Idealgewicht

In letzter Zeit haben gleich mehrere Leute das Thema „Messung von Veränderung“ Finden des „Idealgewichts“ und generell Gewichtsmessungen abseits des BMIs angesprochen. Dazu hatte ich letztes Jahr schon einmal einen Blogartikel verfasst, der dann leider der versehentlichen Löschung anheim fiel. Hier also nochmal die aktualisierte Version:

Wie auch im Buch thematisiert hat der BMI durchaus seine Schwächen. Er sagt nichts über die Zusammensetzung der Körpermasse und neigt stark dazu, Übergewicht zu unterschätzen. Darüber hinaus zieht er nicht die Fettverteilung in Betracht und der „allgemeine“ BMI ist sehr breit mt einer Spanne von (bei meiner Größe) ca. 20kg. Mit derzeit 65kg (+/- 2kg) liege ich mit einem Wert von 21,2 genau mittig.

Was ist also mit Alternativen? Ich habe keine vorgestellt, weil es ständig neue Vorschläge gibt, die sich dann aber bisher einach nicht durchsetzen weil sie meist doch nicht so viel besser sind als der BMI. Als Beispiel:

BAI (Body Adiposity Index): Setzt Körpergröße und Hüftumfang ins Verhältnis.

bai

Taillenumfang: Einfache Messung des Taillenufangs. Bei Frauen beginnt ab 80cm Umfang ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, bei Männern ab ca. 94cm.

Waist to Hip Ratio: Taillenumfang wird durch Hüftumfang geteilt

whr

Broca-Formel: Körpergröße in cm Minus 100 und davon werden dann entweder 10% oder 15% abgezogen – mit 65 kg liege ich da ganz gut:

broca

Waist to Height Formel: Körpergröße und Taillenumfang werden ins Verhältnis gesetzt. Mit der Anleitung, am Bauchnabel zu messen, wie in dem Video, komme ich auf 73cm, also 5cm mehr als wenn ich höher, an der Taille, messe:

bauch.png

– Direkte Körperfettmessungen durch Unterwasserwiegen, Hautfaltendicke, Körperfettwaage mit Strom oder Infrarot – meine Körperfettwaage gab mir zuletzt einen Wert von ~18% heraus, das schwankt aber recht heftig von 16-20%.

indirekte Körperfettmessung durch Formeln die Halsumfang, Größe, Brustumfang, Taille, Hüfte oder Arme ins Verhältnis setzen

navy

– Sitztest, der im Buch vorgestellt wurde und auf Fitness fokussiert

Es gibt noch zahlreiche weitere Vorschläge, aber bisher hat sich keine dieser Alternativen wirklich durchgesetzt. Teilweise wird der BMI mit der einfachen Taillenmessung kombiniert, was mir persönlich sehr sinnvoll erscheint. Bauchfett gilt als das riskanteste Fett und muskulöse Menschen haben meist weniger Masse am Bauch. Auf die Art kann man die Gesamtmasse und die Verteilung gut prüfen.

Ich bin der Meinung, dass alle Maße lediglich Anhaltspunkte bieten können. Letztlich hat jeder selbst die Verantwortung für das eigene Gewicht und niemand verleiht einem einen Orden, weil man in einer Normtabelle gut abschneidet. Ich persönlich habe mir 63-65kg als Ziel gesetzt, ausgehend von meinen Bedingungen. Da mir der Meniskus im Knie teilentfernt wurde, habe ich ein erhöhtes Arthroserisiko. Ideal ist daher für mich viel Muskelmasse in den Beinen, um das Knie zu stützen und zu entlasten, und gleichzeitig ein geringeres Gesamtgewicht um so wenig Druck wie möglich auszuüben.

Je nach individueller Situation mag ein anderes Gewicht sinnvoll sein. Für Menschen, die aufgrund chronischer Krankheitsschübe öfter Phasen haben, in denen sie massiv Gewicht verlieren, kann es sogar sinnvoll sein, in den Zwischenphasen leichtes Übergewicht anzusteuern.

Frauen sollten aufgrund der geringeren Muskelmasse und des zierlicheren Körperbaus eher weniger wiegen als Männer, ebenso wie bestimmte Bevölkerungsgruppen unterschiedlich gebaut sind. Asiaten sind generell schmaler gebaut und bei ihnen setzen übergewichtsassoziierte Risiken bereits ab BMI 23 ein, was für Europäer noch ganz normal ist.

Ältere Menschen „dürfen“ etwas mehr wiegen, weil die chronischen Schäden des Fettgewebes meist weniger drastisch wiegen als der kurzfristige Vorteil der Reserven, da ältere Menschen häufiger erkranken oder generell weniger essen und unabsichtlich abnehmen im Laufe einiger Erkrankungen.

