Das hat sie nicht gegessen!

Gestern gab es im Forum zum Thema frühere (Fehl-)Vorstellungen zu Gewicht zwei Beiträge:

Schlank sein bedeutet ein Leben lang selbst kasteien, solange man nicht Naturschlank ist. Sieht man ja in Promisendungen. (ist mir erst jetzt rückblickend aufgefallen)
In etwa so:
Journalist zu schlanker Promifrau: „Was essen sie denn so? Wie sind Sie so schlank“
Frau: „Ich esse normal, und auch MAL Lasagne oder Burger, und ich mache täglich etwas Sport“
halt in etwa.
geht zurück ins Studio, wo ernsthaft eiskalt behauptet wurde, dass sie lügt. Wer so eine Figur hat, KANN keinen Burger essen. Da hat man ausschliesslich Salat zu essen. Also echt, was ist sie eigentlich für eine miese Person, frech in die Kamera zu lügen. Nächstes Thema.

Was zur Hölle?

Und:

Ich habe tatsächlich jahrelang geglaubt, Models würden alle lügen, wenn sie behaupteten, nicht nur an Salatblättern zu knabbern.

So doof ich die Klum auch finde: als ich vor dem Fernseher saß und darüber ätzte, dass sie nach Ende der Fernsehaufnahme bestimmt sofort zum Mülleimer stürzen und den Bissen Burger ausspucken würde, war das einfach bescheuert von mir. Die Frau wird täglich stundenlang trainieren und hat wahrscheinlich den Kalorienverbrauch eines durchschnittlichen Mannes. Die muss den Burger nicht ausspucken, sondern kann, wenn sie will, danach noch fröhlich grinsend einen Snickers einatmen.
Nun ist mir zwar auch klar, dass ihr nicht ständig danach sein wird, aber ich glaube inzwischen, dass sie ziemlicher sicher mit ihren Kindern Eisessen geht oder sich unterwegs auch ohne schlechtes Gewissen einen Caramel Macchiato kauft. Und auch trinkt und nicht in die Zimmerpalme kippt.

Ich fühle mich echt ziemlich doof, wenn ich an meine blöden Kommentare zum Essverhalten irgendwelcher Stars denke…

In der Beziehung kann ich mich munter einreihen, denn ich habe lange Zeit darüber gelästert, wie bei Heidis Modelshow immer mehr oder minder dezent irgendwelche „Die Mädels essen Burger/Döner/Eis!!!!“-Szenen eingeschoben wurden.

Erst im Laufe der letzten Jahre wurde mir bewusst, wie falsch ich lag. Auch und gerade im Hinblick auf mein aktuelles Essverhalten. Dummerweise muss ich mir eingestehen, dass ich als Frau mit dem Appetit eines großen, kräftigen Mannes gesegnet bin. Bei den ~3000 kcal, die mein Mann täglich isst um sein Gewicht zu halten, kann ich ganz locker mithalten. Nur liegt mein Bedarf laut fddb als schlanke Frau an einem inaktiven Tag irgendwo um die 1900 kcal. Das ist zwar völlig okay und durchschnittlich, sogar ziemlich hoch für eine Frau (dank meiner überdurchschnittlichen Größe), fühlt sich aber für mich schon nach „irgendwie wenig“ an.

Meine Strategie der Wahl ist daher, dass ich an den meisten Tagen ein oder zwei Stunden auf dem Crosstrainer verbringe. Während ich früher meine Liebingsserien auf der Couch geschaut habe, schwitze ich jetzt dabei und verbrenne pro Stunde um die 600 kcal (die Zahl hat sich in den letzten 2 Jahren bestätigt, dürfte also grob passen). Bedeutet: Ich kann oft wieder so viel essen wie früher. Mein Essverhalten entspricht also regelmäßig dem eines großen, kräftigen Mannes oder eben einer stark adipösen Frau.

Nun bin ich mit meinem Gewicht von 65 kg noch einiges von dem eines Models entfernt, aber ich habe mal mit einem Onlinerechner etwas herumgespielt – irgendwie spuckten alle, die ich gefunden habe, recht hohe Werte aus. Also persönlich würde ich je etwa 200 kcal abziehen, denn ich finde die etwas niedrigeren Werte, die mir mein fddb-Account anzeigt, da realistischer. Aber für einen ungefähren Eindruck und Vergleich reicht es.

Die durchschnittliche Frau ist etwa 165 cm groß.. Ich habe das Gewicht mal großzügig auf 70 kg aufgerundet, um den Vergleich eher kritischer zu machen:

1

Die Durchschnittsfrau isst also etwa ~2000 kcal um ihr Gewicht zu halten. Beim Model habe ich mal die unterste Modelgröße von 175 cm gewählt und ein Untergewicht von 50 kg veranschlagt:

2

Das Model isst also etwa 250 kcal weniger als die Durchschnittsfrau, um das Gewicht zu halten. Allerdings gehört zum Job des Models meist nicht nur eine schlanke, sondern auch eine sportliche Figur, und die meisten Models dürften regelmäßig Sport treiben. Wird mindestens eine Stunde Sport in die Berechnung mit einbezogen, sieht die Sache dann etwa so aus:

3

Um sein Gewicht zu halten, isst das Model also sogar mehr als die etwas mollige Durchschnittsfrau. Von wegen Dauerverzicht und Selbstkasteiung, rein technisch gesehen kann das Model essen wie die Durchschnittsfrau und anschließend noch eine halbe Tafel Schokolade essen.

Wenn man sich mal die Nährwerte besonders „sündiger“ Speisen anschaut, etwa bei McDonalds (Nährwerttabelle):

Cheeseburger 304 kcal
Doppel-Cheeseburger 448 kcal
Hamburger 254 kcal
Hamburger Royal Käse 527 kcal
Pommes Frites klein 239 kcal
Pommes Frites groß 448 kcal
Apfeltasche 252 kcal
McFlurry® OREO® 297 kcal

… oder bei fddb:

Schwarzwälder Kirschtorte 451 kcal
Snickers 241 kcal
Magnum, Classic 239 kcal
dunkin‘ donuts double chocolate 290 kcal

… dann ist deutlich zu erkennen, dass 1-2 solcher „unglaublich sündiger Lebensmittel“ recht problemlos sogar täglich möglich wären.

Dennoch wird es gerne so dargestellt, als dürfe das durchschnittliche Model nur gelegentlich ein paar Weintrauben auslutschen oder Salatblättchen knabbern und würde niemals auch nur in die Nähe eines Cookies oder Burgers kommen. Die Seite „You didn’t eat that“ etwa entstand vor einigen Jahren um sich über schlanke Frauen mit kalorienreichen Nahrungsmitteln in der Hand lustig zu machen. Über die Seite wurde damals einiges in den Medien berichtet, vor ein paar Monaten z.B. erst auf Bento „Wenn Models so tun als ob“. Mit Zitaten wie:

Auf Tumblr sammeln sie seit 2014 Fotos, auf denen attraktive, dünne Frauen mit fetten Kalorienbomben zu sehen sind. Es scheint wenig wahrscheinlich, dass dieses Essen wirklich verspeist wurde. […]

What a shame! Woran man den Schwindel erkennt? Ganz einfach: Das Essen steckt einerseits noch nicht im Mund und wird andererseits für Werbezwecke vor die Linse geholt.

Zu dem Bild einer Frau mit Cookie in der Hand wird dabei geschrieben:

Schaut euch diese Augen an! Sind sie nicht starr vor Angst? Auch die hochgezogene Lippe signalisiert: Auf gar keinen Fall möchte ich diesen Smarties-Cookie anbeißen, auch nicht für 10.000 Likes, meine Lieben.

Und am Ende:

Wer dünn ist, sich aber mit viel Süßkram abbilden lässt, erweckt zumindest den Eindruck, alles essen zu können und trotzdem eine Bombenfigur zu behalten. Die dummen Sprüche bleiben anders als bei Dicken („Iss doch einmal etwas Gesundes“) aus. Nach dem Motto: Sie gönnt sich doch!

Na ja, das ist ein etwas komischer Kommentar angesichts der Tatsache, dass hier ein Jubelartikel über eine Seite verfasst wird, die sich mit über 100000 Followern über das Essverhalten von schlanken Leuten lustigmacht und ihnen mit schnippischen Kommentaren unterstellt, zu lügen.

Oder geht es darum, dass bei Schlanken keine dummen Sprüche kommen im Sinne von „Muss der Burger sein? Warum nicht was kalorienärmeres?“ Das stimmt natürlich, aber auch hier muss man ja etwas differenzieren. Anderen in ihr Essverhalten zu quatschen (oder sie öffentlich dafür z.B. auf Tumblr bloßstellen) ist generell scheiße. Wenn allerdings eine schlanke Person etwas kalorienreiches isst, scheint das ja offensichtlich in die Kalorienbilanz zu passen um eben jene „Bombenfigur zu behalten“ – und dass als ungesund wahrgenommene Nahrungsmittel wie Burger oder Schokolade bei Schlanken nicht kritisiert werden, halte ich auch für ein Gerücht. „Das ist aber nicht gesund“ kann völlig unabhängig von der Figur der betreffenden Person von irgendwelchen selbsternannten Essenspolizisten geflogen kommen.

Die Bilder führen in die Irre. Letztlich wirkt es so, als ob jede dünne Frau einfach Glück gehabt hätte, mit den Genen – und die hervorstehenden Rippen demnach nur ganz natürlich seien.

So leid es mir tut, aber viele Normalgewichtige haben sich abzeichnende Rippen.

Mit welchem Ziel Models das „Dünnsein“ erreichen, wird die Öffentlichkeit in den seltensten Fällen erfahren. Ob sie mit einem speziellen Körperbau gesegnet sind oder Stunden im Fitness-Center hängen, um die Abs zu stählen? Geheim.

Welcher „spezielle Körperbau“ soll das denn sein? Bei den meisten Menschen kann man optisch grob abschätzen, ob sie schlank sind, weil sie eben nur um die 1800 kcal pro Tag essen (Und hey, auch da passt gelegentlich Burger, Pommes oder Donut ins Budget) oder ob sie darüber hinaus auch regelmäßig Sport treiben.

 

Das mag jetzt vielleicht wirken, als würde ich mich in erster Linie über das „Skinnyshaming“ aufregen. Ehrlich gesagt: Nichtmal so sehr. Klar, wenn ich sagen würde (oder ein Foto posten) dass ich gerade einen Kuchen oder ähnliches gegessen habe und irgend ein Depp würde ein riesen Trara darum machen, dass ich ganz offensichtlich lügen muss, würde ich mich aufregen. Laut Spiegel Online („Models, die auf Donuts starren: Dünne Menschen, die mit riesigen Bagels, Burger oder Cupcakes posieren? Wie geht das zusammen? Gar nicht, findet ein neuer Instagram-Account – und veralbert erfolgreich die schlanke Mode- und Lifestyle-Szene.„) fanden das auch die Betreffenden ziemlich unlustig: „Erzürnt über die Anschuldigungen setzten einige Foodblogger wie Emily Schuman von Cupcakes and Cashmere den Account auf ihre Blockier-Liste. Sie war mit zwei riesigen Bagel-Tüten enttarnt worden. […] Mit ihren Bildern und Kommentaren hat sie jedenfalls einen Nerv getroffen. Einige Blogger hätten sich bei ihr gemeldet und beteuert, sie hätten die Dinge sehr wohl verzehrt.“ Keine Ahnung, warum das dargestellt wird, als sei es lächerlich, sich darüber zu ärgern, wenn man vor hunderttausenden von Menschen mit einem Foto als Lügner bezeichnet wird. #mussmandrüberstehen

Was ich an solchen Aktionen viel schlimmer finde ist, dass wieder die Dichotomie aufgemacht wird, dass Schlanksein mit dauerndem Verzicht, eiserner Disziplin und Salatblättchen einher geht und nur „die Dicken“ sich genüsslich die Burger und Torte reinziehen.

