Verschwendung.

Gestern erreichte mich eine Mail mit folgender Frage:

hast Du eigentlich schon mal was dazu geschrieben, dass manche Leute
a) kein Essen wegwerfen wollen, und es deshalb aufessen, und
b) die Reste von anderen Familienmitgliedern aufessen, damit diese nicht
weggeworfen werden (z.B. im Restaurant)?

Das hat mich direkt zu folgendem Comic inspiriert.

verschw

Eine Patientin hatte dazu übrigens mal eine Erkenntnis, die sie schwer beeindruckt hat. Sie meinte, ihr sei klar geworden, dass sie sich selbst damit wie einen Mülleimer behandelt und sich selbst mehr wertschätzen sollte.

Mein Mann ist ebenfalls eher einer von der „Lebensmittel wirft man nicht weg!“-Fraktion. Ich muss zugeben, ich esse Reste meistens auf, weil ich es kann, nicht weil ich es muss^^

Wie haltet ihr das?

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75 Gedanken zu “Verschwendung.

  1. Kerstin

    *hust* in einem Zweipersonenhaushalt kommt es schon mal vor, dass man noch was „dreckiges“ (er)findet, damit die Spülmaschine rechtzeitig zum Nachtstromtarif voll wird. Ich weiß, bekloppt. Was solls. Ist doch jeder irgendwo. Aber ich musste echt lachen grade…

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  2. Drazon

    Der Vergleich passt meiner Meinung nach nicht. Eine Spülmaschine wird bei nur angeschmissen, wenn sie voll ist. Außerdem finde ich es widerlich Essen wegzuwerfen.

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    1. Ja, deshalb passt der Vergleich ja. Eine Spülmaschine mit extra dreckig geschmiertem Zeug vollzustellen, nur um die Regel („Spülmaschine wird nur voll angeschmissen!“) zu erfüllen, ist in etwa so sinnvoll wie Essen herunterzuwürgen auf das man keine Lust hat und das einem schadet (wenn man abnehmen will), nur um die Regel „Essen wird nicht weggeworfen“ zu erfüllen.

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      1. Drazon

        Ach so. Ich dachte Rechtsi wollte die halbvolle Spülmaschine anstellen. Essen wegwerfen ist trotzdem doof. Entweder einfrieren oder im Restaurant mit nach Hause nehmen.

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      2. Aniong

        Das hat jetzt zwar nicht mehr wirklich mit dem Thema zu tun, aber ich muss es trotzdem einmal gesagt haben: Man kann eine Spülmaschine übrigens auch immer nur dann benutzen, wenn sie voll ist, ohne dass man sie extra mit dreckigem Zeug vollstellt.

        Vielen Leuten scheint gar nicht klar zu sein, dass es überhaupt kein Problem ist, selbst nicht abgespültes Geschirr tagelang in der Maschine zu lagern. Es fängt nicht an zu stinken und wenn es nicht gerades festgepapptes Ei und Reis ist, bekommt das auch jede Maschine wieder sauber. Also einfach sammeln, bis die Maschine voll ist, egal wie lang es dauert.

        Man muss halt nur dafür sorgen, dass man grundsätzlich mehr Geschirr besitzt, als in die Maschine passt, damit man immer etwas Sauberes übrig hat.

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      3. Hab ich schon öfter gehört, klappt bei uns irgendwie nicht so wirklich. Entweder wir haben das falsche Wasser, schlechte Tabs oder komisches Essen – eingetrocknet wirds ohne Vorspülen oft nicht richtig sauber. Und nicht gammeln klappt nur wenn die Spülmaschine offen bleibt.

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      4. Mona

        Beim Geschirrspülen mache ich das wie Aniong. Dann mach ich die halt nur ein Mal pro Woche an, auch ok. Hauptsache ich spare Zeit, weil ich nicht ständig Abwaschen und Abtrocknen muss. Ich hab viel Besteck, aber Teller usw hab ich normal viel, je 6 von allen verschiedenen, aber dafür habe ich so eine kleine Spülmaschine, dann ist das auch kein Problem, da passt mein komplettes Geschirr ganz sicher nicht auf einmal rein. 🙂

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      5. Mona

        Außerdem bin ich noch mehr in die Richtung „bloß nicht zu viel dreckig machen“ und nehme auch mal Brottellerchen vom Vortag oder benutze meine Teetassen x Mal hintereinander bis sie unansehnlich sind.

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      6. Zum Spülmaschinenproblem: Wir haben zu zwei überhaupt kein Problem, die Maschine spätestens alle zwei Tage laufen zu lassen, und da kommt jeder Dreck rein, auch Pfannen und Töpfe. Der Trick ist, eine alte Spülmaschine zu haben, also nix Wasserspar-Mist und so. Und Salz. Viel Salz.

        Ich bin aber auch das genaue Gegenteil von Mona „bloß nicht zu viel dreckig machen“. Es grenzt für mich an den Untergang der Zivilisation, Vor- und Hauptspeise mit dem gleichen Besteck zu essen. Oder Leberwurst mit dem Buttermesser zu streichen.

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      7. Delilah

        Ich starte die Maschine nur 1x die Woche O.o PArtner und ich sind aber auch wenig zu Hause. Bei Frühstück und Mittag im Büro fällt dann zu Hause halt nicht so viel mehr an.

