Gastbeitrag: Wie gut funktionieren Abnehmprogramme?

Der heutige Gastbeitrag stammt von Christian, der eins der großen Mysterien des Internets erforscht hat: Was passiert eigentlich, wenn man auf eine dieser Anzeigen klickt, die „den Trick“ versprichen, den „Ärzte hassen“? 😉
An jeder Ecke des Internets schreien uns heute die Werbeanzeigen für Abnehmprogramme an: Einen „geheimen Trick“ soll es geben, der „Ärzte schockiert“ oder man bekommt ganz einfach einen flachen Bauch, wenn man „diese 5 Lebensmittel niemals isst“. Wer kennt sie nicht? Vielleicht hast du auch schon mal auf eine solche Werbung geklickt: Du gelangst über den Link in der Regel zu einem ca. 20-minütigem Video, welches immer nach dem gleichen Schema aufgebaut ist.

1. Es gibt einen geheimen Trick, den wir dir gleich verraten
2. Es ist nicht deine Schuld, dass du übergewichtig bist, sondern man* hat dir nur die ganze Zeit wichtige Informationen vorenthalten (*man = „die Medien“ „die Abnehmindustrie“ „die Wissenschaft“, etc.)
3. Rührendes Beispiel von der Mutter eines besten Kumpels, die es mit dieser Methode auch geschafft hat (und wenn sogar sie es geschafft hat, dann schafft es jeder!)
4. Irgendwas mit Hormonen, Evolution oder Tieren
5. Hier kommt das Super-Sonderangebot, aber nur hier und jetzt und nur über dieses Video
6. Wenn du jetzt sofort auf den „Bestellen“-Button klickst, dann gibst es noch irgendwas mit einem absurd hohen Preis gratis dazu (aber nur noch heute)
7. Willst du dir dieses tolle Angebot wirklich entgehen lassen (oder etwa das ganze Video noch einmal von vorne anschauen müssen, um zum „Bestellen“-Button zu gelangen)?

Ich habe Anfang 2015 auf den „Bestellen“-Button geklickt und mich bei einem solchen Programm angemeldet und hatte nicht die geringste Ahnung, was mich erwartet. Aber es gab ja die bedingungslose 60-Tage Geld-zurück-Garantie, was konnte man schon falsch machen?

An dieser Stelle sollte ich vielleicht kurz ausholen, wie es dazu kam. Ich bin ein Mann, Mitte 40 und habe mich eigentlich immer für recht sportlich gehalten. Mein Gewicht stieg jeden Winter leicht und ging im folgenden Sommer wieder runter. Kein Grund, sich Gedanken zu machen. Oder etwa doch? Ich hatte es über Jahre hinweg geschafft, zu „übersehen“, dass das Gewicht in jedem Winter mehr stieg als es im folgenden Sommer wieder sank. Bürojob und neuer Gewohnheiten (Kantine) sei Dank.

Irgendwann fiel mir auf, dass ich auch am Ende des Sommers Probleme hatte, Luft zu holen, wenn ich mich z.B. zum Schuhe Zubinden gebückt habe. Und dann lag mein Vater zum dritten Mal innerhalb weniger Monate auf der Intensivstation. Jedes Mal waren die Folgen seines Diabetes die Ursache: Von Durchblutungsstörungen der Beine und Entzündungen bis hin zum Nierenversagen.

Ich hatte mir schon eine ganze Zeit lang vorgenommen, mal wieder eine Fastenwoche einzulegen. Nicht primär, um abzunehmen, sondern weil ich die Erfahrung aus der Vergangenheit in guter Erinnerung hatte. Im Februar 2015 habe ich dann endlich eine Woche gefunden, wo es passte und ich habe 6 Tage lang gefastet. Natürlich stellt man sich dann auch mal wieder auf die Waage und das hat mir den Rest gegeben. Meine persönliche Schmerzgrenze lag eigentlich immer bei 85kg, aber mit 95kg steuerte ich geradewegs auf die 100kg-Schallmauer zu. Das war auch mit jahreszeitlichen Schwankungen nicht mehr zu rechtfertigen. Auch die Tatsache, dass bei vergangenen Arztbesuchen regelmäßig ein erhöhter Blutdruck festgestellt wurde, konnte ich mir nicht mehr mit „Weißkittel-Bluthochdruck“ schönreden.

