Gastbeitrag: Fettlogik naturwissenschaftlich überwinden

Vor kurzem schrieb mich Kathrin an, ihres Zeichens Studentin der Humanbiologie. Und da ich mich immer darauf stürze, wenn jemand vertiefte Kenntnisse zu einem der Themen hat, die ich in Fettlogik behandle, überredete ich sie zu einem Gastbeitrag zu einem recht zentralen Kapitel: Dem Hungerstoffwechsel. In ihrem Gastbeitrag ergänzt sie meine Ausfhrungen nochmal auf interessante Art mit Wissen aus ihrem Studienfach und ihrer persönlichen Geschichte.

Als Kind war ich immer ziemlich dünn. Fast dürr, muss man sagen. Die Tatsache, dass viele als Kind schon übergewichtig waren, trifft bei mir überhaupt nicht zu. Im Nachhinein weiß ich gar nicht wieso, aber irgendwie fand ich mich trotzdem schon ziemlich früh zu dick. So mit 13 muss das angefangen haben, das „zu dick finden“ und das Diäten. Mein Gewicht schwankte über viele Jahre von schlank zu dürr und wieder zu schlank… Witze zu hören wie „Wenn du eine Olive verschlucken würdest, könnte man meinen du wärst schwanger.“ waren keine Seltenheit für mich. Wie also kommt es, dass ich mich mit Übergewicht (BMI 26,4) auf einem Blog über Gewichtsreduktion wiederfinde? Zum einen ist da meine Schilddrüsenerkrankung, die Krux so vieler Übergewichtiger, aber zum anderen auch eine komplette Veränderung des Lebens: ein Umzug in eine andere Stadt fernab der Familie, der Beginn des Studiums, das Aufgeben des Sports in der Heimatstadt und manches mehr. Die Hashimoto Thyreoiditis wurde auch ungefähr in diesem Zeitraum entdeckt, obwohl ich sie vorher schon eine Weile gehabt haben muss.

Jedenfalls stellte ich mich eines nicht ganz so schönen Tages auf die Waage und stellte fest, dass ich 20 kg mehr hatte als zu meinen besten Zeiten.

Ohne Grund hatte ich mich ja nicht gewogen, meine Hosen passten nicht mehr, meine Oberschenkel rieben beim gehen aneinander und mein Bauch guckte Keck über den Hosenbund hinweg. Also fing ich wieder an Diät zu halten, das hatte ja vorher schon funktioniert. Aber dieses mal wollte es einfach nicht klappen. Entweder nahm ich gar nicht ab, nur ein bisschen ging runter oder ich wurde doch wieder dicker. Aber von meinem Ausgangsgewicht kam ich alles in allem nicht weg.

Wie viele andere habe ich dann angefangen zu recherchieren, bevorzugt im Internet auf einem der vielen Abnehmforen. Da las ich mir eine regelrechte Diätenenzyklopädie an über das Kalorienzählen, die SiS-Diät, Formula-Diäten, Low Carb, Low Fat 30 und was es nicht noch so alles gibt. Dort entdeckte ich dann auch das erste mal den Hungerstoffwechsel und die Tatsache, dass ein Stoffwechsel einschlafen könne. Zunächst war ich skeptisch, hatte ich doch zuvor immer gedacht, dass je weniger man isst, desto besser nähme man ab. Deswegen stellte ich in einem der Foren dann die Frage, warum Magersüchtige dann immer dünner würden und ihr Stoffwechsel nicht einschläft. Ziemlich schnell kam die Antwort zurück, dass die ja schon wieder so wenige Kalorien zu sich nehmen würden, dass der Stoffwechsel gar nicht einschlafen könne bzw. die Betroffenen trotz des gedrosselten Stoffwechsels abnehmen würden. Zu der Zeit glaubte ich das, obwohl ich mich jetzt, fast zwei Jahre später, frage warum ich das tat. Denn, wenn man das mal klar formuliert, hat man mir das mit dem Hungerstoffwechsel so erklärt: Wenn man über seinem Grundumsatz isst, dann nimmt man ab (aber bloß nicht zu nah am Grundumsatz, sonst geht es nicht), wenn man genau seinen Grundumsatz zu sich nimmt oder weniger, dann schläft der Stoffwechsel ein und wenn man dann so wenig isst wie jemand, der an Magersucht erkrankt ist, dann wacht der Stoffwechsel wieder auf und man nimmt doch wieder ab. Als hätte der Stoffwechsel sich Grenzen gesetzt und würde sich, sobald man „nur“ seinen Grundumsatz isst, eine schöne Tasse Gute-Nacht-Tee kochen und schlafen legen. Dieser Unsinn fiel mir damals aber nicht als solcher auf, erst mit Fortschreiten des Studiums merkte ich, was für ein Quatsch das ist.

Mein Studienfach ist Biologie, aber nicht die klassische Variante, sondern Humanbiologie. Dieser Studiengang ist eine Mischung aus den Naturwissenschaften und Medizin und beschäftigt sich fast ausschließlich mit den biologischen Abläufen des menschlichen Körpers. So erkannte ich während meiner Vorlesung in anorganischer Chemie, dass sich die Erhaltung der Körperfunktionen und das Abnehmen mit einer chemischen Reaktion vergleichen lassen. Es gibt verschiedene Arten von chemischen Reaktionen, endotherme und exotherme Reaktionen gehören dazu. Das Verbrennen von Holz im Kamin ist zum Beispiel eine typische exotherme Reaktion, bei der viel Energie in Form von Wärme freigegeben wird. Der Ablauf der chemischen Reaktion erzeugt also Wärme. Anders herum gibt es chemische Reaktionen, die Energie benötigen. Diese endothermen Reaktionen ziehen Energie in Form von Wärme aus ihrer Umgebung ab, die Reaktionsgefäße im Labor fühlen sich dann zum Beispiel sehr kalt an. Das Lösen von Salz in Wasser ist auch eine endotherme Reaktion, deswegen braucht gesalzenes Wasser länger zum kochen als ungesalzenes. Bei diesen chemischen Reaktionen muss zuerst eine Aktivierungsenergie überwunden werden, anschließend braucht die endotherme Reaktion, damit sie weiter ablaufen kann, kontinuierlich Energie von außen. Dafür wird Energie in Form von Wärme aus der Umgebung genutzt und deswegen kühlt die Umgebung daraufhin ab. Es wird zwar auch Energie frei, aber die Menge der freiwerdenden Energie ist geringer als die Energie, die für den Ablauf der Reaktion benötigt wird. Ist von außen keine Energie verfügbar, bricht die Reaktion ab. Vergleichbar verhält es sich nun mit den lebenserhaltenden Prozessen im Körper und dem Abnehmen, wenn der Mensch gespeicherte Energie in Form von Fett loswerden will. Bevor ich darauf näher eingehe, müssen noch ein paar Begrifflichkeiten geklärt werden. Eine Kalorie ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Kilokalorie und das wiederum ist die Maßeinheit für Energie, insbesondere Wärmeenergie. Definiert ist die Kilokalorie als Wärmemenge die benötigt wird, um eine bestimmte Menge Wasser zu erwärmen. Ganz vereinfacht dargestellt braucht man 1 cal an Wärmeenergie um die Temperatur von 1 g Wasser um 1 °C zu erhöhen. Wenn wir also von unseren Kalorien sprechen, meinen wir tatsächlich Energie. Nimmt man demnach mehr Energie auf als man verbraucht, speichert der Körper diese Energie als Fett. Wenn man weniger Energie zu sich nimmt als man verbraucht, muss der Körper seine Systeme trotzdem am Laufen halten (z.B: Herzschlag, Atmung…) und nutzt die Energie, die er zuvor als Fett gespeichert hat. Wenn man also auf die endotherme Reaktion zurück kommt, kann man das alles vergleichend so formulieren:

Unser Körper muss funktionieren, er muss den Herzschlag, die Atmung, die Verdauung, unsere Körpertemperatur, den Wasserhaushalt und so vieles mehr regulieren. Für diese Leistung benötigt er Energie. Wie bei einer endothermen Reaktion muss also Energie von außen zugeführt werden, damit diese Prozesse ablaufen können..Wir führen dem Körper jeden Tag die benötigte Energie in Form von Kalorien aus der Nahrung zu. Wenn wir abnehmen wollen, also gespeicherte Energie (Fett) loswerden wollen, müssen wir die zugeführte Energie aus der Nahrung begrenzen, damit die Energie aus dem Fett genutzt werden kann. Anders sieht der Körper auch keinen Anlass seine (Fett-)Reserven anzugreifen. Wie eben erwähnt will man uns mit dem Hungerstoffwechsel glauben machen, dass der Stoffwechsel bei zu wenig zugeführter Energie einschläft. Der Prozess des Abnehmens also abbricht, wie bei einer endothermen Reaktion, wenn keine Energie mehr zur Verfügung steht. Dabei sollte man sich aber vor Augen führen, dass der Körper, wenn irgendwann gar keine Energie mehr zur Verfügung stünde, nicht nur das Abnehmen abbricht, sondern auch den Herzschlag, die Atmung und all die anderen lebensnotwendigen Prozesse, die Energie benötigen.

