Beschluss Nr. 25: Keine Chance für Fat Shaming – Es den Dicken leichter machen

Auf dem SPD-Parteitag wurden mehrere Beschlüsse gefasst. Hier Beschluss Nummer 25:

Ordentlicher Bundesparteitag in Berlin vom 10. – 12. Dezember 2015

Beschluss Nr. 25

Keine Chance für Fat Shaming – Es den Dicken leichter machen

In der modernen Medien- und Werbungslandschaften sind Frauenkörper Transportvehikel für beliebige Botschaften und Produkte. Eine Frau im knappen Bikini kann für nahezu jedes Unternehmen werben – ohne erkennbaren Zusammenhang zum Beworbenen. Die dargestellten, stark bearbeiteten Bilder zeigen für die meisten unerreichbare Körperformen, die nur einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen.
Viele junge Frauen und Mädchen sehen sich unter enormen Druck diesen Bildern zu entsprechen. Die krasse Objektivierung in der Darstellung hat zusätzlich negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl junger Frauen. Dies unterscheidet ihre Lage von der junger Männer, die sich “nur” mit unrealistischen Körperbildern konfrontiert sehen.
Wahrnehmung von Ästhetik und Schönheit sind nichts statisches, sondern haben sich im Wandel der Zeiten und Kulturen beständig verändert. Es ist daher längst an der Zeit sich von der Vorstellung, dass nur eine bestimmte Art von Körpern schön und gesund sein kann, zu verabschieden. Denn die vorherrschende Vorstellung von Schönheit hat reale Auswirkung für alle, die ihr nicht entsprechen (können).
So erweisen Untersuchungen, dass schlanke Frauen mehr verdienen als “dicke” und auch wahrscheinlicher eine Beförderung erhalten. Schöne Menschen wirken glaubwürdiger auf uns. Vermeintlich dicken Menschen werden pauschal Faulheit, Passivität und ein ungesunder Lebensstil unterstellt, ohne dass die genauen Gründe für ihr Gewicht bekannt sind.
Natürlich können Fragen von Wahrnehmung und Schönheitsidealen nicht über Nacht geändert werden. Doch wir Sozialdemokrat_innen können unseren Teil zu einer anderen Art von Darstellung und Umgang miteinander beitragen.

 So sollten wir im Verband und außerhalb abwertenden Äußerungen und Handlungen gegenüber “Dicken” entschloßen entgegen treten.

 In unseren Veröffentlichungen und Werbemitteln sollte Platz für verschiedene Körperbilder sein.

Realpolitische Forderungen, die Fat Shaming entgegen wirken können, gestalten sich aus oben genannten Gründen schwierig. Dennoch gibt es konkrete Ansätze, die das Leben vieler einfacher machen können.
 Wir fordern daher die Verabschiedung eines “Photoshop-Gesetzes” nach dem Vorbild Israels, dass die Darstellung untergewichtiger Modells verbietet und eine Kennzeichnung stark bearbeiteter Fotos vorschreibt.
 Dass die willkürlichen BMI-Grenzen, die u.a. Lehrer_innen oder Polizist_innen erfüllen müssen um verbeamtet zu werden, abgeschafft werden.

 Dass die Einteilung der WHO (Weltgesundheitsorganisation), welcher BMI-Bereich über- und untergewichtig ist, revidiert und realen Gegebenheiten angepasst wird.

130 Gedanken zu “Beschluss Nr. 25: Keine Chance für Fat Shaming – Es den Dicken leichter machen

  1. lowl3v3l

    Also nur mal zum Mitschneiden, die SPD will dass es ein gesellschaftliches tabu wird krankhaft Fette ähm naja „krankhaft Fett“ zu nennen, verstehe ich das richtig?

    Und Leute die normalgewichtige Menschen ästhetischer finden will man dann quasi per Gesetz zwingen sowas nicht mehr zu sagen? Oder was ist das nächste?

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    1. emeles

      Das nächste ist, dass man sich als normal gewichtiger Mensch gefälligst schämen sollte und ein bisschen zunehmen, damit man wenn man auf die Straße geht, nicht anderen Leuten ein falsches Vorbild ist. Ist doch klar, dass andere Leute sich von so einem normalen Erscheinungsbild, dass sie nie erreichen (können) angegriffen fühlen! Und erst die Kinder, die sehen, da sieht einer normal aus, dann wollen die auch so aussehen. Ein bisschen Rücksicht ist da angebracht! lol… 😀

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      1. Judith

        Je nachdem in welchem Umfeld man sich bewegt, ist das leider kein so abwegiger Witz mehr, sondern gelebte Realität.

        Das wird dann eben eingekleidet darin, dass der Schlanke als Opfer des grassierenden Schönheitsideals dargestellt und „bedauert“ wird oder gleich als essgestört, zu dürr, sollte zunehmen, genussfeindlich etc..

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    2. Hana Mond

      Da „krankhaft fett“ nicht gerade ein neutral-beschreibender Ausdruck ist, sondern ein abwertender, fände ich es begrüßenswert, diese Benennung zu tabuisieren.
      „Krankhaft fettleibig“, „krankhaft übergewichtig“, „adipös“ und ähnliche neutrale Formulierungen natürlich nicht, aber Beleidigungen müssen nicht gesellschaftlich unterstützt werden.

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    3. nicht nur krankhaft fett – auch dick wird hier in Anführungszeichen gesetzt. Das find ich schon stark.

      Abgesehen davon: Wenn die Abbildung untergewichtiger Models verboten wird – dann wird sich in der normalen Werbelandschaft nicht viel ändern. Die meisten Models sind dort normalgewichtig, aber halt schlank.

      Schön find icha uch, dass die WHO sich den „realen Gegebenheiten“ anpassen soll. Also den BMI so anpassen, dass der Durchschnittsmensch wieder als normalgewichtig gilt?

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      1. lowl3v3l

        Ich denke dass da zum einen die SPD auf der Relativismus-Welle mit schwimmen will( die ja grad recht groß ist) und zum anderen dass man, mal wieder, ein real vorhandenes und schweres Problem unserer Gesellschaft , dessen Lösung viel Geld kosten würde,lösen will indem man es wegdefiniert damit man es nicht mehr sehen muss. Ich glaube schlicht nicht dass irgendjemandem da ernstlich an weniger Diskriminierung oder so gelegen ist…

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      2. Dummerjan

        “ untergewichtiger Models verboten wird“ Und von Männern, deren Muskeln man nur sieht, weil sie ihr Unterhautfettgewebe weggehungert haben.

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  2. taniko

    “ Dass die Einteilung der WHO (Weltgesundheitsorganisation), welcher BMI-Bereich über- und untergewichtig ist, revidiert und realen Gegebenheiten angepasst wird.“

    anstatt was gegen die zunehmende fettleibigkeit zu tun soll den dünnen quasi das schlanksein noch schlecht bzw krankgeredet werden?
    arme kranke welt

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    1. Mona

      Ich versteh auch nicht, welche realen Gegebenheiten sie meinen. Wollen sie einfach das Gewicht als gesund definieren, was am meisten vorkommt? Wozu haben wir Wissenschaftler auf dieser Welt, wenn immer nur das richtig ist, was man häufigsten ist? Könnte man auch noch Geld sparen, wenn man aufhört zu forschen. Ich kann ja auch sagen: Ist ja so gemein, dass der Arzt gesagt hat, dass Susi-Luzi Diabetes hat, definiert sie mal als gesund!

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      1. kork

        Come on… damit wære allen geholfen! Wenn irgendwo eine Hungersnot ausbricht – einfach fix den BMI den dortigen Gegebenheiten anpassen und: alles prima, alle gesund!

        Ob es dagegen fair ist, den Beamtenstatus am BMI festzumachen bezweifle ich, da gibt es ja mannigfaltige Möglichkeiten sich zu schædigen, die grösstenteils nicht erfasst werden können. Aber dass der BMI willkuerlich festgelegt sei – oha!
        Das ist doch das, was die SPD erst noch einfuehren möchte: den willkuerlichen BMI?

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    1. Peter

      Diese Sportleistungstests, so wie sie für den Polizeidienst verlangt werden, sind total unfair gegenüber den Fetten. Wenn eine 120kg-Wumme die 100m in 25 Sekunden schafft und die 60kg Gazelle in 20 Sekunden, dann ist die Leistung des/der Fetten tatsächlich grösser, da mehr Masse verschoben wurde. Die Durchschnittsgeschwindigkeit (in m/sek.) sollte durch das Gewicht (in kg) geteilt werden, also m/(sek*kg). Das wäre fair.

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  3. „Dass die willkürlichen BMI-Grenzen, die Polizist_innen erfüllen müssen um verbeamtet zu werden, abgeschafft werden.“
    Jo, dann überlegen wir uns mal kurz, wer wohl länger einem flüchtenden Räuber nachrennen, ihn übermannen oder sich gegen ihn verteidigen kann. Der trainierte A., der alle 2 Tage joggen geht, einen gesunden Lebensstil pflegt und sich im Fitnessstudio in Form hält, oder der dicke B., der nach Feierabend nur noch faul auf der Couch hängt, 2 Tüten Chips mit Bier runterspült und der die schusssichere Weste kaum noch zu bekommt.

    Manche dieser Gewichts-Obergrenzen gibt es eben nicht grundlos. Das erinnert mich an die Empörung, als eine thailändische (?) Airline ihren Mitarbeitern einen maximalen BMI auferlegt hat. Ja gut, n 180 kg Koloss kommt eben nicht so gut durch die schmalen Gänge, wie ein Normalgewichtiger, das ist eben so. Da muss man der unbequemen Wahrheit mal ins Auge sehen.

    Überretuschierte Fotos als solche zu deklarieren, finde ich in Ordnung; ob das hilft, ist was anderes. Aber dass die WHO den BMI „realen Gegebenheiten anpassen“ soll, ist … lustig. „Wir verschieben den BMI auf normalgewichtig bis 30 und zack, sind 40% der Deutschen plötzlich gesund!“ oder wie? Was Idioten …

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    1. Matthias S.

      Also was die Polizei anbelangt, da dachte ich nur:
      Es gibt einen Sporttest, der beihnhaltet einen 100m Sprint und einen 5 km Lauf.
      (Info von der Jahrtausendwende. Möglicherweise veraltet.)
      Wer das schafft, wird höchstwahrscheinlich nur von Leuten als Fett bezeichnet, welche gleich ins SEK wollen…
      Also wen kümmert da der BMI… 🙂

      Ist halt heisse Luft von der SPD. Politiker welche Hosenträger brauchen predigen den Deutschen, die Gürtel müssen enger geschnallt werden.

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    2. Hana Mond

      “ Der trainierte A., der alle 2 Tage joggen geht, einen gesunden Lebensstil pflegt und sich im Fitnessstudio in Form hält, oder der dicke B., der nach Feierabend nur noch faul auf der Couch hängt, 2 Tüten Chips mit Bier runterspült “

      Sorry, aber das sind doch Vorurteile: Wer schlank ist, ist trainiert, geht joggen und lebt gesund, wer einen höheren BMI hat, hängt nur auf der Couch und isst abends 2 Tüten Chips.

