Adipös aber gesund?

„Ich bin aber gesund und habe super Blutwerte!“ ist ein recht häufiges Argument, wenn man auf die Gesundheitsrisiken von Übergewicht hinweist.

Das Argument ist schon aus logischer Sicht schwierig, denn bei Übergewicht geht es ja darum, dass erhöhte Körperfettwerte einen Risikofaktor darstellen, an Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Hirninfarkt, Gelenkproblemen, Krebs, Gicht, etc. zu erkranken. Genau wie beim Rauchen ist es ja keineswegs so, dass Zigaretten immer und bei 100% der Raucher umgehend nach der ersten Zigarette zu Lungenkrebs führen. Wir akzeptieren dennoch die Aussage, „Rauchen ist ungesund!“ weil uns klar ist, dass Rauchen das Risiko für Erkrankungen erheblich steigert. Selbst wenn die Oma von dem Friseur unserer Nachbarin als Kettenraucherin eben ihren 95. Geburtstag gefeiert hat.

Unlogisch ist das Argument aber besonders dann, wenn man unauffällige Ergebnisse beim Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker o.ä. als Gegenargument heranzieht. Denn auch bei diesen Werten handelt es sich genau genommen nur um Risikofaktoren. Ein erhöhter Blutdruck sorgt per se meist noch nicht für Probleme – wir behandeln ihn aber als Problem, weil er ein erheblicher Risikofaktor für potentiell tödliche Herz-Kreislauferkrankungen ist. Also recht vergleichbar mit Adipositas. Wer akzeptiert, dass Bluthochdruck oder auffällige Blutwerte ein Problem darstellen, auch wenn die Person (noch) keinen Herzinfarkt oder Diabetesfolgeschäden hat, müsste eigentlich auch Adipositas als Problem akzeptieren.

Abgesehen von der Logik, gibt es allerdings Studien, die das Konzept von „gesunden Adipösen“ generell in Frage stellen. Erst dieses Jahr wurden die Ergebnisse zweier Langzeitstudien veröffentlicht, die über ein bis zwei Jahrzehnte Menschen beobachtet hatten, die trotz Adipositas metabolisch „gesund“ waren, also keine auffälligen Blutwerte hatten.

Eine dänische Langzeitstudie von Februar diesen Jahres fand, dass „gesunde adipöse“ Männer im Vergleich zu gesunden normalgewichtigen Männern trotz fehlender sonstiger Risikofaktoren das dreifache Risiko für eine Herzerkrankung haben. Bei Frauen war das Risiko immerhin verdoppelt. Wobei sich ohnehin nur etwa 3% der über 6000 Studienteilnehmer überhaupt als „gesunde Adipöse“ qualifizierten und 40% der „gesunden Adipösen“ innerhalb der ersten 5 Jahre den Status zu „ungesunden Adipösen“ wechselte.

Im März wurde darüber hinaus eine Studie veröffentlicht, die sich mit körperlichen Einschränkungen und Immobilität/Behinderung bei „gesunden Adipösen“ befasste. Auch hier waren die Ergebnisse eindeutig:

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Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass auch „gesunde Adipositas“ altersbedingten Abbau beschleunigt und eine Gefahr für die Unabhängigkeit im Alter darstellt.

Die zweite Studie traf bei mir selbst natürlich voll ins Schwarze, und ich muss zugeben, dass mich das emotional ein bisschen mitgenommen hat. Wobei ich von vornherein gar nicht in die Kategorie der „gesunden Adipösen“ gefallen wäre, denn mein Blutdruck war ja bereits sehr stark erhöht. Da in meiner Familie adipositasassoziierte Probleme wie Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkprobleme, Hirninfarke, etc. sehr verbreitet sind, habe ich wohl auch eine genetische Vorbelastung. Das ist mir übrigens vor kurzem erst bewusst geworden: Selbst wenn man davon ausginge, dass es Menschen gibt, die körperlich eher auf ein höheres Gewicht ausgelegt sind und die chronische Mehrbelastung besser wegstecken, gehöre ich offensichtlich nicht dazu. Ironischerweise scheine ich zumindest in dieser Beziehung „naturschlank“ zu sein, sonst hätte ich wohl nicht schon mit 30 so massive Gesundheitsprobleme bekommen, wo andere erst mit 40 oder 50 erkranken.

