Stressphasen und magische Motivationswendepunkte

Eine meiner größten Fettlogiken habe ich euch verschwiegen.

Es war eher eine persönliche und wurde im Buch auch angekratzt, ohne dass ich an der Stelle ausführlicher wurde. Es ist so eine Art „Morgen fange ich an!“, allerdings bezogen auf Lebensabschnitte.

Mit jedem neuen Lebensabschnitt, sei es der Auszug von Zuhause, der Beginn oder der Abschluss des Studiums, neuer Job, Umzug, Hauskauf … immer war ich der Meinung, DAS ist jetzt der Startpunkt um doch irgendwie was zu ändern. Ich malte mir im Vorfeld aus, wie viel leichter mir das weniger Essen fallen würde, wenn ich erstmal alleine Wohne und selbst einkaufe/geregelte Arbeitszeiten habe/Selbständig bin und flexible Arbeitszeiten habe/ein großes Haus und viel Ablenkung habe/eine kleine Wohnung und weniger Stress habe/hier irgendwas einsetzen.

Der magische Wendepunkt wartete nach der Veränderung der Situation. Ganz sicher. Nicht. Denn tatsächlich war es so, dass ich dank des Änderungsstresses und der neuen Routinen eher dazu neigte, mehr zu essen. Hatte ich mir ja auch verdient, bei dem ganzen Stress. Wenn es erstmal wieder ruhiger wird und ich mich an die neue Situation gewöhnt habe, dann kann man ja sowas wie Ernährung vielleicht mal in Ruhe angehen…. Äääääh. Was? War das nicht ganz anders … ach scheiß drauf.

Nachdem der magische Wendepunkt nun tatsächlich schon vor Jahren eingetreten ist und ich nicht mehr auf die große Änderung wartete, hatte sich auch diese Fettlogik in eine dunkle Ecke verzogen. Und gelauert, ganz offensichtlich. Denn in den letzten Monaten kam sie wieder angekrochen, das Miststück.

Ich hatte, glaube ich, bereits irgendwann mal erwähnt, dass bei mir gerade viele Änderungen anstehen. Der Arbeitsstandort meines Mannes wird dicht gemacht und da wir nur wegen meiner Weiterbildung hierher gezogen sind und ich nun flexibel bin, ist es jetzt an mir, „nachzuziehen“. Wohin, das ist allerdings noch gar nicht raus und wird sich vermutlich auch erst in den nächsten Monaten irgendwann klären. Bis dahin müssen jedoch die Verbindlichkeiten hier abgeschlossen sein. Ich war also die letzten Monate damit beschäftigt, die Praxis zu schließen und unser Haus verkaufsfertig zu machen. Gleichzeitig kamen unerwartet recht viele Anfragen wegen meiner Onlineaktivitäten (also die Comics, Blogs und Bücher), die sich von Hobby plötzlich immer mehr zu Beruf entwickelten.

Das führte zu der recht merkwürdigen Situation, dass ich plötzlich gleichzeitig unglaublich viel Stress und unglaublich viel Langeweile hatte – und habe. Jegliche Struktur hat sich aus meinem Leben verabschiedet. Ich sitze hier und warte, was kommt. Warte auf Maklertermine, beantworte Anfragen, die meist kurzfristig sind, versuche das Haus und die 800qm Grundstück (wie kam ich nur auf die unglaublich bescheuerte Idee, ich könnte mit so viel Garten etwas anfangen?!) einigermaßen präsentabel zu halten. Wenn es regnet, im Haus gerade nichts ansteht und niemand eine Anfrage hat sitze ich hier und langweile mich. Langweile mich, weil ich andererseits wieder viel zu gestresst bin um etwas Neues anzugehen und ohnehin schwer planen kann, weil es sein kann, dass ich die nächsten Tage plötzlich wieder permanent irgendwelche dringenden Dinge erledigen muss.

Dazu kommt, dass mich die ganze Ungewissheit und das Warten sehr stresst und belastet. Ich hasse es, nicht zu wissen was kommt, mich nicht vorbereiten zu können und nur abzuwarten, was passiert. Es ist ein blödes Gefühl, nicht zu wissen ob ich in 3 Monaten hier in diesem Haus bin, übergangsweise bei Freunden oder in einer kleinen Mietwohnung ums Eck oder schon in einer komplett anderen Region, hunderte Kilometer entfernt wohne.