Die Normwerte und Rechner können dabei helfen, eine ungefähre Orientierung zu gewinnen, wo sich das medizinisch gesündeste Gewicht ungefähr befindet. Während dem Zu- oder Abnehmen kann es hilfreich sein, die Maße verschiedener Körperteile zu nehmen, um zu sehen, ob die Gewichtsveränderug verläuft, wie gewünscht. Für wenig Fett und mehr Muskelmasse spricht es, wenn der Bauchumfang schmaler wird im Verhältnis zu Po und Beinen.

Letztlich entscheidend ist natürlich auch das persönliche „Wohlfühlgewicht“ – ich hatte da interessanterweise fast aufs Kilo genau das für mich perfekte Ziel. Ich habe mir relativ von Beginn an aus irgendwelchen Gründen (ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr genau, warum ausgerechnet diese Kilozahl) 63kg als Ziel gesetzt. Tatsächlich fühle ich mich auch zwischen 63 und 65kg am wohlsten. Ich hatte zwischendurch kurzzeitig als niedrigstes Gewicht knapp unter 62kg und fand mich damit sehr knochig. Andererseits merke ich jetzt auch, dass ich mich unwohl fühle, wenn ich über 65kg zunehme. Dass so geringe Schwankungen mir derartig auffallen ist auch komplett neu für mich. Früher war es so, dass ich 5-10kg absolut nicht bemerkte, weder am Körpergefühl noch an der Kleidung. Hätte ich mich damals nicht gewogen, hätte ich nicht sagen können, wie viel ich wiege, und ob ich zu- oder abgenommen habe. Mittlerweile wiege ich mich kaum mehr, weil ich relativ genau fühle und sehe, wo mein Gewicht gerade liegt. Ich weiß noch, dass ich es früher immer hochgradig albern fand, wenn schlanke Leute darüber klagten, dass sie 1-2kg zugenommen haben und sich unwohl fühlten.

Wie ist es bei euch? Wie habt ihr euer Zielgewicht gefunden, was sagen die Rechner und wie verhält es sich mit eurem Körpergefühl?

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51 Gedanken zu “Idealgewicht

  1. yannaba

    Ich bin leider noch lange nicht dort angekommen : /
    Mitte 20 war ich mal bei 64 Kilo (bei 1,70m), da fand ich mich voll in Ordnung, also peile ich das jetzt auch wieder an. Da ich allerdings heute viel aktiver und kräftiger bin, könnte ich mir vorstellen, dass ich jetzt bei dem Gewicht schlanker wäre als damals. Also mache ich es an meinem Bauchgefühl fest, wenn ich da bin…

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  2. Fräulein A.

    Im Laufe meiner Abnahme hab‘ ich mein Zielgewicht nach unten korrigiert.
    Im Mai 2015 mit 85 kg verteilt auf 1,70 m war mein Ziel 65 kg. Mittlerweile wiege ich 67 kg und will gern unter die 60 kommen, was laut Broca-Formel meinem Idealgewicht entspräche. BMI wäre dann knapp unter 21 🙂

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  3. Nria

    Der Vorteil vom BMI ist halt, dass man genau weiß, was man messen muss und die Messung ist auch relativ einfach zu machen (theoretisch – praktisch kann man ab einem bestimmten Gewicht nicht mehr jede Waage benutzen, aber das ist ne andere Sache).
    Wenn man seinen Körperumfang messen soll, ist das viel schwieriger: Bei den Links steht kaum dran, wie und wo man genau messen soll (bis auf das eine Video). Und Leute können viel falsch machen beim Messen. Ich bin Hobbyschneiderin und nähe auch ab und zu mal für Freunde, und ich messe sie, wenns irgendwie geht, selbst aus, um mit den Maßen überhaupt etwas anfangen zu können.
    Beim Schneidern misst man z.B. den Hüftumfang an der stärksten Stelle des Hinterns. Das ist definitiv nicht die Stelle, die die meisten Leute als „Hüfte“ bezeichnen würden, und wenn ich verschiedene Leute bäte, meinen Hüftumfang auszumessen, kämen vermutlich Ergebnisse mit mehreren Dezimetern Differenz heraus.
    Man sollte sich also möglichst eine Seite mit genauer Messanleitung suchen, sonst kann man das Ergebnis auch gleich schätzen …

    Ich finde es sehr interessant, dass du Gewichtsunterschiede von 5-10 kg früher nicht übersehen hast – merkt man das nicht an der Kleidung?

