Gastartikel: Ein Hoch der Diät!

Der heutige Gastbeitrag, oder besser gesagt Gast-Rant, kommt von Robin Urban, die nun, fast am Zielgewicht angekommen, nochmal ein paar Dinge loswerden muss, die sich in den letzten Monaten angestaut haben:

Kennt ihr das? Bei euch hat es endlich „Klick“ gemacht! Ihr wisst, was ihr tun müsst, um abzunehmen, seid supermotiviert und habt eine Diät gefunden oder selbst entwickelt, die toll zu euch und eurem Lebensstil passt und die ihr gut durchhalten könnt. Die ersten Kilos sind auch schon gepurzelt! Eigentlich könnte doch auf dem Weg zum Wunschgewicht gar nichts mehr schief gehen… oder?

Leider scheinen die meisten Leute eine Gewichtsabnahme offensichtlich grundsätzlich für ein Gemeinschaftsprojekt zu halten. Heißt: Jeder – ausnahmslos JEDER – wird in den nächsten Wochen und Monaten parat stehen, um eure Diät zu kommentieren. Denn da jeder Mensch essen muss, hat auch jeder eine Meinung zu Essen. Und so unterschiedlich diese Meinungen auch sein mögen, so sind sich doch zumindest bei einer Sache alle einig:

So, wie ihr es macht, ist es garantiert falsch.

Hat niemand vorher auch nur einen Ton gesagt, wenn ihr in jeder Mittagspause zum Currywurststand gerannt seid oder zum dritten Mal die Woche bei diesem Asiaten bestellt habt, der sogar die Stäbchen frittiert, so wachsam wird nun eure Ernährung beobachtet, seziert und gnadenlos bewertet. Wer jetzt glaubt, dies beinhalte hilfreiche Tipps, das Aufdecken unbekannter Kalorienfallen oder, bei kleineren Ausrutschern, Appelle an eure Willenskraft, liegt meilenweit daneben.

Natürlich alles nur zu eurem Besten. Ihr habt nämlich einen fatalen Fehler gemacht. Der Fehler, der sämtliche Argumente im Keim erstickt – der es egal macht, wie gut ihr euch fühlt, wie motiviert ihr durchhaltet, wie viel Hüftspeck schon geschmolzen ist. Der TÖDLICHE Fehler, könnte man meinen, bedenkt man die Hysterie des Umfelds.

Denn ihr macht nämlich eine Diät, obwohl das Credo der modernen Abnehmwilligen doch lautet: ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG!!!

Dabei weiß doch jeder, dass eine Diät überhaupt nichts bringt. Danach isst man wieder wie vorher, nimmt alles nochmal zu und überhaupt ist das ja auch gar nicht gesund.

Dagegen: eine Ernährungsumstellung!!! Engelschöre! Der Schlüssel zu ewiger Gesundheit und Jugend und der Weg zum Wunschgewicht. Der einzig empfehlenswerte Weg!

Der einzig gesunde und lange… LANGE Weg.

Wie sieht das aus? Eine „Ernährungsumstellung“ erfolgt immer in Richtung einer Art der Nahrungsaufnahme, die sich an bestimmte ideale Vorgaben hält. Die berühmteste ist dabei mit Sicherheit die vielzitierten und hochgelobten 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag! Aber damit ist das Thema ja noch längst nicht gegessen. Ballaststoffreich soll es sein, Hülsenfrüchte gehören dazu, Fisch muss auch einmal die Woche, Fleisch dagegen nicht so, aber wenn, dann bitte helles, Nüsse sind ja ach so toll wegen den „gesunden Fetten“, Milchprodukte wegen des Calciums, Vollkorn ist eh der absolute Hit und das Ganze bitte richtig verteilt auf mindestens drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag! Und bloß genug trinken!!!

Was dagegen ganz entschieden NICHT als eine Ernährungsumstellung gilt: Ein paar Tage lang wenig zu essen, um ohne Konsequenzen auf der Waage Platz zu haben für eine Pizzaorgie auf der Couch, einen eskalativen Cocktailabend mit den Kolleginnen oder das liebevoll von sämtlichen Tanten und Cousinen gefüllte Kuchenbüffet am 90. Geburtstag eures Uropas.

Ihr könnt euch das Entsetzen gar nicht vorstellen, wenn ich frei heraus sage, dass ich genau das will.

Okay. Mal ganz unironisch. Wo liegt das verdammte Problem? Ich bin ein erwachsener Mensch. Ich kann leben, wie ich will. Ich kann auch tun und lassen, was ich will, um das Gewicht zu erreichen, das ich haben möchte. Warum bin ich verpflichtet, mich diesem nervigen Optimierungsstreben und elenden Perfektionsdrang zu unterwerfen, nur weil ich abnehmen will?

Interessanterweise interessierte das Thema „gesunde Ernährung“ nämlich keine Sau bzw. maximal meine Oma, die davon aber wiederum keine Ahnung hat, solange ich mein (Über)Gewicht hielt. Genauso wenig müssen sich sogenannte „Naturschlanke“, die noch nie Gewichtsprobleme hatten, diesen Sermon anhören. Die können essen, was sie wollen und niemand geht ihnen mit „5 Portionen davon“ und „X% von Nährstoff Y“ auf den Sack. Im Gegenteil: Flachsen solche Leute rum, sie würden sich ja sooo ungesund ernähren, wird das sogar gefeiert, als wäre das irgendwie eine besonders tolle Leistung!

