Gastbeitrag: Wie Kinder einen gesunden Umgang mit Essen lernen können

Ich werde gelegentlich mal von Eltern angeschrieben, die übergewichtige Kinder haben und sich Tipps erhoffen. Nun habe ich tatsächlich mal in einer Abnehmklinik für Kinder und Jugendliche gearbeitet, aber schnell festgestellt, dass mir die Arbeit mit Erwachsenen wesentlich mehr liegt als Erziehung. Umso besser, dass sich für heute Sarah als Erziehungsexpertin bereit erklärt hat, einen Gastbeitrag über Essenserziehung zu schreiben.

Hallo ihr lieben Eltern da draußen,

wenn ihr diesen Blogeintrag hier lest, habt ihr das Buch wahrscheinlich schon gelesen und nutzt es fleißig für euch. Oft ist es jedoch so, dass das, was für uns Erwachsene so toll klappt, für eure Kinder sehr schwer anzupassen ist. Ich kann ja kaum zu einem Kind sagen „Hör auf zu essen, du hast dein Kalorienlimit überschritten!“ Wie also bringe ich das an meine Kinder heran?

Ich bin 25 und habe 2014 meinen Bachelor in Kindheitspädagogik gemacht. Nun arbeite ich seit 2 Jahren im Kindergarten mit Kindern von 0 – 6. Nachdem mir in letzter Zeit immer mehr die Ernährung der Kinder heutzutage negativ auffällt, möchte ich euch in diesem Text ein paar hoffentlich hilfreiche Tipps an die Hand geben.

Ich habe im November in einen neuen Kindergarten gewechselt, der noch kein Ernährungs- oder Gesundheitsprogramm durchgeführt hat (außer einem „gesunden Frühstück“ einmal in der Woche, das vom Kindergarten gestellt wird), d.h. die Eltern dürfen ihren Kindern zum Essen mitgeben was sie möchten.

Ich zähle euch mal auf, was ich da Tag für Tag so in den Brotboxen finde:

  • Ein pink-glasierter Doughnut mit Zuckerperlen, 2 eingepackte Kinder-Gelbwürste, und eventuell noch ein Döschen mit Apfelschnitzen oder Trauben
  • Ein Sandwich mit 2 Scheiben weißem Toastbrot dick belegt mit Salami oder Leberwurst und als Beigabe manchmal ein Kinder Pingui
  • Ein Wecken mit Nutella, portioniert eingepackter Kinderkäse oder wahlweise Babybel und eine Mandarine
  • Ein Joghurt (meistens der mit der Ecke in der Kinder-Version), portionierter Käse oder Gelbwurst, und ein Toastbrot

So sieht das bei etwa 50% der Kinder jeden Tag aus! Wenn man es bei den Eltern ins Gespräch bringt, heißt es „Das Kind isst sonst nichts“ oder „Ich hatte keine Zeit“. Ich will hier definitiv keine Eltern verurteilen und auch keinen Shitstorm lostreten, aber jeder kann sich vorstellen, dass Kinder die Sachen gerne essen, die sie von Anfang an und oft zur Verfügung hatten. Ich habe selber keine Kinder, arbeite aber mit ihnen und kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass selbst die schleckigsten Kinder sich auf das Vollkornbrot sowie Gemüse vom „gesunden Frühstück“ einlassen, die Meisten stürzen sich regelrecht darauf! Wenn Eltern gesunde Ernährung konsequent praktizieren und auch vorleben, gewöhnen sich Kinder an ganz andere Nahrungsmittel und es ist dann nicht so schwer, eine gesunde Brotbox zu packen, die auch leer wieder zurückkommt.

Die andere Seite der Medaille hingegen habe ich als Kind zu Hause erlebt. Ich komme aus einem sehr strengen und kontrollierenden Elternhaus. Meine Mutter blieb für die Kindererziehung zu Hause, dementsprechend war das Budget eingeschränkt. Zum Frühstück gab es Toastbrot mit süßem Belag oder Müsli, als Vesper Brot mit Käse oder Wurst. Mittags hat meine Mutter gekocht. Zum Nachmittag gab es Obst oder Kekse in kontrollierten Mengen und zum Abendessen wieder Brot mit Wurst oder Käse und dazu Gemüse (Gurke, Tomaten, Radieschen). Essen außerhalb der Essenszeiten oder außerhalb des Esszimmers war tabu. Außer zum Nachmittag gab es praktisch keine Süßigkeiten und alles in von meinen Eltern kontrollierten Mengen. Eigentlich ideale Bedingungen, oder? Ich hatte immer Idealgewicht, einen BMI von ca. 21 und war zufrieden.

Was passierte allerdings außerhalb der Kontrolle meiner Eltern? Ich habe mir von meinem Taschengeld Packungen von möglichst schokoladenhaltigen Süßigkeiten gekauft, selbige nach Hause geschmuggelt und heimlich verputzt! Seit ich dann mit 18 immer weniger Zeit zu Hause verbrachte und mit 21 schließlich auszog, habe ich alles was ich in die Finger bekam, gegessen. Vor allem Schokolade und Fast Food. Ich war zu allem Unglück auch noch ein emotionaler Esser und habe, vor allem während des Studiums, ohne darüber nachzudenken alles in mich hinein gefressen. Prompt habe ich innerhalb von etwa 7 Jahren 30 Kilo zugenommen, auf einen BMI von 34, Adipositas Grad I, bis ich nun mit 25 auf „Fettlogik überwinden“ gestoßen bin.

Was ist also die Lösung, wenn bei der Ernährung sowohl Laissez-faire als auch strenge Kontrolle nicht den gewünschten Effekt bringen, nämlich ein kompetentes Kind, das verantwortungsvoll mit seiner Ernährung umgeht? Hier muss ein Mittelweg gefunden werden, der den Kindern Eigenverantwortung und ein gewisses Maß an Selbstdisziplin beibringt.

Doch wie bringe ich meinen Kindern das nahe? Ein einfaches Beispiel hierfür ist die Budgetierung. Die Eltern verwalten die Menge an Süßigkeiten, die das Kind innerhalb eines bestimmten Zeitraums, meist einer Woche, essen darf. Diese Menge wird dann frei zur Verfügung gestellt, und die Kinder können selber entscheiden, wann und wie viel sie essen. Wenn das Kind die komplette Ration am ersten Tag aufisst (Bauchschmerzen inbegriffen), gibt es den Rest der Woche nichts mehr, bis es nächste Woche das neue Budget gibt. Das ist sehr gut vergleichbar mit dem wöchentlichen oder monatlichen Taschengeld. Wichtig ist aber, dass man sehr konsequent ist und es vor der nächsten Woche auch wirklich nichts mehr zusätzlich gibt!

Die meisten Kinder lernen so recht schnell, sich ihre Ration einzuteilen und sich auch etwas für den Schluss aufzuheben. Vor allem für jüngere Kinder kann das sehr gut funktionieren, vor allem wenn man den Zeitrahmen visualisiert und ihnen am Anfang beim Einteilen hilft (z.B. habe ich sieben Päckchen Gummibärchen und sieben Tage, also hätte ich jeden Tag ein Päckchen). Ob sie sich daran halten wollen, dürfen sie dann aber natürlich selber entscheiden.

Wenn eure Kids sehr große Probleme haben, auf Süßigkeiten oder den Nachtisch zu verzichten, ist oft ein Punkteplan sehr hilfreich. Wenn das Kind freiwillig auf den süßen Joghurt verzichtet, oder freiwillig den Schokoriegel durch ein Stück Obst ersetzt, bekommt es einen Punkt oder Sticker auf seinen Punkteplan. Bei einer vorher vereinbarten Anzahl von Punkten darf sich das Kind etwas gönnen, z.B. ein neues Spielzeug, einen Ausflug oder ähnliches. Wichtig hierbei ist, dass das alles freiwillig geschieht, und ihr das Kind nicht „zu seinem Glück zwingt“. Das Kind muss sich selber bewusst werden, dass ihm die Belohnung wichtiger ist! Und wenn der Schokoriegel eben doch mal verlockender ist, gibt es keine Bestrafung, sondern die Belohnung muss einfach noch länger warten.

Ein übergewichtiges Kindergarten-Kind mit dem ich gearbeitet habe, hatte so einen Punkteplan. Das Kind bekam einen Sticker, wenn es auf den Nachtisch verzichtet hat oder nur eine normale Portion vom Mittagessen hatte (vorher hatte sich dieses Kind 4 bis 5mal nachgeholt). Dieser Plan hat so gut funktioniert, dass schließlich alle anderen Kinder auch einen Sticker wollten, wenn sie keinen Nachtisch hatten. Letztendlich mussten wir auf Handstempel ausweichen, da uns die Sticker ausgingen.

Ich will hier im Übrigen kein Statement gegen den Genuss stellen, denn ein Eis zu einer besonderen Gelegenheit oder der Süßigkeiten-Teller zu Weihnachten sind für Kinder einfach etwas ganz Tolles, so lange sie auch wirklich etwas Besonderes sind! Wenn es aber jeden Tag Süßes gibt, verlernen sie ganz schnell das Genießen, und das wäre ja schade. Meine Tipps beziehen sich daher nur auf die alltägliche Ernährung.

Wer sich jetzt sagt, das ist ja ein alter Hut, der darf sich glücklich schätzen! Viele Eltern heutzutage haben damit große Schwierigkeiten. Ihnen ist es wichtiger dass ihre Kinder für den Moment glücklich, ruhig und zufrieden sind.

Es sollte trotzdem sinnvolle Grenzen und Regeln geben, zum Beispiel, dass es Süßigkeiten erst nachmittags und abends gibt, oder was euch für eure Familiensituation als sinnvoll erscheint. Versucht einfach, euren Kindern einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Essen beizubringen, ohne sie zu sehr einzuschränken oder ihnen zu viele Freiheiten zu lassen. Bringt ihnen die Lust am Genuss bei (Wettbewerb: Wer braucht am längsten für einen Kinderriegel?) und zeigt ihnen, dass sie nur essen müssen, wenn sie auch wirklich hungrig sind! Sie werden es euch danken. So genannte „Naturschlanke“ oder „genetisch Dicke“ sind oft auch ein Produkt ihrer Erziehung (auch wenn es natürlich noch viele andere beeinflussende Faktoren gibt).

74 Gedanken zu “Gastbeitrag: Wie Kinder einen gesunden Umgang mit Essen lernen können

  1. Großartiger Beitrag. Ich habe zwar keine Kinder (noch nicht), aber es klingt sehr logisch und fundiert. So stelle ich mir die Erziehung der zukünftigen Kinder auch vor und hoffe sehr, dass mir die Realität da keinen Strich durch die Pläne macht. Dankeschön!