        Bin auch ein Geschirrsparer…fängt schon beim Kochen an, dass ich nur widerwillig Gerichte koche, wo ich mehr als einen Topf/Pfanne für brauche ^^und wenn doch, versuche ich möglichst, das meiste wieder sauber zu kriegen, bevor ich mich zum essen hinsetze.
        Wenn ich vor dem Mann abend esse, kriegt er 1 Stunde später seine SUppe auch in meine vorher benutzte Schale, sehe da überhaupt kein Problem bei.

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      8. IULIUS

        „eingetrocknet wirds ohne Vorspülen oft nicht richtig sauber.“
        Das passiert, wenn die Arme mit dem Spritzwasser sich nicht richtig drehen können (Irgend etwas ist im Weg), oder das Geschirr so gestapelt ist, daß das Spritzwasser nicht ungehindert an das Geschirr kommt (zu eng gepackt oder übereinander gestellt). In Einzelfällen ist auch das Sieb verdreckt.
        Ansonsten, das Geschirrspülmittel ist extrem aggressiv, daß es einfach alles wegätzt.

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  3. MiataMuc

    Die Spülmaschinensache kommt mir auch verdächtig bekannt vor *g*.
    Mit dem Essen geht es daheim meist eher so, daß zuviel gekocht, und zwei Stunden nach dem Essen nochmal gegessen wird. Ich koche oft zuviel mit dem Hinweis, ich wolle die Hälfte einfrieren, wenns abgekühlt ist. Leider ists dann gegessen, bevor es abgekühlt ist.

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  4. yannaba

    Mir fällt es auch manchmal schwer, Essen wegzuwerfen. Besonders, wenn es etwas Besonderes ist. Ich habe das Problem, dass meine Schwiegermutter, die alle paar Wochen zu Besuch kommt, immer sowas wie Gänseleberpastete, teuren Käse, und (aktuelles Problem) einen halben Baumkuchen vom Starkonditor mitbringt, davon selbst kaum was isst und dann da lässt. Wo sie doch genau weiss, dass ich abnehme. Und Mann und Sohn essen sowas gar nicht (naja, vielleicht ein wenig von dem Kuchen, aber Mann will ja selber abnehmen.
    Aber von ihr kommt da nur: „Na, gönn Dir halt den Kuchen und iss sonst nichts“. Das ich den Kuchen gar nicht WILL, das kapiert sie einfach nicht….
    Was mach ich jetzt nur mit dem Teil?

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      1. Manche Leute posten es auf Facebook – hier gibt es eingie Gruppen in denen es um Foodsharing geht, oder eben einfach Gruppen in denen Dinge verschenkt werden.
        Dort hat vor kurzem Mal wer Kartoffelsalat verschenkt, weil er viel zu viel hatte.
        Ich kann mir vorstellen gerade Kuchen findet so schnell Abnehmer 😉

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      2. IULIUS

        Man kann das Essen aber auch so lange stehen lassen, bis es anfängt zu gammeln und dann im Mülleimer entsorgen.
        Wenn jemand einen Weg sucht sich nicht zu feeden findet er ihn auch. 😉

        Man kann auch das Essen bestimmt wieder mitgeben. Die andere Person mag zwar dann eine Weile eingeschnappt sein, nur wer will sich ernsthaft von solchen Reaktionen erpressen lassen.

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  5. Ich hab früher im Restaurant aber auch grundsätzlich aufgegessen, egal wie satt oder nicht satt ich war. Übrige Pommes von anderen konnte ich auch nicht liegen lassen – wobei das heute noch ganz genauso ist, egal wie kalt und labberig die schon sind 😀
    Seit ich mich vegan ernähre kommts nur „leider“ nicht mehr zum übervollen Teller-Dilemma. In normalen Restaurants gibts meist nichts Veganes und dann bekommt man ne handvoll Salat und zwei kleine trockene Pellkartoffeln. Da ist man dann froh, wenn man überhaupt satt wird …

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  6. Ich trainier das gerade auch ..Reste auf dem Teller….Mein Gott was Hab ich früher diese Gäste verabscheut die Reste liegen ließen. ..was für eine Verschwendung! Da ich jetzt Hühnerchen halte, fällt es mir leichter etwas liegenzulassen, kriegen es die halt.
    Mit Hunden soll das auch funktionieren. …

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  7. maSu

    Also ich habe die 850g Putenbrust gestern auch nur aufgegessen …

    … weil es schmeckte.

    Aber ernsthaft:
    Ich werfe so gut wie nie Essen weg. Ich versuche direkt nur das zu kochen/zu kaufen/zu bestellen, was ich auch wirklich essen kann und will. Kleinere Ausrutscher (wie gestern… ich hatte während des Kochens einfach zu viel Hunger und dann war die Pfanne arg voll…) sind da aber nicht dramatisch.

    Ich vergesse oft genug Mahlzeiten und gehe Abends ins Bett und denke: „uhm… irgendwie hab ich Hunger und bin Müde…. “ die Müdigkeit gewinnt dann eh immer und dann fällt mir auf, dass ich den ganzen Tag über keine 1500kcal hatte.

    Häufig ist Zeitmangel oder Stress der Grund. Einfach vergessen zu essen.

    Das ist aber gar nicht mal negativ. Am nächsten Morgen habe ich dann eben mehr Hunger und dann wird gut gefrühstückt. Im Mittel halte ich mein Gewicht mit leichter Tendenz zur Zunahme, wobei das laut KFA primär Muskelmasse ist. Mein KFA liegt recht konstant bei 15%, bei einer leichten Gewichtszunahme 4kg seit meinem Minimum im Sommer, bedeutet das eben auch ~600g Fettzunahme (KFA Messung mit normalen Waagen sind leider ungenau… die 15% unterliegen natürlich gewissen Schwankungen).

