Gastbeitrag: „Ich bin zu arm, um abnehmen zu können“

Ende letzten Jahres erhielt ich eine Mail von Karin mit dem Betreff „Hier wird über dich gesprochen“ – in der Erwartung zu einer der üblichen hitzigen Diskussionen weitergeleitet zu werden, klickte ich die Mail an und wurde positiv überrascht: Karin selbst hatte auf Facebook ein erstes Resumee nach 100 Tagen Fettlogik gepostet. Vor wenigen Tagen meldete sie sich erneut: Am Zielgewicht angekommen. Und wie ich das gelegentlich so mache, wenn mir jemand interessante Dinge schickt, habe ich sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte, ihre Geschichte im Blog zu erzählen 🙂

Ich einen Gastbeitrag verfassen? Es schwankte zwischen Geehrtfühlen und Panik.

Zumal – was habe ich schon zu sagen? Aber ich wage es. Vielleicht mag es die Eine oder den Anderen dazu ermutigen eine Kehrtwende zu machen und das Leben unter Kontrolle zu bringen?

Kleiner Haftungsausschluss zum Voraus:
Das einzig stetige im Leben ist die Veränderung. Diese hier geschriebenen Worte geben meine aktuellen Gedanken wieder. Da ich jedoch nicht ausgelernt habe, kann es durchaus sein, dass es eines Tages leicht anders tönen könnte, als ich es heute beschrieben habe. Das Leben lernt einen Tag für Tag aufs neue.

Seit Juni 2016 bin ich alleinerziehende Mama von drei Prinzessinnen.
Als dreifache Mutter und dann noch alleinerziehend ist mir niemand böse, wenn ich übergewichtig bin. Ist ja verständlich – schliesslich muss ich mich um die drei Kinder kümmern. Die Trennung – eine Geschichte für sich – das muss sich ja bemerkbar machen. Mir müsste es doch so schlecht gehen! Aber ob es mir wirklich schlecht ging? Ich hatte von beginn weg, im Frauenhaus die Betreuerinnen, anschliessend die Anwältin, meine Therapeutin, eine gute Begleitung. Meine Familie stand mir zur Seite – Alles in Butter – wie man so schön sagt. Und doch stresste mich die Lage. Meinen geliebten Mann musste ich verlassen. Die Polizei drängte mich dazu, Anzeige zu erstatten. Eheschutz müsse ich einreichen, der Prozess stand bevor. Daneben läuft das Leben zügig weiter. Aufstehen, Knuddeln, Anziehen, Essen machen, Essen aufräumen,… und dann? Ja, und dann?

Ich ertappte mich eines Tages dabei, wie ich in meiner inneren Anspannung mich wieder zu Tisch setzte, kaum war die Küche in der Wohnung meiner Eltern, bei denen ich Unterschlupf finden durfte vorübergehend, aufgeräumt, und wieder von vorn begann zu Essen, obwohl ich doch eben gerade eine ausgiebige Mahlzeit hatte. *Kopfschüttel* Was tue ich hier? Die Anspannung, die Situation in der ich Steckte, obwohl ich da gar nicht drin sein wollte, begann mich zu kontrollieren. So wird mich meine Situation komplett kaputtmachen können.

Will ich mich dem ausliefern, oder wehre ich mich? Aber wie will ich schon abnehmen? LowCarb habe ich soweit ausgetrickst, dass ich davon Zunehmen konnte. Schlank im Schlaf, was auch nicht schlecht half, griff irgendwie auch nicht mehr. Es muss was neues her. Während dem nervösen herumscrollen im Facebook habe ich schon vor einiger Zeit Erzählmirnix entdeckt. Ich wusste vom Buch Fettlogik überwinden. Die Recherche ergab, dass das Buch Fettlogik überwinden in der Lokalen Bibliothek im Sortiment ist. Mit meiner Kulturlegi (Caritaskarte) konnte ich vergünstigt eine Mitgliedschaft erstellen und kann somit aufs Buch zugreifen, ohne es gleich kaufen zu müssen – zumal mir bevorstand meine neu gefundene Wohnung komplett neu einzurichten, hatte ich alles Hab und Gut, was ich nicht innerhalb der 3h Zeit packen konnte zurücklassen müssen. Da kam nur mit, was wirklich von Wert war für mich und die Kinder.

