Vorher-Nachher

Die Sache mit den Vorher-Nachher-Bildern.

Als ich 150kg wog und mein erstes bewusstes Vorher-Bild machte (im Unterschied zu den Vorher-Bildern, die damals eben einfach Bilder waren) stellte ich es mir total toll vor, so eine Bilderreihe zu posten.

Als es soweit war, stellten sich mir plötzlich tausende Fragen und Unsicherheiten, ob das nicht irgendwie doof wirkt. Ich hatte so oder so noch nie Fotos von mir im Netz gepostet, allenfalls verfremdete Profilfotos, auf denen mich nicht einmal meine eigene Mutter erkannt hätte.

Vorher-Nachher-Fotos zu posten ist immer irgendwie merkwürdig. Man will nicht wirken wie ein profilierungssüchtiger Angeber, der sich jetzt für wahnsinnalt2ig toll hält und den ganzen Tag selbstverliebt vorm Spiegel Selfies knipst. Andererseits wirkt es wiederum verdächtig, wenn man monatelang kein aktuelles Foto postet … ist das womöglich gar der Jojo-Effekt, der da zugeschlagen hat und gibt es keine aktuellen Fotos, weil man die 20+ Kilos Zunahme verschleiern will? Naaaaaa?

Ich einigte mich also innerlich auf den Kompromiss, alle paar Wochen bis Monate ein aktuelles Foto zu posten. Die Reaktionen darauf sind jedes Mal wieder spannend. Gefühlt 99% sind total nett: Leute die sich mitfreuen, dass man ein selbst gesetztes Ziel erreicht hat, Leute, die interessierte Fragen stellen oder etwas positives schreiben.

Zu den restlichen 1% habe ich ein Comic gemacht^^

Das ist nicht auf mein gestriges Foto bezogen sondern allgemein auf die Erfahrungen bisher – es muss sich also niemand angesprochen fühlen (aber falls doch … nunja^^).

vorhernachher

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23 Gedanken zu “Vorher-Nachher

  1. Sirenenlied

    Mach das nächste Mal ein Foto mit ’nem Jojo, dann sind die naysayer vll glücklich 😂
    Finde übrigens cool, wie dünn deine Beine geworden sind, freue mich schon wenn meine nimmer aneinander scheuern 😊

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  2. Mona

    Ich sehe dich und glaube dir auch, nur will es nicht richtig in meinen Kopf (also eigentlich nicht in meine Gefühle), dass deine Hüfte/Popo den größten Umfang von deinem ganzen Körper hatten. So sieht es für mich auf dem alten Foto aus, vielleicht irre ich mich. Jetzt hast du so eine schmale Hüfte.

    Ich glaube, diese Gedanken sind es auch, die Leute glauben lassen, dass eine Person, die immer sehr dick war niemals ganz schlank werden kann. Umgekehrt gibt es das natürlich auch. Manche Leute sind ja viele Jahrzehnte sehr dünn und sie können sich gar nicht vorstellen, dass ihr Körper ganz anders aussehen kann und dass auch sie dicker werden könnten.

    Ich hatte das häufiger erlebt, dass ich Menschen schon 20 Jahre kannte und die sich dann plötzlich verändert haben von einer Auffälligkeit zur anderen. Also auffallend dünn wurde auffallend dick und auffallend dick wurde zu auffallend dünn. Da brauche ich dann auch eine längere Zeit bis ich mich dran gewöhne, dass die Person so ganz anders aussieht als ich das immer kannte. Da es nicht so häufig passiert, gibt es so viele Menschen, die denken sie sind kräftig gebaut (wie meine Mutter) oder halt „Skelett mit Haut“ (mein Vater). Die können sich einfach gar nicht vorstellen, dass man sein Verhalten und Essen so ändern kann, dass man in Richtung des anderen Extrems überhaupt gelangen könnte, als wäre es Magie und nicht von dieser Welt. Bei manchen hört die Vorstellungskraft halt früher auf bei anderen später.

