Interview: Prader-Willi – „Ich war immer der Meinung dass sowas einfach in der Familie liegt und man nichts gegen sein Übergewicht tun kann.“

Vor einigen Monaten schon schrieb mich Lisa an, um mir ihr Feedback zu Fettlogik zu geben – das war besonders interessant, weil sie damals als Heilerziehungspflegerin in einer Wohngruppe für Menschen mit dem Prader-Willi-Syndrom arbeitete. Auf PWS bin ich auch kurz im Buch eingegangen, aber in den letzten Tagen durfte ich ihr ein paar Fragen stellen, und so mehr über ihre praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit Erkrankten erfahren. Ich hoffe, ihr findet es ebenso interessant, wie ich:

EMN: Du hast mich vor einigen Monaten angeschrieben, und erzählt, dass du in einer Wohngruppe für Menschen mit Prader-Willi-Syndrom arbeitest. Prader-Willi gilt als die Übergewichts-Assoziierte Erkrankung überhaupt. Kannst du einen kurzen Überblick geben, was es mit Prader-Willi auf sich hat?

Lisa: Das Prader-Willy-Syndrom ist eine angeborene Genmutation. Entweder ist ein Teil Erbinformation fehlerhaft, oder schlichtweg nicht vorhanden. Die meisten Mediziner glauben dass sich diese Genmutation auf den Hypothalamus auswirkt, der verantwortlich ist für die Nahrungsaufnahme, Körpertemperatur, Blutdruck, Atmung, Sexualverhalten, Gefühlsverhalten, Schlafrhytmik, Hormonbildung usw.

Genau in diesen Bereichen haben die Betroffenen Defizite. Ein ganz großer Schwerpunkt ist das gestörte Essverhalten. Betroffene haben kein Sättigungsgefühl. Dadurch sind die meisten den ganzen Tag auf der Suche nach Essen. Ihr komplettes Leben dreht sich nur um dieses eine Thema. Wann wird wieder etwas gegessen? Wieviel steht zur Verfügung?

Dementsprechen haben sie nur schwer die Kontrolle über sich selbst was die Nahrungszufuhr betrifft. Die wenigsten achten auf gesunde Ernährung oder gar ihren Kalorienbedarf. Dies erklärt das Übergewicht der Betroffenen. Ohne dauerhafte betreute Diät ist ein Leben mit Normalgewicht kaum möglich.Betroffene haben einen geringeren Kalorienbedarf als nicht Betroffene. Manche Quellen sagen sogar dass 2/3 des normalen Tagesbedarfs für Betroffene ausreicht. Die meisten leiden auch an einer Muskelhypotonie. Also einen schwachen Muskeltonus was sämtliche Bewegungen um einiges schwieriger macht. Was für nichtbetroffene Menschen ein Klacks ist, kann für Betroffene schon wie ein Marathon wirken.
Also das Ganze ist sehr umfassend.

EMN: Also im Endeffekt kommen die ungünstigsten Faktoren zusammen: wenige und schwache Muskeln, dadurch geringerer Verbrauch und gleichzeitig ständig Appetit. Was genau bedeutet das für die Wohngruppe? Was ist das Ziel, wie sieht der Alltag aus und was ist die Aufgabe der Betreuer in der Gruppe?

Lisa: Ja genau richtig.
Also vorerst einmal: Es musst nicht immer sein dass ein Mensch mit dem Prader-Willy-Syndrom eine geistige Behinderung hat. Die meisten haben eine Intelligenzminderung oder auch „nur“ das Prader-Willy-Syndrom. Ich habe auf einer Wohngruppe gearbeitet für Betroffene mit einer mittelgradigen geistigen Behinderung.

Für die Wohngruppe bedeutete dies zuerst eine strukturelle Veränderung. Die Küche war schon immer verschlossen da bevor aus der WG, eine Wohngruppe für Betroffene wurde, schon 2 Menschen mit dem PWS dort gewohnt haben. Also ich habe den Aufbau der Prader-Willy-Gruppe mitbekommen/ mitgestaltet.
Normalerweise gab es insgesamt am Tag 4 Mahlzeiten auf der Wohngruppe. Frühstück, Mittagessen, Imbiss/Kaffee und Abendessen. Mit dem Beginn der PWS Gruppe wurden auch die Mahlzeiten vermehrt. Nun waren es insgesamt 7 Mahlzeiten. 3 Hauptmahlzeiten und 4 Zwischenmahlzeiten. Im Vordergrund stand zuerst das Kontrollieren der „Verhaltensauffälligkeiten“. Da die Betroffenen kein Sättigungsgefühl haben, sind sie dementsprechend umhergelaufen und haben sich Essen von ihren Mitmenschen geklaut. Auch das ständige Nachfragen nach Essen wollten wir eindämmen. Mit Erfolg. Das Stehlen von Essen haben wir zwar somit nicht einstellen können aber es wesentlich reduziert und die Nachfragerei wurde komplett eingestellt. Es hört sich jetzt vielleicht komisch an aber diese Fragen nach dem Essen waren permanent vorhanden und die Betroffenen konnten sich auf keine Aktivitäten konzentrieren, weil immer die Angst bestand eine Mahlzeit zu verpassen. Dementsprechend war dies auch anstrengend fürs Umfeld.
Natürlich haben wir auch das Ziel Abnehmen angestrebt. Was sich wirklich schwierig gestaltet. Zwar kann man Essen ausgeben was wenig Kalorien hat, aber wenn der Sitznachbar in der Kantine ein großes Schnitzel mit Pommes vor sich liegen hat wird es sehr schwer.
Wir haben zuerst mit light-Produkten angefangen. z.B. der Joghurt den es um 9:30 Uhr gab hatte somit anstatt 100 Kcal nur noch 41 Kcal.
Danach haben wir uns mit der Kantine auseinander gesetzt ob sie nicht ein Menü extra für Betroffene anbieten können. In der Einrichtung in der ich gearbeitet habe gibt es 7 Menschen mit dem PWS. Mit Erfolg. Es kann Mitagessen angeboten werden was ähnlich aussieht, auch von der Menge her ziemlich ähnlich ist, aber nur ca 500 Kcal hat -> was für den Tagesbedarf sehr viel ist.

Die Mahlzeiten wurden auf bestimmte Uhrzeiten festgelegt:
7:30 Uhr Frühstück
9:30 Uhr Joghurt oder Obst
12:00 Uhr Mittagessen
14:00 Uhr Joghurt oder Obst (Je nachdem was von der 1 Zwischenmahlzeit übrig geblieben ist)
16:15 Uhr Kaffee und Keks
18:00 Uhr Abendessen
19:30 Uhr Gemüse

Die Bewohner hielten sich strikt an die Uhrzeiten. Auch wir Betreuer wurden darauf aufmerksam gemacht wenn wir 5 Minuten im Verzug waren.

EMN: Für Außenstehende klingt das mit dem „kein Sättigungsgefühl“ ja oft erst einmal etwas merkwürdig. Was bedeutet das für die Betroffenen genau? Wie fühlt sich das an und wie geht man als Betreuer damit um, wenn – so klingt es zumindest beim Lesen – auch mit einer gewissen Verzweiflung nach Essen gefragt wird?

Lisa: Ich kann nun leider nur spekulieren, da mir die Bewohner nie genau gesagt haben wie es ihnen damit geht.
Aber ich glaube schon dass eine gewisse Verzweiflung mitgespielt hat.
Bevor das Konzept heraus kam hat man gedroht dass wenn Essen geklaut wird, z.B. der Nachtisch dann an die bestohlene Person abgegeben wird und somit der Bewohner mit PWS kein Nachtisch bekommen hat. Die Bewohner mit PWS waren dann meist panisch und eskalierten in Form von Weinen, Schreien und Skin piking (gewisse Hautarealie werden dauerhaft manipuliert bis Blut fliest, wobei das nicht immer das Ende der Manipulation bedeutet hat). Schnell hat man solche Androhungen wieder unterlassen weil dies eher nach hinten los ging als dass es den Menschen vom Stehlen abhielt.
Ich empfand die ständige Nachfragerei für sehr anstrengend. Ich habe es den fragenden Personen einmal erklärt, was es als nächstes zum essen gibt und wann es das gibt. Wenn sie dann erneut nachfragten bin ich nicht mehr darauf eingegangen weil sie sonst angefangen hätten mit mir zu verhandeln oder zu diskutieren. Die Personen die ich betreute haben sich schnell in eine Situation hineingesteigert was dann später zu einer Lautstarken „Eskalation“ führte.
Für uns Betreuer war es wichtig im richtigen Moment adäquat zu reagieren und evtl zu intervenieren um bevorstehende „Eskalationen“ zu verhindern.

EMN: Ich habe zum Thema PWS gehört, dass es sich für die Betroffenen dauerhaft so anfühlt, als würden sie buchstäblich gerade verhungern. Das was du beschreibst, also die panischen Reaktionen auf Drohungen mit Essensentzug, klingt sehr danach. Das ist auch mit ein Grund, warum PWS als die schlimmste genetische Erkrankung im Bezug auf Übergewicht gilt und es extrem schwer ist für Betroffene, ein normales Gewicht zu halten. In deiner ersten Mail an mich hast du geschrieben „Ich arbeite auf einer Wohngruppe für Betroffene und ich muss sagen holla die waldfee! Was diese Leute innerhalb von 1 Jahr geschafft haben ist unglaublich (gut wobei die Rahmenbedingungen auch keine Sünden zulassen). – Die Bewohner haben also tatsächlich unter diesen Bedingungen Gewicht reduziert?

Lisa: Ja genau das haben sie. Als wir dann anfingen Sport in die Tagesstruktur zu integrieren purzelten bei einigen nur so die Pfunde. Eine Frau hatte zu beginn einen BMI von 30. Also nicht adipös aber doch übergewichtig. Sie hat sehr schnell abgenommen was uns alle verwundert hat. Nun hat sie das Normalgewicht erreicht. Zwar „skinny-fat“ aber normalgewichtig. Eine andere Frau war adipös und ists nun in der Mitte vom Übergewicht. Also durchaus schon ein Fortschritt.
Wir hatten auf der Wohngruppe 2 Zimmer frei die wir natürlich belegen wollten. Hierbei kamen ein Paar Betroffene aus Baden-Württemberg zu uns und wohnten bei uns zu Probe, was ca. 3-6 Wochen dauerte. Bei 2 von 3 Personen die bei uns zu Probe wohnten haben wir innerhalb der Zeit schon eine Gewichtsreduktion von 2-3 Kilogramm feststellen können. Beide Personen waren nach meiner Einschätzung (genau kann ich das nicht mehr sagen) im stark adipösen Bereich.

EMN: Wahnsinn! Als du mir das erste Mal geschrieben hast, hast du dich gefreut, dass ich im Buch auf das PWS eingehe, weil du „immer das Bedürfnis verspürt [hast, mir] davon zu erzählen, dass es eben doch eine Krankheit gibt, wofür die Menschen nichts für ihre Adipositas können.“ – Was klar wird anhand der Beispiele aus eurer Wohngruppe: Sogar unter den schlechtesten Bedingungen ist es durch kontrollierte Nahrungsaufnahme und Bewegung rein körperlich möglich, ein gesundes Gewicht zu erreichen. Wie ist die längerfristige Perspektive für Menschen mit PWS? Ist ein Leben ausserhalb einer kontrollierten Umgebung möglich?

Lisa: Ich möchte hierbei nun nicht alle Betroffenen in eine Schublade stecken da es durchaus Menschen gibt die keine geistige Behinderung haben, aber dennoch ich sage mal grundsätzlich: Nein… Die Verlockungen wieder in sein altes Verhaltensmuster zu rutschen sind ja doch sehr hoch im normalen Alltag. Offene Mülleimer (Ja in manchen Momenten ist es Betroffenen egal wo das Essen herkommt), Lebensmittelläden, Kiosk etc. Ich glaube das würde die meisten extrem überfordern und ich wage zu bezweifeln dass sie dann durchhalten würden. Ich habe schon von manchen Fällen gehört wo sich Mädchen mit dem PWS prostituiert haben um sich beim Bäcker Essen kaufen zu können.

EMN: Also ein extremes Suchtverhalten, das durch genetische Veranlagung ausgelöst ist und kaum kontrollierbar ist. Ein nicht ungewöhnliches Problem soll auch darin bestehen, dass es zu lebensgefährlichen Magenrissen durch Überessen kommen kann. Wie ist dein Fazit aus der Arbeit mit PWS-Betroffenen, auch und besonders im Bezug auf Fettlogik(en)?

Lisa: Für mich war die Arbeit mit Menschen mit dem Prader-Willi Syndrom in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. Unter Anderem auch weil ich selbst erkannt hab dass man trotz genetischer Veranlagung Normalgewicht erreichen kann. Zwar unter dauerhafter strenger Diät aber es ist machbar. Ich selbst war immer der Meinung dass sowas einfach in der Familie liegt und man nichts gegen sein Übergewicht tun kann. Die Betroffenen haben mich vom Gegenteil überzeugt, was mich irgendwie mit ein bisschen Stolz erfüllt. Gerade die Menschen die WIRKLICH nichts dafür können beweisen mir dass es auch anders geht.

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58 Gedanken zu “Interview: Prader-Willi – „Ich war immer der Meinung dass sowas einfach in der Familie liegt und man nichts gegen sein Übergewicht tun kann.“

  1. Mona

    Hallo, ein sehr erhellendes Interview. Vielleicht findet ihr irgendwann jemanden mit PWS, der auch ein Interview geben kann, damit man mitbekommt, wie der Mensch selbst darüber denkt und wie es sich anfühlt.

    @Lisa, falls du hier liest:
    War es der Frau, die jetzt Normalgewicht hat, wichtig abzunehmen? Manche wünschen sich das ja schlank zu sein, anderen ist das total egal, vor allem wenn sie andere Probleme/Krankheiten noch dazu haben.

    „Es kann Mitagessen angeboten werden was ähnlich aussieht, auch von der Menge her ziemlich ähnlich ist, aber nur ca 500 Kcal hat -> was für den Tagesbedarf sehr viel ist.“
    Habt ihr probiert, ob es auch ähnlich schmeckt? 500 kcal ist ja nicht sooo wenig, das könnte doch fast jeder gebrauchen, statt immer 1000 kcal zu essen, vor allem da die Menge und Aussehen sehr ähnlich sind.

    Früher gab es in der Mensa Braunschweig einen sehr dicken Mann, der hat auch alle gefragt, ob sie fertig sind mit Essen, um die Reste zu essen. Ich glaub, er konnte nicht aufhören. Und weil viele wohl dachten, dass er zu arm ist (kaputte Schuhe und Kleidung), etwas Anderes zu essen, haben die Studenten ihm ihre Reste überlassen. Er gehörte irgendwann zu den Mittagszeiten einfach dazu und alle wussten, dass er kommt und Reste essen wird. Sie haben ihn „Mensamonster“ genannt. Nicht nett, aber man wusste über ihn wohl sonst gar nichts, nur dass er immer Reste essen wollte und danach gefragt hat. Da dort sehr viele Leute essen, hab ich mich auch immer gefragt, wieso ist er nicht irgendwann einfach pappsatt. Mir war damals noch nicht klar, dass man auch Hunger haben kann, obwohl man vollen Bauch hat, da ich zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Erfahrungen mit Übergewicht hatte, nur mit skinnyfat.
    Ich hoffe, irgendjemand, der sich damit auskennt, hat ihm in der Zwischenzeit geholfen.

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  2. Der Bericht hat es in sich, danke! Ich habe schon ein paar Berichte über PWS gelesen und gerade wenn die Betroffenen noch klein sind, sind Eltern und Umfeld verständlicherweise komplett überfordert. Die Panik, die beschrieben wird, muss unglaublich schlimm sein. Gibt es denn garkeine Möglichkeit, das Hungergefühl iwie zu „retten“ oder mit Hormonen künstlich herzustellen? Spüren Menschen mit PWS physisch nicht, dass der Magen voll ist, oder ist es durch den riesigen Appetit quasi „egal“? Sorry, wenn das alles dumm klingt, bin ja kein Mediziner.

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  3. sternenmond75

    Hallo, der Beitrag ist wirklich höchstinteressant, da mir spontan ein mit meiner Zwillingstochter befreundetes Mädchen einfällt, dass in dieses Raster fällt und die Mutter schon diverse Diagnostik-Runden absolviert hat. Aber nie fiel die Begrifflichkeit PWS – bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:15.000 ist das ja auch nichts, was in das Standardprogramm von Ärzten fällt. Dieses Mädchen ist wirklich ein herzliches Kind, aber hat schulisch auf der kognitiven Ebene viel zu kämpfen. Logopädie/Ergotherapie schon seit Jahren, dann wurde mal eine „auditive Verarbeitungsstörung“ festgestellt, aber damit ist nicht alles erklärt und so ganz passt das zumindest für mich nicht, da sie zig mal besser „hört“ und auf Aufforderungen reagiert als meine 3 Zappelphilipp-Hans-guck-in-die-Luft-Hybriden 😉 – ADS/ADHS schloss man bei ihr wohl erst mal aus, aber besonders fällt das absolut fehlende Sättigungsgefühl auf. Die Schulmensa ist z.B. instruiert, ihr keinen Nachschlag zu geben. Sie stellte sich anfangs locker 3 Mal an, bis man es merkte bzw. die Küchenhilfen freuten sich sogar noch, dass es scheinbar schmeckt. Schokoriegel werden fast unbewusst im Supermarkt „eingesteckt“ bis die Mutter es merkt usw. Weißt Du, ob es öfter Menschen gibt, die erst später und nicht von Geburt an, daraufhin diagnostiziert werden, weil es ja hier vermutlich auch unterschiedliche Ausprägungsgrade gibt? Ich würde die Mutter gern behutsam auf das Thema lenken, auch wenn das eine undankbare und vermutlich saudumme Idee ist, aber ich weiß auch, dass konkrete Diagnosen den Betroffenen und Angehörigen oft helfen, besser mit einer Situation zurecht zu kommen und Chancen/Grenzen besser abschätzen zu können.
    Es wäre toll, wenn Du darauf antworten könntest. Danke!
    Liebe Grüße
    Sternenmond

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    1. paranoid android

      Späte Antwort von einer Familienbetroffenen: Ja, es gibt sogar sehr viele, bei denen es erst sehr spät diagnostiziert wird. Heute seltener als früher, weil es seit ca. 25 Jahren den Gentest gibt, aber es gehört nicht zu den Standard-Screenings und viele Ärzte kennen es einfach nicht. Früher wurde es sogar oft erst im Erwachsenenalter festgestellt, wenn überhaupt. Bei meiner Schwester mit 9 Jahren. Wäre sicher nicht schlecht, es bei dem erwähnten Kind mal anzusprechen.

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  4. Die andere Mona

    Wow, echt krass! Vielen Dank für den Beitrag.
    Mehr kann ich auch irgendwie gar nicht dazu sagen, da ich dieses Gefühl von „Ich sterbe gleich vor Hunger/gelüste!!) nur zu gut kenne, allerdings halt in nem mehr oder weniger normalen Maßstab. Ich habe deshalb wirklich großen Respekt vor diesen Menschen und dass sie es jetzt sogar geschafft haben abzunehmen… Wirklich toll, weiter so! 🙂

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  5. Lebenswirklichkeit

    Danke für die interessanten Informationen. Leider scheint es der Autorin wie immer primär nur darum zu gehen, ihre eigene Ideologie zu stützen. Warum fällt das auf? Das ganze Gespräch gipfelt darin, das man verwundert und erfreut ist, das einigen Kranken oder und Behinderten unter 24 Stunden Aufsicht, Kontrolle und mit einer kalorienreuduzierten Diät gelungen ist, ihr Gewicht zum Teil zu reduzieren. Also bleibt der Autorin wieder nur das Loblied auf: Wenn man will dann gehts auch!

    Dies wird von Lisa weitergeführt. Ich möchte das Erreichte und die Freude darüber nicht schmälern, aber die Konklusionen empfinde ich als fragwürdig bis abstoßend.

    Lisa: Für mich war die Arbeit mit Menschen mit dem Prader-Willi Syndrom in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung. Unter Anderem auch weil ich selbst erkannt hab dass man trotz genetischer Veranlagung Normalgewicht erreichen kann. Zwar unter dauerhafter strenger Diät aber es ist machbar. Ich selbst war immer der Meinung dass sowas einfach in der Familie liegt und man nichts gegen sein Übergewicht tun kann. Die Betroffenen haben mich vom Gegenteil überzeugt, was mich irgendwie mit ein bisschen Stolz erfüllt. Gerade die Menschen die WIRKLICH nichts dafür können beweisen mir dass es auch anders geht.

    Man kann also trotz negativer, gegenteilig wirkender genetischer Veranlagung Normalgewicht erreichen. Ja wie denn?

    Man braucht nur:

    – 24 Stunden Aufsicht durch kompetentes Fachpersonal und ein gutes Konzept
    – Jemand anderen der das Essen entwickelt, kocht und die Diät bzw. 100% den Energiegehalt überwacht
    – Abgeschnittenheit aus dem normalen Leben keine individuelle Freiheit hinzugehen und zu essen und trinken was und wo man „möchte“ – (Bei der vorgestellten Krankheit ist ja sogar sehr extrem).
    – Kostenübernahme, denn selbst finanzieren können sich die Bürger diese oder eine ähnliche Förderung nicht

    Ich möchte folgendes Korrigieren: Nicht die Betroffenen beweisen das es anders geht, sondern das Team ist besonders zu loben, das es sich überzeugt für das Wohlergehen der PWS-Patienten einsetzt. Die Betroffenen hätten nicht geschafft, was das Team mit den Betroffenen und die Gemeinschaft unserer Gesellschaft mit der Kostenübernahme durch soziale Kassen möglich gemacht hat.

