Gastbeitrag:Brauchen Männer Fleisch?

Im heutigen Gastartikel geht es um eine Frage, die (mir) oft gestellt wird, nämlich zur ausreichenden Proteinversorgung bei einer pflanzenbasierten Ernährung. Da ich in dieser Frage keine Expertin bin, bin ich froh, einen solchen gefunden zu haben. Sascha is(s)t nämlich seit Jahren vegan und achtet seit einigen Monaten nochmal besonders auf ausreichende Proteinversorgung, so dass man auf seinem Blog einiges an Inspiration finden kann. Und er hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, alles nochmal in einen handlichen Übersichtsartikel zu packen:

 

HINTERGRUND

Aus einem Mailkontakt mit Erzählmirnix heraus entstand die Idee zu diesem Artikel. Es ist gar nicht so einfach, die Themen hier zusammenzufassen, da es eigentlich eine Kombination aus mehreren Gedankengänge ist. Hauptthema jede Menge „Logik“: Männer, Sportler, Veganer. Im Grunde soll es vor allem um die Frage gehen, wie man als veganer Sportler seinen Proteinbedarf decken kann. Aber als alte Bloggerseele kann ich es nicht lassen, ein wenig auszuholen und zu erklären, warum ich mich derzeit so intensiv nicht nur mit Kalorien, sondern auch mit meinen Nährstoffen auseinandersetze und was das für mich bedeutet.

Seit 1996 ernähre ich mich vegetarisch, seit Mai 2014 vegan. Weiterhin: ich bezeichnete mich früher immer als „Mann mit Testosteron-Mangel“. Also, kurz gesagt, seit 1. Januar 2016 nehme ich Testosteron, bezeichne mich inzwischen als „Transmann“ und plane die weiteren Schritte der Angleichung, um endlich befreit leben zu können. Seit ich den Entschluss zur Transition gefasst habe, beginne ich mich langsam mit meinem Körper zu versöhnen. Wie „weibliche Fettlogik“ dazu führte, dass mir das Abnehmen unmöglich schien, habe ich vor einiger Zeit >auf meinem Blog< ausführlich beschrieben.

 

BRAUCHEN MÄNNER FLEISCH?

Meine Angst vor Heißhunger auf Fleisch war beinahe größer als meine Sorge um körperliche Nebenwirkungen von Testosteron. Man hört ja oft, dass „Männer Fleisch brauchen“. Für die Muskeln, und überhaupt. Mann = Muskeln = Eiweiß = Fleisch!

Bei der hormonellen Umstellung vom weiblichen auf männlichen Körper wachsen dem Körper Muskeln, denn Männer sind einfach von Natur aus muskulöser, fies aber ist so. Ich spürte binnen kürzester Zeit Veränderungen: Treppensteigen fiel mir leichter, Fahrrad bergauf war weniger anstrengend, beim Crosstrainer hielt ich länger durch, im Alltag konnte ich leichter Dinge anheben und mich insgesamt sehr viel leichtfüßiger bewegen. Mein Pudding-Oberarm zeigte auf einmal einen definierten Muskel, der war einfach so da.

Um endlich meinen Traumkörper zu bekommen und mich auf die bevorstehenden Operationen vorzubereiten, meldete ich mich Ende Januar zusätzlich im Studio an. Dreimal die Woche Krafttraining, mindestens zweimal Cardio, außerdem viel Bewegung (ich besitze kein Auto und meide wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel).

Da erscheint es mir mehr als logisch, dass bei aus Gewohnheit gleichbleibender Ernährung der Körper plötzlich stark unterversorgt ist und sich deswegen Fressattacken sowie Heißhunger einstellen. Ich bin ein Mann! Ich treibe Sport! Ich brauche Eiweiß! Wie soll ich das als Veganer schaffen? Kann ein männlicher Sportler überhaupt vegan leben?

Er kann! Das beweist zum Beispiel >Patrick Baboumian<, Athlet und Unternehmer, der ebenfalls für eine vegane Ernährung steht und mit seinem Konzept erfolgreich ist. >Hier< eine kleine Auflistung weiterer bekannter Spitzensportler.

 

UMSTELLUNG AUF EINE PFLANZLICHE PROTEINREICHE ERNÄHRUNG

Ich begann mich mit pflanzlichen Proteinen zu befassen. Um nicht unkontrolliert zuzunehmen, zähle ich weiterhin Kalorien. Ich kann für mich sagen, dass ich mit proteinhaltigen Lebensmitteln geringere Mengen esse und dennoch länger satt bin. Momentan bin ich ein 38-jähriger Teenager-Junge mitten in der Pubertät. Kein Kühlschrank ist vor mir sicher! Und ich bin froh, dass ich mich rechtzeitig informiert habe, denn die Veränderungen kamen nach zwei drei Wochen Schlag auf Schlag.

Meine Gier nach proteinreichen Lebensmitteln ist enorm in die Höhe geschnellt. Noch nie gab es in unserem Haushalt so viel Chili, Daal, Aufläufe, Aufstriche, Hefeschmelz und Smoothies wie aktuell! Aber Heißhunger auf Fleisch – nicht die (Kidney)bohne!

 

AMINOSÄUREN

Es gibt „nichtessentielle“ und „essentielle“ Aminosäuren, die der menschliche Körper benötigt. Nichtessentielle können selbst im Körper produziert werden, neun davon müssen von außen zugefährt werden. Ein ziemlich chemisches und komplexes Thema. Daher hier nur knapp so viel: Während tierische Produkte weitgehend alle essentiellen Aminosäuren enthalten, verfügen nur wenige pflanzliche Lebensmittel über alle Anteile (zB Soja). Häufig ein Punkt, warum Sportler behaupten, man könne sich nicht bzw kaum vegan mit ausreichend Nährstoffen versorgen.

Allerdings ist es nicht notwendig, in einer Mahlzeit sofort alles zu sich zu nehmen, die unterschiedlichen Anteile können gut über den Tag verteilt werden, ohne dass man ständig mit einer Liste dasitzt und überlegt, welche Aminsoräure in welchem Lebensmittel enthalten ist. Abwechslungsreiche Ernährung über den Tag verteilt genügt, um sich gesund und vor allem ausreichend mit entsprechendem Protein zu versorgen.

 

PROTEINREICHE GRUNDZUTATEN

Die „Klassiker“ sind natürlich Hülsenfrüchte. Allen voran die Kidneybohne, aber auch Soja, Linsen, Erbsen, Kichererbsen. Optimal, um daraus die sättigende Grundlage für feurige Chilis, exotische Daals, deftige Aufläufe oder cremige Aufstriche zu zaubern. Tempeh ist fermentierter Soja, schmeckt etwas kräftiger und wird gerne dem Tofu vorgezogen.

