Übergewicht: Mediale Darstellung und Realität

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel hier auf dem Blog gepostet, den ich heute aufgrund der Aktualität reposte und am Ende ergänze.

Hier also zunächst der alte Artikel von Sptember 2016:

Vor kurzem ging wieder einmal eine Studie durch die Medien. Die DAK hat die Einstellung gegenüber Adipositas in der Allgemeinbevölkerung erfragt. Zur Studie selbst werde ich noch schreiben, heute soll es jedoch nicht um Text gehen sondern um das, was noch mehr als (tausend) Worte sagt: Die Bilder.

Die meisten großen Nachrichtenportale bebilderten ihre Artikel mit dem Bild einer Person, die – gemäß dem Inhalt des Artikels – Adipositas, bzw. Fettleibigkeit darstellen sollte.

Adipositas ist der Begriff, der für einen BMI über 30 gilt. Hierbei gibt es noch drei weitere Abstufungen, nämlich Adipositas Grad 1 (BMI 30-34,9), Adipositas Grad 2 (BMI 35-39,9) und die schwere morbide Adipositas Grad 3 (ab BMI 40). Auf der Seite der deutschen Adipositas-Gesellschaft finden sich die ungefähren Zahlen zur Verteilung innerhalb der Kategorien. Diese sieht ungefähr so aus:

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3 von 4 Adipösen fallen also in die Kategorie von BMI 30-34,9 und nur ein kleiner Teil ist schwer morbid adipös. Ich selbst war mit 150 kg bereits weit in dieser Kategorie. Damals sah ich so aus:

me138

Damit war ich also bereits innerhalb der Kategorie der Adipösen eine Minderheit. Doch wie sieht die Mehrheit aus? Ich habe im Forum herumgefragt und einige der Mitglieder waren so freundlich, mir Fotos zur Verfügung zu stellen, die sie im BMI-Bereich 30-35 zeigen.

Das sind adipöse/fettleibige Frauen:

bilder1w

Und das sind adipöse/fettleibige Männer:

bilder1m

Als nächstes habe ich mir die Fotos zu den Artikeln in den großen Medienportalen angeschaut. Das waren häufig dieselben Agenturfotos, aber ihr dürft raten, in welcher Adipositaskategorie die abgelichteten Personen waren. Hier eine kleine Collage:

bilder2

Wie deutlich zu erkennen ist, handelt es sich bei allen Bildern um Menschen, deren BMI deutlich über 40 liegt und die morbid adipös sind. Der einzige mögliche Ausnahmefall ist die zweite Person auf dem Foto links unten, aber interessanterweise lautet hier die Bildunterschrift auch „Viele Übergewichtige trauen sich nicht an den Strand“ während alle anderen Bilder explizit mit „Fettleibigkeit“ oder „Adipositas“ benannt sind. So war es auch, als ich auf das einzige Vorschaubild klickte, das tatsächlich eine Frau mit Adipositas Grad 1 zeigte. Ich war positiv überrascht von der Seite Frauenzimmer, doch die Bildunterschrift sprach erneut wieder von Übergewichtigen …

bilder3

Als es um Adipositas/Fettleibigkeit ging, wurde hingegen dieses Bild gezeigt:

bilder4

Dass dies in der Berichterstattung zu Adipositas kein Einzelfall ist, erkennt man, wenn man in der google Bildersuche Adipositas oder Fettleibigkeit eingibt:

googlesuche

Dass in den Medien fast ausschließlich schwer morbid adipöse Menschen gezeigt werden, wenn es um die Bebilderung von „Adipositas“ geht, obwohl diese nur eine kleine Minderheit der Adipösen stellen, hatte ich schon häufiger kritisiert. Aber warum ist das ein Problem?

Es hat etwas damit zu tun, wie die Medien unser Bild über Adipositas und Übergewicht prägen. In Fettlogik hatte ich zur Normalisierung von Übergewicht geschrieben:

In unserer Gesellschaft ist mittlerweile die Gewichtsverteilung etwa gedrittelt: Etwas über ein Drittel der Menschen sind normalgewichtig, etwas mehr als ein Drittel ist leicht übergewichtig, und etwas weniger als ein Drittel ist adipös. Nur etwa 1 Prozent ist untergewichtig. »Die Mitte«, also das, was gewissermaßen die Norm darstellt, ist folglich leichtes Übergewicht. Meinem Eindruck nach wird dieses leichte Übergewicht tatsächlich so »normalisiert«, dass es gar nicht als solches wahrgenommen wird.

Das zieht sich insofern weiter, als dass auch Adipositas – also bereits stark gesundheitsgefährdendes Übergewicht – nicht mehr so schnell als solches wahrgenommen wird. Adipositas Grad 1 oder oft sogar noch Grad 2 werden häufig nur als „leichtes Übergewicht“ empfunden. In Fettlogik zitiere ich diverse Studien, denen zufolge sich die Mehrheit der Adipösen nicht als solches wahrnimmt: 3/4 der Adipösen schätzten sich in diversen Umfragen als lediglich „leicht Übergewichtig“ ein. In einer Befragung zu weiblichen Körperformen wurde im Schnitt sogar erst ab BMI 38 von „zu dick“ gesprochen.

Ähnlich auch in einer Studie aus England, bei der adipöse Menschen gebeten wurden, sich selbst einzuschätzen: Lediglich 11 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer mit BMI über 30 waren sich bewusst, dass sie adipös waren.
Die Forscher verglichen daraufhin die Quote der Adipösen, die sich 2012 als adipös oder zumindest »sehr übergewichtig« einschätzten, mit der Quote von 2007. Während 2007 noch 50 Prozent der Adipösen sich selbst als solche identifizierten, fanden sich 2012 nur noch 34 Prozent »sehr übergewichtig« oder »adipös«. Fast zwei Drittel der befragten Adipösen schätzen sich selbst als normal oder zumindest nicht besonders übergewichtig ein.

Dies liegt sicher nicht ausschließlich an den Medien, sondern mit Sicherheit auch daran, wie unsere Sehgewohnheiten duch unsere Umwelt geprägt werden. Wenn wir immer mehr Übergewichtige sehen, wird dieses Bild automatisch irgendwann zur Norm. Dennoch haben die Medien einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung, indem sie Benennen und Einordnen, was wir sehen.

Wenn „Adipositas“ grundsätzlich mit Bildern von BMI weit über 40 dargestellt wird, prägt das selbstverständlich das Bild dessen, was wir uns unter „adipös“ oder „fettleibig“ vorstellen. Und wie man sieht ist hier die Realität von Adipositas deutlich anders als die mediale Darstellung:

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Übrigens wird dieses Thema auch dann interessant, wenn wir uns dem Inhalt der Studie zuwenden, die besagt, wie adipöse Menschen in unserer Gesellschaft wahrgenommen werden. Während „nur dicke“ Menschen nämlich meist noch recht positiv gesehen werden, ist die Einstellung zu „fettleibigen“ Menschen dieser Studie zufolge deutlich negativer. Gefragt wurde jedoch nur nach der Einstellung gegenüber den Begriffen, es wurde nicht gefragt, was die befragten Personen sich eigentlich genau unter „dick“ und „fettleibig“ vorstellen. Ist es das mediale Bild von Fettleibigkeit oder ist es das reale Bild, das da beurteilt wurde?

Die Frage ist doch, wie würde „die Gesellschaft“ tatsächlich über „die Adipösen“ denken, wenn den Befragten klar wäre, dass es kein „wir gegen die“ ist, sondern um – je nach Statitik – jeden vierten oder fünften Menschen um uns herum geht. Um uns.

