Nie wieder 150 kg.

So, von allen persönlichen Blogartikeln wird das hier wohl der persönlichste.
Vielen ist aufgefallen, dass man in den letzten Monaten kaum etwas von mir gelesen hat. Ich wurde öfter gefragt, was los ist. Ab und zu habe ich Stress erwähnt, aber irgendwie war das nur die halbe Wahrheit. Tatsache ist, dass es mir unangenehm war, wirklich auszusprechen, dass es mir nicht gut geht. Sogar jetzt beim Schreiben greife ich lieber zu Euphemismen wie „nicht gut gehen“ – nicht nur weil es mir angesichts meines Berufes peinlich ist sondern auch als Mensch, der nicht gerne zeigt, wenns mir nicht gut geht.

Eigentlich lief es ziemlich typisch. Die Belastung steigt und irgendwann merkt man, dass Dinge, die einem immer Kraft gegeben haben und Spaß gemacht haben plötzlich anstrengend werden und fast zur zusätzlichen Belastung. Dinge wie Bloggen, Comics machen, aber auch „real life“ Dinge, Hobbies, Freunde, Familie. Und dann wird das weniger, aber dieses Weniger tut eigentlich auch nicht wirklich gut. Denn jetzt kommen noch die Schuldgefühle dazu und der eigene Frust, diese Dinge nicht mehr hinzukriegen. Und Leute fragen natürlich was los ist oder ob man keine Lust mehr auf sie hat. Projekte und Dinge, die einem Freude gemacht haben liegen plötzlich brach und scheinen sich zu einem Turm aus „du solltest aber endlich mal“ aufzubauen.

Eine der Ursachen ist wohl Fettlogik. Auch hier sitze ich jetzt minutenlang um eine Formulierung zu finden, die nicht scheiße klingt. Denn jede denkbare Variante klingt einfach verdammt undankbar: „Mimimi, mein Buch ist zu erfolgreich“.

Das Problem ist, dass ich ein extrem introvertierter Mensch bin, auch wenn das online manchmal anders erscheint. Für mich ist das Schreiben meist leichter, weil da noch etwas dazwischen ist und ich nicht wirklich „draußen“ bin. Im echten Leben bin ich extrem zurückgezogen und mag das auch genau so. Dazu kurz ein Dialog mit meiner Mutter von vor einigen Tagen (oder einigen Tagen mehr, denn meine Mutter vernachlässige ich genauso wie alle anderen Menschen um mich herum).

Mutter: [irgendwas über ein Familienfest]
Ich: Oh, ich wusste gar nicht, dass es ein Familienfest gab.
Mutter: Ja, ich habe es dir nicht gesagt. Du warst eingeladen. Ich habe gesagt, du kannst nicht kommen.
Ich: Ich hätte aber doch Zeit gehabt?
Mutter: Ich weiß aber, dass du nicht hättest kommen wollen, ich kenne dich ja. Also habe ich lieber direkt abgesagt, dann stresst es dich nicht.

Und ganz ehrlich, das war so lieb. Das war so ein vollkommener „Meine Mutter versteht mich einfach“-Moment, denn diese extreme Zurückgezogenheit war in meiner ganzen Kindheit und Jugend ein Thema. Meine eher gesellige Mutter hat jahrelang versucht, mich irgendwie kontaktfreudiger zu machen. Was dazu geführt hat, dass ich mich als Kind auf sozialen Events unter Tischen versteckt habe und als Jugendliche mit einem Buch daneben saß und hoffte, dass mich niemand anspricht.

Ich hatte ja schon öfter geschrieben, dass ich grundsätzlich wenig Probleme mit meinem Gewicht hatte. Ein echtes Problem für mich war allerdings, dass ich mich mit 150 kg sehr sichtbar und auffällig gefühlt habe. An sich hat nie jemand etwas tatsächlich gesagt, aber das Gefühl war eben da. Du gehst raus und fällst in der Masse auf. Ich habe es genossen und genieße es noch, dass ich jetzt relativ unauffällig bin. Insbesondere weil ich mich entsprechend auch nie style und genau ein Makeup-Dingens besitze (Wimperntusche – ist nach ~5 Jahren aber eingetrocknet).

Aber sei halt mal unauffällig, wenn du ein Buch geschrieben hast, das von weit über 100.000 Leuten gelesen wurde. Ein Buch, das du als selbst publiziertes ebook hochgeladen hast und von dem du dachtest „Wenn das 100 Leute lesen wäre das schon echt cool!“.

Und es war und ist extrem cool, dass viel mehr Leute es lesen und empfehlen. Es ist toll, wenn mir Leute schreiben, dass es ihr Leben verändert hat und das auch tatsächlich so meinen. Und ich das glauben kann, weil ich selbst weiß, wie sehr mein Leben sich verändert hat, durch die Dinge, die ich geschrieben habe. Daher ja auch das Bedürfnis, es zu teilen.

Wie gesagt, das war und ist toll. Und gleichzeitig für mich, mit meinem blöden Charakter eben auch wieder schwierig. Ein Teil von mir freut sich und einem anderen Teil ist jede Aufmerksamkeit zu viel. Zumal bei zig tausenden Menschen natürlich auch nicht jede Aufmerksamkeit nett ist und Leute auch ganz schön gemein werden können. Woran ich mich – und darauf war ich ziemlich stolz – recht gut gewöhnt habe und es nicht mehr so an mich rangelassen habe. Aber in diesem Jahr wurde das zunehmend schwieriger und je größer die Belastung wurde, desto mehr haben irgendwelche Kommentare plötzlich gekratzt, und ich habe mich dabei ertappt, wie ich im Laufe des Tages gedanklich immer wieder bei solchen Dingen gelandet bin. Die relativ dicke Haut, die ich mir angewöhnt habe ist zunehmend verschwunden und selbst kleine Spitzen taten wieder weh.