Vielleicht war es auch in gewisser Weise Glück, dass ich bereits so früh aus der Kategorie der „gesunden Adipösen“ ausgeschieden bin und dadurch mit der Nase auf das Problem gestoßen wurde. Mit dem geringeren Gewicht haben sich zumindest die Blutwerte, der Bluthochdruck und aktuell auch die Rücken- und Gelenkschmerzen erledigt, so dass ich hoffentlich eine lange Zeit in der Kategorie der „gesunden Normalgewichtigen“ sein werde.


Off Topic: Da das bei den WordPress-Abonnenten nicht im Reader angezeigt wird, möchte ich an der Stelle noch auf die Aktion #50ShadesOfFettlogik hinweisen. Schaut rein und macht mit, enn ihr Lust habt! 🙂

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35 Gedanken zu “Adipös aber gesund?

  1. Mona

    Einige sagen „ich bin gesund.“ andere sagen direkt „für mein Alter ist das normal, das hat nichts mit dem Gewicht zu tun.“ Sie glauben es dann wirklich, dass es total normal ist immer kränker und unbeweglicher zu werden je älter man wird. Sie kennen das nicht anders aus ihrem Umfeld und ihrem ganzen Leben. Höchstens im Fernsehen oder in Zeitschriften gibt es gesunde Rentner. Ab spätestens 40 muss diese Wehwehchen-Phase wohl beginnen, aber mittlerweile gibt es ja auch genug 25-jährige mit Wehwehchen, die nicht sein müssen.

    Ich hab mir vorgenommen mit 70 Jahren Krafttraining zu machen. Bin nicht mal 35 Jahre alt. Mal schauen, wie es ausgehen wird und was noch alles kommt. 😀

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  2. kork

    Das Alter ist ja auch ein wichtiger Faktor. Wenn 40 % der Adipösen innerhalb von 5 Jahren in den ungesunden Bereich gerutscht sind, dann wære es noch interessant, wieviele es bei den Normalgewichtigen waren?
    Ich verdreh immer die Augen, wenn 25jæhrige diesen Eingangs erwæhnten Spruch bringen.
    25jæhrige Raucher haben eben auch meist noch keine starken Beschwerden.

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  3. Ich habe noch einen BMI von 35. Mit dem Rad fahre ich locker 100 Kilometer am Tag. An der Klimmzugmaschine B2 bei Mc Fit absolviere ich 10 Klimmzüge mit 100 Kilos. Den Jakobsweg von Lichtenfels nach Zapfendorf laufe ich in 6 Stunden. Natürlich hätte ich gerne einen BMI von 28, weil meine momentan 120 Kilos doch sehr beim Schuhebinden nerven. Übergewicht hat seine Ursache in der Seele und von der Seele haben die Wissenschaftler soviel Ahnung wie seinerzeit 1880 von Bakterien und TBC. Ich glaube aber nicht, dass die Fettlöserin, Nadja Hermann, Patric Heinzmann, Dr Ulrich Strunz etc etc in 100 Jahren als die Retter der FETTEN gefeiert werden……

    ned böse sein, aber ihr füllt alle nur alten Wein in neue Schläuche 😉

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    1. „Übergewicht hat seine Ursache in der Seele“ mag auf manche Übergewichtigen zutreffen, aber sicher nicht auf alle. Wenn ich genau so viel esse wie der schlanke Durchschnittsmensch, werde ich übergewichtig, weil ich klein bin, weiblich, und mein Kalorienverbrauch niedrig …
      Aber es geht auch nicht um die Ursache, warum jemand zuviel isst, sondern die Folgen und warum es sich lohnt, die Ursachen anzugehen 😉

      Und Sport ist natürlich gut für den Körper, kann die Risiken von Übergewicht aber nicht ausgleichen. Das Gewicht belastet immer noch die Gelenke, die Fettmasse zwischen den Organen ist immer noch belastend für den Körper.
      Ist halt wie mit dem Rauchen: Super, wenn ein Raucher sehr sportlich ist und auch für den Raucher ist Sport gesund, aber das Rauchen schadet dem Körper des Sportlers dennoch.

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    2. „Alter Wein in neuen Schläuchen“ das hab ich jetzt auch öfters bei den negativen Rezensionen bei Amazon gelesen und ich frage mich jedes Mal: „Und wenn schon?!“ Ersten erhebt der Blog genauso wenig wie das Buch den Anspruch brandneue, nie für möglich gehaltene Erkenntnis zu liefern und zweitens, wenn die neuen Schläuche so viele Leute dazu bringen, denn Wein zu trinken, dann ist doch der Zweck erfüllt.