Und die Frage ist, welche realen Konsequenzen diese Wahrnehmung von Adipositas hat. Wenn Adipositas auf diese Art zum Bild für ein Extrem gemacht wird, steigt natürlich auch die Schwelle, diese Bezeichnung zu verwenden. Das ist im Alltag natürlich egal, es geht ja nicht darum, in der Fußgängerzone besser Adipöse diskriminieren zu können (was dann bei der tatsächlichen Menge an Adipösen auch recht aufwendig wäre) aber es führt dazu, dass Ärzte und andere Fachleute sich ebenfalls zweimal überlegen werden, dem Patienten mit BMI 32 den Begriff „adipös“ mitzuteilen. Und wie eine Forenuserin schrieb:

Ich muss mir dabei dann auch selbst eingestehen: Als ich irgendwann in der Vergangenheit zum ersten Mal auf den Begriff „adipös“ gestossen bin, habe ich auch danach gegoogelt und habe mir dann beim Betrachten der Bilder gedacht „Nein, sooo siehst Du nicht aus, da gehörst Du nicht dazu“.

Dann wird einerseits in den Medien ausführlichst über die Gesundheitsrisiken von Adipositas berichtet, in dramatischen Farben Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Gelenkschäden beschworen, ähnlich wie beim Rauchen der Lungenkrebs – also durchaus sinnvolle Berichte über Gesundheitsrisiken – aber die, die es betrifft sehen die Bilder und denken „Da gehörst du nicht dazu.“ – und so sorgen Bilder dafür, dass (tausend) Worte einfach verpuffen.

Und hier der aktuelle Part.

Auch heute geht nämlich wieder eine Medung durch die Medien, über stark steigende Übergewichts/Adipositaszahlen. Nachdem ich 2016 bereits die Argumente verbloggt habe, lasse ich mal die Bilder der aktuellen Meldungen für sich sprechen (ich habe nur die größeren Medienportale gewählt. Der Rest ist ähnlich):

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Fazit: Dieses Mal ist die Diskrepanz sogar noch deutlicher. Nicht „Adipositas“ wird mit morbid adipösen Prsonen bebildert, sondern bereits „Übergewicht“ wird mit dieser Gewichtsklasse dargestellt. Eine Gewichtsklasse, in die nur ein minimaler Prozentsatz der „Übergewichtigen“ tatsächlich fällt.

Wie „leichtes Übergewicht“ tatsächlich aussieht, hatte ich bereits vor einigen Jahren einmal verbloggt unter „Magerwahn und Schlankheitsterror

Ich selbst sah mit leichtem Übergewicht so aus:

radtour

me

 

 

 

 

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79 Gedanken zu “Übergewicht: Mediale Darstellung und Realität

    1. Lui

      Ich habe es selbst nur bis BMI 30 gebracht, durfte mich vor anderen Menschen auch nie als „dick“ bezeichnen, dabei finde ich daran nichts negatives. Es völlig egal ob mein Gegenüber etwas dicker, etwas dünner, sehr viel dicker oder sehr viel dünner war. Ich war für fast alle Menschen absolut normal. Das stimmt ja auch, ich war normal-durchschnittlich, aber eben nicht normalgewichtig, was etwas anderes ist.

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  1. agi

    Ich könnte mir vorstellen, dass auf die diversen Medien ein Shitstorm zurollen würde, wenn sie nur Bilder von „lediglich “ übergewichtigen Menschen bringen würden…
    Ich merke gerade immer wieder, wie hartnäckig sich das Vorurteil vom BMI in den Köpfen eingebrannt hat. Da kommen regelmäßig die üblichen Aussagen wie, dass das alles Quatsch sei und oft nicht stimme.
    Das schönste Beispiel für „unsichtbares“ Übergewicht habe ich vor ein paar Jahren selbst erlebt, als eine Bekannte sich bei uns auf das Wii Balance Board stellte und es gar nicht fassen konnte, dass ihr das Teil Übergewicht bescheinigte(sie fand es aber auch völlig normal, am Tag ca. 3l Cola zu trinken und ich war entsetzt, als sie auf Nachfrage meinte,dass es sich nicht um die Light-Variante handelte)

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    1. BMI - WTF?

      Die gegenwärtige Verwendung des BMI ist wirklich Quatsch. Das liegt daran, dass der BMI zweidimensional rechnet, während ein Körper dreidimensional wächst. Das sagt der Begriff „Körper“ bereits aus.

      Der BMI wurde 1832 entwickelt. Da waren Männer im Durchschnitt 168 cm und Frauen 153 cm groß.

      Für diese Größen bedeutet ein BMI von 25, dass jemand schon ganz schön proper ist. Je größer man wird, desto schneller kommt man lt.BMI in den übergewichtigen Bereich. Ein Freu d von mir misst 204 cm und ist mit einem BMI von 24,5 ein absoluter Spargel.

      BMI ist bequem, aber nur ein gaaaanz grober Schätzwert. Besser ist der Ponderalindex. Es lohnt sich, einmal Freund Wikipedia zu dem Thema zu konsultieren. Der BMI wird nämlich auch diskriminierend verwendet, z.B. bei den Kriterien zur Verbeamtung in bestimmten Bundesländern oder bei Versicherungstarifen. Da kommen die kleinen Dicken besser weg, als die großen Schlanken.

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      1. Mona

        Der Vorteil vom BMI ist, dass er extrem einfach ist und gute Richtwerte bietet.

        Wenn man wirklich irgendwelche Gesundheitsrisiken durch Übergewicht berechnen will, dann sollte man statt des BMI vielleicht lieber den Körperfettanteil nehmen. Das Körperfett eines lebendigen Menschen lässt sich aber auch nicht wirklich genau messen. Das sind alles nur Hilfestellungen, um die Gesundheitsrisiken für die Zukunft aus dem jetzigen Zustand vorherzusagen. Risiko heißt ja nicht, dass die Krankheit wirklich auftritt.

        Bei den Beamten ist es doch sowieso komisch. Sie können doch zur Verbeamtung ein gesundes Körpergewicht haben und dann 10 Jahre später so viel wiegen, wie sie lustig sind, oder? Der Beamtenstatus wird doch nicht zurückgenommen, wenn jemand aus den Grenzen fällt?

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      2. BMI - WTF?

        Hi Mona,

        einfach und gut sind manchmal 2 Paar Schuhe. Sonst könnte man auch sagen, Pi sei 5, weil das viel einfacher zu rechnen sei.

        Für einen ersten Anhaltspunkt mag der BMI in Frage kommen.

        Aber von Versicherungen, die hochrangige Mathematiker in ihren Reihen haben, Behörden, die des Rechnens mächtig sind und Organisationen wie der WHO erwarte ich eigentlich, dass sie in der dritten Potenz rechnen können.

        Der Umgang mit dem BMI, nicht der BMI selber ist diskriminierend.

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      3. BMI - WTF?

        Dennoch diskriminierend. Ich zahle seit Jahren wegen so einem Unsinn erhöhte Versicherungsbeiträge.

        Und es ist kein großer Akt, den BMI auf Basis der Körpergröße 1,68 m in den Ponderal umzurechnen und den weiter zu verwenden.

        Das sähe so aus:
        BMI 20 – Ponderal 11,9 (vereinfacht 12)
        BMI 25 – Ponderal 14,9 (und hier 15)

        Erzaehlmirnix prangert auch des öfteren blödsinnige Statistiken an. Und mich kostet der Sch..dr… richtig Geld.

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      4. Mona

        Ja klar sollten die Stellen, wo es wirklich um etwas geht, nur Werte nehmen, die etwas aussagen. Der BMI sagt doch aber insgesamt genug aus, genauer wäre nur der Fettanteil, um überschüssiges Gewicht festzustellen. Der Ponderalindex macht ja nichts besser, dann beschwert sich halt wieder jemand anderes, für den die Grenzen sich verschlechtern. (Wenn sie sich für einige verbessern, wird es auch am anderen Ende welche geben, für die er sich nachteilig auswirkt.)

        Wikipedia sagt Normalgewicht beim Ponderalindex sei 11 bis 14. Ich bin „normalgroß“, dadurch kommen bei ziemlich genau die gleichen Werte raus, egal ob Ponderal 11 bis 14 oder BMI 18,5 bis 24,9. Ponderal 15 wäre bei mir schon BMI 26. Wenn eine Frau einen BMI von 25 hat und so groß ist wie ich, dann hat sie einfach Übergewicht. Egal was man sagt, irgendwo muss eine Grenze gezogen werden.