Als Mensch, der abnehmen will, hast man dagegen automatisch die Arschkarte. Da sind die Makronährstoffe plötzlich wichtig, die „gesunden Fette“, die Kalorien, jede gottverdammte Aminosäure. Als würde ich direkt tot umfallen, wenn ich mich mal einen Tag nicht daran halte!

Und am schlimmsten sind hierbei LEIDER andere Übergewichtige mit Abnehmwunsch. Die haben sich nämlich naturgemäß wesentlich intensiver mit dem Thema befasst und können euch sämtliche von der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ aufgestellten Regeln im Schlaf herbeten.

Und was es da alles gibt! Klar, 5 Portionen Obst und Gemüse, das hat jeder schon mal gehört. Aber zu erfahren, dass die tägliche Kalorienmenge aus X% Kohlenhydraten, Y% Fetten und Z% Eiweiß bestehen sollte – berechnet ausgehend von den individuellen Daten wie Größe und Gewicht jeder Person – dafür musste ich erst ernsthaft Diät machen und damit hart anecken, weil diese meine Methoden ja ach so ungesund seien.

Lustigerweise sind die selben Leute, die diese Vorgaben anderen empfehlen und meine Diät verteufeln, selbst nicht in der Lage, sie zu erfüllen, worüber natürlich höflich geschwiegen wird. Wie soll das auch gehen? Wie plant man einen Tag mit drei Mahlzeiten, mit denen man am Schluss eine solche Punktlandung hinlegt, was die Zusammensetzung angeht?

Trotzdem klingt aus allen Abnehmforen und an jedem Mittagstisch die selbe ewige Litanei: „Ernährungsumstellung statt Diät!“ Wobei es völlig egal ist, ob es sich beim Gegenüber um einen Menschen mit 100kg Übergewicht handelt, der definitiv einiges an seiner Ernährung ändern sollte, oder eine Person, die nur die Speckröllchen über ihrer 36er-Hüftjeans loswerden will.

Ernährungsumstellung – während des Abnehmens so essen, wie man es für immer durchhalten könnte. Ein Leben lang. Ernährungsumstellung, der Heilige Gral der modernen Überflussgesellschaft.

Und genau aus diesem Grund gilt für Ernährungsumstellungen das, was man Diäten nachsagt: Sie funktionieren nicht.
Oh, natürlich gibt es genügend Gegenbeweise. Geht mir DAMIT bitte nicht auf die Nerven. Aber wie viele schaffen es tatsächlich? Und, böse Frage… wie viele von denen, die behaupten, die gesunde Ernährungsumstellung gemeistert zu haben, haben wirklich auf ihr Idealgewicht abgenommen?

Der Grund hierfür ist denkbar simpel: Eine Ernährungsumstellung ist verdammt noch mal scheißschwer. Kalorien zu zählen, weniger zu essen was man braucht und auf diese Weise abzunehmen – DAS ist bei allen Ausrutschern, die immer mal passieren können, eigentlich unfassbar einfach. Aber dabei alle siebenhundertachtundvierzig Sonderregeln beachten, irgendwie die Nährstoffverteilung hinkriegen, die Kalorien auf alle gesunden Lebensmittel verteilen, die man täglich essen sollte und dabei natürlich das neuste gehypte Superfood nicht vergessen – wer packt das bitte schon, und dann auch noch bis in alle Ewigkeit?

Natürlich ist es löblich, sich gesund ernähren zu wollen. Gesunde Ernährung ist, naja, gesund. Aber warum werden ausgerechnet und ausnahmslos NUR diejenigen Menschen damit genervt, die abnehmen wollen, während das bei allen anderen nie der Rede wert ist? Übergewicht ist ein hoher Risikofaktor für alle möglichen Krankheiten, aber das macht die Cornflakes-und-Maggitütchen-Ernährung kochunfähiger Mamaboys halt auch nicht besser, nur weil denen ihr Gewicht zufällig egal ist.

Abnehmen zu wollen oder eine lebenslange gesunde Ernährungsumstellung zu meistern sind in meinen Augen zwei völlig unterschiedliche Dinge, für die andere Voraussetzungen gegeben sein müssen. Das scheint gerne vergessen zu werden. Und so werden Tag für Tag Menschen auf der Suche nach Diättipps mit Hysterie überschüttet, weil sie es wagten, das böse D-Wort auszusprechen. Im Folgenden sind sie von dem Bombardement an Regeln für eine gesunde Ernährung so überfordert und vom ausbleibendem Erfolg auf der Waage so demotiviert, das dieses Projekt schon scheitert, ehe es überhaupt richtig angefangen hat. Und die gruselige Vorstellung, immer so ein Gewese um die Ernährung machen zu müssen – EIN LEBEN LANG – dürfte bewusst oder unterbewusst auch keine geringe Rolle spielen.

Dabei herrscht in solchen Kreisen anders als anderswo Konsens darüber, dass Übergewicht ungesund ist. Dies loswerden zu wollen reicht aber nicht. Verlangt wird nicht mehr und nicht weniger als eine Kehrtwende um 180 Grad. Diät zu halten, Gewicht zu verlieren, gesünder zu werden? Das ist nicht genug. Es muss optimal, fehlerlos, schlicht perfekt sein. Weniger gilt nicht, selbst wenn das bedeutet, dass 99% auf diesem Wege scheitern. Und selbst wenn das bedeutet, als Vertreter der „erfolgreichen“ 1% weiterhin 50kg Übergewicht mit sich rum zu schleppen. Ungesund? Ja, schon, ne. Aber wenigstens achte ich auf viel gesunde Fette!

