Jogginghosen

Mit die häufigste Frage ist ja die, was sich sozial durch das Abnehmen geändert hat. Und meistens muss ich enttäuschen, weil mir nicht besonders viel dazu einfällt.

Nun ist mir aber endlich mal ein tatsächlich krasser Unterschied aufgefallen. Auch wenn Karl Lagerfeld der Meinung ist, „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren„, gehört die schöne, schlabberige Jogginghose schon seit je her zu meinen liebsten Beinkleidern.

Der Unterschiedthinpriv: Wenn es jetzt überraschend an der Tür klingelt, und ich ungeschminkt, verratzt und in Schlabberhose zur Tür wanke endet die Musterung mit der Frage „Entschuldigung, habe ich Sie beim Sport unterbrochen?

😀

Mehr oder minder passend dazu ein Artikel, den ich schon länger mal verlinken wollte. Das online Magazin Deutsche Gesundheits Nachrichten schreibt über die Digitalisierung unserer Gesellschaft und wie diese die Bevölkerung inaktiver werden lässt: „Mehr als jeder Dritte bewegt sich im Alltag weniger als eine halbe Stunde. Ein weiteres Drittel bleibt unter einer Stunde. Das ist definitiv zu wenig.“

Die Wahrscheinlichkeit, Leute beim Sport zu unterbrechen ist also wohl generell eher nicht so groß.

Dennoch finde ich meine anekdotische Einzelfallbeobachtung ganz interessant. Die Wahrnehmung meiner „Sportkleidung“ scheint von „legerer Freizeitlook“ inzwischen zu „funktioneller Sportkleidung“ gewechselt zu haben. Wie ich zugeben muss: Auch nicht ganz zu unrecht.

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34 Gedanken zu “Jogginghosen

  1. Als leidgeprüfter Hausmann kann ich hierzu beisteuern, dass mich der Paketbote tatsächlich bereits mehrmals beim Sport gestört hat. Wenn es sich um ein Päckchen für die Nachbarn handelt, ist ihm das in der Regel auch sehr unangenehm.
    Der geübte Postler erkennt den Unterschied zwischen H4-Schlunz (also einem arbeitslosen Marathon-Glotze-Gucker (pc: Ja, auch die gibt es unter all den unglücklichen Arbeitswilligen)) und einem „richtigen“ Sportler an den Schweißperlen auf der Stirn und dem Geruch nach frischem (!) Schweiß, der sich über den vorherigen Wohlgeruch gelegt hat.
    Die gefühlt häufige Kollision mag an der Überlappung unserer bevorzugten Zeitfenster liegen: Ich mache vormittags Sport, und schwinge meist zwischen zehn und elf meinen Hintern, während der Lieferant auch um diese Zeit hier in der Gegend unterwegs ist.

    Die Änderung des Sozialverhaltens (der Leute in meinem Umfeld) mir gegenüber hängt maßgeblich mit meiner Ausstrahlung zusammen und die wiederum mit meiner Selbstwahrnehmung bzw. meinem Selbstwertgefühl.
    Da wundert es mich wenig, wenn Du da keinen großen Unterschied bemerkt hast. Du fühltest Dich ja vorher auch nicht in erster Linie unzulänglich – oder zumindest wird man (wie ich) Dir als Therapeutin das unterstellt haben – und bei Dir scheiterte das Abnehmen bislang ja alleine am Wissen um die richtige Technik. Oder?

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    1. fak

      Ich vermute da ähnliches wie Lysander bezüglich der sozialen Aspekte. Es klingt bei dir zumindest so, dass außer den direkt durch Übergewicht beeinflussten Dingen, insbesondere dann irgendwann der massiven körperlichen Beschwerden viele Dinge ganz gut gelaufen sind und du dich auch dementsprechend fühltest.

