Abnehmguru übernacht!

Hier tummeln sich ja einige Leser, die in letzter Zeit ein paar oder auch ein paar viele Kilos verloren haben. Das ist nun eure Chance zum Abnehmguru zu werden! Mit diesem simplen Trick schafft ihr es ohne Mühe und ohne lästige Planung ganz nebenbei ein perfektes Abnehmprogramm zu erstellen. Befolgt nur sieben einfache Punkte, und der Erfolg ist  garantiert!

  1. Ein ansprechender Titel! Ansprechend bedeutet, ein möglichst positiv assoziiertes Wort („Schlank“ bietet sich natürlich immer an, aber wer es kreativer mag kann auch einen der lieben Verwandten „sexy/fit/sportlich/schön/attraktiv/bikinitauglich/leicht/perfekt„, …. vewenden) mit dem Versprechen von wenig Aufwand zu kombinieren („ohne Hungern/Kalorienzählen/Sport/Mühe/Stress/Arbeit/….“ oder „ganz nebenbei/übernacht/in der Mittagspause“ oder gleich mit dem Versprechen völliger Passivität: „Wir/Produkt/Programm macht dich….„)
  2. Ein Geheimnis! Das Wichtigste an deiner Diät ist das große Geheimnis. Das große Geheimnis ist selbstverständlich eine Kombination aus etwas, das unsere Urahnen bereits so gemacht haben (deshalb waren die auch schlank) und das gerade vorgestern von namenlosen amerikanischen Wissenschaftlern neu entdeckt wurde. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Ob 50 Ananas pro Tag, nur Mammutfleisch und Beeren, und das ganze nur zwischen Mitternacht und drei Uhr früh? Irgendein Vorfahre hat garantiert so gegessen und der war auch garantiert schlank.
  3. Ein Wirkprinzip! Wie wirkt dein großes Geheimnis denn nun konkret? Tja, hier solltest du nicht allzu nachvollziehbar ins Detail gehen, aber andeutungsweise dennoch verschwurbelt und komplex-klingend mit möglichst vielen Fachbegriffen hantieren. Du hast die freie Wahl zwischen (Epi)genetik, irgendwasmitHormonen, Darmbakteriendingens, Neurobiologie-Gehirngedöns oder halt der Klassiker DER STOFFWECHSEL (keine weitere Erklärung nötig)!!
  4. Eine Verschwörungstheorie! Ist optional, aber sie verleiht der Geschichte noch etwas Glaubwürdigkeitsglamour. Denn warum kennst nur du das große Geheimnis? Ganz klar, weil die Pharmaindustrie sich eine goldene Nase an übergewichtsassoziierten Erkrankungen verdient und die Diätindustrie durch dich komplett überflüssig würde. Mit diesen zwei mächtigen Industrien als Gegner, die alles versuchen um dich mundtot zu machen, ist es ganz klar, dass du nicht viel bekannter bist und so viele Kritiker dein Programm diffamieren! Jede Kritik macht dich nur umso glaubwürdiger, denn DIE haben eben wirklich Angst vor dir!
  5. Kein Verzicht! Wie bereits aus Punkt 1 ersichtlich ist es wichtig, den Eindruck zu erwecken, es gäbe keinerlei Verzicht. Das kann man nicht oft genug betonen. Verwende also einen großen Teil deiner Texte darauf, darzustellen wie schlimm (alle anderen) Diäten sind und nutze dafür folgenden Floskelgenerator: [ohne/kein] – [lästiges/qualvolles/unnötiges/komopliziertes/genussfeindliches/unangenehmes] – [Verzichten/Hungern/Kalorienzählen/Einschränken/Sport]
  6. Verzicht! Ja klar, irgendwie musst du die Leute natürlich dazu bringen, weniger Kalorien aufzunehmen. Der einfachste Weg ist es, bestimmte (kalorienreiche) Lebensmittel derartig zu dämonisieren, dass kein vernünftiger Mensch auch nur im selben Raum sein möchte mit diesen Atombomben in Lebensmitteltarnung. Fett? Zucker? Weizen? Fleisch? Lebensmittelzusätze? Gluten? Milch? Ganz klar die Ursache ALLER Zivilisationskrankeiten, denn früher gab es sowas nicht, und das liegt ausschließlich an [Lebensmittel deiner Wahl]. Falls dir das mit den Lebensmitteln nicht gefällt, kannst du natürlich auch die Variante wählen, es maximal kompliziert zu machen mit der Esserei. Bestimmte Lebensmittel nur zu bestimmten Zeiten wenn eine bestimmte Sternenkonstellation mit einer bestimmten Außentemperatur harmoniert. Essen muss so angstbesetzt, freudlos und kompliziert werden, dass mans lieber gleich lässt. Und wenn die Regeln ausreichend schwierig sind, ist auch niemals dein Programm schuld wenn es nicht klappt, sondern ganz klar der Verstoß gegen die zentrale Regel #35231
  7. Die Drohung! Das war ja bisher alles ganz positiv, aber mit Nettsein kriegt man ja leider niemanden ins Bett. Das Wichtigste überhaupt ist daher die ultimative Drohung, das Monster im Schrank (nicht das süße Knuddelmonster aus dem Pixar-Film, mehr so Freddy Kruger, der nachts die Kleidung enger näht oder so). Male also unter Berufung auf das Wirkprinzip eine möglichst schreckliche Horrorvision an die Wand, was passiert, wenn man sich nicht an dein Programm hält. Irgendwas wird UNWIDERRUFLICH und FÜR IMMER kaputtgehen und die Konsequenz ist der Jojo-Effekt der Hölle, der dafür sorgt, dass sich jedes Salatblatt sofort in Form einer 1-kg-Fettrolle um die Hüfte legt. Und irgendwas mit Krebs oder so natürlich auch, denn dein Programm macht ja nicht nur schlank sondern heilt auch sonst alles.