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      1. Mona

        Wurde das Buch von den Leuten gelesen, die „Alter Wein in neuen Schläuchen“ schreiben?
        Ich finde das Buch ist schon ziemlich anders und mit den anderen erwähnten Namen überhaupt nicht vergleichbar.

        Vor allem ist es nicht „alter Wein“. Es werden die gängigen Vorstellungen über Körpergewicht, Abnahme und Zunahme aufgezählt, aber sie werden sortiert, indem gesagt wird, was schon bestätigt wurde, was widerlegt wurde und was noch eher unklar ist. Natürlich kann sich der Stand der Wissenschaft ändern, dafür ist die Wissenschaft da. Das Wissen wird ja nicht geringer, sondern mehr. Kann doch nicht schaden, mal zu sagen, vor x Jahren hat xyz dies und das den Leuten eingeredet und es glauben jetzt so ziemlich alle, aber eigentlich ist das so und so, weil die und die Experimente gemacht wurden.

        Zumindest möchte ich im Jahr 2017 nicht nur mit dem Wissen leben, dass die Leute z.B. 1990 hatten. Ich möchte mein vermeintliches Wissen und aufgeschnapptes Halbwissen überprüfen und korrigieren und da ist das Fettlogik-Buch super, weil es einfach und gut ist. Ich brauch nicht mal selbst diese Fachrichtungen studieren und jahrelang nachforschen, um die Studien lesen zu können oder selbst Wissenschaft zu betreiben. Ich hab einfach besseres zu tun und habe mich für andere Fachrichtungen entschieden.

        Für die Seele ist auch viel in dem Buch, finde ich. Man merkt schon ein wenig, dass Nadja Psychologie studiert hat und damit arbeitet. Man bekommt in Deutschland den Dr.-Titel nicht einfach hinterher geworfen. (Hab mal gehört, dass es bei den Medizinern recht einfach sei im Vergleich, aber sonst braucht es in anderen Fachrichtungen 3 bis 6 Jahre Arbeit in Vollzeit.)

        Für die Seele kann man eine Psychotherapie machen, wenn man Schwierigkeiten hat im Leben zurecht zu kommen und daran leidet. Für den Körper muss man dann halt zusätzlich etwas machen. Außerdem funktioniert es ja auch manchmal andersherum, wenn man sich gut um sich selbst kümmert und sich fit und gesund hält, geht es einem psychisch schon besser.

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      2. Ob das Buch von diesen Leuten gelesen wurde..? Ich kann natürlich nur Vermutungen anstellen und würde sagen „Jein?“ Es gibt sicher Leute, die das ungelesen schreiben, aber vermutlich auch die, die es lesen und erwarten, dass zum Abnehmen „neue wissenschaftliche Erkenntnisse“ à la „Essen sie täglich drei Bananen und stehes sie dabei auf dem linken Bein und sie nehmen garantiert ab“ kommen. Dass diese Leute dann irgendwie enttäuscht sind, dass im Buch als Abnehm“tipp“ nur ci-co steht, kann ich mir wirklich vorstellen. Aber wer weiß…

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    3. N/A

      Früher war das auch bei mir so, mit dem Rad auch mal gerne 160 Kilometer, Berge erklimmen, und ja, für das Gewicht sind solche Leistungen auch gut. (Oh, ich war ja schon Stolz auf einen 115/80 Blutdruck und einen Ruhepuls von 50!)
      Aber wenn man das Gewicht dann in den Normalbereich reduziert ist man noch weitaus leistungsfähiger. Wesentlich. Es ist auch permanent im Alltag zu merken, man sprüht noch mehr voller Energie.
      Und muss sich keine Sorgen machen, dass die Knie durch die sportliche Belastung allzu sehr verschleißen.

      Und es ist eben selbst so, dass jemand, der vergleichsweise Fit ist und adipös ist, durchaus Nachteile ggü Fit und Normalgewicht hat. Zuerst einmal ist der Aufwand weitaus höher, diese Fitness zu erreichen, oder mit gleichem Aufwand kann man noch Fitter werden,
      Außerdem ist das Krankheitsrisiko so oder so dadurch erhöht. Klar ist Fit besser als nicht Fit, aber es kompensiert nicht jedes Risiko.
      Ob man die gesundheitlichen, sportlichen und alltäglichen Vorteile eines für den Körper weniger belastenden Gewichts haben möchte, ist natürlich die eigene freie Entscheidung. Dass es einen objektiven Unterschied macht, ist aber klar.

