerquark und etwas Kakao.

Die Frage mit der Attraktivität stellte sich mir gar nicht. Ich meine, sie war immer noch sie, das was sie ausmacht für mich, sowohl charakterlich als auch optisch, das hat sich nie geändert. Es ist ja keine sprunghafte Veränderung wenn sie Kilos verliert, ihre Züge und ihr Gesicht bleiben ja gleich, es erfolgt ja keine totale Entfremdung. Und dazu kommt, je besser es wurde, je mehr Schmerz und Leid verschwand, desto besser ging es ihr und auch das machte mich glücklich. Auch das sie mich überholen würde war von vornherein klar, zum einen lief sie ja einen Marathon was das Abnehmen anging und ich spazierte eher, mitgezogen von ihrem Enthusiasmus und positiven Aufschwung, zum anderen lag ja ihr gesundes Gewicht unter meinen, also kam das ja nicht überraschend.

Das Umfeld, bekam das natürlich auch mit und äußerten die üblichen Bedenken, auch direkt bei mir, aber auch wenn mir die Meinung anderer diesbezüglich relativ egal war (es war ja die Lösung unser Probleme), entkräftete ich vieles damit, das es wirklich ärztlich überwacht sei und das Gewicht sie stark einschränke. Irgendwann, vor allem als man die positiven Auswirkungen sah, die Verbesserung für ihr Leben, änderte sich das eher zu Respekt, das sie etwas schaffte von dem viele wissen, das es schwer ist. Das man bei mir Überraschung äußerte das ich auch noch abnehmen müsse, tat ich dann immer gerne als Kompliment ab. Generell wurde aber, um auf die Frage einzugehen, kein kausaler Zusammenhang zwischen ihrer und meiner Abnahme geäußert, es kennen uns ja auch alle nur als langjähriges Paar, vielleicht ist das auch ein Grund. Und weil wir auch ein solches sind, macht mich ihre steigende Attraktivität nicht wirklich nervös.

Wenn man jetzt vielleicht den Eindruck hat, das Gewicht einer Person ist mir völlig egal, das ist mittlerweile nicht so. Ich bin ein Mensch, bei dem die Wellenlänge eher in die Sympatie und Attraktivität rein gespielt, doch mittlerweile ist ein starkes Übergewicht bei mir mit negativen Erfahrungen belegt, bzw mit Sorgen über die Gesundheit. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit Rauchern. Ich urteile nicht über die Person selbst deswegen, es ist auch die Entscheidung eines jedes einzelnen ob er bei sich was ändern will oder nicht, aber ich sorge mich schon immer etwas, ob der Person es irgendwann gesundheitlich schlecht gehen wird. Was ändern muss jeder selbst wollen, ich würde dann gerne helfen wenn ich kann.

Fragen an den Mann – Update

Kleines Update: Ich habe all eure Fragen an meinen Mann hier in den Kommentaren und auf Facebook gesammelt und ihm gegeben („Oh Gott, so viele Frage! Das weiß ich alles gar nicht mehr genau!“) und er setzt sich am Wochenende ran.

Ich fand ganz interessant, was für Fragen kamen und wie sich viele offenbar unsere Beziehung vorstellen 😀

Um die Wartezeit zu überbrücken habe ich euch ein kleines Comic gemacht^^

arsch

Gastbeitrag: Lipödem/Reiterhosen

Der heutige Gastbeitrag stammt von der Bloggerkollegin Claudia Renner, die u.a. auf ihrem Blog „Claudi does Yoga“ schreibt. In meiner Verpeiltheit hat es ein wenig gedauert, bis ich verstanden habe, dass die Claudi, die mir im August erstmals eine Mail geschickt hat, dieselbe Claudi ist, auf deren Blog ich vor ein paar Monaten zufällig stieß. In ihrer ersten Mail an mich, mit dem Betreff „Lipödem/Reiterhosen“ ging es hauptsächlich … ja, genau darum. Sie schrieb, dass sie darüber nachdenke, eine OP machen zu lassen, aber sehr unsicher deshalb sei und wissen wollte, ob ich diesbezüglich Erfahrung(sberichte) habe. Tatsächlich sammle ich seit einiger Zeit Berichte, weil ich bisher sehr unterschiedliche Aussagen und Theorien von Experten und Betroffenen gehört habe. Im Oktober gab es bereits einen Gastbeitrag von Anne, die damals am Anfang ihres Experiments stand und seither über den Verlauf bloggt. Claudis heutiger Bericht ist ein Fazit – ein ermutigendes:

Liebe Nadja,

ja, du magst Lobhudelei nicht wirklich. Dennoch würde ich dich an dieser Stelle bitten, sie nicht aus meinem Gastblogeintrag zu löschen. Ich möchte, nachdem wir seit August 2016 ein paar E-Mails hin und her geschrieben haben, auch auf diesem Weg meinen DANK ausdrücken.

