Mommy-Issues.

Am Valentinstag geht es eigentlich um Liebe zum Partner, aber ich schreibe heute über eine andere wichtige Beziehung, nämlich die zu meiner Mutter.

Meine Mutter und ich haben ein sehr gutes Verhältnis, vor allem, weil sie mich immer so hat sein lassen, wie ich bin. Sie hat ihre Erziehung mir angepasst, nicht mich ihrer Erziehung.

Das einzige Thema, das schwierig zwischen uns war, war immer das Gewicht. Insbesondere, als ich in den letzten Jahren langsam Richtung Fatacceptance tendierte. Dazu muss man wissen, dass meine Mutter seit ich erwachsen war, die einzige Person war, die mir regelmäßig damit in den Ohren lag, etwas gegen mein Übergewicht zu tun. Während ich ansonsten das Thema recht gut verdrängen konnte, nervte mich meine Mutter in regelmäßigen Abständen damit. Entweder sie fragte gerade heraus, wie viel ich denn momentan auf die Waage bringe (und da die Tendenz kontinuierlich steigend war, war die Antwort selten zufriedenstellend) oder sie machte – aus meiner Sicht damals – stichelnde Bemerkungen wenn sie Alltagsprobleme auf mein Gewicht bezog. Mit Rückenschmerzen aufgewacht? Hat sicher nichts mit dem Gewicht zu tun, oooder? Der Umzug war anstrengend? Mit ein paar Kilo weniger wären die Treppen sicher weniger hart.

Ich vermied also oft schon im Vorfeld, mir bei Telefonaten solche Blößen zu geben, und potentiell gewichtsassoziierte Dinge zu erwähnen. Im Nachhinein betrachtet war ich wirklich überempfindlich, und oft reichte schon ein Schweigen meiner Mutter bei einem bestimmten Thema, bei dem wir beide wussten, was gerade nahe lag, um die Stimmung ins Gereizte kippen zu lassen.

Grund für dieses Problem war hauptsächlich eine Fettlogik, die ich damals mit mir herum trug. Meine damalige Einstellung war, dass ich mir den Stoffwechsel kaputtdiätet hatte. Ich war fest davon überzeugt, dass ich essen könnte, was ich wollte, und schlank wäre, wenn ich nicht meine komplette Jugend mit irgendwelchen Trennkost-, Atkins-, Apfel-und-Ei-, Kohlsuppen oder Shakediäten verbracht hätte. Und wer war Schuld? Meine Muter natürlich! Hatte sie mich doch überhaupt erst zum Diäten ermutigt.

In meiner Wahrnehmung nervte mich nun also die Person, die mich doch erst ins Unglück gestürzt hatte, und hatte auch noch den Nerv, mir die Schuld zuzuschieben, indem sie so tat, als müsste ich weniger essen. Dabei müsste ich gar nicht mein Leben lang mit einem Salatblatt am Tag auskommen, hätte sie nicht dafür gesorgt, dass mein Stoffwechsel kaputt ist.

Dazu kam, dass meine Mutter furchtbar ignorant war, was meine Überzeugungsversuche anging. Wenn ich ihr Artikel wie etwa die, die ich zuletzt hier auf dem Blog besprochen hatte, zuschickte, die doch ganz klar sagten, dass Übergewicht genetisch ist und auch gar nicht so gesundheitsschädlich, wischte sie das einfach weg und appellierte an meinen gesunden Menschenverstand. Ob ich denn nicht auch glaubte, dass das viele Gewicht den Körper belastete? („Ja, Mama, klar sind die 150kg viel. Aber die Rückenschmerzen liegen eher daran, dass ich nicht viel Sport mache. Ich muss einfach ein paar Muskeln aufbauen, dann kann ich das Gewicht auch locker tragen. Es gibt nämlich Studien, die zeigen, dass Fitness viel wichtiger ist als der reine BMI … ich schicke dir mal den Welt-Artikel dazu.“)

Ausrasten wollte ich jedes mal, wenn meine Mutter schwärmte, dass sie jetzt 5kg abgenommen hatte und das Spazierengehen mit dem Hund viel leichter fiel. Ich empfand dieses „Schau mal, wie gut mir das Abnehmen tut!“ als reine Stichelei, als Druck und auch als Missachtung all dessen, was ich ihr zum Thema Fatacceptance vermitteln wollte. Ja, ich ging damals sogar so weit, die Therie zu glauben, dass nicht etwa das Gewicht, sondern die Diskriminierung und der psychische Druck, der auf Dicken lastet, Ursache war für übergewichtsassoziierte Erkrankungen. Warum also wollte meine Mutter nicht begreifen, dass nicht meine 150kg mich gefährdeten, einen Herzinfarkt zu erleiden, sondern ihr Herumreiten auf diesen 150kg? Wenn sie mich wirklich lieben würde, würde sie mich einfach akzeptieren, aber ihr ging es offensichtlich nur ums Rechthaben – auf Kosten meiner Gesundheit, die sie doch vorschob, um die sie sich angeblich sorgte.

