Gastbeitrag: Abnehmen & Feminismus

Ich verfolge schon länger FrauMajas Blog und wusste, dass sie Fettlogik gelesen hat. Bereits bei ihrem Blogartikel „Stop commenting on my body„, in dem sie sich gegen gut-feministisch-gemeinte Kommentare zu ihrer Abnahme ausspricht, ploppte schon leise das Wort „Gastbeitrag“ bei mir auf.

Diese Tweetkette schließlich brachte mich dazu, laut zu ploppen:

gast

Letztlich griff der Text von Frau Maja allerdings so viele spannende Themen auf, dass ich sie fragte, ob wir ihn nicht in zwei Bereiche aufteilen wollen. Heute wird es also um Majas feministische Sichtweise gehen und demnächst erscheint ein Artikel zum Thema ADHS und Übergewicht, bzw. Abnehmen. Dieser wird dann im Rahmen einer Art „Themenwoche AD(H)S“ erscheinen (Beiträge von Betroffenen und/oder Experten gerne an erzaehlmiralles@gmx.de):

Guten Tag, ich bin FrauMaja und ich bin ein wahnsinnig kompliziertes Exemplar Mensch, denn ich bin eine Feministin auf Diät.

Dieser Zustand ist von Fallstricken gepflastert, denn wieso ist man gleichzeitig gegen Fatshaming und will trotzdem abnehmen?

Zunächst mal: Dass ich anfing abzunehmen und das auch seit über 4 Monaten und dabei gut 25 verlorenen Kilos durchziehe, hatte vor allem etwas mit meiner Gesundheit zu tun, denn die lag bei 102 Kilo auf 1,67 m im Herbst 2016 ziemlich am Boden.

Von einer Erkältung wurde ich von den Beinen geholt und saß dann mit einem Puls von 120 beim Arzt.

Danach habe ich mich eigentlich bis Weihnachten durchgängig krank oder zumindest nicht gesund gefühlt.

Ich muss aber auch -ganz unfeministisch- zugeben, dass ich mich mittlerweile auch sehr viel lieber im Spiegel angucke. Ich finde meine schlankere und auch muskulösere und fittere Figur schon ziemlich gut, auch wenn ich bis zum Idealgewicht nach BMI noch ein paar Kilos vor mir habe.

fraumaja

Als ich das erste mal ein ‚Vorher/Nachher‘-Foto vom Zwischenstand meiner Abnahme gepostet habe, fragte mich jemand warum man denn für das ‚Vorher Bild‘ (Das erste in der Kollage) immer ein Unvorteilhaftes nimmt. Aber wenn ich ehrlich bin, gibt mein Gesichtsausdruck ziemlich gut meinen damaligen Gemütszustand wieder. Ich war mit meiner Figur unglücklich. Und zwar nicht nur, weil ich so dick war (Man nimmt das selbst gar nicht so krass wahr in dem Moment) sondern auch weil ich zwei Monate Krankheit und schlecht fühlen hinter mir hatte, die auch auf mein Gewicht zurück zu führen waren. Wohlbefinden, Gesundheit und Körpergefühl gehen natürlich miteinander her und keiner kann mir verübeln, dass ich mich in der Situation nicht sehr wohl in meinem Körper gefühlt habe.

Als feministische Frau, die sich schon sehr genau überlegt hat, wer ihren Körper kommentieren darf und wer nicht, ist abnehmen schon deshalb auch ein nervenaufreibender Prozess, weil einem ständig Leute erklären wollen ob, wie viel und wie schnell man abnehmen ‚darf‘.

„Aber wieso willst du abnehmen, genieß doch lieber das Leben!“ (Ich bin krank geworden, weil ich zu viel genossen habe!)

„Ach du bist doch auch so eine hübsche Frau!“ (Aber keine gesunde. Kruzifixnochmal.)

„Also ich finde dünne Frauen gar nicht sexy, ich will im Bett was zum anfassen haben…“ (Warum teilen einem eigentlich Leute ungefragt ihre optischen Präferenzen bei der Wahl ihrer (Sexual-)Partner mit, wenn es um ein völlig unkinky Thema wie Abnehmen geht?)

„Aber du musst langsam abnehmen!“ (Gibt’s da eigentlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung wie in der Innenstadt?)

Natürlich bekomme ich auch viel Lob und positive Rückmeldung, aber ich will trotzdem nicht, dass man mir in das reinredet, was ich mit meinem Körper mache!

Richtig unangenehm wird es für mich allerdings auch, wenn mir andere feministische Menschen versuchen einzureden ich würde offensichtlich falschen Körperidealen anhängen, wenn ich unbedingt abnehmen möchte.

