Gastbeitrag: Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt unweigerlich zu

Oder: Wer mit dem Rauchen aufhört, kann auch direkt 57kg abnehmen.

Vor gut einem Jahr habe ich mich das erste mal bei Nadja gemeldet und ihr vom Beginn meines neuen Lebens erzählt. Und schon da kam der dicke Wink mit dem Zaun für einen Gastbeitrag. Oh, das mache ich doch sehr gerne… aber erst, wenn ich Normalgewicht erreicht habe! Und ich habe es geschafft!

Anfang September 2016 habe ich meine letzte Zigarette geraucht und seit dem tatsächlich 57kg abgenommen. Wie es dazu kam und warum das für mich gar keine so dumme Idee war, beides zusammen in Angriff zu nehmen, möchte ich euch gerne erzählen.

Dazu muss ich erst mal sagen, dass ich zu jenen Menschen gehöre, die schon immer dick waren. In der Grundschule fing es langsam an mit dem Übergewicht. Langsam aber stetig wurde ich immer dicker. Mit 14 trug ich Kleidergröße 44 und so ging es immer weiter, bis ich mit Anfang 30 fast die 130kg-Marke erreichte…bei 1,58m Körpergröße. Ich habe einmal relativ ernsthaft den Versuch einer Diät gestartet und bin auf etwa 110kg gelandet.
Mit dem Rauchen ist es ähnlich. Ich habe schon in sehr jungen Jahren angefangen und genau einmal relativ ernsthaft versucht aufzuhören, was mir für genau drei Monate gelang.

Ich habe mich auch nie beschwert. Ich bin verheiratet, stehe mit beiden Beinen im Leben, habe einen tollen Job und einige tolle Hobbys. Ich war also immer gut beschäftigt und augenscheinlich sehr aktiv. Auf andere Menschen wirkte ich meist sehr selbstbewusst und zufrieden. Es hätte also eigentlich gar keinen Grund gegeben, irgendetwas an meinem Leben zu ändern…wenn ich nicht innerlich total unglücklich gewesen wäre.
Ich war überhaupt gar nicht so selbstbewusst, wie mich andere Menschen wahrnahmen. Und ich war schon mal gar nicht zufrieden mit mir.
Wenn ich in den Spiegel schaute, fragte ich mich oft „Warum? Warum ich?“. Ich sah es als mein Schicksal, an dem nicht zu rütteln war. Ich bin dazu verdammt, als Dicke mein Leben zu verbringen. Und genauso ging es mir mit dem Rauchen auch. Zumal ich auch immer gesagt habe, dass ich total gerne rauche… dass mich der Gestank nervte und die Kurzatmigkeit mich zur Verzweiflung brachte, wollte ich auch mit niemanden besprechen. Ich habe mich einfach meinem Schicksal hingegeben.

Was ist also passiert, dass ich mein Leben derart verändert habe?
Zuerst einmal war da ein Freund, der mir völlig ungefragt seine Meinung an den Kopf warf und das war gar nicht mal so nett. Ihr kennt sie ja, diese nörgelnden Ex-Raucher, die einem mit einer nervenden Selbstverständlichkeit sagen, dass es für jeden möglich ist, mit dem Rauchen aufzuhören, er hätte es ja schließlich auch geschafft und dass es doch jetzt mal an der Zeit wäre und wie ungesund das ist und…und…und…
Fast wäre es eine dieser klassischen Ansprachen gewesen, die zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus gehen. Zumal bei mir ja eh alles anders ist! Ich bin ja auch noch so dick und würde dann nur noch dicker werden, also ist es kein guter Plan, mit dem Rauchen aufzuhören. Das weiß doch wohl jeder, dass man dann zunimmt!
Es gab allerdings einen Satz, der mir bis heute noch in den Ohren klingelt: „Wenn du in deinem Leben noch Karriere machen möchtest, solltest jetzt etwas ändern, denn sonst ist dein Leben mit Mitte 50 vorbei.“
Autsch! Das hatte gesessen! Und zwar ziemlich tief. Ich war erst einmal gekränkt, beleidigt, entsetzt und was Frau sonst noch so alles ist. Das Gespräch war dann erst einmal für mich beendet und zack hatte ich eine Zigarette an.
Meine Trotzphase hielt allerdings nicht sehr lang, denn ich wusste ganz genau, dass er recht hatte und ich dringend etwas ändern musste. Dieser eine Satz arbeitete die ganze Nacht in mir.
Am nächsten Morgen gab es dann in meinem Handy folgenden Kalender-Eintrag: „Tag 1“.

