Unsinn.

… ich bin ja dankbar für die Korrekturen durch das Lektorat aber Unsinn bleibt Unsinn^^

trennkost

36 Gedanken zu “Unsinn.

    1. pufaxx

      Im Grunde genommen das Übliche: Irgendwer befolgt rgendein „Konzept“ … „Gurken-Diät“, „Eier-Diät“, „Sauerkraut-Diät“, „Basische Diät“, „Trallala Diät“, „Trennkost“ – Hach, es funktioniert ja!

      Was daran letztendlich funktioniert hat: Das Kaloriendefizit. Der Unterschied ist aber nur bemerkbar, weil man vorher eben nicht so genau darauf geachtet hat.

      Wahrscheinlich sitze ich mit meiner derzeitigen Ernährung einem ähnlichen Irrtum auf. Ich stopfe mich munter voll, nehme trotzdem ab – aber bestimmt nicht nur, weil ich Kohlenhydrate reduziere, sondern weil ich mir (von Zucker und Öl mal abgesehen) allgemein kaum noch Zeug kaufe, das mehr als 200 kcal auf 100 g „Material“ hat.

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    1. Michael Mendelsohn

      Ich seh da keine Sinnänderung, „Unsinn wie Trennkost“ ist in „Trennkost (deren Sinn ich persönlich nicht einsehe)“ vollständig enthalten. Mir gefällt die kürzere Formulierung allerdings auch besser.

      Wo siehst du die Sinnänderung?

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      1. pufaxx

        … ich sehe da einen Unterschied zwischen „ich persönlich nicht einsehen“ und „x Studien durchgewälzt und allen bekannten Anekdoten zum Trotz keine Wirksamkeit entdeckt“.

        Würde ich ein Buch schreiben und mir jemand „Homöopathie/Astrologie/Schüssler-Quatsch ist Unsinn“ zu „Homöopathie/Astrologie/Schüssler-Quatsch ist meiner Meinung nach Unsinn“ umkorrigieren, wäre ich auch nicht sonderlich begeistert.

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      2. Michael Mendelsohn

        Original: (Ich sage:) Trennkost ist Unsinn. (Wir wissen aber alle, dass viele Leute drauf schwören und das nicht für Unsinn halten.)

        Korrektur: Ich sage, Trennkost ist Unsinn. Wir wissen aber alle, dass viele Leute drauf schwören und das nicht für Unsinn halten.

        Die Korrektur macht explizit, was in der kurzen Formulierung implizit sowieso schon drin steckt. Deswegen ist die kurze Formulierung inhaltsgleich und besser.

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      3. Lomi

        „Die Korrektur macht explizit, was in der kurzen Formulierung implizit sowieso schon drin steckt. Deswegen ist die kurze Formulierung inhaltsgleich und besser.“

        Sehe ich nicht so.
        Im Original wird gesagt: „Es ist eine Tatsache, dass Trennkost Unsinn ist“.
        In der Korrektur heißt es: „Es ist meine Meinung, dass Trennkost Unsinn ist.“

        Das ist komplett sinnentstellend, wenn man mal die Kommentare von EMN hier berücksichtigt. Dort sagt sie, dass Trennkost ganz objektiv wirkungslos ist. Folglich ist es unstreitig Unsinn. Diese Tatsache gilt ganz unabhängig davon, was man subjektiv meint.

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      4. Michael Mendelsohn

        Alles, was ich sage, ist meine Meinung. Wenn ich sage, “Es ist eine Tatsache, dass Trennkost Unsinn ist”, dann ist es meine Meinung, dass es eine Tatsache ist, dass Trennkost Unsinn ist.

        Wenn du jetzt noch bedenkst, dass „es ist eine Tatsache“ ein inhaltsleerer Ausdruck ist, dann siehst du die Äquivalenz.

        Anders wäre es, wenn die Aussage tatsächlich subjektiv formuliert wäre, etwa „mir persönlich bringt Trennkost nichts“. Diese Formulierung wäre wirklich sinnentstellend.

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      5. @Michael Mendelsohn
        Wenn ich also sage, dass die Erde eine Kugel ist, die einer Umlaufbahn um die Sonne folgt ist das eine Meinung? Ok, könnte ja sein, dass sich die Menschheit in der Sache irrt und die Erde eine Scheibe ist. 😉

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      6. Michael Mendelsohn

        Obwohl deine Meinung auf breiten gesellschaftlichen Konsens stößt, ist die Erde ist keine Kugel im mathematischen Sinne. Die Annahme, die Erde sei eine Scheibe, steht im Widerspruch zu seit tausenden von Jahren bekannten Beobachtungen. Vielleicht überzeugt es dich, dass Meinungen auch als Fakten angesehen werden können, wenn du den Begriff „Lehrmeinung“ nachschlägst.

