Gastbeitrag: Lipödem/Reiterhosen

Der heutige Gastbeitrag stammt von der Bloggerkollegin Claudia Renner, die u.a. auf ihrem Blog „Claudi does Yoga“ schreibt. In meiner Verpeiltheit hat es ein wenig gedauert, bis ich verstanden habe, dass die Claudi, die mir im August erstmals eine Mail geschickt hat, dieselbe Claudi ist, auf deren Blog ich vor ein paar Monaten zufällig stieß. In ihrer ersten Mail an mich, mit dem Betreff „Lipödem/Reiterhosen“ ging es hauptsächlich … ja, genau darum. Sie schrieb, dass sie darüber nachdenke, eine OP machen zu lassen, aber sehr unsicher deshalb sei und wissen wollte, ob ich diesbezüglich Erfahrung(sberichte) habe. Tatsächlich sammle ich seit einiger Zeit Berichte, weil ich bisher sehr unterschiedliche Aussagen und Theorien von Experten und Betroffenen gehört habe. Im Oktober gab es bereits einen Gastbeitrag von Anne, die damals am Anfang ihres Experiments stand und seither über den Verlauf bloggt. Claudis heutiger Bericht ist ein Fazit – ein ermutigendes:

Liebe Nadja,

ja, du magst Lobhudelei nicht wirklich. Dennoch würde ich dich an dieser Stelle bitten, sie nicht aus meinem Gastblogeintrag zu löschen. Ich möchte, nachdem wir seit August 2016 ein paar E-Mails hin und her geschrieben haben, auch auf diesem Weg meinen DANK ausdrücken.

Denn ohne den folgenden Abschnitt in deiner Antwort auf meine erste verzweifelte E-Mail an dich, hätte ich nicht so viel Geduld gehabt sondern wäre längst beim Arzt gewesen. Und wer weiß? Am Ende wäre ich tatsächlich an meinem „Lipödem“ operiert worden.

<<Ich glaube, wie ausgeprägt das Lipödem ist, kann man ohnehin erst wirklich sagen, wenn das normale Übergewicht abgebaut ist. Wenn sich da bisher bei dir noch nicht viel getan hat, kann es ja dennoch sein, dass es bei dir so ist wie bei mir und die Beine einfach die letzte Bastion sind, die angegangen wird vom Körper. Also „normale Problemzone“, ohne dass komplett alles Lipödemfett sein muss. Bei mir lagern sich die letzten 3 kg eigentlich fast komplett in den Schenkeln an, wenn ich bei 63-64 kg bin, reiben die Schenkel nicht und darüber plötzlich extrem. Vielleicht ist es bei dir ähnlich, und du merkst erst kurz vor dem Ziel, dass die Schenkel schmaler werden.>>

Aber so hab ich ganz genau hingeschaut. Immer wieder Fotos gemacht. Mich beobachtet, Umfang abgemessen und gewartet. Es hat sich gelohnt!!! So danke ich dir (wie zigtausend andere Menschen) nicht „nur“ für dein Buch, sondern auch für all deine Arbeit die drum herum stattfindet. Dankeschön aus tiefstem Herzen.

 

Liebe Fettlogik-Blog-Leser,

wuhuhuuuuuuuuuuu! Es ist tatsächlich passiert – ich darf einen Gastblogeintrag verfassen. Das meine ich durchaus zweideutig. Zum einen freue ich mich tatsächlich darüber, für diesen Blog schreiben zu dürfen. Zum anderen jedoch noch viel mehr über das, was die letzten Monate passiert ist.
Nadja hat mich gebeten ihr immer mal wieder zu berichten, wie es meinem „Lipödem“ so geht. Nachdem ich dieses mittlerweile als mein Ex-Lipödem bezeichnen kann und sogar noch eins drauf setze (die Damenwelt wird vielleicht gleich einen Freudentanz aufführen) ist es nun soweit. Ich mache meinen Geschichte hier öffentlich. Als kleinen Anstupser dafür, vielleicht doch weiter zu gehen, als ursprünglich mal geplant war. Oder zur allgemeinen Beruhigung. Eventuell auch schlichtweg, damit die Reise meiner Oberschenkel eine eigene URL im www bekommt. 🙂 Denn – *Applaus Applaus!* und *Yeah Yeah Yeah!* – auch meine Cellulite aka „Hässliche Dellen im Oberschenkel“ ist weg!!!!

Da hatte Nadja also (mal wieder) 😉 recht und eine weitere meiner Fettlogiken mit mir überwunden: <<Das war „nur“ eine Kombination aus normalem überschüssigem Fett und schlechtem Lymphysystem, das sich durch Training und Abnahme verbessern oder heilen lässt.>>

Das ist so unfassbar. Wenn ich diese Worte schwarz auf weiß sehe und mich im Spiegel anschaue oder an mir runter blicke, bei jedem Gang aufs Klo. Ich kann das noch nicht glauben! Vielleicht kennt ihr das? Man sieht Fotos von sich oder schaut in den Spiegel, sieht ein neues Tiefstgewicht in Form einer Zahl auf der Waage und traut seinen eigenen Augen nicht vor lauter Freude. Wie oft bin ich in den letzten Monaten 3x auf die Waage, wieder runter, wieder raus, Smartphone für ein Foto holen und wieder rauf? Weil eine neue Zahl (die später dann verachtet wird) 😉 jedes Mal eine wahre Freude ist.

