Woran du merkst, dass dein Stoffwechsel angekurbelt wurde!

Ich bin in Fettlogik ja bereits mehr als ausführlich auf das Thema Stoffwechsel eingegangen, aber nachdem im letzten Gastbeitrag nochmal der Hungermodus näher beleuchtet wurde und ich in letzter Zeit sehr häufig auf Stoffwechselankurbel-Dinge stieß, wollte ich nochmal kurz die andere Seite des Hungermodus behandeln: Die magische Superdiät oder Pille oder „Ernährungsumstellung“, die den Stoffwechsel so ankurbelt, dass man locker mehrere tausende Kalorien über rechnerischem Bedarf essen kann und dennoch abnimmt.

Die meisten Ernährungsgurus werben ja nun nicht damit: „Mit unserer Ernährungsform kriegen Sie den Brechdurchfall ihres Lebens und nehmen auf die Art nur einen Bruchteil der 5000 kcal auf!“, sondern damit, dass irgendwelche magischen Körperprozesse  „angeregt“ werden und der Körper urplötzlich statt 2000 kcal pro Tag das Doppelte verbrennt.

Ich erspare euch an der Stelle mal die bereits in Fettlogik beschriebene Schilderung meiner medikamentös bedingten Schilddrüsenüberfunktion und der ~200 kcal zusätzlichen Verbrauchs, die mir das neben Herzrasen und nächtlichen Panikattacken einbrachte.

Gehen wir die Sache mal logisch an. Wofür braucht der Körper Energie? Da wäre einerseits die Organfunktion, dass das Herz das Blut ordentlich in alle Organe und sonstigen Körperteile pumpt, damit diese ihre Funktion erfüllen. Dann wäre da noch das Aufrechterhalten der Körpertemperatur, wenn es draußen kälter als 37° ist (also fast immer, ausser heute bei uns unterm Dach… meh.). Und natürlich für alles, was wir so an Bewegung verbrauchen. Von der Tipperei auf dem Laptop bis hin zum Crosstrainern.

Die Gesetze der Thermodynamik besagen, dass Energie nicht aus dem Nichts entstehen oder ins Nichts verschwinden kann. Ergo, muss jede Energie, die wir aufnehmen, entweder verbraucht oder eingelagert werden. Wenn der Diätguru also sagt, dass 4000 kcal gegessen werden können, ohne eingelagert zu werden (oder sogar noch Fettpolster verbrannt werden!) bedeutet das, der Körper muss wesentlich mehr verbrennen.

Woran könnte man dies also merken, unter der Voraussetzung, dass die Energie nicht einfach verschwinden KANN sondern zwangsläufig vom Körper verwendet werden MUSS um sie loszuwerden?

Möglichkeit 1: Die Körpertemperatur steigt … das nennt sich gemeinhin „Fieber“ und der Körper mag das gar nicht. Minimale Steigerungen sind hier sicher möglich, aber in einem gesunden Rahmen wird dies nicht besonders viel Unterschied ergeben.

Möglichkeit 2: Die Organe verbrauchen plötzlich wesentlich mehr. Das würde bedeuten, der Herzschlag steigt enorm an, von 60-70 Schlägen auf einen Ruhepuls von 130 oder 150. Klingt nicht gesund und ist auch nicht gesund.

Sowohl bei Möglichkeit 1 als auch bei Möglichkeit 2 würden wir also innerhalb kurzer Zeit beim Arzt sitzen – oder beim Psychologen. Ja, tatsächlich, Menschen bezahlen mir Geld dafür, um ihnen zu helfen, genau diese Symptome (Herzrasen, Hyperventilation, Schwitzen,…) loszuwerden, denn das nennt sich – wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen sind – Panikattacke und ist mehr als nur unangenehm.

Bleibt also nur noch Möglichkeit 3: Bewegung. Tatsächlich ist Bewegung die einzige Stellschraube, mit der wir unseren Tagesverbrauch dramatisch erhöhen können. Woran merkst du also, dass dein Stoffwechsel erhöht ist?

Ganz einfach: Du bewegst dich. Du kannst es nicht übersehen.

Ich bin übrigens auf dieses Thema gekommen, als ich heute 2 Stunden intensiv auf dem Crosstrainer stand. Höchste Stufe, volle Power und bei gutem Trainingsstand komme ich dabei auf ungefähr 1200 kcal Verbrauch.

Nun hatte ich ja auch in Fettlogik bereits von dem doch erstaunlich großen Einfluss des sogenannten NEAT berichtet, also der kleinen Alltagsbewegungen, die kein bewusster Sport sind. Quasi alles was unter „Aktivität“ fällt, von Wippen, Zappeln und Hibbeln bis hin zu „aufs Klo gehen“ oder „Wäsche aufhängen“ o.ä.

Nehmen wir nun also an, Ernährungsguru X verspricht einen „angekurbelten Stoffwechsel“ und meint damit, dass man „einfach so“ ohne bewusstes Bemühen wesentlich mehr Energie verbraucht. Das würde bedeuten, dass der Körper während eines normalen Tages von uns unbemerkt(!) durch kleine Bewegungen wie Hibbeln oder mit dem Fuß wippen in etwa das verbrennt, was ich in 1-2 Stunden intensiver Crosstrainerbewegung verbrenne.

Auch das klingt nicht nach etwas, das unbemerkt an uns vorbeigeht, oder? Wenn ich urplötzlich den ganzen Tag permanent wipple, kipple, zapple und hin und her hüpfe, würde ich mich durchaus fragen, was da gerade los ist.