Denn ohne den folgenden Abschnitt in deiner Antwort auf meine erste verzweifelte E-Mail an dich, hätte ich nicht so viel Geduld gehabt sondern wäre längst beim Arzt gewesen. Und wer weiß? Am Ende wäre ich tatsächlich an meinem „Lipödem“ operiert worden.

<<Ich glaube, wie ausgeprägt das Lipödem ist, kann man ohnehin erst wirklich sagen, wenn das normale Übergewicht abgebaut ist. Wenn sich da bisher bei dir noch nicht viel getan hat, kann es ja dennoch sein, dass es bei dir so ist wie bei mir und die Beine einfach die letzte Bastion sind, die angegangen wird vom Körper. Also „normale Problemzone“, ohne dass komplett alles Lipödemfett sein muss. Bei mir lagern sich die letzten 3 kg eigentlich fast komplett in den Schenkeln an, wenn ich bei 63-64 kg bin, reiben die Schenkel nicht und darüber plötzlich extrem. Vielleicht ist es bei dir ähnlich, und du merkst erst kurz vor dem Ziel, dass die Schenkel schmaler werden.>>

Aber so hab ich ganz genau hingeschaut. Immer wieder Fotos gemacht. Mich beobachtet, Umfang abgemessen und gewartet. Es hat sich gelohnt!!! So danke ich dir (wie zigtausend andere Menschen) nicht „nur“ für dein Buch, sondern auch für all deine Arbeit die drum herum stattfindet. Dankeschön aus tiefstem Herzen.

 

Liebe Fettlogik-Blog-Leser,

wuhuhuuuuuuuuuuu! Es ist tatsächlich passiert – ich darf einen Gastblogeintrag verfassen. Das meine ich durchaus zweideutig. Zum einen freue ich mich tatsächlich darüber, für diesen Blog schreiben zu dürfen. Zum anderen jedoch noch viel mehr über das, was die letzten Monate passiert ist.
Nadja hat mich gebeten ihr immer mal wieder zu berichten, wie es meinem „Lipödem“ so geht. Nachdem ich dieses mittlerweile als mein Ex-Lipödem bezeichnen kann und sogar noch eins drauf setze (die Damenwelt wird vielleicht gleich einen Freudentanz aufführen) ist es nun soweit. Ich mache meinen Geschichte hier öffentlich. Als kleinen Anstupser dafür, vielleicht doch weiter zu gehen, als ursprünglich mal geplant war. Oder zur allgemeinen Beruhigung. Eventuell auch schlichtweg, damit die Reise meiner Oberschenkel eine eigene URL im www bekommt. 🙂 Denn – *Applaus Applaus!* und *Yeah Yeah Yeah!* – auch meine Cellulite aka „Hässliche Dellen im Oberschenkel“ ist weg!!!!

Da hatte Nadja also (mal wieder) 😉 recht und eine weitere meiner Fettlogiken mit mir überwunden: <<Das war „nur“ eine Kombination aus normalem überschüssigem Fett und schlechtem Lymphysystem, das sich durch Training und Abnahme verbessern oder heilen lässt.>>

Das ist so unfassbar. Wenn ich diese Worte schwarz auf weiß sehe und mich im Spiegel anschaue oder an mir runter blicke, bei jedem Gang aufs Klo. Ich kann das noch nicht glauben! Vielleicht kennt ihr das? Man sieht Fotos von sich oder schaut in den Spiegel, sieht ein neues Tiefstgewicht in Form einer Zahl auf der Waage und traut seinen eigenen Augen nicht vor lauter Freude. Wie oft bin ich in den letzten Monaten 3x auf die Waage, wieder runter, wieder raus, Smartphone für ein Foto holen und wieder rauf? Weil eine neue Zahl (die später dann verachtet wird) 😉 jedes Mal eine wahre Freude ist.

