Aktuelle Entwicklungen

Eigentlich wollte ich es als Sammlung posten, aber bevor mir das Postfach explodiert, bringe ich die beiden aktuellen Themen der letzten Tage lieber schnellstmöglich 😉

Eine neue Studie zur weltweiten BMI-Entwicklungin den letzten Jahrzehnten ist rausgekommen.

Im Spiegel schonmal einige Ergebnisse auf Deutsch, wer es bequemer will:

  • Laut der Studie ist der weltweite Durchschnitts-BMI in den vergangenen vier Jahrzehnten bei Männern von 21,7 auf 24,2 gestiegen, bei Frauen von 22,1 auf 24,4.
  • In Deutschland liegt der Durchschnitts-BMI der Frauen bei 25,6, der der Männer bei 27,1.

Die Forscher fassen am Ende zusammen, dass wir in den letzten 4 Jahrzehnten von einer Welt, in der Untergewicht mehr als doppelt so häufig vorkam wie Adipositas, zu einer Welt geworden sind, in der in nahezu allen Regionen der Welt und global gesehen, mehr Menschen adipös als untergewichtig sind.

grafik

Die Studie ist öffentlich zugänglich, also wer Lust hat, sie sich durchzulesen und interessante Ergebnisse zu diskutieren … ich habe sie erstmal nur überflogen, bin aber sicher, dass noch einiges interessantes darin zu finden ist.

Den Trend hat auch eine Unterwäschefirma erkannt und die klassischen Kleidergrößen zugunsten von Bezeichnungen wie „beautiful“ oder „lovely“ abgeschafft. Die Artikel darüber wurden mir in den letzten Tagen mehrfach zugeschickt. Doch wie im Artikel beschrieben, der Gedanke ist nicht neu: „Neon Moon ist nicht die einzige Firma, die nicht mehr auf traditionelle Größen setzt. Auch der Sportartikelhersteller Manifesta hat die Zahlen bereits durch Blumen ersetzt (Mashable). Viele etablierte Firmen springen auf den Zug auf und nutzen ihn zu Werbezwecken. Selbst Kellogs hat bereits eine „No size“-Kampagne gestartet (YouTube).“ Ich warte darauf, dass in einigen Jahren die Schulen und Universitäten nachziehen und es keine Schulnoten mehr gibt, sondern nur noch „klug“, „intelligent“, „begabt“, usw. – wobei Schulnoten ja tatsächlich ein Besser-Schlechter-Spektrum abbilden und Kleidergrößen lediglich helfen sollen, die passende Kleidung für die Körperform zu finden. Das wird nun dadurch erschwert, dass man nicht mehr einfach zur nächst-höheren oder -niedrigeren Zahl greifen kann, sondern erstmal auf der Größentabelle nachschauen muss, was denn nun nach „lovely“ kommt, wenn das an den Hüften zwickt.

Mir haben schon einige Leser Mails und Nachrichten geschrieben, was sie davon halten, aber vielleicht habt ihr ja Lust, euch in den Kommentaren darüber auszutauschen 🙂 Was denkt ihr über die BMI-Entwicklung, die in der Studie thematisiert wird und ihren Einfluss auf unsere Gesellschaft? Denkt ihr, die Prognose der Studie, darüber, dass die BMI-Entwicklung weiter ansteigen könnte, wird sich bewahrheiten, oder wird sich der Trend eurer Einschätzung nach irgendwann ändern?

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40 Gedanken zu “Aktuelle Entwicklungen

  1. Ich denke, der Trend wird sich durchsetzen, aber ich wünsche so sehr das Gegenteil. Wenn selbst große „vertrauensvolle“ Medien das Abnehmen und ein BMI-Normalgewicht sabotieren, durch ständiges Widerkauen von Fettlogiken, ist es wohl schwer für die große Masse. Aufklärung muss passieren und das sehr schnell.
    Zu den bescheuerten Größen: Selbst als ich von Große 46 zu 48 aufquoll, war ich froh, einfach ne Nummer größer zu nehmen. Wenn sich die Leute schon von Zahlen gehänselt fühlen, dann sehe ich schon kommen, dass Lovely und Beautiful irgendwann zu Schimpfwörten mutieren. Aber ist ja schön, wenn die ganze Welt einen streicheln möchte…

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  2. Zu diesen Kleidergrößen hab ich mich schon genug aufgeregt.
    Ich meine, schauen wir uns mal eine 40 an. Das ist einfach nur eine komplett neutrale Zahl. Die wertet nicht, die verurteilt nicht, genauso wenig lobt sie. Es ist einfach nur die verdammte Bezeichnung für ein Kleidungsstück in einer gewissen Größe.