Es war also klar, dass es nach der Fastenwoche anders weitergehen musste als vorher und so habe ich mir das Video angeschaut. Natürlich fühlte ich mich geschmeichelt, weil es ja nicht meine Schuld war und dass Insulin ein Dickmacher ist, hatte mir auch zuvor noch niemand erzählt. Außerdem klang es verlockend, dass man sich immer satt essen darf und trotzdem abnimmt.

Wie funktionierte das Programm? Es gab eine Liste von Lebensmitteln, an denen man sich ohne Begrenzung satt essen darf. Für alle anderen Lebensmittel sollte man sich Punkte anrechnen. Die Anzahl an Punkten, die man am Tag zur Verfügung hatte, konnte man sich verdienen: Durch Sport, durch ausreichendes Trinken, dadurch dass jede Mahlzeit mindestens eins der unbegrenzt erlaubten Lebensmittel enthält und dadurch, dass man mindestens 3 Gemüseportionen am Tag isst. Bei den unbegrenzt erlaubten Lebensmitteln handelte es sich vor allem um Gemüse, sowie eiweißreiche Lebensmittel mit einem geringen Fett- und Kohlenhydrat-Anteil.

So weit so gut: Mehr Eiweiß, mehr Gemüse und stattdessen eine Reduktion sehr energiereicher Lebensmittel. Das Konzept setzt also darauf, dass sich ein Kaloriendefizit alleine dadurch einstellt, dass man Lebensmittel mit hoher Energiedichte durch solche mit geringerer Energiedichte ersetzt.

Hat es funktioniert? Bei mir schon. Meine durchschnittliche Abnahme betrug am Anfang (ab der zweiten Woche nach dem Fasten) ca. 170g pro Tag, also gut ein kg pro Woche, so dass ich nach wenigen Wochen mein Zielgewicht von 82kg erreicht hatte. Natürlich gab es die üblichen Schwankungen, aber die Tendenz auf der Waage ging klar abwärts. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich schon in der Fastenwoche erheblich an Gewicht verloren hatte.

Obwohl das Programm damit wirbt, dass „Kalorienzählen verboten“ ist, habe ich mich über das Verbot hinweggesetzt und bei fddb.info ein Ernährungstagebuch angelegt. Dies förderte zutage, dass ich anfangs ein Kaloriendefizit von über 1000kcal am Tag hatte, wodurch sich auch der schnelle Gewichtsverlust recht genau erklären lässt. Ich habe dann das Defizit etwas reduziert, indem ich mich über einige Regeln des Programms hinweggesetzt habe: Öl nicht mehr so penibel abgemessen und auch die Portionen von Kartoffeln, Reis und Nudeln größer gewählt als es das Programm vorsah.

Im Nachhinein finde ich es interessant, dass ich diese Abweichungen vom Programm nicht ehrlich dokumentiert habe. Irgendwie schien es mir wohl doch wichtig zu sein, vom Programm die Bestätigung zu erhalten, dass ich „alles richtig gemacht“ habe und „mit Höchstgeschwindigkeit Fett verbrenne“. Erst später bin ich dazu übergegangen, meine Portionen ehrlich einzutragen. Ich erhielt dann zwar täglich die Ermahnung, „es morgen besser zu machen“, aber ich habe natürlich genauso schnell weiter abgenommen wie vorher. Nicht ganz so schnell wie am Anfang, da ich ja in der Zwischenzeit mein Defizit verringert hatte, aber immer noch schnell genug.

Dazu muss ich sagen, dass ich neben meiner Ernährung auch noch eine weitere entscheidende Änderung vorgenommen habe: Anstatt mit dem Auto bin ich bis auf ganz wenige Ausnahmen seit Januar 2015 auch bei Wind und Wetter jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Nur 5km die einfache Strecke, dafür aber immer sehr zügig. Und ich habe mit dem Krafttraining begonnen. Das war anfangs schon sehr frustrierend, sich einzugestehen, dass es um die Fitness lange nicht mehr so gut bestellt war, wie ich dachte. Beim ersten Versuch seit langem war nach exakt 6 Liegestütz Schluss. Ich habe dann zwar schnelle Fortschritte gemacht, aber der Anfang war äußerst ernüchternd.