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  1. Claudia

    „Unsinn wie Trennkost“ klingt schon sehr absolut. „… deren Sinn ich persönlich nicht einsehe“ ist etwas verbindlicher, finde ich. Bleibt natürlich die Frage, wie stark du die Trennkost als Fettlogik darstellen willst.

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    1. Ist die Frage nicht eher, inwiefern sie Trennkost als Unsinn darstellen will? Was dann natürlich die Frage bedingt, ob Trennkost Unsinn ist. Und _da_ scheiden sich die Geister von Autor und Lektor…

      Und „ich finde“ ist nicht „verbindlicher“, sondern „subjektiver“.

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  2. Ehem… „Sinn einsehen“..? Was ist denn das für ne Formulierung von einem Lektor? Sinn kann sich „erschließen“ (oder nicht), und meinetwegen noch „ergeben“ (was hier nicht ganz genau passt). Aber Sinn einsehen ist schon arg umgangssprachlich und von nem Verlagslektor eher schwach.

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      1. pufaxx

        @susepedia: SEHR gut, dass Du noch mal auf die Formulierung „einsehen“ hingewiesen hast. „Sehe ich nicht ein“ hat halt den Touch von „ich weiß, dass es richtig ist, aber – scheißdrauf – ich glaube es trotzdem nicht“. Quasi „Willentliches Ignorieren unwiderlegbarer Fakten“.

        Mit Trennkost ist es wie mit den ALLEN Diäten: Funktioniert.

        Aber nicht, weil man vorwiegend Gurken, Eier, Sauerkraut, Kartoffeln oder XY morgens und YZ abends isst – sondern weil man – im Gegensatz zu sonst – ein Kaloriendefizit erreicht. Das ist keine Einsicht, das ist ein Fazit.

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  3. Kuttel Daddeldu

    „Sinn einsehen“ ist keine Formulierung (wie schon gesagt).
    „Allerdings“ ist in diesem Kontext inhaltlich falsch, da „allerdings“ nicht verstärkt, sondern verneint.

    „EMN empfiehlt allen Trennkost, deren Sinn sich Kerl allerdings nicht erschließt.“ 😉

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  4. Kuttel Daddeldu

    Und die Trennkost gehört dann nicht nur „theoretisch“ dazu, sondern sogar praktisch. Ein rundum verunglückter Satz. 😉

    „Dazu gehört dann auch so ein Unsinn wie Trennkost, die tatsächlich nur durch die damit verbundene Kalorienreduktion wirkt.“

    Und Lolli hat Recht: um das inhaltlich durchzusetzen, wirst Du wohl den Lektor oder die Lektorin niederschlagen müssen. Los, schmeiß die 300 Seiten kurz hier rein, wir lösen das im sozalistischen Kollektiv-Lektorat. ^^

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    1. Kuttel Daddeldu

      Ok, mit dem „dann“ war mir noch ein Füllwort reingerutscht. Geht kürzer:

      „Dazu gehört auch so ein Unsinn wie Trennkost, die tatsächlich nur durch die damit verbundene Kalorienreduktion wirkt.“

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    1. Ich glaube nicht, dass der Lektor das getan hat, weil er trennkost toll findet, es wurde wahrscheinlich nur ein Weg gesucht, die Formulierung zu „entschärfen“, wo dann Nadjas sehr wohl so selbstbewusst gemeinte Behauptung auf der Strecke geblieben ist. Aber ich verstehe das Buch auch so, dass es sich nicht in Einschränkungen ergehen will, sondern zu seinen aussagen steht und Qualifikationen nur dann eingebracht werden, wo es die wissenschaftliche Beweislage erfordert. Und da Fettlogik überwinden für mich aus diesem Klartextethos erst seine Kraft gewinnt finde ich ein Streichen des „Unsinns“ auch unangebracht.

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      1. Luc

        Naja, wenn es nur darum geht, die Formulierung zu entschärfen, kann man auch „Theoretisch würde hierzu auch die – unwirksame – Trennkost gehören“ redigieren, oder dass an den „Unsinn“ unbedingt eine erklärende oder verweisende Fußnote hinsollte. Es gibt zahlreiche gute Möglichkeiten. Das „ich persönlich“ in Klammern ist völlig deplaziert.

        Aber ich gebe zu meine obige Interpretation ist nicht zwingend. 🙂

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      1. Frank

        Sehr gut. Dann würde ich in diesem Fall auch darauf bestehen, dass es genau so geschrieben wird. Diese kleine „Rants“ sind genau das Salz in der Buchstabensuppe, die dich so lesenswert machen (meine Meinung). Du trägst interessante Fakten zusammen und „verpackst“ sie so, dass der Unterhaltungswert nicht zu kurz kommt. Einige fordern hier ja mehr oder weniger, dass du Rücksicht nehmen solltest, aber ich würde darauf pfeifen 🙂 Es ist dein Stil und ich finde ihn sehr gut. Freue mich schon auf das „richtige“ Buch.