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    1. Barbarella

      Ja! Die magische Engerstellung der Hüftknochen kann ich auch nicht kapieren. Trotz Fettlogik-Lektüre. Das mit den Rippen kann ich noch verstehen – die sind (nach meiner Vorstellung) hinten an der Wirbelsäule beweglich und wurden durch das Fett innen rausgedrückt. Ja, kapiert. Aber die Hüftknochen? … echt – das kapier ich nciht. Da hätte ihc am liebsten mal „vorher-nachher-Röntgenbilder zu 😀

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      1. Barbarella

        Na ich dacht halt, es gibt „geburtsfreudige Becken“ und „wenigergeburtsfreudige Becken“ … das ist doch ein feststehender Begriff. An Kinder bekommen hab ich noch nie in Verbindung mit veränderbaren Hüftknochen gedacht. Der Kopf passt in meiner Vorstellung immer zwischen den Hüftknochen durch – und ich dachte, das sei das Schwierigste beim Gebären.
        Hab allerdings auch weder Medizin studiert noch mich bisher mit Geburten im Konkreten auseinandergesetzt.
        Doch der Hinweis, dass Hüftknochen allein deswegen beweglich sein müssen leuchtet mir ein.
        Danke 🙂

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  3. Joker

    Also ganz ehrlich: Die Kommentare sind es, die mich davon abhalten würden, überhaupt irgendwas derart Persönliches öffentlich zu posten. Leider sind die Leute ja in ihrer geheimen Internetanonymität dermaßen unhöflich und teilweise so unterirdisch un- und fehlinformiert, dass ich als Moderator eines solchen Blogs wie deinem – oder sei es auch ein Nachrichtenblog, ein Kunstblog,… – wahrscheinlich nach 10 Minuten einen Burnout hätte… 😀
    Ich bewundere Leute, die sich das uU sogar beruflich geben für ihr Durchhaltevermögen.

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    1. Ich hatte das auch ohne Anonymität – face to face. Bis hin zu, „du denkst, du siehst jetzt toll aus, aber du siehst total scheiße und ausgemergelt aus, und du bist ein schlechtes Vorbild für Deine Kinder, du gefährdest ihr Leben!“ Oder das andere Gegenteil meine Eltern, die mich nach drei Monaten wiedersahen und erleichtert aufatmeten: „Na gott sei Dank!“ Danke, dass ihr mich wissen lasst, wie unerträglich mein Anblick für Euch war… Ich hatte innerhalb eines Jahres von 85 auf 68 Kilo abgenommen… Völliges Klappergestell, is klar ne… 😀 Vor dem Bilder posten hätte ich auch Angst, aber die Reaktionen der Umwelt fand ich auch gruselig, und die erspart einem keiner. Die Leute glauben einfach, besonders Frauen sagen zu dürfen, wie sie ihren Körper gerne hätten… Kenne ich auch vom Haareabschneiden.

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  4. Michael Mendelsohn

    Sollten wir den Lästerern aus Panel 6 den Wind aus den Segeln nehmen und das statt als „vorher-nachher“ besser als „früher-jetzt“-Bilder bezeichnen? Die Abnahme ist ja kein einmaliges Event, dazu gehört ja schon eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten, die beibehalten werden muss, insofern ist es eigentlich kein „Nachher“ bzw. das „Nachher“ fängt schon an, bevor ich abgenommen habe.

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  5. vepasa

    Vielen Dank für die tollen Fotos! Die motivieren mich total, jetzt den Rest auch noch zu schaffen. Leider gibt es von mir keine Vorher-Fotos, weil ich den Anblick nicht ertragen konnte. Hab mich auf Fotos immer versteckt. Die ersten Fotos in Unterwäsche habe ich bei -20 kg und deutlich unter 100 kg Körpergewicht gemacht. Die hat meine Tochter aus dem Handy gelöscht, weil sie den Anblick schrecklich fand. Gestern Abend erst hat sie wieder gesagt, sie würde so gern die Zeit zurückdrehen, um wieder eine weiche, kuschelige Mama zu haben, Die Kinder teilen meine Begeisterung über meinen neuen Körper leider nicht.
    Dumme Kommentare bekomme ich auch noch regelmäßig, vor allem von Leuten, die mich länger nicht gesehen haben.Da steh ich total drüber…

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  6. Silke

    Nadja, Du siehst soooooooooooo schön aus!