        Wenn dir das Geld so wichtig ist und du an der Grenze bist, kannst du 5 kg abnehmen für die Versicherung und danach wieder zunehmen. Oder verfolgen die ständig dein Körpergewicht?

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      5. BMI - WTF?

        Es geht mir mehr um die Gleichbehandlung. Durch das Hinzufügen einer Potenz wäre das Problem gelöst.

        Wie groß bist du denn? Wenn zwischen 1,60 und 1,70, dann passen BMI und Ponderal in etwa.

        Ich bin von den Werten für Männer ausgegangen.

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      6. Mona

        171 cm, da passt es gut zur Realität, was wie zu viel oder zu wenig ist, egal ob nun BMI 18,5 bis 24,9 oder 11 bis 14 beim Ponderalindex.

        Ich finde 11 bis 14 passt bei Männern auch sehr gut. Männer sind ja nur schwerer, weil sie halt öfter größer sind.

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      7. BMI - WTF?

        Ich habe einen Ponderal von 13,1. Will aber runter auf 12. Bzw. etwas darunter, um für Urlaube, Familienfeiern etc. etwas Reserve zu haben.

        Mein Fitnesstrainer sagte mir, dass ich dann bei unter 15% Körperfett sein müsste, wenn ich keine Muskelmasse verliere.

        Jetzt bin ich bei 21%, was angeblich gesund sein soll. Kapier ich aber nicht, weil ich beim Spiegel-Check bemerke, dass da noch was geht.

        Wenn es soweit ist, messen wir noch mal.

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      8. Mona

        21% Körperfettanteil für Männer unter 40 Jahren ist hoch, normal sind so 10 bis 20%. Bei Frauen sind 20 bis 30% Fettanteil normal.

        Also ist deine Beobachtung ganz passend zu den Zahlen.

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      9. BMI - WTF?

        Bin über 50, kapiere aber nicht so ganz, warum in meinem Alter ein höherer Fettanteil gesund sein soll.

        Ist vermutlich auch so eine Fettlogik.

        Was Meinst du?

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      10. Mona

        Ich vermute mal das ist so etwas wie der ans Alter angepasste BMI.
        Für mich zählt das auf jeden Fall als Fettlogik, wenn man sagt „Es ist normal, dass man dicker wird mit dem Alter.“ Für mich ist es viel wichtiger, dass ich beweglich bleibt und genug Muskulatur hab usw. Ich seh es auch nicht ein, wieso mein Fettanteil mit dem Alter höher werden sollte. Seite 71 aus dem Fettlogik Buch passt gut dazu.

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  2. Die Leute haben durch diese verzerrte Darstellung gar keinen Plan mehr, wie ein normalgewichtiger oder auch übergewichtiger Körper aussieht. So kommt es dann auch zu den oft beschriebenen „Warnungen“ man würde zu dünn, je nach Einstellung entweder mit sorgenvoller oder neidvoll-sauertöpfischer Mimik unterstrichen. Selbst wenn man noch weit entfernt ist von einem wenigstens annähernd normalen Gewicht. Das macht es für den Abnehmenden auch nicht leichter…

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  3. Ali

    Mir fällt bei den Posts von Dir immer wieder auf, wie sehr ich die Frauen mit Normalgewicht in die Kategorie „sportlich“ einordne, als ob es für normale Frauen nicht möglich wäre, das zu erreichen. Und „normal“ ist dann alles um BMI 30 herum. Und ich bekomme eine schlechtes Gewissen, wenn ich Frauen mit Norm-Gewicht attraktiver finde.

    Außerdem ist es einfacher zu sagen „Schatz, mir reicht, wenn Du Normalgewicht hast. Reicht sogar am oberen Ende bei BMI 25.“ als „Nimm ab, Du bist zu fett“ 😀

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  4. Markus

    Den Artikel kann ich so bestätigen. Ich selber bin bei knapp über BMI 30 und obwohl ich mich durchaus als übergewichtig wahrnehme muss ich sagen, dass ich es subjektiv als gar nicht sooo schlimm wahrnehme. Da kann der Kopf sagen, was er will, das Bauchgefühl widerspricht. Und genau das ist ein verflixt merkwürdiges, weil eigentlich dummes Gefühl.

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    1. Kontrast

      Das schockiert mich auch gerade ziemlich. Bist du sicher, dass das kein Fehler ist? Ich gehöre wirklich nicht der Fraktion an, die sagt „Was, 60 Kilo wiegst du? Ist ja vieeeel zu dünn!“ (egal bei welcher Körpergröße natürlich^^), aber auf dem letzten Bild siehst du für mich wirklich schlank aus.

      Generell muss ich sagen, dass du mir mit deinen Artikeln zu dem Thema wirklich die Augen geöffnet hast, wie normal Übergewicht mittlerweile ist und wie sich unsere Wahrnehmung diesbezüglich verschoben hat. Ich bin im Grunde genau in die im Artikel beschriebene Falle getappt – Übergewicht = morbide Adipositas (optisch). Also ist in meinem Umfeld kaum jemand übergewichtig. Tja, denkste. Das hat zwar für mich jetzt keine praktischen Konsequenzen, da ich selbst nie in der Gewichtsklasse war, aber es ist dennoch interessant zu sehen, wie sehr unser Blick durch die mediale Berichterstattung geformt wird. Und letztlich auch ziemlich erschreckend.
      (Das mit dem letzten Foto von dir als leicht übergewichtig krieg ich aber immer noch nicht verpackt.)

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      1. Ossi

        Ich wiege derzeit bei einer Größe von 165cm 70 kg, habe also einen BMI von 26. Mir hat man schon mit 80 kg gesagt, ich bräuchte jetzt nicht mehr abnehmen, und jeder, dem ich erzähle, ich möchte noch 5-7 kg abnehmen, hält mich für komplett irre.

        Ich habe am Bauch noch ein bisschen hängen, und einiges noch an den Oberschenkeln und am Po. Auf Fotos sehe ich das auch deutlich (im Spiegel komischerweise nicht so). Aber jeder behauptet, ich wäre schon total schlank und hätte eine „bella figura“.

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      2. Elizi

        ich versteh das auch nicht. Ich habe deutlich breitere Schenkel, mehr Hintern und mehr Bauch als du auf den Bildern, trotzdem wiege ich bei ca. 1,70m 65-66 kg und habe also einen mittleren BMI.
        Bei solchen Bildern und Vergleichen beginne ich langsam an der Aussagekraft des BMIs zu zweifeln…

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      3. Katja

        @anneinsideoffice und Elizi: Optik und BMI sind zwei Paar Schuhe. Erstens spielt der grundlegende Körpertyp mit rein und zweitens die Muskelmasse.
        Eine Freundin von mir hatte im normalgewichtigen Bereich schon eine sehr ausgeprägte Sanduhrfigur – das ist jetzt im oberen Normalgewicht/leichten Übergewicht nur extremer geworden. Ich habe eine andere Statur (eher breite Schultern mit ausgeprägtem Busen, dabei im Vergleich eher schmale Hüften) und tendiere eher dazu eine „Tonne“ zu werden, wenn ich zunehme. Eine weitere Freundin, die groß und gerade ist, sieht mit leichtem Übergewicht nicht so dick aus, wie ich, weil sich das Fett anders verteilt. Kurz: Solange Leute nur leicht übergewichtig sind, macht der Körpertyp sehr viel aus und kann unter Umständen viel kaschieren – teilweise auch nur aus bestimmten Winkeln. Wenn du dir die Handyfotos von Nadja anschaust, siehst du insbesondere von der Seite schon, dass bei 75kg noch etwas zu viel drauf war.
        Mit der Muskulatur ist es ähnlich. Ich bin so groß und so schwer, wie eine Bekannte, habe unterm Strich aber deutlich mehr Muskeln, weswegen man mich leichter schätzen würde.

