1000 kcal

Mich erreichen häufiger Mails, in der mir Leute von ihrer Abnahme berichten oder Fragen stellen. Die heutige war sehr interessant, daher habe ich mich entschieden, sie anonym hier im Blog zu beantworten. Sie stammt von einem 120kg schweren Mann, der anfing, eine Diät mit unter 1000 kcal zu machen. Recht schnell kam es zu Erschöpfung/Müdigkeit und er stellte fest, dass er offenbar zu wenig Eiweiß aufnahm.

Die Fragen seiner Mail waren nun einerseits, wie er sinnvoll auf die Proteinwerte kommt bei 1000 kcal und wie ich es geschafft habe, mich mit 500 kcal noch fit zu fühlen.

Die 500 kcal-Frage ist an der Stelle die, auf die ich näher eingehen will. Viele Leute schauen hier nur auf die Zahl, nicht auf die Umstände drum herum. Wie die Buchleser wissen, war ich in den 6 Monaten auf 500 kcal größtenteils immobil aufgrund meines Knies und weiterer Gelenk/Sehnenprobleme. Als 175 cm große Frau mit 150 kg (im Laufe der Zeit natürlich immer weniger Gewicht) hatte ich bei vollkommenr Inaktivität einen Taesverbrauch von etwa 2700 kcal, was ein Defizit von etwas über 2000 kcal pro Tag ergibt (also zu Beginn 2kg Abnahme pro Woche). Da ich körperlich komplett inaktiv war, bemerkte ich keine negativen Auswirkungen auf meine Leistungsfähigkeit, da ich kaum Listung erbrachte. Eher wurde ich immer fitter, weil ich immer weniger Gewicht tragen musste.

Vergleichen wir das nun mit den Werten eines sportlich aktiven 120kg Mannes (er sprach in der Mail davon, regelmäßig Sport zu treiben, also habe ich das unter „leichte sportliche Aktivität gefasst  real mag es eher höher liegen):

kcal

Wie man anhand der Berechnungen erkennt, braucht er pro Tag über 1000 kcal mehr als ich damals. Obwohl er also das Doppelte von meinem damaligen Pensum isst, liegt sein Defizit wesentlich höher, bei fast 3000 kcal pro Tag.

Das ist für den Körper eine deutliche Belastung, und weil er tatsächlich regelmäßig körperliche Leistung erbringt, bemerkt er den Effekt auf die Leistungsfähigkeit natürlich wesentlich stärker. Das merke ich übrigens mittlerweile auch. Wenn ich vor dem Sport nichts gegessen habe, kriege ich nichts auf die Reihe. Mit 500 kcal könnte ich meinen Alltag zur Zeit nicht bestreiten, das ginge nur bei Inaktivität. Paradoxerweise trifft auf mich mittlerweile tatsächlich „Mehr essen um abzunehmen!“ zu, aber nicht wegen des Hungerstoffwechsels sondern schlicht weil ich so in der Lage bin, Sport zu treiben und wesentlich mehr zu verbrauchen pro Tag.

Bei mir war es damals auch so, dass ich aufgrund der Inaktivität wirklich null Muskulatur hatte und sogar Muskeln aufbauen konnte beim Abnehmen – einfach weil der Startpunkt so gering war. Ein aktiver 120kg Mann hat aber bereits wesentlich mehr Muskulatur, die gut versorgt werden muss, um auch beim Abnehmen nicht verloren zu gehen. Wieder ganz andere Voraussetzungen.

Wie man sieht, kann man nicht einfach auf Zahlen schauen und sagen „Wenn sie 500 kcal gegessen hat und gut zurechtkam, muss das doch mit 1000 kcal ein Kinderspiel sein!“ – die 1000 kcal in diesem Fall sind wesentlich drastischer als die 500 kcal damals bei mir. Um das ohne Probleme hinzubekommen, erfordert es also deutlich mehr Aufwand – und mein Aufwand damals war mit Ergänzungsmitteln, sehr durchdachtem Essen und regelmäßiger ärztlicher Kontrolle bereits recht hoch.