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  2. yannaba

    Hm. Also ich habe da in der Kita/Schule eher das absolute Gegenteil erlebt. Dazu muss ich sagen, dass mein Sohn immer schon an der unteren Grenze des Normalgewichts war und von vielen als zu dünn angesehen wird. Trotzdem wurde ich in der Kita regelmäßig von den Erzieherinnen angemacht, weil mein Sohn ein Nutellabrot (übrigens Vollkorn) oder Erdnussbutterbrot mit Obst und Gemüse mitbekommen hat. Das Toastbrot mit dick Salami von den anderen Kindern war aber OK – Hauptsache keine Nutella. Sorry, das finde ich Schwachsinn. Und ein Vater, der es mal gewagt hat, dem Kind eine Milchschnitte einzupacken (die Mutter, die sonst die Brotdose gepackt hat war im Krankenhaus) ist auf dem Elternabend quasi öffentlich an den Pranger gestellt worden. Außerdem wurden die Kinder mal befragt, was denn die Eltern so essen, und das wurde dann auf einem großen Plakat an die Wand gehängt! Da stand bei mir mit Pizza und Hühnerfrikassee noch das harmloseste (wobei natürlich nicht erwähnt wurde, dass beides selbstgemacht wird, und keine TK-Ware ist). Bei den meisten stand was von Gummibärchen und Schokolade. Wie peinlich…
    Auch in der Schule ist das besagte Nutellabrot so oft von den Lehrern angeprangert worden, dass mein Sohn jetzt gar nichts mehr isst. Nur noch Gurkenscheiben und Möhre. Weil er sonst Ärger bekommt und Wurst und Käse nicht mag. Wenn Eltern es wagen, mal statt Wasser Apfelschorle in die Trinkflaschen zu füllen, gibt es auf dem Elternabend auch gleich wieder Vorträge. Ehrlich: ich finde das geht zu weit.
    Und was mir übrigens auch immer auffällt (was zu der Theorie vom restriktiven Elternhaus aber doch gut passt): die Kinder, die besonders strenge und dogmatische Eltern haben, fressen sich bei uns immer voll, dass sie platzen – während mein Sohn die Schokolade und Mozartkugeln, die die Omi mal wieder mitgebracht hat, manchmal wochenlang liegen lässt. Ein Junge hat sogar mal die Würfelzucker aus der Zuckerdose aufgegessen….

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    1. SK

      Beste Antwort!

      Eben, es hat Grenzen. Sind die Kinder gesund, sehe ich da weniger Probleme. Logo, sollen die gesunde Sachen essen, aber wenn man dem Kind nen Muesliriegel mitgibt? Das ist nun wirklich ne Diskussion die nach Hinten los gehen kann ( siehe das Nutellabrot von deinem Sohn der jetzt Gurken nagt).

      Man kann das eigentlich sogar auf Katzen übertragen. Was durfte ich mir nicht schon alles anhören weil das Tier nicht artgerecht ernährt wird. ES BEKOMMT WHISKAS. Das Nutellabrot unter den Katzenfuttersorten. Am besten Barft man heutzutage , das heisst nur rohes Fleisch (frisst sie nicht, nein wirklich nicht und mit Katzen kann man auch nicht reden , im Gegensatz zu Menschen).
      Wenn man sowas schon nicht füttert dann wenigstens das gute teure wo 500 Gramm 15 Euro kosten. Ja hallo wo sind wir denn? Ich esse bei Lidl also kann die Katze auch bei Lidl essen.Ich gehe dafür nicht ins Feinkost Geschäft. ABER DA IST ZUCKER drin!! Ja und wenn sie alt und fett wird,bekommt sie halt was anderes. DAS IST TIERQUÄLEREI und VERANTWORTUNGSLOS du solltest keine KATZE HABEN! (Man kann das Wort Katze übrigens super durch Kind/Hund/Ehemann/Freunde ersetzen.)

      Nein, ist es nicht. Quälerei ist hungern lassen. Quälerei ist wenn der arme Junge sein Nutellabrot nicht essen darf. Wenn man keine Wurst mag und Vl. auch keinen Käse (wobei der hat ja FETT =O) dann siehts auf dem Brot halt leer aus. Gesunde Ernährung ist und bleibt Luxus. Crapfood (ausser das vom goldenen M) kostet eben oft weniger, als frische Tomaten. Wenn das Kind jetzt nur gesunde Sachen essen soll den ganzen Tag, dann muss man sich das auch leisten können. Am besten ist natürlich selbstgebackenes Brot (ich backe gerne selber) aber das kostet auch ZEIT. Die Welt ist nicht perfekt und Eltern/Tierhalter sind auch nur Menschen. Sätze die anfangen mit „Ich hab keine Kinder, jedenfalls noch nicht ABER…“ es ist immer einfacher,wenn man nicht drin steckt. Eltern haben eine Verantwortung und sind sich dessen meistens auch bewusst. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber nur weil ich das Vollkornbrot fuer lecker und richtig halte, habe ich kein recht über den Geschmack und die Lebensweise anderer zu mäkeln. Was interessiert mich deren essen? (solange sie gesund sind)

      Liebe Grüße, alles etwas verworren geworden

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      1. Nina

        Sorry, aber das ist echt Quatsch. Crapfood ist NICHT günstiger als gesundes Essen. Tatsächlich kosten Süßigkeiten, Convenience und anderes Fertigfutter deutlich mehr, als wenn man die Sachen einfach frisch kocht.
        Und wenn es jetzt nicht gerade der 2-Stunden-Sonntagsbraten sein muss, kann man auch innerhalb einer halben Stunde etwas leckeres und gesundes kochen. (Und dafür vllt einfach ein paar Minuten weniger vorm Fernseher verbringen)
        Ich denke, es gibt immer überall einen Mittelweg. Gesundes Essen gibt es auch im lidl, es muss nicht der Feinkostladen sein. Und andersrum gibt es auch im Feinkostladen ungesundes Zeug. Man muss halt die richtigen Sachen kaufen.
        Das gilt sicher auch für Katzenfutter, ich möchte behaupten, es gibt auch Alternativen neben Katzenfutter mit Zucker, und welchem für 30 € das Kilo 😉
        Aber ich gebe natürlich vollkommen Recht, manche treiben eben das andere Extrem bis zur Perversion. Kein Kind wird gleich dick, nur weil es mal ein weißes Brötchen mit in den Kindergarten bringt

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      2. Mona

        Was habt ihr den gegen Weißbrot?
        Bevor ich nach Deutschland kam, wusste ich nicht mal, dass es dunkles Brot gibt oder Vollkornbrot usw. Leute in anderen Ländern überlegen auch mit ihrem Weißbrot und ohne Vollkornzeug.

        Ich hab zur Schule auch meistens etwas Süßes mitgenommen, weil ich Zuhause schon gefrühstückt habe und kein zweites Frühstück wollte.

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      3. pufaxx

        Katzen sind reine Fleischfresser, in billigen Katzenfuttersorten sind meistens Getreidezusätze. Katzen können damit nicht wirklich etwas anfangen. Und Zucker sollte wirklich ein Ausschluss-Kriterium sein. Ne Zahnbehandlung ist nicht billig.

        Wenn man auf die Zusammensetzung von „Marke Fernsehwerbung, Sorte feinste Rinderleber“ schaut und dann liest „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse 50%, davon 2% Rinderleber“ – Au weia. „Tierische Nebenerzeugnisse“ …

        Und dabei sind die Marken aus der Fernsehwerbung bisweilen sogar nicht mal billiger als Animonda, Mac’s, Carny, Ropocat etc., die wirklich zu 100% aus Fleisch bestehen. Hinzu kommt, dass die Katzen davon nur etwa halb so viel fressen müssen. Okay, wenn die aufs Klo gehen, riecht’s schon mal reichlich übel. Aber das ist der einzige Nachteil.

        Wenn man auf besseres Futter umsteigt, macht sich das finanziell kaum bemerkbar. Bei der nächsten Tierarzt-Rechnung wahrscheinlich aber schon. Oder auch nicht, weil sie bloß 12 Jahre alt werden oder so.

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      4. Das Katzenfutter von Lidl oder Aldi soll meines Wissens tatsächlich gar nicht so schlecht sein. Wichtig ist halt ein hoher Fleischanteil, Katzen brauchen im Wesentlichen Proteine, ein bisschen Fett und Taurin. Kohlenhydrate brauchen sie so gut wie gar nicht. Also das ist schon nicht ganz verkehrt, dass Zucker für Katzen überflüssig bis schädlich (ab einer gewissen Menge) ist, zumal sie sich ja nicht selbst die Zähne putzen können. Am besten schaut man einfach kurz auf die Zutaten- und Nährwertliste und hält nach einem möglichst hohen Fleischanteil Ausschau, dann macht man eigentlich nichts falsch 🙂 Ansonsten, wenn die Miezis Übergewicht irgendwann haben sollten oder sonstwie kränkeln, weiß der Tierarzt am besten Bescheid.

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    2. fak

      Nun ja, einerseits gibt es sicher auch unter Erziehern/Erzieherinnen und Lehrer/innen viel Halb- bis Nichtwissen, womit dann Nutella halt grundsätzlich böse ist und alles andere ok, oder ähnliches. Andererseits sehen sie wahrscheinlich viel nicht so tolles, was Kindern mitgegeben wird, wie ja im ursprünglichen Beitrag anklingt. Es ist sicher nicht so einfach, sich dann nicht massiv angegriffen zu fühlen, wenn man selbst kritisiert wird – schließlich will man bei den eigenen Kindern möglichst alles richtig machen und Kritik, insbesondere wenn sie als unberechtigt empfunden wird – trifft dann je nachdem sehr. Dass auf Plakaten aufgehangen wird, was die Eltern essen, finde ich dagegen tatsächlich eher fragwürdig…

      Generell meine ich bei dem Thema eine zunehmende Spaltung festzustellen, wie sie auch der Entwicklung in anderen Lebensbereichen entspricht. Einerseits die Kinder, bei denen auf alles penibel geachtet wird, die dann das Vollkornbrot und eine Auswahl von dreierlei Gemüse, in Blumenform geschnitzt, dabei haben. Andererseits habe ich bei einem Praktikum in einer Grundschule einen Jungen erlebt, der jeden Tag eine Tupperdose voll Erdnussflips dabei hatte als Schulfrühstück. Am gesündesten wäre hier wahrscheinlich wie so oft ein Mittelweg, den man für sich selbst finden muss, der aber zwischen Gedankenlosigkeit auf der einen Seite und Hysterie auf der anderen nicht immer so leicht zu finden ist.

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    3. Das mit der Nutella kenne ich auch. Das Problem ist oft, die Grenze zu ziehen. Eltern sind dann oft sehr vergleichend. Wenn ich keinen Müsliriegel mit Schokolade mitgeben darf, warum darf der dann ein Nutellabrot? Und so weiter… Deswegen wird dann gleich generell alles verboten. Ich bin aber der Meinung, in so einem Fall wie bei deinem Sohn, hätte man Eine Ausnahmeregelung finden können. Das ist ja auch vor den anderen Eltern gut vertretbar, wenn das schmächtigste Kind eben mal ein Nutellabrot dabei hat.

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      1. yannaba

        Stimmt – aus der Blickrichtung (vergleichende andere Eltern/Kinder) macht das natürlich mehr Sinn.
        Fairerweise muss ich jetzt auch erwähnen, dass das Ganze von einer einzigen Erzieherin ausging, die mittlerweile meines Wissens nach gar nicht mehr als Erzieherin arbeitet. Mit den anderen hatten wir diese Probleme nicht. Und auch in der Schule sind es nur einzelne Lehrer, die sich so verhalten. Generell finde ich es auch gut, wenn gesunde Ernährung bzw. Gewichtsmanagement auch schon in Kitas und Schulen ein Thema sind.

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    4. Sk

      Und genau das meinte ich 😀
      Schon kommt einer und sagt „das sind ..“ „Tierarzt“ werden nur 12 Jahre alt“ usw.

      Das stimmt pauschal einfach nicht. Meine Katze frisst kein gekochtes oder rohes Fleisch. Die Würde elendig verhungern. Und mit Kindern sehe ich das ähnlich. Bevor sie nichts essen lieber mal das weiße Brot. Und wie die vorschreiberin schon sagt : hier in Finnland gibt’s auch nicht besonders viele Brotsorten. In Deutschland diese Brotkultur ist eine völlig andere als in den meisten Ländern. Das ist schade aber Fakt. Und man stirbt nicht dran. Niemand sagt das Kinder /Tiere / Ehemänner nicht gesund essen sollen, nur kann dass sehr individuell sein. Soviel Gemüse kann man garnicht einpacken damit das Kind genug Energie bekommt.