Nicht beachtet, bzw. völlig verzerrt dargestellt die Tatsachen, dass „gesundes, selbstgekochtes Essen“ genauso kalorienreich sein kann wie Fastfood und ein Salat mit ölbasiertem Dressing und einigen kalorienreicheren Zutaten den Burger durchaus schlagen kann. Dazu hatte ich sogar irgendwann mal einen Comic, basierend auf den Nährwertangaben von McDonalds:

fl

Ebenfalls nicht erwähnt wird, wie vergleichsweise gering die Unterschiede im Kalorienbedarf sind, und dass ein Model eben nicht mit maximal 800 kcal und einem Häppchen Gemüse auskommen muss, wohingegen übergewichtige sich 24 Stunden am Tag tausende Kalorien an Sahnetorte reinstopfen. Ebenfalls relevantes Comic dazu:

donut

Im Endeffekt tritt so etwas als wiedermal nur Vorurteile fest und bringt (Natur-)Schlanke dazu, an ihren überragenden Überstoffwechsel zu glauben, weil sie öfter mal einen Burger oder Schokolade essen und – oh mein Gott – trotzdem schlank sind, während Übergewichtige, die eben nicht permanent futtern und sich vielleicht bei McDonalds den „guten Salat“ bestellen, statt eines „bösen Burgers“ und trotzdem ihre 10 oder 20 kg Übergewicht haben an ihren schlechten Stoffwechsel glauben.

Letztlich ärgere ich mich weniger aktuell, sondern eher rückblickend als mein jahrzehntelanges stark übergewichtiges Ich, das sowas total verinnerlich hat und eben den festen Glauben hatte, dass bei meiner Veranlagung, mit den Genen, der Schilddrüsenunterfunktion und dem kaputtdiäteten Stoffwechsel das Schlanksein nur auf Kosten jeglichen Genusses möglich wäre und sowas wie Pizza bestellen oder Schokolade essen dann gestorben wäre.

Mal ernsthaft, wer will schon ein Leben führen, bei dem man mit hochgezogener Lippe und starr vor Angst auf einen Cookie starrt?

100 Gedanken zu “Das hat sie nicht gegessen!

  1. Hmmm… also ein bis zwei Stunden Crosstrainer, nur damit ich mehr Essen kann – das würde ich mir persönlich nicht zumuten und auch nicht durchhalten. Dieser Einsatz ist ja auch nicht wirklich ein Argument gegen die Meinung, dass man Hochkalorisches eher nicht essen sollte, wenn man sein Gewicht halten will (eine Aussage, die natürlich absolut gesehen nicht stimmt, man muss das eben einrechnen und ausgleichen).

    Ich habe seit Mitte Juli (Neustart Abnehmen) 10 Kilo abgenommen und dabei alles aufgeschrieben, Kalorien/Tag berechnet etc. Bin 165 groß und wiege aktuell noch 75 Kilo – die genaue Beobachtung hat ergeben, dass mein Arbeitsumsatz (PC-Arbeit) im Schnitt bei höchstens 1700 kcal liegt – und das ist noch hoch geschätzt, denn wenn ich drei Tage hintereinander um/über 1500 kcal esse, nehme ich sofort leicht zu. (Die Rechner-Tools werfen jedoch durchweg über 1700 als Arbeitsumsatz aus). Ich esse also rund um 1300 kcal/Tag, um – langsam – weiter abzunehmen. Der Halte-Input liegt definitiv unter 1700 – Sport rechne ich mal nicht, das ist bei mir nur sporadisch relevant.

    Das Gute: man gewöhnt sich binnen ein paar Wochen dran. Den von einigen beschriebenen Effekt der Zählerei, die „erlaubten“ Kalorien noch „mitzunehmen“, auch ohne Hunger, kenne ich sogar gut. Nach „Dauerverzicht und Selbstkasteiung“ fühlt sich das alles nicht an.

    Aber ein andauerndes Bewusstsein darüber, welche Genüsse (grade jetzt in der Vorweihnachtszeit) nur sehr in Maßen vorkommen dürfen, ist natürlich vorhanden.
    Und das wird auch bleiben, wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe, denn der Grundumsatz wird dann noch weiter gesunken sein.

    Ich denken mal, damit steh ich nicht alleine – und das ist wohl der Grund, warum so viele denken, „man dürfe gar nichts Vernünftiges mehr essen“, wenn man sein Gewicht halten will.

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    1. „Hmmm… also ein bis zwei Stunden Crosstrainer, nur damit ich mehr Essen kann – das würde ich mir persönlich nicht zumuten und auch nicht durchhalten.“

      Kam wohl falsch rüber. Wenn ich es nicht gerne machen würde, würde ich lieber weniger essen. Es hat halt etwas gedauert, aber mit Serie + Crosstrainer habe ich endlich was gefunden, was ich richtig gerne mache. Als neulich mein Crosstrainer kaputt war, habe ich auch lieber ein paar Tage nichts gemacht, statt den ätzenden Heimtrainer zu nehmen … aber interessanterweise hat mir sogar eher der Sport selbst gefehlt als das Essen – ich hatte irgendwann ziemliche Verspannungen und fühlte mich steif. Außerdem hat mir diese „für mich Zeit“ einfach gefehlt, in der ich nicht groß denke, sondern einfach Serie schaue und mich bewege.

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      1. Mona

        Ich mag Sport auch sehr. Früher dachte ich, wie halten es Menschen aus zu Joggen usw. Aber jetzt würde gerne noch mehr Zeit und Gelegenheit für Sport haben, weil er mir einfach gut tut.

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    2. Mona

      Bei 1300 kcal kann man ja auch Burger, Kuchen usw. essen. Morgens, mittags und abends je einen Burger (den aus dem Blogeintrag) und die Welt ist in Ordnung. Für einen PC-Tag ist das auch genug Protein mit 81 g.
      Hmmm, eine Burger-Diät, eine Tomatenscheibe und ein Salatblatt sind ja auch drauf. Zu wenig Süßes für mich. Ich nehme lieber die Protein-Shakes + Schokotafel -Diät mit viel heißem Tee. Im Winter werde ich ganz sicher keinen Salat essen, das ist ein viel zu kaltes Essen.

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  2. Vielen Dank für diesen Beitrag. Denn ich kämpfe noch immer genau mit dieser Art zu kämpfen. Einen Großteil meines Gewichtes verdanke ich dieser Gedanken.
    Wenn ich zum Bäcker ging, bestellte ich für eine ganze Gesellschaft, da ich nicht wollte das die Verkäuferin denkt:“Jetzt ist sie eh schon so dick, da kauft die sich jetzt noch ein Croissant.“ Allerdings stand ich dann vor dem nächsten Problem, denn ich wollte die Lebensmittel weder wegwerfen, noch vor Bekannten/Familie eingestehen, dass ich das alles gekauft habe und…
    … hab es dann selbst gegessen.
    Dieses Spiel kann man jetzt mit Pizza, Burgern, und alles, was man sich bestellen kann noch weiterführen.
    Mittlerweile schäme ich mich für dieses Verhalten, allerdings bin ich noch immer übergewichtig und hin und wieder passiert es mir noch heute, dass ich in diese Muster zurückfalle. Zumindest beim Einkauf. Immerhin kann ich mittlerweile zu Hause, die Einkäufe auf den Tisch legen und mit meinem Mann teilen.
    Klar, vielleicht liegt man auch falsch mit seinen Gedanken und die Umwelt macht sich gar nicht so einen Kopf um die eine Dicke, die da jetzt gerade was kauft, oder isst, immerhin wollen sie es ja verkaufen. Aber dieser Artikel zeigt auch wieder, dass wir uns viele Probleme einfach nur dadurch schaffen, weil wir alles im Leben anderer kommentieren müssen und dem Model den Burger genauso wenig gönnen, wie der/dem Dicken.

    Liebe Grüße
    Bea

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    1. Ich glaube ernsthaft, dass das keinem wirklich auffällt, wenn eine übergewichtige Person ein kalorienreicheres Lebensmittel kauft. Bei 60% Übergewichtigen (bzw. fast jedem vierten mit Adipositas) wäre man ja mit nichts andrem mehr beschäftigt, wenn man überlegt, wie viele Leute täglich an der Kasse oder beim Bäcker stehen. Da dürften gut mehrere hundert Übergewichtige jeden Tag einkaufen und logischerweise auch mal Croissants oder Eis oder Pizza.

      Ich hatte den Geanken aber auch und war dann anfangs ganz aufgekratzt, in der Öffentlichkeit Torte o.ä. zu essen .. bis ich gemerkt habe, dass das echt keinen interessiert und wohl meist niemand einen zweiten Gedanken an meinen Teller verschwendet (wobei ich schon das Gefühl habe, wenn ich am All you can eat so RICHTIG zulange, Blicke zu ernten^^)

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      1. Ja, keine Frage, die Gedanken sind absolut unsinnig und prinzipiell würde es auch niemanden etwas angehen, was ich esse. Aber ja, wenn man eine Schwachstelle an sich selbst entdeckt hat, denkt man ja irgendwie immer gleich, das ist auf die Stirn tätowiert.

        Das blöde ist halt echt, dass man bei dem ganzen Blödsinn, den man den ganzen Tag so denkt, immer live dabei ist. Bei dem was andere Denken halt nicht😉

        Liebe Grüße
        Bea

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    2. Mona

      Vielleicht würden dir irgendwelche Übungen für den Selbstwert helfen? Ich hab in anderen Bereichen Probleme damit, was andere alles denken könnten und was ich denke, dass sie denken… deswegen versuche ich das mit dem Stärken des Selbstwertes. Es tut mir sehr leid, dass es bei dir der Bereich Nahrung ist. Mir kam so ein Gedanke noch nie, dass ich so tun müsste als ob es für mehrere Personen ist oder dass ich es nicht nach Hause mitbringen will, weil es dann die anderen sehen. Mir ist es schon öfter unangenehm, wenn ich im Angebot mehr als zwei Tafeln Schokolade aufs Band lege, aber es hält mich nichts davon ab es trotzdem zu tun oder dazu noch mehr andere Süßigkeit zu kaufen. Wie gesagt, ich kann das auf jeden Fall nachfühlen, dass man sich durch solche Gedanken ein bisschen seltsam verhält. Ich wünsch dir alles Gute! Es ist ja schon total gut, dass du erkennst, dass es nicht nötig ist so zu handeln. Ich glaube auch, dass es anderen total egal ist, was du isst und wie viel Eis du bestellst. Die anderen sind doch sowieso mit sich beschäftigt und es geht sie nichts an.🙂

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    3. Ronja

      Diese Probleme beim einkaufen kenn ich gut. Ich konnte keinen Familieneinkauf machen , ohne extra Süßigkeiten oder Kuchen zu kaufen. Inzwischen schaff ich es am Süßigkeiten Regal vorbei zu gehen und nur die Dinge zu nehmen die auf der Einkaufsliste stehen. Was andere denken war mir immer egal denn letztendlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Aber für mich ist es wichtig nicht mehr so zwanghaft zu kaufen und vor allem diese Essatacken besser zu beherrschen. Meine Erfolge beim Abnehmen geben mir Auftrieb und wenn es in meinen Tageskalorienbestand passt ist auch mal zB eine Waffel oder gebrannte Mandeln drin .Ich plane solche Weihnachtsmarktbesuche oder Feiern vorher ein und kann auch mal sündigen. Ich lass mir aber von anderen nicht reinreden.

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    4. Alex

      Zumindest aus gastronomischer Sicht darf ich Dir versichern, dass Deine Essgewohnheiten niemanden interessieren. Ob Du jetzt beim Bäcker „als Dicke“ 1 oder 10 Croissants kaufst, ist ebenfalls wurscht. Niemand weiß, ob Du diese 10 Hörnchen sofort verschlingst (und wenn, geht’s niemanden was an) oder einfrierst und Dir für den Rest des Monats täglich nur ein Drittel gönnst oder im Park damit die Enten fütterst oder oder oder… (viel Kopfkino käme bei diesen Gedankengängen zusammen)
      Im Restaurant wirst Du für den Service oder die Küche nur durch sehr schlechtes Benehmen oder extreme Auffälligkeiten wie Drogen- oder Alkoholeinfluss „interessant“. Aber da musst Du Dich schon gewaltig anstrengen um aufzufallen, weil alles schon gesehen, alles schon dagewesen. Ein guter Service registriert zwar alles, was im Restaurant geschieht, die Aufmerksamkeit bei Bankettveranstaltungen mit Plattenservice und Buffets gilt dann aber nicht Dir und Deinem Appetit sondern ist auf den Nachschub des Essens ausgelegt.

