Meinungsmittwoch

Zu Beginn dieses Blogs hatte ich irgendwann den Meinungsmittwoch eingeführt, bei dem ich ein Thema zur Diskussion gestellt habe. Heute habe ich ein Thema, das ich ganz interessant finde, und das sich vielleicht ganz gut für eine Reaktivierung des Meinungsmittwoch eignet.

Gestern habe ich einen Comic erstellt, den ich ziemlich lustig fand, und über den auch mein Mann als Testpublikum lachen musste.

evolution

Im zweiten Moment dachte ich dann, dass der vielleicht ziemlich doof ankommt, bei denjenigen, die zu wenig wiegen und tatsächlich hart um jedes Kilo kämpfen müssen, um nicht abzunehmen.

Ich schätze, in einer Welt, in der die große Mehrheit der Menschen eher gewichtsmäßig nach oben pendeln, hört man als jemand mit diesem Problem unheimlich viele nervige Sprüche. Am häufigsten wohl sowas wie „Dein Problem hätte ich gerne!“ – ich denke auch, in der derzeitigen Entwicklung was Ernährung und Gewicht angeht, kann eine solche Neigung ein evolutionärer Vorteil sein. Sofern man nicht tatsächlich ins Untergewicht kippt ist es sicher nicht schlecht, wenn man in unserer Überflussgesellschaft einen eher geringen Appetit hat und gar nicht den Drang, sich alle leckeren Dinge, die ständig zur Verfügung stehen, in den Mund zu stecken.

Andererseits habe ich letztes Jahr einmal nach meiner Gallen-OP die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn man einen absoluten Widerwillen gegen Essen hat und dennoch gezwungen ist, zu essen. Ich saß sicher eine Stunde vor dem halb aufgegessenen Krankenhausessen und fühlte mich total schlecht dabei, weil jeder Bissen eine Überwindung war. In dem Moment dachte ich, dass mir mein Hang zum Überessen da doch entschieden lieber ist, denn es ist zwar manchmal hart, zu verzichten, wenn man eigentlich noch große Lust hätte zu essen, aber ich fand es wesentlich schlimmer, mir Essen hereinzuzwingen obwohl ich keine Lust darauf hatte.

Bei Sätzen wie aus dem Comic geht es mir nach wie vor so, dass ich ein bisschen Neid verspüre, auf Leute, für die Essen keinen großen Stellenwert einnimmt, und deren Appetit nichts ist, wogegen sie ankämpfen müssen. Denen es vielleicht so geht wie mir, wenn ein Raucher von der Lust an der Zigarette erzählt und ich diesen Drang gar nicht wirklich nachempfinden kann.

Andererseits, wenn ich wirklich darüber nachdenke, würde ich nicht tauschen wollen, mit Leuten, die unfreiwillig mit Untergewicht kämpfen und Mühe haben, ihr Gewicht (oben) zu halten. Dass Essen mir Spaß macht, ist ja grundsätzlich etwas positives, auch wenn ich eben darauf achten muss, diesen Spaß in einem sinnvollen Rahmen zu halten. Diese Erkenntnis, nicht tauschen zu wollen, kam übrigens erst nach dem Loswerden meiner Fettlogiken, denn zuvor hatte ich die Vorstellung, dass Menschen, die „Naturschlank“ sind, den ganzen Tag futtern (können) und einfach aufgrund ihres Stoffwechsels nicht zunehmen. In Fettlogik gehe ich ja darauf ein, wie es zu dieser Wahrnehmung (auch gerade von „Naturschlanken“) kommt.

Insofern wäre meine Wahl zwischen „Mehr essen müssen, als ich möchte“ oder „Weniger essen dürfen, als ich möchte“ um ein gesundes Gewicht zu halten, für mich doch recht klar: zweiteres.

Wie geht es euch mit dem Thema? Steht ihr an einem Ende des Spektrums und wärt lieber am anderen? Oder seid ihr zufrieden mit eurer Veranlagung? Hatte Fettlogik bei euch Einfluss auf diese Wahrnehmung? Und konntet ihr über den Comic lachen oder musstet ihr an Schoooooooooookooooooooooolaaaaaaaaaaade denken? 😉

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62 Gedanken zu “Meinungsmittwoch

  1. Mein Schwager hat eine Art Absorptionsstörung und muss unglaublich viel essen, damit er sein Gewicht hält. Da bin ich manchmal schon ein wenig neidisch. Dann denke ich an die nächste Eiszeit (oder schwere Krankheit) und beschließe, dass ich das bei mir gar nicht anders haben wollte.

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  2. yannaba

    Ich kann über den Comic sogar sehr gut lachen. Eben weil ich zwei Exemplare dieser Spezies sehr oft um mich herum habe – nämlich meine Schwiegermutter und meinen Sohn (der muss das von ihr haben). Die vergessen tatsächlich zu essen.
    Meine Schwiegermutter hat deswegen immer so Sachen wie Mozartkugeln oder Schokobananen rumliegen – damit sie dann schnell was hat, wenn ihr schwindlig wird. Was ziemlich oft passiert, besonders im Sommer. Sie isst ohnehin fast nur sehr hochkalorische Sachen – sonst würde sie wahrscheinlich auch tatsächlich ins Untergewicht rutschen.
    Und immer dieser total entsetzte Blick, wenn das Essen im Resaurant kommt („oje, so eine grosse Portion, das kann ja kein Mensch schaffen“ – höhö, ich schon.)
    Ich bin da ziemlich hin- und hergerissen. Ich beneide sie schon manchmal, wenn sie sich nur von Sekt, Kuchen, Wein und teurem Käse mit Weissbrot ernährt (besonders Käse und Weissbrot mit einem guten Wein sind so meine Achillesferse).
    Andererseits diese gequälten Gesichtsausdrücke (besonders auch bei meinem Sohn), wenn sie versuchen, doch noch ein wenig zu essen. Hm. Will ich auch nicht…
    Und immer gleich ins Untergewicht zu rutschen, wenn man mal eine Darmgrippe bekommt, und dann sofort mit Elektrolyten etc. anrücken zu müssen. Auch nicht so schön. Da bin ich, glaub ich, doch lieber ein wenig verfressen…

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  3. Mona

    Mir geht es seit paar Tagen auch so, dass ich vergesse zu Essen und dann nur kleine Portionen esse und überhaupt nichts Süßes. Der einfach Grund ist: Ich habe Fieber! Es schmeckt alles komisch und Essen ist total anstrengend.

    „warum gehst du zu der Schublade?“ find ich lustig.

    Früher war das richtig heftig bei mir, wenn ich nicht alle 3 Stunden etwas zu Essen bekommen habe, wurde mir schwindelig oder ich wurde extrem reizbar. Seit ich mal Atkins und LOGI ausprobiert habe, habe ich gemerkt, dass ich vorher viel zu wenig Protein gegessen habe und viel zu viel Kohlenhydrate, insbesondere Süßes. Da hab ich dann erlebt, dass ich auch locker mal 8 Stunden ohne Essen auskommen kann und mir nichts Schlimmes passiert. Seit dem hab ich auch so Sachen ausprobiert wie 16 Stunden nichts essen und dann 8 Stunden in denen ich Essen darf, z.B. von 12 bis 20 Uhr. „Fettlogik überwinden“ hat mich wieder dran erinnert, dass Protein wichtig ist und ich habe durch das Aufzeichnen des Essens gemerkt, dass ich schon wieder viel zu wenig davon abbekomme und es ja kein Wunder ist, dass ich ständig Hunger hab, wenn mir irgendwelche Nährstoffe fehlen.