    Wenn ich eine 36 trage, die plötzlich kaum noch zugeht, dann lacht mich die 38 nicht aus, sondern es bietet mir einen soliden Ansatz für „oh, langsam machen sich die ‚paar Weihnachtskilos‘ doch bemerkbar“. Aber scheinbar ist ja nun die Tatsache, dass es Kleidergrößen unter 42 überhaupt gibt, schon fatshaming deluxe. Klar kann man sich mit 46 beautiful oder lovely fühlen, aber das muss mir meine Kleidung doch nicht sagen und mir im Zweifel verschleiern, dass ich mich langsam gen ungesunden Gewichtsbereich bewege.

    Kleidergrößen sind so oder so schon ein schwieriges Thema, da eine 38 nicht zwangsläufig eine 38 sein muss. Ich habe Blusen in 40, die um die Brust rum ziemlich spannen, was sich komisch anfühlt, wenn ich dazu einen Rock in XS trage, der mir fast über die Hüften rutscht. Kein Witz, das hab ich genau so im Schrank. Von XS bis 42 ist wirklich alles vertreten. Als wäre es also nicht schon schlimm genug, dass sich die Kleiderhersteller selbst schon nicht einig werden, welche Körpergröße / -breite welche Zahl bekommt, verwurschteln wir dieses halbwegs sinnige System auch noch komplett, indem jeder sein eigenes Textsortiment bastelt.

    Das ist halt absolut bescheuert.

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    1. RaSi

      Viel schlimmer finde ich, dass in der EU sogar die Gurkenkrümmung genormt ist aber nicht die Kleidergrößen, kauft man eine 40 bei 5 verschiedenen Herstellern, ich mit Pech am ende von 34 bis 42 alles dabei, obwohl 40 drin steht.

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      1. Mona

        Meine Mutter beschwert sich ganz besonders über Ulla Popken. Meine Mutter ist adipös, aber wenn sie sich dort ihre normale Größe (bei den meisten Läden halbwegs passend) anprobiert, sieht es immer aus wie ein Zelt mit einem viel zu weitem Ausschnitt.

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  3. Anja

    Die Sache mit den Kleidergrößen finde ich einigermaßen lächerlich, wenn das größte Problem von Frauen ist, dass sie traurig sind, weil die Zahl in der Hose wieder eins größer geworden ist, dann ist der Rest der Welt wohl zu schön. Abgesehen davon muss man sich ja immer noch abmessen, um seine Größe zu wissen, ob das jetzt „lovely“ oder „beautiful“ heißt am Ende. Interessant finde ich, dass sie bei allem „bodypositivity“ Kram dann doch nur maximal bis 44-46 anbieten.

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  4. Magenta

    Da wir den USA immer um ein paar Jahre hinterherhinken, denke ich, dass sich der Trend zu höherem BMI in Deutschland leider fortsetzt. Wenn nicht bald massiv durch Aufklärung gegengesteuert wird, werden die Kosten durch Krankheiten bald nicht mehr bezahlbar sein.
    Ich rechne aber eher damit, dass der BMI einfach offiziell verboten oder angepasst wird.

    Zu den Größen: Es gibt schon so viele verschiedene Größen für kleine, normalgroße und lange Menschen, Deutschland eine Größe, Frankreich, Italien ne andere, GB auch und die USA sowieso, dann kommen noch Inchgrößen bei Hosen. Wenn jetzt jeder Hersteller Fantasienamen erfindet oder mit Blümchen kennzeichnet, bekomme ich die Krise. Da muß man dann mit einem sehr langen Zettel einkaufen gehen, das kann sich ja kein Mensch merken!

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    1. Mona

      Es ist doch jetzt auch so. Jeder Hersteller hat andere Vorstellungen von Größe 40 oder L usw. Ich muss immer mindestens 3 Größen anprobieren, um herauszufinden, was mir von dem Hersteller passt und was zu klein oder zu groß ist. Bei dem Einen passte ich nur in die größte von mir ausgesuchten Größen, beim anderen schlabbert noch die kleinste von mir ausgesuchte Größe.