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  3. Das hier bei sowas auf der Heidi Klum rumgehackt wird, finde ich immer lustig. Hab mal nen Artikel gelesen, dass selbst zu ihren Modelhochzeiten die Klum bei manchen Designern gar nicht erst in Betracht gezogen wurde, weil z.B. einem Karl Lagerfeld die Dame ZU FETT war! Und jetzt reden wir darüber, dass die ein zu dünnes Bild für die Gesellschaft/“unsere Kinder!!!“ abgibt🙂
    Auch von wegen Sport: Also soweit ich weiß, beschäftigt sie einen Personal Trainer. Aber ka wie oft sie da trainiert.

    Ich bleibe bei meinem fettigen Salat😛 und wenn nen Stückchen Kuchen „rumliegt“ bringt mich das auch nicht um!

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  4. Wolfgang

    Ich habe mich heute morgen gewogen. 35 kg abgenommen. Yeah, gegessen habe ich Nudeln, Bacon, Heringssalat, Kartoffelsalat und Schokolade in der Zeit der Abnahme. Wie gut das mich keiner fotografiert hat. Dann hätte ich das gar nicht gedurft.😉

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    1. Mona

      Stimmt! Man könnte so ein Experiment machen, wo z.B. dein Essen bei der Abnahme auf Bildern zu sehen ist und die Leute sollen dann die Person beschreiben.

      Ich glaub, bei meinem Essen würden sie ein sehr dickes 10 Jähriges Kind mit Ernährungs-Krankheiten vor Ihrem inneren Auge sehen.

      Hmm, von euch allen anderen hier denke ich auch immer, dass ihr alle bestimmt ganz gesundes Zeug esst und nur ich so eine schokolastige Ernährung habe (und kaum Gemüse *schäm*). Freut mich, dass andere auch Heringssalat und Schokolade futtern.

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      1. sarugani

        Mona, keine Sorge, ich hab gestern eine kleine Packung Rocher (4 Stück), einen Schokopudding, eine 70 g Packung Baumkuchenspitzen und ein 20 g Tütchen M&Ms (und danach noch ein paar gesalzene Nüsse) in mein Defizit gequetscht😉
        Das geht an „normalen“ Tagen zwar nicht, aber da ich freitags nur bis mittags arbeite, lasse ich das Mittagessen dann oft ausfallen und gönne mir ein größeres Defizit oder halt mehr Süßigkeiten als sonst drin wären.

        Ich glaube, das ist der Grund, warum ich bis FLÜ immer gescheitert bin. Ich hab halt gesagt „ab jetzt keine Schokolade mehr“ und das hat dann auch ne Weile ganz gut funktioniert, ein paar Kilo sind runtergegangen und dann irgendwann hat’s mich doch erwischt in einem schwachen Moment und ein 5er-Pack Snickers oder eine 300g-Tafel Schokolade war Geschichte und meine Willenskraft gleichzeitig auch.
        Die einzigen Regeln, die ich jetzt habe:
        1. keine Süßigkeiten im Büro bunkern (wenn mal jemand was ausgibt, nehme ich gern davon, aber ich bringe selber nichts für mich mit, „Nervennahrung“ ist ein Fass ohne Boden),
        2. nach der Arbeit erst was „Vernünftiges“ essen, Süßigkeiten sind Nachtisch
        3. alles aufschreiben und ehrlich zu mir sein,
        (Ausnahmen, wie oben beschrieben, bestätigen die Regel, aber Regel 3 greift ausnahmslos).

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  5. Carolin

    Der letzte Punkt im Artikel hat mich auch jahrlang davon abgehalten, das Abnehmen noch mal anzugehen. Zusätzlich mit verqueren Ideen zum Setpoint war ich mir echt sicher, dass ich mich für den Rest meines Lebens würde einschränken müssen. Jetzt hab ich es mal nachgerechnet: mein Grundumsatz wird um 100 kcal niedriger sein, wenn ich die angepeilten 15 kg abgenommen habe…

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  6. Ich glaube eher, dass man die „Dünnen“ auch gern schlecht redet, um sich selbst als dicker Mensch besser zu fühlen. So nach dem Motto: „Bevor ich so unglücklich bin, weil ich nicht mal Schokolade oder Burger…essen darf nur um so dünn zu sein, bin ich lieber dick und esse auch mal, was mir schmeckt.“
    Ich zumindest schaue immer mit Neid zu schlanken Frauen rüber, die auch mal einen Burger essen oder sich zwei Schokoriegel reinziehen. Inzwischen (und dank FLÜ) weiß ich aber, dass ich das auch kann und sogar dabei abnehmen kann, wenn ich es einplane und dann halt nur den Burger esse und nicht noch den Milchshake dazu nehme. Für mich steht aber immer noch ganz oben Disziplin beim Essen und Aufschreiben / Abwiegen, sonst läuft es nicht mit der Abnahme. Ich hoffe, dass ich irgendwann ein gesundes Essbewusstsein habe und selbst merke, was undc besonders wie viel noch geht.

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  7. Yggdrasil

    Glaub das liegt an einem relativ ausgepraegten Hang der Allgemeinheit zu Schwarz/Weiss-Denkmustern (von wegen Borderline ist selten *g*). So wie der Dicke offensichtlich den ganze Tag nur Sahnetorte in sich reinstopfen kann, wird der Duenne wohl offensichtlich nur Salat essen koennen. Kannn ja nicht sein, was nicht sein darf.

    Dass ein Dicker unter Umstaenden einfach seit 20 Jahren an seinen taeglichen Salat ein Loeffelchen Dressing zuviel ranmacht (50 kcal, 365 Tage -> ca. 2 kg Fettanlagerung im Jahr), das passt genausowenig ins Bild wie der Duenne, der vormittags einfach noch keinen Hunger hat, sich mittags (freiwillig!) nur 2 Aepfel reinpruegelt und abends das halbe All-you-can-eat allein wegfrisst.

    Zugegeben: wenn ich so dicke Kugeln Torte oder Leberwurstbroetchen futtern sehe, dann kommt mir auch sofort der Gedanke, dass es das wohl jetzt nicht noch unbedingt braeuchte. Liegt ja auch irgendwo nahe: irgendwoher muss es ja herkommen.

    „Ich ess bestimmt viel weniger als Du!“ .. schon klar. Nur bewegst Du Dich weniger und die Polsterung ist auch viel besser. Thermodynamik for the win.

    Was ich eigentlich sagen wollte: schoener Artikel. Muss einem ja doch immer mal wieder vor Augen gefuehrt werden, dass fuer den Grossteil der Bevoelkerung das offensichtliche ja gar nicht offensichtlich ist🙂

    Schoene Gruesse, der Yggdrasil…

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    1. Matthias

      Nur kurz zu den 50kcal täglich zu viel: nach etwa zwei Jahren sollte sich das Gewicht nicht mehr erhöhen, da sich mit dem erhöhten Gewicht auch der Bedarf erhöht und die 4-5 Extra-Kilos etwa dem 50kcal Dressinglöffelchen entsprechen.

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  8. Hm.
    Also ich habe den o.g. Instagram-Account ne ganze Weile mit Vergnügen verfolgt und find ihn auch immer noch ganz spaßig, auch wenn mir natürlich klar ist, dass schlanke Menschen auch richtig essen können😀
    Ich denke, da geht es in erster Linie um diese echt merkwürdige Instagram/Beauty/Fashionblogger/Lifestyle- Kultur, wo es Süßigkeitentrends gibt und jede denselben pinken Donut oder Red Velvet-Cupcake an die Lippen hält oder eine 6-Kugeln Eistüte stilvoll auf Fotos mit Fendi-Tasche und Marc Jacobs Uhr drapiert.

    Nett war auch, als Langnese wohl so ne Viral-Kampagne gestartet hat und auf einmal alle Mädels zeitgleich Fotos mit Magnums auf ihren Accounts veröffentlicht haben, teilweise so dermaßen gewollt, dass es echt lustig war („Natürlich habe ich beim Fernsehgucken immer 3 verschiedene Sorten unberührte Magnum in verschiedenen Stadien des Auspackens mit vollkommen unbeschädigter Verpackung neben mir und meiner Gucci-Tasche, warum fragt ihr?“)
    Da sind Lebensmittel in erster Linie Accessoire und das find ich ziemlich dekadent (und nicht auf die gute Art). Da kann man schon mal Witze drüber machen🙂
    Aber ich bin ja auch ein schlechter Mensch😀

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  9. Ja, ich muss mich auch an die Nase fassen, ich habe früher auch so gedacht.

    Letztendlich geht es mir aber auch ungeheuer auf den Geist, wie Leute einem ständig beim Essen – aber auch beim Sport reinquatschen. Neulich hatte ich erst so ein WE – auf einem Geburtstag in der Familie wurde mir erst mein Sektkonsum vorgeworfen („Du machst doch Diät. Da darf man gar keinen Alkohol trinken. Das stoppt den Fettabbau sofort“), während ich hinterher noch angefeindet wurde, weil ich den Kuchen zum Nachtisch nicht wollte (tja, ich entscheide halt gerne selbst, in welcher Form ich mir meine Kalorien reinziehe).
    Dann wurde ich auch noch kritisiert, weil ich täglich 1-2 Stunden mit dem Hund gehe und „eine berufstätige Mutter“ für so etwas ja gar keine Zeit haben KANN.
    Und dann am nächsten Tag meinte eine andere Verwandte, ich solle doch nicht immer so viel herumlaufen (mit dem Hund) – das würde ja sicherlich meinen Körper (Gelenke und Knochen) abnutzen, da krieg ich später bestimmt Probleme. Hat sie gesagt. In echt. Schon mal so einen Schmarrn gehört?

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    1. Wolfgang

      hihi, den Körper nicht abnutzen ist auch so eine Logik.😉 Wenn man dann den nicht abgenutzten Körper mal braucht funktioniert er nicht mehr. Dann geht man zum Arzt. Der besitzt dann die Frechheit zu sagen, man solle abnehmen und Ausdauersport machen. Da soll man doch…*Gestenachbeliebeneinfügen*

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  10. maria.munjic@googlemail.com

    Also ich frühstücke Kuchen und spätabends gibt es meist Nudeln und halte dabei mein Gewicht. Dafür gibt es zwischendrin nicht so viel und schon mal gar nicht Fleisch-Gemüse-Kartoffel-Mahlzeiten.
    Erzähle ich, dass ich abends Nudeln esse, werde ich oft hektisch ermahnt: ohohoh – Kohlenhydrate am abend… Es geht aber weniger darum was man isst, sondern wie viel davon.

    Ich mache viel Sport, ursprünglich um den Kalorienverbrauch und die Fitness zu eröhen. Inzwischen weil ich mich ohne Bewegung nicht mehr wohl fühle.

    Das größte Problem liegt darin, dass man leicht die Kalorienaufnahme unterschätzt und den Verbrauch überschätzt. Eine App wie FDDB oder MFP hilft da sehr, es ist aber auch sehr aufwendig.

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    1. Also der brandneue Crosstrainer hat mir heute recht konstant um die 160 Watt(?) und einen Verbrach von 1650 kcal in den 2 Stunden Training gezeigt. Ich rechne aber mit ca 1150 kcal (das ist der Wert für „Crosstrainer intensiv“ bei fddb) weil mir das realistischer scheint. Der alte Crosstrainer hat mir für die 2 h gerne mal über 2000 kcal Verbrauch bescheinigt😀

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      1. An sich das ne ganz einfache Umrechnung, gerade mal Google gefragt, bietet das direkt an:
        600kcal sind relativ genau 0,7kWh, sprich wenn du das in einer Stunde verbrauchst leistest du im Schnitt 700W (was auch ca. dem entspricht, was ich bei einer Stunde schnellem Walken verbrauche, von daher nochmal Respekt ^^).

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      2. Yggdrasil

        Wenn der Crosstrainer auf 160 Watt steht, verbraet man 700 Watt? Das ergibt grad gar keinen Sinn.

        Soweit ich weiss, ist 700 Watt auch keine Dauerleistung, die ein Mensch in der Lage zu erbringen ist. Mit 160 Watt auf 2 Stunden ist man schon ziemlich gut dabei, um genau zu sein.

        Insofern muesste die verbrauchte Kalorienzahl eigentlich deutlich niedriger sein. Wobei jetzt natuerlich die Frage im Raum steht, wieviel Watt wohin faellt. 160 Watt in den Crosstrainer und die fehlenden 540 Watt als Heizleistung in den Raum?

