Kurz kommentiert: Eine Rezension zu Fettlogik

Ich bin wieder da 🙂 Ich hatte ja die letzten Wochen häufiger geschrieben, dass ich derzeit sehr im Stress bin und mich freue, dass tatkräftige Blogunterstützung in Form von Gastbeiträgen kam, so dass trotz Zeitmangel der Blog nicht inaktiv war.

Inzwischen ist der Stress etwas abgeklungen und seit gestern bin ich wieder zuhause, nachdem ich einige Tage bei meinen Eltern verbracht und einen Vortrag in Bern gehalten habe – dazu dann evtl. noch etwas in den nächsten Tagen.

Natürlich gab es in letzter Zeit einiges, was aufgrund des Zeitmangels hintenüber fiel und nicht kommentiert werden konnte. Vieles ist schon nicht mehr so richtig aktuell oder es wurde schon genug dazu geschrieben. Wozu ich nun doch noch einen kurzen Kommentar abgeben möchte, ist eine Rezension über Fettlogik, die derzeit sehr viel geteilt wird.

In Fettlogik schreibe ich u.a. auch über die Fatacceptance-Bewegung und meine Geschichte damit, also wie es dazu kam, dass ich jahrelang begeisterte Anhängerin der Fatacceptance war und inzwischen kritisch geworden bin. Für mich eine gewisse Gratwanderung, denn hinter vielen Grundprinzipien, wie etwa „Jeder hat das Recht selbst über seinen Körper zu bestimmen“ und „Niemand soll unter Druck gesetzt oder abgewertet werden wegen seines Gewichts“ stehe ich nach wie vor. In anderen Bereichen, etwa was die gesundheitlichen Konsequenzen angeht, habe ich meine Einstellung geändert und empfinde den Umgang damit inzwischen als problematisch.

Das Feedback seitens der Fatacceptance-Bewegung war bisher recht gemischt, während es zu Beginn einen für mich ziemlich dramatischen Shitstorm gab (leider stand eher Robin Urban im Zentrum, die damals als Feministin eine Blogreihe über ihre eigene Geschichte mit ihrem Gewicht und Fettlogik veröffentlicht hatte), gab es auch immer wieder positives Feedback, etwa von Onyx:

„Ich gebe zu, ich hatte Vorbehalte. Sehr große sogar. Ich ging davon aus, dass es sich lediglich um eine Art polemischen, zumindest aber vorwurfsvollen Disziplinierungsversuch handelt, gewürzt mit einer guten Portion Fatshaming. Ich hatte es ziemlich schnell durch. Und was soll ich sagen? Selten habe ich mich bei einem Vorurteil so geirrt.“

Oder in diversen Rezensionen (hier, hier oder hier etwa).

Letztlich ist es natürlich auch immer eine Frage der eigenen Wahrnehmung, ob man sich von einem Buch angesprochen fühlt oder nicht. Was ich recht schade fand war, dass viele derer, die „fatshaming“ kritisierten, das Buch nicht gelesen hatten. Insofern fand ich es durchaus positiv, dass eine entsprechende Bloggerin Mitte letzten Jahres ankündigte, eine Rezension zu Fettlogik zu verfassen:

Heute kam ein Mängelexemplar von Nadja Hermanns „Fettlogik überwinden“ mit der Post. […] Bereits beim ersten Durchblättern von „Fettlogik“ wird klar, dass das Werk vermutlich ganz genauso toxisch sein wird, wie ich es mir gedacht habe. Und ich habe mir für eine Sekunde überlegt: „Warum willst du dir das eigentlich antun?“ Aber hey, dazu sind wir ja eigentlich hier…

Dass sie die Rezension plante, hatte ich bereits über einen kurzen Austausch per Mail erfahren, auf den sie auch in ihrer Rezension einging. Aufgrund der Ankündigungen rechnete ich bereits damit, dass das Fazit nicht positiv sein würde.

Es erwischte mich dennoch ziemlich kalt, wie die Rezension ausfiel und was teilweise an Interpretationen oder Zitaten aus dem Kontext gerissen wurde. Ein Beispiel:

15. Zu guter Letzt sollte man gefälligst immer schön am abschreckenden Kopfkino arbeiten, damit einem jeder überflüssige Bissen auch ganz bestimmt im Halse stecken bleibt: „Ich sah mir bewusst OP-Fotos und Videos adipöser Menschen an und das Fettgewebe im Bauchraum. Ich sah mir Fettlebern und verfettete Herzen an, und für eine kurze Zeit empfand ich Ekel bei dem Gedanken an das gelbe, aufgeblähte Gewebe, das da in mir war.“ (S.331)

Das klingt echt superscheiße, oder? Würde ich das so lesen, hätte ich wohl das Gefühl, es geht darum, dass man Leuten mit Übergewicht sagen will, dass sie total eklig sind und es ein super „Tipp“ ist, in Selbstekel zu verfallen, um keinen Bissen mehr runterzukriegen. Wenn man dann das Vollzitat im Kontext liest…