      Die Mischung machts.

      Und zur Katze : der geht’s ganz wunderbar. Für die Nierenkranke aus dem Tierheim die wir in meiner Kindheit garten wurde immer gekocht, da sie kein normales Futter fressen durfte. Meine Katze hingegen kann man mit frischem Huhn jagen. Fisch ? Bleibt liegen verdirbt. Lidl ? Lecker . Whiskas (das Nutellabrot) ja enthält Getreide , findet die Katze aber gut. Kerngesund seit vielen Jahren. Und außer zum impfen noch nie beim Arzt gewesen. Und nun? Eine Ausnahme? Vielleicht.
      Aber am Ende sollte es eigtl nur folgendes bedeuten : jeder muss für sich , seine Kinder, Tiere , Männer etc Verantwortung übernehmen und wenn man sich bewusst für etwas entscheidet ist es gut. Wenn ich unbewusst handle ist das was anderes. Ich weiß alles mögliche über katzenernährung . Logo ist der Zucker nicht gut. Das weis ich aber. Und solange die Mütter mit dem Nutellabrot das weis und sich bewusst dafür oder dagegen entscheidet ist das ok. Ich denke die wenigsten geben ihren Kindern NUR nutella Brot . Vllt isst das Kind den Rest der Zeit zuhause gesundes Zeug , wer weis ? Vllt darf es die Brote auch selber machen (so wie ich als Kind) dann kommt da sowas bei rum, dafür lernt es Selbstständigkeit.

      Es ist zu vielschichtig. Wichtig ist vor der eigenen Tür zu kehren und sein eigenes Verhalten ab und an in frage zu stellen. 😉

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  3. Irenicus

    Ich glaube dass diese Erziehung (Weglassen eines Nachtischs führt zu einem Sticker) genauso nach hinten losgehen kann, weil die Kinde lernen, dass gesundes Essen etwas besonderes ist, für das man belohnt wird
    Wenn sie dann nicht mehr belohnt werden, lassen sie es weg. Wozu sollte man etwas unangenehmes tun, wenn die Belohnung nicht stattfindet, bzw. man sich selbst die Belohnung sowieso selbst geben kann. Der Langzeit-Belohnungeffekt, eines gesunden Körpers ist halt bei weitem nicht Belohnung genug im Vergleich zum Kurzzeiteffekt der süssen, leckeren Schokolade.

    Natürlich sollten die Eltern darauf achten, dass immer Gemüse und Obst zur Auswahl stehen. Aber die Kinder sollten sich das von sich aus nehmen, damit es eben keine besondere Belohnung und kein Zwang ist, gesund zu essen. Sondern der eigene Wille. dann klappt das auch im Erwachsenenalter.

    Deine Budgetidee gefällt mir aber ganz gut. auch wenn ich glaube, dass die meisten Kinder trotzdem die Süssigkeiten relativ schnell aufessen werden. Wie sind deine Erfahrungen damit.

    Bei meiner eigenen Tochter haben wir in den ersten beiden Jahren komplett auf Süssigkeiten verzichtet. Stattdessen gab es halt Obst. Meine Tochter ist jetzt 6 Jahre alt und nach wie vor nciht sonderlich an Schokolade interessiert. Obst empfindet sie dafür immer noch als besonderen Nachtisch.

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    1. fak

      Ich habe keine eigenen Kinder, aber meine Beobachtungen bei Kindern, die ich beim Sport betreue und insbesondere bei meiner Nichte und meinem Neffen ist die, dass es da sehr unterschiedliche Vorgehensweisen gibt beim Umgang mit Süßigkeiten – das lässt sich ja auch schon ohne explizites, evtl. längerfristiges Budget beobachten. Meine Nichte zum Beispiel teilt sich Sachen generell auf. Wenn sie sich nachmittags drei Stücke aus dem „Geschnuckelsschrank“ nehmen darf, dann wird wenn überhaupt eins davon sofort gegessen, der Rest wird aufgeteilt über den Nachmittag, manchmal bleibt auch noch was für den nächsten Tag. Bei meinem jüngeren Neffen war es zunächst so, dass schnell alles weg war; mittlerweile nimmt er sich aber ein Vorbild an seiner älteren Schwester und spart auch schon mal etwas auf. Ich bin mir bei den beiden recht sicher, dass bei einem längerfristigen Budget, zum Beispiel für eine Woche, bei ihr am Ende viel übrig bleiben würde für die letzten Tage, evtl sogar über die Woche hinaus, bei ihm glaube ich, dass sich das recht regelmäßig über die Woche verteilen würde meistens. Die beiden sind 8 und 10.

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    2. Hana Mond

      Der Sinn der Belohnungs-Methode ist ja nicht, Kinder nur auf die Belohnung zu konditionieren, sondern Gewohnheiten zu ändern. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und wer es gewohnt ist, immer viel zu essen, wenn es z.B. gut schmeckt, verlernt, aufs Hungergefühl zu hören. Wer _immer_ Nachtisch isst, isst ihn auch dann, wenn er eigentlich satt ist …
      Da kann eine Alternative zum Essen (z.B. eben der Sticker) Anreize setzen, die Gewohnheit zu ändern. Wenn es dann ein paar Jahre später keinen Sticker mehr gibt, hat sich im besten Falle das Verhalten geändert, d.h. es ist fürs Kind nicht mehr selbstverständlich, 4x Essen nachzunehmen und dann noch einen Nachtisch zu essen, sondern es überlegt erst, ob es noch Hunger hat. Im schlimmsten Fall hat das Kind zumindest eine Zeitlang nicht zuviel gegessen.

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  4. Uiuiui. ..das wird ein ordentliches Wespennest, glaube ich…😉
    Ich denke, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, helfen die sogenannten „Token -Systems “ ganz gut, soweit man es ihnen begreiflich machen kann.
    Ich habe 3 Kinder, war nie besonders reich und habe mir dennoch Mühe gegeben sie einigermaßen gesund im kiga zu verköstigen. Gurken und Traubenspiesschen etc..wenn die Motivation stimmt kriegt man das auch mit kleinem Geldbeutel hin.Süssigkeiten gab/gibt es bei uns täglich zum Nachtisch, das habe aber ich ganz klar vorgelebt. ..Mittlerweile kann ich ohne, und mein Sohn ist ein Spargel und dauerdraussen. Wäre er Stubenhocker und playstation Junkie würde ich damit anders umgehen.
    Ich hab öfters früher in der Schule mit den Grundschülern gekocht, und es war schon öfters so das diese Kinder eine Paprika von einer Gurke nicht unterscheiden konnten.
    Die Nahrungsmittelindusrie macht es halt auch allen leichter, mit den abgepackten Portionen. …da muss man sich nicht mehr anstrengen und das Hirn einschalten. Wo gesund draufsteht, wird ja wohl auch gesund drin sein…
    Die Hauptverantwortung liegt in meinen Augen bei den Eltern, der Kiga kann nur unterstützend wirken. Mann kann die Verantwortung nicht auf andere abschieben. Und meine Kids haben ernährungstechnisch schon auch einiges kennengelernt. ..WW und Brigitte Rezepte waren bei ihnen immer hoch im Kurs…😉
    Frisch und saisonal ohne hochkalorischen Schummeleien, das ist mein Weg ..und die Kinder mitkochen lassen.
    Guter Artikel !
    LG
    Stella

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  5. Sehr spannend!

    Bei uns gab es früher eher wenig Süßigkeiten, im Wesentlichen am Wochenende eine Flasche Limonade und eine Tafel Schokolade als Bestechung damit wir unsere Eltern länger schlafen lassen. Später konnten wir uns dann halbwegs frei bedienen und auch normales Essen war nie begrenzt – aber da wir auch sehr aktive Kinder waren war das eigentlich nie ein Problem … bis wir dann mit der Schule fertig waren.

    Meine Frau ist dagegen ein Paradebeispiel der restriktiven Essenserziehung und hat das ganz klassisch überkompensiert, inkl. heimlich Süßigkeiten mopsen.

    Wir haben es bei unserem Sohn (inzwischen 3) daher auch erst mal mit dem Laissez-faire Ansatz versucht, leider war nach einiger Zeit absehbar, daß das nicht funktioniert. Wir haben jetzt auch eine Budget-Lösung eingeführt, er bekommt jeden Tag zwei Token, die er gegen eine kleine Portion Süßigkeiten eintauschen kann. Natürlich kann er sich auch mehrere aufsparen und tut das auch öfter mal … und an anderen Tagen braucht er es direkt nach dem Frühstück schon auf.

    Das klappt soweit eigentlich ganz gut, allerdings betrifft das nur richtige Süßigkeiten, also Gummibärchen, Schokolade, Eis oder sowas. Nutellabrote sind zwar kein Problem, da wir inzwischen selten Brot essen und er Butter eh viel toller findet aber im Bereich (Grieß)Pudding/Milchreis besteht da noch Optimierungspotential – was allerdings teilweise schwierig ist, da es da nicht immer ganz leicht ist ein gutes Vorbild zu sein.

    Grundsätzlich ist normales Essen weitestgehend unproblematisch. Wir zwingen ihn nicht zu essen, haben aber ein paar Regeln. So bekommt er Süßigkeiten nicht zum Frühstück, sondern erst wenn er was „richtiges“ gegessen hat und wenn wir abends gemeinsam essen muß er dabei nichts essen, er muß aber mit am Tisch sitzen (und bekommt ne halbe Stunde vorher und nachher oder so nichts anderes). Er behauptet dann zwar immer, daß er nichts essen will und deswegen nicht mit an den Tisch muß (und würde dann ne Stunde später was essen wollen bevor er ins Bett geht), aber wenn er dann am Tisch sitzt fällt ihm meistens doch auf, daß er Hunger hat.

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  6. Frede

    Wie so oft wird es kein Allheilmittel geben, man muss eben ausprobieren was funktioniert. Meine Schwester und ich sind ernährungstechnisch gleich erzogen worden. Das heißt bei uns gab es als wir klein waren jeden Abend eine abgezählte Anzahl Gummibären und in den Kindergarten kam ein kleiner Becher Obstquark mit, das wars an Süßem. Ansonsten zum größten Teil gesundes Essen, fast immer selbst gekocht, Vollkornbrot und ganz viel Obst und Rohkost für zwischendurch. Ich wurde zwischendurch als Kaninchen bezeichnet weil ich so viele Möhren aß. Auch musste bei uns nicht der Teller leer gegessen werden. Es wurde drauf geachtet, dass wir uns satt aßen, aber das war es dann auch. Und wir waren beide immer sehr schlank. Trotzdem haben wir uns dann im Erwachsenenalter unterschiedlich entwickelt. Während ich das mit der Gesunden Ernährung problemlos bewältige (ich mag tatsächlich mächtiges essen nicht, mochte ich als Kind nicht, mag ich auch jetzt nicht) hat meine Schwester da immer Probleme mit.

    Das soll nicht heißen: bringt eh nichts. Aber es gibt eben keine Garantie. Es hat auch viel damit zu tun, denke ich, wie man insgesamt dazu steht. Mir ist es wichtig schlank zu sein und ich achte daher auf Ernährung, Sport usw. Für meine Schwester hat das einen geringeren Stellenwert.

