Gastbeitrag: Fettlogikfrei- ein Hallo aus der Kraftsportszene

Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich Menschen die Verbreitung von Fettlogiken wahrnehmen. Während einige mir rückmelden, dass sie von vielen Mythen noch nie etwas gehört haben, kennen andere (so wie ich) die meisten in- und auswendig. Inzwischen finden sich immer mehr Fettlogiken auch in seriösen Medien, aber klassische Mutterschiffe der Fettlogiken sind nach wie vor Frauenzeitschriften und Abnehmforen. Daneben gibt es jedoch eine weitere Szene, in der traditionell sehr viele Mythen kursieren: Die Fitnessszene. Das Problem daran ist, dass diese Szene und die Menschen in ihr einen besonderen Vertrauensbonus genießen, denn oftmals sehen sie so aus, wie viele Menschen gerne aussehen würden – also scheinen sie ja das Richtige zu tun, um dieses Ziel zu erreichen. Logisch: Wenn man ein Ziel hat, fragt man am besten diejenigen um Rat, die dieses Ziel schon erreicht haben. In diesem Fall ist es allerdings oft so, dass die fitten, durchtrainierten Sportler nicht wegen ihrer Fettlogiken so aussehen, sondern trotz der Fettlogiken. Jemand, der jedoch nicht die Möglichkeit hat, ähnlich zu trainieren, verzweifelt oft an den Ernährungsratschlägen.

Ich bin daher immer exra froh, wenn Leute aus der Fitnessszene fettlogikfrei sind und ihre Glaubwürdigkeit für sinnvolle Tipps einsetzen, die auch für Nichtsportler oder Anfänger umsetzbar und hilfreich sind. In ihrem heutigen Gastbeitrag schreibt Lisa, als Kraftsportlerin, nochmal vertieft über ein Thema, das ich auch in Fettlogik angeschnitten habe, und das offensichtlich eines der wichtigsten ist: Wasser(einlagerungen)! Ich fand den Beitrag auch für mich selbst nochmal sehr interessant, denn beim Kraftsport/Bodybuilding wird wirklich gezielt mit Wassereinlagerungen gearbeitet, entsprechend ist das Wissen darüber natürlich größer.

Bevor ich mit meinem Gastbeitrag beginne,möchte ich mich kurz bei euch vorstellen. lisa3Mein Name ist Lisa, ich bin 25, leide an der `bösen` Schilddrüsenunterfunktion und bin seit einigen Jahren begeisterte Kraftsportlerin. Meine Erfahrungen, sowie Trainings-, Motivations-, und Ernährungstipps teile ich gemeinsam mit meinem Trainingspartner Mike auf Instagram und Facebook. Wir sind Flugbegleiter, absolute Sportfreaks, die gerne ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Mike konnte bereits seine B-Lizenz erwerben, ich folge im November, im Frühjahr 2018 steht die Personal Trainer- Lizenz an. Unser Plan ist es, den Menschen auf ihrem individuellen Weg zum Glück zu helfen, ihnen Ängste und gewisse `Fettlogiken` zu nehmen. Wir wollen niemandem irgendein Konzept aufzwängen, sondern Pläne anhand individueller Bedürfnisse und Gegebenheiten schaffen.

Ich habe schon mehr als genug, der klassischen Diäten hinter mir
ich möchte heute gerne diverse Themen aufgreifen, einfach um die allgemeine DIÄTPANIK weiter zu mildern und euch vielleicht auch ein Stück weit weiter Mut zu geben.

`ICH HABE IM DEFIZIT GEGESSEN UND SPORT GEMACHT…WIESO ZUM TEUFEL WIEGE ICH MEHR?´

So oder so ähnlich wird das mit Sicherheit der ein oder andere von euch schon gesagt und erlebt haben und war danach so niedergeschlagen und kurz davor alle Pläne über Bord zu schmeißen, zu resignieren und aufzugeben. Ich selbst stand auch schon an diesem Punkt, mit Gefühlen wie: versagt zu haben, Wut, Traurigkeit und Unverständnis. Teilweise hab ich auch Schuldgründe, wie meine kaputte Schilddrüse, oder ein `verrosteten Stoffwechsel` (jaja) gesucht, aber seien wir ehrlich, wer im Defizit isst, NIMMT AB! Warum dann aber mehr Gewicht? GANZ KLAR! Mehr Gewicht bedeutet nicht unbedingt mehr Fett! Und ist es im Endeffekt nicht einfach nur das überschüssige Körperfett, das man verlieren möchte?
Unser Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser

wasser

Wir sehen also, dass in alle Richtungen eine Spannweite gibt, wie viel Wasser im Körper normal ist.

Aber was beeinflusst denn nun unseren Wasserhaushalt?

– Ernährung
– Flüssigkeitsaufnahme
– Sport

Ernährung:
Hier ist es sinnvoll mal auf die eigene Kohlenhydrat Einnahme zu achten. Ein Gramm Kohlenhydrate speichert bis zu 3g Wasser in unserem Körper. Bis zu 2/3 der gespeicherten Kohlenhydratvorräte werden im Muskel gespeichert, aber nicht als einzelnes `Kohlenhydrat`, sondern an Wasser gebunden. Kohlenhydrate sind ein wichtiger Energielieferant für uns, in Glucose umgewandelt versorgte es uns mit Energie. Sollte die zugeführte Energie gerade nicht benötigt werden, speichert unser Körper diese als Glykogen in unseren Muskeln und der Leber, für eventuell später auftretende Belastungen. Erst wenn die Glykogenspeicher voll sind, wir aber weiter übermäßig Energie zuführen, ERST DANN schafft der Körper wirkliche Fettreserven.

Das ist im Übrigen auch der Grund, warum Leute bei einer kohlenhydratreduzierten Ernährung, optisch weniger pralle Muskeln haben, als Menschen, die sich auch von Kohlenhydraten ernähren. Wenn der Körper schlichtweg keine oder wenig Kohlenhydrate zu Verfügung hat, werden diese auch nicht in Glykogen umgewandelt und auch nicht im Muskel gespeichert. Wo nichts ist, kann nichts gespeichert werden. Wer sich folglich also eher Lowcarb ernährt, wird weniger gefüllte Glykogenspeicher, weniger Wasser in sich haben, weniger prall aussehen.

Um euch diese Thematik näher zu bringen, möchte ich euch das Diätwettkampftagebuch, eines befreundeten Bloggers und Bodybuilders vorstellen.
Bühnensportler bereiten sich monatelang auf Wettkämpfe vor, auch hier gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, das Ziel bei allen ist aber das Gleiche. Möglichst pralle Muskeln, bei sehr niedrigem Körperfettanteil auf der Bühne präsentieren.