Früher war ich gewissermaßen mein Fett. »Dick« war Teil meiner Identität und etwas, das mich ausmachte. Wenn jemand Übergewicht kritisierte, fühlte ich mich kritisiert. Das hat sich in der Zeit radikal gewandelt. Mein Fettgewebe wurde zu einem reinen Energiespeicher, der zu voll war. Ich fühlte mich nicht mehr »dick«, sondern mehr »vorläufig noch Trägerin von übermäßigem Fett«. Das hängt sicher damit zusammen, dass meine persönliche Fettlogik hauptsächlich in dem Glauben bestand, ich wäre genetisch, familiär, von Natur aus dick und Dicksein gewissermaßen eine Eigenschaft von mir. Als ich die Fettlogik hinterfragte und begriff, dass Dicksein lediglich ein (erweitertes) Verhalten von mir war, konnte ich es vollkommen anders sehen und wesentlich neutraler dazu stehen.
Dies war insgesamt etwas sehr Positives, schlug jedoch kurzzeitig auch in ein Extrem. Ich sah mir bewusst OP-Fotos und Videos adipöser Menschen an und das Fettgewebe im Bauchraum. Ich sah mir Fettlebern und verfettete Herzen an, und für eine kurze Zeit empfand ich Ekel bei dem Gedanken an das gelbe, aufgeblähte Gewebe, das da in mir war. Die biologischen Prozesse zu verstehen und zu begreifen, wofür Fettgewebe gut ist, half mir dann zum Glück, Fett wieder neutral zu sehen.

… dann wird klar, dass ich das eben gerade nicht meine, sondern schildere, wie das bei mir kurzfristig passierte, aber zum Glück wieder anders wurde, als ich mich mit den positiven Aspekten von Fett beschäftigte.

Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, nachzuvollziehen, wie man etwas auf die Art missverstehen  kann, um aus einer persönlichen Problemschilderung einen Ratschlag herauszulesen. Auch was die übrigen Inhalte angeht, die auf ähnliche Art verzerrt oder aus dem Kontext gerissen wurden.

Ich gebe zu, die Rezension hat mich ziemlich geschockt, aber ich dachte mir, dass es letztlich eben eine Meinung ist und es ohnehin nichts bewirken würde, darauf zu reagieren, im Gegenteil, die Autorin hatte ja bereits u.a. auf Twitter zum Ausdruck gebracht, dass sie Kommentare erwartete. Ob sich eine Reaktion lohnt, hängt ja auch davon ab, ob man das Gefühl hat, die Person ist offen und das Gefühl hatte ich in dem Fall eher nicht.

Warum ich nun doch reagiere liegt daran, dass die Rezension in letzter Zeit, unter anderem auch wieder heute

von Seiten oder Personen mit mehreren tausenden Followern geteilt oder unter Beiträgen verlinkt wurde.

Auch das größte deutsche feministische Bloggerkollekiv, die Mädchenmannschaft, hat den Artikel verlinkt, so dass er viel Aufmerksamkeit erfuhr.

Das fand ich besonders interessant, denn bei allen dieser großen Seiten oder Personen handelt es sich um Profile, die „feministisch“ in der Selbstbeschreibung haben. Dabei empfand ich Teile der Kritik als etwas, das üblicherweise von feministischer Seite wohl als „antifeministisch“ kritisiert würde.

Beispielsweise scheint es in diesem Fall völlig okay zu sein, mir als Frau mangelnde Bescheidenheit vorzuwerfen, weil ich meine Qualifikation herausstelle:

Und ich höre sie schon rufen: Aber die Frau Hermann hat ja schließlich selbst einen Doktortitel in Psychologie und weiß damit genau, wovon sie redet! Damit auch keine Leserin je vergisst, dass die Autorin promoviert hat, weist diese in regelmäßigen Abständen im Buch darauf hin. Außerdem steht selbstverständlich der generische Titel auf dem Cover des Buches vor Ihrem Namen, was bei deutschen Publikationen ohnehin eher ungewöhnlich ist.

Zunächst mal: Ich erwähne in dem Buch meinen Doktor exakt 3 Mal. Das erste Mal zu Beginn, in meiner Biographie. Dann auf Seite 133, in folgendem Kontext:

Ich denke auch nicht, dass Übergewicht in Faulheit oder Disziplinlosigkeit begründet liegt. Ich bin dick geworden, während ich gleichzeitig mit fünfundzwanzig meinen Doktor in Psychologie gemacht habe und später die anstrengende Psychotherapieausbildung neben dem Beruf.

… um das Klischee des doofen/faulen Dicken zu thematisieren – und das, wo ich doch angeblich so darauf aus bin, zu fatshamen!

Und abschließend noch einmal auf Seite 261, wo ich mich darüber ärgere, welche übertriebene Rolle Gewicht und Abnehmen einnehmen:

Auch als ich abgenommen habe, ging es mir so: Menschen gratulierten mir, als hätte ich eine herausragende Leistung vollbracht. Ich kann ehrlich sagen, dass mir häufiger und enthusiastischer zum Abnehmen gratuliert wurde als zu meinem Doktortitel.

Auch wüsste ich nicht, dass es derartig unüblich ist, seinen Dr.-Titel auf ein Cover zu schreiben. Das sollte man dann evtl. diesen Autoren ebenfalls mitteilen:

dr

Also … ernsthaft?

Und dann dieser Teil hier (wo aus meiner privaten Mail zitiert wird … die ich natürlich selbst unvorsichtigerweise so geschrieben habe):

Außerdem sei sie bedroht und gestalkt worden und könne somit ihre Daten nicht preisgeben. Darüber hinaus sei der Inhalt der Arbeit auch nicht für mich von Interesse, da er „mit dem Thema Übergewicht nichts zu tun“ habe. Laber Rhabarber.

Ich hatte Frau Hinz per Mail angeboten, ihr die Nachweise über meine Qualifikationen zukommen zu lassen. Wie die meisten wissen, bin ich auch mit Comics aktiv, die sich u.a. gegen Rechts richten und z.B. im diesjährigen Antirassismuskalender erschienen oder von der Aufklärungsseite Mimikama geteilt werden. Aufgrund dessen gab es schon mehrfach Drohungen, nachdem z.B. jemand es lustig fand, unter meinem Namen mit Link zu meiner Seite auf rechten Blogs rassistische Hetze zu schreiben und gleichzeitig andere Kommentatoren zu provozieren, so dass ich plötzlich gruselige Drohmails im Postfach hatte, deren Inhalt total absurd war.