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  4. Delilah

    Hmm, es hat natürlich was für sich, das Idealgewicht so leicht halten zu können…Andererseits ist für mich gutes Essen besser als Sex (und das tatsächlich, kein WItz…)…wäre demnach dann ein ziemlich genussfreies Leben für mich 😉

    Ich bewundere eher Menschen, denen Sport Spaß macht. Ich bin skinny fat, war es aber vor 3 Jahren auch für ein Jahr nicht…und Sport war trotzdem immer eine Überwindung und bei Training (kampfsport) geht damals wie heute immer der Blick auf die Uhr, wann es endlich vorbei ist.
    Den Sport mache ich seit 4 Jahren und es war nie besser 😦 das einzige was es erträglich macht, sind die erreichten Erfolge.

    Aber mein Freund sagt auch immer: Sport ist wie Zähne putzen. Das mach auch niemandem Spaß, aber es muss sein!

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    1. Mira

      Genau so ging’s mir auch jahrelang – Freundinnen sind mit Freuden joggen gegangen, oder waren in irgend einem Verein, und mir hat es schon vor ein paar Crunches vor dem Fernseher gegraust. Ne, nichts für mich.

      Witzigerweise hat mich vor etwa acht Jahren dann doch der Abnehmwahn gepackt, und ich hab mich dreimal die Woche zum Sport gequält, konsistent, obwohl es mich wirklich Überwindung gekostet hat. Dort hab ich eine neue Freundin gefunden, die mich – sehr widerwillig – ins Fitnessstudio geschleppt hat. Dadurch hab ich dann nochmal ein paar weitere Monate durchgehalten (immerhin hat sie sich so um mich bemüht).

      Und tatsächlich – irgendwann hat es klick gemacht, und ich bin plötzlich freiwillig zum Sport. Hab enorme Erfolge gesehen (z.B. meine erste Liegestütze, 5 Minuten durchjoggen, und viel mehr über die Jahre), und heute bin ich soweit, dass ich schlechte Laune kriege, wenn ich zwei Tage keinen Sport mache. Ich kaufe mit Genuss neue Sportaustrüstung, und mach freiwillig Stadtläufe mit. Manchmal muss ich mich bewusst zu einem Tag Pause zwingen. Hätte ich vorher niiiiiie gedacht. So kann es einem gehen ¯\_(ツ)_/¯

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    2. Nina

      Ich habe Sport auch immer gehasst. Ich war schlecht, ich hatte das Gefühl man lacht mich aus, alles war anstrengend und ich habe mich total „clumsy“ gefühlt.
      Mittlerweile ist das besser geworden, und mir macht vieles Spaß. Aber es gibt noch immer einige Sportarten, bei denen ich genau wie du regelmäßig auf die Uhr schaue, und dann festsstelle, dass wieder nur 2 Minuten rum sind. Hast du mal ein paar andere Sportarten durchprobiert? Ich langweile mich zb furchtbar beim schwimmen und bei Step Aerobic. Dafür geh ich in letzter Zeit extrem gerne klettern oder in der Natur (nicht auf Straßen!) joggen.

      Und um die eigentliche Frage zu beantworten: Ich hab lieber Freude am Essen, und verzichte ab und an, als dass ich mir etwas rein zwängen muss. Ich stell mir das so vor, wie wenn mich jemand zwingt richtig fades, ungewürztes Essen zu essen, das einfach nach gar nichts schmeckt und egtl ungenießbar ist. Und trotzdem muss man es jeden Tag essen

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      1. Delilah

        @ Nina: Ja ich habe die verschiedensten Sportarten probiert… Kampfsport, Basketball, Joggen, Fitnessstudio, Schwimmen, Fechten, historischen Schwertkampf, Inline-Skaten, Yoga, Wandern…tbc.

        Ich war immer mindestens 2x die Woche sportlich aktiv. Das habe ich im Zuge meiner letzten Abnahme vor 4 Jahren gesteigert auf 3-4x. Ich bin auch nicht als wirklich schlecht zu bezeichnen, im Schwertkampf bin ich z.B. mit die Beste der Gruppe.
        An mangelnden Erfolgserlebnissen liegt es überhaupt nicht.
        Es macht mir einfach nur von sich aus keine Freude…Yoga ist zwar das einzige, was mich bei einem meiner psychischen Anfälle stabilisieren kann (Depressionen und Stimmungsschwankungen), aber mein Freund muss mich trotzdem auf die Matte schicken.

        Sport treibe ich prinzipiell nur aus Pflichtbewusstsein…wenn es ohne ginge, würde ich wohl nur auf der Couch liegen.

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  5. Judith

    Also so dumm es sich jetzt vielleicht anhört, ich war schon auf beiden Seiten.

    Sowohl „Ich muss Essen um endlich das Untergewicht los zu werden.“ als auch „Ich muss mich jetzt aber beim Essen bremsen, damit ich nicht noch mehr zunehme.“ eines dieser Extreme trat nach einer bestimmten Medikation auf.
    Ehrlich gesagt ist mir, wenn ich denn die Wahl hätte, das Extrem bei dem ich mehr essen muss als ich möchte lieber. Der Hintergedanken im Kopf der da lautet ‚Du darfst gerne noch mehr.‘ ist viel angenehmer (da positiv behaftet) als der Gedanke ‚Stark sein, bloß nicht schwach werden. NICHT ESSEN!‘
    Meine persönliche Meinung.

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  6. Sabrina

    Ich muss eher aufpassen, aber mit viel Protein und Vollkorn funktioniert es ganz gut… und natürlich viel Gemüse, damit man was im Magen hat, was wenig kcal hatte… schmeckt glücklicherweise sehr lecker.
    Süßigkeiten sollte ich auch eher vermeiden und vor allem immer wieder kontrollieren: habe ich jetzt wirklich Hunger oder esse ich aus Appetit / Langeweile / Heißhunger auf Süßes?

    Mittlerweile geht es aber ganz gut und ich fühle mich recht gelassen damit. Hat auch über ein halbes Jahr geklappt, das Gewicht ohne groß zu berechnen zu halten. Das war ermutigend… Jetzt habe ich aber wieder mit abwiegen und zählen angefangen, da ich viele Wochen unterwegs sein werde. Teilweise davon mit Menschen, bei denen es eine seltsame Atmosphäre jedes Mal gibt, wenn ich zu sehr abwiege oder reguliere oder so. Da klappt das dann mit dem intuitiven Essen nicht so gut, bzw ich will den Personen keine Sorgen machen oder ihnen ein schlechtes Gewissen über deren eigenen Genuss usw, weswegen ich anders esse. Also muss ich in der Zeit, in der ich daheim bin dagegen steuern.

    Allein, dass ich das mache in gewisser Gesellschaft, ist etwas, was mich ärgert…

    Schokolade ist für mich glücklicherweise kein Problem… aber Obstkuchen… oder solche Nussteilchen oder so… *v*

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  7. Sabrina

    Und total vergessen den zweiten Teil zu tippen:

    Ich finde es dann teilweise unangenehm… weil klar – es macht mir dann auch Spaß etwas zu essen, aber wirklich wohl fühle ich mich damit dann auch nicht, weil ich weiß, dass es nicht sinnvoll ist, was ich gerade tue… dementsprechend würde ich nie am Untergewicht herum krebsen wollen und mich dazu zwingen müssen zu essen. Es ist so schon unangenehm genug.