Wie gesagt, ich möchte selbst entscheiden, was ich mit meinem Körper anstelle. Und wenn ich dünner werde, weil ich mich dann besser fühle, dann ist das kein Statement für die Allgemeinheit. Geht völlig klar für mich, wenn jemand dick ist und sich gesund fühlt und so bleiben will. Ich muss das nicht immer dabei setzen und meine Abnahme rechtfertigen.

Ich finde es bedenklich, wenn einem in Sachen Bodyacceptance eine Figur oder ein Körperbild aufgezwungen wird, und eine Abnahme quasi als Verrat an der Sache gesehen wird.

Bodycommenting, als das ungefragte Kommentieren der Figur anderer Menschen, finde ich schlimm, wenn es als Fatshaming daher kommt. Aber es hat eben auch niemand das Recht darauf, das ganze umzudrehen und mir das Recht auf meine körperliche Selbstbestimmung abzusprechen, wenn ich abnehmen möchte. Das ist nicht in Ordnung.

Und ja, ich bin ein einigermaßen reflektierter Mensch und nein ich habe keine Essstörung. Im Gegenteil, bevor ich angefangen habe meine Nahrung zu dokumentieren und Kalorien zu zählen, hatte ich einige sehr ungesunde Essmuster, die auch zur Gewichtszunahme geführt haben.

Natürlich könnte ich über all die Leute, die mein Gewicht und meinen Körper kommentieren, sagen „Lasse reden!“.

Aber es macht mir auch bewusst, wie groß die ‚Fremdbestimmung‘ in Sachen Körperlichkeit immer noch ist.
Natürlich ist es sehr bedenklich, wenn bspw. dünne Frauen noch dünner werden wollen, weil sie ‚Germany‘s Next Topmodel‘ oder einen H&M Katalog angesehen haben und sich nun im Vergleich dick fühlen, weil dort ein sehr, seeeehr dünnes Körperideal verkauft wird. Und dann finde ich es gut, wenn sich Menschen Sorgen machen.

Aber ich wünsche mir auch sehr, dass Menschen, die Übergewicht loswerden möchten, weniger „Ja, aber…“ sondern mehr „Yay, ich wünsche die, dass du deine Ziele erreichst!“ hören. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung der Akzeptanz aller Körperbilder und auch viel motivierender 🙂

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32 Gedanken zu “Gastbeitrag: Abnehmen & Feminismus

  1. Tara

    Dankedankedanke! Ich kann soviel davon unterschreiben! Es ist unglaublich, wer sich bei mir (Abnahme circa 19 kg in 5 Monaten, keine Essstörung, einfach ähnlich wie du unzufrieden mit sich) alles welche Kommentare rausnimmt – und vor allem, von welchen Freunden sie auch unterbleiben – man schert ja aus der Dickenriege raus.

    Vor allem danke hierfür:

    Und ja, ich bin ein einigermaßen reflektierter Mensch und nein ich habe keine Essstörung. Im Gegenteil, bevor ich angefangen habe meine Nahrung zu dokumentieren und Kalorien zu zählen, hatte ich einige sehr ungesunde Essmuster, die auch zur Gewichtszunahme geführt haben.

    Das möchte ich mir auf kleine Flyer drucken, mit einer Notiz dazu: „Für weitere Gespräche konkaktieren Sie bitte mein Sekretariat. Dort erfahren Sie auch meinen Stundensatz für unerwünschte Befindlichkeitsgespräche.“ /sarcasm off

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  2. Jap, so isses! 🙂

    Es ist erstaunlich, wie sehr eine Bewegung, die Frauen empowern will, mit dem „Reinreden“ genau das Gegenteil erzeugen kann – das Gängeln, das Aufstellen von willkürlichen Normen, das Festhalten von Frauen in schwachen (= ungesunden) Positionen.

    Ja, das war etwas verallgemeinernd. Ich bin Feministin. Und ich habe auch abgenommen, weil ich gesund sein und meiner Idealvorstellung entsprechen wollte.

    Fatshaming ist Bullshit. Aber Fat Acceptance auch.

