Gastbeitrag: Fettlogik in der Kindererziehung

Vor einigen Tagen schrieb mir Jana eine lange Mail im Bezug auf Fettlogik und erzählte darin von ihrer eigenen Geschichte und wie sie inzwischen ihre beiden 8-jährigen Zwillinge erzieht. Das ist ein Thema, das ich auch aus persönlicher Betroffenheit sehr spannend finde – vor einigen Monaten gab es dazu bereits einen Gastbeitrag, in der eine Erzieherin schrieb, wie sich „Gesundes Essverhalten bei Kindern fördern“ lässt. Janas Text ist nun ein praktisches Beispiel und ich denke, grundsätzlich liegen die beiden Ansätze nicht allzu weit auseinander. PS: Ich weiß, Kindererziehung ist ähnlich wie Abnehmen ein ziemlich emotionales Thema, also ich hoffe, der Text wird im Geiste von Fettlogik gelesen, nämlich als ein Weg und nicht als Vorgabe, wie jeder gefälligst erziehen muss. Letztlich kommen Kinder auch bereits mit eigenem Charakter und Temperament auf die Welt, und was mit einem Kind funktioniert, muss nicht notwendigerweise für das nächste perfekt sein.

Als ich ein kleines Kind war, hieß es zu Hause: Mach den Teller leer. Auf der anderen Seite war meine Stiefmutter aber nicht in der Lage, sich durchzusetzen, und hat mir (und auch später meinem Bruder), was Essgewohnheiten anging, so ziemlich alles durchgehen lassen. Meine Stiefmutter ist selbst gertenschlank und war dies auch schon immer. Wohingegen meine Familie schon eher kräftiger war, zumindest als Erwachsene.
Ich war als Kind so schlank und voller Energie, dass man meinen könnte ich hätte zu Hause nichts zu essen bekommen. Doch das habe ich: Einseitig ungesund, und immer mit dem Hang zu übertreiben (Komm, ess doch noch einen Teller, es schmeckt doch so fein).

Ich war wie die meisten Kinder und sträubte mich bei Gemüse oder allem was ungewöhnlich war. Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht, sagt man so schön.
Das endete im Groben dann damit, dass ich mich größtenteils von Nudeln, ein paar heimischen Gerichten (aber blos nicht mit Gemüse), Pommes etc. ernährte. Zum Glück (im Gegensatz zu meinem Bruder) habe ich schon immer Obst geliebt.
Mein Bruder ist da schlechter dran. Er musste bereits mit 5 Jahren Medikamente nehmen, weil er einen Pilz im Darm hatte. Das zog sich durch bis heute, er isst immer noch kaum einen Bruchteil von dem was auf den Tisch kommt, und sein Gesundheitszustand wird nicht wirklich besser.

Egal was auf dem Tisch stand, wenn ich es nicht wollte, wurde mir etwas anderes gekocht. Meistens waren es dann Nudeln mit irgendeiner Soße. In die Schule gab es immer eine Flasche mit Saftschorle mit, und von dem Süßkram (der zwar versteckt, aber immerhin da war) fang ich gar nicht erst an.

Unsere gesamte Familie ist übergewichtig, manche schon seit sie ein Kleinkind sind, und das fand ich schon immer schrecklich.

Komischerweise habe ich bei meinen Kindern sehr darauf geachtet, dass diese gesund essen, und habe auch zum Großteil für mich mehr darauf geachtet, wenn sie anwesend waren. Aber ich habe immer zu viel, zu fett, zu zuckrig gegessen, am Liebsten wenn ich alleine war. Mit knapp 20 kg Übergewicht ist es weder schön noch glaubwürdig, wenn ich dann zu meiner Tochter sage: Hör zu, wenn du satt bist hör auf zu essen.

Was ich bei meinen Kindern (auch dank meinem Mann der das Buch schon verinnerlicht hatte, bevor es überhaupt existierte) umsetzte, scheiterte an mir selbst.

Ich habe viel Kritik einstecken müssen, gerade wegen der Esserziehung. Ich habe von Anfang an darauf geachtet, dass meine Kinder nicht zu viel Süßigkeiten essen, und immer morgens in den KiGa und jetzt in der Schule Obst oder Gemüse dabei haben. Immer gab und gibt es Vollkornbrot mit Putenbrust, oder Geflügelsalami.

Meine Kinder sind wie mein Mann rank und schlank im Idealgewicht mit kaum vorhandenem Körperfettanteil.

Und um es vorwegzunehmen: Ich bin keine perfekte Mutter, ich sage nicht, dass irgendjemand es machen soll wie ich.

Die erste Diskussion, die ich führen durfte: Wieso ich meine Kinder zum Probieren „zwinge“.
Ich sehe das anders, ich sehe es nicht als zwingen, sondern als meine Aufgabe, da ich ihre Mutter bin, sie zu führen. Und da die meisten Kinder nur ungern etwas versuchen, was sie nicht kennen, habe ich nunmal drastischere Maßnahmen ergriffen.
Als es zum Beispiel Blumenkohlauflauf gab, und Zwilling 1 direkt rummeckerte „Ich mag das nicht, das schmeckt nicht“ ohne es überhaupt probiert zu haben, kam der Stier in mir durch. Ich kann verdammt stur und hartnäckig sein.
Nunja ich habe ihr das Angebot gemacht, dass sie entweder probiert oder Brot essen kann. In meinem Haushalt wird nicht extra gekocht, ich habe es einfach gehasst.
Und da ich auch nicht zu feige bin, mich mit meinen Kindern, bzw. deren Aufständen rumzuärgern, habe ich eine halbe Stunde Weinen, Heulen, und Diskussion ertragen, bis sie es im Endeffekt zuerst mt angewidertem Gesicht probiert hat. Als der Inhalt des Löffels dann in ihrem Mund war, wandelte sich ihr Gesichtsausdruck zu einem richtig erfreuten und sie hat mir meinen Teller geklaut.
Was heißt das für mich? Ich war happy und sie hätte die ganze Form leergefuttert, wenn es gegangen wäre.

Zweiter Diskussionspunkt: Die Menge des Essens
Meine Kinder haben leider von mir die Angewohnheit, wenn etwas schmeckt, über die Stränge zu schlagen, was ausnahmsweise auch in Ordnung ist, aber nicht zur Gewohnheit werden sollte.
Es gab einen Geburtstag, an dem wollte meine Tochter mit 4 Jahren, obwohl sie schon einen Riesenteller verputzt hatte, noch einen Nachschlag. Und ich (in den Augen meiner Großmutter die böseste Mutter der Welt) habe es verweigert.
Ich habe ihr damals schon ruhig erklärt, dass sie auf ihren Bauch hören soll, ob der wirklich noch Hunger hat. Welch ein Wunder. Zwilling 2 hielt den Kopf an den Bauch ihrer Schwester und sagte „Dein Bauch hat keinen Hunger mehr“, und die Sache war gegessen.

Dritter Diskussionspunkt: Keine Süßigkeiten mit in die Schule.
Das steht bei mir auf selber Stufe mit: kein TV vor der Schule oder an Schultagen.
Diese unnötigen Diskussionen (ich weiche davon nicht ab) habe ich ständig.

Was zusammenfassend heißt:

1. müssen die Beiden alles probieren, aber nicht essen. Ich bestehe aber darauf, dass es zumindest versucht wird. Wenn es nicht schmeckt, kann Brot gegessen werden. In meinem Haushalt wird nicht extra gekocht. Und siehe da, sie essen wirklich 95 % der Lebensmittel, die sie aufgetischt bekommen. Sie haben sogar in der Nachmittagsbetreuung eine Belohnung bekommen, weil sie von knapp 80 Kindern die einzigen sind, die sich so gut wie nie beschweren.
Und jeder hat Sachen die er nicht mag, das ist ja auch ok.

2. dürfen meine Kinder aufhören zu essen, wenn sie satt sind. Ich bin überzeugt, dass Kinder, wenn sie nicht immer vollgestopft werden, ein gesundes Verhältnis zu ihrem Körper haben und merken wenn sie satt sind. Manchmal futtern sie mehr als wir Erwachsenen (wenn sie wachsen) und manchmal halt nur ne Babyportion. Aber ich bin dann nicht böse, im Gegenteil, ich lobe sie dafür, dass sie auf ihren Körper hören.

3. (und das ist der schwerste Punkt) Süßigkeiten: Die meisten Kinder in der Schule haben immer irgendwas kleines Süßes (und sei es nur die gutgemeinte Milchschnitte) dabei, meine als einzige nicht. Und das ohne Diskussion zu Hause.
Und warum? Ich erkläre es meinen Kiddies und mit mittlerweile 8 Jahren verstehen sie es sogar ein wenig. Zucker, egal ob als Milchschnitte, Traubenzucker oder Fanta, Apfelschorle, hat meiner Meinung nach nichts in der Schule verloren.

Die Eltern wundern sich, dass die Kinder nicht ruhig halten und sich konzentrieren können, haben aber dann ein Corny, ein Nutellabrot, die Apfelschorle (manche sogar schon Cola) dabei. Wir hingegen haben was das angeht keine Probleme, sie können sich durchaus auch 2 Stunden wunderbar konzentrieren (entgegen der Meinung der Lehrer, Kinder könnten sich allgemein nur 30 Minuten auf etwas fokussieren).
Was haben die beiden als Frühstück? Morgens zu Hause Haferflocken oder Naturjoghurt mit Marmelade und einem Hauch Schokostreusel. In die Schule gibt es immer mindestens Mischbrot mit Belag nach Wahl und Tomate mit Salat drauf mit, entweder Obst oder Gemüse (dank Nicer Dicer lieben sie es sich selbst zu schneiden) und Wasser oder Sprudel.

Nicht nur das es an Konzentration hapert … Nein, da wird vom Lehrer erklärt Traubenzucker sei wunderbar um sich konzentrieren zu können, dabei ist ein Apfel oder Banane wesentlich effektiver…

4. Meine Kinder dürfen und sollen mitkochen, auch wenns ne Riesensauerei gibt oder auch mal was schiefgeht. Ich will, das meine Kinder, wenn sie ausziehen, nicht denselben Stand haben wie ich, nämlich ratlos und verzweifelt. Sie sollen Spaß an der Sache haben. Mir selbst wurde es verboten unter Strafe und das war Mist.

Ja, sie sind auch aufgedreht, aber ich merke den Unterschied zu anderen Kindern. Die Lehrer bestätigen mir das, indem mir gesagt wird, dass trotz ihrer Grundenergie, die sie nunmal haben (eine Lehrerin nannte sie übersprudelnd) trotzdem zu den Besten in der Klasse gehören. Ich will hier keinesfalls die Supermutter raushängen lassen, ich finde es einfach nur gruselig wenn ich schon (meiner Meinung nach) schwer übergewichtige Kinder sehe, aus deren Ranzen dann die Flasche Eistee oder Cola ragt… Ich mache bestimmt auch Fehler, und viele finden es befremdlich, wenn meine Kids ihnen mit 8 Jahren schon erzählen: „Du das fertige Müsli und der Fruchtzwerg hat aber viel zu viel Zucker, das ist ungesund“ oder „Ich mag nur Wasser und Sprudel trinken bitte“ (und das auf einem Kindergeburtstag. Sie dürften da durchaus Süß trinken aber wollen nicht) Ich werd da schon öfter blöd angemacht, meine Kinder in eine Essstörung zu schieben, vor allem da ich jetzt für mich Kalorien zähle und mich jeden Tag wiege. Aber das Schöne ist: Meine Kinder interessieren sich dafür, sie hinterfragen und ich kann ihnen direkt jegliche Fettlogik verbannen, dank des Buches habe ich eine gute Argumentationsgrundlage, und dank dessen bin ich auch überzeugt davon.

5. Süßigkeiten die zweite: Meine Kinder dürfen Süßigkeiten essen, geregelt und in Maßen. Und ich erkläre ihnen, sie sollen es genießen, es als Besonderheit ansehen. Sie wurden auch nie mit etwas getröstet oder belohnt (Vielleicht von der Uroma mal, aber da sehen ich drüber weg, das ist so selten) Jedes verdammte Weihnachten, Nikolaus und Ostern gibt es die gleiche Diskussion. „Du Mama, lass bitte den Süßkram weg, hol den Mädels doch lieber ein Buch oder was zu spielen“ Antwort: „Ja ich mach ja nur eins dabei“. Der Endeffekt hiervon ist, wenn Patenonkel und Tante, Oma und Opa beiderseits, die Uromas, alle nur „1“ Stück (was dann ein Nikolaus plus Kekse oder sonstwas ist) schenken, habe ich meinen Schrankabteil, der dafür eingerichtet ist, brechend voll. Und dadurch dass keiner unkontrolliert tonnenweise Süßkram futtern sollte und es auch nicht macht, bleibt das Zeug stehen. Da stand an Weihnachten letztes Jahr immer noch der Osterkram, und ich war rigoros. Ich hab den Mädels eine Salatschüssel hingestellt und ihnen gesagt, dass sie da alles reinmachen sollen, was sie behalten wollen und der Rest kommt weg. Das habe ich auch getan, eine große Stofftasche (ca. 20 Liter) voll mit Süßkram ab in die Tonne.

Das habe ich auch jedem gesagt. Es ist Lebensmittelverschwendung, die Kinder so damit zu zuschmeißen. Wir schmeißen alles weg, was nicht in die Schüssel passt. Punktaus, versteht natürlich keiner. „Hey, da kannst du doch Kuchen draus backen“ Mal davon abgesehen, dass ich Backen hasse, ist es für mich nicht Sinn und Zweck, extra Kuchen zu backen, weil ich Schokolade über hab. Dann kann ich sie auch direkt essen. Wenn ich den Menschen jetzt sage „Pass auf, lass den Süßkram an Ostern. Ich schwöre dir, der fliegt in die Tonne“ werd ich böse angeguckt, als würde ich ihnen verbieten, meinen Kindern was Gutes zu tun. Aber es ist mir egal.