Nun sage ich nichts, wenn das jemand mit „Laber Rhabarber“ abtut – es ist ja keiner verpflichtet, jetzt in Mitleid auszubrechen. Wenn das allerdings von Feministinnen kommt, deren erklärtes aktivistisches Ziel sich u.a. auf zwei Dinge richtet, nämlich:

  1. Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen im Berufsleben zu beseitigen, z.B. sexistische Rollenzuschreibungen der „bescheidenen Frau“, die ja nicht zu „arrogant“ auftreten soll
  2. Stalking und Drohungen gegenüber Frauen, die öffentlich ihre Meinung vertreten beseitigen

… dann hat es schon einen gewissen Geschmack, wenn eine solche Rezension unkritisch geteilt und empfohlen wird. Feminismus ist halt nicht nur dann toll, wenn man der Schwester beisteht – viel interessanter ist es, wer mitlacht, wenn über die ungeliebte Kollegin im Pausenraum gelästert wird, dass sie sich garantiert hochgeschlafen hat.

Mal ehrlich: Wenn sich diese Kritik gegen eine andere/feministische Frau gerichtet hätte, der man vorwirft, unbescheiden zu sein und laber-rhabarber sich vor Übergriffen zu schützen, wäre dann nicht exakt von dieser Seite aus gesagt worden, dass das wiedermal ein klares Zeichen ist, wie Frauen in unserer Gesellschaft behandelt werden und wie nötig man Feminismus braucht?

Sorry, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, aber es zeigt, wie sehr man sich freut, dass endlich mal jemand so richtig über Fettlogik vom Leder zieht, egal wie unfair oder aus dem Kontext gerissen es sein mag.

Advertisements

117 Gedanken zu “Kurz kommentiert: Eine Rezension zu Fettlogik

  1. Ich habe mir mal den Text der „Das Lied der dicken Dame“ durchgelesen.
    Wow! Ich bin nur ein Bürokaufmann und kein Psychologe, aber hier hat wohl jemand sehr großen Frust. Dies was dort geschrieben wurde ist keine Kritik, sondern ein ganz persönlicher Text! Hier hat man sich nur das negative rausgepickt und hackt darauf rum.
    Ich habe noch nie verstanden wie man sich so verbittert über andere äußern kann. Echt erschreckend.

    Ich bin über einen anderen Blogpost auf dein Buch aufmerksam geworden und folge deiner These nun seit einem Monat. Ich bin begeistert und nehme ab. Das versuche ich nun seit 10 Jahren mit allen Möglichkeiten. Mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg.

    Ich bin dir unendlich für dieses Buch dankbar und kann dir nur den Ratschlag geben, über solche Leute zu stehen. Dein Buch ist toll und erreicht was du damit bezweckst. Mögen deine Tipps und Hinweise schon seit Jahrhunderten bekannt sein, ich kannte sie nicht und bin dir dafür dankbar!
    Und ich behaupte Menschen wie mich wolltest du auch damit erreichen und nicht solche die meinen die Welt alleine zu kennen!

    Und wenn ich mich mit meinem Umfeld darüber unterhalte, dann sehe ich da auch noch oft Aufklärungsbedarf.

    Mach weiter so und lass dich von neidern runter ziehen. Erfolg lockt immer solche Menschen an!

    Gefällt 1 Person

  2. J. Berg

    Ist Frau Hinz eigentlich selbst übergewichtig und kann nicht über die Hürde der Fettlogik springen?

    Mich würde mal eine ehrliche Einschätzung von Frau Hinz interessieren und nicht ein, für mich, augenscheinliches fishing for compliments ihrer Blogleser.

    Selbst dem schlichtesten Menschen muss doch klar sein, dass Übergewicht gesundheitsschädlich ist und die egoistische Einstellung dem Sozialstaat Kosten verursacht, die auf alle umgelegt werden.

    Und kann es sein, dass Frau Hinz sich so verärgert zeigt, da sie nur ein „Mängelexemplar“ Ihres Buches erhalten hat? Irgendwie kommen mir da viele Sachen zusammen, die Frau Hinz unbewusst vermischt und leider ihre Rezension nicht noch einmal selbstreflektiv vor Veröffentlichung gelesen hat.

    Gefällt mir

    1. „dem Sozialstaat Kosten verursacht“

      Ganz gefährliches Pflaster auf dem du da unterwegs bist. Menschen sollten frei bleiben falsche Entscheidungen zu treffen. Sonst bist du ganz schnell in einem autoritären Staat, in dem alle gleich sind.

      Gefällt mir

  3. sehr schön, wie man sehen kann
    dass solche zurechtgeschnittenen Auszzüge aus Büchern
    zu einem Zerrbild führen. …
    Ich danke für die gute, wichtige Richtigstellung.
    Ich wünschte dass Mädchenmannschaft
    und ähnliche Feministen
    die Tücke ihrer Ideologie hinter sich lassen können…

    Gefällt mir

  4. So…

    Ich habe es NICHT gelesen aber den Blog dazu regelmäßig. Ich habe keinerlei Zeit Bücher außerhalb meines Fachbereiches zu lesen, den das alleine sind bis zu 300 pro Monat…

    Zum Thema: Nachdem ich, warum auch immer, bei 110 KG { 50 Jahre, man } angekommen war und auch mein Hobby {Shotokan} extrem zu leiden begann versuchte ich fast 5 Jahre lang abzunehmen. Erfolglos. Trotz teilweise 6 mal wöchentlich Training. Aber Karate auf Amatuernivou ist eben, trotz Landesmeisterschaft, keine Kalorienvernichtungsmaschine wenn man keine Essdisziplin hat. Und die hatte ich nicht.