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  3. Super Beitrag, entspricht genau dem, was auch FLÜ erwähnt wird und mir auch z.T. schon begegnet ist. Gott sei Dank scheren mich die Kommentare anderer mittlerweile kein bisschen mehr, das liegt vielleicht am Alter (59). Auch ich will endlich wieder abnehmen, nachdem ich jahrelang versucht hab, mir einzureden, dass es „doch gar nicht so schlimm ist“. Ich zähle allerdings keine Kalorien und meinen BMI kenne ich auch nicht, aber ich bin zu dick. Dir und allen anderen wünsche ich weiterhin viel Erfolg, lg Ute

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  4. Lea

    Jajaja! Danke dafür! Zum Feminismus gehört ja schließlich auch, dass jeder so rumrennen kann und mag wie er/sie will. Bodyshaming/ Fatshaming sind ’ne echte Katastrophe! Vor allem der weibliche Körper wird meistens nur sexuell wahr genommen. Da kann ich nur sagen: Häh? Kannste an nix anderes denken oder was. Ich hab inzwischen knapp 20 Kilo runter. Fettlogik überwinden hat mir nochmal einen richtigen Schub gegeben. Und ja: ich mache es nur für mich. Weil ich mich gut und gesund und fit fühlen will und nich‘ weil irgendso’nen Kerl meint, ich müsste seine Erwartungshaltung erfüllen. Und ma‘ echt jetzt: die meisten Kerle sollten erst mal selbst einen laaaaangen reflektierten Blick in den Spiegel werfen. Danke für deinen großartigen Beitrag! Grüße, Lea

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  5. Sandra

    Hach, wunderbar! Danke! Ich kann es auch nicht mehr hören… „Isst du überhaupt noch etwas?“ (Meine Fresse, JA, nur keinen Müll mehr!) „Du wirst immer dünner!“ (Ich halte mein Gewicht seit über einem halben Jahr, und höre das heute noch). „Man muss doch nicht den gesellschaftlichen Vorgaben hinterherrennen!“ (Ich fand mich doof und hab’s geändert. Was hat denn da irgendeine Gesellschaft mit zu tun?) „Aber nicht noch dünner werden, das sieht dann auch nicht schön aus“ (Und warum entscheidest DU das?)
    Achja, ich hab 13 Kilo abgenommen. Bin jetzt bei 57 kg auf 160 cm – was definitiv nicht „zu wenig“ ist und ich sehe auch lange nicht aus wie „Haut & Knochen“ – hab sogar obenrum meine D behalten. Aber sobald man irgendwie verändert, scheinen Menschen einen retten zu wollen – weil die Vorstellung dass man es aus eigenem Antrieb erreicht abzunehmen, das kann ja nicht sein…

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  6. Hafi-lady

    Hier kommt die empathische Dorothea: yeah, ich finde es toll, was Du schon erreicht hast und ich wünsche Dir von Herzen, dass du dein Ziel erreichst! Und, ja, das fatshaming und die fatacceptance, die uns um die Ohren gehauen werden, sind nervend (ich bin auch im Club der zum-Gesundheitsgewicht-hin-essenden-und sportelnden) aber jeder, der die Glühlampen angesichts der in flü aufgedeckten Fettlogiken angegangen sind, ist doch bewusst geworden, in welchen Denkmustern wir alle stecken. Freilich fleißig gefüttert von so ziemlich allen publizierenden Medien und – wie eigentlich immer – ebenso fleißig nachgeplappert. Die lieben Kommentierenden wissen es schlicht nicht anders und folgen brav ihren „Wahrheiten“. Immerhin schweigen sie nicht tot, was sie sehen. Gleichgültigkeit ist doch viel schlimmer.
    Meine persönliche Erfahrung der letzten Monate ist allerdings, dass gut zugehört wird und die Kommentare aufhören, wenn ich erzähle, dass ich belastet und krank war und jetzt immer gesünder und fitter werde – und wenn ich Ihnen vorrechne, wie viele Butterpäckchen meine verlorenen Fettreserven schon sind. In meinem Umfeld gibt es übrigens jetzt schon einige Frauen, die den Mut fassen, es nun auch anzugehen.
    Mein Motto: nicht sich ärgern, sondern Lächeln und die anderen motivieren! Wir mussten auch alle die Lernkurve machen (auch erzählmirnix!)

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    1. Danke schön

      für deinen schönen, angenehmen Beitrag. Beim Thema Abnehmen wird oft so sehr polarisiert. Die wenigsten dieser Kommentare über das Abnehmen sind wirklich bös oder als Angriff gemeint. Ich lass mich doch nicht nerven von Menschen, die eine Meinung vertreten, die ich vor einem halben Jahr auch noch hatte…

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  7. Biene

    bei GNTM sind die Mädels aber auch im Normalgewicht – also who cares, wenn ein Mädchen da hin will – vor allem, wenn sie skinny-fat ist? Gesund ist skinny-fat ja auch nicht.

    Bin derzeit ja auch im mittleren Normalgewicht, aber mein KFA ist zu hoch. Habe vor drei Wochen beschlossen, die letzten Kg zum unteren Normalgewicht anzutreten. Haben ein paar Leute mit bekommen – Besuch, der meine Liste am Kühlschrank bemerkte. Kamen direkt auch doofe Sprüche, wo willst du denn abnehmen und sorge, ich könnte in eine Essstörung rutschen. Super nervig. Es ist _mein_ Körper und ich bewege mich in einem medizinisch gesunden Rahmen.