      Die Ursache von Übergewicht ist eigentlich ziemlich trivial. Mehr Energie per Essen aufnehmen, als der Körper verbraucht.
      Der Grund dafür, dass man mehr isst, oder die Menge an Essen nicht reduzieren kann ist natürlich zu diskutieren.
      Einfach „Die Seele“ dafür anzugeben klingt zwar gut, löst aber keine Probleme.
      Bei vielen Menschen sind es schlicht falsche Informationen, die Fettlogiken, zu wenig Bewusstsein über Ursache und Wirkung beim Essen, sie führen indirekt dazu, die Gründe für das Ungleichgewicht zwischen Nahrungsaufnahme und Kalorienverbrauch auf anderere Dinge zu schieben (und mag es ein unbekannter Mechanismus sein), und dem Problem immer wieder auszuweichen oder gar Dinge zu tun, die kontraproduktiv oder im höchsten Maße demotivierend sind.

      Es geht um die ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten, und indem klar wird, was jemanden bisher davon abgehalten hat, was jemanden bisher demotiviert hat und was wirklich wichtig ist, indem man sich darauf konzentrieren kann, was wirklich wichtig ist, wird es einfach machbar. Worauf es eigentlich ankommt, das ist vollkommen trivial.

      Das bedeutet nicht, dass man keine Hürden überwinden muss, um das wirklich zu erreichen.
      Aber dann ist es machbar.

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      1. 20 Jahre ganz ohne Psychopharmaka zu leben ( Jeder Nurologen wollte mir von 1996 bis 2000 Psychohämmer verschreiben) verdanke ich meinen drei Freunden Dr. Jim Beam, Dr. Marlboro und Prof. Dr. Haribo.
        Zigis sind schon 2 Jahre her und Alk ein Jahr. Jetzt ist Haribo dran

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    4. Alex

      Kein Ratgeber kann Dir die Initiative zum Abnehmen abnehmen, nur Wege aufzeigen. Was erwartest Du denn von einem Buch- Aushebeln der physikalischen Grundgesetze mit Hilfe von Schlangenöl?
      Es gibt sowohl „seelisches Übergewicht“ als auch einfachere Fälle, in denen eine gewisse körperliche Inaktivität, gesteigerter Appetit oder falsche, hochkalorische Diäten zu einem erhöhten BMI führen. Und für diese Fälle finde ich das Buch sehr hilfreich. ☮

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      1. Auch bei „Emotionsessern“ hilft am Ende nur eines: Weniger essen.
        Das „wie“ mag vielleicht etwas weniger einfacher sein, als bei anderen, aber unmöglich ist es auch nicht. Man muss dazu „einfach“ einen Schritt zurück und sich bei jedem Gang zum Kühlschrank fragen: Weshalb esse ich jetzt etwas? Ist es aus Hunger oder steht ein anderes Bedürfnis dahinter? Und dann muss man „nur“ noch dieses Bedürfnis anderweitig befriedigen und voilà, steht dem Abnehmen nichts mehr im Weg.
        (die Theorie tönt super einfach, aber in der Praxis ist es natürlich ein klein weniger komplizierter und ohne meinen Ernährungscoach hätte ich wohl schon lange hingeschmissen)

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      2. Vor 55 Jahren, da war ich 3, hat mir mein Großvater Geschichten vom Hasen und Igel erzählt. Von Verdun und seinen Fronterlebnissen hat er nie gesprochen. Genausowenig will ich von der geschlossen Psychiatrie erzählen…………..

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      1. Ich war von 1996 bis 2000 arbeitsunfähig wegen Nervenkrankheit und wog zudem 155 Kilos.
        Zudemwar ich Kettenraucher und habe massiv getrunken.
        Ich war ich Psychokliniken und Suchtklinken. Ausserdem kenne ich die geschlossene Psychiatrie.

        Ich habe sehr viele Therapeuten, Suchtberater und Experten kennen gelernt.
        Da ich aber nicht wie Nicole Jäger im adipösen Zustand Vorträge halten will bzw Youtubemovies posten will, warte ich noch bis ich 10 Klimmzüge absolvieren kann.