    Aber ganz ehrlich: Muskelaufbau läuft prächtig und zum Sommer muss ich dann eben 1-2 Monate das Sportpensum erhöhen für das langersehnte Sixpack.

    Was die Waage anzeigt ist auch nur noch sekundär von Bedeutung. Primär zählt, dass ich mit meinem Spiegelbild zufrieden bin. Und wenn man Adern am Schienen- und Wadenbein und Ober- als auch Unterarmen sieht, dann kann ich nicht viel Körperfett haben ^^

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    1. Frank

      “ Und wenn man Adern am Schienen- und Wadenbein und Ober- als auch Unterarmen sieht, dann kann ich nicht viel Körperfett haben ^^“

      Sind bestimmt Krampfadern^^ 😀

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  8. snowy999

    Mir wurde auch eingebläut, dass man Essen nicht wegwirft.
    Sonntagabend war der Tag vor Diätbeginn und ich hatte noch eine Dampfnudel und Mandelcreme. Ich war pappsatt und trotzdem habe ich das Zeug über den Abend verteilt gegessen..
    .Blöd, aber irgendwie „musste“ das noch sein…
    Wenn ich Kuchen etc geschenkt bekomme und nicht essen mag, verschenke ich es im Geschäft, Nachbar, wer gerade kommt…
    Die sind happy und ich habe kein schlechtes Gewissen…

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  9. Ich plane für gewöhnlich so, dass ich nichts wegwerfen muss, vor allem kein Fleisch. Solange nichts eher anfängt zu schimmeln als es eigentlich sollte, klappt das für gewöhnlich auch. Eher koche/kaufe ich zu knapp mit dem Wissen, dass ja noch Vorräte da sind, falls es doch nicht reicht. Meistens ist es dann genau richtig.

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    1. Mona

      So mache ich das auch. Habe nur „Pech“, dass mein Freund einfach alles kauft, was er toll findet und sich gar nicht überlegt, wann er dann überhaupt essen kann und ob er es überhaupt essen kann, dann wird es meistens schlecht und ich muss es wegwerfen. Ich mag nicht die gleichen Sachen wie er.

      Bei Kuchen mache ich das so, dass dafür dann halt weniger Mittag esse oder Frühstück oder Abendessen durch den Kuchen ersetze bis der alle ist. Ich freu mich dann total über den Kuchen. An Kuchentagen muss ich dann meistens noch mit Proteinshakes nachhelfen, da so ein Kuchen ziemlich wenig Protein hat normalerweise.

      Ich mag Reste nicht so gerne, außer es ist ein irgendein meiner Lieblingsessen, die ich immer wieder essen kann. Die meisten Reste mag ich nicht, insbesondere bei Reisgerichten oder Nudelgerichten finde ich das nicht lecker. Kaltes auf aufgewärmtes Fleisch mag ich auch nicht, lieber frisch zubereitet.

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  10. Björn

    Ich gehöre auch zu der „Keine Lebenschmittel verschwenden“-Fraktion. Daher in der Theorie: Essen wird genau für zwei Portionen gekocht. Die Praxis: Was übrigt bleibt, kommt in die Tupperdose und wird als Mittag am nächsten Tag von meiner Frau oder mir mitgenommen. Ich denke, die Fettlogik liegt hier in dem „Reste halten sich ja nicht.“ Doch, dafür gab uns der liebe Gott Kühlschrank und Frischhaltedosen – auch wenn das jetzt so hip wie Oma klingt. Aber es muss niemand das Selbstopfer bringen, sich im Bewusstsein des Welthungers und der daran gekoppelten Unmoral einer Lebensmittelverschwendung heldenhaft das Essen rein zu stopfen.

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      1. Mona

        Bratkartoffeln lasse ich einfach in der Pfanne stehen und wärme das dann schnell in der Mikrowelle auf, wenn ich wieder Hunger hab. Macht ja keinen Sinn so wenig für mehrere Tage zu lagern.

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  11. Litschi

    Grundsätzlich ess ich nichts, damit es gegessen ist und versuche dennoch nach Möglichkeiten nichts wegzuwerfen. Als 1-Person-Haushalt bin ich da absoluter Vorratsdosen-Fan. Hab ich keinen Hunger mehr, ab in die Dose und dann in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach. Meistens mix ich dann die Reste am nächsten oder übernächsten Tag mit etwas Salat oder Gemüsesticks oder Fleisch. Kommt halt ein bisschen auf die Reste an.

    Es gibt für den Singlehaushalt auch Probleme wie grosse Packungen. Für Tortilla-Fladen, die es bei uns nur im 8er-Pack gibt (und ich bei Leibe nicht 4 Mahlzeiten lang Tortilla essen mag und früher oder später sind die dann schlecht) habe ich kürzlich auch eine nette Aufbewahrungsmöglichkeit gefunden: In kleine Dreiecke schneiden, auf ein Backpapier legen und backen, bis sie knusprig sind. Noch warm nach belieben würzen und abkühlen lassen. Danach in die Tupperdose und wenn ich was Salziges knabbern will, hab ich jetzt was! 😉

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    1. Mona

      Meiner Erfahrung nach, sind das Menschen, die einfach immer Hunger haben und solang noch etwas auf dem Tisch ist, essen sie auch weiter, auch wenn es vom Nachbarteller ist, wenn der nicht aufgegessen hat.