In den letzten Monaten habe ich mich dann mehr und mehr zurückgezogen. Wie gesagt, das hat nur teilweise gut getan. Aber ein bisschen schon. Was ich gemacht habe war, dass ich mich vollkommen ins Schreiben zurückgezogen habe. Dieses Mal kein Comic- oder Sachbuch sondern eine Geschichte. Ich habe mich ziemlich in diese Welt geflüchtet und buchstäblich jede freie Sekunde geschrieben. Und es gab viele freie Sekunden, weil ich in den letzten Monaten so ziemlich gar nicht geschlafen habe – 3 Stunden war schon ein Triumph. Und, wie gesagt, alles was mir Freude gemacht hat, auch Sport, wurde drastisch weniger. Was mich in den letzten Monaten 3 kg gekostet hat (um mal wieder aufs Thema dieses Blogs zurück zu kommen). 3 kg nach oben, versteht sich. Wenn ich eines nicht bin, dann ein Stress-Abnehmer. Essen geht immer.

Das Gute ist, dass ich nun Bücher geschrieben habe. Wenn ich den Mut aufbringe, werde ich das erste, so wie Fettlogik, hochladen. Da hat es ebenfalls gedauert, bis ich mich überwunden hatte. Jetzt wollte ich eigentlich schreiben, dass Fettlogik natürlich persönlicher war als eine erfundene Geschichte. Und während ich darüber nachgedacht habe, fiel mir zum ersten Mal auf, dass die Geschichte im Wesentlichen davon handelt, dass jemand mit einer ihm völlig fremden Lebensweise konfrontiert wird und darüber seine Identität verliert. Hm.

Na ja. Das war auch so ziemlich das einzig Gute an den letzten Monaten, wenn es denn gut ist. Denn ansonsten hatte ich das Gefühl, dass so ziemlich alles unter mir wegbricht und ich nichts hinbekomme. Der Berg aus „zu erledigen“ – „allmählich wirklich zu erledigen“ – „meine Güte erledige das endlich, du Versager“ wurde immer größer, was eine schöne Kombination mit meinen eigenen Ansprüchen und meinem ADS wurde. Kein Wunder, dass das Schreiben eine Flucht war, denn meine Protagonisten haben es in ihrem viel größeren Chaos zumindest geschafft was zu reißen – während ich schon am Beantworten simpler Post gescheitert bin und unseren Handwerkern beim Renovieren so unheimlich hilfreiche Anweisungen wie „Weiß nicht. Macht einfach wie ihr denkt“ gegeben habe.

Für mich war die Konsequenz nun, dass ich eingesehen habe, dass das so nicht weiter gehen kann. Ich habe daher schweren Herzens alle Termine für dieses Jahr abgesagt. Was für mich das erste Mal war, so etwas zu tun. Normalerweise halte ich mich an Vereinbarungen, auch wenn es ein Durchbeißen ist. Aber momentan – geht es nicht. Und jetzt werde ich versuchen, mein Leben allmählich wieder zu strukturieren. Regelmäßiger Schlaf wäre ein Anfang. Essen und Sport wieder so, dass es gut tut. Also weniger von dem einen, mehr von dem anderen. Bis die 3 kg wieder runter sind (hey, das Schöne ist, dass zumindest dieses Thema mir keine Sorgen bereitet. Gewichtsmäßig war ich relativ entspannt und hab mir die letzten Monate gesagt, dass das auch mal ok ist – wobei die Extrakilos nun auch wieder runter sollten, denn inzwischen stören sie. Lustigerweise kamen beim letzten aktuellen Foto vor ca. 3 Wochen trotzdem noch „Magersucht“ und „zu dünn“ Kommentare). Wieder anfangen, die Dinge zu tun, die gut tun und die Menschen wieder zu kontaktieren, die ich in den letzten Monaten nicht vergrault habe. Und grundsätzlich versuchen, eine Möglichkeit zu finden, mit den Dingen klar zu kommen, die mich stressen.

Und wenn diese Maßnahmen nichts bringen, eben einen Therapeuten suchen. Wie ihr sicher schon erkannt habt, war „es geht mir nicht gut“ der Euphemismus für „ich bin in eine depressive Episode gerutscht“. Nicht so schön, das als Psychotherapeutin zuzugeben. Denn natürlich habe ich die Symptome gesehen. Die Dinge, die immer weniger Freude machen. Die Schlaflosigkeit. Die Gewichtszunahme. Die ständige Müdigkeit. Die Konzentrationsprobleme. Das Überforderungsgefühl. Das Gefühl, das eigentlich alles ziemlich sinnlos ist.
Aber wie es halt so ist. Ich hab’s weggeschoben und mit „das ist jetzt halt eine Phase“ und „das wird von selbst wieder besser, wenn erstmal dies oder jenes geschafft ist“ weggeredet. Ist aber Quatsch. Es wird eben nicht von alleine besser, wenn man einfach die Zähne zusammen beißt und weiter macht wie bisher, weil man hofft, dass irgendwas sich rechtzeitig ändert. Durch dieses Wegschieben bin ich auf 150 kg gekommen, weil immer irgend ein Grund da war, warum es doch eigentlich gar nicht so schlimm ist und irgend etwas anderes viel wichtiger ist. Und wenn erstmal dieses und jenes anders ist, wird das mit dem Gewicht schon von alleine irgendwie anders.

