Linksammlung

Mit dem Tod meines Laptops vor kurzem, waren leider auch meine umfangreichen Lesezeichen weg. Aber in letzter Zeit wurde mir wieder einiges zugeschickt und ich stolperte selbst gelegentlich über Texte, also gibt es wiedermal eine Linksammlung.

Per Mail erreichte mich dieser Artikel aus der Welt, die über eine Tierstudie berichten, in der Hinweise darauf gefunden wurden, dass Übergewicht die innere Uhr zerstört und den Schlafrhythmus durcheinander bringt. Faszinierend daran finde ich wieder die Wechselwirkungen, denn an anderer Stelle hatte ich bereits von Ergebnissen berichtet, denen zufolge zu wenig Schlaf zu einer (leichten) Verringerung des Energiebedarfs und einer (starken) Steigerung des Apptits führt. Ein ähnliches Thema hatte ich vor kurzem per Mail, allerdings mit Testosteron. Auch hier wurde berichtet, dass Testosteronmangel zu Muskelabbau und vermehrtem Appetit (und damit Fettaufbau) führt, während ich in Fettlogik darauf eingehe, wie vermehrtes Körperfett zu Testosteronmangel führt. Ebenso zerstört übermäßiges Essen offenbar den Vagusnerv, der den Appetit reguliert, so dass dies wiederum (weiteres/mehr) übermäßigen Essen bedingen kann. Es scheint also tatsächlich ein Teufelskreis zu sein, so dass eine Gewichtszunahme die Bedingungen für weitere Gewichtszunahme schafft. Andererseits sind die meisten der Effekte teilweise oder vollständig reversibel, es bleibt also nicht so hart, wie es zu Beginn erscheinen mag.

Eine weitere Studie wurde mir zugeschickt, die vermeldet, dass Diabetes Typ 2 umkehrbar ist, wenn die kritische Masse von 1g Fett in der Bauchspeicheldrüse abgebaut wird. Zur Zeit ist die einzige Möglichkeit, dieses Fett zu erreichen, eine Verringerung des gesamten Körperfettes, wobei der Fettaufbau und -verlust in der Bauchspeicheldrüse offenbar auch teilweise Glückssache ist. Man kann nicht sagen, dass x kg Körperfett zu x Gramm Fettverlust in der Bauchspeicheldrüse führen, aber die Kalorienreduktion/Gesamtfettabbau ist notwendige Bedingung.

Eine komplett neue Studie, von der ich bisher erst die Zusammenfassung kenne, untersucht den „ironischen Dove-Effekt“ und findet – offenbar im Experiment – Hinweise darauf, dass die Akzeptanz von Plus-Size-Models dazu führt, dass Menschen mehr essen und weniger motiviert zu einem gesunden Lebensstil sind. Eine ähnliche Studie gab es bereits mit Kindern, die beim betrachten übergewichtiger Cartoon-Charaktere mehr Süßigkeiten konsumierten, als bei schlanken Figuren.