Vor dem Bühnenpräsentation gehen alle Bodybuilder in eine sogenannte Peak Week. Die Peak Week soll den Körper nahezu vollständig entwässern, gleichzeitig aber garantieren, dass die Muskeln am Wettkampftag schön prall aussehen.

http://dreamteamfitness.de/peak-week/

Wer sich Julius Peak Week Tagebuch mal durchliest, wird feststellen, dass er zu Beginn Massen an Wasser trinkt, viel Salz zu sich nimmt, um das Wasser im Körper zu binden. Salz und Wasser werden schrittweise reduziert, sowie die Kohlenhydrateinnahme, mit dem Ziel die Kohlenhydratspeicher (also die Glykogenspeicher im Muskel) zu leeren und das Wasser zu entziehen.. Am Tag vor dem Event wird mit massiv vielen Kohlenhydraten geladen, mit einem Ziel, das vorhandene Restwasser mit den zugeführten Kohlenhydraten im Muskel zu speichern. Die leeren Glykogenspeicher also füllen und mit dem noch vorhandenen Restwasser in den Muskel zu befördern. PRALLITÄT 😉

Ich hoffe bis hierhin ist klar geworden, dass Kohlenhydrate unseren Wasserhaushalt im Körper beeinflussen und der Wasserhaushalt sowohl unser Gewicht, als auch unsere Optik beeinflussen kann.

Auch haben wir gesehen, dass unsere Flüssigkeitsaufnahme unseren Wasserhaushalt beeinflusst. Je mehr wir trinken, desto mehr Wasser scheiden wir aus. Durst in ein natürliches Gefühl unseres Körper, das uns mitteilt, dass wir zu wenig Wasser haben. Nach einer ausgedehnten Cardioeinheit, bei der wir viel geschwitzt haben, wird wohl jeder von uns Durst, als Durst erkennen und zur Flasche Wasser greifen. Im Alltag wird Durst oft mit Hunger verwechselt. Hier ist es mal ratsam sich die Farbe und Menge des eigenen Urins anzuschauen. Ein `guter Urin` ist nahezu farb- und geruchlos. Natürlich können gewisse Lebensmittel Farbe und Geruch ändern (Beispiel Spargel , ist der Urin aber dunkel und man quält sich schon bei einigen Tröpfchen, ist das definitiv ein Anzeichen der Dehydrierung. Der Körper bekommt zu wenig Wasser und konzentriert sich darauf, möglichst wenig weitere Flüssigkeit zu verlieren. Ausreichend trinken hilft also auch beim Gewichtsverlust, da es das oft verwechselte Hungergefühl stillt.

Sport. Auch Sport beeinflusst unseren Wasserhaushalt.
Wir haben bis dato gelernt, dass unser Körper, aufgenommene aber gerade nicht benötigte Kohlenhydrate als Glykogen in Muskel und Leber speichert. Nun ist es so, dass Sportler ausgeprägtere Muskeln als der Durchschnittsmensch hat, er hat also schlichtweg mehr Volumen, um Wasser im Muskel zu speichern. Außerdem ist kein Körper dumm, wenn ein Körper mal verstanden hat, dass er regelmäßige Belastungen durch Sport zu erwarten hat, wird er sich den Bedingungen anpassen. Heißt wenn wir zB explizit unseren Bizeps trainieren, erhält unser Nervensystem die Info: BIZEPS BRAUCHT ENERGIE. Unser Körper zieht bewusst Glykogen in den beanspruchten Muskel, um ihm ausreichend Energie zu liefern. Das erklärt auch den klassischen Pump, den man oft nach dem Trainieren einer bestimmten Muskelgruppe erlebt. Die `Energie` wird über Blut in die beanspruchte Region gebracht.

(Als kleine informative Randnotiz noch zum Thema PUMP Das ist auch der Grund weshalb einigen Menschen beim Beintraining schlecht, übel und sogar schwindelig wird, bis hin zu Erbrechen und Ohnmacht. Ein gutes Beintraining, beansprucht große Muskelgruppen, Blut transportiert Energiereserven in die Beine, was zur Folge haben kann, dass andere wichtige Körperareale nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden.)

Jetzt wird sich der ein oder andere Lowcarbernährer aber fragen: MOMENT! Ich verzichte doch auf Kohlenhydrate, wie kann das dann sein. Neben Kohlenhydraten, liefern uns auch Eiweiß und Fett ENERGIE. Zwar fällt dem Körper die Verstoffwechslung dieser Nährstoffe zu Glucose/Glykogen schwerer, aber auch das ist möglich.

Ich denke hiermit ist auch klar, dass eine ausreichende und ausgewogene Nährstoff und Flüssigkeitsaufnahme gerade für Sportler essentiell ist.
Wir haben nun diverse Bereiche abgeklärt und sollten Wissen, dass ein höheres Gewicht, trotz Defizit an Wasser liegen kann und absolut kein Grund zur Besorgnis ist.

Oft reicht der Blick in den Spiegel, das Probieren einer alten Hose, um uns glaubhaft darzulegen: ICH HAB SEHR WOHL ABGENOMMEN UND ICH SEH GUT AUS!!!!
Nachdem nun alles sehr theoretisch war möchte ich auch auf die Seele eingehen, da in meinen Augen nichts wichtiger ist.

Hierfür möchte ich euch auch einen Schwank aus meinem Leben erzählen.
Ich hatte temporär mal, durch den Wegfall von Sport und stressbedingtem (FR)essen arg zugenommen und meine Konsequenz damals war: NICHTS MEHR ESSEN
Binnen weniger Monate erreichte ich bei einer Körpergröße von 1,76 m 51 kg und ich sah wirklich grausig aus. Ich sah zum einen total ausgemergelt aus, war aber trotzdem nicht fest und was das schlimmste war: ES GING MIR PSYCHISCH RICHTIG SCHLECHT!