Bevor ich zum Ex-Lipödem und zur Ex-Cellulite komme aber kurz zu meiner Abnehm-Geschichte. Weil ich das auch bei anderen Gastbeiträgen immer so spannend und interessant finde. Ist ein bisschen wie Gala lesen. Nur mehr Text, weniger Fotos 🙂

Ich bin 1,62 „groß“, 1982er Baujahr, seit Kindheit Vegetarierin und seit Januar 2011 lebe ich nun vegan. Schon Ende der Grundschule war ich die mit den meisten Kurven und Rundungen. Kräftige Unter- und vor allem Oberschenkel und Po. Es war aber nie so, dass ich irre dick war – aber halt immer sehr kernig. Gegessen habe ich als Kind nur „Schrott“. Ganz viel Reiberdatschi, Pfannenkuchen, Pommes, Spätzle, Schupfnudeln, Kuchen, … Optisch habe ich gut in meine Familie gepasst. Die Prägung „Mei so sind wir halt.“ war also schon sehr früh in meinem Glauben eingepflanzt.
Dann folgte eine Teenie Phase mit Fertiggerichten. 2001 habe ich mit der gesamten Familie Weight Watchers gemacht. Damals bin ich zum ersten Mal bewusst auf die Waage gestiegen. Ich hab gut 10 Kilo abgenommen und mein niedrigstes Gewicht von 57 Kilo eine halbe Woche gehalten 🙂 Bravo…. Kaum habe ich aufgehört nur noch Light-Produkte zu essen und Punkte zu zählen, schoss das alles wieder hoch.

Erst 2007 hat sich mein Essverhalten (durch Diagnose von Fructose-Intoleranz, Reizdarm und so Kram) gebessert. Damals fing ich an Zutatenlisten zu checken und habe 2008 Metabolic Balance probiert. Erneut war ich kurze Zeit auf 57 Kilo. Es folgte eine Trennung und ein Jobwechsel und die Zahl auf der Waage stieg wieder an.
Erst mit der Umstellung auf vegan habe ich angefangen richtig zu kochen und mein Gewicht pendelte sich bei so 63 Kilo ein. Das würde ich rückwirkend als „damaliges Wohlfühlgewicht bei dem ich mich um nix kümmern muss“ bezeichnen, da ich damals null auf „Was und wie viel esse ich?“ sondern einfach auf „Ist es vegan?“ geachtet hab. Ohne irgendwas zu zählen oder zu wiegen, oder total durchzudrehen wie bei der abgefahrenen „Ich darf nichts mehr Essen Zeit“ 2007 durch die Diagnosen.
Ja und dann – schoss es 2014 hoch. 74 Kilo (nochmal, ich bin nur 1,62) hab ich mal gewogen und kurz darauf die Waage wieder verbannt. Wenn ich Fotos vom Sommer 2014 sehe, meine ich mittlerweile jedoch sogar 80 Kilo gewogen zu haben. Hormonelle Probleme, ein Mann an meiner Seite der schlecht statt gut getan hat. Ganz viel Kummeressen und so viele Ausreden dafür.
Ich bin unsagbar froh, dass ich das nun sehe und nicht mehr verdränge oder schöndenke. Dank eines Ayurveda-Arztes (den Besuch bei ihm am 17.06. werde ich nicht vergessen), der Umstellung darauf in Kombi mit vegan und (ehrlich gesagt vor allem!) FLÜ (hab ich an zwei Julitagen verschlungen) purzelten nun ENDLICH die Kilos.

So. Genug Claudi. Jetzt geht‘s nur noch um die Beine. Die waren gruselig. Wirklich.

Einen Oberschenkel kann ich noch immer nicht mit beiden Händen umfassen. Aber fast. Das war 2014 ein Ding der Unmöglichkeit. Schwabbelig waren sie, haben aneinander gerieben. Im Sommer 14 konnte ich nur mit Leggings unterm Kleid raus. Ich hab mich sogar mal aufgeschürft. Diese Dellen überall!!! Und das Fett ums Knie – vorne und auch hinten oberhalb des Knies. Grillen am See habe ich abgesagt vor lauter Scharm. Mein Autositz war sehr gut gefüllt, der Stuhl in der Arbeit auch. Beim Zahnarzt oder Gyn auf den Behandlungsstuhl zu klettern eine Peinlichkeit. Diese dicken Beine!!! Nackig vor den Spiegel? Nein, besser nicht. Beim Sex bitte das Licht aus. Ich will nichts sehen und nicht gesehen werden. Und nein, das kann kein Fett sein! So fest wie Beine sind. Das muss „irgendetwas anderes“ ein. Aber kein Fett. Kann man bestimmt nicht abnehmen. Und eine hormonelle Störung (Progesteronmangel) hab ich ja auch noch! Der ist Schuld. Punkt.

Gesprochen habe ich über all das nie mit irgendwem. Ich mochte mich trotzdem zu der Zeit. Weil mir auch bei anderen Menschen innere Werte wichtiger sind als Äußerlichkeiten. Wenn da nicht ständig das Unwohlsein (vor allem in Form von Blähungen) dabei gewesen wäre.

Das sind jetzt nur Worte die mir zum einen schwer fallen, zum anderen aber trotz aller unschönen Details, immer noch nicht 100%ig beschreiben wie ich mich jahrelang gefühlt habe.