Grünzeug klingt im ersten Moment gar nicht nach Eiweiß, hat aber jede Menge zu bieten. Bei nur sehr wenigen Kalorien weisen Lebensmittel wie Spinat, Brokkoli, Blumenkohl, Tomaten, Champignons und Kohl einen ordentlichen Proteingehalt auf. Ideal also, um geringere Mengen von hochkalorischen Hülsenfrüchten mit großen Mengen Grünzeug zu kombinieren und eine deftige Mahlzeit zu haben, die sättigt und versorgt (ich bin ein Vielfraß und liebe große Portionen).

Und dann sind da noch die Kohlenhydrate, das Getreide: Nudeln, Wildreis, Quinoa, Roggen, Amaranth liefern ebenfalls wertvolles Eiweiß. Keine Sorge also: Spaghetti Tofunese, ein Vollkornbrot mit Hummus, Spinatlasagne, ein feuriges Chili, mit Amaranth gefüllte Paprika, Seitan-Gyros im Roggenfladen, das sind pure Proteinbomben. >Hier< eine kleine Auflistung der einzelnen Proteinwerte zum Nachlesen.

 

OPTIMAL ZUM ERGÄNZEN

Es fehlen in meiner Auflistung noch Nüsse, Samen und Kerne. Hochkalorisch aber recht eiweißreich. Also optimal für diejenigen, die als Leistungssportler ihren Bedarf decken wollen. Kürbiskerne übers Müsli, Erdnussbutter aufs Brot, geröstete Hanfsamen über das Gemüse, Mandelmus in die Sauce, „Pamesan“ aus Cashew, Hefeflocken und Gewürzen, gemahlene Leinsamen als Eiersatz beim Backen und Kochen, Chia als Pudding oder übers Müsli.

Und dann gibt es Dinge, die man nicht unbedingt pur futtern würde, mit denen man sein Essen aber hervorragend optimieren kann und die in keinem veganen Haushalt fehlen sollten.

Matchapulver macht wach, schmeckt herb-erfrischend, eignet sich super für Tee, Smoothie oder Zutat bei kreativen Rezepten. Hanfmehl, Reismehl, Leinmehl eignen sich zum Backen, machen den grünen Smoothie cremig und passen auch gut zu (Soja – / Lupinen – ) Joghurt oder Müsli. Aus Chia lässt sich prima Pudding machen, auch im Smoothie oder Müsli ist er lecker.

Nori (Sushi-Blätter), Wakame und andere Algen eignen sich nicht nur für Sushi, sondern auch für unaufdringlichen Fischgeschmack in Salaten, Suppen, Brotaufstrichen. Überhaupt sind Algen kleine Wunderpflanzen! Spirulina z.B. hat 70 Prozent Eiweiß, schon ein kleiner Löffel hat mehr Power als so manches gekaufte Pulver aus dem Sportgeschäft.

Und zum Abschluss mein persönlicher Favorit: Hefeflocken! 10 Gramm haben gerade mal 35 Kalorien für 5 g Protein. Ich liebe den hefig-käsigen Geschmack und streue mir über die meisten Gerichte einen Löffel Flocken. Und >Hefeschmelz< eignet sich hervorragend zum Überbacken, für Saucen oder Dips.

Es gibt also keinen Grund, im Rahmen einer normalen Ernährung auf teure Nahrungsergänzung zurückzugreifen oder sich um mangelnde Proteine zu sorgen. Ich greife aktuell dennoch gerne zu Proteinpulver. Denn entgegen der landläufigen Meinung, für Muskelaufbau sei ein Kalorienüberschuss notwendig, kann man bei ausreichender Nährstoff-Versorgung und reduzierten Kalorien sowohl Fett ab- wie auch Muskeln aufbauen. Das erlebe ich aktuell am eigenen Leib: mein Körper wird deutlich definierter, ich entdecke jede Woche irgendwo einen neuen Muskel, die Gewichte im Studio werden schwerer, aber die Waage zeigt dennoch stets gleichbleibende Werte. Dabei esse ich täglich nur meinen Grundumsatz von etwa 1500 kcal, führe aber um die 90 bis 100 g Protein zu.

Dazu greife ich gerne auf verschiedene Proteinpulver zurück, zB von Piowald, Erdschwalbe oder PurYa. Erbsen- und Reisprotein sind ebenso wie Spirulina sehr hochprozentig, etwas weniger aber optimal zum Ergänzen sind auch Mandel, Hanf, Lupine, Sonnenblume.

 

EIN PAAR ANREGUNGEN FÜR DIE NÄCHSTE MAHLZEIT

Jetzt habe ich so viel vom Essen geschrieben, dass ich Hunger bekommen habe, na danke! Ich bin kein morgendlicher Esser. Dank „Fettlogik überwinden“ zwinge ich mir nicht mehr morgens unnötig irgendwas rein sondern belasse es bei einem Smoothie, Shake oder Minisnack, erst ab Nachmittag kommt der Appetit, und abends gibt es ordentlich auf den Teller. Typische Beispiele für meine Snacks und Mahlzeiten:

Tagsüber zum Beispiel:

  • Sesam-Knäcke mit Tomatenmark und Roter Bete
  • Dinkel- oder Reiswaffel mit Hummus
  • Grüner Smoothie (bevorzugt Spinat, Obst und Spirulina)
  • Misosuppe mit Wakame, Tempeh, Sonnenblumenkerne, Brokkoli
  • Sojajoghurt mit Proteinpulver
  • Gemüsebrühe mit Erbsenprotein
  • Matchatee, Matcha-Latte
  • Mandel-Drink mit Banane und Leinmehl
  • Porridge mit gepufftem Amaranth und Pfirsich
  • gerösteter Seetang zum Knabbern (aus dem Asialaden)
  • Chia-Pudding
  • Frikadellen (Vegetaria)
  • Spacebar (Wheaty)
  • Vegane Kötbullar (Norma)

 

Hauptgericht abends zum Beispiel:

Chili sin carne Es gibt unzählige Chilirezepte, hier eine meiner Variationen:

chili

Zucchini-Spaghetti Davon kann man dann getrost mehrere Teller verputzen, ohne sich um die Kalorien zu sorgen.

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Spinatlasagne

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Linsenbraten: Sehr schnell zubereitet, extrem lecker und mal etwas ganz anderes als gewohnt.

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Kartoffelpizza: Glutenfrei, proteinreich und lecker. Am liebsten dick belegt mit Brokkoli, Mais, Kidney und einer dicken Schicht Hefeschmelz.

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BUCHTIPPS

Und zum Abschluss noch drei Buchempfehlungen:

„Vegan ganz anders“ (Patrick Baboumian): der Strongman und seine Freundin bieten viele tolle Rezepte. Da Patrick allerdings einen Kalorienbedarf jenseits von Gut und Böse hat, sind sie vor allem für Hochleistungssportler geeignet. Aber der Leser findet sehr viele Informationen und Anregungen.

„Grüne Proteine“ (Fern Green): Das Buch steckt voller veganer und vegetarischer Ideen, Anregungen und leckerer Rezepte, die sich auch mit wenig Aufwand zubereiten lassen.

