Gastartikel: Jochen bekommt endlich sein Fett weg

Es wurde verschiedentlich um mehr Lesergeschichten gebeten, weil die offenbar für viele motivierend sind. Also habe ich Jochen gefragt, ob er nicht ein bisschen was über seinen Weg schreiben will , nachdem er mir ein Vorher-Nachher-Foto gezeigt hatte. Da hier neulich auch die Frage aufkam, ob eigentlich nur Frauen mit „Magersucht!“-Warnungen konfrontiert sind, hier ein kleiner Spoiler: Nein, die kriegen Männer auch.

Der Anfang

102,8. Eine Zahl, vier Ziffern. Wäre dies hier nicht nur das Display einer einfachen Digitalwaage, wären die Ziffern rot und aus den Lautsprechern käme ein lauter Alarm wie bei Star Trek, wenn das Raumschiff getroffen wurde. Trotz der fehlenden audiovisuellen Unterstützung wird mir klar: Das ist eine Katastrophe, eine unerwartete dazu.

Ein paar Wochen zuvor, Beginn der Sommerferien. Die Waage und ich sind seit geraumer Zeit geschiedene Leute und meiden auch jede weitere Begegnung. Mein Gewicht weiß ich nicht, aber Hemdknöpfe sagen manchmal mehr als 1000 Worte: Oben wird jeder Versuch des Schließens als aussichtslos fallen gelassen und weiter unten spannt sich auch so Manches. Genaueres möchte ich gar nicht wissen, aber ich merke, dass da doch ein paar Pfund runter können. Also weniger essen, morgens ein paar Bahnen im Freibad und im Urlaub regelmäßig joggen. Am Ende des Urlaubs bin ich Waage-mutig – und dann 102,8 bei 182 Zentimetern. Es muss sich etwas ändern, das ist mir jetzt klar.

Alles anders – aber wie?

Vor einigen Jahren war ich dienstlich zum Abnehmen gezwungen, damals von knapp 100 Kilo auf 90. Ob das nochmal klappt? Ich bin skeptisch, denn damals hatte ich viel Zeit und keine Kinder. Aber auf 95 Kilo zu kommen, wäre doch schon ein schöner Erfolg. Damals half mir ein teurer Proteinshake, also ab ins Internet und bestellen. Maßnahme Nummer zwei: den Crosstrainer im Keller entstauben und morgens eine halbe Stunde lang benutzen. Fitnessstudio ist halt vom Zeitbudget her nicht mehr drin. Dritte Idee: Keine Softdrinks, weniger Schokolade. Ob’s hilft? Wie lang mein Abnehmprogramm dauern wird, weiß ich nicht.

Der erste Monat

In zwei Wochen beginnt die Schule wieder, und so formuliere ich mein erstes Zwischenziel: zweistellig bis zum Schuljahresbeginn. Der Crosstrainer gibt, so kommt es mir vor, leicht ächzende und stöhnende Geräusche von sich, als ich meine ersten Runden auf ihm drehe. Vielleicht müsste er auch einfach mal geschmiert werden. Trotzdem klappt alles gut und ich laufe jeden Morgen meine halbstündige Runde.

Auch am Kühlschrank erringe ich einige kleine Siege über mich selbst, so dass das Schuljahr mit knapp 99 Kilo beginnt. Jetzt geht aber natürlich auch wieder die Feierei im Lehrerzimmer los: Geburtstage, Jubiläen, Beförderungen. Bei allem gibt es natürlich Kuchen oder zweites Frühstück und so ganz kann man sich auch nicht davon fernhalten.

Zu dieser Zeit begegnet mir „Fettlogik“. Ein bloggender Lehrer aus Bayern empfiehlt es. Ich schaue mir die Leseprobe und erkenne gleich einige Fettlogiken wieder, die ich bisher geglaubt habe. Da ich ja jetzt das Geld für die Schokoladentafeln und die Cola einspare, investiere ich die paar Euro in das E-Book. Innerhalb weniger Tage ist es verschlungen.