Kurz: Einen angekurbelten Stoffwechsel würde man in jedem Fall bemerken, besonders wenn es hierbei nicht um dezente ~100 oder ~200 kcal Zusatzverbrauch geht, die gerade noch so mit nur geringen Symptomen „unbemerkt“ hinzukommen können, sondern um 1000+ kcal. Und diese Symptome wären keinesfalls angenehm, was sich auch dadurch zeigt, dass tatsächlich wirkungsvolle Mittel (also illegale Pülverchen) zu Todesfällen führen und genau deshalb auch illegal sind. Gesteigerte Körpertemperatur und gesteigerter Herzschlag kann nämlich der Körper nicht unbegrenzt lange aushalten. Wenn also der Guru ein wirklich wirkungsvolles Mittel hätte, würde das böse enden (und selbst wenn das Mittel wirkungsvoll wäre, reden wir hier nicht von tausenden Extrakalorien).

Ohne aktiv etwas zu tun (also sich bewusst bewegen/sportlich betätigen) lässt sich der Stoffwechsel nur minimal „ankurbeln“. Der Traum vom 3000+ kcal essen und dabei auf der Couch liegen und abnehmen ist damit genau das: Ein Traum.

Jede Versprechung in diese Richtung, sei es Nahrungsergänzung oder eine bestimmte Ernährungsform, die es „einfach so“ und „nebenbei“ erlaubt „Unmengen“ zu essen ist Quatsch. Im besten Fall handelt es sich um einen Trick, der so sättigt, dass die Kalorienaufnahme unbemerkt und „einfach so“ „nebenbei“ unter den Bedarf sinkt.

Wenn euch also jemand verspricht, euren Stoffwechsel anzukurbeln, könnt ihr davon ausgehen, dass es nicht darum geht, eure Fettpolster zu verkleinern, sondern ausschließlich darum, seine Geldpolster zu vergrößern.

52 Gedanken zu “Woran du merkst, dass dein Stoffwechsel angekurbelt wurde!

  1. N/A

    In meinen heutigen Recherchen, ob (leere) Fettzellen irgendwann verschwinden stieß ich auch wieder auf solchen Unsinn, dass der Körper wenn man weniger isst, keine Energie mehr verbraucht.
    Das suggerierte dann, dass übergewichtige Menschen, da die Fettzellen nie mehr verschwinden, sind sie schon mal da, sowieso nicht abnehmen sollten, weil sich alles sofort wieder mit Fett füllt.
    Leider sind die meisten Quellen zu solchen Themen online vollkommen unseriös, beliebt sind auch solche Wunderstoffe, die die Fettverbrennung anregen sollen und den Menschen einfach mit mehr Energie versorgen (die er dann konsequenterweise hat, indem er dann schneller rennen kann oÄ).
    So eine Art Turbomodus der körperlichen Leistungsfähigkeit.
    Inwiefern solche Sachen plausibel oder signifikant sind, kann ich leider nicht einschätzen, ich bin skeptisch.

    Eine weitere (hypothetische) Möglichkeit wäre natürlich, dass die Superpille Muskeln ohne entsprechenden Trainingsreiz dazu bringt zu wachsen. Mit dem Effekt, dass der Stoffwechsel angekurbelt wird und der Grundumsatz sich erhöht.
    Allerdings ist kaum zu hoffen, dass die Mittel das können, solche Eingriffe wären wohl hochriskant und die Förderung neuer Zellentstehung hat einen sehr sehr unguten Unterton.

    Gefällt 1 Person

  2. Inita

    Was mich interessieren würde: Registriert der Körper wirklich den Kalorienverbrauch, der auf der Uhr steht? Um ehrlich zu sein: Ich glaube das nicht! Ich habe mit Kalorienzählen und Sport nie mehr abgenommen als bei Kalorienzählen ohne Sport.

    Ist es wirklich so, dass bei 3000 aufgenommenen Kalorien der Körper in diesem Fall (bei sportlichen 1200 Kalorien) nur 1800 verwertet?

    Es gibt eine Untersuchung – sorry, das ist ohne Quelle nicht sehr wissenschaftlich, ich weiß – dass Diäter mit Sport grad mal nach drei Monaten 1 Kilo mehr abgenommen haben, als die, die nur auf der Couch diätet haben.

    Gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung, ob Freizeitsportler mit ca. 3 Stunden Sport pro Woche wirklich einen Gewinn für Ihren Stoffwechsel haben oder sind es nicht vielleicht nur die hart trainierenden Profi-Sportler? Oder die, die eben pro Tag zwei Stunden auf dem Crossi ackern?

    Danke für den Beitrag – anregend wie immer!

    Gefällt mir

    1. N/A

      Wenn man Sport macht, braucht der Körper dafür Energie (die hauptsächlich in Wärme, manchmal auch in einem Potentialunterschied) umgewandelt wird.
      Diese Energie muss irgendwo her kommen. Entweder aus der Nahrung oder eben aus den Energiespeichern des Körpers. Daher nimmt man auch mehr ab, wenn man mehr Energie bei gleichbleibender Aufnahme an Energie verbraucht.

      Um den geringen Effekt zu erklären habe ich zwei Vermutungen:
      1. Es kommt auf den Sport an, wer nicht besonders Leistungsfähig ist und sehr langsam Sport macht, verbraucht nicht so viel, wie ein trainierter Mensch, der deutlich schneller läuft.
      2. Wenn man Sport macht, steigert das teilweise auch Hunger und Appetit. Wenn man infolgedessen mehr konsumiert, dann bringt der Sport im Sinne der Gewichtsabnahme weniger oder schadet sogar.
      (Aber man darf andere Positive Effekte, wie Stärkung der Ausdauer auch nicht vernachlässigen.)

