150kg zu 65kg – FAQ zum Körpergefühl

Mit die häufigste Frage ist die, wie sich mein Körpergefühl verändert hat, und bisher habe ich dann öfter von dem Unterschied zwischen übergewichtig und fit erzählt. Ich glaube aber, manche Fragen habe ich dabei übersehen oder kam nicht darauf, wie sie gemeint sein könnten. Nun kam per Email von einer Leserin eine ganze Menge an Fragen zu meinem Körpergefühl, und ich dachte, ich lasse sie einfach mal alles sammeln, was ihr durch den Kopf geht, und blogge darüber. Ich hoffe, auf die Art werden einige der Fragen beantwortet, die bisher untergingen. Falls noch etwas fehlt, könnt ihr gerne in den Kommentaren ergänzen oder wenn ihr wollt, könnt ihr auch selbst die Fragen beantworten. Ich bin ja nicht die einzige hier, die deutlich abgenommen hat.

Ist es trotz der überschüssigen Haut toll für Dich schlank zu sein? (kaschierst Du immer noch mit weiter Kleidung etc.?)

Ich wäre ehrlich gesagt gar nicht darauf gekommen, ein „trotz der überschüssigen Haut“ einzufügen. Ich fühle mich gerade sehr wohl in meinem Körper und kaschiere eigentlich nichts bewusst. Die Oberschenkel würde ich wegen der Haut nicht unbedingt im Minirock ohne Strumpfhose präsentieren – aber das würde ich auch so nicht.

Gehst du Schwimmen und wenn ja, was ziehst du an? (mein persönlicher Wunsch wäre mal Bikini zu tragen) Wohin mit der Haut? Schämst Du Dich für die Haut?
(Ich stelle es mir seltsam vor zwar dünn zu sein aber dann diese Haut an den Beinen und Armen und Bauch zu haben.)
Wie fühlt sich das „zu viel an Haut“ beim Gehen und schwimmen und Sport an? Merkst Du das es sich unkontrolliert bewegt?

Ich war bisher noch nicht schwimmen, was auch daran liegt, dass Schwimmen nicht so mein Ding ist, ganz unabhängig von der Kleidungsfrage. Ich finde es öde, und man kann nichtmal Serie dabei schauen. Es treibt mich also nicht ins Schwimmbad. Dazu kommt, dass ich Vitiligo habe, eine Pigmentstörung, bei der Teile der Haut weiß gefleckt sind und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko aufweisen. Da ich ein blasser Typ bin, sieht man das normalerweise nicht besonders stark, aber Sonne ist sowohl aus gesundheitlichen als auch aus optischen Gründen nicht mein Freund.

Wenn ich nun wahnsinnig motiviert wäre, ins Schwimmbad zu gehen, würde ich es wohl tun, aber der einzige Grund um sich im Bikini ins Schwimmbad zu legen wäre – wenn man Schwimmen und Bräunen ausschließt – mit meinem tollen Körper anzugeben. Und … äh … dafür eignet er sich nun doch nicht.

Ansonsten bin ich mir aufgrund der bisherigen Fragen nicht ganz sicher, wie manche Leute sich die Hautsache vorstellen, denn ich werde öfter mal sowas gefragt und kann nur sagen, so schlimm ist das nicht. Es ist halt nicht straff, und in manchen Positionen sieht man dann mehr oder weniger große Falten, aber es ist nun nicht so, dass sich da irgendwas groß bewegt. Daher weiß ich auch mit der Frage „Wohin mit der Haut?“ nichts anzufangen. Ich hatte schonmal was über die schlimmste Stelle, die Oberschenkel gebloggt und auch den Unterschied gezeigt, wenn ich die Haut straffe, vs. wie sie jetzt im Normalzustand aussieht:

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Das ist allerdings nichts, was  sehr spürbar ist, und wenn ich eine enge Hose anziehe, sieht das auch nicht großartig anders aus, als bei anderen. Wobei man im Hinterkopf haben muss, dass ich nur den Vergleich zwischen übergewichtig und dem Zustand jetzt habe, und noch nie im Leben schlank mit straffer Haut war (und auch nie sein werde). Ich kann also nicht beurteilen, ob es sich im Vergleich zu jemandem, der nie dick war und straffe Haut hat, schlechter anfühlt. Im Vergleich zu (starkem) Übergewicht fühlt sich mein Körper trotz schlaffer Haut extrem gut an.stehend
Ob ich mich schäme? Na ja, ich finde es nicht attraktiv, und ich müste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht hin und wieder vor dem Spiegel stehe und mich ärgere, dass ich trotz gutem Gewicht und Muskeln nackt nie richtig toll aussehen werde. Ich finde es manchmal schade, weil es natürlich in gewisser Weise eine reizvolle Vorstellung ist, einmal mit dem Körper eines Bikinimodels am Strand entlanzulaufen, während einem bewundernde Blicke folgen. Ich dachte mein Leben lang, dass ich dafür nicht die Gene oder die Veranlagung habe. Nun ist mir klar, dass ich diesen Körper problemlos hätte haben können, aber mir das selbst verbaut habe. Diese Erkenntnis tut schon weh. Andererseits ist das eben eine schöne Vorstellung und nicht mehr. Es macht mich nicht ernsthaft unglücklich, das nicht haben zu können, es ist mehr so ein gelegentliches *seufz* vor dem Spiegel.

Hast du ärmellose Sachen an? Winkst Du mit deinen Armen? 😉

Ja. Ehrlich gesagt gefallen mir meine Arme und insbesondere meine Schultern enorm gut. Je nach Position sieht man dass da etwas schlaffe Haut ist, aber das ist nicht dramatisch und ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich mich etwas bemühen würde um noch etwas Muskeln auf- und Fett abzubauen, wäre das vermutlich komplett weg. Ich war im Winter etwas faul mit dem Krafttraining, aber so sah es letzten Sommer aus und so wird es auch demmnächst wieder aussehen, wenn ich wieder mehr Krafttraining mache:

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Es gibt ja so Dinge, die irgendwie hängenbleiben, und bei mir war es die Aussage, dass ich mit meinem Übergewicht keine ärmellosen Sachen tragen kann. Ich weiß nichtmal mehr wann oder in welchem Kontext das fiel, aber ich war jahrelang unverhältnismäßig unsicher, was meine Schultern und Oberarme anging und hätte die nie ärmellos gezeigt. Dass ich meine Schultern und Arme nun wirklich richtig schön finde, ist neu und freut mich.

Ziehst du Dich „schlank“ an? Enge Jeans, enge Tops, kurze Hosen, Kleidchen etc…

Eng ja, aber aufgrund der Sonne und der Haut eher bedeckt.