Aber während des Abnehmens festzustellen: „Tadaaaaaaaaa – die Beine werden ja schlanker??? Meine absolute Problemzone und vor allem die Kummerkastenstelle an meinem Körper verändert sich!!! Hoppala. War wohl doch kein Fett???“ ist schlichtweg unglaublich erleichternd, schön und wunderbar.

Ich will euch meine Zahlen zeigen:

09.07.2016, 70,8 kg, Oberschenkel 52 cm, Unterschenkel noch nicht gemessen.

27.07.2016, 69,3 kg, Oberschenkel 51 cm, Unterschenkel noch nicht gemessen.

27.08.2016, 65,9 kg, Oberschenkel 50 cm, Unterschenkel 39 cm.

07.09.2016, 64,7 kg, Oberschenkel 49 cm, Unterschenkel 38 cm.

28.09.2016, 64,2 kg, Oberschenkel 48 cm, Unterschenkel 37 cm.

18.10.2016, 62,3 kg, Oberschenkel 47 cm, Unterschenkel 37 cm.

15.11.2016, 59,8 kg, Oberschenkel 45 cm, Unterschenkel 36,5 cm.

11.12.2016, 58,0 kg, Oberschenkel 45 cm, Unterschenkel 36 cm.

SIEBEN ZENTIMETER UMFANG AN EINEM BEIN!!!!!!!!!!!!!!

Heute Morgen war ich extra nochmal messen, der Oberschenkel ist weiterhin bei 45 cm der allerdings bei 35 cm. Also hier:

VIER ZENTIMETER UMFANG AN EINEM BEIN!!!!!!!!!!!!!!

Und genau das lässt mich hoffen denn: Ich finde mich nun echt gut bis zum Knie. Danke Körper. Hast du toll gemacht. Hihi. Vielleicht ist meine Fettabbau-Reihenfolge tatsächlich so, dass die Unterschenkel als letztes in Angriff genommen werden. So weit unten mit meinem Gewicht wie jetzt war ich ja noch nie. Ich werde das definitiv weiterhin im Auge behalten.

Mit 60 Kilo habe ich Nadja berichtet:
<<Die Beine sind bisher schon sehr gut mitgegangen. Ich bin irre dankbar für meinen Körper der proportionstechnisch ganz brav und gleichmäßig den Weg des Abnehmens mit mir geht. Aber ich bin davon überzeugt, dass es jetzt erst losgeht mit den Beinen.
Seit einer Woche „sehe“ ich meine Knie!!! Und das „Fettkissen“ am unteren Teil meiner Oberschenkel hinten (quasi in der Kniewölbung) ist nun auch weg.>>

Anfang Januar (mit 57 Kilo) dann die Erkenntnis:
DIE DELLEN (aka Cellulite und nicht Lipödem) AN MEINEN OBERSCHENKELN SIND JA WEG!!!!!! Also ganz. Weg. Verschwunden. Die Haut is glatt wie ein Babypopo und die Dehnungsstreifen stören mich tatsächlich nicht. Die dürfen bleiben als Erinnerung. Oder Mahnmal 🙂

Nach 18 Kilo mit 1,62 Abnehmen ist es endlich passiert. Ich kann liebevoll vom Ex-Lipödem und der Ex-Cellulite sprechen 🙂 🙂 🙂

Ich hatte das aktuelle Gewicht noch NIE! Wirklich. Nie. Es ist so eine Feier und ich genieße das total. Yoga macht mehr Spaß, ALLES ist leichter. Ich spüre meine „Sitzbeinhöcker“, Hamstrings, Hüftknochen, Knie!!! Das ganze Leben. Ich fühl mich fit und munter und freue mich jeden Tag aufs Neue.

Übrigens: Da ist kein Hunger und wenn dann gibt es eh bald Essen. Da ist endlich Struktur in meiner Ernährung. Ich mag also nun, nach über einem halben Jahr sagen: Das ist keine Diät – da hat es ENDLICH Klick gemacht in meinem Kopf. Ich verstehe jetzt wie mein Körper und das Abnehmen funktionieren und habe es vor allem endlich einmal richtig erfahren. Mit ganz viel Recherche, guten Essen und ohne Hunger (aber durchaus Gelüsten, das ist allerdings was anderes, wie ich nun auch weiß).

Wer schauen mag wie ich mich ernähre, kann das am besten auf Instagram verfolgen. Auf meinem Veganblog habe ich bereits über Frühstück, Mittag und Abendessen nach der Umstellung auf „ayurvedisch ohne Fettlogik“ berichtet. Meine Geschichte Stück für Stück schriftlich festgehalten gibt es auf meinem Yogablog. Nach drei Wochen, nach zwei Monaten, nach vier Monaten. Ich freue mich auf eure Besuche und ein „Hey, ich komm von Nadja! ;-)“

Von Herzen wünsche ich euch allen Gesundheit, Glück, Freude und Leichtigkeit auf eurem Weg.