Ja, ich steigerte mich ziemlich herein in meine Opferrolle, und da mein Gewicht ansonsten nie ein Thema war, war meine Mutter für mich die zentrale Stelle, die all meinen Frust zum Thema Gewicht abbekam. Das hört sich vermutlich schlimmer an, als es war. Denn Tatsache ist, diesen ganzen Frust sprach ich selten an oder aus. Ich versuche ja, so gut es ging, das Thema zu vermeiden. Es brach immer nur Häppchenweise heraus, wenn meine Mutter mir allzu hartnäckig mit Gewichtsdingen auf die Füße trat und auch nach meinen gereizt-abwürgenden Kommentaren wie „Ja, ich weiß, ist ja gut“ nicht lockerließ. Vieles von dem, was da in mir vor ging, war ihr wohl auch nicht bewusst.

Die Idee, dass ich mir durch reine Dummheit in der Jugend meinen Stoffwechsel kaputtgemacht habe, hat mich Jahrzehnte lang belastet und war Grund für viele, viele Selbstvorwürfe und viele Vorwürfe in Richtung meiner Mutter.

Die Erkenntnis, dass ich eben nicht irreversiblen Schaden an meinem Stoffwechsel verursacht hatte, der mich für immer vom Essen-können-was-ich-will trennen würde, hat mir geholfen, mir selbst zu verzeihen, und meiner Mutter. Oder besser gesagt, zu verstehen, dass es da nichts zu verzeihen gab, denn meine Mutter hat mich nicht „dick gemacht“, nur um dann hämisch auf meinem Unglück herumzutrampeln, sie hat sich Sorgen gemacht und wo ich Stichelei wahrnahm, war in Wirklichkeit viel Angst und Hilflosigkeit.

Jetzt, im Nachhinein bin ich dankbar dafür, dass sie es all die Jahre versucht hat, denn ihre nörgelnde Stimme der Vernunft war es, die sich trotzig im Hinterkopf festsetzte, um dann in einem Moment der Verzweiflung hervorzubrechen und mich dazu zu bringen, etwas zu Ändern. Ihr verdanke ich es, dass ich mich nicht völlig in die Hilf- und Hoffnungslosigkeit der Fatacceptance ergeben habe.

Daher … Danke, dass du (mich) nicht aufgegeben hast.

Advertisements

23 Gedanken zu “Mommy-Issues.

  1. Sonni

    Ich hab genauso eine Mutter und danke dir für diesen Artikel. Könnte sehr viel dazu schreiben jetzt, aber ich belasse es dabei, dass wir sehr viele Kämpfe zu dem Thema ausgefochten haben, sie jedoch letztlich dafür gesorgt hat, dass ich vor einem guten Jahr endlich die hoffentlich finale Kurve bekommen habe.

    Gefällt mir

  2. Meine Mutter hat mich da auch regelmäßig drauf hingewiesen, mir Diät-Kochbücher geschenkt, etc. – und mich auch dabei unterstützt. Sie hat allerdings nie wirklich „genervt“ o.ä. Mein Vorteil war vielleicht, dass ich mich nie als „Opfer“ gesehen habe, sondern mir war immer vergleichsweise klar, woran das Gewicht lag (zu viel essen, das falsche essen, kaum Bewegung). Ich hab auch nicht viele Diäten gemacht und auch nie so nen Streß darum, so dass ich nie in das Problem kam, irgendwelche Fett-Mythen besonders tief zu inhalieren: Klar glaubte ich manche, aber im Endeffekt war das, was mich am Abnehmen hinderte, zu 99% der innere Schweinehund und keine von außen aufgedrückte Meinung zum Stoffwechsel o.ä. (so stark hat es mich bislang nie interessiert, als dass ich da besonders viel gelesen hätte damals). Ich war schlicht zu faul und zu bequem (und das Essen zu lecker) und nicht besorgt um meinen Stoffwechsel 😉