Trägst Du wieder hohe Schuhe? (mit steigendem Gewicht konnte ich sie kaum noch tragen)

Im Gegenteil. Ich trage jetzt eher flache Schuhe. Mit 150kg trug ich immer hohe Schuhe, um die Beine länger und weniger dick erscheinen zu lassen. Und das sogar trotz der Tatsache, dass ich regelmäßig umknickte. Das lustige ist, dass ich mir damals selbst einredete, dass mir mein Aussehen nicht so wichtig sei. Trotzdem gab ich mir die größte Mühe, immer so kaschierend wie möglich herumzulaufen um weniger aufzufallen. Also immer gepflegt, so dass mich niemand als „das dicke, ungepflegte Klischee“ sah, aber auch nicht zu auffällig gestyled um nicht noch mehr Blicke zu provozieren. Wirklich bewusst war mir das damals aber nicht, ich war wirklich der Meinung, total selbstbewusst über derartigen optischen Dingen zu stehen. Mittlerweile traue ich mich deutlich mehr, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Ich gehe jetzt auch mal komplett verrupft einkaufen und ich style mich gelegentlich mit auffälligem Kleid oder Rock. Dadurch, dass ich jetzt selbst zufrieden bin mit meinem Körper, stört es mich weniger, was andere darüber denken könnten.

Wie ist es deiner Brust ergangen? Sie sind zumindest optisch bestimmt 3 Grössen kleiner. Magst Du sie ? so „klein“? Ist das seltsam das Sie weg sind? Wie ist es um das Gewebe bestellt?

Ich habe gelernt, dass es schlecht ankommt, wenn ich meine Brüste „klein“ nenne, aber ganz ehrlich, wenn man zuvor Sondergrößen bestellen musste, ist so ein B oder C-Cup mit 75 cm Unterbrust schon ein komplett anderes und erstmal krass „winziges“ Gefühl. Ich fand meine Oberweite selbst nie toll, auch wenn ich der Meinung war, es sei zumindest ein Attraktivitätsbonus am Dicksein, dass man große Brüste hat. Leidetmb-hornoxe-com-picdump58-15r waren meine Brüste aber so groß, dass sie Schmerzen verursachten und auch wirklich auf dem Kriegsfuß mit der Schwerkraft waren. Weil sie schon „voll“ so hingen, hatte ich ziemlich Panik davor, wie es erst aussehen würde, wenn das Gewebe weniger wird. Über Bilder wie das rechte konnte ich nicht so wirklich lachen. Insofern waren die Brüste eigentlich die positivste Überraschung von allen, weil sie sich bedeutend besser entwickelt haben, als befürchtet. Definitiv kein Playboy-Material, aber ungefähr eine Million mal besser als erwartet. Am besten ist aber, dass die Schmerzen komplett weg sind und es sich so unheimlich praktisch anfühlt, ohne diese riesige Last auf der Brust. Ich kann Treppensteigen, Rennen und sogar Trampolin springen, ohne dass irgendwas weh tut oder ich gezwungen bin, die Oberweite mit den Händen zu stabilisieren, weil der super-extra-verstärkte Sport-BH schon an sein Limit kommt.

Und was mich privat wirklich interessiert: Wie hat sich dein Intimleben verändert? Mag dein Mann deinen neuen Körper lieber? Begehrt er Dich mehr oder anders? Was ist anders geworden? (dicker Bauch und Dicker Po plus das Gewicht sind ja schon Aspekte die das Sexleben etwas erschweren und andere Techniken erfordern)

Ich habe überlegt, die Frage auszulassen, aber es ist eine, die viele interessiert und ohne irgendwelche intimen Details breit zu treten: Ja, die starke Gewichtsänderung hat natürlich einiges geändert. Manche Stellungen ändern sich und in gewisser Weise muss man sich auch als Paar nach Jahren neu kennenlernen, weil bestimmte Routinen oder Positionen plötzlich nicht mehr funktionieren wie bisher. Insgesamt funktionieren aber deutlich mehr Dinge (wieder) und es gibt weniger körperliche Einschränkungen. Allein die Kondition hat sich deutlich erhöht.

Mein Mann hat sich in gewisser Weise der Entwicklung angepasst. Seine Exfreundinnen waren in jeder Gewichtsklasse, von sehr schlank bis zu sehr übergewichtig. Es mag kitschig klingen, aber ich denke, weil er mich als Partnerin attraktiv fand, fand er mein Aussehen auch attraktiver. Als ich sehr dick war, stand er total auf große Brüste. Ich hatte mir auch etwas Sorgen gemacht, ob er mich durch die Abnahme weniger attraktiv finden würde, weil die Brüste kleiner werden. Aber sein Ideal hat sich mit mir mit entwickelt und inzwischen mag er kleinere Brüste lieber. Ich glaube ihm das, weil das recht authentisch wirkt. Wir machen uns oft gegenseitig auf hübsche Menschen aufmerksam und ich bin nach wie vor gewohnt, ihn auf besonders ausladende Dekoltees hinzuweisen. Mittlerweile kommt dann oft ein „Och, das ist mir schon fast zu viel.“ und auch bei Schauspielerinnen sind es jetzt weniger die extrem kurvigen, sondern eher die schmaleren, die er attraktiver findet.

Das ist auch ein Grund, warum ich denke, dass Optik nicht so wichtig ist, denn es ist etwas dran an dem „mit den Augen der Liebe sehen“. Zumindest mir ging es früher schon so, dass ich mich bei näherem Kennenlernen in Männer verkuckt habe, die erstmal gar nicht meinem Ideal entsprachen, die ich dann aber zunehmend auch körperlich attraktiver fand. Ich denke, unser Geschmack passt sich durchaus ein Stückweit unserem Gefühl an.

Fühlst Du Dich sexier? Wirst Du öfter als Früher von Männern angesprochen , angeflirtet oder bekommst mehr Komplimente? Wie ist das für Dich? Wie fühlt sich das für Dich an? Lästig oder toll? Und warum fühlt es sich so an? Wirst Du anders behandelt von deinen Mitmenschen im Alltag? Wenn ja von wem und in wie fern?

Ich glaube, dazu hatte ich schonmal was gebloggt. Ich selbst fühle mich schon attraktiver, weil ich jetzt mehr dem entspreche, was ich persönlich attraktiv finde. Wobei ich mich nie hässlich fand.

Woran ich mich noch gewöhnen muss sind die Kommentare über mein Aussehen. Als ich übergewichtig war, wurde mein Aussehen so gut wie nie von irgendwem thematisiert. Jetzt ist es häufiger der Fall, dass Leute mir ihre Einschätzung mitteilen.