      Das ist bei mir zum Beispiel anders; ich war als Kind und anfangs als Jugendlicher sehr schlank und vor allem auch sehr fit und habe sehr viel Sport betrieben, organisiert am Ende mindestens 5x die Woche. Ein großer Teil des Selbstwertgefühls kam aus diesem Sport und auch soziale Kontakte liefen viel darüber. Als das dann wegen Verletzungen aufhören musste mit dem Sport und ich auch infolge dessen massiv zugenommen habe, hat sich auch mein eigenes Sozialverhalten, das eigene Selbstbewusstsein und damit auch sicher die Wahrnehmung durch andere massiv geändert. Ich fühle mich halt seit 15 Jahren so, dass ich im Prinzip im falschen Körper rumlaufe. Der, der eigentlich zu mir gehört, ist ungefähr halb so umfangreich, wie es meiner seit einiger Zeit und jetzt auch trotz gewisser Abnahme immer noch ist. Was denke ich einen großen Beitrag dazu leistet, dass ich mich in vielen sozialen Situationen unsicher fühle bzw. sie ganz meide. Hinzu kommt das Abnehmen als DAS große Ziel über Jahre hinweg und das ständige Scheitern, was nun auch nicht zum Selbstbewusstsein beiträgt (wobei der Effekt mittlerweile dadurch abgemildert ist, dass ich etwas Gelassenheit gewonnen habe und durch die Gewissheit, nach der Lektüre deines Buches, dass ich wieder auf ein Gewicht kommen werde, das ich als passend empfinde, auch wenn’s nicht ganz so schnell geht, wie ich anfangs gehofft habe).

      Ich bin gespannt, wie sich das Abnehmen bei mir sozial auswirken wird. Ich könnte mir vorstellen, dass das Übergewicht und das damit verbundene Unwohlsein mit mir selber in diesem Fall eine größere Auswirkung auf soziale Interaktionen hat, als das bei dir mit anderer Vorgeschichte der Fall war. Wird spannend, das rauszufinden. Und doof an den Stellen, an denen dann doch das Übergewicht keine so große Rolle gespielt hat und ich dann doch noch an anderen Dingen was drehen muss, wenn sich was ändern soll :).

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  2. „Mehr als jeder Dritte bewegt sich im Alltag weniger als eine halbe Stunde. Ein weiteres Drittel bleibt unter einer Stunde. Das ist definitiv zu wenig.“

    Habe mir letztens an einem total vergammelten Sonntag auch gedacht: Ich und mein Freund stehen auf, setzen uns hin zum Frühstück/Brunch, laufen ins Wohnzimmer, setzen uns hin zum zocken, laufen ins Bad, setzen uns hin zum Pipi machen, laufen ins Schlafzimmer, legen uns hin und pennen ….. eigentlich erschreckend, an so einem Tag kann es echt sein, dass man nicht mal 500 Meter läuft. Hilfe!

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    1. Frat Boy Guap

      Das kann einem als Raucher im vierten Stock nicht passieren. Ich renne täglich mindestens 5-6 mal die Treppen rauf und runter nur um meine Sucht zu befriedigen.

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    2. Mona

      Ich hab auch regelmäßig solche Tage, die Sirenenlied beschreibt. Irgendwie brauche ich das wirklich sehr, mal alle 2 Wochen einen, mal in einer Woche gleich 2 davon, also im Durchschnitt ungefähr 1 Tag pro Woche geht bei mir so „verloren“, obwohl ich etwas Sinnvolles erledigen „möchte“.

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  3. K

    Ich für meinen Teil hasse ja Jeans. Also die normalen, engen. Die habe ich schon schlank nicht leiden können. Boyfriend-Style (also die Baggys für Frauen) und Jeans mit hohem Stretchanteil sind ok, aber meistens trage ich dennoch Leggings oder eben Kleider/Röcke.
    Während eines verfettungsbedingen Kleidungsnotstandes war ich allerdings ein paar Monate gezwungen, auch im Alltag ab und zu auf Jogginghosen auszuweichen. Da ich zum Glück ein klein bisschen Gespür dafür entwickelt habe, welche Kleidung zusammenpasst und welche nicht, sah es ganz alltagstauglich aus, vor allem, weil es auch einen Trend dazu gibt, „lässige“ Hosen mit engeren, schickeren Oberteilen zu kombinieren.
    Mittlerweile trage ich Jogginghosen fast nur noch drinnen, zum Sport, oder wenn ich kurz einkaufen gehe und es mir zu blöd ist, sich extra dafür umzuziehen.
    Kommentare dafür hab ich aber eigentlich noch nie bekommen. Wahrscheinlich strahle ich schon so eine „F… that shit“ Einstellung aus, dass man von mir quasi einen entsprechenden Look erwartet. 😀

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    1. K

      Wobei ich Jogginghosen an sich zwar liebe und drinnen eigentlich fast nur darin herumlaufe, aber die meisten Modelle (zumindest die, die ich habe) sehen mMn nicht so aus, als dass ich sie auf der Straße tragen könnte. ^^*

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  4. Ich

    Wie motiviert ihr euch denn zum Sport?