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    1. Ich trug ungelogen mit ~120kg noch teilweise die Kleidung, die ich mit ~150kg trug. Die „großen Größen“ sind oft extrem Stretchy, schön fließend, Doppellagig usw., dass sie absolut „mitwachsen“. Jetzt kriege ich sofort ein Muffintop am Bund, wenn ich mal 1kg mehr wiege.

      Irgendwo wurde es mal mit einer Küchenrolle verglichen: Wenn die Küchenrolle groß und voll ist, fällt ein Blatt nicht sehr auf. Wenn nur noch wenige Blätter da sind, merkt man sehr deutlich, wenn man eins wegnimmt.

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      1. yannaba

        Ja, ich trage mit 20kg weniger auch noch die meisten meiner Kleider und Shirts (ok, die Hosen sind alle zu groß) – besonders die Kleider sehen jetzt erst so richtig gut aus…

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  4. Gleichzeitig einfach und kompliziert.
    Einfach weil mein Ziel ein Sixpack ist, das kann man ohne Waage feststellen ^^
    Kompliziert, weil ich (noch) nicht weiß, wieviel ich dann wiege, ich also nicht genau weiß, wieviel ich noch abnehmen muß. Jetzt mit ca. 83-84kg bei 1,88m sind erste Ansätze zu erkennen (4-pack bei Anspannung) aber ein kleiner Rettungsring bleibt noch. Ich habe jetzt erst mal 79kg geschätzt, mal gucken. Wenn es jetzt langsam Frühling/Sommer wird und ich nicht mehr so faul bin kann es allerdings auch gut sein, daß ich mit mehr Muskeln dann wieder über 80 lande.

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    1. Eike

      Na, da haben wir ja das gleich Ziel und die gleiche Größe.
      Weißt du denn, wie viel Fett du am Körper hast?
      Ich habe es mit einem Kaliper gemessen und bin noch 2 Kilo von den 10% entfernt (dann 77-78 kg), aber evtl. traägst du auch mehr Muskelmasse.

      Zudem achte ich durch das Zählen der Kalorien auch auf meine Eiweißaufnahme und glaube/hoffe, dass mittlerweile die musklen davon profitieren. Das führt zu stagnation im Gewicht aber messbaren*, wenn auch nur wenig sichtbaren, erfolgen beim Bauchfett.

      *Ok, ich hoffe es liegt am Fett und nicht daran, dass der Kaliper ausleiert.

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      1. Nee, ich hatte mich damals gegen ne Waage mit KFA-Messung entschieden weil chronisch ungenau und so sehr interessiert, daß ich mir n Kaliper zulege, hats mich bisher noch nicht. Rein optisch würde ich sagen irgendwo um die 15%.

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  5. Ich hab mich da ans Buch gehalten, und steuere einen BMI von 21 an, also etwa 57kg. Gleichzeitig achte ich aber auch auf den Körperfettwert (Dank meiner Analysewaage) und versuch da mindestens unter 25% zu kommen, hoffentlich mehr… Gab’s da im Buch eigentlich nen ähnlichen Idealwert wie den BMI 21? Oder wie haltet ihr das?

    Momentan muss ich aber erst mal wieder meine Nascherei anpacken, und auf nen grünen Zweig mit meiner Kalorienzufuhr kommen -.-

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  6. Mona

    Ich hab gerade einen BMI von 21. Ich bin 171 cm groß. Unter 64 kg fühle ich mich ok, alles drüber fühle ich mich sehr unwohl und will mich verstecken.

    Ich hab gute Erinnerungen an 56 kg, deswegen will ich das mal versuchen zu erreichen, wenn ich schon so viel abgenommen habe, gehen die 5 kg bestimmt auch noch.
    Ich vermute, dass ich damals noch weniger Muskulatur hatte und ich deswegen eventuell bei 58 kg mit der Abnahme aufhören werde. Muss ich dann sehen, jetzt habe ich noch viele Polster, die nicht nötig sind, da reicht es auch, wenn sie ein bisschen weniger werden.

    Wie funktioniert das mit den 80 cm, die Frauen nicht überschreiten sollen, ist das der Bauch oder die Taille?
    Ich hab beim Bauchnabel gemessen und kam auf genau 80 cm. Das macht, dass ich auf jeden Fall noch paar kg abnehmen will.

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    1. Mona

      Ich hab auch eine Waage, die Körperfettanteil anzeigt, aber das ist so ungenau und man muss eingeben, wie oft man Sport pro Woche macht und wenn die Füße bisschen schwitzig sind oder sehr trocken, kommen unterschiedliche Werte raus.