    Womit ich sie ruhig bekam: „Ja, ich weiß, dass das mit der Liste hier und dem Buch führen etwas extrem wirkt, aber ihr wisst ja, ich hab ADHS und das ist für mich ne Hilfe, meine Impulse unter Kontrolle zu halten. Ist nicht zwanghaft, ich funktioniere da ja nicht so effizient wie ein normaler Mensch. Und wegen meiner Migräne will ich ins untere Normalgewicht. Sport ist – neben Magnesiumcitrat – das, was mir am allerbesten hilft, selten Migräne zu bekommen. Und mit weniger Gewicht – solange es noch im gesunden Rahmen ist – macht sich Sport einfach ein Stück weit leichter. Ihr wisst doch, wie häufig ich Migräne habe – daher mache ich das jetzt.“

    Danach war zumindest Ruhe.

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  8. Hans

    „dass jeder so rumrennen kann und mag wie er/sie will“

    „Und ma‘ echt jetzt: die meisten Kerle sollten erst mal selbst einen laaaaangen reflektierten Blick in den Spiegel werfen“

    ….merkste selber, oder?

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    1. Tara

      Den Unterschied zwischen Aktion und Reaktion kennste aber, oder? 😉

      Denken kann jeder was er oder sie will – die Kritik bezieht so wie ich es verstehe auf die ungefragte Mitteilung der Gedanken.

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      1. Lea

        Danke Tara. Genau so hab ich’s gemeint.
        Ich hatte mir mal geschworen, nie mehr irgendwo im Netz etwas zu kommentieren, weil’s eh nix bringt. Ab jetzt spare ich’s mir 🙂 LG, Lea

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      2. Irenicus

        Die Reaktion endet bei dem Wort „meisten“. Denn es wird ihr, wenn überhaupt, nur ein kleiner Bruchteil der Männer irgendwas einreden wollen. Ich gehe aber davon aus, dass sie deutlich mehr Kommentare von Frauen bekam und bekommt. Bitte widersprich wenn es anders ist oder war.
        Mal abgesehen davon rechtfertigt erlittenes Unrecht noch lange nicht, dass man selber später austeilt.

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  9. Der Beitrag ist von vorne bis hinten für mich sehr merkwürdig zu lesen.

    „Abnehmen als Feministin und das Kommentieren der Körper“. Es wird den ganzen Tag alles mögliche geredet. Wenn ich nicht drüber reden will, lass ich es. Ablenken, Gespräch in andere Richtung bringen, nichts sagen. Ich rechtfertige mich für nichts und gut ist es. Dass was man unter Fatacceptance versteht, ist schön und gut, solange das Fett nur ein Schönheitsfehler ist und kein gesundheitliches Problem.

    Aus meiner Sicht haben diejenigen, die das „Kommentieren des Körpers“ beanstanden, ein großes Problem mit sich selbst. Das ist auch völlig okay, aber da wieder die Verknüpfung zum Feminismus zu ziehen und schon wieder so typische Frauenopferrolle zu zementieren, kann ich nicht unterstützen.

    In der Kindheit mit „Deutsche Panzer rollen wieder“ wegen des Gewichts kann ich auch sehr wohl mitreden.

    Würde es einen Mann betreffen, sie es der oft typisch negative dargestellt Fußbalfan, tut man sich mit dem Lästern über Bierbauch und Hässlichkeit ja auch selten schwer 🙂

    Fremdbestimmung des Körpers ist auch sowas. Du bestimmt selbst, was Du nicht bestimmst, ist dass es gut gefunden oder ob Du ein Kompliment dafür bekommst. Damit sollte man aber klarkommen, zumindest wenn große Töne als Feministin spucken will. Oder das mal jemand die Modells von H&M ,die mit Sexismus-Aufklebern versehen werden, gefragt, was sie davon halten?

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  10. Ich spare mir mal meinen Kommentar zum Feminismus und erwähne stattdessen, dass es durchaus Fat-Fetish gibt, das also keineswegs „unkinky“ ist.

    @Maja: Von den Bildern hast Du Dich von *deutlich* Ü30 verdammt gut verjüngt. Ich hoffe, Du verzeihst mit diese zutiefst und überzeugt antifeministische Bewertung Deines Körpers. In meinen Kreisen nennt man das „Kompliment“, nicht „Body Commenting“.