    Ich muss zugegeben, dass ich „früher“ sehr aktiv war. Pferdehaltung in Eigenregie (nicht in einem Pensionsstall), die Pflege vom Land etc. war doch immer sehr arbeitsintensiv – Bewegung gab´s also gezwungenermaßen.
    Pferde haben wir immer noch, aber mittlerweile habe ich a) weniger Land und b) Mithilfe.
    Gepaart mit beruflichen Veränderungen waren schnell 15kg drauf (davon schon wieder 12kg runter, die letzten drei weigern sich standhaft – was evtl. auch an Dingen wie Hirsebrei mit Marzipankakao angerührt liegen könnte (den ich gerade nebenher esse) …).

    Jedenfalls reicht das obligatorische Gassigehen mit dem Hund (ich gehe schneller Gassi als andere walken) und die Versorgung der Pferde nicht – aber Trimmrad fand ich bisher voll doof. Bis ich mal den Tip ausprobiert habe, es mit einer Serie zu verknüpfen. Und seitdem fluppt es.
    Angedacht ist aber der Wechsel von einem Trimmrad hin zu einem Crosstrainer – dafür entrümpele ich gerade das Arbeitszimmer ;o)

    Jogginghosen heißen bei mir „Rumrutschhosen“, denn irgendwie aktiv bin ich damit nicht. Das ist mein höchst privater Couchgammellook. Damit irgendwie vor die Türe gehen – nope. Geht gar nicht.
    Und wenn es an der Türe klingelt – gut, dann is´so. Aber da habe ich bisher nie ´nen Kommentar zu erhalten.

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  5. Ich werde vor allem DEUTLICH weniger angestarrt, und das fällt mir tatsächlich aktiv auf. Früher habe ich andauernd gemerkt, das die Leute gucken. Meist nicht lang und super aufdringlich, aber doch so, dass ich mich stets extrem unwohl gefühlt habe (was nicht schwer war- ich habe immer zu den Leuten gehört, die sich für ihre Adipositas MASSIV schämen). Jetzt guckt einfach niemand mehr, ich sehe „einigermaßen normal“ aus und gehe in der Menge unter. Und ich genieße das SEHR.

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  6. Katrin

    Bei mir heißen die „Kuschelhosen“. Wobei ich dem einen Paar so allmählich entschrumpft bin, und beim anderen Paar (die ich tatsächlich als Sporthose trage) mußte ich den (Gummi-)Bund enger nähen, weil er so albern von der Taille abgestanden ist. Vor die Tür geh ich damit aber nicht, weder mit dem einen noch dem anderen Paar…

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  7. Mona

    Ich trage zum Sport immer Jogginghosen und wenn ich nur beim Yoga war, dann lasse ich sie halt noch paar Stunden an. Ich hab festgestellt, dass die ganzen Leute unter 30 gar keine Sporthosen tragen, die ziehen immer Leggings an, auch die Männer, die laufen oder Yoga machen usw., ansonsten werden von beiden Geschlechtern eher Shorts getragen, wenn sie keine Leggings mögen.

    Zuhause trage ich alte Sporthosen, die sich als unpraktisch für Sport erwiesen haben, weil sie beim Bewegung ständig runter oder hoch rutschen (auch von sehr großen Marken). Am liebsten trage ich Zuhause Pyjamahosen, das ist nicht so toll wenn dann Pakete angenommen werden müssen. Da fühle ich mich mit einer Jogginghose deutlich besser angezogen. Mir passiert das total oft, dass ich Zuhause dusche, wenn ich vom Sport komme und dann im Bademantel dem Paketmenschen öffnen muss. Weiß nicht, was er sich denkt, wenn ich um 11 Uhr im Bademantel rumhänge. er kann ja nicht wissen, dass ich vorher Sport gemacht habe und mich erst später an die Arbeit begebe.

    Jeans mag ich, da fühle ich mich angezogen, bei anderen Stoffhosen ist das so ein komisches Gefühl für mich. Röcke und Kleider trage ich so gut wie nie, nur im Urlaub oder zu Hochzeiten. Solang ich denken kann, war das bei uns in der Familie so, dass, wenn man Zuhause ist, man seine Zuhausesachen anzieht, die ruhig bisschen dreckig werden dürfen und bequem sind und es nichts ausmacht, wenn die verwaschen sind und man da sich beim Essen bekleckert. Das liegt glaub ich daran, dass wir sehr arm waren eine längere Zeit und ordentlich Hosen, Oberteile, Schuhe und Jacken möglichst lange ordentlich sein sollten. Nach ein Mal tragen haben wir auch nie direkt gewaschen, erst wieder wenn es sein musste vom Dreck oder Geruch.