Der große Fehler beim Hungerstoffwechsel ist der Glaube, es wäre keine Energie mehr da um die Reaktion ablaufen lassen zu können wenn man seine tägliche Nahrungszufuhr erheblich senkt. Aber natürlich ist Energie da! Gespeichert in Form von Fett – und zwar kiloweise. Um 1 kg Körperfett zu verbrennen muss man 7000 Kalorien einsparen. Mit 7000 kcal (entsprechend 1 kg Körperfett) kann man 1 kg Wasser erwärmen. Mit 20 kg Übergewicht kann man also 140000 kg Wasser um 1 °C erhitzen. Angenommen, dass 1 kg Wasser auch 1 L Wasser entsprechen, wären das 140000 L Wasser, das man um 1 °C erwärmen könnte. In eine Badewanne passen ungefähr 150 L Wasser, ich kann also mit den 20 kg Körperfett, die ich als Übergewicht gespeichert habe, die Temperatur des Inhalts von 933 Badewannen um 1 °C erhöhen. Das ist verdammt viel Energie, die ich da gespeichert habe. Mein Stoffwechsel wird also nicht einschlafen wenn ich ihm Energie durch Nahrung entziehe, wieso auch, es ist mehr als genug davon vorhanden. Erst wenn der Körperfettanteil so niedrig ist, dass er fast nicht mehr vorhanden ist, fährt der Stoffwechsel tatsächlich runter. Denn erst dann ist auch wirklich keine Energie mehr vorhanden um die lebensnotwendigen Prozesse aufrecht zu erhalten. Eigentlich zeigte das ja auch die Minessota-Starvation-Studie, die einfach nur völlig falsch interpretiert wurde.

Wenn der Stoffwechsel tatsächlich runter fährt, hat das übrigens beträchtliche Auswirkungen auf den Körper. Ein Beispiel, das vermutlich jeder kennt, ist der Winterschlaf bei Tieren. Da wird die Körpertemperatur extrem herunter gefahren, ebenso Herzschlag und Atmung. Der ganze Körper verbraucht viel weniger Energie und das ist die eigentliche Bedeutung eines „eingeschlafenen“ Stoffwechsels. Veränderungen, die sich auch lebensnotwendigen Systemen wie der Körpertemperatur zeigen. Man könnte jetzt argumentieren, dass der Winterschlaf durch Kälte, Lichtintensität oder hormonelle Einflüsse ausgelöst wird und dass das nichts mit der Nahrungszufuhr zu tun hat und hätte mit dieser Argumentation tatsächlich nicht unrecht. Allerdings gibt es neben dem Winterschlaf auch den Torpor, ein winterschlafähnlicher Zustand, der zum Beispiel bei Vögeln auftritt und der tatsächlich durch Nahrungsmangel ausgelöst werden kann. So sehr man auch argumentieren will – und ich kann verstehen, warum einen der Glaube an einen Hungerstoffwechsel reizt und warum man daran festhalten will, dass man ja nicht zu wenig essen darf – es ist einfach nicht logisch.

Als ich damals von dem Hungerstoffwechsel las, war ich zunächst auch irgendwie erleichtert. Es war nicht meine Schuld dick zu sein, es war mein Stoffwechsel. Wenn ich überhaupt an etwas Schuld hatte, dann daran, dass ich zu sehr versucht habe abzunehmen und mein Stoffwechsel deswegen eingeschlafen ist. Es war wie ein Freifahrtschein zum essen, weil ich ja mein Mindestmaß an Kalorien zu mir nehmen musste.

Abnehmen kann unangenehm sein. Dem muss man ins Auge sehen und das darf man auch ruhig mal aussprechen. Natürlich wäre es mir lieber ich könnte zum Frühstück eine Portion Rührei mit Bacon essen, zum zweiten Frühstück einen Muffin zu meinem geliebten Latte Macchiato mit Marshmallow-Sirup, zum Mittagessen dann eine Lasagne und Abends, nachdem ich dann Pizza bestellt habe, noch eine Tüte Salt and Vinegar-Chips essen. Aber so funktioniert das eben nicht. Gerade bei mir, die ich von Natur aus ein ausgeprägtes Hungergefühl habe und der fast täglich irgendwann der Magen vor Hunger knurrt, fällt die Restriktion von Nahrung schwer. Wie gerne würde ich da an die Ausrede glauben, dass ich ja mindestens [beliebeige Zahl einfügen] Kalorien zu mir nehmen muss damit ich abnehme. Dann sind Abends nämlich vielleicht doch ein paar Chips drinnen. Oder wenigstens der Muffin. Nur wie ich schon sagte, so funktioniert das leider nicht.

In meiner Vorlesung zur Humanphysiologie habe ich gelernt, dass der Körper drei große Nahrungsbestandteile braucht um zu funktionieren: Energieträger, Baustoffe und Funktionsträger. Die Energieträger bestehen aus Proteinen, Kohlenhydraten und Fettsäuren (es gibt tatsächlich essentielle Fettsäuren), die Baustoffe aus essentiellen Aminosäuren und ebenfalls essentiellen Fettsäuren und die Funktionsträger aus Elektrolyt-Ionen, Spurenelementen und Vitaminen. Dies alles muss dem Körper zugeführt werden, egal ob wir abnehmen wollen oder nicht. Wenn wir Körperfett reduzieren wollen, können wir also ausschließlich die Zufuhr der Energieträger Kohlenhydrate oder Fett beschränken, denn Energie haben wir bereits ausreichend gespeichert. Übrigens funktionieren deswegen Low Carb- oder Low Fat-Diäten auch gleich gut, je nachdem auf was man eher verzichten kann. Wichtig ist nicht was eingeschränkt wird, sondern dass eingeschränkt wird. Alles in allem ist es nämlich die Energiedifferenz, die uns abnehmen lässt. Den Bedarf an den übrigen Bestandteilen könnten wir auch ganz einfach decken ohne Muffins oder Salt and Vinegar-Chips, was das abnehmen wiederum schwer macht und was den Glauben an den Hungerstoffwechsel stärken kann. Zumindest wenn man, so wie ich, beides gerne isst.

Befürworter des Hungerstoffwechsels sagen ja auch, dass dicke Menschen verhungern können und dass die ja eigentlich lange ohne Essen auskommen müssten und dann, nach einer Hungerperiode, einfach schlank wären. Warum das Essen dann nicht komplett aufgeben bis man schlank ist, wenn es keinen Hungerstoffwechsel gibt? Wie eben beschrieben, der Körper lebt ja nicht nur von Fett. Er braucht wesentlich mehr um seine Funktionen aufrecht zu erhalten. Er braucht die oben beschriebenen Nahrungsbestandteile und ja, er braucht auch eine geringe Menge an Fettsäuren um manche Prozesse gewährleisten zu können, doch er braucht keine Energie in Form von Kalorien, wenn bereits genug energieenthaltendes Fett gespeichert ist. Durch das Eiweiß und die anderen Bestandteile, die der Körper braucht, nimmt man täglich sowieso ein gewisses Maß an Kalorien zu sich.