Während ich regelmäßig gegen die Regeln des Programms verstoßen und trotzdem schnell abgenommen habe, lernte ich im Forum des Programms zahlreiche andere Mitglieder kennen, bei denen es ganz und gar nicht so gut lief wie bei mir. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mal geschaut, wie groß die Erfolgsquote war. Dazu habe ich mir 150 zufällig ausgewählte Profile angeschaut, von denen bei 135 die Gewichtskurve einsehbar war. Aus den Benutzerprofilen konnte man darüber hinaus auch das Startgewicht und das selbst gesteckte Gewichtsziel ersehen.

Dabei sind ein paar Dinge sehr auffällig gewesen: Sehr viele Mitglieder haben erst gar nicht mit den Eintragungen begonnen (ca. 1/3) oder nach sehr kurzer Zeit wieder aufgehört (17 Mitglieder weniger 10 Tage). Der durchschnittlich angestrebte Gewichtsverlust betrug 16kg, wobei manche nur wenige Kilos loswerden wollten, andere aber auch mehr als 50kg abspecken wollten.

Die tatsächliche Abnahme betrug im Durchschnitt allerdings gerade einmal 3,4kg und von den 135 Mitgliedern haben es gerade einmal 4 geschafft, das selbst gesteckte Gewichtsziel zu erreichen. OK, ehrlicherweise darf man hier nur die 76 Mitglieder betrachten, die nicht sofort wieder aufgehört oder gar nicht erst angefangen hatten, aber dennoch ist diese Erfolgsquote nicht gerade berauschend. Einer der 4 dieser Statistik, die es geschafft haben, war ich selbst. Und da bin ich mir gar nicht sicher, ob ich meinen Erfolg tatsächlich dem Programm zuschreiben möchte, wenn ich doch eigentlich fast jeden Tag –gemessen an den Regeln des Programms- gar nicht erfolgreich war.

Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, warum es bei mir so einfach war, während es bei anderen gar nicht funktionierte. Ein wesentlicher Punkt war sicherlich meine Motivation. Als ich den Entschluss gefasst hatte, abzuspecken, hat es in meinem Kopf richtig „klick“ gemacht. Das Risiko, auch irgendwann an Diabetes zu erkranken, war auf einmal allgegenwärtig. Und das würde das Ende meiner größten Leidenschaft, dem Segelfliegen bedeuten. Und ich habe sehr schnell die Erfolge gespürt: Nicht nur die ständig sinkende Zahl auf der Waage, sondern auch die Erfahrung, wie sich mein gesamtes Befinden deutlich besserte: Wie ich mehr Energie im Alltag hatte, abends nicht mehr erschöpft von der Arbeit kam, wie mir das Fahrradfahren immer leichter fiel und wie auf einmal meine ständigen Rückenverspannungen weg waren.

Bei anderen Mitgliedern habe ich eine solche Motivation nur selten gesehen. Für viele war es der x-te Versuch, nach vielen gescheiterten Diäten abzunehmen und die Skepsis über den eigenen Erfolg war in vielen Kommentaren herauszulesen. Verzweiflung und Resignation sind mir oft begegnet, sowie die Hoffnung, nun endlich die Lösung gefunden zu haben, die das Programm versprach.

Ein weiterer Unterschied lag darin, dass ich das Programm hinterfragt und mich auch aus anderen Quellen informiert habe. Schnell wurde mir bewusst, dass ich nicht von Insulinausschüttungen dick geworden war, sondern einzig und alleine davon, zu viel zu essen. Mein Problem war vorher nicht ein zusätzlicher Teelöffel Olivenöl am Salat, sondern die Tatsache, dass ich nicht aufhören konnte zu essen, solange noch was da war. Die wesentliche Änderung war bei mir, ein Bewusstsein für meine Ernährung zu entwickeln. Die Fastenwoche am Anfang hatte darüber hinaus den positiven Effekt, dass ich auch recht schnell ein natürliches Hungergefühl zurück entwickelt hatte.