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  8. In einer sozialen Überflussgesellschaft mit ausgeprägter Geburtenkontrolle gibt es wenig evolutionäre Vorteile. Ob man mit 60 oder 80 stirbt ist ziemlich wurst, wenn man sich vorher fortgepflanzt hat und die nächste Generation sich wieder fortpflanzt.

    Der Comic gefällt mir.

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  9. Ich war eigentlich lange der Meinung, dass jemand der so viel essen kann wie er will ohne zuzunehmen, es wesentlich besser hat als jemand der vermutlich schon durch die DNA so disponiert ist alles einzulagern. Soll heißen, ich war im Prinzip neidisch.

    Heute denke ich da ein wenig anders. Heute denke ich, dass die Entscheidungsfreiheit viel wertvoller ist. Ich kann mich selbst entscheiden ob ich noch das zweite Stück Kuchen essen will. Ich kann mich selbst entscheiden ob ich dies oder jenes essen will oder wie groß die Portion sein soll. Ich entscheide das selbst. Tag für Tag. Mahlzeit für Mahlzeit. Nicht mein Körper.

    Aber ich muss auch sagen, dass es mir mit der richtigen Beschäftigung auch wesentlich leichter fällt zu sagen, dass ich das oder jenes jetzt nicht essen muss. So kommt es bei mir regelmäßig vor, dass ich wirklich vergesse etwas zu essen, weil ich einfach so in meine Tätigkeit vertieft bin. Das Problem dabei: Ich vergesse dann auch zu trinken. Und dann wieder: Ich vergesse zu rauchen. 😉

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  10. Mauzi

    In letzter Zeit ist es richtig schlimm mit den Heißhungerattacken. (Also… die letzten drei Tage in etwa). Ich könnte den ganzen Tag essen (und tue es leider auch) ohne aufzuhören. Ich schiebe das ein bisschen darauf, dass ich vielleicht im Moment einen kleinen Magnesiummangel habe. Ich bin da erblich schon vorbelastet und anfällig für sowas. Durch Sport und Menstruation hat sich das bestimmt auch nicht verbessert.
    Jetzt denke ich darüber nach vielleicht doch ncoh ein Stück Schokolade zu essen. Oder zwei. Oder den ganzen Rest von der Tafel. Und das ganze andere Gedöns was ich hier habe. Oh man. q.q
    Mir wäre es gerade so viel lieber keinen Hunger auf irgendwas zu haben. Es ist so nervenaufreibend die ganze Zeit ungesunden Scheiß zu essen und einfach nciht wirklich satt zu werden.

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      1. Mauzi

        Bisher noch nicht, aber ich wollte nachher mal in die Apotheke gehen und gucken ob Dinge dann besser werden mit Magnesium. Ich habe ja lange nciht drauf geachtet, was mit meinem Körper passiert und wie mein Essverhalten aussieht, so dass es mir einfach schlichtweg egal war.

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  11. IULIUS

    Ich mußte dabei an die Abenteuerromae von Enid Blyton denken, bei der der Onkel eines der Kinder Wissenschaftler ist und über die Arbeit permanent sein Essen vergißt. Wer hochkonzentriert arbeitet hat gar keine Zeit für Essen.

    Es scheint für verschiedene Menschen verschiedene Prioritäten zu geben. Wer dem Essen eine zu hohe Priorität einräumt hat automatisch Probleme mit Essen. In der einen oder in der anderen Richtung.

    Menschen, die problemlos ihr Essen vergessen können essen dann, wenn sie Hunger haben. Irgendwann kommt der. Garantiert.

    Ob ein „Untergewichtiger“ wirklich untergewichtig ist, ist meist Interpretationssache. Oft steckt da nur Unzufriedenheit mit dem Körper dahinter. Meist wird das auch begleitet mit weniger Muskeln, was wiedrum bedeutet, daß ihre körperliche Konstitution einfach so ist. Die Frage ist M. E. ob die Person ihr Gewicht hält. Dies ist oft über Jahre konstant der Fall. Warum dann mit Gewalt etwas erzwingen wollen?

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    1. Wenn jemand über Jahre einen BMI von unter 18 konstant hält, mag das kein riesen Drama sein, aber gesund ist es halt genausowenig wie ein BMI von 30. Muss man sich auch nichts schönreden, ist halt so. Ob einen das erhöhte Gesundheitsrisiko dann stört, muss man selbst wissen.

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      1. yannaba

        Dumme Frage mal: wie ist das eigentlich mit dem Körperfettanteil und Untergewicht. Ich meine: es gibt ja (als Extreme) „skinny fat“ und dann auch wieder Bodybuilder, die leicht übergewichtig sind, wo dann eben der Fettanteil für das Gesundheitsrisiko ausschlaggebend sind.
        Wie ist es denn jetzt mit einer noch-normalgewichtigen Person, die aber extrem aktiv und durchtrainiert ist? Also einen Körperfettanteil hat, der zu niedrig ist (wenn es das gibt). Hat der dann auch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko oder wird das einfach durch die Körpermasse (Muskeln) kompensiert? Oder gibt es auch Menschen, die eigentlich Normalgewicht haben, aber eigentlich untergewichtig sind?

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      2. Ein gewisses Maß an Körperfett ist auf jeden Fall nötig, das kann auch nicht mehr durch Muskeln kompensiert werden. Bei Frauen ist das irgendwo unter 12-14% gefährlich, bei Männern geht es deutlich tiefer.
        Das Gesundheitsrisiko ist dann auch erhöht und es kommt zu Zyklusstörungen u.ä. (bekanntes Problem bei Leistungssportlerinnen).

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      3. IULIUS

        @emn,
        hatten wir uns nicht geeinigt, daß der BMI lediglich ein Richtwert ist und das seine Aussagen noch einmal hinterfragt werden sollten?
        Wenn gesundheitliche Probleme vorhanden sind sollte man die selbstverständlich angehen. Nur mit Gewalt Essen reinschaufeln, sollte meiner Meinung nach dabei nicht die höchste Priorität haben.

        Ich selber hatte auch jahrelang einen BMI unter 18. Zu einer Mahlzeit konnte ich locker mehr als 2.000 Kcal verdrücken. Dieses mehr als einmal am Tag. Daran kann es nicht gelegen haben.

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      4. Für einen Mann ist ein BMI unter 18 nichts, worüber man großartig diskutieren muss, tut mir leid. Das finde ich jetzt ähnlich sinnvoll als würde mir jemand erklären, dass seine 10 Zigaretten am Tag in seinem besonderen Fall viel gesünder sind, als Nichtraucher zu sein.
        Aber da mir echt dermaßen Wurst ist, wie viel jemand wiegt, raucht oder trinkt … wozu diskutieren? Ist dein Körper. Mach damit, was du willst.

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      5. IULIUS

        @emn,
        ich habe bei Dir das Gefühl, daß Du neue Lebensweisheiten gefunden hast, die Du auf einen Sockel stellst und jetzt auf Biegen und Brechen verteidigst. Damit begehst Du den gleichen Fehler, wie vorher mit der Verteidigung von Fettlogik. – Jetzt nur als Gegenspieler.

