Frohe Weihnachten!

Also erstmal: Frohe Feiertage 🙂

Ich sitze hier gerade vor einem riesigen Stapel Bücher, die ich gleich einpacke, um sie dann den Gewinnern der Verlosung zuzuschicken. Mittlerweile ist der Tisch abgeräumt und nur ein einsames Raclettegerät steht da, um geputzt zu werden. Ich war zu langsam mit dem Artikelschreiben, so dass das Essen dazwischenkam 🙂

Vor ein paar Tagen hatte ich einen richtig, richtig miesen Tag: Zuerst bin ich um 5 Uhr zu früh und fertig aufgewacht, konnte aber nicht mehr schlafen. Dann dachte ich: „Mach das Beste daraus!“ und wollte um 7 auf den Crosstrainer – nur um festzustellen, dass der das Zeitliche gesegnet hat. Nach nur einem Monat! Ganz ehrlich … ich bin unterwältigt. Dank der Feiertage und dem super umständlichen Reparaturprozess (zuerst wird mir ein Paket geliefert, dann kommt die Spedition nochmal, um es abzuholen, dann wird es mehrere Tage repariert und dann wieder zugeschickt…) wird es wohl bis weit in den Januar dauern, bis ich wieder Crosstrainern kann. Gnaah.

Wobei das Crosstrainergenerve nichtmal das schlimmste war, denn das Highlight kam kurze Zeit später. Wir hatten abends nämlich die ersten richtig ernsthaften Hausinteressenten (wieder-)erwartet, nachdem diese ihr Finanzierungsgespräch mit der Bank hatten. Statt dessen rief der Makler an, um mitzuteilen, dass es nicht geklappt hat und wir nun wieder bei Null stehen. Die Enttäuschung war … echt groß. Zumal ich die ganze Woche ziemlich glücklich deshalb war und mir immer wieder sagte: „Freu dich nicht zu früh, nicht dass es doch nicht klappt…!“ aber wie das halt so ist, man freut sich doch. Wie sehr man schon damit gerechnet hat, trotz innerlichem Herunterspielen, merkt man dann an der riesigen Enttäuschung.

In dieser Stimmung kam ich dann auf die Idee, wenigstens anderen eine Freude zu machen, und jeweils einige Versionen von Fettlogik, Erzaehlmirnix und dem diesjährigen Antirassismuskalender (in dem ich mit einigen Comics vertreten bin) zu verlosen. Es stellte sich raus, dass das eine mäßig gute Idee war, denn in kurzer Zeit waren da über 300 Kommentare für Fettlogik eingegangen und ich hätte gerne jedem einzelnen davon das Buch geschenkt. Nachdem ich völlig überfordert war, entschied ich mich dann für eine Zufallsverlosung.

Ich wurde im letzten Jahr öfter mal angesprochen, ob ich nicht eine Aktion machen will, so wie andere Autoren, die z.B. ihre Leser auffordern, das Buch an potentiell relevanten Plätzen auszulegen, damit es mögliche Leser zufällig finden oder irgendwelche anderen kreativen Werbeaktionen. Also falls ihr Lust habt Fettlogik weiter zu verbreiten, könnt ihr euch ja die Kommentare zur Verlosung mal durchlesen (Klick) und vielleicht findet ihr jemanden, dem ihr eine Freude machen wollt. Im Gegensatz zum zufälligen Auslegen an irgendwelchen Orten wären das Leute, die das Buch haben möchten.

Nach drei Zufallsziehungen habe ich noch eine vierte Version gezielt verschenkt – nachdem heute perfekt getimed Post von Ullstein kam: Die 11. Auflage wurde offenbar gedruckt (und damit dann auch mein Autorenexemplar)! Immerhin doch noch eine schöne Nachricht diese Woche.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich hatte vor einigen Tagen einen Blogartikel zum Thema „Gründe“ gepostet, in dem ich Geschichten gesammelt habe von den persönlichen Motiven und Zielen, warum Leute abnehmen. Inzwischen sind noch zahlreiche weitere Antworten eingegangen, so dass inzwischen fast 90 Beiträge zusammenkamen. Wollt ihr, dass ich die in Nachfolgeartikeln alle nach und nach verblogge oder wird euch das zu viel? Um Meinungen in den Kommentaren wird gebeten 🙂

Aber nun erstmal einen besinnlichen Heiligabend!