Dieser Text war jetzt ziemlich lang, aber es liegt mir einfach am Herzen, es bei meinen Kindern „richtig“ zu machen. Zumindest sind sie ausgeglichen, happy und gesund (auch gewichtsmäßig).

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109 Gedanken zu “Gastbeitrag: Fettlogik in der Kindererziehung

  1. Yggdrasil

    Ich hab’s ja normalerweise wirklich nicht so mit uneingeschraenkter Zustimmung, aber beim Lesen Deines Textes: Chapeau, you made my day.

    War mir eine Ehre, das lesen zu duerfen, Gruss vom Yggdrasil…

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  2. Das klingt, als würdest du ganz viel ganz richtig machen. 🙂 Meine Eltern haben das mit dem „alles probieren“ recht ähnlich gemacht, ich musste nichts essen, was mir nicht schmeckt, aber ich sollte alles vorher mal probieren. Und siehe da – bis auf rote Beete (uarghs!) mag ich heute ausnahmslos jedes Gemüse.
    Respekt vor allem an dich, dass du das Gezeter aushältst & standhaft bleibst! 😀

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  3. Benjamin

    Hmm, spannender Text und vieles davon finde ich auch gut.
    Das einzige was mir daran tatsächlich sauer aufstößt ist das die überschüssigen Süßigkeiten weggeworfen werden. Das kann eigentlich nur passieren bei Leuten die zu viel Geld haben und dabei nicht an andere denken.
    Das die Kinder das nicht bekommen, kein Problem, find ich auch nicht falsch, aber das man das dann nicht weitergibt, bedürftige und die Vereine die dazu gehören gibt es zu genüge, das geht imho! garnicht.
    Wenn man weiß wie manche Familie leben muss und unter welchen Umständen die Ihren Kindern überhaupt mal erlauben können irgendeine Süßigkeit essen zu können… reicht es doch schon oft nicht für normales Essen, dann weiß man wie verantwortungslos das Wegwerfen, selbst von Süßigkeiten, ist.
    Einfach nur mal das bedenken, ‚Die Tafeln‘ oder ähnliche Einrichtungen gibt es fast überall, bitte auch mal an diese denken, ehe man wieder irgendwas wegwirft, danke.

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    1. Jana

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich habe durchaus versucht die Süßigkeiten loszuwerden. Ich hatte im Vorfeld schon gefragt.
      Die nächste Tafel ist 30 km weg. Alle Familien Schulen Vereine die ich gefragt hatte wollten nichts. Gleiches Problem hatte ich schon mit alten Stofftieren. Selbst die Kinderheime oder Caritas wollten nichts haben.
      Deswegen finde ich es ja auch so schlimm dass es so ne Verschwendung ist.

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    2. Maren

      Da ich auch zu den Süßigkeiten-Wegwerfern gehöre: Ich habe das durchaus mal in Betracht gezogen. ABER: Wieso sollte ich etwas, was ich selber als minderwertig und ungesund ansehe, bedürftigen Leuten geben? Ich gebe doch auch keine durchgelatschten Schuhe und völlig verdreckten Klamotten an die Tafel, sondern nur Sachen, die jemand noch mit Würde tragen kann.

      Außerdem: Ich hab eine Menge Lehrer und Pädagogen im Freundeskreis, die mit Kindern und Jugendlichen aus „Problemfamilien“ und „Problemvierteln“ arbeiten. Da mangelt es oft an allem möglichen, aber was sie unter Garantie immer irgendwie in die Finger kriegen, sind Süßigkeiten und später Alkohol und Zigaretten.

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    3. Ganz Deiner Meinung, Benjamin,
      das mit dem Wegschmeißen statt verschenken finde ich auch nicht gut.

      Für den Rest gibt’s Zustimmung!
      Machen wir zwar nicht so konsequent, und der Junior mag Schokolade – aber, wenn die Weihnachtsration weg ist, dann ist sie eben weg!
      Ostern kommt ja auch irgendwann …. .

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    4. Horst

      @Benjamin: Grundsätzlich ja, Lebensmittel wegwerfen ist Verschwendung. Punkt. Dann allerdings ist es wieder ein kurzer Weg zu den „Kindern in Afrika“, für die ich während meiner Kindheitstage den einen oder anderen Teller leeressen musste. Und das kann ich heute – mit 30 Jahren – immer noch nicht sein lassen, auch wenn der Bauch wehtut.

      Mein persönlicher Süßigkeitenkonsum (allgemein: Kalorienbombenkonsum) ist antiproportional zu meiner finanziellen Stabilität. Und nichtrepräsentative Stichproben in meinem Lebensumfeld zeichnen auch das Bild, dass Füllstand und Umwälzzykluszeit des Naschwerkabteils im Küchenschrank mit steigender finanzieller Angespanntheit zunehmen.

      Würde ich Süsskram entsorgen wollen, ich stünde tatsächlich vor einem moralischen Dilemma. Dann doch zu den Kindern nach Afrika. Was kostet ein 5 kg-Paket per Kühltransport in den Niger? Frage für einen Freund.

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    5. Heidi

      Hallo Benjamin,
      Hallo Jana,

      Zunächst @ Jana:
      Dank für diesen Text. Ganz genauso sehe ich es auch, genauso kenne ich es auch – wobei die Kritik bei uns ganz gut erträglich ist (mittlerweile) und ich auch im Bekannten- und Freundeskreis, auch Familie (meine Schwester und deren drei Ki, auch meine Mutter) einiges an Zustimmung erlebe. Lediglich die Urgroßeltern waren bei uns „ein Problemfall“. Aber das haben wir ausdiskutiert, es kommt noch manchmal zu spitzen Bemerkungen, aber das kann ich verknusen – grad auch durch die gute „Mitarbeit“/ Sichtweise (mittlerweile) meine beiden Kinder (10; 11) und auch solcher Aktionen wie Wegräumen des überschüssigen Süßkrames. Und – auch ich werfe weg. Wieso nicht?
      In dem Zug möcht‘ ich gern noch was zum „Wegwerf-Problem“ loswerden. Was ich manchmal mache ist weiter verschenken… wenn die Sachen noch schick und ganz frisch sind, sonst finde ich das einfach unangemessen. Aber Wegwerfen ist meiner Ansicht nach auch eine Option. Echt jetzt, was soll dagegen sprechen? Und das Argument, es gäbe Bedürftige, hinkt meiner Ansicht nach. Süßkram – das ist, denke ich, nicht das, was Bedürftigkeit wirklich ausmacht. Es gibt ECHTE Hungerprobleme, ich denke, darauf können wir uns gut einigen, aber wie wär’s hier mit gesundem und nahrhaftem Essen? Und gesamtgesellschaftlichen/ weltweiten Lösungen? Erst letztens habe ich gelesen, dass es auf der Welt genügend Lebensmittel gäbe, um alle Menschen zu ernähren, aber diese einfach nicht verteilt werden. (Empfehlenswert hier auch das Buch „der Hunger“). Aber Süßkram? Im Gegenteil, eine gesamtgesellschaftliches Umdenken – lieber sparsam und weniger von dem zuckerhaltigen und künstlich mit Aromen und „abhängigmachenden“ Stoffen vollgepumpten Sachen – wem soll das schaden?

      LG
      Heidi

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      1. Ich werfe auch regelmäßig Süßes weg. Das fällt mir nicht schwer, denn ich halte es für prinzipiell für (ja, lecker, aber insgesamt) minderwertige Nahrungsmittel.

        Respekt vor Lebensmitteln — gerade im Angesicht von Menschen auf diesem Planeten, die Hunger leiden — greift bei Süßkram nicht, aufgrund der Minderwertigkeit (selbst gemachter Kuchen ist allerdings für mich was anderes ;))

        Manchmal denke ich „Soll ich das jetzt wirklich wegwerfen? Meine Kinder würden es bestimmt gerne essen…“ Dann fällt mir auf: Würde ich den Süßkram tatsächlich meinen Kindern geben, gäbe ich ihnen eigentlich etwas, das ich in den Müll werfen wollte. Ich würde ihnen also Müll zu essen geben. Dann fällt mir die Entscheidung recht leicht. 😀

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      2. Komisch. Da gehen die Beobachtungen doch sehr auseinander.

        Ich habe als Kind (wenn ich wollte) uneingeschränkt Zugriff zu Süßigkeiten gehabt. Ich habe aber nicht unbedingt viel gewollt – ich mochte schon immer lieber salziges. Den meisten Kuchen mag ich z.B. gar nicht (und empfinde es als furchtbare Zumutung wenn mir jemand selbstgemachten Kuchen mitbringt). Dick bin ich erst später geworden- und das fast ohne Zucker (Käse, Nüsse und Wein können auch sehr schnell ansetzen). Schon als Kind ist mir aber aufgefallen, dass andere Kinder, die zuhause nichts durften, immer total gierig auf Süßkram waren – so konnte ich immer alles, was ich nicht mochte, an die anderen verfüttern.

        Mein Sohn darf auch soviel Süßigkeiten wie er will (solange er das nicht übertreibt, sehe ich da keinen Grund einzuschreiten). Und: auch er isst eigentlich nicht viel, Weihnachtssüßigkeiten werfe ich oft im Sommer weg, wenn sie unansehnlich geworden sind (nicht aus moralischen Gründen oder weil ich sie minderwertig oder sonstwas finde – bei Produkten mit viel Kakao, der aus fernen Ländern zu meist unfairen Bedingungen importiert wird, wundert mich diese Einstellung – zumindest ökologisch – auch sehr). Er hat auch so Klassenkameraden, deren Eltern extrem auf Zucker achten, die ihm auch schon sein geliebtes Apfelmus madig gemacht haben (echt toll gemacht, noch was, was er jetzt nicht mehr essen mag). Der eine war neulich zu Besuch, und am nächsten Morgen wollte mein Mann einen Zuckerwürfel in den Kaffee machen – äh, Dose leer. In den Schrank gesehen – ganze Packung leer (die war noch fast voll; da bei uns genau 1 Würfel pro Tag genutzt wird, reicht die ewig). Da hatte eben dieser Junge die ganzen Würfelzucker aufgegessen. Ich meine: wtf! Wie kommt man denn auf sowas??

        Also stell ich mir die Frage, ob entweder Einschränkung erst richtig gierig macht (in dem Fall wären Verbote kontraproduktiv), oder ob es eben einfach Leute gibt, die ein Problem mit Zucker haben (in dem Fall sind klare Regeln natürlich sehr sinnvoll). Wahrscheinlich wieder eine individuelle Sache.

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      3. @ yannaba

        Ich stimme Dir zu: Zu strenge Regeln sind sicherlich kontraproduktiv. Keine aber auch (meistens?).

        Bzgl Süßes wegwerfen:
        Ich denke, süßes mit hohem Kakaoanteil (eher für Erwachsene?) ist insgesamt hochpreisiger und hochwertiger — auch Ernährungshysiologisch. Würde ich auch nicht unbedingt wegschmeißen.
        Ich denke da eher an billige Produkte mit Zielgruppe „Kinder“, z.B. fertig abgepackte Schoko Croissants.
        Aber: Man kann aber auch aus hochwertigen Zutaten minderwertige Produkte herstellen (z.B. wenn ich koche :D)

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  4. annesch

    Ich finde (aus Sicht einer Nicht-Erziehungsberechtigten) Deine Prinzipien sehr sinnvoll! Verstehe ich das richtig, dass, wenn Deine Kinder einmal etwas probiert haben und es ihnen dann nicht schmeckt, sie es dann nicht mehr probieren müssen? Das fände ich (aus Sicht meines 8jährigen Ichs) sehr gut, weil ich es gehasst habe, Rosenkohl, den ich bis heute nicht abkann, immer und immer wieder probieren zu müssen – ich ging sogar dazu über, zu versuchen, ihn im Ganzen zu schlucken, um nicht reinbeißen zu müssen… 😀
    Ganz schwierig ist es, meiner Ansicht nach, wenn Emotionen und Essverhalten verknüpft werden. Meine Mutter sagte einerseits „Iss nicht so viel!“, andererseits kochte sie sehr gut (und ich bin auch dankbar, dass ich gute Kochgrundlagen von ihr gelernt habe) und freute sich, wenn es allen schmeckte – das Geben von Nahrung und das Entgegennehmen durch (gieriges) Essen war auch irgendwie ein bisschen eine Ersatzhandlung für nicht sonderlich offen gezeigte Emotionen.
    Was die Süßigkeitenentsorgung angeht: Kommt eventuell nächstes Mal etwas wie Foodsharing in Frage, falls es das bei Euch in der Nähe gibt…? 🙂 (Falls es ein nächstes Mal gibt, vielleicht ist die Message ja jetzt angekommen…) https://foodsharing.de/

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    1. annesch

      Was ich mit dem Thema „Essen und Emotionen“ sagen wollte, war, dass es Dir, Jana, anscheinend gelungen ist, die beiden Bereiche auseinanderzuhalten, auch durch das Entkoppeln von Essen auf der einen und Trösten und Belohnen auf der anderen Seite… Sehr sinnvoll, und es braucht bestimmt viel Kraft, diese Prinzipien durchzuziehen, gerade weil es in der Umwelt so anders gehandhabt wird. Kompliment!

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    2. @annesch: Ich halte es im Gegenteil für sehr sinnvoll, immer mal wieder (nicht wöchentlich, aber alle paar Monate oder einmal im Jahr) Gemüsesorten zu probieren, die man nicht mag. Erstens schmeckt das Zeug ja durchaus unterschiedlich je nach Zubereitung (ich habe als Kind Porree gehasst, weil es den bei meiner Mutter immer nur als Matsch gab und heute liebe ich in, in JEDER anderen Zubereitungsform) und zweitens ändert sich der Geschmack mit der Zeit. Rosenkohl esse ich heute ganz gerne, in Kombination mit salzigen Dingen wie Käse oder Bratwurst. Viele Sachen lernt man auch zu mögen, die man beim ersten Mal nicht mochte.