Klingt jetzt furchtbar jammerig, ich weiß. Und eigentlich geht’s ja hier um das Thema Gewicht und so. Wie ihr euch vorstellen könnt läuft es damit gerade unglaublich scheiße. Das Gewicht liegt nach wie vor bei ~65 kg. Aber alter Falter … Spaß macht es gerade nicht. Ich könnte gerade essen, essen essen. Ach ja. Und essen. Stress, Cortisol und der ganze Kram … Appetitsteigerung der Hölle.

In den letzten Monaten habe ich echt gehadert und hadere noch. Fiese Dinge schleichen sich ein, etwa dass ich manche Dinge nicht aufschreibe, z.B. das Löffelchen Kabapulver. Oder die 5 Esslöffel Kabapulver. In Ermangelung von Schokolade. Ich esse „auf Kredit“ und trage mir Dinge für die nächsten Tage ein – was ja OK wäre, wenn sich das dann nicht über Tage hinweg ziehen würde, weil immer mehr nach hinten verschoben wird. Irgendwann muss ich dann in den sauren Apfel beißen und wirklich wieder ein Defizit essen, das sich dann meist ewig hinzieht, weil die veranschlagten 1000 kcal pro Tag dann doch eher im 200 – 500er Bereich liegen. Kurz: Ich nerve mich selbst an. Und es ist nichtmal so, dass ich große Ansprüche an mich habe, denn jegliche ambitionierteren Ziele im Bereich Fitness o.ä. habe ich zurückgestellt und „Arsch über Latte“ (Gewicht halten) ist gerade vollkommen ausreichend.

Zwischendurch hatte ich mal eine riesen Frustphase zum Kalorienzählen, hab den Kram geschmissen und intuitiv gegessen. Was einige, völlig euphorische Tage super geklappt hat, bis es in einen zweitägigen Fressmarathon mündete und ich gemerkt habe, dass intuitiv Essen wirklich toll ist, aber die Achtsamkeit, die es erfordert, einfach nicht gut mit akutem Stress zusammen geht. In Stressphasen neigt man nunmal intuitiv zu den langjährigen Gewohnheiten und jede Änderung erfordert erstmal eine gewisse Anstrengung (siehe Fettlogik).

Meine altbekannte Fettlogik sagt mir: Sobald das Haus verkauft ist und du erstmal übergangsweise in einer kleinen Mietwohnung lebst, hast du wieder Zeit und Energie, der Stress lässt nach und du kannst dich auf dich konzentrieren. Realistisch betrachtet wird es aber wohl noch einige Zeit dauern und die Devise lautet eben vorerst „Arsch über Latte!“

Das Gute daran (ganz unironisch): Ich bin mir ziemlich sicher, hinterher mit einigen neuen Erkenntnissen rauszugehen und vielleicht auch die ein oder andere Strategie für Stressphasen zu haben. Was mir zur Zeit wirklich hilft ist übrigens das Forum. Ich hatte schonmal erwähnt, dass eine Leserin, Saskia, ein inoffozielles Forum eröffnet hat (http://www.ohne-unsinn-abnehmen.de/). Ich bin dort gerade nicht offiziell, weil ich einfach nicht die Zeit und Energie dafür habe, mich reinzufuchsen und eine offizielle Funktion zu übernehmen. Aber ich bin als normale Userin da. Und selbst jetzt, wo ich gerade keinen richtigen Kopf für das Thema habe und mir meine eigene Motivation und Begeisterung völlig abgeht, schafft es das Forum doch immer wieder, diese Motivation neu anzufachen.

Ich lese im Vorstellungsthread und in den Erfolgsthreads über die Leute, die voll dabei sind, freue mich über erreichte Meilensteine und Fortschritte und finde es einfach nur wahnsinnig motivierend und begeisternd, von den Änderungen zu lesen oder Bilder zu sehen. Es ist ein bisschen merkwürdig, zu sehen wie mein Buch andere so motiviert und wie viel sich bei anderen tut, während ich selbst da sitze und hadere, aber es ist gleichzeitig auch toll und ich freue mich mit über jeden Erfolg und natürlich auch über jede Mail und jede Nachricht.