„Kraftstoff“ (Mark Lauren): Der Autor von „Fit ohne Geräte“ hat ein Buch herausgebracht, in dem er Tipps für eine sportlergerechte Ernährung gibt. Dabei geht er auch ausführlich auf fleischlose und rein pflanzliche Möglichkeiten ein.

Karl Ess ist Veganer, Athlet, und er hat einen >Youtube-Channel< sowie eine >Webseite< mit hilfreichen Tips rund um Kraftsport, vegane Ernährung und liefert jede Menge Motivation.

 

ZUM ABSCHLUSS

Was mir wichtig ist zu betonen: ich bin weder Ernährungswissenschaftler noch Mediziner. Es gibt Low-Carb und High-Carb, vegane Rohkost, Paleo-Veganer. Auch Themen wie Gen-Soja, PhytoÖstrogene (gerade unter Trans*Männern ein vielgefürchtetes Phantom), das böse Gluten, den Jodgehalt von Algen oder den Unterschied von essentiellen / semiessentiellen / nichtessentiellen Proteinen sowie deren notwendige Kombination will ich hier ebenfalls nicht behandeln. Das ist ein Glaubenskrieg, in dem jeder seine eigene Meinung haben darf. Und die Höhe des Proteinbedarfs sowie Anzeichen eines Mangels und die Risiken von zuviel Eiweiß erfährt man auf S. 46 ff in „Fettlogik überwinden“ 😉

47 Gedanken zu “Gastbeitrag:Brauchen Männer Fleisch?

  1. Kai

    „Kartoffelpizza: Glutenfrei, proteinreich und lecker. Am liebsten dick belegt mit Brokkoli, Mais, Kidney und einer dicken Schicht Hefeschmelz.“

    Warum unbedingt Glutenfrei? Gluten ist doch auch Protein. Oder ist das ein „böses“ Protein?

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  2. Faszinierend, dass Testosteron „einfach so“ Muskeln wachsen lässt. Männer habens irgendwie doch einfacher 😀
    Danke auch für den Rezepte-Input, für mich als Veganer sehr spannend! Die Spinat-Lasagne wirds gleich heute Abend geben. 🙂

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    1. Gast

      Bin mit diesen Bezeichnungen etwas verwirrt: Er sagte doch, er nimmt Teststeron? Ich hätte es so verstanden, es ist eine Frau die sich medikamentös (& chirurgisch?) zum Mann transformieren will?!

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      1. Welche Bezeichnung? Weil sie schreibt „Männer haben es einfacher“? Naja, Männer mit Testo haben es tatsächlich einfacher. Weil sie mehr Muskelmasse haben, rein von Natur aus. Als Frau geborene Menschen, die sich zum Mann angleichen lassen und Testosteron nehmen, haben es somit auch leichter (wie ich, der ich auch ohne Training plötzlich Muskeln bekam, sobald ich auch nur eine geringe Menge Testosteron gelte)

        Oder ist es die Bezeichnung TransMann / TransFrau, die Dich durcheinanderbringt. Man nennt bei diesen Worten das Geschlecht, welches die Person empfindet, ein TransMann wurde als Frau geboren und gleicht sich an zum Mann. Du hast es also richtig verstanden 🙂

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  3. Daniel

    super spannend, danke! Das einzige was mich davon abhält, sofort umzustellen, ist der zeitliche Aufwand. Ich schiebe mir mangels Zeit momentan am liebsten Fertigprodukte rein, besonders das vegetarische Cordon bleu,. körniger Frischkäse, Forelle und Lachs. Hat irgendwer vegane Fastfood Ideen?

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    1. FastFood im Sinne von „einfach nur schnell in den Ofen und fertig“, wenn ich das recht sehe?

      Es gibt inzwischen viele Fertiggerichte, die als vegan gekennzeichnet sind, man muss sie halt erst finden (das ist anfangs das Schwerste: den Blick dafür zu kriegen. DAS kostet Zeit. Wenn man das erstmal hat, geht es wie von selbst)

      Vegetaria hat vegane „Schnitzel“, „Chicken-Nuggets“, Frikadellenbällchen, Gemüseschnitzel, Würstchen, die superlecker schmecken und recht viel Protein haben. (Vor allem im Supermarkt, zB Rewe oder Real)

      Wheaty hat Wurstersatzprodukte, Grillplatten, ebenfalls Weizenbasis und sehr lecker. Gibt es im Reformhaus und Bioladen

      Norma hat die Sachen prima gekennzeichnet, haben zB Kötbullar, Seitan-Gyros, Tofu-Hack, Joghurt

      Aldi hat ebenfalls viele Sachen gekennzeichnet. Sie haben ein paar fertige Tiefkühlgerichte, ansonsten kann man einfach Patties / Burger, Gemüsesticks, Schnitzel in die Pfanne geben.

      Bei Rewe gibt es vegane Chili sin Carne in der Dose, stehen bei den Fertiggerichten irgendwo zwischen Chili, Ravioli und Linsensuppe. Einer meiner Favoriten, stopft recht arg, hat viel Protein und ist erstaunlich lecker dafür, dass es nicht selbstgemacht ist

      Veggielife (zB Edeka) hat Würstchen (super Snack zwischendurch, vergleichbar Bifi), auch haufenweise Fertigzeug wie Cevapcici, Grillteller, Bolognesesauce, Burger-Bratlinge, Würstchen, Gemüsesticks, Schnitzel, Gyros

      Rossmann und DM bieten einige Fertiggerichte, zB Chili sin Carne, fertige Bolognesesauce, Tortellini

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      1. Daniel

        Danke für die Warnung, aber als sogar vereinsmäßig organisierter Skeptiker (GWUP) bin ich kein Gegner der Gentechnik. Ich hoffe sogar, dass uns diese Technologie eines Tages ermöglicht, aus einer Kuhzelle Tonnen Rinderfilet zu erzeugen. Naja, anderes Thema.

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      2. Das ist eines dieser Schreckgespenster, die gerne herangezogen werden.

        Was Fleischesser betrifft, die dieses Thema gerne heranziehen: Tiere werden vor allem mit Soja gefüttert. Das ist idR auch genmanipuliert, da günstig (sonst könnte man Fleisch nicht für ein paar Cent a 100 Gramm auf den Tisch bringen). Das isst man indirekt dann mit.

        Was Veganer betrifft: Viele der o.g. Produkte sind eher auf Weizenbasis und ohne Soja. Und wenn man Soja möchte, kann man ja darauf achten, dass er aus entsprechendem Anbau ist, das ist zB in Bioläden der Fall. Habe (da ich selbst wenig Fertigprodukte futtere) einige Marken vergessen, die ich hier noch anbringen kann). Der genmanipulierte Soja ist eher ein Problem, wenn man im Supermarkt Sachen kauft, wo nicht „Tofu“ oder „Soja“ draufsteht (wer liest schon immer die Zutatenliste. Wenn man mal drauf achtet, stellt man erst fest, wo alles Soja drin ist).