      Klar, es gibt Dinge, die wird man nie mögen (Kaffee finde ich widerlich und das wird sich nicht mehr ändern), aber pauschal zu sagen: „Das hast du einmal nicht gemocht, das brauchst du jetzt nie mehr zu probieren!“ (probieren. Nicht: Einen ganzen Teller voll aufessen.), ist nicht unbedingt das Beste.

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      1. annesch

        Hm, da finde ich die Aussage der Gastautorin Jana „Jeder hat Sachen, die er nicht mag, das ist ja auch ok.“, die ich so verstanden habe, dass man nicht immer wieder neu probieren muss, sinnvoller. (Ich geh jetzt mal davon aus, dass sich unter dem Blognamen Nria nicht Jana verbirgt. :-))
        Letzten Endes geht es bei Janas geschilderten Grundsätzen darum, dass die Kinder lernen, auf ihren eigenen Körper und ihre eigenen Bedürfnisse und ihren eigenen Geschmack zu hören. Klar, es sollen nicht unbekannte Gerichte unprobiert mit einem Naserümpfen beiseitegeschoben werden.
        Aber wenn man etwas mehrfach probiert hat und es einfach nicht schmeckt, dann ist es erwachsene Besserwisserei zu sagen: „Ach, du musst es nur oft genug probieren, dann schmeckt es dir irgendwann.“ –
        So lernen die Kinder m.E. nicht, ihre eigenen Entscheidungen in Bezug auf das Essen zu treffen. Natürlich habe ich auch Sachen, die ich als Kind nicht mochte, aber jetzt esse. Aber die habe ich irgendwann als Heranwachsende/Erwachsene in einem anderen Kontext (und in anderer Zubereitungsweise) aus eigener Entscheidung wieder einmal probiert, was etwas anderes ist, als als Kind unter erwachsener Besserwisserei (sinngemäß: „Ich weiß besser als Du, was Dir schmecken wird, mach das, was ich sage!“) gezwungen zu sein, etwas herunterzuwürgen, was einem auch nach mehrfachen Probieren nicht schmeckt.

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      2. Mona

        Wenn man etwas probiert, also abbeißt und kaut, und es sich so anfühlt, dass man es wegen des Geschmacks oder der Konsistenz nicht runterschlucken mag, kann man es ja auch ausspucken.

        🙂 Eine Portion aufessen geht doch nicht als „Probieren“ durch.

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    3. Jana

      Ja das siehst du richtig. Eine isst zum Beispiel keine Oliven oder Kokos, die andere keine bunten Nudeln. Wenns nicht schmeckt dann schmeckts nicht.

      Sie probieren halt von sich aus immer wieder mit dem Satz“Vielleicht schmeckt es mir ja jetzt“ Was aber vielleicht auch daran liegt dass wir es selbst so machen.

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  5. Tricky

    Finde ich super. Meine Mutter ist ein wirklich lieber, toller Mensch, aber leider wurde ich etwas zu arg verwöhnt. Das war mir dann im Laufe der Zeit selber schon peinlich, weil ich es ständig vorgehalten bekam von anderen („Du bist soooo verwöhnt!“) und schämte mich deswegen sogar, obwohl ich nun wirklich nichts dafür konnte, dass ich von allen Seiten so verwöhnt wurde. Aber ich hatte und habe immer noch Schwierigkeiten, Maß zu finden. Das Kalorienzählen hilft dabei zum Glück, aber es war ein weiter Weg bis dorthin. Es ist daher nur richtig, wenn man zum einen für die Kinder keine Extrawurst kocht, zum anderen auf die richtige Ernährung achtet, ohne nun alles komplett zu verbieten. So, wie im Text dargestellt, finde ich es gut und richtig.

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  6. Nana

    Ein unglaublich interessanter und hilfreicher Beitrag.
    Obwohl ich noch keine Kinder habe, finde auch ich es immer wieder erschreckend, wie manche Menschen ihre Kinder so ernähren können. Auch in meiner Familie habe ich oft erlebt, dass meine Eltern und Großeltern mich überreden wollten, mehr zu essen, obwohl ich satt war; es ist so viel einfacher, dann weiter zu essen, anstatt fünf Minuten zu diskutieren. Zum Glück jedoch kam bei uns dank eigenem Garten viel Gemüse auf den Tisch.
    Auch die ganzen Süßigkeiten zu Feiern stören mich extrem. Inzwischen nehme ich das meiste in die Uni mit, und teile, doch oft hatte ich besagten Fall schon, in dem Weihnachten noch Zeug von Ostern da war.
    Ich finde es super, wie du deine Kinder dazu erziehst, auf sich und ihren Körper zu hören, und alles zu probieren, sich nicht zu überfressen und auf zu viel Zucker zu achten. Klar, man muss aufpassen, dass die Kinder tatsächlich nicht in einen inneren Zwang kommen, in dem sie sich nichts mehr gönnen und nicht richtig genießen können, aber du scheinst ihnen ja Spaß am Kochen und Probieren beizubringen, und das ist sehr gut. Die Kritik, die du erfährst, kann ich nicht verstehen (ich würde mir auch lieber Bücher und ein wenig Süßes wünschen, als nur Süßigkeiten), und dass deine Kinder glücklich sind, beweist, dass du gar nicht somit falsch liegst. Natürlich sind alle Kinder unterschiedlich, aber das Prinzip ist eindeutig richtig. Kinder zu erziehen, anstatt sie zu verwöhnen, sollte in jeder Hinsicht durchgezogen werden

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  7. Dieses Thema interessiert mich schon ewig und es ist toll, mal die Sicht einer Mutter zu lesen, die sich von vornherein so genau damit auseinandersetzt. Ich habe dadurch die Hoffnung, dass es bei mir – so Gott will, dass ich Kinder bekomme – ähnlich wird, obwohl ich immer ein dickes Kind war. Bei uns gab es dank Mom immer nur Gesundes und Frisches, sie hat sehr auf Ausgewogenheit geachtet – aber selbst einen ausgeprägten süßen Zahn und diesen dann unvernünftig und oft Abends spät noch befriedigt. Dass das für ein Kind im Grundschulalter natürlich gut und gerne 2800 Kalorien die Woche zu viel sind, wenn es genau diese Futterattacken mitisst, war ihr vermutlich nicht wirklich bewusst. Der zur Veranlagung auch noch antrainierte süße Zahn hat dann auch sehr lange gehalten und mir oft und viel Mühe bereitet…

    Was den „kranken“ Bruder angeht, gibt es angeblich Diätmöglichkeiten, dieser Bakterien Herr zu werden. Vielleicht wäre das was?

    Und was das Probieren angeht: Ich danke meinen Eltern jeden Urlaub, jedes Mal indisch Essen und jeden Tag, den ich mir selbst was Feines zubereite dafür, dass auch wir mit dem Spruch „Einen Löffel musst du probieren, wenn’s nicht schmeckt, musst du es ja nicht essen.“ erzogen wurden. Ich habe Bekannte, die auch im Erwachsenenalter kaum Gemüse mögen und sich von Fertig- und Dosennahrung ernähren, weil ihre Eltern ihnen nie beigebracht haben, wie eine Paprika wirklich aussieht.

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    1. Jana

      Mein kranker Bruder hat mittlerweile soviele Probleme, die auch lt. Ärzten auf die Ernährung zurückzuführen sind. Es ist ja mittlerweile nicht mehr nur der Darm ( zumindest nicht mehr das Problem ) es ist vieles, was sich angesammelt hat. Aber er mag es nicht ändern, da kann ich nichts dran ändern. Es muss bei ihm selbst klick machen, wie bei jedem anderen auch.

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  8. Liebe Jana, genau diese Prinzipien, die du da aufführst, wären auch meine Eckpfeiler! Ich habe noch keine Kinder, aber mein Mann und ich (beide leicht übergewichtig) haben uns schon viele Gedanken zum Thema Ernährung von Kindern gemacht, grade ich, weil ich auch so ein „iss den Teller leer“-Kind war. Das würde ich gerne bei eigenen vermeiden.

    Eine Frage hätte ich in dem Zusammenhang noch: Wie hast du das gehandhabt, als die Kinder ganz klein waren? Ich sehe bei vielen Mamas in meiner Umgebung, dass die Kinder dauernd was zu knabbern in die Hand bekommen, Dinkelringe, Puffmaiskekse und sowas. Ist das reine Beschäftigungstherapie oder warum macht man das?

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    1. Jana

      Ich habe außer ner Flasche Wasser oder Sprudel nie was mitgenommen.
      Wurde dann zwar blöd angeguckt.
      Aber ich finde es furchtbar wenn man 2 Stunden auf dem Spielplatz ist und ein Picknick mitnehmen muss.

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      1. Das finde ich auch! Kinder müssen doch nicht dauernd was mümmeln… vor allem bringt man ihnen da echt ganz ungute Verknüpfungen bei, wenn bei jedem Weinen oder Jammern direkt was zwischen die Kiemen geschoben wird. Damit lernt das Kind automatisch, dass Essen gegen Unwohlsein hilft. Ein Mechanismus, mit dem ich bis heute zu kämpfen habe. 😦

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    2. Rike

      Wir haben 4 Kinder zw. 2 und 11 Jahren und handhaben vieles wie oben beschrieben. Ich persoenlich denke ein gesundes Essverhalten legt man fuer Kinder schon in der Schwangerschaft an. (Stichwort Blutzuckerspiegel, Abwechslung im Geschmack) Wenn es moeglich ist dann Stillen nach Bedarf und an das Kind angepasste Einfuehrung von Beikost der naechste Schritt. Unsere Kinder durften bei Interesse auch immer alles probieren wenn keine Verschluckgefahr bestand. Bis heute probieren sie gerne und essen jeder mit eigenen Vorlieben ein gutes Spektrum an gesunden Lebensmitteln. Wasser gehoert bei uns zum Standarddurstloescher. Saft und Kakao haben sie als Genussgetraenke gespeichert. Gastkinder sind oft ueberrascht dass eir nicht immer Saft im Haus haben. Beim Ersten waren wir auch sehr zurueckhaltend mit Suessigkeiten, die er lange nicht kannte. Das wurde dann von Kind zu Kind schwieriger, aber da die Kleinen oft das haben wollten was die Grossen essen, haben sie sich auch viel Positives abgeschaut. Ich denke staendiges Knabbern und nur Safttrinken erzieht man Kindern an. Selbst das Essverhalten vorleben dass man sich von Kindern wuenscht und gelegentlich ein Quengeln aushalten sind da wohl die Eckpfeiler.

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  9. Lika

    Daumen hoch.
    Ich habe bei meinen Kindern (18+22) nicht alles so konsequent durchgezogen.
    Es gab leider immer auch Süßkram.
    Zum Glück mögen sie beide Obst in allen Variationen und das war auch immer im Angebot.
    Das „Probieren“ habe ich genauso durchgezogen. Es musste alles probiert werden. Und mit dem Argument „der Geschmack verändert sich – ich mochte als Kind keinen Spargel und liebe ihn heute“ wurde in größeren Abständen immer wieder neu probiert – zu meinem eigenen Leidwesen. Ich selbst muss nun alle paar Jahre wieder Pilze probieren.
    Für die Kinder hat sich aber daraus ergeben, dass sie nur wenige Dinge gar nicht mögen.
    Und…
    Deinen Mut gegen Omas und Tanten zu rebellieren, was das Schenken von Süßigkeiten betrifft, hätte ich gern gehabt. Nun ja, vielleicht werde ich ja selbst mal Oma. Dann kann ich es besser machen.

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  10. apfelkern

    Liebe Jana!

    Ich finde es toll, dass du so bewusst mit der Ernährung deiner Kinder umgehst. Als unser Kind anfing, feste Nahrung zu sich zu nehmen, standen die Verwandten auch schon in den Startlöchern, wann sie ihr ENDLICH Schokolade und Kekse zu Weihnachten usw. schenken könnten – aber das gerade bei einem Essanfänger, für den Gurke, Banane und Haferflocken mindestens genauso spannend wie alle anderen Lebensmittel sind, überhaupt nicht nötig! In ihrem ersten Osternest hatte sie eine große, leckere Tomate, einen Kohlrabi und einen Apfel und hat sich wie ein Schneekönig gefreut 😀 Mittlerweile, mit 2,5, kennt sie natürlich die Vorzüge von Süßigkeiten, denn der Trick mit dem leckeren Bananenkrokodil, während alle anderen Schokokuchen essen, funktioniert natürlich nicht mehr. Und das ist auch okay.

    Wir vertauschen übriggebliebene Schokolade. Weiter oben hatte es schon jemand einmal geschrieben: foodsharing. Tatsächlich gibt es zu fast jeder größeren Stadt eine Foodsharing oder Lebensmitteltausch- und Verschenkgruppe auf Facebook. Dort kann man einfach ein Foto mit seinem Gut einstellen und es so vertauschen oder verschenken. Unsere Weihnachtssüßigkeitenladung (die wir extra schon „abbestellt“ hatten bei Verwandten!) haben wir so gegen einen Beutel Zwiebeln und ein paar Möhren getauscht. Easy! Und jemand anderes hat sich über die Leckereien gefreut! Man muss die Süßigkeiten weder essen noch mögen, aber sie deshalb einfach wegzuwerfen, obwohl sie genießbar sind, finde ich sehr fragwürdig, besonders auch als Elternteil und damit Vorbild.

