Gastbeitrag: Wie Sport meine Menstruation verändert

Heute gibt es einen anonymen Gastbeitrag einer Leserin, die mich vor einiger Zeit anschrieb um mir ihre Erfahrungen zu Kraftsport und Hormonen zu berichten. Da es sich offenbar um ein noch wenig bekanntes Thema handelt, zu dem es kaum Informationen gibt, habe ich sie gefragt, ob sie nicht ihre Erfahrungen als Gastartikel posten möchte, um ggf. für andere Betroffene interessante Hinweise zu liefern. Außerdem fand ich auch unabhängig von Betroffenheit den Fallbericht sehr interessant und ermutigend im Bezug auf körperliche Probleme.

 

Vorgeschichte

Ich bin seit über 12 Jahren übergewichtig, was ich einer Behandlung mit Trental und Cortison zu verdanken habe. Ich war vor diesen Medikamenten noch nie übergewichtig. Doch als mir diese Kombi vom Arzt verordnet wurde lernte ich Fressanfälle kennen und auch das Gefühl in einem Körper gefangen zu sein, über den ich absolut keine Kontrolle habe. Ein Horror. Nach der Therapie hatte ich 25 Kilo zugenommen.

Ein knappes Jahr später wurde ich schwanger. Auf Anraten der Gynäkologin achtete ich nicht auf das was ich aß und gab mich voll und ganz meinen Gelüsten hin. Böser Fehler! Fazit: Plus 23 Kilo nach der Geburt. Doch die Schwangerschaft und Geburt hatte noch eines zu Folge. Hypermenorrhoe.

Menstruation, Hypermenorrhoe und wie sich der Sport darauf auswirkt

Die Hypermenorrhoe machte sich mit übermäßig starkter Blutung bemerkbar. Ausserdem dauerte meine Periode vor der Schwangerschaft 3-4 Tage, nach der Schwangerschaft 7-8 Tage.
Zuerst schob ich es auf die Schwangerschaft und die durcheinander geratenen Hormone. Doch als ich 3 Jahre nach der Entbindung immer noch diese Beschwerden hatte, ging ich zu meiner Gynäkologin. Diese Versicherte mir, dass es für mich nur so aussehen würde als sei es so viel, weil Blut ja immer nach mehr aussieht, und verschrieb mir eine Gestagen basierte Pille, von der ich zur 3 Monats Spritze wechselte. Dies Hormone griffen extrem in meinen natürlichen Hormon Haushalt ein, und alles änderte sich. Als ich dann aber wieder schwanger werden wollte, da ich nie ein Einzelkind großziehen wollte, fingen die Probleme wieder an.
Es funktionierte, ich wurde schwanger und nach der Geburt meines 2. Kindes wog ich nicht mehr, denn ich achtete in dieser Schwangerschaft auf ausgewogene gesunde Ernährung. Und unterdrückte meine Fressanfälle mit genau abgestimmten Vitaminen und Mineralstoffen. Doch die Hypermenorrhoe blieb.

Viele Diäten mit Jojoeffekt später wog ich Ende 2014 sage und schreibe 124 kg bei einer Größe von 1,70m. Da kam ich zu mfp mit einer spitzen Community und hier wurde ich von einem Mitglied auf Fettlogik hingewiesen.