Ich kann an der Stelle keinen konkreten Plan liefern – natürlich gibt es Möglichkeiten, die Proteinzufuhr zu erhöhen und auch alle übrigen Nährstoffe zu ergänzen. Das sollte dann am besten vor Ort ärztlich überwacht werden. Die Frage ist auch, wie die Situation drum herum aussieht: Bei mir war es wirklich eilig, das kaputte Knie zu entlasten und wieder gehen zu können. Wenn es drängende Gründe gibt, möglichst rasch möglichst viel Gewicht zu verlieren, kann eine drastische Kalorienreduktion die sinnvollste Alternative sein. Auf der anderen Seite kann ein großer, schwerer und aktiver Mann bereits mit mehr als 1000 kcal und mit weniger Aufwand gut abnehmen.

Ich denke, das wesentliche ist an der Stelle, sich nicht zu sehr auf Zahlen zu fokussieren, sondern auch die individuellen Voraussetzungen, körperlich wie auch im Alltag, mit einzubeziehen. Pauschal  „1000 kcal sind immer zu wenig!“ oder „1000 kcal sind auf jeden Fall ausreichend!“ lässt sich so nicht sagen. Ich mag normalerweise diese Eso-Sprüche nicht, aber ich denke, es ist wichtig, auch auf den Körper zu hören und zu sehen, wie dieser mit der Alltagsbelastung beim Abnehmen klarkommt. Gerade bei hohem Defizit kann es schnell zu Mängeln kommen, denn ein großer, aktiver Mann braucht natürlich auch wesentlich mehr Nährstoffe als eine kleinere, inaktive Frau.

Wie waren eure Erfahrungen in Sachen Defizit bisher?

31 Gedanken zu “1000 kcal

  1. Da ich nach wie vor meine Kalorien nicht protokolliere, kann ich nicht genau sagen, wie viel Defizit ich esse. Aber seit ich vor einem halben Jahr angefangen habe, sehr viel mehr Proteine zu mir zu nehmen (Proteinriegel zum Frühstück und als Vormittagssnack, Müsli mit Proteinpulver und Milch, Hähnchenbrust zum Mittagessen…), habe ich gut 7kg abgenommen und bin endlich unter die „BMI-Schwelle“ gekommen. Dazu muss man auch sagen, dass ich in der Woche inzwischen 20km laufe und dazu noch mehrfach das Studio zum KRafttraining aufsuche. Baue also zugleich Muskulatur auf. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie gut mir das Mehr an Proteinen tut.

    Evtl sollte ich langsam aber mir wirklich mal einen Ernährungsplan anhand meiner Tätigkeiten stricken lassen.

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  2. emeles

    Ich habe zwar nie Kalorien gezählt, aber ich habe mal Wochenlang auf Grund einer Kieferprellung quasi nichts gegessen. Mein Körper hat sich nach etwa zwei Wochen an den Zustand gewöhnt und auf Reserven zurückgegriffen um den Energiebedarf zu decken. Ich war in der Zeit sportlich aktiv und habe nur in den ersten zwei Wochen und später als ich stark untergewichtig war, andauernde Erschöpfung bemerkt. Vermutlich muss man einfach ausprobieren, auf was für ein Defizit der Körper sich einstellen kann. Das wird sicherlich bei jedem etwas unterschiedlich sein.

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      1. Teilweise scheint es da aber auch Unterschiede zu geben. Wenn ich bei dem Rechner mal 1,2 nehme kommt 24-irgendwas raus, bei bmi-rechner.net sind es z.B. nur 2.074. Ein anderer Rechner den ich mal gefunden habe (k.A. welcher) hatte auch noch nen Hinweis á la „Sehr dick, es wurde eine angepasste Formel verwendet“ und es kamen nochmal 100-200kcal weniger raus als anderswo.

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      2. Die Dinger berechnen teilweise auch Unsinn. Der, den Nadja hier verlinkt hat, sagt, ich hätte einen Gesamtenergieumsatz von 1674. Ich hab während der Abnehmphase 1400 gegessen und trotzdem im Schnitt 1,1 kg die Woche verloren. Das kann doch nie und nimmer hinkommen.