Wichtiger als die einzelnen Fettlogiken ist für mich die Erkenntnis, dass ich mich bisher beim Abnehmen zu sehr selbst beschränkt habe. Warum soll bei 95 Kilo Schluss sein? Das Kapitel über die Gesundheitsrisiken bei Übergewicht schockiert mich. Anstatt die Autorin in die Hölle zu wünschen, nehme ich mir diese Informationen zu Herzen und überlege, ob es vielleicht noch weiter gehen könnte. Außerdem klappt das Abnehmen ja bisher ganz gut.

Der Proteinshake am Morgen bereitet mir noch weniger Freude als die Runde auf dem Crosstrainer. Ich halte aber daran fest, weil ich meinen bisherigen Erfolg auch zu einem großen Teil an ihm festmache. Schließlich hat es damals auch geklappt. Meine anderen Maßnahmen bis dahin: Mittags nur einen Teller voll (nicht nachnehmen), Inhalt aber fast egal. Abends esse ich die Wurst auf dem Knäckebrot, dazwischen irgendwann körniger Frischkäse. Das ist noch kein ausgeklügelter Diätplan, aber die Pfunde purzeln weiter.

Am Ende des ersten Monats stehe ich bei 95 Kilo. Mein Ursprungsziel ist erreicht, ich hätte also aufhören können. Kollegen und Freunde haben meinen Fortschritt bemerkt und mir auch brav gratuliert. Ich überlege, was noch möglich ist und mache weiter.

Der zweite Monat

Der Proteinshake ist alle und schmeckt in den letzten Tagen so gar nicht mehr. Ich möchte nicht so weit gehen, das Zeug mit dem Löffel einzunehmen, um länger etwas davon zu haben. Teuer ist er obendrein.

Es ist Herbst und die Läden bersten vor Obst und Gemüse. Für das Frühstück beschließe ich auf Müsli umzusteigen. Äpfel, Birnen, leckeres Fertigmüsli und ein wenig Milch stellen nun den Start in den Tag dar. Trotzdem geht die Waage nicht wirklich hoch. Kleine Schwankungen im Pfundbereich kann ich aufgrund meines nun vorhandenen Wissens einordnen.

In die Schule nehme ich eine Brotbox ohne Brot, dafür mit Äpfeln und Möhren. Es gibt zwar eine Cafeteria, aber dort gibt es für das Mittagessen nur Fleischkäsebrötchen, Frikadellenbrötchen und andere Kalorienbomben. Zwar zähle ich noch keine Kalorien, aber ich weiß, dass ich in dieser Richtung optimieren kann.

Daheim koche ich vermehrt frisch. Zucchini und Tomaten kommen häufig in die Pfanne, und ich freue mich, als ich sehe, wie wenig Kalorien beide Gemüse haben.

Zur Monatsmitte bin ich bei 91 Kilo, es geht also weiter gut voran. Inzwischen fällt allen auf, dass ich abgenommen habe. Es wird artig gratuliert und gefragt, wie ich das gemacht habe. „Sport und weniger essen“ ist aber eine sehr unspannende Antwort, so dass die Gespräche noch sehr kurz sind.

Ein Kollege nimmt zur gleichen Zeit auch ab, wobei er nur ein paar Kilo verlieren möchte. Wir unterhalten uns über Fitness-Apps – ich zeichne meine Läufe und Crosstrainerrunden über eine App auf – und er zeigt mir eine zum Kalorienzählen. Das habe ich bisher ja eher gemieden. Interessiert bin ich, als er mir zeigt, dass diese App die Sportkalorien aus der anderen App einfach übernimmt. Auch der Barcodescanner weckt mein Interesse.