    Was könnte man nun WIRKLICH aus dem Beitrag lernen?

    – Das es nämlich doch in der Familie liegt. Es ist eine genetische Krankheit!
    – Es ist unglaublich Aufwändig für Betroffene, die unter den beschriebenen oder ähnlichen Schwierigkeiten zu leiden haben. Hier sind Störungen des Hungerstoffwechsels, Probleme mit verringertem Grundumsatz – da reicht es übrigens untersetzt zu sein und dadurch weniger Körperoberfläche zu haben oder Störungen des Bewegungsapparates zu nennen. Wie die im Beispiel, bei dem es besonders schwierige Krankheitssymptome sind. Dazu reichen aber auch allgemeine Antriebsstörungen oder rheumatische Erkrankungen oder andere Probleme, die das Bewegen bzw. in die Gänge kommen schwieriger machen. Störungen, die mit Impuls- und oder Selbstkontrollstörungen einhergehen. ADHS oder Autismus sind bekannt dafür, das ein starker Hang zum Übergewicht besteht. Anderer Bereich: Schlafapnoe Betroffene, die auch nach einer Weile immer weniger Aktivität schaffen, weil ihre Dauermüdigkeit sie in die Knie zwingt und der Körper einfach nicht will und irgendwann nicht kann. Betroffene sind also nicht EINFACH SO in der Lage, sich zu ändern oder das Verhalten einfach selbst zu steuern. Denn auch hier spielen genetische – also auch familiäre Vererbung – und weitere Einflüsse eine Rolle, bei der Schlafapnoe sind das unter anderem anatomische Probleme, aber auch das Übergewicht selbst. Psychische und Psychosoziale Probleme müssen wir hier auch nicht diskutieren, die führen ebenfalls in diese Falle. Medikamente und Co auch.
    – Man könnte lernen das der Hungerstoffwechsel mehr Einfluss auf das Verhalten der Menschen hat, als man sich vorstellen kann – besonders wenn man noch nie ein Problem damit hatte und nach einer normalen Mahlzeit einfach satt sein darf!
    – Man könnte also lernen, das die Vererbung, die genetischen Merkmale eines Menschen auch seinen Willen beeinflussen und stören können, sich schlank zu halten oder auch nur eine Diät einzuhalten oder beim Essen eine Grenze zu ziehen.
    – Man könnte also auch lernen, das es Krankheiten gibt, die das Abnehmen schwer bis unmöglich machen und dann engmaschige Betreuung erfordern könnten.
    – Es sollte auch lernbar sein, das diese Betreuung das Wohl der Patienten / Betroffenen so nett verfolgen sollte wie Lisa und ihre Crew. Eben nicht die typische Selbst-Schuld-Romantik gegenüber Übergewichtigen.

    Aber diese Erkenntnisse müssen hier leider zurückstecken. Es geht offenbar doch in erster Linie darum, zu beweisen, das durch Kalorienzählen Dick und Dünn möglich ist. Das stellt auch keiner mit Verstand in Frage! Nur das es für die überwiegende Mehrheit im realen Alltag und oft durch weitere Krankheiten und Einschränkungen wie z.B. Armut, Bildungsmangel und vor allem fehlende Hilfe und Betreuung.

    Alles wird offensichtlich doch wieder nur auf das Kalorienzählen heruntergebrochen.

    Das ist ein bischen wenig und nicht die ganze Informationsspanne, die der Beitrag geliefert hatte.

    Trotzdem steht ausser Frage, das es gut und wichtig ist Betroffenen Mut zu machen die Verantwortung für ihr Gewicht zu übernehmen so gut sie das können. Da müsste aber die richtige Hilfe sich anschließen. Nur wird die immer weniger den Patienten gegeben. Das erste ist das moralische Versagen das dem Dicken vorgeworfen wird.
    Und der Blog beteiligt sich immer wieder daran, indem er jede Information, jede Studie und jede Situation nur kurz mal eben darauf hin untersucht, ob Diät mit Kalorienrestriktion möglich wäre.

    Das ist schlicht die Verschleierung all der Informationen, die dieser Beitrag deutlich an einem extremen Beispiel zeigt um dann über einen kleinen Umweg doch wieder von der Eigenverantwortung zu faseln, die am Ende gerade bei dem Thema doch viele nicht erbringen können. Aber da wird nicht für wirkliche Hilfe für die Betroffenen gesorgt, nein, es gilt bis heute in Deutschland nicht als anerkannte Krankheit Adipös zu sein und ausser ein bischen Ernährungsnanny und Alibi-Pseudosportprogramme wird nicht viel angeboten. Die Kosten, den Druck, die Disziplin, die Leistung, die Überwachung, das Essen und die Diätkontrolle wird komplett den Betroffenen selbst überlassen.
    Das klappt aber nicht. Es scheitert eben genau an den Nebenschauplätzen der individuellen Rahmenbedingungen von denen immer soviele sprechen und die Sie im Blog und Buch als Fettlogiken abwerten. Dabei handelt es sich um die Bedenken und Erklärungen wieso manche nicht können wie sie sollten und wollen, wenn es denn irgendwie klappen würde.

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    1. Es geht offenbar doch in erster Linie darum, zu beweisen, das durch Kalorienzählen Dick und Dünn möglich ist. Das stellt auch keiner mit Verstand in Frage!

      Doch. Und genau das ist ein großes Problem und wirkt sich negativ auf die Selbstwirksamkeit aus. Ehrlich gesagt empfinde ich diesen ganzen Kommentar als äuerst herablassend gegenüber Übergewichtigen, denn es kommt an als „Hahaha, man muss ja schon SEHR blöd sein, um OFFENSICHTLICHSTE Dinge über Kalorien nicht zu wissen. Das weiß doch JEDER der zwei Hirnzellen hat und Fehlinformationen können unmöglich Grund für Übergewicht sein, weil so verdammt dämlich kann ja niemand sein.“ – Ich und viele andere Leser kannten diese Fakten über Gewichtskontrolle eben nicht, und zwar nicht weil ich besonders doof bin, sondern weil einem Fehlinfos buchstäblich an jeder Ecke nachgeworfen werden. Die Gene! Der kaputte Stoffwechsel! Die Schilddrüse! Etc. etc.

      „Was könnte man nun WIRKLICH aus dem Beitrag lernen?“

      Wenn SIE das alles aus dem Beitrag gelernt haben, warum sollten dann alle anderen dafür zu doof sein? Aber danke, dass Sie nochmal Ihre Erkenntnisse für das dümmliche dicke Publikum aufbereitet haben (sorry falls das nun unfair sarkastisch klang, aber ich habe wirklich den Eindruck, Sie halten Übergewichtige generell für etwas minderbemittelt und nicht zu Eigenverantwortung fähig, so als müsste man ab 5kg Übergewicht die Eigenständigkeit am besten gleich abgeben)

      „Störungen, die mit Impuls- und oder Selbstkontrollstörungen einhergehen. ADHS oder Autismus sind bekannt dafür, das ein starker Hang zum Übergewicht besteht.“

      HABEN Sie ADHS? Ich nämlich ja. Und wissen Sie was? Ich bin trotzdem zu Eigenverantwortung fähig. Krass, was? Gut, vielleicht bin ich nicht so gut darin, nicht impulsiv angesäuert auf herablassende Kommentare zu antworten, das mag sein. Aber was ich kann: Strategien finden, um trotzdem ein gesundes Gewicht zu halten, auch wenn es mir verdammt schwer fällt, an der Schokolade vorbeizugehen. Was ich dagegen nicht brauche: Menschen, die mir einreden, ich sei ohnehin verdammt zum Dicksein, denn genau diese „wohlmeinenenden“ Menschen wie Sie, die sich gegen die schreckliche „Abwertung“ Dicker eingesetzt haben, haben mir auf dem Weg zu 150kg geholfen.

      Niemand sagt, dass es „einfach so“ gehen muss. Wer trotz ausreichender Information nicht abnehmen kann, weil andere Gründe im Weg stehen, der kann und sollte jede Hilfe kriegen, die er braucht. Ich bin die Letzte, die Psychotherapie oder sonstige Unterstützung ablehnt. Man muss nicht alles alleine schaffen. Aber diese herablassende Art, Leuten mit Übergewicht jede Eigenverantwortung abzusprechen ist genau das, wogegen ich als Betroffene mich wehre. Wenn Betroffene Ihnen so am Herzen liegen, dann sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, einmal von Ihrem hohen Ross herunterzusteigen und auch diejenigen anzuhören, die Sie hier offenbar pauschal als unfähig betrachten.

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      1. Lebenswirklichkeit

        Ich und viele andere Leser kannten diese Fakten über Gewichtskontrolle eben nicht, und zwar nicht weil ich besonders doof bin, sondern weil einem Fehlinfos buchstäblich an jeder Ecke nachgeworfen werden. Die Gene! Der kaputte Stoffwechsel! Die Schilddrüse! Etc. etc.

        Da Sie machen es schon wieder. Das sind keine Fehlfinformationen, sondern die Informationen werden von Laien und offenbar auch von Fachleuten falsch interpretiert. Behandlungsresistentes Übergewicht hat seine Ursachen und die sind vielschichtig. Das bedeutet aber nicht das jeder davon betroffen ist. Trotzdem sind einige von diesen Dingen Betroffen und das zu negieren ist genau das was dann als Propaganda über Kalorienrestriktion wahr genommen wird.

        HABEN Sie ADHS? Ich nämlich ja. Und wissen Sie was? Ich bin trotzdem zu Eigenverantwortung fähig. Krass, was? Gut, vielleicht bin ich nicht so gut darin, nicht impulsiv angesäuert auf herablassende Kommentare zu antworten, das mag sein. Aber was ich kann: Strategien finden, um trotzdem ein gesundes Gewicht zu halten, auch wenn es mir verdammt schwer fällt, an der Schokolade vorbeizugehen. Was ich dagegen nicht brauche: Menschen, die mir einreden, ich sei ohnehin verdammt zum Dicksein, denn genau diese „wohlmeinenenden“ Menschen wie Sie, die sich gegen die schreckliche „Abwertung“ Dicker eingesetzt haben, haben mir auf dem Weg zu 150kg geholfen.

        Ihre ADHS ist teil des Problems und jetzt verstehe ich Ihre Art auch besser. Ich weiß genau wie hart das ist mit ADHS und Impulskontrollstörung Übergewicht in den Griff zu bekommen. Manche schaffens trotzdem ein wenig, die allerwenigsten schaffen es komplett, andere halt gar nicht. Es geht nicht darum Ihnen und Ihren Fans die Erfolge oder die Richtigkeit bzw. die Berechtigung der Thesen wegzunehmen, oder Sie von einer anderen Sichtweise zu überzeugen. Es geht darum, das Verständniss in der Sache von allen Blickwinkeln aus zu fördern.

        Was ich dagegen nicht brauche: Menschen, die mir einreden, ich sei ohnehin verdammt zum Dicksein,

        Es geht nicht um Sie oder Ihre oder meine Befindlichkeiten. Es geht um die Sache. Die Sache ist mit der einseitigen Darstellung von Kalorienrestriktion als Lösung für alle Probleme nicht ausreichend dargestellt .Das ist alles was ich kritisiere und das ist die oft wahr genommene Problemeatik mit dem oft verkürzenden Gewichtsmodell das Sie verwenden.

        Niemand sagt, dass es „einfach so“ gehen muss. Wer trotz ausreichender Information nicht abnehmen kann, weil andere Gründe im Weg stehen, der kann und sollte jede Hilfe kriegen, die er braucht. Ich bin die Letzte, die Psychotherapie oder sonstige Unterstützung ablehnt. Man muss nicht alles alleine schaffen. Aber diese herablassende Art, Leuten mit Übergewicht jede Eigenverantwortung abzusprechen ist genau das, wogegen ich als Betroffene mich wehre. Wenn Betroffene Ihnen so am Herzen liegen, dann sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, einmal von Ihrem hohen Ross herunterzusteigen und auch diejenigen anzuhören, die Sie hier offenbar pauschal als unfähig betrachten.

        Kommunikation ist schon lustig. Sie werfen mir genau die Dinge vor, die ich nie und nimmer beabsichtigt hätte. Weder sind Übergewichtige unfähig die Verantwortung zu übernehmen, aber trotzdem wird von denen, die unter erschwerten Bedingungen leiden all zu oft gefordert ohne Unterstüzung alles im Griff zu haben. Und nicht wenige Leute winken heute mit Ihrem Buch, das bei einer bestimmten Klientel sehr populär ist. Genau das ist mein Problem. Weil diese Leute immer wieder ignorieren wie viele Probleme und Hürden, Schwierigkeiten und Erschwernisse bis hin zur Unmöglichkeit! eine sorgfältige Gewichtskontrolle im individuellen Fall mit sich bringt.

        Ihr Blog liest sich in dieser Hinsicht genau so. Mit dem Wissen über Ihre ADHS fällt mir das auch leichter sIe persönlich einzuschätzen und die Härte und Stringenz mit der Sie das Thema auf den Punkt Kalorienrestriktion herunterbrechen, als Teil ihrer Strategie wahr zu nehmen.

        Leider scheint Ihnen nicht aufzufallen welchen Einfluss Sie damit nach aussen verbreiten und wieviele Übergewichtige, die nämlich mit der Zeit gemerkt haben, das es bei ihnen aus diesem oder jenem Grund schwerer oder unter bestimmten Umständen dann einfach nicht möglich ist bzw. es den Betreffenden nicht wert ist die Einbussen bei der Lebensqualität vorzunehmen um entsprechend zu verschlanken.

        https://adhsspektrum.wordpress.com/2011/11/15/adhs-und-ubergewicht-adipositas/

        Was ich also sagen wollte, ist das – um beim Beispiel ADHS zu bleiben – die Betroffenen Hilfe bekommen. Aber gerade bei ADHS gibt es nicht mal Coaching in Deutschland auf Rezept, geschweige denn das sich in Deutschland entsprechende Qualifikationen finden ließen, so daß man nicht mal wenn man privat wollte, entsprechend qualifizierte Hilfen bekommen könnte.

        Würde man also mal fragen WARUM schafft es XYZ nicht abzunehmen? Dann kommen nämlich die Antworten: Ich hab das und das Symptom, woher kommt das warum steht mir das im Weg?

        Das müsste man mit allen Krankheiten machen und nicht das Symptom „Übergewicht“ als moralisches Versagen der Betroffenen hinstellen.

        Wenn Sie ADHS haben dann sollte Ihnen dieses „moralische Versagen“ doch bekannt sein?

        Genau deshalb muss man auf die Übergewichtigen zugehen und mit Ihnen gemeinsam arbeitend auch die Ursachen suchen und nicht nur mit der Kalorienreduktions-Diät-Keule eins überbraten.

        Viel Erfolg Ihnen mit Ihrer Arbeit und Ihren Gewichtszielen. Vielleicht sind wir gar nicht so weit von einander entfernt wie ich dachte. Nur die Art und Weise insbesondere der Kommunikation unterscheidet sich.

        Grüße

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      2. Sorry, aber Sie arbeiten sich hier komplett an Strohmännern, bzw. in dem Fall an einer Strohfrau ab. Ich schreibe im Buch mehrfach dass Abnehmen simpel aber nicht EINFACH ist und dass es sehr schwierig sein kann, bestimmte Dinge in den Griff zu bekommen. Wenn Sie hier in den Kommentaren oder im neu gegründeten Forum lesen, werden Sie sehr oft auf Menschen treffen, die von Problemen erzählen und die dafür Verständnis erhalten. Keine Ahnung ob Sie das Buch gelesen haben, aber das überwiegende Feedback, abgesehen von einigen „Ausreißern“ die es anders empfinden ist, dass ich eben nicht „hart“ bin. Wie kommt es, dass sich so viele Menschen gerade nicht verurteilt oder als „moralische Versager“ fühlen, sondern es gegenteilig empfinden?

        Ja, ganz ehrlich, ich bin mittlerweile etwas dünnhäutig wenn Menschen meinen, sie müssten die „armen Dicken“ vor mir „beschützen“. Das Buch und der Blog richtet sich explizit an Menschen, die etwas ändern wollen. Aber selbst im Buch schreibe ich mehrfach, dass es völlig okay ist, eine eigene Entscheidung zu treffen und andere Prioritäten zu setzen, genau wie im Blog (z.B. https://fettlogik.wordpress.com/2015/09/17/just-dont-do-it/). Wo stelle ich da Übergewichtige als moralische Versager hin? Ich schreibe im Blog und auch im Buch, dass Übergewicht gerade NICHT daher kommt, dass permanent ungezügelt in sich hineingestopft wird und ich verwehre mich explizit gegen das Klischee, dass Übergewicht mit Disziplinlosigkeit und Faulheit einher geht. Keine Ahnung ob Sie das Buch gelesen haben, aber z.B. direkt in dem einleitenden Satz unter dem Kapitel „60 Prozent Übergewichtige
        können kaum alle »faul«
        oder »undiszipliniert« sein!“ schreibe ich, dass ich eben NICHT denke, dass das die Gründe sind („Ich denke auch nicht, dass Übergewicht in Faulheit oder Disziplinlosigkeit
        begründet liegt.“).

        Es NERVT mittlerweile einfach nur noch, wenn Leute mir irgendwelche Aussagen in den Mund legen, die ich explizit und mehrfach abgelehnt habe, gerade weil ich selbst unter diesen Aussagen mein Leben lang gelitten habe.

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  6. Lebenswirklichkeit

    Mit jemandem, der alles auf sich selbst bezieht, obwohl ihm mehrfach deutlich gesagt wurde das es nicht um ihn selbst geht sondern um die Sache Übergewicht/Diätkarrieren/Ursachen für Übergewicht, ist schwer zu kommunizieren. Ich habe jedenfalls gesagt was ich zu sagen gedachte. Es mag sein das Ihre Position anders ist als es hier im Beitrag den Anschein hatte.

    Es ist die gesellschaftliche Dimension, über die ich schrieb. Der Vorwurf „moralisches Versagen“ entspringt der Gesellschaft und nicht Ihnen. Der Eigenverantwortungsdruck der Gesellschaft, nicht Ihnen. Aber genau die Hardcore-Vertreter benutzen Ihr Buch und Ihre einseitig interpretierte Thesensammlung um damit Übergewichtige unter Druck zu setzen.

    Sollten Sie das nicht wissen, nie bemerkt haben und nicht so wollen, gut. Denn daran haperte es in diesem Interview-Beitrag. Alles soll sich der Leser denken, nichts von dem was ich schrieb war Ihnen wichtig genug in den Vordergrung gerückt zu werden beim Interview, im Gegenteil.

    Wichtig war und ist Ihnen offenbar primär das man abnehmen kann wenn man bestimmte Faktoren einhält. Das das so pauschal gar nicht stimmt, wie das Beispiel zeigt, sondern eben nicht die Betroffenen sondern die Helfer und massive Hilfestellungen die Reduktion erst ermöglicht haben, das kommt nicht direkt zur Sprache. Das wird nicht in den Mittelpunkt gerückt, Das sollen die Leser alle selbst interpretieren wie sie wollen oder können?

    Aber das man ja durch Kalorienreduktion verschlanken könne, wenn man es nur richtig macht, das ist jetzt Mittelpunkt und wichtig genug das man es immer wieder sagt? Sie wollen vielleicht etwas anderes sagen, sie tun es nur nicht. Ihre Kommunikation reduziert sich zu stark darauf, das es geht aber nicht das es schwer ist und eben nicht für alle geht, sondern sie schreiben dauerhaft immer wieder davon wie es geht und das alles andere Irrtümer seien.

    Im Gegensatz zu Ihnen Ich bin reichlich dünnhäutig wenn ich lese, immer wieder ohne Rücksicht darauf das es eben nicht geht, den Leuten vorgehalten wird, wenn ihr nur wollt und es richtig macht, dann geht es.

    Da ist der der Wunsch der Vater des Gedanken.

    Jedenfalls habe ich meine positive Haltung in Glückwünschen und im Schlusswort deutlich gemacht. Also kein Grund sich von mir angepöbelt zu fühlen.

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    1. Mona

      „Es ist die gesellschaftliche Dimension, über die ich schrieb. Der Vorwurf „moralisches Versagen“ entspringt der Gesellschaft und nicht Ihnen. Der Eigenverantwortungsdruck der Gesellschaft, nicht Ihnen. Aber genau die Hardcore-Vertreter benutzen Ihr Buch und Ihre einseitig interpretierte Thesensammlung um damit Übergewichtige unter Druck zu setzen. “
      Jeder, der das Buch gelesen hat, weiß, dass der Druck weggenommen wird (es befreit), ganz egal wie gemein „die Gesellschaft“ zu einem ist.

      So ziemlich das ganze Buch handelt davon, wie schwer das ist abzunehmen, welche Steine man selbst oder andere einem in den Weg legen. Durch Studienergebnisse werden die Steine nach und nach aus dem Weg geräumt und wenn man es allein nicht hinbekommt, ist es überhaupt kein Problem sich Hilfe zu suchen. Und vor allem: Man kann das Buch lesen auch wenn man den Wunsch hat zuzunehmen. Das Buch nimmt den Druck und macht viel Mut, dass man einfach mal das macht, was man selbst gut findet und was einem gut tut.