Auf 150 kg möchte ich es aber nie mehr bringen. Weder im realen, noch im übertragenen Sinne. Daher schaue ich dieses mal rechtzeitig hin.

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90 Gedanken zu “Nie wieder 150 kg.

  1. Isa

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Schon in den ersten Sätzen dachte ich „oh nein, Depression“. Mit Hilfe deines Buches und einer Therapie geht es mir psychisch auch langsam Besser. Als ich an Ostern dieses Jahres mit dem Abnehmen angefangen habe, trug mich dein Buch wie Flügel empor. Natürlich hält das Gefühl nicht ewig, aber es hat mir geholfen zu wissen das ich es in der Hand habe.
    Vielen, vielen Dank. Ich empfehle dein Buch weiter. ( Fand es super als ich das Buch für meine Mama gekauft habe und gesehen habe das es noch jemand bestellt hatte)

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    1. Silke

      Liebe Nadja,
      herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit und den Mut für Ihre Nachricht genommen haben! Die Dankbarkeit von Hunderttausenden kann sicher auch belastend sein… Vielleicht nimmt es ein wenig Druck weg, wenn ich als eine davon hier sage: Ihr Blog ist für die Zeit nach dem Buch eine echte Stütze und es fehlt mir was, wenn ich nicht darin lesen kann. Aber keinesfalls sind Sie für unsere „Nachbetreuung“ verantwortlich! Ich wünsche Ihnen nur das Allerbeste!
      Herzliche Grüße
      Silke

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  2. NoMoreYoyo

    Liebe Nadja,
    Ich hoffe, es geht Ihnen bald besser und Sie finden jemanden, der Ihnen so helfen kann, wie Sie mir und unzähligen anderen Menschen geholfen haben.
    Passen Sie auf sich auf 🙂

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  3. Venus

    Liebe Nadja,
    ich wünsche Dir gute Besserung. Es war eine gute und gesunde Entscheidung, alles abzusagen und nach Dir zu gucken!
    Vor ziemlich genau einem Jahr war ich auch einem solchen Punkt. Lange hatte ich, ähnlich wie Du versucht, alles doch noch irgendwie zu stemmen und die Hoffnung, mit zwei Wochen Urlaub würde sich alles richten.
    Endergebnis: ein halbes Jahr arbeitsunfähig. Diese Zeit hab ich auch gebraucht, um zu lernen, nicht dauernd für andere da zu sein, sondern, dass ICH an erster Stelle komme.
    Deshalb wünsche ich Dir alles Gute für Deinen Weg und Deinen Entschluss.

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  4. Rena

    Danke. Wirklich danke für diesen Beitrag. Dank deinem buch habe ich 20kg in 2 monaten abgenommen, aber leider in den letzen 2 monaten wieder 10kg mehr, weil essen halt immer geht und ich zitiere mal ohne die Quelle noch zu kennen:
    Lass dich gehen, wenn du dich wirklich liebst kommst du zurück.

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  5. Wenn es nicht so dumm wäre, würde ich schreiben : das ist ja witzig. ….Ich bin seit knapp 4 Wochen auch in Behandlung. Irgendwie bin ich wohl nicht mehr ganz mitgekommen, also mein Herz, die Abnahme und ich..
    Denn dadurch das ich 50 Kilo weniger wiege, habe ich mich auch genauer damit befassen können, warum daseigentlich so gekommen ist. …dazu kam noch die Schwangerschaft meiner Tochter, und das meine Mutter es wohl gar nicht mehr verkraftet. ..und zack hatte ich 8 kilo wieder druff. Seit ich zum psychodoc gehe, höre ich sehr unangenehme Sachen. …die ich ja irgendwie aber schon lange wusste. …Meine Copingstrategien funzen gar nicht mehr, weil ich denke das Wurzelgraben stillt ganzOrdentlich meinen Hunger. ..es ist ein weiter Weg. Zurück in die Kindheit an der Ort der Lieblosigkeit. Momentan kriege ich ganz wenig auf die Reihe. Atmen, sagt der Doc. Sehen Sie, und atmen Sie. Alles andere brauchen wir gerade nicht. …
    Ich wünsche dir ganz viel Luft. Und einen langen Atem.
    Sei herzlich gegrüßt
    Stella

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  6. NAnu

    Liebe Nadja,
    Dein Fettlogik-Buch hat mir extrem geholfen und auch bei Einigen aus meinem Bekanntenkreis hat es beim Lesen „klick“ gemacht und wir konnten unser Gewicht selbstbestimmt verändern. Dafür herzlichen Dank! Und Deine Comics finde ich eh super.
    ABER: Das verpflichtet Dich zu rein gar nichts! Null, nada, niente! Du brauchst weder regelmäßig bloggen, noch zu unserem Amüsement zu zeichnen oder auch nur Dein Gewicht zu halten. Mach das, was für Dich wichtig ist! Mit dem, was Du in obigem Posting beschreibst, hast Du bestimmt schon das Richtige in die Wege geleitet. Wenn Du irgendwann wieder Lust hast, etwas zu veröffentlichen, werden sich die Leser freuen, wenn nicht, sind wir dankbar für das, was Du uns geschenkt hast. Fettlogik war für so viele lebensverändernd. Das steht für sich. Egal, ob Du später noch etwas hinzufügen, etwas ganz Andersartiges in die Welt schicken oder auch einfach nur Deine Ruhe haben möchtest.
    Danke von Herzen! Ich wünsche Dir alles Gute!