Bevor ich zum Ex-Lipödem und zur Ex-Cellulite komme aber kurz zu meiner Abnehm-Geschichte. Weil ich das auch bei anderen Gastbeiträgen immer so spannend und interessant finde. Ist ein bisschen wie Gala lesen. Nur mehr Text, weniger Fotos 🙂

Ich bin 1,62 „groß“, 1982er Baujahr, seit Kindheit Vegetarierin und seit Januar 2011 lebe ich nun vegan. Schon Ende der Grundschule war ich die mit den meisten Kurven und Rundungen. Kräftige Unter- und vor allem Oberschenkel und Po. Es war aber nie so, dass ich irre dick war – aber halt immer sehr kernig. Gegessen habe ich als Kind nur „Schrott“. Ganz viel Reiberdatschi, Pfannenkuchen, Pommes, Spätzle, Schupfnudeln, Kuchen, … Optisch habe ich gut in meine Familie gepasst. Die Prägung „Mei so sind wir halt.“ war also schon sehr früh in meinem Glauben eingepflanzt.
Dann folgte eine Teenie Phase mit Fertiggerichten. 2001 habe ich mit der gesamten Familie Weight Watchers gemacht. Damals bin ich zum ersten Mal bewusst auf die Waage gestiegen. Ich hab gut 10 Kilo abgenommen und mein niedrigstes Gewicht von 57 Kilo eine halbe Woche gehalten 🙂 Bravo…. Kaum habe ich aufgehört nur noch Light-Produkte zu essen und Punkte zu zählen, schoss das alles wieder hoch.

Erst 2007 hat sich mein Essverhalten (durch Diagnose von Fructose-Intoleranz, Reizdarm und so Kram) gebessert. Damals fing ich an Zutatenlisten zu checken und habe 2008 Metabolic Balance probiert. Erneut war ich kurze Zeit auf 57 Kilo. Es folgte eine Trennung und ein Jobwechsel und die Zahl auf der Waage stieg wieder an.
Erst mit der Umstellung auf vegan habe ich angefangen richtig zu kochen und mein Gewicht pendelte sich bei so 63 Kilo ein. Das würde ich rückwirkend als „damaliges Wohlfühlgewicht bei dem ich mich um nix kümmern muss“ bezeichnen, da ich damals null auf „Was und wie viel esse ich?“ sondern einfach auf „Ist es vegan?“ geachtet hab. Ohne irgendwas zu zählen oder zu wiegen, oder total durchzudrehen wie bei der abgefahrenen „Ich darf nichts mehr Essen Zeit“ 2007 durch die Diagnosen.
Ja und dann – schoss es 2014 hoch. 74 Kilo (nochmal, ich bin nur 1,62) hab ich mal gewogen und kurz darauf die Waage wieder verbannt. Wenn ich Fotos vom Sommer 2014 sehe, meine ich mittlerweile jedoch sogar 80 Kilo gewogen zu haben. Hormonelle Probleme, ein Mann an meiner Seite der schlecht statt gut getan hat. Ganz viel Kummeressen und so viele Ausreden dafür.
Ich bin unsagbar froh, dass ich das nun sehe und nicht mehr verdränge oder schöndenke. Dank eines Ayurveda-Arztes (den Besuch bei ihm am 17.06. werde ich nicht vergessen), der Umstellung darauf in Kombi mit vegan und (ehrlich gesagt vor allem!) FLÜ (hab ich an zwei Julitagen verschlungen) purzelten nun ENDLICH die Kilos.

So. Genug Claudi. Jetzt geht‘s nur noch um die Beine. Die waren gruselig. Wirklich.

Einen Oberschenkel kann ich noch immer nicht mit beiden Händen umfassen. Aber fast. Das war 2014 ein Ding der Unmöglichkeit. Schwabbelig waren sie, haben aneinander gerieben. Im Sommer 14 konnte ich nur mit Leggings unterm Kleid raus. Ich hab mich sogar mal aufgeschürft. Diese Dellen überall!!! Und das Fett ums Knie – vorne und auch hinten oberhalb des Knies. Grillen am See habe ich abgesagt vor lauter Scharm. Mein Autositz war sehr gut gefüllt, der Stuhl in der Arbeit auch. Beim Zahnarzt oder Gyn auf den Behandlungsstuhl zu klettern eine Peinlichkeit. Diese dicken Beine!!! Nackig vor den Spiegel? Nein, besser nicht. Beim Sex bitte das Licht aus. Ich will nichts sehen und nicht gesehen werden. Und nein, das kann kein Fett sein! So fest wie Beine sind. Das muss „irgendetwas anderes“ ein. Aber kein Fett. Kann man bestimmt nicht abnehmen. Und eine hormonelle Störung (Progesteronmangel) hab ich ja auch noch! Der ist Schuld. Punkt.