        Das Leben ist kein Kampf darum, wer die beste in Beton gegossene dogmatische Meinung präsentieren kann.

        P. S.
        Du hast eine Theorie und hast damit auch zu fast 100% Recht. Nur manchmals schießt Du ein wenig über das Ziel hinaus. 😉

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    2. MissGecko

      „Es scheint für verschiedene Menschen verschiedene Prioritäten zu geben. Wer dem Essen eine zu hohe Priorität einräumt hat automatisch Probleme mit Essen. In der einen oder in der anderen Richtung.“

      Dem „muss“ ich widersprechen… ich gehöre zu den Menschen, die dem Essen eine eher geringe Priorität einräumen, aber mit einem ausgeprägten Hunger/Appetit gesegnet sind. Das führt dann dazu, dass ich oft JETZT großen Hunger, aber keine Mahlzeit eingeplant habe, d.h. für Kochen/Zubereitung ist es wegen Hunger zu spät. Dann falle ich halt über alles mögliche her, das man schnell aus der Hand essen kann – unterwegs Bäcker & Co., zuhause Brot mit irgendwas und meine Lieblingsfeinde von Haribo & Co. Die Verbindung aus schon etwas zu großem Hunger und eher hochkalorischen Lebensmitteln führt in diesen Situationen dann halt zu entsprechend hoher Kalorienaufnahme.

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  12. Na ja, derzeit mache ich noch extreme Diät, daher… Schokolaaaaaaddeeeee… *sabber*

    Generell? Na ja, nicht soviel essen wollen wäre schon toll, aber so am anderen Extrem, dauernd das drohende Untergewicht merken, gerade wo ich ja durchaus nichts gegen ein paar Muskeln hätte… Auch nicht toll. Beides schwierig, fürchte ich und jeweils für das andere Extrem schwierig realistisch vorstellbar…

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  13. Schwer zu sagen. Ich habe solche Menschen wie im Comic kennen gelernt, aber das sind nicht die, die leidend vor einem Teller sitzen, weil sie wissen, dass sie essen MÜSSEN, obwohl sie nicht wollen, sondern solche, die ihren fehlenden Appetit genüsslich beschrieben haben, und zwar ausgerechnet dann, wenn man jemand anderes von einer Diät berichtete und darüber, wie schwer sie ihm fällt. Von daher kann ich über den Comic lachen, während sich gleichzeitig mein Mitleid ziemlich in Grenzen hält ^^

    Ich denke, das ist auch ein bisschen Sache der körperlichen Konstitution. Es ist für mich als kleine Frau relativ leicht, auf genug Kalorien zu kommen, ohne ins Untergewicht zu rutschen. Das fiel mir während einer Vergiftung durch verschmutztes Wasser auf… irgendwas musste ich an dem Tag trotzdem essen und entschied mich für trockene Kekse (weil Zwieback nicht verfügbar war). Blick auf die Kalorien: Aha, wenn ich jetzt die ganze Packung esse, bin ich schon fast an meinem Tagesbedarf. Supi, ich nehme nicht mal ab, wenn ich krank bin, ohne darauf achten zu müssen…

    Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, wie sich so etwas anfühlen muss.

    Inzwischen habe ich allerdings gemerkt, dass ich wohl wirklich null Probleme hätte weiter abzunehmen und mein Gewicht zu halten, wenn ich wirklich nur nach Hunger essen würde. Vor einigen Tagen aß ich gegen meine Gewohnheit relativ früh eine Scheibe Toast mit Senf und Schinken – das hielt mich den kompletten Tag satt. Ich habe sehr spät dann noch was gegessen, aber nicht weil ich musste, sondern weil es halt geplant gewesen war. Ich denke, da bin ich inzwischen gut trainiert, aber Hunger ist nun mal leider nicht dasselbe wie Appetit.

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  14. Ich, nein, WIR sind ja schizophren
    Wir sind beide in mir. Bei und nach der Arbeit vergesse ich einfach, zu essen. Leider vergesse ich meist auch zu trinken. Beides fällt mir

    SCHOKOLADE!!!!!!
    (Der Blick geht zu den fünf 300g-Tafeln auf dem Küchenschrank)

    dann auf dem Heimweg auf, da hab ich dann aber nie Zeit für so unwichtige Dinge.
    Und dann, wenn wir dann anfangen zu kochen

    LILA

    brauche ich dann all meine Körperbeherrschung um mir nicht während des Kochens ein Stück (niedlich, was die Autokorrektur aus Tafel macht) NUSS NOUGAT einzuwerfen.

    Und wäre ich nicht sieben Meter davon entfernt……

    Na gut, nur ein Streifen…..

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  15. Rorror

    Ich bin untergewichtig und vergesse häufiger mal, was zu essen. Aber es ist nicht so, dass mir das Essen keinen Spaß macht, nur dass ich halt nicht immer dran denke und bereits mit wenig glücklich sein kann. (Manchmal esse ich allerdings eine Familienpizza alleine und habe noch Hunger.) Insgesamt bin ich damit recht glücklich, denn das mit dem nach dem Essen noch hungrig sein macht eher wenig Spaß.

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  16. Nö, persönlich mag ich mit so Leuten, die von Natur aus nur sehr, sehr wenig Appetit haben, lieber nicht tauschen. 🙂 Ich glaube, so Kommentare wie „Du knabberst wie ein Mäuschen“ usw. sind mindestens genauso nervig wie „Du haust ja echt rein für ne Frau“ o.Ä.

    Ich habe meiner Beobachtung nach die letzten Jahre nicht aufgrund von einer übersteigerten „Essensliebe“ o.Ä. zuviel gegessen, sondern fast ausschließlich aus Langeweile oder Stress. Wenn mir das strikte Kalorienzählen die letzten 2 Monate was gezeigt hat, dann dass ich eigentlich normal bis wenig echten Hunger habe.

    Denn jetzt, wo ich seit 8 Wochen aufgehört habe, einfach Sachen aufzuessen, weil sie halt da sind, oder weil ich aus Langeweile heraus in der Küche stehe, oder weil ich ein bisschen überfordert bin vor der Arbeit/Uni, habe ich gemerkt, dass ich eigentlich garnicht standig Hunger/Appetit habe. Ich brauche nicht mal zwingend eine warme Mahlzeit am Tag. Ich brauche auch keine ganzen Tafel Schokolade. Als ich letzte Woche intensiv an meiner Seminararbeit für einen Unikurs gearbeitet habe, hab ich sogar zu meiner völligen Überraschung zweimal „aus Versehen“ nur 600 kcal gegessen (plane mit 1400 kcal/Tag) und hab dann nur aufgrund der Proteine ’ne Packung pure Hühnchenbrust gegessen, nicht weil ich so richtig Hunger hatte (war an dem Tag auch Krafttraining machen).