So bin ich mit sporadischem Kalorienzählen an mein Ziel gekommen und einer Änderung meiner Ernährung: Mehr Eiweiß, ausreichend Gemüse, ein bewusster Umgang mit Fetten, sowie eine Reduktion von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Fast-Food. Dazu die regelmäßige Bewegung und das Krafttraining, so dass ich mittlerweile sogar mehr essen muss als vor der Abnahme, um mein Gewicht zu halten. Trotzdem esse ich heute anders als früher: Berge von Nudeln, mit Käse überbacken, gibt es nun nicht mehr. Und wenn ich unterwegs bin, dann gibt es lieber gebratenes Gemüse und Huhn beim Asiaimbiss als einen dicken Burger mit Pommes und Cola.

Mein Fazit: Man muss die Sache selbst in die Hand nehmen und darf sich nicht blind auf die Regeln eines Abnehmprogramms verlassen. Die all-You-can-eat-Methode funktioniert auch nur dann, wenn man trotzdem ein Kaloriendefizit einhält. Abnehmen ist keine Frage, ob der Körper nach dem Verzehr von Kohlenhydraten Insulin ausschüttet oder wie viele Punkte man sich für ein bestimmtes Lebensmittel aufschreibt und dem Körper ist es auch egal, ob die Energie aus unbegrenzt erlaubten Lebensmitteln stammt und ob die Lebensmittel rot, grün oder gelb bewertet sind. Die Versprechen der Abnehmprogramme mögen vielleicht angenehm zu lesen sein („Es ist nicht deine Schuld!“), aber letztlich trägt doch jeder die Verantwortung für sich selbst und nicht der Programmierer einer Website.

Ich habe mich daher sehr gefreut, dass in „Fettlogik überwinden“ mit vielen der Mythen aufgeräumt wird und das Buch damit sicherlich vielen eine große Hilfe ist, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Weniger Kalorien aufzunehmen als man verbraucht. Dabei wünsche ich euch viel Erfolg, das nötige Durchhaltevermögen und eine starke Motivation, die euch immer wieder auf den richtigen Kurs bringt.

19 Gedanken zu “Gastbeitrag: Wie gut funktionieren Abnehmprogramme?

  1. Ich freue mich, dass du trotz der scheinbar negativen Umgebung in diesem Programm deinen Weg gefunden hast und Erfolg hattest 🙂
    Ich kann mich deiner Erfahrung nur anschließen, ich habe eines dieser „Programme“ ebenfalls ausprobiert.
    Obwohl ich im Kern wusste, wie abnehmen funktioniert, habe ich mich davon verleiten lassen, dass es ohne Einschränkungen gehen sollte.
    Ich bin dem anfänglichen Erfolg vom schnellen abnehmen (natürlich war es großenteils nur Wasser!) auf den Leim gegangen.
    Danach ging nämlich fast nichts mehr. Ich habe geglaubt, dass ich tatsächlich von den „erlaubten“ Lebensmitteln unbegrenzt essen dürfe, ohne zuzunehmen.
    Und so bin ich nie wirklich ein Defizit gefahren und habe nicht weiter abgenommen.
    Kurz darauf entdeckte ich Nadjas Buch und habe zurück zur Vernunft gefunden.
    Trotzdem bin ich hin und wieder auf dieser Programm-Seite unterwegs, da die Rezeptsammlung an niederkalorischen und leckeren Rezepten vielfältig ist und mich immer wieder inspiriert – mit dem Unterschied, dass ich die Kalorien tracke und im Defizit bleibe bzw. mir bewusst über die Mengen bin 🙂
    Das Geld war also nicht vollkommen aus dem Fenster geworfen.