Es ist ein merkwürdiges und anfangs auch teilweise schmerzhaftes Gefühl, wenn in Forum A debattiert wird, dass ich viel zu dünn sei, während man in Forum B der Meinung ist, ich sei schwabbelig und Forum C mich unweiblich und sportsüchtig findet. Damit muss man wohl leben, wenn man ein Büch zum Thema Gewicht herausbringt, und mittlerweile versuche ich, solche Diskussionen gar nicht mehr zu lesen und Kommentare unter meinen Fotos zu ignorieren. Bei den meisten Kommentaren gelingt mir das ganz gut, was mich allerdings nach wie vor sehr ärgert ist, wenn -und das kommt häufiger vor- mir Leute erklären, dass ich „gesünder“ ausgesehen habe, als ich dick war. Dazu ist mir die Verzweiflung und die Schmerzen von damals einfach noch zu nah. Ich finde es völlig okay, wenn jemand mich mit 150kg attraktiver fand, auch wenn ich mich frage, warum so viele Leute das Bedürfnis haben, mir das mitzuteilen. Aber das penetrante Beharren darauf, dass ich jetzt ungesünder oder kränker sei, stört mich.

Gibt es Neider in Deinem Umfeld? Wie äussert sich das? Was löst es in Dir aus?

In meinem direkten Umfeld gibt es, soweit ich mitbekommen habe, keine Neider sondern eher positive Reaktionen. Einige übergewichtige Freunde und Bekannte hatten wohl eine zeitlang eine Art schlechtes Gewissen, wenn sie mich gesehen haben, zumindest ist es mir häufiger passiert oder passiert nach wie vor noch, dass mir Leute ungefragt anfangen zu erklären, warum sie nicht abnehmen oder was sie heute gegessen haben, so als sei ich eine Art Beichtvater für Essenssünden.

Ich weiß, dass ich so etwas nicht provoziere, weil ich das Thema an sich nie selbst anschneide und in Gesellschaft auch eher viel esse, weil ich vor Essenseinladungen extra ein Defizit ersportle und dann auch gerne mal 2000-3000 kcal futtere. Es ist also nicht so, dass ich wie das personifizierte Diätmahnmal am Tisch sitze, drei Salatblätter knabbere und an der Diätcola nippe, und dem Rest ein schlechtes Gewissen mache, indem ich über den Kaloriengehalt des Hauptgangs referiere. Aber allein die Tatsache, dass ich viel abgenommen habe, löst offenbar in vielen das Gefühl aus, sich rechtfertigen zu müssen, obwohl uns vermutlich beiden lieber wäre, es wäre kein Thema.

Meistens lässt sich das ganz schnell abwürgen und alle genießen das Essen, aber es gibt auch diejenigen, bei denen man merkt, dass sie ähnlich wie in dem Comic ticken, nur anstelle von nervigen Vegetariern sind es eben die nervigen Diätnazis:

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Wenn das dann gepaart ist mit Sprüchen wie „Ich habe ja auch etwas zu viel, aber so krass wie du will ich nicht abnehmen, das ist ja schon wieder zu übertrieben/ ungesundduenn/dürr/mager.“ nervt es mich durchaus, weil man nahezu hören kann, wie der Dialog innerlich etwa wie im rechten Comic abläuft. Mich nervt im Prinzip nur, wenn ich merke, dass man sich nicht mehr mit mir als Person beschäftigt, sondern mir eine bestimmte Rolle zuweist („Die Exdicke, die sich jetzt für ganz besonders toll hält und auf alle herabschaut, die übergewichtig sind.“) und dann anfängt, sich gegen diese Rolle zu verteidigen. Wer mein Buch gelesen hat weiß, dass ich diese Einstellung selbst unsympathisch finde.

Magst Du dich selbst nun mehr? Findest Du dich jetzt toll, besser, hübscher?

Im Kontext mit der vorherigen Frage: Im Vergleich zu mir selbst: ja. Ich fühle mich jetzt wesentlich wohler in meinem Körper als zuvor, was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass ich so gut wie ständig Schmerzen hatte und extrem energielos war. Im Vergleich zu anderen fühle ich mich weniger auffällig, was für mich als eher introvertierten Typen positiv ist. Ich habe jetzt mehr Kontrolle darüber, wie stark ich auffalle, je nachdem wie ich mich kleide. Wenn ich mich besonders hübsch und toll fühle, kann ich mich so kleiden, dass ich das ausstrahle, und wenn ich einfach nur unsichtbar sein will, geht das auch. Mit 150 kg sticht man immer in gewisser Weise vor, egal ob einem danach ist oder nicht.

Merkwürdig ist, dass es mir einerseits sehr vertraut geworden ist, wie sich mein Körper jetzt anfühlt, und vieles von den 30 übergewichtigen Jahren zuvor schon nur noch verschwommen ist und erst wieder in Erinnerung kommt, wenn jemand davon erzählt oder ich anderweitig daran erinnert werde („Ach stimmt, vom Boden aufstehen ging gar nicht ohne was zum abstützen!“) – andererseits laufe ich auch heute noch manchmal durch die Gegend und habe das Gefühl, man müsse mir ansehen, dass ich „jetzt schlank bin“, als müssten die Leute um mich herum irgendwie bemerken, dass ich mal deutlich dicker war. So als sei es irgendwie unnormal, dass ich mit Normalgewicht herumlaufe und als könne man mir ansehen, dass das nicht mein Naturzustand ist. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich, als ich vor 4 Jahren hergezogen bin, bereits 144 kg wog und jeder mich so kennengelernt hat. Wenn wir demnächst umziehen und ich irgendwo neu anfange, ändert sich das vielleicht. Auch wenn die Vorstellung, dass Menschen mich kennenlernen und davon ausgehen, ich sei eben einfach „Naturschlank“ eine merkwürdige ist. Wie sich so ein Neuanfang anfühlt, knn ich euch dann vielleicht in einigen Monaten sagen.

53 Gedanken zu “150kg zu 65kg – FAQ zum Körpergefühl

  1. Dieses „Rechtfertigen“ hat man oft in vielerlei Hinsicht.

    Das hat man, wenn man sagt „ich gehe in die Kirche“ oder „ich bin Christ“ (bin ich nicht mehr, aber damals habe ich das oft erlebt), schon erzählen alle, warum sie nicht glauben, oder dass sie trotzdem ein guter Mensch sind. (was interessant ist, denn es zeigt, dass viele Menschen doch irgendwo das Gefühl haben „vielleicht ist es falsch, dass ich nicht an Gott glaube“, denn warum sonst sollten sie sich rechtfertigen? Ich tue es nicht, sondern lasse das so stehen. Aber früher hörte ich diese Rechtfertigungen sehr oft)

    Das hat man, wenn man sagt „ich geh dreimal die Woche ins Fitness-Studio“, schon bekommt man zu hören, dass der Gegenüber kein Muskelberg sein will, keine Zeit dafür hat nach der Arbeit, es zuviel kostet, er sich ja schon genügend bewegt mit täglich Treppensteigen.

    Das hat man ganz massiv als Veganer, man muss es nicht mal aussprechen, schon rechtfertigen sich alle, obwohl man weder etwas gesagt noch die anderen kritisiert hat.