      Ich fühle mein Fett stattdessen. Ich gehe den Körper durch und spüre, wie viel ich in die Hand nehmen kann. Ich nehme so langsam ab, dass mein Freund das nicht mal wirklich mitbekommen hat, weil er mich ja jeden Tag sieht. Wenn ich zu dünn werde, sagt er mir das bestimmt.

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  7. Michael Mendelsohn

    Danke für den Blogpost!

    Ich habe eigentlich nach Methoden gesucht, die Abnahme zu verfolgen, die nicht so stark auf Muskelauf- oder abbau oder Wassereinlagerungen ansprechen. Ich hatte dabei schon „Bauchumfang“ im Hinterkopf, aber dein Beitrag macht deutlich, dass es da mehrere Rundungen gibt, die ich nachmessen kann. (Oberschenkelumfang? Nackenumfang? Wo misst man den? hat da jemand „neck“ nicht mit „Hals“ übersetzt?) Die Klassifizierung hilft mir dabei im Moment weniger, da ich offensichtlich zu dick bin – das weiß ich auch, ohne es nachzurechnen.

    Außerdem kann ich auf einem Maßband die Messungen markieren und sehe so schön die Erfolge – ich kann mein Maßband mitnehmen – alle Maßbänder messen gleich. Zwei verschiedene Haushaltswaagen gleicher Bauart hingegen haben bei mir 2 kg Unterschied zueinander. 😦

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  8. Mona

    Ich kenn das so, dass man Oberschenkel und sowas immer an der dicksten Stelle misst.
    Nacken misst man unter dem Kehlkopf, da wo eine Krawatte sitzen würde, soweit ich weiß.

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  9. noxneurotica

    Ich wollte immer da hin, wo ich jetzt bin (BMI ~21), weil ich dachte, das sei schon dünn genug und ich wollte ja nicht dem vielbeschworenen ‚Magerwahn‘ verfallen. Aber da ich wenig Sport mache und entsprechend noch gut Körperfett habe (~24%), habe ich mein Ziel nach unten korrigiert, weil ich mich aktuell so noch zu schwammig und unförmig fühle. Laut Broca-Formel müsste ich zum Idealgewicht noch etwa 5kg abnehmen, das kommt gefühlt auch gut hin.

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  10. Carisa

    Mir kommt für mich der BMI irgendwie noch immer komisch vor… Ich bin jetzt bei knapp unter 26 und um auf 21 zu kommen müsste ich noch über 10 kg abnehmen, auf ein Gewicht runter, was ich zuletzt mit 12 Jahren oder so hatte. Das kommt mir einfach seltsam vor. Das Gewicht was ich jetzt wieder habe, hab ich knapp 10 Jahre sehr konstant gehalten und es ging nur die letzten 5 Jahre deutlich hoch (Doktorarbeit sei Dank).
    Mein Ziel wären noch 5 kg weniger, ich merke aber schon eine ganze Weile, dass ich dafür jetzt echt kämpfen müsste, mit nochmal deutlich mehr Sport und/oder nochmal deutlicher kcal-Reduktion, weil die Differenz wohl im Moment nicht ausreichend ist.
    Ich frage mich, ob ein BMI 21 wirklich für jeden erreichbar ist, indem er nur entsprechend an den Schrauben dreht. Bzw. ob das eben nur geht, wenn man alles auf das Ziel abstimmt und jeden Fitzel Freizeit für Sport opfert.

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    1. Ich denke viel hängt von dem persönlichen Gefühl ab, was man ab wann als Last empfindet. Die Natur der Maßnahme Kalorienrestriktion ändert sich ja nicht, außer dass die Abnahme langsamer wird, wenn man die EInschränkung nicht dem sinkenden BMR entsprechend nach oben hin anpasst.
      Wenn man aber schon x Kilo hinter sich hat, setzt eine gewisse Verdrossenheit ein, zumindest bei mir, dass doch irgendwann auch mal Schluss sein möge, dass man keine Lust mehr hat. Ich denke, dass jeder durch das entsprechende Drehen an der Schraube einen beliebigen BMI erreichen kann, aber der Weg dahin liegt natürlich nicht im luftleeren Raum. Man hat Bedürfnisse die sich ändern, individuelle Wahrnehmung von Einschränkung und Genuss. Und wenn die Restriktion oder das zusätzliche Verbrennen als eine absolute Quälerei erlebt wird, dann ein gewisses Gewicht wohl nicht haltbar. Allerdings eher aus psychologischen, denn aus physiologischen Gründen.