Sonnengrüße durch die Winterlandschaft,
Claudi

Hinweis: Claudi hat auf Nachfrage, ob sie tatsächlich ein diagnostiziertes Lipödem hatte nochmal klargestellt: „Ich hab die Cellulite als Lipödem diagnostiziert. War allerdings wirklich 100%ig davon überzeugt weil so viele Fotos von Dr. Google genau so aussehen wie meine Oberschenkel (vorne und hinten) zu dem Zeitpunkt.
Das hat mit Beinen, die aus ärztlicher Sicht korrekt als Lipödem diganostiziert werden, nichts zu tun.
Aber ich weiß aus Erfahrung, dass viele Frauen (wie ich auch) denken sie hätten ein Lipödem – obwohl es eben „nur“ Fett ist.“

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41 Gedanken zu “Gastbeitrag: Lipödem/Reiterhosen

  1. Wow, vielen Dank für den ausführlichen Artikel, das macht mir auch Mut, dass ich meine Beine noch dünner bekomme und die Cellulitedellen verschwinden können!
    Ich habe bisher knapp 19 kg reduzieren können und hoffe, dass ich meine Beine auch bald wirklich mag …

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  2. Katja

    Liebe Claudia,
    Mich freut es zu hören, dass du so weit gekommen bist und mit dir zufrieden bist.
    .. ich kann deine Erfahrungen mit dem Abnehmen an den Beinen nur bestätigen. Ich habe definitiv ein Lipödem, werde es aber genauso definitiv nicht operieren lassen… Bei mir startete die Abnahme quasi am rechten Unterschenkel, dann kamen Hintern,Oberschenkel und Oberkörper dazu, und nun, nach einem halben Jahr und 23 Kilo später bemüht sich so langsam der linke Unterschenkel auch mal in die Abnahme einzusteigen. Ich habe also einen sichtbaren Unterschied zwischen beiden Unterschenkeln. Ich habe aber gerade die letzten Tage festgestellt, dass links aufholt… Der Körper hat da seine ganz eigene Logik und Reihenfolge.Ich habe bisher nicht gemessen, meine Hosen waren da immer ein guter Indikator. Aber nach deiner Tabelle musste ich auch gleich mal das Maßband zur Hand nehmen!

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    1. Claudia Renner

      Danke für deinen lieben Kommentar, Katja.
      Und ich wünsch dir viel Spaß beim Messen 🙂
      So ein Körper ist schon seltsam, oder???
      Herzliche Grüße,
      Claudi

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    1. bcg

      Um noch ein paar Zahlen ins Spiel zu bringen – bei 76 kg und 1.68 cm habe ich

      Oberschenkel rechts: 64 cm
      Oberschenkel links: 62 cm

      Unterschenkel rechts: 40 cm
      Unterschenkel links: 38 cm

      Trage oben 2 Kleidergrößen weniger als untenrum (40/42 vs 44/46). Dennoch habe ich es nie als Lipödem betrachtet (es fehlt das beschriebene Dellen und Schmerzen hatte ich auch nie), nur als unpraktische Verteilung.

      Dank Sport wurden die Oberschenkel innerhalb des letzten Jahres bei gleichem Gewicht schlanker (jeweils -2 cm).

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  3. Ulla

    Hallo, gerade habe ich den Beitrag wegen dem Lipödem gelesen. Ich habe das auch, aber auch durch abnehmen ging das nicht weg, es wurde besser und die Schmerzen waren nicht mehr so stark. Daher würde mich die Art deiner Ernährung sehr interessieren.
    LG Ulla

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    1. Claudia Renner

      Guten Abend Ulla,

      im Blogeintrag ganz unten siehst du einige Links auf meinen Veganblog. Magst du dort schauen? Da ist alles recht gut erklärt, denke ich. Bei Rückfragen melde dich gerne erneut.

      Liebe Grüße,
      Claudi

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  4. Das ist wirklich super positiv geschrieben und macht Mut!
    Ich bin noch in der „das ist alles so schwabbelig und dellig“-Phase und kann mir noch nicht vorstellen, ob das auch mit meinem Sport und den noch abzunehmenden fünf Kilo nochmal besser werden wird.
    Von daher: Danke! Danke, für den Sonnenstrahl. 🙂

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  5. annesch

    Hallo, sehr spannend und sehr aufmunternd, danke!
    Ich bin gespannt, wie es bei mir weitergeht.
    Du schreibst erst mal nichts zum Thema Schmerzen/schwere Beine – spielte das bei Dir eine Rolle, und falls ja, wie hat sich das entwickelt? (War bei mir jahrelang auch kein so großes Thema, bevor es letzten Herbst Alltag wurde). Hattest Du irgendeine Form von Kompression?
    Meine Abnahme hat sich bisher erst mal hauptsächlich am Oberkörper abgespielt, aber auch an den Beinen passiert etwas – ich habe hier einen Zwischenstand gebloggt: https://annesch.wordpress.com/2016/12/13/zwischenstand-thema-lipoedem/
    Diese Woche soll ich jetzt endlich meine Kompression bekommen! Bei der Herstellerfirma gab es ein Wirrwarr, weil sie die Bestellung des Sanitätshauses erst wie einen weiteren Kostenvoranschlag gelesen haben, anstatt zu produzieren, dann kamen die ganzen Feiertage… – ich hoffe jedenfalls, dass die Kompression meinem ermüdeten Lymphsystem auf die Sprünge hilft. Jedenfalls war die Sanitätshausmitarbeiterin, die mich zu Anfang schon mal für den Kostenvoranschlag vermessen hatte, ganz begeistert, als die konkreten Messungen für die Anfertigungen anstanden und meine Beine schon schlanker waren…! Das war sehr schön… 😀
    Was ich jeder nur ans Herz legen kann, ist Trockenbürsten. Ich mache das seit ca. 2 Monaten jeden Abend (meist nur so 5 Minuten), aber ich sehe einen deutlichen Effekt auf meine Haut. Im Vergleich zu früheren Abnehmversuchen ist die Haut an meinem Bauch weniger schlaff, und im Vergleich zu diesem Sommer sind meine Oberarme straffer, ohne dass ich schon groß Muskeln dort trainiert hätte! Es gibt lymphfluss-fördernde Reihenfolgen, in denen man bürstet, die man im Internet nachschauen kann, und es kommt auch gar nicht auf großen Druck an, sondern die Regelmäßigkeit…