        Aber im Bioladen gibt es viele kleine Firmen, die darauf achten, ordentlich angebaute Sachen zu verwenden (und wem das zu ungenau ist, der darf auf Soja verzichten. Aber es wurde ja explizit nach FastFood gefragt, also warum nicht)

        Lord of Tofu: Tofu so verarbeitet, dass er anderen Produkten ähnelt, zB Feta, Scampi, Schillerlocke und Co. Sehr lecker zur Abwechslung.

        Taifun: Bratlinge, Filets, Würstchen und Wurst (Scheiben Brotbelag) auf Sojabasis

        Und dann fällt mir noch etwas ein, auch ohne Soja, ebenfalls im Bioladen oder Reformhaus:

        Soto: Bratlinge, Frikadellen, Bällchen, Frühlingsröllchen und andere Fertigprodukte, die man kalt essen oder kurz erhitzen kann

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  4. Benito

    Hey. Schöner Beitrag. Ich bin männlich und betreibe Kraftsport und esse relativ viel Fleisch, weil es eben die bequemste Proteinquelle ist. Ich versuche es aber auch nach und nach zu reduzieren. Eine Person die mich dabei nachhaltig inspiriert ist Mischa Janiec, seineszeichens professioneller natural Bodybuilder und sein Kumpel Patrick. Man muss den Youtube Stil von ihnen nicht unbedingt lieben, aber sie sind für mich der lebende Beweis dass man sich vegan ernähren kann und unter den besten natural (!) Bodybuildern der Welt sein kann und trotzdem noch ein leben haben kann, also reisen und auswärts essen etc. Im Moment ist Mischa auf Wettkampfdiät und es ist krass zu sehen was vegan möglich ist. Es gibt einige Videos wo er und Patrick sehr aufs Thema eingehen, und zeigen, dass sie sehr viel Ahnung haben, zum Beispiel dieses https://www.youtube.com/watch?v=o6gRrC4ISjc

    Sein eigener Kanal: https://www.youtube.com/user/mischajaniec

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  5. Vielen Dank für einen qualifizierten Beitrag! 🙂 Find ich toll. Ich bin über die Sorge der Mangelversorgung bisher immer dem komplett vegan/vegetarisch ernähren fern geblieben, so hab ich mal einen Ansatz um – zumindest zeitweise – ein derartiges Leben probieren zu können, selbst wenn ich (sehr) gerne Fleisch esse.

    Das einzige, was mir jetzt noch fehlen würde, wäre was belastbares zu PhytoÖstrogenen 😉

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  6. Richard Jansen

    Dumme Verständnisfrage: Wenn ich das richtig lese, betreibt dein Gastautor eine Geschlechtsumwandlung zum Mann.
    Jetzt steht im Abschnitt „Brauchen Männer Fleisch“, im zweiten Absatz: „Bei der hormonellen Umstellung von männlichem auf weiblichen Körper wachsen dem weiblichen Körper Muskeln,…“

    Hat der Autor dort zufällig männlich und weiblich verwechselt? Denn der Rest des Abschnittes, beschreibt ja wieder die Umwandlung von weiblich auf männlich.

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  7. Klasse, der Gastbeitrag kommt für mich wie gerufen. In einer Woche stelle ich meine Ernährung für erstmal 30 Tage auf vegan um und machte mir schon Gedanken, wie ich denn den Proteinbedarf decke… 😉

    Sehr bereichernd, vielen Dank!

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  8. Ich habe eine Frage zum Proteingehalt von Erbsen:
    Erbsen gelten ja allgemein als sehr proteinreich, da Hülsenfrüchte und so. Auch im Link zur der Seite von peta sind Erbsen mit einem Proteingehalt von 29 %, also 29 g auf 100 g, angegeben. Und dann schaue ich auf meine Dose Erbsen im Vorratsschrank und da steht drauf: 4,6 g Eiweiß pro 100 g!
    Kann mir das jemand erklären? Wo gibt es die Erbsen mit 29 % Proteingehalt? Ich würde die nämlich auch gerne essen.

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    1. Hm, ob das die richtige Antwort ist, weiß ich nicht. Aber ich habe mir die gleiche Frage auch schon gestellt, zB hinsichtlich Kidney oder Linsen. Und dabei festgestellt, dass Dose immer schlechter abschneidet als pur oder getrocknet (habe kürzlich haufenweise Werte zwischen getrocknet, roh, tiefgekühlt und Dose verglichen auf fddb).

      Ich gehe einfach mal davon aus, 100 g zubereitete Erbsen anders zu werten sind als 100 g getrocknete Erbsen. Wenn man 100 g trockene Erbsen zubereitet und sie nach der Zubereitung auf die Waage legt, kommt mehr Gewicht dabei heraus (weil sie nicht mehr hydriert sind sondern aufgekocht und somit wieder mit Wasser. Dadurch haben 100 g einen anderen Protein-Anteil als im rohen Zustand, vermute ich mal …

      Ist ja das gleiche mit Reis oder Nudeln: beim Kalorienzählen muss man angeben, ob man das roh oder gekocht gegessen hat. Auch der Proteinanteil dürfte sich also verringern, wenn das Gewicht mit Wasser ergänzt wird …

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    2. Ok, hab grad gesehen, dass da steht: „Prozentsatz der Kalorien in Form von Eiweiß“. Für mich ist das eine eher unpraktische Form der Angabe des Proteingehalts, die den wahren Proteingehalt verschleiert.

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      1. Find ich andersrum deutlich praktischer. Ich will ja beim Abnehmen möglichst meinen Eiweißbedarf decken ohne zu viele Kalorien zu mir zu nehmen. Protein pro 100g wäre dann interessant, wenn mein Magen so klein wäre, daß ich keine großen Portionen essen kann (was leider Gottes nicht der Fall ist).

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      2. So, ich hab jetzt fertig gerechnet (ich hoffe, ich hab mich nicht verrechnet, ihr dürft gerne mal nachrechnen):

        100 g Erbsen aus meiner Dose haben 71 kcal.
        Davon sind 4,6 g Protein.
        1 g Protein hat 4,1 kcal.
        Als haben die 4,6 g Protein insgesamt 18,86 kcal.
        18,86 kcal von 71 kcal sind 26,56 %.
        Der Prozentsatz der Kalorien meiner Erbsen in Form von Eiweiß sind also 26,56 %, das weicht jetzt nicht sooo stark von den auf der Peta-Seite angegebenen 29 % ab
        .
        Trotzdem muss ich 1,26 kg Erbsen essen, wenn ich meinen Proteinbedarf pro Tag (58 g) allein durch Erbsen decken wollen würde. Das geht mit Hähnchenbrust schneller, da muss ich nur 252,17 g essen. Für mich vielleicht die bessere Alternative, da ich nicht abnehmen möchte und auch nicht der große Esser bin. Dabei würde ich mich auch lieber vegetarisch ernähren, habe mich aber noch nicht so intensiv mit Alternativen befasst bzw. sie auch mal ausprobiert und zur Gewohnheit gemacht.