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  12. Frank

    Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass das Thema „Aufessen, weil man nichts wegwerfen will“ bei der Übergewichtsfrage eine gravierende Rolle spielt. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, wie oft man sich nach dem Essen hungrig, satt oder übersatt fühlt, und das beim nächsten Kochen berücksichtigen. Dass ich hungrig vom Tisch aufstand, daran kann ich mich gar nicht erinnern, an das „Puhhh, bin ich satt“ aber schon 🙂 Wahrscheinlich machen viele den gleichen Fehler wie ich, lieber zuviel als zuwenig zu kochen. Bei Kartoffeln habe ich beispielsweise bemerkt, dass oft genau die Menge überbleibt, die ich als „Sicherheit“ einkalkuliert habe.
    Vielleicht nützt es auch, darüber nachzudenken, wem damit geholfen ist, dass der Rest nicht im Mülleimer, sondern im Magen gelandet ist. Dem Gewissen vielleicht, aber das wird bei Übergewicht meist auch nicht besser.

    TLDR: Wer nicht zunehmen möchte, aber ein schlechtes Gewissen hat, Nahrungsmittel wegzuwerfen, sollte weniger kochen, bzw einkaufen.

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  13. Ich nehme Reste immer Mittags mit. Blöd wird es bei Mini-Portionen die einfach keine Mahlzeit mehr abgeben. Die mag ich weder einfrieren noch mitnehmen, weil es einfach zu wenig wäre.
    Dann ess ich schon oft noch mehr.
    Aber müssen ist da auch übertrieben. Ich esse es ja gerne, ich sollt ja nur nicht weil ich ja abnehmen will und prinzipiell scho irgendwie satt bin, aber 3 Gabeln mehr gehen trotzdem ohne Probleme.

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  14. Ich nehme mir seit Langem vor, in Restaurants nach einer kleinen/Senioren-/Kinderportion zu fragen, denke aber meist nicht dran oder denke „Ach, Kinderportion, das ist bestimmt zu wenig!“ Und jedes Mal wieder ist mir das Essen dann viel zu viel …

    Generell werde ich langsam ganz gut drin, lieber wegzuwerfen, als mir etwas reinzuzwingen – mit einer Ausnahme: Fleisch. Den Gedanken, dass ein Tier sterben musste, um dann übrig zu bleiben und im Müll zu landen, finde ich furchtbar – da soll es mir lieber noch ein bisschen Eiweiß liefern – tja, und leider dann auch zu viele Kalorien.
    (… nein, vegetarisch leben ist für mich keine Lösung!)

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    1. chris

      Das geht mir genauso. Inzwischen esse ich im Restaurant Fisch und Fleisch zuerst auf. Alles andere kann ich übrig lassen, aber das Tier soll nicht sinnlos gestorben sein.

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  15. Silvia Pribbernow

    Wie gut, dass wir Hühner haben. Wenn wir zu viele Reste haben, die wir dann auch nicht mehr schaffen (so als nächste Mahlzeit) und dann ist immer noch was übrig, dann bekommen bei uns die Hühner die Reste. So wird bei uns zum Glück sehr wenig wirklich weggeworfen :o) Und Reste essen, nur damit sie weg sind, und dann wir einem schlecht…nee…das muss nicht sein

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  16. Ich vermute, das liegt daran, dass man von seiner Familie eingetrichtert bekommt: Essen wirft man nicht weg!
    In unserer Wohlstandsgesellschaft heutzutage ist das natürlich meiner Meinung nach einer der Gründe, weshalb wir so ein kaputtes Essverhalten haben könnten. Denn daraus könnten sich meiner Meinung nach zwei Reaktionen entwickeln:
    a) „Ich habe aufgegessen, hurra! Das heißt, Mama/Oma/etc. sind glücklich! Wenn ich immer aufesse und Rester nicht verkommen lasse, dann freuen die sich immer über mich.“ Die Gefahr hierbei: Mann kann nicht mehr so gut auf sein Sättigungsgefühl hören und deshalb kann für solche Menschen die Gefahr bestehen, übergewichtig zu werden.
    b) „Schön, jetzt habe ich aufgegessen, ich hoffe jetzt sind Mama/Oma etc. zufrieden. Dieses blöde Essen ist leider immer so eine Scheiß-Pflicht. Es hilft ja alles nix, aber es macht echt keine Freude, zu essen und dabei weder auf sein Hunger- noch auf sein Sättigungsgefühl zu hören. Aber Hauptsache die anderen sind zufrieden. Dann haben die mich lieb.“ So ist das „Intuitive Essen“ nicht erlernt und man verlernt vielleicht sein Hunger- oder Sättigungsgefühl.
    Natürlich bin ich kein Psychologe, der das beurteilen kann. aber ich finde, es ziemlich blöd, in unserer Gesellschaft über weggeworfenes Essen rumzujammern. Zum einen nutzt es niemandem, wenn man sich wider Willen selbst mästet (das birgt nämlich viele Gesundheitsgefahren), und zum anderen ist es so, dass in den Industrieländern sowieso zu viele Lebensmittel produziert werden. Natürlich könnte man jetzt sagen, hey, exportieren die wir eben. Das tut Europa bereits und macht so beispielsweise in einigen Ländern Afrikas die Lebensmittelmärkte kaputt. Die andere Option ist wegwerfen. Da jammern auch wieder die Menschen, weil soundsoviele Tonnen Brote beispielsweise täglich im Müll landen.
    Aber die Wahrheit ist: Wenn wir Europäer wirklich jeden Tag das aufessen würden, was in Europa an Lebensmitteln produziert wird, dann würden wir platzen.