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  7. Michael

    Ich will Dir nicht vom Pferd erzählen, Du hast den Kram studiert, ich nicht. Allerdings muß ich Dir bei dem pauschalen „Durchbeißen funktioniert nicht, einfach weitermachen ist falsch“ widersprechen. Genau auf diese Weise kam ich, natürlich auch sehr introvertiert, auch wenn ich beruflich gegenteilig agieren muß, bislang durch alle depressive Phasen meines nicht eben kurzen Lebens durch. Ich kenne ihre unmittelbaren Ursachen, oder besser gesagt Auslöser, und ich weiß, daß sie früher oder später wieder verschwinden, je nach Nachhaltigkeit der Ursache/Auslösers, und wie ich die Zeit bis dahin akzeptabel (funktionierend) durchstehen kann. Und ob eine Therapie diese Zeit signifikant verkürzen könnte möchte ich mal bezweifeln; für meine Selbstreflexion brauche ich dagegen keine Therapie. Kann gut sein, daß dies nicht bei jedem funktioniert, die Menschen sind unterschiedlich gestrickt, aber so apodiktisch, wie Du das formulierst, kann ich das nicht unwidersprochen stehen lassen.
    Und jetzt sage ich mal das, was ich mir in diesen Phasen sage: „Verdammt noch mal, reiß Dich ein bischen am Riemen, Kopf hoch, Schultern zurück, Brust raus und zeige (Dir und dem ganzen Sch.. Rest der Welt) daß Du es natürlich auch dieses Mal packst.“ Wobei Du mit Deiner Ausbildung ja die besten Voraussetzungen dafür bietest (und die Ursache und Auslöser für die gegenwärtige Phase wirst Du ja wohl selbst am besten kennen).
    Wer mich ob des Fehlens von Ausdrücken des Mitgefühl und Mitleids kritisieren möchte soll dies ruhig tun. Nach meiner Lebenserfahrung hilft dies aber allenfalls bedingt und bei Menschen, die wie unsere Autorin vom Fach, Geistemenschen sind und „es“ besser wissen, halte ich es für verfehlt.

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  8. casina

    Wie Nanu schon so schön gesagt hat: du musst gar nichts! Danke für alle Inspiration und Motivation!
    Und von mir: ein introvertierter Charakter ist nicht blöd. Auch nicht schwierig. Und schon gar nicht verbesserungswürdig. Du bist gut so wie du bist! Die Welt braucht nicht nur impulsive, vorpreschende, laute Menschen, sondern auch leise, ruhebringende, überlegte, nachdenkende…
    Genieß deinen Charakter und mach soviel du willst und kannst.

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  9. Liebe Nadja,

    machen Sie das, was Ihnen gut tut. Schauen Sie auf sich selbst.

    Ich erlebe es immer wieder selbst, wie Facebook & Co Druck auf mich ausüben, den es eigentlich nicht braucht. Und ich habe keinen Bestseller geschrieben. Dann hilft nur Abstand. Ohne schlechtes Gewissen.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, dass sich alles wieder so einrichtet, wie es Ihnen gut tut.

    Vielen vielen lieben Dank für Ihr Buch – trotzdem 😉

    LG, Karin

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  10. Liebe Nadja,
    ich finde es super, dass du dir eingestehen kannst, in eine depressive Episode gerutscht zu sein. Eigentlich ist es auch egal, wie genau man es schimpft, denn du hast das Wichtigste schon erkannt – du solltest jetzt gut auf dich aufpassen. Es ist meiner Meinung nach überhaupt nicht verwerflich als Therapeutin eine psychische Erkrankung zu bekommen. Gerade Depressionen befallen jeden – egal woher er kommt, wie er ausschaut oder was er beruflich macht. Hilfe holen ist erlaubt und mir persönlich hilft es besonders jeden Tag meine Gänseblümchen der Woche aufzuschreiben – Dinge, die mir an dem Tag besonders gut getan haben, die schön waren oder worauf ich stolz bin.
    Viele Grüße von Annie

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  11. Noen

    Als Mensch, der bis vor einem Jahr noch keine selbstgemachten Freunde hatte kann ich nur mitfühlen was es bedeutet plötzlich keine dicke Haut mehr zu haben. Ich hatte vor kurzem eine depessivoide (also nicht ganz depressiv, aber so ne Art Vorstufe) Phase und plötzlich fehlte mir die Souveränität in den Interaktionen mit Menschen. Ich kam mir plötzlich herzlos, unhöflich und nervig vor und hatte nach jeder Begegnung das Gefühl so viele Dinge falsch gemacht zu haben und wenn es nur ein bestimmter Tonfall in einem Satzteil war, der nicht 100% das ausgedrückt hat, das ich sagen wollte.
    Ich habe auch gemerkt wie die schlechten Gedanken geradezu darum gebettelt haben (wieder) selbstverstärkend zu werden und alles nach unten zu ziehen. Ich weiß nicht wie es mir ergangen wäre, hätte diese Phase länger angehalten als nur ein paar Monate.