    Gefällt mir

  3. noxneurotica

    Achja bei mir und meiner Mutter ist es gerade eher anders herum. Ich bin diejenige, die als nervig und arrogant wahrgenommen wird, wenn sie sagt, dass Abnehmen kein Hexenwerk ist und eine Schilddrüsenunterfunktion nicht dick macht. Meine Mutter verschanzt sich da gerade sehr ins Fatacceptance-Camp mit Sprüchen wie ‚Wenn jemand mit meinem Körper ein Problem hat, dann ist das sein Problem und er kann mir gestohlen bleiben‘ – dass es nicht ums Aussehen geht, sondern um die Gesundheit, kann man da betonen so viel man will, sie ist der Meinung, dass das niemanden was angeht. Wo sie ja gewissermaßen Recht hat…andererseits jammert sie häufig darüber, wie müde sie sich fühlt, wie viele Schmerzen sie hat, dass sie schlecht schläft usw., aber das ist natürlich aus ihrer Sicht alles nicht mit dem Gewicht assoziiert oder würde sich nicht bessern, wenn sie abnähme… Ich verstehe da sehr gut den Frust, den man hat, wenn man jemandem nicht dazu verhelfen kann, zu erkennen, was besser für ihn wäre. Da muss man immer selbst drauf kommen. Leider ist das so unfair, wenn man zusehen muss, wie geliebte Menschen sich ruinieren durch Drogen, Übergewicht oder irgendwelche anderen destruktiven Verhaltensweisen.

    Gefällt 1 Person

    1. Meine hat einfach komplett in den Sack gehauen, mit Motivation ist da nichts – das Argument, dass ich es doch auch geschafft hätte, zieht nicht, dann kommt nur „Ich kann das nicht, da muss man sich bestimmt an Regeln halten, du bist ja auch so viel disziplinierter als ich, fast zu diszipliniert“ usw usw 😦 Mit fatacceptance hat sie nicht viel am Hut, dass es ihr schadet, weiß sie, aber der Glaube an mögliche Veränderung ist tot und begraben. Schon kacke.
      Irgendwie konnte ich bis jetzt niemanden in meinem Umfeld für Fettlogik gewinnen (obwohl ich genug Leute kenne, die immer wieder versuchen, abzunehmen), entweder habe ich es mit extra schwierigen Menschen zu tun, oder ich bin einfach echt kacke im Überzeugen.

      Gefällt 1 Person

      1. noxneurotica

        Jo, geht mir echt ähnlich. Wenn ich berichte, wie es bei mir geklappt hat, meint auch immer jeder, ich wäre eben eine Ausnahme, hätte irgendwelche magischen Tricks verwendet oder sei in Wahrheit eben doch ’naturschlank‘ – was dadurch zementiert wird, dass ich vor der Abnahme schon Normalgewicht hatte, zwar an der Obergrenze, aber so werde ich halt nicht als qualifiziert wahrgenommen, über Abnehmen zu sprechen, da ich ja nie ‚dick‘ war (zu viel Körperfett hatte ich allerdings). Ich ‚predige‘ auch schon seit Jahren meinen abnehmwilligen Bekannten und Freunden, dass es nur auf die Kalorien ankommt, aber es fruchtet nicht. Was ich irgendwo verstehen kann, da man solche Erfahrungen einfach selbst machen muss. Man muss ein Gefühl dafür bekommen, wie Körper und Psyche auf bestimmte Methoden reagieren, das kann einem niemand abnehmen. Aber wenn ich nur motivieren und den toten Glauben wiedererwecken könnte, wär ich ja schon zufrieden. Klappt bei mir aber auch nicht, in dem Sinne: I feel you, sis

        Gefällt 2 Personen

      2. Mona

        Ich hab Bekannte, die verstehen, dass man mit weniger Kalorien abnimmt und auch verstehen, dass es der Gesundheit wirklich gut tun würde, ABER die weigern sich einfach das Essen abzuwiegen, zu schauen wie viele Kalorien das hat und aufzuschreiben (in eine App oder website) wie viel sie davon gegessen haben.
        Das verstehe ich wirklich nicht, weil z.B. meine Mutter diejenige ist, die in ihrem Haushalt einkauft und kocht. Sie isst so gut wie nie außerhalb. Nur im Urlaub mit Wegfahren für 2 bis 3 Wochen im Jahr bereitet sie sich das Essen nicht selbst zu. Sie hat regelmäßige Arbeitszeiten, sie hat auch schon andere komischen Diäten gemacht, wie Trennkost oder irgendwas in Richtung vegan (das war irgendein spezielles Buch), weil das angeblich gegen Gelenkschmerzen helfen sollte. Und wenn ich frage, wieso sie nichtmal versucht die Kalorien zu tracken, dann sagt sie sie ist ja schon alt und sie war immer so und sie hat schwere Knochen und wie sieht das denn aus, wenn ihre alte Haut das Fett verliert und dann alles runterhängt. Irgendwie Oberflächlich, aber damit steht sie sich schon ewig im Weg.