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  17. nessii

    Ich kenn den Gedankengang und habe auch lange Zeit ähnlich gehandelt. Vor allem beim Restaurantbesuchen musste quasi der Teller leer werden (inkl. des Deko-Salatblatts!), schließlich hat man da viel Geld für bezahlt! Inzwischen esse ich dann eben den Tag über wesentlich weniger, damit ich guten Gewissens den Teller im Restaurant leer essen kann und vielleicht danach sogar noch Platz für einen Nachtisch habe.
    Daheim koche ich selten, von daher habe ich das Problem dort weniger. Auf der Arbeit gibt es in der Kantine festgelegte Portionen, aber das sind Größen, die ich gut alle kriege. Wobei ich zugeben muss, dass ich da nie aktiv darüber nachdenke, ob ich satt bin oder nicht, ich esse einfach den Teller leer und bin dann meistens zufrieden. Manchmal stellt sich auch im Nachhinein noch ein (leicht) unangenehmes Völlegefühl ein, das ist aber zum Glück eher selten.

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  18. Ich gehöre zu denen mit Zwang zum aufessen. Erst sind die Augen zu groß oder der Teller und dann schaffe ich es eigentlich nicht aber es muss ja weg.
    Weil entweder: ich später keine Lust mehr drauf habe oder jemand anderes es mir weggegessen hat.
    Das ist ein Zwang und ich leide darunter. Aber immerhin ist es mir bewusst

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    1. Deli

      Solche Probleme kenne ich. Bei mir ist es u.a.:
      a) Egal wie voll mein Teller ist und wie übermäßig riesig die Portion, nimmt jemand sich was von meinem Teller, will ich ihm am liebsten in die Hand beißen
      b) Zwei Hälften sind niemals so gut wie etwas ganzes eigenes!
      c) Ich muss, um mit dem essen wirklich glücklich zu sein, zuhause mindestens einmal nachnehmen. Kurios: Es funktioniert auch, zweimal eine halbe Portion aufzutun.

      Habe auch immer „Angst“, dass mir jemand was wegisst. Hatte als Kind einen großen Bruder und wir haben uns immer drum gestritten. Waren beide übergewichtig, daher nirgends ein Risiko zu verhungern. Trotzdem…

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  19. Die hier angebrachte Argumentation „Europa produziert eh zu viel, dann können wir es auch wegwerfen“ hinkt, denn tatsächlich ist es andersherum: Wir kaufen und essen zwar auch deshalb so viel, weil wir ein Überangebot haben, aber dieses wird eben auch produziert, weil bereits einkalkuliert ist, dass ein recht großer Teil davon im Müll landet.

    Würden wir nur so viel essen, wie wir brauchen und nur so viel kaufen, wie wir essen, dann müssten die Supermärkte neu kalkulieren und würden eebenfalls weniger einkaufen und das ginge dann bis zu den Produzenten zurück, sie dann entweder neu kalkulieren oder sich neue Vertriebswege suchen müssten. In einem idealen Universum würden wir damit sogar die Preise verändern – vermutlich würden wir genauso viel für unsere Lebensmittel bezahlen, der Gewinn wäre aber gerechter verteilt.
    Das nur am Rande.

    Was mich angeht, vermeide ich es, Lebensmittel wegzuwerfen, ohne immer alles aufessen zu müssen. Tupperdosen, Kühl- und Gefrierschrank sind eine prima Kombi. Und ja, ich lege auch einzelne Kartoffeln in den Kühlschrank, kommt dann halt am nächsten Tag mit in die Gemüsepfanne.
    Meine Eltern haben es mir so vorgelebt und ich fand es schon immer furchtbar, wenn etwas in die Tonne gewandert ist, das noch genießbar war.
    Das Freizeitheim, in dem ich viele Ferien meiner Kindheit verbracht hatte, hatte beim Essen eine ganz einfache Regel: Jeder nimmt sich selbst und jeder isst seinen Teller leer. Erstaunlich, aber die allermeisten Kinder haben von Anfang an keine zu großen Portionen genommen und der Rest hat es innerhalb weniger Mahlzeiten gelernt, den eigenen Hunger richtig einzuschätzen.

    Man muss also weder Lebensmittel wegwerfen noch mehr essen, als einem gut tut und trotzdem müssen Lebensmittel nicht in den Müll.
    Dass auch bei mir mal etwas schlecht wird, weil ich falsch kalkuliert habe, passiert. Ich versuche, für die Zukunft dann besser zu kalkulieren.

    Ganz nebenbei spart man auch noch Geld, wenn man nur isst, bis man satt ist und so wenig wie irgend möglich wegwirft.

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  20. Daniel

    Während der Elternzeit mit unseren Zwillingen hab ich mal festgelegt, dass Essen auf dem Fußboden keine Kalorien hat. Das hat mir das Putzen zwar ziemlich versüßt, aber leider auch ein paar Kilos eingebracht.