        Mir fehlt grad leicht die Vorstellung, wie man das verifizieren sollte, ehrlich gesagt. Aber 700 Watt echte Leistung ist unmoeglich. Das ist eine Pferdestaerke – 1 PS! Also wer im Tauziehen mit einem Pferd gewinnt, dem glaub ich das, sonst nicht😉

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      3. Naja, 600kcal sind ganz eindeutig knapp 0,7kWh, daran gibt es wenig zu deuteln. Aber das ist natürlich die Energie des „Treibstoffs“, ihre mechanische Energieabgabe können durchaus 160W sein, die restlichen 540W sind dann wie immer Verlustleistung in Form von Wärme. Entspricht nem Wirkungsgrad von ca. 23%

        Davon ab: 700W sind 700N = ~70kg einen Meter in einer Sekunde hochzuheben (oder eine entsprechende Kombination). Das schaffen viele/manche Menschen durchaus. Pferde schaffen laut Wikipedia kurzzeitig übrigens ca. 15kW = 20PS ^^

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      4. Yggdrasil

        Kurzer Nachtrag, mir ist naemlich grad noch die sinnvolle Frage an Tante google eingefallen: Wirkungsgrad der menschlichen Muskulatur ist tatsaechlich so schlecht, dass 160 Watt aufm Crosstrainer durchaus 700 Watt gesamt ergeben koennen – die fehlenden 540 Watt koennen also durchaus auf Heizung fallen. 160/700 waere ein Anteil von 23 Prozent, das liegt durchaus im Rahmen des moeglichen.

        Je nach Betaetigung schwankt der Wirkungsgrad zwischen Null (Beispiel: Auf- und Niederspringen, hier wird physikalisch gesehen keine Arbeit verrichtet) und 30 Prozent (Ergometer, niedrige Belastung). Der Grossteil der verbrannten Energie geht tatsaechlich in Waerme ab.

        Nur so fuer die zahlenaffinen Leute unter Euch🙂

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      5. Yggdrasil

        Was die 700 Watt angeht: es ging um Dauerleistung, nicht von Peaks.

        Wenn Du knapp 70 kg in einer Stunde 3.6 km hochgebuckelt kriegst ..😉

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      6. Nur wenn du in einer Stunde auch tatsächlich 3600 Höhenmeter schaffst ^^.
        Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo dazwischen. Es werden vermutlich nicht die vollen 540W als Wärme anfallen (also, ultimativ natürlich immer aber…) sondern es wird ja auch noch ne gewisse Energie für die Körperhaltung und dergleichen verbraucht und vermutlich gibt es auch einige Stoffwechselprozesse die endotherm sind.

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      7. Mona

        Wenn es 160 W anzeigt, dann sind das 160 J/s. Das muss man mit der Zeit multiplizieren, um die Energie herauszubekommen. 2 h sind 7200 s. Das ergibt 1152000 J = 1152 kJ.

        1 kcal = 4,1868 kJ
        Also sind 1152 kJ = 275 kcal. Pro Stunde also rund 138 kcal.

        Irgendwie echt wenig.
        Da muss man doch bestimmt noch das Körpergewicht, Wärme, den Nachbrenneffekt, höherer Umsatz durch die Muskulatur, die ohne dieses Training einfach nicht da wäre usw. reinrechnen.

        Wenn ich Aerobic mit viel Kraft und Sprüngen mache, habe ich locker 250 kcal verbraucht. Beim Crosstrainer kommt noch der Widerstand und die (andere) Geschwindigkeit rein in die Rechnung.

        Das ist total gemein, dass man auch beim Sport weniger verbraucht nur weil man weniger wiegt. Wenn ich exakt das Gleiche mit 20 kg mehr mache, dann verbrenne ich auch mehr. Deswegen wird es auch schwieriger abzunehmen, wenn man annimmt, dass man an jedem Tag der Abnahme immer die gleiche Kalorienmenge isst. Leichte Menschen müssen für z.B. 300 kcal länger oder härteren Sport machen als adipöse Menschen.

        Hmm, wenn man adipös (auch vom KFA) ist, total viel Muskulatur hat und jeden Tag mehrere Stunden harten Sport macht, dann kann man ja riesengroße Mengen essen, um sein Gewicht zu halten. Das ist bestimmt das Optimum für Leute, die richtig richtig viel Essen wollen jeden Tag.

        Ich will das nicht, ich will einfach nur Süßkram essen, es braucht nicht viel zu sein. Außerdem fühle ich mich schlank besser, da verzichte ich gerne auf große Kalorienmengen und gebe mich mit meinen 1600 bis 2600 kcal Verbrauch zufrieden und mache Sport nur zum Spaß (ein bisschen auch für die Gesundheit) und nicht um mehr essen zu können.

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      8. Skotty

        @Yggdrasil: Man muss bei der Rechnung 2 paar Schuhe unterscheiden. Einmal hat man die mechanische Leistung, die der Mensch abgeben kann, und dann hat man die „Verlustleistung“, die man dafür benötigt diese mech. Energie zu erzeugen, die dann zusätzlich haupsächlich in Form von Wärme frei wird. Zusammen hat man das, was man Futtern muss bzw. verbraucht hat. Also ist es kein Widerspruch, dass die Dauerleistung die ein Mensch erbringen kann, weit unter dem liegt was er verbraucht.

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  11. noxneurotica

    Dass es (für mich) mit großem Verzicht verbunden, ist, sehr schlank und fit zu sein, das glaube ich immer noch. Zwar halte ich es nicht mehr für absolut unmachbar wie früher, aber es ist dennoch eine ziemliche Entbehrung. Ich weiß, dass ich wahrscheinlich dauerhaft werde Kalorien zählen müssen, weil mein Appetit immer größer ist als mein Bedarf. Ich werde auch dauerhaft ein Defizit anstreben müssen, um Raum für solche Dinge wie „ab und zu mal Pizza bestellen“ freischaufeln zu können. In meinem normalen Budget ist das einfach nicht drin. Mit ~1400-1500 kcal Gesamtumsatz lässt sich nicht viel machen, außer, ich esse den restlichen Tag über nichts. Da ich klein bin und damit weniger Masse bewegen muss, verbrenne ich beim Sport auch weniger. Sobald es nur noch ums Halten geht, wird das natürlich einfacher, beim Abnehmen ist es manchmal schon nervig, dass man durch einmal „sich richtig was gönnen“ direkt wieder defizitmäßig mehrere Tage zurückgeworfen wird. In dem Sinne bin ich schon manchmal neidisch auf Menschen, die größer sind als ich und die einen Alltag haben, in dem sie viel auf den Beinen sein müssen. Von daher tröstet es mich im speziellen wenig, dass irgendwelche schlanken Menschen viel essen können, weil das nicht übertragbar ist. Immerhin kenne ich die Gründe und glaube nicht an einen ominösen schlechten Stoffwechsel, sondern versuche halt das Beste draus zu machen. Und natürlich ist es Schwachsinn, zu glauben, dass fitte Menschen nicht auch mal Junkfood essen würden oder dürften. Mit so einer Denkweise kann man sich halt schön von diesen „unrealistischen Idealen“ abgrenzen, indem man sie in die Ecke des Unerreichbaren, Unbeeinflussbaren schiebt. Das macht es dann eventuell leichter, sich mit dem eigenen Körper abzufinden, weil man selbst ja eine „richtige Frau“ / ein „richtiger Mann“ ist und deswegen gar nicht so aussehen kann wie ein Model oder Schauspieler. Ich geb zu, dass ich da auch gern darüber fantasiert habe, dass solche Menschen in einer ganz anderen Sphäre leben, täglich 3 Stunden im Fitnessstudio verbringen und sich von ihrem Privatkoch mit perfekt auf sie abgestimmten, gesunden Leckereien verwöhnen lassen. Auch wenn das so ist, ist das natürlich keine Voraussetzung für eine gute Figur. Mir hat es da lang an „realen“ Vorbildern gefehlt. Viele Instagram-/Youtube-Fitnessmenschen wirken auf mich auch sehr künstlich. Da wird ein bestimmter Lifestyle dargestellt, sodass man das Gefühl hat, wenn man nicht den ganzen Tag in Yoga-Leggings und mit Wasserflasche in der Hand unterwegs ist und morgens um 6 als erstes ins Studio rennt, um danach seinen grünen Smoothie zu trinken, dann gehört man einfach nicht dazu. Inzwischen habe ich jedoch so eine handvoll Leute entdeckt, die für mich „relatable“ sind, ohne großes Trara, ohne täglich neue, „inspirierende“ Zitate, ohne drölfzig Smoothie-Fotos, und die motivieren mich ungemein.

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  12. „Allerdings gehört zum Job des Models meist nicht nur eine schlanke, sondern auch eine sportliche Figur, und die meisten Models dürften regelmäßig Sport treiben.“

    Es ist übrigens ein Mythos, dass Models regelmäßig Sport treiben (jedenfalls bis Mitte 20).
    Die meisten Models vermeiden Sport – Bei Sport würden Muskeln aufgebaut und da sieht das Model dann schnell Hager aus. Die (manchmal wenigen) Rundungen, die vorhanden sind werden gepflegt, weil sie hübsch sind und auf Fotos gut rüber kommen.

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      1. laurali

        Isso. Der Fokus soll auf den KLAMOTTEN liegen, net auf dem Ausschnitt oder A*** des Models. Man hängt Kunstwerke ja auch an ne weisse und nicht schreiend bunte Wand.

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  13. ldwg

    Für mich ist sogar Gewicht halten mit einigen Einschränkungen verbunden. Ich habe experimentell herausgefunden, dass mein Gesamtbedarf bei etwa 1500 kcal liegt, obwohl er eigentlich fast 200 kcal höher sein müsste – naja, mein Körper arbeitet wahrscheinlich leider zu effizient. Und wenn man da die essentiellen Sachen (Eiweiß + Fettsäuren) unterbringen will, bleibt da nicht mehr viel übrig. Vor allem in der Weihnachtszeit tut es schon fast weh, wenn man eben keinen Glühwein (das wären 200 kcal – mein halbes Mittagessen!) trinken kann.
    Dafür habe ich jetzt Wangenknochen, die sind es mir wohl wert.

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    1. noxneurotica

      Jup, genau so gehts mir auch. Gesamtumsatz um die 1500, da ist der Spielraum minimal. Wenn man lustig ist kann man den locker in einem Schwung nur durch Plätzchennaschen vollmachen.

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    2. laurali

      Ich vermute stark, dass du schon vorher wangenknochen hattest, das wäre sonst garantiert aufgefallen.
      Täglich ne halbe Stunde Sport oder ne Stunde flottes gehen, generell mehr per Fuss erledigen, dann sollte es auch mit dem Glühwein klappen….

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  14. Bea

    Mein Problem sind leider auch die wenigen Kalorien die mein Körper braucht. Sitzender Bürojob. Jetzt habe ich schon mal ein paar Runden im Fitnesscenter gedreht, und finde den Grosstrainer als auch das Fahrrad angenehm. Aber diese Fitnesscenteratmosphäre ist nichts für mich :O) Wieviel Geld muss man denn wohl anlegen, wenn man einen guten Crosstrainer für zu Hause haben möchte? Meine Schwester hatte mal einen vom Aldi, der war aber ziemlich klapperig! Habt ihr Tips für mich?
    Dankeschön
    Bea

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    1. Bea, ich habe einen von Kettler, der hat so um die 300 EUR gekostet. Der ist auch für Menschen mit mehr als 100kg gedacht, weil ich, als ich angefangen habe, auch drüber war. Ich bin zufrieden damit, auch wenn er jetzt mal wieder geölt werden müsste. Das ist vermutlich noch mal, dass die irgendwann etwas quietschen. Ansonsten läuft er rund. LG, H.

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  15. Katharina

    Zum Ursprung des Artikel: schlank sein bedeutet, sich selbst zu kasteien. Ja! Ja, ja und nochmal ja. Tut mir leid, aber für mich ist schon die Überlegung „Wieviel Kalorien hat Lebensmittel X“ eine deutlich fühlbare Einschränkung meiner Lebensqualität, also Selbstkasteiung. Verdammt, ich will das essen, weil das lecker ist. Da ich aber auch nicht grade so gerne Sport mache wie manche anderen Leute, muss ich eben drauf achten und zählen/nachrechnen. Funktioniert immer, macht mir aber so gar keinen Spaß.