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  7. Agnes

    Also ich finde Lehrer und Erzieher sollten sich da nicht so sehr einmischen. Klar, man kann was dazu sagen, aber ich glaube, vielen Eltern ist es lieber, wenn das Kind überhaupt was ist, auch wenn das nicht das gesundheitliche Nonplusultra ist.
    Ich zum Bespiel mochte als Kind nie Gemüse, schon gar nicht in roh, Obst nur sehr begrenzt, Wurst und Käse großteils auch nicht und Vollkornbrot war auch nicht meins.
    Meine Mutter hat uns kein Pausenbrot gemacht, weil wir das auch hätten selber machen können. Vernünftig, wie man mit sechs bis 16 halt so ist, hab ich das natürlich nicht gemacht und wenn, dann natürlich auch eher sowas Richtung Nutellabrot. Gekocht wurde nur für meinen Vater, da es meiner Mutter zu aufwendig war, zwei mal am Tag zu kochen. Und ich und mein Bruder haben halt auch (nett ausgedrückt) nicht alles gegessen. Eigl. haben wir abends fast nur nur belegtes Brot bzw Nudeln pur gegessen.
    Bei meiner besten Freundin wiederum, totale Öko-Familie, hat vor ihrem 6. Lebensjahr noch keine Gummibärchen oder Schokolade gesehen, Kuchen gabs nur die Vollkornvariante mit Agavendicksaft, Pausenbrot war immer Vollkorn mit Gemüse dabei. Es wurde immer frisch gekocht, vor dem Essen gabs Salat. Sie war immer schlank und ist es immernoch.
    Ich war ein dickes Kind und bin jetzt ein dicker Erwachsener, wenn auch mit inzwischen besseren Gewohnheiten. (Ausnahme: Frustfressen)
    Die Erziehung spielt schon eine große Rolle, aber wenn die Eltern das nicht vorleben, dann bringt der Einwand von Erziehern und Lehrern wohl nicht allzu viel.

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    1. Der Meinung bin ich auch! Ich spreche das Thema vorsichtig an, wenn ich es für notwendig halte, also wenn das Kind ersichtlich über- oder untergewichtig ist. Wenn ich dann auf offene Ohren stoße, gebe ich den Eltern Tipps oder empfehle das Hinzuziehen eines Experten.
      Ich würde mich aber nie in die Erziehung der Eltern einmischen.

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  8. Ruth

    Es klingt im Artikel ja schon an, das emotionale Essen. Essen ist auch für Kinder ein starker Trost. Ich habe die Frage an die Autorin des Artikels, wie sie mit Kindern umgeht, die mit Essen irgendetwas kompensieren also schon im Essstörungsbereich sind?
    Grüße

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    1. Ich bin die Autorin 🙂 Ich würde bei solchen Kindern, mit tiefergehenden Essstörungen, immer einen Experten zu Rate ziehen, also Kinderarzt und/oder Kinderpsychologe.
      Da hier das gesamte Essverhalten betrachtet werden muss, und nicht nur der Teilbereich „Essen Im Kindergarten“, kann ich das gar nicht leisten. Mit Hilfe des Experten werden dann Therapiemaßnahmen erarbeitet, die dann gegebenenfalls auch im Kindergarten umgesetzt werden.
      Alles erfolgt aber in erster Linie durch die Eltern, ich kann da nur Hinweise geben, und niemanden zwingen.

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  9. Meine Eltern mögen ja vieles verbockt haben, aber das mit der Ernährungserziehung haben sie echt hingekriegt, wenn ich das so lese.
    Auch wenn die Ernährung in meiner Familie (bis heute) viel zu fleischlastig ist, so gab es immer viel Gemüse und Salat. Grundsätzlich. Jeden Tag. Und da es alle immer gegessen haben, war es auch für uns normal, das zu essen. Und ich mochte schon als Kind Spinat & Co. Ich fand das lecker. War ja auch normal, das zu essen.
    Aber ich war kein Allesfresser – tatsächlich hab ich manchmal so gezickt, dass meine Mutter froh war, wenn ich IRGENDWAS esse. Und wenns dann mal nur Milchschnitte war. Trotzdem blieb ich nicht bei der Milchschnitte, sondern kam immer wieder zum „richtigen Essen“ zurück, inkl. der täglichen Dosis Salat und Gemüse.

    Ich durfte naschen – dafür wurde ich nie geschimpft. Einzige Regel: Nicht vor dem Essen! Denn erst wird eben was „Richtiges“ gegessen.
    Deshalb habe ich auch nie heimlich genascht. Anders eine Grundschulfreundin, deren Vater Zahnarzt war. Wenn wir uns auf dem Nachhauseweg beim Tante Emma-Laden für 50pfennig ein paar Süßigkeiten kauften, dann aß ich die einfach genüsslich und freute mich dran. Sie schlang alles in sich rein – denn es musste weg sein, bis sie zuhause war.
    Eine andere Freundin, die ich erst nach der Kindheit kennen gelernt habe, hatte auch so ein streng reglementiertes Verhältnis zu Süßigkeiten – und ihre Mutter fürchtet bis heute, das „Kind“ (also Anfang 30 inzwischen) könnte süßen Joghurt essen! Entsprechend isst diese Freundin heute alles, was ihr in die Finger kommt – wie es die Autorin des Artikels ja auch erzählt. Gesunde Ernährung? Fehlanzeige. Salat und Gemüse essen war eben Zwang, nicht einfach vorgelebt und genossen.

    Wie meine Eltern das hingekriegt haben, weiß ich nicht – aber irgendwie haben sies geschafft. Mit gutem Vorbild voran, sozusagen.

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  10. Sarja

    Ach ja, bevor ich Kinder hatte, war ich auch eine viel konsequentere Mutter…

    Es gibt natürlich die Eltern an beiden Seiten der Extreme – die, für die eine Milchschnitte und eine Handvoll Chips eine ausgewogene Mahlzeit sind und die, die ihre Kinder zucker-, weissmehl- und fettfrei ernähren.
    Die meisten pendeln sich irgendwo dazwischen ein.
    Eltern bekommen ja noch viel mehr Weisheiten vorgesetzt als Dicke. Ultaschall ja/nein, Pränataldiagnostik ja/nein, Geburt im Krankenhaus/Geburtshaus/Zuhause, PDA ja/nein, Nabelschnur auspulsieren lassen oder nicht, so weiter durch die gesamte Baby- und Kleinkindzeit, ab dem Schulalter wird es etwas besser. Jeder hat zu allem die einzig wahre Meinung und hält diese auch nicht zurück (und es gibt natürlich Themen, die wie Streubomben sind, ich sag nur: impfen).
    Im Großen und Ganzen hilft nur: Augen und Ohren zu und durch.

    Das gilt auch fürs Essen. Die Extremeltern an beiden Enden wird man nicht ändern können, weder durch Aufklärung noch durch Zwang. Da kann man nur hoffen, dass die Peergroup das wieder rausreisst.
    Die ganzen Eltern, die ihr bestes geben, auch wenn es nicht immer perfekt ist, machen Anprangerungen, Verbote usw. nur das Leben noch schwerer. Ich denke, die meisten beissen die Zähne zusammen und sagen sich „in 3-4 Jahren ist das Theater vorbei“, wobei sie dann tapfer angetrocknete Gemüsesticks knabbern, die die Kinder wieder zurückgebracht haben.

    Ich habe die Süssigkeiten für die Kinder reglementiert, als sie kleiner waren. Denn abgesehen davon, dass sie viel stärker auf Zucker reagierten als ich, ist ein Kinderriegel für so einen Zwerg ja ein ganz anderer Batzen vom Energiebedarf als für mich.
    Inzwischen haben sie Taschengeld, das in unterschiedlichem Maße in Süssigkeiten umgesetzt wird. Ich achte darauf, dass sie sich bewegen, dass sie möglichst ausgewogen essen und dass sie nicht aus Langeweile oder Frust essen. Und ich lebe das auch möglichst vor. Aber ich verteufele keine Lebensmittel, es gibt auch mal Nutella oder Kuchen oder Pommes oder… Alles ist ok, aber manche Dinge sind eben gesünder, andere sind „Luxus“. Das klappt eigentlich gut, beide Kinder sind schlank und haben weder Fressattacken noch irgendwelche Essfetische oder -abneigungen. Essen ist nett, aber es dreht sich nicht das ganze Leben drum. Andere Dinge sind viel wichtiger. Freunde, Fussball, wer wen wann und warum gehauen hat, Sticker zum Tauschen, ein iPhone (muhaha, träum weiter Kind).

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  11. Kurt

    Zum Thema Kinder und Essen:
    Ich bin in einer Bäckerei aufgewachsen. Ich konnte dort praktisch essen, was ich wollte. Als 5-Jähriger schaffte ich es den Behälter aufzumachen, in dem ca. 50 kg Rosinen waren. Laut meinen Eltern hat man mich dort öfters große Menge verzehrend vorgefunden. Auf Plunderteilchen oder andere Süßwaren hatte ich unbeschränkten Zugang, das war eh nicht kontrollierbar durch meine Eltern. Lediglich Schokolade aus dem Regal durfte ich eingeschränkt essen, das war aber wohl mehr deren Kosten geschuldet.

    Dick war ich als Kind nicht und ich esse heute nur selten Süßes. Kuchen etc. esse ich nur, wenn es von anderen angeboten wird. Später bin ich dann als Erwachsener über die Jahre doch auf einen BMI bis 31 gekommen. Grund dafür ist aber eher fettreiches Essen und vor allem die einzige richtige strenge Essensregel, die es früher gab: Man muss alles aufessen, nicht nur die Teller, auch die Töpfe haben leer zu sein. Essen verschwendet man ja nicht. Das ist noch heute unbewusst mei mir verankert und so schafft man dann auch dick zu werden, obwohl man nur zwei Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt.

    Mein Vater machte seine Lehre gegenüber einer Metzgerei. Gegen Mittag haben die Lehrlinge ihr Essen getauscht, die Bäcker gaben Kuchenränder oder zu dunkel geratene Brote und bekamen unschön geratene Würste. Es reizt uns halt die Abwechslung. Genauso habe ich als Kind Sachen geliebt, die es in der Bäckerei halt nicht gab. Chips reizen mich mehr als Torten.

    Zum Thema Gurken und Tomaten:
    Was soll daran eigentlich so gesund sein? Gurken (97%) und Tomaten (95%) bestehen fast nur aus Wasser, der Vitamingehalt hält sich in Grenzen.

    Zum Thema Kindergärtner:
    Ich bin erstaunt, was die Leute sich hier von Kindergärtnern gefallen lassen. Würde mir jemand solche Vorschriften machen wollen, würde ich sehr ungehalten werden. Und ich würde diesen Leuten auch klar mitteilen, dass die Eltern diejenigen sind, welche die Zusammenstellung des Essen bestimmen und das ihre Kritik und Einmischung unerwünscht ist.

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    1. Sarja

      Das ist prima, wenn Du auf eine Betreuung nicht angewiesen bist. Aber sowie es mehr Kinder als Betreuungsplätze gibt, ist es völlig wunpe, ob die fordern, dass man jeden Morgen seinen Namen tanzt oder die Kinder nur Gemüse essen dürfen, Du bist einfach froh, einen Platz zu haben.

