Leserfrage: Bluthochdruck

Heute flatterte folgender Kommentar in den Blog:

Erstmal: habe mir vor ein paar Tagen dein Buch gekauft und finde es super! Bin jetzt auch dabei, Essen usw. umzustellen und meinen alten fddb-Account zu reviven! 🙂

Habe aber auch gleich mal ’ne Frage für erzählmirnix bzw. andere schlaue Menschen hier: Im Buch werden öfter mal Studien zum Zusammenhang von Übergewicht und Bluthochdruck/Herzkreislauferkrankungen erwähnt. Gibt es da mehr/spezifische Studien, die z.B. nachweisen, dass man Bluthochdruck mit Abnahme und Sport natürlich wieder senken kann? (Die hier verlinkte Diabetes-Sache macht ja auch Hoffnung…)

Dazu eine kurze Anekdote: Vor ca. 2 Jahren merkte ich plötzlich, dass mein Herz öfters mal stolpert oder komisch zieht. Nach langer Warterei saß ich schließlich beim Kardiologen, der mir einen erhöhten Puls und hohen Blutdruck diagnostizierte (“Ihr Herz schaut aber eigentlich gut aus.”). Ich natürlich gedacht: “Schöne Scheiße, das hast du jetzt von deinen 110 kg auf 173 cm, 22 und schon Bluthochdruckpatientin!” Stattdessen kommt vom Arzt: “Hmm… in Ihrem Alter ist das sicher Veranlagung. Nehmen Sie die und die Pille und kontrollieren Sie regelmäßig beim Hausarzt.” Ich: baff. Und, weil ichs dann doch wissen wollte: “Meinen Sie nicht, dass das vielleicht auch von meinem Gewicht kommen könnte?” Er: “Naja, es schadet sicher nichts, mal 10 kg zu verlieren, aber meiner Erfahrung nach hat in Ihrem Alter Bluthochdruck nichts mit dem Gewicht zu tun.”

Natürlich super das zu hören, Übergewicht ist nicht schuld, kein Grund was zu ändern. Fettlogik oder wissenschaftlich doch belegbar? Wieso kommt der Arzt darauf, dass es wahrscheinlich eh nichts bringt, abzunehmen? Glaubt er nicht, dass ichs schaffe, oder folgt er wirklich seinem Wissensstand?

Nach der Lektüre des Buchs kribbelts jetzt bei mir wieder: Abnehmen ist vll die Chance, die scheiß Tabletten wegzukriegen… Motivationstechnisch wäre das für mich super!

Da ich heute Mittag keine Zeit hatte, beließ ich es zunächst bei dieser anekdotischen Antwort:

Ich kann demnächst mal nochmal meine Studien durchforsten (es gibt einige, die das belegen). Bis dahin ganz kurz anekdotisch: Ich habe seit mitte 20 Bluthochdruck gehabt, immer massiver. Mein Vater übrigens auch und ausser meiner Mutter auch der gesamte Rest der Familie. Aber bei meinem Vater angeblich so schlimm, dass der Arzt 2x ein neues Gerät holte, weil er dachte, die Werte seien nicht möglich. Ich ging also auch von “Veranlagung” aus.

Mittlerweile ist mein Blutdruck perfekt und gelegentlich (typisch Frau) sogar eher auf der niedrigeren Seite. Mein Puls ist von ca. 90 auf 50-60 Schläge/Minute runter. Also ja, ich denke, dass Abnehmen helfen kann. Klar, man kann es nicht 100%ig sagen, aber ich würde die Chance auf “sehr, sehr groß” einschätzen.