    Also alles versucht was mir einfiel, null Erfolg.

    Dann übers Blog gestolpert und angefangen sporadisch zu lesen und ohne es zu verstehen für MICH entschieden: Kalorienzählen ist alles ?? Mathe kann ich exzellent….

    Und dann mal eine Tag Kalorien aufgeschrieben. Bin ja fast gestorben als es 5 stellig wurde, ich dachte NIEMALS das ich so viel futtere….

    Also : Was hat minimal Kalorien und macht satt ?? Maiscracker.

    Dazu 3 Äpfel und Multivitamin, Omega 3/6/9 , Magnesium. Eine Rolle hat 370 Kalorien und man kann danach nicht mal mehr bap sagen. Bin nun nach 2 Monaten und trotz Rückfällen mit viel Pizza bei unter 90 Kg. UND laufe/gehe 6 Tage die Woche mit Unterstützung meiner Frau und zweier Huskys 25 Kilometer davon die Hälfte Jogging.

    Persönliches Fazit: Kalorienzählen und LOGIK, nebst denken, helfen. Auch einem selbst EHRLICH gegen sich selbst zu sein UND zu motivieren.

    Aber wie wir aus der Schule wissen:
    Mathe und denken ist nicht für jeden.
    Deshalb Nadia, danke für das Blog und Kopf hoch.

    Gruesse aus den Niederlande von einem Kaesköpfigen Ketzer 🙂

    Gefällt mir

  5. Jane Doe

    Es gibt nicht „den“ Feminismus. Ich bezeichne mich selber auch als Feministin und bin trotzdem nicht deswegen automatisch mit allem einverstanden, was andere Menschen, die sich auch so bezeichnen vertreten.

    Den ganzen Feminismus jetzt als sektenhaft über einen Kamm zu scheren, nur weil es bei manchen Themen zu heftigen Diskursen kommt finde ich unangebracht. Nadja hat auch den ein oder anderen Comic gepostet, der imho eine doch recht eindeutig feministische Botschaft vertritt. Auf der anderen Seite wurde z.B. ein Beitrag aus der EMMA ziemlich hart kritisiert. Das ist in meinen Augen halt Auseinandersetzung über heiße Themen untereinander und in jeder Art von „Bewegung“ normal und auch wichtig.

    Gefällt 6 Personen

  6. DerFlausch

    Folgendes dreht sich zwar um die Rezensentin und nicht direkt die Kritik, aber ich finde das sollte man schon im Gesamtkontext nicht ignorieren:

    Wenn man sich die Mühe macht, einmal ihr Blog zu lesen, springen einen diverse Aussagen an, die den Schluss nahelegen, dass gar keine andere Art von Rezession herauskommen konnte:

    Beispiele?

    „Dumm nur, dass der Krieg gegen das Fett Krieg gegen den eigenen Körper bedeutet.“

    „…es ist halt nun einmal die Tragik des biestigen Paradoxons, mit der die meisten von uns eine lange Zeit unseres Lebens konfrontiert gewesen sind, dass das, was durch Diäten entsteht (ein sehr hohes Gewicht), sich nur durch eine Diät wieder rückgängig machen lässt.“

    „Der Körper wird selbstverständlich auch Defizite bei der Deckung des Gesamtumsatzes ausgleichen (darum nimmt er ja auch dabei ab) und wird versuchen, Verluste so gering wie möglich zu halten, bzw. wird sich bei mehr Zufuhr entsprechend für kommende Engpässe rüsten.“

    Und so geht das immer weiter. Wenn ihr da beim Lesen des Buchs nichts aufgefallen ist, weiß ich auch nicht?

    Was ich auch interessant finde ist, dass man sich einerseits den Kampf gegen Fatshaming auf die Fahne schreibt und sich darüber aufregt, dass man beim Onlinedating immer wieder mit dem Thema Gewicht konfrontiert wird, andererseits selbst aber kein Problem hat folgende Aussage zu treffen: „Die Tatsache, dass einem anfänglich listenweise Fische ins Netz gehen, wird sofort dadurch zu Tode dadurch relativiert, dass man sie fast alle umgehend als so klein und hässlich erkennt, dass man sie im Minutentakt auch zurück ins trübe Wasser wirft.“
    Komisch… klein oder hässlich sein – etwas wofür nun auch kein Mann etwas kann – ist also Selektionskriterium, die eigene angefutterte Fettleibigkeit dagegen soll bitte am Besten völlig ausgeklammert werden.
    Da schreibt man seitenweise darüber, dass man jemanden so akzeptieren soll wie er ist, aber bei der eigenen Partnerwahl sind dann Äußerlichkeiten direkt mal K.O.-Kriterium. Practice what you preach? Wohl eher nicht…

    PS: Danke für das Buch! Ich (m, 178cm, 44 Jahre) habe nach fünf Monaten gestern BMI 25.0 erreicht und 11 Kilo abgenommen, durch simples Ersetzen meiner täglichen drei Liter Saftschorlen durch grünen Tee + Stevia und generelle Reduzierung von Zucker und Weißmehl. Ohne das Buch hätte ich mich damit abgefunden, dass man ab einem gewissen Alter einfach ein paar Kilo mehr hat und wenig dagegen tun kann. Vom Krieg gegen den eigenen Körper habe ich in den Monaten nichts, aber rein gar nichts, mitbekommen. 🙂

    Gefällt 3 Personen

    1. Claudia

      Der letzte Punkt ist so, so wichtig! Fett reduzieren ist nämlich alles andere als Krieg gegen den eigenen Körper – ich mache das ganz im Gegenteil aus Liebe mir gegenüber. Die Erkenntnis hat die Rezensentin anscheinend nicht aus dem Buch gezogen, auch wenn die Botschaft ziemlich deutlich enthalten war. Ich empfinde die Rezension als ausgemachte Frechheit voller ad-hominem-Attacken, ohne jegliche Sachlichkeit und Eingehen auf die Argumente von Nadja. Hat was von reflexartigem Zubeißen.