      Bis zu einer gewissen Grenze (die mW noch nicht beim BMI von 27,5 erreicht ist, der bei der Polizei NRW angegeben wird) kann man auch mit Übergewicht sportlich sein – einfach, indem man mehr isst, als man beim Sport verbraucht. Ebenso muss man nicht abends 2 Tüten Chips essen für Übergewicht – über Jahre hinweg ein klein wenig überm Kalorienverbrauch essen macht auf Dauer auch dick.
      Und man kann auch schlank und extrem unsportlich sein, einfach weil man wenig isst.

      Willst du Polizisten, die einen Flüchtenden einholen können, musst du einen Sporttest machen – nicht seinen BMI messen. Allerdings garantiert dir auch das nur, dass der Beamte im Moment fit ist, nicht seine ganze Laufbahn lang – das ist ja nur eine Momentaufnahme.

      Ich sehe die Kriterien zur Verbeamtung allerdings generell kritisch – weil die durchaus dazu führen können, dass zukünftige Beamte trotz (z.B. psychischer) Erkrankungen lieber nicht zum Arzt gehen, sondern die Krankheit unbehandelt lassen, damit sie verbeamtet werden …

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      1. Willst du Polizisten, die einen Flüchtenden einholen können, musst du einen Sporttest machen – nicht seinen BMI messen.

        Polizisten sowie Soldaten müssen jährlich das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Es gibt also tatsächlich Sporttests.

        Kritisieren kann man allenfalls, dass die Bewertung nicht objektiv ist, da das Abzeichen an Männer und Frauen für unterschiedliche Leistungen vergeben wird.

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      2. lowl3v3l

        Ich glaub du verwechselst da was. Die Implikation ist NICHT dass Schlanke immer trainieren, sondern dass trainierte überproportional oft schlank sind 😉
        Und klar, man KANN mit (nominellem) Übergewicht besonders sportlich sein. das ist nur halt ein extrem seltenes Faktum( man denke an Bodybuilder und Co.)^^

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    3. Die Airline-Richtlinie hat einen anderen Grund. Jedes Kilo das transportiert wird, kostest teuren Sprit. Daher ist jedes Übergewicht von Stewardessen für die Fluglinie ein Verlust.
      Auch hier hat es nichts mit einem bösen „Patriarchat“ zu tun, sondern es sind schlicht Wirtschaftsinteressen, Die Richtlinie gilt übrigens auch für Stewards.

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      1. Lomi

        @Gerks
        „Die Airline-Richtlinie hat einen anderen Grund. Jedes Kilo das transportiert wird, kostest teuren Sprit. Daher ist jedes Übergewicht von Stewardessen für die Fluglinie ein Verlust.“

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass die paar Kilos von den drei, vier Leuten da (Achtung Wortwitz ^^) wirklich noch ins Gewicht fallen, was den Spritpreis angeht. Ich könnte mir zwei andere Gründe vorstellen:
        – schlanke Personen kommen im engen Flugzeugkorridor besser klar
        – schlanke Personen sehen gefälliger aus. Im Grunde sind die Flugbegleiter das Gesicht der Fluggesellschaft. Daher wird man wohl auch ein bisschen auf Ästhetik achten.

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      2. Beides ebenfalls Gründe. Alles zusammen führt dann zu dieser Richtilinie (geschlechtsunabhängig)
        Und unterschätze nicht die Kosten die jedes Kilo auf einer Strecke von sagen wir mal Berlin bis New-York verursacht. Warum denkst du ist jedes Kilo Übergepäck so teuer?

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      3. St. Elmo

        Vorallem wären Dicke Flugbegleiter auch ein Argument gegen den Übergepäck aufpreis.
        … eigentlich sollte man als leichter Passagier auch weniger bezahlen müssen als sehr Übergewichtige Personen…

        Ich und mein Koffer 100kg
        und der übergewichtige wiegt schon ohne Koffer deutlich mehr.
        Aber von mir dann noch x € verlangen weil der Koffer 2kg „zuviel“ hat.

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  4. Das Schlimme ist: vor einem halben Jahr hätte ich dafür noch applaudiert, als vermeintlich Gefangene meines nicht dem Ideal entsprechenden Körpers. Jetzt denk ich nur: Ach du Scheiße…
    Shaming sollte niemals toleriert werden. Aber zwischen Beleidigung und Hinweisen auf ein Gesundheitsrisiko sollte dennoch differenziert werden… bzw. das Zeigen gesunder Menschen sollte gestattet sein, ohne das sich Einige persönlich beleidigt fühlen…

    Photoshop ist meiner Meinung nach eine andere Geschichte. Was die da zum Teil treiben (mit eh schon wunderschönen gesunden Körpern) hat manchmal schon humoristische Effekte. Ich schau mir das gern an ^^

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      1. Mona

        Ich dachte immer, es machen alle so, dass wenn sie fotografiert werden stellen sie sich nochmal ordentlich hin, drehen sich vielleicht ein usw. Ich hab erst vor paar Jahren einige Leute kennen gelernt, die nennen das schon ein unechtes Foto = böse. Für mich war das immer normal, dass ich mit meiner Familie extra fürs Foto ordentlich anziehe, Haare, MakeUp usw. mache und wir uns dann vor einen passenden Hintergrund stellen und danach das schönste Foto von vielen (zu Zeiten von Fotofilmen eher nur 3 bis 4) aussuchen. Es gibt Familien, die sehen das schon als „schlimm“ an. Schon allein, wenn man mehr als 2 Bilder schießt, um das beste auszusuchen, fühlen sie sich „künstlich“ und haben eine starke Abneigung. Das ist so unterschiedlich, was einer für normal hält.

        Beim Bewerbungsfoto muss man ja auch immer seinen Kopf drehen, kippen, irgendwas und das ist manchen schon viel zu viel Künstlichkeit. Oh, wenn ich weiter drüber nachdenken, die Menschen, die ich kenne, die so sind, sind meistens welche, die gern fotografieren, aber sie fotografieren am liebsten Landschaften, Dinge oder Tiere.

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      2. Lomi

        „Ich dachte immer, es machen alle so, dass wenn sie fotografiert werden stellen sie sich nochmal ordentlich hin, drehen sich vielleicht ein usw.“

        Selbstverständlich machen sie das bzw. der Fotograf bittet sie darum. Das Foto soll ja doch schon ein Werk der Ästhetik sein. Und dafür gibt es eben kleine Kunstgriffe, durch Posieren einen Menschen in ein schönes Licht zu stellen. NIemand will Fotos von sich, wenn man morgens um 5 Uhr vor dem ersten Kaffee aus dem Bett plumpst. Man muss ja bedenken, dass das Foto den Moment überdauert, während er im Alltag verschwindet.

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      3. St. Elmo

        Man muss auch unterscheiden was da „gephotoshoped“ wird und wie massiv.

        Haut glatt bügeln, gesündere Farben, weiße Zähne ist noch lange kein „unrealistisches“ oder „unerreichbares“ Körperbild, das meiste davon könnte man auch mit make-up und gutem Licht Set up ohne Photoshop erreichen.

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  5. muschelschubser

    Ähm, ja. Irgendwie entfernt sich die SPD gerade von der Realität, falls das überhaupt noch möglich ist.

    Übrigens kann man sich auch als Mann durch die in der Werbung transportierten Männerbilder unter Druck gesetzt und in seinem Selbstwertgefühl herabgemindert fühlen. Nur mal so erwähnt.

    Das wäre ja alles noch nicht so schlimm, aber dem Trend, die nachweislich mit erhöhten Gesundheitsrisiken einhergehenden BMI-Bereiche nun zu „normalem“ Gewicht zu erklären … da hört’s doch nun wirklich auf!

    Ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass die BMI-Grenzen für Bewerber bei Polizei usw. „willkürlich“ sind. Eine gewisse Korrelation zur durchaus erwünschten körperlichen Leistungsfähigkeit ist wohl vorhanden. Und eine Gesundheitsprüfung gibt es überall im öffentlichen Dienst, schließlich muss der Dienstherr ja auch für die Krankheitskosten aufkommen … Da sucht man sich seine Mitarbeiter eben auch nach körperlicher Fitness aus.

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  6. Es ist so traurig, mit anzusehen, wie dieses Land seiner Bevölkerung langsam aber sicher erstens die Fähigkeit zu individueller Selbstverantwortung abspricht und zweitens sehenden Auges ihre Möglichkeit für viele viele gesunde und glückliche Jahre immer weiter verringert.

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    1. St. Elmo

      Paperlapap, die Menschen wissen doch garnicht was gut für sie ist, wir von der Partei wissen das viel besser, den wir Volksvertreter sind ja schließlich dem gemeinen Pöbel überlegen, sonst wären wir ja nicht Volksvertreter.

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  7. joschtl

    1. BMI ist tatsächlich Blödsinn. Aus zwei Gründen:

    a) Masse (und damit Volumen) skaliert mit der dritten Potenz der Länge, nicht mit dem Quadrat. Rein mathematisch kann man das natürlich nicht angehen (ich glaube nicht, dass bei einem größeren Menschen alles gleichermassen skaliert), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass große Menschen mit dem BMI „schlechter fahren“ als angemessen wäre, und kleine entsprechend besser.

    b) Woraus die Masse besteht, wird ebenfalls nicht berücksichtigt. Ein unsportlicher, relativ schlanker Mensch kann einen erheblich höheren Körperfettanteil (mit allen verbundenen Nachteilen) haben als z.B. ein Zehnkämpfer, obwohl letzterer den höheren BMI hat.

    Meine Folgerung: an Stelle des BMI sollte eine objektivere Messgröße treten. Nein, einen konkreten Vorschlag habe ich nicht, aber Körperfettanteil (evtl. durch Dichtebestimmung?) sollte eingehen, und die Körpergrösse sollte nicht quadratisch, sondern in einer höheren Potenz eingehen (nicht unbedingt 3, aber vielleicht 2,7 oder so. Kann man bestimmt erforschen…)

    2. So richtig es ist, dass „die Gesellschaft“ verfettet, und man dem nicht nachgeben sollte: Models, die einem BMI von sagen wir 17 haben (was glaube ich nur von wenigen Menschen bei guter Gesundheit erreicht werden kann), und die deshalb Models sind, weil sie zu diesen wenigen Menschen gehören, auf einen BMI von ~15 runter zu photoshoppen und das dann als erstrebenswert hinzustellen – das ist mit Sicherheit auch nicht gesundheitsfördernd. Parallel zur zunehmenden Fettleibigkeit gibt’s nämlich auch viel Magersucht. Magersucht tötet schneller.