      Gefällt mir

    2. mich

      Sport hat außer Energieverbrauch noch andere Effekte – er macht zum Beispiel hungrig. Das ist natürlich irgendwo auch eine Konsequenz des Energieverbrauchs. Der Hunger ist erstmal nicht weiter schlimm, das Kaloriendefizit aus dem Sport könnte man ja sogar teilweise aufbrauchen, indem man mehr isst, und würde trotzdem noch mehr abnehmen, als ohne Sport – aber eben nur, wenn man nicht mehr Energie durch zusätzliches Essen zuführt, als man beim Sport verbraucht hat. Meiner Erfahrung nach ist es allerdings so, dass die Angaben mancher Pulsuhren bestenfalls Schätzungen sind, die kräftig von der Realität abweichen können. Schon unterschiedliche Uhren zeigen für dieselbe sportliche Aktivität teils völlig unterschiedliche Zahlen an. Wenn mir meine Pulsuhr aber zum Beispiel sagt, dass ich 1000 Kalorien verbraucht habe, obwohl es in der Realität nur 500 waren, und ich leiste es mir dann, 600 Kalorien mehr zu essen, als ich ohne Sport getan hätte, ist das natürlich blöd.

      Gefällt mir

    3. Mona

      Menno, hab eine Antwort geschrieben und dann ist mein Browser abgestürzt.

      Ich weiß nicht so genau, wie du das mit dem Registrieren des Kalorienverbrauchs meinst.

      Ich sehe das wie N/A, dass es auf die Menge und Art des Sportes ankommt.
      Ich selbst würde beim Ziel Abnehmen erstmal so viel und so schnell es für mich Möglich ist an Muskulatur aufbauen (falls man vorher noch nie Kraftaufbau gemacht hat, geht das schnell in den ersten 2 bis 6 Monaten). Dieses Training würde ich am Anfang auch einfach als Ausdauertraining ansehen, weil man ja sich schonmal anstrengender bewegt als vorher und der Puls bestimmt auch ziemlich hoch geht. Dann nach 2 bis 3 Monaten kann mit Ausdauer anfangen, wenn man eine Grundlagenausdauer hat, kann man dann auch Tabata/Intervalle machen, um sich so richtig stark auszupowert.
      Also insgesamt verbrennt man in einer Sportstunde mehr, wenn man viel Muskulatur hat, seinen Puls höher bekommt und länger bei hohem Puls und großer Anstrengung aushält. Durch die Muskelversorgung bei viel Muskulatur verbrennt man ja auch im Alltag bei kleinen Bewegungen viel mehr als wär man der gleiche Mensch nur mit wenig Muskulatur. (Männer die genauso groß und schwer sind wie ich und die gleiche Art und Intensität von Sport aushalten, wie ich, verbrennen meistens viel mehr, weil sie prozentual mehr Muskelmasse haben, die sie bewegen können. Soweit ich das jetzt richtig einschätze.)

      Also wenn ich als Büro-Mensch 3 h pro Woche zum Yoga gehe, dann bringt es rein gar nichts in Bezug auf die Abnahme (für Beweglichkeit und Entspannung ist das natürlich besser als nichts), da kann ich in der Zeit auch auf dem Sofa liegen. Ich würde beim Kochen, Putzen und Einkaufen viel mehr verbrennen.

      Wenn ich 3 h pro Woche als relativ unsportlicher Mensch zum Aerobic oder Zumba gehe, dann verbrenne ich auch recht wenig, je nach Intensität, die der Kurs hat und die man wirklich selbst ausführt. Das sind vielleicht 900 kcal zusätzlich in einer Woche (Frau, Normalgewicht, Durchschnittsgröße), wenn man ordentlich mitspringt usw. Das entspricht ca. 600 Gramm Abnahme in 30 Tagen, muss man selbst entscheiden, ob es sich lohnt.
      Ich mache Sport, weil es mit damit besser geht, körperlich und psychisch und ich mich gern stark fühle.

      Wie gesagt, je öfter, je länger, je anstrengender und je mehr Muskulatur man hat, desto mehr bringt Sport auch für die Abnahme. Außerdem lenkt er vom Essen ab. Ich finde man kann kein hartes Training machen, wenn man gerade vor 2 Stunden gegessen hat, da kommt ja alles wieder hoch. Es kommt aber auch oft vor, dass man dann so richtig starken Hunger bekommt und viel mehr isst als man verbraucht hat oder sich zu viel „gönnt“, weil man das Gefühl hat, dass man bestimmt viel mehr verbrannt hätte.

      Gefällt mir

  3. Mona

    So positiv wie jetzt gerade hab ich Panikattacken noch nie in meinem Leben gesehen. Panikattacke = Stoffwechsel ankurbeln 😉

    Ich hab dieses Jahr auch so oft gesehen, dass Leute (die extrem wenig im Internet rumhängen) durch Mundpropaganda zu irgendwelchen Beraterinnen gehen, die Ihren Stoffwechsel ankurbeln. Manchmal denke ich mir, wieso nehm ich eigentlich kein Geld von Leuten, die keine Ahnung haben und anscheiennd wirklich bereit sind viel Geld auszugeben. Ich wäre schon reich. Dort ist es so, dass sie bestimmte Shakes machen müssen mit Gemüse und so und da dann extra von der Beraterin zusammengestellte Pulver reinkommen, dazu muss man natürlich Sport machen, auch nach deren Programm und deren Seminare besuchen und Einzeltermine hat man auch. Ich bin ja froh, dass es den Leuten besser geht, aber ich könnte jedes Mal schreiend weglaufen, wenn ich „Stoffwechsel ankurbeln“ höre. Nur weil die Leute das allererste Mal in ihrem Leben mal ein bisschen Muskulatur aufgebaut haben, heißt es ja nicht, dass diese Beraterin zaubern kann. Gemüsezeug und Protein kann man viel billiger haben und lernen wie man gut und genug Sport macht, ist ja auch keine Magie.