Tag 1… der Beginn von allem Neuem. Mir war damals natürlich noch nicht ganz klar, was das bedeutet, mir war nur klar: Ich muss etwas ändern und zwar JETZT. Aber wie…? Und wo fange ich an? Ich habe mir feste vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Meine erste Überlegung war, die Sucht mit Lakritze zu bekämpfen. Ich liebe Lakritze und der Geschmack passt einfach nicht zur Zigarette. Das war also sehr verlockend. Aber ich wollte auch nicht noch weiter zunehmen. Es war zum Verzweifeln. Also musste mein Plan heißen: Keine Zigaretten UND keine Lakritze! Wenn ich wenigstens das Gewicht halten könnte… Gewünscht hatte ich mir, es zu reduzieren, aber das ist wohl utopisch. Das weiß doch jeder!

Tag 1…ich bin am Morgen ohne Zigaretten in der Tasche aus dem Haus und zur Arbeit gefahren. Mein Kaffee-Konsum steigerte sich sofort, aber ansonsten habe ich den Tag ganz gut überstanden. Am Nachmittag fing ich dann allerdings an, nervös zu werden. Das alles war doch zum Scheitern verurteilt. Ich habe sofort sämtliche Motivation wieder verloren und sah mein Versagen auf mich zuschreiten. Warum versuche ich es überhaupt, wenn es doch eh nicht klappt? Sollte ich nicht direkt schon am ersten Tag aufgeben, um mir weitere Qualen zu ersparen? Wieder waren es die Worte des Freundes, die mir weiter halfen. Er sagte ich solle mich nicht so unter Druck setzen. „Fahr’ nach Hause, setz’ dich hin und rauch dir eine. Und dann ärger dich nicht über das, was du nicht geschafft hast, sondern freu dich über das, was du geschafft hast! Du hast den ganzen Tag nicht geraucht, das ist doch toll!“
Ich habe ihn erst nicht so ganz verstanden. Wie soll ich mit dem Rauchen aufhören, wenn ich nicht mal einen Tag durchhalte? Aber gut… jede nicht gerauchte Zigarette ist tatsächlich eine gute Zigarette. An diesem Abend habe ich noch zwei Zigaretten geraucht.
Und genau so gingen die nächsten Tage weiter: Die Zeit auf der Arbeit habe ich erstaunlich gut überstanden und ich merkte schnell, dass es ein guter Weg war, alle festen Rituale zuerst zu bekämpfen. Also die Zigaretten, die man IMMER raucht: nach dem Essen, in der Pause, etc…
Um die Sucht habe ich mich dann also immer am Abend gekümmert und dabei gab es zwei Regeln: erst nach 19 Uhr und auch nur zu Hause.