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  21. bcg

    Früher war das bei mir ziemlich arg mit dem Aufessen, inzwischen bin ich gut geworden im Stehenlassen/Wegwerfen. Manchmal auch mit dem Trick, etwas erstmal in den Kühlschrank zu packen und es dann dort so lange zu „vergessen“, bis es definitiv nur noch in den Müll gehen kann 🙂 Dabei haben wir insgesamt viel weniger Reste, seit wir anders und besser kochen.

    Eine Freundin, die echte Fressanfälle hat, wirft zuviel gekaufte Süßigkeiten – wenn sie es dann noch schafft – direkt in den Müll und bringt diesen dann gleich raus in die Tonne (sonst kann es nämlich sein, dass sie das Zeug doch nochmal rausangelt und isst).

    Ich finde, Essen auch mal wegwerfen zu können ist eine sehr wichtige Eigenschaft fürs erfolgreiche Abnehmen. Ich stell mir da immer die „ist mir das die Kalorien wert?“ Frage – und wenn ich etwas nicht mehr mag, dann sind sie es halt nicht.

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  22. MiSa

    Im Restaurant esse ich eigentlich auch immer alles auf, auch wenn ich schon satt bin. Schließlich hab ich dafür bezahlt 🙂
    Wenn ich zuause selbst koche, kenne ich inzwischen meine Portionen sehr genau, und seit ich Kalorien zähle, rechne ich mir auch vorher aus, wieviel ich von jeder Zutat brauche. Grundsätzlich kaufe ich frische Zutaten immer nur für eine Woche ein, und plane genau, was ich wann esse. Problematisch wirds nur, wenn dann ungeplant eine Einladung zum Essen o.ä. kommt, und ich immer den Impuls habe: Die kann ich nicht annehmen, ich muss mein geplantes Essen essen, sonst muss ich das ja wegwerfen 😛
    Man muss dazu sagen, dass ich als Single immer Großfamilienprotionen koche, davon dann oft ein paar Tage von esse und/oder die Reste einfriere.

    Was ich mir inzwischen angewöhnt habe, ist Lebensmittel, die ich vielleicht mal ausprobieren wollte und die mir so gar nicht schmecken, tatsächlich wegzuwerfen (vor allem, wenn sie kalorienreich sind, z.B. Süßigkeiten). Füher hab ich das halt einfach reingewürgt, ohne dass mein Appetit wirklich befriedigt war, worauf ich danach dann meistens noch was lecekres hinterher geschoben hab.
    Insgesamt werfe ich aber echt wenig weg, es sei denn, irgendwas bringt meine tollen Pläne durcheinander.

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  23. Ich fühle mich total schlecht, wenn ein Rest Essen in Schüsseln oder Töpfen liegengelassen wird. Anders sieht es auf meinem Teller aus. Wenn ich mal nicht aufesse, was auf meinem Teller ist, dann bin ich mega stolz und fröhlich, dass ich mir das nicht sinnlos hintergeschaufelt hab… Kann mir das jemand erklären??

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    1. Mona

      Verdrehte Welt. Bei mir ist das andersrum. Wenn es im Topf bleibt, dann bleibt es halt da. Wenn es schon auf dem Teller ist, dann esse ich das halt auf, aber muss nicht direkt sein, ich kann meinen Teller auch nen Tag in der Küche stehen lassen (Also im Winter, da ich dort nicht heize) und den Rest in der Mikrowelle nochmal warm machen.

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  24. Willi

    Ich ess alles auf, solange es mir schmeckt. Und das ist meist erst dann der Fall, wenn der Magen wegen Überfüllung geschlossen ist.
    Bei einem BMI von 20,5 kann ich mir das auch erlauben. Dafür hab ich auch nur 2 Mahlzeiten pro Tag.

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  25. Zuhause, wenn ich selbst koche passiert das eher selten. Da sowohl ich als auch meine Frau die Kalorien tracken (und unsere Kinder selten in großen Mengen mitessen) muß ich die Gesamtmenge eh in passende Portionen aufteilen (was typischerweise um die 700g sind). Wenn dann doch mal keine ganze Portion mehr übrig bleibt esse ich den Rest durchaus auf und dann abends ggf. dafür weniger. Ist da mein selbstgekochtes Essen eher kalorienarm ist aber auch kein Problem.

    Im Restaurant esse ich auf wenns schmeckt, allerdings esse ich typischerweise auch so viel, daß ich mich da selten bei überfresse.

    Gefährlich ist tatsächlich nur Kuchen und experimentelle Süßigkeiten. Wir schaffen es inzwischen tatsächlich öfter mal Süßigkeiten die nicht schmecken wegzuwerfen. Bei Kuchen hat es sich wie oben schon erwähnt bewährt Reste mit zur Arbeit zu nehmen. Gratis-Kuchen geht immer weg ^^

    Schwierig wirds, wenn die Kinder unterwegs was wollen, was sie dann doch nicht mögen, aber wir dafür. Das wird dann typischerweise gegessen obwohl es nicht eingeplant war…

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  26. Kenn ich leider zu gut. Im Zivildienst in der Jugendherberge konnte ich auch nicht mit ansehen, dass alle Reste in den Schweineeimer und später in den Müll kamen. Da habe ich mir dann den Teller nochmal vollgeladen. Ist natürlich Blödsinn, weil das das Essen ja auch nicht rettet und man ja nicht alle Reste vertilgen kann.
    Nach einem Jahr Zivildienst hatte ich über 20 Kilo mehr drauf.