        Der BMI hat schon recht, die Optik ist nur stellenweise sehr wenig hilfreich bis störend.

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    2. Kleidung kann wirklich extrem täuschen – gerade, wenn es gut „formende“ Stoffe sind und vorteilhafte Schnitte bzw. Längen für die eigene Figur. Dann noch ein Foto aus der passenden Perspektive …
      Lässt man dann die Hüllen fallen, zeigt sich der Speck 😉

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  5. Carmen

    Ich war entsetzt, als ich Anfang des Jahres nach der FLÜ-Lektüre auf die Waage stieg und der BMI-Rechner BMI 34 anzeigte, also Adipositas. Ich hatte auch immer das Bild des morbid Adipösen vor Augen und hab mir eingeredet dass es bei mir nicht so schlimm sei. Auch meine Umwelt hat ungläubig reagiert als ich gesagt habe dass ich dringend 25-30 kg abnehmen möchte, um von der Adipositas auf Normalgewichtig zu reduzieren. Nun mit 18 kg weniger, also nur noch übergewichtig, werde ich schon besorgt gebeten, nun doch aber mit dem abnehmen aufzuhören…totale Wahrnehmungsverzerrung…

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  6. Sabine

    Jetzt versteh ich endlich, warum alle um mich herum meckern!
    Ich hab genau das andere Problem. Ich hab einen BMI von knapp 20 und das hat für mich schon ewig gedauert, da „hoch“ zu kommen (ich nehme mit FLÜ zu)… Und alles meckert, dass ich zu dünn bin! Bei dieser medialen Wahrnehmungsverzerrung kann ich mich entspannt zurück lehnen 😀

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  7. Hannibal

    Gleichzeitig erinnere ich mich bei solchen medialen Darstellungen z.B. an die letzte Sendung von „Schlag den Star“ mit Lena Meyer-Landrut und Lena Gercke. Den beiden wurde u.a. auf Twitter wohl recht häufig vorgeworfen, magersüchtig zu sein oder eben Hungerhaken oder keine Frauen zu sein. Dabei habe ich zumindest für Lena ML mal einen BMI von 19 oder so ausgerechnet und würde vermuten, dass die andere Lena auch etwa dort liegt.

    Gleichzeitig habe ich nun des Öfteren schon gelesen, wie sehr eine Sendung wie „Germany’s Next Top Model“ Mädchen in Richtung Magersucht bringen kann. Allgemein scheint das gesunde Maß etwas verloren zu gehen.

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  8. Susanne

    Hallo Ihr alle da draußen, also letztes Jahr im Oktober hatten wir Inventur und da musste ich auf die Leiter wieder runter und auf die Knie um alles zu zählen. Nicht nur das meine Klamotten, die wir gestellt bekommen zum zerreißen gespannt waren auch meine Knie fanden das nicht lustig. Ich war Fett und das weiß ich und wusste es auch damals. Als mir dann Flü über den Weg lief , dachte ich na ja noch ein schlaues Buch und dieses Buch hat mein Leben komplett verändert. Ich habe am 1 November mit 116,5 Kilo(BMI 42) angefangen und bin jetzt bei 87,5 (BMI 31)was bei Fddb mit leichtem Übergewicht bezeichnet wird.Ich weiß, welcher Weg noch vor mir liegt, denn es sind immer noch 30 Kilo bis zum Idealgewicht, aber auch das schaff ich noch.Viele sagen, das reicht , Du siehst so toll aus, das wird zu viel, aber ich weiß es eben besser als die und lass mich davon nicht beirren. Ich war meinem Ziel schon lange nicht mehr so nah und ich danke Euch allen dafür. Denn Ihr alle bestärkt mich in meinem tun und auch kleine Niederlagen lassen sich durch Eure Berichte besser meistern.
    Viiiiiiiiielen Dank.
    SU

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  9. Maren

    Ein kleiner Tip übrigens, wenn man der verbreiteten Wahrnehmungsverzerrung ein bisschen entgegenwirken will oder wenn man das Gefühl hat, es gehen einem die Argumente aus gegen all dieses Gerede von „Der BMI ist eh Quatsch“ und „Medien schüren Magerwahn“:

    Schaut euch mal alte Familienphotos an bzw. bittet die entsprechenden Personen, es zu tun. Richtig alte Alben von den Groß- und Urgroßeltern, oder falls so etwas nicht vorhanden ist, schaut mal, ob ihr alte Zeitschriften und Zeitungen findet, oder Sachbücher / Bildbände, die sich mit bestimmten Epochen beschäftigen. Direkte Nachkriegszeit ist natürlich nicht sehr aussagekräftig, aber Photos aus den 1950er, 60er, 70er Jahren sind seeehr interessant.

    Familienphotos sind aus dem Grund am eindrücklichsten, weil man evtl. noch Geschichten damit verbindet, z.B. von der „unglaublich fetten Tante so und so“, und dann sieht man eben auf den Bildern, dass die nach heutigen Maßstäben als „ein bisschen moppelig“ durchgehen würde.

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    1. Da hast du Recht. Ich hatte neulich ein Foto aus meiner Jugendzeit (das ist ca. 30 Jahre alt) in den Händen. Wir Mädels waren alle seeeeehr schlank und die man damals als etwas „moppelig“ wahrgenommen hat, waren vielleicht im mittleren bis oberen Normalgewicht. Richtig Dicke gab es seiner Zeit kaum. Die Wahrnehmung hat sich also schon arg verschoben oder wurde verschoben, wie auch immer.
      LG
      Sabine

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  10. Klaus

    Hah, ich musste bei den Artikeln in den letzten Tagen, gleich an deinen Blog denken.

    Zum Thema kaputte Wahrnehmung kann ich übrigens auch eine Story beitragen:
    Als ich vor etwa 6 Wochen das Blog hier entdeckte, hab ich mich dazu durch gerungen mich mal wieder zu wiegen, und meinen BMI zu berechnen. Ergebnis 28,9 Tendenz steigend.
    Die Entscheidung daraufhin 10 Kg ab zu nehmen traf, milde gesagt nicht auf viel Zustimmung. Das erschreckende für mich war, dass Leute die mir mit 17, als ich 20 Kg(!) weniger wog und „Skinny Fat“ war, sagten ich sei zu dick, heute auch das abnehmen ausreden wollten. Und das trotz nun wirklich deutlichen Bierbauch.

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    1. Lui

      Das kommt mir so bekannt vor! Als Teenager mit BMI 18-20 skinny-fat habe ich einige blöde Sprüche zu hören bekommen, dass ich zu dick sei. Als Erwachsener kurze Zeit auch noch und dann begann die Zunahme und in der Zeit ist was passiert mit der Wahrnehmung von Übergewicht. Mit BMI25-30 war ich höchstens leicht mollig, eigentlich ziemlich normal und auf keinen Fall dick und warum willst du überhaupt abnehmen, du bist doch schon so schlank?!
      Beides Unfug! Ich war als Teenager ungefähr so dick wie ich bis vor ein paar Monaten schlank war.

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  11. Ich habe gestern in unserer Tageszeitung auch einen Bericht über das zunehmende Übergewicht der Deutschen gelesen und abgebildet war – wenn wundert’s – ein schwer morbid adipöser Mensch. Ich habe echt schon überlegt einen Leserbrief zu schreiben, weil ich so sauer war. Bei den Teilnehmerinnen von GNT heißt es immer „Magermodels“; dabei haben die Mädels alle einen normalen BMI (unterer Normbereich). Der Blick für „normal“ ist uns echt abhanden gekommen.
    Ganz gefährlich finde ich den derzeitigen Trend der „curvy models“. Klar, auch übergewichtige Frauen können schön sein, eine tolle Ausstrahlung haben und sie sollen auch schicke Mode finden (ich – endlich knapp unter BMI 35 – könnte da manchmal verzweifeln…). Aber Übergewicht oder sogar Adipositas jetzt als das neue Schönheitsideal darzustellen, finde ich gefährlich.