      Bei den inch Größen mit Beinlängen, kann dann sein, dass ich 9 Größen durchprobieren muss, weil die M-Hose mit 34-Länge total anders ausfällt als die M-Hose in 32-Länge, also verschiedene Weite.

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  5. Wenn ich also in Zukunft eine neue Hose brauche und mir das Gewese mit den Fantasienamen zu blöd ist, dann bestell ich halt in jeder Größe eine und schicke alles, was nicht passt, zurück. Das hilft dem Hersteller inwiefern?

    Heutzutage weiß ich wenigstens: eine Jeans 32/32 passt in 90% der Fälle.

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    1. Mona

      Vielleicht wollen die Hersteller, dass man nicht mehr bestellt, sondern direkt in die Läden geht und sich von der Verkäuferin bequatschen lässt.

      Ich bestelle nur, wenn zu dem Kleidungsstück sehr genaue Angaben gibt, auch in cm. Also so gut wie nie.

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  6. Wolfgang

    Es wird so laufen das der BMI geändert wird. Übergewichtig ist man dann erst wenn man den Marathon nicht in 14 Stunden schafft.
    Ich werde mir meine 3000 kcal pro Tag reinschaufeln und mit meinen 75 Kilo in der Lage sein laufend Essen zu verteilen. 😉

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  7. Mich nerven die Größen wie S-M-L-XL sehr, weil ich nie weiss, wie ich sie übersetzen muss. Jeder Hersteller erfindet sein eigenes „L“, wohingegen eine Kleidergröße „40“ ja im Normalfall auf einem Normkörper der Größe 40 beruhen sollte. Und ich kenne meine Abweichungen zu diesem Normkörper.

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    1. K

      So geht mir das auch. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Größen auch von Laden zu Laden teilweise sehr stark variieren. Bei Pimkie habe ich z.B. Größe 38 (1,67 cm/ BMI Ca. 26), bei New Yorker 40 oder 42. Teilweise ist mir dort sogar XL zu klein…

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  8. Mona

    Irgendwas stimmt mit dieser Unterwäschefirma nicht.
    1. die Geben cm-Bereichte an und zwischen den Verschiedenen Größen sind dann auch Lücken von 5 cm oder so. Das ist so als ob sie one-size Unterwäsche verkaufen. Um einen noch größeren Bereich abzudecken, haben die noch one-size für 10 cm weniger Umfang und für 10 cm mehr Umfang. Wie kann das bei Unterwäsche gehen? Panache hat zum Vergleich gefühlt unendlich viele Größen, das finde ich besser.

    2. Ich lange bei „gorgeous“. Das ist doch nie und niemals eine 42-44 in Europa. Das ist doch in Europa locker schon 38, oder nicht?

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    1. nenzija

      Im Bento-Artikel steht doch schon, dass die Unterwäschefirma ein Start-up ist und deshalb wenige Variationen billigen Mülls anbieten muß. Sagt sie selber.

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    2. Naja, es gibt ja nicht „die“ europäische Konfektionsgröße. Frankreich hat andere Größen als Deutschland, ganz zu schweigen von Italien. In Europa ist da nix genormt 🙂
      Eine 38 und Deutschland wäre beispielsweise eine 40 in Frankreich oder ungefähr eine 42/44 in Italien.

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  9. Alex

    Den Artikel habe ich auch gelesen und zuerst gedacht, der sollte erst heute veröffentlicht werden. Also ich finde solche neuen Größen sehr, sehr gut *hust*. Sollte unbedingt auf andere Bereiche übergreifen: Beispielsweise Benzin- nix mehr mit Normal, Super und Diesel: sondern schnell, rasend und Motorschaden (der dickere Einfüllstutzen beim Diesel muss auch weg, „Fatshaming“), und wenn ich eine neue Brille benötige- verschont mich mit den öden Dioptrien, irgendwas zwischen Adlerauge und Blindschleiche wäre doch so viel schöner.
    Der BMI wird inzwischen regelrecht bekämpft, da er (angeblich) nicht jedem gerecht wird. Und immer, wirklich immer kommt dann dieses Totschlag-Argument, dass Bodybuilder danach ebenfalls stark übergewichtig wären. Leider kann man dem Gegenüber meistens aus Netiquette-Gründen nicht erklären, dass man weder Bodybuilder noch Schwerathleten mit knapp gerissener Olympiaqualifikation vor sich hat.
    Und ich glaube, die beiden Gründerinnen des Unternehmens verwechseln da was: man muss keine Feministin sein, um schlecht sitzende Unterwäsche zu tragen. Immerhin habe ich gerade beim Besuch der Seite herzhaft gelacht „NB: If measuring yourself is triggering, please email Hayat instead.“ ^^

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  10. Mona

    Zur Studie Abbildung 9: Was ist mit China los?