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    2. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, mische ich mich nicht ein, sondern biete nur an. Wenn die Eltern meine Meinung oder meinen Rat wollen, gerne, wenn nicht ist es auch ok. Die Tipps, die im Artikel stehen würde ich niemandem ungefragt vor den Latz knallen…

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    3. Ruth

      Mit den Tomaten und Gurken hast du Recht, sie sind jedoch kalorienarm . Kalorienarm ist aber nicht gleich gesund, das wird oft verwechselt. So kann ein Supermarktkopfsalat den Nährwert eines Blattes Papier haben, eine kalorienreiche Avocado nahrhaft sein…. leider, leider sind wir heutzutage kaum in der Lage, die überschüssigen Kalorien durch Bewegung zu verbrennen.
      Da müssten wir den ganzen Tag unterwegs sein. Das ist der Grund, weshalb wir versuchen sollten, gesund UND kalorienarm zu essen. Gilt leider auch schon für Kinder. Kinder, die den ganzen Tag draußen toben wie die Kinder von Bullerbü, sind in unseren Städten selten.

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  12. IULIUS

    Ich warte auf die Doku im Fernsehen, bei der Kinder mit Klickertraining „erzogen“ werden…
    Die meisten Menschen wissen gar nicht was erziehen ist und halten Abrichten dafür. Das ist es aber gar nicht. Erziehen zielt auf Eigenverantwortung, Abrichten auf Unterwürfigkeit.

    Gerade bei Kindern haben die Eltern massiven Einfluß darauf, was Kinder essen. Kinder essen weitestgehend das, was ihnen vorgesetzt wird. Wenn man nach dem Essen aufsteht und den Tisch abräumt lernt es auch das das so gemacht wird. Wenn ich aber das Kind dazu animiere mehrfach Essen nachzuholen, lernt das Kind, daß das richtig ist. Ein Kind läßt sich durch nichts besser animieren, als daß die Eltern Freunde über ein bestimmtes Verhalten des Kindes zeigen. Es ist ein natürlicher Vorgang, daß nach dem Essen der Hunger verschwindet. Dieser natürliche Vorgang wird dabei dem Kind als falsch/unerwünscht beigebracht.

    Die Frustration von emn in einer Abnehmklinik für Kinder kann ich nachvollziehen. Die hat im Grunde wenig bis gar keinen Sinn. Behandelt müssen die Eltern der Kinder und erklärt werden, wie sie sich richtig verhalten müssen und was sie dazu tun können, daß ihr Kind normales Essen lernt. Es gibt Eltern, die zeigen Stolz, wenn ihre Kinder schwerer aus der Klinik kommen, als sie reingegangen sind. In der Klinik wird kein „Kampf“ mit den Kindern gegen das Gewicht der Kinder geführt, sondern gegen den Einfluß der Eltern,

    Solche Dinge wie die Eßgewohnheiten der Eltern öffentlich an den Pranger zu stellen geht gar nicht. Da zeigt sich, daß in der Kita die Sozialarbeiter empathielose Krüppel sind, bzw. diese das Sagen haben. (Kann nämlich sein, daß bei der „ausführenden“ Person selber starke Verunsicherung dahinter steckt.)

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    1. kleinefrau

      Faszinierend. So einfach funktioniert das also, ja?
      Hm, irgendetwas haben meine Eltern falsch gemacht. Ich hab an allem rumgemeckert und vieles nicht gegessen und meine Schwester alles gegessen. Gleiche Eltern, gleiche Erziehung.
      Schon interessant, dass es bei dem einen Kind wirkt und beim anderen nicht.
      Und die Kinder hier im Haus sehen den Eltern seit Jahren beim Essen von gekochtem/gebratenen/gedünstetem Gemüse zu. Und essen´s trotzdem nicht, egal wie oft sie´s vorgesetzt bekommen. Tag für Tag, Jahr für Jahr.
      Aber vermutlich kann ich mir trotzdem auf die Schulter klopfen, immerhin essen sie Rohkost und nehmen keine Milchschnitten in die Schule mit – man ist als Mutter ja schon mit Kleinigkeiten zufrieden und wundert sich immer wieder darüber, wie einfach Erziehung laut selbsternannten Experten sein kann…

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      1. IULIUS

        „Gleiche Eltern, gleiche Erziehung.
        Schon interessant, dass es bei dem einen Kind wirkt und beim anderen nicht.“

        Den Satz finde ich geil. Was die Eltern beim 1. Kind experimentell angewandt haben, haben sie beim 2. Kind mit Routine angewandt oder drauf verzichtet.
        So etwas wie gleiche Erziehung gibt es nicht. Ist auch gar nicht möglich/sinnvoll. Erziehung muß individuell auf das Kind abgestimmt sein. Wo das eine Kind selber experimentiert, muß das andere Kind geführt werden.
        Erziehung ist folglich eine Kunst.

        Wenn Du erst einmal Mist gebaut hast, die Fehler wieder auszumerzen ist ein langwieriger Prozeß.

        P.S. Mit Deinem Meckern bist Du offensichtlich durchgekommen. 😉 Das ältere Kind?

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  13. JinniKnopf

    Ich bin schon immer dick gewesen, weil meine Eltern mich so lieb hatten, dass sie mich bestimmen ließen. Ich griff ständig zu Süßem und aß regelmäßig mehr als meine Mutter. Klar gab’s Krach, viel Krach sogar. Sie haben mich kritisiert, bemängelt und beschuldigt. Bis heute tun sie es. Sie verstehen nicht, dass sie die Verantwortung für mich trugen und man als kleines Kind noch nicht die Fähigkeit hat, vernünftig und langfristig zu denken.
    Ich hatte ihr Denken angenommen, sah die Schuld auch bei mir. Und wenn ich doch mal dran gezweifelt habe, dachte ich mir, dass die Schuldfrage ja eigentlich auch ganz egal sei. Es würde ja nichts an meiner Situation ändern.
    Doch dann hatte ich letztes Jahr Gespräche mit 2 Freundinnen, die eine hatte eine Schwester, die ein Magersuchtsproblem hatte, und die andere war selbst mal magersüchtig (und auch mal übergewichtig) gewesen. Beide hatte „schwierige“ Eltern und so lief halt das Gespräch darauf hinaus, dass sie mir mal einen Brainwash gaben. Sie sahen ja wie ich litt (wir waren auf Reise und am Tag locker 8-10h unterwegs ohne große Pausen, zu Fuß, 2 Wochen lang… für mich totale Quälerei, aber ich wollte viel erleben). Jedenfalls meinte die eine Freundin dann so ganz nebenbei, meine Eltern hätten die 100%-ige Schuld daran, dass ich adipös bin. Ich guckte sie an und fragte: Echt? Die ganze Schuld? Sie: Ja, die ganze Schuld.
    Ihr wisst nicht, was mir für ein Stein vom Herzen fiel. Ich habe augenblicklich angefangen zu weinen vor Erleichterung. Ich hätte niiiiiiemals (!!!) gedacht, dass mich die Schuldfrage doch so sehr beschäftigt hat im Geiste. Doch unbewusst geschah wirklich viel mit mir über die 2 Jahrzehnte, die ich nun adipös bin.
    Ich bin so froh, dass ich die 2 Freundinnen habe. Doch sie sagten mir auch, ich solle meine Eltern damit konfrontieren, weils mir dann besser ginge und das wichtig sei für die Psyche. Die beiden hätten das auch schon gemacht und jetzt sei alles soweit in Ordnung. Aber ich zanke unglaublich ungerne. Ich hasse Streit. Bis jetzt habe ich noch nicht mit meinen Eltern darüber geredet, dass ich ihnen die Schuld gebe. Ich will nicht streiten. Gleichzeitig denke ich mir aber auch, dass sie es mal verdient hätten, dass man ihnen die Meinung geigt. Dass vorallem mein sehr selbstgerechter Vater erfährt, was ich von seiner Erziehung halte.
    Aber gleichzeitig liebe ich die beiden.. Jetzt frag ich einfach hier mal, was soll ich tun? Was würdet ihr tun?
    Wenn ich daran denke, was mir durch die Erziehung alles verbaut wurde (relativ sorgenfreie Kindheit und Jugend, mehr Spaß bei Sport, Feiern, mehr Erfolg beim anderen Geschlecht, mehr Aktivität halt einfach, weniger Depressionen), dann werde ich wirklich sehr wütend auf meine Eltern. Aber eigentlich habe ich im Moment alles, was ich brauche. Finanzielle Unterstützung von meinen Eltern, einen tollen Freund, mit dem ich zusammen wohne, und Familienfrieden. Wieso soll ich diese alte Geschichte jetzt wieder ins Gespräch bringen? Macht das nicht vielleicht sogar mehr kaputt als es heilt..?

    Ich finde den Beitrag toll und überhaupt war es mal an der Zeit, finde ich, dass man hier auf dem Blog auch mal die Rolle der Erziehung ins Spiel bringt. Es ist, für mich, der Hauptgrund dafür, dass viele Kinder und Jugendliche dick sind. Kinder sind nicht vernünftig. Sie können das nicht kontrollieren. Sie sind Kinder!!

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    1. Mona

      Ich sehe keinen Sinn darin, dass du deinen Eltern die Meinung geigst.
      Das ist die Vergangenheit, die wirst du nicht ändern können und sie auch nicht, egal, was du wem sagst.
      Ich würde mich auf die Gegenwart konzentrieren und da du erwachsen bist, bist du ja quasi deine eigenen Eltern. Dadurch, dass du als Erwachsene selbst entscheiden kannst, kannst du dir selbst die vorbildlichsten Eltern sein (wie du dir wünscht, dass Eltern sein sollen).

      Ich hab auch Probleme mit meinem Vater und ich musste ihm nicht die Meinung geigen, weil ich beschlossen habe zu akzeptieren, dass die Vergangenheit so war, wie sie war. Dadurch, dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann, habe ich für mich selbst entschieden, dass es keinen Sinn ergibt, wenn ich immernoch stinkig über meine Kindheit bin. Ich hab dieses Problem quasi losgelassen, weil ich kein Kind mehr bin.
      Es gibt ja auch Menschen, die irgendwas, was sie nicht loslässt auf einen Zettel schreiben und den verbrennen.

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    2. Mona

      Es ist einfacher zu akzeptieren, wenn man sich klar macht, dass Eltern ja nur Menschen sind und nicht alles wissen. Menschen machen Fehler. Teilweise bemitleide ich meinen Vater, dass er so ist, wie er ist, aber ich bin nicht mehr sauer.
      Da du deine Eltern lieb hast, wird es dir wahrscheinlich nicht schwer fallen, deine Eltern so zu akzeptieren, wie sie sind, mit allen ihrem Macken.

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      1. JinniKnopf

        Naja, meine Eltern haben mich jahrelang bis jetzt noch nicht so akzeptiert, wie ich bin. Daher fällt es mir auch ehrlich gesagt schwer, sie so zu akzeptieren, wie sie sind. Aber ich gebe mir größte Mühe und bis auf dieses Thema tue ich das ja auch. Aber sorry, wenn mein Vater dann mal wieder bei meinen seltenen Besuchen ankommt und meint, weil das ja was Besonderes ist, mit mir Essen zu gehen, ein Eis zum Nachtisch, nachmittags Kuchen und abends von der Bäckerei lecker Brötchen oder gar Croissants essen zu wollen, dann fällt es mir verdammt schwer, ihm nicht meine Meinung zu geigen.
        Es sind nur solche Situationen. Klar hab ichs in der Hand, kann „nein“ sagen. Tu ich ja auch. Aber ich kanns nicht verstehen, wie er mir überhaupt immer wieder vorschlagen kann, doch ein Eis mit ihm zu essen, oder oder oder. So wurde ich doch fett.
        Kein Wunder, dass ich meine Eltern selten besuche.

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      2. Mona

        Du bist doch kein Kind, wieso bist du drauf angewiesen, dass deine Eltern dich akzeptieren?
        Das ist halt eine Macke von denen, genauso wie dass dein Vater leckere Sachen mit dir essen möchte.