    Gefällt mir

    1. >> So positiv wie jetzt gerade hab ich Panikattacken noch nie in meinem Leben gesehen. Panikattacke = Stoffwechsel ankurbeln

      Genau! Man sollte auch immer das Positive sehen! 🙂

      Allerdings denke ich, dass bei Panik das Hormonumfeld sehr ungünstig ist, und sie sich deshalb nicht unbedingt gut auf die Körperzusammensetzung (Fett vs Magermasse) auswirkt… 😛

      Gefällt mir

  4. cratter13

    Mich interessiert in dem Zusammenhang, ob es nicht doch Mittel gibt, durch die der Körper die aufgenommene Nahrung nicht vollständig verdauen kann und damit im Endeffekt auch weniger Kalorien aufnimmt. Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass es diese Möglichkeit gibt und damit sollte man auch ein Defizit von 1000+ Kalorien ‚locker‘ hinbekommen. Wie gesund das ganze letztlich wäre steht auf einem anderen Blatt 😉

    Gefällt mir

    1. Gibt es 🙂 Orlistat ist soweit ich weiß ein rezeptpflichtiges Medikament, das die Fettaufnahme einschränkt. Die haben allerdings auch teilweise heftige Nebenwirkungen (Verdauungsprobleme, Durchfälle, Blähungen, etc.). Also ähnlich wie die Magen-OP ist es eine Option wenn man wirklich verzweifelt ist, aber es gibt deutliche Negativpunkte.

      Gefällt 1 Person

      1. Hans

        Das Thema Verwertung der Kalorien finde ich generell noch etwas untersuchenswerter. Ich glaube nicht, dass jeder immer aus 1.000 zugeführten Kalorien auch wirklich das Maximum an Energie rausholt, sei es aufgrund von Verdauungsprobleme, Schilddrüse, oder was auch immer für Besonderheiten.

        Meine laienhafte These: Wenn ich wenig esse hat der Körper Zeit und Muße (und Bedarf), alles optimalst zu verbrennen und auszuwerten. Wenn ich aber pausenlos oben neue Nahrung nachschiebe, rutscht einiges auch nur halbverdaut durch. Hat mir ein Arzt vor langer Zeit tatsächlich mal bei einer Stuhluntersuchung erklärt, da wären unverdaute Bestandteile drin (ich erspar euch die Details).

        Wäre für mich auch eine Erklärung, warum sich temporäre Fressattacken, bei denen man den Kalorienbedarf mal für ein paar Tage locker um zigtausende Kalorien überschreitet (z.B. ein Partywochenende mit haufenweise Bier, Chips, Pommes, etc.), sich nicht mittelfristig nicht soo dramatisch auf das Gewicht auswirkt wie man eigentlich erwarten könnte.

        Gefällt mir

      2. Mona

        Man merkt ja auch schon bei Antibiotikum, von dem einem ein bisschen übel wird, dass man dann einfach keinen Hunger hat durch die Übelkeit schon abnimmt, da man wenig zu sich nimmt.

        Wenn man eine ganz heftige Partynacht hatte, kotzt man vielleicht mehr aus als man gegessen hat (der Vorgang ist ja auch anstrengend). Außerdem verbrennen 6 h Durchtanzen sehr viele Kalorien.

        Gefällt 1 Person

  5. SabineW

    @cratter13, es gibt diese Mittel, die die Fettaufnahme teilweise verhindern. Xenical hatte ich mal eine Zeitlang genommen. Damals hatte ich ausgerechnet, dass 1 kg Fett, das man auf diese Weise verliert, eine Meeenge Geld kostet (hoher dreistelliger Betrag, den ich nicht mehr genau auf dem Schirm habe, weils lange her ist, jedenfalls habe ich danach die Sache abgebrochen).

    Gefällt 1 Person

  6. Delilah

    Ergänzung:
    Es gibt natürlich noch die Präparate, die die Nährstoffaufnahme im Darm verhindern. Gibt es einige von in Deutschland, die haben dann so schöne Nebenwirkungen wie „Fettstuhl“, der sich in Blähungen, Durchfall und in schlimmen Fällen in „Stuhlinkontinenz“ äußern kann. Zudem werden wichtige fettlösliche Vitamine nicht aufgenommen.
    Es gibt auch ein Antidiabetikum, dass die Glucose-Aufnahme im Darm hemmt (Nebenwirkung, nicht Hauptwirkung), was auch zu Gewichtsabnahmen führen kann (positiv bei Diabetes), allerdings ist das Nebenwirkungsprofil zu ungünstig, um sie nur zum Abnehmen einzusetzen (Nutzen/Risiko).

    Dann gibt es wohl noch illegale Kapseln, die man sich im Internet bestellen kann, wo Bandwurmeier drin sind… O.o die sorgen für eine tolle Abnahme, aber auch zu starken Mangelerscheinungen. Und die Vorstellung eines 5m langen Wurms im Darm…wääääh!

    Gefällt mir

  7. Anja Zawadzki

    Ich sehe das etwas anders.
    Ich finde, du hast etwas in deiner Liste vergessen, wozu man Energie benötigt. Und das ist das Gehirn. Einen klaren Kopf bekommen, schwierige Denkaufgaben lösen, wichtige Entscheidungen treffen (auch in den Rahmen, wie viel Zeit man dafür benötigt), automatische Sachen tätigen (ohne genauen Fokus darauf), Erinnerungen (gespeicherte Sachen) hervorrufen. Auch das verlangt Energie, sogar gar nicht so wenig.

    Ich finde auch, dass man erkennt, dass der Stoffwechsel angeregt wird, wenn man gute Laune hat (so banal wies klingt) – ist nämlich heutzutage auch etwas rar. Nicht bei jedem kleinsten Problem rot zu sehen sondern gelassener das Thema angehen, oder auch Sachen wie Gereizt reagieren (Überreizung), sind für mich Merkmale, dass es mit dem Körpersystem nicht so rund läuft.

    Viele Menschen wissen gar nicht, was alles möglich ist, weil sie sich mit weniger zufrieden geben, so wie es halt vorgelebt und verbreitet wird. Typisch der miesgelaunte Mensch am Montag, wo die meisten durchhängen, und fast jeder akzeptiert, dass es nun mal so ist, ganz nach dem Motto: Ist halt so.
    Sehe ich anders.