Gesprochen habe ich über all das nie mit irgendwem. Ich mochte mich trotzdem zu der Zeit. Weil mir auch bei anderen Menschen innere Werte wichtiger sind als Äußerlichkeiten. Wenn da nicht ständig das Unwohlsein (vor allem in Form von Blähungen) dabei gewesen wäre.

Das sind jetzt nur Worte die mir zum einen schwer fallen, zum anderen aber trotz aller unschönen Details, immer noch nicht 100%ig beschreiben wie ich mich jahrelang gefühlt habe.

Aber während des Abnehmens festzustellen: „Tadaaaaaaaaa – die Beine werden ja schlanker??? Meine absolute Problemzone und vor allem die Kummerkastenstelle an meinem Körper verändert sich!!! Hoppala. War wohl doch kein Fett???“ ist schlichtweg unglaublich erleichternd, schön und wunderbar.

Ich will euch meine Zahlen zeigen:

09.07.2016, 70,8 kg, Oberschenkel 52 cm, Unterschenkel noch nicht gemessen.

27.07.2016, 69,3 kg, Oberschenkel 51 cm, Unterschenkel noch nicht gemessen.

27.08.2016, 65,9 kg, Oberschenkel 50 cm, Unterschenkel 39 cm.

07.09.2016, 64,7 kg, Oberschenkel 49 cm, Unterschenkel 38 cm.

28.09.2016, 64,2 kg, Oberschenkel 48 cm, Unterschenkel 37 cm.

18.10.2016, 62,3 kg, Oberschenkel 47 cm, Unterschenkel 37 cm.

15.11.2016, 59,8 kg, Oberschenkel 45 cm, Unterschenkel 36,5 cm.

11.12.2016, 58,0 kg, Oberschenkel 45 cm, Unterschenkel 36 cm.

SIEBEN ZENTIMETER UMFANG AN EINEM BEIN!!!!!!!!!!!!!!

Heute Morgen war ich extra nochmal messen, der Oberschenkel ist weiterhin bei 45 cm der allerdings bei 35 cm. Also hier:

VIER ZENTIMETER UMFANG AN EINEM BEIN!!!!!!!!!!!!!!

Und genau das lässt mich hoffen denn: Ich finde mich nun echt gut bis zum Knie. Danke Körper. Hast du toll gemacht. Hihi. Vielleicht ist meine Fettabbau-Reihenfolge tatsächlich so, dass die Unterschenkel als letztes in Angriff genommen werden. So weit unten mit meinem Gewicht wie jetzt war ich ja noch nie. Ich werde das definitiv weiterhin im Auge behalten.

Mit 60 Kilo habe ich Nadja berichtet:
<<Die Beine sind bisher schon sehr gut mitgegangen. Ich bin irre dankbar für meinen Körper der proportionstechnisch ganz brav und gleichmäßig den Weg des Abnehmens mit mir geht. Aber ich bin davon überzeugt, dass es jetzt erst losgeht mit den Beinen.
Seit einer Woche „sehe“ ich meine Knie!!! Und das „Fettkissen“ am unteren Teil meiner Oberschenkel hinten (quasi in der Kniewölbung) ist nun auch weg.>>

Anfang Januar (mit 57 Kilo) dann die Erkenntnis:
DIE DELLEN (aka Cellulite und nicht Lipödem) AN MEINEN OBERSCHENKELN SIND JA WEG!!!!!! Also ganz. Weg. Verschwunden. Die Haut is glatt wie ein Babypopo und die Dehnungsstreifen stören mich tatsächlich nicht. Die dürfen bleiben als Erinnerung. Oder Mahnmal 🙂

Nach 18 Kilo mit 1,62 Abnehmen ist es endlich passiert. Ich kann liebevoll vom Ex-Lipödem und der Ex-Cellulite sprechen 🙂 🙂 🙂

Ich hatte das aktuelle Gewicht noch NIE! Wirklich. Nie. Es ist so eine Feier und ich genieße das total. Yoga macht mehr Spaß, ALLES ist leichter. Ich spüre meine „Sitzbeinhöcker“, Hamstrings, Hüftknochen, Knie!!! Das ganze Leben. Ich fühl mich fit und munter und freue mich jeden Tag aufs Neue.