Wenn ihr euch an diese Punkte haltet und ausreichend Verwirrung und Panik erzeugt habt, ist die Zeit reif, euer Heilsversprechen zu einem angemessenen Preis anzubieten. Wer sagt, dass „mühelos abnehmen“ nicht am besten bei der Brieftasche anfängt?

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30 Gedanken zu “Abnehmguru übernacht!

  1. Heinke

    Oh, das ist SUPER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Und so wahr!!!!! Ich habe gerade vor einer Woche einer (sehr intelligenten) FReundin gegenübergesessen, die mir lang und breit die Vorzüge ihrer ketogenen Diät pries. Gerade beim Lesen deines Beitrags konnte ich mühelos alle ihrer Erklärungsdetails in deine Einteilung fügen. Passt! Mein zaghafer Einwand, dass ich innerhalb kurzer Zeit schlank wie ne Haselgerte wäre, wenn ich all die Dinge mit leckeren Kohlenhydraten nicht mehr essen dürfte,nur noch Fett und Proteine und bestimmte GEmüse, aber schlank deshalb, weil mich „nicht süss“ und „nicht kohlenhydratig“ einfach nicht triggert und ich deshalb mit Sicherheit WENIGER essen würde, wurde weggewischt. Der Körper fühle sich mit viel Fettzufuhr wie im Paradies und kann deshalb im Vertrauen auf die von jetzt an für ewig gesicherte Nahrungszufuhr das angesammelte Fett loslassen. Einfach so. Mt unendlich vielen Kalorien. Hat nix mit weniger Aufnahme zu tun. Nö.
    Und sonst? Bei NIcht-Ketogener Diät? Sonst droht ALLES. Allergien. Diabetes. Krebs.

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    1. Mona

      Hmm, ich dachte alle Leute, die sich mit ketogener Ernährung beschäftigen, wissen, dass es an dem (erstmal) verringerten Hunger und dadurch auch verringerter Kalorienaufnahme liegt. Zumindest sollten sie es wissen, finde ich. Jeder Mensch, der Kohlenhydrate genau zählt (meistens wohl mit fddb oder so), sieht doch, dass er nur abnimmt, wenn er unter seinem Verbrauch isst.