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    1. Hannibal

      Ich muss bei den „Magermodels“ generell zustimmen – ich denke da war zu Beginn wahrscheinlich niemand untergewichtig. Gegen Ende hatte ich jedoch den Eindruck, dass Maja ins Untergewicht gerutscht ist. Allerdings würde mich interessieren, ob die Produktionsfirma das Wohlergehen der Mädchen irgendwie sicherstellen muss und vielleicht sogar das Gewicht überwacht bzw. die Mädchen vielleicht sogar nur dabei sein dürfen, wenn sie nicht untergewichtig sind. Da kann man leider nur spekulieren.

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  12. Vor einiger Zeit habe ich gesehen, dass es ein Remake von „Dirty Dancing“ gab – und erst, als ich die Fotos der neuen Verfilmung sah, wurde mir klar, dass die weibliche Hauptfigur „Baby“ in der alten Version wahrscheinlich so gesehen werden sollte, dass sie „noch etwas Babyspeck“ hatte – wobei sie in meinen von meinem eigenen Übergewicht geprägtem Augen schlank war, während sie im Vergleich zu ihrer älteren Schwester oder Penny natürlich eine andere Figur hatte.
    Es wurde mir deshalb klar, weil die neue Protagonistin in der neuen Version deutlich pummeliger ist: um heute die Tatsache rüberzubringen, dass sie noch „Babyspeck“ hat, musste also eine Schauspielerin mit höherem BMI gewählt werden, hier Fotos auf IMDB.com: http://www.imdb.com/title/tt5262792/mediaindex?ref_=tt_pv_mi_sm
    (Ansonsten sieht es nach den Fotos so aus, als ob die alte Version mit neuen Schauspielenrn ziemlich 1:1 nachgestellt wurde – wer braucht denn so etwas?!)

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  13. Hm, das mit der verzerrten Wahrnehmung kann ich nur bestätigen – aber etwas anders. Momentan habe ich einen BMI von ca. 31. Mein sehr schlanker Ehemann findet mich „normal“ und auf keinen Fall zu dick. Für ihn sind sehr schlanke Frauen eher unästhetisch und insektenhaft.

    Ich selbst würde gerne einige Kilos abnehmen. Ich habe in einem Zeitraum von 2 Jahren 18 kg abgenommen – bis kein Gramm mehr runterging. Leider habe ich in den letzten beiden Jahren wieder 6 kg zugenommen. Ich bin 160 cm klein und 62 Jahre alt. Allerdings fühle ich mich nicht leistungsfähig, sobald ich 1700 Kcal am Tag unterschreite und deshalb fällt es mir sehr schwer von meinen 81 kg wieder runterzukommen.

    Weniger als 72 kg möchte ich nicht wiegen, da würde ich mich wahrscheinlich nicht mehr wohl fühlen. Mit 75 kg hatte ich Probleme mit meinen Gelenken. Jetzt mit 6 kg mehr, habe ich damit keinerlei Probleme – ist doch merkwürdig oder?

    Übrigens @Maren – wenn ich Fotos von meinen weiblichen Verwandten aus den 50er 60er 70er Jahren anschaue, stelle ich fest, dass die ähnlich gebaut waren wie ich es jetzt bin – und die sind alle steinalt geworden – bei bester Gesundheit. Ich empfinde die nicht als übergewichtig. Allerdings mag sein, dass sie mir damals schon recht üppig vorkamen (ich hatte bis zum 30. Lebensjahr einen BMI von 19). So ändert sich die Wahrnehmung im Lauf des Lebens. Meine beiden schlanken Tanten haben das 60. Lebensjahr übrigens nicht erreicht und sahen mit 50 schon aus wie 80…

    Ja @Klaus – die Figur verändert sich im Lauf des Lebens – so wie die Wahrnehmung. Ich fühlte mich mit 17 Jahren und 48 kg auch zu fett und Freunde lästerten über meinen dicken Hintern. Richtig – ich war breit und extrem knochig.

    Mit 15 kg mehr war ich schlank und wohlgeformt ;-). Dieses Gewicht konnte ich bis zum 48. Lebensjahr halten – dann ging´s kontinuierlich noch oben.

    Was ich sagen will – wir Menschen sind zum Glück unterschiedlich in Haut- und Haarfarbe, in der Größe und eben auch in der Statur. Der BMI, der für eine Person gut und richtig ist, kann für einen anderen Menschen völlig daneben sein – und er kann sich im Laufe des Lebens ändern – und das kann auch gut, richtig und gesund sein.

    Mit Sicherheit ist es extrem ungesund, permanent gegen seinen Körper anzukämpfen – und es macht alt und hässlich ;-).
    Grüße Reena

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    1. Maren

      Der Normalgewichtsbereich für 160 cm Körpergröße ist ca. 48-62 kg. Ich bin am unteren und am oberen Ende dieses Bereichs gewesen, und kann aus vollem Herzen sagen, ich bin am unteren Rand des Normalgewichts um Meilen fitter, gesünder, fühle mich wohler und sehe besser aus als am oberen Rand.

      Ich bin übrigens Mitte 40, werde meist auf um die 30 geschätzt, und ca. 1700 kcal ist mein normaler Tagesbedarf als sportliche leistungsfähige Person. Viel Eiweiß hilft.

      Die Figur ändert sich im Laufe des Lebens, wenn sich die Gewohnheiten ändern. Man kann sie auch wieder zurück ändern.

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      1. BMI - WTF?

        Bei 1,60m ist ein BMI von 24/25 schon ziemlich pummelig.

        Von daher ist bei der Größe ein BMI von 22 der obere Anschlag.

        Ein BMI von 25 bei einer Körpergröße von 1,60m entspricht in etwa einem BMI von 29,68 bei einer Körpergröße von 1,90m, wenn man von gleichen Körperproportionen ausgeht.

        Mit anderen Worten, der BMI ist nichts anderes als eine statistische Hilfskrücke.

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    2. Klaus

      Wo soll ich da Anfangen?
      Ich wiege 20 Kg mehr, weil ich ~8 Kilo Muskeln und ~12 Kilo Fett zugelegt hab.
      Die Muskeln weil ich heute viel mehr Sport mache, als ich als Teenager gemacht hab, und das Fett weil ich jetzt das Geld habe mir mein essen selber zu kaufen, und ich halt mehr und energiereicher esse, im Hotel Mama. Und nicht weil sich „die Statur im Alter eben ändert“.

      Nicht ich habe mich damals zu dick gefühlt, andere haben mir gesagt ich sei zu dick. Und die sind heute dagegen das ich abnehme.

      Und nein ich muss nicht „gegen meinen Körper ankämpfen“ um ab zu nehmen. Die zwei Packungen Chips die Woche weg lassen hilft schon ganz extrem.

      Und die Hautfarbe mit dem Bierbauch zu vergleichen ist, auf der Liste des Schwachsinns den ich zum Abnehmen gehört habe ja mal ganz oben.

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  14. Liora

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass ich selbst mein Übergewicht jahrelang bagatellisiert habe. Die Menschen meiner Umgebung, Freunde und Kollegen haben mich zu jeder Zeit realistisch wahrgenommen. Bin 54, 183 cm, und habe im letzten halben Jahr von BMI 32 auf derzeit BMI 25,5 abgenommen. Ich höre von Kollegen, dass ich schlank geworden sei, und wenn ich dann sage, ich hoffe es geht so weiter, es sind noch drei Kilo bis Normalgewicht, nicken sie zustimmend, weil es sichtbar ist, dass „schlank“ noch ein bisschen weniger ist als BMI 25,5.
    Nach meiner Erfahrung gibt einen Zusammenhang zwischen BMI und körperlicher Leistungsfähigkeit. Ab BMI 26 abwärts kann ich plötzlich laufen (auf dem Laufband), inzwischen schon 45 Minuten am Stück und mein (unbehandelter) Bluthochdruck hat sich normalisiert (was wahrscheinlich die Voraussetzung für diese Ausdauerentwicklung war).
    Ich würde mir wünschen, dass in den Medien mehr betont werden würde, was für einen konkreten Nutzen es für den Einzelnen hat, Normalgewicht zu haben.