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    2. Wenn Ihnen so viel daran liegt, die Eigenleistung von Menschen mit einer gravierenden genetischen Erkrankung abzuwerten und letztlich auf „DIE haben ja gar nichts dazu gemacht, es WURDE ja für sie gemacht“ zu beharren … von mir aus. Fakt ist, dass jeder Mensch physiologisch dazu in der Lage ist, abzunehmen – und ja, Menschen mit Prader Willi sind dafür beispielhaft, denn sie haben buchstäblich die schlechtesten Bedingungen, die überhaupt möglich sind.
      Es liegt in der eigenen Verantwortung die Entscheidung zu treffen, ob man das möchte und sich ggf. die nötige Unterstützung zu suchen. Das bedeutet weder, dass es leicht ist, noch dass man es muss. Was für Betroffene jedenfalls nicht hilfreich ist, ist pseudohilfreiche Kleinmacherei von oben herab, weil ja manche einfach nicht können und es dann ja auch am besten gar nicht versuchen sollten. Was bringt mir das immense, mitleidige Verständnis für mein Hashimoto, für meine genetische Vorbelastung, mein ADHS und mein kaputtes Knie? Ändert das etwas daran, dass ICH diejenige bin, die immobil und mit Schmerzen da sitzt? Wie schön, wenn jemand mir dann tröstend den Kopf tätschelt, weil ich es besonders schwer habe – es hätte mir wesentlich mehr genutzt, wenn mir jemand vor 20 Jahren gesagt hätte, dass ich NICHT auf verlorenem Posten kämpfe. Wenn Sie Ihre Umgebung unbedingt kleinhalten möchten, damit die armen Dicken erst gar nicht auf die Idee kommen, etwas ändern zu können ist das Ihre Sache. Aber ich werde Sie dafür ganz sicher nicht für einen guten Menschen halten.

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      1. Lebenswirklichkeit

        Schade das Sie unbedingt meinen Kommentar negativ lesen müssen.

        Und an der Tatsache, das die Menschen mit Prader Willi es alleine nicht geschafft hätten kommen Sie nicht vorbei. Das sie es nicht schaffen geht deutlich aus dem Interview hervor. Das auch die Betroffenen mitgearbeitet haben, habe ich in meinem Kommentar bereits herausgearbeitet. Sie wollen mich offenbar falsch verstehen.

        Was für Betroffene jedenfalls nicht hilfreich ist, ist pseudohilfreiche Kleinmacherei von oben herab, weil ja manche einfach nicht können und es dann ja auch am besten gar nicht versuchen sollten.

        Es geht nicht um Kleinmacherei, es geht darum die Probleme derer deutlich hervorzuheben, die es nicht schaffen und das ist in der Realität einfach die überwiegende Mehrheit der von höherem Übergewicht betroffenen sind und die kämpfen meistens ein Leben lang mit dem Übergewichtsphänomen und schaffen es nicht auf Dauer.

        Es geht gar nicht darum das die Leute es nicht versuchen sollten. Es geht um eine Darstellung der Probleme und Ursachen, um eine differenzierte Adipositas Diagnostik mit Ursachensuche und daraus folgender detaillierter Therapie und Unterstützungsangeboten durch die Krankenkassen. Das passiert nicht ausreichend und solange sich alle nur auf Eigenverantwortung einigen, wird es das auch nicht geben.

        Was bringt mir das immense, mitleidige Verständnis für mein Hashimoto, für meine genetische Vorbelastung, mein ADHS und mein kaputtes Knie? Ändert das etwas daran, dass ICH diejenige bin, die immobil und mit Schmerzen da sitzt? Wie schön, wenn jemand mir dann tröstend den Kopf tätschelt, weil ich es besonders schwer habe – es hätte mir wesentlich mehr genutzt, wenn mir jemand vor 20 Jahren gesagt hätte, dass ich NICHT auf verlorenem Posten kämpfe. Wenn Sie Ihre Umgebung unbedingt kleinhalten möchten, damit die armen Dicken erst gar nicht auf die Idee kommen, etwas ändern zu können ist das Ihre Sache. Aber ich werde Sie dafür ganz sicher nicht für einen guten Menschen halten.

        Mir scheint Sie sind nicht fähig angemessenen verstündnissvollen und freundlichen Umgang mit sich und anderen Übergewichtigen zu praktizieren. Nur weil ich jemandem Verständnissvoll auf die Schulter tätschel und sage das ich ihn verstehe, das ich mit ihm mitfühle heißt das noch lange nicht das ich ihn nicht zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung auffordere und ermutigen will.

        Gerade das Verständniss, das Abholen der Menschen dort wo sie mit ihren Problemen stehen ist tausendmal mehr wert als das Kleinmachen durch ein Mantra vom Kalorienzählen, das A L L E I N E für die Meisten nicht trägt.

        Die Leute, die keine Erschwernisse haben, die schaffen doch auch ohne das viele Gerede und Beweisführungen ihr Gewicht mal mehr mal weniger gut zu halten. Die kommen doch in der Regel kaum auf wirklich riskantes Übergewicht und machen ihre Diäten auch ohne das man Ihnen ständig aufs Brot schmieren müsste das das es ginge! Das wissen die schon aus Erfahrung und haben gerade deshalb oft kein Verständniss für dicke Karrieren und Übergewichtige, die wegen diverser Probleme nicht dasselbe schaffen.

        Das was Eigenverantwortungszwänge in dieser Form und Vehemenz bewirken ist nicht viel mehr als das die Übergewichtigen mit Problemen dann wieder und wieder Energie vergeuden für DIäten, die für diese Klientel nicht tragen.

        Es ist erst die Diagnose nötig und die wird von Ärzten viel zu oft gar nicht gestellt. Da werden einfach alle mit genau dem Text nach hause geschickt, den Sie hier im Blog rauf und runter beten: Futter weniger und Beweg dich mehr. Aber: Nach dem Xten Jojo glauben die Leute halt das des nicht funktioniert. Probiert haben das doch die allermeisten Dicken! Die suchen aber nach den Erklärungen wieso es nicht klappt und genau das ist das Problem! Anstatt Aufklärend hier einzuhaken und die Ursachen für Übergewicht zu hinterfragen, proklamieren Sie pauschal das man ja wenn man wolle einfach nur genug hungern muss dann ginge das schon klar.

        Man hilft den meisten dicken Menschen einfach nicht wenn man N U R erzählt das es ginge mit Kalorienzählen. Man muss sagen warum das dem Einzelnen oder bestimmten Typen bei dieser oder jener Krankheit schwer fällt und wie man das vielleicht Ändern kann – Man kann Eigenverantwortung nicht blindwütig fordern und erzwingen, man muss die Leute durch Wissen und Möglichkeiten in die Lage versetzen ihre Verantwortung überhaupt wahr nehmen zu können ansonsten werden sie weiter scheitern.
        Und diejenigen, die es trotzdem nicht schaffen, denen muss man mit Verständniss und weiteren Hilfsangeboten helfen die Folgen und Symptome zu minimieren.

        Das ist wirkliche Hilfe.

        Für Sie als ADHSlerin mag der extreme Weg der einzige gangbare Weg sein, aber andere Menschen leiden unter diesem herzlosen Umgang und der Verweigerung von Verständniss.

        Wissen Sie, ich habe schon Leute reden gehört, die mit KZ Vergleichen kamen. „Da waren ja auch alle dünn gewesen hinterher!“
        Dieselbe Person ist nach schweren persönlichen und psychischen Problemen anders geworden. Heute ist diese Person sehr viel Verständnissvoller für sich und andere. Sie hat gelernt das man nicht so hart ist, wie man das gerne hätte und das die individuelle Leistungsfähigkeit und Stärke ihre Grenzen hat. Diese Person ist immer ein Arbeitstier und Zugpferd gewesen und hatte für Schwächen und Versagen wenig Verständniss im Sinne von nicht verstehen können. Erst die eigenen Grenzen zu erfahren und was es wirklich heißt nicht (mehr) zu können hat ihr beigebracht andere Menschen nicht mehr ohne Verständniss zu sehen.

        Nun will ich nicht das Sie ihren Ehrgeiz verliern oder ihre Erfolge verlustig gehen.
        Auch wenn Sie das offenbar überlesen und nicht honorieren, ich möchte das Sie und alle Übergewichtigen erfolgreich sind und ihr Gewicht normalisieren so gut es geht. Trotzdem bin ich der Auffassung das Verständniss der Schlüssel ist und sachlich richtige Aufklärung und nicht das Wunschdenken einfach wieein Mantra herunterzubeten.

        Noch ganz kurz nebenbei:

        Sind Sie sich bewußt, das ADHSler besser hungern können als andere Gruppen? Das es durch die Besonderheiten des Hirn-Stoffwechsels vielen Betroffenen leichter fällt auf Essen zu verzichten? Das ist einer der Gründe, wieso so viele im Bereich Magersucht vertreten sind. Für diese Klientel ist Hungern eine beruhigende Angelegenheit.

        Gute Nacht (uhh 3 Uhr 😮 ) Schönen Feiertag Ihnen!

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      2. Puh, Weltbild mit etwas geistiger Gymnastik gerade noch gerettet: Die ADHSlerin hatte es DOCH besonders leicht! Hah! PS: Das „Hungern“ wie Sie es nennen erstreckte sich über das erste halbe Jahr. Anschließend ging es mit deutlich höherer kcal-Menge weiter. Aber ich bin sicher, Sie finden auch hier noch mit etwas Suchen einen Grund, warum das Gewicht ohne Mühe von mir abgefallen ist, trotz genetischer Veranlagung und Stoffwechselerkrankungen (ja, mehrere) und warum alle übrigen Übergewichtigen das nicht können. Jeder, der es schafft, hatte es eben aus irgend einem Grund doch total leicht, entweder ein tolle ADHS-Hirn das fürs Hungern wie geschaffen ist oder eine Betreuung oder sonst etwas. Dass man jahrzehntelang schwer adipös war ist vermutlich ein Versehen, denn eigentlich ist man ja fürs Schlanksein geboren, im Gegensatz zu den normalen Dicken, die auf keinen Fall abnehmen können.

        Dass Sie das Buch nicht gelesen haben und hier Strohmann nach Strohmann bekämpfen wird immer deutlicher, denn alles was Sie so ausführlich beklagen, habe ich in besagtem Buch lang und breit begründet. Erwähnte ich schon, dass es nervt, wenn Menschen sich nicht die Mühe machen, meine Aussagen tatsächlich zu lesen und dann dagegen argumentieren, was ich aus ihrer Sicht vermutlich, möglicherweise evtl gesagt haben könnte, und falls ich es nicht gesagt habe, aber ganz sicher so meine?

        Wenn wir auf diese Art kommunizieren, dann mache ich da gerne mit: Aus meiner Sicht sind Sie ein Mensch, der es nicht erträgt, wenn andere ihr Leben verbessern. Nicht dass mein Buch Dicke herunterzieht beschäftigt Sie, es stört Sie und macht Ihnen Angst, dass es tatsächlich Menschen ermutigen könnte. Daher sitzen Sie gierig vor jeder Negativrezension und saugen jedes kritische Wort auf, um sich zu bestätigen, dass das Buch oberflächlich und gemein ist und sich in „Hey Fettis, fresst mal weniger, ihr Luschen!“ erschöpft. Jeder, der etwas positives herauszieht, ist offensichtlich nur voller Härte und Selbsthass zu sich. Und falls Sie denken, ich habe das polemisch überspitzt, um Ihnen aufzuzeigen, was Sie hier mit mir tun … um ehrlich zu sein habe ich exakt dieses Bild vor Augen. Sie haben nämlich ganz offensichtlich den Blog darauf gescannt, was in Ihre Theorie passt und vermutlich auch die 1-Stern-Rezensionen auf Amazon gelesen – hätten Sie auch nur einige der positiven Kritiken gelesen, ohne mit „Ach, das sind doch nur unkritische Abnehmjubelstories“ ranzugehen, hätten Sie evtl. gelesen, dass sehr viele Menschen, die aus durchaus kritischer Perspektive (z.B. Feminismus und Fatacceptance) kommen, das Buch eben gerade nicht abwertend finden.

        Über Menschen wie Sie schreibe ich übrigens auch. Es nennt sich Krabben im Korb-Phänomen und tritt immer dann auf, wenn Menschen, die unglücklich mit ihrer eigenen Situation sind, erleben, dass andere Menschen ihre Situation verbessern. Und wenn die dicke Brigitte, auf die man immer so schön mitleidig herunterschauen konnte, weil DieHatsJaAuchSchwer(SO schlecht gehts mir ja zum Glück nicht) plötzlich etwas ändert, und es aussieht, als könnte sie etwas positives für sich erreichen, kommen diese „wohlmeinenden“ Menschen und versuchen, sie vor dieser Änderung zu „beschützen“. Statt zu überlegen, warum einem das negative Gefühle macht und ob es vielleicht daran liegt, dass man selbst etwas ändern möchte, wird sofort begonnen, die anderen herunterzuziehen. Wenn die es nicht schaffen ist das ja der beste Beweis dafür, dass man selbst auch nichts ändern sollte. Wohlmeinend ist daran leider gar nichts, denn es geht auf Kosten derer, die da „beschützt“ werden sollen. Wie gesagt: Wenn Sie Ihr Umfeld auf diese Art herunterziehen und kleinhalten wollen, indem Sie ihnen wieder und wieder vorbeten, dass sie es ohnehin nie schaffen können … das können Sie natürlich tun. Ihr vorgeschobenes „Ich wünsche Ihnen und allen Dicken ja nur das Allerbeste“, das Sie vielleicht sogar selbst gerne glauben möchten, dürfen Sie dabei gerne behalten.

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      3. Mona

        Lebenswirklichkeit: „Es ist erst die Diagnose nötig und die wird von Ärzten viel zu oft gar nicht gestellt. Da werden einfach alle mit genau dem Text nach hause geschickt, den Sie hier im Blog rauf und runter beten: Futter weniger und Beweg dich mehr. Aber: Nach dem Xten Jojo glauben die Leute halt das des nicht funktioniert. Probiert haben das doch die allermeisten Dicken! Die suchen aber nach den Erklärungen wieso es nicht klappt und genau das ist das Problem! Anstatt Aufklärend hier einzuhaken und die Ursachen für Übergewicht zu hinterfragen, proklamieren Sie pauschal das man ja wenn man wolle einfach nur genug hungern muss dann ginge das schon klar.“

        Nein.

        Für mich liest es sich so, dass Sie das Blog hier missverstehen, weil sie das Buch nicht gelesen haben, worauf sich dieses Blog bezieht.

        (Persönliche Empfehlung: Schauen Sie bitte nach, was der Unterschied zwischen „dass“ und „das“ ist und wann „dass“ benutzt wird.
        Ich weiß leider nicht, wie man hier Zitate vernünftig einbindet. Wenn ich dies versuche, verschwinden meist die Zitate. Wo kann ich das nachsehen? Kann mir jemand von euch zeigen, wie man das aufschreiben muss?)

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    3. Michael Mendelsohn

      „Aber das man ja durch Kalorienreduktion verschlanken könne, wenn man es nur richtig macht, das ist jetzt Mittelpunkt und wichtig genug das man es immer wieder sagt?“ Ja.
      Im Bereich Gewichtsabnahme halten sich nämlich zahlreiche Mythen (eben die Fettlogiken), warum eine Abnahme physiologisch so oder so nicht funktionieren kann: „Hungerstoffwechsel“, „Jojo-Effekt“ usw. Jemand, der/die abnehmen möchte, sieht sich also nicht nur mit der eigenen Psyche konfrontiert, sondern hat auch ein komplexes Regelsystem zu beachten, was beim kleinsten Regelverstoß alle Diäterfolge automatisch zunichte machen soll.

      Frau Hermann’s Buch hat hier das Verdienst, diesen Zopf einfach abzuschneiden, indem es wissenschaftlich untermauert darlegt, dass dieses ganze „Regelwerk“ nicht naturgesetzlich ist. Es reduziert die biologisch-naturwissenschaftliche Seite des Abnehmens darauf, dass menschen bei Kaloriendefizit abnehmen und bei Kalorienaufnahme auf dem Niveau des Umsatzes ihr Gewicht halten. Das bedeutet, dass alle anderen „biologistischen“ „Regeln“ bezogen auf das Gewichtsziel gefahrlos ignoriert werden können. Oft ist es Betroffenen gerade durch diese Vereinfachung möglich, auch die ihre anderen Faktoren, die eine Abnahme erschweren, in den Griff zu kriegen.

      Genau diesen Zusammenhang beleuchtet auch das vorliegende Interview: eine Therapie, die sich darauf konzentriert, den Prader-Willi-Patienten zu ermöglichen, ein Kaloriendefizit zu essen, ist erfolgreich. Dass das nicht einfach war, wird im Beitrag ja sehr deutlich geschildert. Der Ansatz wurde aber dadurch vereinfacht, dass die Kalorienreduktion als einzige Diätmaßnahme vorgesehen war, so dass alle anderen Maßnahmen flexibel auf dieses klare Ziel hin ausgerichtet werden konnten. Hätte nochdie eine oder andere Fettlogik mit eingebaut werden müssen, so wäre das gleiche Ziel nur schwerer (und teurer!) zu erreichen gewesen.

      Genau der Grundsatz, dass biologisch nur ein Kaloriendefizit erreicht werden muss, um eine Abnahme zu bewirken, hat es auch zahlreichen LeserInnen ermöglicht, ihre anderweitigen Probleme, auf die Sie, „Lebenswirklichkeit“, in Ihren Beiträgen eingehen, in den Griff zu bekommen und Abnehmerfolge zu erzielen.

      Frau Hermann hat das erreicht, indem sie die psychologischen und physiologischen Probleme eben nicht verharmlost, aber klarstellt, dass diese den Abnehmerfolg nicht letztendlich festlegen: schafft es der oder die Übergewichtige, diese Probleme zu bewältigen und ein Kaloriendefizit zu essen, ist der Abnehmerfolg garantiert. Und genau diese klare Ansage macht das Überwinden dieser Probleme zwar nicht immer einfach, aber in der Regel eben doch einfacher.

      Das sollte eigentlich auch in Ihrem Interesse sein: schließlich nähert es die gedankliche Wirklichkeit der Lebenswirklichkeit ein großes Stück an.

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      1. Lebenswirklichkeit

        Hallo Mendelsohn!

        Nun mir gehts überhaupt nicht darum, die Tatsachen zu leugnen. Aber es gibt eben Unterschiede und über die individuellen Unterschiede muss geredet werden, warum nämlich schafft der Eine was der Andere nicht schafft? Das ist die Kernfrage. Frau Hermann will sich darauf konzentrieren wie kann man es dennoch schaffen? Das ist keine Frage kann man machen. Allerdings läuft es auf eine polemische Version und Negierung jeden Unterschieds hinaus.

        Natürlich stimmt es das es Unterschiede gibt. Zählen wir die mal auf: Darmflora, Körpergröße / Untersetzt sein (Körperoberfläche), Neigung zu mehr oder weniger Muskulaturaufbau, Hormonelle Probleme, Schlafstörungen, Streß und Streßempfindlichkeit, Störungen der Handlungsplanung / Impulskontrollschwäche / -störung (ADHS / Autismus). Auch der „Hungerstoffwechsel“ existiert. Genauso die Erfahrung von Menschen, die Abnehmen wollen, und merken am Anfang ist es leicht und danach ist es schwerer. Das diese Betroffenen dann den Hungerstoffwechsel, der eine direkte Reaktion auf Energie-Mangelernährung des Körpers ist, überschätzen (vor allem durch diverse Thermoregulationselemente spart der Körper hier ordentlich Energie) und andere Faktoren vergessen wie z.B. das die Körperoberfläche durch Gewichtsverlust sinkt und das Gewichtsverlust selbst auch Muskulatur abbaut bzw. hinterher zu weniger Kalorienbedarf führt. Das sind Tatsachen, das ist wirklich so. Nur die Interpretation wird von Betroffenen, die ja Laien sind, eben falsch gewichtet. Das kann man nur Messtechnisch, Rechnerisch aufwändig näherungsweise ermitteln, wird aber meist nicht getan. Über die einzelnen Effekte wird gelegentlich diskutiert.

        Es geht nicht darum zu sagen: Das geht nicht mit dem Abnehmen. Es geht darum das man den Leuten eine anständige Diagnostik zuteil werden läßt. Das es eine Adipositasmedizin gibt, die den Namen auch verdient und nicht nur plump und dümmlich die Leute mit der Aufforderung nach Hause schickt ne Diät zu machen und es dann dem Einzelnen überläßt das zu meistern, unabhängig von den individuellen Herausforderungen und Ursachen.

        Es muss mehr getan werden. Ich bin weder von der Fatacceptance noch bin ich jemand der Diätbemühungen schlecht macht oder Erfolge klein redet wie Erzählmirnix das darstellt. . Weder genieße ich die Unterlegenheit von dicken Menschen, das ist eine unverschämte Unterstellung! Ich respektiere meine Mitmenschen und leide mit den Übergewichtigen mit. Ich möchte das alle die Chance haben dünner zu werden, ihre Lebensqualität und Gesundheit steigern können. Ich verlange aber auch, das allgemein mehr darauf geachtet wird, das es wie richtigerweise Erzählmirnix anmerkte jeder selbst diese Entscheidung trifft.