    3. Die Forderung „In unseren Veröffentlichungen und Werbemitteln sollte Platz für verschiedene Körperbilder sein.“ kann ich eigentlich unterschreiben. Es sollte weder übertriebene Schlankheit noch übertriebene Fettleibigkeit dargestellt werden, aber (um wieder beim BMI zu bleiben) der „gesunde Bereich“ sollte in Gänze vertreten sein – also durchaus auch mal jemand mit BMI 25, auch (wie zur Zeit üblich) Leute mit BMI 18, aber weder 16 noch 30.

    (zu mir: ich bin genau der Typ „untrainierter Normalo“ mit einem BMI von ca. 24,5 – mit 1,90m Körpergrösse auch von der mathematischen Unzulänglichkeit des BMI betroffen.)

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    1. lowl3v3l

      Der BMI soll NICHT Dichte oder ähnliches Messen, das interessiert nicht. Der BMI ist ein willkürlicher Index der sich allein daraus rechtfertigt, dass er funktioniert. Derlei gibt es u.A. in der Medizin viele, was aber meiner Meinung nach auch kein Problem ist. Immerhin sind auch Einheiten nur willkürlich 😉

      zum Einfluss der Größe : natürlich bezieht sich der BMI nur auf einen „Normgrößenbereich“ in dem er am besten funktioniert, das haben statistische Verfahren grundlegend so an sich, danach konvergiert der Fehler. Wenn wir uns mal die Kurve angucken wächst aber, zumindest formal, der Fehler( da symmetrische Verteilung) in beide Richtungen zumindest ähnlich. Natürlich könnte es nun noch sein dass größere Menschen mit prozentual der gleichen Menge Übergewicht schlechter fahren rein medizinisch, das weiß ich nicht.

      Die Zusammensetzung der Masse wird nicht berücksichtigt, das stimmt. Ist aber auch unwichtig, zumal die damit befassten Studien(z.B. 2012 Shah-Braverman) klar zum Ergebnis kommen dass die Quote der Menschen, die der BMI zu streng einsortiert bei etwa 1% liegt, was für ein so einfaches statistisches Verfahren ziemlich gut ist und meiner Meinung nach nicht geeignet ist, den BMI abzulehnen.

      Fazit : von den fast 40% bei denen der BMI zu lasch ist( aber man tariert in der Statistik ohnehin immer zwischen false-negatives und false-positives) mal abgesehen ist der BMI eine gute Kennzahl um schnell und einfach Übergewichtige zu klassifizieren und zwar nahezu ohne false-positives, was auch seine Aufgabe ist.

      Zu zweitens : ich glaube nicht dass es besonders viele Models mit BMI von 17 (oder darunter) gibt( da hatte die Nadja glaub ich auch mal was schönes zu herausgesucht). Weiterhin, was deutlich schwerwiegender ist : Magersucht, Fettleibigkeit und Untergewicht sind ganz verschiedene Kategorien. Fettleibigkeit und Untergewicht befassen sich mit dem Körpergewicht, Magersucht ist eine psychische Störung 😉

      zu Drittens : Warum sollte man Werbemacher, die nun eine private Industrie sind, zwingen etwas bestimmtes darzustellen und etwas anderes nicht? Und wie sollte man das umsetzen können? Ich halte das für ebenso schädlichen wie blinden Aktionismus^^

      Und wenn du untrainiert bist( und auch noch im oberen Normalgewichtsbereich) dann, so leid es mir tut, ordnet dich der BMI aller Wahrscheinlichkeit nach( weil 1,90 m auch noch nicht besonders groß ist) korrekt ein und du bist halt schwerer als dein Idealgewicht, was sich ziemlich sicher auch im Körperfettanteil manifesteiert, siehe benannte Studie^^

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      1. Mona

        lowl3v3l „Immerhin sind auch Einheiten nur willkürlich“

        Stimmt, was würden wir denn alle ohne das Ur-Kilogramm in Paris machen und ohne geeichte bzw. kalibrierte Waagen. Ohne das Ur-Meter ginge das ganze Messen von Umfang und Körpergröße auch nicht. Also ginge schon, aber es wär nicht so gut vergleichbar, wenn jeder seine eigenen m festlegen würde.

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      2. Mona

        Ich hab mir gerade versucht Zahlenbeispiele mit Menschen, die ich kenne durchzurechnen. Ist das richtig, dass für große Menschen (196 cm) ein zu hohes Gewicht (bis 96 km) als gesund angesehen wird?
        Rechnerisch gelangen meine großen Freunde viel zu schnell ins Untergewicht, obwohl sie gar nicht so zerbrechlich aussehen. Ich kenn gerade niemanden, der besonders klein ist. Ich nehme mal an, für kleine Menschen wird dann ein zu niedriges Gewicht als normal angesehen?

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  8. Hana Mond

    Die BMI-Grenzen zu verschieben, um auf eine Normalverteilung zu kommen statt auf das, was gesund ist, ist natürlich nicht sinnvoll – aber die Kennzeichnung von stark bearbeiteten Fotos würde ich definitiv begrüßen!

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      1. nessii

        Da das alles kein Photoshop ist, sondern „echt“, sehe ich da kein Problem. Und auch ohne PS wird schon viel beschönigt, vor allem mit Make-Up, der richtigen Beleuchtung und vorteilhaften Aufnahmewinkeln/ Positionen der Models.

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      2. Mona

        😀 Das ist mir auch aufgefallen. Ich benutze das Wort Photoshop = Fotobearbeitung, egal wie das Programm nun wirklich heißt, weil mich dann viele besser verstehen. Im Duden wird das noch nicht als Synonym angeboten, obwohl googeln drin steht. 😉

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  9. Ich finde es schade, dass die SPD gute Gedankengänge mit solchem Unsinn vermischt. Dadurch besteht die Gefahr, dass man den Text komplett ablehnt.

    Z.B. zum Thema „unerreichbare Körperformen“:
    Für Frauen mit einem A-Cup ist z. B. ein C-Cup ohne OP und ohne ungesunde Gewichtszunahme wirklich unerreichbar. Wenn aber in der Werbung nur Frauen mit C-Cup oder mehr zu sehen sind, dann kann es wirklich passieren, dass eine Frau mit A-Cup sich unzulänglich vorkommt.

    Das “Photoshop-Gesetz“ schlägt in eine ähnliche Richtung meiner Meinung nach ein:
    Wenn sich eine schlanke Person hinsetzt und nach vorne beugt, dann schlägt der Bauch Falten. Oft werden diese Falten weggephotoshopt. Und wieder kann es passieren, dass sich Leute unzulänglich vorkommen, weil ihr Bauch Falten schlägt und der des Models nicht, obwohl der Bauch des Models ja doch Falten schlägt. Da ist es doch gut, mehr Bewusstsein für die Bildbearbeitung zu schaffen. Mir persönlich fällt es nicht so leicht, immer wieder bei jedem Foto daran zu denken, dass es nicht real ist, dass das Model nicht wirklich so ebenmäßige Haut hat, etc.

    Allerdings ärgert mich im Text mal wieder der Gegensatz schön vs. dick und die damit einhergehende Gleichsetzung von Schlankheit und Schönheit. Wer schlank ist, wird in unserer Gesellschaft NICHT automatisch als schön angesehen.

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    1. Mona

      @subjektinka Das, was du über Photoshop, Bäuche und Haut schreibst, fällt mir auch nicht leicht direkt dran zu denken. Ich hab das früher nicht gewusst und dadurch die Bilder der Wirklichkeit gleichgesetzt. Das bekomme ich schwer wieder verlernt. Bilder sind halt immer Illusionen schon allein durch die Wahl des Bildausschnitts und durch das Weglassen von dem, was drumherum passiert.

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      1. Lomi

        „Bilder sind halt immer Illusionen schon allein durch die Wahl des Bildausschnitts und durch das Weglassen von dem, was drumherum passiert.“

        Korrekt. Fotografieren heißt immer, Effekte einzusetzen. Dazu braucht es kein Photoshop. Ich kann durch die Lichtsetzung ein Modell schlanker wirken lassen. Man kann durch die Pose Problemzonen verdecken. Kein Modell mag Bauchfalten auf dem Foto. Der Job des Fotografen ist immer die Suche nach einem vorteilhaften Bild. Allein ein ganz normales Posing, beruhend auf Körperspannung, verändert den Körpereindruck enorm. Das kann man hier studieren: http://www.graciehagen.com/lllusions-of-the-body/

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      2. St. Elmo

        Beim „Nach vorne Beugen“ schlägt der Bauch nicht immer (starke) Falten, das kommt auf die Pose und die Körperspannung an dazu noch eine entsprechende Lichtsetzung da brauchst du kein Photoshop.

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    2. lowl3v3l

      Und jemand der kein Mathematikgenie ist könnte sich auch unzulänglich vorkommen wenn bei Sendungen über Mathematikgenies immer nur Menschen vorkommen die Mathematik deutlich besser drauf haben als man selbst 😉

      Warum dieser Relativismus überall? Wär es da nicht viel schöner an einem sozialen Wandel zum Umgang mit Ungleichheit zu arbeiten?

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      1. Sendungen über Mathegenies gibt es ja nicht so oft. Und Mathegenies gibt es außerdem auch wirklich im Gegensatz zu sitzenden Models ohne Bauchfalten 😉

        Aber du hast schon recht, man kann sich immer unzulänglich vorkommen, egal bei was.

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  10. Mona

    (Ich hab die anderen Kommentare nicht gelesen.)
    „In unseren Veröffentlichungen und Werbemitteln sollte Platz für verschiedene Körperbilder sein.“
    Ich versteh das nicht, was veröffentlicht oder bewirbt die SPD, wo jemand anderes abgebildet ist als ihre Politiker? Die können doch jetzt nicht einfach alle normalgewichtigen und hübschen Menschen von deren Plakaten schmeißen, nur weil sich jemand dadurch nicht hübsch genug findet. Die Politiker werden doch auch mal fotografiert, man sie doch schlecht gegen jemand anderen austauschen.

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    1. Michael Mendelsohn

      „alle normalgewichtigen und hübschen Menschen von deren Plakaten schmeißen“ — dass steht da nicht. Da steht nur, dass auch ein paar übergewichtige Leute mit auf die Plakate sollen. Ich vermute mal, dass Flyer und Materialien, die die SPD zu ihren Themen herausgibt, „normal“ bebildert werden.

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    2. MiSa

      Zumal die SPD mit ihrem Partichef und wahrscheinlich nächstem Kanzlerkandidaten die – natürlich rein willkürlich festgelegten – „dicken“ Körperbilder bereits gut verkörpert …

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  11. Das ist ja witzig, SPD:“ …sind Frauenkörper Transportvehikel für beliebige Botschaften und Produkte. … Die dargestellten, stark bearbeiteten Bilder zeigen für die meisten unerreichbare Körperformen, die nur einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen.“ Also ist es völlig in Ordnung, sexistische Transportvehikelwerbung zu schalten, Hauptsache, die dabei halbnackt agierenden Frauen sind dick?
    Da brüllt die Feministin in mir auf. Und die ist immer noch verdammt dick.