    Wenn ich die Grafik richtig verstehe, hatten sie 1975 einen hohen Anteil an Untergewichtigen Männern und Frauen. 2014 haben die immernoch viele Untergewichtige, wenn man auf alle Länder schaut.
    Bei den „obesity“ sind sie bei den Männern von Rang 13 auf Rang 1 gesprungen und bei den Frauen von Rang 10 auf 1. Total heftig.
    Bei „severe obesity“ ist es noch krasser. Die Männer haben 1975 Rang 60 und 2014 Rang 2. Die Frauen sind von Rang 41 auf Rang 2 gehüpft.

    Gab es 1975 so wenige Chinesen auf der Welt, dass sie einfach hochgekommen sind, dadurch, dass sie mehr von der Anzahl geworden sind?

    Deutschland ist ja gewitzt. Die absoluten Zahlen für obesity und severe obesity steigen, aber nicht so stark wie in anderen Ländern, sodass der Rang sich im Vergleich zu den anderen Ländern „verbessert“.

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  11. Die Krankheitskosten werden steigen, aber die Rentenkosten sinken, da durch die Fettleibigkeit breiter Bevölkerungsschichten die Lebenserwartung sinken wird. Dem müssen wir massiv entgegensteuern. Anstatt Bodylove und Euphemismen für Größe F (Fett) bis Z (Zelt) zu suchen muss Aufklärung betrieben werden. Die Fakten liegen doch auf dem Tisch: Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Depressionen werden die Übergewichtigen vor der Zeit dahinraffen. Oder ganz böse ausgedrückt: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Bei Dicken hält es nicht solange!“. Mir tun vor allen Dingen die Kinder leid, die im Durchschnitt immer fülliger und inerter werden. Ich war letzte Woche in einem Vergnügungspark und nutze die Zeit für Beobachtungen. Einige passen schon nicht mehr in die Fahrgeschäfte, da die Sicherheitsbügel nicht zugehen, einige können sich vor lauter Fett kaum noch bewegen, als Trainer stell ich immer wieder mit Erschrecken fest, wie unbeweglich viele Kinder heutzutage sind. Rückwärtslaufen? Seitwärtslaufen? Abrollen? Fehlanzeige. Auf der anderen Seite viele Erwachsene, denen ihr Körper vollkommen egal zu sein scheint und die Schuld immer bei anderen suchen. Ich antwortete kürzlich auf einen Facebookpost, in welchem Männern pauschal unterstellt wurde sie würden Frauen, welche aus klimatischen Gründen Shorts trügen sexuell belästigen, da sie es als falsches Signal auffassen würden mit der Bemerkung, dass das dargebotene doch eher gruselig als sexy wäre und wohl eher keine Gefahr bestünde. Ich wurde darüber belehrt, dass selbst stark adipöse Frauen rummlaufen dürften wie sie wollen und es sehr wohl sexy sei. Ich enthielt mich weiterer Kommentare, da man mit Esoterikern (Fatacceptance zähle ich dazu) eh nicht vernünftig diskutieren kann.

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  12. IULIUS

    Ich denke eher mit den Blümchennamen ist eine Modeerscheinung, die sich relativ schnell wieder überlebt.
    Man bedenke, wir leben in einer Welt, in der sich Normierungen als zweckdienlich erwiesen haben. Wenn sich da jemand komplett absondert kann er auf dauer lediglich einen Nischenmarkt bedienen, der sich von anderen separieren will.

    Vielleicht passiert aber auch das, was längst überfällig ist, die Einführung einer DIN oder ISO zu Kleidergrößen.