        Ganz im Gegenteil. Ich denke nicht daran die Leistung von Erzählmirnix zu reduzieren! Ich weiß gut wie hart das für ADHSler ist aber ich weiß auch zufällig um die Besonderheiten von ADHS und wie das mit dem Essverhalten zusammenwirkt auf mehreren Ebenen. ADHS hat mit Dopaminmangel in bestimmten Bereichen des Gehirns zu tun. Viele Betroffene reduzieren mit allem möglichen den Leidensdruck ihrer Krankheit durch Kicksuche, durch Genuß- und Suchtmittel wie Koffeinhaltiges, Alkohol oder Tabak und so ziemlich alles denkbar und undenkbare Andere vom Sport bis zur Spielsucht. Dabei sind auch solche, die durch Essen eine Besserung ihrer ADHS-Symptome erlangen, andere schaffen das durch Hungerkuren. Einmal weil sie gezielt damit Dopamin freisetzen können, sich dann besser fühlen und zweitens weil der pathologische Bewegungsdrang&Zappeldrang reduziert wird dadurch.

        Jetzt nur zu sagen: Zähl einfach Kalorien, mach Diät! Das ist geradezu ein Hohn. Denn das erfordert strukturelles alltägliches zielstrebiges arbeiten und das ist vielen Betroffenen kaum möglich bzw. erheblich erschwert! Das ist ein weiteres Symptom der ADHS selbst, die unter anderem eine Selbststeuerungsstörung und Motivationsdysfunktion ist. Und werden die Menschen systematisch bei Übergewicht auf ADHS gescannt? Nö, werden sie nicht. Da fragt einfach keiner nach. Diese Werkezuge fehlen meistens bei der Diagnostik für Adipositas. Alleine der Spießrutenlauf eine solche Diagnose zu bekommen ist enorm! Also werden Übergewichtige ADHSler und als Magersüchtig geltende ADHSler schlicht falsch therapiert, was auch Kapazitäten am falschen Ort bindet und Kosten verursacht. Den meisten würde warscheinlich einfach die medikamentöse ADHS Therapie helfen um dann erstmal die Übergewichtsproblematik angehen zu können. Selbst mit dieser Therapie schickt man Betroffene ADHSler gerne einfach mit dem Medikament nach Hause. Gut, das ist mindestens die halbe Miete. Aber viele sind von mehreren psychischen Krankheiten betroffen, haben Probleme trotz Medikamenten sich zu strukturieren und in die Gänge zu bringen. Da hilft eigentlich ein Coach. Der kostet aber Geld und diese Strategie wird in Deutschland nicht verfolgt, man bekommt nur schwer praktische Hilfen bezahlt für ADHS-Betroffene obwohl Medikation und Hilfestellungen zusammen für die meisten die Probleme komplett lösen dürften. Um beim Beispiel Ernährung und Gewichtreduktion zu bleiben muss man sagen, das ein spezialisierter Coach + Medikation + Education die beste Möglichkeit wäre im Falle der ADHS und Gewichtsprobleme. Leider werden die Ressourcen sinnlos in Maßnahmen vergeudet, die immer wieder darauf abzielen, den ADHSlern zu erzählen WIE sie etwas machen sollen, als wüßten sie es nicht. Dabei ist das Wissen meistens vorhanden, aber die Fähigkeit es umzusetzen ist gestört. Das liegt in der Natur der ADHS begraben.

        Darauf kann ich grade sogut eingehen ,weil mir ADHS sehr detailliert bekannt ist. Bei anderen Krankheiten mag es nicht so kompliziert sein wie bei dieser neurologischen Funktionsstörung. Ich gehe mal davon aus, das es in anderen Bereichen nicht soviel anders ist. Die Hilfen, die es gibt, gehen an den Bedürfnissen vorbei und die Bedürfnisse werden vorher gar nicht wirklich abgeklärt, weil es keine grundsätzliche systematische Adipositas Diagnostik gibt, die auch vorschrreibt Ursachen zu suchen und nicht einfach nur den pauschalen reduzierten „Rat“ zu erteilen, Abzunehmen. Wie das geht, das sagt ja keiner wissen ja alle man muss nur weniger Essen … 🙄

        Frau Hermann und viele andere, die zu sehr auf die die „Schlankheitslogik“ Kalorienreduktion simplifizieren, gehen also darauf nach meinem Eindruck nicht genug ein. Sie helfen damit Betroffenen nicht. Gerade auch weil sie keine ausreichenden sachlichen Einlassungen über die spezifischen Probleme individueller Übergewichtsursachen einbringen, sondern einfach so auf Gewichtsreduktion pochen ohne diese jedoch wie im Beispiel im wirklichen Leben für die Betroffenen zu ermöglichen. Aber vielleicht tue ich Frau Hermann auch unrecht und müsste mehr von ihr Lesen, bin da allerdings wenig motiviert nach den Blogbeiträgen.

        Dem Menschen die Individualität abzusprechen ist mit das schlimmste was man Menschen antun kann. Sie nur noch zu vergleichen. Nur noch zu sagen: Das geht bei A also geht das auch bei B. Der Druck auf dicke Menschen ist enorm und ich plädiere nicht dafür, den Menschen die Eigenverantwortung abzusprechen, ich plädiere dafür, die Menschen dazu in die Lage zu versetzen die Eigenverantwortung auch wahr nehmen zu können. Vielleicht sagt das Erzählmirnix auch ähnlich, aber hat einen anderen Ansatz?

        Es geht mir vor allem auch um sachlich fachliche Richtigkeit und wenn ich diesen einen Beitrag alleine gelesen habe, dann fallen mir die Dinge auf, die ich angesprochen hatte.

        Ist es möglich Gewicht zu reduzieren? Ja.
        Ist es möglich für jeden Gewicht zu reduzieren? Nein, Jain und Ja. Ohne Hilfe meistens Nein, mit Hilfe Jain und mit individueller diagnostisch einwandfreier Hilfe denke auch ich, das es den allermeisten möglich sein wird.

        Wie kann man für jeden Gewicht reduzieren?

        „In ein Gefängniss sperren und nur noch das nötigste zu essen geben“ <- Asoziales heterisches Zitat eines Adipositaschirurgen. Geht man aber so mit Menschen um? Von einem Arzt, der so wenig Respekt vor kranken Menschen hat, will ich micn nicht behandeln lassen. Das führt dann dazu, das diese Leute wie bereits geschehen spontan die Magenverkleinerung so radikal durchführen, das Menschen dann damit auch nicht leben können und leider versterben.

        Nein, in Wirklichkeit braucht es für Menschen die Möglichkeit ihre individuellen Herausforderungen zu verstehen, Maßnahmen im Kontext dieser zu wählen, dann Kalorienreduktion einzuschleichen und diese möglichst beizubehalten. Dafür sind bei dem Einen Klinikaufenthalte nötig, der Andere braucht nur gelegentlich einen Coach. Manche brauchen Geld um Sport/Fitnessclub zu bezahlen und den Trainer, der andere nur eine Tabelle mit allen nötigen Änderungen und eine einmalige Schulung, der nächste lückenloses Tracking.

        Was aber notwendig ist, das man die Simplifizierungen und die Ignoranz dem Individuum gegenüber beendet. Es gibt viele Menschen und die haben das Recht dazu, die den Preis für Gewichtsreduktion nicht zahlen können oder wollen. Das muss jedem überlassen bleiben.

        Ich bin dagegen die Risiken von Übergewicht immer wieder aufzublasen unde mit Angstapellen die Menschen gefügig zu machen. Das funktioniert auch nicht und ist in meinen Augen eine versuchte Körperverletzung. Genauso wie es eine fahrlässige Körperverletzung ist, Schwergewichtigen eine anständige Diagnostik vorzuenthalten.

        Aber was red i, das interessiert hier warscheinlich keinen. Es geht ja um die Schlankheitslogik in diesem Blog.

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      2. Lebenswirklichkeit

        Hallo Björn!

        Ich weiß, ist lang, eventuell doof geschrieben, viel zu lesen halt.

        Aber ich jedenfalls kanns nicht kürzer fassen ohne zu verlieren, was ich sagen möchte.

        Danke für den Hinweis, ich muss auf die Länge immer mal wieder achten. Sorry @Blog+Leser 🙂

        Grüße

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      3. Lebenswirklichkeit

        erzaehlmirnix

        Ich erlaube mir mal eine Zusammenfassung: „Habe nicht gelesen was drin steht, weiß aber, es ist falsch.“

        Ach weh… 🙄

        Sie lesen doch selbst was Sie wollen. Ob meine Aussagen oder Studien oder Medienberichte. Auf dieser Basis werde ich sicher nicht ein Buch kaufen, das warscheinlich genauso radikal nur ihren persönlichen Feldzug gegen das Übergewicht verallgemeinert und gegen jede Vernunft und Erkenntniss aggressiv ihre Überzeugungen vermarktet ohne Rücksicht auf Verluste. Zumal ich keine elektronischen Bücher kaufe und zuletzt gab es das halt noch immer nicht in gedruckter Form.

        Jedenfalls gut zu wissen das Sie ADHSlerin sind, danke für die Offenheit. Dann kann ich künftig Interessierten oder allzuplumpen Predigern der „Fettlogik-Sekte“ einfacher erklären wie Ihre Situation und ihr Ringen um einen schlankeren gesunderen Körper einzuordnen ist und wieso es Ihnen so schwer fällt einen weniger extremen Weg zu gehen.

        Noch mal gutes Gelingen für Sie persönlich. Ich verstehe Ihre Verbissenheit jedenfalls besser nach unserem Gespräch.

        Grüße

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      4. Die gedruckte Form gibt es seit Anfang Februar^^ Freut mich aber sehr, dass Sie nun mit meinem ADS das ultimative Argument an der Hand haben, um Ihr Umfeld zu überzeugen, nur ja nicht auf die Idee zu kommen, ihr Leben verbessern zu können 😉

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      5. Mona

        Lächeln?
        Ich bin gerade in lautes Gelächter ausgebrochen als ich Lebenswirklichkeits Reaktion auf die Zusammenfassung gelesen habe.

        Ich fasse mal die Reaktion auf die Zusammenfassung „Habe nicht gelesen was drin steht, weiß aber, es ist falsch.“ folgendermaßen zusammen: „Habe nicht gelesen was drin steht, weiß aber, es ist falsch.“ 😀
        Hilfe, wir sind in einer Rekursionsschleife gefangen.

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      6. Michael Mendelsohn

        Hallo Lebenswirklichkeit!

        Sie schreiben: „Aber es gibt eben Unterschiede und über die individuellen Unterschiede muss geredet werden, warum nämlich schafft der Eine was der Andere nicht schafft?“

        Darauf gibt es mehrere Antworten.

        1. Wenn darüber geredet werden muss, warum schreiben sie nicht ein Buch darüber? Oder habe Sie das schon? Warum muss Frau Hermann leisten, was Sie für nötig halten?

        2. Die eine Person nimmt ab, weil sie ein Kaloriendefizit isst, der andere Mensch nicht, weil er es nicht tut.

        3. Warum schaffen es manche und andere nicht, ein Kaloriendefizit zu erreichen? Nun, unter denen, die es nicht schaffen, sind auch solche, die an Fettlogiken glauben und daher überfordert sind. Hier hilft „Fettlogik überwinden“.

        Zu dem ADHS-Aspekt möchte ich noch einwenden, dass ja nicht nur Frau Hermann mit ihrer Methode abgenommen hat, sondern auch zahlreiche Leserinnen und Leser. Die werden wohl kaum alle ADS/ADHS haben. Wenn sie sich auf diesen Aspekt versteifen, verkennen Sie die Wirklichkeit, und verpielen zudem durch behauptetes, aber nicht belegtes „Insidertum“ Ihre Glaubwürdigkeit. Nur weil das Buch nicht allumfassend selig machtm ist es noch nicht nutzlos.

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      7. Lebenswirklichkeit

        erzaehlmirnix

        Die gedruckte Form gibt es seit Anfang Februar^^ Freut mich aber sehr, dass Sie nun mit meinem ADS das ultimative Argument an der Hand haben, um Ihr Umfeld zu überzeugen, nur ja nicht auf die Idee zu kommen, ihr Leben verbessern zu können😉

        Bischen Paranoia haben Sie aber schon?

        Bei der Unterstellungsdichte muss man das schon mal in den Raum stellen. Fragt sich woher diese Vorstellungen kommen? Jeder, der Übergewichtsursachen hinterfragt, will also das Übergewichtige nicht abnehmen? Waren Sie Opfer von Feeder-Eltern? Oder einer fiesen Tante, die Sie immer mit Schokolade ruhig gestellt hat? Irgendeine Ursache muss diese Projektionsschleife ja haben, wenn jedes Hinterfragen und jedes Verständniss für das Dick-Sein bzw. dicke Menschen und ihre Probleme gleich als Angriff auf Ihre Selbstbestimmung wahr genommen wird. Manche Menschen brauchen wohl ein Feindbild um zu funktionieren.

        Sie sind doch jetzt dünner und Sie haben Fans, wie ich so sehe. Sie müssen doch überglücklich sein, wieso also so kratzbürstig?
        Der Erfolg entschädigt Sie doch für den Aufwand. Ihr Buch ist erfolgreich. Das sagt zwar nicht viel über den Inhalt aus, Dieter Bohlen und Sarrazin haben sich ja auch verkauft. Bücher von ausgewiesenen Arschlöchern und wurden trotzdem nachgefragt.

        Schön zu hören, das es eine gedruckte Version von Ihrem Buch gibt, für mich altmodischen Jockel angenehmer. Ob ich das Buch noch lesen möchte, nachdem Sie in Natura im Kommentarbereich schon nicht viel konstruktives von sich geben?

        Reklame macht man so jedenfalls nicht für sein Werk oder seine Idee.
        Themenaffine interessierte Kundschaft dumm bepöbeln ist nicht sehr förderlich. Nicht alleine im Sinne des Buchverkaufs, sondern auch im Sinne ihrer doch so wichtigen Botschaft.
        Aber Sie sind ja nicht auf solche Leute angewiesen. Da gibts genug Leute, die seit jeher jedem hinterherlaufen der ihnen das Schlank-Sein oder Schlank-Werden verkauft. Denen immerhin sind sie eine Inspiration! Zumindest denen, die es schaffen, das Schlank werden. Die Anderen? Die wollen ja nicht, näch?

        Da ist noch Ladits und Monas Kommentar. Die eine klingt nach AFD gegen Genderismus (gut, kann ich irgendwie verstehen) die andere klingt nach Jubelperser. Dazu der Björn mit Aversion gegen längeren Text.
        Da findet vielleicht zusammen was zusammen gehört, gell?

        Zur ADHS fällt mir Russel Barkley ein, der ADHS als eine der verheerendsten psychiatrischen Erkrankungen betitelte. Sie wissen das warscheinlich. Ich weiß das. Da brauchen Sie nicht tiefstapeln mit. Die wird einen beträchtlichen Anteil am ursprünglichen Übergewicht bzw. Ihrer Neigung dazu, haben und auch ihre Lebensart bestimmen.

        Ist halt ätzend wenn man überessen kann ohne es zu merken, wenn Essen nicht so richtige Zufriedenheit auslöst, egal wieviel man nachschiebt. Sattheit irgendwie nicht so rüber kommt und eine Neigung zum „Binge-Eating“ da ist, näch?
        Aber Sie tun natürlich gut daran, sich selbst und andere Menschen zu motivieren trotz der individuellen Schwierigkeiten gegen die eigenen Grenzen anzugehen und das auf Basis einfacher Regeln und einer befreienden Idee, nämlich das man sich das Dick-Sein nicht rechtfertigen sollte, selbst wenn man es akzeptiert und einen anderen Weg gehen will.

        Das täte ich ja sogar noch unterschreiben. Was nur falsch ist, ist die Verbohrtheit, mit der Sie hier kommunizieren und ihren Tick, das Erkenntnissinteresse an Ursachen für Übergewicht und Veständniss für Menschen mit einer Fettlogik gleich zu setzen.

        Was ich meine ist, das man ohne Ehrlichkeit gegenüber den individuellen Erschwernissen nicht schaffen wird, die Probleme aus dem Weg zu räumen, die einen daran hindern einen anderen Weg zu gehen. Es wird darauf hinaus laufen vor eine Wand zu rennen, weil sie nicht sehen will wird sich das auch wiederholen.

        Nu darf wieder die Läster-Fan-Meute und Sie können mir noch einen schnippischen Kommentar drücken :p Nicht vergessen mir irgendwas negatives Vorzuwerfen. Und auf jeden Fall das Gegenteil von dem behaupten, was in meinem Beitrag steht! Sonst werde ich total Enttäuscht sein 😉

        Gute Nacht :o)

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      8. Dafür, dass Ihnen die armen Übergewichtigen so sehr am Herzen liegen, haben Sie aber reichtlich Material auf Lager, um sie deswegen abzuwerten („Waren Sie Opfer von Feeder-Eltern? Oder einer fiesen Tante, die Sie immer mit Schokolade ruhig gestellt hat? “ „Ist halt ätzend wenn man überessen kann ohne es zu merken, wenn Essen nicht so richtige Zufriedenheit auslöst, egal wieviel man nachschiebt. Sattheit irgendwie nicht so rüber kommt und eine Neigung zum „Binge-Eating“ da ist, näch?“).
        Das ist z.B. etwas, das ich persönlich nicht tun würde. Genau so etwas sind die Dinge, die einem als Übergewichtiger häufig passieren. Nicht nur, dass Menschen einen rein aufgrund der Körperform für willensschwach oder gar dumm halten, es gibt auch genug, die pathologisierungen des Gewichts dann als willkommenen Weg für persönliche Angriffe sehen. Das ist das Dumme am Gewicht: Jeder kann es sehen. Mein ADS können Sie auf der Straße nicht sehen und inwieweit ich diese Info gebe oder nicht, liegt bei mir. 150 kg lassen sich nicht verbergen, und so kann es in jeder Situation, in der man nicht ganz so funktioniert, wie das Gegenüber es gerne hätte (oder auch gelegentlich nur deshalb, weil das Gegenüber gerade einen miesen Tag hat) passieren, dass das mutmaßliche Essverhalten (wenn man so dick ist, muss man ja irgendwie total gestört essen, also irgendwie wird man schon damit treffen) einem plötzlich aufs Butterbrot geschmiert wird. Und wenn man bereits sein Leben lang dick war und entsprechende Erfahrungen verinnerlicht hat, zwiebelt sowas natürlich rein – das weiß das Gegenüber natürlich.

        Das war übrigens einer der Gründe, dieses Buch zu schreiben, um dieser Abwertung, oft gerne getarnt als „Sorge“ etwas entgegenzusetzen. Nur weil du Übergewichtig bist, bedeutet das nicht automatisch, dass du zutiefst verkorkst, schwach, dumm oder sonstiges Klischee bist. Dazu gibt es mehrere Kapitel.

        „Themenaffine interessierte Kundschaft dumm bepöbeln ist nicht sehr förderlich.“ – Sie haben sehr deutlich gemacht, dass Sie nicht interessiert sind, sondern Ihre Meinung über mich und das Thema fest steht. Mein Buch war nicht als Bestseller geplant, ich habe es nicht geschrieben, weil ich damit gerechnet habe, dass tausende es lesen. Es ist neben all der Studien und Zahlen ein sehr persönliches Buch. Ich freue mich über jeden, dem es in irgend einer Weise hilft, aber es muss nicht jeder lesen und es wird auch nicht jeden erreichen. Es gibt buchstäblich tausende Bücher und Webseiten über das Thema und keinerlei Zwang, sich länger als nötig mit etwas zu befassen, dessen Konzept man bereits so sehr ablehnt, dass man sich nicht einmal darüber informieren möchte, was es tatsächlich beinhaltet.

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      9. Lebenswirklichkeit

        erzaehlmirnix

        Dafür, dass Ihnen die armen Übergewichtigen so sehr am Herzen liegen, haben Sie aber reichtlich Material auf Lager, um sie deswegen abzuwerten

        Abwertung nehmen Sie wahr, aber das habe ich damit gar nicht aussagen wollen. Da drehen wir uns wieder im Kreis der Projektionen. Nicht jeder, der Guten Tag zu Ihnen sagt, meint, auf Nimmerwiedersehen.

        erzaehlmirnix

        Dafür, dass Ihnen die armen Übergewichtigen so sehr am Herzen liegen, haben Sie aber reichtlich Material auf Lager, um sie deswegen abzuwerten („Waren Sie Opfer von Feeder-Eltern? Oder einer fiesen Tante, die Sie immer mit Schokolade ruhig gestellt hat? “ „Ist halt ätzend wenn man überessen kann ohne es zu merken, wenn Essen nicht so richtige Zufriedenheit auslöst, egal wieviel man nachschiebt. Sattheit irgendwie nicht so rüber kommt und eine Neigung zum „Binge-Eating“ da ist, näch?“).
        Das ist z.B. etwas, das ich persönlich nicht tun würde. Genau so etwas sind die Dinge, die einem als Übergewichtiger häufig passieren. Nicht nur, dass Menschen einen rein aufgrund der Körperform für willensschwach oder gar dumm halten, es gibt auch genug, die pathologisierungen des Gewichts dann als willkommenen Weg für persönliche Angriffe sehen. Das ist das Dumme am Gewicht: Jeder kann es sehen. Mein ADS können Sie auf der Straße nicht sehen und inwieweit ich diese Info gebe oder nicht, liegt bei mir. 150 kg lassen sich nicht verbergen, und so kann es in jeder Situation, in der man nicht ganz so funktioniert, wie das Gegenüber es gerne hätte (oder auch gelegentlich nur deshalb, weil das Gegenüber gerade einen miesen Tag hat) passieren, dass das mutmaßliche Essverhalten (wenn man so dick ist, muss man ja irgendwie total gestört essen, also irgendwie wird man schon damit treffen) einem plötzlich aufs Butterbrot geschmiert wird. Und wenn man bereits sein Leben lang dick war und entsprechende Erfahrungen verinnerlicht hat, zwiebelt sowas natürlich rein – das weiß das Gegenüber natürlich.