      „nicht das süße Knuddelmonster“ 🙂

      ‚Ich mach dich‘ krass/sexy/scharf/grün/wahnsinnig/knusprig oder so ähnlich.
      Das ist passiv, aber wenigstens durch einen anderen Menschen.

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    2. Jure Emhaeff

      Jaaaaa, ich habe auch eine Ketojüngerin als Freundin, die mir mit weit aufgerissenen Augen die wundersame Welt der Körperchemie erklärt hat. Mein Einwand, letztlich sei ja alles Kalorien rein vs. Kalorien raus wurde abgeschmettert, ich solle mich informieren (kenne ich ja sonst aus einem anderen Zusammenhang)…Ganz herrlich auch, wenn sich die Butter in den Kaffee gerührt wird…

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      1. sternenmond75

        …Butter im Kaffee? Diesen Tipp sollte man gleich an die eine Magenbandbekannte geben, die Eis erwärmt, um sich die Kalorien optimaler (flüssig) reinpfeifen zu können.

        Also ich muss irgendeine Nutella-Diät kreieren. Damit kriege ich sie fast alle [diabolischen Lachen]. Muss nur wissenschaftlicher klingen……grübel: Voluptatem-Ernährung [latein. = Genuss]…..klettere gleich in die Hölle und bastel am Manuskript 🙂

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      2. Mona

        Das mit der Butter im Kaffee ist keine dumme Idee, weil es halt das macht, was sie wollen. Es hat keine Kohlenhydrate und es macht sie satt für Stunden (vielleicht ja nur psychologisch? weil ich finde, dass Protein besser satt macht als Fett), sodass sie den Tag über wieder insgesamt weniger essen, weil der Hunger/Heißhunger bei denen durch den Butter-Kaffee gestillt ist, und abnehmen.
        Jeder der Probleme mit Migräne oder Blutzucker hat (Insulinresistenz), würde ich auch erstmal die ketogene Ernährung vorschlagen, weil es einigen schon geholfen hat. Ketogene Ernährung ist ja nicht viel anders als Broteinheiten zu zählen und sie so gut es geht zu vermeiden.

        Wenn ich selbst meinen Hunger reduzieren will, muss ich bei der ketogenen und bei meiner jetziger Mischernährung „einfach“ viel Protein einbauen und Kohlenhydrate zurückschrauben. Egal was ich vorhabe, beim Abnehmen werden bei mir immer Proteine erhöht und Kohlenhydrate gesenkt (aber nicht unbedingt soooo niedrig wie bei den ketogenen Sachen).
        Bei LowCarb funktioniert bei mir am besten: 100 g Protein, 100 g Kohlenhydrate und 100 g Fett. Beim „Alles-essen“ ist es dann eher 100 g Protein, 200 g Kohlenhydrate und 50 g Fett.
        Diese Kombinationen machen mich irgendwie besser satt als andere und es ist egal, ob ich gerade beim BMI von 29 oder beim BMI von 20 bin.

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      3. Jure Emhaeff

        Wenn es der Sättigung dient, kann man sich gerne in den Kaffee rühren was man will. Mich ärgert in diesem Zusammenhang eher, dass man daraus auch wieder so einen Zauber macht und meint, man habe nun seinen Stoffwechsel endlich überlistet und das körperliche und geistige Leistungsvermögen erlebten einen unglaublichen Boost, dass man den Pfunden quasi beim verschwinden zusehen kann.
        Generell habe ich mich auch aufgrund besagter Freundin mit ketogener Ernährung befasst und denke, dass dies nur eine von vielen Möglichkeiten ist abzunehmen (Diätempfehlung für bestimmte Krankheitsbilder einmal komplett außen vor gelassen) . Aber eben durch Kalorienbegrenzung und nicht durch einen Eingriff in die Körperchemie, der es einem erlaubt, den ganzen Tag Butterkaffee, Steaks, Bacon, Sahne und Käse in beliebiger Menge zu essen und trotzdem abzunehmen.