    Du bist krank. Es ist richtig, dass du dich jetzt auf dich selbst konzentrierst. Keiner erwartete von mir irgendwelche Leistungen als ich Grippe hatte, deswegen tut es mir Leid, dass ich dir Emails geschrieben habe und keine Ermunterungen. (Aber ich umarme auch manchmal auf ungünstige Art und Weise Leute, die sich irgendwo verletzt haben, es ist gut, dass mich später ein Tresen von den Patienten trennt.)

    Es ist ironisch und traurig; du hast unser aller Leben so sehr berührt und verbessert, hast quasi im Alleingang den Weg zu unseren Traumgewichten gepflastert und jetzt geht es dir schlecht und ich weiß nicht wie ich helfen kann.

    Ich wünschte ich wäre Künstler, dann könnte ich dir Bilder malen, oder Komponist, dann würde ich dir Lieder machen… aber ich bin nur Pharmazeut, ich könnte dir höchstens aus Essig und Alkohol ein Obstaroma verestern und anschließend ne Tablette draus pressen.

    Ich kann dir nur die zwei Dinge mitgeben die mir damals geholfen haben.
    Das eine ist ein Zitat aus dem Cinderella-Film mit Drew Barrymore. Ihre böse Stiefmutter sagte sinngemäß zu ihr: „Egal wie tief man fällt man darf niemals in Selbstmitleid verfallen, denn egal wie schlecht es einem geht, man darf nie vergessen, dass es immer noch schlechter geht.“ (Nicht einfühlsam oder so, aber irgendwie hat mir das geholfen.)
    Das andere war die Gewissheit, dass meine Gedanken nicht stimmen. Wann immer ich überzeugt war, dass ich hässlich oder nervig oder nutzlos bin konnte ich mich davon lösen, weil ich wusste, dass es nicht stimmt. Ich denke falsche Dinge und sobald ich diese falschen Dinge identifiziert habe kann ich sie isolieren und auseinandernehmen. (Aber mir wurde gesagt, dass ich gefälligst nicht davon ausgehen soll, dass das jeder so kann, denn schließlich kann nicht jeder so ein gefühlskalter Roboter sein wie ich und überhaupt wer will denn seine Gedanken kontrollieren, ich Freak.)

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  12. Mona

    Danke für diesen Blogartikel.
    Ich finde dich toll. Ich bin auch introvertiert und find es total bewundernswert, was du alles geschafft hast mitzumachen, wie Podcasts z.B. Die Zeit in der größeren Öffentlichkeit war und ist bestimmt nicht leicht.
    Ich finde das alles, was du tust, damit es dir wieder besser geht, sehr gut. Ist doch dein gutes Recht Termine abzusagen, wenn du nicht wirklich gesund bist. Sehr vorbildlich! Ich wünschte, ich hätte bei meiner Depression schon früh genug eingeschritten. Aber ich bekomme das hin und du ja sowieso, weil du viel kreativer und schlauer bist und natürlich viel Fachwissen hast.
    Ich mag dich mit deinem „blöden Charakter“. Ich hab auch so einen und musste mich mit dem anfreunden. (Erschreckend, dass der Schlafmangel und zu viel Essen, die du beschreibst, so meinen ähneln. Ich hab nur das gegenteilige Problem: Ich soll einen bestimmten Text schreiben, den ich aber nicht hinbekomme.)

    Ich vermute, dass du ohne diesen Charakter die ganzen Comics nicht genau so beeindruckend machen hättest können, wie sie sind, und auch Fettlogik nicht so geschrieben hättest, dass es uns alle gut informiert, dabei aber auch berührt und motiviert. Comics und Buch sind beide total gut verständlich, nachvollziehbar und es macht Spaß sie sich durchzulesen. Du bist richtig gut darin. Sieht man ja schon an deinen Blogartikeln.
    Wie beim Abnehmen findest du auch bei anderen Problemen deinen eigenen Weg, um an deine Ziele zu kommen. Da bin ich mir sehr sicher. Alles Gute!

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  13. Kopf hoch! Ich glaub an Dich!
    Du hast es einmal geschafft, Du schaffst es wieder!
    „Gönne“ Dir den Tiefpunkt. Wenn Du ihn überwunden hast geht es Dir umso besser! Auch satrke Menschen dürfen Straucheln.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und viele fürsorgliche Menschen in Deinem real-life-Umfeld!

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  14. Susanne

    So klar, so deutlich, so ehrlich. Ich liebe es, wie Du schreibst. Diese Sensibilität mit all ihren Konsequenzen, gepaart mit gesundem Menschenverstand und Logik ist es, die mich begeistert. Ich kann fühlen was Du schreibst… Bleib dran und behalte Deine Eigenarten. Schau weiter hin und gib auf Dich acht!

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  15. Hartmut

    Hallo Nadja ,
    deine Offenheit auch mit diesem Thema umzugehen ist ein tolles Beispiel für mich. Ich hänge auch gerade fest und hoffe dass ich jetzt auch wieder die Wende schaffe.