        Es reicht doch, wenn du dich selbst akzeptierst und es erleichtert dir das Leben, wenn du keine Erwartungen an deine Eltern hast und akzeptierst, dass sie halt so sind. Akzeptieren heißt ja nicht, dass du jetzt alles toll findest oder so. Ich meine das Wort akzeptieren eher so als „etwas hinnehmen“.

        Wenn es um gegenwärtige Situationen geht, dann ist es schon richtig es anzusprechen, dass du in Zukunft dieses Eis+Kuchen+Gebäck-Programm nicht mitmachen wirst. Woher sollen die das sonst wissen, sie können ja nicht in deinen Kopf sehen. Wahrscheinlich ist das wie bei vielen Eltern, die erinnern sich, was du als Grundschulkind gern mochtest und bekommen gar nicht richtig mit, dass du jetzt gar kein Grundschulkind bist und deine Essgewohnheiten auch anders geworden sind. „Nein“ sagen müsste doch ausreichen, wie du schreibst. Irgendwann kapiert er das schon, dass es keine gute Idee ist den ganzen Tag, den du anwesend bist, mit Essen und Nachtisch zu verbringen. Vielleicht ist er einfach nicht so kreativ und ihm fällt sonst nichts ein, was er mit seinem erwachsenen Kind einen Tag lang unternehmen könnte. Da kann man viel spekulieren. Wär praktisch Gedanken lesen zu können, um herauszufinden, was die Leute sich dabei denken. Kann ja auch sein, dass du beim letzten mal Nein sagen, nicht konsequent genug warst oder er dachte, das ist nur an dem Tag so und beim nächsten Besuch machst du das mit dem lecker Essen wieder mit. Wer weiß…ich nicht.

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    3. Sehr interessante Frage! Ich bin auch der Meinung, dass meine Eltern, vor allem mein Vater bei der Erziehung sehr viel falsch gemacht haben, aber da unser Verhältnis seit dem Auszug so gut ist, möchte ich auch nichts kaputt machen.
      Allerdings habe ich mit diesem Artikel viel aufgearbeitet (die erste Version war voller Vorwürfe 😉 und da meine Mutter bestimmt irgendwann drauf gestoßen wäre, habe ich ihr den Artikel zu lesen gegeben. Das war schlimm genug und eine sehr emotionale Erfahrung für uns beide….

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      1. JinniKnopf

        Ja, solch eine Erfahrung möchte ich mit meinen Eltern auch machen. Ich möchte das geklärt haben… aber keinen Streit entfachen.
        Klingt toll, wie du das mit dem Artikel aufgearbeitet hast! Mir fehlt es, das Aufarbeiten. Ich glaube, bei mir vereinnahmt diese Thematik zu viel Platz im Kopf. Das muss alles mal raus, weiß aber nicht genau wie und wo
        Naja. Vielleicht wird sich das auch legen, wenn ich alles abgenommen habe 🙂

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      2. IULIUS

        @JinniKnopf,
        vielleicht hilft es zu überlegen, was eine Auseinandersetzung an Positiven Dir bringen kann. Vielleicht ist der Wunsch auch nur dem geschuldet jemand anderes die Verantwortung für Dein derzeitiges Verhalten zuzuschieben. Muß akut nicht falsch sein. Nur auf Dauer hilft nur, einen Schlußstrich zu ziehen und sich auf seine eigene Verantwortung für sich selber zu beschränken.

        Deine Eltern wollen Dir (aus ihrer Sicht) nur was gutes tun. Essen ist auch ein sozialer Akt, der eine gewisse Vertrautheit bedingt, bzw. ein angenehmes Klima schafft. Mir scheint, genau dagegen verwehrst Du Dich. Ab und zu ein Eis macht mit Sicherheit nicht fett. Beim Essen gehen kann man sich ja auch auf kleine Mahlzeiten oder einen Salat beschränken. Ansonsten muß man auch nicht alles essen, was einem vorgesetzt wird.
        Mit deiner „Weigerung“ Deine Eltern sehen zu wollen verstärkst Du wahrscheinlich sogar deren Bemühung Dir in der kurzen/seltenen Zeit die ihnen mit Dir bleibt etwas „positives“ antun zu wollen.

        Deine Eltern mögen die Verantwortung dafür tragen, daß Du fett geworden bist. Du trägst die Verantwortung dafür daß Du fett bleibst. Ich persönlich wäre da eher auf mich selber sauer, als auf meine Eltern.

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      3. IULIUS

        Nachtrag:
        Solange Du die Schuld Deinen Eltern gibst wirst Du in Deiner mißlichen Lage verharren. Vor allem hast Du einen Sündenbock. Du wirst auch nichts nachholen, nur weil Du der Vergangenheit nachtrauerst. Auch wenn ich massiv gegen die Kirche bin, in dem Punkt, daß Verzeihen und Vergeben Seelenheil bringt stimme ich mir ihr überein. Das macht den Kopf frei.

        Um es mit Konfuzius zu sagen:
        „Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.“
        Sieh nach vorne. Da sind die interessanten und erstrebenswerten Sachen.

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      4. JinniKnopf

        @Iulius. Über mein derzeitiges Verhalten schiebe ich niemandem außer mir selbst die Verantwortung zu. Es geht hier nicht darum, dass ich meinen Eltern die Schuld daran gebe, dass ich adipös _bleibe_, sondern dass ichs (geworden) bin. Wie du schon schriebst. Und sauer bin ich auf mich keinesfalls. Was würde das bringen? Ich versuchs einfach zu ändern. Sogesehen versuche ich den Mist meiner Eltern wegzuschaufeln, zugegebenermaßen aus egoistischen Gründen.

        Meine Eltern wollen mir Gutes tun, meinst du? Ja, was ist denn für mich gut? Bestimmt nicht Eis essen gehen, Kuchen mampfen, Pizza reinhauen.
        Siehst du (wie meine Eltern) nicht, dass das „Gute“ hier das eigentlich „Schlechte“ ist?

        Und logo übernehme ich Verantwortung für mich selbst. Aber findest du nicht, dass Eltern ihr erwachsenes Kind auch mal unterstützen könnten, oder es zumindest nicht in Versuchung führen könnten?

        Ich trauere auch nicht der Vergangenheit nach. Ich analysiere sie. Das darf man doch wohl noch, oder? Das heißt doch noch lange nicht, dass ich nicht auch in der Gegenwart lebe und in die Zukunft schauen kann. Ich finde dieses „entweder oder“ bei Vergangenheit/Gegendwart/Zukunft-Geschichten nicht angebracht. Man ist doch das, was die Vergangenheit aus einen gemacht hat, man lebt in der Gegenwart und plant die Zukunft. Man lebt in allen Dreien, nicht nur in einem.

        Mit dem Seelenheil stimme ich mit dir überein. Verzeihen und vergeben ist sehr wichtig. Dennoch kann man nichts dafür, wenn man psychisch einfach hinterherhängt und es eine Unklarheit gibt, die einen keine Ruhe lässt. In einer solchen Phase kann man noch nicht verzeihen oder vergeben, weil das einfach logischerweise erst danach kommt…

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    4. Irenicus

      Mag durchaus sein, dass deine Eltern schuld sind, dass du als Kind adipös geworden bist. Aber jetzt bist du für dich selbst verantwortlich. Jetzt deine Eltern zu konfrontieren bringt wahrscheinlich herzlich wenig.

      Aber: Da du meinst, du seist seit 2 Jahrzenten adipös, bist du mindestens seit 2 Jahren erwachsen, und damit für dich selbst verantwortlich. Also solltest du jetzt Verantwortung für dich übernehmen und abnehmen. Das hat mit deinen Eltern eigetnlich nichts mehr zu tun.

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      1. JinniKnopf

        Was ich „sollte“ oder nicht, bleibt aber gottseidank noch mir überlassen, oder? 😉
        Dass Abnehmen hat wirklich nix mehr mit meinen Eltern zu tun, außer vielleicht, dass sie mich erst in diese Lage brachten. Das Umsetzen aber liegt allein an mir, das weiß ich, und bislang gelingt es auch ganz gut.
        Es geht aber in meinem Kommentar mehr ums Psychische. Man möchte doch generell gerne von seinen eigenen Eltern verstanden werden. Und dass es bei einer so offensichtlichen Sache wie meiner Adipositas nicht funktioniert, gibt mir halt zu Denken.
        Meine Eltern sind ja weder alt noch dumm. Die sollten ihre Fehler eigentlich selbst sehen. Dass sie es nicht sofort sahen, was sie falsch machten, mache ich ihnen nicht zum Vorwurf. Aber irgendwann im Laufe der Jahre und dem Resultat (ich wurde immer fetter), könnte man doch schon verlangen, dass sie das bemerken und irgendetwas ändern. Klar bin ich jetzt erwachsen und achte auf mich selbst (worüber ich btw auch sehr froh bin), aber wie gesagt, es regt mich halt auf, dass wenn ich auf Besuch bin, diese alten Muster meiner Eltern immer wieder hervorstechen…

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      2. Mona

        @JinniKnopf
        Wieso erwartest du so viel von deinen Eltern? Was bringt es dir?
        – Sie sollen dich verstehen.
        – Sie sollen dich unterstützen.
        – Sie sollen dich nicht in Versuchung führen.
        – Sie sollen einsehen, dass sie dich früher dick gemacht haben.
        – Sie sollen selbst merken, dass du nicht ständig Essen willst, wenn du zu Besuch bist.
        So viele Ansprüche, als ob du von deinen Eltern irgendwie abhängig bist, als ob du noch Kind wärst, kommt es mir vor.

        Eltern müssen gar nichts, vor allem weil du erwachsen bist.

        Was bringt es dir, wenn deine Eltern erkennen oder zugeben, dass sie Fehler gemacht haben? Es ändert doch gar nichts. Schuldzuweisung ist nicht gerade ein verbindendes Element. Willst du, dass sie sich mies fühlen und du gut dastehst, weil nicht du die Schuld tragen musst?
        Wieso regst du dich denn auf, wenn du schon vorher weißt, was dich dort erwartet? Da kannst du doch ganz gelassen hingehen und Nein sagen, fertig. Ich glaub, du hast viel zu hohe Ansprüche an deine Eltern. Die sind halt so wie die sind, die haben ihre eigenen Sichtweisen und Gedanken. Sie haben vielleicht eine andere Meinung als du.
        Ich denk auch, dass deine Eltern dir was „Gutes“ tun wollen. Wenn sie sich selbst über das Eis freuen, können sie wahrscheinlich gar nicht nachvollziehen, dass du es nicht tust. Ist halt so.

        Was die anderen alle geschrieben haben, ging um das Psychische. Worum denn sonst?

        „Mit dem Seelenheil stimme ich mit dir überein. Verzeihen und vergeben ist sehr wichtig. Dennoch kann man nichts dafür, wenn man psychisch einfach hinterherhängt und es eine Unklarheit gibt, die einen keine Ruhe lässt. In einer solchen Phase kann man noch nicht verzeihen oder vergeben, weil das einfach logischerweise erst danach kommt…“

        Wie meinst du das, wieso kann man in der Phase nicht verzeihen? Wonach kommt das Verzeihen?

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      3. JinniKnopf

        Ich erwarte nicht viel von meinen Eltern. Ich erwarte nur, dass sie mich nicht in Versuchung führen. Mit der Begründung, dass das in der Vergangenheit alles nur kaputt gemacht hat.
        Nennst du das echt viel? Ist es echt viel verlangt von seinen Eltern, mich nicht ständig zum fettigen/süßen Essen aufzufordern? Ist es viel verlangt, dass sie einen offensichtlichen Fehler verstehen?