        Gefällt 2 Personen

      3. noxneurotica

        @Mona: Ja, das Argument hab ich auch schon gehört. Obwohl solche Leute dann gleichzeitig täglich mehrere Stunden am Handy herumdaddeln. Da könnte man ja auch mal 10 Minuten abzweigen, um sein Essen einzutragen. Und jeder hat eine Küchenwaage rumstehen, da kurz was draufzulegen ist doch kein Act. Bei mir passiert das inzwischen automatisch.

        Gefällt mir

  4. Meine Mama ist auch unheimlich unterstützend, sie bemüht sich kalorienärmer zu kochen, wenn ich mitesse, lobt und preist den sichtbaren Erfolg, bietet mir an mit mir neue Klamotten zu kaufen und hört sich geduldig meine Diätstories an.
    Und auch sie war eine der wenigen, die mich ab und zu mal gefatshamed hatte, als ich dicker war. 😀 Sie ist die Beste!

    Gefällt mir

  5. anonymouse

    Ich kämpfe mit einem ähnlichen Problem (Muttern und Gewicht).
    Auch wenn meine Mutter absolut recht hat: Es geht sie letztendlich nur bedingt etwas an. Und wenn die Mutter nicht akzeptiert, dass man über etwas reden will, überschreitet sie auch einfach Grenzen.
    Ob Vernunft oder nicht. Wenn Menschen nicht das recht haben, sich kaputt zu machen, sind wir tatsächlich in einer Fürsorgediktatur angekommen.

    Allerdings nervt meine Mutter auch in anderen Bereichen ziemlich. Wenn ich ihrer Meinung nach nicht genug an meine Karriere denke.

    Insofern.. ein schmaler Grad.

    Gefällt mir

  6. Das finde ich sehr reflektiert von dir! Schön, dass du heute so drüber reden und denken kannst!

    Meine Mutti ist der kompletten Überzeugung, ich bin garkeine „typische Dicke“, weil ich viel Radfahre wenn ich sie auf dem Land besuche und so kräftig bin, dass ich meinem Papa am Haus helfen kann. Außerdem sind wir eh alle dick und die kräftigen Gene sind halt da. (Wir haben auch viele Alkoholikergene, aber da würde sie mich wohl nicht mit davonkommen lassen). Dazu gibt’s ja die passenden Kapitel im Buch 😉

    Gefällt mir

    1. Ich find’s gut, bis auf die Schriftart, serifenlos ist für mich persönlich einfach angenehmer zu lesen. Gerade die Kommentare mit dem grauen Hintergrund sind irgendwie wuselig, da die Schrift nicht schwer genug ist für meinen Geschmack.
      Die alte Theme war nicht so superschön (die Hintergrundelemente), und auf dem Handy tatsächlich schlecht zu lesen.

      Gefällt mir

  7. Erst mal ein Lob für das neue Aussehen des Blogs von einer etwas alterssichtigen Mitleserin. Viel besser zu lesen so!
    Und zum Thema- die Fettlogik mit dem ruinierten Stoffwechsel plus ein Vater, der mir mit acht Jahren die erste Diät zwangsverordnet hatte (ich war damals zwar stämmig aber wohl nicht übergewichtig, beim Abitur hatte ich einen BMI von 21!) als möglicher Verursacher haben auch mich viel zu lange von der Erkenntnis abgehalten, dass der Alte vielleicht recht haben könnte, wenn er sagte, ich äße zu viel und würde deshalb immer fetter.
    Allerdings hätte ich vielleicht weniger gegessen, wenn mir zuhause nicht das Essen strikt rationiert worden wäre. Als es dann zur Uni ging, war Essen so viel ich wollte für mich der Inbegriff von Freiheit, mit verheerenden Folgen für mein Gewicht. Den Rest kann man sich denken, insbesondere wenn der Gewichtskritiker zu drastischen Vergleichen neigt, mit Rüsseltieren und Brauereipferden.
    Habe ich eigentlich schon Danke gesagt für Dein informatives Buch? Und mit der Art, wie Du schreibst, konnte ich die Informationen auch annehmen, ohne dass ich wie bei meinem Erzeuger innerlich dicht gemacht hätte.