Nach ein paar Tagen hatte ich ein Paket in meinem Briefkasten… dabei hatte ich doch gar nichts bestellt. Allerdings erinnerte ich mich daran, dass dieser Freund noch vor kurzem nach meiner Adresse fragte. Ja ist klar… welchen tollen Lebensratgeber würde ich also gleich in den Händen halten?
„Fettlogik überwinden“… dein Ernst?
Wenn eine Frau ein Buch geschenkt bekommt, auf dem in großen Buchstaben Fettlogik steht, ist das nicht gerade ein Kompliment. Meine Freude hielt sich auch dementsprechend in Grenzen und das Buch landete in der Nachttisch-Schublade. Zumindest für’s erste…wenn ich jetzt auch noch abnehmen könnte, das wäre doch was. Ich blätterte ein wenig darin herum und da gab es dieses eine Kapitel: „Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt unweigerlich zu“
Aha! Na da steht es ja! Schwarz auf weiß! Es geht einfach nicht! Noch nie zuvor in meinem Leben hab ich ein Buch mittendrin begonnen, aber dieses Kapitel musste ich lesen… und zwar mehr als einmal. Ich war mir erst nicht so ganz sicher, was ich davon halten sollte. Klar war, hier geht es um Kalorien… bitte nicht. Ich musste mal als Kind Kalorien zählen und habe mir dann geschworen, das nie wieder zu tun. Und dann fühlte ich mich auch erst einmal bestätigt, der Raucher verbraucht bis zu 200 kcal mehr. (Was mich allerdings nicht davon abgehalten hat, trotz rauchen immer dicker zu werden.) Das Ende des Kapitels ließ mich auch erst mal etwas stutzen…“Wer aufhört zu rauchen hat es nicht schwerer, abzunehmen sondern nun die gleichen Bedingungen, wie jeder andere, der nicht raucht.“ BÄM. Wie ich Leute hasse, die Recht haben und die Wahrheit aussprechen… denn die Wahrheit kann echt weh tun.
Sollte es also vielleicht doch möglich sein, beides zeitgleich in Angriff zu nehmen? Macht es denn auch Sinn, oder wird es zu schwer, zu anstrengend?

Ich habe dann doch das ganze Buch gelesen und ich schätze mal, die meisten hier werden den Inhalt kennen. Kalorien, Kalorien, Kalorien… dieses Wort verfolgte mich. Hatte ich mir nicht mal selbst versprochen, nie wieder Kalorien zu zählen…? Aber ich wollte dann doch wissen, über wieviele Kilos wir denn eigentlich reden und stellte mich auf die Waage. 117 kg. Autsch.
Das Buch arbeitete in mir. Ähnlich wie die Worte des Freundes. Dein Leben verändern, wie macht man das?

Die meisten Fettlogiken waren mir immer schon bewusst und haben mich wirklich nicht beeinflusst. Ich wusste ja, dass ich zu viel esse. Eine Aussage des Buches hat sich jedoch ganz tief in mir festgesetzt. Für mich war es eigentlich immer mein Schicksal, so dick zu sein. Dicksein gehörte einfach zu meiner Identität und ich hatte mich damit abgefunden. Und genau das hat das Buch tief in mir erschüttert. Es ist nicht mein Schicksal, mit knapp 120 kg auf den Hüften das Leben zu verbringen. Es ist ganz klar meine eigene Entscheidung, wieviel ich wiege. Niemand außer mir selber kann beeinflussen, ob ich abnehme oder nicht. Das ist mir klar geworden und genau das gab mir endlich den großen Startschuss.

Aber was mache ich nun mit meinem Wissen über Kalorien und Verbrauch und Defizite und so? Im Buch steht nichts darüber, wie man das nun am besten praktisch umsetzt, was man wann wo wie isst. Und genau das war mein großes Glück! Ich habe mich so intensiv mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt, mich mit Nährstoffen beschäftigt, überlegt, was ich gerne mag, was satt macht, was nicht viele Kalorien hat, was ich wie zubereiten kann, usw., so dass das Thema Rauchen ganz schnell in den Hintergrund gerückt ist. Jeder, der schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat, mit dem Rauchen aufzuhören weiß, dass sich von da an jeder einzelne Gedanke sofort und nur noch um Zigaretten dreht. Genau das wurde bei mir durch die Gedanken um das Essen abgelöst. Allerdings waren das eben nicht so belastende Gedanken wie „Esse ich jetzt Schokolade oder nicht?“.