    Was das Probieren angeht, finde ich den Deal mit dem Brot total normal. Mein Kind zu – in seinen Augen absolut ekelerregendem – Essen zwingen, würde ich dennoch nie. Wenn ich mir vorstelle, jemand würde mich dazu zwingen, Mettbrötchen oder Rollmops zu probieren, würde ich brechen. Zu sagen: „Okay, wenn du das nicht essen magst, dann schmier dir eine Stulle“, find ich absolut normal und in Ordnung, aber jemanden zu zwingen, in etwas zu beißen, was er nicht will, finde ich schlimm. Das weckt negative Gefühle, es stresst, es macht schlechte Stimmung am Essenstisch. Und alles, was beim Essen mit Zwang zu tun hat, halte ich für absolut destruktiv, besonders in der Kindererziehung. Meiner Auffassung nach reicht es völlig, ein reichhaltiges Nahrungsangebot zu machen (und das hat man ja automatisch, wenn man sich vollwertig ernährt) und auch da als Vorbild zu dienen: Guck, ich finde Zucchini wirklich lecker, magst du auch probieren? Nein? Dann vielleicht später.

    Viele Grüße!
    apfelkern

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  11. lala

    Ich habe Glück, meine 4-jährige Tochter isst wirklich alles. Jede Art von Gemüse, Fleisch (am liebsten vom Grill), Fisch – aktuelle Favoriten gebackener Karpfen und Makrele vom Grill – Hummer, Muscheln, Garnelen, Tintenfisch, Sushi, selbst rohe Austern zu Silvester.

    Erreicht haben wir das ohne große Kniffe anwenden zu müssen, allerdings reisen wir sehr viel und essen dann viel in Restaurants. Ihre erste Tischkost hat sie im Alter von sechs Monaten währen eines Mauritius Urlaubs bekommen. 😀

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    1. Meiner (jetzt 7.5) liebt es auch, alles zu probieren. Manchmal für meinen Geschmack zu sehr 🙂 Ich glaube, zu einem grossen Teil ist diese Neugierde eine Charakterfrage und gar keine Erziehungsfrage und höchstens dadurch beeinflussbar, dass man die natürlich Neugierde des Kindes fördert. Auf keinen Fall kann man mit Zwang etwas beeinflussen, im Gegenteil.

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  12. daswolli

    Zu 4. Da kann ich ein Lied von singen. Zu Hause durfte ich ab und an mal Miracoli Gerichte zubereiten, aber selbst das selten, da ich „sogar Wasser anbrennen lasse“. Wirklich kochen habe ich dann auch erst mit Anfang dreißig gelernt (wer gut Englisch kann, ich kann Euch allerwärmstens die Kochshow „Good Eats“ ans Herz legen, da habe ich vieeel gelernt), davor habe ich überwiegend auf der Basis von Fertig- und Fix-Gerichte n „gekocht“. Ulkigerweise war ich aber trotzdem immer die schlankste in der Familie, mehr als 86 Kilo wurden es nie. Habe allerdings auch einen Job bei dem ich mich viel bewege.

    Liebe Jana, Respekt dass Du das so durchziehst. Lass Dir da von niemandem reinreden, Du machst das genau richtig.

    LG, Sandra

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  13. Ein sehr guter Beitrag!!! Ich bin selber in einer Familie groß geworden, wo sehr viel frisch gekocht wurde und es noch Obst und Gemüse aus dem Garten gab. Bei unseren Kindern (22/19) haben wir auch vermittelt, was gesund ist. Natürlich hat hier jeder Sachen, die er nicht mag aber das ist kein Problem. Wenn ich gekocht habe, dann wurde eben das weg gelassen, was nicht geschmeckt hat. Aber ich habe auch höchst selten extra was gekocht. In der Grundschule habe ich mal einen Vortrag über gesundes Frühstück gehalten und dabei kam raus, dass mind. 1/3 der Klasse gar KEIN Frühstück morgens bekommt. Wovon sollen die Kinder dann die Energie nehmen…es war und ist mir ein Rätsel. Unsere Kinder haben auch fast immer alles probiert und essen heute auch fast alles. Ich finde es super, wenn man sich mit den Kindern über gesunde Ernährung auseinander setzt.

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    1. Ich habe auch erst in der Frühstückspause „gefrühstückt“ in der Grundschule, weil ich sonst davon gespuckt habe. Das hat sich erst ab der 10. Klasse gelegt. Wir haben alles ausprobiert, von süß bis herzhaft, kalt/warm. Ich habe auch (4.Klasse, glaube ich), eine Woche lang durchgereiert, weil eine andere meiner Mutter in Gewissen reden wollte, dass Kinder ja frühstücken müssen, alles andere sei Rabenmutterschaft. Ich hab das nicht auf ihr sitzen lassen wollen und hab dann halt täglich vor sem Schulweg gegessen. Ein Tee war morgens halt einfach die bessere Alternative letztendlich ^^

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  14. Xenia

    Jana, deine Kinder sind sehr pflegeleicht, dass die das alles so mitmachen. Super, dass sie alles mögliche mögen und es ist auch wirklich schön für die Kinder, dass sie sich so lange am Stück konzentrieren können.

    Aber: Die Kinder bringen da was mit.

    Man mag nicht deshalb Gemüse oder sonst was, weil man zum Probieren gezwungen wurde. Ich behaupte mal: Das Risiko, dass irgendwas abgelehnt wird, steigt mit dem Druck, der beim Essen aufgebaut wird.

    Auch die Frage der Konzentration hängt eher nur ganz minimal an der Ernährung. Es gibt auch Zucker-Junkies, die sich super konzentrieren können.

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    1. Jana

      Danke für deinen kritischen Kommentar.

      Meine Kids sind alles andere als pflegeleicht, das kannst du mir glauben. Die machen das nicht einfach so mit. Das war verdammt viel Arbeit.

      Etwas zu mögen oder nicht hängt nicht mit dem Probieren zusammen da geb ich dir Recht. Meiner Meinung nach ist es aber extrem wichtig dass die Kids es ünerhaupt kennen.
      Viele Eltern die ich kenne geben beim ersten rummotzen schon auf ohne dass die Kids probiert haben. Im Kindergarten hatten sie mal ein Experiment. Da konnten viele Kinder ne Orange nicht von nem Apfel unterscheiden. Oder wussten gar nicht was Paprika ist.

      Ich denke halt auch, dass es sehr kontraproduktiv vor allem für die Konzentration ist, wenn man mit Zucker vollgebombt ist.
      Meiner Erfahrung nach wird man von zuviel Zucker hibbelig usw.

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      1. Ich poste hier einfach mal, was ich auf Facebook dazu gepostet habe: „Als ADS-Betroffene und Therapeutin rege ich mich jedes Mal über den „einfach Zucker weglassen!“-Bullshit auf. ABER es stimmt durchaus, dass einfache Kohlenhydrate sehr schnell Energie liefern und dann auch schnell zum „Loch“ hinterher führen. Also beim Sport oder Prüfungen (in Hochleistungssituationen) super, aber bei andauernder Konzentration nicht ideal. Da stimmt die Aussage einfach.“

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  15. MIr sind beim Lesen in mehreren Punkten die Haare zu Berge gestanden, weil da doch ein paar ernährungsbezogene Glaubenssätze durchschimmern, die mehr auf Aberglauben basieren, als auch Fakten.
    1. ist eine Banane nicht effektiver als ein Traubenzucker. Eine Menge X von Fructose ist eine Menge X von Fructose, egal in welcher Form sie daherkommt.
    2. 100 Kalorien sind 100 Kalorien. Egal ob in Form von Schokolade oder in Form eines Apfels. 100 Kalorien in Form eines Apfels machen nicht weniger dick, als 100 Kalorien in Form von Schokolade. Genau so wie ein Kilo Federn nicht leichter ist, als ein Kilo Blei.
    3. Verwandelt Zucker nicht ein neurologisch unaufälliges Kind einen Hyperkinetiker. Hyperaktivität hat neurologische Ursachen und ist NICHT durch die Ernährung verursacht. Es gibt mehrere Doppelblindstudien über den Einfluss von Zucker auf Hyperaktivität und der ist nach heutigem Wissensstand exakt genau gleich NULL.

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    1. Jana

      Hallo Katharina.

      1. Für mich macht es einen Riesenunterschied ob ich ein Stück Traubenzucker esse oder Banane. Traubenzucker ist purer Zucker und in meinen Augen ein NoGo.
      Mal davon abgesehen dass die Banane langsamer verstoffwechselt wird soweit ich das weiß. Und gesünder ist sie allemal.

      2. Kalorien sind Kalorien . Richtig. Aber Nährstoffe und Vitamine was anderes.

      3. Es geht nicht um Hyperaktivität. Sondern um das allgemeine Problem dass Kinder sich immer weniger konzentrieren können.

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      1. 1. Eine mittelgrosse Banane hat 139 kcal, ein Traubenzucker 21 kcal. Wenn Du Instant-Energie benötigst und keinen Hunger hast, ist das Traubenzucker definitiv die bessere Wahl! Die „Verstoffwechselungsgeschwindigkeit“ hat überhaupt nichts damit zu tun: Wer keinen Hunger hat und 139 kcal zu sich nimmt, nimmt 118 kcal mehr „ans Lager“ als wer 21 kcal zu sich nimmt.
        2. Ja. Und auch in dieser Kategorie gewinnt das Traubenzucker (und hat erst noch 118 kcal weniger).
        http://fddb.info/db/de/lebensmittel/dextro_energy_dextro_energy_traubenzucker_multivitamin/index.html
        Wobei wir jetzt noch darüber streiten könnten, ob bei Vitaminen „mehr“ wirklich dasselbe wie „gesünder“ ist.
        3. Bitte entschuldige, wenn ich falsch liege, aber ich finde beim besten Willen keine Studie, die den Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Konzentrationsfähigkeit belegt. Auf welchen Quellen basiert Deine Aussage? Wenn wir schon dabei sind: Gibt es überhaupt etwas, das die Prämisse belegt? Also die Aussage, „dass Kinder sich immer weniger konzentrieren können“? Welche Kinder? Wo? Welchen Alters? Konzentrationsfähigkeit während welcher Tätigkeit? Immer weniger konzentrieren, als….. ? (als andere Kinder? als Erwachsene? als Kinder derselben Altersgruppe in anderen Ländern? als Kinder derselben Altersgruppe zu einer anderen Zeit?)

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      2. Ich habe mal mit einer Freundin gesprochen, dass ich gelesen hätte, dass der Zucker-Hibbel ein Mythos sei und ihr einen Artikel, der eine Studie diskutierte, geschickt. Sie ist von Zuckereffekt aber überzeugt und schickte mir eine andere Studie zurück, die den Zucker-Hibbel ihrer Meinung nach belegt – mit dem üblichen Hinweis, dass es ganz auf die Studie ankäme, die man anguckt. Und schickte mir diesen Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27384573

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      3. Interessant, herzlichen Dank für den Link! Leider bleiben ein paar wirklich interessante Fragen offen:
        – ob bei dem gefundenen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Süssgetränken und ADHS der *Zucker* relevant ist oder die Zusatz- und Farbstoffe)
        – da einfach nur eine Korrelation gefunden wurde sagt die Studie leider nichts darüber aus, ob die Kinder wegen den Süssgetränken ADHS haben oder ob sie wegen ADHS mehr Süssgetränke konsumieren. Ich tippe auf zweiteres (ein hyperkinetisches Kind hat einen irrsinnig lächerlich hohen Kalorienverbrauch)
        – die Studie sagt leider auch nichts darüber aus, ob die untersuchten Kinder tendenziell normal-, über- oder untergewichtig sind
        – noch wichtiger: Die Studie enthält keine Informationen über den Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und der Schwere der ADHS-Symptome, sondern nur einen grundlegenden statistischen Zusammenhang (on/off). Den Einfluss des Zuckerkonsums (sofern vorhanden) sieht man aber daran, dass je mehr Zucker konsumiert würde, desto stärker ausgeprägt müssten die untersuchten Symptome sein.

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      4. Ich denke, Sie hat sich auf die Überschrift konzentriert 😉 Aber ich bin auch leider nicht fähig, mich auf dem Gebiet der Studienlektüre/kritik geistig zu duellieren, weshalb das Thema damit zu Ende war.
        Lief mit Nadjas Buch ähnlich, das wurde nach einiger Diskussion auch als „Falsches“ enthaltend abgeschrieben, unter Berufung auf eigene Erfahrung und ihren eigenen naturwissenschaftlichen Hintergrund. Da trollt sich der Anglist und macht sein eigenes Ding. Ich weiß ja, dass es funktioniert.

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      5. Soweit ich weiß ist pure Fructose in größeren Mengen tendenziell problematisch, da sie in der Leber ähnlich wie Alkohol verstoffwechselt wird, die Ballaststoffe in Obst sollen gegen diese Belastung wohl helfen (zumal es deutlich schwieriger ist die gleiche Menge Fructose als Obst zu essen) – das trifft allerdings wohl auch auf Fruchtsäfte zu.

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      6. Kati

        @Katharina: das Kind möchte ich sehen was nur einen Traubenzucker isst…
        Und sorry.. aber ich sehe es ähnlich wie Jana, von einer Banane wird man doch auch eher satt als jetzt von einem Stück Traubenzucker. Wenn die Kinderlein irgendwann in der Uni hocken und Prüfungen schreiben ist das ja was anderes als in der Grundschule?!
        Es geht ja auch darum das Kinder nicht damit groß werden täglich (am Besten noch mehrmals am Tag) mit Snickers & Co vollgepumpt zu werden. Weil wie wir Erwachsenen wissen es ja auch: es macht für den Moment glücklich aber man kann immer mehr davon essen.

        Aber gut, so hat zum Glück jeder seine Meinung.

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      7. @bjoernstarkimarm: Es ging nicht um „grössere Mengen an Fructose“ sondern um die Frage, ob, wenn ein Kind keinen Hunger hat und nur Instant-Energie benötigt, 1 Banane besser sei oder 1 Traubenzucker.