Die kurz darauf noch ergänzt wurde durch diesen Kommentar:

habe auch keine Studie, kann aber aus meiner Erfahrung berichten. In meiner Familie grassieren Bluthochdruck und Diabetes. Bei mir wurde Hypertonie diagnostiziert als ich mit Mitte 40 einen bmi von ca 30 hatte. Ich dachte damals, ” danke, Genetik, das wars dann wohl”. Vier Jahre habe ich die Medis genommen, seit Mitte September bin ich dabei, Gewicht zu reduzieren und mich mehr zu bewegen. Ende September begann ich- in Abstimmung mit meinem Arzt natürlich- meine Medikation auszuschleichen und konnte sie Anfang November komplett absetzen. Seitdem ist der Blutdruck stabil im normalen Bereich, Ruhepuls um die 60/min.
Also, selbst wenn Du eine Veranlagung zu Bluthochdruck hast, heisst das nicht, dass Du in diesem Alter schon behandlungsbedürftig sein musst. Einen Versuch ist es allemal wert. Viel Erfolg!

Nun dachte ich, schaue ich doch mal nach, was ich auf die Schnelle so finde. Also mal überflugartig einige Studien, die als erste Suchergebnisse erschienen:

  • bereits eine geringfügige Reduktion des Gewichtes um wenige Kilogramm brachte kurz und langfristig (über 3 Jahre) eine signifikante Verringerung des Blutdrucks in dieser Studie
  • In einer älteren Studie wurden Menschen mit Bluthochdruck einer Abnehm- und einer Kontrollgruppe zugeteilt. Alle 81 Abnehmer verloren mindestens 3kg (im Schnitt 10kg) und bei 79 ergab sich eine deutliche Blutdrucksenkung. Etwa 2/3 erreichten wieder einen normalen Blutdruck. Gewichtsverlust und Blutdruck stand dabei in engem Zusammenhang. In der Kontrollgruppe änderte sich weder Gewicht noch Blutdruckwerte.
  • Auch bei adipösen Jugendlichen führte Gewichtsverlust zu einer normalisierung des Blutdrucks, die besten Ergebnisse ergaben sich durch zusätzlichen Sport.

Das waren die ersten Ergebnisse von buchstäblich hunderten, ohne Sortierung, also habe ich den Untersuchungszeitraum auf neuste Studien (Seit 2015) verringert:

  • Diese Studie untersucht speziell, ob auch ein sehr geringer Gewichtsverlust (2,5% des Gewichts) schon Effekte bringt (nachdem auf die gut dokumentierten Ergebnisse von Gewichtsverlust und Blutdrucksenkung verwiesen wird). Ergebnis: Ja, tut er.
  • Eine Studie, die speziell idiopathische intrakranielle Hypertension bei jungen Frauen untersuchte bestätigte die deulichen Verbesserungen der Symptomatik. Im Vergleich zu adipösen Frauen ohne Bluthochdruck hatten die erkrankten Frauen mehr Bauchfett und verloren dort beim Abnehmen auch mehr Fett.

Zusätzlich gibt die Uni Göttingen in ihrer Informationsbroschüre von 2005 zum Thema Bluthochdruck an, dass pro Kilogramm Gewichtsabnahme der Blutdruck im Schnitt um 2 mm Hg (Millimeter in der Quecksilbersäule, so heißt die Druckmaßeinheit) sinkt und 10 Kilogramm Abnahme somit den Wert um etwa 20 mm Hg senken.

Es zeigt sich also recht klar, dass gerade auch bei jungen Frauen (interessanterweise war der Großteil der Studien passend zur Fragestellerin mit jungen Frauen durchgeführt) der Gewichtsverlust einen großen Einfluss auf den Blutdruck hat und die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Verbesserung sehr hoch ist.

Vielleicht haben einige von euch noch Erfahrungen im Bezug auf Blut(hoch)druck zu berichten?

20 Gedanken zu “Leserfrage: Bluthochdruck

  1. Hotte

    Mit Anfang zwanzig reduzierte ich (175cm) von 110kg auf 78kg und mein Blutdruck war vorher zwar nicht zu stark erhöht gewesen, sank durch den Gewichtsverlust allerdings trotz Rauchen so stark, dass ich alle paar naslang ohnmächtig wurde. Mein Arzt meinte, ich solle froh sein, denn das einzig Gefährliche sei der Weg nach unten.
    Auch mit über 150kg habe ich es nie über eine leichte Hypertonie geschafft (meine Eltern futterten beide fleissig Tabletten), aber auch das ist bereits jetzt (bin noch adipös) wieder in den Normalbereich gesunken.