        Ich versteh dein Problem damit nicht. „Eltern müssen gar nichts“ – ehrlich? Eltern sind auch keine dummen Viecher, denen man alles durchgehen lassen sollte. Sie sind auch nicht immer unschuldig. Sie dürfen doch wohl auch kritisiert werden, oder? Nicht nur die Kinder.

        Es kommt mir gerade so vor, als ob du so denken würdest: Bis 18 sind die Eltern voll und ganz für einen verantwortlich, danach ist man (von einem Tag auf den anderen) voll und ganz für sich selbst verantwortlich und hat selbst Schuld an allen Dingen, die man falsch macht. Dass man aber Dinge _aus Gewohnheit_ falsch macht, die man in den ersten 18 Jahren dank Eltern gelernt hat, kommt dir nicht in den Sinn. Jeder weiß, dass Gewohnheiten schwer zu ändern sind. Dass man im rechtlichen Sinne von einem Tag auf den anderen Verantwortung für sich trägt, ist klar. Aber dass muss nicht im sozialen Leben gelten und tut es auch nur in den seltesten Fällen.

        Und was haben denn bitte diese Dinge mit Abhängigkeiten zu tun? Was hat es damit zu tun, dass ich noch Kind bin? Ich sage ja, ich bin noch Kind. Nämlich das Kind meiner Eltern. Und das wird man auch immer sein und bleiben, selbst im hohen Alter! Mit Abhängigkeit hat das nichts zu tun. Ich lebe, seit ich 19 bin, allein bzw. mit meinem Freund und studiere.

        Was die anderen schrieben ging immer mehr um das Physische, also dass ich abnehmen kann weil ich erwachsen bin und Eigenverantwortung habe, blabla. Darum ging die ganze Sache hier gar nicht. Dass ichs selbst in der Hand habe, weiß ich, schrieb ich auch irgendwo.

        Mein Vater hat btw selbst 30kg abgenommen und weiß, dass hin und wieder ein Eis dem Erfolg schadet (und genauso Süßes, Pizza, etc. Es geht hier ja nicht nur um Eis, sondern so vieles und so viele Gelegenheiten mehr). Klar freut er sich über ein Eis, aber er weiß auch, dass es einen im Erfolg zurückwirft, dass es dick macht. Und bietet es seiner dicken Tochter an. Immer und immer wieder.
        Ist mein Punkt wirklich so schwer zu verstehen?!?
        Wenn er mir eine Freude machen will, dann kann er das auf tausend andere Weisen tun!

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      4. yannaba

        Ich würde an Deiner Stelle so etwas dann ganz direkt ansprechen, so wie: „Ach bitte lass mich doch mit dem Eis in Ruhe! Du weißt doch ganz genau, dass ich abnehmen will und muss. Da ist es doch irgendwie fies mir ständig Süßkram anzubieten, das ist so schon schwierig genug. Ich fände es schöner, wenn Ihr mich unterstützen würdet“
        So mache ich das mittlerweile zumindest in meiner Verwandtschaft und bekomme dadurch wesentlich bessere Reaktion als mit Vorwürfen der Art : „Ihr seid ohnehin Schuld an allem!“ – was ja vielleicht sein mag, aber besonders für Eltern einfach nur verletzend rüberkommt und womöglich zu einer ziemlichen Verstimmung innerhalb der Familie führen kann.

        Nun kenne ich deine Eltern nicht und vielleicht ist das ja auch ganz genau die falsche Methode in deinem Fall, aber bei mir funktioniert das ganz gut.

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      5. Mona

        So wie yannaba geschrieben hat, meinte ich das auch.
        Wie schon vorher geschrieben: Schuldzuweisungen über Sachen, die Jahre her sind ergibt einfach keinen Sinn, weil man daran gar nichts ändern kann. Die Vergangenheit bleibt so wie sie war.
        Und ich hab oben auch geschrieben, wenn es um aktuelle Themen geht, wie das Eis usw., dann solltest du das auf jeden Fall ansprechen, finde ich.

        Ich schreib hier die ganze Zeit, weil du geschrieben hast, dass du Meinungen dazu hören willst. „…was soll ich tun? Was würdet ihr tun?“ An jeder Meinung hattest du etwas auszusetzen, statt zu akzeptieren, dass es nur unsere Meinungen sind. Wir wissen über dich ja nur das, was du schreibst und schreiben, wie wir das Problem lösen würden, bzw. wie wir dieses Problem in unserem Leben schon gelöst haben.

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      6. JinniKnopf

        Mona, ich habe nichts an deiner Meinung auszusetzen. Es ist deine Meinung. Ich habe mich nur teilweise angegriffen gefühlt. Und vorallem missverstanden. Zum Beispiel ist die Sache nicht Jahre her, sondern es geschieht immernoch, bei Heimatbesuchen. Das habe ich schon oft geschrieben und irgendwie scheint es nicht anzukommen. Es geht um die Gegenwart, wie es jetzt läuft, und um den Kontext klar zu machen habe ich etwas aus der Vergangenheit erzählt.

        Außerdem hatte ich auch das Gefühl (und daher war ich angegriffen), dass meine Meinung so absolut sinnlos und schrecklich und unvertretbar ist, dadurch, wie darauf reagiert wurde. Wahrscheinlich gings dir nicht anders, wir haben einfach aneinander vorbei geredet.

        @yannaba
        Angesprochen habe ich das bei meinen Eltern übrigens schon… aber hat kaum was ergeben. Minimal weniger ists geworden. Ich glaube, ich werde das einfach immer wieder ansprechen müssen bis sie es dann ganz lassen. Ist ja sozusagen auch eine Art Gewohnheit, die sie ablegen sollen… und Gewohnheiten Ablegen dauert.
        Wie gesagt, ich bin die letzte eigentlich, die einen Streit mit meinen Eltern entfachen will. Ich bin da ganz vorsichtig und mache keine direkten Vorwürfe oderso.
        Danke für den Kommentar. 🙂

        Ich bin für mich vorhin zum Entschluss gekommen, dass ich mit meinen Eltern mal ganz offen (und vorsichtig) über alles reden werde. Auch über die Schuld, die ich ihnen zuweise, was meine Adipositas betrifft. Weil es einfach meinen Kopf viel zu viel vereinnahmt und ich das ganze mal loswerden muss. Das ist für mich die beste Möglichkeit, um den Kopf ganz frei zu bekommen.

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  14. Drachenlied

    Wenn die Einmischung von Erziehern und Erzieherinnen unerwünscht ist, frage ich mich persönlich ernsthaft, warum diese Eltern ihre Kinder überhaupt in den Kindergarten/die KiTa geben? Diese Leute haben eine lange und anstrengende Ausbildung hinter sich, in denen sie Jahrzehnte der Pädagogischen Forschung verinnerlichen müssen. Ist genauso wie wenn man mit einem Virenproblem zum Informatiker rennt und dieser einem nicht den Rat geben soll die virenverseuchte Website nicht mehr zu besuchen. Erziehung ist Elternsache, daran gibt es nichts zu rütteln. Aber auch Eltern machen Fehler, vor allem beim ersten eigenen Kind und sollten die wohlgemeinten Ratschläge von Experten zumindest reflektieren und in Betracht ziehen, statt sich durch „Vorschriften Fremder“ in seiner Eigenschaften als Eltern grundsätzlich grundlos angegriffen zu fühlen.

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    1. IULIUS

      Erzieher sind nicht zwangsläufig Erziehungsberater. Auch scheinst deren Qualifikation maßlos überschätzen zu werden. Die tun auch nicht Jahrzehnte Pädagogischer Forschung verinnerlichen, sondern eher nur den derzeit gültigen Mainstream – egal, was für ein Schwachsinn das ist. Alles andere sprechen sie in ihrer Ausbildung vielleicht mal kurz an.

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  15. T

    Hui, hier gibts ja einiges an Diskussionsbedarf.

    Also, ich war ein dickes Kind. Auch wenn meine Mutter übergewichtig ist, hat sie sich wirklich bemüht, mir einen anderen Start zu ermöglichen. Ganz davon abgesehen, ob und wie das funktioniert, wenn man mit seinem eigenen Essverhalten nicht im Reinen ist, hatte sie überhaupt keine Chance. Es gab nämlich noch etwas, das nennt sich Großeltern. Bei denen war ich oft, meine Eltern haben beide ganztags gearbeitet. Und meine Oma hat mich schon im Kinderwagen mit Keksen und Apfelsaft vollgestopft. Es sind ja nicht immer nur die Eltern allein, es ist ja auch die restliche Familie und das soziale Umfeld.

    Auch die gönnerhaften Kommentare von Außenstehenden in meiner Anwesenheit gegenüber meiner Eltern, man müsse mich halt immer bremsen (wohlgemerkt, als ich dann normalgewichtig war) und so weiter empfand ich als beschämend. Beschämend für mich, aber auch für meine Eltern. Und Scham wegen Essen zu empfinden ist eher kontraproduktiv. Ich fing halt einfach heimlich an zu fressen. Daher ist öffentliches Anprangern halt echt bescheuert.

    Ich bin allerdings der Meinung, dass ErzieherInnen und LehrerInnen sich auf jeden Fall einmischen sollten, wenn sie merken, dass etwas schief läuft. Aber nicht durch Rundmachen auf dem Elternabend oder Plakate, was die Eltern so essen. Wann ist das persönliche Gespräch eigentlich außer Mode gekommen? Wie wäre es mit echten Vorschlägen, statt einfacher Verurteilung?

    Ich hab derzeit auch keine Kinder. In absehbarer Zeit wird es aber hoffentlich dazu kommen. Ich wünsche mir für mich, dass ich es trotz meines lange Zeit sehr angespannten Verhältnisses schaffe, diesen eine gewisse Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit im Umgang mit Essen zu vermitteln.

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  16. Alex

    Hmm, mich verwirrt der Artikel ein wenig. Ich unterstelle Erziehern grundsätzlich erst einmal, von „gesunder“ Ernährung keine oder nur sehr wenig Ahnung zu haben. Du widersprichst Dir, wenn Du oben die Brotdoseninspektionsbefunde kritisierst (weißes Toastbrot- böse, böse- und -äh- was ist Kinderkäse bzw -wurst?) Wenig später berichtest Du über Deine eigene restriktive Ernährung als Kind, da scheint dann „Toast mit süßem Belag“ in Ordnung zu gehen, da Du ja dünn warst. Und was ist an Vollkorn(brot) „gesund“? In anderen Ländern ist solches gänzlich unbekannt, da wachsen Menschen auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen heran. Und böse Süßigkeiten, nur an hohen Feiertagen erlaubt, ja nicht jeden Tag. Warum denn nicht? Hier ist die Portionsgröße und der Anteil an der gesamten Essensmenge ausschlaggebend. Was ist gegen eine kleinere Kugel Eis oder eine andere kleine Süßigkeit nach dem Essen einzuwenden? In meinen Augen können Kinder nur so einen normalen Umgang mit Süßem lernen, wenn sie wissen, dass das zwar nicht der Hauptbestandteil der Nahrung ist aber auch kein Bohei um jedes Bonbon gemacht wird.
    Die Präferenz nach den Geschmacksrichtungen süß und umami ist angeboren, da überlebensnotwendig, Bitteres und Saures hingegen zu Beginn des Lebens aversiv angelegt (Giftstoffe sind meistens bitter, Unreifes oder Verdorbenes sauer). Jeder Mensch hat ein anderes Geschmacksempfinden -ähnlich der Unendlichkeit der DNA- deshalb funktioniert für Kind A vielleicht ein bestimmtes Programm, das dann bei Kind B total versagt.