Im ersten Jahr nahm ich 16 kg ab, aber meine Hypermenorrhoe blieb. Mittlerweile hatte ich endlich eine Gynakologin gefunden, die wenigsten in Erwägung zog, ich könnte mit meiner Aussage recht haben. Im Sommer 2016 besorgte ich mir eine Menstasse. Und nun sah ich wie stark meine Menstruation wirklich war. An den schlimmsten Tagen musste ich die Tasse stündlich leeren. Und die fasst 30ml. Wenn man bedenkt…… Bei einer normalen Periode scheidet der Körper im Durchschnitt zwischen 90 und 180 ml aus. Bei mir waren es am stärksten Tag 390ml. Bei meiner Periode schied ich im Schnitt 500ml aus. Mein Zyklus hatte mittlerweile eine Länge von 18-23 Tagen. Vor den Kindern waren es mal konstant 28 Tage. Dieser Zustand fühlte sich für mich sehr Kräftezehrend an, und ich sehnte mir heimlich die Menopause herbei, damit diese Qual endlich ein Ende finden würde. Aber mit Anfang 40 natürlich absolut unrealistisch. Hormon Therapie wurde mir angeraten, aber von der entsprechenden Pille bekomme ich übelste Depressionen. Und daraufhin wurde mir die Hormon Spirale empfohlen. Aber die Hormone gelangen ja auch hier in den Blutkreislauf und die Depression wäre wieder eine Nebenwirkung. Das kann ich meinem Mann und meinen Kindern nicht antun. OP wäre dann der nächste Schritt um eine Linderung zu erfahren. Aber bei einer Entfernung der Gebärmutter müsste eine OP durch die Bauchdecke erfolgen. Und ist es nicht so, dass bei sehr übergewichtigen Menschen nach einer OP im Bauchraum Probleme bei der Heilung entstehen können? Tut das dann wirklich Not?

Anfang 2016 stockte meine Abnahme, und ich beschloss mich in einem
Fitnessstudio anzumelden und Krafttraining zu machen.

Und siehe da……. Ein Wunder!

Meine Zykluslänge jetzt wieder 28 Tage. Periodenstärke hat sich wesentlich verringert und die Periode dauert nur noch 4 Tage. Ich scheide jetzt während meiner Periode nur noch 250ml aus. Es ist zwar zu der Norm immer noch viel, aber für mich im Vergleich zu vorher sehr wenig, und ein enormer Gewinn an Lebensqualität!

Allerdings habe ich den letzten Zyklus das Fitnessstudio aussen vor gelassen, weil mir ein Umzug bevorsteht und ich einfach nicht die Zeit aufbringen kann auch noch ins Studio zu gehen. Da ich mit aussortieren, Kartons packen jede freie Minute beschäftigt bin. Aber das Ergebnis ist interessant!
Mein Zyklus war zwar noch 28 Tage, aber meine Periode dauerte wieder 9
Tage, und war auch wieder viel stärker.

Fazit
Auf meinen Körper wirkt sich Krafttraining äußerst positiv aus. Auch der weibliche Zyklus wird hiervon positiv und regulierend beeinflusst. Ob dies auf alle Frauen zutrifft kann ich leider nicht sagen.
Ich habe gute 2 Monate das Internet durchforstet aber konnte keinerlei Studien oder ärztliche Informationen dazu finden, dass Kraftsport eine positive Auswirkung auf Zyklus Störungen wie Hypermenorrhoe/Dysmenorrhoe hat, oder haben kann.

Ich habe für mich auf jeden Fall einen guten, Medikamentenfreien Weg gefunden.

24 Gedanken zu “Gastbeitrag: Wie Sport meine Menstruation verändert

    1. „Q: How often are anatomic problems like fibroids and polyps the cause of heavy bleeding? Do they affect certain women more than others?

      A: The most common structural causes are fibroids and polyps. They are the cause of heavy bleeding in about 40 percent of women. Fibroids are also more common in African-American women. They also tend to start earlier, be larger and more numerous, and may even recur more after surgery in that population. We don’t really know why. Polyps are an equal-opportunity problem, but they do tend to become more common as we age.

      Q: Should women with abnormal structures be worried about fertility?

      A: Women who ovulate properly can still have trouble getting pregnant, because of structural problems. Their hormones work right, but their fibroids may impact fertility, depending on the size and location.

      Q: More than half of all women with menorrhagia do not have structural problems. How do you explain excessive bleeding in these women?