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      3. Laut dem Rechner hätte ich nen Grundumsatz von 2610. Das kommt niemals hin, als der damals gemessen wurde, war er irgendwo knapp über 2000. Evtl. sollte ich ihn mal wieder messen lassen, damit ich es genauer weiß. Aber der Rechner gibt für 4h Sport pro Woche auch gleich 1000kcal pro TAG drauf – meine Güte, mein Training (halbe Stunde Ellipsentrainer pro Tag, plus zweimal die Woche Krafttraining) braucht vielleicht auf den Tag umgerechnet 200-300kcal, wenn es hochkommt.
        Persönlich würde ich (mal pessimistisch) schätzen, mein Grundumsatz liegt derzeit bei 2.000, dazu sagen wir mal 500 weil ich nicht nur rumliege und pro Tag nochmal 200 an Sport, wären wir bei 2.700 – der Rechner gibt mir 4.100.
        Immerhin ist mir so gerade aufgefallen, dass ich bisher meinen zu erwartenden Gewichtsverlust am Grundumsatz berechnet habe und nicht am Gesamtumsatz. *hust* Na ja, besser pessimistisch als optimistisch rechnen.

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  3. Ich esse gerade auf 1300-1500kal. Das sind laut fddb ein Minus von 1200kal täglich.
    Anfänglich habe ich versucht unter 1000kal zu essen, da war ich komplett überfordert, und gereizt und echt scheisse drauf.Mit den 500 kal mehr, fühl ich mich sehr gut und schaffe es nach 4 Monaten immer noch auf ca 1,2Kilo pro Woche abzunehmen.
    Letzte Woche hab ich ein paar Tage auf 1600-1700 gegessen, da stagnierte es wieder.Ich denke mein Verbrauch ist deutlich niedriger wie diese Rechner ausrechnen. Als ich dann wieder Plan dabei war, verlor ich von Einen auf den anderen Tag mehr als ein Kilo, das hab ich aber auch gemerkt, mir war echt schwindlig und schlecht, ich glaub das hing damit zusammen….Ich esse jetzt nicht soviel Eiweiß, aber achte drauf ordentlich Gemüse reinzubringen. ..proteinpulver steht bei mir nicht zur Debatte zumindest momentan nicht…
    Ich fühl mich wohl, die Frierphasen hab ich momentan hinter mir, und ich hab immer weniger Gelüste, und kann mich gut im Zaum halten, auch wenn das Essen mich direkt in Gespräche verwickeln will. .
    Liebe Grüße

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    1. Wenn du innerhalb eines Tages drastisch Gewicht verloren hast, hast du offenbar auch mit 1600-1700 kcal pro Tag ein gutes Defizit gegessen, aber vermutlich mehr Wasser und Darminhalt eingelagert. Passiert mir auch immer, besonders wenn ich dann eher salzig esse und am nächsten Tag mehr trinke – dann wird alles Wasser rausgespült und mein Kreislauf mag das gar nicht^^

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  4. Ich habe laut diesem Rechner einen Gesamtumsatz von 2160 kcal und esse momentan ca. 1300 täglich. Weniger ist aber auch echt schwer für mich im Alltag umzusetzen. Ich fühle mich fit und nehme ab, was will man mehr? Ich achte aber nach einem etwas holprigen Anfang auch darauf, dass ich proteinhaltiger koche und seither geht’s gut.

    Ich finde diese Rechner aber auch nicht unbedingt hilfreich. Am Anfang habe ich versucht, meinen Kalorienbedarf zu errechnen und habe drei verschiedene Tools benutzt – es gab 3 verschiedene Ergebnisse: 1900, 2200 und 2700. Ähm. Ok??? Aber wenn man es dann ausprobiert, merkt man ja recht schnell, was funktioniert und was nicht.

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  5. Bernd der II.

    Dauerhaft auf 1000kcal geht gar nicht. Nach ein paar Tagen davon bin ich nur noch kaputt, ich bin müde, schwindelig, Kreislauf geht weg… Lohnt sich echt nicht. Mit 1500kcal/Tag hab ich noch Hunger, aber sonst keine Probleme mehr. Funktioniert auch. Vielleicht würde es mit 1000kcal/Tag gehen, wenn die hauptsächlich aus Eiweißpulver oder Steak bestehen würden, aber das muss ich mir nicht antun (:

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    1. Mona

      Seh ich auch so. Aber ich denk das liegt einfach daran, dass man ein zu großes Defizit bekommt.

