Wenn ich schlank wäre …

… wären alle meine Probleme weg.

Beim Stöbern im Comicordner habe ich ein Comic gefunden, das super zu diesem Kapitel passt:

wettbewerb

5 Gedanken zu “Wenn ich schlank wäre …

  1. Mona

    Joa, irgendwas findet man immer, was man beklagen kann.

    Ich denke auch manchmal (früher viel häufiger) „Wenn ich schlank bin, dann ist alles wieder gut.“ (dann bin ich mutiger, selbstsicherer, durchsetzungsfähig, also eigentlich stelle ich mir das so vor, dass ich unbesiegbar bin und auf alles die Antwort weiß.)

    Als Kind dachte ich auch „Wenn ich erwachsen bin, kann ich alles machen, was ich will.“

    Hat irgendwie beides nicht funktioniert. Dann bin ich enttäuscht, weil meine Gedanken mir Hoffnungen gemacht haben und ich trotzdem Probleme hab (paar alte und paar neue).

    Woher kommt das, dass Menschen sowas denken? „Wenn ich schlank wäre, wären alle Probleme weg.“
    Ist das irgendeine Art Größenwahn? Ich weiß nicht, wieso ich sowas denke, obwohl ich mit ein bisschen mehr nachdenken ja ganz leicht erkennen kann, dass sich durch das Schlanksein fast nichts an Problemen ändert.
    Ich glaub, ich weiß doch ein bisschen, wieso ich sowas denke. Ich will nicht ich sein, ich will jemand sein, der supertoll ist, schlauer als alle anderen, hübscher als alle anderen usw. Scheiß Leistungsdenken mit unerfüllbaren Versprechen. Ich kann das ja auf die Mädchenzeischriften und Frauenzeitschriften schieben, dass sie mir vorgaukelten, dass ich alles werden kann was ich will. Dass ich für einige Sachen nicht geeignet bin, stand nirgends.

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    1. nenzija

      Ständig gehänselt und genervt zu werden, weil ich zu dick war, war schon ein Problem für mich. Und die Hoffnung war, nach erfolgter Verschlankung einfach in Ruhe gelassen zu werden.

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  2. Es auch einfacher, die Lösung auf etwas zu schieben, was erst ein mal unerreichbar scheint. Das lagert wunderbar die Verantwortung für den Verlauf des eigenen Lebens aus. Wer löst schon gern Probleme aktiv selbst durch Anstrengung. Das ist (emotional) mühsam, man muss Risiken eingehen. Leider kann man Dinge nur selbst ändern, das sinkende Gewicht wird die Selbstwert/Selbstbewusstseinsprobleme nicht passiv und schmerzlos zusammen mit dem Fett abbauen.
    Ich dachte zB früher auch, dass es viiiiiel einfacher ist, sportlich zu sein, wenn man erstmal schlank ist, dass man dann automatisch voll fit ist – aber das ist halt nicht so, man muss dann schon aktiv die Muskeln aufbauen. Ok, man hat nen kleinen Vorsprung weil man nicht mehr so viel schleppen muss, aber wenn man keine Muckis hat, ist’s halt trotzdem schwer.
    Und sogesehen ist eine gefestigte Persönlichkeit (wie soll ich sowas nennen… halt kein totales komplexbeladenes Wrack zu sein) auch nichts anderes als ein Muskel, den man unter Anstrengung selbst stärken muss. Zur Not mit Personal Trainer in Form von Therapeut, Büchern, was weiß ich.

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  3. Genau das! Ich selbst haette gerne auch ein bisschen mehr die Einstellung, auf das was andere von mir denken zu scheissen. Jedoch neige ich zu sehr dazu, allen ein positives und gutes Bild von mir vermitteln zu wollen und beneide jene, deren Leben besser zu sein scheint und blicke viel zu oft auf andere als auf mich selbst.
    Genauso jedoch verhaelt es sich aber auch mit meiner Selbstwahrnehmung – die ist quasi so dermassen fremdgesteuert. Ich habe mich nie sooooo sehr uebergewichtig gefuehlt, da eben von diversen Seiten dennoch Kommentare kamen, dass ich ja super aussehe bzw. ich in der Wahrnehmung naeherstehender Leute einfach nie dick war. Nachdem ich nun schon 20 Kilo unten habe durch anders essen und mehr Sport und zwischenzeitlich sogar fast schon 30 Kilo unten hatte (kleiner Rueckfall mit der Masterthesis, die mich ein wenig frustriert hat (und auch heute noch frustriert)) und einfach mal die Bilder im Vergleich anschaue, bin ich schlichtweg schockiert, wie ich es so weit kommen lassen konnte. Und warum? Weil die Selbstwahrnehmung zu fremdgesteuert war und mir stets vermittelt wurde, dass es ja nicht so schlimm sei und im hochsportlichen und dazu koerlich hart arbeitenden Freundeskreis bin ich zudem auch nicht aufgefallen mit der Menge, die ich esse – weil die einfach generell viel essen duerfen ohne zuzunehmen.
    Hab mich verlaufen… worauf wollte ich hinaus? Achja, es kann einen in beide Richtungen lenken. Da andere ueber mich nie negativ gesprochen oder gedacht haben in den letzten Jahren – sondern das komplette Gegenteil – hab ich das einfach weiterlaufen lassen und wurde dicker.

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