Montagssammlung

Ich hatte kurz überlegt, den Welt-Artikel „Vorurteile: Die Wahrheit über die Gesundheit dicker Menschen“ als extra Beitrag einzureihen in die lange Liste schlechter Welt-Artikel zu diesem Thema, wie etwa „„Auch sehr dicke Menschen können kerngesund sein“, „Ein genetischer Schalter macht Menschen dick“ oder „Kampf den Kilos: Warum Diäten uns immer dicker und dicker machen„. Bevor ich allerdings dazu kam, war er hinter einer Paywall verschwunden. Ein Ökonom hat eine Reihe von Selbstauskünften untersucht um „um herauszufinden, ob Dicke tatsächlich immer auch ungesünder sind als ihre schlankeren Zeitgenossen“ und „der Befund des – schlanken – Professors aus Hannover: Nein, sind sie nicht. Grundsätzlich seien Übergewichtige weniger gesund als schlankere Zeitgenossen, daran gebe es keine Zweifel, schreibt Hüberl in einem aktuellen Aufsatz in der renommierten Fachzeitschrift „Economics and Human Biology“. Zwingend sei das allerdings nicht.“ weil laut Studie „introvertierte Stubenhocker mit geringem Selbstbewusstsein, die verhuscht auf der heimischen Couch sitzen und Pralinen knabbern“ mehr unter den Folgen leiden als Etravertierte. – Gratuliere, liebe Welt, ihr habt damit das Konzept eines Risikofaktors erfasst. Euren nächsten Artikel mit der spannenden Info, dass nicht jeder Raucher Krebs hat und es Raucher gibt, die gesünder sind als Nichtraucher, erwarte ich mit Spannung.

Der Wissenschaftler selbst liefert auch bereits die Kritik: Hübler sagt zwar selbst, dass es besser wäre, wenn neben dieser Selbsteinschätzung auch messbare objektive Kriterien für den Gesundheitszustand der Betroffenen vorlägen. Schließlich sei es gut möglich, dass extrovertierte soziale Menschen ihre eigene Gesundheit besser beurteilen als eine ängstliche Person, die objektiv genauso gesund oder krank ist. Entsprechende objektive Gesundheitsdaten liefert das SOEP allerdings trotz der Datenfülle nicht.

Dazu wurde beispielsweise dieser Effekt „So fand er beispielsweise heraus, dass Übergewicht besonders dann gefährlich wird, wenn das Körpergewicht häufig und stark schwankt“ bereits vor Jahren als reine Korrelation entlarvt. Dazu aus Fettlogik: „Studien, die ein erhöhtes Sterberisiko fanden, unterschieden nicht zwischen gezieltem Abnehmen und unfreiwilligem Gewichtsverlust. In Folge vieler lebensgefährlicher Erkrankungen wie Krebs, Schlaganfall oder Diabetes nehmen Menschen oft massiv an Gewicht ab, sodass Studien, die diesen Faktor nicht kontrollieren, zu dem Ergebnis kommen, dass Gewichtsschwankungen mit Sterberisiko zusammenhängen. Tatsächlich verursacht jedoch die Erkrankung sowohl die Gewichtsschwankung als auch den Tod. Das ist keinesfalls vergleichbar mit gesunden Personen, die sich bewusst entscheiden, ihr Gewicht zu reduzieren.“ dennoch wird einfach mal aufgund dessen spekuliert und geraten: „„Starke Schwankungen des Körpergewichts belasten die Gesundheit sehr; das gilt besonders, wenn der BMI ohnehin hoch ist. Wenn eine Person versucht, dagegen anzugehen, es aber nicht so richtig schafft, wieder zunimmt und das Körpergewicht immer wieder hoch- und runtergeht; das ist ausgesprochen ungünstig“, sagt Hübler. „Ein Mediziner würde das vermutlich damit erklären, dass grundsätzlich ein steter Lebenswandel ohne starke Schwankungen für den Körper günstiger ist.“

Solche Artikel, die sogar Angst vor Gewichtsreduktion schüren, sind besonders ärgerlich, wenn man sie mit den Ergebnissen dieser neuen Studie vergleicht, die herausgefunden hat, dass Adipositas in den USA die Hauptursache für (vermeidbar) verlorene Lebensjahre ist. Laut den Autoren sei dies vor 15 Jahren noch das Rauchen gewesen, aber zwischenzeitlich habe es so gute Fortschritte in der Raucherprävention gegeben, dass nun Übergewicht an die erste Stelle gerückt ist.