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  2. Ich habe das Programm auf Empfehlung einer Arbeitskollegin auch eine Weile getestet, genau wie du aber trotzdem weiter Kalorien gezählt. Sonst hätte ich sicherlich genau die gleiche Enttäuschung erlebt wie viele andere. Da ich Volumenesser bin hätte ich auch mit grossen Mengen an „grünen“ Lebensmitteln fleissig zugenommen. Da ich aber schon vorher FLÜ gelesen hatte, bin ich nicht in diese Falle getappt. Mit dem Forum konnte ich nichts anfangen, und die Rezeptsammlung war mir zu unübersichtlich so das ich schnell wieder ausgestiegen bin.

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  3. Kann dem nur beipflichten. In meinen Augen führt der einzige Weg zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion nur über die tägliche bewusste Ernährung sowie Sport.
    Mehr Kalorien verbrauchen als man aufnimmt ist per Handykalorientracker einfacher denn je, und Sport „muss man einfach machen“, auch wenn er manchmal nicht schön ist.
    Diäten über einen begrenzten Zeitraum führen zu Jojo-Effekten, was nur frustrieren kann.
    Es muss zum Leben dazuzugehören, bewusst zu essen und Sport zu treiben, ansonsten wird das nix.
    Zum Schluss noch mein Lieblingssatz zum Thema: „Am Wochenende kann man ruhig mal die Seele baumeln lassen.“ In meinen Augen extrem wichtig, sich auch mal etwas zu erlauben. Aber eben nur am Wochenende. Dann vermisst man auch nix.

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  4. Hast Du Deine Beobachtungen nach „Männlich/Weiblich“ differenziert? Das ist leider, leider ein entscheidender Punkt. Männer haben einen anderen Stoffwechsel, und zudem meist auch noch deutlich weniger Diät-Erfahrung als wir. Bei meinem Männe ist das auch immer so: „Starte ich noch mal durch“ und koche fettarm und verbiete Süßigkeiten/Alkohol, nimmt er ratz-fatz 5 Kilo ab, während ich mit den ersten 500 Gramm kämpfe. Männer ohne Diät-Erfahrung nehmen mit der Kombination Sport/Ernährung eigentlich IMMER super ab. Ich habe mich neulich auch zu so einem Programm angemeldet. Die Ernährungsumstellung war so radikal, dass ich es trotz aller Motivation nicht hingekriegt habe – nach 2 Wochen hatte ich 800 Gramm abgenommen. Das war mir zu wenig, zumal ja bekanntlich gerade am Anfang eher das Gewicht schwindet. Ich hätte also nach einigen Monaten bestenfalls noch 100 Gramm pro woche Gewicht verloren, hätte aber dafür extreme Einschränkungen hinnehmen müssen. Da war meine Motivation wieder weg. leider. Das Einzige, was leichter wird, ist mein Konto, weil ich leider keine 60–Tage-Rückgabe-Garantie hatte, sondern nur 14 Tage. Abzocke!

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      1. Ossi

        Männer sind im Schnitt größer und haben mehr Muskelmasse als Frauen, wodurch der durchschnittliche Mann einen höheren Grundumsatz hat als die durchschnittliche Frau, und auch beim Sporteln proportional etwas mehr Kalorien verbraucht (wegen dem Mehr an Muskeln). Daher fällt es Männern im Schnitt leichter als Frauen, ein Kaloriendefizit von 500 oder mehr Kalorien pro Tag zu erzeugen.

        Ich als durchschnittlich große Frau habe es nicht mal mit über 100 Kilo geschafft, ein Defizit von 500 kcal am Tag zu erzeugen. Mein Grundumsatz bei dem Gewicht betrug ~1650 kcal, der Leistungsumsatz für „kaum Sport“ gerade mal 2000 kcal (Mifflin St.Joer). Bei einem Mann mit genau denselben Daten sind es jeweils 200 kcal mehr.

        Ich habe im Verlauf von 2 Jahren über 30 Kilo abgenommen, und nehme derzeit (sehr langsam) weiter ab, indem ich pro Woche ein Defizit von ca. 1500 kcal erzeuge. Als Mann, genaus so groß und dick, hätte ich, würde ich genau dasselbe machen, schon ein mindestens Defizit von fast 3000 kcal – eher mehr, weil ich das Defiizit mittlerweile vorwiegend mit Sport erzeuge.