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  2. Wolfgang

    Ich schreibe gerade an Seite Zwanzig meines neuen Abnehmbuches. Mit dieser Anleitung ist es wirklich ein Klacks ne fette Brieftasche zu bekommen. Ein Fett das ich mit ganzem Herzen akzeptieren kann. Heinke,s Erzählung hat mich noch zusätzlich inspiriert.
    Genug Fett aufnehmen damit der Körper sein eigenes Fett in Frieden gehen lassen kann. Das klingt total deep, metaphysisch. Meine Methode werde ich. „Der Sterbebegleiter für dein Übergewicht“ nennen. Ist doch gleich viel numinoser als es zu verbrennen.

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  3. Mean(th)ing

    Es gibt doch den (umstrittenen) Bechdel-Test für Filme. Ich schlage vor, hieraus den Hermann-Test für Diäten zu entwickeln: Treffen mindestens zwei Punkte aus der obigen Liste auf einen Diätvorschlag zu – Finger weg! 😀 Ich glaube, ich werde den Artikel demnächst unter Fit for Fun Beiträgen teilen, wenn sie mal wieder über meine Pinnwand flattern…

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      1. Mona

        Bei Diäten stehen immer irgendwelche Angaben zu der ersten Woche oder den ersten beiden Wochen: „bis zu 5 kg in 5 Tagen“ oder „bis zu 7 kg in 14 Tagen“

        Sie vergessen aber hinzuschreiben, dass es nur für extrem übergewichtige so viel ist und es sowieso erstmal fast nur Wasser ist und es nicht so jede Woche weitergeht.

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  4. Katinka

    Noch eine kleine Anmerkung meinerseits. Wenn es um die Abnahme geht, schreiben die Blätter nicht „5kg in einer Woche!“, sondern „10 Pfund in einer Woche!“
    Wow! Klingt nochmal viiiel besser! :-)))

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  5. Mittlerweile fallen mir diese ganzen Diätprogramm die das Wunder zum Abnehmen anpreisen ohne Hungergefühl usw. auch so oft auf bzw. ich nehme sie viel bewußter war und schüttle den Kopf über diese Kurpfuscherei.
    Ich weiß aber auch, dass ich diese Angebote früher auch immer gelesen habe und mehr als einmal erwogen habe, da in einem Programm mitzumachen.
    Zum Glück weiß ich es mittlerweile besser und kann gelassen diese Versprechungen an mir vorbeifliesen lassen. Sie sind als Unwahr entlarvt.
    Liebe Grüße
    Ganga

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  6. Lorenz

    Das ist so amüsant…irre witzig…habe so gelacht. Schlankheitswerbung auf den Punkt gebracht. Trotzdem fallen jeden Tag viele immer wieder darauf herein. Die Vorstellung, ohne Mühe abnehmen zu können, scheint bei manch einem die Gehirnfunktionen vorübergehend zu deaktivieren. Es erschreckt mich immer, wie schwer es ist, die Menschen zu überzeugen, dass Abnehmen simpelste Mathematik ist. Ich glaube, es zeigt, wie verzweifelt die Menschen sind. Man muss daher aufklären, überzeugen, wer sich überzeugen lässt. Das Buch ist ein erster guter Schritt.

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    1. jutta

      „Die Vorstellung, ohne Mühe abnehmen zu können, scheint bei manch einem die Gehirnfunktionen vorübergehend zu deaktivieren.“

      Wenn man weniger isst, muss man weniger einkaufen gehen, weniger nach Hause schleppen und in den Kühlschrank schlichten, weniger kochen, weniger essen, weniger abwaschen und wegräumen, weniger (Verpackungs-)Müll runtertragen und weniger verdauen. In Summe also viel weniger Mühe!

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      1. Mona

        Das wär doch was fürs Zeit-/Selbstmanagement: Weniger essen, abnehmen und mehr Freizeit, vielleicht für Sport (oder Zeit zum Arbeiten, wie man will).