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    1. Claudia Renner

      Guten Abend,

      die Schmerzen/schwere Beine habe ich raus gelassen weil ich mir, rückwirkend betrachtet, nicht sicher bin ob das echt echt war oder nicht. Die waren ständig schwer und müde und haben weh getan. Ich hatte auch fiese rote Druckstellen wenn ich sie überschlagen habe. Das kann ich aktuell nicht beurteilen weil ich immer eingemummelt bin. Falls ich dran denke folgt im Sommer eine Rückmeldung dazu 🙂

      Die Schmerzen/ schweren Beine sind mittlerweile jedenfalls weg. Aber wie gesagt… Manches bilde ich mir auch gern ein 🙂

      Kompression hatte ich nie.

      Ich drücke dir die Daumen, dass deine Strümpfe ganz schnell helfen!

      Danke für den Tipp mit dem Trockenbürsten. Das mache ich bereits seit 2011. Gehört zur Morgenroutine 😉

      Liebe Grüße,
      Claudi

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    2. VD

      Hallo annesh,

      im letzten Jahr habe ich 28kg abgenommen und bin jetzt am Ziel (Kleidergröße 46/48->38/40). Zu Beginn des Jahres 2016 hat meine Phlebologin an beide beine Lymphödeme und tiefe Krampfadern diagnostiziert. Die Frage war, wann operieren wir? Ich gabe gesagt, dass ich zuerst Gewicht verlieren möchte und die Ärztin hat dämit den Augen gerollt, anscheinend wollten das viele. Zuerst sollte das Wasser aus den Beinen raus mittels Lymphdrainagen und ich habe ca. 3 Monate selber sehr konsequent bandagiert (das war vedammt anstrengend). Nun gab es schon eine Reduktion von 10cm pro Oberschenkel nach ca. 12 kg. Dann wurden mir die Strümpfe (Knie) und eine Caprihose verschrieben, das war erstmal eine Wohltat nach den Bandagen. Komisch, wie sich sich die Wahrnehmung ändert, ich habe tatsächlich die Kompessionsstümpfe als eine Erleichterung empfunden. Im Laufe des Jahres wurden noch 2! weitere Paare verschrieben und von der KK (Preis für 2 Paare um die 1600€) übernommen, dies war nur möglich, weil ich so fleißig abgenommen hatte. Wichtig beI den Strümpfen ist es, dass sie aus einem dicken, aber luftdurchlässigen Stoff sind, nicht von der Stange kommen und durch die Aufteilung in Kniestrümpfe und Hosen, sind sie einfach anzuziehen. Alles trage ich sehr konsequent und ich muss sagen, dass die Beine viel dünner geworden sind (zuletzt 4cm pro Knie), keine Schmerzen mehr da sind und (für mich sehr überraschend) ich kaum Hornhaut noch habe, liegt laut Physiotherapeut an der besseren Durchblutung. Da ich kaum Sport gemacht habe(schäm), gibt es noch Dellen, die aber besser mit der Zeit wurden. Vorsatz für dieses Jahr ist tatsächlich mehr Sport. Jetzt ist auch das Ziehen der Venen und der Lymphen kein Thema mehr, mit den Augen rollt die Fr. Dr. Auch nicht mehr.
      Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die Strümpfe weiterhin konsequent tragen werde.
      Herzliche Grüße

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      1. annesch

        Super, vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht! Ich schlage mich im Moment noch mit rundgestrickten Kniestrümpfen KKL II rum und einer handelsüblichen „Kompressionsleggins“, was schon mal besser als nichts ist, aber nervt, weil die rundgestrickten Strümpfe mega einschneiden. Heute kriege ich endlich meine erste flachgestrickte Versorgung (auch Capri und Kniestrümpfe), und auch wenn mir vor dem als so schwierig geltenden Anziehen etwas graut, freue ich mich doch und hoffe sowohl auf Besserung des Schwere-/Schmerzgefühls als auch Reduzierung im Umfang. Wo hast Du das Bandagieren gelernt, beim Physiotherapeuten? Ist das eventuell was für nachts?

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      2. annesch

        PS: Bessere Durchblutung klingt toll, obwohl ich sonst vom Typ eher „kleine Heizung“ bin (meine Mutter hat sich früher an meinen warmen Kinderhänden durch die Handschuhe durch die eigenen kalten Hände gewärmt), habe ich inzwischen große Probleme mit kalten Beinen und Füßen, wenn sich das bessern würde, wäre das wirklich toll….!