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    1. Mona

      Och, fex1 war schneller als ich.

      Zusatz: Wenn dein Kaloriendefizit genauso hoch ist, wie von deinem Mann, dann nimmst du auch genauso viel ab. Zum Abnehmen muss man nicht mal Sport treiben. Es reicht völlig weniger zu essen als man verbrennt. Und wenn man zum Beispiel jeden Tag 1000 kcal mehr verbrennt als man isst, dann wird man im Durchschnitt 1 kg pro Woche abnehmen. Total einfach.

      Der Sport macht es nur leichter bisschen mehr essen zu dürfen oder das Defizit noch größer zu machen. Mit gut aufgebauter Muskulatur verbrennt man auch ein bisschen mehr, da die Muskulatur ja bei jeder Bewegung arbeitet. Aber das ist nur Bonus, weil Bewegung und Muskulatur halt auch zu Gesundheit und Lebensqualität gehören.

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    1. Michael Mendelsohn

      „She practices intermittent fasting and exercise to maintain her figure.“ Intermittierendes Fasten und Sport: Kalorienaufnahme runter, Verbrauch ‚rauf. Keine Fettlogik nötig.
      Außerdem werden „food absorption issues“ erwähnt, ich kann mir vorstellen, dass da einiges unverdaut durch den Darm geht.

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    2. Ossi

      „She has food absorption issues.“ Malabsorptionsstörungen bewirken, dass Nährstoffe aus dem Essen nur unzureichend aufgenommen werden. Häufig gehen sie mit einer Gewichtsabnahme einher.

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      1. Gast

        Ist das nicht der berüchtigte „zerschossene Stoffwechsel“?

        So oder so, krass (und sicher auch krass ungesund, aber naja – Japaner und ihre Fetische …)

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  5. Tifte

    Falls Christian mitliest: wie genau lief dein Fasten? Da gibt es ja auch diverse Ansätze, von nur Wasser, über Brühe oder viele Säfte, da unterscheidet sich die Kalorienaufnahme ja auch deutlich.

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    1. Christian

      Ich habe beim Fasten täglich 3 Gläser verdünnten Frucht- oder Gemüsesaft getrunken, ansonsten nur Wasser und Tee.
      Heute würde ich das in der Form nicht mehr machen, obwohl es ein tolles Erlebnis ist, das durchzuhalten. Die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Fastens erreicht man auch durch kürzere Fastenperioden, wie z.B. beim intermittierenden Fasten.

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  6. Barbarella

    Hatte mir ja echt erhofft, mal wirklich diesen „einfachen Trick“ zu lesen zu bekommen – oder diese „5 verbotenen Lebensmittel“.

    Doch anscheinend wird das selbst in dem Programm dann nicht erwähnt…

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  7. Lorenz

    Hallo Christian,
    ich finde deine Geschichte sehr beeindruckend und für mich bestätigt es wieder einmal: Viele Wege führen zum Ziel, aber es gibt nur eine Möglichkeit, Gewicht abzunehmen: Weniger Kalorien essen, als man verbraucht.

    Nadja hat das in ihrem Buch auch schon sehr gut beschrieben. Es ist völlig egal, in welcher Form ich eine bestimmte Menge Kalorien zu mir nehme. Ob ich nun 1200 kcal in Form von 2 Tafeln Schokolade oder 200 g Chips esse, oder ob ich 1 Schnitzel mit Pommes esse, spielt für die Kalorienbilanz keine Rolle. Ebenso wenig hat es einen Einfluss, ob ich 1200 kcal als Kohlenhydrate oder Eiweiß esse, ob ich nach 18:00 Uhr nicht mehr esse oder auf das Frühstück verzichte, Jeder muss selbst entscheiden, was er am leichtesten durchhält und was für ihn die passende Methode ist – Hauptsache man erreicht sein Ziel: Weniger Kalorien essen als man verbraucht.

    Ich habe auf diese Weise auch seit März 2016 insgesamt 21 kg abgenommen. Mein Speiseplan war sehr abwechslungsreich und lecker. So musste ich auf nichts verzichten und habe weitestgehend Heißhungerattacken vermieden.