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    1. noxneurotica

      Jo, kann ich verstehen… Mir macht das Rechnen und Nachdenken an sich nicht so viel aus, aber eher der damit verbundene empfundene Verzicht, das „sich selbst ständig auf die Finger klopfen“. Ich _muss_ mich selbst eben überwachen, da bei dem geringen Verbrauch jede Kalorie wohlüberlegt sein will. Ich fühle mich dadurch auch eingeschränkt und es ist schwierig, die Motivation aufrecht zu erhalten und nicht einfach aus Trotz wahl- und maßlos das zu essen, was man will.

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      1. Katharina

        Ja genau, dieses sich ständig motiviert halten zu müssen. Fände es voll gut, wenn diese albernen Set-Point-Theorien wahr wären: einmal dahin kommen und für immer das Gewicht halten ohne jemals wieder drüber nachdenken zu müssen.😀

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    2. Ja, schon. Wobei die Alternative eben auch Selbstkasteiung und Einschränkung der Lebensqualität ist, Übergewicht ist nur begrenzt lustig.
      Der große Vorteil beim Zählen und dergleichen ist halt: es ist durchaus möglich mal nen Tag alles rauszuhauen ohne auf irgendwas zu verzichten und sich alles zu gönnen worauf man Lust hat – muß man halt danach wieder ausgleichen (jenachdem wie sehr man esskaliert und wie stark man sich danach einschränkt entsprechend einen bis mehrere Tage).
      Momentan mache ich das so, daß ich jeden zweiten Tag relativ unbeschränkt und durchaus über meinen Tagesbedarf esse und dazwischen dann halt mit Defizit, das fühlt sich kaum nach Verzicht an. Wohingegen jeden zweiten Tag Normalgewicht nicht so trivial ist…

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      1. Mona

        „Wohingegen jeden zweiten Tag Normalgewicht nicht so trivial ist…“
        Was meinst du damit?
        Dass jemand einen Tag 150 kg wiegt und an dem anderen 50 kg? Das ist echt nicht trivial.🙂

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    3. Lastalda

      Ich seh das wie Björn: ist halt ne Abwägungssache. Ja, beim Essen meistens ein gewisses Maß an Vernunft walten zu lassen (das reicht ja prinzipiell, zählen und abwiegen ist an sich optional), ist eine Einschränkung und ein gewisser Verlust an Lebensqualität. Übergewicht haben aber auch.

      Die Frage ist, welches von beidem einem mehr weh tut, bzw. ob das eine den Verlust des anderen für einen wert ist. Und wenn man sich entschließt, dass einem ein gesunder/schlanker Körper wichtiger ist als ständiges unbeschränktes Essen, dann muss man mit den Konsequenzen halt leben und sich sinnvollerweise auf die positiven Aspekte konzentrieren. Wenn nicht: auch gut. Aber entscheiden sollte man das halt.

      Das ist wie mit arbeiten gehen (morgens zu früh aufstehen, weniger Freizeit…) vs. kaum Geld haben, und wie ganz viele Abwägungen im Leben. Alles haben geht halt meistens nicht, man kann nur abwägen und danach entscheiden.😉

      Mir ist schlank-sein das bisschen gesunde Selbstkasteiung (= nicht mehr essen, als ich verbrauche) total wert. Ob das für Dich auch so ist, musst Du selber wissen.

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      1. Maren

        Ich finde es interessant, dass diese Überlegungen für die meisten Leuten beim Thema Geld oder Arbeit völlig nachvollziehbar sind, aber beim Thema Essen eine viel irrationalere Haltung verbreitet ist. Den Körper gut zu behandeln ist anscheinend für viele Leute abstrakter und weniger naheliegend als das Bankkonto oder das Auto gut zu pflegen.

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    4. laurali

      Tja, das Leben könnte generell viel geiler sein, wenn man immer das machen könnte, worauf man Bock hat … sich zb beim Shoppen immer auszurechenen, ob das Konto das jetzt hergibt ist auch keine reine Freude. Selbstkasteiung! That`s life….

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      1. noxneurotica

        Also ich hab für mich entschieden, dass es das durchaus wert ist, sonst würd ichs ja nicht machen. Ich weiß, dass langfristige Erfolge immer mit kurzfristigem Verzicht/“Zusammenreißen“ verbunden sind. Ich hab auch angefangen abzunehmen, bevor ich übergewichtig wurde, einfach um nicht hinterher mehr aufarbeiten zu müssen oder bereits Schäden an der Gesundheit zu riskieren (Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes können bspw. bereits durch ungesunde Verhaltensweisen in jungen Jahren ihren Anfang nehmen / begünstigt werden). Trotzdem darf man ja auch mal ein bisschen mosern, wenn es einem gerade mal wieder schwer fällt, sich zusammenzureißen. Natürlich kann man auf so ziemlich jedes Problem antworten „Ja, so ist das Leben halt.“ Und wir haben alle ja sowieso nur Luxusprobleme, denn der arme, hungernde Afrikaner… Diese Relativierung ist halt in den seltensten Fällen wirklich tröstend. Tröstender find ichs, zu wissen, dass es anderen auch so geht😉 Und ja, die Einschränkungen, die man hinnehmen müsste, wären mit Übergewicht wohl größer. Allerdings ist Übergewicht sozial nicht (mehr) wirklich stigmatisiert, stellenweise sogar gefeiert, und die Folgeschäden zeigen sich erst nach Jahren. Da muss man sich halt manchmal dran erinnern, das trotzdem ernst zu nehmen und nicht in „Naja, soo schlimm kann’s ja nicht sein“ zurückzuverfallen, weil es um einen rum Normalität ist, zu dick zu sein.

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      2. noxneurotica

        Es gibt ja auch Untersuchungen dazu, dass das Risiko höher ist, selbst übergewichtig zu sein, wenn Familie und Freunde übergewichtig sind. Bei mir ist das so, ein ständiges Schwimmen gegen den Strom, weil in meinem Umfeld kaum einer auf seine Ernährung achtet und einfach nach Geschmack isst und die meisten selbst einige Kilos zu viel haben. Das darf man ja wohl noch ab und zu ein bisschen anstrengend finden😉

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  16. Maren

    Ich bin beruflich immer mal wieder mit Kollegen für mehrtägige Veranstaltungen unterwegs, d.h. es ergeben sich Situationen, in denen quasi rund um die Uhr gegenseitig das Essverhalten beobachtet wird. Da wurde auch schon komplett fassungslos kommentiert, „was ich alles essen würde“. Ich bin klein und schlank, mache fast jeden Tag Sport – weil es mir Spaß macht! (das muss man ja anscheinend mittlerweile schon dazu sagen), und interessiere mich zwar generell für gesunde Ernährung, esse aber auch mal eine Tafel Schokolade oder eine Packung Nüsse auf einen Schlag.
    Manchmal wird es richtig bösartig, wenn jemand die Theorie in die Welt setzt, ich würde sicherlich „alles wieder auskotzen“. Aber auch die zurückhaltenderen Varianten können anstrengend sein. Leider ist diesem Phänomen mit sachlichen Erklärungen kaum beizukommen, weil die meisten Leute unglaublich ungebildet sind, was Nahrungsmittel betrifft.

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  17. Ronja

    Ich finde es toll endlich mein Gewicht im Griff zu haben. Seit Juli habe ich 12 kg abgenommen und mein Ziel ist insgesamt 45 kg abzunehmen. Erst seit FLÜ habe ich das Gefühl es zu schaffen. Das Kalorien zählen sehe ich als Befreiung vom schlechten Gewissen. Darf ich das jetzt essen? Sogar der Urlaub war kein Problem . Natürlich ist das nicht meine erste Diät aber endlich verstehe ich die Zusammenhänge. Ich hoffe mein Elan bleibt so wie aktuell. Und es ist tröstlich das die Grundregel für alle gilt, Wer mehr isst als er braucht, nimmt zu. Auch die Models .

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  18. Noch bin ich nicht beim „Gewicht halten“, dauert noch einige Monate, aber ich bin gespannt, wie ich mich dabei fühlen werde und ob ich das weiter durchhalten kann – mit Kalorien Aufschreiben etc. Ich hoffe allerdings, dass ich mich an ein anderes/normaleres Hungergefühl (auch von kleinen Mahlzeiten ein Sättigungsgefühl spüre) gewöhnen kann und auch eher merke, ob ich jetzt wirklich Hunger habe und Futter brauche oder nur Appetit.

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  19. nancy

    Mal wieder ein cooler Artikel🙂
    Ich als 51kg-Frau nei 164 futtere auch Torte, Süßigkeiten und gerne Fleisch mit Fettrand. Ich übertreibe es aber nicht und ich verbiete es mir auch nicht. Es kommt einfach auf das Maß an. Hab mich aber schon dabei ertappt, dass ich eine Art Schuldgefühl entwickele, wenn ich im Beisein übergewichtiger Menschen etwas „Ungesundes“ oder „Dickmachendes“ esse wie Burger oder Croissants. keine Ahnung, ob es anderen auch so geht…

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  20. laurali

    Dasselbe gilt i.ü. auch für Magersüchtige. Mit 1000 kcal kann man Untergewicht bei nem normalen alltag gut halten oder sogar weiter abnehmen. Tagesbeispiel: früh: ein Brötchen mit fettarmem FK und Marmelade, mittags: 50g Reis Rohgewicht, ne Mischung aus Gemüse zb Karotte und Paprika und Tomate, abends: eine scheibe Brot mit Veggiaufstrich und etwas Gurke, Snack: halbe tafel Schokolade oder ein Magnum. Geht prima, keiner muss kotzen und man wiegt 35kg. Klingt auch nicht unbedingt anorektisch, oder? Und an zwei Tagen in der woche den Snack ganz weglassen, dann klappts auch mit der 34.

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  21. laurali

    Warum fällt vielen das abnehmen eigentlich so schwer? Ich meine, wenn ein stark adipöser Mensch locker täglich 2000kcal essen kann und damit ein DEFIZIT erzeugt, wo ist das Problem? Ehrliche Antworten erbeten. Immerhin sind 2000 das, was eine normalgewichtige Frau in etwa zum Halten braucht, also kann von Kasteiung und Hungern und starker Einschränkung keine Rede sein?! WO IST DAS VERD****E PROBLEM? Nachdem wir uns ja einig sind, dass es den HSW nicht gibt. Bei 2000kcal am Tag kann man sich satt essen, man kann fettiges und süsses einbauen usw etc pp.
    Ich raffs nicht.

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    1. Maren

      Ich glaube tatsächlich, es hat einen biologischen Grund, dass wir Menschen keine deutliche „Fressbremse“ haben. Nahrung war in prä-industriellen Kulturen (d.h. in 99% unserer Existenz als Spezies) einfach nie im Überfluss vorhanden, es war also evolutionär nicht von Vorteil, einen geringen Appetit zu haben. Im Gegenteil musste man in der Lage sein sich vollzufressen, wenn sich die Gelegenheit bot.
      Dass für eine komplette Bevölkerung mehr Nahrung da ist (und zwar hochkalorische), als man zum Überleben braucht, ist ein Novum der letzten Jahrzehnte in den westlichen Staaten. Getreide-, Fleisch- und Milchprodukte und Unmengen an Zucker sind billig verfügbar. Das ist so von der Natur nicht vorgesehen und unsere Körper kommen im großen und ganzen schlecht damit zurecht.

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    2. Ich finde Akohol z.B. ziemlich unlecker und finde das Gefüh, berauscht zu sein ganz nett aber nichts, was ich unbedingt haben muss, schon gar nicht wenn ich dafür gläserweise unleckeres Zeug trinkn muss. Aus dieser Perspektive finde ich es ziemlich schwer nachzuvollziehen, warum jemand Alkoholiker ist und warum derjenige nicht „einfach nicht so viel trinkt“ … aber mir ist bewusst, dass andere (genetisch und lerngeschichtlich) wesentlich positiver auf Alkohol ansprechen.