Falls euch also trotz Gastbeiträgen hier im Blog gerade der Schwung und die Begeisterung fehlt, kann ich das Forum nur empfehlen. Aber btw., ich lese dort so viele tolle Dinge, dass ich am liebsten ständig nach Gastbeiträgen fragen würde. Ich fände es toll, wenn einige von euch Lust hätten, die Forenbeiträge und Fotos vielleicht auch als Gasteitrag hier zu veröffentlichen, denn da ist so viel spannendes und motivierendes darunter. Meldet euch! Und an der Stelle auch einfach ein großes Danke. Wenn ihr darüber schreibt, wie euch Fettlogik motiviert hat, ist das ein „Zurückmotivieren“, das mir gerade wirklich viel bedeutet.

27 Gedanken zu “Stressphasen und magische Motivationswendepunkte

  1. Wenn dich Erfolgsgeschichten, die du dir auf deine Kappe schreiben kannst, motivieren:
    wir haben in unserer fb-Gruppe zu deinem Buch mal die KG gesammelt, die wir gemeinsam verloren haben.

    Stand bisher: 1552,3 kg.

    EINEINHALB TONNEN PURES FETT 😀
    Wir haben zusammen ein komplettes Flusspferd abgespeckt! Ich hoffe, diese Info versüßt dir den Tag etwas 😉

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  2. ‚Diese Woche war zum Vergessen. Nächste Woche starte ich wieder neu‘ (dachte ich mir heute) An diesem Punkt bin ich gerade. Ich weiß nicht wie ich da reingerutscht bin. Mir fehlt gerade wirklich die Motivation die letzten Kilos anzugehen. Letztes Jahr war das alles leicht und locker, aber aktuell kämpfe ich. Es strengt mich an und ermüdet mich.

    Trotzdem werde ich nicht aufgeben weil dein Buch mich immer wieder motiviert. Halt den Kopf oben, jeder hängt mal, jeder hat mal keinen Bock, jeder ist mal in so einer Situation. Mich würde die Ungewissheit auch wahnsinnig machen. Jetzt ist es eben mal an der Zeit dass wir dich aufbauen und motivieren ❤

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  3. Elfi51

    Liebe Frau Dr. Hermann, mich haben Ihr Buch und die 5:2-Diät so motiviert – ich bin noch ziemlich am Angang – aber das haben Sue nicht verdient – soooo vielen anderen zu helfen und selber den Dreh nicht mehr zu finden 😟 Ich wünsche Ihnen, dass Sie ihrGewicht halten und bald zu Ihren Aktivitäten zurückfinden. Möge alles rasch und zu Ihrer Zufriedenheit über die Bühne gehen. Alles, alles Gute und liebe Grüße vom Niederrhein 😀👍

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  4. Andrea

    Liebe Nadja,

    Ein wahrlich motovierender Text für mich.
    Kaum vorstellbar, oder?

    Seit einigen Tagen habe ich auch kaum etwas aufgeschrieben an Kalorien und der Sport kam aucv zu kurz.

    Nach – nur – 2 Monaten Abnehmeuphorie hab ich grade ein Tief. Meine Walking-Partnerin fällt krankheitsbedingt aus, der Crosstrainer langweilt sich weil wir an unserem Haus rumdokotern (würden wenn nicht ständig Regen dazwischen käme), unsere Tochter nen pubertären Zickenschub hat, es bei der Arbeit suboptimal läuft und überhaupt… Vielleicht – nein! Wahrscheinlich gibt es auch Wechselwirkungen mit meinem Essverhalten: ach komm, mal etwas Schoki, ein Eis, was Fertiges wenn die Kurze aus der Schule kommt, man nicht einkaufen war…. Morgen wird es schon wieder besser… Heute dann schlechte Performance beim Fitnesskurs- Periode und Impfung (bin ich blöd) sei Dank!
    Also: Brot mit Nuspli nach einem gesunde Frischkornmüsli…. Mein Mann hat es ja nicht gesehen… Ich schleiche suchend in die Küche.
    Das wiederum zieht mich mehr runter!
    Ob ich mit ein paar Vitamine /Mineralien holen sollte?

    Und jetzt lese ich – mal wieder in einer Regenpause – diesen Text und fühle mich nicht mehr allein!

    Denn genau deine Fettlogik ist auch meine.

    Aber : Wir schaffen auch diese Phase!

    Fühl dich gedrückt!