      Je normaler mein Körperfettanteil ist, desto kleiner wird mein Defizit, obwohl ich rational gesehen gar nicht die Abnahme abbremsen will. Desto häufiger treten auch Tage auf an denen ich meinen ganzen Verbrauch oder auch ein bisschen mehr esse. Das könnte aber auch am Winter liegen.
      Als es kalt wurde, fiel es mir plötzlich noch schwerer mich genug zu bewegen und nicht zu viel zu essen. Naja, solang ich überhaupt etwas abnehme ist es ja noch ok. Hab keinen Leidensdruck mehr, weil ich 2015 schon jede enge für meine Gesundheit geschafft habe. Im Sommer wird der Leidensdruck bestimmt wieder steigen, weil ich mich vor mir selbst dann nicht unter dicken Pullis verstecken kann und sportliche Ziele mir dann wieder wichtiger werden. Es dauert halt ein bisschen länger bis zum Ziel als gedacht, ich finde es nicht so schlimm. Hauptsache ich hab kein Übergewicht mehr, was mir mein Leben/die Gesundheit belastet.

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  6. Farid Darwish

    Hallo,

    hier mal mein Senf dazu. Zuerst meine Daten:

    30/M/5’6″ | CW 154 | 15% BF | Mostly sedentary

    * 1411 kcal Goal, a 20% deficit. (1163 min, 1764 max)
    * 20g Carbohydrates
    * 80g Protein (79g min, 131g max)
    * 112g Fat (85g min, 151g max)

    Ich habe in den letzten 7 Montan 23 Kilo abgenommen mit einem Defizit von 20%. MIt über 93 Kilo habe ich 1901 kcal zu mir genommen, was den Unterschied allein durch die Gewichtsabnahme und den Muskelzuwach deutlich macht.

    Das gesamte Konzept des Kalorien steht inzwischen stark in der Kritik: Je nach Art der Zubereitung kann die Menge der verwertbaren Kalorien eines Lebensmittels stark schwanken. Dazu kommt, dass ohne Gas-Austauschs-Messung beim Arzt die Zahlen der üblichen online-Rechner nur sehr grobe Richtwerte sind. Und die Schätzungen über den Kalorien-Verbrauch anhand der Aktivität sind wirderum reinste „Glaskugel-Schauerei“.

    Wir sehen: 3 Zahlen, die massiv schwanken können werden verwendet, um am Ende auf das Einzelkalorien genaue Pläne zu erstellen. Ich würde sagen, dass ich schlichter Unsinn.

    Und dazu haben wir noch keinen Satz über die unterschiedlichen Möglichkeiten der körperlichen Energie-Wirtschaft gesprochen: Glukoneogenese, Ketogenese usw.

    Meine beste Erfahrung: Pragmatisch ranngehen! Mit einem groben Defizi anfangen, so gut es geht zählen, schauen, was Waage und Maßband sagen, dann ggf. anpassen. Am besten auch mal mit unterschiedlichen Makro-Nährstoff-Zusammensetzungen bei isokalorischer Ernährung herumexperimentieren, also mal mehr Fett, mal mehr Eiweis, mal mehr Kohlenhydrate bei konstanten Kalorien und wieder auf Waage und per Maßband schauen.
    Gemüse ist immer gut, weil es satt macht und sehr wenig Kalorien hat.

    Und Kraftsport: Verbrennt schnell viel Kalorien, erhöht langfristig den Grundumsatz (Stichwort: Abnehmen im Schlaf) und verbessert das Aussehen.

    Liebe Grüße und mach weiter so
    F

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    1. Ähm, Kraftsport bildet Muskeln, aber Kalorienverbrennen? Vielleicht das Aufwärmen auf dem Crosstrainer / Laufband, aber bestimmt nicht die Sätze. Ich selbst trainiere 3 x die Woche hypertroph. Durch Kraftsport werden ja während des Trainings gezielt Muskeln geschädigt, die dann vom Körper repariert werden (Superkompensation), dass kostet bestimmt Energie und du erhöhst den Grundumsatz, aber eine Stunde Studio bringen nicht mehr als max. 150 – 200 kCal und das schon ohne Fachsimpeleien mit den anderen Stemmbrüdern…

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      1. Wenn ich mir so die Kalorienverbrauchskurve meines FitnessTrackers beim Sport angucke, dann verbrennt das Training an den Geräten wirklich nicht viel. Auch wenn ich viel schwitze und stöhne. Das Laufband sorgt für den eigentlich Kalorienumsatz.