      Warum mir 2000 kcal wenig vorkommt? Ich habe einen höheren Appetit und da das zu einem großen Teil genetisch veranlagt ist, muss ich halt damit leben mich da immer zu zügeln. Wenn man ein Bedürfnis nach 4000 + kcal hat, aber „nur“ 2000 essen kann, ist das eben subjektiv eine Einschränkung, selbst wenn es objektiv nicht schwer ist. Grundsätzlich gilt das aber in jedem Bereich und jeder hat irgendwelche Dinge, mit denen man subjektiv Probleme hat und wo viele andere sagen „Ist doch ganz einfach.“

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    3. Yggdrasil

      Weil’s Leute gibt, die Du mit 2000 kcal eben NICHT satt kriegst.

      Wenn Du sowas mit mir machen wuerdest, wuerde ich Dir innerhalb einer Woche das Lavendelsaeckchen ausm Kleiderschrank auslutschen. Oder den Hund aussaugen. Je nachdem, wo ich schneller rankaeme.

      Und ich liege jetzt mit 80 kg auf 1.79m nicht gerade im Problembereich. Habe aber eben keinen Buerojob und der Sport tut sein uebriges.

      Wir sind doch alle verschieden! (wer jetzt eine Stimme im Hintergrund hoert, die „ICH NICHT!“ schreit, der kennt den korrekten Film *g*)

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      1. Peka

        “ Jehova, Jehova“
        Was noch dazu kommt, ist,dass Essen immer auch eine emotionale Komponente hat. Und wer dann als Kind womöglich noch gelernt hat, Essen zur Kompensation anderer Bedürfnisse zu nutzen, der fällt beim Abnehmen und Begrenzen erst mal in ein emotionales Loch. Da dann zu sagen,“ mach halt was Anderes und iss nix“ ist recht kurz gesprungen.

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    4. Ronja

      Du raffst es wirklich nicht. Hast du schon mal nachgerechnet wie schnell 2000 kal erreicht sind ? Frühstück mit Brötchen Marmelade und Käse sind locker 500 kal , Mittags kommen leicht 800 kal dazu , abends ist es nicht besser 600 kal stehen da auf dem Zettel. Das sind 1900 kal. Ohne Süßigkeiten Eis oder Kuchen einzureichen. Auch Bier oder andere Extras darf man da nicht essen. Tatsache ist, das man ohne sich anzustrengen 3000 kal zu sich nehmen kann und immer noch glaubt man ist ja nicht so viel. Denn niemand wird freiwillig zu dick. Ich kämpfe seit 30 Jahren mit meinem Übergewicht mit wechselndem Erfolg . Also das VERDAMMTE PROBLEM ist für viele sehr real.

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      1. Frede

        Ich kann das Problem absolut nachvollziehen dass man es nicht einfach mal so schafft weniger Kalorien zu essen ohne da penibel nachzuzählen. Vorallem weil ja nicht die Formel gilt: mehr Kalorien = mehr Sättigung. Es gibt aber vermutlich noch ein paar Menschen wie mich für die Hunger haben kein großes Problem darstellt und die daher ziemlich locker ihre Ernährung zusammenstreichen können.
        Als ich vor ein paar Wochen Fotos von mir gesehen habe auf denen mir mein Bauch dann doch zu dick war habe ich ziemlich Problemlos meine Ernährung umgestellt und nehme auch ohne Kalorienzählen ab. Ich gehöre aber zur Gruppe der „Naturschlanken“ und war die meiste Zeit meines Lebens kein begeisterter Esser. Meine geplante Abnahme umfasst auch grade mal 6 Kilo, da muss man nicht viel durchhalten und da mein Gewicht vorher stabil war werde ich auch nicht viel an meiner Ernährung ändern müssen um es nach der Abnahme zu halten. Aus einer solchen Perspektive mag es komisch erscheinen wenn andere Menschen das nicht auch einfach mal so hinbekommen. Das ist trotzdem keine Entschuldigung für mangelndes Einfühlungsvermögen. Vorallem, da es doch auf der Hand liegt, dass es nicht so leicht sein kann abzunehmen, sonst gäbe es wohl kaum so viele Übergewichtige die gerne schlanker wären.

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      2. @Frede Interessant, du stützt ja ein bisschen meine These, dass eben oft auch „Naturschlanke“ gelegentlich mal bewusst und aktiv gegenregulieren.

        Das zeigt m.E. auch, dass die Gesellschaft und die Umwelt doch Einfluss haben, denn deine Wahrnehmung von „Hm, der Bauch ist mir jetzt doch zu dick“ ist ja auch ein Stückweit durch den Vergleich mit der Umwelt geprägt. Wenn wir noch krassere USA-Verhältnisse hätten, in denen Normalgewicht schon die Minderheit ist und Adipöse die größte Gruppe stellen, könnte das auf die Art dazu führen, dass auch Naturschlanke dann eher mal ins Übergewicht kommen, weil sie wesentlich später gegenregulieren – selbst wenn es ihnen eigentlich nicht besonders schwer fallen würde, abzunehmen/ein normales Gewicht zu halten.

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      3. Maren

        Das kannst du so aber auch nicht verallgemeinern, Appetit ist ja wahrscheinlich sehr individuell. Ich bekomme vor 12 Uhr mittag kaum etwas herunter, die Vorstellung von Brötchen mit Marmelade würde mir morgens eher Übelkeit bereiten. Damit ich vor der Arbeit überhaupt etwas im Magen habe, esse ich einen Joghurt mit Beeren, das sind sicherlich weit unter 500 Kalorien. Für eine durchschnittliche Hauptmahlzeit habe ich mal ausgerechnet, dass ich maximal 600 Kalorien zu mir nehme, danach bin ich satt. Dazu kommen über den Tag verteilt noch ein paar Snacks wie ein Müsliriegel oder auch das eine oder andere gesüßte Getränk. Abends esse ich nach Möglichkeit Gemüse und Eiweiß und komme dabei wahrscheinlich auch auf um die 500 Kalorien. Das ist für mich eine alltägliche Ernährung, Eis oder Kuchen ist für mich ein „Sonntagsessen“, nichts, was ich im Alltag einplanen möchte.
        Für mich war es ein ganz wichtiges Aha-Erlebnis, dass ich mich besser gesättigt fühle, wenn ich genügend Proteine zu mir nehme. Mir ging es nicht ums Abnehmen im speziellen, sondern um gesunde Ernährung allgemein. Ich brauche entsprechend meinem Körpergewicht und sportlicher Aktivität etwa 50g Eiweiß pro Tag, und wenn ich bei jeder Mahlzeit 10-15g Eiweiß dabei habe, werde ich auch satt. Das sind Durchschnittswerte, es kann auch mal weniger sein, aber wenn ich z.B. den ganzen Tag wenig Eiweiß zu mir genommen habe, brauche ich spätestens abends eine große Portion Fleisch oder Fisch.

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      4. fabi

        Ich konnte bis vor kurzem auch nicht nachvollziehen wie man es schaffen kann, ohne sich eingeschränkt zu fühlen 2000 kcal oder weniger zu sich zu nehmen.
        Vor 2 oder 3 Jahren habe ich es geschafft fast ein Jahr lang ca 1800 kcal zu mir zu nehmen plus Sport und in der Zeit 50 kg abzunehmen. Ich war dann fast auf Normalgewicht
        Danach habe ich wegen einer Schmerzproblematik es nicht geschafft und habe dann wieder zugenommen 1-3kg/Monat. Nachdem ich im August eine neue Prophylaxe gegen die Schmerzen bekommen habe, habe ich kaum noch Hunger und nehme im Moment ca. 1000 kcal zu mir und fühle mich gar nicht eingeschränkt.
        Mein Fazit aus dieser persönlichen Erfahrung ist, dass ich mir beide Seiten gut vorstellen kann und auch beides gut glauben kann.

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    5. noxneurotica

      2000 kcal sind für mich locker machbar ohne das Gefühl, vollgestopft zu sein, und ich bin gerade mal 1,58 groß und wiege 50kg, da wundert es mich nicht, wenn jemand, der größer und schwerer ist, problemlos das Doppelte essen kann. Appetit und Sättigungsgefühl können tückisch sein. Ich hab Tage, da esse ich 1000 gut angelegte kcal (Gemüse, Proteine) und denke mir: Woah, war das viel. Dann gibt es Tage, da esse ich 2000 kcal und hab immer noch Hunger, meistens weil irgendwas dabei war, was nicht optimal sättigt, aber auch manchmal, weil ich einfach wahnsinnigen Appetit habe. Da kann ich eine super ausgewogene Mahlzeit essen und trotzdem Heißhunger nach Schokolade haben. Klar hat sich über die Jahre einiges gebessert (weniger Gelüste, mehr Genuss an und richtiges Verlangen nach gesundem Essen), aber so ganz krieg ich diese Prägung, manchmal einfach alles leckere unkontrolliert in mich reinstopfen zu wollen und mich nach normalen Portionen nicht ganz satt zu fühlen, nicht weg. Irgendwann lernt man, das nahezu konstante Appetitgefühl halbwegs zu ignorieren, dafür braucht es aber eine kontrollierte Umgebung, die keine Rückfälle zulässt. Ein bisschen wie bei trockenen Alkoholikern…

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  22. laurali

    Liegt es wirklich am (nicht) sattsein oder am zu viel Bock auf falsches oder fettreiches Essen haben?
    Mal so gerechnet:
    Frühstück: 2VKbrötchen mit fettarmem Fk und Marmelade, dazu Kaffee mit 100ml milch: 400+ 200+100. Mittagessen: 600kcal (dafür bekommt man zb 120g Nudeln Rohgewicht mit Tomatengemüsesosse), Abends: 1 VKbrötchen mit Veggieaufstrich und Tomate: 300. Wir liegen hier bei 1600 und es ist noch platz für ZWEI snacks: ein kl. Stück Kuchen und ein Obst – macht 2000 und wenn Person X damit noch HUNGER (kein Appetit) hätte, bieten wir ihr Gemüsesticks oder ähnliches an. Bei einer durchschnittlich aktiven Person würde das kaum zu Üg führen.
    Was bräuchte diese Person jedoch eurer Einschätzung nach noch ZUSÄTZLICH um „satt“ zu sein?
    Und wenn Person X mit 2000 ungrad permanent nicht satt ist, was passiert wenn diese Person sich satt ässe? An was ässe sie sich satt und kennt diese Person den Unterschied zw satt und voll etc?

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    1. Yggdrasil

      Die Frage, was eine Person noch braeuchte, um „satt“ zu sein, mag fuer diesen oder jenen mit dem Wort „Fett!“ auch schon beantwortet sein.

      Nicht jeder kommt auf low fat klar. Und die von Dir angesprochenen Speisen sind das halt.

      Der Vollstaendigkeit halber: andere koennen das, dafuer kein low carb. Fuer die waer das exakt richtig, was Du da an Beispielernaehrungsplan zusammengebastelt hast😉

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  23. Katharina

    Lustig, dass sich ausgerechnet auf einem Anti-Fettlogik-Blog soviel Fettlogik findet. Viele hier scheinen so erstaunt, wie man nach vielen Kalorien noch Hunger oder mindestens Appetit haben kann. Als ob man nur mit sehr rauhen Mengen oder dem „bösen“ ungesunden Fast-Food auf 2000, 3000 oder 4000 Kalorien am Tag käme. Wer das behauptet kennt sich wohl auch nicht mit leckerem (und/oder entsetzlich hochkalorischem) Essen aus. Also, ich kenne Leute da sieht gesundes (wenn man von der Kaloriendichte absieht: keine Fertigprodukte, nur Bio, nur regionale, hochwertige Zutaten, alles mit Liebe hausgemacht) Essen z.B. so aus (auf einer Feier original so gehabt):
    – Gemüse-Rahmsuppe als Entré
    – Lachs-Lasagne mit Sahnesauce und Gorgonzola überbacken dazu eine Variation von Salaten mit zweierlei Dressing zur Auswahl
    – Seelachsfilet unter Kräuter-Champion-Kruste an Rosmarin-Kartoffeln
    – Käseplatte, gereicht mit Nüssen und Früchten, dazu ein Brotkorb und eine Auswahl an hausgemachten Buttervariationen
    – Lebkuchen-Mascarpone-Creme mit Früchten
    – Espresso mit handgemachten Lebkuchen-Pralinen
    Selbst wenn man von da jeweils nur ein paar Löffel/Bissen isst, sind das ziemlich fix 1000-1500 Kalorien. Für EINE Mahlzeit. Die teilweise alkoholischen Getränke dazu nicht zu vergessen. Und ja, das hat und will man nicht jeden Tag. Aber genau das meinen die Leute, wenn sie von VERZICHT sprechen: man muss sich bei so einem Angebot halt ständig überlegen, wie die eigene Kalorienbilanz in der Woche aussah und ob das alles noch drin ist usw. Und es ist eben auch nicht das selbe, ob man auf köstliche hausgemachte Bio-Pralinen verzichten muss oder „nur“ das zweite Glas Cola.