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      8. @kati:
        „das Kind möchte ich sehen was nur einen Traubenzucker isst…“

        –> und weil ein Kind (wenn man es liesse!) die ganze Packung aufessen würde, wäre eine Banane in jedem Fall besser und würde weniger dick machen, als ein einzelnes Traubenzucker?

        „Und sorry.. aber ich sehe es ähnlich wie Jana, von einer Banane wird man doch auch eher satt als jetzt von einem Stück Traubenzucker. Wenn die Kinderlein irgendwann in der Uni hocken und Prüfungen schreiben ist das ja was anderes als in der Grundschule?!“

        –> Natürlich wird man von einer Banane eher satt als von einem Stück Traubenzucker. Es ging aber um jemanden, der KEINEN HUNGER hat, sondern nur Instant-Energie benötigt. Darüber, dass Traubenzucker keine sinnvolle Zwischenmahlzeit sein ist, sind wir uns einig. Meine Aussage war: Wenn man nicht hungrig ist, braucht man auch nichts Sättigendes zu essen, in dem Fall ist das Traubenzucker die bessere Option, als eine ganze Banane.

        „Es geht ja auch darum das Kinder nicht damit groß werden täglich (am Besten noch mehrmals am Tag) mit Snickers & Co vollgepumpt zu werden. Weil wie wir Erwachsenen wissen es ja auch: es macht für den Moment glücklich aber man kann immer mehr davon essen.“

        –> Nein, darum ging es bei der Frage nicht. Sondern es ging um die Aussage „1 Banane ist besser als 1 Traubenzucker“, der ich widersprochen habe, weil sie in ihrer Absolutheit nicht haltbar ist und weil sie unhaltbare Ernährungsmythen tradiert.

        Oder wie mein Ernährungsberater immer sagt:
        Wenn Du Lust auf Nutella hast, dann iss das Nutella, aber lass das Brot weg.

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      9. Es geht darum (meiner bescheidenen Meinung nach), das richtige Nahrungsmittel zum richtigen Zweck zu essen.

        Pauschale Aussagen, wie X ist besser als Y müssen prinzipiell falsch sein.

        Für die Schule, für Kinder und in geschätzt 97% aller Fälle ist die Banane wahrscheinlich die bessere Wahl (wegen Sättigung, Mikronährstoffen, Ballaststoffen, festigen von Ernährungsgewohnheiten, etc)

        Ich essen Traubenzucker bei starker sportlicher Belastung (obwohl ich eigentlich weiß, dass das mehr Placebo-Effekt als echter Nutzen ist…) 🙂

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    2. Maren

      1. Eine Banane hat ’ne Menge andere Nährstoffe neben der Fructose.
      2. Es geht ja nicht um die Kalorien (jedenfalls bei weitem nicht nur), sondern um den Nährstoffgehalt und wie natürlich oder industriell ein Lebensmittel ist.
      3. Hast du Kinder oder kennst du Leute mit Kindern? Also ich hab wirklich nicht viel mit Kindern zu tun, aber „Zuckerschock“ oder wie immer man das nennen will, ist ein reales Phänomen. Kinder, die sich an Süßkram überfressen, werden dadurch oft unerträglich aufgedreht.

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      1. Meistens überfressen sich Kinder an Feiern und Geburtstagen an Süßigkeiten und werden dann aufgedreht. Stellt sich die Frage: Ist es die Aufregung (die Feier, die Aktivitäten, die vielen Leute) oder tatsächlich der Zucker, der die Kinder aufregt.

        ADHS’ler sind oft sehr dünn und hyperaktiv und neigen dazu, sich voll auszupowern. Dann sind sie völlig fertig und brauchen schnell verfügbare Energie, deswegen greifen sie dann oft zu zuckerhaltigen Dingen (kenne ich von meiner untergewichtigen Schwiegermutter, meinem normalgewichtigen Mann und meinen im unteren Normalgewicht befindlichen Sohn). Auch hier ist der Zucker eher die Folge und nicht die Ursache.

        Ich will zu hohen Zuckerkonsum keineswegs gutheißen, aber den Hibbel-Kram glaube ich schon lange nicht mehr. Im gegenteil: Zucker macht fett, träge und faul.
        Nicht dünn und hyperaktiv. Persönlich finde ich es etwas übergriffig, mir Gedanken um das Essen anderer Kinder zu machen, aber wenn ich zufällig etwas beobachtet habe, dann eher, dass die dicken, ruhigen Kinder Kakao dabeihaben.

        Ach so: und ich habe jahrelang meinem Sohn nichts zuckerhaltiges mit zur Schule geben dürfen, weil das hier in Kita und Grundschule schwer geahndet wurde. Er hat dann einfach bis mittags gar nichts gegessen. Sein ADHS war zu der Zeit am Schlimmsten.
        Seitdem er 10 ist, gebe ich darauf nichts mehr. Morgens isst er einen Vollkorntoast und in der Schule ein paar Schokoreiswaffeln und Rohkost. Seitdem haben sich die Symptome verbessert, die Lehrer finden, er hat phantastische Fortschritte gemacht.
        Liegt das am Zucker? Wohl kaum. Wahrscheinlich verwächst sich das Ganze jetzt langsam. Würde man aber einen kausalen Zusammenhang sehen wollen, wäre der im meinem Fall eher andersherum.

        Aber wie gesagt, Menschen und Kinder sind sehr unterschiedlich und da gibt es sicherlich verschiedene Herangehensweisen, die natürlich nicht pauschal gültig sind. Und bei uns ist das ja definitiv ein Sonderfall.

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      2. 1. Ja, eine Banane hat eine Menge anderer Nährstoffe neben der Fructose. Wenn mein Körper aber zum Zeitpunkt X nur die Fructose benötigt, ist das Zuführen von Fructose plus zusätzlichen zu diesem Zeitpunkt *überflüssigen* 118 kcal und zahlreichen *nicht benötigten* Nährstoffen die *schlechtere* Wahl. „mehr“ ist nicht immer gleich „besser“. Das ist einer der ernährungsbedingten Mythen, an die die meisten hier glauben.
        2. Nein, auch das sind Mythen.
        Wenn das Kind keinen Hunger hat, sondern nur die Energie braucht, ist der Nährstoffgehalt zu diesem Zeitpunkt völlig irrelevant. Was zu viel aufgenommen und vom Körper nicht benötigt wird, wird entweder eingelagert (Kalorien) oder wieder ausgeschwemmt (nicht benötigte Vitamine und Nährstoffe).
        Ich sage nicht, die Banane sei immer die schlechtere Wahl als das Traubenzucker. Aber sie ist auch nicht immer die bessere Wahl!
        Natürlich vs. künstlich: Ein Molekül ist ein Molekül ist ein Molekül. Es gibt nicht „natürliche Moleküle“ und „unnatürliche Moleküle“. Auch die Idee, dass natürlich immer besser sei als industriell, ist ein Mythos.
        3. Ja, ich habe schon Kinder im Zuckerflash erlebt und ich kenne sehr gut den Unterschied zwischen einem hibbeligen Kind und einem überzuckerten Kind. Und was hier im Artikel suggeriert wird – dass Konzentrationsschwierigkeiten und motorische Unruhe allein ernährungsbedingt seien – ist und bleibt ein Mythos. „Mein Kind bekommt keine Süssigkeiten und kann sich deswegen gut konzentrieren und stillsitzen“ ist ein logischer Trugschluss: Koinzidenz ist keine Korrelation und erst recht keine Kausalität.

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      3. @yannaba: Was Du beschreibst, kann ich von den ADHSlern in meiner Familie bestätigen. Mein Sohn ist extrem „H“ (ohne „AD“), und er verbrennt im Tag zwischen 2000 und 3000 Kalorien (BMI von 13.5 mit knapp 8 Jahren). Da er jahrelang untergewichtig war und wir praktisch um jedes Gramm kämpfen mussten, hat der KiA irgendwann gesagt, wir sollen ihn sein Essen selber regulieren lassen. Und siehe da, mit nach Lust und Laune essen hat sich sein Gewicht bei Normalgewicht eingependelt. Aber er ist ’ne echte Fressmaschine!
        Deshalb tendiere ich auch eher dazu zu sagen, dass der hohe Zuckerkonsum eine Folge der Hyperaktivität ist und nicht umgekehrt.

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  16. Hallo Jana,
    bei uns ist es ähnlich….und auch wieder nicht. Meine Kinder essen zum Frühstück zu Hause Naturjoghurt ( selbstgemacht) und eine halbe handvoll Schokopos. Dazu Obst und Milch oder Wasser. Alternativ Mischbrot mit Nutella und Obst. Ich finde das ok. In der Schule gibt es Brot mit Wurst und Butter. Dazu Obst oder Gemüse und eine Fruchtschnitte ohne zusätzlichen Zucker. Meine Kinder haben Süßigkeiten in ihrem Zimmer. Sie können immer dran, müssen aber fragen. Meistens sag ich ‚ ja‘. Die Große spielt 2x in der Woche Eishockey. Dazu Schwimmen und Schulsport. Die Kleine ist zwei… Die Süßigkeiten sind keine Belohnung und da sie eigentlich immer da sind, sind sie uninteressant. Wir haben Süßigkeiten noch von Weihnachten.
    LG Michi

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  17. HorstHeesters

    statt es wegzuwerfen gib es doch leuten, die es sich nicht leisten können und sich darüber freuen würden. brings zur tafel oder so. zumindest, wenn du da echt kiloweise süßkram wegwirfst.

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    1. Jana

      Das habe ich wirklich versucht. Niemand will es…
      Und die nächste Tafel is knapp 30 km weg glaub ich oder warens 25 ? Is ja auch egal. Da müsst ich extra hinfahren und das is mir ehrlich zu weit. Kombinieren klappt nicht da das Teil in nem blöden Ecken für mich liegt wo ich sonst nix machen kann.

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  18. Mir fällt ein Stein von Herzen! Ich dachte bisher meine sind die einzigen Kinder die sagen „Weißt du nicht wieviel Zucker da drin ist?“, meine wären die einzigen mit Wasserflaschen… Es ist ein Kampf sie zum Probieren zu bewegen, aber dieses „Hey das schmeckt ja gut“ macht es wieder wett. Und ich werfe Süßigkeiten in den Müll sobald die Oma/Tante/…. das Haus verlassen hat. Mittlerweile schenken sie allesamt Geld 🙂

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  19. Maren

    Zu Kindern kann ich nicht so viel sagen, aber zu dem letzten Punkt mit dem Süßkram: das sehe und handhabe ich genau so. Ich bekomme des öfteren von meinen Kunden kleine Dankeschön-Geschenke – natürlich zu 90% Süßigkeiten – und ich werfe ehrlich gesagt fast alles davon weg, weil es mich nicht interessiert und ich es auch nicht als Lebensmittel im engeren Sinne betrachte (echte Lebensmittel werfe ich ungern weg). Ich reibe das den Leuten nicht unter die Nase, denn ich denke, das wäre unhöflich und es ist in solchen Situationen auch nicht meine Aufgabe sie zu erziehen. Aber nur weil mir jemand irgendeinen industriellen Zuckerkram in die Hand drückt, muss ich ihn ja nicht essen.
    Ich gönne mir ab und zu gern eine hochwertige leckere Schokolade, aber das meiste, was man so bekommt, schmeckt ja nicht einmal lecker (ich gebe zu, ich bin in der Hinsicht ein kleiner Snob).

    Ich finde es super, wenn man bei Kindern auch wert darauf legt, dass Süßigkeiten nicht unbedingt gegessen werden müssen, bloß weil sie gerade da sind.

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  20. Shark

    Übrig gebliebene Süßigkeiten auf die Arbeit mitnehmen (eigene oder des Vaters?). Meiner Erfahrung nach wird das da früher oder später IMMER von irgendjemandem gegessen.

    Die Kollegen freuen sich etwas Süßes zu bekommen, man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man etwas wegwirft oder gar selbst isst, obwohl man das gerade nicht mag oder weiß, dass man sich nicht beherrschen kann, wenn man erst mal die Tüte aufgerissen hat. .

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      1. Shark

        Mit „Vater meinte ich eigentlich den Vater deiner Kinder. 😉

        Ansonsten: Was ist mit Nachbarn? (Arzthelferinnen freuen sich auch über ein Dankeschön, wenn man beim Doc war.)

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      2. Jana

        Der Vater arbeitet in der selben Firma.
        😂
        Nachbarn kann ich vergessen, die haben selbst Kinder und sind froh wenn sie das Zeug los sind, die älteren lehnen dankend ab.

        Ich kann ja auch schlecht die Sachen bis Halloween aufheben und den Kids an der Tür dann abgelaufene Sachen in die Tüte stecken (ich weiss schoki läuft nicht ab aber manche Leute sehen das komisch)

        hm und ich geh so so selten zum Arzt ich glaub die kennen mich gar nicht 😂

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  21. Stefanie

    Tja das Wegwerfen von Lebensmitteln ist immer noch ein Riesenproblem -vor allem in Deutschland, oder? Ich merke selbst, dass ich dabei immer noch ein schlechtes Gewissen habe, da kommt wohl doch das Dasein als „Kriegsenkel“ durch. Ich bemühe micht so einzukaufen, dass ich möglichst alles verbrauche, bin aber mit dem Wegschmeißen von geschenkten Süßigkeiten ganz auf der Linie der Autorin. Warum soll ich mich oder meine Familie mit etwas belasten, was uns nicht gut tut und nicht mal besonders schmeckt? Vielleicht gibt es wirklich einige wenige Familien in Deutschland, die sich aus Geldmangel keine Süßigkeiten leisten können, aber ich glaube man tut den wenigsten wirklich einen Gefallen, wenn man ihnen auch noch was ungesundes schenkt.

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    1. Jana

      In meinen Augen sind Süßigkeiten auch keine richtigen Lebensmittel. Lebensmittel sind für mich Sachen die ich tagtäglich essen kann.

      Da find ich es viel schlimmer, dass ein Joghurt o.ä. direkt mit Ablauf des MHD weggeworfen wird….