    Sobald man rausgehen möchte zieht man sich dann sehr ordentlich an (bei mir, ich bin leider ein bisschen extrem, gehört dazu MakeUp, Haare machen, Zähneputzen und je nachdem erledige ich das Duschen auch erst dann). Dadurch fühle ich mich erst zuhause, wenn ich irgendwas anhabe, was ich draußen niemals tragen würde, wie Pyjama (Das ist eine Macke von mir, das hätten meine Eltern als ich Kind war niemals zugelassen. Die fanden es nur in Ordnung, wenn ich statt neuer ordentlicher Jeans und Pulli einen älteren verwaschenen Pulli und Hose anzog.)
    Umgekehrt ist das auch so, dass ich nur rausgehen kann, wenn ich finde, dass ich adrett genug aussehe. Das hat aber auch sicher was mit meinem Selbstwertgefühl zu tun. Mein schlankes ich findet das nicht so extrem schlimm, wenn die Haare ein bisschen anders liegen als ich das wollte oder die Schuhe nicht ganz sauber sind. Mein dickes ich hat solche Dinge als Blamage gesehen und war oft sauer auf sich und ging viel seltener raus oder brauchte ewig für das Zurechtmachen und weigerte sich am Ende trotzdem rauszugehen, weil irgendwas nicht so aussah, wie es sollte.

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  8. Mona

    “Entschuldigung, habe ich Sie beim Sport unterbrochen?”

    Das ist mir noch nie passiert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Mensch in meinem Umfeld das sagen würde. Wahrscheinlich passiert es mir nicht, weil ich immer „kaputt“ aussehe, übermüdet, und die Leute davon ausgehen, dass ich gerade rumgegammelt habe.

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    1. Ich gehe inzwischen auch in Jogginghose einkaufen, Großstadt desensibilisiert. Kennt mich ja eh keiner. Ich finde es aber auch OK, Pakete in Jogginghose zu empfangen – bin halt zuhause, und der DHL Bote hat ganz andere Sorgen, als was die Leute anhaben.

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  9. Shark

    Ich glaube Paketboten haben schon alles gesehen, angefangen von nix unter dem Bademantel, über braun und gelb verfärbte Unterwäsche und voluminöse Handtuchturbane bis hin zu Quark und Gurkenmasken im Gesicht. Die schockt so schnell sicher keiner mehr.

    Ich glaube, das einzige, was die noch das Gesicht verziehen lässt ist das Geräusch der Klospülung und dann der Mensch an der Tür, der sicher keine Zeit hatte, sich die Finger zu waschen, aber dann dieses Unterschriftdings anpackt.

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  10. Klugscheisser

    Der Artikel überrascht mich ehrlich gesagt ein wenig. Ich mag deinen Blog, ich mag Erzählmirnix, und finde deine bisherige Leistung beeindruckend! Damit meine ich nicht das Abnehmen, das ist an sich zwar toll, aber dann 2 Bücher zu schreiben und aktiv Blogs zu betreiben sowie sich um Facebook & Co zu kümmern ist weit mehr als jeder wie auch immer motivierte Kommentador zu Stande bringt!
    Ich gönne dir jedes Bisschen an Erfolg, und sei es nur durch einen Postboten 😉
    Alles, was du schreibst kann ich bisher nur bestätigen – ich habe sogar selbst schon mal abgenommen. Nicht weil mich mein Gewicht von 120kg bei knapp 2m Größe stört – eher weil ich wissen wollte, ob es grundsätzlich „funktioniert“ und ja, es geht – sehr gut sogar! Von 80 auf 120 und dann wieder auf 95 – kein Problem! Aber die Bequemlichkeit und Mangel an Motivation tun ihr übriges, und so bin ich derzeit wieder bei 114kg angekommen. Mein „Setpoint“ *lach*
    Den Postboten habe ich selbst jedoch noch nie gesehen, denn ich muss von 8 bis 18h arbeiten, wie der Bote auch. Ich frage mich immer, was die Leute machen, die tagsüber zuhause sind? Wen soll denn der Postbote antreffen? Wann??? Sind es alles Hausfrauen? Oder ist die moderne Home-office Gesellschaft so weit fortgeschritten, dass man mittlerweile jeden Job zuhause ausüben könnte und nur ich noch so „altmodisch“ bin? Fragen über Fragen….