In meinem Fall steht beim Abnehmen ein täglicher Kampf an, nehme ich nur das an Nahrung zu mir was ich wirklich benötige und halte den Hunger aus, den ich zwangsläufig empfinde, oder gebe ich dem Hunger nach und esse wenigstens so viel, dass das Gefühl befriedigt ist. Nur selten schaffe ich es das Hungergefühl tatsächlich mit dem zu stillen, was an Nahrungszufuhr tatsächlich notwendig ist. Hunger ist für den Menschen generell ein Gefühl, das sehr schlecht auszuhalten ist. Der Grund dafür ist, dass Hunger bzw. der Appetit hormonell gesteuert ist. Zwei der für den Appetit verantwortlichen Hormone sind Leptin und Ghrelin, dazu kommt noch der Botenstoff Neuropeptid Y. Leptin ist dabei besonders tückisch, denn es reguliert nicht nur die Fettspeicherung im Fettgewebe, es hemmt auch das Hungergefühl. Da Leptin unter anderem im Fettgewebe vorkommt, ist weniger Leptin im Körper vorhanden je mehr Fett man verliert. Lange Rede, kurzer Sinn: mit dem Fett schwindet das Leptin und somit das Hormon, das den Appetit zügelt. Deswegen fällt das Abnehmen nicht nur schwerer je leichter man wird, es ist auch der Grund warum die letzten Kilos immer die schwersten sind – die Hormonlage hat sich dann nämlich schon deutlich verändert. Ghrelin wiederum fördert den Hunger und wird dann freigesetzt wenn der Magen leer wird. Unser Körper versucht also hormonell uns zum essen zu bewegen und dem zu widerstehen ist nicht leicht. Muss man ja auch nicht, wenn man an den Hungerstoffwechsel glaubt. Aber das ist eben auch einer der Gründe, warum das Abnehmen im Allgemeinen so schwer fällt.

Mit diesem ganzen Wissen habe ich angefangen zu hinterfragen, warum ich dann nicht abgenommen habe als ich wieder anfing zu diäten. Die Schuld konnte ich dem eingeschlafenen Stoffwechsel ja nicht geben. Nachdem ich hormonell von meinem Arzt gut mit Schilddrüsentabletten eingestellt wurde, hätte ich eigentlich abnehmen müssen. Obwohl, hätte ich das? Zu Schulzeiten, als die Diäten so gut klappten, lebte ich bei meiner Mutter, die von sich aus immer sehr mager gekocht hat. Es gab zum Beispiel nie Sahne in Aufläufen, sondern Kondensmilch. An dem eh schon mageren Essen zu sparen war eine sehr gute Methode um Gewicht zu verlieren. Diese Art zu kochen behielt ich nach dem Auszug aber nicht bei. Wenn ich ehrlich bin, wurde mein Essen fetter, kalorienreicher und mehr. Davon die selbe Menge einzusparen wie früher reicht gerade mal um die Zunahme zu stoppen, nicht aber, um die Abnahme voran zu treiben. Auch bis vor kurzem, also bis ich „Fettlogik überwinden“ gelesen habe, hatte ich zu viele Ausnahmen im Abnehmprozess. Im Grunde jedes Wochenende zwei Tage Ausnahme. Damit habe ich mir die unter der Woche eingesparten Kalorien eigentlich an zwei Tagen wieder angefuttert. Und das ist etwas, das ich in keiner Vorlesung lernen konnte und wozu mich erst „Fettlogik überwinden“ gebracht hat: einfach mal ehrlich zu mir selbst zu sein und meine eigenen Fehler zu erkennen und zu überwinden. Jetzt steht also einer erfolgreichen Abnahme nichts mehr im Weg und ich freue mich sehr auf meine Gewichtsreduktion von 20 kg, die ich kaum erwarten kann.

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59 Gedanken zu “Gastbeitrag: Fettlogik naturwissenschaftlich überwinden

  1. Nitpicker

    Zum wiederholten Mal lese ich hier von 7000 kcal in 1kg Fett.
    Es sind aber ca. 9000 kg (man liest auch bis zu 9300). Das sind also ca. 30℅ mehr.

    Oder umgekehrt: wenn in einer Woche täglich 500 kcal eingespart werden, sind das auf die Woche gerechnet nicht ein Pfund Fett Gewichtsverlust, sondern gerade einmal 390 Gramm. Sowas kann ein böses Erwachen bescheren, wenn nach einem halben Jahr „auf unerklärliche Weise“ gut 10 Kilogramm auf der Waage mehr sind als erwartet.

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      1. Nitpicker

        Hast Du dafür eine Quelle? Googlesuchen nach verschiedenen Schlagworten gaben mir nur wahlweise die 3500-kcal-in-einem-Pfund-Regel ohne Quellen oder eine Reihe an „Die 3500-kcal-Regel taugt eh nichts“-Artikeln ebenfalls ohne Quellen.

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      2. Michael Mendelsohn

        Wikipedia gibt die 7000 im Artikel „Hungerstoffwechsel“ an, aber ohne Beleg. https://de.wikipedia.org/wiki/Fettverbrennung hat auch keinen Beleg.

        http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/fettspeicherung/24292 : „[Fette] liefern bei vollständiger Oxidation der Fettsäuren etwa 40 MJ/kg“ ≈ 9300 kcal.

        „Für das Körperfett wurde ein mittlerer Energiegehalt von 38.0 kj/g bei Ferkeln bis 20 kg Lebendmasse und ein Wert von 39.0 kj/g bei Rindern und 100 kg schweren Schweinen ermittelt.“ ≈ 9300 cal

        http://fddb.info/db/de/lebensmittel/diverse_speck_fetter/index.html Fetter Speck hat 820 kcal.

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      3. Mike

        Ich habe mal bei mir nachgerechnet…
        Bei einer Abnahme von 40 Kilos bis dato hat die reale Abnahme mit der Zählerei und Rechnerei mit 7000 kcal/kg Körpergewicht ganz gut hingehauen, der Unterschied beträgt nur knapp 5%, was bei der Unmenge an Fehlermöglichkeiten quasi nichts ist.
        Allerdings habe ich natürlich nicht nur Fettgewebe abgebaut, sondern auch Muskelmasse. Je nachdem, wie hoch man die 5 bis 6 Kilos Muskeln ansetzt, kommt man auf 7700 bis über 8000 kcal für das Kilo reines Fettgewebe. Das passt auch mit dem von Michael Mendelsohn verlinktem Wert für „Fetten Speck“ zusammen…

        Man sollte wohl besser schreiben, dass bei Abnahme das Kilo körpergewicht 7000 kcal hat, da man wohl in des seltensten Fällen ausschlieslich Körperfettgewebe abbaut.

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      4. Wobei ich davon ausgehen würde, daß der fette Speck nicht direkt nach Schlachtung gemessen wurde sondern seitdem noch etwas Wasser verloren hat (wenn ich mir überlege wie der Speck aussieht den ich so kenne).

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      5. Mona

        „bei Abnahme das Kilo körpergewicht 7000 kcal hat“

        So kann man das auch nicht wirklich schreiben, weil Wasser auch zum Körpergewicht zählt und man nicht so viel verbrennen muss, um 1 kg Wasser zu verlieren.
        Ich hab mir auch überlegt, wie man das schreiben kann. Ich weiß es nicht. Mir gefällt „1 kg Körperfett entspricht 7000 kcal“ am besten, weil es dann unterschiedet, ob man nun einfach 1 kg Butter meint oder wirklich im lebenden Menschen 1 kg aus den Energiespeichern und alles was da mit dazu gehört.

        Die Wasserschwankungen machen irgendwie alles komplizierter. Wenn man sie nicht berücksichtigt, dann kann ich mir vorstellen, dass man eine Abnahme schnell aufgibt. „In der ersten Woche habe ich 6 kg abgenommen, jetzt in der 5. Woche sind es nur 600 g, obwohl mein Defizit gleich ist. Mein Stoffwechsel ist kaputt. Diäten funktionieren einfach nicht. *Paaanik* Ich werde bestimmt Opfer vom Jojo, dem ich hilflos ausgeliefert bin, da mein Stoffwechsel ja jetzt kaputt ist.“

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      6. Nitpicker

        Dass der Muskelabbau und der Fettabbau nicht gut voneinander zu unterscheiden sind, ist ein guter Einwand, auch der mit den Wassereinlagerungen (verliert man Wasser z. B. auch innerhalb des Fettgewebes, sodass die 7000 kcal evtl. nur vor Diätbeginn zutreffen, während des Abnehmens aber nicht mehr ganz?).