      A: Once we have excluded fibroids and polyps, the remaining causes are often hormonal. Forty percent of women bleed heavily due to aging or changes in the endocrine system such as fluctuations of estrogen and progesterone, two key female hormones. Obesity, another cause of heavy bleeding, is also hormonally based.“ – http://www.nytimes.com/ref/health/healthguide/esn-menorrhagia-expert.html

      Deine Hormonlevel wären interessant, mit und ohne Training.

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  1. Tanaraaq

    Ich bin und war zwar nie übergewichtig, aber was den Sport angeht, kann ich ähnliches berichten (und habe mich schon gefragt, ob ich da einen Zusammenhang konstruiere oder er wirklich vorhanden ist). Und das auch sehr kurzfristig. Nun hat sich meine Periode zwar ohnehin die letzten Jahre (bin 22, hatte die erste Periode mit 13) abgeschwächt. Aber wenn ich kurz vor oder auch währenddessen viel Bewegung habe, komme ich im Schnitt mit einem Tampon pro Tag hin. Bei vier Tagen Zyklus.

    Allerdings habe ich keinen Zusammenhang mit meinem Gewicht bemerken können. Mit 13 war ich sehr zierlich, hatte aber eine relativ starke Blutung. Inzwischen wiege ich etwa 63 Kilo bei 1,71 Körpergröße und habe eine schwache Blutung. Ich schätze mal, dass der Sport zwar verstärkend wirkt, für die Langzeitentwicklung sich aber eher der Hormonhaushalt ordentlich geändert hat. Hormonelle Verhütungmittel habe ich übrigens nie genommen.

    Auf jeden Fall interessant, dass das Prinzip auch bei anderen beobachtbar ist.^^

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  2. Billie

    Ich bin 46, habe 90kg auf 171 gewogen und mir blieb immer wieder die Periode für mehrere Monate aus. Seit ich abgenommen habe kommt sie wieder regelmäßig. Auch hatte ich immer einen kurzen unregelmäßigen Zyklus mit starker Blutung (2 superplus/Nacht). Auch hier habe ich den Eindruck, dass die Blutung schwächer und der Zyklus regelmäßiger wird.

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  3. JinniKnopf

    Kann ich auch nur bestätigen.
    Durch Sport wurde sowohl meine Periodenstärke als auch -länge vermindert. Das letzte Mal hatte ich sie nur 2 Tage lang (ohne Sport war ich mit 7 Tagen dabei). Stark ist sie zwar immernoch, aber längst nicht mehr so sehr wie in den letzten sportfreien Jahren.
    Interessanter Artikel!

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  4. Die andere Mona

    Danke für den Beitrag! 🙂
    Als ich mit Ausdauersport angefangen habe, habe ich meine Tage früher als sonst bekommen (noch während der Pilleneinnahme) und sie war auch sehr viel stärker als sonst. Wobei ich eigentlich immer recht schwache Blutungen hatte, wahrscheinlich waren sie mit Ausdauersport eher „Normal“ 😀
    Bin jetzt sehr gespannt, ob ich mit Krafttraining wieder den anderen Effekt beobachte… Oder gleichen sich die beiden Sportarten dann evtl. aus? 😀
    Ist schon lustig was so ein „bisschen“ Sport mit dem Körper macht…

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  5. D

    Hallo!
    Ich habe auch immer unter sehr starken Blutungen gelitten. Ich hatte zwar eine kurze Periodendauer (3-4 Tage), dafür waren die größten Tampons nach ca. 2 Stunden voll und ich bin nachts öfter „ausgelaufen“…dazu kamen starke Schmerzen.
    Zum Glück vertrage ich die Pille sehr gut, mit der Einnahme wurde die Blutung immerhin weniger, die Schmerzen aber blieben. Mittlerweile nehme ich die Pille durch und bekomme nur noch etwa alle 6 Monate meine Periode.
    Durch Zufall kam bei meiner Frauenärztin raus, dass ich am Von-Willebrandt-Syndrom leide, das ist ein mangel an Gerinnungsfaktoren. Klassisch dafür ist die sehr starke Periode und neigung zu Blutergüssen und eine Verbesserung der Situation unter der Pille.
    Dazu kommt eine (leichte) Endometriose, die für die Schmerzen verantwortlich ist…und ich rede von Schmerzen, dass ohne Schmerzmittel während der Periode eine Teilnahme am Alltag nicht möglich ist.