    Ein aktiver Stoffwechsel bewirkt, dass Körperfunktionen, Körperprozesse und Organaktivität besser ablaufen – und man stelle sich vor, dass man das kaum bis gar nicht mitbekommt. Kleine Wehwehchen wir Kopfschmerzen/Migräne, Nervenspannen, Gereiztheit, häufige Erkältung usw. sind Zeichen, dass das Körpersystem und die Organe nicht richtig arbeiten.
    Unser Körper ist ähnlich wie ein großes Zahnradmodell, wenn eins nicht richtig funktioniert, kann es sein, dass der Rest auch nicht so funktioniert und mitspielt. Denn alles hängt miteinander zusammen.
    Und man stelle sich auch vor, dass wenn dem Gehirn nur wenig Energie zur Verfügung steht (Wasser ist für mich auch eine Form des Energieträgers), dass der Rest dann auch leidet. Wie schon erwähnt, davon bekommt man erst richtig was mit, wenn schon zB Entzündungen entstanden sind, Kopfschmerzen bspw. durch Dehydration, Krankheiten, und sowas eben halt.

    Und dann sind da noch die Alten Sachen im Körper, die hinderlich sind. Aber das ist nochmal was anderes und würde hier den Rahmen sprengen.

    Ich finde nur, man darf nicht nur oberflächlich schauen. Und man sollte sich hin und wieder fragen, was alles vielleicht noch möglich ist, im positiven Sinne…

    Liebe Grüße

    Gefällt mir

    1. Also möchtest du der Kernaussage widersprechen und sagen, dass das Gehirn hunderte oder tausende kcal extra verbrennen kann?

      Oder geht es dir mehr darum, am eigentlichen Kern vorbei darauf hinzuweisen, dass Gesundheit und Fitness echt toll und Mangelsymptome halt ziemlich ungut sind?

      Gefällt mir

      1. Anja Zawadzki

        Je nachdem, wie intensiv man denkt, neue Dinge kennen und verstehen lernt (was auch verarbeitet werden muss; und man vielleicht auch ein bisschen überhaupt fähig ist, das zu tun).
        Ich möchte hauptsächlich nur sagen (oder anregen), dass ‚dahinter‘ mehr steckt, und wie man den Stoffwechsel ‚erkennt‘.
        Jedoch was heißt schon erkennen (für jedem selbst)? Sehen, oder fühlen, durch anderes erahnen,…

        Ich bin auf die Überschrift eingegangen, aufgrund meiner Meinung. Wenn du es anders siehst, es anders betitelst, okay.
        Abnehmen beginnt im Kopf, und der Kopf ist Teil des Körpers.

        Gefällt mir

      2. Ich hatte eine konkrete Frage gestellt, deren Antwort mich nach wie vor interessiert: Gehst du davon aus, dass das Gehirn mehrere hundert bis tausend kcal extra verbrennen kann oder hatte dein Kommentar keinen inhaltlichen Bezug zum Artikel?

        Gefällt 1 Person

      3. Bernd der II.

        Ich erinnere mich noch an ein Biologiebuch in der Schule, dass den Energieverbrauch in Balken angegeben hat, um das Konzept zu erklären. Für 5t-Klässler.

        1/3 Balken: im Bett liegen und nichts tun.
        2/3 Balken: am Schreibtisch sitzen und über Hausaufgaben nachdenken.
        3/3 Balken: draußen rumrennen und Sport machen.

        Vielleicht kommen aus so einer Quelle Anjas Ideen o_O

        Davon abgesehen: Ich hab auch schon die Erfahrung gemacht, mehrere Kilo abzunehmen in einer Phase mit eher wenig Bewegung und sehr viel Nachdenken. (Ging ca. 1-2 Monate.) Kann natürlich sein, dass ich in der Zeit einfach vergessen hab zu essen.
        Aber mich würde schon interessieren, ob es einen signifikanten Unterschied gibt bzgl. des Energieverbrauchs zwischen „ein bisschen nachdenken“ und „ganz hart angestrengt konzentriert nachdenken so gut es geht“. Ist aber wahrscheinlich schwer zu überprüfen.

        Gefällt mir

      4. Stelle ich mir garnicht so schwer vor das zu prüfen – Atemgasanalyse und dabei n (Intelligenz)Test oder so … aber da ich vermute, daß auch die chemischen Energie-Prozesse im Hirn nicht ohne Abwärme ablaufen würde es mich wundern, wenn das wirklich signifikante Mengen sind.

        Gefällt 1 Person

      5. Mona

        Ich würde auch gern Zahlen aus guten Studien dazu wissen.

        Ich vermute, dass das Gehirn das meiste verbraucht indem es den Körper am Leben hält. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Denken an sich wirklich einen brauchbaren Unterschied für eine Abnahme macht.

        Es gibt doch Kammern, wo man den Energieverbrauch von Menschen messen kann, wo auch Urin usw. untersucht wird von den Wissenschaftlern. Da müsste man ja nur jemanden hinsetzen, der die ganze Zeit Klausuren schreibt oder etwas komplett Neues lernt und als Kontrolle lässt man die gleiche Person auch in ähnlicher Pose z.B. Filme ansehen, die die Person schon kennt und auch nicht besonders hasst oder liebt, da ich mir vorstellen kann, dass Emotionen mehr verbrauchen (durch Bewegungen, Puls, Schwitzen, Weinen, Muskelanspannung, Lachen) als das sachliche Denken.

        Gefällt mir

    2. Yggdrasil

      Das meiste verbraetst Du fuer Heizung. Denken verbraucht Energie .. oeh, ja. Bestimmt. Das kriegt man sicherlich in Mikrokalorien ausgedrueckt, was es zusaetzlich kostet, ein paar Millionen Kalium- und Natrium-Ionen hin- und herzuschubsen.