        Die „3500 kcal in 1 Pfund Körperfett“ gehen vermutlich auf eine Publikation aus den 50er-Jahren zurück (Caloric equivalents of gained or lost weight. WISHNOFSKY M. Am J Clin Nutr. 1958 Sep-Oct; 6(5):542-6). Ich habe allerdings keinen Zugang zu einem PDF o. ä., um das zu bestätigen. Darauf gestossen bin ich über einen englischsprachigen Artikel „What is the Required Energy Deficit per unit Weight Loss?“ (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2376744/), den ich allerdings selbst noch nicht gelesen habe.

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      7. Michael Mendelsohn

        Schöne Quelle, nitpicker! Die erste Seite ist auf http://ajcn.nutrition.org/content/6/5/542.extract zu sehen, die 87% sind aber wieder ein Zitat von Bozenraad. Wishnovsky kommt dann auf 3500 kcal pro amerikanischem Pfund, das sind aber nur 454g. Wenn wir die 87% Fettgehalt auf 1 kg umrechnen, haben wir 9300 kcal * 87% = 8100 kcal pro kg Fettgewebe, und sind damit fast bei dem fddb-wert für weißen Speck. 😉

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  2. Ygg

    Ich glaube im oberen Teil besteht ein Einheitenfehler. Wenn ich mich nicht irre, ist die gespeicherte Energie in den 20kg Fett noch um den Faktor 1000 größer. Da steckt einfach unvorstellbar viel drin.

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    1. Mona

      Ja, die erste Annahme ist schon falsch. Eine der Definitionen ist: Man kann mit 1 cal 1 g Wasser um 1 °C erhitzen und benötigt nicht 1 kcal, wie im Text steht. Dadurch sind die ausgerechneten Werte alle nicht passend. Vor allem, wenn man dran denkt, was passiert, wenn man 20 kg Fett für ein Lagerfeuer nehmen würde und damit 140 kg Wasser erhitzt, das wäre nicht nur eine Erhöhung um 1 °C.

      Mit dem falschen Ausgangssatz kann man lustige Dinge sich ausdenken. Ich nehme 1 kg Wassereis (passend zerstückelt ohne Zucker oder sowas, nur Wasser/Eis von z.B. 0°C) und esse es auf, wobei ich es ja auf meine Körpertemperatur bringe, ich nehme mal 35 °C. Wenn ich bei jedem Gramm 1 kcal berechnet, sind das schon 1000 kcal für das 1 kg Wasser und dann noch die 35 °C statt nur 1 °C, dann wären es 35000 kcal. Also ich würde mit dem Essen eines 1 kg Wassereis 5 kg Körperfett abnehmen. 😉

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  3. Hi!
    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Allerdings muss ich einen Punkt korrigieren: Mit einer kcal kann ich nicht ein Gramm Wasser um ein Grad aufwärmen, sondern ein Kilogramm Wasser. Bedeutet, wenn ich einen Liter Wasser, dass 20 Grad warm ist, auf Körpertemperatur aufbeiße, als von 20 auf 37 Grad, also um 17 Grad aufwärme, verbrauche ich dafür 17 kcal. Da bedeutet weiterhin dass ich mit einem Kilogramm Fett, wenn wir mal anders als in dem Kommentar über mir von 7000 Kcal pro Kilogramm Fett ausgehen, 411 Liter Wasser von 20 Grad auf 37 Grad aufwärmen könnte. Mit 20 Kilo Fett kann ich also 411*20=8220 Liter Wasser von 20 Grad auf 37 Grad aufwärmen. Das wäre also auch ein Weg, 20 Kg Fett abzunehmen: 8220 Liter Wasser trinken. Aber ich rate eher zum guten alten Sport…
    Viel Erfolg beim weiteren Abnehmen, mir hat Fettlogik genauso gut geholfen wie Dir, und ich kämpfe gerade auch mit den letzten 5 Kg…

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    1. Hi Eli,

      1. Man weiß das nicht wirklich ganz genau (muss man auch nicht, es gibt praktikable Daumenregeln; in der Fitnesswelt versucht man ca. 2g Eiweiß pro 1kg Körpergewicht pro Tag zu sich zunehmen)
      2) Willst Du Dich bei so einem Gesundheits-kritischen Thema auf eine Antwort im Kommentarbereich einen Blogs verlassen? 😛

      (Kauf Dir ein gut recherchiertes Buch, z.B. http://amzn.to/2bHJYKZ (Affiliate Link))

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  4. Käse

    Interessant wäre auch eine Sammlung an verschiedenen Varianten des Hungerstoffwechsels und eine Checkliste, welche davon absoluter Blödsinn sind (die, über die sich alle aufregen) und welche in der Tat mal analysiert werden könnten.

    Zitat: „In meiner Vorlesung zur Humanphysiologie habe ich gelernt, dass der Körper drei große Nahrungsbestandteile braucht um zu funktionieren: Energieträger, Baustoffe und Funktionsträger. “

    Was passiert, wenn Baustoffe und/oder Funktionsträger fehlen? Dann Funktioniert das System nicht mehr optimal. Wäre es dann nicht auch möglich, dass bestimmte Regelkreise im Stoffwechsel nicht mehr so optimal ablaufen, was an anderen Stellen eine Lieferkettenstagnation mit sich bringt, was wiederum auch zu „reduzierter Verbrennung“ oder zumindestens zu ziemlicher Trägheit und anderen Problemen führen kann?

    Ist das nicht eigentlich der interessante Punkt, an dem das System anders reagieren könnte als erwartet?

    Es mag unter „Hungerstoffwechsel-Gläubigen“ ziemliche DAUs geben, aber ich habe nicht das Gefühl dass Hungerstoffwechsel überall nur auf den Baustein „Kalorien= Energie“ festgenagelt wird. Bisher hab ich es eher so verstanden das Essen als Gesamtheit aufgefasst wird, also alle 3 Bausteine des Systems als Einheit aufgefasst werden. Wenn man sich dann an die Faustformel mit dem Grundumsatz hält, ist damit eigentlich gemeint: ausgewogene Ernährung die möglichst von allen 3 Bausteinen ausreichend enthält, um diverse Effekte abzuwehren, die bei einer „Diät“ eintreten können. (Hungerstoffwechsel = so ziemliche alle unerwünschten Begleiterscheinungen die zum Scheitern der Diät führen können –> es geht nicht um einen einzelnen monokausalen Effekt. Es geht um verschiedene Regelkreise die sich verändern).

    Das eigentliche Problem wäre ja nicht, wenn ein Stoffwechsel sich verlangsamen würde (oder auch nicht), sondern wenn man bei der Analyse jede Ursache als „festgelegt/unabänderlich“ branntmarkt, und diese dann als monokausale Entschuldigung nutzt.
    (Eine „Erklärung“ ist auch nicht das gleiche wie eine „Entschuldigung“, auch wenn beides je nach Kontext synonym interpretiert wird. Bei einer Analyse gibt es aber keine Entschuldigungen, die gibt es nur im zwischenmenschlichen Bereich.)

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    1. Mona

      Ich denke, das was du meinst sind Mangelerkrankungen. Die sind schlimm, egal ob man nun 50 oder 150 kg wiegt. Das ist für keinen gut und da kann man halt schneller reingeraten, wenn man besonders wenig isst.
      (Oder immer nur das gleiche, wie nur Marmeladentoast mit schwarzem Tee, morgens, mittags, abends, das ganze Jahr.)

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    2. Lea

      Spontan fallen mir folgende Stoffwechselanpassungen ein, unter das Thema Hungerstoffwechsel passen könnten:
      – Für die Verdauung wird weniger Energie benötigt, wenn nichts/weniger zu Verdauen ist.
      – Der Energieverbrauchend bei Bewegungen sinkt mit dem Körpergewicht (es ist leichter mit 70 kg als 140kg Treppen zu steigen). Jedoch kann Übergewicht auch ein Hinderungsgrund für Bewegung sein (Schmerzen, Krankheiten, Scham).
      – Nahrungsmangel kann zu vorübergehendem Energiemangel führen (vermutlich wenn die Glucose speicher aufgebraucht sind und der Körper nicht genügend schnell Fett in Energie umwandeln kann (hier fände ich die Biomedizinische Erklärung intressant)), was ein Hinderungsgrund für Bewegung ein kann.
      – Übergewichtige benötigen mehr Energie zum Kühlen des Körpers als normalgewichtige.
      Normalgewichtige benötigen mehr Energie zum Wärmen des Körpers als Übergewichtige. Um 20kg Fett abzubauen könnte man aber theoretisch in einen kalten kleinen (1,4m*2m*5m) Pool stiegen und zittern bis sich die 14m3 Wasser um 10 Grad erwärmt haben.