Ich lade mir die App herunter und gebe meine Daten ein. Ein Gewichtsziel soll ich eingeben. Mehr aus Spaß gebe ich 86 Kilo ein. Haha. Ich war mir zu Beginn sehr sicher, dass ich so tief doch nicht mehr komme. Den Begriff „Set Point“ kannte ich zwar nicht, vertrat aber auch diese Ansicht, dass es für jeden irgendwann, gerade im höheren Alter, nicht mehr weiter runter geht.

Auf dem Spielplatz Gespräch mit Nachbarn. Mein Nachbar befindet sich in der Gewichtsklasse, in der ich mit dem Abnehmen gestartet habe. Wir reden über meine Abnahme, wie ich es gemacht habe, und er bemerkt halb scherzhaft: „Dir ist schon klar, dass du dir hier im Neubaugebiet damit nicht nur Freunde machst“. Seine Frau verwiese beim Thema Abnehmen ab und zu auf mich, anderen Ehemännern gehe es ähnlich. Ich male mir schon aus, wie Horden von Ehemännern mir im Dunkeln auflauern und mir das verbliebene Fett aus dem Leib prügeln. Er sagt es aber mit einem Lächeln, daher sind meine Sorgen nicht so groß.

Die Gespräche über meine Gewichtsabnahme werden länger. Irgendwann fragt mich auch meine Frau, was denn mein neues Gewichtsziel ist. Am Monatsende stehen 88 Kilo auf der Waage, die „magische“ 90 ist gefallen. Dabei habe ich wirklich nicht gehungert und bin überrascht, wie einfach es bis dahin ging. Rückschläge blieben bis dahin aus.

Der dritte Monat

Zu Beginn des Monats gönnen meine Frau und ich uns ein Wellness-Wochenende ohne die Kinder. Auf der Feier am Vorabend gibt es ein reichhaltiges Büffet, im Hotel gibt es kein ordentliches Müsli und nur Obst aus der Dose und das Abendessen im Restaurant ist sehr reichlich. Einen Crosstrainer gibt es auch nicht und zum Joggen sind die Weinberge auch nicht die beste Idee für einen Flachländer wie mich.

Nach dem Wochenende sind 1,5 Kilo mehr auf der Waage. Geht jetzt doch das Jojo los, vor dem mich die Leute warnen und das ich auch befürchte, wenn ich wieder „normal“ esse? Ich brauche fast zwei Wochen, um diesen kleinen Rückschlag wieder wegzubekommen. Rückblickend betrachtet ist es ja ein wenig paranoid, bei immer noch unter 90 Kilo Panik wegen ein paar Gramm zu schieben. Wahrscheinlich war ich vom bisherigen Verlauf verwöhnt.

Das Tempo der Gewichtsabnahme geht auch runter. Immer öfter habe ich mehrere Tage am Stück, an denen sich das Gewicht gar nicht ändert oder sogar leicht raufgeht. Hier hilft mir jetzt das Wissen, dass solche Plateaus normal sind und nichts mit „Hier ist Schluss“ zu tun haben.

Bis auf den Ausreißer beim Wellnessen bin ich beim Essen sehr diszipliniert und trage alles in die App ein. Da ich aber nicht abwiege, schätze ich die Mengen eher und beschließe, einfach reichlich Luft zum vorgegebenen Tageswert zu lassen. Meine Eintragungen schwanken daher zwischen 1.400 und 1.700 Kalorien. An einem Tag gebe ich mal mehr ein, als die App mir vorgibt (1.800).

Der Blick auf die Kalorienbilanz hilft mir auch dabei, mir mal zwischendurch oder abends einen Schokoriegel zu gönnen, wenn ich sehe, dass noch Luft ist.

Unsere Kinder fragen meine Frau, ob ich jemals wieder mit ihnen zusammen Brötchen frühstücke. Große Gelüste darauf hatte ich bis dahin nicht, aber irgendwann muss man vielleicht doch wieder ein wenig normaler essen. Ich nehme mir vor, am Wochenende Brötchen zu essen. Lecker. Frau und Kinder sind zufrieden, dass ich noch nicht völlig durchgeknallt bin.