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    3. VD

      Hallo anesch,

      ich hoffe, dass Du inzwischen die Flachgestickten in Empfang genommen hast und du gut damit zurecht kommst. Hier – kurz die Antwort auf deine Frage. Der Physiotherapeut und die Sprechstundenhilfe bei der Phlebologin haben mir das Bandagieren gezeigt und nach ca. eine Woche Übung habe ich es kapiert und konnte weitere 10 Wochen meine Technik optimieren 😉
      Auch ich habe völlig motiviert zu Beginn der Behandlung versucht, die Bandagen nachts zu tragen, es war aber sehr unangenehm. Zudem haben mir alle Profis zugesichert, dass es nicht notwendig ist, da nachts durch die horizontale Lage das Wasser aus den Extremitäten zurückfliesst.

      Beste Grüße

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      1. annesch

        Danke für die Infos, seit gestern habe ich die Kompression, und nachdem ich im Sanitätshaus noch die Handschuhe zum anziehen nicht wollte, habe ich heute gleich welche gekauft… m) Aber sobald dann alles sitzt, ist es sehr angenehm und die Beine fühlen sich im Vergleich zu ohne sehr leicht an. Eigentlich toll, was ein gesundes Lymph- & Hautsystem so leistet, dass man es mit so einer Schicht ersetzten muss. Und ein Glück, dass es so gute Materialien und maßgeschnittene Kompression gibt…!

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  6. Maren

    Also ich bin jetzt verwirrt 😉 Habe mich ehrlich gesagt noch nie mit Beinumfang beschäftigt, aber gerade neugiershalber mal gemessen:

    Meine Oberschenkel haben an der dicksten Stelle ca. 52 cm Umfang, meine Unterschenkel an den Waden ca. 36 cm. Ich bin 160 cm groß und wiege 53 kg, bin also im unteren Bereich von Normalgewicht. Aneinander gerieben hat sich da noch nie irgendwas, und wenn ich mich frontal im Spiegel anschaue, sind meine Hüften schmaler als meine Schultern.

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    1. annesch

      Ich weiß nicht, ob es damit was zu tun haben könnte, aber es gibt verschiedene Veranlagungen/körperliche Entwicklungen, die beeinflussen, wie Hüfte und Oberschenkel sich ausprägen – auch die berühmte Thigh Gap hat anscheinend mehr mit Körperbau als mit BMI zu tun: https://de.wikipedia.org/wiki/Thigh_Gap
      Ich weiß, vom Thema Lipödem her gedacht, dass sich die Lipödem-artigen Fettpolster bevorzugt an der Außenseite der Hüften (und am Hintern) und an der Innenseite der Oberschenkel anlagern. Ist bei mir auch genau der Fall: breite „Hüfthöcker“ – wenn ich es mal so nennen soll, ich wünschte manchmal, Reifröcke wären modern 😉 – an den Außenseiten der Oberschenkel bis zum Knie ist es anders, da sehe ich manchmal sogar die Furche, die dort von der gut ausgeprägten Oberschenkelmuskulatur verursacht wird (ich fahre viel Fahrrad und gern in hohen Gängen), während die Innenseite mit mehr Polstern versehen ist. Dort beginnen die Polster auch, sich über das Knie Richtung Wade auszudehnen. Und an den Innenoberschenkeln kommt es dann zur Reibung. Leider ist es auch so, dass diese sich innen-anlagernden Polster beim Lipödem dazu führen, dass die Beine sich nach und nach Richtung X-Beine entwickeln. Klar, dass bei geraden Beinen oder O-Beinen nicht so viel reibt.
      Ich hoffe, dass bei der (bei mir leicht ausgeprägten) X-Beinigkeit sich im Lauf der Abnahme noch was zurückentwickelt, ähnlich, wie Erzählmirnix beschreibt, dass sich die Knochen im Brustkorb nach und nach an ihren neuen Körpertyp angepasst haben.
      Kurz: gleicher oder ähnlicher Oberschenkelumfang kann, je nach Ausprägung, unterschiedliche Auswirkungen haben.

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      1. Claudia Renner

        Hallo Maren,

        ich schließe mich anesch an. Dazu kommt ja auch noch, dass vermutlich nicht jeder wirklich die exakt gleiche Stelle abmisst.

        Liebe Grüße,
        Claudi

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    2. Sandra

      Ich bin jetzt leicht irritiert – ich bin untergewichtig und habe schlanke/dünne Beine (Problemzone wenn dann eher Bauch als Hintern/Oberschenkel), und trotzdem kann ich nicht mit zwei Händen den Oberschenkel umfassen. Muss ich meine Anatomie anzweifeln?
      (Oder im Ernst: an welcher Stelle soll der denn so umfassbar sein?)

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      1. Claudia Renner

        Guten Morgen Sandra.

        Nein, bitte nicht anzweifeln. Wir sind alle anders gebaut. Das ist auch kein Ziel von mir. Mir ist lediglich aufgefallen:
        2014: „Das geht ja nicht mal annähernd!!!“
        Zu 2017: „Krass wie viel näher sich die Daumen nun kommen.“

        Entschuldigt, falls das missverständlich formuliert ist.

        Liebe Grüße,
        Claudi

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    3. Mona

      Bin auch verwirrt.
      Ich bin 171 cm groß, wiege 58 kg und habe ca. 54 cm Oberschenkelumfang. Kann auch gerade so den UNTERschenkel mit den Daumen und Zeigefingern beider Hände umfassen.