      Gefällt mir

  7. Doktortitel aufs Cover ist auch einfach Werbung. Aufrichtigkeit und Qualität des Buchs sprechen natürlich für sich, aber wenn man schon einen Titel hat, dann kann man ihn auch ruhig mal „benutzen“. Da muss man die Bescheidenheit außen vor lassen.

    Gefällt 1 Person

  8. Kaddi

    Liebe @erzaehlmirnix, ich muss gestehen, dass ich dich auf Twitter auch lange blockiert hatte, weil ich mich in meiner Komfort-Zone von dir auch verletzt fühlte.
    Das lag aber nicht an dir, sondern daran, dass ich unsicher war und mich kritische Kommentare zu Übergewicht immer persönlich getroffen haben.
    Aufgrund der positiven Rezensionen bei Twitter, Amazon etc. und den zunehmenden Beeinträchtigung durch mein Übergewicht habe ich mir heute dein Buch bestellt.

    Denn ich glaube, ein nüchterner, ehrlicher Blick auf „Dicksein“, „gesundheitliche Einschränkungen“ und „wie nehme ich ab“ ist besser, als sich weiter hinter Ausreden und vermeintlichen Wundermitteln zu verstecken.

    Gefällt 2 Personen

    1. Mona

      Das hat sich Frau Hinz bestimmt auch gedacht. Sie braucht die Aufmerksamkeit, denke ich. Ihr Text ist absichtlich verdreht und bösartig geschrieben. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie man sonst Sätze so aus dem Zusammenhang reißen kann.

      Gefällt 1 Person

  9. Peter Meier

    Themen, die das Selbstkonzept oder – eben auch – die äußere Erscheinung betreffen (somit auch dein Buch) werden in feministischen Kreisen vornherein empfindlicher und kritischer aufgefasst. Dann geht es mitunter schnell, gerade bei einigen jener Menschen, für die Feminismus ein besonders starker Orientierungspunkt im Leben darstellt – die fühlen sich angegriffen. Da bist du schnell, sei es als Person, sei es durch dein Auftreten, sei es durch die (vermeintliche) Botschaft in deinen Buch/Blog eine Art potentielle „Verräterin“ bzw. der ideologische Feind, bzw. schlicht ein Widerspruch zur eigenen ideologischen Ordnung.

    Einige der kritischen Reaktionen lesen sich darum beinahe so, als würden sie von AFD-Anhänger/innen kommen. Herabsetzend, teils sogar entwürdigend – und in der Sache unfair und wenig von echten Dialogwillen geprägt. Das ist schade, einerseits, andererseits geradezu absehbar – würde ich sagen. Das Dialog- und Diskursklima in einigen Ecken und Eckchen etwas radikalerer Feministen/innen ist ohnehin eher toxisch und rigide. Jedenfalls in meiner Wahrnehmung.

    Dazu kommt vielleicht hinzu (bei einen Teil der jetzt lautstärker agierenden Feministinnen), dass da so manch eine Person zu dir in Konkurrenz geht. Als Psychologin muss ich dir zu diesem Mechanismus ja nichts erzählen.

    Ich hätte da evtl. sogar ein oder zwei eventuell brauchbare Ratschläge, aber ich bin mir sicher, dass du selber sogar bessere weißt. Und ich bin mir sicher, dass es auch in diesen Kreisen unter den Kritikern/innen einige geben wird, die im Dialog mit dir entdecken werden, dass du vielleicht doch keine so krasse, furchtbare Autorin bist.

    Ich jedenfalls schätze dich sehr für deine gleichzeitig offene, dialogische und rationale Haltung, die du an den Tag legst, für deine Freudlichkeit im Umgang (auch mit deinen Kommentatoren/inen), für deine Kompetenz – und last but not least für deinen Humor!

    😀

    Gefällt mir

  10. Ach naja,
    Das ist echt traurig. Mehr fällt mir bei sowas nicht mehr ein. Ich bin gerade wenig im Netz, und seit dem Shitstorm im Herbst vermeide ich Twitter. .das ist mir echt zu assig.
    Und diese Frauen die sich selbst so aggressiv als Feministinnen bezeichnen, sind nur eins : Rassisten der reinsten Form.
    Traurig. Einfach nur traurig!
    Ganzherzliche Grüsse
    Stella

    Gefällt 1 Person

  11. Maren

    Tja, im amerikanischen Feminismus ist es schon seit längerem Konsens, dass dicke Menschen eine unterdrückte Gruppe oder so was sind (logisch, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig ist), und genau so für ihre „Rechte“ kämpfen sollen wie andere Minderheiten, und der deutsche junge Netzfeminismus übernimmt solche Konzepte gerne ziemlich unreflektiert.

    Ich finde es komplett unfeministisch, wenn Frauen anderen Frauen erzählen, dass Dicksein Schicksal ist, dass das mit den Gesundheitsproblemen alles Lügenmärchen sind, und dass Diäten und Sport der Teufel sind. Aber ich mit meinem „thin privilege“ habe bei denen eh nichts zu melden und habe diese Art von Feministinnen einfach gedanklich abgehakt. Die zählen für mich zur gleichen Geisteshaltung wie die Anti-Impf-Fraktion oder diese Wirrköpfe, die der Meinung sind, die Erde sei flach.