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  13. Ruth

    Kleidergrößen sind ein Notbehelf, seit Kleidung industriell hergestellt wird. Die Zukunft ist natürlich nicht „lovely“ oder „beautiful“, sondern ein Körperscanner, der die Daten für einen 3D- Drucker liefert, mit der dir die Jeans direkt auf den body gedruckt wird. Das betrifft nicht nur Dicke, sondern alle Menschen, deren Körper irgendwie nicht mainstream ist. Bei mir war es in dünnen Zeiten eine sehr schmale Taille und breitem Becken ( Beckenknochen) , bei anderen ist es die Körpergröße, Armlänge, ungleiche Brüste etc. In der Antike war das durch die gewickelten Kleider wirklich einfacher oder könnt ihr euch einen Cäsar vorstellen, der rumjammert, weil er nicht mehr in seine Toga passt? Wohlhabende Menschen setzten übrigens immer auf Maßanfertigungen.
    Bis dahin bestelle ich nicht nach Größe, sondern nach Marken. Bei Cecil weiß ich beispielsweise, dass mir eine bestimmte Jeans immer passt.
    Dass der BMI weltweit steigt, könnte verschiedene Ursachen haben. Ich habe gelesen, dass Frauen größere Brüste und breitere Hüften haben als früher gerade im asiatischen Raum. Sie werdfen auch größer.
    Macht das die Ernährung mit mehr tierischen Proteinen? Die Mexikaner hatten früher trotz einer kohlenhydratlastigen traditionellen Küche keine Gewichtsprobleme, haben sie aber, seit dank TTIP das Land mit billigem US- Fastfood überschwemmt wird.
    Was widerspricht einer politischen Lösung – nämlich frisches, gesundes Essen billiger und erschwinglicher zu machen als den kalorienreichen und dabei ernährngstechnisch „leeren“ Müll?
    Ich selbst habe am Schulkiosk nie Essen gesehen, das ich essen konnte. Die Kinder ohne vorausplandende Eltern sind aber darauf angewiesen, dass es ein gutes Angebot gibt ( für ihre Eltern können die Kinder nichts).

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    1. Mona

      Das was weiter unten steht, finde ich nicht so toll.
      Der Durchschnittsmensch mit 2000 kcal Verbrauch, soll eine Zusammensetzung von 70 g Fett, 260 g KH und 50 g Eiweiß haben. Das erklärt das Essen in der Mensa. Ich finde 260 g KH sehr viel für einen Menschen, der einen Tagesverbrauch von 2000 kcal hat. 50 g Eiweiß find ich zu wenig, vor allem weil ich vermute, dass die meisten TU-Beschäftigten Männer sind, insbesondere im größten Fach Maschinenbau.

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      1. Naja, auch als Mann (mit 2000kcal Tagesverbrauch, also eher klein und leicht und ohne Bewegung) ist 50g Protein immerhin nicht eindeutig zu wenig … aber du hast natürlich Recht, ich würde da auch eher mehr nehmen.

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      2. Rondo

        Die TU scheint der Empfehlung der DGE zu folgen welche sehr kohlenhydratreich sind. Auf der Webseite von der DGE wird empfohlen mindestens die Hälfte der Kalorien in der Form von Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, bei 2000 kcal sind das mehr als 1000/4.1 = 244 g pro Tag. 50g Protein sind aber selbst nach den Empfehlungen der DGE wohl zu wenig. Zumindest wenn die Person mehr als 63kg wiegt.

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      3. Mona

        Wegen Eiweiß: Ich bin da zur Zeit empfindlich, glaub ich.
        Eine meiner Freundinnen lebt soweit es geht vegan, manchmal wenn sie nichts anderes bekommt (wenn sie irgendwo zu Gast ist), dann nimmt sie auch vegetarisch.

        Ich hab sie lange nicht gesehen, war immer informiert, dass sie sehr viel Sport macht, jeden zweiten Tag und Muskeln aufbauen will. Ich dachte, sie wird ja schon sichtbare Muskeln haben, da sie unter 60 kg wiegt bei 170 cm. Aber es war das Gegenteil, sie hatte fast gar keine, wenn sie anspannte sah man das gar nicht. Ich hab ihr schon seit 3 Jahren erzählt, dass Protein wichtig ist. Sie hat mich immer ausgelacht dafür, dass ich Proteinpulver kaufe (schmeckt wie Süßigkeit, da ich Süßes mag…). Sie hat sich bei anderen vegan lebenden Menschen informiert, dass 30 g pro Tag völlig ausreichend sind, und weiß das ganz genau, da die anderen total die Profis sind. Jetzt sieht sie ja, was sie davon hat.