Keine Lebensfreude, ich bin nicht mehr aus dem Haus, war absolut gegen mich und meinen Körper, fand mich zu diesem Zeitpunkt sogar fetter denn je. Ich habe wieder mit Sport begonnen, anfangs wirklich, um noch dünner zu werden. Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer … irgendwann jedoch habe ich durch Freunde festgestellt, dass mir Kraftsport echt Freude bereitet. Weniger Freude hat mir anfangs die Gewichtszunahme bereitet. Im Gegenteil, es hat mich richtig gestresst, bis zu dem Zeitpunkt, als ich tolle Muskeln an meinem Körper gesehen habe, gespürt habe, wie ich an Energie und Kraft gewinne und trotz mehr Kilos fester und straffer aussehe. Heute, ein paar Jahre später wiege ich +/-2-3 kg um die 68 kg. Für viele ist das sicher ein hohes Gewicht, aber ich kann schon sagen, dass ich deutlich sichtbare Muskeln vorzeigen kann. Ich muss aber auch zugeben, wenn ich mal die 70 auf der Wage sehe fühle ich mich mies, aber dann schau ich, was ich gegessen habe, war es wirklich zu viel, waren es vielleicht einfach nur viele Kohlenhydrate, habe ich zu wenig getrunken, hatte ich die Tage vielleicht ein intensives Training, dass nun auch mehr Wasser zu Regenerationszwecken im Muskel speichert, steht vielleicht meine Periode an?

lisa2

lisa1

Oft finde ich so schnell einen plausiblen Grund der mein Gewicht erklärt, mich entweder zum Handeln bringt, oder einfach entspannen lässt.
Selbstreflexion hat ziemlich viel mit Selbstliebe zu tun, es geht nicht darum, sich laufend selbst zu kontrollieren, sondern darum sich besser kennenzulernen um effektiver mit sich am eigenen Ziel zu arbeiten.

Bevor ich zu meinem letzten und dem mir liebsten Punkt meines Beitrages komme, möchte ich euch kurz erzählen, wie ich überhaupt zu dem Buch `Fettlogik überwinden` kam. Ihr wisst bereits über mich, dass ich kurzzeitig zwar mal das ein oder andere Kilo zu viel hatte, abgenommen habe und nun begeisterte Sportlerin bin, die sich eigentlich wenig Sorgen über ihre Figur machen muss. Gerade in der Bodybuilding Szene laufen viele selbsternannte Experten rum, der eine sagt dir, so musst du essen, der andere sagt dir was völlig anderes.

Als ich vor einiger Zeit meinen Freund kennengelernt habe, habe ich es mir Ernährungstechnisch sehr gut gehen lassen. Wir haben regelmäßig bei gemeinsamen Filmeabenden, auf Ausflügen auf dem Weihnachtsmarkt, im Kino und und und GENASCHT. Ich hab zugenommen und das war rational nicht mehr durch Wassereinlagerungen etc. zu entschuldigen. Ich hab ein Bäuchlein bekommen, breitere Hüften, mein Po und meine Brüste schienen zu explodieren und auch im Gesicht sah ich weitaus runder aus. Ich war ultimativ angepisst, aber statt mir zu Beginn einzugestehen, hey Lisa: du hast einfach übertrieben, habe ich dumme Gründe gesucht. Ausreden die jeder kennt.

Mir war klar ich muss irgendwie von dem überschüssigen Fett loswerden und fragte mich, welche Diät für mich wohl die Beste sei, mach ich nochmal Lowcarb, geh ich auf High Carb Low Fat, mach ich ne´ reine Eiweißdiät. Alles in meinem Körper hat sich irgendwie gesträubt, ich wollte keine klassische Diät mehr machen, ich wollte mir auch hin und wieder ohne schlechtes Gewissen etwas gönnen können. Bei diversen Internetrecherchen bin ich auf FLÜ gestoßen, habe es bestellt und innerhalb von nur 2 Tagen INHALIERT.

Defizit! Wenn du abnehmen willst, bleib im Defizit. Ich weiß wie ich mich gesund zu ernähren habe, aber wenn ich mal Schoki oder sonstwas möchte, einfach schauen, wo oder wie ich die Kalorien wo anders nichtig machen kann.
Für mich war das Buch der reinste Segen, es hat mich so dermaßen entspannt und geerdet, dass ich binnen weniger Wochen wieder unter 70kg war, meine überschüssigen Pölsterchen verloren habe und das obwohl ich auch mal zwischendrin einen Abend mit meinem Freund ein Eis gegessen habe oder sogar mal über meinen Kalorien war.

Ich habe Gewichtstabellen geführt und auch an mir feststellen können, dass wenn ich den einen Tag mehr Kohlenhydrate gegessen habe, tags drauf mehr gewogen habe, wenn ich dann aber zB diesen Tag dann nur von Eiweiß und Gemüse gelebt habe, spätestens 2 Tage später wieder bei meinem Gewicht war. Erwarte ich zum Beispiel meine Periode, gelüstet es mich oft nach etwas Süßem oder Herzhaftem, Dinge die ich sonst im Alltag nicht brauche, früher habe ich dieses Verlangen immer unterdrücken wollen, was oft im ultimativen Fressanfall geendet ist. Heute gönne ich mir die eventuellen Extrakalorien, weil ich weiß, dass das dann mein Gemüt entspannt und die Tage drauf auch einfach weniger Hunger habe.

Und geht es darum nicht langfristig? Einen Weg finden, der einem zu einem gesunden Ich hilft, bei dem man sich aber nicht alles immer nur verbietet?
Ich war so begeistert von FLÜ, dass ich Nadja angeschrieben habe, da ich gewisse Erkenntnisse analog zu meiner Geschichte/Entwicklung gerne auf meinem Blog teilen wollte. Ich kam mit Nadja ins Gespräch und beschloss in Folge dessen auch diesen (etwas sehr langen Gastbeitrag #sorry =) zu schreiben.

Nadja erzählte mir, dass ihr viele Menschen schrieben, sie hätten das Empfinden, trotz Defizit Muskeln aufzubauen.
Ein Bodybuilder würde hier klar sagen geht nicht, ich sage: GEHT DOCH. (ich möchte hier anmerken, dass der kommende Part sich auf meine Theorien und meinen Glauben stützt)

Fangen wir aber wieder klein an.
Jeder Mensch hat Muskeln, sonst wären wir nicht bewegungsfähig. Relativ zu Beginn meines Beitrages habe ich euch Julius vorgestellt. Wisst ihr noch? Der Bodybuilder, der mir freundlicherweise erlaubt hat, hier sein Peak week Tagebuch zu verlinken. Wisst ihr noch, dass sein Ziel für die Bühne war, möglichst pralle Muskeln, bei möglichst niedrigem Körperfettanteil zu haben?

Da wären wir auch schon bei unserem ersten Punkt: Dem Körperfettanteil. Je geringer der Körperfettanteil eines Menschen ist, desto deutlicher sind seine Muskeln sichtbar,das kann rein durch Optik schob viel Positives in unserem Gemüt auslösen. Wie gesagt, jeder Mensch hat Muskeln und sinkt der Körperfettanteil, werden diese folglich auch sichtbarer.