    Es freut mich, dass das Krafttraining dir bei deiner Problematik hilft.

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  6. maSu

    Puh. Also es ist ja durchaus bekannt, dass Fettgewebe einen Einfluss auf den Hormonhaushalt hat. Evt. haben Muskeln dies auch?

    Oder durch das Krafttraining hat sich das Fettgewebe nochmals signifikant reduziert, sodass ein „Schwellwert“ unterschritten wurde, ab der der Hormonhaushalt wieder „nahezu normal“ ist?!

    Aber egal wie: Es hat geholfen,…. 🙂

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    1. Mona

      Eben das habe ich nie beobachten. Es ist total egal, ob ich 30 kg zusätzlich wiege, ob ich im leichten Untergewicht bin oder schon am Anfang der Adipositas. Da gab es immer mehr Schmerzen, mehr Blutung und längere Blutungen. Auch mit 12 Jahren, wo ich sehr schlank war, hatte ich Blutungen von 7 bis 9 Tagen und ständiges Auslaufen auch mit Tampon + Binde. Das bekomme ich wieder, wenn ich jetzt für mehr als 2 Wochen zu wenig Bewegung habe oder keine Möglichkeit zum Sport zu gehen.

      Mir hat auch nur Kraftaufbau geholfen und dabei war es auch egal ob ich 30 kg zusätzlich wiege. Da ich schon seit Jahren Sport mache und auch seit Jahren eine Menstasse benutzte, blied das meistens bei 5 oder 6 Tagen und weniger Schmerz als früher, obwohl ich in den Jahren zunahm, abnahm, zunahm, abnahm. Bei der Menge kann ich es nicht einschätzen, habe nie dran gedacht mir die ml aufzuschreiben, wahrscheinlich, weil ich die Tasse beim Rausziehen schon halb auskippe und dann nicht weiß, wie viel das war. Ich hab zumindest das Gefühl, dass es seit dem Sport weniger ist, aber nur minimal. Das könnte aber auch eine Täuschung sein, weil 9 Tage starke Blutung mir schlimmer vorkommen als 5 Tage starke Blutung.

      Die Zykluslänge hat sich bei mir nie wirklich geändert durch Sport oder Gewicht. Die ändert sich bei mir immer mit dem Stress, mal kommt nix, mal alle 20 Tage, aber zu ca. 65% der Zeit ist sie normal lang.

      Leider beeinflusst das meine PMS nicht wirklich, ein mini-mini-Bisschen wird das durch Ausdauersport besser. Ich hab, außer aufgequollen zu sein, dadurch schlimmere Depression/Angst/Weinkrämpfe. Das ist nicht schön, aber mir geht es zumindest für 1 oder 2 Stunden des Tages ein bisschen besser, in denen ich mich sportlich fordere und danach kurz tiefenentspannt bin. Bleiben dann aber immernoch 22 Stunden, die ich mit so viel Schlaf wie möglich versuche durchzustehen, was meiner Lebensqualität nicht wirklich gut tut.

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  7. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass sehr große Anstrengung tatsächlich Einfluss auf die Menstruation hat. Wenn ich wandern gehe, verzögert sich meine Menstruation immer um einige Tage und ist dann auch sehr viel geringer. Oft war es nicht viel mehr als eine Schmierblutung.

    Ich habe das immer teils auf Dehydrierung geschoben und mir jedes Mal vorgenommen, mehr zu trinken. Aber vielleicht ist es ja doch hormonell bedingt.