Spannend fand ich eine Studie, derzufolge die Hüfte im Laufe des Erwachsenenlebens nach wie vor wächst und um etwa zwei Zentimeter breiter wird. Der statistische leichte Anstieg im Körpergewicht mit dem Alter könnte also auch damit zusammenhängen, dass die Knochen tatsächlich breiter werden. Andererseits gibt es wiederum viele Studien, die zeigen, dass Gewichtszunahme mit dem Älterwerden mit Erkrankungen wie Diabetes zusammenhängt. (Fettlogik: „Im Vergleich zu Frauen mit stabilem Gewicht war das Risiko, an Diabetes zu erkranken, um 90 Prozent erhöht, wenn zwischen 5 und 8 Kilo zugenommen wurde. Für Frauen, die zwischen 8 und 11 Kilo zugenommen hatten, war es um 270 Prozent erhöht. Wenn mehr als 5 Kilo abgenommen wurde, verringerte sich das Risiko dagegen um die Hälfte.“). Ich werde gelegentlich gefragt, was ich von Altersangepassten BMI-Empfehlungen halte. Meine Recherchen führten mich eher zu dem Schluss, dass Übergewicht auch im Alter nicht gesund ist, aber andererseits viele Ältere an chronischen Krankheiten erkranken, die das Risiko von starkem Gewichtsverlust bergen. Ich denke also, beim Vergleich von Gewichtsklassen ist bei Älteren der Effekt von „in der Gruppe der Dünnen sind überdurchschnittlich viele Kranke, daher sieht leichtes Übergewicht gesünder aus“ noch stärker ausgeprägt, und im Falle einer Erkrankung ist das Extrapolster evtl. auch hilfreich um akut allzu drastisches abmagern zu verhindern. Aber ich denke nicht, dass eine gesunde ältere Person sich einen Gefallen damit tut, absichtlich zuzunehmen, wenn sie bisher normalgewichtig war und die angepassten Kriterien nun das „leichte Übergewicht“ für sie als „normal“ definieren. Letztlich sind die BMI-Spannen ja groß genug, in meinem Fall etwa 20 kg, ich denke, das reicht durchaus um eine leicht verbreiterte Hüfte aufzufangen. Sollte ich mit 70 Jahren dann eher um die 70 kg wiegen, ist das auch kein Beinbruch.

Hier nochmal ein Artikel zu einer Studie, die ich auch im Buch besprochen habe, aber nochmal mit schönem Schaubild:

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Zitat: „So weit es das Herzinfarkt-Risiko an geht, ist es natürlich besser, fitter als weniger fit zu sein und eher einen niedrigeren als einen höheren BMI zu haben. Die interessantere Fragestellung ergibt sich, wenn man die Gruppen miteinander vergleicht. Ist es besser, fit aber übergewichtig zu sein oder ist es besser, ein „normales“ Gewicht zu haben, dafür aber weniger fit zu sein? Diese Frage wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit interessanten Ergebnissen diskutiert. Allerdings mit leichten Tendenzen – so weit ich dies beurteilen kann – zur Seite derer, die behaupten, dass Fitness wichtiger ist als Gewicht. In diesem Fall aber sagen die Daten genau das Gegenteil: Es ist viel besser, eine schlechte Fitness und einen niedrigeren BMI (relatives Risiko ~2,7) zu haben als eine große Fitness und einen BMI über 30 (relatives Risiko ~4,6).

Zu guter Letzt: Ich hatte den gestrigen Artikel über den Beschluss der SPD „Keine Chance für Fat Shaming – Es den Dicken leichter machen“ kommentarlos gepostet. Um ehrlich zu sein, weil ich im ersten Moment nicht wusste, was ich dazu sagen soll. Es ist eine Sache, in Blogs oder auch mal in den Medien Fatacceptance-Positionen zu lesen, aber offiziell von einer Regierungspartei hat mich das doch überraschend getroffen. Ich habe das Gefühl, gewisse gesellschaftliche Fettlogiken sind bereits tief als Allgemeinwissen verankert, besonders offenbar die Art „Verschwörungstheorie“, die gesellschaftsfähig ist, nämlich, dass „Übergewicht überdramatisiert wird“, dass es gar nicht so schädlich ist, wie immer alle tun, und dass das eigentliche Problem doch vielmehr dieser krasse Magerwahn ist. Mir scheint, dass die Position, die auch ich früher vertreten habe, ironischerweise mittlerweile der Mainstream ist: „Jaja, alle glauben, Übergewicht sei schädlich, aber wenn man sich mal richtig mit der Materie befasst, merkt man, dass das totaler Quatsch ist.“ – dieses „vertiefte Wissen“, bei dem man meint, dass man eigentlich besser bescheid weiß, als der Durchschnitt, ist gerade das tückische. Aber ausgerechnet das macht es so schwierig, weil es ein ähnlicher Effekt ist, wie wenn man mit Impfgegnern redet. Auch diese sind der Meinung, besser und vertiefter Bescheid zu wissen, und hinter die Mainstream-Mythen zu blicken, so dass die „Mainstreammeinung“ dann direkt als „uninformiert“ oder „typisch manipuliert“ abgetan wird.