Es muss als erwachsener, selbstbestimmter Mensch erlaubt sein, folgendes zu äußern: Ich will mein Wunschgewicht. Und das ohne mein Leben völlig umzukrempeln – denn eine Ernährungsumstellung stellt genau das dar: eine Änderung des gesamten Lebens. Kein Wunder, dass so viele davor zurück schrecken oder scheitern. ICH war eine davon.

Diäten können einseitig, gefährlich, krankhaft, schlicht ungesund sein. Darauf darf gerne hingewiesen werden, wobei es mal etwas erfrischend neues wäre, wenn die Kritiker sich hierbei nicht nur an schnöden Kalorienzahlen abarbeiten würden, nur weil sie selbst nicht in der Lage sind, von wenig Kalorien satt zu werden. Aber die Sache an sich, eine DIÄT, ist nichts per se böses, sondern die gangbarste und erfolgversprechendste Methode, wenn es darum geht, das Ziel zu erreichen: nämlich Gewicht zu verlieren.

Das aber scheinen wiederum leider viele Prediger der Ernährungsumstellung aus den Augen verloren zu haben.

43 Gedanken zu “Gastartikel: Ein Hoch der Diät!

  1. Markus

    EMN hat irgendwann mal geschrieben, dass man gute Vorsätze (zB Diäten) nicht ankündigen sollte, weil man damit die Belohnung (die anerkennenden Worte von anderen) schon im Voraus kassiert und damit weniger Motivation hat.

    Zusammen mit diesem Artikel: Es scheint wirklich eine gute Idee zu sein, Diäten zu verheimlichen.

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  2. Mean(th)ing

    Habe grade die Absätze zwischen „…lange, LANGE Weg“ und „Interessanterweise interessierte das Thema…“ kopiert und 20 mal ausgeruckt… Eins hängt am Kühlschrank, eins hab ich meinem Freund aufs Kopfkissen gelegt. Der Rest wandert in meine Tasche und wird bei Bedarf an „wohlmeinende“ Kollegen, Freunde, Familienmitglieder… verteilt. Danke für die wahren Worte!! 😉

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  3. Hmm, irgendwie hatte ich wohl leicht andere Definitionen. Natürlich muß man langfristig seine Ernährung umstellen wenn man langfristig Gewicht verlieren will – die alten Gewohnheiten haben uns ja fett gemacht. Ob man direkt anders (mit neuem Kalorienbudget) ißt und langsam abnimmt oder klassisch ne Diät zum Abnehmen macht und danach sich entsprechend des neuen Gewichtes ernährt ist nur ne Geschmackssache.

    Wenn man zu den Leuten gehört, die sich gerne richtig satt essen wird zur neuen Ernährung wohl eine Reduktion des durchschnittlichen Kaloriengehalts gehören, typischerweise mit mehr Gemüse. Das gilt gemeinhin als gesund, ist aber wie du schreibst kein Selbstzweck sondern ein mögliches Mittel sein neues Kalorienbudget einzuhalten. Den gleichen Scheiß wie vorher, aber weniger davon zu essen funktioniert eben auch (zum Glück!).

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    1. Da stimme ich zu. Ich werde sicher nie ein Bio-Salat-Purist, aber mir ist klar, dass ich, selbst wenn ich mein Ziel erreicht (d.h. Idealgewicht + deutlich mehr Sport), nicht wieder so futtern kann wie bisher, sonst nehme ich wieder zu, selbst wenn man ein paar kcal für sportliche Betätigung reinrechnet.
      Allerdings wird es bei mir vermutlich einfach auf Kalorien zählen und Gewicht überwachen hinauslaufen und nicht auf irgendwelche wirklich tiefgreifenden Veränderungen (ok, kann man streiten, wie tiefgreifend das ist). Dabei helfen dann natürlich entsprechend kalorienreduzierte Lebensmittel, offensichtlicherweise. Was ist aber nicht tun werde, ist nun komplizierte Formeln ausrechnen um grammweise zu bestimmten, was Protein, Kohlehydrat, Salz, Vitamin X-73 und whatever genau sein muß…

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      1. Das – je nach Definition – schlimme oder schöne ist bei mir, daß ich auch vorher schon gerne Salat gegessen habe. Ein großer Teller Salat mit nem Stück Fleisch vom Grill oder ordentlich Thunfisch war ein tolles Mittagessen in der Kantine. Sprich einerseits schaffe ich es auch mit gesundem Essen fett zu werden (weil ich zuviel davon esse und noch Süßigkeiten dazu esse), zum anderen muß ich mich nicht überwinden viel Gemüse zu essen – solange ich dazu noch Fleisch und Nachtisch kriege. Im Prinzip muß ich „nur“ die Balance zwischen den „guten“ und „schlechten“ Sachen verschieben…

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      2. Mona

        Ich hab Spaß zu beobachten wie viel Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate ich esse. Wenn ich mal irgendwie unzufrieden bin, dann schau ich wie das Verhältnis war als ich zufriedener war oder verändere irgendwas anderes. Mir macht es Spaß einfach rumzuprobieren und mal eine Zeit lang dies und das zu machen, mal eine Zeit lang was anderes.

        Wenn sich jemand bei mir beschwert über sein Übergewicht oder ungesundes Essen oder was auch immer, dann erzähle ich halt, was ich schon alles probiert habe und was gut funktionierte und wieso ich denke, dass es gut funktionierte und was ich an seiner Stelle ausprobieren würde. Soll der Mensch doch selbst entscheiden, aber vielleicht hilft ja etwas.