      Der Koerper hat ganz andere Stellschrauben, wenn der der Meinung is, er muesste mal etwas mit der Energie haushalten. Denken gehoert sicher nicht dazu.

      Sieht man ja auch: die fettesten Leute gucken den ganzen Tag RTL. Dass „erhoehte Energiezufuhr“ also mit „denkt mehr“ belohnt wird, das kann man getrost vergessen 😀

      Gefällt mir

      1. Mona

        Den letzten Satz versteh ich nicht. „Erhöhte Energiezufuhr“ wird ja auch nicht mit Ausdauer oder Muskulatur belohnt. Da muss man ja auch zuerst trainieren, um merkliche Ergebnisse zu bekommen. Je mehr (doller, schneller, länger, anstrengender) desto mehr Energie wandelt man um.

        Ich denk auch, dass es sehr kleine Anzahl an Kalorien ist, aber es könnte ja trotzdem sein, dass jemand, der nie „gedacht“ hat, das Denken trainieren muss (z.B. Schule) und je intensiver und länger er dann angestrengt nachdenkt, desto mehr verbraucht er mit dem Denken. Wär schon interessant, so von der Sache her. Es bringt nur nichts für das Thema Abnahme.

        Gefällt mir

      2. Anja Zawadzki

        Okay, dann helfe ich euch: Die erste Frage ja, die zweite nein – seht es wie ihr wollt.
        Na, ihr habt halt eure Meinung, ich habe meine Meinung. Ich beziehe mein Wissen nicht nur aus Büchern, die vor hundert Jahren geschrieben worden sind. Ich schau eben etwas weiter, und hinterfrage so Standartsachen von Standartstudien, die uns die manchmal recht oberflächliche Schulmedizin erzählen will. 😉
        Jedem halt das seine…der Verstand ist eben begrenzt.

        Gefällt mir

      3. Steve

        Ich verstehe, dass sie
        1.) Den Energieverbrauch des Gehirns extra angibt, obwohl er im Grundumsatz schon drin ist und
        2.) „Stoffwechsel“ in seiner eigentlichen Bedeutung verwendet, nämlich die Gesamtheit der chemischen Prozesse im Menschen (also auch Hormone, Immunabwehr,…) und nicht nur im Sinne von Anabolismus/Katabolismus

        oder aber

        sie hat von Hormonen, Immunabwehr,…keine Ahnung und verwurstet das zusammen mit ihrer persönlichen Meinung und einem Schuss Esotherik („Wasser ist für mich auch eine Form des Energieträgers) in den Begriff „Stoffwechsel“.

        Gefällt mir

      4. N/A

        @Anja Zawadzki Man kann gerne naturwissenschaftliche Studiendesigns hinterfragen, die oftmals keine Aussage zwischen Ursache und Korellation treffen können. Allerdings sollte man dafür die wissenschaftlichen Theorien auch wirklich verstehen. Um das wirklich zu können ist dafür leider oft eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stoff und Fachliteratur nötig.

        Um effektiv abzunehmen und um die Gefahren riskanter Ernährungsstrategien abschätzen zu können, ist tatsächlich Wissen nötig, das über das übliche Halbwissen in populärwissenschaftlichen Artikeln zu Ernährung hinausgeht.
        Aber das ist ja nicht die wirkliche Wissenschaft und „fettlogik“ ist schon ein sehr positiver Schritt in die richtige Richtung.

        Der Abnehmfördernde Effekt des Gehirns bei bBetätigung ist natürlich gegeben. Wenn man das eigene Verhalten analysiert, seine Schwächen erkennt und dann entsprechend Vernünftig handelt.

        @all
        Um abschätzen zu können bei welchen Aktivitäten das Gehirn besonders viel Energie verbraucht könnte man sich mal die Positronen-Emissions-Tomographie die meiner Erinnerung nach eine ganz gute Abschätzung des aktuellen Verbrauchs ist.
        Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass jemand infolge der daraus erfolgenden Ergebnisse eine Thomas Mann Lese Diät entwickelt 😀
        Aber mal abwarten

        Gefällt mir

  8. Ich habe mal „Energieverbrauch Gehirn“ gegoogelt und sofort Folgendes gefunden:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article4505535/Denken-benoetigt-weniger-Energie-als-gedacht.html Demnach benötigt das Gehirn bis 20% des Energieverbrauchs. Mein Mann sagt mir z. B. oft, dass er mehr Kalorien benötigt, wenn er sehr konzertriert arbeiten muss. Er kann dann mehr essen und nimmt nicht zu (Neidneidneid).
    Zum Artikel allgemein: Es gibt zwar Lebensmittel, die den Stoffwechsel tatsächlich ankurbeln, z. B. Chilli oder Ingwer. Das merkt man dann auch, weil einem nach dem Verzehr warm wird. Aber das bedeutet sicherlich nicht, dass die Schoki mit Chilli quasi so verpufft. Diese angepriesen „tollen“ Enzyme oder Nährstoffe halte ich für Humbug und teilweise gefährlich. Das findet man auch im Netz, wenn man diese Kapseln oder Pulver mal googelt.

    Gefällt mir

    1. Das Gehirn verbraucht allerdings nicht nur Energie fürs „Denken“ sondern auch für das Regulieren der ganzen Körperprozesse, Filterung von Reizen, etc. und das läuft unabhängig davon ob du gerade Fernsiehst oder Algebraaufgaben löst.
      Von den 20% kannst du also einen großen Teil abziehen. Die paar Prozent, die dann noch für „Denken“ übrigbleiben sind ja dann ebenfalls nicht „Null Energie = gar nicht denken“ und „Volle Energie = intensiv Grübeln“, denn man denkt immer irgendwas. Also steigt die Denkleistung evtl. minimal an.