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  5. Hallihallo, ich bin beruhigt, dass nicht nur ich immer wieder mal aus der Bahn gerate und sich Verhaltensweisen, die über Jahre funktioniert haben, nicht so einfach eliminieren lassen wie 60 kg Gewicht, die ich selbst auch verloren habe.
    Abnehmen und dann das Gewicht halten ist ein langsamer Lernprozess, bei dem man mit sich selbst immer wieder an Grenzen stößt. Gerade, wenn einfach noch mehr als „nur“ das Gewicht in Bewegung gekommen ist. Vielleicht auch gut so, denn sonst wären wir ja perfekte Maschinen und wie ätzend wäre das. Liebe Grüße Betti

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  6. Mona

    „Dazu kommt, dass mich die ganze Ungewissheit und das Warten sehr stresst und belastet. Ich hasse es, nicht zu wissen was kommt, mich nicht vorbereiten zu können und nur abzuwarten, was passiert. Es ist ein blödes Gefühl, nicht zu wissen ob ich in 3 Monaten hier in diesem Haus bin, übergangsweise bei Freunden oder in einer kleinen Mietwohnung ums Eck oder schon in einer komplett anderen Region, hunderte Kilometer entfernt wohne.“

    Mir geht es genauso. Bin froh, dass ich nicht alleine bin. Ungewissheit ist so anstrengend. Diesen Monat hab ich sogar ein wenig zugenommen, weil ich das Essen nicht vernünftig hinbekomme, obwohl ich alles aufschreibe und jeden Tag sehe, dass ich zu viel esse.
    Ich hab an Anfang paar mal im Forum, aber dann hatte ich keine Zeit mehr dafür. Wenn ich wieder Routine habe, dann schau ich mal wieder ins Forum. Der Juli müsste ein bisschen weniger anstrengend werden. Mal sehen, wie das wirklich wird.

    Ich freue mich über jeden neuen Blogbeitrag von dir.

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  7. Nocheiner

    Ich bin auch ein begeisterter Leser Deines Fettlogik-Buches. Hatte mich Anfang des Jahres mit Begeisterung auf das Kalorienzählen gestürzt… um dann nach einer Woche abzubrechen. Zuviel Stress in fast allen Lebensbereichen, und ich reagiere darauf mit Essen. Immer noch. Ich sehe für mich zwei Wege: 1. Die stressigen Dinge eins nach dem anderen zu erledigen; 2. Die Verbindung zwischen Stress => Essen zu trennen. Zur Zeit arbeite ich mit meiner Burnout-Therapeutin an dem 2. Weg.

    Ich persönlich kann es allen nachfühlen, wie es einem geht, wenn man wegen Stress „zwangsisst“. Eine Frage an Dich, Nadja, vielleicht auch für ask.com: Gibt es eigentlich Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen psychischen Schwierigkeiten und Essen?

    Alles Liebe Euch. 🙂

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  8. Oh, das kommt mir auch bekannt vor, bei mir ist das dann eher so saisonabhängig. „Nach Weihnachten, ach egal, nach Ostern, öhm, nach Pfingsten, hmm, wenn der Frühlingsgeburtstagsmarathon vorbei ist, …“ und Ungewissheit finde ich auch furchtbar (deswegen habe ich den Schauspiel-/Theaterweg schlussendlich aufgegeben und fühle mich pudelwohl mit meinem festen Job und regelmäßigen Arbeitszeiten 🙂 ). Ich esse bei Stress nicht unbedingt mehr, aber ich merke, dass es mir schwerer fällt, auf Schoki, Fastfood und anderen „Mist“ zu verzichten bzw. mir das so einzuteilen, dass es noch in meine Bilanz passt.

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  9. Das Forum ist schon geil – hat mich endlich ins Normalgewicht motiviert, nach 6 Monaten rumgedümpel 😉
    Gerade, weil da Leute aus allen Abnehmphasen dabei sind, und ich so nicht nur mit mir allein in meiner „Och, geht ja schon, mir passen ja wieder Klamotten“ Stimmung im eigenen Saft gare ^^

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  10. she_lo

    Ich kann dich sooo gut verstehen! Ich kann mit Ungewissheit und auch größeren neuen Lebenssituationen überhaupt nicht umgehen, vor allem, wenn es das Berufsleben = das, was ich den größten Teil des Tages tue, betrifft. Bisher war es auch so, dass ich da grundsätzlich zugenommen habe und dann Ewigkeiten brauchte, bis sich das wieder normalisiert hatte. Je größer die Umstellung, desto mehr Gewicht kam drauf. Jetzt durch FLÜ bin ich dabei, erstmals wieder so schlank wie früher zu werden und dann hoffentlich bessere Werkzeuge zu haben, wenn wieder mal eine größere Umstellung kommt. Es ist halt auch sehr leicht (und lecker), auf Probleme aller Art erstmal durch Essen zu reagieren, wenn man dieses Muster irgendwann mal gelernt hat, daher musste ich grinsen als ich das mit dem intuitiven Essen las, das funzt in solchen Situationen noch weniger als sonst (und da gibt’s auch nur so ein paar unicorn people, bei denen das klappt). Long story short – du schaffst das schon, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Alles Liebe!