Übrigens: Da ist kein Hunger und wenn dann gibt es eh bald Essen. Da ist endlich Struktur in meiner Ernährung. Ich mag also nun, nach über einem halben Jahr sagen: Das ist keine Diät – da hat es ENDLICH Klick gemacht in meinem Kopf. Ich verstehe jetzt wie mein Körper und das Abnehmen funktionieren und habe es vor allem endlich einmal richtig erfahren. Mit ganz viel Recherche, guten Essen und ohne Hunger (aber durchaus Gelüsten, das ist allerdings was anderes, wie ich nun auch weiß).

Wer schauen mag wie ich mich ernähre, kann das am besten auf Instagram verfolgen. Auf meinem Veganblog habe ich bereits über Frühstück, Mittag und Abendessen nach der Umstellung auf „ayurvedisch ohne Fettlogik“ berichtet. Meine Geschichte Stück für Stück schriftlich festgehalten gibt es auf meinem Yogablog. Nach drei Wochen, nach zwei Monaten, nach vier Monaten. Ich freue mich auf eure Besuche und ein „Hey, ich komm von Nadja! ;-)“

Von Herzen wünsche ich euch allen Gesundheit, Glück, Freude und Leichtigkeit auf eurem Weg.

Sonnengrüße durch die Winterlandschaft,
Claudi

Hinweis: Claudi hat auf Nachfrage, ob sie tatsächlich ein diagnostiziertes Lipödem hatte nochmal klargestellt: „Ich hab die Cellulite als Lipödem diagnostiziert. War allerdings wirklich 100%ig davon überzeugt weil so viele Fotos von Dr. Google genau so aussehen wie meine Oberschenkel (vorne und hinten) zu dem Zeitpunkt.
Das hat mit Beinen, die aus ärztlicher Sicht korrekt als Lipödem diganostiziert werden, nichts zu tun.
Aber ich weiß aus Erfahrung, dass viele Frauen (wie ich auch) denken sie hätten ein Lipödem – obwohl es eben „nur“ Fett ist.“

Perspektivwechsel

Gestern kam mir spontan die tolle Idee, meinen Mann zu fragen, ob er nicht mal einen Gastbeitrag für den Blog schreiben will. Er war verhalten interessiert („Das klingt nach Arbeit ….“) aber durchaus bereit („Ich kann ja mal was schreiben.“)

Der Text, der in meinem Postfach landete, war dann … kurz. Und das Gespräch lief etwa so:

„Ähm, Schatz … ich glaube, die Leute wollen z.B. auch wissen, wie das für dich war, dass ich im Laufe der Zeit so zugenommen habe.“

„Das steht da doch.“

„Also. Eigentlich nicht.“

„Ja genau. Weil es mir nicht wichtig war. Deshalb steht da nichts dazu. Das versteht man doch.“

„Nicht wirklich.“

*seufz*

Also mein Mann ist nicht so wirklich der Schreiber, wenn es um andere Dinge als Mittelalter, Fantasy und Zocken geht. Daher die Alternatividee: Wenn ihr Lust habt, stellt Fragen an ihn in den Kommentaren und in ein paar Tagen gibt es einen Gastbeitrag, in dem er sie beantwortet.

Zu seinen/unseren Daten: Als wir uns vor fast genau 10 Jahren kennen lernten wog ich ~83kg (bei 175 cm) und er ~84 kg (bei 181 cm). In den ersten Jahren nahm ich auf 150 kg zu und er auf ~110kg.

Als ich 2013 anfing abzunehmen, nahm er ebenfalls eher „unabsichtlich“ 20 kg ab auf ~90kg. Inzwischen wiegt er um die 99kg und ist seit Anfang Januar bewusst auf „Diät“.

Also, wenn euch Dinge aus seiner Perspektive interessieren, stellt gerne Fragen – natürlich grob begrenzt auf das Thema Fettlogik/Gewicht/Abnehmen 🙂