    Das bekommt man zu hören, wenn man abnimmt. Wenn man Weihnachtsgeschenke schon im November gekauft hat. Und immer, wenn man irgend etwas getan hat, was den anderen an sein schlechtes Gewissen erinnert und ihm zeigt „eigentlich hätte ich das auch gerne so gemacht, aaaaaaaaaber“ … und dann wird gerechtfertigt und gebasht, was das Zeug hält …

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    1. noxneurotica

      Hab bis auf die Glaubenssache (da war es umgekehrt, wenn ich sagte, dass ich nicht glaube, kamen die Rechtfertigungen) alle dieser Dinge schon erlebt… Ich erwische mich schon dabei, die Rechtfertigung direkt schon vorwegzunehmen, indem ich sage „Natürlich kann das nicht jeder machen“ oder „Ich habe aber auch Glück weil mir das ziemlich leicht fällt“. Sollte eigentlich nicht notwendig sein, aber meistens ist das Gegenüber dann ausreichend beruhigt.

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    2. hihi, ich kenn das aus nem anderen Kontext. Wenn ich erzähle, dass ich kein TV-Gerät habe, erzählen mir sehr viele Leute, dass sie auch nur gaaaaanz selten schauen, aber halt die Nachrichten und manche Dokus seien schon interessant.
      Meinetwegen dröhnen sich die Leute zu mit RTL2, ist mir ja völlig egal.

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  2. Vielen dank für deine offenen Worte, vieles kann ich unterschreiben.
    Die Fragen nach der Haut hatte ich auch lange, aber ich denke mir alles braucht seine Zeit.Auch bei mir fängt es an zu hängen,aber im Gegensatz zu dem wie fit und ausgeschlafen ich mich fühle, und tatsächlich Muskeln entwickle ( am Bauch ! Am Bauch !!!!! ) ist mir die krumpelhaut wurscht. Hätte ich eine richtige Fettschürze wäre es vielleicht anders. …
    Und Ärmel lose Tops hab ich auch mit 130 kg getragen. Wenn mir heiss ist,ist mir heiss….!
    Das einzige was mir echt richtig auf den Sack geht sind diese ungefragt fürchterlichen Ernährungstipps. Viel Gemüse! Das gibt von ganz allein Muskeln ! Und letztens schwadronierte einer von langkettigen Muskelgruppen …das ist schwer auszuhalten für mich.
    Liebe Grüße
    Stella

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    1. Mona

      Geht es bei euch auch nicht, dass man die Comics groß anzeigt?

      Tolle Fragen und Antworten. Ich hab die Fragen mit deinen und meinen Antworten als Reflexion genutzt, sodass ich sehe, wie meine Entwicklung über dieses eine Jahr war, seit ich bei dir mitlese. Es ist auch so schön, dass es hier auch um ernste Dinge geht, wie z. B. Schmerzen. Hier geht es um das echte Leben (z.B. die Gedanken, die du über dich hast oder hattest, was mir wichtig ist, weil ich auch ab und zu zweifle) und nicht nur oberflächliches Gehabe. Nadja, ich finde das so super-duper-mega toll, dass du das hier machst und das Buch geschrieben hast. Danke! 🙂

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  3. Pingback: Neues Körpergefühl! :o | Oben der Himmel, unten die Erde .. und in der Mitte: Barbarella

  4. SaJu

    Vielen Dank, für dieses tolle FAQ, Nadja. Sowas interessiert mich wirklich sehr, da ich noch ganz am Anfang der Abnahme stehe. Vor 3 1/2 Wochen habe ich dein Buch gelesen und seitdem sind 8kg weg. Das ist unglaublich und fühlt sich an wie ein Wunder (noch nie in meinem Leben habe ich so toll, unkompliziert und schnell abgenommen). Ich bin dir sehr dankbar für dein Buch und dein Blog.
    Ich mache mir jetzt auch schon Gedanken, wie meine Haut wohl sein wird, wenn ich mit der Abnahme fertig bin (noch 50kg sollen runter). Aber es bringt ja nichts, sich jetzt schon Sorgen zu machen. Hinterher ist es vielleicht doch garnicht so schlimm wie befürchtet. 🙂

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  5. Magenta

    Zum Thema Hautschürze am Bauch kann ich vielleicht auch etwas beisteuern. Nach 20 kg Abnahme hatte ich eine etwa 3 cm überhängende dicke Hautfalte, das wurde bei weiterer Abnahme aber nicht mehr und nach den letzten Kilos ist sie jetzt kleiner und viel dünner. Ich finde das jetzt kaum noch auffallend (nach 37 kg weg).
    Im Schwimmbad trage ich einen Badeanzug, Bikini hatte ich gar nicht in Betracht gezogen und weiß gar nicht, ob mir so was jetzt besser steht, habe mit 95 kg mal einen getragen und das Foto neulich gefunden – furchtbar!

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    1. noxneurotica

      Trotz Normalgewicht würde ich zum Schwimmen auch keinen Bikini anziehen, für mich ist das irgendwie zu leicht bekleidet. Ich würde ja schließlich auch nicht in Unterwäsche in die Öffentlichkeit gehen. Naja, vielleicht würde ich das anders sehen, wenn ich superschlank und trainiert wäre, aber auch dann weiß ich nicht, ob ich jedem meinen Körper präsentieren wollte.

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      1. yannaba

        Naja, einen Bikini trägt man ja auch eigentlich nicht um zu schwimmen, sondern um sich zu sonnen. Außerdem ist ein nasser Badeanzug wesentlich unangenehmer als ein Bikini – und wenn man alle 30 Minuten ins Meer oder in den Pool hüpft, will man sich ja auch nicht ständig umziehen. Rumrennen (außer ins Wasser oder auf der Liege) würde ich im Bikini niemals (im Badeanzug aber auch nicht), ich habe im Urlaub immer einen Pareo oder ein Kleidchen dabei, dass ich sofort überziehe, wenn ich am Strand spazieren gehe oder wohin will, das wäre mir sonst auch viel zu peinlich…

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  6. …also bei mir ist mal eines ganz sicher hängen geblieben: WAS FÜR WAHNSINNIG TOLLE ARME UND SCHULTERN!!!!!!!!!!!! Das will ich auch !!!!! Geil, was mit Sport alles machbar ist.

    Und wegen der Hautfalten- oder Brustgeschichte: würde bei einem der Betroffenen eine entsprechende OP in Frage kommen oder ist der Gedanke völlig abwegig (Kosten mal bitte außer Acht lassen)?

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    1. Ich wurde schon einige male gefragt und hatte auch schon mit dem Gedanken an eine Schenkelstraffung gespielt. Was im Moment für mich dagegen spricht:

      – es soll zu den schmerzhaftesten und problematischsten Straffungen gehören
      – die Narben sind zwar in der Bikinizone etwas verdeckt, aber dennoch nicht unbedingt schön
      – das grundsätzliche OP-Risiko
      – die Tatsache, dass es eine reine Schönheits-OP wäre, weil ich ansonsten keinerlei Probleme habe

      Ich weiß einfach nicht, ob es wirklich so ein großes Plus an Lebensqualität für mich bringen würde, dass es die Kosten, die Schmerzen und das Risiko aufwiegt. Rein aus gesundheitlicher Sicht wäre es vermutlich besser, es sein zu lassen, zumindest fällt mir kein guter Grund ein, warum es sinnvoll wäre. Das ist natürlich was anderes, wenn man tatsächlich Probleme hat durch Hautschürzen.