Geht man davon aus, dass Menschen auf ihrem Abnehmweg auch Sport treiben, werden diverse Muskelgruppen folglich auch beansprucht. Warum wächst ein Muskel eigentlich? Muskeln wachsen in der Regeneration. Wenn ihr im Training immer neue Reize setzt, wird es zu kleinen Muskelrissen kommen, hört sich bedrohlich an, ist es aber nicht. In der Regeneration wird euer Körper mit Hilfe von Eiweißenzymen die geschädigten Stellen reparieren, neue Musklefasern bilden und den Muskel stärken und fester machen und somit wachsen lassen. Außerdem haben wir ja gelernt, dass unser Körper Energiereserven im Muskel speichert.
Gehen wir also mal davon aus, dass ein Abnehmwilliger Sport treibt, seine Muskeln also regelmäßig beansprucht, der Körper Energie/ Glykogen für Belastung und Regenration in den Muskel transportiert, kann es meiner Meinung nach, trotz Defizit zum Muskelaufbau und gleichzeitiger Körperfettreduktion kommen. Körper zieht Energie für den Grundumsatz aus den Reserven und nutzt die neu zugeführte Energie für aktuelle Belastungen.

Nun möchte ich noch auf die innere Einstellung zu sprechen kommen.
Wie sehr wir uns selbst lieben und wertschätzen, ist maßgeblich daran beteiligt, wie wir mit uns umgehen.

Einem fröhlichen und motivierten Menschen wird es einfacher fallen, zum Sport zu gehen und leichter von der Hand gehen zum Gemüsesnack als zum Schokoriegel zu greifen.

Demotivation und Selbsthass führen zu Resignation und Aufgeben.
Wenn wir an uns glauben und es schaffen uns immer wieder selbst zu motivieren unserem Ziel näher zu kommen, dann werden wir dieses auch erreichen. Wer keine Ziele im Leben hat bleibt auf der Stelle stehen.

Die Kraft unserer Gedanken,darf NIEMALS unterschätzt werden.
Hierzu möchte ich euch die Forschung von Guang Yue von der Cleveland Clinic Foundation in Ohio vorstellen. Yue beauftragte Probanden mittleren Alters sich rein gedanklich VORZUSTELLEN, sie würden ihre Muskeln beanspruchen. Er erfasste ihre Gehirnaktivität mittels Elektroden und überprüfte gleichzeitig, dass seine Testpersonen, die Muskeln nicht tatsächlich bewegten. 5x die Woche ging es für die Probanden zum mentalen Training und bereits nach 14 Tagen erwies sich ein Zuwachs von durchschnittlich 13,5%.
Bei einer Testgruppe ohne mentales Training, war keine Veränderung festzustellen.

Ich persönlich liebe dieses Beispiel, weil es wissenschaftlich dokumentiert, zu was unsere Gedanken eigentlich fähig sind.
Wenn wir positiv gestimmt sind und mit vollem Bewusstsein an unsere Ziele glauben, werden wir diese erreichen, das soll natürlich jetzt nicht bedeuten, dass wir uns nur noch vorstellen wir würden Sport treiben, aber dieses Beispiel soll euch animieren, ein klares Bild von euch zu schaffen: SO WERDE ICH AUSSEHEN UND DAS WERDE ICH SCHAFFEN!!!
Stellt euch doch hier mal selbst die Frage, wann ihr das letzte Mal schlecht drauf wart?
Wie habt ihr diese Phase überwunden? Indem ihr euch in Selbstmitleid ertränkt habt? Nein sicher nicht, ihr habt euch mit positiven Emotionen und Erlebnissen erfüllt und somit euer Leben und eure Stimmung in eine bewusst glückliche Richtung geleitet. (* kurze Anmerkung von Nadja: Da sowas erfahrungsgemäß oft falsch verstanden wird: Bitte beachten, dass Lisa hier von „schlecht drauf“ redet und in keiner Weise von einer klinischen Depression die Rede ist, die sich grundsätzlich von „schlcht drauf“ stark unterscheidet)
Ziele sind da um erreicht zu werden, der alleinige feste Glaube daran, dass ihr etwas schafft (Abnehmen, Muskelaufbau, glücklich sein) wird euch automatisch dahin leiten, dass ihr das richtige tut, um euer Ziel zu erreichen.
Achte auf deine Gedanken, denn deine Gedanken werden zu Worten und deine Worte zu Taten.
So das war es nun aber mal endgültig von mir, vielleicht `sehen` oder schreiben wir uns ja mal auf einem meiner Blogs.
Ich würde mich freuen,
Ansonsten verbleibe ich mit lieben Grüßen =)
Lisa

Advertisements

41 Gedanken zu “Gastbeitrag: Fettlogikfrei- ein Hallo aus der Kraftsportszene

  1. Simone Reich

    Wow, das war sehr schön geschrieben und sehr informativ für mich. Vielen Dank. Und endlich weiß ich, warum mir im Fitnessstudio immer so übel und zittrig zumute war. Schade, dass die mir das nicht erklären konnten, sonst wäre ich da vielleicht heute noch Mitglied und hätte vielleicht sogar Spaß daran.

    Gefällt 1 Person

  2. zweitblick

    das ist für mich heute die Erkenntnis des Tages, denn genau so geht es mir gerade ständig im Defizit aber es geht nichts runter , Gefühl sagt ja, Waage sagt nein…ich habe den Artikel gerade verschlungen(mind. 300gr. mehr auf der Waage) jetzt versuche ich mal ihn zu verstehen und zu gucken was ich noch ändern sollte. Danke Marion

    Gefällt mir

  3. Ein interessanter Beitrag. Besonders das Forschungsfeld von Guang Yue sieht ja sehr interessant aus.

    Dennoch eine Korrektur – du schreibst:
    „(Als kleine informative Randnotiz noch zum Thema PUMP Das ist auch der Grund weshalb einigen Menschen beim Beintraining schlecht, übel und sogar schwindelig wird, bis hin zu Erbrechen und Ohnmacht. Ein gutes Beintraining, beansprucht große Muskelgruppen, Blut transportiert Energiereserven in die Beine, was zur Folge haben kann, dass andere wichtige Körperareale nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden.)“

    Das ist meines Wissens nach physiologisch nicht korrekt. Das Gehirn hat bei einem gesunden Menschen immer Priorität. Wer bei normalem(!) Beintraining in Ohnmacht fällt oder sich erbricht, sollte sich dringend ärztlich durchchecken lassen und/oder seinen Trainingsplan auf ein gesundes Maß reduzieren.
    Abgesehen davon: Bei starker Belastung kontrahiert der Muskel, der Blutdruck steigt, eine Unterversorgung mit Blut während des Trainings ergibt also schon rein logisch keinen Sinn.
    Was du möglicherweise meinst: Eine Unterzuckerung – auch das sollte man nicht leichtfertig abtun. Die würde aber erst nach dem Training auftreten.