      Ergo: Innerhalb einer geringen Prozentzahl der 20% gibt es evtl. eine minimale Steigerung der Leistung.

      Gefällt mir

    2. Michael Mendelsohn

      „Jedoch verbraucht das Gehirn für geistige Tätigkeiten wie Lernen nicht wesentlich mehr Energie als sonst, denn der größte Teil an Energie fällt für Funktionen an, die auch dann ablaufen, wenn man nicht lernt oder sein Gehirn anderweitig beschäftigt.“
      Quelle: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/energieverbrauch-des-gehirns/
      © best:management e.U.

      „Bei wirklich angestrengtem Denken kann der Mensch pro Minute sogar 1,5 Kalorien verbrennen.“ Das sind 90 Kalorien pro Stunde = 15g Erdnüsse. Quelle: http://www.kalorienbedarf.net/mit-dem-gehirn-kalorien-verbrennen-514.html

      Interessant dabei ist, dass unser Hunger und der Drang, Nahrung zu suchen, indirekt mit der Energieversorgung (konkret: Glukose) des Gehirns zusammenhängen. Sobald dem Hirn Energie fehlt, versucht es, mehr zu bekommen. Was vermutlich erklärt, warum ich mehr Hunger habe, wenn ich müde bin.

      Gefällt mir

  9. Steve

    Also, bei einer Fortbildung (eigentlicher Titel war zwar „Lernen aus Sicht der Gehirnforschung“, aber das passt ja thematisch ganz gut) hat uns der Referent folgendes gesagt:

    Das Gehirn verbraucht zwischen 20% und 30% der Energie, bei schwerer körperlicher Arbeit kann der Wert auch mal auf 15% fallen. Grund: Es läuft ständig, 24/7, und das läppert sich dann eben, auch wenn die Momentanleistung eher gering ist. Man kann den Verbrauch dann zwar ca. um den Faktor 10 bis 15 erhöhen, z.B. bei komplexen Tätigkeiten wie bestimmten Tänzen oder bestimmte Musikinstrumente spielen, weil da sehr viele Muskeln koordiniert werden müssen (der Grund, warum Männer ein größeres Gehirn haben, ist, dass sie mehr Muskeln zu koordinieren haben; eine Differentialgleichung zu lösen erhöht den Bedarf dagegen weniger stark). Allerdings kann diese Spitzenleistung nur für kurze Zeit gehalten werden, anschließend ist das Gehirn bestrebt, wieder in den „Spar“modus zu schalten und etablierte Synapsen zu benutzen, sprich Standardtätigkeiten ausführen zu lassen, damit der Verbrauch wieder sinkt.
    Summa summarum ändert sich der Tagesmittelwert durch solche Spitzenwerte (vergleichbar etwa mit einem Sprint) nur unmerklich und ist daher im Grundumsatz schon eingerechnet. Was allerdings den Grundverbrauch nachhaltig erhöht, ist die Gehirn“elastizität“ zu fördern, sprich immer mal wieder was (anspruchsvolles) neues zu lernen (kann btw. auch helfen, gegen Alzheimer vorzubeugen).
    War ich allerdings nicht nachgefragt habe, da ich mich zu dem Zeitpunkt zu wenig auskannte: ob das Gehirn 20% bis 30% der gesamten Energie beansprucht, oder nur der Glucose (Neuronen arbeiten nur mit Glucose). Denn da z.B. auch Herz und Lungen,… 24/7 arbeiten, kommt man laut meinem Bauchgefühl irgendwann über 100%…

    Gefällt mir

  10. GelberRucksack

    Ich werde nie „verstehen“, warum „Leute“ alle möglichen „Wörter“ ziemlich unmotiviert in „Anführungszeichen“ setzen. In der „Schule“ lernt man das nicht.
    „Anführtungszeichen“ markieren „wörtliche“ Rede und nicht „irgendwas“, was im Satz einer „besonderen“ Betonung bedarf.

    Zurück zum „Thema“.

    Gefällt mir

    1. Mona

      Ich setze Wörter in Anführungszeichen, wenn ich sie als neuen Begriff einführe und dann erkläre, was ich damit meine, damit es klar ist, dass andere vielleicht etwas anderes damit meinen. Ich mache das hier so, weil ich nicht herausgefunden habe, wie man hier Wörter kursiv oder fett darstellt.

      Ich denke, die Anführungszeichen sollen bei den meisten Menschen im Internet markieren, dass sie das Wort nehmen, weil es vom Sinn her passt, aber vom normalen Gebrauch abweicht. So etwas wie eine Metapher oder so.

      Hier hätte ich fast alles auch in Anführungszeichen setzen können, weil ich null Ahnung habe, ob es die richtigen Begriffe sind. Ich benutze die Wörter halt, weil ich denke, dass es das ist, was ich meine, aber nicht sicher bin, ob andere Menschen darunter wirklich das gleiche verstehen wie ich.

      Gefällt mir

      1. Mona

        In dem Text von EMN ist es doch eher als Zitat zu verstehen, denke ich, weil das genau die Wörter sind, die sie öfter so gehört und gelesen hat in diesem Zusammenhang.

        Gefällt mir

    2. jutta

      Anführungszeichen markieren manchmal auch Wörter, die im übertragenen Sinn oder in einer weniger üblichen Bedeutung verwendet werden oder etwas, das es in Wahrheit so nicht gibt, das aber zur Verdeutlichung dient („Elastizität“ des Gehirns). Typographisch korrekt gibt es sogar unterschiedliche Anführungszeichen für direkte Rede und die übrigen Fälle, aber das ist auf einer Schreibmaschinentastatur nicht leicht und was HTML und die Boardsoftware daraus machen, ist Glückssache.