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  5. Ali

    Ich weiß gar nicht, wo das Problem beim Abnehmen liegen soll. Einfach nen Glas kalte Cola trinken und schwups ist n kg Fett weg. (1kg 5 Grad kalte Cola entspricht rund 4,5kg Fett) Wieso gibt es dann die ganzen Diät-Ratgeber oder diesen Blog oder Frauenzeitschriften? Wieso sind Cola-Trinker eigentlich noch fett?

    Ganz ehrlich, wie soll man jemanden ernst nehmen, dem nicht mal auffällt, dass man sich um Faktor 1000 geirrt hat und stattdessen sogar noch auf dem falschen Wert weiter rumreitet! Ich schlage vor, die Autorin setzt sich mal auf n Fahrrad mit Dynamo und bringt ein Liter Wasser zum Kochen (sind ja nur 80kcal). Oder macht sich einfach n Toast:

    In diesem Sinne:
    Viel Erfolg im Studium! Ich hoffe Physik, Chemie und das Zeug mit Plus und Minus hat sie schon überstanden.

    PS: Für wen ist das eigentlich peinlicher? Die Autorin oder EMN, die auch scheinbar kein Gefühl für Zahlen und Größen hat?
    PPS: Hach was könnte mann jetzt an dummen Bemerkungen über Frauen und Kleidergrößen machen.
    PPPS: Ach egal: ‚Hallo Helga? Siehst gut aus! Hast Du abgenommen?‘ – ‚Ja, Kleidergröße 32! Musste nur jeden Tag 1l kalte Cola trinken! Darf sogar die trinken, die schmeckt! Ab und zu geht auch ein Eis! Drei Kugeln!‘

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    1. Lastalda

      Meine Güte. Ein übersehener Faktor 1000 in den Zahlen ist peinlich, macht doch aber die Argumentation und die im restlichen Text erklärten Zusammenhänge nicht zunichte!

      Das ist wie „Du hast Dich mal versprochen – Dir brauch ich nie mehr zuzuhören, egal was Du sagst“.

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    2. Mona

      Hallo?! Was soll das denn?

      Es muss niemandem peinlich sein. Es ist halt ein Fehler, das ist menschlich. Es ist keine Doktorarbeit, es ist nur ein Blog-Text. Da sind auch Rechtschreibfehler drin. Na und? Es ist eine große Leistung, dass man sich die Mühe macht einen Text zu schreiben und den dann so online stellt, dass man davon ausgehen kann, dass viele Menschen den lesen. Die Absicht des Textes ist doch gut verständlich und da sind auch gute Beispiele drin. Nur weil die Zahlen nicht ganz passen, muss es keinem peinlich sein! Ist halt so passiert, ist doch nicht schlimm. Man kann den Text auch mit den Fehlern super verstehen.

      Wenn alle so denken würden wie du, @Ali, und so reagieren würden wie du, würde nie mehr jemand einen Text online stellen. Weil es einem ja „peinlich“ sein muss und weil man dann Scham/Panik bekommt, dass da doch noch jemand einen Fehler findet und einen auslacht. Wie würdest du das finden, wenn jemand dann Witze über dich machen würde?

      In deinen Worten:
      Es sollte dir peinlich sein, dass du wohl glaubst nur Frauen machen Zahlenfehler. Echt, was soll das? Wie soll man dich ernst nehmen? Du schließt von einem kleinen Fehler auf das Studium und die Fähigkeiten von Personen.

      Dein Kommentar sagt mehr über dich aus als über den Zahlenfehler, ENM und die Schreiberin des Textes. Wenn ich jetzt in deiner Logik denke, kommst du auch nicht gut weg. „Für wen ist das eigentlich peinlicher?“ Hm?

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  6. Käse

    Ich denke dass Mangelerkrankungen beim Phänomen „Hungerstoffwechsel“ eine Rolle spielen. Wenn viele unglückliche Umstände zusammenkommen ist es verständlich, dass Betroffene dem ganzen Komplex einen Namen geben.

    Dann wäre der zweite Schritt: herausfinden, wodurch dieses Phänomen hervorgerufen wird, und das dann beheben oder den Körper „austricksen“.

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  7. Kathrin

    Ali, was du da schreibst ist nicht nur gemein, sondern auch unnötig. Meine Definition stimmt, da ist „nur“ ein Einheitenfehler drin. Das war unachtsam, sehe ich vollkommen ein, aber deswegen ist weder meine akademische Karriere gefährdet (danke für deine Fürsorge ich habe alles bestanden und NEIN, das liegt nicht am miesen Bildungssystem) noch ist alles falsch, was ich da geschrieben. Um den Faktor 1000 habe ich mich nicht mal eben vertan, sondern um den Buchstaben k (cal – kcal). Wenn man daraus unbedingt einen Artikel schreiben muss, der andere demütigt, dann sagt das mehr über dich aus als über mich. Wenn du mich deswgen jetzt nicht mehr ernst nehmen willst, gut, dann mach das. Ist ja am Ende nicht mein Problem.

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  8. Kathrin

    Im Allgemeinen: zunächst Entschuldigung für den Einheitenfehler, ihr habt natürlich Recht. Es müsste heißen: mit 1 kcal kann man 1 kg um 1 °C erwärmen. Da habe ich schlichtweg ein „k“ vergessen und mich selbst so reingelegt. Der Faktor 1000 erklärt sich damit. Aber abgesehen von meinem Malheur, diese Rechnung beinhaltet weder die unterschwellige Andeutung, dass man mit viel Wasser trinken Kalorien verbrennen kann oder soll, noch andere Tipps oder Anspielungen. Es geht lediglich um die Verdeutlichung der Menge an Energie. Weiter nichts!

    Zu der Frage nach den Nahrungsbestandteilen: optimal ist ein Verhältnis aus 15% Proteinen, 50% Kohlenhydraten und 35% essentiellen Fettsäuren. Das sind alles Energieträger. Was passiert, wenn Energieträger, Baustoffe oder Funktionsträger fehlen, ist früher oder später immer das selbe – Mangelerscheinungen. Zum Beispiel bei Vitaminen. Das kann tatsächlich sehr gefährlich werden.

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    1. Ali

      Ich kritisiere nicht, dass ein k vergessen wurde.
      Ich kritisiere, dass man als Naturwissenschaftler nicht mal merkt, dass man irgendwo in der Rechnung was Falsches drin hat. Spätestens beim Korrekturlesen fällt doch auf, dass das nicht stimmen kann („1l Wasser 7 Grad erwärmen ist ein kg Fett? Hu?“) Und Du wurdest als jemand mit „vertiefte Kenntnisse zu einem der Themen“ angeteasert. Dass EMN als Psychologin sowas nicht auffällt (ok, 1 Glas kaltes Wasser entspricht 1kg Fett sollte auch Nicht-Naturwissenschaftlern auffallen), ist vielleicht nachvollziehbar.
      Ich kritisiere das außerdem, weil sowas in Chemie wahrscheinlich dein täglich Brot ist/sein wird. Da musst Du auch merken, dass gerade irgendwas nichtr stimmen kann, auch wenn Du nicht sofort sagen kannst, wo da was nicht richtig ist. Und da geht es dann nicht um kg vs Tonne (@Mona: „kleiner Einheitenfehler“ 😉 ), sondern 3mol vs. 5mol bei einem DUtzend verschiedenen Chemikalien, die zusammengerührt werden..
      Um das mal auf die potentiell reale Welt (inkl. Tränendrüse) umzubiegen:
      „Tut mir leid, dass das Baby gestorben ist. Ob nun Milli oder Mikrogramm vom Medikament ist doch egal. Fängt doch beides mit ‚m‘ an…“ Ich bezweifel, dass Mona oder Lastalda dann immer noch so locker über einen „kleinen Einheitenfehler“ hinwegsehen.