Mein Selberkochen dehne ich inzwischen auch auf das Backen aus. So weiß ich, was im Kuchen drin ist. Die App kann ich mit Rezepten füttern, und danach spuckt sie aus, wie viele Kalorien das Gericht pro Portion ergibt. Nach einiger Zeit kenne ich die Nährwerte meiner Lebensmittel und ernähre mich bewusster. Ab und zu bekomme ich einen Schrecken, wenn ich die Nährwerte von einigen Dingen sehe, die ich mir früher unbewusst zwischendurch eingeschoben habe.

Mitte November zeigt die Waage 85 Kilo. In meinem Umfeld macht sich Nervosität breit, es kommen vermehrt Warnungen vor Magersucht, das „Jetzt ist aber auch mal Schluss mit Abnehmen“ höre ich inzwischen in jedem Gespräch. Mit meiner Frau mache ich 83 Kilo als Ziel aus. Damit hätte ich zum ersten Mal seit meiner Ausbildung Anfang der 90er Jahre wieder einen BMI von 25. Dieses Gewicht erreiche ich Ende November, also nach drei Monaten Abnahme. Zum Ende geht die Waage sogar wieder leicht hoch.

Und danach?

Hier endet meine Gewichtsaufzeichnung. Ehrlich gesagt hatte ich vor der dann folgenden Zeit am meisten Angst: Würde ich nun ein zwanghafter Kalorienzähler? Kämen nun die Kilos zurück, gerade angesichts der bevorstehenden Plätzchen- und Feiertagszeit? Einige Freunde prophezeiten das.

Richtig geärgert habe ich mich beim Weihnachtsessen mit Kollegen. Ich bekam den Platz neben einer Ex-Kollegin, bei der ich mich bisher immer fragte, warum der Platz neben ihr bei den Feiern oft frei blieb. Hinterher wusste ich es.

Es begann mit höflichen Worten zu meiner Gewichtsabnahme. Ich erwidere kurz mit „Weniger essen, gesünder essen, Sport“. In den nächsten zwei Stunden bekam ich von ihr einen kostenfreien Vortrag – naja, er kostete mich Nerven – über schädlichen Weizen, die böse Ernährungsindustrie, WIRKLICH RICHTIGE Ernährung und alles andere außer Chemtrails und Aluhüte, wobei mich das auch nicht mehr gewundert hätte. Mein vorsichtiger Einwurf, so ganz falsch könnte ich ja nicht gegessen haben, wenn ich innerhalb von drei Monaten 20 Kilo abnehme, wurde kurz und knapp abgeschmettert: Das sei ja nur ein kurzfristiger Effekt, mein Gewicht halten könnte ich so, wie ich es mache, auf gar keinen Fall.

Die Adventszeit ging vorüber, das neue Jahr begann. In unserem Dorf wurde ein Neujahrslauf veranstaltet. In den Wochen vorher bin ich manchmal zum Bäcker gejoggt, einfach weil der Crosstrainer auf Dauer auch langweilig ist. Ich habe einen Freund gefragt, ob wir zusammen laufen. Es war mein erster längerer Lauf, etwa sechs Kilometer mit ziemlich viel Auf und wenig Ab. Die letzten 200 Meter bin ich dann gesprintet, um mich ein wenig zu verausgaben.

Auf der Waage tut sich weiterhin wenig. Ich esse mehr als in der Abnehmzeit, was ich auch einigen Leuten versprechen musste. Manchmal erwische ich mich dabei, vor Leuten demonstrativ zu essen, damit sie mit ihren Bemerkungen über meine „Magersucht“ aufhören. Da ich weiterhin Sport mache und geregelt esse, bin ich inzwischen stabil bei 81 Kilo.