12 Gedanken zu “Frohe Weihnachten!

  1. Hallo Nadja, ich möchte dir hier auch nochmal herzlich danken 🙂 Ich bekomme das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht! Dir und meinem Verlobten ist da ein wirklich tolles Weihnachtsgeschenk geglückt.
    Ich hoffe, dass du dennoch ein schönes Weihnachtsfest hast, trotz der Startschwierigkeiten. Daher: Frohe Weihnachten!
    Ich hätte Interesse an einer Unterseite als Sammlung der Gründe, ähnlich wie das „Zu dünn“ Projekt. Ich finde es immer interessant, was andere für Beweggründe haben 🙂

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  2. Nicole

    Huhu und entspannte Feiertage!

    Ich habe erst diese Woche mein noch nicht gelesenes Buch aus der 2. Auflage zum 50. Geburtstag eines Freundes verschenkt. Es war auch gewünscht 🙂 und auch nur weil ich es ja als ebook habe, aber ich werde es wieder in print nachbestellen. Ich brauch es zwingend im Schrank!

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  3. Vera

    Tipp für Crosstrainer.

    Liebe Nadia. Ich lese, dass du täglich auf dem Crosstrainer trainierst. Ich würde mir auch gerne einen für zu Hause anschaffen, hatte aber bereits 2 Fehlkäufe – und diese zurückgeschickt. Kannst du mir (oder andere Leser) einen Tipp geben?

    Danke und LG, Vera

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  4. Youtube Sucks

    Hey Nadja,

    ich hab gestern angefangen, dein Buch zu lesen, und es war genau das, was ich grade brauche, wenn ich auch auf viele der von dir erwähnten Dinge langsam selber komme.

    Ich bin weiblich, 30, und so groß wie du, und lustigerweise ist mein Zielgewicht/Wohlfühlgewicht ebenfalls bei 63 Kilo. Seit ich ein Teenager bin, versuche ich, abzunehmen, und pendele fröhlich (oder mega angekotzt) zwischen 80 (in Höchstzeiten auch einmal 86) und 63 (in Niedrigstzeiten auch mal 59) hin und her.

    Ich weiß, das ist nicht so wahnsinnig viel, reicht aber, um einen dauerhaft unzufrieden zu machen, weil man mit 80 Kilo eben doch deutlich unfitter, unbeweglicher usw. ist, beim Schlafen kriegt man in der Lieblingsposition nervig kneifende Schwabbelfalten an der Hüfte, Sport fällt schwer, und die Klamotten passen nicht.
    Ich weiß sehr wohl, woher mein Übergewicht kommt, denn ich pendele zwischen Extremphasen – entweder sehr gesund essen oder sehr ungesund. Es grenzt an Essstörung, aber ich bin grade dabei, das auf die Reihe zu kriegen, und darum soll es hier auch nicht gehen.

    Was mich viel mehr überrascht hat, war, wie sehr ich selber Fettlogik verinnerlicht habe, obwohl ich mich immer für jemanden hielt, der relativ ehrlich und aufgeklärt mit dem Thema umgeht. Erst unlängst eröffnete ich einen Thread in einem Forum: Ich esse nur xyz, nehme aber nicht ab (momentan bin ich von 79 auf 76 runter, durch Kalorien- und Makros zählen und Sport)
    Schon vorher hatte ich meine Ernährung umgestellt von sehr viel Süßigkeiten, täglich Kuchen und Schokolade, Eis, Spaghetti usw., auf viele Salate, grüne Smoothies usw., und nahm damit nicht ab (dazu erstellte ich ebenfalls einen verzweifelten Thread)

    Die Antworten passten mir gar nicht – du isst immer noch zuviel. Du wiegst nicht richtig. Irgendwie bescheißt du dich selbst, denn mit einem Defizit würdest du abnehmen.