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  4. claire

    In den USA ist gerade eine fatacceptance promoterin/Sprecherin an einem Herzinfarkt gestorben mit 34 Jahren. Sie erzählte seit Jahren, sie sei total healthy trotz massivster Adipositas. Vermutlich wird innerhalb der Bewegung reflexartig gesagt werden: Auch DÜNNE Menschen können eine Herzattacke bekommen. Sigh.

    Im Übrigen, ergänzend zum letzten Beitrag: dieselben Argumente führen auch stark ausgemergelte Magersüchtige an:
    1. mir geht es doch gut (gehen wir davon aus, dass sowohl Gewichtsverlust als auch Zunahme ein progredientes Geschehen ist und dadurch unweigerlich den Faktor Gewöhnung mit sich bringt, so dass die allmähliche Verschlechterung eher als Normzustand denn als ungewöhnlich betrachtet wird)
    2. Meine Blutwerte sind topp (stimmt auch tatsächlich auch oft, siehe, was Nadja schreibt)

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    1. Jackie

      😉 die Meldung aus den USA war höchstwahrscheinlich ein Fake…ausser der Schlagzeile konnte ich nichts zu der Frau, einem Blog oder ähnliches finden…hat nix damit zu tun, das der Rest richtig ist, aber is vlt. besser richtig nachweisbare Argumente anzubringen…sonst springen die Trolle noch drauf an…is leider so, dann sind die ganzen anderen Sachen auch falsch, nur weil ein Detail falsch ist…:)

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  5. Wie jetzt die Medien wohl auf diese Studien reagieren? Ob diese gleichzeitig ernüchternden und erhellenden Studien in den Massenmedien genauso verbreitet werden wie diese Studie, die angeblich zeigt, das leichtes Übergewicht gesünder ist als Normalgewicht?

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  6. Maren

    Es fängt ja schon lange vor dramatischen Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt an. Ich bin Ende 30 und viele meiner Freunde und Bekannten sind so zwischen 40 und 50. Wenn ich mich da umschaue und umhöre, gibt es sehr viele (vor allem Frauen), die permanent über kleine Wehwehchen jammern, die sich mühselig bewegen, schnell außer Atem sind, im Job Schwierigkeiten bei körperlichen Belastungen haben, die ungern etwas unternehmen, wobei man viel zu Fuß gehen muss, die immer direkt fragen, wo der nächste Parkplatz ist – wohlgemerkt, ohne dass eine körperliche Behinderung oder Einschränkung vorliegt. Sie sind halt einfach nur dick, und müssen sich in diesem Alter schon unglaublich einschränken und viele Alltagserlebnisse verpassen, weil sie so unfit sind. Und die meisten von ihnen empfinden das wirklich als ganz normal und zwangsläufig mit diesem Alter verbunden und betrachten sich trotzdem als gesund. Sie halten es hingegen für „verrückt“, wenn jemand in ihrem Alter Marathon läuft oder jeden Morgen schwimmen geht oder einen durchtrainierten Körper hat.

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  7. Bei mir in der Familie (alle übergewichtig oder adipös) heißt es immer: „Eigentlich bin ich gesund.“ Ergänze: Bis auf die Rückenprobleme. Oder die Nieren. Oder das Herz. Oder den Magen. Oder die Gelenke. Oder … – aber vieles davon fällt einem mit der Zeit gar nicht mehr auf. Ich bin seit dieser Woche im Normalgewicht und kann auf jeden Fall bestätigen, dass das körperliche Wohlbefinden enorm steigt, und zwar umgekehrt proportional zum Gewicht.

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  8. Klasse Artikel! Die Studien zeigen Schwarz auf Weiß was sache ist. Man hört immer wieder „ich bin eigentlich eh gesund, mein Rücken macht hald Probleme, aber bei wem macht der keine Probleme?“ oder „Bis auf die Nieren bin ich doch eh kerngesund“. Genau diese Art von Artikel regen aber dazu an, einem die Augen zu öffnen 🙂
    Leider ist es in der heutigen Zeit bei bestimmten Prädispositionen ziemlich einfach übergewichtig zu werden… man sehe sich einmal an, wo überall versteckter Zucker enthalten ist, genau so ist es ja auch mit den versteckten Fetten. Man denkt, dass man eine Kleinigkeit isst, welche sich auch so „anfühlt“ – jedoch hat diese „Kleinigkeit“ gleichmal 500kcal und mehr. Zusammen mit wenig Bewegung und womöglich einem sitzenden Job führt das schnell zu den Problemen die im Arikel so gut beschrieben wurden.