      Mit solchen Fehlern machst Du Dich angreifbar, auch wenn Du mit dem Rest Deines Textes Recht hast (keine Ahnnung, bin kein Humanbiologe).

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      1. Mona

        Das sind doch unterschiedliche Situationen. Hier ging es um den Text in einem Blog und deswegen ist ein Zahlenfehler nicht wichtig.

        Wenn man arbeitet, dann hat man entweder Erfahrungswerte mit denen man schneller merkt, ob es falsch ist, oder man konzentriert sich auf die Rechnung, wodurch man auch viel schneller sieht, dass da was nicht passt. Da sind solche Fehler natürlich wichtig und wenn man etwas Wichtiges zum ersten Mal macht, wird sowieso noch jemand anderes drüber schauen.

        Auch wenn man im Studium Klausuren rechnet, dann konzentriert man sich ja auch auf die Zahlen und nicht auf einen Text. Bei Klausuren, wo man rechnet, schreibt man ja auch kaum Text.

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      2. Mona

        Was vergessen: Mich stört eher, dass du dann unten „Witze“ geschrieben hast. Und es den Eindruck macht, dass du meinst, das wäre Männern nicht passiert.

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      3. Lastalda

        Ich bin mir sicher, Du lässt in Deinem Alltag auch bei allem gleich viel extreme Sorgfalt walten, egal wie lebenswichtig das an der Stelle ist – ob Du nun Müll rausbringst, Wäsche wäschst oder mit jemandem ein Pläuschchen hältst, Hauptsache überall alles exakt, als ob ein Leben dran hinge… 😉

        (Ich stimme Dir durchaus zu, dass man seine Ergebnisse überschlagen und auf Sinnhaftigkeit überprüfen sollte, damit sowas nicht passiert. Aber darauf kann man Leute auch in nem anderen Tonfall hinweisen (wurde auch schon getan), da lernen sie mehr draus. Von jemandem, der einen wegen Kleinigkeiten persönlich angeht, lernt niemand irgendwas. Konstruktive Kommunikation ist was Tolles. So für _Dein_ Leben. 😉 )

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      4. Paranoid Android

        @ Ali, ein wenig Perspektive für dein Beispiel: Ich habe mal in einem pharmazeutischen Produktionsbetrieb gearbeitet. Dort wurde jedes Dokument, das irgendwie mit der Herstellung eines Medikaments zu tun hatte, von 3-4 verschiedenen Personen (!) gegengelesen, bevor es finalisiert wurde. Behördlich so vorgeschrieben. Warum? Weil die Behörden wissen, dass diese Dokumente von Menschen geschrieben werden und Menschen nun mal Fehler machen. Lauter studierte Naturwissenschaftler, z. T. mit Dr. und/ oder jahrelanger Erfahrung, und jedem passierten mal Schreib- Rechen- oder Denkfehler. KEIN Dokument ging jemals auf Anhieb ohne Korrekturen durch.
        Wenn also sogar die Kontrollbehörden einsehen, dass auch Experten nicht perfekt sind, musst du dich hier wirklich nicht nicht aufs hohe Ross setzen und von einer Einzelperson Perfektion verlangen.

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    2. Mona

      „optimal ist ein Verhältnis aus 15% Proteinen, 50% Kohlenhydraten und 35% essentiellen Fettsäuren“

      Dieses Verhältnis gilt doch bestimmt für eine gesunde, normalgewichtige Person, die so viel isst, wie sie verbraucht, oder?

      Wenn ich mir vorstelle, dass diese Person dann doch mal 4 kg weniger wiegen möchte und die nächste Woche immer nur 1/2 der Energie zu sich nimmt, die sie verbraucht, dann müsste doch das Verhältnis angepasst werden, weil doch einige Stoffe wichtiger sind als andere und auch unterschiedlich lang gespeichert werden.
      (Wenn jemand plötzlich Veganer wird, merkt er ja auch erst nach 6 bis 24 Monaten, dass irgendwas mit seiner Ernährung nicht ganz gut läuft, weil er dann Mängel bekommt, Zink, B12, was weiß ich. Das ist halt das, was ich an den Personen aus meinem Umfeld beobachtet habe.)

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  9. Ochmonek

    Von Anderen ist bereits angemerkt worden, dass 1kcal benötigt wird um 1kn (nicht g) Wasser um 1°C zu erwärmen.

    Das Beispiel mit dem Wasser in der Badewanne lässt sich anschaulich auch auf andere Weise widerlegen. Der menschliche Körper besteht zu großen Teilen aus Wasser. Auch ein adipöser Körper besteht aus Stoffen, die zumindest eine Wärmekapazität in der Größenordnung von Wasser haben.

    Bei nur auf 38°C erhöhter Körpertemperatur, hätte also eine 140kg schwere Person schon zweistellig abgenommen. Und das ist noch nicht einmal starkes Fieber.

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  10. Kathrin

    @Ochmonek:

    Wieso widerlegen? Ich sage ja nicht, dass man so oder so viel Wasser trinken muss und damit abnehmen kann weil der Körper durch das Erhitzen Energie verbrennt (Nein, das sage ich wirklich nicht!). Darum geht es auch gar nicht. Und auch von der Körpertemperatur habe ich nichts gesagt. Das, was ich mit der Badewanne ausdrücken wollte, ist ein Vergleich. Mehr nicht. Nie habe ich gesagt, dass das menschliche, biologische System genau so funktioniert wie eine Badewanne. Es ging mir lediglich darum deutlich zu machen, dass so viel Energie in Fett gespeichert ist, dass man damit eine große Menge Wasser erwärmen könnte. Es geht nicht um das Wasser im Körper, damit hat das nichts zu tun. Wie ich schon sagte, nur ein Vergleich.

    @Ali:

    Natürlich verstehe ich was du meinst und ja, es war unachtsam, dass ich mich dem k vertan habe. Das habe ich zugegeben und dafür habe ich mich bei allen entschuldigt. Dummer Fehler, passiert. Habe ich mit der Autorin auch per Email geklärt und das wird noch korrigiert. Aber, und das haben manche hier schon richtig erkannt, das ist keine Doktorarbeit. Das ist ein Blog-Eintrag. Auch wenn der keine Fehler enthalten sollte, passiert das halt mal. Meine Unachtsamkeit habe ich auch mehrmals zugegeben. Wenn ich im Labor stehe, dann lege ich eine andere Achtsamkeit an den Tag. Hier, in diesem Text, habe ich mich mehr auf die biologischen Hintergründe konzentriert. Vor allem auch deswegen, weil es sich bei der Badewanne um einen Vergleich handelt und zwar NUR um einen Vergleich. Es soll nur meine Gedanken zur Biologie verdeutlichen und das ist etwas, worauf ich mich konzentriert habe. Mein Text handelt nicht davon, dass die menschliche Physiologie der einer Badewanne entspricht. Nur ein Vergleich. Das scheint hier irgendwie übersehen zu werden. Mein Vergleich ist, trotz des „Kilo-„-Malheurs, auch immer noch richtig. Körperfett enthält sehr viel Energie, das ist die Kernaussage des Vergleichs.
    Medikamente werde ich nie verschreiben, das dürfte dann ja zu deiner Beruhigung erst mal genügen. Alles weitere, was dich stört, nun ja… das stört dich halt. Kann ich auch nichts machen. Da werde ich jetzt aber nicht ewig zu Kreuze kriechen. Den Fehler habe ich eingesehen, unendlich deswegen diskutieren muss ich jetzt aber wirklich nicht.

    @Mona:

    Richtig, das bezieht sich auf eine normale, ausgewogene Ernährung bei gesunden Menschen. Das Verhältnis muss natürlich angepasst werden, wenn man sich aus dem „normalen“ Bereich entfernt. Menschen mit bestimmten Erkrankungen dürfen z.B. nur eine geringe Menge an Eiweißen zu sich nehmen, das ist u.a. bei versch. Nierenerkrankungen der Fall. Auch bei einer Diät muss das angepasst werden, je nachdem auf was man für wie lange verzichtet. Wenn man also radikal Nahrung einspart und die Gefahr von Mangelerscheinungen besteht, sollte man zum Arzt gehen und die Blutwerte kontrollieren lassen damit evtl. verschiedene Faktoren anpassen kann. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte würde ich so oder so jedem empfehlen, bei einer Diät aber eben besonders.