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  11. Warum ist Abnehmen und Figur eigentlich meistens ein Thema bei Frauen. Bei Frauen hat es den Anschein, dass die Figur auf so ziemlich alles Einfluss hat. Auf das Privatleben, weil der Mann „nicht mit Knochen spielen will“, im Beruf, weil Frau ja auch was repräsentieren muss…
    Liebe Männer, wir nehmen euch ja auch so, wie ihr seid, auch mit Feierabendbier und Waschbärbauch im Sessel vor dem Fernseher.
    Bei Frauen ist das aber ein riesen Thema und egal wie man es macht, irgendjemand hat immer was dagegen. Der Mann, die Freundin, der/die Kollege/Kollegin, der Nachbar, wildfremde Menschen….
    Darum finde ich deine Einstellung und deinen Umgang mit dem Thema super. Denn letzten Endes muss niemand so eng mit dir leben, wie du selbst. Und ganz nebenbei bist du eine sehr hübsche Frau, früher wie heute 😉
    Liebe Grüße
    Bea

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    1. „Liebe Männer, wir nehmen euch ja auch so, wie ihr seid, auch mit Feierabendbier und Waschbärbauch im Sessel vor dem Fernseher.“

      Hmmm. Ich denke es ist wohl nicht falsch zu sagen, daß die optisch ideale Frau bei Männern homogener ist als der optisch ideale Mann für Frauen. Allerdings denke ich auch, daß der Optik von den meisten Männern längst nicht so viel Stellenwert beigemessen wird, wie manche Frauen das gerne denken. Mindestens gefühlt gibt es mehr Männer die keinen abkriegen als Frauen.

      Meinst du nicht, daß es tatsächlich eher die Frauen sind, die bei anderen Frauen mehr aufs Äußere achten?

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      1. Hi, den letzten Satz in Deinem Kommentar sehe ich haargenau so wie Du.
        Es sind vor Allem die Frauen selber, die immerfort so viel auf das Aussehen geben.
        Nicht nur bei sich selber, sondern auch bei anderen Frauen.
        Ich sehe das ganz entspannt.
        Entweder, eine Frau gefällt mir, oder sie gefällt mir nicht.
        Das ist etwas, was man eh nicht bewusst beeinflussen kann, ob einem jemand gefällt, oder nicht.
        Und das ist auch gut so.
        Hat auch Nichts mit Sozialisierung, oder einem angebliche Idealbild zu tun.
        Das sind ganz andere tiefer liegende evolutionsbiologische Zusammenhänge, die da arbeiten.
        Wenn mir eine Frau gefällt, dann mache ich Ihr auch schon mal gerne ein nettes Kompliment, wenn eine Sympathie da ist.
        Wenn mir eine Frau nicht gefällt, kommentiere ich Nichts.
        Ich bin bisher nie schlecht gefahren damit.

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  12. Maren

    Das Problem im aktuellen Feminismus ist halt, dass er sehr von den US-amerikanischen „social justice“-Konzepten beeinflusst wird, und dort ist „fat acceptance“ sehr dominant, weil sich dort absurderweise auch unter durchaus rational denkenden Menschen die Meinung durchgesetzt hat, dass a) Übergewicht nicht gesundheitsschädlich ist und b) Gewichtszunahme nichts mit Ernährung zu tun hat. In einem Land, in dem der größte Teil der Bevölkerung übergewichtig ist, ist das natürlich eine sehr bequemen Position. Dementsprechend werden diese Thesen mit Händen und Füßen verteidigt und jede/r, der/die dagegen argumentiert, ist von der bösen Diätindustrie gehirngewaschen.

    Natürlich kann man aus feministischer Perspektive so einiges sagen über restriktive Schönheitsideale usw., aber ebenso könnte man aus „social justice“-Perspektive sehr viel sagen über die hyperkapitalistische Konsumierkultur, die den Menschen Riesenportionen Fast Food aufschwatzt und sie dazu zwingt, jedes Jahr neue Klamotten zu kaufen, weil sie schon wieder eine größere Größe brauchen. Und es ist eben die Frage, was tatsächlich feministischer ist: a) sich den Körper so fit und gesund wie möglich zu erhalten, Essensgelüste zu hinterfragen, die Lebensmittelindustrie kritisch zu betrachten oder b) wahllos zu konsumieren, sich aufzugeben, weil der Körper angeblich eh macht, was er will, und zu behaupten, dass Gesundheit und Fitness ein patriarchalisches Konzept ist.

    Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg, und lass dich nicht beirren! 🙂

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    1. Exakt den selben Gedanken hatte ich kürzlich am Anti-Diät-Tag, an dem mir zahlreiche Bilder von überladenen Tellern mit Bergen von Fast Food in die Timeline retweetet wurden. Das breite Credo lautete „Ätschibätsch, wir essen heute absichtlich alles und davon viel!“ Woraufhin ich nur denken konnte: So viel gewollte Dekadenz ist ja auch nicht wirklich kapitalismuskritisch. Oder, viel einfacher runter gebrochen: In Afrika verhungern Kinder…
      Aber diese Sichtweise wirst du leider bei FA nicht finden.