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    1. „Die krasse Objektivierung in der Darstellung hat zusätzlich negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl junger Frauen. Dies unterscheidet ihre Lage von der junger Männer, die sich “nur” mit unrealistischen Körperbildern konfrontiert sehen.“

      Mein Doppelmoraldetektor schlägt bei diesen Satz aus. Wenn mit sexy Männern geworben wird, dann ist es keine Objektivierung, da findet man immer einen Grund warum dem nicht so ist.

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      1. Nick

        Mein Doppelmoraldetektor schlägt bei diesen Satz aus. Wenn mit sexy Männern geworben wird, dann ist es keine Objektivierung, da findet man immer einen Grund warum dem nicht so ist.

        Da hat man offenbar wieder mal den Dworkin/MacKinnon’schen anti-porn-Diskurs tief verinnerlicht: „Objektifizierung“ findet demzufolge eben immer nur in einem „Machtgefälle“ statt.

        http://plato.stanford.edu/entries/feminism-objectification/

        Besonders lustig, dass man nichteinmal den Begriff korrekt wiedergeben kann. Man plappert eben radikalfeministische Allgeimeinlätze daher, ohne sich auch nur ansatzweise damit beschäftigt zu haben.

        Populismus aus den eher unteren Schubladen.

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      2. Nick

        Mein Doppelmoraldetektor schlägt bei diesen Satz aus. Wenn mit sexy Männern geworben wird, dann ist es keine Objektivierung, da findet man immer einen Grund warum dem nicht so ist.

        Da hat man offenbar wieder mal den Dworkin/MacKinnon’schen anti-porn-Diskurs tief verinnerlicht: „Objektifizierung“ findet demzufolge eben immer nur in einem „Machtgefälle“ statt.

        http://plato.stanford.edu/entries/feminism-objectification/

        Besonders lustig, dass man offenbar (als Institution in einem offiziellem Beschluß!) nichteinmal den Begriff korrekt wiedergeben kann. Man plappert also radikalfeministische Allgemeinlätze daher, ohne sich auch nur ansatzweise damit beschäftigt zu haben.

        Was kommt als nächstes, „Weiße heterosexuelle Mittelstandsmänner“?

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      3. Lomi

        „Da hat man offenbar wieder mal den Dworkin/MacKinnon’schen anti-porn-Diskurs tief verinnerlicht: “Objektifizierung” findet demzufolge eben immer nur in einem “Machtgefälle” statt.“

        Der scheint doch herrschende Lehre zu sein, der Diskurs. Halbnackte Frau in Werbung = Objektifizierung, Sexismus, Frau als Ware usw. Das ist doch ein Automatismus, mit dem dieser Vorwurf erhoben wird.

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      4. Nick

        Das ist doch ein Automatismus, mit dem dieser Vorwurf erhoben wird.

        Ja, bei Kaiser Willhelm war es eben „ein obszöner Angriff auf die Ehre DerFrau (an sich)“ und heute ist es ein obszöner Angriff auf die Ehre DerFrau (an sich) Objetififikardiodingsbums.

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  12. Michael Mendelsohn

    Hier wird ja in den Kommentaren viel gemutmaßt und per „slippery slope“ argumentiert, was da noch alles böses kommen könnte; aber hat jemand mal die tatsächlichen Hintergründe recherchiert? Welche BMIs gelten denn für die Verbeamtung und warum? Und was sind die Hintergründe für die Kritik am WHO-BMI? Den BMI als solchen kann man ja eh‘ leicht abschießen, weil er als Maß für den Körperfettanteil ohnehin nur statistisch etwas bringt und eigentlich für jede Bevölkerung anders „eingestellt“ werden muss, insofern würde mich hier mal die konkrete Kritik interessieren, die die da gebracht haben, und vor allem die Begründung, warum ein anderer BMI da aussagekräftiger sein soll.

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    1. lowl3v3l

      Den BMI als solchen kann man eben NICHT so leicht abschießen, darum wird er benutzt. Ist ja nicht so als ob Mediziner, Biologen und Statistiker alle blöd sind. Die Studienlage zeigt nun einmal ziemlich eindeutig dass der BMI ein guter Klassifikator IST für seinen Anwendungszweck und minimierte false-positives^^ Und NATÜRLICh ist der BMI ein statistisches Verfahren, aber eben eines das bei 99% der Bevölkerung ein entsprechend seiner Bestimmung guter Klassifikator ist. Es fehlt in der Bevölkerung wohl vor allem ein wenigstens grundlegendes Verständnis für Statistik.

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      1. Michael Mendelsohn

        MIt Verlaub, das ist Blödsinn. Der Anwendungszweck des BMI ist die Gesundheitspolitik auf Bevölkerungsebene, Statistik etc., und er wurde deshalb über die direkte Messung des Körperfettanteils (z.B. Hautfaltenmessung) gewählt, weil das kaum ein Arzt festhält, aber Gewicht und Körpergröße in fast jeder Krankenakte stehen. Du brauchst hier nur ein paar Beiträge zurückblättern, um direkt von EMN zu erfahren, dass der Anteil an „skinnyfat“-Menschen, also Menschen mit eigentlich zu hohem Körperfettanteil bei „normalem“ BMI deutlich zweistellig ist. Der BMI war nämlich ursprünglich nicht als individuelles Gesungheitsmaß erfunden worden – da würde vermutlich schon die einfache „waist circumference“ (Bauchumfang?) besser abschneiden. Die Gesundheit von Individuen wie bei der Beamteneinstellung nach dem BMI zu beurteilen ist bestenfalls Blödsinn und schlimmstenfalls ungerecht.

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      2. nessii

        Es wird ja aber am BMI bemängelt, dass er zu streng wäre und gesunden Menschen Übergewicht attestieren würde. Und genau das ist ja nicht der Fall, sondern das Gegenteil. Dass Leute als gesund & normalgewichtig deklariert werden, obwohl sie einen zu hohen KFA haben, der gesundheitliche Folgen hat. Und so gesehen ist es natürlich schwachsinnig, die Formel sorum zu ändern, dass noch weniger Leute als übergewichtig identifiziert werden, wenn es jetzt schon zu wenig sind.

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  13. TutziFrutzi

    Gibt’s nicht grad dringendere Probleme?

    „Eine Frau im knappen Bikini kann für nahezu jedes Unternehmen werben“ – Na, ist doch super. Ein Mann muss gut aussehen UND kompetent wirken. Außerdem sind Anzüge meistens teurer als Bikinis.

    „Viele junge Frauen und Mädchen sehen sich unter enormen Druck diesen Bildern zu entsprechen“ – Geht das Männern anders? Männer dürfen nicht nur nicht dick sein, die müssen auch noch ordentlich Muckis haben. Und so aussehen, als hätten sie ordentlich Geld auf der Tasche. Sobald auch nur eines dieser Kriterien nicht erfüllt ist, dürfen die als „alter Sack“, „Proll“ oder „Ekel“ bezeichnet werden. Immer feste druff.

    „Wahrnehmung von Ästhetik und Schönheit sind nichts statisches, sondern haben sich im Wandel der Zeiten und Kulturen beständig verändert.“ – Okay, stecken wir alle in ein Bettlaken. In Saudi-Arabien sind doch auch alle überglücklich. Und „Statisches“ schreiben die klein, weil es unwichtig sein sollte?

    „So erweisen Untersuchungen, dass schlanke Frauen mehr verdienen als ‚dicke‘ und auch wahrscheinlicher eine Beförderung erhalten. Schöne Menschen wirken glaubwürdiger auf uns.“ – Wurden da auch die Berufe miteinander verglichen? Models verdienen mehr als Reinigungskräfte. Und dass schöne Menschen besser ankommen als solche mit optischen Defiziten, ist zwar ätzend, aber auch bei Männern nicht anders. Schon mal einen Vorstandsvorsitzenden mit Hasenscharte gesehen? Nein? Ich auch nicht.

    „So sollten wir im Verband und außerhalb abwertenden Äußerungen und Handlungen gegenüber ‚Dicken‘ entschloßen entgegen treten.“ – als da wären? Pummelige werden doch inzwischen als „normalgewichtig“ bezeichnet, trotzdem weiß jeder, was gemeint ist. Und vielleicht kriegt man es mit abnehmender Anzahl von Tomaten auf den Augen ja hin, „entschloßen“ richtig zu schreiben?

    „In unseren Veröffentlichungen und Werbemitteln sollte Platz für verschiedene Körperbilder sein.“ – Den Aufpreis für die zusätzliche Anzeigenfläche trägt dann wer?

    „Dass die willkürlichen BMI-Grenzen, die u.a. Lehrer_innen oder Polizist_innen erfüllen müssen um verbeamtet zu werden, abgeschafft werden.“ – Willkürlich sind diese Grenzen bestimmt nicht, auch wenn Spezialfälle (z.B. Bodybuilder) nach einer „blinden“ Richtlinie nicht abgebildet werden. Fitness-Tests sind für einige Berufe doch eh vorgeschrieben. Na, dann lassen wir eben ALLE Anwärter antreten. Ohne Rücksicht auf BMI und Co. Aber erst mal im Jogging-Anzug.

    „Dass die Einteilung der WHO (Weltgesundheitsorganisation), welcher BMI-Bereich über- und untergewichtig ist, revidiert und realen Gegebenheiten angepasst wird.“ – Gut. Dann machen wir das doch auch gleich mit Blutdruck, Cholesterinspiegel und Co. Und mit den Markern für Prostatakrebs. Und und und. Egal was, der jeweils aktuelle Durchschnitt wird zum Zielwert. Dann schlafen bestimmt viele Leute viel besser.

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  14. freak

    Holy shit. Der BMI soll also nicht an gesundheitlichen Aspekten orientiert, sondern an der realität werden? well, than lets do the same with alcohol, drugs and cigarettes!! Es rauchen viele Leute, REALITÄT, also weg mit den blöden Ampfehlungen und aufklebern! Same for alcohol. Schenkt schon im KiGa aus! Tütchen dazu?

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  15. Lomi

    „Wir fordern daher die Verabschiedung eines “Photoshop-Gesetzes” nach dem Vorbild Israels, dass die Darstellung untergewichtiger Modells verbietet und eine Kennzeichnung stark bearbeiteter Fotos vorschreibt.“

    Das heißt, wir ersetzen Medienkompetenz durch Vorgaben des Staates und greifen so in die Kunstproduktion ein. Ich bin kein Freund starker Bildbearbeitung, aber es gibt vermutlich kaum einen Fotografen, der seine Bilder nicht bearbeitet. Letztlich ist schon Posing und Lichtsetzung eine Form der „Bearbeitung“, weil so Problemzonen kaschiert werden und ein möglichst positiver Eindruck erzeugt wird. Studiofotografie ist nie real, sie erzeugt immer ein Kunstprodukt. Wer möchte da mit gutem Gewissen eine Grenze definieren und die dann auch noch als Gesetz offiziell machen?