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  2. Uwe

    Mit einer Studie kann ich auch nicht dienen, dafür aber mit eigener Erfahrung. Mit einem Gewicht von ca. 150kg bei 180cm Größe hatte ich ebenfalls starken Bluthochdruck.
    Ab Oktober 2010 habe ich mich zielgerichtet mit Ernährungsumstellung und Gewichtsreduzierung durch Sport „getunt“. Bereits im ersten Halbjahr 2011 verzeichnete ich eine deutliche Verbesserung meines Blutdrucks, so dass ich die bis dahin genutzten Medikamente zur Reduzierung des Bluthochdrucks (ohne ärztliche Konsultation) absetzte.
    Inzwischen habe ich über 60Kg weniger auf dem Buckel, treibe fast täglich Sport (Laufen) und habe einen völlig unauffälligen Blutdruck. Der Ruhepuls liegt so um die 45-55.

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  3. Miriam

    Auch ich hatte mit 18 einen so hohen Blutdruck, dass sie beim Frauenarzt halb vom Stuhl gefallen sind. Ich habe es allerdings nicht weiter kontrollieren lassen, weil ich innerlich wusste, dass es an der Adipositas liegen muss. ^^ Jetzt mit 19 und 26 Kilo weniger (trotzdem noch Übergewicht), habe ich sogar einen zu niedrigen Blutdruck, also ja, auch bei mir hat die Abnahme einen riesigen Einfluss gehabt.
    Meine Mama (49 und -12 Kilo, aber immer noch adipös) hatte zuvor auch einen zu hohen Blutdruck, der sich jetzt durch die Abnahme normalisiert hat. Also auch bei uns beiden keine Veranlagung und durch wenig Gewichtsabnahme schon eine riesige Verbesserung.

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  4. Hmm, ich hatte immer eher niedrigen Blutdruck und habe auch das Gefühl, daß der durchs Abnehmen noch niedriger geworden ist. Wenn ich aus der Hocke aufstehe wird mir gerne mal etwas schwummerig und ich friere eher mehr als vorher.

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  5. Ich habe aktuell 28 Kilo abgenommen und konnte die tägliche Dosis meines Blutdrucksenkers halbieren. Da wird schon was dran sein, dass Übergewicht zu Hochdruck führt, auch wenn sicher Veranlagung auch eine Rolle spielt.

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  6. Vielen Dank für diese ausführliche und ermutigende Sammlung von Links/Studien zu meiner Frage! Ich habe mich durch einige schon durchgeklickt und was ich mir eigentlich gedacht habe, wurde bestätigt. Danke für die Mühe!

    Es erfreut mich übrigens auch zu sehen, dass auch viele Menschen mit „Veranlagung“ (also: Eltern oder Geschwister mit Bluthochdruck) trotzdem ihre Werte in den Griff bekommen haben und jetzt ohne Medikamente oder mit kleiner Dosis auskommen! Das motiviert mich am meisten! 🙂

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  7. Alex ii

    Da ich mittlerweile das Büchlein gekauft habe, und weitgehend durchgelesen habe (manche Kapitel nur überflogen weil mich nur mäßig interessiert)
    – Hast Du an einen generischen Feedback-Thread irgendwo gedacht?

    @Bluthochdruck
    Als junger Bursche (18) mit Normalgewicht hatte ich zu hohen Blutdruck, von BMI 40 bis 30 habe ich leider nur noch normalen Blutdruck (um die 30)
    Extremitäten sind mitlerweile auch nicht mehr angemessen durchblutet..

    Komplexes System, Einzelner Faktor. Daher möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, und mir wünschen, dass der Blutdruck wieder (für mich normal) hoch wäre 🙂

    @Abnehm-Phase
    Da die Schlemmereien nun vorbei sind, und ich die letzten Monate auch 15kg zugepackt habe, werde ich auch eine Abnehmphase starten.
    Als Kontroll-Freak tracke ich dabei:
    Gewicht, Bauchumfang, Oberarmumfang, Temperatur, Energieaufnahme, Fett, EW, KH, Aktivität, Sportl. Leistungsfähigkeit (noch nicht definiert wie)

    Jemand noch Ideen von interessanten Dimensionen?