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  16. agi

    Liebe Nadja,
    Schön von Dir zu hören…ich hatte in den letzten Wochen/Monaten schon so ein Gefühl.
    Für mich ist es eher beruhigend, dass Psychologen auch nur Menschen sind.
    Ich habe mich jetzt nach der zweijährigen Sperrfrist doch wieder bei Meiner gemeldet…..nach langem Überlegen. Einerseits versuche ich eigentlich immer, alles alleine hinzukriegen und habe wahnsinnig hohe Ansprüche, andererseits dachte ich mir, dass da vielleicht mein vernünftiger, selbstfürsorglicher Anteil zu mir spricht.
    Natürlich sind die Stimmen laut, die da sagen: du müsstest eigentlich wissen, wie es geht, redest dir nur was ein, verschwendest die Zeit seiner Therapeutin…blablablubber
    Aber ich habe schließlich drei Kinder, die mich brauchen, und da kann ich mir irgendwelche Zusammenbrüche nicht leisten.
    Zudem habe ich noch die Hoffnung, dass ich meine innere Unruhe und negative Kommentatoren irgendwann mal besser in den Griff bekomme und Waffenstillstand mit mir schließen kann.
    So wie Du dich zurückziehst, muss ich raus….mir fällt die Decke auf den Kopf, wenn ich nichts geplant habe.
    Der Witz ist, dass mein Leben eigentlich läuft(in den letzen Jahren), nur mein Kopf nicht🤣.
    Natürlich soll das nicht gleich alle Welt merken. So legt man sich im Lauf seines Lebens Kostüme und Masken zu, dass man irgendwann seine wahren Gefühle gar nicht mehr zeigen kann bzw. dass sie von der Umwelt nicht wahrgenommen werden können. Du versteckst dich so gut, dass niemand dich findet. Aus dieser Position heraus ist es ein riesiger Kraftakt, um Hilfe zu bitten oder Aufgaben/Termine abzulehnen, denn irgendwie erwartet dein Umfeld das nicht.
    Eigentlich möchte ich Dir nur sagen, dass ich in Gedanken bei Dir bin, auch wenn Du mich nicht kennst, und hoffe, dass Du bald wieder eins Gleichgewicht kommst und Dich besser fühlst.
    Hoffentlich findest Du heraus, was Du brauchst und erlaubst es Dir auch. Das Schreiben allein scheint es ja noch nicht zu sein.
    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen.

    P.S. Natürlich bin ich als bekennender Büchermessie nun extrem neugierig geworden📕📗📘📙📚📚📚📚

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  17. Liebe Nadja,
    ich bin gerade beim 20. Tag mit meinem Antidepressivum angekommen und dankbar für die leiseste Wirkung. Daher kann ich das alles sehr gut nachempfinden. Ich habe auch wieder einige Wochen gebraucht um zu erkennen, was da gerade mit mir passiert. Aber ich habe es etwas früher bemerkt als beim letzten Mal. Dass mir das überhaupt wieder passiert, ist schon nervig, dann auch noch im Sommer, echt das Letzte. Aber Gejammer nutzt nix, also wieder Pillen und weiter gehts.

    Ich wünsche Dir baldige Besserung

    Lieben Gruß
    Sue

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  18. NoCarrier

    Ich habe mir Deinen Beitrag durchgelesen und zuvor Dein Buch und stecke eigentlich mehr oder weniger seit Jahren in der gleichen Situation: Man schiebt einen Berg von Unerledigtem vor sich her, vernachlässigt Freunde. Eine Mischung aus Überforderung und Kampf darum nicht irgendwann ziemlich alleine zu sein, obwohl man eigentlich am liebsten seine Ruhe hat.
    Ich bin offensichtlich auch eher introvertiert und das ist irgendwo auch ein Problem.
    Der Witz dabei ist, dass ich nicht in einer depressiven Phase stecke. Bzw. als es mir das zuletzt mal etwas auf den Keks ging, dachte ich dass nach einer Phase wo es nicht so recht läuft auch die nächste Phase kommt. Und dem war auch so, aber in der Zwischenzeit habe ich trotzdem viel geschafft – nicht soviel wie gewünscht, aber das war seit jeher illusorisch.
    Und beim Lesen Deines Artikels dachte ich, dass das doch irgendwo typisch ist. Die ins Detail überlegten Dinge kommen nicht von Selbst-Darstellern. Die wirklich gut gemachten Dinge kommen von Menschen, die irgendwie ein mehr oder weniger aus der Norm fallen und auf die Gesellschaft irgendwie schräg wirken. Die, die nicht auf jeder Hochzeit tanzen, sondern sich eben die Zeit nehmen, um über Details nachzudenken.

    Und ich halte es auch für Normal, dass Menschen, die über Dinge nachdenken auch zu den Menschen gehören, die Erkenntnisse haben, sich Dingen bewusst sind. Beispielsweise wieviel sie vor sich her schieben und wie sehr sie vom Leben eigentlich überfordert sind.
    Dein Buch handelt vom Essen. Nicht vom Alkohol. Du betäubst nicht Dein Gehirn. Damit kommst Du immerhin schonmal besser zurecht, als Millionen von Alkoholikern und Nikotinsüchtige – von dem illegalen Zeug mal zu schweigen. Du hast keinen Kaufrausch, um Dich mit Dingen zu beglücken, die Dich von den Dingen ablenken sollen, die Dich nicht beglücken.