    Es wäre wohl deutlich klüger, die Menschen zu lehren, den Unterschied zwischen Werbefotografie und Wirklichkeit zu verinnerlichen.

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    1. käse

      Wo ist eine kennzeichnung stark bearbeiteter Fotos ein Eingreifen in die Kunstproduktion?

      Für mich liest sich das nicht anders, als wenn in einer Zeitschrift bei Werbung auch „Anzeige“ dran steht, damit man sie nicht fälschlicherweise für einen Artikel hält. (Okay, bei Frauenzeitschriften tut sich zwischen beidem nicht viel).

      Oder auch „Serviervorschlag“ auf diversen Verpackungen oder in Werbeprospekten usw.

      Reflektieren muss man allerdings trotzdem noch.
      Selbst bei Sendungen die offiziell als „Scripted Reality“ gehandelt werden, gibts zu viele die das glauben was da passiert. In sofern kann man darüber streiten ob Kennzeichnung wirklich irgendwas bewirkt, solange Bildung und Reflexion nicht gleichermaßen gefördert werden.

      (Mal abgesehen davon dass auch „unrealistische Bilder“ sich einprägen und im Hirn wirken. Anders würde kein Film oder Buch funktionieren)

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    2. Lomi

      „Wo ist eine kennzeichnung stark bearbeiteter Fotos ein Eingreifen in die Kunstproduktion?“

      Es ist ein Eingriff insofern, als dass ich dann künftig Rechenschaft über meine Bearbeitungen ablegen müsste. Kunst zu verbürokratisieren erscheint mir nicht sehr sinnvoll. Die Wahl meiner Stilmittel sollte mir auch überlassen bleiben. Auch ist es merkwürdig, dass man eben die eine Sorte Handwerkszeug kennzeichnet (Photoshop), aber die andere nicht (Licht, Makeup, Posing). Das hat etwas willkürliches. Schließlich leistet man damit der Illusion Vorschub man könnte, realistische von unrealistischer Fotografie unterscheiden.

      Natürlich, Fotografie bildet etwas ab, aber ist zugleich in jedem Falle auch eine eigene Schöpfung. Allein die Wahl des Bildausschnittes kann ungeheuer verändern. So könnte man die hässliche Industrieanlage am Strand ausblenden und nur die heile Idylle präsentieren. Der Bildausschnitt kann sogar höchst manipulativ sein: eng gewählt erscheint eine kleine Gruppe von Demonstrierenden wie eine Masse, von oben gesehen sieht man, dass es ein versprengter Haufe ist. Konsequenterweise müsste man also auch die Wahl des Bildausschnittes kenntlich machen.

      So etwas ist Pseudopolitik. Kein wirkliches Problem wird damit gelöst, aber in den Amtsstuben herrscht Hochbetrieb. Medienkompetenz könnte man allenfalls in den Schulen lehren, das ist sicherlich sinnvoll.

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  16. Jürgen

    Die SPD braucht doch bei all ihren Werbekampagnen zu Bundes- und Landtagswahlen sowie für Kommunalwahlen einfach nur Fotos mit Mitgliedern plakatieren. dann hat man den gesellschaftlichen Realismus. Das dürfte auch billiger sein. Dafür braucht man kein Anti-Fat Shaming-Parteitagsbeschluss.

    Trotzdem bleibt Sigmar Gabriel in meinen Augen fett, dickleibig, übergewichtig und unansehnlich (und Andrea Nahles auch). Muss man den letzten Satz lieber streichen;)

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    1. Jürgen

      Oh, wie konnte ich das nur übersehen? Werden dann mit diesem Beschluss nicht wieder sexistische Stereotype bedient und gleichzeitig Jungen/Männer diskriminiert? Welcher Mann hat schon so eine Banane wie Beckham in der Unterhose und dazu diesen gestählten Körper?

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      1. Sexismus gegen Männer ist nicht möglich, das musst du doch wissen. Von Sexismus sind nur unterprivilegierte Gruppen betroffen. Deshalb kann es keinen Sexismus gegen Männer geben, so wie es auch keinen Rassismus gegen Weiße geben kann und kein Fat-Shaming gegen Dünne.

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  17. Kai V

    Ich find das soooo Klasse! Danke dafür!

    Nicht nur das man jetzt Übergewicht als normal anzusehen hat! Nein,

    „Viele junge Frauen und Mädchen sehen sich unter enormen Druck diesen Bildern zu entsprechen. Die krasse Objektivierung in der Darstellung hat zusätzlich negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl junger Frauen. Dies unterscheidet ihre Lage von der junger Männer, die sich “nur” mit unrealistischen Körperbildern konfrontiert sehen.“

    LOOOOOL, dazu hätte ich dann mal gerne sowas wie ne Studie! Extra sowas wie… So ein Schwachsinn!!!

    Und noch besser:
    „Dass die willkürlichen BMI-Grenzen, die u.a. Lehrer_innen oder Polizist_innen erfüllen müssen um verbeamtet zu werden, abgeschafft werden.“

    Jo klar, willkürliche BMI-Grenzen für Polizist_innen, und auch für Soldaten! und innen natürlich… Die können dann ja, wegen totalem Übergewicht mit dem Rollstuhl zum Einsatz fahren! Geländegängige Rollstühle brauch man natürlich…

    So ein Schwachsinn!!! Meine Expartei nähert sich gerade mit grossen Schritten dem Schicksal der FDP…

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  18. Lomi

    „“Viele junge Frauen und Mädchen sehen sich unter enormen Druck diesen Bildern zu entsprechen. Die krasse Objektivierung in der Darstellung hat zusätzlich negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl junger Frauen. Dies unterscheidet ihre Lage von der junger Männer, die sich “nur” mit unrealistischen Körperbildern konfrontiert sehen.”

    Da fällt mir ein Lied zu ein „Zwanzig Zentimeter, nie im Leben, Kleiner Peter“
    http://www.songtexte.com/songtext/mohre/20-zentimeter-7bde56e4.html
    Das Lied stammt von Comedian Mirja Boes.

    Und dann schaue man mal in einschlägige Foren, wieviele junge Männer Rat suchen in Fragen der Penisgröße.

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  19. Pingback: Linksammlung | Fettlogik überwinden.

  20. Ich war ja beim Parteitag… Habe davon aber gar nichts mitbekommen. Nachdem drei der ersten sechs Redner (alle drei weiblich) zum Bundeswehreinsatz gegen den IS angemerkt hatten, dass es dabei ja auch um Frauenförderung gehen müsse, hat mein Hirn wohl auf Durchzug geschaltet.

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    1. Lomi

      @Mann

      Vermutlich ist dieser Beschluss einer von ein paar Hundert und wurde spät abends im geleerten Parteitagssaal verhandelt, als die meisten schon auf dem Abflug zum Parteiabend waren.

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  21. xyz

    Kein Wunder, Frauen werden von der Gesellschaft ja auch immer mehr zu den allergrößten Heulsusen erzogen, die in wirklich jeder Lebenslage Hilfe und Schutz benötige. So ist dann auch zu erklären, weshalb Feministinnen ständig nach Schutzräumen plärren (Frauenparkplätze, Frauenschwimmzeiten, Frauencomputerkurse, Frauenhäuser, …).
    Man könnte fast zur Überzeugeugung gelangen, Frauen wären alleine bzw. ohne ständige Bepamperung gar nicht lebensfähig und es könnte vielleicht doch biologisch vorherbestimmt sein, dass Frauen sich nur im behüteten Hause wohl fühlen (so dass auch aus diesem Grunde die alten Rollenverteilungen zu erklären wären).
    Je mehr Geplärre ich von Frauen in Bezug auf noch mehr Schutz vor der bösen Welt höre, desto überzeugter werde ich jedenfalls von den biologischen Unterschieden (auch, wenn ich es eigentlich anders glauben möchte). Aber das Geplärre von Feministinnen lässt einem ja keine andere Wahl.
    Interessant ist im Übrigen, dass die SPD offenbar der Überzeugung ist, dass Männer mit unrealistischen Darstellungen in der Werbung besser klar kommen und nur Frauen den „enormen Druck“ hätten, den Bildern entsprechen zu müssen. Das liegt daran, dass Feministinnen Frauen nichts zutrauen und geistig auf den Stand von 3 jährigen Kleinkindern halten, die leicht beeinflussbar und zu keiner eigenen Willensbildung in der Lage sind, so dass man diese schützen muss.
    Interessant ist im Übrigen, dass nach meinen – zugegeben subjektiven – Wahrnehmungen der allergrößte Schönheitsdruck auf Frauen von Frauen selber ausgeübt wird. Männer haben nämlich eine ziemlich große Spanne und knattern quasi alle Frauen, solange diese ihn nicht anekeln. Besser noch: für eine feste Beziehung, Arbeitsverhältnis, Freundschaft, … bevorzugen die allermeisten Männer eher „durchschnittliche“ Frauen, da sie auf den selbstverliebten Divenzickenterror nur wenig Bock haben, die meinen, aufgrund ihrer Optik Vorteile erhalten zu müssen. Meiner Meinung nach haben Männer gegenüber Frauen viel weniger Ausschlusskriterien bzw. NoGo-Listen als Frauen umgekehrt gegenüber Männern, so dass tatsächlich Frauen einen geringeren Druck haben, Idealen entsprechen zu müssen. Aber Feministinnen können halt nichts anderes als plärren und sich ständig schlimm benachteiligt zu fühlen.

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    1. *Das liegt daran, dass Feministinnen Frauen nichts zutrauen und geistig auf den Stand von 3 jährigen Kleinkindern halten, die leicht beeinflussbar und zu keiner eigenen Willensbildung in der Lage sind, so dass man diese schützen muss.*

      Und das von jemanden, der sich von Feministinnen gezwungen fühlt, zu glauben, dass Frauen dumme Weibchen sind. Großartig! 😀

      *Männer haben nämlich eine ziemlich große Spanne und knattern quasi alle Frauen, solange diese ihn nicht anekeln.*

      Na super, dann muss sich ja keiner minderwertig fühlen, immerhin wollen ja Männer mit allem ins Bett solange es keine ekligen Geschwüre hat. Juhu.

      *Besser noch: für eine feste Beziehung, Arbeitsverhältnis, Freundschaft, … bevorzugen die allermeisten Männer eher “durchschnittliche” Frauen, da sie auf den selbstverliebten Divenzickenterror nur wenig Bock haben, die meinen, aufgrund ihrer Optik Vorteile erhalten zu müssen.*

      Puh, du hast echt ein Problem mit Frauen, oder?
      Und ich hab so eine Ahnung, dass das nichts mit Feministinnen zu tun hat.

      Zudem: Über Divenzickenvorteile zu jammern, sich aber gleichzeitig für das Alpha und Omega weiblichen Strebens zu halten, das hat schon was.