Auf Twitter wurde ich darüber hinaus auf diese Studie hingewiesen, in der untersucht wurde, ob Gewichtsverlust die Verschlimmerung von Knieproblemen verlangsamen kann – und ja, kann es, sogar in eindrucksvoller Weise.

Gleichzeitig gibt es (neben anderen Unis) in der University of Maryland inzwischen einen Kurs in „Fat Studies“, in dem Diäten nicht wirklich gut wegkommen und wir haben gestern den internationalen Anti-Diättag gefeiert. Initiiert wurde er von Mary Evan Young, die an Magersucht erkrankt war. Nun ist natürlich verständlich, dass aus der Perspektive einer ehemals Magersüchtigen Diäten schwierig sein können. Angesichts der Tatsache, dass inzwischen die Mehrheit der Deutschen übergewichtig ist, stellt sich dennoch die Frage, ob ein Anti-Diättag so eine sinnvolle Sache ist. Die Kritik fällt nämlich leider selten differenziert aus, im Sinne dass klargemacht wird, dass es ungesunde oder sinnlose Arten on Diäten oder Diätprodukten gibt, sondern richtet sich meist gegen Abnehmen und Diäten generell. Heute.de etwa schreibt in ihrem „Sieben-Gründe-Menü, warum Diäten höchstens im Bundestag eine Daseinsberechtigung haben, aber nicht in unserem Leben„:  „Wie langweilig wäre es, wenn wir alle den gleichen Geschmack hätten und in Größe 36 im Einheitslook rumlaufen würden? Keine Ecken, keine Kanten und keine eigene Persönlichkeit. Diäten ersticken im Keim, was jeden von uns besonders macht. Während wir sonst leidenschaftlich unsere eigene Meinung vertreten, unterwerfen wir uns kommentarlos ihrem Diktat an Regeln. Immer und immer wieder. Und vergessen dabei, Leben zu lieben.“ und RP online verbreitet etwas Stoffwechselpanik: „Auch moderne Ernährungswissenschaft lehnt Diäten als Quälprogramme ab. Schon beim Wort Diät geht es nicht um kurzfristige Effekte; es kommt aus dem Griechischen und heißt so viel wie Lebensführung. „Dabei steht es für das gesunde Leben im Allgemeinen, inklusive Sport, Ernährung, Stress und Livestyle“, sagt die Krefelder Diätassistentin Doris Steinkamp. Warum sind die sogenannten „Crash-Diäten“ so uneffizient und führen meistens sogar dazu, dass der Abnehmende nach der Diät wieder Gewicht dazugewinnt? „Wenn man öfter weniger als den normalen Kaloriengrundumsatz zu sich nimmt, denkt der Körper, es handele sich um eine Notsituation. Er lernt, die gegebene Energie besser zu nutzen. Wenn man nun wieder anfängt, wieder normal zu essen, möchte der Körper sich auf kommende Hungerphasen vorbereiten und setzt so viel Speck wie möglich an“, so Steinkamp.“ Aus meiner Sicht ist das etwa so, als würde angesichts der Tatsache, dass es ein riesen Problem mit Krankenhauskeimen gibt, einen „Anti-Hygienetag“ in medizinischen Einrichtungen einführen, weil es Menschen gibt, die an Waschzwang leiden.

Allerdings gibt es auch gute Neuigkeiten. Johannes, der Gründer von Fitess-Experts bat mich, auf seine Studie hinzuweisen, mit der er herausfinden möchte, welche Strategien langfristiges Gewichthalten unterstützen – hier sein Aufruf:

Um was geht es?

Der Jojo-Effekt scheint für viele unausweichlich. Manche denken sogar, niemand könne langfristig erfolgreich sein Fett loswerden. Aber das stimmt nicht! Ca. 20% halten ihr neues Gewicht langfrsitig. Was machen diese „Erfolgreichen“ besser als die nicht erfolgreichen?