    Echt ein super Blog btw 🙂

    Beste Grüße,
    Fabian

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  9. Grit Deckert

    Wie sportlich ist man denn so mit 120 kg bei einem BMI von 35? Wenn er seine
    beschriebenen Aktivitäten regelmäßig betreiben würde, hätte er diesen BMI gar nicht
    mehr und würde mitbekommen haben, dass man sich als Dicker die Welt schön redet.
    Unangenehme Sachen werden einfach gemieden. Ich bedauere, dass ich wertvolle Lebenszeit mit einem BMI von 30 so sinnlos verschwendet habe. Mit jetzt 26 kg weniger denkt auch das
    Hirn ganz anders und der Körper merkt deutlich den Unterschied, auch wenn Blutdruck + Bluttfettwerte vorher nicht erhöht waren. Aber jeder wie er möchte. Wir können nicht alle retten.

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    1. Wenn er seine beschriebenen Aktivitäten regelmäßig betreiben würde, hätte er diesen BMI gar nicht mehr
      Nö. Ich mache seit einem Jahr 2 x wöchentlich Nordic, 2 x Krafttraining und 1 x Yoga und blieb trotzdem in dieser Grössenordnung. Es kommt halt auch darauf an, was man so alles vertilgt wenn der Tag lang ist.

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    2. Du übersiehst dabei wie effizient manches Essen für die Energieaufnahme ist. Mein klassisches Beispiel: ne Packung Rocher hat 1200kcal, die kann man durchaus in 5 Minuten essen. 1200kcal zu verbrauchen dauert eher 1-2 Stunden.

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  10. Dörthe

    Wer Etwas WILL findet WEGE.
    Wer Etwas NICHT WILL sucht AUSREDEN.

    Ich finde, das paßt ganz gut zu den meisten Fettlogiken. Es macht Mühe und kostet Zeit, seine Ernährung zu ändern. Das sollte uns aber unser Körper wert sein, auch wenn man sich „gesund“ fühlt und super Blutwerte hat. Wenn ich (1.72/ 73 kg) schnaufend auf dem Dachboden stehe in d. 5.Etage, wenn ich vom Laden 10 min. heimlaufe, um dann fix und fertig mit 10 Kilo Einkauf im Hochparterre anzukommen, dann fühle ich mich nicht gesund.

    Abgesehen davon, dass ich „immer schlank“ war und früher sogar mit Kind auf dem Arm fast mühelos bis in die 5te kam…
    Wenn ich mir dann noch bewußt mache, wie heimtückisch sich 20 Kilo in 10 Jahren anschleichen konnten, ist für mich „Schluß mit lustig“

    An den Punkt muß man erstmal kommen und auch das ist nicht einfach, grade wenn man mehr zuviel mit sich rumschleppt. Da ist es einfacher, Fettlogiken a la „Gesund und super Blutwerte“ zu bemühen und alles beim Alten zu lassen.

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  11. Grit Deckert

    Ich persönlich halte niemanden für sportlich, der trotz zusätzlicher Bewegung, wie auch immer die aussehen mag, durch sein Essverhalten an einem BMI von 35 festhält. Das ist sicherlich Ansichtssache, aber die Gesundheitsrisiken bleiben ja bestehen. Sportlich bedeutet für mich, auch achtsam mit seinem Körper und seiner Seele umzugehen. Das habe ich leider ganz viele Jahre nicht getan. Warum war ich mir das nicht wert und habe mich für fit und gesund gehalten? Im Nachhinein betrachtet, empfinde ich mein Verhalten so unlogisch und dämlich.

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  12. Christian

    Ja ja, die „Super-Blutwerte“. Daran glaubt jeder, den der Arzt nach der Blutentnahme noch auf eigenen Füßen nach hause schickt und nicht sofort den Rettungswagen bestellt, wenn er die Ergebnisse sieht. Wann ist denn aber überhaupt ein Blutwert „super“? Und welche Werte wurden überhaupt getestet?

    Ich wette darauf, dass man bei JEDEM Übergewichtigen bei genauem Hinsehen Werte messen könnte, die alles andere als „super“ sind. Der Arzt wird allerdings weiterhin jedem, dessen gemessene Werte halbwegs im Referenzbereich liegen, erzählen, dass „alles OK“ oder im schlimmsten Fall „nicht ideal“ ist. So kann man sich das Risiko weiterhin klein reden und die Pharmaindustrie will später ja auch noch was verdienen, wenn die Probleme offensichtlich werden.

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