    Gefällt mir

  12. Mir hat es richtig weh getan zu lesen, wie falsch und aus dem Zusammenhang gerissen diese Rezension ist. Es ist gut, dass du dazu Stellung bezogen hast. Und die Menschen, die etwas mehr recherchieren werden (weil sie neugierig sind oder weil sie eben doch was ändern wollen), werden dein Buch am Ende auch lesen 😀 Und alle die, die nur eine Ausrede gesucht haben, das Buch nicht zu lesen, die haben jetzt ihre Ausrede…

    Gefällt 1 Person

  13. erforderlich

    Da fühlen Leute sich von einem Buch angegriffen, wie süß.

    „Auch wüsste ich nicht, dass es derartig unüblich ist, seinen Dr.-Titel auf ein Cover zu schreiben.“ Und selbst wenn es unüblich wäre, ändert das nichts am Inhalt des Buches. Ich würde sogar davon ausgehen, dass im Allgemeinen das Marketing des Verlages sagt, ob der Titel sinnvoll auf dem Cover ist oder ob nicht. Und bei einem Titel in Psychologie passt es doch perfekt zum Inhalt. Da ein Doktortitel nicht gerade für einen guten Humor garantiert, fehlt der auch auf „Erzähl mir nix“. Vermute ich.

    Die Autorin der ‚Rezension‘ disqualifiziert sich mMn schon durch den abfälligen Tonfall. Wenn ich substanzielle Kritik habe, kann ich die sachlich formulieren und trotzdem dabei das Werk aus dem Stand zerreißen. Also so wie du es hier it der Rezension machst.
    Jetzt überlege ich, worin sich die Polemik von Fefe von der Polemik der Rezensentin abhebt. Ist die Welt kompliziert, wenn man seine Meinung reflektiert.

    Gefällt mir

  14. Es gibt zu jedem Thema, immer Menschen die sich Schuhe anziehen, die ihnen weder passen, noch für sie gedacht waren.
    Es fühlen sich bei fast jedem öffentlichen Text immer auch Menschen angesprochen, die überhaupt nie gemeint waren.
    Es gibt immer Leser, die nur das rauslesen, was in ihr Denkkonzept paßt und alles andere geflissentlich übersehen oder vielleicht nicht verstehen.
    Oft ist absolut nicht nachvollziehbar, warum auf Dinge reagiert wird, welche die Mehrheit sooo, überhaupt nicht gelesen hat.
    Das sind aber deren Probleme und nicht die des Verfassers 🙂
    LG
    Sue

    Gefällt mir

  15. Tilia

    Sehr spannend fand ich übrigens, dass mein Kommentar, in dem ich die unsachliche Art der Rezension kritisierte, nicht den Weg auf ihren Blog gefunden hat. Frau Hinz moderiert die Kommentare nämlich und offenbar waren nur zustimmende Stimmen erwünscht.

    Gefällt mir

  16. Eine Fettlogik Jüngerin namens Kat 😉

    DIE Frau Hermann. Boah, wenn ich das schon lese. So richtig schön von oben herab und Stutenbissig. Sorry, aber die Autorin dieser Rezension offenbart eigentlich nur, was für ein Mensch sie ist. Die Rezension ist nicht sachlich, sondern dient einzig und allein dazu mit Nadja abzurechnen. Aus welchem Grund auch immer. Die Autorin soll 45 sein?! Die Rezension klingt mir aber eher vorpubertär.

    Gefällt mir

  17. EinFan

    Hab dort mal Kommentare hinterlassen um sachbezogen zu argumentieren und nachzufragen, woher Sie die Anschuldigungen zu den Studienverfassern hat (Frau Mansons Beziehungen zu Interneuron Pharmaceutical und Servier und ihre „Schwierigkeiten“ mit dem New England Journal of Medicine.

    Die Kommentare wurden nun seit 2-3 Tagen noch nicht freigeschaltet. Ich könnte jetzt behaupten, dass das an den Haaren herbeigezogen ist und da keiner an einer sachbezogenen Diskussion Interesse hat … vielleicht hat sie aber auch nur keine Zeit.

    Gefällt mir

    1. EinFan

      So, noch mal nachgesehen. Neue Lob-Kommentare kamen rein, aber meine nicht. Also verbuche ich das bei ihr als Absicht und bei mir als vertane Zeit. Wenn jemand nur seine Filterblase pflegen will, sei’s drum.

      Memo an mich: Verschwende keine Zeit für „somebody is wrong on the internet“. :o(

      Gefällt mir

  18. Peter Meier

    Ich möchte her nur noch kurz ergänzen, dass Frau Hinz etwas gefunden hat, das – ihrer Meinung nach – weitaus (!) besser ist als das Buch Fettlogik. Es ist dieser Satz, ich zitiere:

    „Ich bitte euch: Wenn ihr unbedingt eine Diät machen wollt, esst Kohlsuppe.“

    Sorry, aber wer so etwas schreibt, der hat meines Erachtens wirklich keine Ahnung. Die Kohlsuppendiät mag als kurzfristige Diäteinlage oder als Einstieg eine gewisse Berechtigung haben, aber als langfristiges Diätkonzept, um z.B. 30 oder 40 Kilogramm auf gesunde Weise abzunehmen?