        @Sascha: Danke für deine Antwort. Das mit dem Wassergehalt und Trockengewicht spielt sicher auch eine Rolle.

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  9. Oliver K

    Der Titel ist etwas merkwuerdig. Natuerlich kann man auf alles moegliche verzichten, gerade heutzutage. Zum Beispiel kann man gut auf den ganzen Pflanzenkram verzichten. „Brauchen Frauen Pflanzenkram?“ — nein, kann man alles ersetzen.

    Warum aber seine Zeit verschwenden mit solchen Ersatz-Ideologien? Vielleicht schafft es eine Art Ventil?! Faellt mir eigentlich bei jedem Artikel hier und insbesondere bei den Kommentaren auf, dass dem Essen so viel Bedeutung beigemessen wird, viel mehr als was ich bei mir wahrnehme. Vielleicht ist Vegetarisch und seine Varianten in diesem Zusammenhang eine Art Trick: man kann viel Zeit damit „verbraten“, aber die Kalorienbilanz ist noch recht gemaessigt?

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  10. Accolon

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Habe bereits vorher im Mailkontakt mit erzählmirnix erfahren, dass der Beitrag kommen wird und war entsprechend gespannt. Die Ausführungen sind sehr hilfreich, ich ernähre mich zwar seit etwas mehr als 3 Jahren vegan, habe mich aber im die Proteinzufuhr wenig kümmern müssen. Die Dinge die ich gegessen haben hatten genug (gerade Saitan, Tofu, Soja, vor allem in den Mengen, die bei mir auf den Teller kamen).
    Soja ist dabei übrigens sehr vielseitig und in verschiedenen Formen zu haben. Vom „gehackten“ (‚Granulat‘) bis hin zum Geschnetzelten, Brocken oder dem Sojaschnitzel (was in seiner Rohform stark wie ein dick geratenes Knäckebrot erinnert).
    Vor anderthalb Monaten fing ich nun mit einer Diät an, nach „Fettlogik überwinden“. Die Erfolge sind dabei sehr motivierend, meine Ernährung allerdings sehr langweilig (was für mich kein großes Problem darstellt, ich esse zwar gerne und viel, bin dabei aber nur selten wählerisch).
    Die Tipps werden meine Diät sicher einiges abwechslungsreicher machen und mir auch nach der Diät bei einer kontrollierteren Ernährung helfen.

    Der Einblick in die Veränderungen des Körpers von BioFrau zu Transmann sind eine nette Überraschung. Das Thema interessiert mich sehr, habe bisher aber nur Änderungen von Veganern oder von TransMännern/Frauen gelesen, aber bisher keine Kombination.

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  11. Ein sehr schöner und vor allem angenehm ideologiefreier Beitrag.
    Ich habe mich auch gleich inspirieren lassen und mir gestern gleich Hefeflocken besorgt, vielen Danke, auch dafür.

    Mir geht das Thema auch wirklich auf den Geist. Ich war lange Zeit Vegetarierin, aus verschiedenen Gründen nicht mehr, was aber nicht heisst, dass ich jetzt unbedingt viel Fleisch esse. Und viele Produkte, die ich damals verwendet habe, besorge ich mir auch heute noch (z.B. Wheaty oder neuerdings Meetlyke-Produkte und ich liebe die veganen Landjäger von Heirler). Und ich muss mich wirklich ständig angiften lassen, diese „Kunstprodukte“ seien doch nix, da lieber Fleisch, soviel Zusatzstoffe etc.
    Noch schlimmer: mein Mann hat eine Nierenkrankheit die u.a. auch mit Gicht einhergeht – obwohl er Medikamente dagegen nimmt, sollte er es mit dem Fleischkonsum nicht übertreiben (bzw. überhaupt so weit wie möglich einschränken). Er liebt es, sich aus Wheaty-Würstchen Currywurst zu machen – und das wird ihm, gerade von anderen Männern, immer dermaßen madig gemacht, dass ich ausrasten könnte – „Ihh, also wie echt schmeckt das ja doch nicht. Und ist das Zeug nicht auch ungesund – ich meine Gluten?!? Und das Protein, das ist doch auch nicht so wertig, oder?“
    Nerv.

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    1. Eine Freundin von uns hat eine Fleisch-Allergie/Unverträglichkeit, geht soweit, daß sie quasi keinen Wein mehr trinken kann, weil der irgendwie mit Gelantine gefiltert wird. Ist auf eine schreckliche Art sehr faszinierend. Als wir da zu Besuch waren gab es naturgemäß nicht so wirklich Fleisch (Fisch ist wohl ok), ich war schon etwas überrascht, wie nah an normaler Wurst manche vegetarischen Alternativen sind (was aber teilweise nicht unbedingt für normale Wurst spricht).

      Die Welt wäre so viel angenehmer, wenn sich Leute öfter mal um ihren eigenen Scheiß kümmern würden…

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      1. Versteh diese Gehässigkeiten und von-der-Seite Kommentare auch nicht. Bin omnivor, aber gehe immer mal mit vegetarischen und veganen Freunden in vegane Restaurants, und es schmeckt super! Es ist offensichtlich, dass es leckere und je nach Gericht auch sehr gesunde Alternativen zum Fleisch und anderen tierischen Produkten gibt. Man muss sich nur mal dafür interessieren und öffnen. Für mich ist Veganismus aus diversen Gründen kein „Dauerzustand“ aber deswegen so zu tun, als sei alles vegane „Fake“ oder „eklig“ ist doch Schwachsinn! Auch ein Fleischesser kann von einem vegetarischen oder veganen Alternativprodukt profitieren oder es lecker finden. Da ich große Probleme mit Milchprodukten habe, ist z.B. veganer Joghurt und Sahne fast nicht mehr aus meinem Kochalltag wegzudenken.

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      2. Alex

        Fleisch-Allergie habe ich jetzt mal erst googlen müssen. Ist mir in meiner gerade zwar pausierenden aber an Erlebnissen nicht gerade armen gastronomischen Karriere noch nicht untergekommen. Vielleicht bestellen diese Allergiker im Gegensatz zu anderen („ich habe Laktose“) einfach nur etwas Vegetarisches und werden dadurch anders eingeordnet?
        Ich wundere mich auch immer, warum viele Leute bei veganer Ernährung/Lebensweise völlig abdrehen. Und ausgerechnet da den Sinn hinterfragen- Angebote oder Dienstleistungen, die ich nicht selbst in Anspruch nehme, interessieren mich doch sonst auch nicht oder? Aber Veganer, boah, also echt, ey, da könnte man sich ja voll aufregen, ne?

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  12. IULIUS

    Wie geil ist das denn, pumpt sich mit Anabolika voll und wundert sich über Muskelwachstum. 😀

    Grundsätzlich gilt,, auch Männer müssen für Muskeln trainieren. Auch sie bekommen sie nicht geschenkt. Sicher ist der Muskelaufbau etwas leichter, aber ich denke, Dein plötzliches Wohlbefinden hat externe Gründe. Offensichtlich fühlst Du Dich jetzt wohl.