Offensichtlich haben sie Strategien entwickelt, mit denen sie ihr Gewicht dauerhaft (oder in einem gewissen Korridor) halten. Natürlich eine Form von „Weniger essen und mehr bewegen“. ABER das sagt noch nichts darüber aus, mit welchen Strategien das Gewicht wirklich gehalten wird.

In dieser Studie wollen wir die effektivsten Strategien ausfindig machen, mit denen du am leichtesten und erfolgreichsten dein Gewicht nach einer Diät hältst. Sie machen den Unterschied zwischen erfolgreicher dauerhafter Gewichtsabnahme und Jojo-Effekt.

Bist du geeignet?

Hast du mehr als 5-10% deines Körpergewichts abgenommen und dieses neue Gewicht für mindestens 1 Jahr (oder viel länger) in einem gewissen Bereich gehalten und bist du 18 Jahre oder älter? Dann bist du ideal geeignet mitzumachen.

Was bekommst du für die Teilnahme?
 

Als erfolgreicher Teilnehmer, …

  • … bekommst du am Ende eine Auswertung der Ergebnisse und erfährst, wie du dein Gewicht noch besser/einfacher oder überhaupt halten könntest. Du bekommst neue Ideen und Impulse, was du noch tun kannst (und was du dir sparen kannst).
  • … bekommst du die nächsten 2 auf FE neu erscheinenden Programme deiner Wahl kostenlos!
  • … bist du Teil der weltweit ersten Untersuchung dieser Art & Größe und lieferst einen enorm wichtigen Beitrag die Wissenschaft in dieser Frage voranzubringen. Für die Studie bekommen wir Unterstützung der renommierten Oxford Universität und der TU in München. Damit ist es möglich in Zukunft wissenschaftlich fundierte Programme zu entwickeln und die Modediäten & Hypes als das zu entlarven, was sie sind: nicht hilfreich.
Wie lange dauert das und sind meine Daten anonym?
 

Insgesamt benötigst du für die Teilnahme ca. 30-45 Minuten. Das ist jedoch gut angelegte Zeit. Die komplette Studie wird online und anonymisiert durchgeführt (kein Name erforderlich, nur eine E-Mail-Adresse). Deine Daten werden nach Studienende wieder gelöscht.

 
Hast du Lust an der Studie mitzumachen und dir die Vorteile zu sichern? Dann trage bitte in diesem Artikel unten deine E-Mail Adresse ein und es geht sofort los!
Zu guter Letzt noch der Hinweis auf einen neuen VLOG von Lars, mit dem Titel „Was es bedeutet, dick zu sein„, in dem er über sein Leben mit ~ 190 kg, seine Abnahme und Fettlogik spricht. Ich konnte ihn überreden, in einigen Wochen ein Gastvideo als Beitrag für diesen zu machen – also schaut gerne schonmal rein und hinterlasst ihm vielleicht Kommentare oder Fragen, was euch in seinem Gastbeitrag interessieren würde!
Und wenn ich etwas vergessen habe oder ihr spannende Beiträge über Übergewicht, Abnehmen oder Fettlogik gesehen oder geschrieben habt, schreibt sie gerne in die Kommentare!
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25 Gedanken zu “Montagssammlung

  1. Yggdrasil

    So schoen viel Diskussionsstoff in dem Artikel, nur leider fehlt mir die Zeit .. eine Kleinigkeit muss ich aber loswerden: fuer was es mitunter Studien braucht, da moechte ich ja schon rhythmisch mit dem Kopf auf den Tisch schlagen.

    Gewichtsabnahme entlastet die Kniegelenke. WAS FUER EINE BAHNBRECHENDE ERKENNTNIS! Wenn ich (Gravitation laesst gruessen) in einer mechanisch belasteten Verbindung die Last erniedrige, haelt die Verbindung laenger. Ob die Ingenieure in der Wirtschaft das auch schon herausgefunden haben, so ganz ohne Studie dazu?

    *donk* *donk* *donk*

    Erinnert so ein bisschen an das Geblubber in Sachen Umweltschutz und Arbeitsplaetze. Klar koennten wir $sinnvolle_Dinge_fuer_den_Umweltschutz tun, aber das gefaehrdet Arbeitsplaetze und ob wir zum Ueberleben wirklich einen Planeten brauchen, ja gibt es da schon eine Studie dazu?