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  13. Mir scheint, der Feminismus hat zur Frage der Diäten, der Schönheitsideale, des Körpers nur wenig Substantielles beizutragen. Sein Ziel ist es, vorhandene Probleme zu instrumentalisieren und so oder so in Argumente gegen ein nebulöses Patriarchat umzumünzen.

    Die Idee, man soll so sein wie man ist und sich selbst akzeptieren ist ähnlich gelagert wie bei Sekten und Extremisten und dient dazu, Mitglieder zu gewinnen. Die von Mühsal beladenen zu uns! Und statt an Deinen Problemen zu arbeiten helfen wir, äußere Feinde verantwortlich zu machen und zu bekämpfen.

    Richtig ist zwar, dass Männer teils rigoros über Frauen urteilen – die meisten Gedanken über ihre Schönheit machen sich aber die Frauen selbst und untereinander.

    Die einfachste Lösung scheint zu sein, dass man generell aufhört, andere zu beurteilen, aber diese Ideologie übersieht, dass der Mensch ein durch und durch soziales Wesen ist, ständig damit beschäftigt sich und andere zu vergleichen, sich in anderen zu spiegeln, Werturteile zu verhandeln und auszuprobieren.

    Richtig ist auch, dass die Hauptkriterien, an denen Frauen und Männer gemessen werden, unterschiedlich sind.
    Männer sollen vor allem groß und stark sein. An der Größe kann man, außer mit Wachstumshormonen und Spezialschuhen oder Hüten wenig machen. An Muskeln wird inzwischen intensiv gearbeitet, weil auch Männer gefallen wollen.

    Die ganzen Sprüche, man mache es für sich selbst, kann ich nicht mehr hören. Das ist doch geheuchelt und Selbstbetrug. Ohne andere Menschen hätten wir keine Werte, keinen Anlass überhaupt Werte zu entwickeln. Für wen wollen wir denn besser aussehen, wofür fit sein, wieso gesund sein? Das hat alles nur Bedeutung im Hinblick auf andere. Eine Gesellschaft ohne Schönheitsideale ist m.W. noch nicht entdeckt worden.

    Dabei ist Gesundheit ein wichtiges Kriterium dafür, was wir als schön empfinden. Alter geht meist mit nachlassender Gesundheit einher und finden wir nicht so schön. Warzen, Haarausfall, fehlende Gliedmaßen, geschwollene Augen …

    Wir sind aber keine Wahrheitsautomaten die jedem ehrlich sagen, was sie von ihm halten. Von Höflichkeit bis Eifersucht und Schleimerei bis Berechnung gibt es vielfältige Gründe, das eigene Urteil zurückzuhalten. Sicher oft im Spiel: Den Selbstbetrug aufrechtzuerhalten. Du disst mich nicht und ich diss dich nicht. Wenn Du nicht zu dick bist bin ich es erst recht nicht.

    Wenn man abnehmen will, muss man sich auf sich selbst verlassen. Wenn man von außen kritisiert wird, dass man zu dünn sei, dann kann man in die entsprechenden Tabellen schauen und prüfen, ob man tatsächlich untergewichtig ist. Wenn ja, sollte man sich Hilfe holen. Wenn nicht, dann muss man sehen, wie man am besten durchkommt, wie man die eigenen Ziele mit seiner Umwelt vereinbaren kann. Ob man die Leute angreift, die einen angreifen, ob man das Thema vermeidet, ob man verständnisvoll versucht den Leuten zu helfen, herauszufinden, weswegen sie Widerstand leisten. Es gibt unzählige Möglichkeiten.

    Als ich bei 172 cm 97 kg gewogen habe wurde ich von prinzipiell wohlgesonnen Verwandten ermuntert, ich sähe gesund aus. Wahrscheinlich habe ich einfach die subtile Ironie überhört, obwohl ich mich fragte, wie das sein kann. Früher war ich lange Zeit nicht dick oder allenfalls leicht übergewichtig und rauchte wie ein Schlot – ich bildete mir also ein ich sähe wirklich gesünder aus. Inzwischen, mit 72 kg, fühle ich mich deutlich gesünder. Anlass war aber hauptsächlich, dass ich mich häßlich fand. Gesundheit ist nur ein Stützargument. Die gesundheitlichen Einschränkungen waren aber auch noch gering, nichts, was ärztliche Behandlung erfordert hätte. Beim Treppensteigen musste ich schnaufen und ich konnte nicht 15 min Fahrrad fahren, ohne danach 5 min zu schwitzen.