    Das ist das eine Thema.
    Das andere ist, ich finde es immer lustig, daß Vegan oder vegetarisch gegessen werden soll, dann aber werden die Gerichte in Fleichform gepreßt und auch nach Fleisch benannt. Warum eigentlich? Was steckt wirklich dahinter? Als Fleichesser würde ich nie auf die Idee kommen die nichtfleichlichen Beilagen in Fleichform zu pressen. Da interessiert mich das natürliche Aussehen des Grünzeugs. Ich will auch entweder Fleich essen oder vegetarisch, aber nicht vegetarisches Fleich essen. Das ist ein Phänomen, daß ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
    Das kommt mir ein wenig so vor, wie die Werbung, wo der mit seinem Papmascheeauto schon mal übt. Das ist Irgendwie realitätsfern/realitätsverleugnung.

    Für Deinen Weg wünsche ich Dir jedenfalls viel Glück. Dazu gehört auch viel Mut.

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    1. Ich frage mich immer, warum sich so viele immer an den Fleischersatzprodukten aufhängen.

      Viele Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, tun das aus Tierschutzgründen. Manche Menschen dürfen auch aus gesundheitlichen Gründen kein oder wenig Fleisch essen. Nicht, weil sie kein Fleisch mögen. Wie oben jemand schreibt, würden wahrscheinlich viele Fleisch essen, wenn man es künstlich züchten könnte.

      Wenn diese Menschen dann also eine vegetarische Wurst oder ein Schnitzel essen, weil sie das eben lecker finden, was ist daran falsch? Und vielmehr: wen geht das eigentlich was an? Wenn eine Nachfrage da ist, wird es eben produziert.

      Der Logik nach sollte es für Leute mit Zöliakie auch kein glutenfreies Brot oder Nudeln geben. Oder laktosefreie Milch und Käse. Wo wir dabei sind, ist Süßstoff dann ja auch Mogelei.

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      1. IULIUS

        Wieso sollte ein zu einem Fleichprodukt gepreßtes Gemüse plötzlich besser schmecken, als in seiner natürlichen Form? Es geht dabei nur um Betrug und zwar um Selbstbetrug. 😉

        Vielleicht sollte ich mal eine Rinderroulade als Frühlingsrolle anbieten. Mal sehen, ob jemand den Unterschied merkt.
        Das macht kein (vernünftiger) Mensch. Aber bei Vegetariern und Veganern ist das gang und gäbe.

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      2. sharkathotep

        „Wieso sollte ein zu einem Fleichprodukt gepreßtes Gemüse plötzlich besser schmecken, als in seiner natürlichen Form?“

        Das nächste Mal esse ich die Körner einfach roh, statt mir ordentliche Spaghetti Bolognese zuzubereiten. Wieso sollte ein zu einer Teigware verarbeitetes Korn besser schmecken, als in seiner natürlichen Form?
        Aber jetzt ernsthaft: ähm, keine Ahnung? Weil es eben besser schmeckt? Und ich kenne kein Fleischersatzprodukt, das aus „Gemüse“ gemacht wird (außer vielleicht den Veggie-Burger vom McD). Es gibt Weizeneiweiß-Fleischersatz (nennt sich auch Gluten) und allerlei Sojaprodukte (Hülsenfrüchte). Außerdem würde mir noch Lupineneiweiß einfallen (eine weitere Hülsenfrucht). Kein Gemüse.

        „Es geht dabei nur um Betrug und zwar um Selbstbetrug.“

        Ich höre dieses meiner Meinung nach höchst eigenartige, unlogische Argument immer wieder. Darum frage ich dich jetzt: inwiefern denn? Das musst du mir erklären.

        „Vielleicht sollte ich mal eine Rinderroulade als Frühlingsrolle anbieten.“

        Der Vergleich hinkt.

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      3. IULIUS

        @sharkathotep,
        entweder ich esse Fleisch, oder ich esse kein Fleisch. Wenn ich diese Entscheidung treffe, wozu muß ich dann „Fleischersatz“ essen????? Das ist doch – für sich gesehen – Schwachsinn hoch 3!

        Tatsächlich geht es um Mode und Marketing. Es ist modern „Fleichersatzprodukte“ zu essen. Keiner weiß genau was das ist, aber alle machen mit.
        Fleischersatz müßte seitens der Logik Fleisch vollständig ersetzen können. Ein Produkt, daß dieses Kriterium erfüllt ist Wurst! 😉

        Wenn man in die Geschichte sieht waren Fleichersatzprodukte Dinge, die ohne Not kein normaler Mensch mit der Kneifzange anfassen wollte, geschweige denn essen. Um das unter die Leute zu bringen nannte man das halt Fleischersatz und tat so, als wenn das Fleisch ähnlich sein würde und damit etwas besonderes wäre.
        Und da man immer irgendwelche Menschen trifft, die um jeden Preis „herausragen“ wollen funktionierte das auch bestens.

        Süßstoff ist in der Tat Mogelei und vor allem nicht gerade ungefährlich.
        Ansonsten hingt der Vergleich mit dem glutenfreien Brot, da es ja auch Getreide ohne Gluten gibt. Bei der Milch ist es der Zucker, der Milchzucker, der künstlich aufgespalten wird. Sozusagen schon mal vorverdaut. Ansonsten bleiben ja beide Produkte vollständig im Ursprungszustand erhalten und werden nicht durch irgendwelche anderen Produkte ersetzt.

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      4. sharkathotep

        „entweder ich esse Fleisch, oder ich esse kein Fleisch. Wenn ich diese Entscheidung treffe, wozu muß ich dann „Fleischersatz“ essen????? Das ist doch – für sich gesehen – Schwachsinn hoch 3!“

        Ja, aber warum? Ich kapier’s nicht. Du kannst dich nicht erklären. Da nützen auch die im Rudel auftretenden Fragezeichen nichts. Warum ist es „Schwachsinn“? Aus ethischen Gründen? Weil die Sojabohne oder der Weizen Schmerzen hat, wenn man sie erntet? Oder weil man plötzlich Jegliches, das „Fleisch“ in der Bezeichnung beinhaltet, eklig finden muss, weil man sonst kein wahrer Vegetarier ist?