32 Gedanken zu “Linksammlung

  1. Litschi

    „Es ist eine Sache, in Blogs oder auch mal in den Medien Fatacceptance-Positionen zu lesen, aber offiziell von einer Regierungspartei hat mich das doch überraschend getroffen.“

    Genau meine Gedanken! Und ich sitze immer noch hier, sprachlos.

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  2. Danija

    „Ebenso zerstört übermäßiges Essen offenbar den Vagusnerv, der den Appetit reguliert, so dass dies wiederum (weiteres/mehr) übermäßigen Essen bedingen kann.“

    Also das kann ich nur bestätigen.
    Früher waren unsere Portionen immer viel größer und selbst dann konnte und habe ich dann, wenn noch was da war, die Reste gegessen… „wär‘ ja schad‘ d’rum…“
    Jetzt, wo wir die Portionen auf ein Normalmass reduziert haben, kenn ich das Gefühl „satt“ erst wieder… Vorher gab es nur „ich hab Appetit“ und „ich hab mich Überfressen“.
    Am Samstag beim Gänseessen hab ich dementsprechend irgendwann die weiße Flagge gehisst und aufgehört zu essen, weil ich einfach satt war und auch nicht mehr konnte.
    Letztes Jahr hab ich noch locker die ganze Portion verdrückt. 😉

    Und satt sein ohne sich überfuttert zu haben ist ein echt gutes Gefühl 😀

    LG Danija

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  3. Mona

    „Hinweise darauf, dass die Akzeptanz von Plus-Size-Models dazu führt, dass Menschen mehr essen und weniger motiviert zu einem gesunden Lebensstil sind.“

    Vor ca. 5 Jahren hab ich irgendwo gelesen, dass wenn man jemanden mag und öfter an die Person denkt, wird man sich auch gewichtsmäßig an die Person anpassen. Da muss man gar nicht den Tag zusammen verbringen, sich öfter sehen oder sowas. Sich kennen und sich Postkarten schreiben oder soetwas würde angeblich schon reichen. Wie bei den Kindern und den Comic-Figuren. Die Comic-Figuren essen bestimmt nicht die ganze Zeit ohne Bewegung, meistens erleben die viel und sind ganz aktiv, oder nicht?

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  4. muschelschubser

    Bezüglich der SPD schwanke ich noch, ob ich diesen Parteitagsbeschluss mehr dem verzweifelten Versuch, überall Wählerpotenzial zu erschließen zurechnen soll oder doch dem weiter steigenden Einfluss bestimmter ideologischer Strömungen.
    Ich stimme deiner Bewertung zu, für eine Regierungspartei ist das gefährliches Pflaster. Man kann nicht auf der einen Seite solche Beschlüsse fassen (die wissenschaftlich erhärtete Fakten völlig zugunsten bestimmter Ideologien ignorieren) und sich auf der anderen Seite darüber beklagen, dass die Kosten für die Sozialsysteme astronomische Höhen erreichen. Im Gegenteil sollte einem doch der gesunde Menschenverstand sagen, dass programmatisch die Ermunterung der Bevölkerung zu gesundem Lebensstil, die tatsächliche und nicht nur alibimäßige Förderung von Prävention, die „Ächtung“ von Fastfood etc etc. sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität wären…

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      1. Mona

        Wenn man mal Hunger drauf hat und es einem schmeckt, kann man es doch essen. Man muss ja sowieso ab und zu mal was essen und wenn es dann zwischendurch auch Fastfood ist, sehe ich nichts Schlimmes daran.
        Mit der Logik, dass etwas ungesund ist durch Fett und Zucker, müsste man auch Schokolade und Torte ächten. Find ich nicht gut.