        Ich mag es auch total gerne andere auszufragen, wie sie etwas machen oder was sie schon gemacht haben. Deswegen lese ich auch hier mit. Hier kommen viele Ansichten und Erfahrungen zusammen.

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      3. Persönlich bin ich gerade bei sehr wenig (500) kcal, da ist meine Hauptsorge das Eiweiß, aber das behalte ich auch im Auge. Hab da ne App und ne Webseite, die das für mich mitloggt, muß ich mir wenig Gedanken machen, sondern einfach die Reports anschauen.

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    2. Ja, das ist wohl Definitionssache, aber deshalb HABE ich es ja definiert 😉 Klar muss ich am Schluss weniger essen als vorher, aber das ist halt auch unter großzügiger Betrachtung keine „Ernährungsumstellung“ im klassischen Sinn.

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      1. *schulterzuck* Rein für mich hätte ich „weniger essen“ durchaus als „Ernährungsumstellung“ (wenn auch eine relativ wenig tiefgreifende) betrachtet. Klar, bei dem Wort kommen natürlich auch Gedanken an Salat-Orgien, Bio-Supermarkt-Odyseen und Tofu-Burger in den Sinn, aber das ist dann ein anderes Extrem 😉

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  4. Ich kann auch nicht verstehen das, meistens die Leute die am unerfolgreichsten versuchen Abzunehmen die besten Tipps haben und genau wissen auf was man achten muss… Ich kann es nicht mehr hören und versuche es so gut es geht mit einem Nicken zu ignorieren.

    Am besten ja langsam und nicht zu schnell… Sonst kommt der böse böse JOJO … und total ungesund ist das auch noch…
    Ich glaube mit langsam erreicht man genau eine Sache: Man gibt irgendwann auf weil sich einfach trotz verzicht nicht viel tut. Wenn man effektiv das ganze durchzieht sieht man wenigstens Erfolge. Klar dauert das ganze, je nachdem wie viel runter muss, trotzdem eine Weile, aber zumindest für mich klingt das besser als: „so langsam wie es drauf ging muss es auch runter“. Was ja zb heißt bei schleichender Zunahme von 10 kg in einem Jahr muss das auch ein Jahr dauern bis es wieder runter geht? Wer soll das denn durch halten?! Das geht auch in 2 Monaten…. Und dann kann man doch immernoch westlich entspannter an der Ernährung feilen und schauen das man je nachdem wie es für einen selbst am besten klappt das Gewicht zu halten.

    Mir geht es wesentlich besser mit dem Gedanken das ich nicht mein Leben lang jeden verdammten Tag die perfekte Ernährung nach Zielerreichung haben muss. Viel besser ist doch so ein mittelding, durchaus mal nach Gelüsten zu viel essen, weils einfach gerade schmeckt….dabei zu lernen das es keine halbe Torte sein muss und auch 2 Stücke reichen 🙂
    Und dann die nächsten Tage eben wieder einsparen… und genau das machen doch natur schlanke von ganz alleine unbewusst.

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    1. Ich denke, es kommt einfach darauf an. Manche Leute brauchen halt schnelle Erfolge (z.B. ich), andere hätten Probleme mit so „harten“ Methoden und fühlen sich besser, wenn sie nur ein wenig einschränken müssen und verlieren auch bei langer Zeit nicht die Motivation. Der Trick ist wohl, die beste Methode für sich selbst zu erkennen und sich nicht einreden zu lassen, unbedingt das zu tun, was andere wollen.

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      1. „Der Trick ist wohl, die beste Methode für sich selbst zu erkennen [seine Kalorienzufuhr zu reduzieren] und sich nicht einreden zu lassen, unbedingt das zu tun, was andere wollen.“

        Ich denke das ist so ziemlich der beste Abnehmtipp, den man geben kann.

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  5. Diät ist ja eigentlich eh der falsche Begriff, denn egal wie man Nahrung zu sich nimmt, es ist immer eine Diät. Wenn man sich fett frisst ist das eine Diät, wenn man nur noch Ananas isst, dann auch. Und wenn man abnehmen will, dann ist das einfach eine andere Diät.

    Für mich ist das was ich mache allerdings schon eher eine Ernährungsumstellung. Vom allgemeinen Sprachgebraucht her sind natürlich die Begriffe in meinen Augen trotzdem eher synonym zu betrachten. Und auch von der tatsächlichen Ausführung her kann man das so sehen. Vorher hat man sich intuitiv falsch ernährt, davon zugenommen und jetzt stellt man halt die Ernährung um, macht etwas anders und versucht dadurch wieder abzunehmen.

    Bzgl. meiner Ernährungsumstellung, ist das, simpel ausgedrückt, einfach FDH. Nichts anderes. Das sag ich auch jedem der mich fragt. Einfach FDH, keine Mittelchen, keine Vorgaben, keine Einschränkung für bestimmte Zutaten/Lebensmittel, einfach nur weniger. Das erzeugt oftmals ein Kopfschütteln und diverse Argumentationsketten, auf die ich mittlerweile nur noch mit Bulllshit kommentiere.