        „Tatsächlich geht es um Mode und Marketing. Es ist modern „Fleichersatzprodukte“ zu essen. Keiner weiß genau was das ist, aber alle machen mit.
        Fleischersatz müßte seitens der Logik Fleisch vollständig ersetzen können. Ein Produkt, daß dieses Kriterium erfüllt ist Wurst!😉
        Wenn man in die Geschichte sieht waren Fleichersatzprodukte Dinge, die ohne Not kein normaler Mensch mit der Kneifzange anfassen wollte, geschweige denn essen. Um das unter die Leute zu bringen nannte man das halt Fleischersatz und tat so, als wenn das Fleisch ähnlich sein würde und damit etwas besonderes wäre.
        Und da man immer irgendwelche Menschen trifft, die um jeden Preis „herausragen“ wollen funktionierte das auch bestens.“

        Hä? Nur weil etwas beworben wird, ist es nicht gleich schlecht. Oder nützt du nur Dinge/Lebensmittel, die nicht beworben werden? Schon klar, du findest diese Hipster-Kultur doof (wobei es Gluten und Tofu schon eine ganze Weile gibt, Gluten seit 1962 und Tofu schon eine ganze Weile länger, genauer gesagt, seit ca. 200 v. Chr., aber egal).
        Aber nur weil etwas beworben wird, schmeckt es noch lange nicht. Glaubst du wirklich, dass es viele Leute gibt, die sich mit ekligem Zeug geißeln, nur weil es „in“ ist? Weil sie „herausragen“ wollen?
        Wahrscheinlich hältst du mich für keinen „normalen Menschen“, aber stell dir vor, ich finde das Zeug tatsächlich gut. Es schmeckt mir. Obwohl ich Fleisch esse.

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  13. Naja, Seitan und Tofu sind ja nicht unbedingt gepresstes Gemüse und müssen ja ohnehin in irgendeine Form gepresst werden. Und Schnitzel, Frikadellen (die es z.B. als Falafel ja ohnehin schon Jahrhunderte in vegetarisch gibt), Würste oder Geschnetzeltes sind ja jetzt auch keine „natürliche“ Fleischform.

    Wo ich dir aber recht gebe, sind so Sachen wie vegetarische Garnelen oder Hähnchenschenkel. Das finde ich auch recht befremdlich…

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  14. Angi

    Wie passt das, dass der Verfasser meint ein Vielfraß zu sein, extrem viel Sport macht und dabei viel Eiweiß ißt und das alles bei nur 1500 kcal? Ich finde es sehr schwierig, den kompletten Proteinbedarf über die Nahrung zu beziehen und dabei mit 1500 kcal hinzukommen.

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    1. die 1500 kcal halte ich mit den Proteinen, weil ich aktuell einiges supplementiere (meist etwa 20 g von dem 80prozentigem und 10 g von dem 50pozentigem, das reicht, der Rest kommt allein aus der Nahrung). Normalerweise nicht nötig, wenn man normal Sport treibt und sich gesund ernährt. Aber wer Leistungssport macht (ich nicht) oder weniger kcal zu sich nimmt (wie ich), da halte ich das schon für empfehlenswert, sonst sind es einfach zu wenig Nährstoffe …

      große Mengen bei 1500 kcal vertilge ich durch verschiedene Möglichkeiten:

      – tagsüber wie erwähnt wenig Hunger, sodass ich tagsüber nur kalorienarme Sachen futtere und abends ordentlich zulange, wenn ich ordentlich Appettit habe

      – kalorienarme Lebensmittel. Shirataki (asiatische Nudeln der Konjak-Wurzel) haben sogut wie keine kcal, außerdem futtere ich große Mengen Grünzeug, und soviel Spinat, Grünkohl, Brokkoli, Tomate, Gurke, wie man essen muss, um seine kcal zu füllen, soviel schaffe mengenmäßig nicht mal ich, egal wie voll der Teller ist …

      – viel trinken, teils auch viel Brühe und Suppe (zB 500 ml Gemüsebrühe mit Tempeh, Sprossen, etwas Seitan, Wakame, Erbsenprotein), danach bin ich erstmal pappsatt … ich brauche weniger das Gefühl „viel gegessen“, ich brauche das Gefühl „es geht nichts mehr rein, ich bin randvoll“.

      ich mache zwischendurch zB einen Salat aus drei Tomaten, 200 g Gurke, einer Zwiebel, einer Dose Champignons, dazu Lollo Rosso oder Eisbergsalat. Dressing lediglich ein TL Öl, Kräuter, Essig oder 2 EL Sojajoghurt, Essig, Wasser, Kräuter.

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  15. Irenicus

    Ich hätte da eine Geschichte, warum viele Menschen Tofu (oder andere „Fleischersatzprodukte“ etc. nicht mögen.

    Ich hatte mal eine vegane Freundin die meinte immer, man könne Fleisch 1:1 durch Gemüse ersetzen, und sie würde mir das gerne beweisen. Also hat sie eine Möhrenbolognese gekocht und mir während des Kochens zig mal gesagt, dass ich da gar keinen Unterschied schmecken werde.
    Ich habe dann gekostet, und natürlich hat es mit Nichten wie Fleisch geschmeckt. Meine Erwartungen wurden nicht mal annähernd erfüllt, und ich war enttäuscht. Hätte sie stattdessen gesagt, hier koste mal, schmeckt zwar anders, ist aber trotzdem lecker, dann wäre ich mit völlig anderen Erwartungen an die Sache rangegangen und hätte das Essen sicherlich sofort meinem Repertoire hinzugefügt, und nicht erst viele Jahre später.

    Deswegen verstehe ich nicht, warum Vegetarier und Veganer versuchen Produkte zu finden, die fleischähnlich sind. Wozu? Wenn ich Fleisch erwarte, ist nichts besser als das Original. Aber wenn man stattdessen eifnach schmackhafte Gerichte anbietet, dann schmecken die halt nicht wie Fleisch aber trotzdem lecker.
    Wozu also Tofu in Fleischform pressen? Wozu behaupten, dass das genauso schmeckt?

    Und auf die Frage, brauchen Männer Fleisch? Nein! Aber es schadet ihnen normalerweise auch nicht 😉 Und ja, wir brauchen definitiv mehr Proteine, als Frauen.

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    1. Frank

      „Wozu also Tofu in Fleischform pressen?“

      In welche Form sollte man es denn pressen? Mir fällt gerade keine ein, die es bei Fleischprodukten nicht gibt.

      „Deswegen verstehe ich nicht, warum Vegetarier und Veganer versuchen Produkte zu finden, die fleischähnlich sind“

      Vegetarier und Veganer versuchen, einen Fleischersatz zu finden. Dass diese aussehen wie Fleisch, hat wohl eher Marketinggründe. Und selbst wenn nicht, warum soll ein Produkt durch seine Form nicht zeigen, wofür es ein Ersatz sein kann?

      „Wozu behaupten, dass das genauso schmeckt?“

      Das finde ich auch verwegen. Wer mir erzählen will, dass es vegetarischen Ersatz gibt, der wie Fleisch schmeckt, der weiß selbst gar nicht, wie Fleisch schmeckt. Der kennt nur die Gewürze, Marinaden oder Soßen, die den Fleischgeschmack überlagert haben. Und das auch oftmals nur mit Einsatz künstlicher Aromen. Da kann man getrost Tofu, oder ähnliches verwenden, das schmeckt man dann wirklich nicht raus.