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  8. Bin ein Typ sry

    Hmm. Meiner Meinung nach ist das alles nicht ganz so einfach. Für Herz-/Kreislauf ist es imho super, wenn mensch über mehrere Monate hinweg eine Sportdiät macht (d.h. 2 h pro Tag lockere Ausdauerbelastung und max. 1000 Kcal Kaloriendefizit/Tag), sofern auf eine ausreichende Versorgung mit a) biologisch hochwertigen Eiweißen und b) ausreichend Ballaststoffen geachtet wird. Die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems lässt sich so noch bis ins mittelhohe Alter deutlich (!) steigern, die körperlich/seelische Belastbarkeit dito und die Wahrscheinlichkeit für Schlaganfälle etc. damit sogar deutlich absenken.

    Aber: Der Bluthochdruck ist da etwas hartnäckiger. Die ersten Kilogramm (gesund abgenommen) bringen da durchaus etwas (ca. 5 Punkte bessere Werte im Schnitt, imho), danach werden die Fortschritte zäher, und gerade der systolische Bluthochdruck wird sich nicht sonderlich verbessern. Interessanterweise kann aber (nehmen wir den Fall an: 26 Kg Sport-Diäterfolg in 9 Monaten, neues Gewicht nun 90 Kg, was nun nur noch deutlich übergewichtig ist) den diastolischen Bluthochdruck um ca. 10 bis 12 Punkte absenken.

    Laut Studienlage (so weit mir bekannt) sollte Kardio-/Ausdauersport an der Belastungsgrenze (z.B. 1 Minute sehr schnell rennen/fahrad fahren bis an die Belastungsgrenze, danach 4 Minuten Pause – und ca. 4 bis 5 Wiederholungen) aber einen gewissen Erfolg auch beim systolischen Bluthochdruck erreichen können – in Verbindung mit einer Ernährungsumstellung (deutlich weniger Fett, bessere Fettqualität, viel mehr Ballaststoffe). Das Problem: Die Gefäße werden nicht mehr so viel jünger – und die Einlagerungen/Verhärtungen sind nicht so ohne Weiteres abbaubar.

    Quasi: Die Sünden der Vergangenheit sind beim Bluthochdruck nur noch zum Teil zurückabwickelbar, und dies dann auch nur mit sehr großen Aufwand.

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    1. Hast du ein paar Studien dazu? Meine Infos sind nämlich teilweise etwas anders, z.B. darüber, dass Gefäße teilweise wieder regenerieren. Persönlich habe ich besonders zu Anfang (die ersten 40 kg) eine deutliche Blutdrucksenkung (von 180/110 zu 130/90 wenn ich mich recht erinnere) erlebt, und das komplett ohne Sport.

      Was hat eigentlich dein NIckname zu bedeuten?

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      1. Bin ein Typ sry

        Die letzte Frage zuerst: Das bedeutet vor allem, dass ich nicht so großen Wert auf tolle WordPress-Nicknamen lege, und dann auch eine kleine Ironie/Spitze gegen Thirdwave-Feminismus. Grundsätzlich finde ich, niemand muss sich dafür entschuldigen, was er/sie ist.

        Zu den Studien: Die Evidenzlage ist meiner Erinnerung hier insgesamt nicht so dolle. Ich hatte vor einem halben Jahr, wo ich mich damit viel beschäftigt hatte, wohl drei Studien gefunden, die ich für vertrauenswürdig hielt. Sinngemäß: Die ersten Kilos, die mensch abnimmt, die bringen noch relativ viel, danach wird es – in Bezug aufs Blutdrucksenken – eher zäh, und gerade eine deutlich Absenkung des systolischen Bluthochdrucks ist auf dem reinen Sportweg wohl eher schwierig. Verblüffender Weise gilt nicht mehr die pauschale Empfehlung an Hochdruckpatienten, z.B. Kraftsport und Intensivsportarten zu meiden. Das ist – wenn die Werte noch unterhalb ca. 160/115 liegen – komplett überholt, und das Gegenteil sogar richtiger. Darüberhinaus hat man sogar heraus gefunden (peinlich an dieser Stelle: ich bin auf die Studie über einen reißerischen Artikel in der FitforFun gestoßen, die ich ja eher meide: http://www.fitforfun.de/sport/weitere-sportarten/schneller-muskelaufbau-muskeln-statt-fett-201607.html). Danach habe ich dann zu recherchieren begonnen (eher schlampig) und bin auf einen Prof. Nieß gestoßen, sowie – auch über Umwege amerikanischer Fitness-Päpste:

        Ähm: Leider habe ich mir meine Links damals nicht notiert. Vielleicht hilft das ja:

        http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/intensivtraining-hit-superkurz-supereffektiv-a-1035938.html

        (das ist immerhin einer der drei Links, die ich damit wiedergefunden habe – und verweist auf eine seriöse Überblicksstudie sowie einen Haufen weiteren Materials)

        Ah, ich sehe gerade, dass ich den zweiten von dreien Links gerade wiedergefunden haben, R.G. Ketelhut, „Sport bei Hypertonie“:
        http://link.springer.com/article/10.1007/s11428-015-1360-7

        Vielleicht helfen dir auch meine Suchleichen etwas weiter:
        http://www.swp.de/ulm/sport/sonstige/Ausdauersport-Ruhepuls-Uniklinikum-Blutdruck-Sportmedizin-Ausdauertraining-Sport-Alter-Senioren;art4349,2176651

        (das ist ein bisken Larifari und unspezifisch, leider zu sehr ins Leichtverständliche hinein geschrieben, aber man könnte hier vielleicht den Autoren direkt ansprechen, denn in der Sache ist das immerhin schon mal nicht falsch – und es wirkt auf mich so, als ob der Autor beim Nachfragen deutlich mehr liefern könnte, wenn man sich die Mühe macht)

        Im Groben nützlich, in Bezug auf trainingswissenschaftliche Erkenntnisse, sollte auch das sein:
        http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs12662-013-0303-y#page-1

        (ähem, wenn man sich wie ich der Hilfsthese anschließt, dass eine verbesserte Regenerationsfähigkeit auf Dauer eine Art Schutzwall gg. weitere Verschlechterungen der Hypertonie darstellt)

        Vielleicht ebenfalls nützlich sind:

        http://www.kup.at/kup/pdf/8315.pdf
        http://www.kup.at/kup/pdf/HypSH1-2002-15.pdf

        (konnte ich bei mir nicht öffnen)

        Platt/Öffentlicher Rundfunk halt dies: https://www.rbb-online.de/rbbpraxis/archiv/20151007_2015/bluthochdruck-senken-jugendliche-herz-ausdauer-.html

        So richtig spannend ist das hier:

        http://bjsm.bmj.com/content/48/16/1227

        In dieser Überblickststudie wird behauptet, halbwegs evidend, dass HIT zur Absenkung der Hypertonie etwas mehr bringt als andere Cardio-Trainingsformen.

        (wenn mensch aber in Rechnung stellt, dass die Trainingsmotivation für HIT i.d.R. deutlich schwerer zu mobiliseren ist, nunja: Dann sollte HIT nur den Hypertonikern empfohlen werden, die darauf brennen – denn sonst wirkt das als Empfehlung demotivierend und somit kontraproduktiv – sage ich)

        So, und dann gibt es noch eine Metastudie, die das Thema Hypertonie am Rande streift:
        http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs40279-015-0321-z

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  9. nessii

    War während meiner ÜHU-Zeit nie beim Arzt, kenne daher den Blutdruck von damals nicht. Allerdings wurde, als ich im Fitnessstudio angefangen habe (wo immerhin schon 25kg runter waren, ich also bei 89kg stand), eine Messung durchgeführt, die bei 140/100 lag. Da war ich schon etwas enttäuscht, dass der so schlecht war, weil ich ja schon so viel abgenommen hatte.