        Das war übrigens einer der Gründe, dieses Buch zu schreiben, um dieser Abwertung, oft gerne getarnt als „Sorge“ etwas entgegenzusetzen. Nur weil du Übergewichtig bist, bedeutet das nicht automatisch, dass du zutiefst verkorkst, schwach, dumm oder sonstiges Klischee bist. Dazu gibt es mehrere Kapitel.

        „Themenaffine interessierte Kundschaft dumm bepöbeln ist nicht sehr förderlich.“ – Sie haben sehr deutlich gemacht, dass Sie nicht interessiert sind, sondern Ihre Meinung über mich und das Thema fest steht. Mein Buch war nicht als Bestseller geplant, ich habe es nicht geschrieben, weil ich damit gerechnet habe, dass tausende es lesen. Es ist neben all der Studien und Zahlen ein sehr persönliches Buch. Ich freue mich über jeden, dem es in irgend einer Weise hilft, aber es muss nicht jeder lesen und es wird auch nicht jeden erreichen. Es gibt buchstäblich tausende Bücher und Webseiten über das Thema und keinerlei Zwang, sich länger als nötig mit etwas zu befassen, dessen Konzept man bereits so sehr ablehnt, dass man sich nicht einmal darüber informieren möchte, was es tatsächlich beinhaltet.

        Ich suche nach einer Erklärung für Ihre paranoiden Projektionen. Sie unterstellen mir doch die ganze Zeit ich sei ein Arschloch, wäre daran interessiert dicke Menschen zu diskriminieren und hätte nichts anderes im Sinn als mich über Dicke lustig zu machen, würde diese in einer erlernten Hilflosigkeit gefangen halten und mich daran ergötzen. DAS haben sie so geschrieben, teils wörtlich! Merken Sie eigentlich nicht was sie da den Leuten unterstellen?

        „Ist halt ätzend wenn man überessen kann ohne es zu merken, wenn Essen nicht so richtige Zufriedenheit auslöst, egal wieviel man nachschiebt. Sattheit irgendwie nicht so rüber kommt und eine Neigung zum „Binge-Eating“ da ist, näch?“).
        Das ist z.B. etwas, das ich persönlich nicht tun würde.

        Ja, das habe ich ja schon herausgelesen. Sie möchten gar nicht anderen sagen, das Sie diese verstehen. Denn ich WEISS das diese Symptome bei der ADHS hinzu kommen. Und die positive Aussage, das Sie mit der ADHS nicht tiefstapeln brauchen, also die Anerkennung das Sie es TROTZ der ADHS schaffen (alleine ein Buch zu schreiben, in einer langjährigen Partnerschaft bleiben, ein Studium abzuschließen und dann noch die Gewichtsreduktion) DAS ist etwas großartiges ! Darum ging es doch und ich habe keinen Anlass geben wollen das Sie das schon wieder negativ auffassen. Im Gegenteil war ich positiv berührt als ich ihren Beitrag den Sie verlinkten über die ADHS gelesen hatte und begann fast Sie zu mögen. Obwohl Sie mich so aggressiv beleidigen – direkt und indirekt, als jemand der kein Interesse hätte Menschen dünn und glücklich zu sehen.

        Genau so etwas sind die Dinge, die einem als Übergewichtiger häufig passieren. Nicht nur, dass Menschen einen rein aufgrund der Körperform für willensschwach oder gar dumm halten, es gibt auch genug, die pathologisierungen des Gewichts dann als willkommenen Weg für persönliche Angriffe sehen. Das ist das Dumme am Gewicht: Jeder kann es sehen. Mein ADS können Sie auf der Straße nicht sehen und inwieweit ich diese Info gebe oder nicht, liegt bei mir. 150 kg lassen sich nicht verbergen, und so kann es in jeder Situation, in der man nicht ganz so funktioniert, wie das Gegenüber es gerne hätte (oder auch gelegentlich nur deshalb, weil das Gegenüber gerade einen miesen Tag hat) passieren, dass das mutmaßliche Essverhalten (wenn man so dick ist, muss man ja irgendwie total gestört essen, also irgendwie wird man schon damit treffen) einem plötzlich aufs Butterbrot geschmiert wird. Und wenn man bereits sein Leben lang dick war und entsprechende Erfahrungen verinnerlicht hat, zwiebelt sowas natürlich rein – das weiß das Gegenüber natürlich.

        Ja, was habe ich mit solchen Leuten zu tun? Nix. Ich bin nur nicht mit Ihrer Art der einseitigen Informationsdarstellung einverstanden. Um mehr drehte sich mein Beitrag nicht. ich will nicht das man sachlich richtige Informationen prinzipiell entwertet um bestimmte Ziele zu erreichen und damit einfach nur Manipuliert. Ich erwarte sachlich richtige Informationen und objektive Beobachtungen. Besonders wenn man diese dann benutzt um Argumente zu unterfüttern und diese vermarktet / verkündet.

        Das war übrigens einer der Gründe, dieses Buch zu schreiben, um dieser Abwertung, oft gerne getarnt als „Sorge“ etwas entgegenzusetzen. Nur weil du Übergewichtig bist, bedeutet das nicht automatisch, dass du zutiefst verkorkst, schwach, dumm oder sonstiges Klischee bist. Dazu gibt es mehrere Kapitel.

        Genau da ist es ja wieder. Dieser verbissene Kampf, die innere Verkrampfung. Alle wollen Ihnen etwas, alle sagen so etwas und wenn jemand mit anderer Meinung vorbei schaut, dann ist er bestimmt einervon „DENEN“?
        Da enttäusche ich Sie gerne. Nein, ich bin nicht einer von denen.

        „Themenaffine interessierte Kundschaft dumm bepöbeln ist nicht sehr förderlich.“ – Sie haben sehr deutlich gemacht, dass Sie nicht interessiert sind, sondern Ihre Meinung über mich und das Thema fest steht.

        Die Meinung über Sie bilde ich mir gerade. Sie beschimpfen mich, unterstellen mir ein Riesenarschloch zu sein und erwarten höflichsten liebreiz als Antwort? Die Info über ihre ADHS hat mir klar gemacht, wieso Sie vielleicht an der einen oder anderen Stelle die Kommunikation so führen, wie Sie sie führen. Das wissen wir beide, wie stark die Affektlabilität ihren Einfluss hier ausrollen kann. Nehmen Sie das mal als Hinweis darauf, Ihre Kommunikation zu überdenken oder lassen Sie es. Ihre Entscheidung.

        Mein Buch war nicht als Bestseller geplant, ich habe es nicht geschrieben, weil ich damit gerechnet habe, dass tausende es lesen. Es ist neben all der Studien und Zahlen ein sehr persönliches Buch. Ich freue mich über jeden, dem es in irgend einer Weise hilft, aber es muss nicht jeder lesen und es wird auch nicht jeden erreichen. Es gibt buchstäblich tausende Bücher und Webseiten über das Thema und keinerlei Zwang, sich länger als nötig mit etwas zu befassen, dessen Konzept man bereits so sehr ablehnt, dass man sich nicht einmal darüber informieren möchte, was es tatsächlich beinhaltet.

        Ich versuche mir noch immer ein Bild zu machen ob es sich lohnt. Ich brauche kein Buch das mir auf paar hundert Seiten erklären will, das Probleme beim Abnehmen die Erfindung von denen sind, die Übergewichtige diskriminieren wollen. Ich brauche auch keine Aussagen, die auf Daten beruhen, die aus halbseidenen Studien stammen nur um die eigene These zu untermauern. Das ist mir einfach zu wenig.
        Mich hätte mehr interessiert welchen Umfang und welche Qualität die einzelnen Problemstellungen haben, die es nämlich gibt, auch wenn Sie die nicht sehen wollen. Mir hätte es gedient, wenn man sagt: Da sind die Prader Willis. Die können nicht auch wenn sie wollen. Die müssen Hilfe haben, die brauchen eine Stationäre Unterbringung und darüber hinaus Betreuung. Die brauchen jemand der ihnen eine Diät praktisch fertig vorlegt und dann können die auch abnehmen und etwas für ihre Gesundheit tun.

        Übertragen heißt das ich hätte es gerne gesehen wenn man die Probleme benennt, darüber schreibt welche Probleme das sind, die der Gewichtsreduktion im Wege stehen und wie man diese Umgehen kann bzw. wieviel mehr Kalorien man sparen muss.

        Was ich nicht brauch ist ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite die Probleme und Faktoren negieren möchte, die das Abnehmen bestimmter Gruppen und Personen einfach extrem schwer machen und die Prognose der Gewichtsreduktion so erschweren, das sie meistens nicht erfolgreich sind. Kleinere Menschen verbrauchen weniger Energie, dicke kleine Menschen oft noch weniger. Warum? Wieviel macht das aus, was muss ich den Leuten sagen, die Abnehmen wollen, wieviel muss ich im Diätplan / Kalkulation berücksichtigen.

        Wenn Sie ein populärwissenschaftliches Buch mit diesem Inhalt geschrieben haben, dann kauf ich das.

        Wenn dort einfach nur drin steht das man alles was es da an Problemen gibt, nach Vogel Strauß Methode nur die Augen zu machen muss und durch, dann ist mir das einfach zu wenig. Das hören die Betroffenen seit 50 Jahren. Einfach nur weniger Essen dann geht es. Ja, das trifft für Gesunde und junge Menschen zu. Für viele Kranke oder unter bestimmten Problemen leidende eben nicht. Dafür ist das Prader-Willi Beispiel perfekt geeignet gewesen.

        Das ist doch das was die meisten dicken Menschen, die ja fast alle abnehmen wollen, es aber nicht schaffen, wirklich brauchen: Die Mittel und Methoden, das sie es doch schaffen können. Und wenn das einzige wirkliche Argument ist, das Sie sagen, man soll sich nicht selbst betrügen finde ich das etwas zu wenig. Das mag für Sie persönlich ganz wichtig gewesen sein, für einige ihrer Leser wichtig sein.

        Es gibt eben Faktoren, die Menschen dazu bringen, es nicht zu schaffen trotz aller Anstrengung und maximal möglicher Willensanstrengung.

        Extreme aber nicht unrealistische Bespiele:

        Bewegungseingeschränkt, Diabetes, paar Allergien, Schilddrüsenproblem und arbeitslos.
        Oder
        Mann, Mobbingopfer. Jahre in der Firma fertig gemacht worden, immer weniger Schlaf gefunden, Depressiv geworden. Gewicht zugelegt. Nach etlichen Krankschreibungen nicht mehr arbeitsfähig. Depressionen schlimmer, Medikamente erhalten noch dicker geworden. längst arbeitslos, immer noch in Behandlung sehr dick, bals Frührentner.
        Oder
        ADHS Aspergerautismus. Sehr impusliv, Vielesser. Kaum in der Lage etwas stehen zu lassen ißt riesige Mengen, wenn man nicht darauf achtet. Antriebsschwach sitzt nur am PC, kann nicht viel anderes machen.

        Was sagen Sie denen? Du musst nur wollen? Oder du bildest dir das nur ein? Steht so etwas dann im Buch? Dann wäre ich interessiert und kaufs mir noch heute. Wenn Sie diesen Leuten nur sagen wollen: Du musst nur genug wollen und dann geht das. Wenn das alles ist an Ihrer Botschaft dann, danke nein. Ist mir zu wenig, lohnt einfach nicht.

        Schlusswort: Was tun Sie eigentlich dagegen, das viele Menschen Ihr Buch mißbrauchen um dicke Menschen zu diskriminieren, die nicht abnehmen wollen oder können? Aber dadrehts sich schon im Kreis.

        Wäre über eine durchdachte Antwort dankbar, entschuldigen Sie bitte [und alle Anderen] die Länge des Kommentars, hat jeder seine Schwächen 😉

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      10. Frank

        @ Lebenswirklichkeit
        „Schlusswort: Was tun Sie eigentlich dagegen, das viele Menschen Ihr Buch mißbrauchen um dicke Menschen zu diskriminieren, die nicht abnehmen wollen oder können? Aber dadrehts sich schon im Kreis.“

        Tun das Viele? Wenn Sie es gelesen hätten, könnten Sie mir wohl auch die Stellen im Buch zeigen, die dafür geeignet wären. Ich habe es gelesen und spoilere mal: Gibt keine.
        Eine andere Meinung zu haben ist das Eine, ständig Unwahrheiten zu verbreiten, das Andere.
        Btw.: Ihre Diskrepanz zwischen „gedanklicher Wirklichkeit“ und „Lebenswirklichkeit“ nenne ich mal ganz schlicht Geisteskrankheit, im besten Falle aber immer noch lebensfremd.
        Die Tatsache, dass Sie so ausdauernd auf der ADHS-Erkrankung von EMN herumreiten, qualifiziert Sie übrigens in meinen Augen wirklich zu einem Arschloch.

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      11. Mona

        Hallo, ich schon wieder. 🙂

        Lebenswirklichkeit: „Obwohl Sie mich so aggressiv beleidigen – direkt und indirekt, als jemand der kein Interesse hätte Menschen dünn und glücklich zu sehen.“

        1. Es hat Sie keiner beleidigt. Sie fühlen sich vielleicht so, aber hier steht nirgends eine Beleidigung.
        2. EMN hat geschrieben, dass Sie jemand sind, der kein Interesse hat Menschen übergewichtig und glücklich zu sehen. Ich finde auch, mit den Texten, die Sie hier geschrieben haben, machen Sie übergewichtige Menschen unglücklich.
        3. Gehen sie in einen Buchladen und schauen Sie doch einfach ins Buch hinein, ob es was für Sie ist oder nicht. Vielleicht gibt es dieses Buch in einer Bibliothek in Ihrer Nähe, dann müssen Sie es nicht mal kaufen, um es zu lesen. Noch einfacher: http://www.amazon.de/Fettlogik-%C3%BCberwinden-Nadja-Hermann/dp/3548376517/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1463498490&sr=8-1&keywords=fettlogik#reader_3548376517 Sie können mehrere Seiten dort lesen.

        „Bewegungseingeschränkt, Diabetes, paar Allergien, Schilddrüsenproblem und arbeitslos.“

        Was hindert diese Person daran weniger zu essen als sie verbraucht?

        „Mann, Mobbingopfer. Jahre in der Firma fertig gemacht worden, immer weniger Schlaf gefunden, Depressiv geworden. Gewicht zugelegt. Nach etlichen Krankschreibungen nicht mehr arbeitsfähig. Depressionen schlimmer, Medikamente erhalten noch dicker geworden. längst arbeitslos, immer noch in Behandlung sehr dick, bals Frührentner.“

        Was hindert diese Person daran weniger zu essen als sie verbraucht?
        Ich habe auch eine Depression, ich nehme seit mehreren Jahren mehrere Medikamente. Ich habe zuerst auch zugenommen. Ich nehme immernoch mehrere Medikamente und ich hab wieder abgenommen, weil ich meine Kalorien zähle und weniger esse als ich verbrauche. Was hindert den Mann das Gleiche zu tun, wie ich es getan habe? Wenn man eine Depression hat und drunter leidet, dann holt man sich Hilfe (ja ich weiß, dass es schwer ist, aber wenn er schon einen Arzt hat, der ihm Medikamente verschreibt, dann wird er wohl noch irgendwie mit dem Arzt zusammen hinbekommen Psychotherapie zu erhalten), man nimmt die Medikamente und man macht eine Therapie oder geht in eine stationäre Therapie oder in eine Tagesklinik. Depression ist eine Krankheit, die behandelt werden kann. Außerdem heißt Depression nicht automatisch, dass man dick wird oder dass man arbeitsunfähig wird.

        Ich persönlich finde, dass man als arbeitsloser Mensch sogar einfacher abnehmen kann, weil man sich den Tag selbst strukturiert und auch bei Tageslicht mal nach draußen gehen kann, sich etwas kochen kann, sich mit Ernährung beschäftigen kann, Sport machen kann, das sind auch alles Dinge, die eine Depression lindern können. Kein Mensch erwartet von einer arbeitslosen Person, dass sie sich 90 Stunden pro Woche mit Bewerbungen beschäftigt.

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  7. Pingback: Lesestoff am Pfingssonntag, 15. Mai 2016 mit 44 Artikeln - Der Webanhalter

  8. Geil, ein Troll mit Schreibdiarhhoe! Wenn ich schon irgendwo das Wort „gesellschaftlich“ lese, weis ich, dass danach nur noch Bullshit kommt. Unter Verkennung jedweder Naturwissenschaft kann dann vollkommen ungehemmt geschwafelt und polemisiert werden. Wetten, dass es auch eine Fettlogik für jedes der 99 Gender gibt? Dabei wurden die Auswirkungen der Wuppdität der Erdkrümmung in Zusammenspiel mit der zentaurischen Kontamaphyse auf die Masse von Forenpostern bisher noch nicht ausreichend erörtert! Was einmal gesagt werden musste! EinsElf!!!!

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  9. Kuttel Daddeldu

    Ich lese das eben mal so runter und denke, noch _weit_ oben: „Oh Mann, offensichtlich noch so ein Pfosten, der das Buch nicht gelesen hat und sich nun aus Blog und Umfeld passend was zusammenpickt. Und natürlich auch nicht lesen wird, denn er weiß ja bereits was drinsteht.“

    Dann schreibst Du es rein. Und dann gibt er das auch noch offen zu. Aaaaaaaargh! Wer über das Thema halbwegs auf Niveau streiten möchte, liest es gefälligst vorher. Vor allem, wenn hier im Blog seit Erscheinen immer wieder eben dieses Verständnisproblem genannt wird.

    Wie schlicht und vor allem wie unlauter geht es eigentlich noch? Es ist echt sowas von müßig, dass Du Deine Energie auf solche (Negativ-)Rosinenpicker verschwendest, Nadja.

    @Lebenswirklichkeit: Hier ist das Buch das Thema. Und zwar keineswegs nur unkritisch. Wir können uns also viel unnützes Geplärre ersparen, wenn Du es erstmal lesen würdest und dann konkret mitstreiten kannst.

    Zweitens: Du stigmatisierst. Und zwar nicht zu knapp. Deine Pauschalisierungen zum ADHS („Wie gut, dass ich weiß, dass sie ADHSlerin sind[…]“ und vor allem die Reduzierung darauf sind eine 1a-Bilderbuch-Stigmatisierung Betroffener. Das ist völlig daneben und bringt „die Gesellschaft“ ganz sicher nicht im Sinne der (von was auch immer) Betroffenen voran. Es sind Leute wie Du, die quasi überall sitzen und so mit ihrer ganz eigenwilligen und (bestenfalls ungewollt) böswilligen Schlichtheit viele sinnvolle Outings im Keim ersticken. Das pseudowohlmeinendes Geschwalle ist allein schon schwer zu ertragen, umso weniger, wenn man dabei nur halb verbrämt das arme Hascherl völlig darauf reduziert (also auf ADHS, Depressionen, etc.).

    Hat ne gewisse Ähnlichkeit mit einigen Helfersyndrom-Symptomen. Notfalls nagelste die ins Krankenbett, wenn sie sich einbilden, selbst laufen zu können, gelle?

    Ferner: dass der Körper im echten Hungerstoffwechsel durch „diverse Thermoregulationselemente […] ordentlich Energie“ spart ist unbestritten. Allerdings erst in echter Notlage, kurz vor Verlust der Vitalfunktionen. Und auch dann nur temporär. Bei defizitärem Essen zwecks Wohlstandsbauchabnahme dürfte sich die Veränderung in kleinsten Grenzen halten. Genau das und weitere Märchen haben viele Leute ein halbes Leben lang davon abgehalten, vernünftig zu handeln.

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    1. Lebenswirklichkeit

      Hallo Kuttel!

      Leider haben SIE und die Dame nicht gelesen. ich habe mich erstmal nicht über Inhalte des Buches ausgetauscht sondern über die falsche und einseitige Interpretation der Sachverhalte in diesem Blogbeitrag.

      Wenn Sie die Diskussion verfolgt hätten, hätten Sie gemerkt das ich mit der Art die Frau Hermann zur Interpretation von Daten und der Einseitigkeit und Rigorosität nicht einverstanden bin. Bücher von Leuten, die Sachen schreiben, die meiner Auffassung nach nicht korrekt sind, kaufe ich schlicht nicht.

      Es geht MIR also gar nicht um das Buch oder sonst etwas. Ich brauche auch nicht unbedingt das Buch, ich habe ausreichend Wissen um mit Frau Hermann den einen oder anderen Gedanken darüber zu besprechen. Und Wahnsinn, das glauben Sie nicht! Das werden Sie nicht fassen können: Ich bin in wichtigen Punkten ganz prinzipiell anderer Auffassung ohne das ich die Idee hinter dem Buch unbedingt als falsch einstufe.

      Trotzdem fehlt mir bei der Autorin sachliche Richtigkeit und die notwendige kritische Betrachtung von Informationen aus Studien und Co.

      Hat ne gewisse Ähnlichkeit mit einigen Helfersyndrom-Symptomen. Notfalls nagelste die ins Krankenbett, wenn sie sich einbilden, selbst laufen zu können, gelle?

      Noch so einer. Wie Frau Hermann haben Sie persönlich Probleme und scheinen diese auf Kommentatoren und Co. projizieren. Auch ein Eigenverantwortungstrauma erlitten?