    Natürlich halte auch ich mich zurück in Bezug aufs Äußere anderer Menschen. Derjenige, der eine ehrliche Meinung hören will müsste schon deutlich signalisieren, dass er das wirklich will. Aber auf die Waage stellen und in einer Tabelle nachsehen kann eigentlich jeder selbst.

    Es gibt sicher auch feministische Gruppen oder Theorien, die in der Lage sind Fragen der Ästhetik, der Gesundheit und Fitness ergebnisoffen zu thematisieren. In der öffentlichen Diskussion fallen leider nur diejenigen auf, die mit schrillen Tönen Extremes verlautbaren. Und das Auswüchse mit Magermodels kritisiert werden halte ich auch für völlig in Ordnung. Die Mänerwelt ist allerdings selbst heterogen, wie auch die kapitalistische Konsumwelt. Gemüse wird auch nicht von der Wohlfahrt verteilt, Sport ist eine Industrie, Arbeitgeber wollen in erster Linie gesunde, fitte Mitarbeiter, weder schwer Übergewichtige, noch Untergewichtige. Den eigenen Körper als Mittel eines heimlichen Arbeitskampfes aber nachhaltig zu ruinieren scheint mir von vielen möglichen Strategien eine der dümmsten zu sein.

    Sympathie habe ich mit allen Hedonisten, die gerne Schlemmen und wenig Disziplin aufbringen. Wer das statistische Risiko kennt, das mit Übergewicht einhergeht und die Folgen billigend in Kauf nehmen will, soll das tun. Aber niemand kann von mir erwarten, dass ich alle Menschen gleich schön finde. Das tue ich nicht. Es ist ja auch gleichbedeutend mit der Abschaffung der Kategorie Schönheit, wenn diese kein Unterscheidungskriterium mehr ist. Bitte, wer will, soll auch das versuchen, nur glauben, dass es jemand schafft, muss ich ja nicht.

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    1. Hi, ein toller Kommentar.
      Der wäre ja schon einen eigenen BLOG Artikel wert.
      Was ich ebenfalls zu 100% so sehe, ist folgendes:
      Jede Frau soll doch mit Ihrem Körper machen, was sie will, es ist Ihr Körper.
      Also darf natürlich jede Frau, die es will, übergewichtig sein.
      Was aber auch klar ist, ich lasse mich von Niemandem dazu zwingen, das schön zu finden.
      Kein Mensch hat das Recht dazu, einen anderen Menschen zu etwas zu zwingen, was Er nicht will.
      Selbstverständlich auch nicht, einen Menschen dazu zu zwingen, irgend etwas schön zu finden.
      Und Nein, ich finde dicke Frauen nicht schön.
      Die Frauen aus der PALMERS Osterhöschen Werbung hingegen gefallen mir.
      Wer häufiger BLOGS liest, weiß, von welcher Werbung ich schreibe. 😉

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  14. Vielen Dank! Und ja, wer als Feministin abnimmt, begeht wahrscheinlich gleich alle Todsünden auf einmal. Und wenn man dann noch eine Meinung zur Gesundheit hat … tja. Ich bin medizinische Übersetzerin für ein Büro, das in erster Linie mit Golfstaaten-Patienten zu tun hat, und weiß daher ganz genau, was Übergewicht mit so einem an sich normalen menschlichen Körper anstellen kann. Das muss ich ja nicht für mich wollen und gleichzeitig akzeptieren, dass andere Menschen andere Prioritäten haben. Verstehen viele Leute offenbar nicht. Und auch nicht, dass man eben NICHT jeden Blödsinn kommentieren muss, den jemand anders mit seinem eigenen Körper anstellt. Von „Bist du krank?“ (weil ich 18 kg in einem Jahr abgenommen habe – das geht hier also wirklich nicht schnell) bis hin zu „Aber wenn du jetzt noch abnimmst, ist das zuviel, was sagt denn dein Freund dazu?“ (den habe ich nicht einmal gefragt, krass, wa, und meine Gesundheit sagt, da geht noch was) war ungefähr alles dabei. Und natürlich tonnenweise Fragen nach dem „Geheimrezept“. Wenn ich dann sage: „Iss weniger Kalorien und beweg dich mehr“, wird das behandelt, als würde ich den anderen das Abnehmen nicht gönnen. Stattdessen experimentieren sie lieber mit „Nie wieder Pizza!“ und merkwürdigen Shakes. Na ja, soange es sie glücklich macht …

    Egal. Gesundheitsbewusste Feminstinnen, vereinigt euch!