    Geniesst die Woche!

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    1. Mona

      Menschen sind keine Maschinen. Hätte ja sein können, dass mehr Gewicht stärkere Gelenke macht, wie stärkere Muskeln herauskommen, wenn man das Gewicht beim Krafttraining erhöht. 🙂 Hab ich mir gerade ausgedacht.
      Keine Ahnung, wie die wirklichen Gegenüberlegungen sind. Eigentlich müsste es jedem Arzt auffallen nachdem er gesehen hat, dass schwerere Menschen oft auch zu sehr abgenutzte Gelenke für ihr Alter haben. Das hätte man auch schon vor Jahrzehnten untersuchen können.

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      1. Klaus

        Nein, mehr Gewicht kann die Gelenke deshalb nicht stärker machen, weil Knorpel nach der Wachstumsphase nicht mehr nachgebildet wird. Wenn kaputt, dann kaputt, dauerhaft.
        Das ist ja das Problem bei Arthrose (durch Übergewicht, falsche Belastung, Fehlstellung nach nicht richtig korrigierten Frakturen und und und), dass die Knorpelschicht sich vorzeitig abnutzt, dann Knochen auf Knochen reibt. Und das für den Rest des Lebens. Es gibt Laborexperimente, Knorpelgewebe zu züchten, aber das ist alles noch im Versuchsstadium. Einzige Möglichkeiten bislang: ständiges Spritzen von Schmierstoff direkt ins Gelenk und Implantation künstlicher Gelenkpfannen.

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  2. Ich finde leider den Tweet nicht mehr, habe aber zum Anti-Diät Tag etwas interessantes gelesen, in etwa: Kalorienreduktion ist schlecht, weil im Minnesota Starvation Experiment die Männer mit einer Kalorienzufuhr von 1600 Kalorien/Tag Haarsaufall, Depressionen und weitere schlimme Symptome entwickelten. Ergo ist Kalorienreduktion ungesund.“
    Der Autor des Tweets klammerte Kalorienbedarf, Ernährung und psychische Belastung der Probanden einfach aus und schloss daraus, dass jede Kalorienreduktion per se schädlich sei.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Minnesota_Starvation_Experiment

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  3. Einen „super“ Artikel gab es auch in der Brigitte 8/2017 vom 29.03.2017. Da äußerte sich der Chirurg Dr. Rudolf Weiner und sagt unter anderem: „Bei Adipositas helfen keine Diäten mehr. Im Gegenteil: Sie sind mit daran schuld, dass die Menschen überhaupt erst so schwer geworden sind.“
    Er schwurbelt auch etwas von Hungerstoffwechsel und einigen anderen Fettlogiken. Allerdings sollte man Chirurgen nie nach anderen Behandlungsmöglichkeiten fragen, die gibt es für sie nicht! Ach ja, der gute Dr. Weiner verdient sein Geld mit Magenverkleinerungen 😉

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  4. Mona

    „Keine Ecken, keine Kanten und keine eigene Persönlichkeit. Diäten ersticken im Keim, was jeden von uns besonders macht.“

    Ohhh, neue Erkenntnis: überschüssiges, belastendes, auf Organe drückendes Fett macht uns besonders! Ohne haben wir keine eigene Persönlichkeit. Meeeh.

    Na ja, wenigstens ist die Vorstellung lustig, dass jemand mit Übergewicht angeblich mehr mehr Ecken und Kanten, also wortwörtlich/visuell.

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  5. IxChef

    Ich bin gespannt auf den Gastbeitrag von Lars. Ich habe mir seine Vlogs angeschaut und musste so häufig nicken, weil ich ähnliche Erfahrungen und Gedankengänge habe/hatte, auch wenn ich 100 kg weniger Ausgangsgewicht hatte als er.

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  6. „…bist du Teil der weltweit ersten Untersuchung dieser Art & Größe und lieferst einen enorm wichtigen Beitrag die Wissenschaft in dieser Frage voranzubringen.“

    Und was ist mit dem National Weight Control Registry? (http://www.nwcr.ws/) Soweit ich das sehe ist das doch eigentlich so ziemlich das gleiche, oder nicht?