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      1. Carisa

        Klar, rein von der Rechnung weniger Essen als verbraucht wird, ist alles möglich. Aber für mich stellt sich effektiv die Frage, ob das tatsächlich so einfach umsetzbar ist, wenn man dafür täglich noch mind. 1 h Sport unterbringen muss. Das lässt sich sicher machen, aber die Zeit fehlt deutlich für Haushalt, Partner oder Schlafpensum, wenn man dank Job gute 10 h außer Haus ist.
        Also ich frage mich einfach, ob ich allein da stehe mit dem Problem, wie ich das so in mein Leben integrieren soll, dass ich ein gesetztes Ziel überhaupt erreichen kann.

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      2. Ich denke, im Endeffekt ist es sowas wie eine Rechenfrage, ähnlich wie in anderen Bereichen, z.B. ob man auf ein bestimmtes Haushaltsgerät hinspart oder das Geld doch lieber anderweitig ausgibt.

        Um x kg abzunehmen müsstest du y kcal einsparen, und je nachdem wie intensiv du es angehst, würde es soundsoviele Wochen Sparen erfordern. Plus die Tatsache, dass dein Bedarf im Anschluss etwas verringert ist (keine Unsummen, aber so um die ~100 kcal, je nach verlorenem Gewicht, sicherlich).

        Finde ich recht vergleichbar gerade, mit unserer Überlegung, einen Trockner anzuschaffen. Im Endeffekt überwog die Pro-Seite (fluffige Wäsche, weniger Arbeit, schneller) vor der Kosten-Seite. Inwiefern die Sache mit dem Gewicht für dich eine Win-Situation ist (ggf. besseres Körpergefühl? Gesundheitsvorteile? Mehr Energe im Alltag durch weniger Gewicht zum herumtragen?) oder eine Lose-Situation (ggf. weniger Energie im Alltag durch Ernährungsstress? Zu viel Aufwand?) lässt sich schwer beurteilen.

        Für mich persönlich war am Ende der Sprung zwischen hohem Normalgewicht/leichtes Übergewicht und dem Gewicht jetzt nochmal mit der größte, vom Körpergefühl her. Aber ob die Erfahrung für andere so ist, kann ich nicht beurteilen. Also keine Ahnung, ob es sich für dich lohnen würde.

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      3. Mona

        Ich mache jetzt (BMI 21 auf 20) genau das selbe wie beim BMI von 27 auf 26. Ich braucht nicht mehr Zeit und nicht mehr Aufwand oder so. Durch die Verdrossenheit, brauch ich halt ein bisschen länger, weil ich nicht mehr so konsequent bei 500 kcal Defizit bin, sondern eher nur bei 220 kcal.
        Sport mache ich nur den, den ich mag und so viel, wie sonst auch.

        Die Abnahme geht bei mir nur über das Essen. Ich essen einfach ein bisschen weniger als ich verbrauche. Sport spielt bei mir nicht sooo viel rein, vor allem, weil ich seit November überhaupt nichts Ausdauermäßiges gemacht hab. Das ist genauso schwer oder leicht wie von BMI 27 auf 26 zu kommen. Eigentlich ist es einfacher geworden, weil ich das ja schon über Monate eingeübt hab, meinen Verbrauch und mein Essen zu tracken.
        Durch die Verdrossenheit esse ich manchmal zu viel, aber das ist ja auch nicht schlimm, dauert alles halt noch ein bisschen länger und sonst nichts.

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      4. Carisa

        Mit dem Weg, den ich die 10 kg von BMI 29 bis jetzt 26 gegangen bin, komme ich jetzt kaum noch weiter, ich muss also an einer Schraube drehen.
        Wie du schon sagst @Erzählmirnix ist es tatsächlich eine Kosten-Nutzen-Abwägung. Nur leider ohne genau zu wissen, ob es wirklich einen Nutzen gibt über den derzeit angestrebten BMI 24 hinaus. Denn wie man sich dann mit weniger fühlt, weiß man ja leider erst, wenn man es probiert hat.
        Vielleicht bin ich im Moment auch einfach zu ungeduldig, weil sich so wenig tut und nicht konsequent genug in Punkto Ernährung und Sport.
        Ich gebe aber auch offen zu, dass mich das Gewicht zum BMI 21 (ca. 60 kg) abschreckt und ich das für mich irgendwie als zu wenig empfinde… Ich wüsste gar nicht so recht, wo am mir die 10 kg noch weg sollten…

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      5. Wenn du findest, dass die Zahl zu niedrig klingt, du dich jetzt gut findest und nicht so recht weißt, wo die 10 Kilo noch weg sollen – dann bleib doch bei dem BMI 24 Ziel 🙂 Es muss ja niemand auf Teufel komm raus einen niedrigen oder mittleren BMI haben, wenn ein oberer besser gefällt. Man muss ja nicht mal abnehmen, wenn man nicht will 😉