        Es gibt so viele ungesunde Sachen. Ich finde, es sollte sich jeder frei fühlen so zu entscheiden, wie er gerade für sich selbst als passend erkennt. Man kann informieren, aber ächten sollte man soetwas nicht. Das Ächten fühlt sich für mich unverhältnismäßig an.

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      2. muschelschubser

        (Ich komme hier gerade mit den „Antworten“ nicht klar, dies ist eine Replik auf Monas Kommentar hinsichtlich der „Ächtung“ von Fast-Food)
        Mona, ich esse auch ab und zu mal so, wenn mir danach ist. Mit ist bewusst, dass staatliche Maßnahmen in diese Richtung leicht zum Paternalismus führen. Auf der anderen Seite haben wir uns auch an andere Verbote mit Bezug zur Gesundheit (Zigarettenwerbung, Rauchen in Gaststätten, Werbung für Alkohol außer Bier, …) gewöhnt. Insofern ist „Ächtung“ vielleicht etwas hart formuliert.
        Meine Idealvorstellung wäre, dass jede(r) für sich in der Lage wäre, zu entscheiden was „wirklich“ gut (=gesund) für ihn/sie und die Möglichkeit hat, sich entsprechend zu informieren und zu handeln. Würde in der Folge jede Menge Kostendruck aus dem System nehmen. Investitionen in entsprechende Kampagnen zur Bildung erscheinen mir jedenfalls deutlich besser angelegt als das, was die SPD offensichtlich als Programm vorhat.

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      3. Michael Mendelsohn

        „die Möglichkeit hat, sich entsprechend zu informieren und zu handeln“ — ich denke, eine Kennzeichnung von Bildveröffentlichungen mit z.B. „Bildinhalt retuschiert“ geht in diese Richtung und wäre nicht nur bei Retuschen von Körperformen sinnvoll. (Ich hab‘ schon öfter die Kennzeichnung „Symbolfoto“ gesehen, wenn die Gefahr besteht, dass ein Archivfoto für ein aktuelles Foto über das berichtete Ereignis gehalten wird.)

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  5. „(…) während ich in Fettlogik darauf eingehe, wie vermehrtes Körperfett zu Testosteronmangel führt.“

    Soweit ich weiß führt Übergewicht zur Androgenisierung bei Frauen und begünstigt deshalb ja auch PCOS. Ich sehe das an PCOS-betroffenen Frauen deutlich. Sobald sie zunehmen, vermehrt sich ihre Körperbehaarung, sobald sie abnehmen, verringert sie sich. Selbes ist bzgl. grober Poren der Haut und Pickel zu beobachten. Dieser Effekt zeigt sich bei einer gewissen Überschreitung des Körperfetts auch bei Frauen ohne PCOS.

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      1. Ja, das stimmt. Bei Männern kann es zur Öströgendominanz kommen. … Ich wollte nur darauf hinweisen, damit man eben diese klare Differenzierung Mann vs. Frau nochmal erwähnt.

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    1. Mona

      Cool! Die Körperbehaarung usw. verringert sich beim Abnehmen? Das hab ich noch nie gehört. Ich kenn nur, dass oft gesagt wird, dass die Regelblutung beim Normalgewicht schwächer ist als bei Übergewicht. Ich vermute das könnte eher mit Sportlichkeit zusammen hängen.
      Bei gesunden Frauen fällt wahrscheinlich kein Unterschied auf, stimmt?

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      1. Die Körperbehaarung nimmt während der Abnahme (ca. nach 3 Monaten sollten sich erste „Erfolge“ einstellen), sofern dein Körper auf die Zunahme sensitiv auf Adrogene reagiert. Das ist bei vielen der Fall, aber nicht bei allen. Bei jeder Frau ist die „Grenze“, in der der Körper beginnt Androgene aufgrund zuviel Fettmasse zu produzieren, woanders. Es gibt sehr adipöse Frauen, die sind a) noch immer fruchtbar und b) weisen kaum Androgenisierungserscheinungen auf, wobei diese bei manchen schon bei sagen wir einmal 1,70m und 85kg anfangen.