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  11. Juliane Pieper

    Ich lese schon seit einiger Zeit deinen Blog und auch im Forum mehr oder weniger regelmäßig und jetzt möchte ich auch mal was schreiben.
    Ich habe eine ziemlich lange (ca. 25 Jahre) Übergewichtskarriere hinter mir, immer wieder mit Phasen, in denen ich sehr dick war und in denen ich abnehmen wollte.
    (Abet nur 2x ist es mir wirklich gelungen – durch dir entsprechenden Motivationen (2008 – 40er Geburtstag meines inzwischen Ex-Mannes; 2016 – Konfirmation meiner jüngsten Tochter).)
    Mir geht es genauso. Zwar nicht unbedingt mit „großen“ Ereignissen, aber ich habe mir auch immer wieder vorgenommen, abzunehmen, wenn
    … Weihnachten vorbei ist,
    … die Weihnachtssüßigkeiten aufgegessen sind,
    … die Fastenzeit anfängt,
    … es wärmer wird und man sich mehr draußen bewegen kann,
    …. nach dem Urlaub,
    … usw.
    Dazu kam in den letzten Jahren noch
    …. wenn ich nicht mehr schwanger bin (ich hatte zwischen 2012 und 2014 drei Fehlgeburten).
    Anfang 2016 habe ich es tatsächlich geschafft, mit … wenn die Weihnachtssüßigkeiten aufgegessen sind!
    Ich hab nach Weihnachten keine Süßigkeiten mehr gekauft, hab versucht, Kalorien zu reduzieren und mehr Sport zu machen.
    Nachdem ich dadurch, und durch die HCG-Diät einiges an Kilos verloren hatte, hat mein großer Sohn mir Fettlogik überwinden geliehen.
    Insgesamt habe ich seit Ende Januar knapp 20kg abgenommen.
    Allerdings hat in den letzten Wochen die Motivation sehr stark nachgelassen, mit esslöffelweise Kaba Essen kann ich mich gut identifizieren – Süßigkeiten sind ja nicht im Haus.
    Mir hat das Buch Fettlogik überwinden in einigen Bereichen die Augen geöffnet und ich drücke dir, liebe Nadja, die Daumen, dass du wieder die Kurve kriegst und mit deinem Essverhalten wieder zufrieden bist.

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  12. Ja, das kenne ich auch nur zu gut.
    Ich habe ein verhältnismäßig stressiges Leben (selbstständig, Kind mit Schulproblemen, Hund, Haus etc.) und denke immer, ach, wenn ich nur mal mehr Zeit für mich hätte, dann ginge alles besser. Nur wenn ich dann wirklich mal frei habe und Schulferien sind – dann falle ich erst recht in das totale Loch. Vermutlich, weil dann die Struktur fehlt.
    Phasen der Ungewissheit sind da natürlich noch schlimmer, da kann man die Wände hoch gehen.
    Aber ich bin mir ganz sicher, dass Du das meisterst. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen und denke und hoffe, dass eine wunderbare Zukunft vor Dir liegt.

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  13. Magenta

    Bei mir ist es im Moment auch schwierig, da ich am Montag eine OP hatte. Seit gestern bin ich wieder zu Hause und die Waage zeigte gut 3 kg mehr an – Wassereinlagerungen. Der Blick in den Spiegel war deprimierend: 4 OP-Löcher im Bauchbereich und alles irgendwie aufgeschwemmt. Kann mich nur in gefühlter Zeitlupe bewegen, also noch nichts mit Sport.

    Habe auch ständig Heißhunger auf ungesunde Sachen, weil ich vieles in den letzten Wochen nicht essen durfte und nun alles nachholen will. Ich erwische mich dann auch beim mogeln und will schon gegessene Sachen beim Aufschreiben unter den Tisch fallen lassen.