    An die, die mir den Rücken gestärkt haben – vielen Dank.

    An alle, die an der Badewanne verzweifeln: da das jetzt geklärt ist, lest mal den Rest vom Artikel. Da stehen ganz interessante Sachen drinnen. 😉

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  11. ms. hü

    noch ein kurzsenf zu @ali: männer machen keine fehler mit zehnerpotenzen, niemalsnicht. was man gut daran sehen kann, dass jahrzehntelang dem herrn von bunge geglaubt wurde, der den eisengehalt von spinat ermittelt hat.
    *kopf>tisch*

    (auflösung: er hat den fe-gehalt von _trocken_spinat bestimmt.)

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      1. Mona

        Gab es damals noch kein Fleisch? 😉 😛 😀

        Naja, ich denk der Spinat an sich hat wohl nicht geschadet. Es ist bestimmt echt nervig, dass man sich etwas reinzwängt nur weil man glaubt, es müsste helfen, aber dieses Lebensmittel dieses Ziel gar nicht erreicht.

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  12. Danke für diesen schönen Artikel zum Dauerbrenner Hungerstoffwechsel! 🙂
    Ein Thema wurde hier noch am Rande angesprochen, worüber ich mich sehr gefreut habe: Hungerempfinden und der Umgang damit.
    Das ist ein Thema zu dem ich gerne noch mehr lesen würde an dieser Stelle.
    Ich denke natürlich hat jeder im Verlauf seiner Abnahme mehr oder weniger mit Hunger zu kämpfen.
    Gerade das mehr oder weniger würde mich mal interessieren.
    Ich habe jetzt schon mehrfach bei Abnehmwilligen gelesen, dass sich ihr Hungergefühl in Grenzen hält, wenn sie einfach darauf achten Lebensmittel mit niedriger Energiedichte auszuwählen.
    Bei mir persönlich ist es so, dass ich spätestens nach zwei Wochen die Wände hochgehe vor Hunger in Diätphasen, trotz sorgfältiger Nahrungsmittelauswahl (bei einem Defizit von ~ 1000kcal am Tag). Ich kann mich schlecht konzentrieren, leide unter motorischer Unruhe etc. pp.
    Nadja, kennst du irgendwelche Studien zur subjektiven Wahrnehmung von Hunger?
    Über Erfahrungsberichte über Hungerwahrnehmung und den Umgang damit von dir oder Gastautoren würde ich mich auch sehr freuen, auch wenn das Thema wahrscheinlich nicht direkt eine Fettlogik betrifft.
    Viele Grüße
    Ronja

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    1. Lastalda

      Ist ein wirklich spannendes Thema. 🙂 Ich kann dazu diesen Thread im Forum empfehlen: http://www.ohne-unsinn-abnehmen.de/t736f9-Der-Refeed-Day-oder-quot-Wir-tricksen-den-Koerper-mal-kurz-aus-quot.html
      Quintessenz: halbwegs regelmäßig (ca. alle 7-10 Tage) einen KH-lastigen Tag einzulegen, bei dem man ca. seinen Tagesumsatz oder ein bisschen drüber isst (also ein nicht-Diät-Tag, kein ich-verbrate-das-Defizit-der-ganzen-Woche-Tag!) kann helfen, den Leptinspiegel wieder zu erhöhen und damit das Hungergefühl wieder zu resetten. Verlangsamt natürlich die Diät etwas, aber besser als vor Hunger die Wände hochzugehen und ganz abzubrechen ist es sicherlich.
      Spielt wahrscheinlich v.a. dann eine Rolle, wenn man nicht (mehr) (sehr) übergewichtig ist, der Körper also nicht (mehr) so viel Fett zur Verfügung hat.

      Alternativ könnte auch ein geringeres Defizit helfen? Nach dem Motto besser 500 kcal Defizit als keins?

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      1. Hallo Lastalda,
        vielen Dank für den Link!
        Und die Überlegung das Hungergefühl mit einem kontrollierten Refeedtag zu resetten ist charmant und genial einfach 😉
        Ich glaube ich werde mal versuchen einen regelmäßigen einzubauen.
        Ich fürchte für ein geringeres Defizit bin ich zu ungeduldig 😀
        Ich krebse im Moment am oberen Ende des Normalgewichts herum.
        Die Überlegung, dass der Hunger immer schlimmer wird, je weniger Körperfett man hat, gefällt mir aber gar nicht 😉

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    2. tickititick

      Was für mich gut funktioniert, ist folgendes:
      Ziel festlegen (10 kg in 10 Wochen) –>
      Energiedefizit pro Woche ermitteln (in dem Fall 7000 kcal, wenn man von 7000 kcal pro kg Körperfett ausgeht)
      –> Durch 6 teilen (1167). –>
      6 Tage in der Woche 1167 kcal weniger essen, als ich verbrauche (Ich habe einen Fitnesstracker, der erstaunlich gut darin ist, meinen Verbrauch zu bestimmen).
      An einem Tag in der Woche aber esse ich soviel, wie ich verbrauche. Das ist für meinen Kopf unheimlich gut, weil dann auch mal ein Eis drin ist und weil ich am WE die meisten Mahlzeiten mit meiner Familie teile und so an wenigstens einem der beiden Tage nicht bei allem verzichten muss. Diese „cheatdays“ sind ja ein bisschen umstritten, aber solange ich auch an dem Tag Kalorien zähle und nicht mehr esse, als ich verbrauche, sondern eben nur kein Defizit dabei herauskommt, habe ich damit gute Erfolge, und es ist für mich auch völlig logisch, dass das so funktioniert. Der Tag trägt mich dann auch wirklich gut durch die Woche. Und die 167 extra eingesparte Kalorien pro Tag merkt man fast gar nicht 😀

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      1. hotspot

        „Der Tag trägt mich dann auch wirklich gut durch die Woche.“

        Das heißt, du bist sehr an der Ernährung an diesem Tag orientiert und nicht an deiner neuen Ernährung. Die Gefahr, in alte Muster zu verfallen, erhältst du damit aufrecht.

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      2. Mona

        Hö? Im Gegenteil tickititick ernährt sich nach der neuen Ernährung, die zum Erhalten in dem Moment nötig ist. Er/sie schreibt ja, dass trotzdem gezählt wird und nicht mehr gegessen wird als verbraucht.

        Welche alten Muster, wenn man nur so viel isst, wie man wirklich verbraucht? Das ist doch ganz Ziel: Wenn ich mein Wunsch-Gewicht erreicht habe, esse ich insgesamt nur so viel, wie ich verbrauche und halte so mein Gewicht.

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  13. Kathrin

    @tickititick

    Deine Methode klingt für mich echt gut. Diesen Punkt, den du ansprichst, diese „Cheatdays“, die können dem Kopf wohl wirklich sehr gut tun.
    Für mich ist es immer schwer den Gesamtumsatz zu schätzen. Sämtliche PAL-Rechner haben ja dieses „mal sitzende, mal stehende Tätigkeiten (z.B: Studenten)“, aber das ist tatsächlich so grob geschätzt, dass man das fast kaum als Richtwert nehmen kann. Selbst bei den Grundbedarfsrechnern im Internet kamen bei mir Werte von 1300 bis 1600 raus – alle bei gleichem Gewicht und gleicher Größe. Zur Zeit esse ich einfach 1000-12000 Kalorien täglich und nehme auch damit ab. Aber meine Werte würden mich schon interessieren. Was ist das für ein Fitnesstracker? Vielleicht sollte ich mir den auch mal zulegen.

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    1. tickititick

      @ Charlotte @ Kathrin
      Ich weiß nicht, ob Werbung hier so gewünscht ist, riskiere es aber einfach mal. Ich nutze ein up2 von jawbone. Im Grunde nur ein Schrittzähler, aber die app dazu ist ganz nett und motiviert zu mehr Alltagsbewegung. Training zusätzlich zum laufen kann man eintragen (ich wähle immer die niedrigste Intensität) und dann kann man sich immer ansehen, wieviel man am Tag schon in Bewegung war bzw. wird erinnert, es etwas weniger ruhig angehen zu lassen. Und man sieht die verbrauchten Kalorien. Gegessen Kalorien tracke ich mit my miracle, das kann die up app aber auch. Und wie gesagt, wenn ich mir das Defizit ansehe , dass ich auf Basis der up Daten und der aufgenommenen Kalorien errechnet habe, passt das sehr gut zu meiner tatsächlichen Abnahme.