    Jeder, der halbwegs etwas in der Birne hat, macht sich viel mehr Gedanken darüber, was andere sagen. Man ist selbstkritischer. Hat der Mensch, der mich da beleidigt vielleicht sogar recht mit dem, was er da sagt, war ich da nicht genau genug, habe ich vielleicht einen Fehler gemacht? Ja, mag sein… schade. Aber wir alle machen Fehler und solange man unterdurchschnittlich viele Fehler macht, ist man immernoch überdurchschnittlich gut. Wer darauf achtet anständig zu arbeiten, macht unterdurchschnittlich viele Fehler. Perfekt zu sein schafft niemand. Aber vor allem macht er was. Was interessiert mich eine Kränkung von jemanden, der vielleicht nie mehr zustande gebracht hat, als Menschen runterzuziehen? Du hast ein erfolgreichens Buch geschrieben und Menschen geholfen. Und bist trotzdem nicht perfekt. Wer außer Dir und ein paar Idioten erwartet das?
    Dinge vor sich her zu schieben, halte ich aber für ziemlich normal. Es hat sogar einen Namen, wenn normale Leute es bemerken: Midlife-Crisis.
    Wie schrieb schon Mark-Uwe Kling zu seiner Midlife-Crisis: „Ich habe meine Ziele nicht erreicht, ich bin zu durchschnittlich.“ und das Känguruh antwortete „Deine Midlife-Crisis ist auch ziemlich durchschnittlich“.
    Wenn man von sich selbst erwartet überall überdurchschnittlich zu hat man ziemlich gute Chancen sich selbst zu enttäuschen. Wenn man es realistisch betrachtet bist Du ein durchschnittlicher Mensch, der ein überdurchschnittliches Buch geschrieben hat.
    Man muss nicht stolz drauf sein, könnte man aber. Das schafft nicht jeder.

    Ich denke, ich werde mich jetzt mal wieder dran machen, das was mich interessiert voranzubringen und deswegen werde ich andere Dinge weiter vor mir herschieben. Wie das halt so ist im Leben. und morgen mache ich wieder meinen Job, obwohl mich das auch eher aufhält.

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  19. moodfood

    Danke dafür- das zu lesen, war sehr schonungslos und hilfreich zugleich. Nicht wieder in die Schweigespirale zu geraten, ist für mich mit das wichtigste Fazit!

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  20. Liebe Naja,
    Danke, dass Du den Mut hattest Deine Situation mit uns zu teilen. Probleme offen zuzugeben, ist wohl eine unserer grössten Herausforderungen. Du hast uns allen gelehrt, dass wir viel von unserem Leben selber in der Hand haben. Nun ist es Deine Zeit für Dich gut zu sorgen und auf Deinen glücklichen Weg zurück zu finden. Ich glaube an Dich – Du liebst das wahre Leben und hast es auch verdient. Ich wünsche Dir viel Kraft und Energie. Trau Dir selber 🙂

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  21. Ich kann nur sagen, was du beschreibst, so geht es so vielen Menschen immer wieder.Wenn dann mal jemand den Mut aufbringt es auszudrücken ist es toll.
    Auch ich empfinde mein Leben hin und wieder als Jauchegrube und denke mir, ich schaffe das alles nicht mehr.Aber so wie du versuche ich dann wieder Ordnung ins Chaos zu bringen, wichtiges von unwichtigem zu trennen und die Dinge die mir nicht gut tun soweit es geht auszusortieren.
    Unabhängig davon ob du vom Fach bist oder nicht..jedem kann es mal schlecht gehen und wenn es so ist, ist es immer schwer es sich einzugestehen.
    Es geht so vielen so und es ist toll, wenn man seine „Jauchegrube“ teilt:-), das macht es manchmal leichter!

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  22. Liebe Nadja,

    wie merkwürdig, mir geht es da momentan sehr sehr ähnlich. Ich würde da jetzt ja gerne einen geistrichen Kommentar oder guten Rat schreiben, aber, naja, ich bin momentan einfach so unglaublich mehhh.

    Trotzdem, Du kriegst das wieder hin. Und ich wahrscheinlich auch irgendwann.

    Alles Gute und liebe Grüße….

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  23. Ulrike

    Liebe Nadja,

    vielen Dank für den Blogartikel.
    Er trifft mich gerade sehr, weil er mich auch betrifft und es mir ähnlich geht.
    Ich merke, wie mir in der Arbeit die Kraft ausgeht, ich kriege es nicht mal auf die Reihe einen Brief zu verschicken (ich habe 4 Wochen gebra und sage mir in Gedanken schon mantraartig „Das ist nur eine Phase, wenn sich das und das ändert, ist alles wieder gut“
    Irgendwie hat mir Dein Artikel jetzt das letzte Stück Einsicht gebracht, dass es nicht so einfach alles wieder gut wird.
    Ob ich mir professionelle Hilfe suche oder ob ich einen anderen Weg für mich finde, muss ich mir noch überlegen. Aber das sich mein Leben nicht einfach wieder um 180° dreht, das hat mir Dein Artikel jetzt endgültig vor Augen geführt.

    Liebe Grüße und Dir alles Gute für die Zukunft
    Ulrike

    PS: ich bin auch sehr introvertiert und ich kenne auch die Situation als Jugendliche mit Buch am Tisch – leider habe ich in der Hinsicht keine so verständnisvolle Mutter wie Deine ist, die meine Introvertiertheit so akzeptieren kann…

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  24. Mango

    Du hast genau das Richtige getan mit dem Absagen aller Termine. Erhol dich gut, und achte auch danach weiter auf dich.
    Man muss nicht ständig allen Ansprüchen genügen, die an einen herangetragen werden. Und durchbeißen macht einen manchmal nur noch kaputter, wenn man dabei ständig über seine Grenzen lebt.
    Auf die körperliche Gesundheit zu achten ist ein Schritt, auf die psychische ein anderer.