    Aber ich weiß, dass es wieder besser wird und der Artikel heute hat mich beruhigt, dass ich nicht die Einzige bin, der es ab und zu schwer fällt, auf Linie zu bleiben.
    Liebe Grüße an Euch alle! 🙂

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  14. Oh man, ja, diese Fettlogik kenne ich auch sehr gut. :-/
    Bei mir ist sie leider immer gepaart mit der „Ich weiß ja, wie es geht“-Logik.

    „Es ist ja nicht so schlimm, dass ich ein Kilo zugenommen habe und derzeit nicht weiter abnehme. Wenn erst mal [beliebigen Stressfaktor einfügen] vorbei ist und ich dann wieder richtig loslege, fluppt das nur so. Ich weiß ja wie es geht! Drei vier Tage wieder nach Plan und alles ist wieder im Lot….“

    Arrrgh. 😀

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  15. Lotte

    Liebe Nadja,

    Ich möchte Dir hiermit meinen Spruch schenken, den ich selber von meiner Mama bekommen habe: “ Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen.“ Ich denke, wir sind einfach wie trockene Alkoholiker, nur dass wir ohne unser Suchtmittel nicht überleben können. Das macht es manchmal so schwer. Ich wünsche Dir, dass Du für Dich einen Weg findest, mit der Situation umzugehen. Und ohne Dich wäre ich jetzt nicht 12 Kg leichter. Danke Dir!

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  16. Ich find das soo klasse, dass du ganz einfach schreibst, dass bei dir halt grad mal nicht so rund läuft. Und wie ich in den Kommentaren bisher gelesen habe, ist das durchaus auch Motiviation für andere. Logisch, weil wenn „die Meisterin“ höchstpersönlich auch mal in ein Loch fällt und kämpft und krabbelt – dann bedeutet das doch, dass man selber auch nicht versagt hat, nur weil einem eben mal nicht die Sonne ausm A*** scheint.

    Grade solche Phasen sinds ja, die das Abnehmen bzw. Gewicht (dauerhaft) halten, schwierig machen. Da irgendwie durchzukommen. Dranbleiben und nicht aufzugeben. Sinngemäß hab ich bei Nicole Jäger dazu gelesen, wenn einem die Motivation abhanden kommt, is ein sturer Dickschädel von großem Nutzen. 😉

    Hey, und momentan lässt sich eh alles aufs Wetter schieben. Einfach mal ein bisschen unleiderlich sein, is da drin. So. Basta!

    An alle, die grad in irgendwelchen Löchern rumdümpeln: Ihr kommt da wieder raus. Ganz sicher!

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  17. silke

    Vielleicht hilft es in grösster Not Dinge zu essen die gut schmecken aber kaum Kalorien haben aber doch befriedigen…

    Wenn ich echt so einen Fressflash habe hilft mir oft Esspapier von Küchle…da gibt es verschiedene Sorten und ne Packung hat nichtmal 100 Kalorien…Es ist aber süss und viel….

    Ansonsten hilft glaub ich echt nur Ausgleich zu suchen und das Köpfchen versuchen zu beruhigen…es wird sich alles fügen…Wohnung, Job…usw…

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  18. nessii31

    Wobei ich mal anmerken möchte, dass man solche Wendepunkte wirklich haben kann, die sind nicht nur Humbug.
    Ich hatte meine Masterthesis in Bayern geschrieben, 500€ Netto-Verdienst mit 350€ Fixkosten (ohne Essen!), zwangsläufig in ’ner WG gelebt, mich mal an einer Beziehung versucht…
    Dann Master fertig, Umzug, erster richtiger Job, eigene Wohnung, „quasi-Beziehung“ beendet. Dazu tolle Kollegen, toller Job, tolle Stadt… Es ging einfach durch den Neuanfang gefühlsmäßig alles so nach oben, dass ich dann ca. 4 Monate nach dem Umzug tatsächlich mit Abnehmen angefangen habe und erfolgreich war.

    Von daher kann das klappen, aber es ist natürlich beweitem auch kein Garant und „4 Monate später“ ist auch nicht gerade ein direkter Nachweis von Ursache & Wirkung.