    Aber bald hab ich ja endlich meine Print-Ausgabe von Fettlogik überwinden, da kann ich mir dann dies und das markieren und den Leuten bei gewissen Argumenten einfach die Kapitel zum Lesen überreichen 😉

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  6. Heinke

    Das ist ein toller, extrem lustiger und super geschriebener Artikel, und ich stimme Dir in ganz grossen Teilen zu. In einem allerdings nicht: Das, was Dir nämlich alle Leute predigen: „Mach eine ERnährungsumstellung, keine Diät!!!!!“- das ist so dämlich , wie Dir zu raten, lieber einen VW zu kaufen anstatt eines Volkswagens. Eine Ernährungsumstellung IST eine Diät, und umgekehrt ist eine Diät eine Ernährungsumstellung, oder habt irgendein Mensch auf dieser Welt, der eine Diät macht, seine Ernährung dazu NICHT umgestellt????
    Mir geht diese Wort, im folgenden „EU“ genannt, unsäglich auf die Nerven, und zwar seit genau 10 Jahren- dem ersten Abend, den ich bei den WeightWatchern verbracht habe. Da tönt es nämlich mantrenmässig- „WEIGHT WATCHERS ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung!!!“–Aha?? Ich habe mir eine Woche lang die Mühe gemacht, die Punkte, die ich laut WW essen durfte, in böse (weil Kalorien = Diät = NICHT-EU= Böse!!!!) Kalorien umzurechnen, und, siehe da, es waren ziemlich genau 1200 Kalorien, die ich täglich zu mir nehmen durfte. 1200 Kalorien?Das nenne ich Diät. Sicher, das WW-System ist schlau, der Punktebedarf wird stets neu ausgerechnet, es können Sportpunkte erarbeitet werden, es können Punkte aufgespart werden, um an Festtagen bei Omi, bei einer Party oder bei einem Futteranfall aufgespachtelt werden- eigentlich gaaaanz gaanz genau wie bei Deiner-Unserer Kalorienzählerei und so weiter und so weiter.

    Ich lese Diätbücher so interressiert wie andere Menschhen Krimis, und es gibt seit Jahren und Aberjahren KEIN Diätbuch (bis auf die Fettlogik, räusper, deshalb meine Liebe zu diesem Buch), indem nicht in den ersten Sätzen dieser Satz , also…..blablablakeine Diät.bla ungesund…JOJO….blabla ..Ernährungsumstellungblabla steht.
    Ich freue mich RIESIG auf das erste Buch, in dem es umgekehrt steht. Oder in dem mal endlich ein selbsternanner Experte zugibt, dass dies ein-und dasselbe ist.

    Wer allerdings für MICH ein Experte in Sachen Schlankwerden ist? Jeder Mensch, der abgenommen hat und sein Gewicht gehalten hat. Nur der.

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    1. Wenn Hans abnimmt und das Gewicht hält, ist er eigentlich nur Experte im „Abnehmen für Hans“. Zum allgemeinen Abnehm-Experten fürchte ich, gehört doch etwas mehr als Erfahrung im Abnehmen für eine spezifische Person. Was für Hans toll klappt, kann für Peter das falsche sein.

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      1. Heinke

        ……aber immerhin….. Hans IST ein Experte für seine eigene Abnahme…. das ist .tausendprozentig mehr als Nichtexperte für die eigene Abnahme ! Aber ich verstehe, was du meinst!

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      2. Na ja, mit der gleichen Logik könnte man behaupten, dass Ärzte nur Krankheiten heilen können, die sie selber durchgemacht haben… Dafür haben wir Wissenschaft, dass wir eben was besseres haben als die Erfahrung einzelner – das sind Anekdoten.

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  7. Hmm… find den Beitrag sehr interessant…
    Dazu ein Gedanke, den ich schon öfter geführt habe zum Thema „wie kann ich das mein Leben lang machen“…

    Mein Vorhaben dazu… wenn ich das Gewicht erreicht habe, das ich möchte, dann gibt es die Regel:
    1x die Woche wiegen. Habe ich MEHR Gewicht als ich haben will, esse ich 1000kcal mit zählen. Habe ich so viel oder weniger als ich haben möchte, achte ich nicht drauf, was ich GENAU esse. (klar, nicht täglich „Fresstag“, sondern einfach normale Mahlzeiten, mal was Süßes und so…)

    Wie genau und ob ich das durchhalte weiß ich zwar noch nicht, aber ich kann ja gern davon berichten wenn ich dann die „restlichen“ 50kg zu meinem Wunschgewicht weg hab 😀 …bisschen dauerts aber vielleicht noch *g*…

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  8. maSu

    Puh… gelesen und … ich bin irritiert.

    Ist Kalorienzählen und daraus folgend dann weniger zu essen nicht auf einfach eine Ernährungsumstellung?
    Muss man nicht so oder so bis an sein Lebensende darauf achten, nicht wieder zu viel zu essen, also weiterzählen, bis man es automatisch und intuitiv macht?

    Ja es gibt viele dumme Ratschläge. Und die meisten und dümmsten Ratschläge kommen von jenen, die noch nie erfolgreich und dauerhaft Gewicht verloren haben. Und es nervt mich auch tierisch, dass man, sobald man abnehmen will – oder es einfach macht – von jedem plötzlich zu hören bekommt, wie wichtig diese oder jene Fettsäuren wären.
    Während normalgewichtige ihren scheinbar hochgradig komplizierten Energie- und Nährstoffbedarf aus Chicken Wings und Tiefkühlpizza abdecken können, müssen Übergewichtige dann eine sehr besondere Nahrung aufnehmen – echt jetzt? Nein! Natürlich nicht. Und ich hasse diese ganzen strunzdummen Abnehmforen dafür, dass quasi Panik vor dem Abnehmen verbreitet wird. So als ob man tot umfällt, wenn man nicht jeden Tag einen Teelöffel Bio-Leinöl zur Diät zu sich nimmt. Völlig bescheuert.
    Sofort kommen selbsternannte Ernährungsexperten (oder solche, die behaupten es gelernt zu haben, aber eigentlich nur inkompetent sind) daher und reden einen Scheiß daher.