    Ich finde das Bild von trockenen Alkoholiker da ziemlich gut, wenn alle um mich rum immer so kochen würden, würde ich es nicht schaffen, zu verzichten. Zum Glück kann ich selber ziemlich gut asiatisch kochen: viel Gemüse, viel fettarme Proteine – meine Rettung.

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    1. jutta

      Oh ja, mit gesundem leckerem Essen, gesunden Nüssen und Trockenfrüchten zum Knabbern und womöglich noch Smoothies und Obstsaft kann man einige Tausend Kalorien zusammen bekommen🙂

      Dazu noch eine anektdotische Beobachtung. Ich kaufe seit vielen Jahren die Zeitschrift ‚essen & trinken‘, früher regelmäßig, jetzt nur mehr sporadisch, weil mir langsam der Platz ausgeht. Beim Vergleichen von älteren (1980er Jahre) und aktuellen Rezepten fällt mir immer wieder auf, dass die neuen mehr Kalorien pro Portion enthalten als die gleiche Speise vor 30 Jahren. Mehr Butter, mehr Sahne oder Creme fraiche usw. und zum Teil auch einfach größere Portionen. Nun sind das zum Teil Rezepte, die man nur zu besonderen Anlässen nachkocht und isst, zum Teil aber auch Alltagskost. Da der Kalorienverbrauch (durch Körpergröße, Muskelmasse, Aktivität) in den letzen 30-40 Jahren aber nicht gleichviel zugenommen hat, ist es kein Wunder, wenn die Menschen insgesamt dicker werden.

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    2. Maren

      Ich finde es erstaunlich, dass viele Leute beim Essen oft so tun, als gäbe es morgen nix mehr😉

      Na gut, dann stehen da eben bergeweise Leckereien auf dem Buffet. Es passiert nichts schlimmes, wenn man NICHT von allem eine große Portion hatte. Irgendwann kommt die nächste Feier und das nächste Buffet, und wenn man ganz große Sehnsucht nach einem bestimmten tollen Gericht hat, kann man es sich irgendwann einfach so kochen. Man muss nicht alles JETZT essen, nur weil es jetzt gerade da ist.

      Ich finde es auch ehrlich gesagt dekadent, wie manche Leute bei Feierlichkeiten das Essen planen. Da wird für 30 Personen gekocht/bestellt, obwohl nur 10 kommen, und jeder wird bedrängt, noch ein drittes und viertes Mal nachzunehmen. Dann will natürlich auch niemand unhöflich wirken, oder dein Eindruck vermitteln, dass es einem nicht schmeckt, oder dass man in irgendeiner Weise genussfeindlich ist. Man will auch nicht daran schuld sein, dass Essen weggeworfen wird, also essen viele über den Hunger und den Verstand hinaus.

      Man muss sich einfach einmal klarmachen, dass das im Überfluss vorhandene Essen in unserer heutigen westlichen Gesellschaft nicht NORMAL ist. Unsere Körper sind dafür nicht gemacht. Unsere Urgroßeltern hatten so ein Buffet, wie du es beschreibst, vielleicht alle Jubeljahre mal. Im Alltag gab es selten Fleisch, kaum zugefügten Zucker, keine Snacks (außer so was wie ’nen Apfel vom Baum oder Brombeeren vom Strauch).

      Heute ist es bei jedem Einkommensniveau problemlos möglich, sich mit zu viel Zucker, zu viel Fett und zu viel leeren Kohlehydraten vollzufressen und zu -trinken, und dabei bewegen sich die Menschen viel weniger körperlich. Selbst so etwas Banales wie Wäschewaschen war früher eine sportliche Übung. Heute macht man sich dann lieber über „Fitnessfreaks“ lustig, die angeblich „besessen“ von Sport sind, aber eigentlich nur versuchen, das Level von körperlicher Aktivität zu erreichen, das jahrtausendelang für uns Menschen normal war (und es z.B. in heutigen Jäger-Sammler-Kulturen immer noch ist).

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  24. laurali

    Gift ist die Dosis. Ich habe ja von fettreichem Essen gesprochen, darunter fallen Nüsse oder Biorahmsuppe mit Sahnehaube ebenso wie Fastfoodtrash. Null Fettlogik. Ist der Fettgehalt einzelner Speisen und letztlich insgesamt zu hoch, das heisst man landet mit kl Portionen ratzfatz im Überschuss, ist es zu fettreichen Essen imho. Egal ob Bio und mit Liebe oder Fertignahrung. Wenn ich eine mit Liebe und Bla gekochte suppe vor mir habe, die pro Teller allein 500kcal geschätzt hat, tja, dann muss ich abwägen: lasse ich den Gang aus oder schlemme ich mich voll, oder esse sie halb…alles im Rahmen von Überlegung und Abwägung machbar. Mit Liebe gekochtes Bioessen kann doch genauso dick machen? Wtf ist das bitte für eine lustige Fettlogik :-))) Ich finde es unerheblich, ob der Bauchspeck vom Burger oder den 200g Nüssen kommt – „gesund“ ist leider keines im Übermass konsumiert.
    Und wenn die oben genannte „Alltagskost“ aus viel Biosahne besteht, mei, dann eben diese Alltagskost zur Sonderkost deklarieren und stattdessen Cremefine verwenden.

    Ich sage iÜ nicht dass man mit 2000 ultragestopft wäre. Ich esse meistens mehr und mit trainig erst recht. Balance is the key. wenn ich weiss, dass ich sport hasse und generell lieber aufm Sofa liege, dann muss ich halt mit weniger verbrauch leben. Nadja sagt ja zb selber, dass sie lieber MEHR isst (wobei ich da an dein fooddiary denken muss – lag das nicht bei 1750 kcal?! mit 2h Sport?!!!) und dafür MEHR Sport macht! So what? Jeder wie er mag, aber das schlaraffenland, wo man täglich besagte 4000 essen kann ohne sich zu bewegen und nicht zunimmt, tja, das ist ein Märchen bzw komt nur bei wenigen anorektischen Personen in der Aufbauphase vor.

    Es wurde ja schon einige Male erwähnt: Es ist wie mit dem Bankkonto. Klar hätte ich da gerne ne Million drauf. Wer das nicht hat, muss halt beim Shoppen mitrechnen. Logisch, oder?

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    1. Hmmmm, ich glaube, mein Fooddiary hatte ich mit meinem inaktiven Tagesbedarf gemacht und den Sport-Zusatzkram (das war damals meine Pistazienphase ….) weggelassen. Dass ein Tag mit 3000 kcal ziemlich üppig aussieht, vor allem, wenn man so wie ich, versucht das Maximum an Volumen und Naschkram rauszuarbeiten, ist klar. Ich wollte die Diskussion darüber, ob ich „unrealistische Bilder zeige“ oder so einfach umgehen. Es gibt irgendwie genug Leute, die einfach nicht glauben (wollen), dass ich tatsächlich (viel) esse. Einige scheinen sich mit der Vorstellung wohler zu fühlen, dass ich den Tag über traurig an einem Möhrchen knabbere und panisch weine, weil ich versehentlich zwei Gramm zu wenig Möhre bei fddb eingetragen habe^^

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    2. sarugani

      Ich glaub, wir sind uns hier alle einig, dass die Dosis das Gift macht und wenn du so kühl kalkuliert dein Essen zusammenrechnen und nach kKalorie 2000 die Gabel weglegen kannst, obwohl da nur noch ein Bissen auf dem Teller liegt, more Power to you! Aber für viele ist Essen halt nicht ausschließlich das Aufladen des Energiehaushaltes, da spielen auch noch psychologische Faktoren rein, die man nicht einfach ausschalten kann.
      Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich problemlos eine Maxi-Tüte M&Ms daheim haben und mir davon X g abwiegen kann (je nachdem, wieviel noch in mein Defizit passt). Bei einer Tafel Schokolade würde ich mir das nicht unbedingt zutrauen. Vor zwei Wochen war ich bei Bekannten und dort lag eine Riesentafel Milka Peanut Caramel offen und zur freien Verfügung rum und bevor ich groß darüber nachdenken konnte, hatte ich 3 Rippen davon intus. Eigentlich sollte es nur eine werden, aber Erdnuss und Karamell mit Schokolade ist mein persönliches Kryptonit, es half dann nur noch, mich von dem Tisch zu entfernen und als ich das nächste Mal dort vorbeikam, um ne Tasse Kaffee zu holen, war die Schokolade zum Glück ganz weg. Ich stand seitdem im Laden 2x vor dieser Sorte, aber es gibt sie nur in 276g-Tafeln und das ist mir zu riskant, da hol ich mir lieber ein einzelnes Snickers an der Kasse – nicht ganz so befriedigend, aber trotzdem Karamell, Erdnüsse und Schokolade und das kann ich ganz aufessen, ohne mein Defizit für Tage zu ruinieren.
      Was ich auch festgestellt habe: Wenn ich neben dem Essen noch andere Sachen mache – mich unterhalten, lesen, fernsehen, dann muss ich mein Essen abwiegen und aufschreiben und es darf kein Nachschlag in greifbarer Nähe sein.

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  25. laurali

    Hm okay das ist wohl Training. Also mir gelingt es STOPP zu sagen in 8 von 10 Fällen. In den anderen 2 nicht, aber auch da habe ich gelernt es so zu händeln: große Esslust – gegessen wird zb ein grosses Stück Apfeluchen mit Xylith (selbstgebacken), ansonsten halt eine ebenfalls grosse Portion geschnibbelter Rohkost und wenn dann noch Lust ist, ein Schokoriegel. Danach ist ende.

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    1. Panda

      Nachdem du jetzt die Kurve von Fragen und Problemen der Allgemeinheit hin zu deinen eigenen Talenten und Fähigkeiten geschafft hast, spendiere ich dir hiermit einen großen Applaus für deine Disziplin und Beharrlichkeit. Freu dich doch einfach, kein „verdammtes Problem“ mit Ernährung zu haben….ehrlich gesagt habe ich schon die ganze Zeit nicht nachvollziehen können, wie bei einem höchst individuellen und komplexen Thema so eine Schärfe und Überheblichkeit den Ton angeben kann…

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  26. Da weiter einer die Idee hatte, man zeigt mal das Essen einer Person und lässt dann raten, wie dieser Mensch wohl gewichtsmäßig ausschaut. Gibt es, eben gefunden: https://menzelphoto.photoshelter.com/gallery/What-I-Eat-Around-the-World-in-80-Diets/G0000.us7tw6HCdw/C0000zsQX1niZ0zw – What ordinary people eat everyday.
    Der amerikanische Fotograf Peter Menzel ist um die Welt gereist und hat nachgefragt und fotografiert, was die Menschen auf der Welt aus unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Alters und Berufen so essen, „What I eat: The world in 80 diets“. Da sind Menschen mit sehr hohem täglichen Kalorienaufnahme dabei, wo man auch sehen kann, dass sie zu viel aufnehmen, da Übergewicht sichtbar. Z.B. eine englische teacher assistent, die an einem monatlichen Binge-Tag 12.000kcal isst.
    Aber auch Menschen, die ein sehr hohe Kalorienaufnahme habe (z.B. 4000kcal täglich Arbeiter auf der Ölplattform, ein Stierkämpfer…), sich aber beruflich sehr viel bewegen oder durch ihrer Größe einen höheren Gesamtumsatz haben, und / oder viel Sport machen, da sie optisch gesehen im Normalgewicht liegen.
    Z.B. die kleine schlanke chinesische Studentin mit 2600kcal pro Tag (die muss echt viel Sport treiben, wenn sie bei der täglichen Kalorienaufnahme so schlank bleibt), die Bäckerin Robina mit 3.700kcal täglich muss auch viel Bewegung haben oder gut fotografiert worden sein, sieht auch eher schlank aus, ein Model mit 2400kcal täglich ist sehr schlank, der Sumo-Ringer hingegen ist mit 3.500kcal täglich sogar 200kcal unter der Kalorienaufnahme der deutschen Bäckerin, hat aber optisch deutlich mehr Übergewicht … mmh.
    Echt interessant, natürlich weiß ich jetzt nicht genaueres, wie der Autor und Fotograf das nun genau „recherchiert“ hat, wie wissenschaftlich verifiziert das abgelaufen ist, er tatsächlich die Menschen im Alltag begleitet hat und alles fotografiert hat, was sie aßen oder ob die das nachgestellt haben und es auf den Selbstangaben der Personen beruht?