    Gefällt mir

    1. Polikarpos

      Es kommt gerade beim Beintraining oder Kreuzheben zu einem erhöten Pulsdruck, da kann einem kurz das Licht ausgehen – nicht schlimm – wenn man nicht doof fällt.

      Ist normal – kann passieren – muss es aber nicht, und man muss es nicht fokussieren.

      Trotzdem ist die Beschreibung des Pumps nicht korrekt und auch nicht die Begründung warum einem schlecht wird beim Training.

      Der Beitrag ist ein Gastbeitrag und man kann von Nadja nicht erwarten, dass sie sich jetzt mit jedem Thema perfekt auskennt.
      Eins steht fest, die junge Frau Lisa ist in Ihrem Gebiet nicht so gut wie sie glaubt ( Die eigene Meinung schützt vielleicht vor Strafe bei Gericht; ändert aber nichts daran dass man etwas falsches erzählt.)

      Es ist auf jedem Fall nicht die Qualität, die Nadja an den Tag legt.

      Dennoch spricht sie zum Teil super Themen an; schleichwerbung muss sein!!! Das meine ich auch so! Und es bringt ja keinen um, wenn man falsch versteht, warum man einen Pump hat, oder warum man umkippt.

      Mich persönlich stört es viel mehr, dass keine neutrale Bilder genommen wurden, das verfälscht das Ergebnis ungemein. Und was soll uns das Bild mit den Pickeln überhaupt sagen?????

      Lieben Gruß
      Poli

      Gefällt mir

    2. Kann beides sein. Da es bei mir bei zunehmendem Training trotz der 170kg Beinpresse abgenommen hat, gehe ich davon aus, dass mein Körper inzwischen Bescheid weiß und Glucose bereitstellt.

      Gefällt mir

  4. Danke für den tollen Beitrag! 🙂

    Zu Muskelaufbau bei Defizit: Ich kann das bestätigen, weil ich das selber am mir erlebt habe.

    Allerdings ist diese Phänomen auf eine gewisse Zeit beschränkt (kann momentan keine Quellen liefern, sorry): So lange die Muskeln untrainiert sind UND genug Energie zu Verfügung steht (im Defizit also in Form von Körperfett), wachsen die Muskeln durch Trainingsreize. („Beginner Gains“) (Der Effekt hat natürlich nichts mit der Zeit an sich zu tun, sondern mit dem Anteil des ausgereizten Potentials)

    Je näher man an die Grenze seines genetischen Muskelpotentials kommt und gleichzeitig seinen KFA „runterschraubt“, desto weniger ist dieser Spagat möglich.

    Gefällt mir

  5. Seit drei Monaten tut sich bei mir trotz mittlerem Defizit (500 kcal Defizit am Tag) auf der Waage gar nichts mehr, geht das Gewicht sogar leicht nach oben. Aber ich baue gerade Kraft und Muskeln auf wie nicht gescheit!
    Läuft also mit Defizit und Muskelaufbau. 🙂

    Aber: Das sind Newbiegains. Und ich habe dank PCOS eine Menge Testosteron mehr als die Durchschnittsfrau.

    Trotzdem möchte ich gern mal wieder weiter abnehmen. Nur noch so drei bis fünf Kilo …

    Gefällt mir

      1. Doch, ich glaube dafür ist es trotzdem gut. Östrogen an sich wirkt ja nicht antiandrogen, außerdem produziert der Körper bei Insulinresistenz – soweit ich weiß – mehr Insulin als normal zum Abbau von „Zucker“. Und Insulin ist wiederum ein anaboles Hormon.

        Gefällt mir

      2. Mit Östrogen kenne ich mich ehrlich gesagt nicht aus. Nur dass zu viel davon (zumindest für Männer) für den Körperfettanteil ungünstig ist.
        Ich denke auch, dass Muskeln besser wachsen, wenn sie Insulinempfindlicher sind (vllt ist auch nur das Verhältnis Muskel- zu Fettwachstum besser?…. ;))

        Aber so lange man Fortschritte macht, ist der Rest eigentlich auch nebensächlich 🙂

        Gefällt mir

      3. Meine Gyn sagte mir, dass mein vermehrtes Testosteron mir beim Muskelaufbau hilft. Insulinresistenz habe ich zum Glück nicht entwickelt, dafür habe ich meine Ernährung auch umgestellt. Ich habe schon die Rosinen aus dem PCOS-Kuchen bekommen und die unschönen Sachen (eben Insulinresistenz, männliches Aussehen, Haarprobleme allüberall) ausgelassen. Ja, manchmal macht mein Körper etwas wirklich richtig. 😀

        Gefällt 3 Personen

      4. @Madame: Darf ich dich dazu etwas fragen? (Falls nicht, einfach die Fragen ignorieren): Wirst du mit der Antibabypille behandelt? Und besteht ein KiWu? Bei PCOS werden ja gerne antiandrogene Pillen eingesetzt, die wiederum Testo unterdrücken und die paar guten Seiten des „zuviel“ an Testo bei PCOS-Frauen zerstören – zusätzlich dann noch Öströgendominanz Dank zuviel synthetischem Öströgen. Komplizierte Krankheit, sage ich nur. Generell: Alles Richtung Endokrinologie artet in Fragezeichen aus! 😀

        Gefällt mir

      5. @Sherry: Kein Kinderwunsch aber ich nehme die Pille, um einen Zyklus zu haben. Warum genau ich den haben muss, hat mir meine Gyn bestimmt erklärt, ich aber vergessen.
        Jap, PCOS ist stressig. Und der Endokrinologe bei der Bestätigungsuntersuchung damals war maximal seltsam. 🙂
        Dass „meine“ Pille Testosteron kaputt macht, glaube ich nicht. Aber ich weiß es natürlich nicht wirklich, mache es nur daran fest, dass ich in nur drei Monaten verdammt sichtbare Muskeln aufgebaut habe, was meiner „hormonnormalen“ Freundin nach Jahren des harten Trainings noch schwer fällt.