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      1. Lomi

        Maren,

        ich teile ja nicht unbedingt alles, was er da geschrieben hat, aber Du interpretierst da recht viel hinein.

        „Zudem: Über Divenzickenvorteile zu jammern, sich aber gleichzeitig für das Alpha und Omega weiblichen Strebens zu halten, das hat schon was.“

        Wo z.B. beschreibt der Kommentar sich so? Sehe ich nicht.

        „*Männer haben nämlich eine ziemlich große Spanne und knattern quasi alle Frauen, solange diese ihn nicht anekeln.*

        Na super, dann muss sich ja keiner minderwertig fühlen, immerhin wollen ja Männer mit allem ins Bett solange es keine ekligen Geschwüre hat. Juhu.“

        Du unterstellst, dass er sagt, dass Männer unterschiedslos alle Frauen irgendwie als Gelegenheit für konsequenzenlosen Sex betrachten. Ich lese da eher: Im Alltag sind Männer auch interessiert an der Alltagsfrau und sie finden sie auch sexuell interessant, sofern sie sie eben nicht aus irgendwelchen Spezialgründen eher abstoßend finden. Kann man ja negativ interpretieren, aber auch zu Gunsten des Angeklagten. Was für den Angeklagten spricht: Im realen Leben, jenseits schnuckeliger Fernsehserien, finden die normalen, durchschnittlichen, sogar die übergewichtigen Frauen in der Regel auch einen Mann. Das kann durchaus daran liegen, dass Männer diesbezüglich eben nicht Frauen an überzogenen Schönheitsidealen messen.

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      2. Lomi

        Das Ding ist, dass es für viele Frauen, die sich (irrational) für häßlich halten, das muss noch nichtmal was mit Übergewicht zu tun haben, einfach nicht wichtig ist, ob Männer mit ihnen Sex haben wollen oder nicht. Es geht eher darum, was einem selbst mehrmals täglich im Spiegel begegnet und ob man selbst damit zufrieden ist oder nicht. Da überschätzt er den männlichen Einfluß stark, als würde jemand sagen „Männer ficken alles? Juhu, ich find mich auf einmal wunderschön!“

        *Du unterstellst, dass er sagt, dass Männer unterschiedslos alle Frauen irgendwie als Gelegenheit für konsequenzenlosen Sex betrachten. Ich lese da eher: Im Alltag sind Männer auch interessiert an der Alltagsfrau und sie finden sie auch sexuell interessant, sofern sie sie eben nicht aus irgendwelchen Spezialgründen eher abstoßend finden. Kann man ja negativ interpretieren, aber auch zu Gunsten des Angeklagten.*

        Das Zitat war: „knattern quasi alle Frauen, solange diese ihn nicht anekeln“ ^^
        Im gesamten Kontext neige ich auch eher dazu, es negativ zu interpretieren. Hübsche Frauen sind „Divenzicken“, Frauen werden von Feministinnen „erzogen“ und „plärren“ nur rum….

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      3. Nachtrag

        *Das kann durchaus daran liegen, dass Männer diesbezüglich eben nicht Frauen an überzogenen Schönheitsidealen messen.*

        Dennoch gibt es kein beliebtes Herrenmagazin mit dem Namen „Metzgersgattinnen Weekly“ ^^

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      4. Lomi

        „Das Ding ist, dass es für viele Frauen, die sich (irrational) für häßlich halten, das muss noch nichtmal was mit Übergewicht zu tun haben, einfach nicht wichtig ist, ob Männer mit ihnen Sex haben wollen oder nicht.“

        Ja, Maren, das mag so sein. Ich halte das für möglich. Aber der KOmmentator hat auch gar nicht behauptet, dass die Frauen davon abhängig wären, ob Männer mit ihnen Sex haben oder nicht. Er hat nur gesagt, dass Männer diesbezüglich seiner Meinung nach toleranter sind als Frauen. Das machte er eben daran fest, dass Männer viele Frauen sexuell attraktiv finden. Damit ist aber nicht gesagt, dass das Selbstwertgefühl von Frauen nur vom männlichen Urteil abhängig wäre, sondern nur, dass der Druck dann eben eher von Frauen auf Frauen ausgeübt wird. Folglich kann es auch nicht das Patriarchat sein, welches hier für überzogene Schönheitsideale sorgt.

        „Dennoch gibt es kein beliebtes Herrenmagazin mit dem Namen “Metzgersgattinnen Weekly” ^^“

        Nein gibt es nicht. Interessant ist aber eher die reale Partnerwahl. Zweitens kannst Du Dich mal im Internet umschauen, in der weiten Welt der Nakedeiplattformen. Dort wirst Du sehr häufig Figurentypen finden, für die sich nicht wenige Frauen in Grund und Boden schämen würden.

        „Das Zitat war: “knattern quasi alle Frauen, solange diese ihn nicht anekeln” ^^
        Im gesamten Kontext neige ich auch eher dazu, es negativ zu interpretieren. Hübsche Frauen sind “Divenzicken”, Frauen werden von Feministinnen “erzogen” und “plärren” nur rum….“

        Nun, sein Beitrag schmeckt mir sprachlich auch nicht. Differenzierung geht wsicher auch anders.
        Kern seiner Aussage war aber, dass der Feminismus eine ziemlich ungesunde Tendenz zum Opfertum hat, zur Entmächtigung, wo alles und jeder mit Triggerwarnungen geschützt werden muss vor allem möglichen und nur noch Bedrohungen udn Ängste regieren, anstatt sich auf die eigene Handlungsfähigkeit zu konzentrieren. Das ist schon auffällig.

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      5. xyz

        >>> Und das von jemanden, der sich von Feministinnen
        >>> gezwungen fühlt, zu glauben, dass Frauen dumme
        >>> Weibchen sind. Großartig!

        Das ist halt so! Ich kann ja auch nichts dafür, dass Frauen von Feministinnen ständig so negativ und hilfebedürftig dargestellt werden, die keine Eigenverantwortung übernehmen können.

        >>> Na super, dann muss sich ja keiner minderwertig fühlen,
        >>> immerhin wollen ja Männer mit allem ins Bett
        >>> solange es keine ekligen Geschwüre hat. Juhu.

        Es ist immer wieder erstaunlich, wie Frauen diskutieren. Es wurde von der SPD zunächst in den Raum fantasiert, dass Frauen angeblich im Unterschied zu Männern einen enormen Druck hätten, den Werbebildern zu entsprechen. Dieser These widersprach ich, da Männer nach meinen Erfahrungen weniger wählerischer als Frauen sind und daher nicht nachvollziehbar ist, wo der angebliche enorme Druck auf Frauen herkommen soll bzw. wieso Männer weniger betroffen seien? Und Ihre Erwiderung hat dann weder etwas mit der Ausgangsthese, noch mit der Gegenthese etwas zu tun, sondern versucht lediglich den Gesprächspartner durch einen von keinem behaupten Satz ins Lächerliche zu ziehen.

        >>> Es geht eher darum, was einem selbst mehrmals
        >>> täglich im Spiegel begegnet und ob man selbst
        >>> damit zufrieden ist oder nicht. Da überschätzt
        >>> er den männlichen Einfluß stark, …

        Also machen sich die Frauen den Druck selber und nicht die Gesellschaft, denn die Gesellschaft verlangt das Idealbild ja offenkundig nicht, soweit man nicht gerade in der Porno- oder ähnlich oberflächlichen prostituiernden Branchen arbeiten möchte. Im Gegenteil werden im Rahmen der Partnerwahl, im Rahmen der normalen Berufswahl, im Rahmen von Freundschaften, … oft sogar die durchschnittlicheren Personen bevorzugt, die sich nicht ständig mit Oberflächlichkeiten bzw. der eigenen Optik beschäftigen. So heulen doch gerade die schönen Menschen (auch Männer), dass sie es angeblich schwerer hätten, weil sie allgemein von vielen auf ihre Optik reduziert werden würden und man ihnen ansonsten nichts zutrauen würde.

        Aber, selbst wenn die Frauen gerade in den prostituierenden Branchen erfolgreich sein möchten, weil sie mir ihrer Optik Geld verdienen möchte, fragt man sich, warum die Männer diesem Druck weniger ausgesetzt sein sollen? Denn, der Markt, mit der eigenen Optik Geld verdienen zu können, ist für Männer erheblich kleiner und somit noch schwieriger. Und selbst, wenn man davon ausgeht, dass Männern die Optik weniger wichtig ist und daher weniger Interesse daran haben, mit Optik Erfolg haben zu wollen, ändert das trotzdem nichts daran, dass Männer genauso nach Kriterien be- bzw. abgewertet werden. So werden Männer nicht nur nach optischen Kriterien (Glatze, Übergewicht), sondern vor allen auch nach ihrem Erfolg, Sportlichkeit, Stand, Einkommen und Charakter be- und abgewertet. Entsprechend der Volksbevormundungsbemühungen müsste man dann genauso „entschlossen entgegen treten“ und gesellschaftlich ächten, dass z.B. Frauen sich auch weiterhin z.B. in der Partnerwahl im Wesentlichen nur für erfolgreiche Männer interessieren und damit einen realen gesellschaftlichen Erfolgsdruck auf Männer ausüben, da sie andernfalls auf dem Partnermarkt große Schwierigkeiten haben.

        Und schaut man sich dann die Suizidzahlen, Lebenserwartung, Gefängniszahlen, Arbeitsunfälle, Obdachlosenzahlen, Drogenabhängige, … an, so erscheint es kaum noch nachvollziehbar, weshalb die Politik sich nahezu ausschließlich und so offenkundig penetrant ausschließlich nur um die Bepamperung von Frauen bemüht und diese als Opfer darzustellen versucht, während Männer für alles selber verantwortlich sein sollen. Wenn nahezu alle Negativstatistiken zu Lasten von Männern ausgehen, erscheint es jedenfalls naheliegender, dass es nicht die Frauen sind, die unter dem stärkeren Druck stehen. Und ein Feminismus, der so verlogen einseitig handelt, macht sich halt nur noch selber lächerlich. Tatsächlich wurden Frauen schon immer beschützt („Frauen und Kinder zuerst“, „Ladies first“, …) und Männer mussten schon immer die dreckigeren, schwierigeren bzw. gefährlicheren Aufgaben auch unter Gefährdung des eigenen Lebens übernehmen (vgl. Lebenserwartung, Wehrpflicht nur für Männer). Es gibt noch heute eine Vielzahl von echten Gesetzen, in denen Männer nicht die gleichen Rechte haben (z.B. Abtreibungsrecht, Kuckuckskinder, Genitalverstümmelung, Zwangsdienste in Krisenfällen, Gleichstellungsbeauftragte, …), aber man kümmert sich trotzdem ausschließlich nur Frauen, die gesetzlich nicht mehr benachteiligt werden und lediglich dann nach der Statistik schlechter stehen, wenn sie selber keine Eigenverantwortung übernehmen. Der Gender-Pay-Gap ist halt schlicht die Folge eigener Lebensentscheidungen (Berufswahl, berufliches Aussetzen, Teilzeit) und wenn man diesen angleichen möchte, dann ist es nicht zu erklären, weshalb man dann nicht ebenfalls den Gender-Death-Gap (Lebenserwartung, Arbeitsunfälle, Suizide) oder den Gender-Prision-Gap genauso anzugleichen versucht. Denn ist schlicht verlogen, nur einem Geschlecht stets die Eigenverantwortung vorzuhalten und das andere Geschlecht in jeder Lebenslage zu pampern.