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      1. Auch wenn Instagram ja die Hölle der Fettlogiken ist, kann ich allen die sich dafür interessieren da echt empfehlen mal die Leute anzuschauen, die sich solche Straffungen haben machen lassen. Viele posten unter Hashtags wie ‚#skinremovalsurgery richtig heftige, ehrliche Bilder post-OP. Es gibt so viele Leute, die nach einem Jahr noch mit Ödemen, Wundwasser, krassen Entzündungen etc. zu kämpfen haben, die können nicht laufen oder liegen teilweise – und man kann ja auch nicht ewig wegen sowas krankgeschrieben sein (oder vielleicht kann man das in Dland, weiß ich als Studentin ehrlich gesagt nicht sicher). Es gibt natürlich viele, die irgendwann das Gröbste geschafft haben und auch gut aussehen bis auf die sehr dicken Narben, die wie EMN sagt im Bikinibereich „versteckt“ werden. Aber es gibt mindestens ebenso viele, die es auch bereuen.

        Ich glaube, da muss man für sich wirklich einen Nutzen-„Kosten“-Abwägung machen. Bei wem ein riesiger Hautlappen so scheuert, dass man ständig wund wird z.B. dem wäre sicher mehr geholfe als jemandem wie EMN, die ja selbst sagt sie leidet eigentlich sehr wenig unter dem bisschen Haut. Auf jeden Fall ist eine gute Beratung ein Muss. Man kann Haut leider nicht einfach straff ziehen und festtackern – das ist wirklich ’nen großer Eingriff!

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  7. vetchy

    Hallo!

    Normalerweise lese ich hier immer still mit, aber die Frage nach der Möglichkeit der OP interessiert mich auch sehr…

    Also, ob Du EMN oder jemand anders das in Betracht ziehst?

    Ich habe nun 53kg weg und muss sagen, ich finde meinen Körper natürlich besser als früher, aber eben nicht „schön“ und es fühlt sich auch „komisch“ an.
    Daher habe ich mir nächsten Monat mal einen Beratungstermin geholt…

    Aber vielleicht ist das gar nicht nötig? Denn zumindest Du, EMN, hast ja deutlich mehr abgenommen…
    Ohnehin bin ich zu dieser Fragestellung unsicher und daher interessiert mich Eure Meinung.

    Liebe Grüße

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    1. SaJu

      Ich würde es definitiv in Betracht ziehen, wenn ich hinterher mit der Haut überhaupt nicht zufrieden bin. Ich nehme jetzt nicht nur wegen dem Aussehen ab, aber eben auch. Wenn ich dann hinterher zwar schlank bin, aber wegen der Haut trotzdem unglücklich, dann würde ich es machen lassen.

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  8. Meine Tochter hat mir mal erklärt, dass sich unsere Haut ein Leben lang regeneriert. Das hat mir unheimlich Mut gemacht. Jetzt nach 40kg weniger muss ich sagen sie hat recht. Es dauert halt nur etwas länger, je älter man ist und ich bin halt 53. Sonst wären einige schwangere Frauen nach der Geburt doch nicht wieder so schlank wie vorher. Ich stelle bei mir fest, je mehr Muskelaufbau ich betreibe, umso mehr zieht sich die Haut wieder zusammen. Eine OP hatte ich mal in Erwägung gezogen, war sogar schon mal beim Beratungsgespräch in der Klinik, allerdings hab ich es dann doch nicht durchgezogen. Aus mehreren Gründen, einer war, dass ich nicht noch mehr Narben wollte. Der andere Grund ist, was passiert wenn ich mir am Bauch die Haut, noch ist auch Fett dabei entfernen lasse und meine Arme und der Rest bleiben dann so wie sie sind. Bin ich dann unproportional? Das wollte ich nicht riskieren, zumal die Krankenkasse die Kosten nur teilweise übernehmen wollte.
    Also habe ich mich weiter für Muskelaufbau entschieden. Vor 2 Monaten habe ich mir aber einen kleinen Luxus gegönnt und mich in einem Studio für EMS-Training angemeldet. Das ist Muskelaufbautraining mit Elektrostimulation. Ich habe mir das schon gut überlegt, weil es für den Körper eine starke Belastung bedeutet. Die Muskeln produzieren wie bei einem Hochleistungssportler Creatin-Kinase, was über die Nieren abgebaut wird. Ich bin sicher nicht unsportlich, aber eine Hochleistungssportlerin bin ich nicht, also hab ich ausprobiert wie es mir hinterher geht und ich muss sagen. WOW. Ich fühle mich supergut nach dem Training und spüre einen Leistungszuwachs beim Ausdauertraining schon nach 2 Monaten deutlich. Ich habe mich erstmal für ein halbes Jahr angemeldet und werde dann entscheiden, ob ich weitermache. Die Impulse an Trizeps, Bauch, Beinen und Po werde ich noch höher ausreizen, aber auch an Rücken und Brust tut es mir gut. Viel wichtiger und das ist der eigentliche Grund warum ich das mache ist, dass meine Haut strafen wird. An den Armen und den Oberschenkeln merke ich es und der Rest folgt betimmt. Im Moment trainiere ich parallel zum ems nur noch die Ausdauer und ich muss sehr viel die Muskeln dehnen. Das ist mir zuerst gar nicht aufgefallen, weil ich das sonst immer beim Muskeltraining automatisch gemacht hab. Jetzt mach ich es halt extra. Für mich ist das ems-Training wie eine Art natürliches Doping und selbst wenn ich mir am Ende mehr Muskulatur aufgebaut hab, als ich hinterher im Alltag nutze, bildet sie sich halt wieder etwas zurück, aber meine Haut wird straffer sein und meine Rückenmuskulatur gut gestärkt bleiben.

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  9. Benji

    Ich mach mir schon Gedanken wie das wohl wird mit der Haut. Bis jetzt sind 15Kilo runter. Es müssen aber nochmal mindestens 45. Da ich ein sehr schwaches Bindegewebe habe wird wohl einiges hängen bleiben. Aber ich denke schlaffe Haut lässt sich besser kaschieren als Speckrollen und eine Op könnte und wollte ich mir nicht leisten.

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  10. yannaba

    Ich bin immer wieder beeindruckt von deiner Offenheit und Ehrlichkeit – vielen Dank dafür.