    Das kenne ich alles auch.

    Aber:
    Damit eine Diät langfristig erfolgreich ist, muss man dauerhaft zumindest weniger essen. Es ist einfach so. Wer vorher 4000kcal am Tag gegessen hat (Beispiel: weiblich, 1,7m groß, wenig Bewegung am Tag), der kann sich kurzfristig „runterhungern“, aber sobald dann wieder die alten 4000kcal verzehrt werden, nimmt man wieder zu.
    Also muss man einfach eine Ernährung für sich finden, die langfristig zu einer ausgeglichenen Energiebilanz beim Wunschgewicht führt. Egal wie. Ob man das mit 5 Portionen Obst am Tag macht, ob man seinen Teelöffel Leinöl zu sich nimmt, jeden Morgen eine Zimmerpflanze anschreit was auch immer.

    Was ich aber für mich festgestellt habe: Am schwersten ist es, auf die notwendige Menge Protein zu kommen – zumindest für mich, denn ich habe mit dem Abnehmen auch mein Sportpensum (speziell Krafttraining) massiv gesteigert und ich merke da schnell, wenn ich Proteinmangel habe, da ich dann nicht mehr so leistungsfähig bin. Der normale etwas aktive Mensch wird da keine Probleme haben. Aber mittlerweile sind alleine zum Frühstück 2 Pfund Magerquark fällig und mir geht es fantastisch (Ich mache alle 2 Tage ein mehrstündiges Krafttraining und morgens bevor ich ins Bad gehe sind die ersten 30 Klimmzüge fällig und bis zum Frühstück noch einige weitere Übungen. Insofern ist der erhöhte Proteinbedarf erklärbar).

    Und darauf kommt es doch an: Wer abnimmt und sich dabei gut fühlt, der wird es langfristig auch halten können. Jeder hat dann seine Vorlieben. Jeder isst etwas anders. Manche machen Cheat-Days, die ich massiv und vehement ablehne. Aber so hat jeder seins.
    Das musste ich auch lernen. Robin wird sich erinnern 😉

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  9. R. Forderlich

    „Jeder – ausnahmslos JEDER – wird in den nächsten Wochen und Monaten parat stehen, um eure Diät zu kommentieren.“

    Kann ich nicht bestätigen. Die ersten sehr positiven Äußerungen zu meinem Geschwicht kamen erst, als ich schon 3 Größen abgespeckt hatte. Was ich esse, kommentiert niemand.

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  10. Eigentlich dachte ich, ich hätte den Unterschied zwischen einer Diät und einer Ernährungsumstellung genügend heraus gearbeitet, aber aus den Kommentaren spricht da was anderes *denk*

    Vielleicht setze ich zuviel voraus? Wichtig zur Abgrenzung waren mir folgende Absätze:

    „Wie sieht das aus? Eine “Ernährungsumstellung” erfolgt immer in Richtung einer Art der Nahrungsaufnahme, die sich an bestimmte ideale Vorgaben hält. Die berühmteste ist dabei mit Sicherheit die vielzitierten und hochgelobten 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag! Aber damit ist das Thema ja noch längst nicht gegessen. Ballaststoffreich soll es sein, Hülsenfrüchte gehören dazu, Fisch muss auch einmal die Woche, Fleisch dagegen nicht so, aber wenn, dann bitte helles, Nüsse sind ja ach so toll wegen den “gesunden Fetten”, Milchprodukte wegen des Calciums, Vollkorn ist eh der absolute Hit und das Ganze bitte richtig verteilt auf mindestens drei ausgewogene Mahlzeiten am Tag! Und bloß genug trinken!!!

    Was dagegen ganz entschieden NICHT als eine Ernährungsumstellung gilt: Ein paar Tage lang wenig zu essen, um ohne Konsequenzen auf der Waage Platz zu haben für eine Pizzaorgie auf der Couch, einen eskalativen Cocktailabend mit den Kolleginnen oder das liebevoll von sämtlichen Tanten und Cousinen gefüllte Kuchenbüffet am 90. Geburtstag eures Uropas.“

    Natürlich ist JEDE Änderung der Ernährung eine Ernährungsumstellung im weitesten Sinn und selbstverständlich darf ich am Ende meiner Diät nicht mehr genauso essen wie vorher, weil mein Kalorienbedarf gesunken ist (wobei Nadja hier ja selbst ein Gegenbeispiel darstellt: Sie kompensiert den gesunkenen Grundumsatz spielend durch haufenweise Sport, so dass sie eigentlich den selben Gesamtumsatz hat wie vor ihrer Abnahme). Im Grunde ist selbst die Entscheidung, ab jetzt den Kaffee schwarz zu trinken, statt drei Löffel Zucker und Vollfettsahne reinzuknallen eine Ernährungsumstellung.

    ABER: Das ist halt nicht das, was bei den Menschen, von denen ich rede und die mir mit ihren gutgemeinten Tipps so dermaßen auf den Sack gehen, unter einer Ernährungsumstellung verstehen. Siehe obiger Absatz. Ich esse am Ende mit Sicherheit mehr Gemüse als vorher, weil ich ein paar leckere Rezepte erfunden habe und ja auch Tage mit wenig Kalorien brauche, um Tage mit viel Kalorien auszugleichen, aber ich werde niemals 5 Portionen täglich essen. Auch möchte ich nicht übermäßig Vollkornprodukte essen, halte mich nicht an Vorgaben Fisch und Fleisch betreffend, finde, dass „gesunde Fette“ im Prinzip auch nur Fette sind, esse höchstens im Urlaub dreimal am Tag und dann auch nur aus Versehen und erst Recht nicht halte ich mich an überzogene Vorgaben die Makronährstoffverteilung betreffend.