    Sprich: Ich habe eigentlich einen normalen Appetit und ein normales Hungergefühl und hätte ich mich einfach mal dran gehalten, dann wär ich jetzt wahrscheinlich garnicht so dick. Ich hab zwar an manchen Tagen natürlich trotzdem Bock auf Döner oder Ofenkäse oder Schokolade, aber garnicht so übertrieben, wie es mir früher immer vorkam. Eher so, dass man es gut einplanen kann. Ich habe wirklich meistens einfach aus Langeweile (oder Prokrastionations-Langweile xD) gegessen. Da das jetzt nicht mehr geht, weil es schlicht nicht ins Budget passt, vermisse ich es zu meiner wirklich kompletten Überraschung garnicht. Jetzt, mit ein bisschen Abstand, erinnere ich mich nämlich auch an viele Momente, in denen ich das „richtige“ Hauptessen am Abend mit meinem Freund garnicht genießen konnte, weil ich vorher schon sinnlos Naschkram oder Semmeln zwischendurch gesnackt hatte. Am Ende war mir dann sogar voll oft schlecht, aber weil mir Zusammensitzen mit meinem Schatz wichtig ist, habe ich doch noch weiter mitgegessen…

    Irgendwie schweif ich ab und schreib hier eine fette Wall of Text, aber dein Buch ist voll schlimm in dem Sinne, dass man plötzlich ständig anfängt über Essen und sein Essverhalten zu grübeln… 😀

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  17. Ich gehöre definitiv zu den latenten Überessern- weshalb ich ohne Kalorienzählen immer total überfordert war. Nach einer Diät habe ich einfach wieder so gegessen wie vorher, und schwupps… waren alle Kilos wieder da. Jetzt habe ich zum ersten Mal ein Instrument, um zu überprüfen, was ich da mache- und muss sagen: es ist mir so auch deutlich lieber. Ich fände es nicht erstrebenswert, mehr essen zu müssen, als ich will, und das womöglich dauernd. Mit dem Einschränken komme ich hingegen ganz gut zurecht, zumal ich bei besonderen Gelegenheiten auch schon aufs Frühstück verzichtet habe, um abends etwas mehr essen zu können.

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  18. Barbarella

    Interessanter Gedankenanstoß..
    Ehrlich gesagt kann ich im Moment wirklich gar nicht nachfühlen, was essen zu müssen und gar nicht zu wollen, nen regelrechten Ekel zu haben. Viellicht auch, weil ich derzeit durch Unverträglichkeiten bedingt eh nur nach „darf ich nicht“ – „das da könnte gehen“ Lebensmitteln leben muß. Naja – oder zumindest gemerkt habe, dass es mir tatsächlich besser geht, wenn ich mich dran halte. Interessanterweise lässt auch der Jieper nach, wenn manches einfach komplett gestrichen ist. zB nach Schokolaaade … Fand ich gerade total lustig, dass manche geschrieben haben, dass sie schon vom Comic Gelüste bekommen. Da bin cih grad gar nicht drauf geeicht. Und vor zwei Monaten kam ich kaum an einem Kiosk vorei, ohne Milky Way, Mars, … Gelüste zu bekommen. Okay – am Kiosk kauf ich heute Caramac. Und wehe jemadn sagt jetzt, das geht auch nicht! Ist derzeit das einzige, was ich mir neben Gummibärchen und glutenfreien Keksen zugestehe.. 😉

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  19. IULIUS

    Gerade gefunden:
    Die meisten Menschen essen zuviel. Von einem viertel dessen was sie verzehren, leben sie, von den restlichen drei vierteln leben die Ärzte.
    Ägyptisches Papyrus vor ca 5700 Jahren

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  20. Veranlagung ist das eine, aber Appetit wird auch über Hormone gesteuert. Kenne mittlerweile mehrere Frauen, die vom einen Ende der Skala auf das andere gerutscht sind, weil sie ein hormonelles Verhütungsmittel gewechselt oder abgesetzt haben – was teilweise geradezu zu Identitätskrisen führte. Östrogene machen wohl Hunger 😀

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  21. pufaxx

    … mein erster Gedanke war … „Nougat?!“ Es gibt doch so geile Schokolade. Die Bitterschokolade mit kandierten Orangenstückchen drin. Und dazu ein Gläschen Grand Marnier. Okay, Nougat ist schon in Ordnung. Aber ich persönlich mag pikant/herzhaft lieber als süß. Und wenn süß, dann nicht so dolle süß. Und ne herbe Komponente muss dabei sein. Und es muss knuspern. So n weicher Kram wie Nougat … pff … da denke ich dann eher an den Staub in der Schublade als an die Schokolade in der Schublade.

    Ansonsten Konsens: „Mehr essen müssen, als ich möchte“ ist wahrscheinlich sehr viel anstrengender, als „Weniger essen dürfen, als ich möchte“. Bei letzterem kann man sich ablenken, einen Ausgleich betreiben (Sport oder so), bis hin zur „Suchtverlagerung“ – bei ersterem bleibt einem nichts anderes übrig, als sich zu überwinden.

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  22. Bei mir als „Naturschlanke“ ist es so, dass ich dank eines grippalen Infekts und Stress (Umzug meines Freundes) bei 49 kg bei einer Körpergröße von 1,70 m gelandet war. Mein Hungergefühl verdünnisiert sich ja schon bei Stress ziemlich flott, aber aufgrund des grippalen Infekts mit anschließender Durchfallerkrankung ist es aktuell noch immer weniger als normal, also war es alles in allem noch krasser. Als Kind im Vorschulalter hatte mir mein Kinderarzt deshalb ab und zu eklig schmeckenden „Appetitanreger“ verschrieben, aber ich glaub das hat nix gebracht, sonst hätte er mir das vermutlich öfters verschrieben (naja, andere Variante: Das Mittel enthielt Alkohol und deshalb durfte es dann nach dem Ende der DDR nicht mehr Kindern verschrieben werden).
    Wie auch immer: Kann man überhaupt zum Arzt gehen und sagen: „Hier, mein BMI ist verdammt niedrig, kannst du mir Hunger-Hormone verschreiben, bis ich wieder einen BMI von 18,5 habe?“ Denn ich habe festgestellt, dass ein morgendlicher 1000-kcal-Porridge auf Dauer keine Lösung ist, weil ich dann danach so träge und schläfrig werde. Was im Alltag leider voll unpraktisch ist…

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      1. Jeden Morgen Porridge. Und ich muss mich wohl damit abfinden, essen nach „Fahrplan“ zu müssen. Oder wenigstens einmal pro Jahr eine „Mastkur“ mit morgendlichem 1000-kcal-Porridge machen zu müssen. Alles zwar etwas aufwändig, aber irgendeine Methode wird vielleicht schon funktionieren. Ich probiere jetzt solange rum, bis das klappt!
        Nur auf Süßwaren alleine zu setzen möchte ich auch nicht. Außerdem mampfe ich ja auch Süßigkeiten. Ich hatte heute schon zwei Riegel Kinder-Schokolade!
        Echt schade, das mit dem krank werden: ich hatte Anfang Februar schon fast 53 kg zusammen.

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      2. „Ich hatte heute schon zwei Riegel Kinder-Schokolade!“

        Siehst du, bei mir wäre das „Hah! Ich habe nur zwei Riegel Kinderschokolade gegessen anstelle der kompletten Packung.“^^

        Was ist mit Nüssen? So ziemlich das Kalorienreichste, was es gibt, und super einfach nebenbei zu essen.