Es gab nur eine einzige Regel: Belüge dich nicht selbst!

Das klingt wohl sehr logisch und unkompliziert, ist aber in meinen Augen das Schwierigste bei einer Diät. Ich kam also nach ein paar Tagen hin und her überlegen nicht drumherum, mir eine Kalorien-App zu installieren und tatsächlich JEDEN Bissen zu notieren. Ganz schnell hatte ich für mich klar, was sich kalorienmäßig lohnt und was nicht. Und so stellten sich auch die ersten Erfolge schnell ein. Ich finde es sehr faszinierend und auch beflügelnd, wenn man erkennt, dass man tatsächlich seinen Körper selber in der Hand hat und wie sehr man ihn verändern kann. So wie ich selber daran Schuld war, dass ich so auseinander gegangen bin, so war ich selber jetzt auch der Grund dafür, dass ich im Laufe des letzten Jahres immer schlanker wurde.

Und die Zigaretten? Es gibt so Situationen, in denen ich merke, wie sehr manche Rituale verankert sind. Ich hatte zum Beispiel meine Zigaretten immer an der Tankstelle gekauft und es passiert auch jetzt noch oft, dass ich beim Tanken denke: Ah du musst noch Zigaretten kaufen….ähm…ach nee, du rauchst ja nicht mehr.
In den letzten Monaten gab es nur eine Situation, in der ich mich wirklich sehr zusammen reißen musste, um mir nicht eine Zigarette zu besorgen. Das war nach einem Bewerbungsgespräch. Aber ansonsten geht es mir richtig gut ohne Zigaretten…und ohne die vielen Kilos auch.
Ich hatte dadurch auch sehr schnell ein körperlich besseres Gefühl. Die Kurzatmigkeit ließ sehr bald schon nach, ich fühlte mich fitter, wacher, motivierter, was ich schon bald in mehr Bewegung umsetzen konnte. Außerdem verändert sich der Geschmack auch sehr schnell, wenn man nicht mehr raucht. Das Essen schmeckte bald schon sehr viel besser und einfach intensiver. Und leckeres Essen macht nunmal auch glücklicher und zufriedener.
Für mich war es die beste Entscheidung, beides zeitgleich in Angriff zu nehmen. So haben sich ganz schnell neue Rituale ergeben, die einen gesünderen Lebensstil hervorgebracht haben. Und deshalb bin ich mir auch sehr sicher, dass dies ein langanhaltender Erfolg sein wird. Angst vor einem Rückfall habe ich nicht.

Ich bin seit über einem Jahr Nichtraucher (wohlgemerkt nach 25 Jahren rauchen) und habe mein Gewicht nun fast halbiert. So gut habe ich mich wohl noch nie gefühlt. Ich bin so fit wie noch nie, treibe Sport, komme kaum außer Atem, genieße das Leben in vollen Zügen. Ich habe es geschafft! Ich kann euch sagen, dass es tatsächlich möglich ist, mit dem Rauchstopp auch abzunehmen.

Und jetzt bleibt mir nur noch „Danke“ zu sagen. Danke an Nadja für dieses Buch und Danke an den Menschen, von dem ich dieses Buch bekommen habe.

angela

 

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42 Gedanken zu “Gastbeitrag: Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt unweigerlich zu

  1. yvonne mehic

    glückwunsch…..hab auch nach 38 jahren aufgehört….von 70+ auf 0 ( 12 /2015) ,da glaubte ich noch,beides zusammen sei zu schwer…..hust…… ende juli 2017 fiel ich gsd über nadjas block……und von 107 auf 95,5 …rest ist in arbeit,lach (Y) (Y) (Y) …beim lesen eben dacht ich mehrmals….an wen erinnert mich die story nur? hahaha ..ja an wen wohl ❤

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  2. Kaethe

    Herzlichen Glückwunsch zum tollen Erfolg!
    Mir fällt besonders auf den Vorher-Nachher-Fotos auf, dass du jetzt viel gesünder aussiehst (auch unter Berücksichtigung des Umgebungslichts): Adipöse Raucher sehen oft fahl und krank aus; und jetzt strahlst du richtig.