    Das ist ja mein eigener grosser Traum mit den Stiefeln und dem Röckchen…

    Das macht mir so viel Mut – Mut für mich selbst.
    Ich habe mit anderen Dicken Freundinnen immer gesagt „Im nächsten Leben werde ich schlank und kann das alles tragen“

    Und mir laufen die Tränen wenn ich darüber nachdenke das Ich auch so aussehen kann…nächstes Jahr um diese Zeit. JA! Du bringst mich wirklich zum weinen.

    Sonst hab ich immer gesagt „Ja 20 kg weniger würden mir ja schon reichen…aber schlank werde ich nie mehr“

    Aber durch Dich hab ich zum ersten mal seit 20 Jahren wieder Hoffung und Mut das ich auch – ICH AUCH !!!! wieder 60 kg wiegen kann!!!

    Ich verspreche Dir wenn ich das geschafft habe schicke ich ein Foto.
    MIT RÖCKCHEN UND STIEFELN! *schnief*

    Danke für genau DAS Foto!!!
    …könnte Dich drücken dafür…

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  7. Magenta

    Ich finde Deine Fotoreihe toll und habe immer überlegt, wo ich mich einordne. Wenn ich ein Vergleichsbild weiter gerutscht bin, habe ich mich immer gefreut. Inzwischen liege ich zwischen dem letzten und vorletzten Bild von Dir, da weiß ich, das ich mein Ziel fast erreicht habe.
    Bin auch dabei eine kleine Bilderreihe zu sammeln, aber leider fast jedes Bild mit anderen Kleidungsstücken, da ist der Vergleich natürlich nicht so schön wie bei Dir.

    Durch die Bilder ist mir klar geworden, das ich nicht von Natur aus stämmig bin, wie ich mir seit vielen Jahren von meiner Familie anhören mußte („Aus dir wird nie ne zarte Elfe, dafür ist dein Knochenbau viel zu kräftig, das liegt in der Familie!“).

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  8. Frank

    Geschickt von Dir, die Bilder nur von vorn zu zeigen. Auf dem linken Bild könnte man hinten nämlich den Reißverschluss sehen, der geöffnet wurde, um die Dame im rechten Bild herauszuholen. 😀

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  9. Netti

    Ich finde solche Bilder toll und motivierend. Erst gestern hab ich eine Mutter getroffen, die ich lange nicht mehr gesehen hab und die früher locker über 100kg wog. Ich hab ihr sofort gesagt, wie schön schlank sie geworden ist und dass sie toll aussieht. Sie hat sich riesig gefreut und mir gesagt, dass es über 30kg waren. Mir gefällt dünn immer besser als dick, ohne Frage. Wem es nicht gefällt, der kann ja seinen Mund halten. Ich hab ihr jedenfalls früher nicht gesagt, dass sie zu dick ist, das geht mich nämlich nichts an. Aber so eine tolle Veränderung muss einfach bemerkt werden. Und ich freu mich schon, wenn ich auch wieder bessere Bilder von mir habe!

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  10. Die andere Mona

    Ich liebe die Vorher – Nachher Bilder! Genau die haben mir nämlich gezeigt, dass mehr als nur Normalgewicht drin ist – auch bei mir! Ich habe mir vor deinem Buch ein Ziel von 70 Kg gesetzt, das ist in meinem Fall, Normalgewicht im oberen Bereich. Aber durch die Bilder und deinen Abnehmweg weiß ich, dass da noch mehr geht! Ich hab gar keine breiten Knochen, oder den „breiten Brustkorb meines Vaters“, wie meine Mami mir früher mal erzählt hab. Nein, ich bin einfach nur dick und kann durch Abnehmen und Sport meinen Körper formen wie ich will. Dieses Wissen ist einfach herrlich motivierend und ich kann gar nicht oft genug danke dafür sagen ♥
    Und Leute die unter FB-Bilder was anderes als Komplimente, oder konstruktive Kritik schreiben, werde ich eh nie verstehen können – habt ihr nichts bessere zu tun in eurem Leben?!?