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      2. muschelschubser

        Stimmt. Ich mache regelmäßig einen Kraft-Ausdauer-Zirkel: zwei Runden a jeweils 17,5 min mit je 6 Kraft- und 2 Ausdauergeräten (Kraft: 60 sec, Ausdauer: 4 min, dazwischen 30 sec Pause, Serienpause nach Bedarf).
        Die dazugehörige Software bescheinigt mir folgendes:
        Gesamtarbeit: 280 kcal, davon Ausdauergeräte: 235 kcal und Kraftgeräte 45 kcal…

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  7. Benjamin

    Im letzten Sommer habe ich damit angefangen mich auf 1000 kcal zu begrenzen und habe mittlerweile mehr als 35 kg abgenommen (140 anfangs und jetzt 104,x kg, 1,72m, leicht anstrengende Arbeit und 3x die Woche Krafttraining ).

    Es war natürlich am Anfang nicht leicht aber ich habe es mir schlimmer vorgestellt.
    Ich musste erst mal den Unterschied zwischen Appetit und Hunger lernen. Darauf vorbereitet habe ich mich mit Recherche wie viel Protein, Kohlenhydrate usw. der Körper eigentlich braucht.
    Dann habe ich einfach losgelegt und meine Ernährung auf Thunfisch (zum Glück schmecken mir die Dosen) Eier, Magerquark, Bohnen, Proteinshakes usw. umgestellt.
    Was soll ich sagen, es hat funktioniert, die Pfunde purzelten und ich war überrascht mit wie wenig der Körper eigentlich auskommt.
    Ich bin aber auf genügsamer geworden, unter der Woche reichen mir meine oben erwähnten Lebensmittel, Proteinshakes, die Salate in der Kantine oder mal ne Suppe / Eintopf.
    Ein Fühstücksmensch war ich sowieso nie, also musste ich mich da auch nicht einschneiden, ein großes Glas Wasser und Kaffee machen mich fitter als wenn ich mir Müsli oder Brot reinzwänge.

    Durch die Beschränkung unter der Woche habe ich mittlerweile auch keine Angst mehr vor dem Wochenende. Wenn ich weiß das wir kochen, grillen oder essen gehen dann plane ich eben etwas vor und genieße das Essen dann aber auch richtig ohne schlechtes Gewissen (natürlich ohne das es im Exzess endet *g*).
    DAS und zu lernen das mein Körper eigentlich schlauer ist als ich gedacht hab war echt beeindruckend.

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  8. Als ich angefangen habe (mit 114kg bei 1,88) habe ich so 1500kcal täglich angepeilt, das entsprach offensichtlich so ca. 2000kcal Defizit, sprich 2kg pro Woche. Da ich nur abends gegessen habe und da schon immer ne Tafel Schokolade täglich bei war wäre ich vermutlich auch mit 1000kcal noch zurechtgekommen – könnte ich auf Schokolade verzichten.
    Dabei hilft mir körperliche Aktivität den Hunger zu ignorieren, Beeinträchtigungen wie Schwindel oder Frieren hab ich eigentlich nur morgens oder bei Inaktivität.

    Inzwischen (84kg) peile ich immer noch 1500kcal an, aber laut fddb sind das nur noch 1000kcal Defizit – und ich schaffe das oft auch nicht, weil mit sinkendem Leidensdruck auch die Disziplin leidet (und die Leckereien rufen sooo laut ^^).

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  9. Also ich bin bei 145 kg / 178 cm / No Sports gestartet. Ich hatte immer ca. ein Defizit von 500 kCal / Tag. Mittlerweile bin ich bei ca. 98 kg / 3 – 4 mal die Woche Sport (3x Kraftsport, 1 x als Trainer), ich versuche ca. 750 – 1000 kCal Defizit hinzubekommen (Zufuhr < 2000 kCal). Die Eiweißzufuhr habe ich drastisch erhöht (ca. 1,5 – 2 g / kg Körpergewicht), um den Muskeln die Baustoffe zuzuführen. Leistung im Studio kann ich auch nur bringen, wenn vorher Kohlenhydrate zugeführt wurden. Seitdem ich intensiv Sport treibe ist meiner Hunger auf Kohlehydrate und Zucker aber spürbar zurückgegangen, dafür lachen mich Quark, Fisch und Fleisch immer so an… Ich komme im Allgemeinen mit meinem Defizit gut klar, gelegentlich ist mal ein Cheatday dabei, Selbstkasteiung ist nicht so mein Ding. Wenn alles so weiter geht, bin ich im August bei meinem Wunschgewicht (70 kg) angelangt. Falls ich es mal übertreibe merke ich eine Unterzuckerung, ein Glas Fanta oder Apfelsaft hilft dann aber schnell.