    Rauchabstinenz mit Gewichtsabnahme zu kombinieren, halte ich für eine goldrichtige Kombination, da es bei beiden um die Überwindung lange angewöhnter falscher Verhaltensweisen im Alltag geht.

    Ich hab damals den Rauchstopp mit einer Diät kombiniert (FLÜ kam leider erst Jahre später). Die Almased-Diät scheiterte im Langzeitverlauf und führte dazu, dass ich unfassbar gereizt war, weil ich ständig hungrig war, aber zumindest die Rauchabstinenz hat funktioniert. Ich hatte mir damals auch gesagt: „Jap, mit dem Rauchen aufhören kann ich, aber falls ich dabei zunehme, fang ich sofort wieder an.“
    Geraucht habe ich nie wieder und dank FLÜ sind 11 der 14kg, die mich vom Wunschgewicht trennen, auch gepurzelt – dieses Mal ohne Hunger.

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  3. Michael

    Was soll man(n) sagen … Super! Entweder die Sucht (des Rauchen) überwinden oder abzunehmen (das Problem ist ja auch eine Art Sucht) ist schon eine starke Leistung, aber beides zusammen ….Ich bin tief beeindruckt.

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  4. Natalie

    Ich hab damals auch beides gleichzeitig duchgezogen. Rauchstopp und Abhehmen mittels Kalorienzählen und Sport. Hat auch super geklappt. Keine Zigaretten mehr und 10 Kilo weniger auf der Waage. Ich musste allerdings irgendwann feststellen dass ich meine Nikotinsucht durch die Sucht nach Kalorienzählen ersetzt hatte. Meine Gedanken kreisten ständig um Kalorien und Nährwerte und ich hab mich völlig kirre gemacht. An dem Punkt hab ich dann die Reissleine gezogen, denn die nächste Station wäre sonst die Essstörung gewesen. Heute nach fast 4 Jahren bin ich immer noch rauchfrei, was für mich die Hautsache ist. Die 10 Kilo sind allerdings wieder drauf 😉 Da ich damit aber immer noch normalgewichtig bin, ist das für mich auch ok. Meine Empfehlung lautet deshalb, ruhig auch unkonventionellere Methoden auszuprobieren, gerne auch mehrere auf einmal, aber währenddessen genau hinzuschauen was für einen selbst passt und was nicht.

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  5. vayonnaise

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem Weg! Aber auch dazu, dass du einen Freund hast, der nicht zu feige oder faul ist, solche Dinge anzusprechen. Und natürlich, dass du so gefestigt warst und seine Standpauke annehmen konntest. Dazu gehören zwei starke Charaktere finde ich! Also Chapeau! 🙂

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  6. musik-tantje

    Herzlichen Glückwunsch zum doppelten und sehr eindrucksvollen Erfolg!
    Du siehst richtig super aus.

    Dein Artikel trifft mich in dem Moment, wo ich 12 kg über Normalgewicht scheinbar „festhänge“, nachdem ich 22 kg abgenommen habe. Dein Satz „Niemand außer mir selber kann beeinflussen, ob ich abnehme oder nicht“ motiviert mich aufs Neue, weiter am Thema zu arbeiten.

    Vielen Dank für Deinen Bericht!

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    1. Oh, das freut mich besonders!
      Gib nicht auf.
      Ich hatte auch kurz vor Schluss eine Phase, in der ich alles hinschmeißen wollte, weil es nicht weiter ging.
      Dann habe ich aber noch einmal alles genau überprüft und noch einmal an meinem Defizit geschraubt und schwuppdiwupp waren die letzten 5 Kilo weg!