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  15. Gabsi

    Ein herzliches Dankeschön an die Bloggerin! Solche Beiträge werden an Aktualität nicht verlieren, denn unbestreitbar haben sich die Sehgewohnheiten bereits derart verändert, dass Übergewicht als solches schon nicht mehr wahrgenommen wird und dafür Normalgewichtigen Untergewicht unterstellt wird. Das zeigt sich auch in Leserkommentaren zu Berichten über die gesundheitlichen Folgen von Adipositas.

    @Reena Berg
    Die Bandbreite des BMI ist groß genug, um die verschiedenen Körperformen zu berücksichtigen.

    Ich selbst bin 50 Jahre alt, zwei cm kleiner als Sie und wiege 50 kg. Mein Höchstgewicht lag im mittlerwen übergewichtigen Bereich mit BMI 27, das war im Vergleich zu meinem derzeitigen Gewicht durchaus schon mit Einschränkungen bezogen auf meine gesundheitliche Lebensqualität verbunden.

    Sich entsprechend seines Normalgewichts zu ernähren, wird kaum zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit führen und dass eine Zunahme bzw. eine Lebensweise, die zu Adipositas führt, gut für die Gelenke ist, wird Ihnen kaum ein Arzt bestätigt haben.

    Ja, mein Opa hat 10 Zigarren am Tag geraucht und Schnappes getrunken, er wurde 100 Jahre alt…das sind genau diese Art von Anekdoten, die eher nicht dazu führen, das Rauchen als gesundheitsfördernd zu sehen. Genau diese Argumente sollen jetzt Übergewicht schönreden und bagatellisieren.

    Mir scheint, dass Sie außerdem eine sehr eigenwillige Wahrnehmung der Realität haben, wenn Sie ungesundes Übergewicht als Folge einer zu hohen Kalorienaufnahme mit der Hautfarbe vergleichen.

    Das ist schlichtweg genau der Quatsch, die diesen Blog so wertvoll machen, auch wenn ich meine, dass der Drops mittlerweile gelutscht ist. Jetzt sind 2,2 Mrd. Menschen übergewichtig, ich werde es noch erleben, dass auch die 3-Mrd-Grenze überschritten ist.

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen: sie können wiegen, so viel Sie möchten und Ihr Mann kann schön finden, was er mag – das macht eine adipöse Lebensweise nicht gesünder und ich halte es für gefährlich, dergleichen zu verbreiten.

    @Maren: Die Bilder meiner Eltern und Großeltern aus den 60ern zeigen durchweg schlanke Menschen, aber in der Firma meiner Mutter war eine übergewichtige Person, an die ich mich gut erinnere, die heute wahrscheinlich als pummelig bezeichnet werden würde.

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    1. BMI - WTF?

      @Reena Berg
      Die Bandbreite des BMI ist groß genug, um die verschiedenen Körperformen zu berücksichtigen

      ==> der BMI ist nur eine statistische Maßzahl. Großgewachsene Leute sind bei gleichem BMI schlanker als kleingewachsene Leute. Das liegt daran, dass der Körper in der dritten Potenz wächst, während der BMI mit der zweiten Potenz berechnet wird. Von daher ist der BMI als persönlicher Wert sehr mit Vorsicht zu genießen, was ja auch im Buch FLÜ so dargestellt wird. Kleinere Menschen haben beim gleichen BMI einen wesentlich höheren Anteil an Körperfett, als größere Menschen.

      Also Vorsicht, der BMI taugt für Statistiken, nicht aber für die Bewertung des eigenen Gewichts. Bzw. bestenfalls als grober Anhaltspunkt.

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  16. Jeder Mensch ist anders, egal ob Haar- oder Hautfarbe. Auch sehen Menschen selbst bei gleichem BMI unterschiedlich aus (sieht man hier sehr schön unter der Rubrik „zu dünn“). Trotzdem kann man das nicht vergleichen: Während es für die Gesundheit einen Unterschied macht, ob man BMI 23 oder 32 hat, ist es dem Blutdruck oder der Bauchspeicheldrüse völlig egal, ob man blond, brünette, hell- oder dunkelhäutig ist.
    Zu dem Thema „früher“: In den 80ern war der BMI noch nicht bekannt bzw. so weit verbreitet. Das Normalgewicht wurde so berechnet: Größe in cm – 100 (bei mir 65 kg), für’s Idealgewicht wurden davon 10% abgezogen (bei mir dann 58,5 kg). Dann hieß es, für Frauen gelte: Größe in cm – 100 – 10%= Normalgewicht (also 58,5 kg) und für’s Idealgewicht wurden 20% abgezogen (bei mir 52 kg). BMI-Rechner im Netz geben für mich ein Normalgewicht von 52 – 66 kg an. Als der BMI sich dann verbreitet hat, wurde geschimpft, dass er viel zu lasch sei. Und heute wird er als zu streng angesehen bzw. ganz als Quatsch. Dabei habe ich es heute sogar mehr Spielraum.
    Nach damaliger Rechnung müsste ich unter 60 kg wiegen… Mein Ziel habe ich derzeit auf 65 kg festgelegt, laut BMI Normalgewicht

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    1. Mona

      Das mit der simplen Berechnung hat mir meine Mutter auch erzählt, aber ein bisschen anders. Sie meinte immer Körpergröße in cm -100 ist schon das beste Gewicht. Damit bin ich aber schon sehr nah am Übergewicht und fühle mich unwohl, habe Schmerzen usw. Ich fühle mich auch unwohl, wenn ich 10% abziehe, erst wenn ich 15% abziehe finde ich es für mich ok und perfekt fühlen sich für mich -20% an, aber bei Stress und Schlafmangel kann ich die nicht halten.

      Das ist total individuell, was man selbst für sich mag, aber wie man sieht ist das alles im Normalgewicht inbegriffen, weil es doch eine große Spanne hat. Ich finde es aber auch ok, wenn jemand für sich entschieden hat nichts gegen sein Unter- oder Übergewicht zu machen. Ist ja sein Leben, da kann er tun und lassen was er will, solang er anderen keinen Schaden zuführt.

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      1. Wo jemand sein persönliches Wohlfühlgewicht hat, muss jeder selber wissen und da will ich auch niemanden reinreden und ob das nun bei BMI 20 oder 30 ist, ist mir auch egal.
        Worauf ich hinaus wollte war, dass damals dieser Wert (Größe in cm minus 100) allgemein als „normal“, als Standard akzeptiert war. Wenn man wie ich 165 cm groß war und abnehmen wollte, war es völlig normal auf 65 kg oder 60 kg oder gar 55 kg runter zu wollen. Man hat die Formel genannt und gut war’s. Keiner hat widersprochen. Und heute? Was bekommt man da auf seinem Weg zum Normalgewicht alles zu hören (bzw. zu lesen)…

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    2. Maren

      Ich kenne das auch so: Größe minus 100 = Normalgewicht, minus 10% = Idealgewicht. Meinem Eindruck nach landet man damit meist so im mittleren bis oberen normalen BMI-Bereich. Also z.B. bei 160 cm hätte man mit dieser Berechnung ja 60 kg „Normalgewicht“ und 54 kg „Idealgewicht“, während der BMI 48-62 kg als Normalbereich gibt.