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    1. Johannes

      Das Formular müsste eigentlich alles annehmen 🙂

      Falls du noch mitmachen magst, antworte bitte einfach kurz auf die Mail, die du bekommen hast. Dann schaue ich da kurz nach.

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  7. kork

    Tja, was soll man zu all dem sagen…
    Mir fiel noch auf, dass RP online von „modernen Ernährungswissenschaften“ schwafelt und als Kronzeugin dann ausgerechnet eine Diätassistentin ins Feld fuehrt (die vermutlich noch nie eine Hochschule von innen gesehen hat).

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  8. „introvertierte Stubenhocker mit geringem Selbstbewusstsein, die verhuscht auf der heimischen Couch sitzen und Pralinen knabbern“

    Das allein reicht mir schon… ich meine, hat immer noch keiner kapiert, dass sowohl introtvertierte als auch extravertierte Menschen ein geringes oder gutes Selbstbewusstsein haben können etc pp? Diese Gleichsetzung alleine disqualifiziert den Artikel

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    1. Tordis

      Mir geht das auch voll am Arsch. Im angloamerikanischen Raum ist dank dem weit verbreiteten Persönlichkeitstypenindikator MBTI das Verständnis weiter verbreitet, dass Introversion NICHTS mit Schüchternheit zu tun hat.
      Schüchternheit ist die Angst vor sozialer Demütigung u.ä. . Auch extravertierte Menschen können schüchtern sein – oder ängstlich, oder wenig Bewegungsdrang verspüren.
      Introvertiert heißt einfach nur, dass man aus dem Alleinsein Kraft schöpft, dass man nach einem langen Arbeitstag, besonders wenn der viel soziale Interaktion beinhaltet hat, erst mal Stille braucht, vielleicht ein Buch auf der Couch. Dass man sich tendenziell lieber mit Leuten einzeln trifft, anstatt auf Parties mit vielen Menschen zu gehen. Das heißt nicht, dass man asozial wäre. Ich bin introvertiert, aber ich mag Menschen und hab gern mit ihnen zu tun. Ich brauch nur meine Pausen.
      Extravertierte dagegen bekommen grade ihre Energie vom regen Austausch/Kontakt mit vielen anderen Menschen, denen fällt allein daheim durchaus schnell mal die Decke auf den Kopf (aber auch Extravertierte brauchen mal Ruhe). Das macht Extravertierte keineswegs sozialer, netter, oder weniger ängstlich, oder schließt Schüchternheit aus. Und es hat überhaupt GAR NIX damit zu tun, wie gern sich ein Mensch bewegt.
      Intro/Extroversion ist eine Skala, aber trotzdem kann man sagen:
      Zwei Drittel bis die Hälfte aller Menschen ist introvertiert. (Quelle: u.a. „Quiet“ von Susan Cain)

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      1. Richtig. Ich krieg da auch jedes Mal Plaque. Ich bin tendenziell eher extrovertiert, denn zu viel allein daheim macht mich wirklich depressiv. Das ist mehr als einfach nur Langeweile oder „Ich weiß nciht,was ich mit mir machen soll“. Auch Extravertierte verbringen Zeit allein, auch sie lesen, aber sie brauchen einfach regelmäßig Menschen und tanken so ihre Energien wieder auf.
        Deshalb sind weder die einen schüchtern oder soziophob, noch die anderen oberflächlich oder (mein liebster Kommentar bisher – direkt an mich gerichtet!) Schuld an Kriegen (!).
        Und wenn dann so was wie HSP dazu kommt, dann sind die Leute sowieso völlig überfordert.

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  9. Magenta

    Habe eine Weile nichts geschrieben, aber als Motivation für die Leute, die noch beim Abnehmen sind: Ich halte mein Gewicht von 53-55 kg seit etwa einem Jahr – es geht also.

    Und letzten Sonntag habe ich meinen ersten offiziellen 10.000-Meter-Lauf beim Goitzsche-Marathon absolviert, was für ein Meilenstein für mich!
    In der Schule war ich das Pummelchen, das mit knallrotem Kopf immer als Letzte oder Vorletzte ins Ziel gekeucht kam – Sport habe ich abgrundtief gehaßt.

    Lg Heike 🙂

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