Die Fettlogiken, die mich seit der sichtbaren Abnahme begleiten, werden immer abstruser. Eine nahestehende Verwandte erzählte mir kürzlich von ihrer Friseurin. Ein Kunde von ihr habe auch stark abgenommen „und nun hat er Krebs“. Was diese beiden Ereignisse miteinander zu tun haben, konnte sie mir dann nicht erklären, es blieb eher so furchtsam-nebulös. Ein weiterer Verwandter sprang ihr zur Seite und erklärte, dass sich krebserregende Stoffe im Fett ablagern. „Nun ja“, erwiderte ich fröhlich, „dann ist es ja gut, wenn das Fett nun weg ist.“ Das sähe ich aber völlig falsch, denn beim Abnehmen würden diese Stoffe ja dann freigesetzt und man bekäme Krebs. Augen rollen, weiter gehen.

Zwischenfazit

22 Kilo verloren und Fitness in allen Bereichen gewonnen: Ich habe nicht nur mehr Luft auf dem Crosstrainer, sondern beim normalen Gehen den Berg hinauf und auch beim Singen. Mein T-Shirt ist nach dem Tischtennis-Training nicht mehr durchgeweicht und ich kann ohne große Pausen durchspielen. Konzentrationsverlust aufgrund von Konditionsmängeln tritt nicht mehr auf. Das – teilweise stundenlange – Nachschwitzen nach dem Sport ist weg.

Fettlogik hat mir geholfen, gerade weil es kein Abnehmbuch im klassischen Sinne ist. Es macht keine Ernährungsvorschriften, sondern hilft beim Durchhalten. Mir war es von Anfang an wichtig, einen Weg zu finden, den ich dauerhaft gehen kann. Was hilft es mir, wenn ich schnell viel ab- und dann wieder zunehme? Also war klar, dass ich mich nicht in der Weise kasteien kann, dass ich mir bestimmte Lebensmittel verbiete. Die einzige Ausnahme für mich sind Softdrinks: Mit denen finde ich keinen normalen Umgang, etwa so wie abhängige Raucher mit ihren Zigaretten oder Alkoholiker. Diese müssen auch vollständig auf ihren Suchtstoff verzichten. Ich respektiere jeden, der über Low Carb, Low Fat oder High Irgendwas abnimmt, aber ich finde es wichtig, nicht dogmatisch zu werden. Außer in einer Richtung: Was zu viel ist, ist zu viel und kann weg.

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43 Gedanken zu “Gastartikel: Jochen bekommt endlich sein Fett weg

  1. Mona

    Die Fettlogik kenn ich auch: wenn man abnimmt, dass die ganzen schlechten Stoffe, die im Fett gespeichert wurden, wieder rauskommen und einen belasten oder krank machen.
    Ich glaube, wenn ich eine starke Chemotherapie gehabt hätte, dann würde ich Angst haben „zu schnell“ abzunehmen, weil ich nicht ganz weiß, ob es vielleicht doch stimmt. Bei allen anderen Medikamenten ist es nicht so schlimm, wenn die wirklich im Fett eingelagert wurden. Dass man davon Krebs bekommen soll, hab ich aber nie gehört, nur dass eventuell die Nieren mit den vielen alten Medikamenten, die im Fett gespeichert sind nicht zurecht kommen und man sich schlecht fühlt.

    Der Text ist gut geschrieben, war spannend die Geschichte zu lesen. Ich finde solche Texte auch sehr motivierend und sehr schön, dass die Schreibenden sich trauen Fotos hier im Blog zu zeigen. Super!

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    1. Susanne

      Hallo 🙂
      ich fürchte das mit den Schadstoffen im Fett hat gewissermaßen einen wahren Kern. Beispielsweise Chlororganische Pestizide, auch PCB, organische Quecksilberverbindungen und und und sind lipophil und lagern sich im Körper im Fettgewebe an. Entsprechend betroffene Personengruppen sollten deshalb nicht zu schnell abnehmen.
      Allerdings bin ich kein Arzt und kann deshalb hier nur mein Laienwissen als eine der Betroffenen weitergeben. Man findet aber einiges darüber, wenn man googelt.