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  10. Ich wundere mich echt total über mich selbst… ich bin 1,82m groß und habe Ende September 2015 bei 140 kg angefangen, nun wiege ich noch 102 kg. Ich bringe wochentags meine Söhne zur Schule und hole sie wieder ab- das entspricht alles in allem einem Fußmarsch von 30 Minuten (ich laufe eher schnell). Außerdem gehe ich zweimal die Woche für jeweils zwei Stunden ins Fitnessstudio und zweimal die Woche mit meiner Tochter einen Kilometer schwimmen, das entspricht etwa einer Stunde. Ich esse unter 800 kcal. am Tag, oft sogar unter 700, aber fühle mich gut. Total gut sogar. ich bin nicht müde, Kreislauf ist toppi, Stimmung auch.
    Ich versuche zwar, viel Eiweiß zu essen, allerdings wahrscheinlich nicht so viel, wie ich idealerweise müsste, und ich gebe auch meinen Gelüsten nach… letztens hatte ich total Janker auf Kartoffelpüree, also gab’s dann halt innerhalb meines Diätbudgets Kartoffelpüree.
    Mein Arzt ist total zufrieden, und mir geht es spitze, obwohl ich täglich ein Defizit zwischen 1500 und 2000 Kcal. produziere… ich weiß nicht, wie das funktioniert, aber ich muss zugeben, dass ich nicht so wirklich Grund habe, etwas zu ändern, weil es mir halt echt gut geht.
    Das einzige, was vielleicht auf einen Mini-Mangel hindeuten könnte, ist, dass ich so alle 10 kg Abnahme mal für eine Woche auf einem Plateau festhänge- dann stagniert das Gewicht für diesen Zeitraum, aber danach geht es wieder munter weiter.
    Und was mich am meisten überrascht: meist esse ich für etwa 150 Kcal Frühstück, und dann ein spätes Mittagessen mit etwa 500 Kcal… aber Hunger habe ich überhaupt nicht. Nicht im geringsten.

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  11. Auf mich trifft der oben geschilderte Fall ganz gut zu. Allerdings bin ich 54 Jahre alt. Seit Weihnachten habe ich 11 kg abgenommen. Lt. Kalorienrechner verbrauche ich ca. 3.400 kcal/d. Angefangen habe ich mit 1.600 kcal + dem Verbrauch durch Sport. Das sind also 1.800 kcal/d weniger als verbraucht und mit den zusätzlichen Verbräuchen durch den Sport von ca. 300 – 400 kcal/d komme ich so auf ca. 2.100 kcal weniger je Tag als der Verbrauch ausmacht. Das hat bis heute sehr gut funktioniert und die Proteinversorgung erfolgt hierbei im Wesentlichen durch Proteinriegel (Frey Nutrition) oder Protein-Shakes (Frey Nutrition) oder z. b. Linsengerichte etc.

    Schwächegefühle gibt es keine. Frühstück ist ca. 450 kcal Müsli, danach im Büro ca. 500 kcal durch Riegel und Obst. Abends kocht meine Frau (die mich sehr unterstützt) dann immer sehr kalorien-, fettarm und danach habe ich immer noch Kapazitäten für etwas Dessert. Pudding, Joghurt etc.

    Mittlerweile habe ich den Verzehr auf 1.450 kcal/d gesteigert, denn durch die verlorenen Kilos verbrauche ich natürlich auch weniger und das wird dann durch weniger Verzehr oder mehr Sport ausgeglichen.

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  12. Persönlich bin ich gerade selber an 500kcal, was erstaunlich gut geht (ok, manchmal sind es auch 550, dafür sind es am nächsten Tag dann etwas weniger). Hauptsächlich Puten- und Hähnchenfleisch für’s Protein, dazu natürlich Ergänzungsmittel. Grund ist, dass ich von 145kg runter kommen will, erstmal drastisch, danach werde ich das wieder langsam hochfahren. Mache nebenher auch schon Sport, so als Vorbereitung der Fitness. Bin auch bei einem Doktor für regelmäßige Blutkontrollen, damit ich da etwas Überwachung habe. Sehen wir mal, wohin es führt, wenn ich früh wieder auf 1200 oder mehr gehen muß, wäre das natürlich schade, aber Gesundheit ist es natürlich wert.