    Damit ist das für diese Leute keine Ernährungsumstellung im engeren Sinn. Diesen Unterschied soll man bitte im Blick behalten.

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    1. R. Forderlich

      „Menschen, von denen ich rede und die mir mit ihren gutgemeinten Tipps so dermaßen auf den Sack gehen“

      Ich verstehs nicht. Mach den Leuten klar, dass du keine Tipps willst und brauchst. Diskutier dein Essverhalten nicht, erklär es nicht, rechtfertige dich nicht.
      Es ist allein deine Sache. Punkt.

      Es gehören immer 2 dazu, neben den ungebetenen Tippgebern auch jemand, dem sie die Tipps aufs Auge drücken können. Lass die Leute abblitzen. Dann ist es auch völlig egal, ob es nun Ernährungsumstellung oder sonstwie heißt.

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      1. Ich lasse mir da sowieso nicht reinreden. Aber es kotzt mich an, wenn ich mitkriege, wie ANDERE damit verunsichert werden und es schon abzusehen ist, dass sie den Weg, den andere ihnen vorkauen, eh nicht gehen werden.

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  11. Hm. Eine Umstellung heißt, dass man irgendwas anders macht als vorher. Wie das im Einzelnen aussieht, und wie es am besten funktioniert, muß doch jeder für sich selber rausfinden. Ist es nicht egal, ob das nun einfach „weniger essen“ ist, oder ob man die typischen Dickmacher weglässt und andere Dinge dafür ergänzt, aber ansonsten genauso viel schaufelt?

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    1. Mona

      In meinem Umfeld hab ich auch nur Leute für die eine Ernährungsumstellung ist, dass man irgendwas anders macht oder überhaupt mal drauf achtet, was man isst oder wie viel.
      Ich kenn auch niemanden, der sich wirklich einmischt mit irgendwelchen Argumenten, sondern die Mama/Tante/Oma sagen dann halt, iss mal mehr, du kannst es dir leisten. Widersprechen kann ich ja immernoch. Vielleicht sagt auch keiner etwas zu meinem Essverhalten, weil ich nicht auffalle, da ich nicht diese niedrigkalorischen Tage mache. Ich esse mal mehr mal weniger, aber die Sprünge sind so klein, dass sie nicht auffallen. Wenn ich meistens 1700 kcal esse und mal 2300 kcal oder mal 1200 kcal, das fällt keinem auf, da mich keiner den ganzen Tag beobachtet. Wär schon komisch, wenn sich jemand dann in meine Diät einmischen würde.

      Vielleicht kennt Urban Robin viele Menschen, die sich einmischen? Oder ihre Mahlzeiten sind so auffällig, dass die Menschen es nicht lassen können, ihre Fettlogiken oder Regeln aufzusagen?

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      1. Mona

        Zum Gewichtsverlust selbst sagen Leute etwas, das kenne ich. Dass nach 5 kg Abnahme alle gleich schreien, passe auf, dass du nicht zum Klappergestell wirst, obwohl man noch Übergewicht hat.
        Bei der Ernährung kenn ich das nur, wenn man wirklich Atkins Phase 1 macht, Mahlzeiten ausfallen lässt, die man sonst immer gegessen, hat oder wenn man vegan sich ernähren möchte. Sonst müssten die Mitmenschen einen ja extrem gut beobachten, um schon auf Kleinigkeiten reagieren zu können. Bei mir interessiert sich keiner, was genau ich esse.

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    1. Auch putzig, im Artikel wird wie zu erwarten war auf den Hungerstoffwechsel verwiesen, der verlinkte Artikel beschreibt aber den echten Hungerstoffwechsel beim Verhungern (wo am Rande auch die eigentlich gemeinte Hungeradaption erwähnt wird).

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    2. Mona

      Oh, dann mache ich wohl bei meiner Diät etwas falsch. ;D
      Ich hab schon mindestens 3 Wochen keine Möhrchen gegessen und rohe Möhrchen noch länger nicht. Außerdem würde ich nicht auf die Idee kommen, ein komplettes einsames Möhrchen auf einen Teller zu legen. Oder isst jemand von euch so eine ganze rohe Möhre auf dem Teller mit Messer und Gabel?
      Das Bild ergibt keinen Sinn für mich.

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  12. Hallo Robin,
    dein Artikel ist super, super, super,.. ich kenne das was du beschreibst so gut. Derzeit bin ich selbst beim Abnehmen und ich finde mich in allen Beispielen die du bringst wieder.
    Ich seh’s mit der „Diät“ auch so, Ernährungsumstellung, pfhh, kenn ich doch selber alles, stimme dir in allen bereichen zu, du sprichst mir tief aus der Seele.