Das Buch war schnell gelesen. Ok – die medizinischen Kapitel waren recht zäh, aber es tat WOHL. Ich begann zu verstehen, warum meine Vollwerternährung von vor der Trennung, LowCarb und Schlank im Schlaf nicht mehr greifen konnte. Warum ich an diesen ekelhaften Set-Points hängen blieb. Und dann kam der 1. August 2016. Ein Datum, in der Schweiz gefeiert, beinahe dem 1. Januar gleichzusetzen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Motiviert durch Nadjas Vorbild startete ich damit zu zählen. Dank meines technikbegeisterten Vaters hatte meine Mutter gar einen einfachen Schrittzähler, den ich leihen durfte.

Top motiviert startete ich ins Projekt. Im Schrittzähler zugehörigen App konnte ich meine Wunschabnahme pro Woche definieren. 500g – Wie die LaLecheLeague es stillenden Müttern vorgibt, das war mein Ziel. Aber irgendwie habe ich es nicht so mit Mathematik. So wurde aus dem geplanten halben Kilo in der Anfangsphase (ok, die ersten zwei Drittel) durchschnittlich 1.2 kg Gewicht pro Woche, die mein Körper einfach so abzuschütteln vermochte. Ich war ganz erstaunt. Wie oft wollte ich alles über den Haufen werfen. Phu – das wird nie was. Schon wieder über Budget gegessen, schon wieder kaum bewegt (Rekord: 300 Schritte in einem Tag)…

Aber es kam der Moment, wo die Hosen rutschen begannen. Die Zahl auf der Waage kleiner wurde. Das Umfeld es bemerkte…

Mich begeisterte die Feststellung, dass jedes Kilogramm Fett sozusagen 7000 kcal Schulden entspricht. Wenn ich die abbezahlt habe und künftig in meinem Budget bleibe, so kann ich schlank werden und bleiben. Und meine Schulden sind abbezahlt. Ich zahle noch einen kleinen Resten Zinsen zurück, aber die eigentlichen Schulden sind bezahlt.

Es gab so einige Lehrblätze. An einigen davon möchte ich euch einen Augenblick teilhaben lassen:

1. Ohne Stressessen ist das Leben deutlich günstiger.
Da meine 30% Arbeitsstelle nicht ausreicht um den Lebensunterhalt zu finanzieren und auch die Alimente dies nicht ausgleichen vermögen bin ich Sozialhifebezügerin, wo mir der Fehlbetrag zum Existenzminimum aufgerundet wird. Welche Entlastung – auch wenn es Existenzminimum ist. Im Bewusstsein um meinen effektiven Bedarf und dem Wunsch trotz meiner Sorgen nicht dick(er) zu werden, blieb mir plötzlich mehr Geld zu Verfügung, welches ich sonst gegessen hätte. Gehungert habe ich nie. Aber ich konnte mit Hilfe des Kalorienbewusstseins die Essensmenge dahingehend einschränken, dass ich auch weniger Verbrauch hatte, welcher sich wiederum im Portemonnaie bemerkbar machte.

2. Was du brauchst um Abzunehmen muss nicht kosten.
Es kam der Moment, in dem ich den Unterschied bemerkte zwischen Abnahme mit oder ohne Sport. Sport ist Mord. Definitiv und für immer. Oder etwa doch nicht? Das Buch konnte ich in der Bibliothek leihen. Den Schrittzähler konnte ich ebenfalls leihen, und als ich was anders wollte, konnte ich es für etwa 2/3 des Neupreises auf dem Occasionsmarkt erstehen. Ausgedehnte Spaziergänge sind mit 3 Kleinkindern nicht so das Gelbe vom Ei. Alleinerziehend kannst du auch nicht einfach mal aus dem Haus raus und ne Runde joggen. Aber was dann? Youtube hat für dich en mass Workout-Filme bereitgestellt für jeglichen Bedarf. Und so ging ich zur Sache. An fitten Tagen durfte es durchaus etwas Wilder zu und her gehen (z.B Bodykiss)
Aber sehr oft war ich einfach nur geschafft vom Tag, als ich dazugekommen wäre, was zu tun. Dann suchte ich mir ein Pilatesprogramm für „Älteres Semester“. Mit Stichworten wie „ohne Geräte“ oder „stehend“, „sitzend“ findet ein jeder das passende Programm, mit welchem man gerade in dem Moment noch was bewegen mag. Auch nutze ich eine Yoga-App in der kostenlosen Version (AsanaRebel), die es mit diesen ollen Grünen Markierungen im Kalender, die man nur nach erfolgtem Workout erhält, schafft, mich TÄGLICH dazu zu bringen diese Workouts zu machen. Die Tatsache, nicht die Vollversion zu besitzen bringt mich dazu eher einmal mehr das „Grosse“ Programm zu wählen (zwischen 10 und 20min an Stelle von 4-6min Kurzworkout), da ich nicht weiss, wann es mir wieder frei angeboten wird.