      Da sind große Muskeln drin, die haben doch auch viel Umfang. Bei unserem BMI haben wir hoffentlich alle nicht so einen extremen Fettanteil, dass er soooo viel ausmacht.

      Was ist eigentlich so schlimm daran zum Arzt zu gehen? Der hätte dann untersucht und gesagt, das ist kein Lipödem, nehmen Sie ab und machen sie mehr Sport. Nichts Schlimmes wäre passiert. Oder hättest du sofort nach einer Fettabsaugung verlangt ohne die befürchtete Lipödem-Diagnose abzuwarten?

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      1. Claudia Renner

        Guten Morgen Mona,

        so schlimm daran ist, dass Dr. Google schneller war. Alle Fotos die ich zum Thema Lipödem im ersten Stadion gesehen habe, entsprachen 1:1 meinen Beinen.

        Davon abgesehen hab ich als Teenie mal von einer Ärztin gesagt bekommen, dass das ein Lipödem werden könnte und ich es beobachten soll.

        Liebe Grüße,
        Claudi

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      2. Mona

        Ok, wenn man das wirklich hat, dann kann man darüber auch mit dem Arzt reden. Meiner Erfahrung nach geht es nicht so extrem schnell vom „oh ich hab ein Lipödem“ zu „Ich werde operiert“. Man versucht vorher ja alles andere, z.B. ob es mit Sport, Muskeln, Fettabbau schon genug verbessert und erst dann die Op, wenn man das bezahlen kann oder die Krankenkasse überzeugt.

        Ich kenn das aus meinem engeren Umkreis. Das dauert alles ewig. Dann wird operiert, wenn man selbst gezahlt hat und dann braucht man mehrere Jahre Gerichtsverfahren und Gutachten bis die Krankenkasse einem das Geld zurück gibt. Kennt ihr andere Abläufe, die direkter waren und schneller verlaufen sind?
        Und das war eine junge Frau mit seeehr deutlichem Lipödem (auch bei Untergewicht, sie hatte nur ganz kurz mal bisschen Übergewicht in ihrem Leben), wo jeder Gutachter das auch bestätigt hat, dass es auch noch viel Druckschmerz erzeugt und die Lebensquälität stark beschädigt.

        Ich finde es immernoch sinnvoll zum Arzt zu gehen bevor man Angst/Hoffnungslosigkeit hat, dass es nie wieder besser wird und man unbedingt eine Op braucht. Ich finde aber sehr gut, dass du alle deine Möglichkeiten ausgeschöpft hast und mit Fettabbau und Bewegung ein für dich annnehmbares Ergebnis erreicht hast.
        Ich kann es sehr verstehen, dass man auch ein ganz leichtes Lipödem bei sich schlimm findet. So bin ich auch, nur dass für mich Operationen nicht in Frage kommen, weil die mir tausend mal mehr Angst machen, da behalte ich lieber das andere Übel.
        Es gibt ja auch andere Menschen, die ein wirklich extremes Lipödem haben und denen ist das egal, die nehmen das so, wie es ist und sehen das nicht mal als etwas, was sie beim Arzt abklären lassen.
        Ich find es super, dass du es aus deiner eigenen Kraft geschafft hast und so eine starke Frau bist und anderen Menschen mit dem Text so viel Mut machst. Es gibt bestimmt sehr viele Menschen, wie dich und mich, denen Sport und Abnehmen wirklich gut akzeptable Ergebnisse liefern würde, sie glauben einfach nicht dran und versuchen es deswegen nicht. Durch Nadja und dich versuchen es die Menschen und das ist etwas sehr tolles, weil ihr beweist, dass es doch geht, dass ist nicht nur Gerede ist (von Ärzten oder anderen, die das Problem selbst nie hatten und leicht reden haben).

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      3. Claudia Renner

        Liebe Mona,

        vielen vielen vielen Dank für deine schönen Worte. ❤ Mein Herz geht auf. Wirklich.

        Hab einen schönen Sonntag und ich wünsch dir das Allerbeste,
        Claudi

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  7. Angie

    Oh, das lässt mich hoffen. Ich bin ja noch mitten in der Abnahme, aber meine Oberschenkel hinken etwas hinterher. Während oben am Bund die Hosen schon schlockern, sitzen sie an den Oberschenkeln noch sehr eng. Danke fürs Mut machen!

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  8. Jade

    Schöner Artikel, wenn auch für mich etwas frustrierend. Ich hab bei 65kg bei 1,66m nen 58cm Oberschenkelumfang. Also nicht nur ein wenig mehr, sondern extrem mehr 😦 Das ist dann doch etwas demotivierend, da ich den Eindruck habe, dass dünne Beine bei mir nur mit starkem Untergewicht möglich sein könnten

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    1. Claudia Renner

      Guten Morgen 🙂

      Es ist halt auch immer die Frage an welcher Stelle man misst. Ich find hier den Vergleich von cm von Frau zu Frau gar nicht sooo aufregend wie zu beobachten, ob/ wie man sich selbst verändert. Plus: Wir sind alle anders gebaut.