      Sie – und die Autorin offenbar auch – gehen davon aus, das alle eine Bringschuld hätten, die untrüglichen Beweise und totalen Tatsachen und Wahrheiten aus dem Buch von Frau Hermann zu lesen. Ich sehe das anders. Frau Hermann ist hier mit einer These unterwegs und diese muss sie entsprechend belegen. Das gelingt ihr im Blog in diesem Beitrag nicht ausreichend. Sie ignoriert oder verschweigt oder sagt das alles, über ihre angemerkten Punkte, selbstverständliche Information sei, die ja jeder Leser sehen und erkennen könne. Selbst falsche Stellungnahmen oder widersprüchliche Aussagen hält sie nicht für Korrekturbedürftig. Einzig die Aussage: Wenn man will und Kal spart dann kann man verschlanken – also wenn man die Bereitschaft hat zu hungern (und im Bericht wird klar das man ja im Extremfall nur 24 Stunden Betreuung braucht, einen Koch, eine Kantine, getrennt sein vom normalen Alltag, eine Diät von dritten geplant und abgesichert und und und – UND dann werden die Betroffenen im Beispiel dünner. Das wird aber unter den Tisch fallen gelassen und in den Mittelpunkt wird nur die banale Bestätitgung gerückt, das man ja abnimmt wenn man weniger ißt.

      Was für eine Erkenntniss. Das hab ich ja noch nie irgendwo gelesen oder gehört in den letzten 50 Jahren … 🙄

      Insofern sollten Sie den Ball mal etwas flacher halten und das diese Blog und Kommentare wie Ihrer den Eindruck einer verschworenen Gemeinschaft macht, zeigen schon die dümmlichen Kommentare, die fernab von jeder sachlichen Auseinandersetzung eine reine „Wir gegen Alle, die unsere Meinung nicht teilen“-Programmatik folgen.

      Sind Sie Experte oder Betroffener von ADHS? Können Sie mit mir also das Thema ADHS diskutieren? ich bin seit Jahren mit dem Thema in Kontakt, also sollten Sie mir schon überlassen wie ich das einstufe. Hier kann ich Ihnen genauso sagen: Sie sollten erstmal die Bücher lesen, die Informationen sammeln, die ich dazu kenne. Viel Spass.

      Ferner: dass der Körper im echten Hungerstoffwechsel durch „diverse Thermoregulationselemente […] ordentlich Energie“ spart ist unbestritten. Allerdings erst in echter Notlage, kurz vor Verlust der Vitalfunktionen. Und auch dann nur temporär. Bei defizitärem Essen zwecks Wohlstandsbauchabnahme dürfte sich die Veränderung in kleinsten Grenzen halten. Genau das und weitere Märchen haben viele Leute ein halbes Leben lang davon abgehalten, vernünftig zu handeln.

      Das ist schlicht Unfug. Es werden automatisch Regulationen ergriffen wenn wenig gegessen wird. Was glauben Sie, wieso Leute, die auf Diät sind ständig kalte Hände und Füsse haben und häufig zittern? Da spart der Körper schon und konzentriert sich auf das Aufrecht erhalten der inneren Körpertemperatur. Daran ist auch nichts schlimmes. Einfach die Durchblutung der Extremitäten zu reduzieren ist kein pathologischer Vorgang es ist gut und wichtig das zu wissen. Denn das zeigt das der Körper einfach etwas Energie einspart, wenn man ihm weniger zur Verfügung stellt. Er braucht auch etwas weniger, wenn man sich nur in geheizten Räumen aufhält oder besonders viel Kleidung trägt. Nach der verringerten Durchblutung kommt das Kältezittern.
      Prinzipiell ähnlich funktionieren u.a. technische Kühlsysteme heute und man kann es in der Natur beobachten. Das System ist dasselbe: Isolation führt zu Energieeinsparung, fehlende Isolation zu Energieabgabe. Flüssigkeiten in nicht isoliertem Transportsystemen geben Wärme nach aussen ab (gilt auch für Körperextremitäten) und es wird kühler zurücktransportiert und kühlt das System am anderen Ende (Beim Körper die Körperinnentemperatur).

      https://de.wikipedia.org/wiki/Thermoregulation

      Es geht auch nicht so sehr ums Recht haben, sondern um die Art wie hier geradezu Verschwörungstheoretisch und paranoid reagiert wird.

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      1. Mona

        Lebenswirklichkeit: „…getrennt sein vom normalen Alltag…“

        In diesem Beitrag geht es um Menschen mit PWS, die keinen „normalen Alltag“ hatten vorher. Diese Menschen oder ihre Angehörigen haben Hilfe gesucht und haben entschieden, dass es gut ist in so einer betreuten Wohngemeinschaft zu leben und die dort angebotenen Maßnahmen anzunehmen.
        Sie sind nicht getrennt vom normalen Alltag, das ist deren normaler Alltag!

        Lebenswirklichkeit: „Was glauben Sie, wieso Leute, die auf Diät sind ständig kalte Hände und Füsse haben und häufig zittern?“

        Ich bin seit über einem Jahr auf Diät und ich hab nie gezittert! Meine Füße und Hände waren auch nicht kälter als die Jahre vorher und auch nur dann kalt, wenn die Luft deutlich kalt war und andere sich auch über kalte Hände beschwerten.
        Ich hab wirklich noch nie jemanden zittern gesehen nur weil er auf Diät war. Wo gibt es denn sowas?


        Ich finde noch immer, dass Sie den Unterschied zwischen „das“ und „dass“ nachlesen sollten.

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  10. Kuttel Daddeldu

    – Sicher, „Kältezittern“, weil man mal etwas weniger isst. Das Körperfett ist evolutionär ja auch zwingend zum Verbleib gedacht… 😉 Bullshit. Im Gegenteil: bereits eine leichte Abnahme setzte selbst bei nur gering übergewichtigen Freunden wie auch bei mir umgehend prima Energie frei. Wir hatten kein „Kältezittern“ sondern bei ca. 1kg minus/Woche nach schon ein bis zwei Monaten spürbar mehr Power, um den Hintern vom Sofa zu heben. Unsere Erfahrung ist viel mehr, dass mangelnde Bewegung die Körpertemperatur deutlich negativ beeinflusst; morgens nur etwas Sport und der ganze Tag läuft doppelt so fit (und warm) ab.

    – Du beschimpfst mich/uns als Fans? Absolut richtig, wenigstens das hast Du gut erkannt. Und das ist ausgesprochen leicht zu begründen: Nadja Hermann verhält sich virtuell hier und anderswo wie auch im persönlichen Kontakt i.d.R. überdurchschnittlich zurückhaltend und sachlich, gut zuhörend (bzw. -lesend), offen (auch für andere Meinungen) und sehr wohl kritikfähig. Konstruktive(sic!) Kritik baut sie dabei durchaus in ihre eigene Meinungsbildung ein.

    Insgesamt ist das deutlich mehr, als ich von vielen Nichtmal-ADHSlern kenne.

    – Nadja hat sich ursprünglich für ihr eigenes Bild zu den Dingen eine Menge Recherchearbeit gegönnt und das führte bald zu soviel Material, dass sie daraus das Buch zusammenstellen konnte. Sie hat sich dafür die Mühe gemacht, diverse öffentlich zugängliche Studien möglichst integer zu durchleuchten und bestmöglich zu versuchen, den Ergebnissen auf den Grund zu gehen, das mit ihrem eigenen Erfahrungswissen als Übergewichtige abzugleichen und das so neutral wie möglich zu beschreiben. Hättest Du das Buch gelesen, würdest Du sowohl a. das wissen als auch b. wissen, worüber wir hier überhaupt reden.
    Das hier ist ein Blog zum Buch und auch in diesem konkreten Beitrag gehst auch Du in Deinen Postings inhaltlich weit über das PW-Syndrom hinaus.

    Deine Textwände zeigen hingegen wie bereits gesagt eine starke Tendenz zur Stigmatisierung. Und zum klassischen Forengetrolle, viele wären da wesentlich früher ungehalten unterwegs.
    Btw, ich würde auch nicht bei Bohlen und nichtmal bei Sarrazin so agieren, hätten sie Blogs zu ihren Ergüssen gestellt. Du hattest sie ja freundlicherweise schonmal als (vergleichbare?) „Arschlöcher“ erwähnt. Selbst dann müsste man die Werke, um die es geht, erstmal lesen, bevor man sie dort kritisch anschreibt.

    – Ich sehe es wie Nadja: Du musst Dir das nicht antun. Kein Problem. Wenn Du aber hier „mitreden“ willst, dann lies erstmal, auf welcher Basis wir uns hier überhaupt auseinandersetzen und komm dann ggf. mit Kritik. Das gebietet schon ein Minimum an Höflichkeit. Denn vorher macht es keinen Sinn, scheißegal, mit wieviel Spitzenahnung Du meinst uns hier so plump, so übergriffig und so ungefagt beglücken zu müssen. Das Buch wirst Du Dir zur Not kostenfrei leihen können. Oder lass es halt. Aber dann verschwende auch nicht weiter Deine wertvolle Zeit in diesem erklärtermaßen auf diesem Text zum Thema Fettlogik basierenden und genau dafür erstellten Blog.

    Ganz einfach.
    EoD.

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    1. Lebenswirklichkeit

      – Ich sehe es wie Nadja: Du musst Dir das nicht antun. Kein Problem. Wenn Du aber hier „mitreden“ willst, dann lies erstmal, auf welcher Basis wir uns hier überhaupt auseinandersetzen und komm dann ggf. mit Kritik.

      Machen Sie doch erstmal was Sie fordern:

      Ich habe mehrmals gesagt das ich über den Blogbeitrag und die Konkusionen dieses Beitrages rede. Wenn Sie meinen das hier jeder, der den Blogbeitrag liest und über den Beitrag schreiben möchte, das Buch kaufen solle, gut. Das werde ich tun wenn mein Interesse da bleibt aber im Moment weiß ich nicht ob es sich lohnt. Bisher sehe ich hier mehr eine Form von „Hirnwäsche“ oder freundlicher formuliert eine Selbstüberzeugungsstrategie um frühere Versäumnisse bei der Gewichtsregulation zu überwinden. Gleichzeitig wirkt sich das offenbar bei vielen in eine Kampfkultur aus. Alle Bedenken werden in einen Topf geworfen und jeder Bedenkenträger zum Feindbild deklariert. Die eigenen intrapsychischen Kämpfe gegen das Übergewicht werden externalisiert und auf die Bedenkenträger projziert.

      Das gefällt mir bisher nicht so. Sieht auch nicht so aus als hätte sich mein erster Eindruck irgendwie getäuscht.

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  11. Lebenswirklichkeit

    Wenn Sie so kälteresistent sind und ohne Essen ihre Körpertermperatur halten könen Mona, sollten Sie sich um den Titel Perpetuum mobile bewerben.

    Offenbar übersteigt der Sachverhalt ihren Denkapparat. Dafür kann ich nichts. Wenn Sie das etwas besser verstehen wollen lesen Sie sich das durch.

    Beleidigungen sind Unterstellungen. Wenn Sie die nicht finden können bei der Kommunikation von Frau Hermann mit mir, ist das nicht mein Problem.

    Sie sind nicht getrennt vom normalen Alltag, das ist deren normaler Alltag!

    Es scheint Ihnen nicht klar zu sein, worüber ich schreibe. Das mag ja vielleicht an meinem Stil liegen, vielleicht ist es für Sie auch zu Abstrakt sich vorzustellen, das ich folgende Situation meine:

    Diese Leute schaffen nur deshalb die Diät, WEIL sie 24 STunden betreut werden und vom normalen Alltag eines durchschnittlichen Bürgers getrennt leben. Sie gehen nicht selbst vor die Türe, haben keine unkontrollierte Freizeit und sind nicht auf sich alleine gestellt.

    Deshalb sind diese Leute jetzt dünner, weil man ihnen tatkräftig dabei geholfen hat. Um diese Hilfen geht es nämlich. Die erhalten die meisten Übergewichtigen gerade nicht und sehr viele hätten sie dringend nötig.

    Jeder Dicke, der diese Situation bekommt, 24 Stunden Kontrolle, Diätplan vorbereitet, abgezählt gekocht und psychologische Betreuung wird es schaffen nach einigen Wochen und Monaten zu verschlanken. Es ist also kein Hexenwerk. Aber die meisten Menschen leben so eben nicht und sie erhalten diese Hilfen auch nicht über die Krankenkasse. Mit etwas Glück bekommt man einen Diätplan der nicht 100% auf das Individuum abgestellt ist mit Handlungsanweisungen die nicht auf 100 % das Individuum abgestellt sind ohne engmaschige ärztliche Betreuung und psychotherapeutische Begleitung. UND die meisten Menschen müssen sogar noch Arbeiten, haben einen stressigen Alltag und kümmern sich ggf. noch um Kinder, Haushalt und Co.

    DAS ist doch die Kritik, die ich habe.

    Aber anstelle diese Faktoren herauszuarbeiten und klar zu machen, das es eine adäquate Therapie für die Behanudlung der Adipositas braucht, beweist sich die Autorin im Artikel einfach nur ihre eigene These: Wer weniger Ißt nimmt ab. Das ist ein bischen dürftig, obwohl das Prader-Willi-Beispiel hier eine perfekte Vorlage wäre. Es gibt nämlich viele Krankheiten die die Gewichtsreduktion erheblich erschweren. Genetische Rahmenbedingungen und so weiter. All das was Sie in einem anderen Posting einfach mit „Ja dann musste noch weniger essen!“ abqualifizieren. DAS ist die dümmlich-dreiste Argumentationsverkürzung um die es mir geht. Der Rest hat sich über die Diskussion im Beitrag ergeben.

    Und den Rechtschreib-Lehrer machen müssen Sie nicht. Das ist hier kein Schreibwettbewerb sondern ein Gedankenaustausch auf umgangssprachlicher Basis.

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    1. „Wenn Sie so kälteresistent sind und ohne Essen ihre Körpertermperatur halten könen Mona, sollten Sie sich um den Titel Perpetuum mobile bewerben.“

      Ja, und wenn sie keine gespeicherte Energie, z.B. in Form von Fettpolstern hätte, könnte sie sich da durchaus gute Chancen ausmalen.

      „Offenbar übersteigt der Sachverhalt ihren Denkapparat.“

      Ad hominem, sehr elegant.

      „Dafür kann ich nichts. Wenn Sie das etwas besser verstehen wollen lesen Sie sich das durch. “

      Mir scheint, sie haben da aus Versehen das falsche Dokument verlinkt. Das hier ist eine Erstsemester-Vorlesung für Ingenieure (schätzungsweise). Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie damit belegen wollen, daß Menschen, die abnehmen, zwangsläufig frieren?
      (Übrigens, da drin steht sogar was zu Energiereserven in Form von Fettpolstern. Faszinierend, oder?)

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      1. Lebenswirklichkeit

        Hallo Björn!

        Der Beitrag ist schon richtig verlinkt. Er gibt ein relativ gutes fachlich-sachliches Bild darüber ab, was Thermoregulation ist und was nicht.

        Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie damit belegen wollen, daß Menschen, die abnehmen, zwangsläufig frieren?

        Wie Sie auf die Idee kommen, müssen Sie mir mal erklären. ich habe nur etwas zum Thema Thermodynamik verlinkt.

        Frieren ist subjektives Kälteempfinden. Das kann durchaus sein das Mona nicht zum frösteln neigt. Vielelicht hat sie dicke Jacken, fünf Hosen oder die Heizung ordentlich aufgedreht. Woher soll man das wissen, wieso Mona nicht friert?

        Das bleibt trotzdem sachlich richtig, das Menschen wenn sie weniger Energie zur Deckung des Energiebedarfs haben einfach schneller frieren. Es stimmt aber auch was gesagt wurde, das der Körper durch Bewegung Wärme erzeugt und rumsitzen schlechter ist für das subjektive Empfinden.

        Er sagt auch richtig, das man sich energiegeladener fühlt. Woran das liegt kann man auf den äußeren ersten Blick aber nicht sofort erkennen. Kann mehrere Gründe haben. Besserer Schlaf, bessere Durchblutung, weil man sich regelmäßiger bewegt oder auch mehr Endorphine, wie es beim Diäten vorkommen kann, die dann besonders den Antrieb erhöhen.

        Natürlich kann der Stoffwechsel das Fett aus dem Körper zur Energiegewinnung verwenden, das kann er auch mit dem verfügbaren Eiweiß. Darum gehts grade eben nicht. Wird weniger als der Bedarf gegessen wird der Körper zwar Reserven verzehren, jedoch genauso seine Regulationssysteme anwerfen. Denn er will nicht hergeben was er einmal hat. Das weiß jeder, der mal paar Kilo zu viel hatte. Bei dem Punkt sollten wir uns locker einig werden^^

        MFG

        PS: Ich habe Mona mit meiner Aussage nicht beleidigen wollen. Aber wenn ich über Thermoregulation spreche und sie nicht versteht was das im Ganzen bedeutet und mir dann etwas erzählt um das es nicht geht, stellt sich die Frage warum und ob man das ändern möchte.

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      2. „“Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie damit belegen wollen, daß Menschen, die abnehmen, zwangsläufig frieren?“

        „Wie Sie auf die Idee kommen, müssen Sie mir mal erklären. ich habe nur etwas zum Thema Thermodynamik verlinkt.““

        Wie soll man das hier sonst interpretieren?
        „Wenn Sie so kälteresistent sind und ohne Essen ihre Körpertermperatur halten könen Mona, sollten Sie sich um den Titel Perpetuum mobile bewerben.

        Offenbar übersteigt der Sachverhalt ihren Denkapparat. Dafür kann ich nichts. Wenn Sie das etwas besser verstehen wollen lesen Sie sich das durch. “

        Und hier Beweis durch Behauptung?
        „Das bleibt trotzdem sachlich richtig, das Menschen wenn sie weniger Energie zur Deckung des Energiebedarfs haben einfach schneller frieren. „

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      3. Michael Mendelsohn

        Sie schrieben, „Wenn Sie so kälteresistent sind und ohne Essen ihre Körpertermperatur halten könen Mona, sollten Sie sich um den Titel Perpetuum mobile bewerben. Offenbar übersteigt der Sachverhalt ihren Denkapparat. Dafür kann ich nichts. Wenn Sie das etwas besser verstehen wollen lesen Sie sich das durch.“ Ichhabe mir „das“ durchgelesen, und da steht: „Ein Mensch mit beispielsweise 30 kg Übergewicht müßte 100 Tage lang fasten, um Normalgewicht zu erreichen. Er könnte aus energetischer Sicht einen Winterschlaf halten, ohne zu verhungern.“ Es ist also für Menschen mit Übergewicht energetisch kein Problem, zugleich zu fasten und ihre Körpertemperaufrecht zu erhalten. Genau dieser Effekt bewirkt ja die Abnahme, wie der Artikel ebenfalls sehr gut ausführt. Augenscheinlich haben sie also nicht nur das Buch, das wir hier diskutieren, nicht gelesen, sondern halten es genauso mit den Quellen, die Sie verlinken. Dieses Verhalten ist intellektuell armselig.

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    2. Kerl, Du hast keine Ahnung von Mathe, von anderen Menschen und dem was hier abgeht, wenn ich nicht so gut erzogen wäre, könnte ich eine halbe Stunde Fluchen ohne mich zu wiederholen. Nochmal zum Mitdenken: PWS-Patienten sind statistisch gesehen Ausreißer, eine besondere Gruppe, das ist vollkommen disjunkt zum Rest der Population. Also: Troll Dich! und peste wo anders rum!

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      1. Lebenswirklichkeit

        Hallo Ladit!

        Leider haben Sie ein Problem mit einer vernünftigen Diskussion. Wenn ich vorliegende Informationen anders interpretiere als Sie bin ich kein Troll.

        Was das mit Mathe zu tun hat bleibt wohl auch Ihr Geheimniss.

        Das die Situation von PWS Patienten etwas besonderes und extrem ist, das habe ich deutlich gesagt an mehreren Stellen. Trotzdem kann man von diesem Sachverhalt einiges ableiten:

        Es gibt Gruppen, die nicht gut Diäten können wegen Impulskontrollstörungen oder Störungen im Hungerstoffwechsel. Wegen Störungen der Handlungsplanung. Impulskontrolle und Handlungsplanung sind einerseits offensichtlich gelernte Faktoren, aber auch angeboren. Das kann man z.B. bei der Betrachtung von Autismusbetroffenen und ADHS Patienten lernen.
        Es gibt Gruppen, die besondere Aufmerksamkeit brauchen. Und das sind interessanterweise auch die Gruppen, die es schwerer haben eine Diät dauerhaft erfolgreich abzuschließen.

        Diese brauchen genauso Hilfe wie die PWS Patienten. Das ist alles was ich sage. Leider geht darauf niemand ein. Denn das wäre ja eine ganz andere Kragenweite als sich selbst nur bestätigen zu wollen das man abnehmen könnte wenn man es nur richtig machte.

        Aber gerade das richtig machen können nicht alle gleich gut und manche bekommen das im Alltag nicht dauerhaft geregelt. Wenn Sie das können, Frau Hermann das schafft, wenn das 99 Prozent der Leser können und 100% der Schlanken Weltbevölkerung kann. Es muss einige geben bei denen es nicht klappt unddiesen soll geholfen werden — Genauso wie man den PWS Patienten hilft.
        Dazu gehört aber mehr Wahlmöglichkeiten als nur eine Magenverstümmelung oder eine Stunde Beratung bei einer DGE-Zertifizierten Ernährungs“beratung“.