      Viele Grüße
      Susanne

      PS: Wissenschaftlich unerschrockene können auch mal hier in die Einleitung lesen: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/2984.pdf

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  2. Multanis

    Glückwunsch, 20kg in 3 Monaten ist schon stark. =)

    Der Artikel ist schön geschrieben, vor allem in dem Abschnitt mit dem Krebs musste ich lachen, auch wenn es eigentlich traurig ist.

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    1. So ging es mir auch. Im ersten Moment (innerlich): „Muahahaha“, im zweiten echt sauer, weil man damit das Thema „Krebs“ eigentlich lächerlich macht und bagatellisiert. So nach dem Motto: „Pass beim Abnehmen auf, sonst hast du ganz schnell Krebs“. Ich habe Freunde, die an Krebs gestorben sind. Dann wird mir bei solchen Kommentaren ganz anders, wenn ich ans Nachdenken komme.

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  3. Kerstin

    Toll geschrieben. Nach den ersten Zeilen dachte ich „Wow, für einen Schüler schreibt der aber ganz schön gut“. Wegen der Sommerferien. Dann kam ja die Aufklärung *grins*
    Danke!

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  4. Stella

    Selten so gelacht beim Friseur. ….aber du hast recht, das ist eigentlich echt schlimm, so ein fürchterliches Geschwätz. …
    Ich glaube das die dummen Kommentare ab 20kilo Abnahme steigen…beobachte ich zumindest bei mir….ob das allerdings in Korrelation zur Gehirnmasse des Gesprächpartners steht, weiss ich nicht genau..😈
    Ich Gratuliere dir herzlich! Das motiviert echt ungemein!
    Viel Erfolg weiterhin und sportliche Grüsse
    Stella

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  5. Hannelore

    Die Leute nehmen ab, weil sie Krebs haben und nicht umgekehrt. Entschlacken ist auch so etwas. Der Körper speichert keine „Schlacke“. Ist eine Mör zum Geld verdienen.
    Super, Jochen, spitzenmässige Leistung.

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  6. fak

    Glückwunsch zum Erfolg.

    Ich bin bislang enttäuscht, dass mir kaum Fettlogiken entgegengebracht werden, aber nach dem Lesen habe ich wieder Hoffnung. Bei der Krebsgeschichte musste ich auch lachen, weil es einfach so absurd ist.

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  7. hibiscus68

    Was für ein schöner Text von einem anscheinend sehr sympathischen Mann. Von dem, was man auf den Fotos so erkennen kann, siehst du jetzt 10 Jahre jünger aus, kann das sein, Jochen?

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      1. hibiscus68

        Ja, rechts kommt hin mit Mitte 30. Aber ganz ehrlich, links sahst du eher nach Mitte 40 aus. Hab ich also recht damit, dass du jetzt 10 Jahre jünger aussiehst als vorher. Respekt und Kompliment!

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  8. Auch von mir: super geschrieben! 🙂 Und gratuliere zum Erfolg. Auf dem Foto ist ja schön noch die Kinn-Hals-Partie zu erkennen, und gerade da hast du dich ja total verändert. Du kannst echt stolz auf dich sein und ich glaub, dein Beitrag hier ist für viele eine weitere Motivationshilfe. Weil das les ich so quasi als Quintessenz raus: Lass dich nicht beirren, mach dein Ding. Und halt mal ein Familienfrühstück muss einfach drin sein. Isso. 🙂

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  9. Rübe

    Lieber Jochen,
    zuerst herzliche Gratulation zur Abnahme :).
    Das mit dem Abnehmen und dem Krebs kann daher kommen, dass im Rahmen fortgeschrittener Tumorerkrankungen ein starker Gewichtsverlust stattfindet (Kachexie). Also wurde quasi eine falsche Urache-Wirkungs-Kette zusammengesponnen.