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  13. Ich fahre mit 1400 kcal sehr gut und habe auch ohne Sport ein Defizit von ca. 600 oder 700 kcal. Bei 1400 kcal kann man eine normale Mahlzeit essen, wenn man Mittags nur eine Kleinigkeit isst und kein Frühstücker ist. Ich fühle mich immer satt und leistungsfähig, aber dafür ist natürlich mein Defizit auch kleiner als bei anderen hier. Reicht aber trotzdem zum Abnehmen.

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  14. Mit 1000 kcal käme ich nie aus. Auf die Art habe ich vor Jahren mal 25 Kilo recht schnell abgenommen, aber auch schnell wieder drauf gehabt. Jetzt habe ich knapp 30 Kilo innerhalb eines guten Jahres abgenommen, muss aber dazu sagen, dass ich ganz massives Übergewicht hatte und habe. Daher ist schon mein Grundumsatz ziemlich hoch.
    Ich esse soviel, dass ich immer über dem Grundumsatz, aber ca. 20% unter dem Leistungsumsatz liege. Aktuell sind das um die 1900 kcal. Damit nehme ich nicht mehr schnell ab, aber ich habe keinen Hunger, keine Leistungsprobleme im Alltag und was ich ganz wichtig finde: ich werde nicht quengelig und unzufrieden 😀

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  15. fak

    Ich bin jetzt seit einem guten Monat dran, Ausgangspunkt 140kg bei 1,83m. Ich esse zwischen 1200 und 1500kcal pro Tag und versuche dabei 120-150g Eiweiß zu mir zu nehmen. Beides gelingt in der Regel und ich fühle mich dabei definitiv nicht schlechter als mit der vorherigen Ernährung, an den meisten Tagen besser. Wieviel Defizit ich tatsächlich esse ist mir noch nicht ganz klar ob der kurzen Zeit; laut fddb sind es 2000kcal. Das hat auch in den ersten zwei Wochen nach dem großen Wassersturz vom Anfang ziemlich genau hingehauen, als ich das mal nachgerechnet habe, in den letzten 14 Tagen passt das aber nicht so recht. Ich werde demnächst nochmal nachrechnen, es sollten aber zwischen 1500 und 2000kcal Defizit sein.

    So oder so werde ich aber zunächst mal in dem Bereich bleiben, was die Kalorienaufnahme anbelangt. Ich fühle mich fit, es reicht, um einmal am Tag eine Mahlzeit zu haben, die ich richtig genießen kann (das ist ein persönliches Kriterium, für das ich mich von Anfang an entschieden habe) und abnehmen lässt es sich so auch gut, wenn auch vielleicht nicht ganz so schnell wie es zunächst aussah – aber auch das ist noch nicht ganz klar.

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  16. Ich habe am Anfang so ca. 600-800kcal gegessen und bin damit eigentlich sehr gut zurecht gekommen, nachdem ich mir genug Gerichte mit ausreichend Eiweiß ausgedacht habe. Jetzt habe ich ein besseres Equipment (bessere Pfannen = fettfrei braten) und schaffe es inzwischen sogar an manchen Tagen, unter 500kcal zu bleiben. Normalerweise werden es aber schon so 500-700. Außer Vitamintabletten und zusätzlich Magnesium an Sporttagen nehme ich nichts und fühle mich überhaupt nicht schlapp etc.

    Einzig die fehlenden Kohlenhydrate merke ich, wenn ich Sport mache. Mir wird nicht schwindelig oder so, aber habe ich vorher Kohlenhydrate gegessen, bin ich schon leistungsfähiger. Es geht aber auch so – deshalb lasse ich sie weg, weil ich Heißhunger auf Süßes kriege, wenn ich Kohlenhydrate während meiner Diät esse.

    Ich bin allerdings aber auch sehr klein und habe laut FDDB einen Tagesumsatz von ca. 1700kcal (bei wenig Aktivität).

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  17. Hmm… meine Erfahrungen zu Defizit… Esse mit 1,76m und 128kg (angefangen 133kg) ca. 1000kcal am Tag.