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  5. Zirri

    Ich finde die Korrektur besser. Für mich bleibt der Sinn erhalten und man tritt Lesern, die Trennkost vielleicht selbst mal für gut hielten, weniger auf die Füße. Es ist meiner Ansicht nach eine Frage der Objektivität und des Tonfalls: Auf mich wirkt ein Buch seriöser, wenn es Dinge nicht als „Unsinn“ bezeichnet (egal wie berechtigt es sein mag). Man könnte auch so etwas schreiben wie „Trennkost …, die allerdings erwiesenermaßen keine Vorteile aufweist“. Auf jeden Fall wirkt es auf mich deutlich angenehmer und vertrauenserweckender, wenn ein Buch sich zwischen klar gekennzeichneter Meinung (z. B. „deren Sinn sich mir allerdings nicht erschließt“) und mit Quellen belegten Fakten (z. B. „die keine ernährungsphysiologischen Vorteile aufweist, weil…“) entscheidet, anstelle eine Meinung („das ist Unsinn!“) als Fakt darzustellen. Das heißt ja nicht, dass die Meinung nicht auf Tatsachen beruht, aber als Leser denke ich trotzdem „Unsinn… ok, und warum?“ und ärgere mich darüber, dass keine Erklärung folgt.

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    1. Die Erklärung wurde ja zuvor auf 300 Seiten ausführlichst gegeben. Da fände ich es eher lächerlich, im Nachhinein plötzlich „zurückzurudern“ und zu sagen „Ja, aber is natürlich nur meine Meinung….“

      Dass Trennkost nicht wirkt war übrigens Prüfungsfrage, bzw. korrekte Antwort im Ernährungswissenschaftlichen Abi 2001. Das ist also nicht sowas, wo man noch sagen könnte „Jaaaaa, das ist halt umstritten“

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      1. Luc

        Naja gut, das ist jetzt aber auch etwas schwach. Dass Antworten, die in Abiturprüfungen als richtig gelten, immer auch richtig sind, ist wohl eine gewagte These 😀

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      2. Es ist hat absoluter Konsens in den Ernährungswissenschaften und geht auch aus dem was ich in Fettlogik schreibe klar hervor. Da ist schlichtweg nichts irgendwie strittig oder so dass man noch argumentieren könnte im Sinne „Die Fachwelt streitet noch, also besser mal Ball flach halten“^^

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      3. Michael Mendelsohn

        So steht es auch in Elmadfa/Leitzmann: „Ernährung des Menschen“, 5. Auflage, Stand 2014, S.750: „ursprüngliche Begründung für Trennung wissenschaftlich nicht haltbar“. Immerhin wird man nicht krank davon. 😉

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      4. Lomi

        @EMN

        Die Korrektur des Lektorats ist übervorsichtig

        „Es ist hat absoluter Konsens in den Ernährungswissenschaften und geht auch aus dem was ich in Fettlogik schreibe klar hervor. Da ist schlichtweg nichts irgendwie strittig oder so dass man noch argumentieren könnte im Sinne “Die Fachwelt streitet noch, also besser mal Ball flach halten”^^“

        Wenn dem so ist, mache einen Verweis auf entsprechende Quellen und bleibe bei der objektiv formulierten Behauptung, das Trennkost Unsinn ist.

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      5. @Lomi
        Wenn das Thema vorher 300 Seiten lang behandelt wurde sind dort vermutlich entsprechende Quellen vermerkt. Sich wiederholende Aussagen werden in der Regel nicht mehr belegt. Warum auch?

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  6. Nick

    Ich kenne zwar den Kontext nicht, aber ich verstehe die ursprüngliche Aussage so, dass zwar das Trennen von Makronährstoffen durchaus Sinn machen könnte, dass aber die Haysche Trennkost als Gesamtkonzept eben kompletter Unsinn ist.

    Die geänderte Version erhöht auch für mich den Hayschen Trennkost-Unsinn zu etwas, über dass man noch sinnvoll streiten könnte.

    Allerdings gibt es, das habe ich in vielen Diskussionen gemerkt, eine große Unklarheit über den Begriff. Viele nennen es „Trennkost“, wenn sie Fette von Kohlenhydraten trennen – ohne den Hay überhaupt zu kennen. „Trennkost“ für sich sagt ja erstmal nur, dass man Lebensmittel getrennt zu sich nimmt.

    Ich würde allenfalls das „Unsinn“ etwas entschärfen, wobei ich aber darauf bestehen würde dass niemand das heute noch ernsthaft diskutiert.

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  7. Nic

    Lustig, aber genau über den Satz bin ich beim Lesen gestolpert. Ich hab keine Erfahrung mit Trennkost, fand es nur interessant, dass das ohne Erklärung einfach so da stand. Konsequent. Find ich gut!

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