3. Fettlogiken können hilfreich sein – wenn man sie bewusst einsetzt.
Morgens – kein Problem. Mittag? Kriegen wir auch noch hin. Aber der Abend. Rein aus sozialen Gründen ist der so schwer hinzukriegen und löst schon zum Frühstück Stress aus. In dem Moment bediente ich mich in vollem Bewusstsein der Fettlogik: nach 18.00 wird nix mehr gegessen. Nicht, weil meine Kohlenhydrate Uhren auf sich trügen, sondern, weil mein Kopf überfordert ist, nach einem Snack zu merken, wann genug ist. Zwischenzeitlich bin ich so gut bei Bewusstsein, dass (ausser bei Käse) ich durchaus auch ein Kurzvormitternachtsnack einlegen kann, ohne die Kontrolle zu verlieren.
Und das macht es für mich so wertvoll:

4. Ich hab mein Leben selber in der Hand.
Die familiäre Situation war – in Expresszusammenfassung – „Scheisse“. Kontaktverbot, Klagen, Verfahren…. Nichts, was man jemandem jemals wünschen täte. Aber – ich bin alles in Allem nicht hilflos ausgeliefert. Die Kinderbetreuung, damit ich meinen Job wieder aufnehmen konnte – dann schreibe ich halt eine Einsprache, auf dass sie mir gutgeheissen wird. Der finanzielle Fehlbetrag – Dann kollaboriere ich mit dem Sozialdienst, damit ich diese Hilfe erhalte. Meine Fragen und inneren Nöte – Ich bin so froh um meine Therapeutin, die mich und die Kinder so toll begleitet! Und selbiges auch mit dem Essen – mein Stress und meine Existenzangst machte, dass ich keine Sättigung mehr wahrnehmen konnte. Also nehme ich die Hilfe eines Apps und Buches in Anspruch und entscheide mich bewusst dafür im Budget zu bleiben, oder es zu überziehen. Ich habe früher Versuche gehabt von LowCarb und ähnlichem. Das geht immer recht gut bis zum Set-Point oder zum Bruch der Regeln. Aber wehe mir, ich versage…

Kalorienzählend mit dem Wissen von Nadja hatte ich das erste mal selber Kontrolle über das, was mit mir geschieht. Und wenn ich eine Tafel Schokolade esse geht die Welt nicht unter. Punkt. Dann passt sie entweder ins Budget, oder wenn sie es nicht tut, habe ich halt mit der „Begleichung meiner angefressenen Schulden“ etwas länger. Aber es ist mein Entscheid, wie ich mich organisiere. Und das fühlt sich saugut an.

Das war jetzt unglaublich viel an Worten und ihr fragt euch sicher: Aber WAS hast du überhaupt geschafft?

Keine Sorge – das verrate ich euch auch noch 🙂
Ich begann am 1.8.2016 mit 93.8kg.
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Anfang Juli 2016
Dank einer ausgeprägten Tallie und ausgeklügelter Kleidung mit ausgezeichneter Grösse von 176cm merkte man mir das aber kaum an.
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Anfang Oktober – 80kg – Erste Kleidung begann danach zu rufen ersetzt zu werden…
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Anfang Dezember – Plötzlich kommt Experimentierlaune auf und Dinge, die man zuvor nur von weitem bestaunte werden plötzlich Thema
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Und plötzlich hat man das Wunschgewicht erreicht – 14.2.2017 Einfach so und relativ unerwartet in einer Phase wo alles in mir schrie: Gib auf!
Oder wenigstens: Gib dich zufrieden….
27.8kg bis hier hin. Von BMI 31.0  auf BMI 21.3 aktuell und das ganze in 199 Tagen.
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Ich habe unglaubliche Freude an Sport und Bewegung entwickeln dürfen. Ich gehe wöchentlich ins Dorfschwimmbecken schwimmen, wo über Mittag gratis schwimmen ist. Auf meinem Bürotisch stehen zwei Dosen Pelati – nicht zum essen, sondern weil ich dort mein Laptop aufklappe, Youtube einschalte und sobald die drei Prinzessinnen schlafen ich in Ruhe mein Workout mache.