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    1. Die andere Mona

      Samstags frei – Urlaub – Hausfrau – Krankheit – Schichtarbeit – früher Feierabend und wie Björn es schon gesagt hat: Homeoffice und co. sind ganz gute Methoden um dem Postboten mal „Hallo“ zu sagen 😀
      Aber ich kenn das Gefühl! Wenn ich im Urlaub mal unter der Woche, morgens einkaufen gehe denke ich auch immer: Was macht ihr alle hier???? Seid ihr alle arbeitslos???
      Dabei bin ich ja selbst gerade einkaufen 😀

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  11. elle

    Liebe Nadja, könntest du evt mal einen Überblick darüber geben, wie so ein typischer Sporttag (oder eine Sportwoche) und ein Esstag bei dir aussieht? Da du ja im Haltebereich bist und dies schon recht lange, fände ich das wirklich sehr hilfreich.Ja, jeder Mensch is(s)t verschieden, aber neulich schriebst du ja von 2,5 h Sport Oo und ich fände es klasse, wenn du einen Überblick/Anregung gibst. Hattest du eig auch schon mal das Gefühl, zu viel Sport zu machen, körperlich? Und hast du Erfahrungen mit Heisshunger? LG

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  12. Meeresbraut

    Die Anregung von elle finde ich sehr gut, da mich das auch interessieren würde. Ich z.B. mache derzeit ca. 4-5 Stunden Sport in der Woche und merke, dass alles, was mehr als 5 Stunden sind, für mich schnell zu viel wird. Da ist bei mir eine körperliche Grenze.
    elle, bei Bedarf kann ich dir gerne meine Sportwoche aufschreiben.
    Aktell habe ich 13 kg dank Fettlogik

    Übrigens frage ich mich immer, ob Menschen zum Sport wirklich Jogginghosen tragen? Ich trage nur Lauftights oder Yogahosen, aber diese dicken Jogginghosen schlabbern bei mir beim Laufen nur rum und stören mich ebenso beim Heimtraining mit meinem Online-Fitnessstudio. Mich nerven die, aber ich bin auch grad 30 und falle damit in die Gruppe der oben erwähnten. 😉 Aber ja, wenn mich der Postbote in Tights sieht, dann hat er mich definitiv beim Sport unterbrochen.

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    1. Mona

      Das kommt mit der Zeit. Geduldig dranbleiben und schauen, dass man Pausen macht, falls man krank wird und ansonsten keine Ausreden geltend machen, dann wird das über Jahre auf jeden Fall besser. Manche sind zäher, bei denen geht es dann schneller.

      Früher konnte ich nicht mal 1 mal pro Woche 1 h Sport aushalten, ich hab dann immer alle 4 oder 5 Wochen eine Woche ausgesetzt. 2008 hab ich Kiesertraining gemacht, da war ich schon 2 bis 3 mal beim Sport, aber das empfinde ich als viel einfacher als Cardiotraining. Ab da hab ich es so beibehalten, dass ich 2 Kurse (kein Krafttraining mehr) pro Woche gemacht habe. Immer wenn ich versuchte zu steigern, wurde ich nach 4 Wochen krank (da hatte ich Normalgewicht, aber es kamen immer wieder irgendwelche Entzündungen). Irgendwann gibt es aber ganz gut. 2015 hab ich dann geschafft sehr regelmäßig (also so gut wie jede Woche) 4 h Sport zu machen (auch mit meinem höchsten Übergewicht wegen Heißunger-Fressattacken), am Ende dann fast 6 h. Jetzt seit einem Monat mache ich 7 h Sport. In einer Woche dieses Jahr hab ich ausprobiert jeden Tag mehrere Stunden zu machen, das hat auch gut funktioniert, ich kam fast auf 20 h. Erholung ist dann wichtig. Das war eine Ausnahmewoche mit meinem normalen Alltag ist das nicht vereinbar. Außerdem fühlte ich mich nach einen einem Sportkurs immer so als bräuchte ich 3 Tage bis ich wieder fit bin, aber es war gar nicht so, ich konnte oft sogar am gleichen Tag nach ca. 8 h Pause die nächste Sporteinheit machen, manchmal auch 2 h am Stück.