    Liebe Grüße

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  10. Magenta

    Sehr schön geschriebene Geschichte! Kann es sein, dass Du Deutschlehrer bist? Deine Frau freut sich bestimmt, dass Du jetzt attraktiver aussiehst. Ist das Deinen Schülern mit der Abnahme auch aufgefallen oder achten Kinder nicht auf sowas? Meine zwei jüngeren Söhne haben das bei mir komischerweise gar nicht kommentiert (sind 15 und 17 Jahre).

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    1. Hallo Magenta, ja, ich unterrichte unter anderem auch Deutsch. Meine Schüler sind ja schon ein wenig größer (so ab 16 bis Mitte 20), da schaut man schon sehr auf den Körper des Anderen (was auch Lehrer einschließt). Kommentare kamen aber kaum, weil man sich doch nicht so nahe steht und die wenigen sensiblen Schüler auch nicht in das Krebs-Fettnäpfchen treten möchten.

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  11. Das ganze Wochenende denke ich nun schon darüber nach. Mir leuchtet nicht ein, wie du in 3 Monaten ganze 20kg abnehmen konntest. Wenn du zwischen 1400 und 1700 kcal gegessen hast, wie viel hast du denn dann verbraucht? Wie geht das mit einem relativ normalen Tagesablauf?

    LG

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    1. Naja, das sind ja „nur“ ca. 1700kcal tägliches Defizit, also ein täglicher Verbrauch von 3100-3400kcal. Wenn der Ruheumsatz schon bei um 3000kcal liegt sind das maximal 1-2 Stunden Sport pro Tag.
      Kann das sein, daß du unterschätzt, wieviel halbwegs große schwere Männer verbrauchen? ^^

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      1. Ja das kann gut sein, dass ich das unterschätze. Verbrauchen Männer und Frauen nicht grundsätzlich gleich oder „verbrennt“ der Körper dort anders?

        Und hier kann vll. auch @Nadja helfen:
        Auf dieser Seite: http://www.bmi-rechner.net/grundumsatz.htm steht, dass mein normaler Ruhegrundumsatz bei 1600 kcal liegt. Dort steht, dass Fett stoffwechselinaktives Gewebe ist, und deswegen der kcal-Wert korrigiert werden muss.
        Diesen Gedanken habe ich auch auf Jochen angewandt; dann ist nämlich gar nicht mehr so viel Spielraum mit 1400-1700 kcal.

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      2. Mona

        Das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der Grundumsatz bei 3000 liegt. Da stehen ja die Daten: 103 kg und 182 cm am Anfang. Das ergibt doch niemals über 2500 kcal für den Grundumsatz.
        Dass der Gesamtumsatz recht hoch sein kann, hat man ja Bewegung und Sport zu verdanken.

        Mein Grundumsatz ist bei ca. 1400 kcal, aber wenn ich mal einen Tag ganz viel Sport mache und die ganze Zeit auf den Beinen bin, dann komme ich auf einen Gesamtumsatz von 2900 kcal. An den Tagen, wo ich nur Zuhause am Schreibtisch sitze, sind es nur 1700 kcal Gesamtverbrauch.

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      3. Also ich kann da hauptsächlich für mich sprechen, ich bin zwar etwas größer (188) und war zu Beginn etwas schwerer (114kg) aber ich kam damit tatsächlich auf über 3000kcal Verbrauch nur mit alltäglicher Bewegung und habe damit und mit 1500kcal Nahrungsaufnahme in den ersten Monaten 1,5-2kg pro Woche abgenommen.
        Inzwischen bei 84kg habe ich laut fddb einen täglichen Verbrauch (mit wenig Bewegung) von ca. 2500kcal und das deckt sich auch ziemlich mit dem was mit meiner Nahrungsaufnahme und meiner Gewichtsentwicklung passiert.

        Von daher finde ich es überaus plausibel, daß er kein exzessives Sportprogramm für diese Werte braucht.

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      4. Irenicus

        @mona

        Als Lehrer hat er eine Tätigkeit in der er relativ viel steht (und nicht sitzt).
        Dazu kommt viel Sprechen (was mehr anstrengt als man im ersten Moment denkt).