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    2. kleinefrau

      Schön wäre es, wenn die Behaarung bzw. Probleme mit der Periode größtenteils vom Gewicht/Körperfett abhingen.
      Ich hab mit Äffchenoptik und viel zu heftiger Periode mit starken Schmerzen schon bei einem BMI von 21 gekämpft und das wurde mir deutlich mehr Gewicht weder schlimmer noch bei einer Abnahme besser. Gut, man könnte jetzt sagen, auch mit einem BMI von 21 kann man zu viel Körperfett haben, aber schon vom Gewicht her haut das bei kleinen schlanken Frauen nur bedingt hin.

      Das gleich mit schnell fettenden Haaren/ fettiger Haut – schon immer gehabt. Grobe Poren – auch hier, schon immer gehabt genau wie der Rest der normalgewichten weiblichen Familienmitglieder. Und Pickel auch. Muss an den Hormonen liegen, klar – aber eben nicht am Gewicht.

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      1. @kleinfrau: Darf ich fragen, ob du das PCOS-Syndrom hast? Es gibt durchaus Frauen, die das auch bei einem normalen BMI haben, die können durch Abnahme tatsächlich nicht viel machen. Aber vielleicht kannst du ja einmal einen Glucosetoleranztest machen und schauen, was dabei rauskommt, vielleicht hast du ja Anzeichen einer Insulinresistenz. Darf ich zudem wissen, ob dein Zyklus „normal lang“ ist oder du eher zu einem längeren Zyklus neigst?

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      2. kleinefrau

        Sherry, nein, habe ich nicht. Zumindest nicht in der typischen Ausprägung mit verlängerten Zyklen ohne Eisprung. Ich hatte als Teenie normal lange Zyklen (28 Tage), die später eher kürzer wurden (24-26 Tage, verkürzte zweite Zyklushälfte, vermuteter Gelbkörperhormonmangel). Das Gewicht war bei kurzen Zyklen höher, aber keine Ahnung, ob das miteinander zusammenhängt, dazu hab ich schlicht nicht lange genug den Zusammenhang zwischen Gewicht und Zyklus beobachtet, weil dazwischen die Pille genommen. Hier berichte ich ausschließlich über Zyklen nach etwas längerer Zeit ohne hormonelle Verhütungsmittel, sonst sind die Ergebnisse ja verfälscht.
        Ich habe regelmäßige Eisprünge, das ist also nicht das Problem. Ich habe auch bei zwei Schwangerschaften innerhalb der letzten 15 Jahre keinerlei Hinweise auf Schwangerschaftsdiabetes gehabt (imho bekommt man das eher, wenn man eh schon zu Insulinresistenz neigt).
        Sprich – ich habe einige Anzeichen, die für einen Überschuss an männlichen Hormonen sprechen, aber es sieht wirklich nicht nach PCOS aus
        Ich will damit vor allem darauf hinaus, dass Körperbehaarung +starke und schmerzhafte Periode + Hautprobleme nicht bei allen Frauen von selbst verschwinden, wenn man sich in der unteren Hälfte des normalen BMI-Bereichs bewegt. Kann sein, muss aber leider nicht sein.

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  6. jutta

    Zum Laptop und den Bookmarks für die Zukunft: jeder Browser bietet die Möglichkeit, Bookmarks zu sichern und zu exportieren. Beim Firefox ist das unter „Lesezeichen verwalten -> importieren und sichern“, für den IE wird es hier erklärt http://windows.microsoft.com/de-de/windows-vista/import-or-export-favorites-in-internet-explorer und da ausnahmslos alle Laptops und PCs irgendwann kaputt gehen, sollte man diese Dateien mit allen anderen in regelmäßigen Abständen auf externen Medien sichern 🙂

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    1. pufaxx

      Ja … da denkt man nur nicht immer dran. Mir ist kürzlich die Festplatte verreckt, um alle wichtigen Daten, Projekte und Trallalas – wie auch um die E-Mail-Korrespondenz musste ich mich nicht sorgen – mir sind tatsächlich bloß die Lesezeichen der letzten zwei Monate abhanden gekommen.