    Obwohl ich noch nicht am Ziel bin, finde ich mich da in einigem wieder. Lustigerweise hatte ich auch zeitweise richtig Angst vor dem Abnehmen, weil mein Mann immer wieder betont hat, wie sehr er auf „kräftige“ Frauen steht und die „dürren Ziegen“ nicht mag.
    An seinen durchaus positiven Reaktionen auf meine Abnahme habe ich dann gemerkt, dass er das wohl nur gesagt hat, damit ich mich besser fühle. Süß eigentlich, aber nicht unbedingt hilfreich.

    Deine Einstellung zu der OP kann ich verstehen, ich bin zwar sehr eitel, aber ich hätte auch einfach zu viel Angst vor den Schmerzen und dem Risiko.
    Glücklicherweise sieht bei mir alles noch ganz gut aus.

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    1. Mona

      Mein Freund bemerkt nicht mal, wenn ich zu- oder abnehme, also erst wenn ich es ihm sage. Er merkt es nicht mal an der Kleidung. Ich hab halt einige Sachen, die kann ich nur anziehen, wenn ich schlank bin und einiges ziehe ich nur an, wenn ich Übergewicht habe. Ist ja logisch, dass man nicht die gleiche Kleidung in zwei Größen Zuhause vorrätig hat.
      Das einzige, was er doch bemerkt ist MakeUp (ich traue mich ohne nicht auf die Straße), dann sagt er immer ich bin zu sehr geschminkt oder meine Haut ist so sehr ebenmäßig damit, dass es nicht wie Haut aussieht. Am liebsten würde er mein ganzes MakeUp und Haarspray wegschmeißen.

      Ich glaub, zu Badeanzügen hab ich hier irgendwo schon geschrieben. Badeanzüge sind einfach schlimm, wenn sie unten passen, passen die oben gar nicht und wenn sie oben passen, ist unten schlimm. Ich trage „Mixinis“, also Bikinis, wo ich das Unterteil und Oberteil einzeln kaufe. In Badeanzügen sehe ich 100 mal unvorteilhafter und schlimmer aus als in einem Bikini, egal welches Gewicht ich habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich nie Adipositas hatte und „nur“ einen BMI von 29. Aber ich glaube, da würden mir Badeanzüge trotzdem Schwierigkeiten bereiten. Meine Mutter hat schon ewig Adipositas (mal schlimmer mal nicht so extrem) und ich finde bei ihr Bikinis genauso schön wie ihre Badeanzüge. sie hat aber keine dünnen Sportbadeanzüge, sondern so mit dickerem Stoff, mit Nähten und Stofffalten, die von der Figur ablenken sollen oder alles formen sollen oder irgendwie so.

      Meine Bikinihose ist so:
      https://www.zalando.de/seafolly-goddess-bikini-hose-black-s1941h035-q11.html
      Mein Bikinioberteil ist so ähnlich, nur kein Neckholder, weil mir das weh tut, und ich finde es müssen Bügel drin sein, weil ich mich sonst so wabbelig und plattgedrückt fühle. Es muss Halt geben:
      https://www.zalando.de/seafolly-goddess-bikini-top-lapis-blue-s1941h006-k11.html

      Jetzt erkennt ihr mich an jedem Stand der Welt. 😉

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  11. Katinke

    Danke für die ehrlichen Worte. Da war alles drin was ich gerne mal gefragt hätte, aber es nie gewagt hätte.
    Willst du bei deinem Kategorien nicht noch „Presse“ hinzufügen ?
    Habe bei den Schwiegereltern in einer Fernsehzeitung einen schönen Bericht gelesen inklusive vieler Fotos. Das war toll und so unerwartet beim rumblättern.
    LG

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  12. Danija

    Huhu,

    was mir gerade aufgefallen ist:
    Damit

    „und in Gesellschaft auch eher viel esse, weil ich vor Essenseinladungen extra ein Defizit ersportle und dann auch gerne mal 2000-3000 kcal futtere.“

    nährst Du ja aber schon ein wenig die Fettlogik, dass es „Naturschlanke“ gibt, die essen können, was sie wollen und nicht zunehmen ;)))

    Liebe Grüße
    Danija

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    1. Ja, darüber habe ich tatsächlich schon nachgedacht 😀

      Gerade wenn ich ins Running Sushi gehe, das ich wirklich absolut LIEBE, esse ich am Tag vorher und am Tag nachher mindestens jeweils 1000 kcal Defizit und mache dann am selben Tag Sport, frühstücke nur leicht und gehe dann mit etwa 2500 kcal Defizit rein. Insgesamt kann ich also an dem Abend echt hemmungslos reinhauen, was ich auch tue.

      Bei Leuten, die wissen, dass ich mal dick war, spürt man die Verwunderung schon fast physisch, und es gibt dann auch öfter mal Kommentare. Wobei ich bei dem häufigsten „Krass, du isst ja noch ganz normal!“ immer etwas lachen muss, weil 4000+ kcal am All you can eat definitiv nicht normal sind (ist ja auch nichts, was ich täglich tue^^).

      Bei Leuten, die mich einfach nur sehen, habe ich schon manchmal das Gefühl, dass das Fettlogiken nährt. Einmal saß eine Familie neben uns, die deutlich übergewichtig war und mich wirklich sehr eingehend beobachtet hat (das fiel nicht nur mir auf^^). Aber ich kann ja nun schwerlich hingehen und sagen „Entschuldigung, aber ich bin nicht Naturschlank!“ 😀

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      1. Mona

        „Naturschlank“ interessantes Wort.

        Bei mir denken viele, ich sei Naturschlank, weil ich meine zwei Übergewichtsphasen mit 15 kg bis 25 kg mehr immer hab, wenn ich sowieso nichts mit Menschen zu tun haben will und auch mehrere Jahre mich quasi verstecke, weil ich so nicht gesehen werden möchte. Mit Übergewicht hab ich mir nie schöne Sachen gekauft, immer nur billig und halbwegs anziehbar, weil ich doch irgendwie wusste, das will ich nicht als Tatsache sehen. Ich hab mich mit Übergewicht nie wie ich selbst gefühlt. Dass ich mich wieder als mich selbst im Spiegel erkenne oder wenn ich an mir runterschaue, kam erst nach über 10 kg Abnahme. Es tut gut, dass ich mir nicht mehr fremd bin. Ich wollte das Bild der „schlanken Mona“ bei den anderen (und in mir) nicht kaputt machen, deswegen hab ich mich eher versteckt.

        Bin ich naturschlank, nur weil ich länger in meinem Leben Normalgewicht hatte als Übergewicht? Ich empfinde mich nicht als naturschlank schon allein deswegen, weil ich deutlich die meiste Zeit (teilweise schon als Kind) meines Lebens ziemlich stark skinnyfat oder fat war.

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  13. Vielen Dank für diesen ehrlichen Bericht. Ich finde es sehr mutig, auch so viel Privates zu teilen. Ich würde ja persönlich nicht darauf kommen, dich nach deinem Sexleben zu fragen – auch, wenn da wohl viele „Angst“ in der Hinsicht haben, dass sich etwas zum Schlechteren wandeln könnte oder umgekehrt sogar iwelche Hoffnungen auf die Abnahme setzen.