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      3. Oh, Walnüsse sind hab ich in den Porridge natürlich auch reingeschüttet, aber geschmacklich sowie von der Konsistenz finde ich die leider auch nicht so geil. Im Porridge geht’s, darin kann ich einiges „verstecken“, was ich sonst so nicht alleine essen würde. Meine Lieblingsgerichte sind ansonsten Nudeln mit Tomatensauce, belegte Mischbrote (gern frisch und mit Prosciutto drauf), Linseneintopf (Sachen mit Linsen generell), Chili con Carne (oder con Tofu), zu einem leckeren Salat mit viel Gemüse (Tomaten und Paprika sind ein Muss!), frisches Sauerkraut mag ich auch, als Obst mag ich gern Erdbeeren (am liebsten Mieze Schindler, aber die im Laden zu finden ist echt ein 6er im Lotto, deshalb gab es bei mir in den letzten Jahren leiderimmer weniger davon), und Porridge finde ich eben auch nicht schlecht. Süßigkeiten finde ich eigentlich weniger spannend, eine Ausnahme gibt es allerdings: als vor einigen Jahren Bubble Tea angesagt war, konnte ich selten widerstehen, an derartigen Läden vorbeizugehen falls ich mal eine Bahn verpasst hatte. Voll schade, dass die alle eingegangen sind. Ich fand das Zeug voll lecker und auch aufgrund der Bobas sehr spannend, außerdem fanden alle meine Freunde Bubble Tea voll widerlich und hielten mich damals für relativ pervers diesbezüglich…

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      4. Interessant bei deiner Aufzählung ist, dass du fast nur Dinge erwähnst, die an sich relativ kalorienarm sind und satt machen (außer den Nudeln). Das wird einer der Gründe sein, warum dir zunehmen schwer fällt. Wie andere schon schrieben, morgens auf dem Weg zur Arbeit ein Croissant vom Bäcker (oder zwei Spritzkuchen, die sind fett und machen quasi nicht satt), einen Cafe to go mit vollfetter aufgeschäumter Milch, und zack, sind die 1000 kcal drin, ohne dass du einen Porridgebauch mit dir rumschleppt. Allerdings ist es, das muss man eingestehen, weitaus weniger gesund als der Porridge.

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    1. pufaxx

      Poah – Morgens schon 1.000 kcal als Porridge?

      1.000 kcal allerdings kriegt man viel einfacher in sich rein. Zwei Snickers und man hat die. Oder ein Snickers, ne große Tasse Kaffee mit viel aufgeschäumter Milch und Zucker, auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn einen Joghurt-Drink …

      … finde ich sehr viel einfacher, wenn’s wirklich darum geht, zuzunehmen.

      Für mich ist das Stichwort „Achtsamkeit“ wichtig. Sich ab und zu mal dessen bewusst werden, DASS man gerade etwas tut und WAS man gerade tut. Und wie man sich dabei fühlt.

      Erkenntnis: Bei Stress verliere ich die Kontrolle.

      Wenn da ne Tüte saure Gummi-Tier-Bär-Dingsens rumfliegt, wird die leer. Noch gefährlicher sind Nüsse. So Zeug inhaliere ich quasi unterbewusst ganz nebenbei und ohne Sättigungsgefühl. Hoppla! Und weg! Mit Glück kommt mir nach ner Tüte Fruchtgummis grad noch so der Gedanke „Verflixt! Soundsoviel Gramm Gelatine gefressen. Morgen früh kacke ich wahrscheinlich Flummis“. Nach ner Packung Erdnüsse sind die Gedanken etwas unangenehmer.

      Wenn da nix rumlfliegt, komme ich aber auch durchaus erst nach 10 Stunden auf die Idee, dass ich eventuell mal was essen sollte. Oder was trinken. Und ich merke das erst, wenn mein Magen so putzige Geräusche à la „Urlp, urlp, urlp, urlp, mmm-rr-uurrlp?“ macht. Oder bei so diesem stechenden Gefühl im Oberbauch „Piiiek! Fütter mich! JETZT!“

      Und wenn ich dann was esse, muss ich mich trotzdem wirklich immer wieder zur „Ordnung“ rufen, damit ich beim Essen nicht gleichzeitig Mails checke oder dies und das und jenes mache. Denn wenn ich nicht wirklich bewusst Esse und alle anderen Reize „aussperre“, stimmt bei mir die Menge schlichtweg nie.

      Dabei sind jedoch „zuviel“ und „zuwenig“ etwa gleich wahrscheinlich.

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      1. Ah, dann ist es bei dir wohl umgekehrt. Bei Stress purzeln bei mir die Pfunde. Nur mit Süßwaren ist das eben schwierig. Zum einen irre ich da vielleicht Gefahr, „skinny fat“ zu werden (ist ja auch nicht so gesund), und zum anderen muss ich auch an meine Verdauung denken, damit ich genügend Ballaststoffe bekomme. Ich neige nämlich zur Verstopfung und Bauchgrummeln und habe deshalb die Erfahrung gemacht, dass Essen, welches ich mir selbst aus hauptsächlich wenig verarbeiteten Produkten mache, oft besser für meine Darmtätigkeit ist.

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      2. Mona

        Snickers wiegen doch keine 100 g, sondern 50 g.
        Dann muss man schon 4 Stück essen für 1000 kcal.

        Ich hätte auch kein Problem 8 Stück an einem Tag zu essen, wie eine Sucht. Ist nur doof, dass die Ernährung so einseitig ist.

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    2. Wie ist es denn mit Trockenfrüchten? Gesund, verdauungsfördernd und haufenweise Kalorien ^^ Ich bin ein totaler Dattelfan, aber verzichte weitgehend drauf, weil sie einfach zu mächtig sind.

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  23. Ich konnte über den Comic lachen. Selbst gehöre ich eher zur Spezies „vergessen zu essen“ und ich bin schlank, im unteren (mit Puffer*) Normalgewichtsbereich. Das Ding ist, ich neige dazu, einen Tunnelblick zu bekommen, wenn ich mich etwas Spannendem beschäftige oder auch einfach nur viel zu tun habe. Dann sind auf einmal ein paar Stunden (oder tatsächlich fast ein Tag) weg, ich bin fertig und stelle fest „oh. HUNGER.“ und esse auch was, aber eben nicht so viel auf einmal, dass ich die vergessenen Mahlzeiten einholen könnte. Im Schnitt mittelt sich das aber aus; es gibt auch Tage, an denen ich dann viel esse, vor allem aus Prokrastinationsgründen („Anfangen? …nnnnrhg….ich muss BESTIMMT was essen, also so ein Brot sollte jetzt sein, auch wenn das letzte erst 10 Minuten her ist.“ – dann folgt die ess und surf-Kombi, das Essen endet, das surfen geht noch ein paar Minuten weiter …bis mir wieder auffällt, dass ein Brot doch sicher geht..:D). Aber das ist dank Wegfall von Prüfungen eher selten geworden und im Schnitt esse ich, bis auf die Tunnelblicktage relativ normal und an Tagen nach dem „Vergessen“ meist ein bißchen mehr. Ich denke, ich fahre auch gut damit, das einfach zu akzeptieren.