      BackUps sind wirklich so ein Thema. Ich hatte das „Glück“, mich zu Zeiten selbständig zu machen, als PCs noch mit Festplatten von 40 Gigabyte angeboten wurden. Die Photoshop-Dateien von Messewänden hatten schon mitunter Größen, die nicht mehr auf eine CD gepasst haben. Die musste man mit WinRAR in Einzelteile aufsplitten – und auch dazu brauchte man entsprechend Platz. Ohne regelmäßige Datensicherung hätte ich gar nicht arbeiten können.

      Leute, die vorwiegend mit weniger Speicherfressern zu tun haben, sind mit BackUps wahrscheinlich etwas schlampiger.

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    2. Eva

      Ich nutz deshalb das Xmarks-Addon, gibt es für Firefox, Internet Explorer und Chrome. Damit kann man seine Lesezeichen zwischen mehrern Geräten synchronisieren, wenn man will, sogar die History sowie geöffnete Tabs. Außerdem kann man verschiedene Profile anlegen, wenn man nicht alle Lesezeichen überall haben will. Aktives Exportieren und sichern ist nicht so mein Fall.

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  7. EHJ-Leser

    Aus welcher Studie ist die Balkengrafik? Der Link führt zu runnersworld.de, dort wird aber nur gesagt „European Heart Journal“ ohne genaue Zitation. Es fehlen Titel der Veröffentlichung, Datum, Seitenzahlen usw. Auf der Webseite des Journals ist es nicht leicht, danach zu suchen, da die Schlüsselwörter aus der Grafik in sehr vielen Artikeln auftauchen.

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  8. Erstmal: habe mir vor ein paar Tagen dein Buch gekauft und finde es super! Bin jetzt auch dabei, Essen usw. umzustellen und meinen alten fddb-Account zu reviven! 🙂

    Habe aber auch gleich mal ’ne Frage für erzählmirnix bzw. andere schlaue Menschen hier: Im Buch werden öfter mal Studien zum Zusammenhang von Übergewicht und Bluthochdruck/Herzkreislauferkrankungen erwähnt. Gibt es da mehr/spezifische Studien, die z.B. nachweisen, dass man Bluthochdruck mit Abnahme und Sport natürlich wieder senken kann? (Die hier verlinkte Diabetes-Sache macht ja auch Hoffnung…)

    Dazu eine kurze Anekdote: Vor ca. 2 Jahren merkte ich plötzlich, dass mein Herz öfters mal stolpert oder komisch zieht. Nach langer Warterei saß ich schließlich beim Kardiologen, der mir einen erhöhten Puls und hohen Blutdruck diagnostizierte („Ihr Herz schaut aber eigentlich gut aus.“). Ich natürlich gedacht: „Schöne Scheiße, das hast du jetzt von deinen 110 kg auf 173 cm, 22 und schon Bluthochdruckpatientin!“ Stattdessen kommt vom Arzt: „Hmm… in Ihrem Alter ist das sicher Veranlagung. Nehmen Sie die und die Pille und kontrollieren Sie regelmäßig beim Hausarzt.“ Ich: baff. Und, weil ichs dann doch wissen wollte: „Meinen Sie nicht, dass das vielleicht auch von meinem Gewicht kommen könnte?“ Er: „Naja, es schadet sicher nichts, mal 10 kg zu verlieren, aber meiner Erfahrung nach hat in Ihrem Alter Bluthochdruck nichts mit dem Gewicht zu tun.“

    Natürlich super das zu hören, Übergewicht ist nicht schuld, kein Grund was zu ändern. Fettlogik oder wissenschaftlich doch belegbar? Wieso kommt der Arzt darauf, dass es wahrscheinlich eh nichts bringt, abzunehmen? Glaubt er nicht, dass ichs schaffe, oder folgt er wirklich seinem Wissensstand?