    Das Forum finde ich auch toll, ich bin vor allem beeindruckt, wie schnell es gewachsen ist. Dein Buch habe ich inzwischen 2x gekauft, ich denke über ein drittes Exemplar nach, das erste ist aktuell im Dauerverleih bei meiner Mutter, aber ich würde gern noch eins rumgeben. Und eins muss ich natürlich selbst daheim haben, das versteht sich von selbst!

    Ich hoffe, dass du dein Gewicht halten kannst und dass sich das bei euch bald alles klärt! Viel Erfolg auf jeden Fall für die Jobsuche deines Mannes!

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  19. Sabine

    Hallo Nadja!

    Danke für die Beschreibung Deiner derzeitigen „Befindlichkeit“. Das kann schon sehr belastend sein, wenn man kaum einen festen Anker im Leben hat. Leider muss man das manchmal aussitzen. Ich tue mich da auch ganz schwer mit.

    Meinen Motivationsmoment hast Du mir mit Deinem Buch beschwert. Ich fing gerade ein paar Tage an wieder an den Kalorien und am Bewegungsprogramm zu schrauben und hatte kaum Hoffnung mehr als ein paar Kilos zu verlieren. Inzwischen sind es einige mehr geworden! Ein paar sollen noch folgen und ich wollte eigentlich über den Sommer eine Abnehmpause einlegen, weil ich im Winter besser abnehme (den meisten geht es andersherum). Nun gehe ich es wieder an. Dank Dir!

    Wenn sich jetzt der Zeiger der Waage nach oben bewegt, kann ich gleich die Reißleine ziehen – Dank Deinem Buch. Du hast mit einigen Fettlogiken bei mir aufgeräumt: Setpoint, Jo-Jo und so einige andere.

    Mir hilft es in solchen Lebensphasen Selbstgespräche zu führen 🙂 Ich diskutiere mit mir rum, wenn ich den Popo nicht hochbekomme und feuer mich selber an. Oft muss ich dann anfangen über mich zu lachen. Nach einiger Zeit wird mir wieder klar, das wenn ich etwas erledigt habe mich danach um so besser fühle. Dazu zählt auch mal bei Schietwetter rauszugehen und auch mal den Gelüsten standzuhalten.

    Dein Buch kann man auch wunderbar auf andere Lebensbereiche ummodeln. Bei Süchten, schlechten Angewohnheiten und sozialen Schwierigkeiten. Mir hat es nicht nur in punkto Abnehmen geholfen. Ich bin insgesamt wieder mehr mit mir zufrieden.

    Also: ich weiß nicht ob das jetzt etwas geholfen hat – ich hoffe es.

    Ich wünsche Dir bald ein schönes neues Zuhause und alles andere soll sich auch bald klären.

    Lieben Gruß
    Sabine

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  20. Weiß leider, dass das nicht total passend ist, doch ich habe eine doofe Frage, bekomme keine Bestätigungsmail vom Forum.

    Und wenn ich schon schreibe, kann ich meinen Senf gleich dazu geben.

    Genau diese FL hat mir im Buch gefehlt. Ja. Wir sind selber Schuld, wenn wir mehr Kalorien zu uns nehmen. Fakt. Doch es passiert so viel. Seit der Schwangerschaft im August 2014 schlafe ich nicht oder nur wirklich selten durch. Im letzten Teil der Schwangerschaft habe ich immer nur hier und da mal eine Stunde geschlafen. Durfte nicht laufen. Dann nach der Geburt habe ich wenig gegessen, mich viel bewegt und trotzdem nicht abgenommen. Ohne Schlaf geht es einfach nicht. Ob das nun eine FL von mir ist, weiß ich nicht, doch seit ich mehr als vier Stunden auch mal am Stück schlafe, geht es. Kalorienzählen hilft mir, wenn die beiden (es sind Zwillinge) mich sehr sehr stressen. Also kam für mich das Buch zur richtigen Zeit. Früher hätte ich keine Kraft dafür gehabt. Ich war schon immer dick. Nun träume ich das erste mal von Normalgewicht. Danke dafür.