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    2. Maren

      Ich glaube, das Problem fängt eher damit an, dass man Süßigkeiten als Lebensmittel klassifiziert. Für mich ist dieser industrielle Kram aus Zucker und Farbstoff kein Lebensmittel. Es tut mir immer leid, wenn ich ein Stück Obst oder Gemüse wegwerfen muss, weil es verschimmelt ist, und ich esse Yoghurt auch noch ’ne Woche nach dem MHD. Aber wenn mir jemand ’ne Tüte Bonbons als Urlaubsmitbringsel schenkt, dann wandern die ohne drüber nachzudenken in die Tonne.

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  22. Angelika

    Liebe Jana,

    danke! Dann sind meine Kinder und ich also nicht alleine, wir haben uns ja schon wie „Aliens“ gefühlt 🙂

    Im Wesentlichen läuft es bei uns genauso, nur das Mitkochen klappt noch nicht so, weil ich einfach momentan nicht die extra Zeit dafür habe. Dafür werden Obst und Gemüse gemeinsam eingekauft, und wir schauen uns an, was es alles gibt und wie das aussieht und was meine beiden Kinder vielleicht noch nie gesehen haben. Das Lieblingsgetränk meiner Kinder ist Wasser (ganz schlimm: einfach Leitungswasser :-)) Nutella interessiert sie selten, Burger haben sie einmal probiert und mögen sie absolut nicht. Natürlich sind sie in ihren Vorlieben für bestimmte Obst- und Gemüsesorten sehr beschränkt, das eine Kind ist dabei noch experimentierfreudiger als das andere, aber das ist alles okay. Wenn sie auch durchaus gerne Süßigkeiten essen, was ich ihnen nicht verbiete, so hält es sich in einem guten Rahmen, und ich bin happy, dass beide Kinder schlank und gesund sind und durchaus schon wissen, von welchen Dingen man ganz viel essen sollte und darf und wo man sich lieber etwas zurückhält. Süßigkeiten in der Schule? Oder Cola? Gäbe es bei mir nicht, und meine beiden haben noch nicht einmal danach gefragt. Lieber wünschen sie sich zum Schulbrot klein geschnittene Melone oder ähnliches.

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  23. Ich finde, Du machst vieles richtig, vieles klingt sinnvoll. Was mir aber negativ auffällt, ist, dass Du Schlussfolgerungen ziehst, die logisch klingen, vielleicht sogar tatsächlich zutreffen ABER nicht verallgemeinert werden können. Du stellst es z.B. so dar, dass Deine Kinder WEIL sie alles probieren auch alles essen. Dass Deine Kinder wegen der Ernährung ein andres Konzentrationsvermögen haben…. etc. Klar kann es sein, dass die Ernährung bzw. die Erziehung dafür ursächlich ist, aber es kann auch einfach die Genetik sein oder Zufall oder oder oder.
    Sich hinzustellen und zu sagen: Man muss nur dieses und jenes tun, dann kommt beim Kind entsprechendes raus bedeutet im Umkehrschluss ja, dass Eltern, deren Kinder unkonzentrier oder mäkelig sind, selbst schuld dran sind?
    Ich als Mutter von vier Ki der kann Dir sagen: So ei fach ist Erziehung nicht 😉 freu Dich, dass es bei Euch klappt, aber bleib demütig dabei. Kinder so verschieden! Was bei dem Einen „klappt“ kann beim Geschwisterkind sogar gar nicht funktionieren.
    Klappt alles neigt man zu Arroganz – „das ist meine gute Erziehung “ und echauffiert oder frustriert mit dieser Einstellung vielleicht auch andere Eltern, bei denen es nicht so gut klappt.
    Ich sage immer, die vielen Kinder haben mich demütig gemacht, nach dem zweiten dachte ich auch oft : Man muss es nur so machen wie ich, dann klappt das auch. Nein, so einfach ist es nicht. Und andere Eltern kannst Du mit dieser Einstellung sehr auf den Schlips treten.

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      1. Jana

        Ich gehe ja nicht durch die Welt und propagiere jedem wie toll meine Erziehung ist.
        Aber wenn die Diskussion aufkommt, und das tut sie nunmal, werd ich bestimmt nicht ruhig sein. Hab ich nie gemacht.
        Vor allem wenn es um Diskussionen geht „warum gibst du deinen kids nicht mal was süsses mit“ „Wieso müssen die armen Kinder nur Sprudel trinken “ usw

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    1. Jana

      Nunja ich ziehe diese Schlussfolgerung unter anderem aus der eigenen Verwandtschaft und Bekannschaft.

      Ja, es ist meine Erziehung. Und ganz ehrlich ? Ich bin da stolz drauf. Es kann ja jeder machen wie er will.

      Wenn ich jemandem mit meiner Meinung vor den Kopf stoße oder gar auf die Füße trete, naja dann ist das halt so.

      Ich sage ja nicht dass das bei allen Kindern der Fall ist und so funktionieren muss.

      Ich finde nur auch den Fakt sehr gruselig wenn ein Lehrer ( seit 20 jahren im Amt) erwähnt dass es immer schlimmer wird mit den Kindern, was die Konzentration ( und auch Verhalten etc das hat ja hiermit nix zu tun ) mit den Jahren immer mehr nachlässt.
      Es ist halt auch auffällig für mich, dass genau die Kinder ( nicht nur meine) die sich gesund ernähren und nicht nur „Zucker“ als Frühstück mitnehmen allesamt viel konzentrierter sind und besser mitkommen.

      Wie gesagt, das ist eine rein persönliche Einschätzung. Und das Kinder unterschiedlich sein können, weiß ich selbst, meine sind wie Tag und Nacht.
      Ich muss da ständig nen Mittelweg finden.

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      1. Vergiss nicht, dass es gut möglich ist, dass es zwischen Deiner Erziehung und dem Verhalten Deiner Kinder nicht unbedingt einen kausalen Zusammenhang geben muss!
        Und da Du den momentan als gegeben siehst kommt halt das, was Du schreibst sehr arrogant rüber.
        Man kann alles so machen wie Du und trotzdem Kinder haben, die mäkelig sind!!! (Umgekehrt übrigens auch 😆).
        Vielleicht hattest Du mir Deinen beiden einfach Glück und bei ei EM anderen Kind würde das gleiche Erziehungsverhalten etwas ganz anderes, vielleicht sogar das Gegenteil bewirken.
        Sei Dir dessen unbedingt bewusst, sonst urteilst Du zu schnell und vor allem ungerecht über andere Eltern, deren Kinder halt einfach anders sind! (Nicht nur in Ernährungsfragen!)

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      2. Maren

        Ich glaube, da kommen tatsächlich verschiedene Dinge zusammen, und man sieht schnell Kausalitäten, wo keine sind (bzw. wo sie eigentlich anders sind).

        Erstens: Lehrer, die schon länger diesen Job machen, werden oft mit der Zeit erschöpft und genervt (nicht wenige landen im Burnout) und dann ist es einfacher zu sagen: „Die Kinder werden immer schlimmer“ als „ich bin weniger energiegeladen und leistungsfähig“. Natürlich gibt es gesellschaftliche Veränderungen und Probleme, aber die sind komplex und lassen sich nicht auf so einfache Aussagen runterbrechen.

        Eltern, die auf die Ernährung achten, sind meistens gut gebildet, wohlhabend und generell sehr auf die bestmögliche Kindererziehung bedacht. Die Kinder können sich also besser konzentrieren, weil sie zu Hause einen geregelten Alltag haben, ein schönes Kinderzimmer, keine Geldsorgen, sie werden von klein auf gefördert und angeleitet, sie sitzen nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher oder der Spielkonsole, usw.

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      3. Jana

        @Laus Es mag sein, dass das arrogant rüberkommt. Natürlich können die Kinder auch mäkelig sein. Und natürlich kann es auch einfach sein ( was es bei Gott nie war bei uns) und die Kids essen von Natur aus einfach alles. Ist alles möglich.
        Aber wenn ich ( wie ich bei vielen nunmal leider mitbekomme) noch kein bisschen Anstrengung da rein stecke ( nicht nur da, sondern auch in anderen Bereichen), meinem Kind Sachen näher zu bringen, sondern lieber ( sei es um der Diskussion aus dem Weg zu gehen oder sonstwas) direkt klein beigebe, wundert mich manches eben nicht.
        Das Kind mit der „Schilddrüsenerkrankung“ stand vor ein paar Tagen am Schulhof morgens mit einem Schokoriegel in der Hand, Mutter nebenan. Es tut mir leid, aber morgens vor der Schule ? Ich finde es halt nicht gut, und ich bekomme ja teilweise auch gut mit, was der Kleine sonst so isst.

        Das Problem ist ja oft, dass die Leute die Wahrheit nicht ertragen. Wenn jemand ( als Beispiel) sein Kind stundenlang jeden Tag vor dem Fernseher „vergammeln“ lässt, und sich bei mir dann darüber äußert, dass man nicht verstehen kann, warum das Kind dann teilweise „durchdreht“, sag ich was ich denke. Ob das nun jeder so sieht sei dahin gestellt. Aber ich bin lieber ehrlich und verlange das auch von Mitmenschen, als jedem ins Gesicht zu lügen, und zu sagen:“ Hey ja, das ist total ungewöhnlich, wie kann das nur sein?Geh mal lieber zum Arzt“ statt „Schick dein Kind mal raus in den Garten oder auf den Spielplatz um Energie rauszulassen.“
        Und ich rede nicht von Extremfällen, oder Erkrankungen im Nervensystem. Die sind komplett außen vor bei mir.

        @Maren: Ja, auch das kann sein. Lehrer sind auch nur Menschen. Aber wie gesagt, wenn die Hälfte der Klasse nicht in der Lage ist, sich wenigstens mal eine halbe Stunde zu konzentrieren und die Kinder anfangen auf den Stühlen zu turnen, und urplötzlich zeitweise in der zweiten Klasse nicht mehr Sachen aus der ersten Klasse rechnen können, und das ständig, finde ich schon komisch.

        Ich kann ja nur beurteilen was ich selbst mitbekomme, und das ist halt leider nicht schön. Ob das in ganz Deutschland so ist ? Keine Ahnung, da es meine persönliche Einschätzung ist.

        Und entschuldige wenn ich das so sage: Aber ob ich einen geregelten Alltag habe und auf gesunde Ernährung achte, hat meiner Meinung nach gar nichts mit Bildung, Einkommen, Wohlstand zu tun. Das entscheidet jeder für sich, für einen geregelten Alltag braucht es kein Geld oder ne übermäßige Intelligenz denke ich.

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      4. Miriam

        @Jana: Bezüglich der Konzentration der Kinder und den Verhaltensauffälligkeiten, die zugenommen haben, gebe ich dir recht. Wobei ich dabei besonders positiv sehe, dass du insgesamt sehr konsequent zu sein scheinst (das halte ich auch für wichtiger als einen kompletten Verzicht auf Süßigkeiten – ich vermute, die Kinder mit gesunderer Ernährung kommen auch aus vernünftigeren Familien) und mit deinen Kindern so wie es aussieht zugewandt sprichst. Mir rollen sich bei einigen Familien die Fußnägel hoch, wo keiner dem anderen zuhört und die Eltern sich auch nicht die Zeit nehmen, eine Sache dem Kind / den Kindern mal ausgiebig zu erklären. Manche Eltern wollen sich z.T. bei ihren eigenen Kindern nicht unbeliebt machen und erst recht keine Kritik vom erwachsenen Umfeld hören.

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      5. Verhaltensauffälligkeiten sind eine Klassenfrage, gesunde Ernährung ist eine Klassenfrage, TV-Konsum vor dem Frühstück sind eine Klassenfrage und ja, das Einkommen und der Bildungsstand der Eltern hat auch noch damit zu tun. Vielleicht haben („ausgewogene Ernährung“ und „anständiges Verhalten“ ja auch einfach eine gemeinsame Ursache (Hauptverdächtiger: Bildungsstand und Einkommen der Eltern) aber sind ihrerseits nicht ursächlich verknüpft?
        Ich bin in den 70er und 80er Jahren gross geworden und wir waren damals um einiges weniger ausgeglichen ernährt, man achtete weniger auf Zusatzstoffe oder Giftstoffe im Essen und der Wohnumgebung, Bio gab es nicht, und wir assen insgesamt sehr viel mehr Süsskram und Zucker, als heutige Kinder.
        Wenn also heutige Kinder tatsächlich weniger konzentriert und verhaltensauffälliger sind, als wir damals (eine These, die ich gerne mal empirisch belegt sähe…. ), dann kann es kaum an der Ernährung liegen.

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  24. venus

    Sehr cool! Ich finde, das ist ein sehr guter, stringenter und konsequenter Erziehungsstil. Und mit Sicherheit etwas, das die Zwillinge mitnehmen und selber mal weitergeben können.
    Ganz toll gemacht. 😊

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  25. Miriam

    Meine 2,5 jährige Tochter isst sehr gesund, liegt nicht an mir, aber sie isst mit Begeisterung Gurken, Fleisch, Tofu und Kartoffeln. Süßes mag sie nicht, Chips und Co. sind auch unwichtig. Brot, ok, wenn sie sehr hungrig ist, ist es für sie zu ertragen. Snacks zwischendurch will sie nicht. In allem das komplette Gegenteil von mir, außer dass ich trotzdem auch ein schlankes Kind war.

    Mich wundert nur immer wieder die Verteufelung von Apfelschorle.

    Sie liebt Apfelsaft (der von mir verdünnt wird: Apfelsaft + Wasser). Heiß und innig. Und da das Kind zu ausgeprägter Verstopfung neigt, sehe ich beim besten Willen nicht ein, warum sie die nicht 1 oder 2x pro Tag trinken darf. Kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind durch 100ml Apfelsaft im Wasser zu einem Zuckerjunkie wird.