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  27. Ich lasse üblicherweise etwa 1/3 des Essens übrig, was dann in die Tonne wandert. Dabei denke ich an hungernde Kinder in Afrika und lache hämisch. Muhahahaha.

    Nein, Scherz beiseite, ich denke natürlich nicht an hungernde Kinder in Afrika, warum auch?

    Ok, ganz ernsthaft: Zuhause kochen wir vieles so, dass eine kleine Portion übrig bleibt. Die gibt es dann halt aufgewärmt. Oder sie wandert zwei Tage später in die Tonne, das variiert. Fleischreste (Braten oder so) kann man grundsätzlich aufschneiden, machen wir auch; dazu Kürbiskernöl. Was weggeworfen wird, sind eher „Beilagen“.

    Unterwegs ist das was anderes. Mir sind die Portionen fast überall (und schon immer) zu groß. Die drittel Pizza, der zweite Souflaki-Spieß von der Delphi-Platte oder das halbe Schäufele lässt sich aber wundervoll einpacken. Kommt dann auch in den Kühlschrank. Und wird gegessen. Oder nach zwei Tagen weggeworfen, das variiert wie erwähnt. Restaurants, in denen ich zumindest fast alles aufesse, sind im Gault Millau aufgeführt. Oder servieren Steak, aber auch da bleibt mal eine Herzoginkartoffel oder so liegen. Und natürlich Rückensteak Walliser Art in der Schönen Aussicht in Marktheidenfeld.

    Bei anderen Leuten privat gebe ich mir Mühe, eine sinnvolle Portion zu bekommen. Klappt oft. Wenn nicht, lasse ich das auch stehen. Ich esse, weil ich gerne leckeres Essen esse, nicht, weil es da ist.

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  28. St. Elmo

    Früher: Einfrieren oder in den Kühlschrank stellen und an einem anderen Tag essen
    Heute: von Anfang an weniger essen, dann die Reste vom Kind essen, dann das zu viel gekochte einfrieren oder in den Kühlschrank stellen und ein anderes mal essen.

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  29. muschelschubser

    Spannendes Thema. Ich lasse zwar selten etwas übrig, aber das liegt meist daran, dass ich ziemlich gut abschätzen kann, wieviel ich essen möchte (und mir erlauben kann).
    Reste gibt es meist nur, weil sie geplant sind (und dann aufbewahrt werden).
    Weggeworfen wird bei uns so gut wie nie, auch weil unsere Einkäufe gut (voraus-)geplant sind oder die meisten Zutaten für Essen vorrätig sind und dann nach Verbrauch entsprechend zeitnah aufgefüllt werden. Meine Frau ist was das betrifft eine echte Logistik-Heldin.
    Wenn ich die statistischen Mengen an weggeworfenen Lebensmitteln höre, wird mir schwindlig (obwohl ein nicht zu unterschätzender Anteil daran wohl noch im Laden abends entsorgt wird, weil wir ja angeblich auch 20 min vor Ladenschluss noch makelloses Obst und Gemüse dort vorfinden wollen).

    Just my 2 cents.

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  30. Ahn

    Die globale Lebensmittelverschwendung ist eine ziemliche Katastrophe. Ich finde, der Film „Taste the Waste“ gibt da einen guten Einblick. Wenn man bedenkt, dass knapp die Hälfte unserer Lebensmittel weggeworfen wird, wird man die Notwendigkeit von Massentierhaltung, Genfood, Pestiziden und Co. etwas anders bewerten… Aber die Lösung ist natürlich nicht, sich mit Resten vollzustopfen. Ich versuche (gelingt natürlich nicht immer) Lebensmittel wertzuschätzen, gut zu planen und Übriges haltbar aufzubewahren. Was auch ein bischen hilft, ist hochwertige Lebensmittel zu kaufen. Wenns teuer war, schmeisst man nicht so leicht weg und kauft auch erst gar nicht so viel. Umgekehrt ist es für mich immer besser, kleine Portionen vor mir zu haben. Meistens habe ich so viel Appetit, dass ich problemlos große Portionen „schaffe“, satt würde mich aber meist auch etwas weniger machen. Satt sein und Appetit auf mehr haben und „noch Hunger“ versuche ich gerade besser zu unterscheiden.

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  31. Nun, ich wurde im Elternhaus extrem darauf konditioniert, dass man wirklich nicht mal den kleinsten Krümel wegwirft, der noch essbar ist. Und ich habe Jahrzehnte gebraucht, um halbwegs davon loszukommen und NICHT immer die Reste noch zusätzlich aufzufuttern. Allerdings bestehen viele meiner persönlichen Mahlzeiten weiterhin aus Resten, denn der Rest der Familie ist leider ziemlich undiszipliniert bei der Verwaltung der Lebensmittel (Frau kocht gerne einfach drauflos, anstatt erst einmal nachzuschauen, was man mit dem Inhalt des Kühlschranks noch Sinnvolles anfangen kann). Und wenn das MHD abgelaufen ist, ist das Essen natürlich eh verdorben. *STÖHN*

    Warum haben meine Eltern das gemacht (ohne wirtschaftliche Zwänge wohlgemerkt!) und damit all ihren Kindern die Fähigkeit genommen, intuitiv zu essen? Ich denke im Nachhinein, dass sie beide ihr ganzes Leben traumatisiert waren. Geboren zu Beginn des 2. Weltkriegs, haben sie schon als Kinder viel Elend, Tod und Zerstörung gesehen und natürlich auch echten Mangel/Hunger erlebt. Davon haben sie sich niemals befreien können.