    Nach der Lektüre des Buchs kribbelts jetzt bei mir wieder: Abnehmen ist vll die Chance, die scheiß Tabletten wegzukriegen… Motivationstechnisch wäre das für mich super!

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    1. Ich kann demnächst mal nochmal meine Studien durchforsten (es gibt einige, die das belegen). Bis dahin ganz kurz anekdotisch: Ich habe seit mitte 20 Bluthochdruck gehabt, immer massiver. Mein Vater übrigens auch und ausser meiner Mutter auch der gesamte Rest der Familie. Aber bei meinem Vater angeblich so schlimm, dass der Arzt 2x ein neues Gerät holte, weil er dachte, die Werte seien nicht möglich. Ich ging also auch von „Veranlagung“ aus.

      Mittlerweile ist mein Blutdruck perfekt und gelegentlich (typisch Frau) sogar eher auf der niedrigeren Seite. Mein Puls ist von ca. 90 auf 50-60 Schläge/Minute runter. Also ja, ich denke, dass Abnehmen helfen kann. Klar, man kann es nicht 100%ig sagen, aber ich würde die Chance auf „sehr, sehr groß“ einschätzen.

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    2. Frank

      Als ich auf meinem Höchststand in Sachen Übergewicht war, hat mein Arzt mir beim 2-jährlichen Gesundheitscheck auch leicht erhöhten Blutdruck bescheinigt. Die 24-Stundenaufzeichnung hat dann belegt, dass der Blutdruck nachts zumindest runter ging. Daraufhin hat mein Arzt erst mal nichts weiter unternommen, da er die Erfahrung gemacht hat, dass der Blutdruck mit dem Gewicht zusammen sinken wird. Ehrlich gesagt hab ich danach auch nicht mehr darüber nach gedacht, aber ich werde nachher mal messen lassen und berichten. Bin jetzt selbst gespannt, ob die 18 kg Abnahme in der Richtung auch etwas gebracht haben.

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      1. ichichich

        „Bin jetzt selbst gespannt, ob die 18 kg Abnahme in der Richtung auch etwas gebracht haben.“

        Bei mir ist der Blutdruck bei der Abnahme (ca. 16 kg) aus dem hochnormalen Bereich auf ca. 100/60 gesunken und auch danach konstant dort geblieben.

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      2. Frank

        Gerade gemessen: Der obere Wert ist immer noch leicht zuviel (140), der untere mit 80 (war bei 90) jetzt optimal. Aber ich habe ja auch noch ein bisschen was vor 🙂

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    3. Peka

      Hallo, Sirenenlied,
      habe auch keine Studie, kann aber aus meiner Erfahrung berichten. In meiner Familie grassieren Bluthochdruck und Diabetes. Bei mir wurde Hypertonie diagnostiziert als ich mit Mitte 40 einen bmi von ca 30 hatte. Ich dachte damals, “ danke, Genetik, das wars dann wohl“. Vier Jahre habe ich die Medis genommen, seit Mitte September bin ich dabei, Gewicht zu reduzieren und mich mehr zu bewegen. Ende September begann ich- in Abstimmung mit meinem Arzt natürlich- meine Medikation auszuschleichen und konnte sie Anfang November komplett absetzen. Seitdem ist der Blutdruck stabil im normalen Bereich, Ruhepuls um die 60/min.
      Also, selbst wenn Du eine Veranlagung zu Bluthochdruck hast, heisst das nicht, dass Du in diesem Alter schon behandlungsbedürftig sein musst. Einen Versuch ist es allemal wert. Viel Erfolg!

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