        Ich hab mir das Fettlogik-Papierbuch geholt und nochmal gelesen und da ist mir besonders aufgefallen, dass wenn man viel Sport macht, aber zu wenig „Reparaturstoffe“ (so stelle ich mir das vor) durchs Essen aufnimmt, dann werden die gereizten/verletzten Muskeln (Sport) abgebaut. Das ist echt schrecklich, wenn man das wirklich sieht.

        Ich mache Sport, wie Zumba, Power Pump (die niedrigsten Gewichte der ganzen Gruppe, ich weiß nicht, wie die anderen das aushalten), Tanzen, Yoga, Rückensport usw., also nichts was einem Muskelberge hinzaubert. Wenn ich meine Arme anspanne, sieht man aber schon deutlich die Muskeln.

        Wie ich von ihren dünnen hängenden Armen geschockt war, war sie von meinen geschockt, sie sagte „Machst du einarmige Liegestütze?“ (ich bekomme zur Zeit nicht mal die normalen hin, muss immer nach 2 Stück auf die Knie gehen.)

        Das ist immer so heftig, wenn man etwas (Muskelabbau durch einen Mangel an etwas + Sport) wirklich sieht und nicht nur mal gelesen hat, dass es das gibt.

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  14. Ich habe jetzt zwei Artikel über diese Studie über zunehmende Fettleibigkeit (höhö Wortwitz) gelesen – einen auf web.de und einen in einer regionalen Tageszeitung.
    Ich weiß nicht, ob das in der Studie so erwähnt wurde, aber in beiden Artikeln wurde geschrieben, dass der Grund für die rapide steigende Anzahl an Adipösen sowohl die veränderten Ernährungsgewohnheiten sind, als auch die genetische Veranlagung.

    Bin ich völlig blöd, oder ist das nicht schon ein Widerspruch in sich? Ich meine, es wird klar und deutlich gesagt, dass es früher deutlich weniger Adipöse gab. Und jetzt soll es – unter anderem – wegen genetischer Veranlagungen viel, viel mehr Adipöse geben? Sorry, aber wo sollen die dickmachenden Gene denn plötzlich herkommen? Innerhalb von weniger als einem Jahrhundert evolutionär entwickelt?

    Obwohl…ich glaube ich weiß die Lösung..die Regierung spritzt dickmachende Gene aus Flugzeugen auf die Mensc….ach nee, das war ein anderes Thema.

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  15. Ja was soll man dazu sagen? Erschreckend finde ich, in wie kurzer Zeit das passiert ist…
    Wichtig wäre auf jeden Fall schon bei Schulen anzusetzen. Meine Mutter (bei der ich gewohnt habe) war mir nur von Zeit zu Zeit ein gutes Beispiel. Oft gab es nichts warmes zu essen. Sodass ich mich von Cornflakes ernährt habe. Dazu hatte sie ein Faible für Cola Zero….aber wirklich NUR! Cola Zero, zwar ohne Zucker, aber für mich auf Dauer trotzdem kein Getränk. Viel Wasser trinken habe ich mir selbst antrainiert und einen Weg gesund zu essen, wie es mir schmeckt versuche ich gerade zu finden.
    Gerade in der Schule oder auch im Kindergarten könnte man Kinder früh an richitges Essen heranführen, ihnen auch beibringen zwischen Hunger und Appetit zu unterscheiden, und dass sie eben nicht immer aufessen müssen, bzw. sich selbst von vorneherein nur so viel nehmen wie sie sicher schaffen und sich dafür beliebig oft nachnehmen dürfen. Ein Nachtisch dann aber immer in begrenzter Form zur Verfügung steht. Eben für jeden gleich.
    Ich bekam auch immer gesagt ich solle alles aufessen, ob ich Hunger hatte oder nicht.
    Auch musste ich immer wieder Griesbrei essen. (Zur Erklärung, ich mochte Griesbrei noch nie) Ich wurde dazu gezwungen. Also habe ich mir beim Essen die Nase zugehalten, damit ich den Geschmack nicht ertragen musste. Wurde mir ebenfalls verboten. Ich habe an diesen Tagen vor dem Hort extra mein Pausenbrot aufbewahrt um es stattdessen essen zu dürfen. Ich durfte das nicht.
    Selbst als ich mitteilte, dass mir der Nachtisch vollkommen egal sei, solange ich nur diesen Griesbrei nicht essen musste, musste ich weiterhin die mir aufgetischte Portion aufessen.
    Ich habe Griesbrei so sehr mit dem Geruch von Zimt und Zucker verbunden, dass ich Zimt ca 15 Jahre lang schlichtweg aus dem Weg gegangen bin. Der Geruch von Griesbrei bereitet mir dagegen immer noch Übelkeit und ich würde den Betreuern von damals gerne sagen wie schrecklich das für mich war, immer etwas essen zu müssen, wovon mir beim Gedanken schon schlecht wurde.