    Mein Lieblings-Zitat: „Das ist auch ein Grund, warum ich denke, dass Optik nicht so wichtig ist, denn es ist etwas dran an dem “mit den Augen der Liebe sehen”. Zumindest mir ging es früher schon so, dass ich mich bei näherem Kennenlernen in Männer verkuckt habe, die erstmal gar nicht meinem Ideal entsprachen, die ich dann aber zunehmend auch körperlich attraktiver fand. Ich denke, unser Geschmack passt sich durchaus ein Stückweit unserem Gefühl an.“

    Das kann ich wirklich unterschreiben. Mein Schwärmerideal war meistens ein schlanker oder gar trainierter Mann mit vollem Haar und einem Bart. Mein Partner hatte dann auch einen Bart – aber dafür oben nix. 😉 Trotzdem sehe ich ihn immer an, wenn er sich zB über seine lichten Haare beschwert, und denk mir einfach „Ja, objektiv hast du mit 22 ’ne Platte, aber ich finde dich einfach so schön. Wunderwunderschön.“ Ist das nicht toll, dass es der Liebe im Endeffekt schnurzpiep sein kann, wie der Partner aussieht? 🙂 Ich find das total schön.

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  14. Zur Haut: Diese regeneriert sich ein Leben lang und passt sich auch an, da sie jedoch vielfach gerissen ist, bleibt evtl. Narbengewebe. Was hilft ist Kraftsport, er beschleunigt die Regeneration, Ausdauersport verlangsamt sie.

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      1. Ausdauersport ändert Deinen Hormonspiegel und verlangsamt den Eiweißstoffwechsel, es wird weniger Eiweiß verbaut, was zu einem verlangsamten Austausch des kollagenen Bindegewebes (u. a. auch die Haut) führt. Es wird zwar mehr Blut durchgepumpt, aber es bleibt nichts hängen.

        Bekanntestes Beispiel dürfte eine Sympphysenlockerung bei Müttern sein. Die Symphysen (Beckenbänder) werden gelockert (abgebaut), damit sich das Becken weiten und das Kind während der Geburt durchflutschen kann. Nach der Geburt ändert sich der Hormonspiegel und die Symphysen werden wieder fest (aufgebaut), dies kann durch Ausdauersport wirkungsvoll unterbunden werden. Dein Körper verfährt mit Deiner Haut prinzipiell genauso, die Hormone können halt nicht zielgenau nur einen Teil des Eiweißhaushaltes beeinflussen, sondern nur den ganzen.

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      2. Mona

        Passiert das erst, wenn man mehrere Monate regelmäßig Ausdauersport macht oder von Anfang an?

        Wenn jemand jahrelang inaktiv war in seinem Alltag und überhaupt, dann wird Ausdauersport für ihn ein „Krafttraining“ sein für die ersten paar Wochen oder Monate, mit starkem Muskelkater usw. bis sich die Muskeln aufgebaut haben, die man für den Ausdauersport braucht.

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      3. Natürlich gibt es Anfangserfolge, wenn vorher nichts da war wird erstmal aufgebaut. Und auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift. Wenn Du abends gemütlich eine Runde Joggen gehst ist es OK, betreibst Du es exzessiv, z. B. jeden Tag 2 Std Crosstrainer, kommt es zu den beschriebenen Effekten. Runter vom Sofa ist erstmal immer gut. Es gibt aber sehr viele Gesundheitsmythen (Sportlogiken) die auch immer verbreitet werden. Z. B. Schwimmen ist gut für die Gelenke! Die Belastung beim Schwimmen ist zu gering, als dass Schwimmen positive Effekte auf das Skelett hätte. Mit Schwimmen erreichst Du keinen Aufbau von Knochenmaterial. Auch die Bänder und Sehnen werden nicht genügend belastet. Folge: Es bleibt wie es ist. Wenn Dir Schwimmen Spaß bringt: Mach es! Willst Du Deinen Körper dazu bringen die Gelenke zu regenerieren, musst Du sie ausreichend belasten, das funktioniert am besten mit Kraftsport.

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    1. Mona

      Ich könnte mir vorstellen, wenn man mit schon gerissener Haut Joggen geht, wird sie davon nicht besser, weil man bei jedem Schritt nachfedert und dran zerrt. Fahrradfahren und Schwimmen müsste dann doch super sein, da reißt nichts an einem.

      Najo, beim Joggen kann man sich ja gut einpacken, dann passiert das auch nicht. Für die Brust gibt es Sport-BHs. Wenn ich damit vor dem Spiegel hüpfe (Joggen auf einem Fleck), dann sehe ich an meinen Wangen (sehe dann auch wie ein Gespenst, weil die Augenringe davon auch noch unten gezogen werden), Bauch und Oberschenkel heftige Sprünge. Mein Po springt auch, aber das sehe ich nicht und will es auch nicht sehen. Ich hab mir schon so oft Bauch-Halter gewünscht, weil es mir fast genauso weh tat, wie wenn die Brust beim Joggen springt. Jetzt geht es, hab eine Hose mit breiterem Bund, das hält bisschen besser. (…oder ich hab mich dran gewöhnt oder ich hab so viel abgenommen, dass es nicht so sehr zieht beim Laufen oder alles zusammen)

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  15. Magenta

    Da ich seit Oktober 2015 Ausdauersport mache und bis jetzt noch nicht richtig mit Kraftsport angefangen habe, kann ich nur Positives berichten. Die Durchblutung ist besser und die Haut hat sich dadurch viel besser zurückgebildet als beim letzten mal (habe vor 10 Jahren schon mal ohne Sport Gewicht verloren, nicht so viel wie jetzt und alles war schlaff, kein Vergleich zu heute). Die Haut selber ist auch reiner, ohne Pickel und Akne, richtig zart – das fühlt sich total ungewohnt für mich an.

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    1. Mona

      Das finde ich auch so cool an Sport. Wenn man so richtig warm ist und viel schwitzt und es dann abduscht, dann wird die Haut rein und sieht viel besser aus. Wenn ich mal 4 Tage gar keinen Sport gemacht hab, fängt die Haut wieder an unreiner zu werden. Das könnte aber daran lieben, dass ich beim Sport sehr viel mehr Wasser trinke als am Schreibtisch.

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  16. Katrin

    Hallöchen zusammen,

    ich hab gestern im Fitness Studio so bei mir gedacht: mein Gott du hast gar keine Knöchel… du hast Wöchel.
    Ich hatte, glaube ich, noch nie schöne Unterschenkel 😦 mag auch ungern so Sandaletten usw. anziehen weil es an meinen „Wöcheln“ einfach kacke aussieht. Solche Riemchen die es ja bei den meisten offenen Schuhen gibt und die dann um den Knöchel gebunden werden sind mir meist zu eng 😦
    Hoffentlich sieht das irgendwann mal anders aus *schnief* hat da jemand evtl. Erfahrungswerte?
    Bei meinem Zielgewicht von 65kg erhoffe ich mir Knöchelansätze sehen zu können, liegen allerdings ca. noch 8-10kg vor mir.