    – Habe innerhalb der ersten 2 Wochen insg ca. 5kg abgenommen. (Da war ein Auf- und Ab nach Wasser- und Magen-Darminhaltsverlust aber schon ausgeglichen)
    – Habe auch zu wenig Proteine zu mir genommen und die besagte Müdigkeit empfunden. Habe dann mit bisschen Hilfe von Proteinshakes (aber moderate Menge am Tag) bisschen aufgestockt, achte mehr darauf und mittlerweile hab ich keine Müdigkeitsprobleme mehr.
    – 1000kcal sind immer zu wenig für (ausreichend) Süßigkeiten 😛
    – Wenn man 1000kcal am Tag isst, auch wenn man sich satt fühlt, darf man NIE jemandem davon erzählen. Man muss immer diskutieren, sich für dumm erklären und anmömeln lassen „is ja dein Körper“ … JA ISSER, und jedes Kg weniger ist gut für ihn!

    Bin ja jetzt auch kein Fliegengewicht, hatte aber eigentlich immer nur mit einem Defizit von 700kcal am Tag gerechnet (hab nen eigenen, recht „genauen“, wie ich denke, Rechner, der mir einen Grundumsatz von ca. 1700kcal ausspuckt. Gesamtumsatz ca. 2100kcal… hab aber immer Grundumsatz genommen, fürs Defizit)…

    Was ich mir auch nicht erklären kann ist, wie man bei 500kcal alle wichtigen Nährstoffe „rein“ bringt. Proteine, okay… das geht ja noch…aber die anderen Vitamine und Mineralstoffe? Ich esse viel Obst und Gemüse am Tag mit meinen 1000kcal und hab Probleme bei manchen Nährstoffen… (Vorzugsweise, weil ich kaum Fleisch/tierische Produkte esse alle Vitamine der B-Familie)…

    Nun denn… viel Erfolg an alle 🙂
    (Gestern hatt ich nen Igitt-Tag 😀 … aber war sehr lecker…hihi ich bereue NICHTS…)

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  18. Katrin

    Ich mach es andersrum – ich versuche, ein festes Defizit pro Tag anzupeilen (im Moment sind das 2000 kcal, ich nutze den fddb-Rechner). Das ist gefühlt die Grenze von dem, was für mich noch geht; ich esse damit so zwischen gut 500 bis gut 800 kcal pro Tag, achte auf ausreichend Protein und stelle die Vitaminversorgung mit einem Multivitamin-Präparat sicher. Kleiner Bonus bei der Methode: Je mehr Aktivität, desto mehr Schoki : )
    Ich habe aber schon den Eindruck, daß sich das große Defizit durchaus bei der Leistung bemerkbar macht. Ohne Kaffee am Nachmittag wär’s undenkbar. Ewig werd‘ ich das daher nicht mehr so weitermachen (außer, es stellt sich in der nächsten Woche noch mehr Gewöhnungseffekt ein) aber zumindest den ersten großen Brocken Gewicht bis zum „normalen“ Übergewicht will ich möglichst schnell schaffen.

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  19. In den Abnehmphasen fange ich irgendwann an, unter Schwindel zu leiden. Das pendelt sich dann aber wieder ein. Im Moment habe ich eine Stagnationsphase, aber einen letzten Schub habe ich noch vor mir, um die letzten 8-10 kg wegzukriegen. Bisher minus 30 kg und ein aktueller BMI von exakt 25.

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  20. Lea

    Während meinem Sommerjob nehme ich in 5 Monaten 6 bis 9kg ab und falle dabei ins Untergewicht. Da ich wegen der sehr intensiven Bewegung und meiner eiweissreichen Ernährung, vermutlich kaum Muskeln abbaue, denke ich, dass ich fast ausschliesslich Fett verliere (oder verliere ich auch Wasser?). Deshalb schätze ich mein Kalorien Defizit auf ca. (7,5kg * 8000kcal / 150Tage) 400kcal/Tag.
    Der jumk Rechner gibt an, dass ich im Sommer ca. 2800kcal brauche (ich vermute deutlich mehr), während ich normalerweise nur 1700kcal benötige und etwa 2000kcal esse, um meine Reserven wieder aufzufüllen. Da ich mein Essen nicht abmesse und gelegentlich vergesse zu essen, schwankt meine Energieaufnahme sehr stark. Was bei mir jedoch komisch ist, dass ich nach zwei Tagen nicht richtig essen, erst nach relativ langer intensiver Belastung (>30 Minuten) ein überwindbares Schwächegefühl bemerke.

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