    Es ist eigentlich krass, dass man etwas eben mit der ungewohnten Anstrengung begründet, aber sich nicht näher darum Gedanken macht, was da eigentlich gerade passiert. Ich weiß z.B., dass schwangere Kaninchen ihre Föten resorbieren können, wenn die äußeren Umstände es gerade schwer machen würden, einen Wurf zu versorgen. Aber der Faktor „Stress“ ist irgendwie in meiner Wahrnehmung von echten körperlichen Reaktionen abgekoppelt, also rein psychisch. Dabei passiert so viel dabei, das man messen könnte.

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  8. Wirklich interessant.

    Ich hatte schon immer eine ungewöhnlich starke Blutungen (ich habe mit 12 schon Super plus benutzt), die damals durch die Geburt meines Sohnes und daraufhin durch eine Kupferspirale noch verschlimmert wurden. Außerdem haben sich bei mir mitte dreißig auch einige Myome gebildet, die das Problem dann noch mehr verschlimmert haben.
    Mein Arzt riet auch mir damals zur Hormonspirale, die ich glücklicherweise sehr gut vertrage und sich tatsächlich eher positiv auf meine Stimmungslage ausgewirkt hat – ich habe jetzt schon die zweite und habe jetzt seit 6 Jahren gar keine Menstruation mehr, was ich (nach der jahrzehntelangen Quälerei) extrem angenehm finde.

    Trotzdem kann ich deine Bedenken sehr gut nachvollziehen und ich kenne auch Frauen, die nicht so gute Erfahrungen mit der Hormonspirale gemacht haben. Von daher: wirklich toll, dass das so gut bei dir hilft und wirklich ein interessanter Ansatz.

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  9. Als ich 8 Wochen Ferienjob (zum Teil schwerere körperliche Arbeit und Schichtdienst am Fließband mit Stress, Nachtschicht usw.) hatte, ist meine Periode komplett ausgefallen für die nächsten 4 Monate. Echt gruslig, was der Körper so treibt…

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  10. Anonym

    @sevens2 das ist jetzt aber peinlich. Was soll ich sagen, ich habe doch tatsächlich übersehen, dass mein Kind „nur Suche auf deutsch“ eingestellt war. Hatte mich schon gewundert, so absolut null zu finden.
    Danke für die links. 😊

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  11. Sehr interessant. Auch meine Menstruation ist in den letzten Jahren schwächer und weniger schmerzvoll geworden. Ungefähr seit ich kraftintensiven Sport mache. In letzter Zeit ist es noch ein wenig zurück gegangen (allerdings werden meine Zyklen dabei kürzer – wobei von 35 auf 30 Tage durchaus verkraftbar ist) und in derselben Zeit hab ich auch mein Training noch weiter intensiviert.

    Kann Zufall sein, würde aber passen.

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  12. Mona

    Kennt sich vielleicht jemand genauer aus, wie das ist, wenn man in die Menopause kommt? Ich hab von einer Frau gesagt bekommen, dass die Blutungen dann stärker werden, aber dafür viel seltener. Denkt ihr oder wisst ihr, ob da was dran ist an der Stärke? Kann es da auch sein, dass die Blutung nur schlimmer wird, weil die Frauen in den Jahren/Monaten vor der Menopause nicht mehr so viel ihre Muskulatur beanspruchen oder weniger Sport machen?

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  13. Anonym

    @mona, da ist ja wirklich alles vertreten.
    Es tut mir sehr leid, dies zu lesen und kann mir lebhaft vorstellen wie belastend das ist.
    PMS ist etwas schlimmes. Gott sei dank blieb ich bis jetzt davon verschont.
    Ja mir hilft auch nur Kraftsport. Ausdauersport ist zwar sehr gut für meine mentale Gesundheit und mein geistiges Wohlbefinden, verschlimmert aber enorm die körperlichen Symptome.
    Mit reinem Ausdauersport hatte ich schon 14 – 20 Tage pausenlos meine Blutung.
    Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass auch sie noch eine Blutungsminderung und auf ein Minimum reduziertes PMS erfahren dürfen, um endlich mehr Lebensqualität zu genießen.