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    1. Es gibt extra Wurst und Käse, die speziell für Kinder vermarktet werden und besonders fettig sind. Ich sage weder, dass die Brotdosen der Kinder, noch meine Ernährung als Kind, das Gelbe vom Ei sind… Und ich habe auch nie gesagt, dass es Süßigkeiten nicht jeden Tag geben darf, allerdings halte ich eine Rationierung, bei Kindern die übergewichtig sind oder dazu neigen, durchaus für angebracht.

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  17. Birgit

    Im Kindergarten meines ältesten Sohnes wurde jeden Tag die Brotzeit im Kindergarten zubereitet, immer bestimmten Wochentagen zugeordnet (Milchreis, Grießbrei, Semmeln, ….)
    Die Kinder erlebten die Brotzeit als etwas Verlässliches und Verbindendes und nicht als etwas Trennendes (der andere hat xy dabei..).
    Sie sahen: Essen macht Arbeit, schafft aber Gemeinsamkeit, vereint und macht zufrieden.
    Kein Kind hat über die einfachen Speisen gemeckert.
    Durch gemeinsames Essen würden viele Konflikte vermieden.

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  18. Anya Meyer

    Interessant, wie viele Leute hier sagen, dass es alleinige Entscheidung der Eltern ist, wie sich ihre Kinder ernaehren. Das mag ja stimmen, aber Fakt ist leider, dass viele Eltern selber nicht komplett Bescheid wissen ueber Ernaehrung (ja, auch viele Eltern glauben Fettlogiken…). Ich finde, dass jedes Kind mindestens Aufklaerung und die Chance bekommen muss, zu erfahren, was gesunde Ernaehrung ist. So wie es wichtig ist, dass jeder Mensch einmal hoert, was z.B. Rauchen fuer Auswirkungen haben kann. Ob man dann raucht oder nicht, ist jedermanns und -fraus eigene Entscheidung, aber man muss zuerst die Fakten wissen, damit man objektiv entscheiden kann. Daher finde ich es wichtig, dies in der Schule auch zu thematisieren, und zwar objektiv, nicht wertend. Anscheinend muss dann jede Familie fuer sich entscheiden, was fuer sie passt…

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  19. Ich finde das sehr interessant, da ich zwar als Teenie wie ein Hefekuchen außereinander gegangen bin, aber als Kind knochig-dürr war. Ich habe als Kind Süßigkeiten gehasst, war nur auf Achse und mochte oft garnichs oder nur trocken Brot essen. Meine Mutter musste mich sehr oft zum Essen zwingen. Ich hatte also schon als Kind keinen ordentlichen Rhythmus, und habe dann als Teen ins komplette Gegenteil umgeschlagen. Da stopfte ich, was nur ging, und wurde rund und speckig – immer noch kein System. Ich denke auch, dass Rituale und behutsame Selbstregulierung der richtige Weg sind, aber das ist ja in der Erziehung eh ein sehr guter Tipp.

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  20. Ich habe vier Kinder und alle haben ein unterschiedliches Essverhalten. Wichtig bei Kindern ist meines Erachtens vor allen Dingen Bewegung. Vieles verwächst sich einfach mit der Zeit. Meiner persönlichen Beobachtung nach werden Kinder oftmals erst mopsig, dann lang weil ein Wachstumsschub folgt. Wirklich fette Kinder sind die mit Bewegungsmangel, viel Elektronik, wenig draußen und futtern aus Langeweile.

    Auch die Schulen versuchen sich ja am Thema „gesunde“ Ernährung. Teilweise doch mit fragwürdigem Material, heute morgen durfte ich mir anhören, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages sei, wo ich nur bei mir dachte, ob sie die Schlafenszeiten mit den Verdauungszeiten einmal abgeglichen haben, ich bekomme morgens einfach nichts runter und bin einfach immer noch satt. Dann bekamen sie eine Rezeptbroschüre mit Ernährungspyramide, OK, Fertiggerichte finde ich meist auch nicht so prall, aber Nussecken und arme Ritter? Das ganze dann ohne Nährwertangaben? Ich fand es doch ein wenig grenzwertig.

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    1. Stimme zu! Habe auch das Gefühl, dass gerade an Schulen wirklich viel Halbwissen verbreitet und/oder genutzt wird.

      An vielen weiterführenden Schulen in Bayern (mein Eindruck als Ex-Schülerin und Lehramtsstudentin in den Praktika) gibt es ein „gesundes Frühstück“ einmal in der Woche bis einmal im Monat. Dort konnten die Kinder sich dann in der Pause ein „gesundes Pausenbrot“ kaufen, das meistens der Elternbeirat stellt.

      Beispiele für die „gesunden Snacks“, die ich so an min. 4 verschiedenen Schulen gesehen habe: Kornstange mit 1cm dick Kräuterbutter. Schoko-Nuss-Müsli mit TK-Beeren und Sprühsahne, Vollkornbrot mit 1cm dick normaler Butter und Kresse, Laugenstange mit Käse, Ei und Butter, Obstsalat aus Bananen, Äpfel und Cocktailobst (aus der Dose). Man sieht vielleicht ein paar gute Ansätze (Vollkorn, Obst), aber wenn man jetzt mal von den Kalorien her rangeht und den Nährwerten, ist die Semmel mit Frischkäse oder Lyoner von daheim auch nicht weniger gesund als das Angebotene.

      Da wäre die Schule besser bedient, würde Sie jedem Kind ein Springseil oder einen Ball in die Hand drücken und danach auf dem Pausenhof allen ein motivierendes Sport-und-Spiel-Programm anzubieten. Das wäre dann wirklich eine gesunde Maßnahme.

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      1. Ich hatte am Samstag die Chance mich mit einem Fitnesstrainer aus dem Kinder- und Jugendbereich zu unterhalten. Er war der Meinung, dass die zusätzliche Belastung durch Krafttraining zu einem über durchschnittlichen Wachstum sowohl der Muskelmasse als auch der Länge führen würde. Leider hat er mir keine Quelle genannt. Er empfahl für kleinere Kinder (- 11 Jahre) Eigengewichtstraining im hypertrophen Bereich und ab 11 Jahren olympisches Gewichtheben mit dem Endziel das eigene Körpergewicht hochzubekommen. Falls der Mann Recht hat, woran ich nicht wirklich zweifele, kann Übergewicht in der Jugend zumindest zum Teil in zusätzliches Längenwachstum umgesetzt werden, so dass dort die Ansatzmöglichkeiten zur Bekämpfung von Fettleibigkeit vielfältiger sind. Schulungsmaßnahmen sollten dann halt eher auf das Halten des Gewichts ausgelegt und die Kontrolle über die Nahrungszufuhr sein, kurz wie gehe ich mit Waage und Kalorientabelle um, wie berechne ich meinen BMI.

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      2. Mona

        Ab 11 olympisches Gewichtheben?
        Ist das nicht schädlich für die Wirbelsäule?
        Ich kenn das nur so, dass man frühestens ab 14 an Geräten trainieren kann, manche sagen erst ab 16 oder 18. Aber ich hab auch keine Quellen.
        Wo gibt es denn einen Sportverein oder ein Fitnessstudio, das sich zutraut 11-jährigen Gewichtheben beizubringen?

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  21. Hallo Mona,

    nein, das ist eine „Sportlogik“, die sich schon sehr lange hält. Das Krafttraining gut für Kinder und Jugendliche ist, ist der aktuelle Stand der Sportforschung, das andere waren theoretische Überlegungen aus den 80ern, die niemals einer wiessenschaftlichen Überprüfung standhielten, aber sich sehr lange halten, sozusagen der Hungerstoffwechsel des Sports 😉

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      1. Es wurde vermutet, dass Krafttraining durch Überlastung die Epiphysenfugen schließt oder ander schädigt und das Knochenwachstum dadurch behindert wird. Das könnte tatsächlich passieren bei einer Belastung mit einem großen Vielfachen des eigenen Körpergewichtes, solche Belastungen treten aber beim Training tatsächlich nie auf.

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      2. IULIUS

        Ich finde dabei das Wort „vermutet“ interessant. Das läßt die Interpretation zu, daß es dazu a) überhaupt keine Beweise oder auch nur Hinweise gab, b) kein Interesse daran bestand das aufzuklären.

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  22. Daniel

    Das Fettlogik-Buch gefällt mir deshalb so gut, weil es konsequent mit Vorurteilen auf räumt und mit wissenschaftlichen Studien argumentiert, statt mit vermeintlichem Expertenwissen, von dem man nicht weiß, wie die Experten darauf gekommen sind. Außerdem vermeidet die Autorin sorgfältig auf einen bevormundenden Stil. Leider weicht dieser Gastbeitrag in beiderlei Beziehung davon ab. Es gibt zB schon mal gute Gründe für die Annahme, dass Eltern fast keinen Einfluss auf die Persönlichkeit ihrer Kinder – was über die mitgegebene genetische Ausstattung hinaus geht – haben. Dies dürfe insbesondere für deren Fähigkeit zum Belohnungsaufschub ‚delay of gratification‘ haben, der unter anderem entscheidend für die Ernährungsweise ist. Die Gleichaltrigen hingegen üben größten Einfluss aus, weshalb picky eater dieses Verhalten im Kindergarten häufig ablegen. Ich finde es auch merkwürdig, warum ich als Vater aufgefordert werde die Nahrung meiner Kinder zu reglementieren, solange diese noch im normalen Gesichtsbereich liegen und keine Mangelerscheinungen zeigen. Generell sollte man meiner Meinung nach – und das sage ich nicht als Lehrer oder Zwillingsvater „Experte“ – mit Kindern stets genau so respektvoll und tolerant umgehen wie mit seinem Ehepartner, natürlich der kognitiven Entwicklung angepasst.

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    1. Mona

      Solang die Eltern den Kindern gut Zähneputzen beibringen, seh ich auch kein Problem bei Süßigkeiten.

      Manche Kinder sitzen den halben Tag in der Schule und denn restlichen Tag Zuhause an Hausaufgaben oder irgendeiner Spielkonsole, da würde es auch nicht viel helfen dem Kind „Gesundes“ zu geben. Ohne Bewegung baut sich die Muskulatur ab, da hilft dann nur Bewegung, um zu vermeiden, dass das Kind ganz schlapp wird. Schlappe Kinder schnaufen schon nach 10 m laufen oder finden ihre Schultasche viel zu schwer, obwohl andere ihre Tasche leicht finden.

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  23. Anja

    Ich habe in meinem Leben oft die Erfahrung gemacht: wer als Kind stark reglementiert wurde hat später Probleme mit dem Gewicht (ich selbst bin so ein Beispiel)
    Ich bin auch Erzieherin (in unserer Kita gibt es ausgewogenes Essen für alle) und merke oft: die Kinder, die Zuhause keine/sehr wenig Süßigkeiten bekommen, essen in der Kita, wenn es Geburtstagskuchen oder mal Pudding zum Snack gibt, Unmengen und können sich garnicht selbst bremsen. Kinder, deren Eltern nicht so streng sind, essen etwas und hören irgendwann auf, mal nach 1 Stück/Schüsselchen, mal nach der Hälfte, mal nach 2 Portionen, mal essen sie garnichts süßes. Genauso ist es bei fettigen Essen. Es gibt allerdings Ausnahmen. Nämlich übergewichtige Kinder, (meist von übergewichtigen Eltern) die essen auch soviel wie sie kriegen können. Es scheint also eine Mischung aus Freiheit und gutem Vorbild zu sein, der Kinder zu einer gesunden Ernährung führt.

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