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  7. Wieder eine Erfolgsstory…wisst ihr was? Mir geht es mittlerweile noch schlechter bei all den Erfolgsstories, weil ich es weiterhin nicht schaffe. Und ich fühle mich wie ein kompletter Versager. Und ich kann nicht mal auf das zurückgreifen, was hier alle haben: Familie aka Kinder und Mann, Haus, Garten. Nein, ich bin einfach nur ich – alleine. Versagerin. Traurig.

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    1. nicht aufgeben! auf jeden, der es schafft, kommen zehn, die es (noch) nicht schaffen. ich kämpfe auch gerade wieder gegen rückschläge, zähle aber weiter tapfer meine kalorien und sehe zu, dass es nicht mehr wird. und ich muss da auch allein durch. jetzt sind wir schon zwei.

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    2. Uta

      Verliere nicht gleich ganz den Mut! Vielleicht hilft es dir, erstmal andere Baustellen anzugehen. Ich kann dir sehr das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ empfehlen und ans Herz legen. Ich glaube das kann eine gute Basis für weitere Selbstpflege-Wünsche aufbauen… Alles Gute, und halt die Ohren steif.

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    3. Kaethe

      Falls du eine diplomatische Antwort möchtest, empfehle ich, das Lesen der Antwort an dieser Stelle abzubrechen.

      Ansonsten:
      Von Selbstmitleid hat noch keiner abgenommen.

      Deine „Gründe“, warum es nicht funktioniert, sind alles nur faule Ausreden.
      Ich hab keine Kinder, einen übergewichtigen Lebensgefährten, der keine Lust auf Ernährungsumstellung hatte, kein Haus und einen winzigen Balkon, dafür aber ein kleines bisschen Disziplin, Starrsinn, etwas mathematisches Geschick, eine Kalorienapp sowie eine Waage. Mehr braucht man nicht.

      Falls das Gewicht auf der Waage nicht krankhaft zu hoch/alarmierend (für dich) ist: Lass es halt einfach und iss wie vorher. Mach dich nicht fertig, wenn es dich so unglücklich macht.
      Falls du abnehmen willst: Ergründe, warum es nicht funktioniert und ändere was daran. Schreib es ruhig auf. Nicht im Sinne von Ausreden, sondern im Sinne von konstruktiver Kritik an dir selbst.

      Mach dein Selbstwertgefühl nicht einzig und allein vom Gewicht abhängig: Das ist brandgefährlich und unsinnig in beide Richtungen.
      Falls hinter deinen fatalistischen Gedanken eine ernsthafte psychische Erkrankung steckt: Besuche eine Fachkraft für Verhaltenspsychologie oder – im Notfall – einen Psychiater.

      Zu guter Letzt: Es täte dir sicherlich gut, dich mit Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit zu befassen. Das Internet ist voll mit Literatur darüber.

      Alles Gute.

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      1. Schade, dass du Leute, die sich angreifbar machen, indem sie mitteilen, dass es ihnen nicht gut geht, angreifst. Ich empfehle dir daher all das, was du mir empfohlen hast und wünsche mir, dass du mir nicht mehr schreibst, danke für deinen Anstand.

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    4. Silima

      Hey Du da, es ist ok, traurig zu sein, wenn Du was nicht schaffst oder wenn Du einsam bist. Und gleichzeitig ist vielleicht der eigene Körper ein guter Ansatzpunkt, etwas zu verändern, denn damit kannst Du sofort anfangen. Z.B. mehr Spazieren gehen oder Kalorien sparen. Mann, Haus , Kinder dauert alles vielleicht länger. Ich habe das alles auch nicht und mir geht es oft genug schlecht deswegen oder wegen einiger doofer Krankheiten. Seit ca. drei Monaten nehme ich langsam ab und mache mehr Sport und mir geht es erstaunlicherweise besser. Ich habe mehr Energie und schaffe mehr. Ich weiß nicht, ob das so weiter geht (habe auch genug gescheiterte Versuche hinter mir), hoffe es aber sehr. Dir Mut und Kraft, Deinen Weg zu mehr Wohlbefinden zu finden.