      @ Hotspot
      Mein Ziel ist es nicht, langfristig ein Kaloriendefizit aufrecht zu erhalten. Sondern so viel zu essen wie ich verbrauche ist ‚die neue Ernährung‘. Das große Defizit ist nur der Weg zu einem leistungsfähigeren Körper. Mich quält es, Hunger zu haben, und den habe ich mit meinem momentanen Defizit von 1600 durchaus. Aber der eine Tag ohne Defizit hilft mir ungemein durchzuhalten. Bisher läuft es wie am Schnürchen 🙂

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  14. Skotty

    Neben dem Schnitzer mit der Wärmemenge, finde ich den „Vergleich“ einer „endothermen“ Reaktion mit dem Verbrauch des Körpers mehr als unglücklich. Wir VERBRENNNEN Energie, das ist ganz klar exotherm. Sagar CO2 wird freigesetzt. Es werden chemische Verbindungen in andere mit geringerer Enthalpie umgewandelt und dabei wird die Differenz der Enthalpien als Wärme frei. Die Reaktion endet bzw. wird langsamer und schläft ein, wenn kein „Edukt“ – also Stoff zum Verbrennen auf hohem Energieniveau – mehr da ist. Und eben diese !stoffliche! Energie wird umgesetzt und im Zweifel von der Substanz des Körpers gezehrt. Das ist das genaue Gegenteil einer endothermen Reaktion.

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  15. Nina

    Hallo,
    Es ist leider noch immer ein Fehler im Zwischenschritt der Rechnung. 7000 kcal könnten 7000kg Fett von 14,5 Grad Celsius auf 15,5 erhitzen, im Text steht aber 1kg
    LG

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    1. Mona

      Jetzt bin ich komplett verwirrt. Wieso will man 7000 kg Fett erhitzen? Ich dachte es geht um Badewannen mit Wasser.

      Ich dachte außerdem der Badewannenvergleich war anders gedacht.
      Man kann mit einer Abnahme von 20 kg 10 Badewannen mit Eis-Wasser auf 100 °C erhitzen bei normalem Luftdruck.

      Das müsste doch passen, wenn man die Badewannen dann mit ca. 140 l Wasser befüllt? Ich finde das cooler Eis-Wasser zum sieden zu bringen, da weiß man, dass es heiß ist und kann die viele Energie richtig spüren.

      http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/50305744/
      Wenn man diese Birne kauft und sie durchgehend brennen lässt, dann wären die 20 kg Körperfett erst nach ganz grob 1,5 Jahren aufgebraucht. (Ich hoffe ich hab das jetzt richtig umgerechnet. Bin mir nicht sicher.)

      Oder mit Geld: Wenn eine kWh 0,25 € kostet, dann kostet die Energie aus 20 kg Körperfett: 40,50 €. Davon kann ich meinen Haushalt (2 Personen) locker einen Monat lang betreiben, mit Wäschewaschen, Fönen, Bad ohne Fenster: elektrisches Licht und Lüftung, alles Mögliche an Küchengeräten, natürlich Herd+Backofen und Computerzeug.

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  17. Kathrin

    Danke Mona, du hast verstanden was ich meine. Es geht tatsächlich nur um die Darstellung der Menge an Energie. Die Beispiele mit der Glühbirne veranschaulichen das ebenso gut wie die Badewanne. Irgendwie scheint jeder hier zu glauben, dass das eine Art wissenschaftliches Manifest wäre. Die naturwissenschaftliche Beweisführung für bzw. gegen den Hungerstoffwechsel schlechthin. Aber das haben weder EMN noch ich behauptet, das sind meine Gedanken dazu! Abgesehen von dem Schnitzer mit der Wärmemenge, wie Skotty so schön sagt, ist da auch nichts falsch dran. Das ist meine Interpretation der Dinge. Mehr nicht! Skotty findet den Vergleich unglücklich, okay, seine/ijre Interpretaion der Dinge. Aber eben nur Interpretation. Er/sie findet das ist eher exotherm, in Ordnung, kann man so sehen. Nach meiner Panne mit dem „k“ habe ich das auch nochmal von jemand anderem gegenlesen lassen, der ein Studienfach, das Hauptsächlich aus Physik, Chemie und physikalischer Chemie besteht, beendet hat und diese Person fand den Vergleich gut. Das ist aber kein Beleg für seine Richtigkeit. Warum nicht? Weil es nur eine Interpretation ist. Niemand hier hat behauptet, dass das ein Beweis sein soll. Wenn man es naturwissenschaftlich genau nehmen will, dann sind weder exotherme noch endotherme Reaktion korrekt. Im menschlichen Körper laufen auf molekularer Ebene so viele verschiedene, kleinste einzelne oder zusammenhängende Prozesse ab, das kann man nicht pauschalisieren als „das ist diese Form der Reaktion“. Man kann es aber vergleichen um einen Grundgedanken, den man hat, zu veranschaulichen.

    Und, um es nochmal deutlich zu machen: Mit der Badewanne ist NICHT gemeint, dass man, wenn man viel kaltes Wasser trinkt und der Körper das auf Körpertemperatur erhitzt, dann so und so viel abnimmt weil das so und so viel Energie verbrennt. Das ist absurd! Und das steht da auch mit keinem Wort geschrieben. Da steht nur eins, NUR EINS, und zwar, dass Fett sehr viel Energie beinhaltet. Mehr wollte ich mit dem Vergleich mit der Badewanne nicht sagen.

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  18. Ich bin zwar erst seit 7 Wochen dabei, aber meine Messwerte sagen folgendes: Wenn ich davon ausgehe, dass 1 KG Fett das Äquivalent von 7500 kcal sind (nicht 7000), dann stimmen meine errechneten Werte (Energieaufnahme – Training) zu fast 100% mit den Werten auf meiner Waage überein. Vielleicht ist das Zufall: Warten wir mal ab, was nach 20 Wochen raus kommt. Ich bin fasziniert und zugleich glücklich, dass ich nun sehr genau steuern kann, wie viel KG ich abnehmen will. Das Buch Fettlogik hat mein Leben verändert, das kann ich schon jetzt sagen. Wegen meiner buchhalterischen Anwandlungen erfasse ich allerdings auch jede Hariboschnecke in meinem Ernährungstagebuch.

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  19. Sony

    Puhh, eigentlich wollte ich nur den Artikel über den vermeintlichen Hungerstoffwechsel lesen, weil vor dem, wenn man mal erwähnt „ich mache Diät“, immer wieder „gewarnt“ wird!
    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich während meiner Diät kein Bär im Winterschlaf bin und dementsprechend war es für mich schon immer unlogisch, wie dass mit dem Hungerstoffwechsel funktionieren soll. Daher hat mich der Artikel aus wissenschaftlicher Sicht interessiert. Und ICH finde ihn gut!!! Vielen Dank!
    Nun dazu, warum ich hier nochmal meinen Senf dazu geben möchte……. OHHH ja, sie hat einen kleinen Fehler bei der „Formel“ gemacht. In dem Artikel ist mehrere gramatikalische/ Rechtschreibfehler. Die machen hier aber viele und ich sicher auch!!!!!
    Und es kommt nun wirklich nicht darauf an, ob nun 1kg Körperfett 7000 kcal oder 9000 kcal entspricht. Diese Diskusionen kann man sich wirklich sparen.
    Ganz ehrlich, dass sind ungefähre Angaben, dass sollte aber jeder, der Gewicht verlieren will, wissen! Jeder Körper ist anders und bei dem Kcal-Verbrauch spielen viele Faktoren eine Rolle, dass fängt doch schon beim berechen der Fett-, Wasser- und Muskelmasse an, diese „tollen“ Messgeräte sind auch nicht zu 100% genau, sondern nur ungefähr!
    Es geht hier schlussendlich hauptsachlich um die allgemeine Behauptung, dass man, wenn man zu wenig ißt, in den „Hungerstoffwechsel“ kommt, und ich finde, dass Kathrin gut versucht hat zu erklären, dass es den nicht gibt!

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