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  16. Danke für den interessanten Artikel! 🙂

    Einige Kommentare:
    – Niemand braucht Fleisch. Ich (m) bin seit der Grundschule Vegetarier (freiwillig), verbrenne gut Körperfett, baue gut Muskeln auf, mein Testosteron ist im oberen natürlichen Bereich (meine Haupteiweißquellen sind Magerquark, Harzer Käse und Whey)
    – Vegan und eiweißreich zu essen halte ich dann für schwierig (wegen Motivation), wenn man es (warum auch immer) Low Carb machen will (als Vegetarier geht es noch, da kann man als Highlight fettigen Käse essen :))
    – Muskeln im kcal Defizit aufzubauen: Schön, dass es bei Dir klappt! 🙂 Bei mir ging das auch 🙂 Aber ich denke, das sind zum einen „Beginner Gains“ (als Kraftsport Anfänger führt fast alles zu Muskelzuwachs), zum anderen bist Du ja auf Steroiden 😛

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  17. Möchte mal ergänzen, weil es hier in den Kommentaren nicht nur einmal erwähnt wurde, und weil ich das gelegentlich auch in der Fitnessbude oder von anderen Leuten höre:

    Ja, ein Transmann nimmt Testosteron. Aber das hat mit Anabolika und Steroiden und sonstigem Doping null zu tun. Es mag von den Leuten scherzhaft gesagt werden (daher nehme ich das keinem übel), aber ich empfinde das als sehr verletzend. Ich ernähre mich clean, bin natural und sowas wie Dopen würde mir nicht mal im Schlaf einfallen.

    Ich denke, es wurde hier auch nur im Scherz gesagt, aber ich habe festgestellt, dass manche Menschen wirklich denken, dass Trans*Männer dopen, deswegen möchte ich das hier mal kurz erklären …

    Mein Testosteronlevel aktuell ist am unteren Soll eines Mannes. Dass Muskeln wachsen, wenn der Testowert einer biologischen Frau auf einen männlichen Level ansteigt, das ist absolut normal und natürlich nicht überraschend. Aber in diesem Fall von Doping und Co zu sprechen ist, als würde man dies einem männlichen Teenager unterstellen. Vorher glatt, genauso weich wie ein Mädchen, und auf einmal wachsen ihm Haare, auf einmal wird die Stimme tief, auf einmal bekommt er Muskeln, usw. Der doped nicht, der wird aufgrund der ewachsenden Pubertät einfach ein Mann 😉

    Was die Beginner Gains betrifft: derer bin ich mir bewusst, und ich weiß, dass das nicht ewig so weitergehen wird. Ich habe momentan zugegeben eine verdammt gute Ausgangsposition: Wechsel von weiblich auf männlich UND absoluter Beginner auf diesem Gebiet. Trotzdem treibe ich pro Woche viele Stunden Sport und finde es schade, wenn der Erfolg dieses Anstrengung aufgrund der guten Ausgangssituation kleingeredet wird (bezogen nicht auf die Kommentare hier, sondern manches, was mir schon face to face gesagt wurde. Ich finde, da klingt dann immer ein wenig der Neid durch. Aber ich hätte gerne auf diese gute Ausgangslage heute verzichtet zugunsten einer männlichen Geburt *g*)

    Denn ein Trans*Mann, der nie trainiert hat und nach der Hormonthehrapie nicht trainiert – der bekommt zwar mehr Muskeln als früher, aber von „trainiert“ und „definiert“ sind diese weit entfernt. Ich habe viele Vergleichsbilder gesehen von Leuten, die nach Testo trainierten / nicht trainierten. Und wer nicht trainierte, der sah zwar männlich aus, … aber ein Mann auf der Couch mit Bier in der Hand hat trotzdem ´nen anderen Körper als einer mit mehreren Stunden Sport pro Woche. Wenn ich also so gute Voraussetzungen habe – wäre es ziemlich töricht, das nicht zu nutzen 😉

    Durch das Testosteron, das man als Trans*Mann nimmt, ist man von Wettbewerben ausgeschlossen, ist einfach so, verstehe ich auch. Aber trotzdem sind die Mengen, die man zu sich nimmt, absolut kein Vergleich zu dem, was Männer und auch Frauen (und man denke an die DDR etc) zum Dopen verwenden. Unter ärztlicher Begleitung einen gesunden männlichen Hormonstatus aufzubauen ist fernab jeglichen Dopings. Es gibt zB biologische Männer, deren Körper zu wenig Testosteron produziert (aufgrund einer Krankheit, oder häufig auch im Alter), auch diese bekommen zusätzliche Hormongabe. Das zugeführte Testo dient einfach nur dazu, einen zu tiefen Wert auf Normalniveau anzuheben …

    Also, nix für ungut. Ich weiß, dass es keiner hier böse gemeint hat. Wollte es trotzdem nicht so stehenlassen 😉

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    1. Hey Sasha,

      sorry, ich wollte Dir in keiner Weise zu nahe treten!

      Dein Artikel ist eine echte Bereicherung! Es war ein Augenöffner, was Du über Treppensteigen und Radfahren am Berg sagst. Ich wusste das bisher nicht zu schätzen, da es mir von Gott geschenkt wurde. Ich nahm an, jedem würde es gehen wie mir… weit gefehlt also!

      Das „Steroide“ war tatsächlich nicht ernst gemeint. Inhaltlich wollte ich sagen: Dein Hormon Haushalt hat sich krass in Richtung anabol verschoben, was irgendwie meine Assoziation mit „Steroiden“ getriggert hat… Andererseits dopen ja auch einige Bodybuilder direkt mit Testosteron…

      Wie hoch ist jetzt Deine Testosteron Konzentration im Blut? (in ng/dl)
      Unterliegst Du natürlichen Schwankungen? Als „klassischer“ Mann hat man ja bekanntlich die höchste Konzentration morgens zwischen 8:00-10:00 Uhr.
      Wie oft musst Du nach spritzen?

      Beginner Gains: Ich will nix klein reden. Wie gesagt, bei mir war das auch so. Ich musste mir trotzdem den A*rsch dafür aufreißen (sorry für die Ausdrucksweise). Das ist definitiv harte Arbeit! Auch für Männer, wie Du ja weißt.
      Und es ist trotzdem ein Luxus, gleichzeitig Fett ab- und Muskeln aufzubauen, den man genießen sollte (bis man unweigerlich an den Punkt kommt, an dem das nicht mehr geht (das ist kein Pessimismus; es gibt halt irgendwo eine genetische Grenze, ab der weiterer Fettabbau und Muskelaufbau extrem schwer (unmöglich?) wird)).

      Alles Gute
      Felix

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      1. Hallo Felix, das hatte ich auch nicht so verstanden, Dein Beitrag liest sich in keinster Weise so. Aber es ist halt etwas, das ich häufiger höre, deswegen wollte ich dazu mal Stellung beziehen 😉

        Die Fragen gehen etwas über die Möglichkeiten der Kommentarfunktion hinaus. Kannst mich via Kontaktfeld in meinem Blog anschreiben, dann werde ich gerne näher darauf eingehen 🙂

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  18. Pingback: Gastbeitrag: Wie lebt man(n) mit Idealkörper? – Fettlogik überwinden.

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