    Liebe Grüße
    Barbara

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  13. Delilah

    Also meine Kollegen kommentieren häufig was ich esse…
    Ernähre mich seit einiger Zeit von Magerquark mit Haferflocken morgens und Rohkost und Kräuterquark mittags. Beide Mahlzeiten im Pausenraum bei der Arbeit.
    Jeden zweiten Tag „wie kannst du das nur essen! Voll langweilig! Ich würde davon nicht satt werden. Immer das gleiche. Bla bla…“

    Das nervt tierisch 😦

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    1. fak

      Ich habe mir während des Semesters (Uni) die Haferflocken und den Magerquark in Eiweißriegel (außerdem noch Ei, Leinsamen und Schoko-Proteinpulver) eingebacken. Das gab keinerlei komische Kommentare von den Kommilitonen. Vermutlich in der Form dann alles in Ordnung, weil die Riegel aussehen wie Schokokuchen. „Ah, der Dicke isst Schokokuchen – alles in Ordnung, muss man nicht kommentieren.“ Vielleicht wäre das ja auch was für dich? 🙂

      Wobei ich’s nicht aus dem Grund gemacht habe, Kommentare zu vermeiden, sondern weil die Form praktisch ist zum Mitnehmen und weil’s schmeckt. Überhaupt herrscht bei mir bislang noch ein gehöriger Mangel an lustigen, übergriffigen Sprüchen. Hatte ich mich eigentlich drauf gefreut – aber vielleicht kommt’s ja noch, bin noch nicht so lange dabei.

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  14. Katrin

    Robin ich bin ganz deiner Meinung… dein Artikel ist großartig und ich hätte ihn fast selbst schreiben können weil ich auch diese „Spezialisten“ habe die alles besser wissen und auch alles kommentieren müssen was ich (oder besser gesagt) was ich nicht esse.
    „Du isst heute gar nix, was ist los?“ Wenn ich vorher eine Tafel Ritter Sport und ein schön dick belegtes Brötchen mit Käse in mich reingestopft habe hat niemand dazu was gesagt…Merkwürdig 😉

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  15. Ich

    Mir würde der Artikel besser gefallen, wenn da nicht so der Frust raus kommen, sondern man diese Erlebnisse mit einem lachenden Auge, aber durchaus nachdrücklich, schildern würde.
    In meinen Augen würde man so mehr Menschen erreichen. Diese Schreibweise ist eher dazu geeignet, in Abwehrhaltung zu gehen und nicht zu reflektieren.

    Bisher bin ich von solchen Kommentaren immer verschont geblieben. Klar, es gab mal das ein oder andere „Duuuuu…abnehmen?! Wo denn?!“, da musste ich dann immer grinsen und an diesen Blog denken. Jedoch hatte ich auch nicht so eine Mammutaufgabe zu bewältigen (Hut ab vor euch!) und diskutiere eigentlich grundsätzlich die Dinge, die ich tue oder lasse, nicht mit “ fremden Leuten “ und vermittle das auch ganz klar. Vielleicht ist das etwas, was ihr noch an euch selber verbessern könnt – sagt denen doch einfach, dass du das so machst und darüber weder diskutieren noch beraten werden möchtet. Und den Quark-Nörglern würde ich sowas entgegnen wie „Müsst ihr ja auch nicht. Aber die ewig gleichen Bemerkungen, die konkret ihr euch sparen“. Tonfall abhängig vom “ Härtegrad“ ;oP

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    1. Ich denke hierbei halt einfach nicht nur an mich. ICH weiß, dass es mir gut geht und ich mich selbst mit unter 700kcal täglich gesünder ernähre als vor meiner Diät. Ich weiß auch, dass eine komplette Ernährungsumstellung nichts für mich ist und dass mich weder der Hungerstoffwechsel, noch der Jojo ereilen kann.

      Aber andere wissen das halt einfach (noch) nicht. Ich habe mich jahrelang verunsichern lassen und deshalb nie Erfolg gehabt. Wenn mir jemand einfach mal gesagt hätte, dass Abnehmen im Prinzip simpel ist und eine Ernährungsumstellung nicht nötig, um sein Traumgewicht für immer zu halten, hätte mir das viele Tränen erspart. So ist es aber umgekehrt: Viele, viele Menschen, die selbst nie Erfolg hatten, kauen hilfesuchende Menschen ein Ohr ab, bis die sich nicht mehr trauen, das Frühstück wegzulassen oder sich jeden Tag fünf Äpfel reinquälen, obwohl sie keine Lust drauf haben und sich diese Kalorien auch sparen könnten.

      Ich mag dieses Argument „Ach, ignorier die doch einfach“ wirklich überhaupt nicht. Ich weiß, dass ich alles richtig mache und lasse mich nicht verunsichern. Aber es geht nun mal nicht nur um mich. Und zu sehen, wie andere leiden unter dem Bullshit, der tagtäglich in einschlägigen Foren verbreitet wird, kotzt mich einfach unfassbar an.

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      1. Ich

        Ich schrieb nicht, dass du/ihr „die“ ignorieren sollte – denn ich glaube gut und gerne, dass das ziemlich an die Substanz geht!
        Grenzen setzen wäre hier meine Devise.

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  16. Ich finde den Artikel hervorragend!! Denn das ist wirklich ein großes Problem. Persönlich musste ich mir so blödsinnige Ratschläge zwar noch nie anhören, aber schon der Gedanke an solch eine „Ernährungsumstellung“ war einer der wesentlichen Gründe dafür, das Projekt erst gar nicht anzugehen. Denn der Gedanke, für immer auf „normales“ Essen verzichten zu müssen, war unglaublich demotivierend. Aber nach meinen persönlichen Vorlieben und Vorgaben zu leben mit der einzigen Einschränkung, dass man die von Robin so schön geschilderten Exzesse mit Defizittagen wieder ausgleichen muss, ist kein Problem. Für die letzten 10 Kilo fehlt mir zwar im Moment die Motivation, aber minus 30 Kilo und ein BMI von knapp über 25 ist ja auch schon was.

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