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    1. Kari

      Ich denke, dass es hier nicht um einmal 100 ml Apfelsaft geht, der auf einmal weggetrunken wird. Sondern um die ständige Bereitstellung von zuckerhaltigen Getränken rund um die Uhr. Das Umspülen der Zähne mit Nährstoff für die Kariesbakterien und die andauernd angestupste Insulinausschüttung ins Blut sind die schädlichen Faktoren. Die Glukose muss ja aus dem Blutkreislauf geschafft werden um nicht zu schaden. Außerdem erzeugt das ständige Schwanken des Glukosespiegels im Blut per se schon Hunger und bereitet einem zu viel Essen und dadurch dem Übergewicht den Boden. Tipp: Apfelsaftschorle zum Essen, sonst nur Ungesüsstes.
      Liebe Grüsse
      Kari

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      1. Jana

        Ich sehe auch so gut wie nie selbstgemachte Apfelschorle sondern immer nur die vorgefertigte.
        Und es gibt da teilweise Kinder die trinken gar kein Wasser oder Sprudel mit dem Argument: Es schmeckt nicht.
        Selbst gemacht ist immer zigmal besser als die fertig gemischte Flasche.

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  26. Kari

    Was ich hier lese, geht mir runter wie Öl! Ich habe 20 Jahre lang in etwa so erzogen wie Jana und deswegen von vielen Seiten Kritik eingesteckt. Alleine die Hausaufgabenbetreuung, die es nicht haben konnte, dass meine Beiden den zuckrigen Eistee verweigerten oder die Verwandtschaft, die trotz meiner Bitten ständig Süsses schenkten. Ich kam mit oft vor, wie der einsame Rufer im Wald. Meine Zwei sind längst groß, mit gesundem Essverhalten, schönen Zähnen, sie können beide hervorragend kochen und sind gertenschlank. Leute, Sturheit lohnt sich doch!
    Grüße von Kari

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  27. Der Beitrag kommt zur rechten Zeit für mich. Danke dafür!

    Was mir Probleme bereitet, ist, dass meine drei Kinder Süßigkeiten wirklich über alles lieben. Wir haben die strenge Regel, dass es einmal täglich etwas Süßes gibt, das sich jeder aussuchen darf, aber ansonsten die Lust aufs Naschen mit Obst, Nüssen, Gemüse gedeckt wird. Das funktioniert unter Aufsicht gut. Sind wir Eltern aber mal weg, plündern die Kids heimlich die Vorräte. Nichts mehr kaufen ist auch keine Lösung, weil die Kinder dann ernsthaft anfangen bei den Nachbarn zu betteln, die leider immer was für „die lieben Kleinen“ bereithalten. Wenn es abends die Süßigkeit geben soll, aber schon was von Nachbars abgegriffen wurde, dann gibt es halt von uns nichts. Allerdings bereut man dann sofort – wie gestern geschehen – wenn man dann mal ein Eis schon am Nachmittag springen lässt und der Nachbar aber nichts besseres zu tun hat, als den Kindern kurz vor der Abendessenszeit gleich noch ein Eis anzudrehen.
    Ich finde es einfach unverantwortlich Kindern anderer Leute Süßigkeiten zu geben. Haben wir hier andere Kinder zu Gast, stelle ich einen Teller Obst, Gemüse oder auch mal Trockenfrüchte oder in Ausnahmefällen Salzbrezeln hin. Das geht doch auch!

    Ein andere Punkt, der mir Kopfzerbrechen bereitet:
    Unsere drei Kinder könnten unterschiedlicher nicht sein: Der Große ist extrem bewegungsfaul, aber sehr groß und schlacksig. Die Kleine ist sehr klein und fast mager (nicht untergewichtig, aber extrem zierlich mit deutlich sichtbaren Muskeln), sie springt den ganzen Tag wie ein Gummiball hin und her und beim Essen braucht sie Stunden um dann doch gleich wieder Hunger zu haben und wieder wie ein Spatz zu essen. Und die Mittlere ist Durchschnitt von der Größe, aber am oberen Rand des Normalgewichts, stopft beim Essen, bewegt sich zwar ganz gerne, aber eher nur nach Aufforderung und hat ein deutliches Speckbäuchlein. Während die Kleine ihren Schokohasen an Ostern sicher über eine Woche verteilt futtern wird, kann ich mir sicher sein, dass die mittlere dazu keine fünf Minuten braucht. Zusätzlich kann die mittlere danach normal essen, während die Kleine satt ist und so sicher nicht all die Nährstoffe bekommt, die sie braucht. Der Große akzeptiert die ausgewogenen Pausensnacks, die ich ihm in die Schule mitgebe (isst sie auch), kauft sich aber vom „Mittagsgeld“ in der Mensa nur Schrott.
    Wenn ich alle drei Kinder gleich behandle, werde ich ihren offensichtlich ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in Sachen Hungergefühl und Bewegungsdrang nicht gerecht. Behandle ich sie unterschiedlich, verstehen Sie dass einfach noch nicht und fühlen sich zurückgesetzt oder bevorzugt.

    Nein, es ist nicht einfach…

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    1. Jana

      Nein einfach ist es nicht und ganz ehrlich: Dem Nachbarn würde ich verbieten meinen Kindern etwas zu geben wenn es so ausartet und mich im Zweifelsfall auch mit ihm richtig anlegen.

      Ja die Unterschiede bei den Kindern sind teilweise einfach nur wow. Aber du kriegst das schon hin.
      Ab einem gewissen Alter denke ich , hast du auch nicht mehr soviel Einfluss. Du kannst als Mutter dann noch Ratschläge machen, aber ob sie dann drauf hören ist was anderes.
      Aber wie man so schön sagt: Das Fundament ist das wichtigste.

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      1. Das mit dem Nachbarn ist tatsächlich gar nicht so einfach. Ich war tatsächlich drauf und dran raus zu gehen und ihn zur Rede zu stellen (es war 18 Uhr also beste Abendessenszeit). Allerdings wohnen wir in einem „Wohnhof“ (sechs Häuser um gemeinsam genutzten Platz gruppiert). Wenn dann 8 Kinder ein Eis bekommen, weil es den Eltern wurscht ist und deine drei nicht und sie schon diejenigen sind, die immer abends pünktlich ins Bett müssen, während die anderen noch bis 21:30 draußen rumtoben, dann nervt das auch. Bei den eigenen Kindern immer als Spaßverderber fungieren zu müssen gefällt mir eben auch nicht.
        Was ich aber den Kindern zugute halten muss, sie haben mich tatsächlich erst noch gefragt, ob sie dürfen und ich habe dann gesagt: „Ihr hattet eure Süßigkeit heute schon, ich finde es nicht gut, aber ich verbiete es auch nicht.“

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  28. Dörthe

    Hallo Jana, Konsequenz schadet selten, macht aber mehr „Arbeit“, als etwas einfach laufen zu lassen. Da hast du meinen Respekt und ich kann an deinem Beitrag nichts Arrogantes finden. Zumal ja schon einleitend steht, dass es EIN Weg sein kann und nicht DER Weg ist.

    Was die Konzentrationsfähigkeit der Menschen heutzutage (nicht nur der Kinder) angeht denke ich, dass das nicht allein am Zuckerkonsum liegt, sondern auch an anderen Ablenkungen, wie Handy & Co.

    Verschwendung von „Lebensmitteln“ ist ein großes Thema in der Wohlstandsgesellschaft. Mich schockieren auch immer wieder die Zahlen, aber ich denke da nicht an Süßes, sondern an Nahrungsmittel, die man zum Leben braucht. Dass das hier so hohe Wellen schlägt hängt vielleicht damit zusammen, das Schokolade lange als Luxus galt. Gute Schokolade IST auch Luxus, da sie mehr Kakao enthält, als das zuckrig-fettige Gelumpe, was die liebe, unwissende Verwandschaft ins Osternest legt.

    In dem Sinne: Auf in den Kampf, bald ist Ostern 😀

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  29. Jana, ich kann dir eigentlich nur zustimmen. In meinem Freundeskreis haben mittlerweile die meisten Leute Kinder im Alter zwischen 2 und 4 Jahren. Ich durfte deren Entwicklung live miterleben und die Kids, die eine große Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln zum Probieren hatten (und probieren MUSSTEN), sind die problemloseren Esser. Süßes steht zwar bei allen ganz oben, aber so sehr sich die Kinder auch unterscheiden vom Charakter, sie essen ein breiteres Spektrum an Lebensmitteln ohne Drama, als die, bei denen schnell beim Heulen nachgegeben wurde. Es sind zwar nur meine Beobachtungen und die lassen sich sicherlich nicht auf alle Kinder übertragen, aber eine gewisse Tendenz im Zusammenhang mit der Erziehung ist wirklich da. Es fühlen sich halt einige angegriffen, wenn man das so direkt sagt.

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  30. Kati

    Hey Jana,
    ich bin im 5. Monat schwanger und bekomme somit im August mein 1. Kind. 🙂
    Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht wie ich das mit dem Essen usw. handhaben möchte.
    Meines Erachtens nach werden die Kinder unheimlich vollgestopft.
    Oder es ist nur in meinem Freundeskreis so. Wenn das eine Kind von meiner Freundin schreit (oder meist nur quengelt) kommt es direkt an die Brust und sie ist schon ein richtiger Brocken.
    Noch 9 Monate alt und glaube über 10 kg schwer.
    Mein Neffe ist genauso… der hat als was zu essen in der Hand und hört auch nicht auf wenn er sein Gläschen bekommen hat. Finde ich auch nicht normal?! Er wird nächste Woche ein Jahr und hat glaube auch schon 11/12kg.

    Ich finde du machst das ganz toll, lass dich von den anderen nicht ärgern!
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen das du dein Ziel auch bald erreichst, habt ein schönes sonniges Wochenende.

    Grüße
    Kati

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    1. @kati: Stillen nach Bedarf ist das aller, allerbeste was du tun kannst, um deinem Kind zu einem intuitiv-gesunden Essverhalten zu verhelfen! Das Beste was man bei Babys tun kann, ist ihnen nicht reinzupfuschen. Die haben das perfekte Gespür, wann sie wieviel von was benötigen.
      Lass Dich am besten von einer qualifizierten Laktationsberaterin beraten, die kann Dir genau erklären, was da geschieht (z.b. dass Babys im Sommer in kürzeren Abständen kürzer stillen, weil sie mehr Durst haben, und manchmal in längeren Abständen länger stillen, weil sie dann weniger Durst haben, aber die kalorienreichere Hintermilch benötigen). Die Natur hat das so genial eingerichtet, da gibt es nichts zu verbessern dran.
      (und schau dir dann das „pummelige“ Baby an, wenn es zu krabbeln bzw. zu gehen anfängt)

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      1. tara

        Kurze Anmerkung: Babys stillen nicht, sie werden gestillt. Babys trinken.
        Und auch hat die Natur nichts bewusst eingerichtet, sondern es ist ganz einfach so. Wir Menschen können da sinngebende Erklärungen finden, aber trotzdem ist da keine Entität wie eine „Natur“, die bewusst Dinge „genial einrichtet“.

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      2. @tara
        Woher weißt Du das? Oder ist das nur eine Vermutung von Dir?

        Random thoughts:
        – Die Natur (oder Gott) hat es nunmal eingerichtet, denn es ist offensichtlich so. Katharina kann das „genial“ finden. Die Aussage ist dadurch nicht falsch.
        – Ich würde „das Einrichten“ auch erstmal auf Evolution schieben; was aber auch wiederum „Natur“ ist.
        – Ein Bewusstsein (im menschlichen Sinne) würde ich hier auch nicht Unterstellen.
        – Intelligenz funktioniert auch ohne Bewusstsein
        – Auch Dinge ohne Intelligenz können etwas tun

        Hmm, keine Diskussion für die Kommentarspalte 😀

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  31. Miriam

    Was das alles probieren angeht, bin ich leider selbst nicht das beste Vorbild. Wenn wir in der absolut-Pampa-Heimat meines Mannes in Asien sind, gibt es da Fleisch, dem ich nicht über den Weg traue. Ganz abgesehen von der Schildkröte, die mir gerade noch auf der Toilette über den Weg lief, Gänsen, die mir morgens noch beim Duschen zugesehen haben und ich esse auch keine Hunde. Egal wie sehr mir die Familie meines Mannes gut zuredet, neeeee.
    Versteht jeder Erwachsene in meinem Umfeld, aber ein Kleinkind, das sieht „Mama isst auch nicht alles“ kann ich nicht guten Gewissens zum Probieren „zwingen“.

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    1. Jana

      Naja was du hier aufzählst sind ja eher Exoten, die die wenigsten Menschen die ich kenne essen würde, auch wenn sie sonst „alles“essen.
      Es geht für mich um Standardsachen wie Blumenkohl, Gemüse allgemein oder auch mal ungewohnte Gerichte wie Saumagen, Schweinskäse oder auch mal „ungewöhnliches“ Obst wie Physalis. Ich mag den auch nicht, aber ich habe ihn zumindest probiert.