    Gefällt mir

  8. Toller Artikel, Glückwunsch zu dieser entspannten und wertschätzenden Haltung!

    Angesichts der Kommentare staune ich wieder über das anscheinend unverzichtbare Sich-selbst-belügen, das viele in Sachen Körperfülle drauf haben. Mensch benötigt doch – eigentlich – gar keine Fettlogiken, um sich das eigene Fett rund zu reden.
    Warum nicht einfach sagen: „Ja, hast recht, aber…. schulterzuck! Ich kriegs halt (noch?) nicht auf die Reihe…. “
    Fehler souverän zuzugeben scheint nicht zu den verbreiteten Tugenden zu gehören, nicht mal bei Älteren und Alten!
    Umgekehrt sollte dann aber auch das Missionieren aufhören, wenn jemand Kund tut, das mit dem Übergewicht und der Kalorienbilanz verstanden zu haben – aber Abnehmen nun mal nicht auf der ToDo-Liste steht, warum auch immer. Ist es eine nahe stehende Person, kann man nochmal bisschen nachhaken, woran es im Detail liegt – bzw. testen, ob die oder derjenige bereits ist, sich auf ein vertiefendes Gespräch auf der Suche nach Hindernissen und Motivation einzulassen. Wenn das aber nicht der Fall ist, gebietet es der Respekt, mit dem „Nerven“ aufzuhören!

    Zudem:
    „Fettlogik überwinden“ gelesen, verstanden und sogar angewendet zu haben, bedeutet mitnichten eine problemfreie schlanke Zukunft.
    Ich habe mir z.B. über den Winter etwa die Hälfte dessen, was ich seit Mai an Gewicht verloren hatte, wieder drauf geschafft. Wohl wissend, WIE und warum. Das „winterliche Essen“ war und ist mir einfach wichtiger als der Kampf gegen die Pfunde. Die Kalorien hab ich da nicht mehr gezählt… warum auch, wusste ich doch, dass ich nicht „zufällig“ zunehme.

    Dafür hab ich seit Herbst in Krafttraining investiert und bin deutlich spürbar stärker geworden, wogegen ich sonst im Winterhalbjahr regelmäßig abbaute und die erste Fahrradfahrt im Frühjar eine richtige Qual war.

    Sobald der Frühling fühlbar einsetzt, werde ich wieder abnehmen… vorher nicht.

    Gefällt mir

  9. Bella

    Im Grunde könnte ich jeden Beitrag, jedes Posting von dir liken und mit entsprechender Zustimmung in Richtung „Ja, das kenne ich auch nur zu gut“, „Das glaub ich dir sofort“, „Oh Gott, du hast ja so recht“, etc. kommentieren.

    Bei diesem hast du jedoch einen richtig wunden Punkt getroffen. Direkt ins Schwarze. Daher pfeife ich mal auf meine ‚Ja nicht zuviel Zustimmung zeigen, sonst wirds creepy‘-Einstellung und sage: Danke!

    Danke für dein Engagement, deinen Blog, dein Buch, die Tatsache, dass ich hier so vieles Vorreflektiert bekomme, dass mir auch mal die Tränen kommen. Wie jetzt. Danke für diesen Beitrag. Hab zwar erst 10kg runter und mache gerade Urlaub vor den restlichen 50 kg, die noch anstehen. Doch ich denke ich kann jetzt schon anfangen, mich ebenfalls bei meiner Mutter zu bedanken, die – zu meinem mir erst jetzt wirklich bewusstwerdenden Glück – auch nie aufgehört hat, mich aufzugeben.

    Danke, Nadja.

    Gefällt mir

  10. Magenta

    Das Verhältnis zur Mutter ist meistens kompliziert, da Sie emotional so dicht an
    einem dran ist. Und was Sie sagt, erreicht einen sehr tief drin und ja, es nervt
    oft – wahrscheinlich weil man weiß, daß Sie meistens recht hat.
    Meine Mutter war auch diejenige, die immer gesagt hat, dass ich abnehmen soll.
    Aber gemein oder verletzend waren Ihre Bemerkungen nie, da stand schon die
    Sorge um meine Gesundheit im Vordergrund.

    Gefällt mir

Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s