      Und zu Sport und Abnehmen: ich finde es spannend, dass viele von Sport Hunger bekommen, bei mir ist es eher umgekehrt. Wenn ich ausgepowert bin, habe ich erst mal kein Bedürfnis zu essen. Dennoch habe ich es bei mehrtägigen Radtouren gemeinsam mit Männern regelmäßig geschafft, zuzunehmen, während die Burschen abgenommen haben *grml*. (Damals hatte ich allerdings zwischen Ideal- und Normalgewicht und die Zunahme war nach ein paar Tagen wieder weg. Geärgert hat es mich trotzdem.)

      Gefällt mir

      1. N/A

        Plausibel wäre natürlich, dass das mehrtägige Radfahren nur Wassereinlagen in den Muskeln, besonders wenn man Muskelkater hatte, passieren diese. Sind meineswissens aber vollkommen harmlos.

        Bei mir ist es mit dem Hunger und Sport ähnlich, am Ende manches Tages fiel mir erst auf, dass ich das Essen vergessen hatte (der Blick aufs Smartphone, Frühstück, Mittagessen und Abendessen einzutragen, „um das Tagesziel zu erreichen bitte weitere 3200kcal zu dir nehmen“), aber da ich nicht jeden Tag 30 Kilometer laufe und das Haus umräume, ist das leider kein praktikables Modell (einfach aus Zeitgründen).
        Leider trifft das ganze nicht auf Denksport zu, ständige Aufmerksamkeit ohne (mentale) Entspannungsgelegenheit weckt den Hunger überproportional.

        Gefällt mir

      2. hotspot

        „Anführungszeichen markieren manchmal auch Wörter, die im übertragenen Sinn …“

        Das ist der Kern der Unsitte. Übertragenen Sinn u.ä. versteht man nämlich auch ohne Anführungszeichen. Und nein, Anführungszeichen markieren selbst erst mal gar nix. Es sind immer die Schreiber, die von sich selbst ausgehend dem Leser das Verstehen des übertragenen Sinnes nicht zutrauen.

        Gefällt mir

    1. GelberRucksack

      „Anführungszeichen können vor und hinter Wörtern oder Textstücken stehen, die hervorgehoben werden sollen “

      „Super“!!! „Dann“ „kann“ „ich“ „ja“ „weiter“ „Anführungszeichen“ „strullern“!!!!

      Gefällt mir

  11. Mario P.

    Zum Thema „Stoffwechsel ankurbeln“:

    Ich habe gelesen, dass es bestimmte Produkte gibt, die den Stoffwechsel ankurbeln können. Zum Beispiel: Zitrone, Ingwer, Chili, Zimt, Avocado.

    In einem der Kommentare steht, dass durch die Zufuhr von Chili die Körpertemperatur steigt und es dadurch zur erhöhten Energie-Umwandlung kommt.

    Inwieweit können die anderen Produkte einen positiven Beitrag zur Gewichtsreduktion respektive Körperfettreduktion leisten und wieviel muss ich davon meinem Körper zuführen?

    Lohnt es sich überhaupt mehr der oben genannten Produkte zu konsumieren?

    Gefällt mir

    1. N/A

      Wie oben im Beitrag schon erwähnt:
      „Möglichkeit 1: Die Körpertemperatur steigt … das nennt sich gemeinhin „Fieber“ und der Körper mag das gar nicht. Minimale Steigerungen sind hier sicher möglich, aber in einem gesunden Rahmen wird dies nicht besonders viel Unterschied ergeben.“

      Eine wissenschaftliche Beschäftigung mit der Fragestellung und wie groß die Effekte sind, wäre natürlich spannend.
      Meineswissens sind die Effekte im Labor durchaus feststellbar, aber die praktische Wirkung ist eher umstritten. Wenn man Scharfes Essen ohnehin gerne mag, kann man es ja machen, aber ich würde mir kein Wunder erwarten.

      Ein kleines Rechenbeispiel:
      In verschiedenen Quellen steht etwas von einem 5% Mehrverbrauch, wenn es kälter als -10°C ist.
      Wenn das exemplarisch einmal 100kcal einnimmt, dann wären das etwa 5kg im Jahr.
      Ob die Wärmeproduktion des Körpers sich bei dem Essen von Chili, Ingwer usw so stark steigert, wie bei einer permanent sehr niedrigen Aussentemperatur, weiß ich natürlich nicht, aber wenn es tatsächlich so oder stärker wäre, ich würde für 5 Kilo Gewichtsverlust nicht unbedingt die ganze Zeit schwitzen wollen.

      (Die Berechnungen und meine Einschätzung basiert auf der Idee des Wärmesteigernden Effekts)
      Falls jemand genauere Daten bezüglich des Mehrverbrauchs durch scharfe Lebensmittel kennt, es würde mich natürlich interessieren. (dann könnte man auch akkurater rechnen)

      Gefällt mir

      1. Mario P.

        Mmh. Ich verstehe.

        Danke für die Antwort 🙂

        Ich mache seit einiger Zeit die Ernährungsumstellung eines aus den Medien bekannten Tanzlehrers und konnte Erfolge feiern. Teilweise sogar ohne Sport. Dabei habe ich mich gefragt, wie der empfohlene Verzehr von Chili, Zimt, Zitrone und Co. sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken sollen.

        Mittlerweile laufe ich lieber je eine dreiviertel Stunde zu und von der Arbeit und lasse Zucker und Mehlprodukte aus meinem Ernährungsplan und nutze die Wunderzutaten normal wie früher. Funktioniert auch.

        Gefällt mir

  12. Wieder mal klasse Artikel und super Infos! Mir war z.B. vorher gar nicht bewusst, dass ein angekurbelter Stoffwechsel sich auch auf eine gesteigerte Bewegung wie Wippen, Schaukeln und hippelig sein bemerkbar macht 🙂 Da werde ich das nächste mal genau drauf achten.

    LG, Laura

    Gefällt mir

Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s