        Gefällt mir

      6. Mona

        Madame Graphisme, wie vergleicht ihr das? Seid ihr gleich groß, gleich schwer, gleich sportlich?
        Meiner Meinung nach müsste jeder, der vorher kaum Sport gemacht hat und dann Krafttraining macht, nach drei Monaten spürbare Muskeln haben, ob sie auch sichtbar sind, hängt ja eher von der Fettschicht ab. Bei Mangelkrankheiten oder zu wenig Eiweiß ist es schwer und es kann sein, dass man sich eher kaputt macht. Das war bei einer meiner Freundinnen mal so, sie hat trainiert und verlor dadurch an Muskulatur und Kraft. Bei Gesunden mit genug Protein im Essen müsste es doch super gehen, wenn sie vorher nicht schon gut sportlich waren.
        Je nachdem, wie man gebaut ist und was genau man macht, kann es sein, dass der eine abstehende Beulen als Muskeln bekommt und der andere eher längliche eng anliegende, wie z.B. bei Tänzerinnen.

        Gefällt mir

  6. Heka

    Das mit der Kraft der Gedanken erinnert mich stark an „Die Kraft des Unterbewusstseins “ von Joseph Murphy (Ich hoff ich hab das jetzt richtig geschrieben). Da wird im Grunde das beschrieben was sie schon sagte. Wir können uns selbst Beeinflussen in dem wir uns Dinge einreden. Am besten 15min vor dem schlafen gehen sein eigenes Positives Mantra wiederholen. Der einzige Fehler den man dabei machen kann sind Verneinungen. Die kann unser Hirn wohl nicht richtig verarbeiten. Also statt „Ich will nicht mehr dick sein.“ „Ich werde abnehmen.“ So, ansonsten wollte ich noch scheiben dass es ein sehr guter Gastbeitrag ist 🙂

    Gefällt 1 Person

  7. Finde ich einen guten Beitrag, auch wenn jetzt keine weltbewegenden Neuheiten dabei sind. In der Fitnesscenter gibt es wie überall vernünftige aber durchgeknallte Personen.
    Ich glaube nicht, dass es in Punkt Ernährung und Sport noch viel neues zu entdecken gibt. Was die Psyche jedoch anbelangt ist wohl noch viel zu entdecken. Gehirnforschung und Seeleforschung bieten noch viel Raum für das Zweimillionste Buch übers Abnehmen.

    Gefällt mir

  8. Delilah

    Danke, dass du den Punkt mit der inneren Einstellung noch einmal so betont hast!

    Das ist tatsächlich der Punkt, mit dem ich am härtesten zu kämpfen habe…Antriebslosigkeit und Selbsthass, ein Teufelskreis. Besonders seltsam wird es, wenn mein Freund mich auf meine Problemzonen hinweist und mir sagt, was ich dagegen tun könnte…er meint das motivierend und reagiert motiviert darauf, wenn man ihm sowas sagt. Ich werde davon traurig, bekomme Selbsthass und bin absolut demotiviert. So reagieren Menschen auf gleiche Aussagen total anders.
    Er hat ähnliche Aussagen auch gegeben, als wir frisch verliebt waren. Durch den Endorphin-Rausch der Verliebtheit hat das Abnehmen in der Zeit mühelos geklappt. Und genau dieserr innere Faktor fehlt jetzt.

    ICh finde deinen Bericht sehr ansprechend und sehr schön ausgeführt. Danke dafür!

    Gefällt 1 Person

  9. Xina

    Ich bin immer wieder begeistert, wie schön es funktioniert, dass man zur rechten Zeit auf die richtigen Informationen stößt – vielen lieben Dank für diesen super gelungenen und informativen Beitrag!
    Ich bin in der 4. Woche seit FLÜ und habe die ersten zwei Wochen 4 kg abgenommen und war begeistert – bis max. 1.100 kcal / Tag, an 6 von 7 Tagen mache ich ca. 1 Stunde Sport. 3-4x die Woche Laufen, 2 – 3x Krafttraining, 2x Schwimmen, dazu Yoga. Seit einer Woche stagniert mein Gewicht. 200 g runter, 500 g rauf, 600 g runter, 100 g rauf… jetzt habe ich eine Idee, warum das so sein könnte. :o)
    Sehr motivierend, ich bleibe also auf jeden Fall dran – meine Klamotten sagen übrigens durchaus, dass ich schlanker werde.
    Danke!

    Gefällt mir

  10. Kaeru

    kleine Frage 🙂
    Mein Freund ist auch so ein „waaah ich wieg 2kg mehr nach einem Tag“ Typ und Krankenpfleger – er glaubt mir partout nicht, dass das mit Salz, KH und Essen zu tun hat – weil er is vom Fach und nur alte Menschen lagern Wasser ein oder aber Frauen wegen ihrer Periode – das Buch will er (noch) nicht lesen … :/
    was sagt denn dein Bodybuilder-Kollege dazu? Also ne echte kg Zahl die ein Mann wegen Essen vom einen auf den anderen Tag schafft einzulagern 😉 Damit ich ihm mal ne echte Zahl vor die Nase binden kann 😉

    Gefällt mir

    1. Mona

      Ich vermute das ist dann ungefähr genauso viel Wasser wie bei einer Frau, die so groß und muskulös ist wie er. Kann er doch austesten was passiert, wenn er 4 Tage nur wenig Salz isst und dann plötzlich etwas ganz salziges oder 4 Tage ganz wenig Kohlenhydrate und dann plötzlich viel. Also gleiche Kalorien jeden Tag vorausgesetzt.
      Kannst ihm auch sagen, dass es auch der Darminhalt sein kann, der sich unterscheidet von Tag zu Tag. 🙂

      Gefällt mir

  11. Manu33

    Total toller Artikel Lisa! Ich war gestern auch richtig demotiviert. Seit 10 Tagen kein Gramm runter, obwohl ich jeden Tag ein Defizit von ca. 1000 Kalorien hatte. Aus lauter Frust, Schokolade in mich reingestopft und Angst, dass ich es nicht mehr schaffe. Und jetzt genau im richtigen Moment dieser Artikel. Ich habe bisher 23 kg geschafft und mein Ziel sind 30 kg. Das habe ich mir so fest vorgenommen. Am Anfang gings wirklich schnell, jede Woche 1 kg. Jetzt durch den Artikel wird mir klar, dass ich inzwischen wieder viel mehr Kohlenhydrate esse und mit dem Trinken nachgelassen habe. Da muss ich jetzt wieder mehr aufpassen und dann zeigt die Waage hoffentlich auch mal wieder weniger an!