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  15. Aus Gesundheitsgründen abnehmen – das ist ein starker Motor.
    Ich hatte auch 28 kg aus diesen Gründen abgenommen.
    Ich sehe jetzt auch von der Figur deutlich besser aus, wäre nicht das etwas eingefallene Gesicht. Das bekommt man als Zugabe, wenn man schon jenseits der 50 ist.
    Nun gut: Es gibt halt nicht das eine ohne das andere. Man muß sich entscheiden.

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  16. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Abnahme und Deiner Disziplin. Aber was hat das Einfordern des Rechts auf Selbstbestimmung mit Feminismus zu tun? Ist es nicht egal, wo man sich politisch verortet, denn Niemand hat das Recht anderen Menschen Vorschriften zu machen, solange sie nicht die Freiheit anderer beeinträchtigen. Wenn mir jemand aus ideologischen Gründen sagt, dass ich meine Gesundheit ruinieren soll, dann ist das nächste was er von mir sieht der Mittelfinger.

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  17. Frau Frosch

    Ich muss gestehen, dass ich mir über den Feminismus im Zuge meiner Abnahme auch ein paar Gedanken gemacht habe. Die Frage, ob man immer noch eine „gute Feministin“ ist, wenn man ganz begeistert ist, weil die Jeans in Größe 34 nicht nur passt sondern man auch noch super aussieht, drängt sich schon manchmal auf. Ich bin dann zu ein paar Schlüssen gekommen.
    1. Gibt es immer irgendwo eine (obskure) feministische Strömung, der man es nicht recht machen kann. Ich weiß, dass viele Feministinnen nicht gutheißen, wie ich lebe und mir wahrscheinlich das Label „Feministin“ niemals zugestehen würden, aber jede(r) hat ihren ganz persönlichen Ansatz.
    2. Sehe ich es in gewisser Weise auch als sehr feministisch an, vom eigenen Körper in der Weise Besitz zu ergreifen, dass er zwar weniger „raumgreifend“ wird (hatte irgendwo das Argument gelesen, dass abnehmende/schlanke Frauen weniger physischen Raum einnehmen und somit „verschwinden“ und weniger präsent sind; weiß leider nicht mehr genau, wo, aber es hat mich ob seiner Absurdität ziemlich beschäftigt), aber dafür ein starker, widerstandsfähiger und auch wehrhafter Körper ist. Stark und widerstandsfähig sein ist doch das, was Feministinnen wollen und das kann man auch mit kleinen Kleidergrößen sein, wenn man sportlich und stark ist.
    Und zu guter Letzt 3.
    Mir ist es ganz stark aufgefallen, zuerst bei Nadjas Bildern und dann bei anderen Frauen (in diesem Kontext spreche ich nur von Frauen), die Bilder von der Abnahme gepostet haben, dass sie umso glücklicher wirkten, je weiter die Abnahme vorangeschritten ist. Und egal, was irgendwelche ungebetenen Kommentare sagen, wenn man wirklich insgesamt glücklicher ist, ist das eine gute Sache. Bei mir war es so (und ist es immer noch, da ich zu ersten Mal wirklich schlank bin), und da lasse ich mir von keinem reinreden; ich fühle mich besser, bin fitter und trotz Allem begeistert davon, dass mein Ex-dicker Hintern in einer XS-Jeans entzückend aussieht. Also, liebe Maja, ich stimme dir zu und lass dir nicht blöd reinquatschen. Du siehst glücklich aus und das ist es, was zählt!

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    1. Frank

      „Die Frage, ob man immer noch eine „gute Feministin“ ist, wenn man ganz begeistert ist, weil die Jeans in Größe 34 nicht nur passt sondern man auch noch super aussieht, drängt sich schon manchmal auf.“

      Wenn man an dem Punkt angekommen ist, an dem man sich diese Frage (ich finde, da ist schon ne Menge Antwort drin) stellt, sollte man dann nicht noch 2 Fragen hinterher schieben:
      1.: WAS habe ich mich da gerade selbst gefragt?
      2.: Sollte ich mich nicht lieber anderen Dingen zuwenden, die auch der geistigen Gesundheit förderlich sind?

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    2. Maren

      Das Argument mit der physischen Präsenz finde ich auch immer völlig absurd. Ausstrahlung und Autorität hat gar nix mit Körpergröße zu tun – da gibt’s ganz andere Punkte, an denen man arbeiten sollte, nämlich in erster Linie Selbstbewusstsein, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Wissen, Können, Kommunikationsfähigkeiten, etc. Es gibt Personen, die können einen ganzen Hörsaal voller Menschen in den Bann ziehen, ohne dass sie besonders „raumgreifend“ sind.

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