    Allerdings habe ich auch erst Dein Buch gebraucht, um da hin zu kommen. Ich dachte immer, dass ich ungesund esse, wenn ich einfach dann esse, wenn Hunger da ist. Frühstücken hängt bei mir von der Uhrzeit und dem Tagesvorhaben ab. Tendenziell ess ich früh nicht gern, eher ab Mittags, dann halt bis Abends relativ spät, oft auch Nachts, weil ich eher eine Eule bin. Und immer hatte ich ein kleines Stimmchen in mir, das die kollektiven Besorgnisausdrücke jeglicher Esskommentatoren gechannelt hat: „Der Mensch braucht mindestens drei Mahlzeiten am Tag! Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit! Morgens wie ein Kaiser, Mittags wie ein König und Abends wie ein Bettelmann! Abends soll man keine großen Mahlzeiten mehr verdrücken!“ Dadurch habe ich mich permanent gefühlt, als würde ich etwas falsch machen. Inzwischen, und da ist auch Dein Buch mit für verantwortlich, denke ich, dass es das Beste ist, einfach auf meinen Körper zu hören. Ich esse insgesamt relativ gesunde Dinge und zwar dann, wenn der Bedarf dafür da ist. Das sollte ok sein und ich sollte mich damit auch ok fühlen dürfen.

    Das übrigens, was Du mit der GallenOp geschrieben hast, ist für mich ein ganz anderes Spektrum der Ess-unlust. Wenn ich in meinem Megaflow bin, ist das nicht-essen neutral; es steht einfach nicht zur Debatte, liegt nicht auf dem Radar. Wenn mich jemand dann anpoked und was zu Essen hinstellt, ess ich es bei Hunger aber gerne. Ich genieße Essen. Die Ess-Unlust und der Ekel vorm Essen ist etwas ganz anderes – das habe ich leider auch schon erleben „dürfen“ als ich unter jahrelangen Nebenwirkungen der Pille litt. Damals hatte ich zwar Hunger empfinden können, aber sobald ich etwas aß, wurde mir übel und ich hatte einen totalen Ekel vor dem Lebensmittel, bis ich mich irgendwann nicht mehr getraut habe, zu essen. Als ich das Medikament nicht mehr nahm, war der Spuk schlagartig vorbei (hat nur leider ein paar Jahre gedauert und ist auch nur zufällig so gekommen) und ich konnte innerhalb von ein paar Tagen wieder normal essen. Dieses Ekel-Ding ist tatsächlich etwas, was ich niemandem wünsche. Das „Essen vergessen“ hingegen ist meine Normalität, auch wenn ich Essen liebe und genieße, daher würde ich es auch nicht tauschen wollen – zumal es ja auch nicht schädlich zu sein scheint.

    *mhhh, Puffer.

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  24. maludrago

    Ich hab mal für eine Frau mit Chorea Huntington als persönliche Assistentin gearbeitet. Durch die vielen ungewollten Bewegungen haben solche Patient*Innen ja einen sehr hohen Energieverbrauch. Sie wurde durch eine Sonde ernährt und zusätzlich haben wir für sie auch noch gekocht, was dann alles ziemlich püriert wurde, weil sie nicht mehr gut im Kauen war. Das war aber hauptsächlich für den Geschmack und damit sie noch ein bisschen mehr reinbekam. Meine Kollegin hat mich angewiesen, dass wir auch noch Sahne in alles kippen, Vollfett und Extra-Extra-Kalorienprodukte kaufen und eigentlich versuchen, alles in sie reinzubekommen, was geht. Einmal hat sie dann auch ihren Mageninhalt über mich entleert, weil es doch zu viel war (und ich zudem auch noch gerade eingearbeitet wurde). Zudem hat sie auch häufig meine Kollegin angemeckert, dass sie gar nicht essen will, hauptsächlich, weil sie Angst hatte, sich wegen der Atemprobleme daran zu verschlucken. Sie wurde ja eh über die Sonde ernährt. Nötig war das eigentlich nicht. Aber es kam immer „Für sie muss essen noch ein Erlebnis sein. Eine Erfahrung. Ich weiß, dass sie nicht essen will, aber solange sie es noch kann, soll sie es auch noch! Wegen der Muskulatur und des Geschmacks!“
    Seitdem denke ich da auch ziemlich anders drüber. Es ist unglaublich scheiße, jemanden mehr oder minder zum Essen zu zwingen und dieser Person dann auch noch Essen unterzujubeln. Wie scheiße muss es dann erst sein, Dinge zu essen, die man eigentlich nicht essen will? Ich arbeite da übrigens nicht mehr.

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  25. Fee Rena

    Ich kann nur von mir ausgehen, ich weiß nicht ob das andere auch so empfinden: Hunger ist Gewöhnungssache, ich werde immer pünktlich nach der Uhr hungrig. Ich hab mir ne Weile das Frühstücken abgewöhnt, anfangs hat sich der Magen gewehrt aber nach 1-2 Wochen ging es dann. (Zu der Zeit machte die Zeitersparnis für mich Sinn).
    Heutzutage esse ich nicht zu Mittag, auch wenn ich mir etwas mitnehme, ich denke einfach nicht an die Semmel in meiner Tasche. (Ich habe mich dieses Mal nicht „mit Gewalt“ umgewöhnt, es kam einfach so.) Ich habe kein Problem mit Untergewicht, der Appetit kommt Abends doppelt und dreifach… ABER ich habe gemerkt, wenn ich nach der Arbeit heimkomme und erst eine Stunde warte, anstatt sofort das Essen zuzubereiten, esse ich weniger, weil die Heisshungerzeit dann schon vorbei ist 🙂

    Vor einiger Zeit hatten wir eine sehr schlanke Praktikantin, die täglich 1-3 Malzeiten im Büro verzehrte. Gerne mit dem Hinweis: „Sorry, ich bin sooooo verfressen!“. Und sie hatte immer Kekse neben der Tastatur. Ein supernettes Mädel, aber DA bin ich neidisch geworden! 🙂

    Über den Comic muss ich nicht lachen, aber nur weil ich mich eher mit der oberen Aussage identifizieren kann. 😉

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  26. noxneurotica

    Uff ja, ich kenne auch so Leute, die einfach verdammt wenig Appetit haben, im Restaurant nie Nachtisch bestellen und selten zwischendurch essen. Ich hätte manchmal auch gern so ein deutliches und schnelles Sättigungsgefühl. Klar ist es mir lieber, mich etwas zügeln zu müssen, als am Essen kaum Spaß zu haben und es als Pflicht zu sehen, ich hatte früher öfter Magenschleimhautentzündung und konnte dann teilweise tagelang keinen Bisschen runterkriegen, das war eindeutig schlimmer als absichtlicher Verzicht. Aber etwas weniger Appetit würde mir schon gut tun – es gibt ja nicht nur Extreme; eine Freundin von mir hat gerade noch genug Appetit, um nicht untergewichtig zu werden, aber dennoch so wenig, dass sie mühelos sehr schlank bleibt. Manchmal habe ich Phasen, da bin ich zu beschäftigt, um an Essen zu denken, oder so motiviert in meinem Abnehmvorhaben, dass es mir leicht fällt, zu verzichten. Aber meistens folgen die Heißhungerattacken dann auf dem Fuße, oder man hat eben doch einen schwachen Moment. Mich als sehr kleine Frau werfen solche Eskapaden gleich im Kaloriendefizit Tage zurück, das ist schon mühsam. Gerade in sozialen Settings orientiert man sich ja automatisch irgendwie daran, was und wie viel andere essen, aber in meinem Umfeld ist jeder größer als oder männlich. Der Punkt ist: Zwang ist immer irgendwie unangenehm, egal in welche Richtung. Wenn man das Gefühl hat, zu ‚müssen‘ oder ’nicht zu dürfen‘, dann stellt sich eine automatische Abwehrreaktion ein, die genau das Gegenteil möchte. Mir hilft es dann oft, zu hinterfragen, ob ich jetzt wirklich Hunger oder einfach nur (unbegründete) Angst vor Genussfreiheit habe. Dann versuche ich daran zu denken, dass morgen auch noch ein Tag ist, und dass ich noch viele Gelegenheiten haben werde, lecker zu essen. Dieses ‚urge deferral‘ braucht halt viel Willenskraft, aber irgendwann wird es leichter.