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  11. Ich habe als Teenager irgendwo, irgendwann mal gehört, dass man als Frau „10 Kilo weniger als man groß ist“ wiegen sollte. Mal ganz abgesehen von dem „sollte“ und der Vermischung von Einheiten, habe ich tatsächlich so mein Zielgewicht gesetzt. Ich bin 1,70 und würde gern 60 Kilo wiegen. Es ist einfach (sym)metrisch, gut zu merken, schön glatt, gefällt mir einfach aus Gründen, die erst mal so nix mit Wissenschaft zu tun haben. Und gelebt habe ich es ja auch noch nicht, also mal schauen. Laut Robinson Formel ist mein Idealgewicht 60,78 kg, 60 kg passen da also gut hin. Was die Taille angeht würde ich gern die 70 cm knacken, da fehlt noch ein Rest – liege momentan bei ~73kg und 75cm Taille.
    Ich fühle mich deutlich besser als zu Beginn der Abnahme, aber der Wellentest (stupst euch an und guckt, wie weit die Wellenbewegung auswabbelt) versetzt mich immer noch in Angst und Schrecken xD Aber ich habe ja auch noch faktisch Übergewicht.

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  12. Wenn ich mich recht erinnere, schob dich der Hüft-Ratio Rechner (weiß nicht genau, welcher, irgendwas mit Hüfte) damals bei der ursprünglichen Veröffentlichung des Posts auch ins Untergewicht, oder? Das korrespondiert dann ja mit deiner Wahrnehmung, dich mit 61,x kg leicht zu knochig gefühlt zu haben, auch wenn der BMI noch total ok war.

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    1. Japp, damals hatte ich 88cm Hüfte/Po, jetzt 3cm mehr. Das ist wohl genau die Grenze.
      Beim Waist-to-Height Rechner hatte ich allerdings falsch gemessen, weil ich Taille statt Bauch genommen habe. Ist mir jetzt erst durch das Video aufgefallen (blöd, dass sie es dann „Waist“-to Height nennen :/ )

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  13. myblogmms

    Der Navy Rechner ist von Fitness Expert oder ?
    Ich denke man muss mehrere Varianten kombinieren. Ich denke aber mal dass aber auch v.a. der kfa entscheidend ist. (Gemessen durch Dexa oder Caliper)

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    1. Michael Mendelsohn

      Dexa ist nicht für zuhause und die Fettzange geht für dicke Leute nicht, ist aber sicher gut um „skinnyfat“ zu entlarven bzw. da die Abnahme zu verfolgen. Danke für die Hinweise!

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  14. Mich hat beim Versuch, eine alternative Messung anzuwenden, schwer irritiert, dass es offenbar keinen Konsens der verschiedenen Interpreten gibt, was unter „Taille“ zu verstehen ist!
    Für mich war Taille eigentlich immer die dünnste Stelle des Körpers – aber dann fand ich Anweisungen, die das „Taille messen“ an den Bauchnabel oder gar 2 Finger breit darunter verlagerten. Ich habs also aufgegeben.
    Ansonsten brauch ich eigentlich nicht mal einen BMI, sondern weiß auch so sehr gut, dass ich ca. 20% zuviel wiege… (sobasld es RICHTIG Frühling ist, werd ich mich wieder dem Abnehmen zuwenden, über den Winter hab ich nur Kraft & Fitness geübt, immerhin eine Premiere)

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    1. Für mich bleibt die Taille auch weiterhin die schmalste Stelle des Körpers. Die Bauchnabelgeschichte habe ich auch schon öfter gehört (aber eher beim Maßnehmen für Schneider), kann mir vorstellen, dass es eine Stütze sein soll für Leute, die sich unter Taille nichts vorstellen können – oder eben nicht wirklich eine haben. Es gibt ja Frauen und Männer, die einfach eine gerade Mitte haben, da ist die Taille schwieriger festzustellen. Hm. Ach, allgemein ist das einfach schwierig. Gerade mal gemessen, mein Bauchnabel sitzt 8 cm unter meiner Taille xD Gut, der Bauch hängt auch noch etwas, vielleicht rutscht das ganze noch 1, 2 cm hoch.