    Autsch. Das ist glatt doof. Tja, und das ist tatsächlich das beste (!), was Frau Hinz dann nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema eingefallen ist. Ganz ehrlich, wer derartige, geradezu Körperverletzung darstellende Tipps verteilt, der disqualfiziert sich in meinen Augen sogar weit über den Bereich der Ernährung bzw. der gezielten Mangelernährung zum Zweck der gesundheitsförderlichen Gewichtsabnahme.

    Sorry. Sie mag ansonsten eine wunderbare und umgängliche Person sein (auch wenn sie es in ihrem Blog ein wenig anders darstellt – vielleicht ist das aber nur übergroße Selbstkritik), ich fange noch einmal anders an: Als Mensch hat Frau Hinz sicherlich ganz entscheidende Qualitäten, die ich ihr mit Sicherheit nicht absprechen möchte. Wie gesagt, ich habe nichts gegen Frau Hinz. Vielleicht sogar würde ich mich mit ihr anfreunden, sollte ich ihr eines Tages begegnen.

    Nur, sorry, Frau Hinz ist eine Verteilerin von toxischen Ratschlägen, und dann noch eine Art Mensch, der sich wirklich schwer tut mit fairer, sachlicher, argumentativer Auseinandersetzung.

    Das ist einfach nicht ihr Ding.

    Gefällt mir

  19. Michael

    Zu der „Beanstandung“ der Erwähnung des Dr.-Titels:
    Als ebenfalls Promovierter in einem freiberuflichen Beruf, in dem die Kundschaft den Dr.-Titel trotz allem und nach wie vor insgeheim als Qualitätsmerkmal ansieht, halte ich diese Angriffe natürlich für ausgesprochen ärmlich und peinlich und natürlich für in keiner Weise gerechtfertigt.
    Ich weiß nicht, wie es in Psychologie aussieht, aber in meinem Metier erfordert die Promotion viel, viel Arbeit, Disziplin, Aufwand und, naja, auch schon Fachwissen und Intelligenz. Man muß sicherlich nicht die Examina mit Prädikat oder gar „gut“ bestanden haben („sehr gut“ gibt es bei uns nach wie vor praktisch nicht, die Notengebung ist abgesehen von einer paar Stadtstaaten noch immer eher realistisch), aber ein Vierer oder schwacher Dreier dürfte selbst mit einer schwachen Arbeit Probleme habe. Das war auch bei mir nicht anders. Zwar war die Promotionszeit, retrospektiv betrachtet, die per saldo angenehmste Zeit meines Lebens, was auch daran lagt, daß vieles einfach prima lief, aber weder wurde mir etwas geschenkt noch schrieben sich die hunderte von Seiten „Wissenschaft“ in den 1,5 Jahren Kernarbeitszeit von alleine. Daß mir diese Art der Arbeit lag, ich sie insgesamt betrachtet gerne getan habe, entwertet sie ja nicht. Daher bin ich auch auf das scl als Ergebnis trotz der langen, seither vergangenen Zeit noch immer stolz und auch wenn ich mittlerweile gelassener als früher damit umgehe, wenn im beruflichen Bereich und Verkehr (privat lasse ich ihn kaum noch heraushängen ;-)) ein Ignorant die Regeln der Höflichkeit mißachtet und den Titel bei der Anrede unterschlägt, so punktet er damit bei mir nicht eben. Zumal es ja auch Leute gibt, die aufgrund gewisser Defekte – dies können Sie besser beurteilen als ich – sich auf diese Weise erhöhen müssen und diese Unterlassung nicht auf Ignoranz beruht sondern einen bewußten Akt der Aggression darstellt. Arme Leute, geistig betrachtet, nicht der Erwähnung wert, dies sich mit einer derartigen „Kritik“ selbst ein unwiderlegbares und hochnotpeinliches Denkmal ihrer eigenen Unzulänglichkeit setzen.
    Ich selbst, ich gebe es zu, bin eher geneigt, mich in Bereichen, die sich meiner eigenen Beurteilungskompetenz entziehen, auf die Ausführungen eines promovierten Akademikers aus dem betreffenden Gebiet oder wenigstens mit einer vom Fachgebiet her grundsätzlich wissenschaftlich ernst zu nehmenden Promotion zu verlassen. So jemand hat wenigstens einmal unter Beweis gestellt, daß er wissenschaftlich arbeiten und denken kann, was insbesondere heutzutage durch ein Studium als solches noch viel weniger als früher vermittelt wird. Es sei denn natürlich, der Betreffende ist ausgewiesener Fachmann in der betreffenden Materie, aber dies ist für einen Fachfremden naturgemäß nur schwer beurteilbar.

    Gefällt mir

  20. Christine Giantsios

    Ich kommentiere eigentlich nie etwas aber bei soviel Unfairness ist es nötig!
    Ich finde die Kritik sehr unsachlich und sehr persönlich! Ich denke man kann den Inhalt des Buches sicher sachlich gemeinsam diskutieren (ich persönlich bin absoluter Fan des Buches und es öffnet einem die Augen auf tolle Art und Weise) aber dieser unqualifizierte und unsachliche Kommentar ist sehr peinlich und bewusst einfach nur negativ (oder gar frustriert?) geschrieben!

    Gefällt mir

  21. Philipp

    Ich oute mich einfach mal als jemand, der FLÜ vom ersten Eindruck her ziemlich scheiße fand. Ich bin über das Erzählmirnix-Facebookprofil auf dieses Blog gestoßen, und war erstmal entsetzt. Die Vorher-Nachher-Fotos? Arrogantes Rumgepose! (Übersetzung: Ich war neidisch.) 85 Kilo Abnahme in einem Jahr? Die will mir wohl meinen Gewichtsverlust von 15 Kilo im gleichen Zeitraum madig machen! Asketische Besserwisserin! (Übersetzung: Projektion meiner eigenen Unsicherheiten. Und ich war neidisch.)