Ich habe herausgefunden, dass ich in 20min im Dorf sein kann zu Fuss, während wir sonst 10min zum Bus gehen würden, 5min Reserve einbauen müssen um dann 5min damit zu fahren und dann noch zum Ziel zu gehen…

Gerne möchte ich noch ein paar Körperfettprozente gegen Muskeln eintauschen. Machen wir nun alles noch – schliesslich habe ich es diesmal in der Hand.

Hach, ich könnte euch wohl noch Stunden lange Berichten, was ich mit FLÜ alles erleben und erlernen durfte. Aber ich glaube für den Moment reicht das mal so. Bei Fragen nur zu! Sagt mir, was ihr von mir gerne noch wissen wollt!

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32 Gedanken zu “Gastbeitrag: „Ich bin zu arm, um abnehmen zu können“

  1. Maria

    Super! Und die Erkenntnis, dass nicht immer alles Geld kosten muss (ganz im Gegenteil!), finde ich eine sehr schöne Botschaft. Toll Karin, ich bin beeindruckt und wünsche dir viel Kraft und alles Gute weiterhin! Und Hut ab fürs Alleinerziehend mit drei Kindern sein. Starke Frau!

    (@Nadja: Bei mir zeigt es auch keine Bilder an, weder mobil noch auf dem Laptop in Chrome und Firefox. Der seitenaufruf sagt ‚forbidden‘, vielleicht müssen sie in WordPress noch in einen öffentlichen Ordner?)

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  2. GK

    Du machst Mut, sehr viel Mut. Und Du öffnest mir gerade die Augen noch ein wenig mehr, und zwar Dein Minus Schritt Rekord von 300. Der erinnert mich daran dass ich 1000 Ausreden finde warum ich mich zu wenig bewege. Rückenschmerzen, zu kalt, zu warm, keine Zeit, Schrittzähler lügt, fange demnächst an 😀 ……….
    Ich wünsche Dir und Deinen Prinzessinnen alles Gute weiterhin, Du hast in jeder Hinsicht so viel geschafft!

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  3. sternenmond75

    Danke, mehr als Danke für Deine persönliche Geschichte, die trotz aller heftigen privaten Hürden soviel Positives und Zuversichtliches vermittelt!

    Ich wünsche Dir und Deinen Mädels von Herzen alles Gute und weiterhin ein so positives Umfeld, dass Dir nach bzw. in schweren Zeiten so super zur Seite steht.

    Deine Sicht der Dinge ist eine strahlend schöne Botschaft für alle hier.

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  4. Abertrotzdem

    Herzlichen Dank für deinen tollen Beitrag und alles gute für deine/eure Zukunft. Bewundernswert, wie du es geschafft hast, die Kontrolle zu übernehmen und wie du es schaffst/geschafft hast mit soviel anderem Stress, Druck und einem sehr begrenzten Budget das zu erreichen und dir das zu ermöglichen, was du wolltest.

    Dein Bericht kommt in meine Inspirations-Bibliothek für schwierige Zeiten.

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  5. Stpokara

    Sehr toller Beitrag!

    Respekt und Achtung vor Dir und Deiner Leistung! Vor deiner ganzen Entwicklung… Du hast uns ja einen gewaltigen Einblick in dein Leben gegeben.

    Alles Gute weiterhin!

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  6. Biggi

    Was für ein toller Beitrag…danke dafür und alles Gute für die weitere Zukunft!!
    Ich lese das Buch gerade und bin sehr begeistert. Habe erst eine Woche zählen rum und das erste Kilo weg, aber ich habe das Gefühl, dass das endlich etwas dauerhaftes werden kann, zumal es viele nützliche Apps gibt, die einem z.B. das Zählen erleichtern.
    Und wie schön, auch mal abends einen Cookie essen zu können (so wie gestern Abend) ohne schlechtes Gewissen (weil es eben noch vom Budget her erlaubt war) oder Sorge, ob man nach 18 Uhr jetzt nicht doch zuviel KH zu sich genommen hat. 🙂
    DANKE!