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  15. Karla Hoesch

    Was ich nicht verstehe, ist die Aussage, dass der Hüftumfang nicht mehr als 80cm sein darf. Unabhängig von sonstigen Körperbau. Ich bin 182 cm groß meine Freundin 151cm und für uns beide soll das gleiche Maß gelten. Finde ich unlogisch

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  16. Mona

    Hallo Nadja,
    ich hab gerade deine Stimme im Podcast gehört. 🙂
    Es war irgendwie irritierend dich zu hören, weil meine eigene Stimme sehr ähnlich ist, aber ich rede ganz anders.
    Ich finde, du hast alles sehr gut erklärt. Toll, dass du da mitgemacht hast.
    Liebe Grüße!

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  17. MissGecko

    Mein Ziel hat sich in den ersten 1-2 Monaten mehrfach (nach unten) geändert. Ursprünglich hatte ich überhaupt nicht geplant, abzunehmen, aber da sich mein Gewicht (knapp 93 kg/1,70 m = BMI 32) trotz Urlaub zuhause und Entspannung kein Gramm nach unten bewegte, habe ich zwei Tage lang auf FDDB meine Aufnahme getrackt. Und bin in eine halbe Ohnmacht gefallen, die dann alles Nachfolgende ausgelöst hat.

    Mein Maß war zwischendurch irgendwann, wie viel ich in einem Jahr abnehmen würde, wenn ich ein konstantes Defizit von 500 kcal einhalte. Bei 52 Wochen wären das 26 kg. Die habe ich dann, auch in Hinblick auf den BMI, auf 30 kg aufgerundet (wäre dann 22). Schließlich habe ich auf den Zeitrahmen gesch***en und in den 18 Wochen zum Jahresende ein deutlich größeres Defizit gefahren.

    Die 30 kg minus sind soweit die Grobplanung. Ob ich mir dann mit 2 (oder x) kg mehr oder weniger besser gefalle – und/oder ob es mir das Feintuning am Ende wert sein wird oder ob ich einfach insgesamt etwas früher aufhöre – das werde ich erst wissen, wenn ich da bin 😉

    Momentan habe ich ein Gewicht erreicht, das ich zuletzt mit 19 hatte… an den Gewichtsbereich drunter habe ich keine verwertbaren Erinnerungen oder Erfahrungen. Das fiel noch unter Pubertät/Wachstum.

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  18. Ich bin ja nun endlich mal unter bmi 35. Das ist ja auch mal was…
    Mein erstes Ziel waren 110.Jetzt ist es der Uhu. ..dazu fehlen mir 6 kilo.
    Am Anfang dachte ich 90 kilo wären geil, jetzt bin ich gedanklich bei 80 gelandet …dann hätte ich 50 kilo vollgemacht. ..heute abend habe ich zumindest mal Kinderriegel reingestopft, ich schiebst mal auf die Hormone.
    Ein Bmi von 28 oder 27 hört sich traumhaft an, aber ich muss ertsmal nachschauen wo ich dann wäre..
    Alles kann nichts muss.
    Liebe Grüße
    Stella

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  19. Mike

    Ich kann jetzt natürlich nur von mir sprechen, aber bei mir ergibt der BAI ziemlichen Unsinn = Normaler Fettgehalt, wenn man über den maximalen Hintern misst.
    Das ist bei meinem eher mäßigen Trainingsstand, meinem Gewicht und meiner Körperform offensichtlich falsch.
    Es hängt vermutlich damit zusammen, dass ich unter „Morbus Crassus Wampus“ leide und an meinem Hintern relativ weniger Fett angelagert wird.
    Die anderen Meßmethoden scheinen ungefähr das Gleiche zu ergeben wie der BMI.

    Ursächlich dafür, dass ich ernsthaft zum Abnehmen angefangen habe, waren der immer stärker ansteigende behandlungsbedürftige Blutdruck und ein Nabelbruch bei 125 Kg.
    Diese Woche übrigens das erste Etappenziel erreicht, 19 Kilos in einem Jahr runter und bin jetzt nicht mehr Adipös, sondern nur noch fett (BMI 30 ist erreicht) Jetzt gehts auf den UHU los (6 Kilos to go) Bis jetzt mit semiintuitiven Essen (=nur die wichtigsten Kalorienquellen abgewogen) Jetzt wird alles gezält, schau mer mal, ob es dann noch besser läuft.

    Ich esse derzeit 1500 kcal, bei (berechnetem) Grundumsatz von 1950 und mach noch ein bissle Sport dazu. Ab und zu gibts leider mal einen Ausrutscher nach oben 😦
    Blutdruck ist signifikant besser, ich brauche nur noch die Hälfte der Medikation von 125 kg.