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  32. annesch

    Meine Schwester wohnt mit ihren (inzwischen älteren) Kindern in Schweden, dort gibt es die Tradition der „Samstagssüßigkeiten“, meines Wissens von Zahnärzten vor ein paar Jahrzehnten propagiert. Die Theorie ist: einmal in der Woche kriegen die Kinder eine größere Portion Süßigkeiten (bei meiner Schwester war das so ein Nachtischschälchen voll für jedes Kind, gemischt), können sich die einteilen, wie sie wollen, auch über den Wochenverlauf, aber am Samstag werden eben besonders gründlich die Zähne geputzt… 😀
    Mir fielen mehrere Sachen auf: am Samstag direkt – Reaktion „Ja, Süßigkeiten!“, ein bisschen Futtern, je nach Kind mal mehr mal weniger viel auf einmal. Ziemlich entspanntes Verhältnis im Sinne von Süßigkeiten werden getauscht und verschenkt untereinander und an andere Anwesende, ziemlich großzügig, ist ja keine Mangelware.. 😉 Manchmal werden die Süßigkeiten über den Wochenverlauf aufgespart, manchmal nicht.
    Diese „Tradition“ sollte wohl ursprünglich quasi eine Erziehungshilfe sein: unter der Woche konnten die Eltern bei Süßigkeiten-Genöle sagen: Nein, du weißt doch, es gibt erst am Samstag wieder welche. Und da prinzipiell alle Kinder so behandelt werden sollten… aber was ich von einer anderen Freundin in Schweden, mit jüngeren Kindern, aus ihren Erzählungen mitbekomme, ist, dass das Süßigkeiten jeden Tag und auf dem Spielplatz etc. inzwischen auch weit verbreitet ist. Was Erziehungshilfen angeht: Das scheint in Schweden ja auch für Erwachsene verbreitet zu sein: Wein und Bier und die „härteren“ Sachen kriegt man nur im „Systembolaget“, einem extra Supermarkt mit ziemlich festgelegten Öffnungszeiten – im Supermarkt um die Ecke kriegt man nur ganz niedrigprozentige Sachen wie Cyder u.ä. Ich habe gerade nachgeschaut: zumindest laut dieser Quelle ist der Alkoholkonsum insgesamt nicht so hoch wie in Deutschland: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Alkoholkonsum Allerdings wenn getrunken wird, dann „volle Kanne“ – hm, erinnert irgendwie ein bisschen an die Samstagssüßigkeiten…

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    1. Becka

      In Schweden ist Alkohol aber auch extrem teuer, ebenso wie Tabak und Zigaretten. Das ist in ganz Skandinavien so. Deshalb sieht man auf den Fähren, wo der Alkohol wegen der Duty Free Regelung dann extrem billig ist, überproportional viele betrunkene Skandinavier.

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  33. Kaja

    Hallo Jana,

    ich habe noch keine Kinder, aber deine Prinzipien hören sich für mich ziemlich sinnvoll an. Ich hoffe, dass ich das, wenn ich irgendwann mal Mutter sein sollte, auch so konsequent hinbekommen werde.

    Etwas erstaunt bin ich allerdings über deine Argumentationsweise, besonders auf diesem Blog. Wie andere ja schon geschrieben haben, ziehst du aus deinen Beobachtungen ziemlich weitreichende kausale Schlüsse („Kinder können sich nicht mehr konzentrieren, weil ein Lehrer das gesagt hat“, „Meine Kinder können sich besser konzentrieren, weil sie nur wenig Zucker essen“) und verfolgst offenbar auch einige Ernährungs-Glaubenssätze, von denen ich mir jetzt nicht so sicher bin, ob das so stimmt („selbstgemacht ist immer besser als gekauft“, „Zucker aus Obst ist immer besser als anderer Zucker“).
    Ich verstehe das FLÜ-Buch gerade so, dass es darum geht, sich eben nicht auf seine unzuverlässigen Beobachtungen zu verlassen, die dann zu solchen Mythen führen. Stattdessen ist es eben wichtig, diese Dinge objektiv zu überprüfen, was in Studien passiert. Ich erwarte jetzt natürlich nicht, dass jeder Gastkommentator seinen Artikel wissenschaftlich fundiert, aber so ein bisschen Hinterfragung der eigenen Glaubenssätze bzw. einfach das Bewusstsein für die Grenzen der eigenen Erfahrung, ohne daraus so weitreichende kausale Schlüsse zu ziehen, hätte ich jetzt hier auf dem Blog schon erwartet.
    Ein bisschen erstaunt mich da auch die sehr grundsätzlich abwertende Haltung vieler Kommentatoren hier zu manchen Lebensmitteln (Süßigkeiten, Zucker im Allgemeinen). Aus Fettlogik hatte ich eigentlich gerade mitgenommen, dass es keine prinzipiell „guten“ und „bösen“ Lebensmittel gibt, sondern es immer auf die Dosis ankommt. Und dass man von Cola genauso dick werden kann wie von Vollkornbrot.

    Überhaupt nicht verstanden habe ich in dem Zusammenhang auch deinen Kommentar zu einem Kind mit Schilddrüsenerkrankung (von dir in „“ gesetzt), das vor der Schule einen Schokoriegel gegessen hat (Weiter oben, ich kann da leider nicht mehr direkt drauf antworten). Das hört sich für mich so an, als würdest du in Frage stellen, dass das Kind diese Erkrankung überhaupt hat und das Problem stattdessen auf seine Ernährung zurückführen. Wenn du das gemeint haben solltest, hört sich das für mich schon ziemlich nach einem Mythos an – und noch dazu recht respektlos gegenüber dem Kind und seinen Eltern. (Ganz unabhängig davon, dass ich es natürlich auch nicht sinnvoll finde, Kindern vor der Schule schon Schokoriegel zu geben.)

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    1. Jana

      Hallo.
      Ich ziehe meine Rückschlüsse zum Einen aus meiner persönlichen Beobachtung und ich lese sehr viel.
      Und ich WEIß wenn meine Kinder zuviel Zucker dank Uroma intus haben können sie sich nicht mehr konzentrieren wie sonst.
      Was natürlich nicht heißt das alles richtig ist was ich lese.
      Nach allen Informationen die ich für mich gesammelt habe steht für mich zumindest fest :

      Industriezucker geht schnell ins Blut und wird schnell wieder abgebaut. Ich weiß es auch aus eigener Erfahrung. Zuerst ist man total überdreht und nervös ohne Ende und wenn der Zuckerflash nachlässt kann man , nicht alle das weiss ich nicht, müde unkonzentriert und lustlos werden. Gerade bei Kindern ist das fatal die können mit solchen Schwankungen nicht so gut umgehen wie ein Erwachsener. Zumal die Menge an Zucker die Kinder zu sich nehmen ( und die kcal auch) doch oft die Menge eines Erwachsenen.
      Wir wissen alle das die Menscheit immer dicker wird und auch gerade die Kinder. Woran liegt das wohl?

      Es gibt wohl zum Abnehmen keine bösen und guten Lebensmittel. Sehr wohl aber wenn ich darauf achte mich gesund zu ernähren. Und für mich ist es einfach so, dass bei einer ausgewogenen Ernährung Sachen wie Süßigkeiten und Zucker in Maßen genossen werden sollten. Muss ja nicht jeder so sehen.

      Der Kommentar mit dem Kind mit der „Schilddrüsenerkrankung“ setzt sich soweit zusammen, das nur davon ausgegangen wird dass das Kind das hat. Weil eben der Opa und Onkel das haben. Untersucht wurde es aber nie.

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      1. Kaja

        Ja, und eben das meinte ich: Rückschlüsse aus persönlichen Erfahrungen wirken halt erst mal plausibel, müssen aber nicht immer richtig sein. Ich wollte auch nicht deine Schlüsse inhaltlich in Frage stellen, sondern eben diese Art der Argumentation, die du jetzt in deiner Antwort ja auch schon wieder angewendet hast: Du beobachtest das so, deswegen steht das für dich so fest. Da möchte ich fast sagen: Schön für dich, aber auf diesem Blog bin ich eigentlich anderes gewohnt. Nicht an inhaltlichen Aussagen, aber an Argumentation.

        Dass Übergewicht (bei Kindern und allgemein) immer häufiger wird, ist hier auf dem Blog sehr oft Thema, und es ist nach der Lektüre von Fettlogik auch klar, woran das liegt: Zu viele Kalorien im Vergleich zum Verbrauch. Ist ja auch logisch bei ständigem Nahrungs-Überangebot. Zucker spielt da sicher eine Rolle, weil er halt lecker ist und viele Kalorien hat – aber diese Verteufelung von Zucker halte ich dann doch eher für eine Fettlogik, und den Schluss mit den Schulleistungen eher hanebüchen oder zumindest ziemlich unbelegt.

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    2. Im Grunde geht es darum (auch in FLÜ), sich nicht irgendwelchen B*llsh*t erzählen zu lassen.

      Eigene Beobachten hingegen sind sehr wichtig und sind (mE) die Basis für jede vernünftige intuitive Ernährung.
      Am Ende zählst immer nur Du, und wie Du Dich mit Deiner Ernährung fühlst.

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  34. Toll, mal einen ganz anderen Beitrag in die Fettlogik Richtung zu lesen! 🙂

    Das witzige ist, dass meine Frau und ich es ziemlich 1-zu-1 mit meinen Kindern genauso halten (Sie müssen probieren, aber nicht weiter/auf essen; keinen Süßkram mit in die Schule, aber kontrolliert zu Hause erlaubt; wir geben ihnen regelmäßig Gemüse und Obst; Softdrinks nur in Ausnahmen (z.B. am Wochenende in maßen)).

    Das klappt sehr gut: Sie essen wenig genug, um es (meiner Meinung nach) mit einer gesunden Ernährung vereinbaren zu können. Aber ausreichend genug, um kein übertriebenes unnatürliches Verlangen zu entwickeln.

    Mein Kinder müssen (:DD) allerdings zusätzlich noch Bewegung mit im Alltag haben: Der große fährt meist Fahrrad zur Schule (außer das Wetter ist wirklich schlecht), der mittlere Spielt 2 mal die Woche Fußball, der kleine geht zum Kleinkinder Turnen.

    Ich versuchen ihnen sowohl was Ernährung als auch Sport angeht (ok, eigentlich in allen Dingen :D), ein gutes Vorbild zu sein 🙂

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  35. Chihuahualover

    Arroganter, selbstverherrlichender Text.

    Ich würde dann gern mal irgendwo in einer zitierfähigen Quelle etwas über den Zusammenhang zwischen einem Apfel in der Brotbüchse und überragenden Schulleistungen sehen (beste Schüler der Klasse..).

    Der Zusammenhang zwischen Zucker und Hyperaktivität hat sich bisher nicht bestätigen können und macht auch aus physiologischer Sicht wenig Sinn.

    Genauso wie das angebliche Zuckertief nach einer größeren konsumierten Menge an Mono/Disacchariden. Das Gehirn hält die Energieversorgung durch diverse Regelmechanismen konstant, weil das Ding im Kopf evolutionär recht bedeutsam ist. Etwas anderes sind massive Unterzuckerungszustände, die sind bei gesunden aber nicht durch Lebensmittel wie Zucker herstellbar, sondern durch z.B. massive physische Überforderung in Form von starker sportlicher Überlastung.

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  36. Maui

    Erstaunlich. Einer der fettlogischsten Gastbeiträge bisher. Schade. Unbelegtes „Ins-Blaue-hinein“-Geschwafel, was in der Praxis letztlich sicher richtig ist und sich auch mit meinen Erfahrungen mit meinen Kindern deckt, aber die Argumentation dahinter ist fettlogisch und Antworten auf kritische Rückfragen mit „aber der Lehrer beobachtet das so“ zu beantworten ist doch genau das, was FLÜ versucht aufzubrechen. Dass der Einzelne etwas beobachtet, meint, dass es sich um Kausalität handelt und daraus eine unbelegte (wenn auch wahrscheinlich scheinende) Hypothese ableitet.

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  37. Grundsätzlich bin ich auch eher kontra-Süßkram. Theoretisch.
    Praktisch bin ich auf der „am besten erzieht man über die Vorbildfunktion“-Seite. Sprich: Süßkram ist eig. immer im Haus, die meiste Zeit jedoch uninteressant. Wenn ein Kind was davon möchte, darf es eig. immer, wenn es jetzt nicht gerade direkt vorm Zubettgehen/vor regulären Mahlzeiten ist.
    Tochter (9) mochte Schokolade sowieso nie (die hab ich tatsächlich immer in Cookies oder Kuchen verbacken) und hat auch erst kürzlich herausgenden dass Schokolade wohl doch irgendwie essbar ist, Sohn (10) mag Schoki heute noch nicht, er isst nicht mal die kinderschokolade vom ü-ei, weswegen ich auch meist gar nicht erst in Versuchung komme welche zu kaufen.
    Dazu sei gesagt, ich selbst mag Schoki auch nicht wirklich, vielleicht hat dies auch damit zu tun dass meine Kids es nicht mögen.
    Ansonsten finde ich erfreulich dass auch der ADHS-Aspekt wEiter oben angesprochen wurde, da mein Sohn selbst eine mittelschwere Form der ADHS (sehr viel H) hat und es ein Kampf war, ihn (1,42 m) über die 30 kg Marke zu kriegen. Und jedes Mal wenn er krank ist, rutscht er wieder darunter weil er dann nahezu überhaupt nichts isst.
    Theoretisch müsste ich für ihn extra (hochkalorisch) kochen, weil er so viel Energie verbrennt. Praktisch nicht umsetzbar, weil teilzeit im (Nacht-)Schichtdienst berufstätig, und ausserdem hab ich auch noch ein zweites Schulkind, um das ich mich auch noch hie und da kümmern muss.
    Das Ende vom Lied: Er isst normal bei uns mit, und Süßkram darf er auch wenn er mag eine Extra Portion haben. Und unser Lieblingsobst (Pink Lady Äpfel) ist normalerweise auch immer im Haus, das dürfen sie sich immer nehmen.
    Zum Thema Süßkram als Belohnung muss ich noch sagen, das gibts hier nicht und wirds auch nie geben. Genauso wie „iss deinen Teller leer“ das würde ich auch nie zu einem Kind sagen.

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  38. Sabine

    Du bist ein Vorbild!
    Mir selber fällt es schwer den Süßkram wegzulassen, mein Kind mochte aber von Anfang an nichts Süßes außer Obst. Aber da ich nicht so rigoros gegenüber Omas usw. war, isst es jetzt auch gerne Schoki.
    Das mit dem „Besonderen“ und „genießen“ muss ich noch besser rausstellen. Schön wäre es, wenn der Partner mitmacht.

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