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  13. elle

    Bei mir ist es andersherum :-/

    Ich habe eine ganze Weile 8-10h pro Woche gemacht – Workouts und Krafttraining, Pilates. Dann habe ich die Einheiten etwas intensiviert und reduziert, damit kam ich auf 7h die Woche. Seit einiger Zeit merke ich, dass mich das zu sehr fordert und ich habe es noch weiter reduziert. Und dennoch merke ich, dass ich mich schnell erschöpft und überfordert fühle, was mich beunruhigt und mir auch Kummer macht. Körperlich bin ich soweit gesund (denke ich?), ich muss auch nicht abnehmen.
    Ich mache aktuell nur kleine Einheiten, weil sonst sowohl Kopf als auch Körper streiken. Wie ich das merke?
    – Panikattacken
    – Weinkrämpfe
    – Schwindel (kenne ich sonst nicht)
    – rasche Erschöpfung
    – generell große Müdigkeit
    – lange Regenarionszeiten
    – depressive Verstimmung

    Ich leide an einer kl. Depression und Sport hat mir oft geholfen, bewirkt momentan jedoch das Gegenteil, der Gedanke, ich „muss“ lähmt mich völlig.
    Dazu kommt, dass ich kaum weniger essen kann als mit Sport. Ich ernähre mich pflanzenbasiert, dh decke etwa 1/4 meines Tagesbedarf durch Rohkost ab. Der Rest besteht aus VK-KH, Milchprodukten und einer Portion „ungesund“. Wenn ich versuche, deutlich weniger zu essen, bekomme ich nachts solchen Hunger, dass ich letztlich essen muss.

    Ob ich mal meine Schilddrüse checken lassen sollte?

    LG

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    1. Mona

      Ja, früher hatte ich das auch genau so, wenn ich regelmäßig (über mehrere Monate) Sport machen wollte, irgendwann kam das dann alles. Wie du schriebst:
      – Panikattacken
      – Weinkrämpfe
      – Schwindel (kenne ich sonst nicht)
      – rasche Erschöpfung
      – generell große Müdigkeit
      – lange Regenarionszeiten
      – depressive Verstimmung

      Mir hilft dabei insbesondere das „aufs Protein achten“, also so viel ich kann davon aufzunehmen.
      Ich esse sehr selten Rohkost und auch nicht viele Balaststoffe, weil ich dann so ein Gefühl habe, dass ich keine Energie zum Denken und mich Bewegen hab, weil mein Körper so extrem mit der Verdauung zu tun hat. Ich mache den Sport auch, um weniger depressiv zu sein. Ich „muss“ aber nicht, das hab ich mir abgewöhnt, weil bei mir dann Slebsthass entsteht, wenn ich dann doch mal den Sport ausfallen lasse. Ich will es, da es mir hilft. Wenn du denkst du musst, dann versuche doch immer nur Sport zu machen, wenn du Lust drauf hast, vielleicht für 3 bis 4 Wochen und schau, wie es dir dann geht. Eine andere Möglichkeit wär dir vor und nach dem Sport viel Zeit zu nehmen zum Entspannen, vielleicht macht dir das Ganze dann nicht mehr so zu schaffen? Vielleicht lässt du dir auch zu wenig Regeneration oder Schlaf, weiß ich nicht.

      Merkst du einen Kraftzuwachs oder Muskelwachstum? Bei einer Freundin (pflanzliche Ernährung, ich weiß aber nicht, ob es viel Rohkost ist) ist das zur Zeit auch so. Sie will Sport machen und denkt sie muss, aber sie hat keine Kraft und zeitlich passt es auch nicht so toll. Sie macht trotzdem jeden zweiten Tag etwas, aber ihre Muskulatur hat sich abgebaut im letzten Jahr! Das lag nur an der Ernährung, viel zu wenig Protein und sehr wenig Fette. Die ganzen Vitamine usw. sind ok, sagte der Arzt.

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      1. Mona

        Obwohl ich sehr müde den ganzen Tag war, konnte ich nachts nicht wirklich schlafen. Das hat nicht gerade dazu beigetragen, dass ich den Sport ausgehalten habe. Teufelskreis.

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  14. Christina

    Ich finde das gar nicht schlimm wenn der Postbote einen in der Jogginghose antrifft.
    Wenn er mich antrifft geht’s auch viel schlimmer ohne BH gerade aufgestanden… 😅

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  15. Christina

    Also ich finds gar nicht schlimm wenn der Postbote einen in Jogginghose erwischt.
    Wenn er mich erwischt bin ich gerade aufgewacht ohne BH und so :’D
    Ich trage daheim nur Jogginghosen draußen nur Jeans

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