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  7. Sabine

    TST, TST, TST…

    In Wirklichkeit ist doch alles nur genetisch!
    Eine von mir möglichst treu übersetzte) Zusammenfassung der Kernaussagen aus diesem Artikel: http://splice-bio.com/a-gene-that-protects-people-from-obesity/

    1. Wissenschaftler […] haben ein wichtiges Gen identifiziert, das mit Adipositas in Verbindung steht und Thiosulfat Sulfur-Transferase (TST) heißt.
    2. Sie verglichen schlanke Mäuse [Anm.: seit 60 Generationen auf Schlankheit gezüchtet] mit übergewichtigen Mäusen, die genau dasselbe kalorienreiche Futter bekamen.
    3. Die Überexpression [Anm.: überhöhte Produktion von Tst] in den Fettzellen der schlanken Mäuse schützte diese vor dem Nahrungs-induziertem Dickwerden [Anm.: also wegen zu hoher Energieaufnahme] und damit vor Insulin-resistentem Diabetes, wogegen bei Mäusen mit geringerer Expression dieses Genes der Diabetes sich sichtbar verschlimmerte.
    4. Die Wirksamkeit von TST ist auch für Menschen gezeigt worden. Fettgewebe-Proben, die von Leuten mit unterschiedlichen BMIs genommen wurden, zeigten erhöhte TST-Werte im Fettgewebe von schlanken und gesunden Leuten und reduzierte TST-Werte bei adipösen Diabetikern.
    5. Die Wissenschaftler glauben, dass mit [der Suche nach] wirksameren pharmakologischen Agenzien [Anm.: medizinisch wirksame Stoffe] und mit Hilfe der modernen synthetischen Biologie die Entwicklung einer Therapie für Adipositas-bedingten Typ-2-Diabetes möglich ist.

    Leute, die ihr perfekte Abnehmprogramme unter die Leute bringen (und damit reich werden) wollt – habt ein Auge auf die Pharma-Industrie!

    *vorsichtshalber sarkasmusschild hochhalt*

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  8. Sabine

    TST, TST, TST…
    Butter in den Kaffee – da wird einem doch schlecht von!

    In Wirklichkeit ist doch alles nur genetisch!
    Eine von mir möglichst treu übersetzte) Zusammenfassung der Kernaussagen aus diesem Artikel: http://splice-bio.com/a-gene-that-protects-people-from-obesity/

    1. Wissenschaftler […] haben ein wichtiges Gen identifiziert, das mit Adipositas in Verbindung steht und Thiosulfat Sulfur-Transferase (TST) heißt.
    2. Sie verglichen schlanke Mäuse [Anm.: seit 60 Generationen auf Schlankheit gezüchtet] mit übergewichtigen Mäusen, die genau dasselbe kalorienreiche Futter bekamen.
    3. Die Überexpression [Anm.: überhöhte Produktion von Tst] in den Fettzellen der schlanken Mäuse schützte diese vor dem Nahrungs-induziertem Dickwerden [Anm.: also wegen zu hoher Energieaufnahme] und damit vor Insulin-resistentem Diabetes, wogegen bei Mäusen mit geringerer Expression dieses Genes der Diabetes sich sichtbar verschlimmerte.
    4. Die Wirksamkeit von TST ist auch für Menschen gezeigt worden. Fettgewebe-Proben, die von Leuten mit unterschiedlichen BMIs genommen wurden, zeigten erhöhte TST-Werte im Fettgewebe von schlanken und gesunden Leuten und reduzierte TST-Werte bei adipösen Diabetikern.
    5. Die Wissenschaftler glauben, dass mit [der Suche nach] wirksameren pharmakologischen Agenzien [Anm.: medizinisch wirksame Stoffe] und mit Hilfe der modernen synthetischen Biologie die Entwicklung einer Therapie für Adipositas-bedingten Typ-2-Diabetes möglich ist.

    Leute, die ihr perfekte Abnehmprogramme unter die Leute bringen (und damit reich werden) wollt – habt ein Auge auf die Pharma-Industrie!

    *vorsichtshalber sarkasmusschild hochhalt*

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  9. Bin gerade aus dem Urlaub zurück und stelle fest: Frau Dr. Hermann ist eine böse, böse Zynikerin. Die Kolleginnen haben sich gerade gewundert, weil ich beinahe vor Lachen vom Stuhl gefallen bin.

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