        Denn wie Sie selber schreiben („Da überschätzt er den männlichen Einfluß stark“), sind es weniger die Männer und damit auch kein verschwörungstheoretisches Patriarch, die einen besonderen Druck in Bezug auf die Erfüllung von Schönheitsidealen auf die Frau ausüben (zumindest nicht stärker als umgekehrt genauso Druck besteht), so dass man von Frauen genauso erwarten kann, dass sie eigenverantwortlich mit dem primär sich selber auferlegten Druck zurecht kommen. Von Männern erwarten die Gesellschaft und Feministinnen es schließlich ja auch ständig, dass diese mit den Schwierigkeiten des Lebens eigenverantwortlich umgehen und nicht ständig wie ein kleines Kind nach staatlichen Schutz plärren, weil sie die Verantwortung für das eigene Tun nicht übernehmen wollen.

        >>> Puh, du hast echt ein Problem mit Frauen, oder? …
        >>> Über Divenzickenvorteile zu jammern, sich aber
        >>> gleichzeitig für das Alpha und Omega weiblichen
        >>> Strebens zu halten, das hat schon was.

        Mal eine wirklich ernst gemeinte Frage: Wird Frauen eigentlich in den Frauenzeitschriften bzw. Ratgebern zu dieser „Shaming“-Strategie geraten oder können viele Frauen es wirklich nicht anders? Gegen eine provozierende Sprache habe ich nichts einzuwenden, aber man sollte doch zumindest ein wenig Bezug zum Gesagten nehmen und eigene Argumente liefern, die über eine reine Provokation hinausgehen. Ich wundere mich jedenfalls immer wieder darüber, dass Frauen in Diskussionen nicht mit inhaltlichen Argumenten überzeugen wollen, sondern so vorhersehbar und einfallslos es immer wieder nur ausschließlich damit versuchen, den Gegenüber ins Lächerliche ziehen zu wollen. Es ist dabei meistens nur wenig überzeugend, dem Gegenüber frei erfundene Dinge zu unterstellen, weil sie so schön in das eigene ideologische Weltbild passen würden. Oder woraus leiten Sie es sich her, dass ich mich angeblich selber „für das Alpha und Omega weiblichen Strebens“ halten würde. Ich kann nicht einmal erkennen, dass ich überhaupt irgend etwas dazu geschrieben hätte, was Frauen für erstrebenswert halten sollten.

        >>> Dennoch gibt es kein beliebtes Herrenmagazin
        >>> mit dem Namen “Metzgersgattinnen Weekly”

        Leider weiß ich jetzt nicht, auf welche Zeitschrift sie anspielen, so dass ich auch nicht weiß, was Sie damit sagen wollen. Der Zeitschriftenmarkt ist aber ein schönes Beispiel dafür, dass dieser im Wesentlichen die Wünsche von Frauen bedient, da offenbar Männer kaum Interesse für diesbezügliche Themen (Mode, Optik, Tratsch, …) haben. Denn bei einem Blick in den Kiosk, scheinen sich gefühlt 95% der dort angebotenen Zeitschriften an Frauen zu richten. Es sind daher die Frauen selber, die sich für die überzogenen Schönheitsideale interessieren, denn der Markt bedient ja nur das, was vom Publikum nachgefragt wird.
        So etwas wie Germanys-Top-Model gibt es daher auch nur für Frauen (auch das Publikum ist primär weiblich), weil das Interesse von Männern für diese Themen einfach zu gering ist. Und selbst, wenn es eine männliche Top-Model Sendung geben würde, wäre zu vermuten, dass selbst dann die Zuschauer einer solchen Sendung primär weiblich wären. Denn die Optik zu be- bzw. abzuwerten ist ein primär weibliches Thema, da Männer sich hierfür offenbar weniger interessieren bzw. höheren Tolleranzbereich haben. Wenn ich z.B. beim Joggen meine am Kragen leicht ausgefransten T-Shirts auftragen möchte, macht mir meine Partnerin richtig Terror, dass das angeblich völlig daneben sei und gar nicht gehen würde („dann komme ich nicht mit“). Mir würde es umgekehrt nicht einmal auffallen, geschweige denn interessieren, was andere Leute anziehen, solange man nicht durch einen Gestank belästigt wird oder die Kleidung wirklich extrem aus der Reihe fällt. Und auch in Bezug auf z.B. Diskussionen über Angela Merkel oder auch Gerhard Schröder sind es zumindest in meinem Umfeld merkwürdigerweise immer die Frauen, die optische Be- und Abwertungen zum Thema machen wollen, die über einen kurzen Spruch am Rande hinausgehen. Und die Tätigkeit des „Ablästerns“ ist (zumindest nach meinem Gefühl) auch nicht unbedingt eine männliche Domäne. Gibt man die Begriffe „Ablästern Männer Frauen“ bei der Google Bilder Suche ein, werden bei mir jedenfalls fast nur Frauen angezeigt. Der Bewertungsdruck wird somit zum erheblichen Teil von Frauen selber ausgeübt.

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      6. pufaxx

        @xyz: Naja, ein paar Sachen hast Du für mich ein Bisschen überspitzt rüber gebracht – aber in Einem stimme ich Dir 100%ig zu: Die FRAUEN sind die, die auf Äußerlichkeiten achten.

        DIE kaufen doch die ganzen Modemagazine. DIE zerreißen sich das Maul, wenn Schauspielerin XY es wagt, irgendein Kleid zu irgendeinem Anlass noch einmal zu tragen. DIE schreiben Seiten lange Artikel, ob irgendein Promi, von dem man als Mann wahrscheinlich noch nie gehört hat, dünner oder dicker geworden ist.

        DIE schimpfen einen aus, wenn man(n) in der Fußgängerzone einer Frau hinterhergeschaut hat, wissen dabei aber witzigerweise genau, welcher. Was heißt „Sie hat genau die auch gesehen“.

        (Persönliches Detail am Rande: Für Männer ungewöhnlich – ich habe einen kleinen Schuh-Fimmel. Hochhackigs Zeug interessiert mich nicht, ich mag Skater-Schuhe. Wenn ich also Schuhen hinterhergucke, gucke ich gleichzeitig sportlichen Menschen hinterher. Männern soger öfter als Frauen. Interessiert die Partnerin allerdings nicht. Ner Frau hinterhergeguckt – Drööt! – Zonk.)

        DIE schauen sich auf einer Party um, wer grad attraktiver ist als sie selbst. DIE motzen rum, wenn man im Fitness-Dings abgetragene T-Shirts mit drei Löchern trägt (Warum die guten Shirts? Das Ding wird anderthalb Stunden lang vollgeschwitzt und landet in der Kochwäsche, obwohl es dazu nicht geeignet ist. Wurscht, Hauptsache, es stinkt nicht). DIE trauen sich so (angeblich) mit einem nicht raus. Ey, komm.

        DIE motzen rum, wenn man XXL trägt, man soll ja seine Figur nicht verstecken. DIE motzen aber genauso rum, wenn man daraufhin „Bodyfit“ trägt, jedenfalls, sobald man angebaggert wird. DIE wollen dauernd wissen, ob sie zugenommen haben oder nicht.

        Im Zuge meines bunten beruflichen Werdegangs bin ich mal in einer Berufsschulklasse für Werbekaufleute gelandet. 2 Männer, 30 Frauen. Ich schwöre, ich habe nicht mal in der Handball-Männer-Umkleide-Kabine so oft das wort „Knackarsch“ gehört wie in diesem halben Jahr. DIE gucken auf Popos. Aber sowas von.

        WENN irgendwer auf Äußerlichkeiten abgeht, dann sind das Frauen. Punkt.

        Und das merkt man an der (Buhuu!) „sexistischen“ Werbung. Werber sind nicht blöd. Die wollen die „Entscheider“ kriegen. Also diejenigen, die das Geld für die Produkte ausgeben. Und nachdem in dieser (Buhuu!) „patriarchalischen“ Gesellschaft vorwiegend die Männer das Geld verdienen, das die Frauen dann ausgeben, ist es schon reichlich putzig, wie häufig sich über „Sexismus“ beklagt wird. DASS „Sexismus“ funktioniert, liegt ganz gewiss nicht nur an Männern.

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      7. vortex

        „Und das von jemanden, der sich von Feministinnen gezwungen fühlt, zu glauben, dass Frauen dumme Weibchen sind. Großartig!“

        Schon mal ein Kind im Supermarkt abdrehen sehen? Denkst du dieses Kind kann sich sein Scheißverhalten leisten weil es schlauer als seine Eltern ist, oder weil die Eltern hilflos vor Liebe sind? Nur weil Frauen einen großen Haufen Reverenz von Seiten der Männer erfahren, bedeutet dies nicht das sie nicht dumm sein können. Außerdem solltest du vielleicht in Betracht ziehen dass XYZ nicht von seiner/ihrer eigenen Meinung schrieb, sondern von seinem/ihrem Eindruck der Haltung Feministinnen gegenüber Frauen betreffend.

        „Na super, dann muss sich ja keiner minderwertig fühlen, immerhin wollen ja Männer mit allem ins Bett solange es keine ekligen Geschwüre hat. Juhu.“

        Also Standarts zu haben (Objektifizierung) ist schlecht, und keine Standarts zu haben ist schlecht. Und da regt du dich über XYZ’s Meinung auf dass ihm/ihr Frauen wie Kleinkinder mit überzogenen Erwartungen an der Welt vorkommen? Und stimmt es nicht, Frauenparkplätze, Frauenschwimmzeiten, Frauencomputerkurse, Frauenhäuser u.s.w. sind Realität wegen der Beschwerdeführung von Frauen.

        „Puh, du hast echt ein Problem mit Frauen, oder?“

        Ja hat er/sie. Die Haltung von heißen Frauen sich wegen des guten Aussehens über allgemein gültige Regeln hinwegsetzen zu dürfen. Steht doch geschrieben. Ist auch ein guter Punkt, den sich allerdings Männer mal hinter die Ohren schreiben sollten und um sich ein Rückgrad wachsen zu lassen.

        „Zudem: Über Divenzickenvorteile zu jammern, sich aber gleichzeitig für das Alpha und Omega weiblichen Strebens zu halten, das hat schon was.“

        Wut? Bist du verwirrt, boshaft oder einfach nur dumm? Wo liest du denn diese Behauptung raus?