    Gefällt mir

  12. astarte

    Danke für deine Erfahrungen. Ich hab noch einen Aspekt der Wassereinlagerung beobachtet. Als ich meinen ersten Ultramarothon auf dem Rennrad (610 km am Stück, 23 Stunden) war ich sehr erstaunt, dass ich danach 1 kilo mehr wog. Bei einem Kalorienverbrauch von fast 7000 kcal hätte ich eigentlich weniger wiegen müssen. Aber ein Blick auf meine Handgelenke und Kniegelenke machre mich stutzig. Angeschwollen – ich hatte Wasser eingelagert. Somit hat der Körper richtig reagiert – er hat gemerkt, dass diese Gelenke überstrapaziert wurden und hat sie zum Schutz gepolstert! Nach Wegnahme der Beanspruchung ging das Wasser innerhalb von 24 Stunden zurück – und ich hatte mein Kilo weniger

    Gefällt mir

  13. Lotti

    Liebe Lisa,
    Danke für diesen Blogeintrag. Ich bin seit einigen Monaten dabei Fett ab- und Muskeln aufzubauen und habe Nadja erst kürzlich die gleiche Frage gestellt. Geht das zusammen überhaupt?
    Die Bestätigung durch Euch freut mich sehr und schafft ein enormes Plus an Motivation.
    Nur die Geduld könnte ein bisschen zunehmen 😉

    Gefällt mir

    1. Yggdrasil

      Bei Anfaengern mit (relativ) hohem KFA geht das einigermassen, ja.

      Wenn man eine gewisse Koerperzusammensetzung erreicht hat, denn kriegt man dem Koerper eher schlecht vermittelt, dass er bitte in einem Kaloriendefizit noch irgendwas aufbauen soll. Da dient Sport eher dem Umstand, dass sich der Koerper nicht an der Muskelmasse vergreift (das tut er naemlich sehr gerne, wenn man sich um seine Muskulatur in einer Diaet nicht kuemmert und der Koerperfettanteil schon relativ niedrig (15 abwaerts uebern Daumen) ist).

      Hat schon Gruende, warum es in der Kraftsportszene sowas wie Bulk (Massephase) und Cut (Diaet, Definition) gibt.

      Falls die Frage erlaubt ist: bei welchem KFA drueckst Du Dich denn rum?

      Gefällt mir

  14. Yggdrasil

    Dass sich mal einer ausgiebig ueber Fitness/Kraftsport aeussert und man nicht die ganze Zeit nur Scheisse lesen muss, ist aber auch selten .. schoener Artikel.

    Zwei Anmerkungen an der Stelle.

    1. Ich finde das Mantra „so will ich aussehen“ eher kontraproduktiv, weil das Ziel zu oft zu weit entfernt ist. Besser man klebt sich ein Foto von sich selbst an den Spiegel, guckt sich das jeden Morgen an und sagt sich „so will ich NICHT mehr aussehen“.

    „Der viele Schwabbel am Bauch muss weg“ ist deutlich leichter zu erreichen als „da muss bis Sommer ein Sixpack hin“ .. ist jetzt aber eher so ein psychologisches Ding.

    2. An den ganzen Fitness-/Kraftsportstars sollte man sich nachdruecklich NICHT orientieren, die wollen naemlich meistenteils nur Dein Bestes: Dein Geld. 90+ Prozent von denen sind vollgestofft bis unter die Dachkante, erzaehlen aber was von Natural und dass es nur an ihrem tollen Trainingsprogramm und sauberer Ernaehrung (zufaellig auch Whey, BCAA, Kreatin und Blabla im Angebot!) laege, und dass jeder in 10 Wochen so aussehen koennte.

    Der Tischkante hier fehlen schon etliche Zentimeter.

    Ich kann nicht aussehen wie ein Rich Piana, Bostin Loyd oder Andreas Muenzer, ohne mit exogenen Substanzen nachzuhelfen (an der Stelle auch mal nur Namen von nachweislichen Steroidnutzern) – die „Youtube-Naturals“ sehen heutzutage krasser aus als Arnold Schwarzenegger zu seinen besten Zeiten, und die haben sich damals schon vollgeballert, dass die Schwarte kracht (so Zeug wie Testosteron oder Dianabol war ja damals auch noch voellig legal, soweit ich mich entsinne).

    Der Vollstaendigkeit halber: sich Stoff einzujagen reicht nicht. Da muss erstmal alles andere stimmen (Training, Ernaehrung), das kriegen ja 99 Prozent der Bevoelkerung schon nicht auf die Kette. Wenn man das gewaehrleistet, dann stofft und NOCH HAERTER trainiert, und falls einem der Nebenwirkungskatalog (geht eher Richtung Telefonbuch als Notizblock) nichts ausmacht, dann sieht man aus wie ein junger Gott. Wobei der Preis (finanziell und koerperlich) wirklich nicht von schlechten Eltern ist, muss man mal sagen.

    Fuer Hobbyathleten: lasst es.

    Zwei kleine Tips, was auf Dauer wirklich was bringt:

    1. Der einzige Referenzwert ist Euer Ich von gestern. Wer sich mit anderen vergleicht, macht sich ungluecklich. Bitte nicht „ich will so aussehen wie $Der.Und.Der“, sondern „ich will nicht mehr so aussehen wie gestern“. Das ist naemlich erreichbar.

    2. Sport ist eine Lebenseinstellung, kein 10-Wochenprogramm, und danach darf man wieder auf der Couch rumflezen und Mist in sich reinstopfen. Das einzig erfolgreiche Sportprogramm dauert etwas mehr als 52 Wochen, das muss man auch nur einmal im Jahr machen. Wenn ihr versteht.

    Und wer in die Tiefen des Kraftsports wirklich mal eintauchen will, der nimmt sich 1-2 Wochen Urlaub, verzieht sich hinter den Rechner und guckt sich die 250 Videos auf dem Youtube Kanal „Goko Fitness“ an.

    Danach stimmt auch das Weltbild.

    Gruesse vom Yggdrasil…

    Gefällt mir

    1. Polikarpos

      Ich kann Dir in vielen Punkten zu stimmen, auch wenn mir dein Ton so gar nicht gefällt.

      Aber hier Zwei Punkte, die so gar nicht richtig sind:
      1. Du musst hier gar nichts lesen; Scheiße findest du auf dem Klo.
      2. Sport ist eine Lebenseinstellung (???) bist du jetzt auch als Guru unterwegs?