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  7. Herzlichen Glückwunsch! Ich bin richtig begeistert! Eine tolle Frau, die ihr Leben anpackt und das Beste aus den Zitronen macht, die es ihr gereicht hat.
    Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt und ganz viel Erfolg mit deinen Zielen und Plänen!

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  8. Liebe Karin!
    Großes Kompliment – Dein Beitrag motiviert mich ungemein – zumal wir gleich groß sind.
    Daher eine Frage an Dich: Mit wie viel Kalorien pro Tag hast Du dieses tolle Ergebnis geschafft, so in etwa ab Oktober, als Du um die 80 kg hattest?
    Du kannst wirklich stolz sein!

    Gefällt 2 Personen

  9. nordfriesin76

    Liebe Karin, herzlichen Glückwunsch zu deiner tollen Leistung. Wir haben die gleiche Größe und ein ähnliches Ausgangsgewicht. Bei mir sind allerdings „erst“ 10 kg weg. Ich bewundere dich sehr, dass du trotz deiner nicht einfachen Lebenssituation noch genügend Zeit für dich gefunden hast. Und du hast mir einen ordentlichen Schub Motivation gegeben, mir auch bei bei akuter Schweinehundritis die Zeit auch für kurze Workouts zu nehmen. Ich wünsche dir für dein Leben weiterhin alles Gute.

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  10. Liebe Karin,

    mich begeistert besonders, dass Du geschrieben hast, dass jedes Kilogramm 7.000 Kilokalorien Schulden entsprechen – und diese angefressenen Schulden eben abbezahlt werden müssen.

    WOW .. diese Denke gefällt mir und die werde ich gleich adoptieren.

    Ich bin sehr beeindruckt (und ein bißchen neidisch) von Deinem tollen Erfolg! Wahnsinn!
    Gratuliere, gratuliere, gratuliere!! 🙂

    Äs bsunders lieabs Grüassli
    Barbarella

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  11. du kannst echt stolz darauf sein, was du geschafft hast. und damit mein ich nicht nur die abnahme unter erschwerten bedingungen, sondern dass du dein leben so gut in den griff gekriegt hast. viele andere wären verzweifelt und hätten sich hängen lassen. ich bin selbst so eine, die bei problemen sich am liebsten verkriecht und in selbstmitleid zerfließt, statt es anzupacken. da bewunder ich deinen lebensweg umso mehr.
    und du siehst toll aus!

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  12. claire

    lustige Idee, man könne zu arm sein um abzunehmen. Like serious? Wo wir doch alle wissen, dass die reichen Industrienationen den geringsten Prozentsatz adipöser Menschen …. moment…..wo ist der Fehler……

    Auch das „Argument“ gesundes essen sei teurer….ähm, nein??? Aber es ist anstrengender, nicht alles zu kaufen, was nicht bei 123 auf den Bäumen ist und so leckerschmecker im Supermarkt liegt….muss nur in die Fritteuse oder in den Ofen oder die Pfanne….bei Kaufland gibts jetzt Zuchhinispaghetti in Plastik für 1,99.

    Gesund Essen ist nicht teurer ABER anstrengender, bc you have to use your brainthing und aussrdem heisst das schnibbeln, kochen, würzen, informieren…..es gibt immer saisonales Gemüse. Das kann man sehr gut zubereiten indem man es in Brühe ankocht, dann ne Dose gestückelter Tomaten dazu (39ct), etwas Kräuter, dazu Reis oder Nudeln und fertig ist das Gericht! wr mag, packt Sojaschnetzels oder Tofu rein. Oder Ofengemüse – vielseitig und lecker! Oder oder oder…..

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    1. Gerade in den reichen Industrienationen sind es die sozial benachteiligten Schichten, die den höchsten Prozentsatz adipöser Menschen haben. Frische und industriell wenig bis gar nicht verarbeitete Lebensmittel sind in der Tat teurer.
      Wenn du meinst, dass Zucchinispaghetti in Plastik für 1,99 „günstig“ sind, dann versuche doch, eine vierköpfige Familie davon satt zu bekommen. Um dieses Geld bekommst du auch 10 weiße Semmel, Butter und Honig – das ist in der Tat eine Familienmahlzeit.
      Somit: ja, ohne genug Informationshintergrund und dem Willen, woanders einzusparen (wie, hier, bei der Autorin – zb bei der Menge!) kann man tatsächlich „zu arm sein, um abzunehmen“.