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  8. Galli Frey

    Wow, wenn ich mal sagen darf: auf deinen Bildern, der Unterschied ist grandios und du siehst toll aus… Echt.
    Ich hab ähnlich hoch angefangen was die kg’s angeht… Ich hab noch 15 Kilo vor mir, aber genau wie du habe ich mir Rituale geschaffen… Und die helfen mir total, dabei und motiviert zu bleiben. Ganz zu schweigen, von dem Feedback, was man bekommt, wenn man sich so radikal verändert und sein Selbstbewusstsein pushen kann…
    Ich bin stolz auf uns alle, die es geschafft haben und die die noch dran arbeiten…
    Und an die, die noch Probleme haben, macht euch keinen Druck… Sonst klappt es nicht… Lernt euch und eher Essverhalten kennen und versucht euch nicht selbst zu sabotieren, das geht so schnell… ihr schafft das schon.

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    1. 😀 Haha vielen Dank!
      Interessanterweise habe ich das schon öfter gehört und eigentlich war genau das eine meiner Sorgen…dass ich älter aussehe nach der Diät, weil man dann ja so viele Falten im Gesicht bekommt….mhhhh…..

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      1. Maren

        Falten bekommt man sowieso 😉 Meiner Erfahrung nach haben die Falten allein wenig Einfluss darauf, wie man sich fühlt und wie alt oder jung man wahrgenommen wird. Bist du insgesamt gesund, fit, zufrieden, dann strahlst du das auch aus und wirkst automatisch jünger.

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  9. Julia

    Liebe Angela, liebe Nadja

    Ich frage jetzt einfach mal, denn fragen kostet nichts, und Ihr könntet mir wirklich enorm helfen…
    Angela schreibt in ihrem wunderbar erhellenden und motivierenden Bericht (vielen Dank an dieser Stelle!), dass ihr beim Abnehmen eine Kalorien-App gute Dienste geleistet hat.
    Könnt Ihr mir da eine empfehlen?
    Ihr müsst wissen, ich gehöre zu der aussterbenden Rasse der erwachsenen Handy-Neulinge, d.h. ich kenn mich überhaupt nicht aus was das betrifft, ich hab noch nie eine App installiert, und weiß auch nicht, welche Kalorien-Apps es überhaupt gibt oder auf was ich da achten sollte.
    Dank Deinem Buch, Nadja, hab ich bereits schon über 20 Kilo abgenommen – und das sogar ohne zu zählen. Allerdings trete ich seit ein paar Monaten auf der Stelle, irgendwie krieg ich die Kurve nicht mehr und ich fürchte, für die restlichen zwanzig Kilo komm ich um das Zählen jetzt nicht mehr herum, schließlich ist durch den Gewichtsverlust ja auch mein Grundumsatz gesunken.
    Vielleicht wäre so eine Kalorien-App genau der Anstoß, den ich jetzt brauche, um nun noch die restlichen Kilos in Angriff zu nehmen. Motiviert bin ich, aber das Ausrechnen mit Hilfe von Block,
    Kugelschreiber und Taschenrechner ist einfach so umständlich….
    Also wenn Ihr mir so eine App empfehlen könntet, wäre ich Euch mega dankbar!

    Alles Gute und liebe Grüße
    Julia

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    1. Judith

      Ich bin zwar weder Angela noch nadja, aber nen app tipp hab ich trotzdem 😉 ich benutze myfitnesspal, die ist kostenlos, sowohl für Android als auch für iPhone erhältlich und bisher hab ich noch jedes Lebensmittel in der Datenbank gefunden 🙂 das einzige ist, dass die app einem von sich aus nicht unter 1200 Kalorien bei Frauen bzw unter 1500 Kalorien bei Männern berechnet, die man essen soll – Kalorienziel kann man aber auch individuell anpassen, wie man möchte,ist also kein größeres Problem.