    Ich bin auch introvertiert und kann mir gut vorstellen, wie auslaugend das alles für dich gewesen sein muss.

    Doch eins möcht ich auch noch dalassen: Danke für dein Buch und deine Comics!

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  25. Christoph

    Gerade komme ich aus einer Depression wieder heraus. Es war nicht so schön. Euphemistisch gesagt. Ich dachte, das wird nie mehr besser. Aber dann ist es eben doch besser geworden. Ich sehe es so wie Du. Am besten ist es strikt nur noch an sich selbst zu denken. Alles andere muss warten.

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  26. Daniela

    Liebe Nadja,
    kannst du dir vorstellen, wie beruhigend das für uns „Nicht-Psychotherapeuten“ ist, dass dir das auch passiert, die eindeutigen Zeichen falsch oder nicht zu deuten? Nach meinem Fast-Burnout habe ich mir solche Vorwürfe gemacht, dass ich es soweit habe kommen lassen, obwohl ich ahnte, in welche Richtung ich rannte…
    Egal, ist vorbei und ich habe daraus gelernt und du bist offensichtlich auch auf dem richtigen Weg dahin. Lass dir alle Zeit der Welt und sch… auf die angeblichen Verpflichtungen!
    Alles, alles Gute und vielen lieben Dank für deine Hilfe!!!
    Daniela

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  27. eliane60

    Liebe Nadja,

    Dein Buch hat so vielen Menschen geholfen (so auch mir) das Gewichtsproblem ehrlich und nüchtern zu betrachten und dabei motiviert einen individuellen machbaren Weg ohne Fettlogik zu gehen. Dafür V I E L E N D A N K !!!!!!! Und mehr braucht es im Moment nicht. Nimm Deine Auszeit, so lange Du sie brauchst und horch in Dich hinein, was wann ( und nur für Dich) als nächstes dran ist.

    Mit den besten Wünschen

    Eliane

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  28. Lakritz

    Du schreibst „mit meinem blöden Charakter“. Das solltest du nicht. Unter anderem hat dein Buch auch mir die Augen geöffnet. Wirklich ein Aha-Effekt. Dieses Buch hat ein Mensch geschrieben, der sehr introvertiert ist, fast eine Eremit, wie du schreibst ;).
    Na und?!
    Dein Charakter ist dein Charakter. Er hat dazu geführt, dass du Menschen auf einen guten Weg bringst. Ich bin fest davon überzeugt, dass du dieses Buch nur als die, die du bist schreiben konntest. Wärest du eine Andere mit einem „tolleren Charakter“ (wie soll der sein!?) hättest du vielleicht niemandem geholfen. Vielleicht hast du eine besondere Gabe! Vielleicht ist Schreiben dein Weg, die Welt besser zu machen. Also schimpfe bitte nicht auf deinen Charakter, der dich dabei leitet! Und auch für deinen Job als Psychotherapeutin empfinde ich es als authentisch, dass du zu deinen Gefühlen stehst – das ist doch schließlich auch das, was einem Psychotherapeuten so sagen…. wie sollte man das glauben, wenn sie nach einem Gespräch nachhause gehen und sagen: Gefühle, alles scheiße! 😉
    Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Bist du eigentlich HSP?
    Liebe Grüße und alles Gute für die nächste Zeit!

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  29. cbjohz

    Respekt für Deine Offenheit. In unserer virtuellen Welt, in der alle Menschen nur noch perfekt erscheinen, ist das was Du schreibst so angenehm ehrlich und sicher können sich Viele in Deinen Worten wiedererkennen. Und gemeinsam perfekt „unperfekt“ zu sein, das macht doch auch irgendwie Mut.

    Dir wünsche ich viel Kraft und die Ruhe, die Du brauchst.

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  30. Nadja,
    danke. Als geborener Einsiedlerkrebs weiß ich, was „hinaus gehen und sich in der Masse nicht wohl fühlen“ bedeutet. Man bekommt es phasenweise besser hin – und manchmal sind es Monate, die sich unsereiner ganz zurückzieht. Ich würde es noch nicht einmal eine Depression nennen – man ist einfach so gestrickt, und es gelingt nicht (ist auch nicht nötig), sich um 180° zu drehen.
    Hinzu kommt, dass die einen von uns früher, die anderen später diese typische „midlife crisis“ erfahren: Ja, sie erwischt m.E. alle, nur in unterschiedlichen Ausprägungen. Da hinterfragen wir noch viel intensiver als zuvor, welche Kontakte uns gut tun, welche Aufgaben noch Sinn machen…und was wir für die kommende Zeit auf Basis der bisher gemachten Erfahrungen von unserem Leben erhoffen/erwarten. Eine riesige Chance!
    Bleib‘ einfach bei Dir – das hilft am ehesten. Mutig alte Zöpfe abschneiden, wenn nötig – neue Bindungen tun sich gewiss auf. Dem Spirituellen mehr Raum in sich geben, egal, welcher Couleur. Die Natur (!) nicht als Bestandteil eines anderen Planeten betrachten, sondern zum Bestandteil des Alltags machen.
    Wir denken an Dich,
    Claudia

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