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  17. Geerd

    Liebe Leute,
    tatsächlich hat mich die Lektüre von FLÜ hergelockt und (etwas) in meinem alltäglichem Umgang mit dem Körpergewicht geändert. Insbesondere der Vorwurf, wir Ärzte würden unsere Patienten nicht auf das Gesundheitsproblem Übergewicht ansprechen, hat mich getroffen, nicht weil er nicht stimmt. Das ändere ich gerade, obwohl ich als Urologe nicht der typische Ansprechpartner für das bin.
    Ich habe selbst schon über 20 kg am Stück abgenommen, bin aktuell gerade unterwegs zu einem BMI unter 25. Es ist aber richtig, daß sich viele Menschen normal finden und auch “normal kräftig “ aussehen, die klare gesundheitliche Probleme haben, z.B. auch als Männer an einen relativen Hormonmangel leiden. Hier wachsen die Hoden halt nicht mit dem Bauch mit… Das ich mich mit 3 kg weniger schon wieder etwas fitter fühle, relativiert die Diskussionen über BMI etc. Ein Freund sagte “man braucht keine Waage, nur einen Gürtel „. Sich übergewichtig gut zu fühlen, ist eine Selbsttäuschung, die mir in über 40 Jahren Fettlogik sehr vertraut ist. Wenns so sein sollte, Glückwunsch, ich habe es anders erlebet.
    Keep up the good work!

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  18. milo

    Ich möchte diese Darstellung mit einem aktuellen Beispiel der Fat Acceptance Bewegung ergänzen, wo man versucht, gewisse Formen von Adipositas zu ästhetisieren:

    Gewiss sind diese (unter dem link vorfindbaren) Fotos gut inszeniert. Aber der Körper dieser Frau ist doch eher erschreckend voluminös. Man kann sich unmittelbar vorstellen, dass die dargestellte Dame sicher große Mühe z.b. mit Treppensteigen haben dürfte, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Nun werden solche Bilder aber von Aktivistinnen gerne gefeiert als tolle Beispiele dafür, dass auch Dicke schön sein können. Ich nehme nur einen kleinen Ausschnitt der Tumblr-Welt wahr, aber dort sehe ich etliche Blogs von Frauen, die teilweise kampagnenartig vermitteln wollen, dass auch Adipöse schön seien. Vielleicht hängt das auch mit der hier beschriebenen medialen Darstellung von Übergewicht zusammen, dass den Aktivistinnen nicht mehr auffällt, welchem Extrem sie hier huldigen.

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    1. Mona

      Ja, hübsche Bilder. Die Frau darauf sieht jung aus, ich frage mich, was sie mit Ihrem Körper anfangen kann, wenn sie 20 Jahre älter ist. Wenn es gemalte Bilder wären, hätte ich keine weiteren Gedanken als „schön“. Da es ein echter Mensch ist, denke ich eher daran, was für Schmerzen und Alltagsprobleme auf sie noch zukommen werden und mag dann nicht mehr hinschauen.

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    2. BMI - WTF?

      Dick ist nie schön. Da machen sich die Anhänger der Fat Acceptance was vor. Und gesund ist es auch nicht. Uns hier ist das klar, logo, und das hat auch nichts mit Schlankheitswahn zu tun. Und ich bin mir sicher, dass es auch viele Fat Acceptance-Jünger wissen. Sie versuchen halt auf ihre Art und Weise, ihr schlechtes Selbstbild schönzufärben.

      Dabei tappen sie in die gleiche Falle, wie so viele andere auch, dass sie denken, nur ein schöner Mensch sei ein guter Mensch. Deshalb wollen sie fett=schön verkaufen. Vor allem sich selbst .

      Der Körperbau sagt nichts, aber auch gar nichts über die Qualität eines Menschen aus. Es gibt brilliante Dicke, deren Gegenwart ich sehr schätze. Schön sind die nicht, aber angenehm.

      So ist Self Acceptance das Zauberwort, nicht Fat Acceptance.

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      1. Mona

        Von BMI – WTF? „Dick ist nie schön.“
        Das find ich nicht. Es gibt auch schöne Dicke.

        „Dabei tappen sie in die gleiche Falle, wie so viele andere auch, dass sie denken, nur ein schöner Mensch sei ein guter Mensch.“
        Ja, das ist echt nervig. Wenn jemand über sich selbst sagt „x finde ich am mir hässlich“, dann schreien die gleich auf und wollen einen in eine Psychotherapie schicken oder bemitleiden einen dafür, dass man sich selbst angeblich nicht gut genug liebt.
        Als ob ich dazu auf der Welt sei hübsch zu sein und als ob ich mich nicht liebe, nur weil ich irgendwas an mir hässlich finde. Schönheit ist nicht das Wichtigste auf der Welt. Wobei „sich selber lieben“ mir auch manchmal zu aufgezwungen ist. Ein Mensch hat nicht nur Stärken, die Schwächen gehören auch dazu. Ich find es gut, mich realistisch und kritisch zu betrachten, egal was ich tue.

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  19. Frau Frosch

    Als ich mit FLÜ angefangen habe, wog ich bei 1,68m 79,8kg und war ganz knapp vor BMI 30, also fast schon adipös. Trotzdem bin ich in meinem Umfeld nie als dick wahrgenommen worden, sondern als kurvig. Das war ich auch, aber mit ziemlich viel überschüssigem Fett. Jetzt halte ich bei ca. 60kg (BMI 21, also ideal und trage Größe 34/36 bei den meisten Herstellern) und werde dank meines Körperbaus allgemein als superschlank wahrgenommen. Gestern hat eine Bekannte mich gefragt, wie viel ich wiege, ganz neutral und aus reinem Interesse (da sie selbst ein paar Kilo verlieren will) und war sehr erstaunt, dass uns nur 8kg trennen, sie hätte mich auf 53kg geschätzt! Ich kann wahrscheinlich meinem Körperbau (breite Schultern und große Brust, dazu ein halbwegs vernünftiger Muskeltonus) danken, dass ich so schlank wirke…
    Wenn ich mich in unserer völlig durchschnittlichen Kleinstadt in der Fußgängerzone umschaue, sehe ich mich auch allgemein eher im unteren Bereich der Gewichtsklassen. Ich denke auch, dass für die meisten Menschen dank der vielen Bilder von morbider Adipositas in den Medien das Übergewicht da anfängt, wo man nicht mehr in die größte „normale“ Kleidergröße passt (bei Frauen die 42, bei Männern kenne ich mich leider nicht so gut aus…) – so war es bei mir auch lange. Und was da noch mit dazukommt ist die Tatsache, dass Kleiderhersteller so wahnsinnig unterschiedlich schneiden. Nur mal als Beispiel: früher habe ich gerne bei s.Oliver eingekauft, weil ich gut in die Sachen gepasst habe und bei Oberteilen meine Brustkrebs Platz hatte (wichtig bei Größe 80F). Als ich anfing abzunehmen, trug ich Hosen in Größe 38. Kaum zu glauben, oder? Fast 80 kg und eine Größe 38! Jetzt kann ich bei besagtem Hersteller nicht mehr einkaufen, weil die 34er Hosen rutschen und die Oberteile wie Säcke an mir herunterhängen – trotz Brust. Mittlerweile kaufe ich bei Herstellern, die öfter Kritik ausgesetzt sind, weil die Kleidung angeblich „echten Frauen“ nicht passt und nur „Magermodels“ reinpassen. Ich glaube, dass diese Verschiebung der Wahrnehmung von Übergewicht auf ziemlich vielen Ebenen stattfindet, in den medialen Bebilderungen und nicht zuletzt im ganz Privaten bei den Kleidergrößen, die stark fluktuieren und einem so vorgaukeln, man sei schlanker, als man ist.

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    1. hemm

      Das mit der Kleidung kenne ich nur zu gut – früher dachte ich immer, dass ich mit Größe 34 alles tragen kann und nie wieder Probleme haben werde. Nun, in den meisten Läden passt mir alles nicht mehr – egal, ob Oberteile oder Unterteile. Ich kaufe jetzt öters bei Uniqlo, weil die sich auf asiatische Frauen spezialisieren und entsprechende Kleidergrößen/Schnitte führen. Und ich bin meilenweit entfernt von „Magermodels“.