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    2. Hallo Julia und vielen, lieben Dank für deine Worte, darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut!

      Ich benutze die selbe App wie Judith: MyFitnessPal und ich bin sehr zufrieden damit. Auch ich habe bisher jedes Lebensmittel dort gefunden, um es in mein Tagebuch einzutragen und ich finde sie leicht zu bedienen. Du kannst auch einfach den Strichcode der Verpackung einscannen, das finde ich sehr praktisch.

      Ich fand es auch immer etwas nervig, dass die Kalorienuntergrenze so hoch festgelegt war, aber das kann man ja auch einfach ignorieren…an den meisten Tagen waren es weniger als 1000kcal und die App meint, das sollte man doch nicht machen. Die haben wohl alle Nadjas Buch nicht gelesen! 😀

      Ich wünsche dir ganz viel Erfolg für die nächsten 20kg! Und klopf dir auch mal selber auf die Schultern für das, was du schon geschafft hast.

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    3. Ossi

      Ich hab mit fddb.de (da gibt es auch diverse apps dafür) angefangen und auf myfitnesspal umgestellt, als ich mir ein Fitbit gekauft habe, weil MFP sich damit automatisch synchronisiert. fddb ist mehr auf Deutschland ausgerichtet, aber man kann mit keiner der Apps Lebensmittel in die DB eintragen, falls sie fehlen. Das geht nur auf der Webseite. MFP kommt aus USA und man muss sich manchmal durch merkwürdige Mengenangaben wühlen, bis man den Eintrag in Gramm findet. Ich komme aber mittlerweile sehr gut damit zurecht – Ich benutze MFP seit 698 Tagen ununterbrochen.

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  10. Julia

    Hey, Ihr Lieben – Vielen Dank für Eure Hilfe! Dann werde ich es mal mit myfitnesspal versuchen.
    Dass die Kaloriengrenze bei 1200 kcal festgelegt ist, stört mich dabei eher wenig… ich bin ja froh, wenn ich es überhaupt schaffe nur so wenig zu essen…. 🙂 Und eigentlich sind es nicht zwanzig sondern vierzig Kilo, die ich noch abnehmen könnte (bin 1,64 groß und mit 99,9kg ein ganz knapper UHU (=“Unter HUndert“). Mein absolutes Höchstgewicht war 126kg, also hab ich zwar schon einiges runter, aber trotzdem noch einen weiten Weg vor mir. Allerdings trau ich mich noch gar nicht in solchen Dimensionen zu denken, also dass ich tatsächlich einmal WIRKLICH schlank sein könnte. Das ist für mich so utopisch, so unvorstellbar, ich glaub ich würde durchdrehen vor lauter Stolz. Von daher lautet mein Ziel lieber erst mal „unter 80“, für mich wäre das schon ein Traum….
    (aber vielleicht sollte ich einfach nochmal Nadjas Buch und Angelas Bericht durchlesen 🙂 Das motiviert so!) Nun, mal sehen, wie das nun klappt mit der Kalorien-App. Danke nochmals an dieser Stelle für Eure prompten Antworten. Das war echt lieb von Euch!

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    1. nepiartpictures

      Ach, das mit dem Ziel kenne ich auch 🙂
      Mein erstes Ziel war 75kg und selbst das hielt ich für unmöglich.
      In meine App hatte ich allerdings 59kg als Ziel angegeben, frei nach dem Motto: sprich aus, was du dir wünschst. Mittlerweile habe ich die 59kg und mein Ziel lautet nun 55kg 😉
      Also glaub nicht, dass du das nicht schaffst. Es ist immer wichtig, den wahren Wunsch auch zu äußern.
      Das Buch noch einmal zu lesen, kann ich dir tatsächlich sehr empfehlen.
      Mir hat es auf der Zielgeraden doch noch mal sehr geholfen.

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