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  27. Katharina

    Der Punkt ist ja, dass einige hier kommentiert haben, dass sie es gar nicht verstehen, wie man nach x Kalorien über Bedarf noch Hunger oder Appetit haben kann: voilá, supereinfach. Und ich finde es etwas hochtrabend, wenn manche hier Verzicht als einfach darstellt. Wie „einfach“ es ist auf etwas Bestimmtes zu verzichten ist doch sehr subjektiv, das lässt sich nicht so pauschalisieren. Ich kann z.B. total leicht auf Chips&Co., Gummibärchen oder fettes Fleisch verzichten. Ich habe das nie im Haus und wenn ich es 10 Jahre nicht bekäme würde es mir nicht auffallen. Anderen würde das sehr schwer fallen. Aber servier mir einen guten Rotwein und etwas Käse, hmmmm, da werd ich schwach. Und nimm mir den MIlchkaffee und die gelegentliche 90% Schoki weg… nein, niemand der am Leben hängt würde mir das wegnehmen. :-p Aber das ist ja auch der Witz am Kalorienzählen: ist zwar (meiner Meinung nach) super-nervig, dafür kann man sich dann auch solche „Ausrutscher“ leisten.

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    1. Maren

      Na ja, alles ist relativ. Platt gesagt, wenn man Rotwein, Käse, Milchkaffee und Schokolade so dramatisch wichtig findet, dass man eine (witzig gemeinte) Leben-und-Tod-Angelegenheit draus macht, hat man noch nie wirkliche Not oder dramatische Umstände erlebt. Das sind alles Luxusproblemchen, die wir hier bejammern🙂

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  28. Katharina

    Klar, soviel Essen zu haben, dass man überhaupt dick werden kann ist ja schon Luxus. Gibt ja immer noch genug Menschen, die einen echten „Hungerstoffwechsel“ haben: also so wenig, dass der Körper wirklich schlapp macht und schlimmstenfalls stirbt. Es geht ja nur um die, die sagen „Ooooooooh, wie kann man denn SOOOOOO viel essen?!“ Als ob man für 2000 oder 3000 kcal eimerweise Zeug fressen müsste und nicht nur ein paar läppische Handvoll Hochkalorisches. Es ist für uns in unseren Breitengraden eben furchtbar einfach. Und ich hatte es auch immer so verstanden, dass darum bei FLÜ geht, den Leuten klarzumachen, wieviel Energie sie sich mit so ein paar Häppchen reinziehen und wie das auf den Hüften landet bzw. landen kann.

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  29. Ronja

    Hi Laurali .
    Ich denke , wir sind alle aus dem gleichen Grund in diesem Blog unterwegs. Wir wollen alle an unserer Ernährung was ändern. Dem einen fällt es einfacher als dem anderen. Wir sollten uns gegenseitig helfen und motivieren statt uns die Kalorien um die Ohren zu hauen. Das Ziel Normalgewicht zu erreichen oder zu halten ist eine tägliche Rechenaufgabe gegessene Kalorien – Bedarf = schlechtes Gewissen. Jeder hat sicher anderes Kryptonit. (Super Synonym ) aber den Kampf wollen wir alle aufnehmen. Und jede Hilfe ist sicher willkommen. Kritik wegen unserem Gewicht oder dem Abnehmen bekommen wir von anderen Seiten genug. Vielleicht sollten sich Einige daran erinnern.

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  30. laurali

    Hm, ich denke es gibt auch Leute hier, die lesen aus Interesse mit. Ohne Gewichtsprobleme. Um zu verstehen, warum es für manche so schwer ist. Ok mein Einer Post war mit dem „ich raff das nicht“ etwas blöd formuliert. Aber wenn ich halt lese, dass viele betonen, mit 2000 unmöglich satt sein zu können und dass sie dooferweise im Alltag kaum was verbrennen, denk ich mir: yo, dann beweg dich mehr, wenn du das soooo sehr möchtest. Ich kenn den Unterschied zwischen inaktiven und aktiven Tagen auch gut. Und dieses Wissen wende ich dann meistens an. Jammern find ich halt nutzlos. Oder Sätze wie: „Beim Mittagessen kommen locker 800kcal zusammen…“
    Ähm bitte what?

    Die „kommen nicht zusammen“ – die führst du dir zu! Aktiv! Schon solche Formulierungen zeigen, dass mancheiner sich hier eher als Opfer sieht. Das spreche ich ihm ihr nicht ab, aber es ist nicht hilfreich.

    OT (fast): @nadja: war es nicht mal ne Brezel statt nem Donut :-))?

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    1. Mona

      Ich kann beides nachvollziehen.

      Ich hab mal Tage und Wochen, wo alles ok ist und falls ich weiter abnehmen will, esse ich halt so, dass ein Kaloriendefizit entsteht oder es passiert von selbst, indem ich einfach mal Mahlzeiten auslasse oder kleiner mache. Manchmal ist das gar nicht absichtlich, ich hab einfach Lust und Hunger auf kleine Mengen und kalorienarmes Zeug. Ist halt nicht oft so ein Tag.

      Dann habe ich Tage und Wochen, wo ich allgemein verzweifelt oder wütend bin, krank bin, Schmerzen habe, bestimmt Medikamente nehmen muss, Streit habe oder was auch immer, dann reicht mir meine normale Müslischüssel nicht aus. Es müssen dann noch 150 g Snickers dazu sein und zur Not gehe ich die kaufen, da kann mich keiner mehr aufhalten. Dann kann es auch den kompletten Tag so weiter gehen. Manchmal sind diese Tage, wo ich einfach sehr viel Hunger habe, obwohl alles gut ist und ich die notwendigen Sachen esse, wie Proteine und meine Stimmung ok ist. Ich hab dann einfach Hunger und esse halt meine 2800 kcal, obwohl ich nur 2100 kcal verbraucht habe. Wenn ich merke, dass das Ankämpfen nichts bringt, lasse ich es geschehen und erlaube es mir, das entspannt mich und ich hoffe, dass es nach möglichst wenigen Tagen wieder „normal schwer“ wird oder so leicht wie zuerst beschrieben.

      Ich bin aber zufrieden, wenn die meisten Tage „normal schwer“ sind. Es muss meinetwegen nicht besonders leicht sein. Ich bin bereit diese „Kosten“ zu tragen. Nur schlimme Tage zu haben, wo man seine ganze Kraft aufwendet und es trotzdem das Gleiche herauskommt als wenn man direkt alles in sich reingefressen hätte, das tut echt weh. Ich denke, jeder finden eine eigene Strategie, wie er/sie an sein Ziel kommen kann.

      Sport mache ich regelmäßig. Mir tut es nicht so gut einfach Einheiten auszulassen, die fehlen mir dann und es geht mir dann schlecht. Und es tut mir nicht gut, einfach Einheiten einzufügen, weil ich auf so plötzliche Änderungen von einer Woche auf die andere auch nicht so gut reagiere. Was ganz gut geht ist viel Spaziehengehen, aber das geht halt nur, wenn ich das kräftemäßig schaffe und vor allem Zeit dazu habe.

      Es ist alles nicht so einfach.

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  31. Um obigen Block geht es darum, dass ein schlanker Mensch eine Kalorienbombe ist und jemand anderes sich nicht vorstellen kann, dass das geht ohne anschließend zu kotzen. Und es gibt Leute, die sich nicht vorstellen können, wie schwer es ist, abzunehmen. Ein bestimmtes Budget einzuhalten ist doch ganz einfach (laurali, der Beitrag „ich raffs nicht“ war blöd und ich fand ihn sehr überheblich und schon verletztend). Beides zeugt für mich von mangelndem Verständnis für einen anderen Standpunkt. Ich habe vor 17 Jahren mit dem Rauchen auf gehört, von heute auf morgen, einfach nicht mehr geraucht. Wo ist das Problem? Jeder Raucher, dem ich das erzähle, guckt erst einmal wie ein Auto. Ich erwarte aber nicht, dass jeder Raucher jetzt den Glimmstängel in die Ecke wirft.
    Das man mit 2000 kcal satt werden kann, weiß hier wohl jeder. Viele haben hier schon einige Kilo abgenommen und mussten mit weniger auskommen (bei 2000 kcal bin ich schon an der Grenze des Haltens und das bei BMI 35) Es ging ja viel mehr um die Probleme des Verzichts. Ein Stückchen Apfelkuchen passt vielleicht ins Budget, aber die Sahne muss man sich doch verkneifen. Das ständige Abwägen, will ich das essen und evtl. ein höheres Gewicht/mehr Sport in Kauf nehmen oder nicht, fällt dem einen leichter und dem anderen schwerer und „Naturschlanke“ scheinen das verinnerlicht zu haben. Und dann kommen die schon erwähnten psychischen Faktoren dazu: Essen als Ersatzbefriedigung, zu große Menge, verlernt, Hunger und Appetit zu unterscheiden, kein Sättigungsgefühl…. Ich wünsche mir mehr Verständnis sowohl für die Kämpfer hier als auch mehr für die „schlanken Burgeresser“. Es gibt Dinge, die kann man nicht sehen und ich finde, deshalb sollte man darüber auch nicht urteilen.
    Und laurali, wenn du es nicht verstehst, dann frag einfach mal, anstatt die anderen so zu brüskieren. „800 kcal kommen zusammen“ interpretierst du vielleicht anderes, als es gemeint war. Wenn man nicht nach besonders kalorienarmen Rezepten kocht, sind 800kcal pro Portion durchaus üblich. Man muss halt aufpassen und wenn man das nicht ständig macht (vielleicht auch, weil man nicht selber gekocht hat), dann hat man beim Essen halt diese 800 kcal oder mehr, ohne dass es einem wirklich bewußt war. Das hat nichts mit Opfer zu tun. Aber vielleicht mit dem Wunsch, mal beim Essen an etwas anderes denken zu können/zu dürfen, als an den Kaloriengehalt.

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    1. Panda

      Das hast du gut auf den Punkt gebracht, Danke!
      Genau aus dem Grund des fehlenden Respekts und der Unfähigkeit zu akzeptieren, dass alle Menschen verschieden sind und auch wenn Naturgesetze für alle gelten, dennoch verschiedene Lebenserfahrungen und -Strategien dabei herauskommen, finde ich lauralis laute Überheblichkeit so unglaublich unpassend auf diesem Blog….ich höre hier auch kein interessiertes Nachfragen oder energische Hilfestellung heraus sondern nur großes Aufspielen, und genau diese versteckte Aggression hilft mal überhaupt nicht beim Anpacken von Veränderungen.

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  32. Ich habe auch irgendwann mal angefangen, Fotos von mir zu machen, wenn ich Hoch-kalorisches oder Ungesundes esse: https://goo.gl/photos/Mek95UjkUCxh4Qzp6

    So nach dem Motto, „guck mal (lieber Foto Betrachter (der normaler Weise nur ich selber bin)), was ich alles Essen kann, und trotzdem meine Figur halte“. Ich habe die Dinge natürlich wirklich gegessen😉, auch wenn es (ebenfalls natürlich) nicht zu meiner täglichen Ernährung gehört.

    Viele Leute machen halt den Fehler, ein Foto zu generalisieren: Sie nehmen also an, das Model würde bei seinem normalen Essverhalten abgelichtet worden sein — wobei es sich ja wahrscheinlich eher um eine Ausnahmesituation gehandelt hat.

    Ich kenne aber auch Instagram Models, die mit einer Pizza und einem Fatburner Produkt zusammen fotografiert werden. Das soll natürlich den Botschaft rüberbringen, dass man mit diesem Produkt nicht auf seine Ernährung achten muss, und trotzdem aussieht wie ein Model. Was natürlich ebenfalls Blödsinn ist…

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