      Ein bisschen Sport in der Woche, ganz gleich was, gehört zum Leben dazu, aber muss man gleich zu einem Fanatiker werden und sich 2 Wochen Urlaub nehmen, um irgendein ominösen Goko-Youtube Kanal zu durchforsten?

      Definitv nicht. Es reicht einfach ,nicht alles und jedem auf Anhieb zu glauben und körperlich aktiv zu bleiben. Bewegung , Anstrengung und Freude daran sind viel nachhaltiger als irgendwelche Sportexzesse!

      Und wenn schon youtube, dann #micsbodyshop 😉

      Grüße

      Gefällt mir

      1. Yggdrasil

        Du hast da was missverstanden. Ich bezog mich mit dem Kraftausdruck auf das, was man normalerweise in Bezug auf Fitness/Kraftsport zu lesen kriegt, nicht auf die Artikel hier.

        Der Rest bezog sich aufs Thema des Beitrags – Kraftsport. Nicht FLUE.

        Und da ist Sport idealerweise tatsaechlich eine Lebenseinstellung, nicht nur Mittel zum Zweck. Wobei das nicht „jeden Tag wie bekloppt 2 Stunden am Eisen ackern“ referenziert, die Zeit hat man normalerweise schlicht nicht. Es reicht schlicht und ergreifend „regelmaessig“.

        Uebrigens schoen, wie Du mir erst ruppigen Ton vorwirfst, dann aber gleich selber pampig wirst 🙂

        Gefällt 1 Person

      2. Polikarpos

        Dann habe ich dich tatsächlich missverstanden.

        Ich habe gehofft, es subtil genug verpackt zu haben, das es Dich nicht direkt anspringt.

        Entschuldige bitte 🙂

        Mit dieser Ausführung, kann ich voll und ganz zustimmen!

        Grüße

        Gefällt 1 Person

  15. Marco

    Ich bin etwas irritiert, wie es dieser Beitrag – genauer gesagt sein Ende – hier auf die Seite geschafft hat, transportiert es doch ähnlich irreführenden Unsinn wie viele bekämpfte „Fettlogiken“ auch. Man muss nur motiviert sein und fest an sich und seine Ziele glauben, dann wird es auch klappen? Und: „der alleinige feste Glaube daran, dass ihr etwas schafft (Abnehmen, Muskelaufbau, glücklich sein) wird euch automatisch dahin leiten, dass ihr das richtige tut“? Nein, absolut nicht! Man kann sehr wohl auch hochmotiviert etwas völlig falsches bzw. kontraproduktives tun (wie ich auch selbst schon erfahren musste), und es liegt dann eben keinswegs an fehlender oder mangelnder Motivation. Das trifft doch zB bei vielen „Opfern“ fragwürdiger Diäten zu. Hier wird diesen nun aber suggeriert, sie wären halt einfach nicht motiviert genug gewesen, sonst hätten sie ja schließlich das richtige getan und ihr Ziel erreicht. Genau solche Aussagen wie sie hier am Ende des Eintrags getroffen werden sind es doch, die den vorher heuchlerisch verteufelten Selbsthass und Selbstzweifel schüren. Ebenso wie die ekelhaft arrogante Feststellung „Wer keine Ziele […] hat, bleibt auf der Stelle stehen.“ Und was ist daran so schlimm, wenn jemand mit dem Status Quo zufrieden ist? Aber gut, wenn man als Personal Trainer aktiv sein will, muss man ja irgendwie dafür sorgen, dass die Leute nicht zufrieden mit sich sind, sonst würden sie ja vermutlich keinen Personal Trainer brauchen. Sorry für die Polemik, aber wenn ich sowas lesen „muss“.
    Wie gesagt: Ich verstehe nicht, wie so etwas hier landen konnte und finde, es spiegelt keineswegs die ansonsten sehr hohe Qualität der Einträge hier wider.

    Gefällt mir

    1. Mona

      Es hat mich auch irritiert. Nur weil ich mir etwas vorstellen kann, heißt es nicht, dass es realistisch zu erreichen ist. Alles hat Grenzen. Wenn man sich eine falsche Vorstellung bildet und sein Ziel daran aufbaut, wird man dran verzweifeln, wenn man nie in die Nähe kommt. Ich denk auch, dass es eher Selbsthass schürt, weil man alles tut, alles gibt und trotzdem nie das bekommt, was man erreichen wollte.
      Ich kann mir vorstellen 15 cm größer zu sein, aber es ist einfach unrealistisch, dass ich das Ziel aus eigener Kraft mit Motivation erreiche.

      Den Satz find ich ganz nett:
      „Selbstreflexion hat ziemlich viel mit Selbstliebe zu tun, es geht nicht darum, sich laufend selbst zu kontrollieren, sondern darum sich besser kennenzulernen um effektiver mit sich am eigenen Ziel zu arbeiten.“

      Bitte wählt eure Ziele weise und überprüft sie von Zeit zu Zeit. Aus meiner Erfahrung tut es sehr weh, wenn man Lebensziele aufgeben muss, weil man merkt, dass sie nicht erreichbar sind, obwohl man motiviert war und die Phantasie real aussehende Bilder im Kopf entstehen lassen hat.

      Gefällt mir

  16. Angie

    Toller Artikel,
    hab ihn direkt weitergegeben.

    Nach 37 kg minus in 12 Monaten, bin ich nun beim „Umbauen“.
    KFA von jenseits von Gut und Böse auf 22 %,
    BMI bei 24.

    Irgendwann wird die Zahl auf der Waage zweitrangig… Ein sehr gutes Gefühl!

    Gefällt mir

  17. sieben6

    Der physiologische Regelkreis zwischen Beinpresse und „Blackout“ läßt sich in jedem Physilogielehrbuch nachlesen. Da werden keine Energiereserven abgezogen.

    Dass Glaube tatsächlich einiges bewirken kann, ist unstrittig. Sport/Bewegung in Maßen ist immer gesund und sollte auch während einer Diät stattfinden. Bei einem satten tägliche Kaloriendafizit hat der Sport bei Weitem aber nicht mehr die Qualität, die bei isokalorischer Ernährung möglich ist – und das ist keine Glaubenssache.

    Gefällt mir

  18. B

    Das wäre doch mal ein Schwerpunkt für die Folgelektüre zu FLÜ.
    Ich glaube da gibts es sehr viel Klärungsbedarf. Ich würde mich sehr freuen über ein neues Buch für Fitness-Anfänger die noch in der Abnehmphase sind und sich über Ernährung und Sport erkundigen möchten.

    Gefällt mir

Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s