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  27. Katrin

    Ich fand’s auch lustig. Schokolaaade (mit Nougat!) liegt bei uns auch noch im Schrank. Demnächst ist bestimmt mal wieder etwas Platz im Budget für ein Stückchen…
    Bei der Wahl zwischen zu wenig Appetit und zu viel würde ich mich allerdings auch für zu viel entscheiden – sich bewußt zu bremsen und einzuschränken ist zwar nicht toll, erscheint mir aber irgendwie sympathischer als sich Essen reinwürgen zu müssen, auf das man eigentlich keine Lust hat.

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  28. Fabian

    Essenstechnisch bin ich ein absoluter Genussmensch; ich esse gerne und auch gerne mal viel. Seitdem ich mein Zielgewicht erreicht habe und es schaffe 4-5 Mal die Woche Sport zu machen, um meinen KFA zu verringern und Muskeln aufzubauen, muss ich sogar (insbesondere an Arbeitstagen) darauf achten, dass ich genug Kalorien zu mir nehme. Es ginge bestimmt noch optimaler, aber im Wochendurchschnitt halte ich mein Gewicht recht gut.
    Was mich an dem Umstand freut ist, dass ich zwischendurch auch mal einfach ohne schlechtes Gewissen naschen kann, dass macht es zusätzlich auch leichter Motivation für den Sport zu finden 😉

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  29. Fede

    Ich gehöre auch zu der Spezies die schonmal das Essen vergisst und dann Nachts nicht schlafen kann, weil man im Bett dann plötzlich doch den Hunger bemerkt. Ich renne allerdings nicht durch die Gegend und binde das jedem auf die Nase. Im Gegenteil, ich hab lange versucht eher zu verheimlichen dass ich mitunter nicht so viel esse weil ein Heer von Klassenkameraden mir die ganze Zeit versucht hat einzureden ich sei Magersüchtig. Tatsächlich dürfte ich als Teenager die meiste Zeit untergewichtig gewesen sein, aber ich war halt schon immer sehr sehr dünn, genauso wie meine Schwester und genauso wie es mein Vater war (der ist deswegen sogar für untauglich erklärt worden). Während mir das in der Grundschule noch relativ egal war wurde das im Gymnasium dann doch langsam nervig und ich hab versucht mir gewicht anzufuttern, mit keinem Erfolg. Erst während der ersten sehr stressigen Semester bin ich dank ungesundem Mensaessen und fehlender Bewegung auf Normalgewicht gekommen.

    Mir hat essen übrigens immer Spaß gemacht. Ich mag aber kein völle-Gefühl und deshalb esse ich nur sehr selten weit über das Sättigungsgefühl hinaus. Ich hab das als Kind auch nie als dramatisch empfunden aber von allen Seiten wurde mir das entgegen gebracht. Mütter meiner Freundinnen haben mir erzählt dass ich jetzt mal richitg was zu essen bekäme (total dreist, als ob meine Mutter mich hätte hungern lassen) und auf der Klassenfahrt wurde kontrolliert ob ich nach dem Abendessen kotzen ging, nachdem erstaunt beobachtet wurde dass ich auch nicht weniger ass als andere.

    Da es meinem Freund sehr ähnlich erging können wir uns darüber gut austauschen und wir haben den Eindruck, dass es kaum jemaden gibt der mal jemand übergewichtigen auf sein Gewicht anspricht. Irgendwelche respektlosen Leute die das nur tun um jemanden zu beleidgen mal ausgenommen. Während scheinbar niemand ein Problem damit hat es jemand schlanken permanent um die Ohren zu hauen. Und so schön das ja auch ist schlank zu sein, mit 15 hätte ich echt gerne etwas mehr gewogen und dafür Brüste und Po in erkennbarer Form gehabt. Und ich glaube für meinen Freund war das noch schlimmer, als schmächtiger Mann wird man garnicht akzeptiert.

    Es ist auch nicht grade toll wenn einem ständig der Kreislauf abschmiert, weshalb ich mit 11 aus medizinischen Gründen morgens Kaffee trinken und 2 Scheiben Brot essen musste.

    Mitlerer Weile bin ich glücklich mit meinem Gewicht, was wohl nicht so viele sagen können, also ist das quasi doppelt toll. Und eigentlich wäre es ja auch garnicht so schlimm gewesen mit dem dünn sein, wenn man damit einfach in Ruhe gelassen woren wäre. Da ich Asthma und Neurodermitis habe bin ich übrigens als Kind durch diverse Arztpraxen geschleust worden und keiner von denen fand mein Gewicht je problematisch, daher denke ich, dass es nicht so schlimm war.

    Ich würde mir einfach wünschen dass es normal wird Sorgen bzgl. des Gewichts oder genrell der Gesundheit anzusprechen aber eben auch eine Person nicht übermäßig damit zu belästigen. Auch wenn man der Meinung ist im Recht zu sein, indem man jemandem ständig damit in den Ohren liegt erreicht man eher eine Verweigerungshaltung bei der Person.

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    1. „Mir hat essen übrigens immer Spaß gemacht. Ich mag aber kein völle-Gefühl und deshalb esse ich nur sehr selten weit über das Sättigungsgefühl hinaus“

      Geht mir auch so.

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  30. also, ich kenne einige „Naturschlanke“ (mich eingeschlossen), die niemals einen ganzen Tag nicht essen könnten. Denn offenbar verbrennen die (und ich) alles, was sie essen, relativ schnell – wenn ich einen ganzen Tag nichts äße, würde ich umfallen. Schlicht und ergreifend.

    Den Spruch “Dein Problem hätte ich gerne!” kenn ich aber auch. Dann aber tatsächlich aus den Momenten, wo es mir nicht gut geht – sei es psychisch, dass mir etwas regelrecht „auf den Magen schlägt“, sei es vom Magen-Darm-Trakt her – und wo ich mich wirklich zum Essen zwingen muss, damit ich nicht (noch mehr) abnehme. DANN zu hören, diese Probleme hätte man doch gerne, ist wirklich ziemlich ätzend. Das heißt im Endeffekt: „Ach, du hast psychische / gesundheitliche Probleme? Ja und??? Sei mal froh, dass du dünn bist!“ Und da erkennt wohl jeder, dass das doof ist.

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  31. agi

    Meine Mutter hat mir mal eine chronische Gastritis gewünscht….
    Ich habe schon oft Gedanken an Essen als fiese innere Stimme erlebt (Bekennender Kohlehydratjunkie) und mir dabei gewünscht, dass es mich nur peripher tangieren würde.
    Am coolsten fänd ich es wohl, wenn ich Nahrung als das ansehen könnte, was es ist…. Treibstoff…und mehr nicht….ohne diese ganzen anstrengenden Gefühlsverbandelungen.
    Aber dann wärs ja auch leicht🤣

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