    Im Dezember 2015 (mit 65kg) bin ich dann das erste Mal in meinem Leben einfach ohnmächtig geworden – natürlich im Stehen, um mal rauszufinden, wie das ist, wenn der Kopf aus 1,63m Höhe ungebremst auf den Parkettboden trifft – und hab im Krankenhaus erfahren, dass mein Blutdruck mit 110-120/70-80 schon fast etwas zu niedrig sei.
    Hätte ich so nicht erwartet und bin auch aktuell dabei rauszufinden, wie ich den wenigstens auf ein Niveau kriegen könnte, bei dem ich weder ständig kalte Hände & Füße habe noch mir jedes Mal leicht schwindlig wird, wenn ich schnell aufstehe, denn das nervt ehrlich gesagt. Wobei ich das Ganze trotz allem als Luxusproblem sehe, das ich eben in Kauf nehme.

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    1. Fee

      Hey, denke wenn du dein Gewicht hälst könnte sich das normalisieren mit der Zeit.
      Ich hab auch nur 10kg abgenommen und mir wurde ständig schwindelig, seit ca 2 Monaten halte ich das Gewicht und es ist deutlich besser geworden.

      Sonst: achte auf Vorzeichen, wie wenn es dir schwummrig wird, schwarz vor Augen, ohrgeräusche – dann kannst du dich setzen/festhalten und knallst nicht auf den Boden.
      Die Ohnmacht muss nicht zwingendermaßen vom niedrigen Blutdruck kommen, lass dich generell abchecken.

      Liebe Grüße

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  10. em

    Ich scheine hier die Ausnahme zu sein, denn trotz einer Gewichtsreduzierung von etwa 40 kg (bereits 2012) und seitdem täglich 2-4h Sport netto sowie bewusster Stressreduzierung hatte ich nach wie vor einen zu hohen Blutdruck und mich dann 2015 zähneknirschend durchgerungen das Thema medikamentös anzugehen.
    Hier ist es wohl tatsächlich Veranlagung.

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    1. Stimmt, das ist dann wohl echt Veranlagung. Ich habe zwar einige Studien darüber gelesen, dass es bei der Sinnhaftigkeit von Sport keine direkte Obergrenze gibt, aber täglich bis zu 4h, damit bist du ja bereits im Berufssportler-Bereich. Wäre es evtl. möglich, dass das wiederum stressauslösend sein könnte, also dass dem Körper die Ruhephasen fehlen, um „runterzukommen“?

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      1. em

        Es klingt immer recht viel, aber ich mache liebend gerne diverse Kurse im Fitnessstudio (meins hat drei Kursräume und eine umfangreiche Auswahl) und bei ein bis drei Kursen am Tag plus Auf- und Abwärmen und Dehnen summiert sich die Zeit,
        selbst an Tagen, an denen ich nur Geräte mache oder ich wechsele nach einem intensivem Aufwärmprogramm im Studio noch ins Yogazentrum ein paar Straßen weiter.
        Ich habe drei bis vier komplett sportfreie Tage im Monat und ansonsten ein bis zwei Tage die Woche, an denen ich mit weniger intensivem Programm aktive Erholung einplane.
        Funktioniert seit Jahren super, was Leistungsfähigkeit und Leistungssteigerung angeht, daher denke ich nicht, dass es für einen recht gut trainierten Körper allzu stressauslösend ist.
        Fühlt sich zumindest nicht so an :).

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  11. Nur peripher relevant: Meiner Frau und mir ist heute aufgefallen, daß wir beide tendenziell niedrigen Blutdruck haben und es beide gerne eher salziger mögen. Man sagt ja, daß Salz den Blutdruck hochtreibt. Kann es sein, wir da quasi eine unbewußte Selbstmedikation betreiben?

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  12. Bg

    Meine Erfahrung – mit 35kg Gewichtsabnahme allein ging der Blutdruck zwar etwas runter, aber wurde noch nicht normal. Das hat erst mit traditionellem Joggen geklappt (2-3 Mal / Woche eine Stunde). Nach 2km entspannt auch mein Kopf sehr, ich habe den Eindruck, es liegt an der Kombi von Herzkreislauftraining und Entspannung. Fitnessstudiokurse haben das für mich nicht bewirkt.

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