        Bei 100kg Gewicht, ergibt das durchaus einen grundumsatz von über 3k.

        wenn er dann ncoh den Crosstrainer benutzt…

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      5. Rondo

        Ich glaube Bjoern hatt sich etwas ungeschickt ausgedrückt aber ich denke die Zahlen sind realistisch. Ich komme mit dem Rechner und den angegeben Daten auf einen Leistungsumsetz (TDEE) von ca. 3100 Kcal bei moderatem Sport.

        https://tdeecalculator.net/result.php?s=metric&age=35&g=male&cm=182&kg=103&act=1.55&bf=&f=1

        20 kg in drei Monate sind ein Defizit von 1500-1600 täglich. Also müsste Jochen im Schnitt um die 1500-1600 kcal gegessen haben (etwas weniger da sich sein TDEE mit dem Gewicht verändert hat). Was auch ziemlich dem entspricht was Jochen angegeben hat. Meine Werte sind ähnlich (größer aber ursprünglich geringeres Gewicht) und ich hatte am Anfang wohl auch einen Leistungumsatz von um die 3000 kcal und mit um die 1400 auch etwa 12kg in 2 Monate verloren.

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      6. Mona

        Die Tätigkeit hat doch nichts mit dem Grundumsatz zu tun.
        Dass er einen Gesamtumsatz von über 3000 kcal hat, glaube ich sofort.

        Den Grundumsatz/Ruheumsatz muss man doch sowieso ab BMI 30 anpassen, da kann man nicht die gleiche Rechnung nehmen wie bei Normalgewicht.

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      7. Irenicus

        @mona

        Ruheumsatz ist für mich ein normaler Tag, ohne besondere Anstrengung.
        Da das Lehren halt was ist, was man jeden TAg macht, fällt das für mich auch mit rein.

        Man kanns aber natürlich auch als den Umsatz rechnen, den man bei 20°C liegend im Raum verbraucht. Nur ist das völlig irrelevant. Weil man eben nicht rumliegt^^

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    2. Hallo Evelyn, ich nehme an, dass ich bei meinen Eintragungen mich falsch herum vertan habe (also zu viel statt zu wenig eingetragen). Hinzu kommt, dass ich zu Beginn wohl einen relativ hohen Ruheverbrauch hatte und dazu relativ viel Sport getrieben habe. Aber ich nehme auch an, dass ich neben dem Fett wohl auch Wasser und Muskelmasse gelassen habe. Was ich aber okay finde angesichts des Gesamtpakets.
      Oder ich habe vielleicht einen besonders guten Stoffwechsel *wegduck*

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  12. Maxillian

    Meinen vollsten Respekt für diese Verwandlung, das liest sich so locker, als wäre dir das extrem leicht gefallen. Kann meinen Vorrednern nur zustimmen, sehr sympathisch und eine tolle Art zu schreiben! Wünsche dir alles Gute für die Zukunft, aber da habe ich ehrlich gesagt keine Zweifel.

    PS: so einen gescheiten Lehrer hätte ich auch gerne gehabt („Aluhüte“, was hab ich gelacht :D), ich hoffe deine Schüler wissen das zu schätzen ;D

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    1. Hallo Maxillian,

      nein, das wissen sie nicht zu schätzen – ist aber auch nicht ihr Job. Zum Thema „Leichtfallen“: Es ist mir tatsächlich viel leichter gefallen, als ich es vorher geglaubt hätte. Eine große Rolle spielt die Motivation durch Ergebnisse. Dabei habe ich durchaus selektiv wahrgenommen: Bewegungen nach unten habe ich meinen Anstrengungen zugeschrieben, die nach oben kaum beeinflussbaren Faktoren (Wassereinlagerungen etc.). Da war ich sicher nicht immer ganz ehrlich mit mir, aber – wenn es motiviert, ist es doch gut.

      Ich setze mich dann mal an das Manuskript für mein Abnehmbuch ;-).

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