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  21. Melanie Geyermann

    Also, ich hätte nicht mehr für möglich gehalten, dass mich ein Buch so aus dem Häuschen holt.
    Seit Jahren erzähl ich den Ärzten: Ich weiß alles über Ernährung und habe durch meine Essstörung keine Kontrolle über mich, wobei mein Stoffwechsel so gestört ist, dass ich schon vom Anschauen von Kohlenhydraten dick werde…

    Seit drei Tagen verwende ich diesen Kalorienzähler APP und bin einfach nur sprachlos, wie unglaublich ich mich verschätzt habe und es kein Wunder mehr ist, dass ich zu nehme..
    Der nächste Hammer: ich wüste gar nicht, wie viel Eiweiß mir seid Jahren fehlt! Und auch meinen Kindern! Ich musste heute morgen eine Portion Kichererbsen wegstellen, weil ich schon vom Frühstück so satt war, dass ich diese Portion Eiweiß mir für später aufheben muss… ich kannst einfach nicht glauben… Dass ich so viel Essen kann.Ich bin Dir sooooooo dankbar und das erste Mal in meinem Leben kann ich alles essen… Intuitiv,was mein Körper braucht… Ich habe nebenbei schon 2,5 kg abgenommen und weiß jetzt, dass ich mich von Wassereinlagerungen so fertig machen lassen habe, dass mich die Waage mehr psychisch krank gemacht hat, als meine Kindheit…ich fühle mich so gut, dass meine Essstörung seltsamerweise gerade Urlaub macht.
    Mit einem Buch in einem Tag so ein Reset zu drücken… Unglaublich…
    Was ich noch hinzufügen möchte, ich habe gemerkt, dass Ballaststoffe auch oft wie Nährstoffmangel zu Problem en führt, vor allem für unsere Darmflora.Seit dem ich regelmäßig lebende Probiotika nehme, vertrage ich wieder sogar Gluten .Nur dass ich einfach keine Lust mehr auf ein Industriemehlklebezeug habe… Wir sind in der Tat Allesesser, vor allem wenn die Vielfalt der Darmfreunde (Bakterien ) ausgewogen ist…

    Du hast so Recht mit all den Glaubenssätzen! Da wird es erst Recht, was der Mensch noch alles glaubt, was nicht stimmt!

    Am Geilsten finde ich meine Überzeugung, dass ich schon mit 1000kcal am Tag zunehme, und ich bestimmt eine ernste Stoffwechsel Erkrankung habe…In dee Realität habe ich aber im Schmitt 1800-2000 kcal gegessen, und oft verzweifelt gesagt, ich hätte jetzt einmal Abends Nudeln gegessen oder Kuchen, und schon wiege ich mehr…
    Ich kann jedem nur bestätigen, ein Kalorien APP, in dem auch die Nährwerte aufgezeigt werden, macht riesig Spass…
    Tausend Dank an Dich!

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  22. Hi Nadja,

    bei mir ist das Fass in den letzten beiden Monaten dermaßen voll, dass einfach nur noch alles gleich unsortiert durchrauscht.
    Ich habe es jetzt immerhin schonmal bis zu meiner Mutter ins Rheinland geschafft – morgen sehen wir nach meinem Bonner Appartment – und ich komme schon wieder dazu, selbst Blogs zu lesen. Wie Du siehst mit etwas Verzug. Und alles werde ich eh nicht aufarbeiten können…

    Ich finde es sehr tröstlich, dass man auch als Fr. Dr. Therapeutin es nicht supertoll finden muss, unverplanbar zu sein. Auch für mich steht so vieles in den Sternen und ich frage mich, wie ich die Weichen nun stellen werde.

    Respekt, dass Du Dein Gewicht weiterhin hältst. Anfang Mai war ich unter 88kg und jetzt freue ich mich, noch unter hundert zu sein – rund zehn Kilo drauf. Trotz regelmäßiger Bewegung und Sport wie bisher!
    Ich merke, wie ich schon wieder mehr schnaufe und ich weniger Lust habe, mich zu bewegen…

    Meine Nachbarin hat angefangen, Dein Buch zu lesen, das ich ihr geschenkt hatte, nachdem ich ihr erklärt habe, dass es mit dem Abnehmen nichts werden wird, wenn sie sich nichtmal die Zeit nimmt, ein Buch darüber zu lesen.

    Bei mir ist es auch genau das: Zu wenig Zeit für mich. Und ein Zurückfallen in alte Muster.
    Aber: Ich weiß, dass ich derjenige bin, der es in der Hand hat, daran etwas zu ändern. Ich entscheide, was ich schlucke und was nicht. Das fängt beim Einkaufen an, ist damit aber noch lange nicht zu Ende.

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  23. Pingback: Gastbeitrag: Warum FLÜ allein (mir) nicht reichte – Fettlogik überwinden.

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