    Langsam dämmert mir: Ja, scheiße. Ich bin nicht das Stoffwechselwunder, für das ich mich zu halten schien. Die grünen Smoothies haben, einschließlich Reisprotein, pro Portion gerne mal 800 Kalorien. Hallejulah! Die Salate…das Olivenöl, dazu noch ne Dose Kidneybohnen, eine Avocado dazu…au weia! Ich kann problemlos ein Frühstück mit 800 Kalorien kreieren, das nach ziemlich wenig aussieht (wenigstens macht es aber lange satt)

    Mein Abendessen…ach du kacke. Die Kokosmilch. Das Hähnchenfleisch. Ich dachte immer, ich könnte mir locker die ganze Gemüsepfanne reinpfeifen, aber seit ich genau zähle, teile ich sie mir in zwei Tage ein (was auch besser ist, weil man sich dann an einem Tag das Kochen spart)

    Ebenfalls etwas, das ich immer geglaubt hatte – durch den ganzen Süßkram und die ungesunde Ernährung in Extremphasen würde sich mein Gewicht auf maximal 86 Kilo einpendeln, denn um auf 150 Kilo zu kommen, muss man ca. 5000 Kalorien täglich essen, und schon drei Pizzen frühstücken, Chicken Nuggets eimerweise, und mindestens eine Sahnetorte am Tag. Die 5000 Kalorien hab ich mir dabei ausgedacht, denn in amerikanischen Fernsehsendungen sieht das Essen, was die stark übergewichtigen Leute essen, für mich immer nach ca. 5000 Kalorien aus (LOL!)

    Da ich ja nicht 5000 Kalorien täglich aß, sondern nur so … ach, bestimmt 2000 – 2500, wenns hochkommt (tatsächlich waren es bestimmt 3000 – 4000), würde ich nur bei 80 Kilo landen und dort bleiben. Dass ich aber regelmäßig bei 80 Kilo die Notbremse zog und radikal ins andere Extrem umschwenkte, hab ich dabei irgendwie … vergessen.

    Und sogar wenn ich Kalorien zähle, gibt es Tage,an denen ich Dinge nicht liste (aus Faulheit, und weil ich nicht weiß, wieviele Kalorien die Sommerrollen, das Sushimenü 5 und ein Bananenmilchshake in meinem Lieblingsrestaurant haben), und die das Potential zum Selbstbeschiss haben.

    Dazu erfasst mich jedesmal beim Abnehmen die Panik: OH WEH! Iss bloß nicht zu wenig, oder du wirst dir den Stoffwechsel ruinieren, und dann auf mysteriöse Weise zunehmen. Es passiert ja schon die ganze Zeit, schau! Du zählst Kalorien (mit ein paar Beschissmahlzeiten), du machst Sport (doch gar nicht so oft und lange, wie es mir vorkommt, und ansonsten sitz ich auf dem Hintern), und trotzdem hast du 1 kg zugenommen. Du wirst immer fetter. Dein Stoffwechsel ist völlig ruiniert. Kauf dir mal lieber Chilischoten und trink schwarzen Kaffee (ich hasse beides), um ihn anzukurbeln.

    Der Witz ist, dass ich tatsächlich eine latente SchilddrüsenUF habe, aber durch die Hormoneinnahme vermutlich momentan eher an der Überfunktion schramme, weil ich oft Herzrasen und Schweißausbrüche hab, was äußerst unangenehm ist, Arzt überprüft das grad). Ich WILL meinen Stoffwechsel gar nicht noch mehr ankurbeln, denn ich wache nicht gerne mit 110 Herzschlägen pro Minute auf.