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    1. yannaba

      Ja, die Generation war/ist zum Teil noch etwas traumatisiert. Als ich klein war, hat meine Oma mal bei einer Sahnetorte Salz und Zucker verwechselt. Das Ergebnis war – wie zu erwarten – extrem ekelig. Trotzdem haben sich Oma und Opa – mit Todesverachtung – eine Woche lang jeden Tag ein Stück Torte reingestopft, weil man ja nichts verkommen läßt.
      Dementsprechend wurden dann natürlich auch meine Eltern – und wir auch, nur in abgeschwächter Version – erzogen.

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    2. Ja, die schlechte Zeit wurde mir auch immer vor Augen geführt. Für diese Generation waren Lebensmittel Kostbarkeiten, weil sie echten Hunger hatten! Ich versuche immer so zu kochen, dass nichts übrig bleibt und falls es Reste gab dies zu verwerten.

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  32. Also ich finde es fürchterlich, Essen wegzuwerfen. Für mich ist das noch ‚bescheuerter‘ als Wasser sinnlos laufen lassen, Licht anlassen wenn man aus dem Haus geht o. Ä. Geht gar nicht!

    Aber ebenso wenig geht es für mich, zu essen, wenn ich satt bin.

    Aber deshalb wird Essen eben für später aufgehoben oder eingefroren. Und auch im Restaurant habe ich kein Problem damit, mir etwas einpacken zu lassen.

    Wir bekommen bei uns auf der Arbeit Mittagessen, derzeit immer in Lunchboxen. Wenn ich sehe, wie viel da in den Müll wandert, werde ich richtig sauer. Ich nehme dann halt meine Lunchbox mit nach Hause und esse die Reste zum Abendessen.

    Nur, wenn etwas richtig kacke schmeckt oder nicht mehr gut ist wird es weggeworfen.

    Achso, und ich habe Normalgewicht. 😉

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  33. Alisa

    Meine heißgeliebte Großtante sagte immer: „Ob du es noch gezwungen aufisst oder wegwirfst, am Ende ist es so oder so weg.“ Und redete mir nie Schuldgefühle ein. 🙂 Klar versuche ich, gut zu planen, aber wenn ich doch was wegerfen muss, denke ich an sie.

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  34. Jon

    Mir tut es auch weh, Essen wegzuwerfen. Aber eines Tages hatte ich eine interessante Erkenntnis. Der Weg aus der Wegwerfgesellschaft führt niemals über mehr essen, sondern immer über weniger herstellen/kaufen. Also einfach weniger zubereiten. So einfach ist das aber nicht, und oft ist dann doch was übrig. Aber ich denke dann einfach: Der Fehler wurde bei der Zubereitung des Essens gemacht, das Kind ist in den Brunnen gefallen. Und ich kann den Fehler jetzt nicht mehr heilen, indem ich alles aufesse. Also schweren Herzens wegwerfen und versuchen, beim nächsten Mal den Fehler nicht zu wiederholen. Allein diese Erkenntnis macht es mir leichter, Essen wegzuwerfen.

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  35. Meeresbraut

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, beim selbst kochen wirklich exakt abzuwiegen und im Zweifel weniger statt mehr zu kochen. Damit schaffe ich es oft sehr gut, dass wir nix entsorgen müssen. 🙂

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  36. Hurra, es gibt Biogasanlagen für Essensmüll. Alles aus der Gastronomie geht da rein, die Überproduktion aus dem Supermarkt und auch die Biotonnen aus den Privathaushalten. Kein schlechtes Gewissen mehr nötig beim Reste in den Müll geben. Es wird Energie daraus gewonnen. Und damit betreibe ich lieber meinen Rechner als dass ich es auf den Hüften habe.

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    1. Mona

      Bei jeder Energieumwandlung gibt es Verluste, also Wärme z.B. durch Reibung usw.
      Das heißt man steckt in die Lebensmittelherstellung/-wachstum Energie. Sie verbrauchen Energie, aber die, die man daraus gewinnen kann ist weniger als das was man schon verschwendet hat, um Müll zu haben. Der Wirkungsgrad ist nicht 100 %. Ich kenn mich mit Biogasanlagen nicht aus, ich schätze mal sie haben einen Wirkungsgrad zwischen 30 und 50%.
      Es ist also besser von vornherein Reste zu vermeiden.

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      1. Ja, natürlich, Es bringt nichts, die Kuh zu füttern und Milch zu gewinnen, diese zu Käse zu verarbeiten, zu verpacken, in den Supermarkt zu karren, die ganze Zeit zu kühlen, nur um ihn dann in die Biotonne zu werfen. Aber wenn ich vor der Frage stehe, ob ich jetzt etwas aufesse, weil das sonst „Verschwendung“ wäre, dann ist es auf jeden Fall ein Argument, dass auch der weggeworfene Rest noch zu etwas gut ist.

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  37. Bittermandel

    Essen wegwerfen ist für mich ein absolutes NoGo! Das ist nicht nur verschwenderisch, sondern auch respektlos dem Essen, den verwendeten Ressourcen etc. gegenüber. Aus diesem Grund habe ich immer, wenn ich essen gehe, ein Gefäß dabei, um Reste ggf. mitnehmen zu können. Man kann sich nicht immer drauf verlassen, dass ein Restaurant so etwas hat. Da sorge ich lieber selbst dafür, dass keine Nahrungsmittel weggeschmissen werden.

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