        Also: Troll Dich! und peste wo anders rum!

        Sie sollten sich mal selbst überprüfen und ihren Beitrag noch mal lesen.

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    3. Mona

      Hallo schon wieder,
      Sie haben wohl nicht gelesen, was Sie mir empfehlen zu lesen. Aus dem verlinkten Text:
      „Da der Körper die 2500 kcal unbedingt zur Verbrennung und damit zur Aufrechterhaltung seiner Temperatur benötigt, muß er die Differenz zwischen benötigter und zugeführter Energie aus seiner gespeicherten Energiemenge decken. Dieses entspricht der Energieerhaltung, die ein Naturgesetz ist und als 1. Hauptsatz der Thermodynamik bezeichnet wird. “

      Ich bin im Bereich Physik gut gebildet. Ich habe keine Probleme mit meinem Denkapparat und auch nicht mit abstraktem Verständnis. Vielleicht wissen Sie nicht, was Fettdepots sind und was der 1. Hauptsatz der Thermodynamik bedeutet?

      Nochmal: Der Alltag von Menschen mit PWS ist weit vom Alltag eines Durchschnittsbürgers entfernt, weil sie eben kein Durchschnitt sind, sie haben dieses Syndrom und dadurch ist deren „normaler Alltag“ eben auch so anders. Vielleicht verstehen sie das Beispiel, wenn ich eine andere Menschengruppe nehmen: Babys haben einen anderen „normalen Alltag“ als 25-jährige Durchschnittsmenschen. Babys sind dadurch, weil sie sind wie sie sind und weil die Welt so ist wie sie ist, auf Hilfe angewiesen. Nur weil ein Baby ein Mensch mit speziellen Eigenschaften ist (sehr junges Alter) heißt es nicht, dass alle anderen Menschen auch diese Hilfe benötigen. So ist das das auch dicken Menschen. Der eine braucht sehr viel Hilfe (wie jemand mit PWS) und ein anderer hat aber alle Ressourcen, die auch jeder Durchschnittsmensch hat, wodurch er entweder keine Hilfe benötigt oder nur wenig und spezielle Informationen braucht, um es selbst hinzubekommen. Man kann an diesem Beispiel bestimmt sehr viel aussetzen, aber ihre Beispiele ergeben ja auch nicht so viel mehr Sinn. Fazit: die meisten Menschen brauchen diese intensive 24 h pro Tag Hilfe einfach nicht. Sie tun so als könne ein Mensch (der es schafft zu arbeiten, Kinder zu erziehen, seinen Haushalt zu führen, Auto zu fahren usw.) nicht lernen sein Verhalten zu ändern, indem er auf Kalorienverbrauch und -aufnahme achtet und das Ganze so steuert, dass er auf Dauer abnimmt.
      Wieso sollte die Krankenkasse irgendwas bezahlen, was kein Geld kostet? Ein wenig weniger zu essen als vorher, kostet das gleiche Geld und ein Durchschnittsmensch kann mit Addition und Subtraktion umgehen, er kann bei fddb sein Essen, was er vorher abgewogen hat, eingeben. Wenn man physische oder psychische Krankheiten hat, dann hilft die Krankenkasse bestimmt gern einen Arzt zu finden. Wenn man schon einen allgemeinen Ernährungsplan bekommen hat, kann man sich doch ein bisschen die Mühe machen und ihn auf sich anpassen. Das muss man sowieso lernen, da man nicht jeden Tag das gleiche isst und auch mal spontan sein möchte. Wozu brauchen normale dicke Menschen, die sich über ihr Leben zu viel Übergewicht angegessen haben eine ärztliche Betreuung oder psychotherapeutische Begleitung? Das sind normale Menschen, wie viele andere, die nur ein kleines bisschen jeden Tag oder alle paar Tage oder einige Male im Jahr mehr gegessen haben als sie verbraucht haben. Sie sind dadurch weder automatisch körperlich noch psychisch krank.

      Zum Verdeutlichen nochmal: Nicht jeder adipöse Mensch hat automatisch Krankheiten (egal ob psychisch oder physisch) und deswegen bezahlt die Krankenkasse das nicht. Wer eine wirkliche Krankheit hat, der wird auch behandelt. Genauso wie die meisten Menschen lernen können mit einem Computer umzugehen, können sie auch lernen, wie man Kalorien zählt und sie können es lernen, welche Wege ihnen helfen weniger zu essen als sie verbrauchen. Man lässt es sich erklären, durch Bücher oder durch Menschen, die Ahnung davon haben. Es bringt rein gar nichts, wenn man für einen typischen deutschen Übergewichtigen ständig Ernährungspläne schreibt. Er muss es lernen, sie zu verstehen und umzusetzen.

      Ich sehe Adipositas nicht als Krankheit. Für mich ist das eine Folge des Lebensstils. Ändert man seinen Lebensstil (Aktivität und Ernährung), dann wird der Körper sich auch anpassen.
      Hier gibt es so viele Menschen mit Krankheiten und genetischen Nachteilen usw. und trotzdem sagen so gut wie alle, dass sie schon mehrere kg abgenommen haben.

      Das ist keine „Hirnwäsche“. Das ist eine naturwissenschaftliche Herangehensweise und eine angenehme Erzählweise über dieses Thema aufzuklären, die alle überzeugt.

      Soweit ich das mitbekommen habe, kämpft hier keiner. Viele sind erleichtert, sie sind sehr nett zu sich selbst und freuen sich, dass sie ihren eigenen Wunschgewicht näher kommen.

      Sie schreiben: „Denn er will nicht hergeben was er einmal hat. Das weiß jeder, der mal paar Kilo zu viel hatte. Bei dem Punkt sollten wir uns locker einig werden^^ “

      Und das hier ist Ihr Denkfehler. Der Körper hat diese Reserven genau für diese Momente und gibt sie auch her, um meine Temperatur so gut es geht zu halten. (Siehe oben das Zitat aus dem von Ihnen verlinkten Text.)

      Da Sie so gern etwas erklären: Was verstehen Sie unter einer „Störung des Hungerstoffwechsels“? Was ist für Sie ein ungestörter „Hungerstoffwechsel“?

      Wenn man eine Impulskontrollstörung hat, dann kann man gern zum Arzt gehen und sich helfen lassen, da hindert einen keiner dran. Eine Impulskontrollstörung und schlechte Handelsplanung wirken sich vermutlich nicht nur auf die Ernährung aus, sondern sorgen in anderen Lebensbereichen auch für Probleme und Leid. Wenn man eine Essstörung hat, dann kann man sich natürlich therapieren lassen. Ein dicker Durchschnittsdeutscher hat nunmal KEINE Essstörung und braucht deswegen auch keine (psychosomatische) Therapie gegen eine Essstörung.

      😀 Hab ich jetzt den Wettbewerb, um den längsten Kommentar gewonnen? 😛

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      1. Lebenswirklichkeit

        @Mona

        Sie tun so als könne ein Mensch (der es schafft zu arbeiten, Kinder zu erziehen, seinen Haushalt zu führen, Auto zu fahren usw.) nicht lernen sein Verhalten zu ändern, indem er auf Kalorienverbrauch und -aufnahme achtet und das Ganze so steuert, dass er auf Dauer abnimmt.

        SIe verallgemeinern. Ich bezog mich auf Personen, die bestimmte Probleme haben. Die Gruppen habe ich benannt. Menschen mit Depressionen können nicht so wie sie wollen. Sagen Sie denen nur: Reiß dich mal zusammen? Oder wie helfen Sie Depressiven?

        Menschen mit ADHS können das nicht (so gut, obwohl das wie Frau Hermann zeigt auch individuell unterschiedlich ist).
        Viele Menschen mit Autismus können das auch nicht so gut.

        Diese Gruppen sind oft – nicht immer – nicht weit vom Niveau von Prager Willi Patienten entfernt.

        Dann sind da noch ein paar weitere Prozent. ADHS liegt bei ca. 2-3 Prozent wobei da die Kinder mit drin sind, gehen wir von vielleicht 0,5 Prozent der Betroffenen ADHSler (sind ja nicht alle tendenziell dick, gibt auch das andere Extrem etc.) und Autismus sind weniger als 0,1 % der Bevölkerung, von denen aber auch nur ein Teil wirklich von Esstörungen dann auch betroffen wäre. Das heißt ich rede meistens von extremen Beispielen. Das sind also kaum 0,6 % der Bevölkerung, die dann oft etwas mehr Hilfe brauchen.

        Depressive haben wir viele, die nehmen oft auch zu. Das ist schwierig, weil es teils an den Medikamenten liegt, einige bewirken auch eine Zunahme ohne Mehressen, die meisten Fälle durch kompensatorisches Essen. Das ist aber eher ein sekundäres Problem, die ´überwiegende Mehrheit wird das Gewicht wieder verlieren können wenn sie die Depression überwinden kann und wieder eigenverantwortlich leben. Aber was ist mit denen, die das nicht schaffen und chronische Depression haben?

        Da kommen diverse andere Fälle mit erheblichen Allergien, Schilddrüsenprobleme, Diabetespatienten. Alles in allem sind das aber nicht solche Personenkreise, die einen Defekt der Selbststeuerungsfunktionen haben wie bei den ersteren genannten. Hier kann man mit Bildungsanstrengungen tatsächlich helfen.

        Vielleicht hätte ich auch anmerken sollen, das ich primär wirklich hohes Übergewicht meine, Menschen unter BMI 30 sind da eher nicht Zielgruppe.

        „Da der Körper die 2500 kcal unbedingt zur Verbrennung und damit zur Aufrechterhaltung seiner Temperatur benötigt, muß er die Differenz zwischen benötigter und zugeführter Energie aus seiner gespeicherten Energiemenge decken. Dieses entspricht der Energieerhaltung, die ein Naturgesetz ist und als 1. Hauptsatz der Thermodynamik bezeichnet wird. “

        Das ist richtig, aber nur zum Teil. Der Mensch ist kein geschlossenes System sondern ein offenes. 1. Satz Thermodynamik gilt für geschlossene Systeme. Ausserdem gilt auch für geschlossene Systeme das weiterhin die Energie nach aussen oder von aussen nach innen dringen kann. Das heißt, das ein geschlossenes System immer noch Energie mit dem Aussen tauschen kann.
        Um völligen Austausch zu verhindern bräuchte man ein geschlossenes isoliertes System.

        Der Mensch ist aber ein offenes System, er ist ständig mit seiner Umwelt im Stoffaustausch begriffen alleine zur Atmung, zum Essen und Trinknen, zur Ausscheidung und vieles mehr. Es gibt also viele Schnittstellen für einen Austausch. An einigen dieser Schnittstellen ist die Energiezufuhr in den Menschen auch nicht standardisiert. Das heißt, es wird von einer Kalorie aus Kohleydraten nicht von jedem Menschen gleich viel über den Darm aufgenommen. Es kommt also auf vieles an.
        Der Mensch ist also nicht so simpel. Thermodynamik kommt aus der Mechanik und das hat mit der komplexen Wirklichkeit eines Menschen aus Fleisch und Blut weniger zu tun. Da kann man nur Abstrakte Modelle bilden, die dann simplifizierte Bilder der hochkomplexen Wirklichkeit sind.

        Es ist halt nicht so einfach wie es auf den ersten Blick aussieht und vieles läßt sich eben nicht 100%ig auf eine einfache Formel runterbrechen Mona. Das sind nur abstrakte Näherungswerte.

        Ein dicker Durchschnittsdeutscher hat nunmal KEINE Essstörung und braucht deswegen auch keine (psychosomatische) Therapie gegen eine Essstörung.

        Das kann man sicher so sagen. Da haben Sie Recht Mona.

        Aber das ist es worum es mir geht:

        Das sieht man den Leuten doch nicht an! Man sieht nur das die Dick sind. Aber hat der vielleicht ADHS? Unentdecktes Aspergersyndrom? Oder hormonelle Störungen? Hypersensibel / besonders Streßempfindlich? Oder depressiv und Essgestört?

        Das wäre das, was ich mit einer ausgiebigen Diagnostik meine. Wenn das da wäre, würde man den Leuten helfen. Aber alleine ADHS wird so selten untersucht, dabei gehört das bei jeder Essstörung untersucht. Oder Depressionen und anderes.

        Aber solange es das nicht automatisch gibt, solange werden viele in der Adipositas stecken bleiben, die das nicht wollen.

        😀 Hab ich jetzt den Wettbewerb, um den längsten Kommentar gewonnen?😛

        Eine goldene Knabbermöhre gibts von mir auf jeden Fall für den Diskursstrang mit Ihnen :o)

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      2. Lebenswirklichkeit

        Da Sie so gern etwas erklären: Was verstehen Sie unter einer „Störung des Hungerstoffwechsels“? Was ist für Sie ein ungestörter „Hungerstoffwechsel“?

        Fehlendes Sättigungsgefühl. Zu langsam einsetzende Sattheit. Kennt man z.B. von Diabetes Betroffenen oder allgemein bei Übergewicht sind da einige Regelmechanismen entgrenzt. Es wird zuviel oder zuwenig, gar kein oder nur „psychologischer“ Hunger empfunden.

        Der Begriff ist falsch verwendet. Ich meinte mehr gestörter Sättigung- Appetit- und Hunger eigentlichen Sinne wie bei fehlendem Leptin oder zuviel Ghrelin (das bei Prager glaub so), Cortisol oder eben Diabetes / Insulinproblematik. Oder halt bei ADHS die Dopamin und Kicksuche oder Betäubung der Unruhe durch Essen. Cholecystokinin und Enterostatin sind weitere Beispiele.

        Das meinte ich eigentlich. Hungerstoffwechsel ist blöd ausgedrückt von mir weil des ein anders besetzter Begriff ist.

        Hier ein Artikel der das ganz gut beschreibt und den Kontext von PWS mit einbezieht

        So jetzt aber

        Gute Nacht!

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      3. Mona

        Lebenswirklichkeit: „Das ist schwierig, weil es teils an den Medikamenten liegt, einige bewirken auch eine Zunahme ohne Mehressen, die meisten Fälle durch kompensatorisches Essen. Das ist aber eher ein sekundäres Problem, die ´überwiegende Mehrheit wird das Gewicht wieder verlieren können wenn sie die Depression überwinden kann und wieder eigenverantwortlich leben. Aber was ist mit denen, die das nicht schaffen und chronische Depression haben?“

        Genau dazu habe ich Ihnen meine Meinung schon geschrieben. Und es stimmt einfach nicht, dass jemand ohne Mehressen durch Medikamente zunimmt! Das ist physikalisch nicht möglich, siehe 1. Hauptsatz der Thermodynamik. Das können höchstens Wassereinlagerungen sein, die „einfach so“ kommen, aber bekommt durch Wasser keine 35 kg mehr auf die Rippen.

        Lebenswirklichkeit: „Der Mensch ist also nicht so simpel. Thermodynamik kommt aus der Mechanik und das hat mit der komplexen Wirklichkeit eines Menschen aus Fleisch und Blut weniger zu tun.“

        Sie haben sich auf diesen Text bezogen und ich hab es Ihnen mit diesem Text meine Antwort gegeben. Jetzt werfen Sie mir vor, dass ich mich auf diesen Text beziehe. Auch wenn das alles nur Näherungen sind und Modelle, sind das sehr gute Näherungen und sehr gute Modelle, die in der Praxis hinreichend genug sind. Man benötigt einfach kein überkomplexes Modell für etwas, was sowieso nicht in dieser Genauigkeit benötigt wird. Ich gehe doch auch nicht los und messe die 100 kg einer Person mit einer Waage, die auf 6 Nachkommastellen genau misst. Das ist unnötig, weil vielleicht noch eine Nachkommastelle etwas aussagt und die restlichen 5 einfach gar nichts mehr bedeuten.

        Lebenswirklichkeit: „Das sieht man den Leuten doch nicht an! Man sieht nur das die Dick sind. Aber hat der vielleicht ADHS? Unentdecktes Aspergersyndrom? Oder hormonelle Störungen? Hypersensibel / besonders Streßempfindlich? Oder depressiv und Essgestört?
        Das wäre das, was ich mit einer ausgiebigen Diagnostik meine. Wenn das da wäre, würde man den Leuten helfen. Aber alleine ADHS wird so selten untersucht, dabei gehört das bei jeder Essstörung untersucht. Oder Depressionen und anderes.
        Aber solange es das nicht automatisch gibt, solange werden viele in der Adipositas stecken bleiben, die das nicht wollen. “

        Sie erwarten ernsthaft, dass jede dicke Person automatisch zum Arzt geschickt wird und auf alles mögliche in der Welt abgeklopft wird? Schlanke Menschen können auch sehr viele Krankheiten haben, die man ihnen nicht ansieht. Soll nun jeder Mensch auf jede Krankheit untersucht werden nur weil er sie vielleicht haben könnte und man ihm sie nicht ansieht?
        Ihnen ist aber klar, dass jeder Mensch, der irgendein physisches oder psychisches Problem hat selbst entscheiden kann, ob er zum Arzt geht oder nicht? Das heißt, sobald jemand feststellt „Mir geht es irgendwie seltsam. Ich hab Probleme dies und das zu tun.“ kann er zum Arzt gehen und ihm wird geholfen. Wir sind eigenverantwortliche Erwachsene. Kein eigenverantwortlicher Erwachsene möchte gezwungen werden zum Arzt gehen zu müssen, nur weil er ja vielleicht etwas haben könnte, was man ihm nicht ansieht. Alle anderen Personen (z.B. Kinder) haben entweder eine Person, die für sie diese ganzen Entscheidungen trifft oder sie sind schon durch eine Diagnostik gegangen und es wurde festgestellt, dass obwohl sie erwachsen sind, sie eine oder mehrere Personen haben müssen, die für sie Entscheidungen trifft. Das heißt jeder bekommt, die Diagnostik, die er braucht, er muss sie nur nachfragen, sobald etwas gegen eine bestimmte Diagnose spricht, muss man da nicht teure Diagnoseverfahren auspacken und Lebenszeit verschwenden dafür. Was man nicht hat, hat man halt nicht. Zur Not holt man sich eine Zweitmeinung ein und dann ist halt fertig.

        Lebenswirklichkeit: „Der Begriff ist falsch verwendet. Ich meinte mehr gestörter Sättigung- Appetit- und Hunger“

        Ok, das habe ich mir gedacht, dass Sie unter „Hungerstoffwechsel“ etwas komplett anderes meinen als ich. Ja, ich finde auch, dass es einem das Leben schwer macht, wenn man ein ständiges und übertrieben starkes Hungergefühl hat und durch das Essen kein Sättigungsgefühl bekommt. Da hilft es nur, es so zu akzeptieren wie es ist und das beste draus zu machen. Ich weiß selbst, dass es schwer ist, wenn man weniger sich auf das Gefühl verlassen kann, weil es gestört ist, und sich die ganze Zeit rational entscheiden muss, wann man aufhört zu essen und wann man wieder etwas isst und was genau man isst und wie viel. Es ist sehr schwer, aber machbar! Manche Menschen brauchen da keine Hilfe, weil sie ihren Dreh irgendwann raus haben z.B. mit der Hilfe von Foodtracker-Apps und Aktivitätstrackern, und andere brauchen halt noch ein bisschen mehr Hilfe bis zu dem Extrem vom PWS. Jeder, der auf Hilfe angewiesen ist und sie haben möchte, wird sie auch bekommen, wenn er zeigt, dass er selbst schon so viel probiert hat und einfach nicht rausfindet, wie er zurecht kommen kann. (Ich finde man muss berücksichtigen, dass es auch Menschen gibt, die morbid adipös sind, ständigen Hunger haben und total gern weiter essen. Sie würden so eine „Hilfe“ als störend empfinden, deswegen finde ich automatisch einsetzende Diagnostik schlimm, da es auch Menschen gibt, die einfach nicht wissen wollen, welche Störung sie haben und sie möchten gar nicht Gewicht verlieren oder ihren ständigen Hunger weg haben.) Es ist wirklich machbar auch mit gestörtem Hunger/Sättigung (sowie mit z.B. chronischen schweren Depression) abzunehmen. Keiner hat je gesagt, das sei leicht. Es ist sehr schwer, aber man bekommt es hin.

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      4. Lebenswirklichkeit

        Mona

        Lebenswirklichkeit: „Das ist schwierig, weil es teils an den Medikamenten liegt, einige bewirken auch eine Zunahme ohne Mehressen, die meisten Fälle durch kompensatorisches Essen. Das ist aber eher ein sekundäres Problem, die ´überwiegende Mehrheit wird das Gewicht wieder verlieren können wenn sie die Depression überwinden kann und wieder eigenverantwortlich leben. Aber was ist mit denen, die das nicht schaffen und chronische Depression haben?“

        Genau dazu habe ich Ihnen meine Meinung schon geschrieben. Und es stimmt einfach nicht, dass jemand ohne Mehressen durch Medikamente zunimmt! Das ist physikalisch nicht möglich, siehe 1. Hauptsatz der Thermodynamik. Das können höchstens Wassereinlagerungen sein, die „einfach so“ kommen, aber bekommt durch Wasser keine 35 kg mehr auf die Rippen.