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      1. Jade

        Nabend! Da hast du wohl recht, aber manchmal ist es schwer das mit dem Vergleichen sein zu lassen. Muss da mal schauen irgendwie gezielt dran zu arbeiten, denn ein Lipödem dürfte es nicht sein. Bin an den Beinen nur arg schwabbelig, habe aber keine Schmerzen etc. Nur hält es sich bei mir da doch gerne sehr hartnäckig

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  9. Mona0815

    „Wie oft bin ich in den letzten Monaten 3x auf die Waage, wieder runter, wieder raus, Smartphone für ein Foto holen und wieder rauf? Weil eine neue Zahl (die später dann verachtet wird)😉 jedes Mal eine wahre Freude ist.“

    Dem kann ich nur 100%ig zustimmen! 😀
    Toller Beitrag! Mich stören meine Oberschenkel eigentlich nicht, aber noch ein Bisschen weniger fände ich auch nicht schlecht! Bin gespannt, was sich noch bei mir tut – ich sollte auch mal Messen anfangen… 😀

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  10. Will_Anonym_bleiben

    Ich geb auch mal als Betroffene (etwas verspätet, habe den Blog erst kürzlich entdeckt) meinen Senf zum Thema Lipödem.

    Meine Eckdaten: 1,70 groß, ca. 60 Kilo, nie Übergewicht gehabt. In der Pubertät waren Hintern und Schenkel jedoch das erste, was wuchs und untenrum hatte ich dann sehr schnell eine Konfektionsgröße mehr als obenrum. Das wurde auch nicht besser, und als ich mit Ende 20 znehmend Beschwerden bekam, habe ich mich mal informiert und bin zur Fachärztin. Meine Beschwerden sahen so aus: Äußere Oberschenkel druckempfindlich, Schweregefühl (sehr ausgeprägt an heißen Tagen), sehr sehr starke Neigung zu blauen Flecken. Optisch die typische „Reiterhose“, was nicht grade toll aussah weil es die Proportionen zerschossen hat.

    Zum Zeitpunkt des Arztbesuchs war ich typisch skinnyfat, außer mal ein bisschen wandern oder radfahren habe ich keinen Sport gemacht. Die Ärztin riet mir prinzipiell zur OP, verschrieb mir aber eine Kompressionsstrumpfhose (nicht allzu fancy, Kompressionsklasse II). Die habe ich dann auch bekommen und getragen – und das war schon der erste Unterschied. In den ersten Tagen habe ich regelrecht gemerkt, wie das Gewebe entwässert wurde.

    Dann habe ich mich noch ein bisschen mehr informiert und aus weiteren Gründen angefangenn, Sport zu machen, und zwar HIT-Training mit youtube-Vidoes. Zusätzlich habe ich angefangen zu joggen und darauf zu achten, genug Protein zu essen. Und obwohl ich jetzt krafttrainignsmäßig nichts Extremes gemacht habe/mache (halt die üblichen Körpergewichtsübungen plus ein bisschen mit den 5 kg Hanteln und einer 12 kg kettlebell) hat das in Bezug auf das Lipödem nochmal richtig viel gebracht – einfach dadurch, dass ich meinen Körperfettanteil gesenkt und Muskeln aufgebaut habe. Das Gewicht ist nämlich gleich geblieben.

    In Zahlen: Der Gesamtumfang meines Pos unten am Übergang zum Oberschenkel (dort sitzt das schwerpunktmäßig bei mir, das ist die breiteste Stelle) schrumpfte von 105 auf 94 cm. Die Oberschenkel von 63 cm auf 54 cm. Die Reiterhose ist zwar trotzdem nicht komplett beseitigt, aber doch so weit „harmonisiert“ dass ich eine OP zumindest im Moment nicht in Betracht ziehen würde. Meine Figur wird immer eher popolastig sein, aber jetzt ist die Form besser und die Außenbeule nicht mehr so krass. Was auch optisch etwas ausmacht, ist wenn man im Oberkörper ein paar Muskeln aufbaut, das gleicht das Ganze dann ein bisschen aus. Zahlen zum KFA habe ich leider keine, weil ich die nie gemessen habe sondern mich mehr an Optik und Maßband orientiert habe.

    Die Kompressionsbestrumpfung trage ich inzwischen nach Bedarf wenn ich merke, dass sich die Beine wieder ein bisschen schwer anfühlen. Ist aber kein Vergleich zu früher.

    Der Arztbesuch ist jetzt 5 Jahre her, und obwohl ich sportmäßig mal mehr, mal weniger Krafttraining mache konnte ich die Verbesserung gut beibehalten. Muskeln sind echt was Tolles, die gehen wenn man mal 3 Wochen mehr Bock auf lange Joggingrunden hat weil grade das Wetter so toll ist auch nicht sofort weg.

    Ich kann also allen Betroffenen raten: Geht zum Arzt, lasst Euch Kompression verschreiben und schaut, dass Ihr den Körperfettanteil senkt und Muskeln aufbaut. Das kann richtig viel bringen.

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  11. Reiterhosen können also tatsächlich verschwinden? Selbst Ärzte haben mir IMMER gesagt, selbst mit einer Abnahme auf Knochengröße würden meine Reiterhosen immer bleiben!
    Nun habe ich zumindest Hoffnung. Nach -35 Kilo sind die Reiterhosen zumindest schonmal kleiner geworden 🙂

    lg, Anja

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    1. Claudia Renner

      Guten Abend Anja,
      bisher sind sie zumindest nicht wieder gekommen 😉
      Uch wünsch dir weiterhin viel Erfolg!!! Und vor allem, dass die Reiterhosen noch kleiner werden und dann ganz verschweinden ❤
      Sonnengrüße,
      Claudi

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