    Die „Gewichtszunahme“ lag vermutlich daran, dass der Körper einfach Wasser einspeicherte, weil ich von heute auf gleich mit Krafttraining anfing und auch viel Muskelkater hatte, und auf meine Proteinzufuhr muss ich ständig achten, sonst ist sie zu gering. Ich hab definitiv Fett ab- und nicht zugenommen in den letzten Wochen.

    Du siehst, obwohl ich mich immer für einen relativ aufgeklärten Menschen hielt, dachte ich, mein Körper würde auf völlig mysteriöse Weise völlig anders als die Körper aller anderen Menschen funktionieren. Ich dachte immer, dass ich auch genauso gut eines Tages plötzlich aufwachen und dank umgedrehter Schwerkraft an der Decke schweben könne, da ich ja auch von Schokolade abnahm und von Sport zu.

    Ebenfalls dachte ich, sogar in letzter Zeit noch, dass ich eben einfach kräftig gebaut sei, und auch schlank irgendwie komisch aussähe, wie eine abgemagerte Kuh, und nicht wie jemand, der von Natur aus schlank sei. Tatsächlich habe ich verhältnismäßig breite Schultern, und bin ja auch nicht klein, aber jetzt erkenne ich, was für ein Quatsch es ist, sich das einzureden. Nur, weil man sein Leben lang noch kaum andere Erfahrungen gemacht hat, weil man nur Mist gelernt hat/einem nur Mist vorgelebt wurde und deswegen noch nicht so gut darin ist, sich selbst vernünftig zu ernähren, ist das ja nicht in Stein gemeißelt.

    Dein Buch ist so motivierend, mir einfach nicht mehr all diesen Unsinn einzureden. Vor allem, da wir ähnliche Voraussetzungen/Ziele haben. Zu lesen, dass du jetzt keineswegs hungerst. Das ist eine andere Falle, in die ich immer wieder tappe, Gewicht halten mit Verzicht und Mangel gleichzusetzen. Mir geht es ansonsten wie dir – ich habe mich nie gerne mit ungesundem Kram vollgestopft, das schlechte Gewissen dabei war unerträglich. Ich habe jetzt viel mehr Energie, da ich auf höhere Zufuhr von Gemüse/Grünzeug achte (und das wiege ich auch ab) und entsprechende Proteinzufuhr. Noch vor wenigen Wochen habe ich täglich Schokolade gegessen, auch hier ist der erste Entzug immer wieder schwierig, aber dann verliere ich automatisch das Interesse, mir am Abend noch eine Vollmilchschokolade zu inhalieren, wenn der Tag sonst kalorientechnisch gut lief und ich genau weiß, dass mir diese Tafel meine Kalorien/Makros total zerschießen würde.

    Dir ein großes Dankeschön für deine Aufklärungsarbeit und die Beschreibung deines eigenen Weges, ich fühle mich jetzt so viel besser. Gestern dachte ich noch „Vielleicht kann ich die 63 Kilo nie erreichen, weil ich jetzt ja auch schon 30 bin“

    Ich wünsche dir ein tolles 2017 und viel Erfolg weiterhin auf deinem Weg. Vielleicht melde ich mich mal, wenn ich die 63 wieder erreicht habe, was hoffentlich in absehbarer Zeit passieren wird!

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  5. Youtube Sucks

    Noch ein Nachtrag: Den Absatz mit den 5000 Kalorien/150 Kilo/Essensbeispielen bitte nicht als Angriff missverstehen, ich habe das so geschrieben, um die Absurdität meiner Gedankengänge aufzuzeigen, und wie sie eben absolut keine realistische Grundlage haben. Ich hab keine Ahnung, was die Leute aus diversen Fernsehshows wiegen, ihr Essverhalten wird immer total überzogen dargestellt, und ich kann absolut keinem ansehen, wie viel er wiegt, noch weiß ich, wie viel wer mit welchem Gewicht wirklich isst.

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