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      1. Ist bei Männern fast noch schlimmer. Da gibt es zwar schon „lange“ (bzw. schmale) Konfektionsgrößen, aber typischerweise ist auch das noch die Wahl zwischen „zu weit“ und „zu kurz“.

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    2. Maren

      Ganz nervig ist es mit den Kleidergrößen, wenn man eine schlanke Taille und eine ausgeprägte Po- und Beinmuskulatur hat. Dann gehen die Skinny-Jeans nicht über die Oberschenkel, und die weiter geschnittenen stehen dann am Bauch oder Rücken meilenweit ab. Und dann reden die dicken Frauen immer von „kurvig“.

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      1. Frau Frosch

        Ja, den abstehenden Hosenbund habe ich dank meines ausgeprägten Hohlkreuzes immer, aber ich kenne das auch, dass bei Hosen, in die meine Hüften und Oberschenkel reinpassen, am Bauch der Bund schlabbert. Es ist echt ein Elend, was zu finden!

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  20. Pingback: Fettlogik überwinden. | inge09

  21. Lakritz

    Hallo, ich bin gerade bei BMI 25 und damit, glaube ich, am Rande des oberen Normalgewichts bzw. am Anfang des Übergewichts. Auch mir sagt man regelmäßig, wenn ich sage, dass ich noch 10 Kilo abnehmen will, dass sei ja bescheuert.
    Und als ich tatsächlich 10 Kilo weniger hatte (vor Kind 2 ;)), sagte man mir ständig, wie dünn ich sei (bei einem BMI von 23? KLeidergröße zwischen 36 und 40!!) und obwohl nach unten auch noch „Luft“ gewesen wäre.
    Mein Sohn wiederum ist ein sehr agiles, sportliches Schulkind mit einem gesunden Appetit, der sich aber laut der Skalen beim Kinderarzt völlig im (Normalgewichts-) Rahmen bzw. eher etwas schlanker, bewegt. Kommentar vieler Menschen: Der ist aber dünn gerade!
    Was ich auch schon gehört habe (relativ große Oberweite bei jedem Gewicht): Das Schlanksein steht dir garnicht so.
    Manchmal würde ich da gerne laut schreien und einfach mal sagen: Nein, ich bin nicht zu dünn, du bist zu dick. Wobei das ja eigentlich nicht der Punkt ist. Aber ich finde auch, dass die Darstellung von Übergwicht als NOrmalzustand zu sehr propagiert wird.

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    1. BMI - WTF?

      Wie groß bist du denn?

      Je nach Größe fällt der BMI anders aus.

      Will heißen, je kleiner du bist, desto größer kann dein Körperfettanteil sein, selbst wenn dein BMI signalisiert, du seist noch normalgewichtig.

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      1. BMI - WTF?

        Verstehe. Ich kenne dich zwar nicht, würde aber sagen, dass du deinem Körpergefühl gut trauen kannst.

        Mir hat mein Umfeld auch immer verklickert, ich sei zu dünn. Das habe ich irgendwann verinnerlicht und bin letztlich bei einem Ponderalindex von 14,6 gelandet. Mit einem Viszeralfett von 12,5 kg.

        Das war ein ziemlicher Schock. Seitdem konnte ich mein Visteralfett halbieren und es atmet sich viel freier.

        Wenn mir jetzt jemand erzählen will, ich brauche nicht mehr abzunehmen, weil alles gut sei, dann lächle ich freundlich und denke mir meinen Teil. Diskussionen bringen da gar nichts!

        Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin und einen guten Start in die Woche.

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  22. Lakritz

    Seit drei Monaten trainiere ich 3-4 Mal die Woche Bodyweight Gedöns für eine halbe Stunde. Ich bin also im Gegensazu zu früher im dünnen Zustand zumindest besser „trainiert“. Das macht optisch vielleicht zwei, drei Kilo aus (ich weiß, dass meine „Muskeln“ das jetzt nicht wiegen – ich stehe und gehe aber gerader und bin stellenweise straffer ;))

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  23. Lakritz

    Ok, Viszeralfett sagt mir noch was. Wie berechne ich den Ponderalindex und was genau heißt das? Wikipedia macht mich da grad nicht so wirklich schlauer…. 😦

    Also, ich sag mal so, ich fand mich auch mit 66 bei der Größe nicht irgendwie skinny fat, weil alles straff war, aber auch da war ich nicht „dünn“ sondern maximal schlank. Ist aber witzig, wie krass die Umwelt das wahrnimmt und einen als „dünn“ bezeichnet.

    Mein Vater hat mir auch schon von klein auf gesagt, ich sei einfach ein kräftiges (hier nicht als dick sondern eher sportlich gemeint), sportliches Mädchen und könne nie „dünn“ ein. Tatsächich ist das auch so ein Glaubenssatz von mir….glaube ich. Ich kann garnicht schlank sein. Deswegen hampel ich jetzt wohl auch seit geraumer Zeit wieder um das Normalgewicht herum, nachdem ich aus dem Übergewicht wieder raus bin. 😉 Schon verrückt!!

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    1. Lakritz

      Achso und das mit dem freien Atmen ist interessant. Ich habe nämlich seit einiger Zeit das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können. Auch nochmal ein Anreiz!!

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  24. Lakritz

    So, jetzt habe ich das berechnet! Ohjee…..aber ein Anreiz. Nach dem Ponderalindex habe ich noch ein paar Kilo vor mir. Aber jetzt kann ich mich nicht mehr ausruhen und es bestätig mich darin, dass ich mit 66 Kilo besser aufgehoben bin (und sogar noch „dünner“ sein „dürfte“). Danke für den wertvollen Gesundheits-Tipp.

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    1. BMI - WTF?

      Ich bin mir sicher, dass du das schaffst!

      Locker abnehmen geht irgendwie nie, wie es mir vorkommt. Ich habe ganz schön zu kämpfen, da es mit meiner Disziplin nicht allzu gut bestellt ist! Aber irgendwie klappt es ja doch.

      Ich wünsche dir schöne und kalorienarme Woche!

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  25. Lakritz

    Lustigerweise sind die von mir damals eher intuitiv erreichten 66 kg genau die Mitte des Idealgewichts mit dem ich gut leben kann. Ich erinnere mich aber noch daran, dass ich damals dann doch gerne noch mehr abnehmen wollte und gleichzeitig Angst hatte, es zu übertreiben. Dabei dürfte ich theoretisch ja auch 57 (!!!) Kilo wiegen. Was ich mir kaum vorstellen kann, weil es noch fast 20 Kilo Abnahme wären. Ich weiß auch noch, dass ich teilweise zu schnell abgenommen habe und ich eben mit meinem Selbstbild nicht hinterherkam.

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    1. Lakritz

      Ja, ich habe aktuell auch zu kämpfen. Ich befinde mich eher im Bereich „Halten“. Dabei muss ja noch was weg. Habe mir nun nochmal ein neues Ernährungs-/Trainingsbuch gegönnt, das täglich sehr wenig Kalorien aber optisch extrem leckere Rezepte präsentiert. Dabei soll die Abnahme schnell gehen und ich glaube, ich brauche aktuell mal wieder einen schnellen Erfolg.

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      1. BMI - WTF?

        Lass dich ermutigen, durchzuhalten. Es lohnt sich. Abnehmen ist halt ein langwieriger Prozess. Aber wir können es schaffen.

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  26. Lakritz

    Danke dir. Ich glaub, im Moment ist wichtig für mich zu kapieren, dass schlanker sein gesünder ist (auch wenn ich mich so „O.K.“ finde) und dass ich das auch tatsächlich sein kann. Und jetzt probier ich nochmal ein paar Kilos schnell abzunehmen. Der Rest geht dann glaub ich wieder, ich hänge nur wieder zu lange auf diesem Level. 😉

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      1. BMI - WTF?

        🙂

        Ein schönes Wochenende!

        By the way… Ich finde es tröstlich, dass mir das Essen einer halben Tafel Schokolade schon wie binge eating vorkommt.

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  27. Pingback: Los geht’s! – Wolli nimmt ab

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