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    2. Barbarella

      Ich fand die Idee schon sehr lustig, als ich einen Film sah (ich glaub , es war „Super size me“??) in dem es einen Bericht über eine Subway-Diät gab. Irgendjemand hatte durch den dreimalig-täglichen Verzehr von Subway-Sandwiches sehr viel abgenommen. Eine Frau sagte, dass fände sie total toll .. doch leider käme es für die nicht in Frage so abzunehmen, denn sie könne es sich finanziell nicht leisten, jeden Tag dreimal zu Subway zu gehen..
      Ich war völlig geplättet von diesem Argument, weil: Wieso macht sie sich ihre Sandwiches nicht einfach selbst?? Das stand für sie irgendwie völlig außer Frage, dass sie sich nur bei Subway gesund ernähren kann – und daheim (oder sonstwo) nur figurschädigend..

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  13. Shark

    Das „Ich bin zu arm um abzunehmen“ war doch ein Hinweis auf die durch die Medien geisternde Aussage einer Londoner Mutter,oder, bei der die Medien Sozialhilfeempfängerbashing betreiben um das Klischee zu zementieren, dass das alles dumme, faule Schmarotzer seien.

    Zum Beitrag und den Bildern: Wow, dass ist mal eine Typenveränderung unter erschwerten Bedinungen! Hut ab!

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    1. jutta

      Als ich die Überschrift sah, dachte ich zunächst auch, dass es um das Klischee ginge, wie finanziell und organisatorisch aufwendig Abnehmen ist, weil man dazu ganz bestimmte teure und schwer zu beschaffende Lebensmittel und Lebensmittelergänzungsstoffe braucht und auch noch die Mitgliedschaft im Fitnessclub und die ganze Sportausrüstung usw. (als ob uns Menschen in Dürrezonen nicht beweisen würden, dass man auch ohne/mit sehr wenig Geld schlank bis hin zu lebensgefährlich abgemagert sein kann).
      Aber „ich bin arm“ hat eben auch die Bedeutung von „es geht mir schlecht“, „die Umstände sind widrig“ und das kann man angesichts der Ausgangssituation von Karin wohl annehmen. Die Leistung und das Ergebnis finde ich bewundernswert! Ich halte die Daumen, dass alles übrige sich auch wieder „einrenkt“. Liebe Grüße, Jutta.

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  14. ottiliewagner

    Mich rührt dein Bericht auch sehr. Wie schön, dass du dich nun so gut fühlst! Ich wünsche dir (trotzdem) bald mehr Geld zur Verfügung zu haben. Alleinerziehend mit drei Kindern und Job, ich finde, das stände dir doch zu! Liebe Grüße Michaela

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  15. Pingback: Kalorienkredit | Oben der Himmel, unten die Erde .. und in der Mitte: Barbarella

  16. cratter13

    Wow. Einfach nur wow. Dein Beitrag liebe Karin hat mich wirklich weitergebracht. Ich finde deine Aussage großartig, dass jede zu viel angefutterten kcal einfach nur Schulden sind die abzubezahlen sind. Ganz einfach eigentlich und sonst kann ich ja auch mit meinem Geld gut umgehen, wieso also nicht auch hier?☺ Vielen vielen Dank nochmal für den Mut deine Geschichte zu veröffentlichen und nur das Beste für die Zukunft!:)

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  17. Liebe Karin!
    Ich bin total beeindruckt und berührt! Du hast soviel durchgemacht und hast dich dann aufgerafft und dich dazu entschlossen abzunehmen. In der Situation das Bewusstsein für das eigenen falsche Essverhalten zu entwickeln, ist eine große Leistung. Du siehst jetzt noch hübscher aus, einfach toll! Ich hoffe und ich wünsche dir, dass du mit den Pfunden von den Rippen auch einigen Ballast von der Seele hast abwerfen können, und dass mit deinem „neuen“ Äußeren auch ein neuer, schönerer Lebensabschnitt für dich und deinen Prinzessinnen anfängt. Ich beglückwünsche dich auch zu den Menschen in deiner Umgebung, die dich so toll unterstützt haben und dich noch unterstützen. Trotz allem, was du durchgemacht hast, klingst du so optimistisch und lebensfroh. Ich wünsche dir und deinen Töchtern von Herzen alles Gute und jetzt soll es doch mal bitte ganz, ganz viel Glück auf euch regnen!

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