    Darum Kinder sollen alles ausprobieren können, aber auch das Recht haben zu sagen, dass ihnen etwas nicht schmeckt. Wissen wann sie keinen Hunger mehr haben und Spaß an Bewegung lernen. Denn sonst breitet sich das Problem noch mehr aus und Bodylove greift so sehr um sich, das die gesundheitlichen Risiken als bloße Spekulation abgetan werden.

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  16. Ragnar

    Habe so schon genug Spaß damit herauszufinden ob ich nun S, M oder XXL brauche weil die Größen bei weitem nicht so einheitlich sind wie sie sein sollten. (Gut XXL ist bei asiatischen Größen der Fall)

    Wenn ich da mit meinem doch recht gesunden BMI von 23,x schon Probleme bekomme, möchte ich nicht wissen wie es denen geht die präzisere Abstufungen brauchen.

    Ginge es nach mir gäbe es prinzipiell drei Stunden Schulsport am Tag von denen eine aus Ernährungskunde und Grundlegender Anatomie besteht. Ich habe das Gefühl die Leute wissen nicht einmal was sie da zu sich nehmen.

    Finde auch Argumente wie „das sind die Drüsen“ sehr erheiternd. Wenn die keine magischen Fähigkeiten haben, können auch Drüsen nichts ablagern was ich dem Körper nicht zuführe. War dann auch die Logik meiner Diät als ich mich so langsam in eine Richtung bewegte die mir nicht Gefühl. Wenn ich weniger Esse als ich verarbeite, nehme ich ab.

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  17. RaSi

    Ich war letztens im Erlebnisbad. Ich habe mit Schrecken feststellen müssen, wie viele sehr übergewichtige Kinder dort zu sehen waren. Ich finde es erschreckend, dass kleine Jungen zum Teil schon größere Brüste haben, als ihre Mütter. Auch wenn das böse klingt, finde ich die Ignoranz solcher Eltern sträflich. Ich denke, dass sich der BMI-Durchschnitt nur nach oben entwickeln kann, in einer Welt in der alles darauf ausgerichtet ist, alle Dinge mit Geräten und möglichst wenig Aufwand tun zu können. Kinder haben Spielkonsolen mit Bewegung und die Eltern meinen, dass das reicht. Ich bin grad mal 38. In meiner Kindheit waren wir an der Luft bis es dunkel wurde.

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  18. Noen

    Ich weiß, dass ich damit jetzt einfach mal glatte anderthalb Jahre zu spät bin (zu dumm wenn man Blogs rückwärts liest), aber das ärgert mich nunmal.
    Warum bitte ist „curvy“ bei solchen Klamottensachen eigentlich immer gleichbedeutend mit „überall größer“?
    Ich bin zufällig eher die kurvige Variante von „curvy“; nämlich große Oberweite, schmale Taille und breite Hüfte, dabei bringt es mir Null wenn irgendwelche Hersteller ihr Größenspektrum erweitern und dabei nur alles größer machen. Klar, eine Größe 42/44 passt dann zwar super an der Brust, an meiner 36-Taille schlabbert das aber wie ein Zelt und meine 38/40/42-Hüfte fühlt sich da jetzt auch nicht wirklich wohl.
    Naja, immerhin habe ich Hoffnungen, dass ich beim BMI 19-20 (im Moment bin ich bei etwa 24,5) dann vielleicht schlank genug bin, dass mir auch Zelte stehen (Taillengürtel zaubern nämlich trotzdem noch diverse Extrakilos auf meine Mitte, das habe ich schon getestet, und selbst ein Korsett kann die viel zu weiten Ärmel und die schlecht sitzenden Schultern nicht verschwinden lassen).

    Zu dem steigenden BMI kann ich leider nur als fast-Apotheker versprechen, dass ich meinen zukünftigen Patienten versuchen werde den gesünderen Weg schmackhaft zu machen (vor allem nach den ganzen Erfolgen die die Ernährungs-Docs auf NDR bei allen möglichen Krankheiten haben).

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