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  14. shivani

    Hi, Danke für Deinen Beitrag. Ich habe ebenfalls eine sehr starke Mens (nach einer schlimmen Fehlgeburt vor ein paar Jahren) mit einer Dauer von ca. 10 Tagen. 3 Tage leichte Blutung, 1-2 Tage stündliches Leeren von einer 42ml Menstasse (auch nachts, sonst laufe ich aus) und dann nochmal 5 Tage leichte Blutung. Grobes Zusammenrechnen ergeben auch bei mir einen Schnitt von 500ml, es ist ja auch Gewebewasser dabei.

    Leider kann ich nicht bestätigen, dass sich Sport/Bewegung auf den Zyklus auswirkt. Ich gehe täglich locker 3Std. spazieren (wegem Hund mit einer Geschwindigkeit von ca. 4,6-5km/h) und seit ein paar Monaten 45-60min auf ein Gummiseiltrampolin (BelliconBounce-Kurs für Kraft und Ausdauer). Auch eine Steigerung von Eiweiß in der Nahrungsaufnahme und Steigerung der Trinkmenge hatte bisher keinen Einfluss.

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    1. Ich denke, man muss unterscheiden zwischen der Art des Sports.

      Was du beschreibst ist ja eher Ausdauertraining, das gut ist für die Kondition und das Herz-Kreislaufsystem, aber nicht viel Muskulatur aufbaut. Bei explizitem Krafttraiining dagegen werden ja wieder andere Mechanismen bedient.

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  15. Bg

    @mona, bei mir führte 35kg Abnahme und viel Sport im Alter von 40-45 im Effekt zum Ausbleiben der Periode und ich bin superglücklich damit! Auch ich hatte traumatisierende Probleme seit ich 12 war (starke Blutungen und Krämpfe) und ein Leben ohne Periode ist traumhaft 🙂 Bin jetzt 47 und habe bisher keine Menopausenprobleme. Als einziges Mittelchen nehme ich das Vitaminpräparat Orthofemin, da ich damit gefühlt besser regeneriere nach dem Sport.

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  16. Pingback: Wie Ernährung den weiblichen Zyklus beeinflusst | Katinka Bell

  17. Wolfgang M.

    Ich vermute mal, hier liegt ein zuviel an SHBG vor. Es kommt vor, dass sich der hohe Spiegel von SHBG, der durch die Schwangerschaft entstanden ist, nicht wieder auf das alte Maß verringert. Dadurch erniedrigt sich der Pegel des freien Testosterons erheblich. Solche Erhöhungen von SHBG gehen einher mit Östrogendominanz, Zunahme, Libidoverlust. Die Pille kann SHBG auch erhöhen. SHBG kann man im Blut messen lassen!

    Maßnahme: Testosteron hochkriegen! Entweder wie im vorliegenden Fall durch Krafttraining (schwere Gewichte, kein Ausdauer), oder Einnahme von DHEA. Es gibt im Netz auch einige Anleitungen, durch welche Maßnahmen man sein Testosteron steigern kann. Reduktion von SHBG ist leider nicht einfach & wirkungsvoll machbar. Verhütung durch nichthormonelle Maßnahmen (Kupferkette, Kupferspirale, etc).

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  18. ramilein

    Ich kann ähnliches bestätigen, allerdings war/ist mein Problem in etwa das Gegenteil von dem hier. Ich hatte monatelang gar keine Periode aufgrund zu hohem Testosteronspiegels. Durch Kraftsport bekam ich aber wieder eine Periode und diese ziemlich regelmäßig (28-33 Tage). Jetzt gerade habe ich sehr viel Prüfungsstress und achte seit 2 Monaten wenig auf ein regelmäßiges Sportpensum und seitdem ist meine Periode auch wieder unregelmäßig.

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