        Das ist leider nicht so. Das ist doch möglich. Denn wenn das Medikament den Grundumsatz durch Eingriff in hormonelle / ketecholamine Kreisläufe verringert, kann das durchaus sein. Man kennt ja die betroffenen Medikamente aber die Berichte darüber sind Studiengeprüft und Wasserdicht. Das ist keine Erfindung. Der Mensch ist eben nicht wie ich schon sagte ein einfaches mechanisches System.
        Vieles ist Hormonkreislauf / Hirnstoffwechsel gesteuert und dazu gehört auch der Befehl Fettreserven aufzubauen, abzubauen Stoffwechsel hoch oder runter und andere Positionen und als Steuerungsmittel braucht der Organismus dafür nicht den bewußten Willen sondern regelt das unbewußt selbst.
        Fett ist auch nicht einfach ein Reserveenergiesystem, sondern unterscheidet sich in der Struktur, Aufgabe und ist ein sehr Stoffwechselaktives Organ! Das ist nicht einfach ein Stück tote Butter unter der Haut sondern beteiligt an hochkomplexem Stoffwechselgeschehen.

        Ein paar Artikel bzw. Studienverweise, die besagen bzw. belegen sollen, das Fett nicht einfach Reserveenergie ist und die Steuerung nicht einfach auch wenn der Körper das dann durchaus teilweise so nutzt. Es gibt eben unterschiedliche Fetttypen und die haben unterschiedliche Aufgaben. https://de.wikipedia.org/wiki/Fettgewebe
        http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=39283
        https://idw-online.de/de/news627130
        https://www.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/271-2014
        http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1561

        Lebenswirklichkeit: „Der Mensch ist also nicht so simpel. Thermodynamik kommt aus der Mechanik und das hat mit der komplexen Wirklichkeit eines Menschen aus Fleisch und Blut weniger zu tun.“

        Sie haben sich auf diesen Text bezogen und ich hab es Ihnen mit diesem Text meine Antwort gegeben. Jetzt werfen Sie mir vor, dass ich mich auf diesen Text beziehe.

        Nein, ich weise darauf hin, das die im Text dargestellten Informationen einer bestimmten verkürzten Perspektive entspringen und diese im Kontext der Realität diverse Anpassungen braucht. Es ist nicht 1zu1 alles gültig, was in einem Modell! berechnet wird. Und genau das ist Teil der Problemstellungen, die mich so besonders interessieren und die der simplifizierenden „Einfach abnehmen durch Kalorienzählen“ widerspricht, teilweise massiv womit wir wieder bei PWS wären und meinen Einleitenden Argumenten zur Diskussion.

        Trotzdem ist ihr weiteres Argument schon richtig. Es ist nicht JEDER Faktor wichtig, es braucht keine Genauigkeit von 10 Nachkommastellen. Völlig richtig. Aber wie wollen Sie das wissen, wenn sie die anderen Faktoren nicht kennen und im Voraus die Wichtigkeit negieren? Man muss wissen was da ist, damit man den davon Betroffenen nicht unrecht tut und sie im Regen sitzen läßt ohne medizinische Hilfen und einfach nur sagt: iß weniger, wenn er so wenig essen müsste, das man davon einfach nicht mehr satt wird und weitere Probleme geschaffen werden.

        Sie erwarten ernsthaft, dass jede dicke Person automatisch zum Arzt geschickt wird und auf alles mögliche in der Welt abgeklopft wird? Schlanke Menschen können auch sehr viele Krankheiten haben, die man ihnen nicht ansieht. Soll nun jeder Mensch auf jede Krankheit untersucht werden nur weil er sie vielleicht haben könnte und man ihm sie nicht ansieht?

        Ne, das ist klar. Darum gehts natürlcih nicht. Aber es gibt eben Gründe das zu tun. Ein Grund davon ist massives! Erhebliches ÜBergewicht. Dann MUSS man diese Prüfungen durchführen. Und auch das ist nicht eine Erfindung von mir sondern um beim Beispiel ADHS zu bleiben von Fachärzten. Man muss bei massivem Behandlungsresistentem Übergewicht, besonders wenn es massive Schwankungen gibt, oder bei einer Behandlungsresistenten atypischen Magersucht einfach an die ADHS denken. Das nennt man dann Differenzialdiagnostik. Das andere ist eine Diagnose nach Augenschein, das ist zu wenig und leider wird das ständig bei Übergewicht so gemacht. Das gilt ja für alle möglichen Bereiche und nicht nur als Sonderwunsch für Adipositas. Beispielsweise gibts bei Verdacht auf beginnende Demenz – oder sollte zumindest – ebenfalls eine differenzialdiagnostische Abklärung zur vielgesichtigen ADHS.

        Natürlich geht das alles nur wenn Patienten auch wollen. Das ist bei der heutigen Adipositasbehandlung durch Chirurgie oft nicht der Fall. Der werden erhebliche Maßnahmen ergriffen und Lobhuldigungen geschaffen um die Risiken zu minimieren und über Selbsthilfegruppen das Marketing der Adipositaschiurgie zu fördern. Die Risiken und einbußen bei Lebensqualität klein geredet, Kritik mundtot gemacht und so gut als möglich ein Hype gefördert. Adipositaschirurgie ist auch ein lohneneder Markt. Das man mit demselben Geld, das so etwas an Kosten verursacht, den Patienten warscheinlich anderweitig helfen könnte ohne das Ziel Magenverstümmelung, wird nicht verfolgt.

        hnen ist aber klar, dass jeder Mensch, der irgendein physisches oder psychisches Problem hat selbst entscheiden kann, ob er zum Arzt geht oder nicht?

        Tut mir leid, das ist falsch. Man kann erst entscheiden wenn man das Bewußtsein hat eine Krankheit haben zu können. Redet man Dicken oder anderen Kranken aber einfach nur ein sie seien faul oder äßen zuviel oder sollten sich einfach mal zusammenreißen, dann vermeidet man damit eine anständige Behanldung. Gerade die Glaube daran das weniger Essen für (fast) alle der eigentliche Schlüssel wäre einfach so abzunehmen erzeugt ein erhebliches schlechtes Gewissen bei vielen Adipositas Patienten. Wenn dann keine Ärzte da sind, die das auffangen (und die sind rar) werden die Betroffenen gar nicht erst das Bedürfniss haben den Arzt aufzusuchen oder die richtigen Forderungen nach Differenzialdiagnostik stellen. Die brauchen wir aber wie ich schon vielfach ausführte aus vielen Gründen.

        eder, der auf Hilfe angewiesen ist und sie haben möchte, wird sie auch bekommen, wenn er zeigt, dass er selbst schon so viel probiert hat und einfach nicht rausfindet, wie er zurecht kommen kann.

        Genau das ist das Problem. Depressive, viele ADHSler, Autisten, geistig eingeschränkte und Menschen mit Selbstwertkonflikten, allgemeine Antriebsschwäche, auch wenig gebildete Bürger und und und. Alle solche werden nicht einfach VIELES ausporbiert haben und dies nachweisen können, weil ihnen oft die Kraft oder das Verständniss oder die Fähigkeit dafür fehlt oder eingeschränkt ist alles auszuprobieren. Wer dreimal beim Arzt abgewiesen wurde, wer von der Krankenkasse keine Sportangebote, sondern stattdessen Hüpfen im Kreis im Schwimmbecken angeboten bekommt oder mit Rehapatienten in einen Topf geworfen wird, aber ohne Unterstützung von Aussen eben doch nicht sporteln geht, die Betroffenen wollen dann einfach nicht mehr.
        Meistens werden Dicke ja schon so in der Gesellschaft nicht mehr ernst genommen, öfters schon für ihr Gewicht beim und oft vom Arzt gemobbt und nach einigen Lebensjahren sind die Leute durch. Die verlieren einfach den Anreiz noch etwas in dieser Hinsicht zu tun und da gehört die unbarmherzig hergesagte These „Weniger Essen dann nimmt man ab“ einfach mit dazu. Diese These ist wie der Beitrag hier zeigt ja im Extremfall überhaupt nicht wahr. Und das muss man differenzieren und darum fing ich an hier mitzudiskutieren.

        Ist ja nett das noch was draus geworden ist.

        Danke und MFG

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      5. Mona

        Lebenswirklichkeit: „Das ist leider nicht so. Das ist doch möglich. Denn wenn das Medikament den Grundumsatz durch Eingriff in hormonelle / ketecholamine Kreisläufe verringert, kann das durchaus sein.“

        Nein, es ist nicht möglich. Medikamente können machen, dass man unruhig wird und sich mehr bewegt, müde wird und sich weniger bewegt, keinen Hunger mehr spürt und deswegen zu wenig isst oder zu viel Hunger spürt und zu viel isst. Sie können auch machen, dass Wasser eingelagert wird, aber Medikamente können nicht machen, dass man Fett zunimmt ohne Mehressen.
        Fettzunahme und -abnahme sind eine Lebensstilfrage, das heißt, wenn man die ganze Zeit müde ist durch sein Medikament und deswegen plötzlich fast von einem Tag auf den anderen sich wenig bewegt, dann ist es einfach kein Wunder, dass man zunimmt.
        Natürlich ist Körperfett wichtig. Wenn eine Frau unter ca. 16 % Körperfettanteil hat, ist es schon wahrscheinlich, dass der Eisprung usw. nicht mehr richtig funktioniert, weil das Fett für Hormone wichtig ist. Aber genauso ist das auch, wenn eine Frau 40% Körperfettanteil hat, dass dieses Fett den Zyklus stört oder für sehr starke Regelblutungen sorgt usw.

        Lebenswirklichkeit: „Ein Grund davon ist massives! Erhebliches ÜBergewicht. Dann MUSS man diese Prüfungen durchführen.“

        Wieso m u s s? Jeder Mensch merkt doch wenn er massives Übergewicht hat und kann doch zum Arzt gehen und herausfinden lassen, was das Problem ist. Einen Arzt interessiert es doch auch, wieso jemand massives Übergewicht hat und woran es liegt, dass die Person es selbst nicht hinbekommt weniger zu essen als sie verbraucht, um abzunehmen. Manche Ärzte kennen sich halt nicht aus, das ist dann natürlich blöd, aber dieses Problem würde sich auch nicht lösen, wenn die Krankenkasse oder wer auch immer alle übergewichtigen Menschen zum Arzt schickt. Dadurch wird der Arzt ja auch nicht fähiger. Und egal, wie dick oder dünn eine Person ist, es ist die Aufgabe eines Arztes festzustellen, fast mit der Person irgendwas nicht stimmt und sie an Fachärzte weiterzuschicken. Hausärzte fragen ihre Patienten aus und lassen sich erzählen womit sie im Leben hadern und beim Verdacht auf Depression oder sonstwas anderes, auf Beinbruch, auf Nierenprobleme, auf Ohrenprobleme… schicken sie die zu Fachärzten. Ärzte sind auch nur Menschen. Psychotherapeuten sind auch nur Menschen. Menschen machen manchmal Fehler.
        Soweit ich weiß gibt es „Magenverstümmelung“ nur auf eigenen Wunsch und nur dann, wenn man vorher alles durch hat, alle möglichen körperlichen Untersuchungen, Psychotherapeuten, Ernährungsberatung und Bewegungsberatung (Sport und sontige Lebensstilfragen). Zum Beispiel bringt Muskelaufbau viele Vorteile für die Lebensqualität, finde ich.

        Lebenswirklichkeit: „Man kann erst entscheiden wenn man das Bewußtsein hat eine Krankheit haben zu können.“

        Ja, das Bewusstsein, dass irgendwas nicht stimmt und man mit seinem Leben nicht zurecht kommt, entwickelt man irgendwann selbst. Man merkt doch irgendwann, dass man leidet. Das kann sehr lang dauern, weil etwas schleichend kommt, aber irgendwann kann man auch eine Depression nicht übersehen, wenn man zu sich selbst ehrlich ist. Oft ist es so, dass andere Menschen einen fragen, was mit einem nicht stimmt, falls man müder ist als sonst oder weinerlicher oder sein Bein komisch nachzieht oder den Kopf schief hält oder seine Einkaufstasche nicht mehr festhalten kann… und durch diese eventuell gehäuften Fragen merkt man dann selbst „Oh, mit mir stimmt was nicht, ich sollte das mal beim Arzt ansprechen und abklären lassen“.

        Lebenswirklichkeit: „Gerade die Glaube daran das weniger Essen für (fast) alle der eigentliche Schlüssel wäre einfach so abzunehmen erzeugt ein erhebliches schlechtes Gewissen bei vielen Adipositas Patienten.“

        1. Es ist eine Tatsache, dass man Fett abnimmt, wenn man weniger isst als man verbraucht.
        2. Es hat nie jemand behauptet, dass es leicht ist das durchzuziehen. Manchmal ist das wirklich schwer, aber das ist der einzige Weg Fett abzunehmen ohne eine Liposuktion.

        Lebenswirklichkeit: „Depressive, viele ADHSler, Autisten, geistig eingeschränkte und Menschen mit Selbstwertkonflikten, allgemeine Antriebsschwäche, auch wenig gebildete Bürger und und und. Alle solche werden nicht einfach VIELES ausporbiert haben und dies nachweisen können, weil ihnen oft die Kraft oder das Verständniss oder die Fähigkeit dafür fehlt oder eingeschränkt ist alles auszuprobieren.“

        Ich meinte nicht alles, was es gibt, sondern vieles, was dem jeweiligen Menschen unter seinen Lebensumständen möglich ist. Es weiß jedes Kind, dass wenn man Sport macht und viel grünes Gemüse isst und kein Zucker und Fett, dann wird man eventuell schlanker. Das kann man doch, so gut man das hinbekommt, erstmal selbst ausprobieren. Man wird natürlich an seine Grenzen stoßen, falls man irgendwas missverstanden hat oder falsch ausgeführt hat und dadurch eventuell gar nichts abnimmt, aber in so einem Moment kann man sich doch Hilfe holen, die sich damit auskennt. Wenn man keinen Antrieb hat, merkt man das ja auch und einem fällt alles furchtbar schwer im Alltag, dann geht man ja auch zum Arzt und der versucht herauszufinden, wo diese Antriebslosigkeit herkommt.

        Lebenswirklichkeit: „aber ohne Unterstützung von Aussen eben doch nicht sporteln geht“

        Das liegt in der Eigenverantwortung jeder Person. Jeder Mensch, der Sport machen möchte, hat dafür zu sorgen, dass er einen Weg findet, dass er das auch umsetzt, z.B. indem er sich Sportpartner sucht oder sich für einen Kurs anmeldet oder Zuhause mit einem Video oder einer App Sport macht. Man kann sich selbst motivieren und wenn man weiß, dass man das nicht kann, dann übergibt man diese Aufgabe jemand anderem. Z.B. kann man seinem Kind sagen, dass es einen an jedem Datum mit gerader Zahl an Sport erinnern soll und man nimmt sich dann die eine Stunde oder man sagt einem Freund, dass er einen zweimal die Woche zum Laufen oder Walking abholen soll. Die Phantasie hat keinen Grenzen.

        Lebenswirklichkeit: „Meistens werden Dicke ja schon so in der Gesellschaft nicht mehr ernst genommen, öfters schon für ihr Gewicht beim und oft vom Arzt gemobbt und nach einigen Lebensjahren sind die Leute durch.“

        Wer nimmt Dicke nicht ernst? Viele Politiker sind dick und sie werden ernst genommen. Ich kenn das höchstens aus der Schule, dass sehr dicke Kinder eventuell gehänselt werden. Gemobbt werden kann man auch, wenn man schlank ist. Es gibt auch Mobber, die dick sind. Ich hab das noch nie gehört, dass man beim Arzt gemobbt wird. Wie soll das gehen? Wenn man sich bei einem Arzt unwohl fühlt, geht man das nächste mal zu jemand anderem, der netter ist. Ärzte müssen insbesondere massives Übergewicht ansprechen, weil es das Risiko für Krankheiten erhöht und das ist gesundheitsrelevant, das ist kein Mobbing. Ich glaube, es gibt viele Ärzte, die selbst übergewichtig sind, weil sie wissen, dass es gar nicht so leicht ist, sich genug zu bewegen und weniger zu essen als man verbrennt, wenn man z.B. viel arbeitet. Wenn man durch ist, dann sollte man sich eine psychotherapeutische Beratung suchen, eventuell hat man wirklich eine Depression entwickelt oder man hat einfach ein sehr geringes Selbstwertgefühl, was man aufbauen sollte und nicht mehr „durch zu sein“.

        Lebenswirklichkeit: “ da gehört die unbarmherzig hergesagte These „Weniger Essen dann nimmt man ab“ einfach mit dazu. Diese These ist wie der Beitrag hier zeigt ja im Extremfall überhaupt nicht wahr.“

        Hier irren Sie sich. Es geht genau darum, dass diese These wahr ist! Sie ist ein Fakt.
        Die PWS-Menschen haben abgenommen, weil sie weniger gegessen haben als sie verbrannt haben. W i e man das konkret umsetzt und ob es jemandem leichter oder schwerer fällt, ist eine ganz andere Sache. Wie ich heute geschrieben habe: Ich weiß selbst, dass es schwer ist, wenn man weniger sich auf das Gefühl (hungrig/satt) verlassen kann, weil es gestört ist, und sich die ganze Zeit rational entscheiden muss, wann man aufhört zu essen und wann man wieder etwas isst und was genau man isst und wie viel. Es ist sehr schwer, aber machbar. Es ist wirklich machbar.

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  12. Tun sie mir einen Gefallen und verschwenden sie nicht die Lebenszeit von sich und anderen, sie haben nur eines und ich auch, ich bin nicht bereit mich mit solchen Besonderheiten auseinander zu setzen, ja, es gibt Randbereiche, die können sie gerne ausleuchten, am Besten im eigenen Forum, da können sie rumtrollen wie sie lustig sind. Dieses Forum betrachtet die restlichen 95%, akzeptieren sie es oder lassen sie es bleiben, aber ihr Schreibdurchfall und Geschwurbel ist unerträglich, ein echtes Ärgernis eines stupiden Besserwissers, der ansonsten im Leben wohl zu wenig Beachtung erfährt.

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    1. Kuttel Daddeldu

      Hi Ladit01, sorry, aber da irrst Du: Die kleine Gruppe der von Prader-Willi betroffenen Leute war besonders interessant bezgl. der Fettlogik-Mythen. Denn es wurde klar, dass es eben sogar für sie keine Energiezufuhr aus dem Nichts gibt und es eben nicht von einem besonders bösen Zauberstoffwechsel abhängt, was ihnen widerfährt. Sondern wie bei anderen auch hauptsächlich von der Ernährung, die – und das ist ein ganz anderes Thema – in der Steuerung gestört als dauernder Mangel empfunden wird.

      Unser kleiner Troll kann das alles nicht nachvollziehen, weil er Dank Leseverweigerung insgesamt bis heute überhaupt nicht schnallt, worum es hier im Blog eigentlich geht. Zum Beispiel in diesem Beitrag oben eben _nicht_ darum, ob diese Betroffenen das eigenständig oder gar „schuldhaft“ nicht geregelt bekommen… Das behauptet außer ihm niemand und schon gar nicht Nadja. Tja.

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      1. Lebenswirklichkeit

        Zum Beispiel in diesem Beitrag oben eben _nicht_ darum, ob diese Betroffenen das eigenständig oder gar „schuldhaft“ nicht geregelt bekommen

        Sonst gehts Ihnen aber noch ganz gut? Woher nehmen Sie denn den Blödsinn? Ich unterstelle niemandem etwas schuldhaft.

        Wer einen Blog betreibt und einzelne Beiträge verfasst wird damit rechnen können und müssen das mal einer reinschneit mit Interesse an dieser oder jener Seite des Besprochenen. Sie können mir ja gerne mein Interesse am Thema vorwerfen, aber das ich irgendwem Schuld zugewiesen hätte ist einfach nur unverschämt.

        Mir Gewichtsdiskriminierung zu unterstellen ist allerhand.

        Wenn sich das Buch, der Blog und alles was hier passiert und die mehr oder weniger freundliche Anhängerschaft nur darum dreht sich selbst und anderen zu beweisen das man mit weniger Essen weniger Gewicht erreichen kann, dann ist das für diese Erkenntniss bischen dick aufgetragen. In dem bildhaften Sinne von: Die Mücke herausgearbeitet und den Elefanten übersehen.

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    2. Lebenswirklichkeit

      Wie ich meine Zeit verbringe überlassen Sie mal mir. Und wieviel Aufmerksamkeit ich brauche entscheide ich auch selbst.

      Ein Problem haben Sie offensichtlich. Sie sind ziemlich launisch. Kommt häufiger bei Diäten vor. Grauslich ihre Unfreundlichkeit, aber ist Ihr Problem.

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      1. Grober Klotz, grober Keil! Also mal ganz kurz zusammengefasst: Es gibt Menschen, denen genetisch bedingt eine Impulskontrolle fehlt, also muss diese von Außen beigebracht werden, dieses bedeutet Verbrauch von Ressourcen, die die Gemeinschaft aufbringt. Das ist eine Ausnahme. Wir leben in einem Zeitalter qualitativer und quantitativer Überversorgung mit Lebensmitteln, bei gleichzeitiger Bequemlichkeit, daraus folgt Energieaufnahme wird größer, Energieverbrauch wird kleiner. Buchhalterisch ergeben sich dadurch für einen Großteil der Bevölkerung Gewinne in der persönlichen Energiebilanz. Folge Massenzunahme. Die meisten Übergewichtigen dürften einen persönlichen Energiegewinn von weniger als 100 kCal / Tag haben. Da auf mangelnde Impulskontrolle zu schließen ist schlicht und einfach Unsinn, das entspricht 2 Belegten Brötchen in der Woche oder einer halben Tüte Chips. Das durchschnittliche Übergewicht ist schlicht und ergreifend erwartbar durch Änderungen der Lebensumstände.

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