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  20. Magenta

    Seit ich mit dem BMI unter 25 gelandet bin (von ursprünglich 36,2), schaue ich auch eher nach dem KFA und benutze die US Navy-Formel. Die anderen Messmethoden schwanken doch sehr. Beim Essen bin ich nach 32 kg Abnahme inzwischen nicht mehr so streng und esse nur noch ein kleines Defizit, wenn überhaupt. Die letzten ca. 10 kg werden also eher langsam runtergehen und ich will sehen, bei welchem Gewicht ich mich am wohlsten fühle.
    Im Moment bin ich dabei an meinem Sportprogramm zu feilen, mache 5-7 mal die Woche jeweils 1 Stunde Sport und will das zeitmäßig nicht mehr erhöhen.

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  21. ichichich

    Letzten Spätsommer habe ich es bis ca. 13 % Körperfettanteil (nach US Navy-Rechner, deckte sich auch mit den KFA-Fotos im Internet) geschafft. Ziel waren eigentlich 12 %, aber bei 13 % habe ich gemerkt, dass es irgendwie „schwieriger“ wird, im Sinne, dass konstant Hungergefühle da waren, die doch sehr ablenkten.

    Im Moment ca. 15 % KFA. In dem Bereich 13-15 % würde ich somit auch meinen Wohlfühl-KFA einordnen. Gleichzeitig bin ich am oberen Ende der Gewichtsschwankungen (also nach kohlenhydratreichem Essen und somit gefüllten Glykogenspeichern) schon bei BMI 24,3.

    Mit den geschätzt wieder zugenommenen 1,5 kg Körperfett plus Wassereinlagerungen merke ich durchaus eine höhere Belastung im Knie beim Sport, was auf dem gewichtsmäßigen Tiefpunkt völlig weg war.

    Heißt für mich, dass ich mich in einem ziemlich engen „Wohlfühlbereich“ befinde (also zwischen Hunger und höherer Gelenkelastung).

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    1. Mona

      Du müsstest dann sehr viel Muskelmasse haben, bei BMI 24 und 15% Fett.
      Wenn du die Kniebelastung spürst, vielleicht würde es helfen ein bisschen Muskulatur abzubauen, um das Gewicht zu senken?

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      1. Mona

        Ja, das hat mich auch verwundert. Wenn man viel Muskulatur hat, müsste sie das Knie gut stabilisieren. Scheint bei ichichich nicht so zu sein.

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      2. ichichich

        @ Mona

        BMI 24,3 halt am oberen Ende der Wassereinlagerungen. Wenn wenig Wassereinlagerungen da sind, sind es gleich nochmal 2 kg Körpergewicht weniger (bei low-carb Ernährung o.ä.). Ohne Wassereinlagerungen ist der BMI unter 24.

        So schlimm ist es aber mit den Knien nicht, wollte mich jetzt nicht beklagen. ^^
        Aber so 1-2 kg Körperfett können doch einen merklichen Unterschied machen, zumindest bei mir.

        @ Björn

        I never skip leg day^^. Meine Beinmuskulatur ist schon am ausgeprägtesten ggü. dem Oberkörper. Ich muss bei Hosen meist eine Größe größer nehmen, weil es am Oberschenkel nicht passt. Vielleicht relativiert das auch die Kniebelastung (im Gegensatz zu einem Discopumper mit gleichem BMI).

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      3. ichichich

        „Wenn man viel Muskulatur hat, müsste sie das Knie gut stabilisieren. Scheint bei ichichich nicht so zu sein.“

        Also wie gesagt, meine Beinmuskulatur ist schon recht stark. Manche Sportarten belasten das Knie halt auch stärker als andere.
        Vielleicht hätte ich es umgekehrt formulieren sollen: mit weniger Gewicht auf den Knien ist es einfach nochmal leichter und angenehmer.

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    2. KaiKaganishu

      Ich habe vor 3 Jahren bei 90kg auf 1.81m gedacht es reicht, dann runter auf 78 in paar Monaten, seit 2 Jahren Krafttraining (i rarely skip leg day …), und stehe jetzt bei 84kg. KFA noch nicht gemessen, aber man sieht ansatzweise das sixpack am Bauch, also würde ich mal vermuten so hoch kann der nicht sein. BMI behauptet ich bin grenzwertig noch knapp im normalen Bereich, Wohlfühlmäßig scheine ich mit 84kg ziemlich exakt meinen Punkt gefunden zu haben, aber der hat sich im Laufe des Trainings immer weiter nach oben geschoben.

      Ich kann den von ichichich beschrieben Effekt nachvollziehen, bei starkem Trainingsprogramm (4x die Woche mindestens) und daher vermutlich höherem Muskel- zu niedrigerem Fettanteil scheint der „Wohlfühlpunkt“ sehr präzise zu werden.

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