    Zum Glück habe ich mir dann irgendwann mal die Leseprobe bei Amazon durchgelesen und festgestellt, dass da nicht ein Funken Arroganz oder Besserwisserei drin ist (im Gegenteil), und daraufhin das ganze Buch gelesen. Einen Monat später zeigt der Blick auf die Waage, dass es mir offenbar beim Abnehmen hilft.

    P.S. Die Rezension von Robin war auch ein Grund für mich, das Buch zu kaufen.

    Gefällt mir

  22. Klaus

    Ich habe da gerade mal bei Amazon nachgeschaut…

    Die Stunde der Waage: Mein kurioser Kampf gegen die Pfunde Taschenbuch – 2. Mai 2006
    von Nicola Hinz (Autor)
    3.4 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen davon 1x 5 Sterne

    Fettlogik überwinden Taschenbuch – 12. Februar 2016
    von Nadja Hermann (Autor)
    4.6 von 5 Sternen 582 Kundenrezensionen davon 492 x 5 Sterne

    Noch Fragen? 😉

    Gefällt 1 Person

  23. Ich finde es sehr interessant, dass die Autorin der Kritik sich so herablassend und, man möchte ja fast sagen *arrogant*, zu einem Thema äußert, in der sie keinerlei Expertise zu haben scheint? Im Prinzip verwendet sie die typischen Taktiken der Propaganda: haltlose Behauptungen/Anschuldigungen, Emotionalisierung, aus dem Zusammenhang gerissenes Zitieren, Qualifikation/Integrität in Frage stellen etc. Sieht man so oder so ähnlich bei diversen Rechtspopulisten auch, um mal einen unangebrachten (?) Vergleich zu ziehen. Da frage ich mich doch, was ihr Ziel gewesen sein mag? An einer sachlich/wissenschaftlichen oder gar protektiv-aufklärenden Intention habe ich so meine Zweifel.

    Gefällt mir

  24. Wiebke

    Liebe Nadja,

    ich hoffe, du ärgerst dich inzwischen nicht mehr. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass radikale Leute, zu denen aus meiner Sicht auch die Mädchenmannschaft gehört, ziemlich intolerant sein können und überhaupt nicht offen dafür sind, ihr eigenes Weltbild zu hinterfragen. Manche gefallen sich auch sehr in ihrer Opferrolle und geniessen ihre Kleinkriege gegen „das System“ mehr als zu versuchen, tatsächlich konstruktiv etwas zu ändern. Und anscheinend gehörst du für diese Leute mit deinen Ansichten auch „zum System“ und zwar zu dem System aus „Medien, Müttern und Ärzten“, die uns armen Frauen von klein auf eine „körperbezogene Schuld, Angst und Diätbereitschaft“ eintrichtern, um uns klein zu halten und zu unterdrücken. Und natürlich auch damit wir rund um die Uhr mit dem Kampf gegen unseren eigenen Körper beschäftigt sind, statt gegen die wirklich wichtigen Dinge zu kämpfen, nämlich das Patriarchat.

    Als Vertreterin „des Systems“ kannst du leider keine faire Behandlung erwarten..

    Liebe Grüsse
    Wiebke

    Gefällt mir

  25. Nicole S.

    Es war schon immer leichter andere schlecht zu reden um selbst besser dazustehen. Und das wird von dieser Frau Hinz eben betrieben. Wenn ich behaupte die Autorin vom Buch sei schlecht und die Leser die Erfolge erzielen seien ihre nun magersüchtigen, verunsicherten Opfer dann schützt das ja ein Stück weit vor Eigenverantwortung mir selbst gegenüber. Sonst müsste ich ja dann von mir behaupten das ich es selbst in der Hand habe wieviel ich wiege. Und das könnte evtl zu anstrengend sein. Außerdem bekommt man garantiert Aufmerksamkeit im Netz in dem man etwas unter dem Schleier von irgendwas das die Welt gerade bewegt hart Kritisiert . 😊
    Ich persönlich habe das Buch erst seit kurzem. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen, habe mich zuerst sehr darüber aufgeregt( der Klassiker: voll übertrieben!!! Die hat doch keine Ahnung! Das kann nicht sein! Etc). Habe mir alles genauer angeschaut und wollte es dann doch unbedingt lesen.
    Mittlerweile bin ich zur Hälfte durch, habe (tatsächlich zufällig) an dem Tag an dem ich anfing es zu lesen mit meiner Diät begonnen und weiß jetzt endlich das ich nie wieder dick sein muss. Jetzt habe das Gefühl die letzte lange Diät in meinem Leben zu machen. Denn hinterher werde ich wissen das ich mich selbst entschieden kann, ob ich wieder dicker werde oder nicht. Dafür, Frau Doktor, danke ich Ihnen von ganzem Herzen!
    Sie haben mich nach 16 Jahren von Diäten, Fettlogik, dem Glauben an schlechte Gene und kaputten Stoffwechsel und dem ganzen Bullshit endlich wissen lassen das ganz alleine ich entscheiden darf! 😍

    Gefällt mir

  26. Bernhard

    Gerade der oben stehende Artikel zu den negativen Rezensionen war für mich ein weiterer Grund, mir FLÜ tatsächlich zu besorgen.
    Ich kannte zuvor nur die Comics, manche gefielen, manche nicht. Bei den Fettlogik-Comics hatte ich meist ein latent komisches Gefühl…

    DER Knoten ist allerdings erst nach dem Lesen von FLÜ geplatzt.

    Dafür Danke!

    Gefällt mir

Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s