Zwischen den Zeilen

klum

8 Gedanken zu “Zwischen den Zeilen

  1. Kuttel Daddeldu

    Naja. Sehe ich etwas anders. Zu Klum und ihrer kleinen Modelverarschungsfabrik darf man schon geteilter Meinung sein. Na klar beeinflussen diese Formate „uns“ (als Gesellschaft), ebenso wie z.B. Werbung das ja auch tut, ohne dass wir uns kollektiv oder persönlich deshalb generell als völlig bescheuert einschätzen müssen.

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    1. nenzija

      Aha. Ich lese: Da zieht eine GNTM-Teilnehmerin aufgrund ihrer Größe und anderer (schlecht beeinflußbarer) Modelqualitäten ganz mühelos an allen anderen vorbei, ganz ohne harte Arbeit und Disziplin. Die braucht es nicht. Schreibt der Verfasser dieses Textes. Man muß sich als Model nicht unbedingt anstrengen, schreibt er, sondern kann damit ganz mühelos und nebenbei ein Studium finanzieren. Andererseits scheint es – ebenfalls laut dem Verfasser – Models zu geben, die hart an dem Traum vom Modelsein gearbeitet haben. Was stimmt denn da nun?

      Und wieso wird eine Unterscheidung zwischen „Fußballspieler“ und „Model“ gemacht? Beides sind körperlich harte Jobs, die eine Menge mit Drill, Belastbarkeit und sehr speziellen körperlichen Voraussetzungen zu tun haben – und die müssen von vornherein da sein. Man kann sie nicht erst herbeitrainieren. Ganz im Gegensatz zum Schreiben, das man zumindest bis zu einem gewissen Grad erlernen und – das ist für mich entscheidend – bis ins hohe Alter mit Erfolg ausüben kann.

      Übrigens: Michael Crichton hat sich sein Medizinstudium an der Harvard Medical School durch das Schreiben von Agentenromanen in den Semesterferien finanziert, bis die ersten literarischen Erfolge sich einstellten und er die Medizin zugunsten des Schreibens aufgab. Das beschreibt er im Vorwort zum Kriminalroman „Die Intrige“, den er 1968 unter Pseudonym veröffentlichte.

      Eine Menge Leute sitzen als Werkstudenten in Redaktionen und verdienen mit dem Verfassen von Texten Geld oder haben während des Studiums angefangen zu schreiben. Ganz ohne „Traum“, sondern weil es eine einfache Art ist, schnell Kohle zu machen.

      Patrick Süskind zehrt nicht ausschließlich vom Erfolg von „Das Parfüm“, sondern war bereits davor als erfolgreicher Drehbuchautor vor allem für Helmut Dietl tätig, hat einige Theaterstücke geschrieben, die nach wie vor aufgeführt werden, und übersetzt Sempé ins Deutsche. Und wieviele tausend Seiten hat T. S. Eliot wohl zerknüllt, bis die reinen 500 Seiten Werk da waren?

      Mal davon abgesehen: Wie gut tut es dem Selbstbewußtsein junger Menschen, hauptsächlich Larve, Gesicht, Projektionsfläche zu sein, Abziehbildchen – statt Erschaffer von Geschichten und Bildern in den Köpfen anderer Leute?

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  2. sylvestra

    Nadja, schaust Du eigentlich auch The Biggest Loser? Jetzt wo ich das Buch gelesen habe, habe ich den Eindruck, die Kandidaten sind z.T. voller Fettlogiken.
    Ich würde mich über einen Beitrag zum Komplementärformat freuen 😉
    Bei den Topmodels kommt es genauso wenig auf die Modelfigur an wie bei DSDS auf den Gesang. Es handelt sich um ein Unterhaltungsformat, um Privatfernsehen…

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