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  11. Das ist wirklich mal wieder ein schönes, motivierendes Foto! Du siehst fantastisch aus.

    Ich fand dich auch vorher nicht hässlich (ich finde Dicke nicht per se unästhetisch) und ich kenne auch einige, die wirklich explizit auf „mollige“ stehen – aber muß man seine Meinung eigentlich jedem reindrücken? Was ist eigentlich aus dem guten, alten „Wenn Du über das Aussehen anderer nichts nettes sagen kannst, sag lieber gar nichts“ geworden?

    Interessant auch, das man ja nichts negatives über übergewichtige oder unattraktive Menschen sagen darf – aber dünne und hübsche Menschen dürfen hemmungslos beleidigt werden, das ist dann auf einmal völlig politisch korrekt…
    Nur gut, dass diese Spinner ja dann doch nur 1 % darstellen…

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  12. Hannelore

    Zu den Hüften muss ich noch mal etwas bemerken. Ok, mag sein, dass sie auseinander gehen ( was ich nicht glaube), eher ist es so, dass eine dicke Speckschicht AUF den Hüftknochen liegt, also eher aussen herum. Und wenn die weg ist, ist man eben schlank an den Hüften. Das wäre meine Meinung dazu. Übrigens ist es wirklich ein schönes Foto, ich hoffe, ich komme da auch mal hin. Bis jetzt sind es 15 Kilo, 19 muss ich noch, das wird aber immer schwieriger…. Naja, wird schon werden.

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    1. Mona

      Ich hab das Gefühl, dass meine Hüfte sich auch ein bisschen bewegt und zwar nicht dadurch, dass in meinem Bauch weniger Fett ist, sondern dadurch, dass ich Muskeln trainiere.

      Jedes Mal, wenn ich die Muskulatur anspanne, hab ich nicht nur bei den Rippen, sondern auch in der Hüfte das Gefühl, dass diese Muskelkorsage alles gut beisammen hält.
      Ich hab eher eine ausladende Hüfte (mehr als schulterbreit, finde ich), dadurch wird meine Hüfte nie so schmal sein wie Nadjas (Ich hoffe das ist keine Fettlogik) und ich habe den Eindruck es bringt in der Hüfte mehr die Muskeln drum und ran zu trainieren als „nur“ Fett abnehmen.

      Es liegt auf den Hüften wirklich viel Fett (das kann man ja anfassen) und das Abnehmen bringt sehr viel, aber ich vermute, dass dann die Hüfte nicht wirklich schmaler wird. Die Muskulatur macht sie schmaler vermute ich. Röntgenbilder wären echt interessant oder andere Vermessungen von Menschen die mit Muskelaufbau abnehmen und welche die mit wenig Bewegung und ohne Muskelaufbau abnehmen. Vielleicht kann mal ein Arzt darüber seine Dissertation schreiben.

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  13. Claudia

    Hallo,
    ich kann jetzt nur was zur Hüfte sagen, denn ich bin normal-/ leicht untergewichtig.
    Es ist definitiv so, dass sich die Breite der Hüften verändern kann und das Becken nicht fest zementiert ist 🙂 Während einer Schwangerschaft verändert sich das Becken und wird breiter (hab ich persönlich auch gemerkt, meine geliebten Männerjeans saßen auf einmal komisch). Nach der Geburt verändert sich das auch wieder zurück, mit Knacken und manchmal leichten Schmerzen :/ Soweit ich von meiner Hebamme weiß, liegt das an gedehnten Bändern (hormonell bedingt), denn die Knochen stecken ja nicht starr ineinander.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch beim Abnehmen der Fall sein kann, dass sich da was verschiebt.

    Ansonsten: tolles Ergebnis und schon ein krasser Unterschied!

    LG
    Claudia

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  14. Kerstin N.

    Ich kann gehässige Kommentare zu diesen Fotos in keinster Weise nachvollziehen. Ich ziehe uneingeschränkt meinen Hut vor dieser Leistung. Unvorstellbar für mich, wochenlang täglich nur 500 cal zu konsumieren. Mein Minimum wären 1000 ( 1,74m 85kg). Ich bewundere diese Disziplin, kaum zu fassen….LG Kerstin

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