    LG
    Kati

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  17. Ein Extrapost oder Gastpost über Sportmythen fände ich sehr hilfreich.
    Ich laufe gerade jeden Tag eine 3/4 Stunde Nordic Walking, und merke den Effekt sehr, vorallem wenn ich mal 2 Tage nicht gelaufen bin, allerdings verwirrt mich das hier als sehr.Soll ich jetzt laufen , oder doch lieber nur Krafttraining machen, aeroben aneroben, schnickschnack und schnack, das ist für mich als Laie doch manchmal sehr undurchsichtig. Zum Laufen mache ich 2-3 mal die Woche Krafttraining mit dem Körpergewicht, aber durch die vielen verschiedenen Hinweise bin ich eher verunsichert.
    Grundsätzlich läuft es gut bei mir, aber hilfreich fände ich einen Gastartikel schon, da wäre ich nicht dauerverwirrt.
    Liebe Grüße
    Stella

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  18. Fee Rena

    Zum Brustthema: Ich habe mir Sorgen um schlaffe Hängebrüste gemacht, gerade weil mein Bindegewebe nicht das beste ist, und es hat auch „weh“ getan ca zwei Cupgrößen zu verlieren. Allerdings muss ich sagen, sie sehen besser aus als vorher. Wenn ich mir vorsichtig reinkneife merke ich schon, dass da zuviel Haut ist, aber durch das geringere Gewicht „stehen“ sie besser und sehen dadurch straffer aus als vorher. Ich würde sagen, ich habe der Schwerkraft ein Schnippchen geschlagen 🙂
    Ausserdem wirken leichte Dehnungsstreifen die ich vorher hatte noch unscheinbarer.

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  19. Miss Megaphon

    Liebe emn/Nadja,

    ich habe tatsächlich noch etwas, was ich dich schon länger fragen wollte und was im weiteren Sinne mit Körperwahrnehmung zu tun hat:

    Wie sieht der Körper deines Traum-Ichs aus? Entspricht er deinem realen Körper? War das mal anders?

    Zur Erklärung:
    Ich habe in meinem Leben, bedingt durch jahrelange Essstörungen, schon die verschiedensten BMIs durchlaufen, von Untergewicht bis Übergewicht; die meiste Zeit allerdings im Normalgewicht (aber auch da hat man ja eine enorme Schwankungsbreite).
    Ich habe mich dann von den Essstörungen erholt und einige Jahre ein stabiles Normalgewicht gehabt.
    In den letzten zwei Jahren habe ich allerdings verschiedentlich stark zu- und wieder abgenommen, bedingt durch Schwangerschaft und Krankheit (Wir reden hier von Schwankungen über zum Teil mehr als 30kg innerhalb weniger Monate). Aktuell bin ich wieder schwanger und habe wieder viel zugenommen. Ich habe aber festgestellt, dass ich im Traum immer noch schlank bin – ausser, wenn sich die Träume explizit um Schwangerschaft und/oder Gewicht bzw Körperwahrnehmung drehen. In ganz normalen Träumen bin ich ganz normal schlank.

    Ich weiss, dass nicht jeder seine Träume so bewusst wahrnimmt, aber ich träume viel und lebhaft, und es würde mich wahnsinnig interessieren, wie es dir (und anderen!) mit ihren nächtlichen Körperrepräsentationen geht!

    LG, Miss Megaphon

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    1. Das ist ja mal eine interessante Frage. Ich werde mal darauf achten, aber ich glaube, das Traum-Ich entspricht fast immer dem aktuellen Ich. Ich ich bin im Traum aber ohnehin oft jemand ganz anderes. Ich erinnere mich an einen Traum vor einigen Wochen (ich glaube das war vor dem Radiointerview) als irgendwer mit mir diskutierte, dass ich ganz offensichtlich dem Jojo-Effekt erlegen bin und ich verzweifelt versucht habe zu überzeugen, dass ich nur etwas Wasser eingelagert habe. Als ich dann an mir runtersah war ich total schwammig und realisierte, dass ich total zugenommen hatte 😀

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      1. Miss Megaphon

        „…ich glaube, das Traum-Ich entspricht fast immer dem aktuellen Ich.“

        Interessante Antwort! 🙂

        Darüber denke ich nämlich momentan nach, dass ich tief innen anscheinend mein aktuelles Gewicht nicht als „echt“ akzeptiert habe, sonst wäre ich ja im Traum nicht dünn. Gut, Schwangerschaftsbäuche haben da ja auch ein automatisches Ablaufdatum…

        Trotzdem, auf diesem Blog ging es ja in Texten und Kommentaren immer wieder darum, dass Menschen sich nicht eingestanden haben, wieviel sie wirklich zugenommen hatten.
        Würde mich mal interessieren, ob sich das im Traumerleben widergespiegelt hat.

        Andersherum kenne ich das aus Zeiten der Anorexie bzw. des Untergewichts, dass ich „Alpträume“ hatte, in denen ich zugenommen hatte, etwa analog zu dem, was Steinklee in einem Kommentar weiter unten von der Zahnspange erzählt.
        Wenn man sehr viel abgenommen hat, dauert es vielleicht auch bei manchen länger, bis sie sich den Gewichtsverlust wirklich „glauben“, und die sind im Traum noch eine Weile übergewichtig?

        LG, Miss Megaphon

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  20. Steinklee

    Diese Albträume haben wohl viele die „Alles“ gegeben und dadurch viel zu verlieren haben. Nach der Zahnspange und mehreren Kieferops habe Ich monatelang den Traum gehabt das Ich in den Spiegel sehe, und meine Zähne im Traum…abgebrochen, schief und braun. Und der erste Gedanke im Traum, du hast all die Schmerzen durchgemacht für „das“???

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  21. Huhu,

    das ist genau der Weg, den ich gerade einschlage und es ist schön zu sehen, wie glücklich du jetzt bist! Ich habe am Anfang 155 gewogen und vorerst ist bei Zeil 70 Kilo. Bisher bin ich bei 145, der Weg ist also noch lang. 🙂 Toll, so ein schönes Beispiel für eine gelungene Abnahme zu lesen!! 🙂
    Ich glaub das wichtigste ist einfach Sport. Egal, ob es anstrengend ist oder man leichte Wehwehchen aufgrund der Dicke hat – solange es keine körperlich negativen Auswirkungen hat, sollte man Sport machen. Alle zwei Tage 20 Minuten mache ich momentan und ich merke, dass ich nun langsam nicht mehr Schokosüchtig, sondern Sportsüchtig werd, haha. Leider halten mich meine Schmerzen ein wenig auf, aber die wären ja auch da, wenn ich noch dicker werden würde! 🙂

    LG

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