    Auch die Motivation ist ein überaus wichtiger Faktor. Bei mir hat die Motivation nach 2 Monaten nachgelassen. Da hatte ich schon eine Menge abgenommen und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich kann nur bestätigen, was du schreibst. Man braucht einen Motivator und man muss sich auch ständig neu motivieren, denn die Motivation hält immer nur eine gewisse Zeit. Mir hilft es dann, nochmal im Buch „Fettlogik“ zu lesen.
    Oder aber auch einfach die Bilder aus der „dicken“ Zeit anzuschauen oder alte Klamotten anzuprobieren und mir bewusst zu machen, dass ich mein Ziel ja noch nicht erreicht habe.

    Danke für diese schöne Geschichte und allen viel Erfolg beim Abnehmen 🙂

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    1. Christian

      Ja, es gibt keinen geheimen Trick. Alles was man braucht, ist ein Kaloriendefizit und eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen (Mineralstoffe, Vitamine, Protein, gesunde Fette, Ballaststoffe, …). Das jedenfalls, wenn man nicht einfach nur Gewicht verlieren will, sondern wirklich gesund abnehmen will. Ich halte auch nichts mehr von extremen Low-Carb Ansätzen.

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  8. Wir waren im gleichen Programm, :-). Ich hab das im Frühjahr ausprobiert, nachdem ich es geschafft hatte, mir 4 kg, die ich ohne großes Bemühen in einer psychosomatischen Klinik abgenommen hatte, innerhalb eines Monats wieder anzufressen. Vor allem Süßes war mein großes Problem, da bin ich haltlos. Das Programm hat mir geholfen, das zu überwinden, durch den Einstieg mit dem 10tägigen Zuckerentzug und extremem Low-Carb. Ich bin ca. einen Monat dabeigeblieben und die 4 kg waren wieder weg. Allerdings fand ich das für mich überhaupt nicht alltagstauglich und ich mochte auch vieles nicht – diese Konjak-Nudeln waren einfach kein Ersatz für mich. Und wenn ich ungeplant länger unterwegs war als gedacht, dann musste ich hungern oder mit etwas vom Bäcker meinen kompletten Tag ruinieren. Was dann den nächsten „cheatday“ rausschob. Und diese Fresstage: damit kam ich gar nicht klar. Hab mich an die Vorgaben gehalten, aber wenn ich da gefuttert habe (mittags eine Pizza und dann noch einen Eisbecher), dann hab ich eine Woche gebraucht, um das wieder auszugleichen.
    Ich hab mich dann dort verabschiedet, ohne das Programm jetzt schlecht zu machen, es hat ja einen Anfangserfolgt gebracht und bin dann zu meinen guten alten WW zurückgekehrt. Damit hab ich schon gute Erfolge erzielt, nur leider nie dauerhaft. Und auch jetzt wollte es nicht recht vorangehen. Ende Mail las ich dann „FLÜ“ und mir gingen einige Lichter auf. Aller Ausreden beraubt, fing ich an nebenher Kalorien zu zählen und seit Anfang Juni mache ich nur noch das. Ich nehme bilderbuchmäßig ab, ca. 3 kg im Monat mit einem Defizit von 500-700 kcal am Tag. Ich habe eine Fitbit mit dem ich alles tracke und das funktioniert ganz wunderbar.
    Das tollste ist, dass ich die Kontrolle zurückgewonnen habe und weiß, dass ich abnehmen kann, trotz meines Alters jenseits der Wechseljahre und einer chronischen Depression. Insgesamt sind 17 kg weg und ich hab mir jetzt noch 9 kg vorgenommen, damit wäre ich in einem Bereich den ich 17 Jahre nicht gesehen habe. Ich bin total happy!

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  9. Ich vergaß: ich fand dieses Forum schrecklich. Wenige nützliche Beiträge, alle dümpelten so rum. Und als ich mich verabschiedet habe, ging ein shitstorm los. Dabei hab ich das nicht schlecht gemacht, sondern meine ganz persönlichen Dinge benannt. Das mit dem Geld-zurück hat aber ohne Probleme geklappt, das fand ich fair.

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