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    2. vortex

      @xyz

      Dieses Video von Colttaine ist vielleicht die Antwort auf „…bzw. NoGo-Listen als Frauen umgekehrt gegenüber Männern“…

      oder auch der Kabarettvortrag von Bernhard Ludwig

      Am Ende ist der Mensch nur ein Tier.

      Guten Abend wünsche ich noch

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  22. emeles

    Wenn man den BMI nicht mehr hernehmen darf, um Übergewicht festzustellen, dann stellt sich mir auch noch die Frage, wie man dann zukünftig Untergewicht feststellen möchte. Wenn man Übergewicht nicht mehr feststellen kann, dann kann man ja auch logischerweise Untergewicht nicht mehr feststellen. Das bedeutet, man könnte untergewichtige Models gar nicht verbieten, da ja niemand feststellen kann, ob sie nun untergewichtig sind oder nicht.

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    1. ichichich

      Hä, steht doch implizit drin:

      Die BMI-Unterteilung muss „realen Gegebenheiten angepasst“ werden. Also der Durchschnitts-BMI (28, 29, 30?) ist der neue Normalgewichtsbereich.

      Unter Durchschnitts-BMI (28-30 ?) bist du untergewichtig und darfst nicht in Werbungen abgebildet werden, um keine gesundheitsschädlichen und unrealistischen Körperideale zu propagieren.

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  23. Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die Schwerkraft überwinden!
    Die Physiker sind schuld, daß die Dicken .. ahem Superernährten durch die Gravitation diskriminiert sind! Und die Mediziner sind schuld, daß Dicke Diabetes bekommen!

    Außerdem kommen alle Ratgeber für gesunde Ernährung auf den Index und das Schreiben solcher Bücher gilt als Volksverhetzung. EMN, wir besuchen dich dann im Gefängnis ;-).

    Nur einen Punkt hat die SPD noch nicht gecheckt: das Raucher-Shaming ist ein noch viel schlimmerer Mißstand! Aufschriften wie „Rauchen ist tödlich“ sind pures Mobbing!!! Vermeintlich drogensüchtigen Menschen werden pauschal Charakterschwäche und ein ungesunder Lebensstil unterstellt, ohne dass die genauen Gründe für ihren Drogenkonsum bekannt sind!

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  24. …eieiei, wer von Euch hat denn den Buchtipp mit „Fettlogiken überwinden“ an den guten Sigmar Gabriel oder an Andrea Nahles geschickt, dass die sich so derartig gebasht fühlen und ein solch lachhaftes Papier zusammen schustern?

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    1. Lomi

      „wer von Euch hat denn den Buchtipp mit “Fettlogiken überwinden” an den guten Sigmar Gabriel oder an Andrea Nahles geschickt, dass die sich so derartig gebasht fühlen und ein solch lachhaftes Papier zusammen schustern?“

      Der Antrag wird nicht aus der Feder von Gabriel stammen, sondern eher noch aus den Kreisen der ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) stammen.

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  25. Kai

    „Vermeintlich dicken Menschen“
    Was sind denn vermeintlich dicke Menschen? Kommt hierin die Relativitätstheorie zum Audruck, in der die Wirklichkeit vom Standpunkt des Betrachters abhängt?

    „ohne dass die genauen Gründe für ihr Gewicht bekannt sind.“
    Mit Verlaub, die genauen Gründe für das Gewicht eine Menschen sind durchaus bekannt. Das Gewicht eines Menschen ergibt sich aus dem Verhältnis von Kalorienzufuhr und -verbrauch innerhalb einer Zeitspanne. Niemand wird vom bloßen Ansehen eines Kuchens dick und unterernährte Menschen sind höchst selten übergewichtig.

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  26. Ein Wohlfühlantrag für Herrn Gabriel. Es sind einfach nur peinliche Vorurteile in einen Antrag gegossen worden. Hoffen wir, dass die fettinduzierten Krankheiten diese Hirnamputierten abberufen, bevor sie Schaden anrichten können.

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  27. maSu

    Breaking News:
    SPD lehnt die Schwerkraft ab. Laut eines aktuellen Parteibeschlusses soll die Schwerkraft halbiert werden. Sollte sich die Schwerkraft nicht daran halten, müssen alle Menschen und Gegenstände mit Heliumballons ausgestattet werden um das Ziel zu erreichen.

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  28. Jedes Ding hat 2 Seiten, oder mehrere.

    Gewiss sollen die Dicken nicht diskriminiert werden, so weit das über Gesetze geregelt werden kan.

    Auf der anderen Seite stehen die Aspekte der Gesundheit, und hier sollte jeder Dicke sehr wohl sein Problem angehen.

    Es gibt 100 Ausreden – das nicht zu tun:

    * Die Fettleibigkeit ist erblich bedingt! Das ist wohl wahr, und das bedeutet, dass davon betroffene Personen Zeit ihres Lebens aufpassen müssen, damit sie nicht fett werden. Also – mäßig essen und trinken – das schützt vor Adipositas zuverlässig!

    * Die Fettleibigkeit wird durch schädliche Darmbakterien unterstützt. Das trifft in vielen Fällen zu. Hier ist die Darmsanierung geboten. Da werden die schädlichen Darmbakterien durch „gute“ verdrängt. Zusätzlich braucht man noch Diätmaßnahmen, damit man die „schädlichen“ nicht zu üppig füttert. (Firmicutes,…)

    * Das Trinken von Alkohol und zuckerhaltigen Getränken ist die Hauptursachen der überhöhten Energiezufuhr bei den Dicken – daher Wasser trinken!

    * Es sind die Hormone. Das ist ein Unsinn. Der Hormonstatus ist ein Abbild der Lebensweise und der körperlichen Gesundheit. Daher ist das in den meisten Fällen veränderbar, wenn es nicht passen sollte. Es ist kein unanbwendbares Schicksal, eine unpassende Hormonverteilung aufzuweisen.

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      1. Das kann ich dir noch näher erklären. Etwa 40 % der Europäer haben auf dem Chromosom 16 eine Sequenz (nicht eine Einzel-Mutation), welche die Anlagerung von Fett im Körper begünstigt. Das wird als FTO-Gen bezeichnet. Diese Leute müssen Zeit ihres Lebens aufpassen, dass sie nicht dick werden.

        Zitat:
        „Es handelt sich vielmehr um eine Strecke von 47.000 Nukleotiden auf dem Chromosom 16. Dort wurden 87 Genvarianten entdeckt, die zusammen bei etwa 44 Prozent aller Europäer nachweisbar sind und bei diesen das Risiko auf eine Adipositas erhöhen (wobei das Gen niemals der einzige Grund für die Fettleibigkeit ist).“

        http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63866/FTO-Gen-Forscher-entdecken-Hauptschalter-der-Adipositas-in-Vorlaeufer-Fettzellen

        Zu den Darmbakterien – das hat nichts mit Esotherik zu tun – das kann man medizinisch nachweisen (aber das erkläre ich dir nicht – das ist nicht appetitlich).

        Im Darm gibt es nützliche, indifferente und schädliche Bakterien. Da kommt es auf ein gutes Gleichgewicht an.

        Eine Gruppe dieser Bakterien – die Firmicutes – zählen zu den schädlichen Bakteren. Sie können sogar manche Ballaststoffe wie Hemizellulose im Dickdarm aufspalten, wobei Essigsäure und Propionsäure entsteht. Diese beiden Säuren werden im Dickdarm noch aufgenommen, gelangen in die Leber und werden zu FETT umgewandelt. Das begründet, warum die fetten Personen sogar noch Ballaststoffe verwerten und zu Fett umwandeln können.

        Die Clostridien gehören auch zu den Firmicutes. Sie verursachen Durchfall und Flatulenz, kommen häufig bei Personen mit Reizdarm-Syndrom vor.

        http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=52187

        Wenn du von allen diesen Informationen bisher nichts gehört hast – bist du wahrscheinlich sehr gesund und kannst diesen Kommentar vergessen 😉 (ignorieren).

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      2. pufaxx

        Es ist schon Einiges genetisch bedingt. Ob es nun die Fähigkeit ist, Alkohol abzubauen (Menschen aus dem asiatischen Raum haben damit Schwierigkeiten), ob man ohne üble Darmverstimmung Milchprodukte verträgt – Klaro. Dass manche Ethnien zu Fettleibigkeit neigen, glaube ich auch sofort. Vermutlich haben (nach unseren Maßstäben) übergewichtige Inuit oder Maori weniger gesundheitliche Probleme als ein Westeuropäer mit gleichem Gewicht. Aber ausgerechnet letztere ruhen sich ja gerne darauf aus, dass man ja angeblich nichts dagegen tun kann. Kaufen jedoch fleißig die Produkte, die ihnen von „Hungerhaken“ angeboten werden, schimpfen auf das System, das die selbst befeuern – und letztlich sind (wie immer) die Männer schuld.

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  29. pufaxx

    „Wir fordern daher die Verabschiedung eines “Photoshop-Gesetzes” nach dem Vorbild Israels, dass die Darstellung untergewichtiger Modells verbietet und eine Kennzeichnung stark bearbeiteter Fotos vorschreibt.“

    Der Grad der Dummheit, der Wählern oder Unterzeichnern dieses Beschlusses unterstellt wird, ist gerade zu dreist. Und gerade bei übergewichtigen Models wird ordentlich geshopped. Weil man bei denen besonders viel zu tun hat.

    Wollen wir weitermachen? Ja?

    Dann geht konsequenterweise mal schön gegen McDonald’s oder Burger King juristisch vor. Was man da serviert bekommt, entspricht auch nur rudimentär den gezeigten Bildern. Die hübschen Eiswaffeln vom Langnese-Plakat sind ebenfalls ne deutliche Ecke hübscher als das, was man letztendlich auswickelt. Bei Fertig-Gerichten steht ja immerhin noch (meistens) „Serviervorschlag“ drunter.

    Aber watt sag ich – Verklagt sie doch alle! Werbung gehört sowieso verboten.

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  30. ….kriege mich gerade nicht mehr ein wegen aktuten Lachflashs. Ich habe jetzt erst den Link „Beschlüsse“ von EMN geklickt und landetete auf der SPD-Seite. Dort ist genau vor dem lustigen Dicken-Bashing-Antrag dieser hier zu finden:

    „Beschluss Nr. 24: Rollenbilder in Medien – Frauen und Mädchen sind mehr als Germany’s Next Topmodel oder Prämien für den Bachelor“

    BUAAHAHAHAHAHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das ist Realsatire!!!! SPD goes RTL2. Da wird die Linke mit der SPD bald „Frauentausch“ machen, Ich sag’s Euch!

    Und: wieder die armen Männer vergessen, die der garstigen Bacholorette in den Rachen geworfen werden und sich für die Gute prostituieren. Also als Mann würde ich mir ja von der SPD fast noch mehr verarscht fühlen wegen kompletter Ingnoranz.

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  31. Pingback: Adipositivity & Fa(c)tacceptance | Fettlogik überwinden.

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