Intuitiv essen.

Die NY Times berichtet über eine Studie, die Kalorienzählen und „intuitives Essen“ miteinander verglich.

„Intuitiv Essen“ ist hierbei der Ansatz von intuitiveeating.org, die verschiedene Regeln wie „Ehre deinen Hunger“, „Respektiere deine Sattheit“, „Schließe Frieden mit Essen“ vorgibt.

Ich fand und finde intuitives Essen an sich erstrebenswert und hoffe, irgendwann an den Punkt zu kommen, wo sich die neuen Gewohnheiten so eingeschliffen haben, dass es intuitiv funktioniert, ohne bewusstes Darauf-achten, bzw. Kalorienzählen.

Eine neue Studie, die Kalorienzählen und intuitiv Essen miteinander verglich, liefert allerdings Hinweise darauf, dass das nicht optimal funktioniert. Im Vergleich nahmen die intuitiv Esser in den ersten Wochen schneller ab als die Kalorienzähler, die ein 500 kcal Defizit pro Tag aßen. Während dann allerdings die Kalorienzähler kontinuierlich weiter abnahmen, auch nach dem Studienzeitraum von 6 Wochen, fielen die intuitiv-Esser offenbar in alte Gewohnheiten zurück und nahmen im Schnitt wieder zu.

Ich finde das nicht überraschend, denn wie ich auch in Fettlogik schrieb, halte ich es für unrealistisch, jahrelange Gewohnheiten und biologische Prägungen (vor allem bei Menschen mit genetisch bedingt höherem Appetit) zu „intuitiv richtig“ ändern zu wollen, ohne dass Körper und Gewohnheiten sich umstellen konnten. Ich hatte es in Fettlogik mit Alkohol verglichen, denn auch ein Alkoholiker bekommt nach einer gewissen Zeit des regelmäßigen Konsums von seinem Körper Signale, dass er Alkohol will. „Intuitiv“ würde der Alkoholiker also, wenn er auf seinen Körper hören würde, den gewohnten Pegel erreichen wollen um die Entzugssymptome zu dämpfen.

Auch bei Übergewicht ließen sich Änderungen feststellen, etwa in der Darmflora und den Gehirnstrukturen. „Intuitiv Essen“ funktioniert also ironischerweise nur zu Beginn, wenn die Teilnehmer es ganz bewusst tun. Sobald es tatsächlich intuitiv wird, wird es eben wieder intuitiv zu viel.

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass nach Monaten oder Jahren (je nach individueller Voraussetzung) des bewussten Essens Körper und Gewohnheiten sich so anpassen, dass Intuition tatsächlich funktioniert.

56 Gedanken zu “Intuitiv essen.

  1. „Ich kann mir allerdings vorstellen, dass nach Monaten oder Jahren (je nach individueller Voraussetzung) des bewussten Essens Körper und Gewohnheiten sich so anpassen, dass Intuition tatsächlich funktioniert.“
    Wollen wir hoffen, dass du Recht behältst… Schluchz^^

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  2. Nadja Z.

    Das fängt ja schon im Säuglingsalter an, dass einem dieses Intuitive aberzogen wird. Jeder Ratgeber sagt, Kinder sollen ab 6 Monaten Brei bekommen. Nun ist es so, dass viele in diesem Alter einfach noch nicht so weit sind und die Eltern massenhaft verzweifeln weil das Kind doch schließlich Beikost bekommen MUSS. Es gibt Tabellen mit Vorgaben, wieviel ein Kind pro Tag an Fläschennahrung zu sich nehmen sollte (wie misst man das denn wenn man stillt?) und auch hier ist wieder die Verzweiflung groß wenn das kind mehr/weniger trinkt.
    Ich konnte schon soooooo oft beobachten wie in die Ernährungsweise von Kindern eingegriffen wird:“Erst den Teller leer essen, dann gibts auch Nachtisch“, „So nun hast du aber genug gegessen“, „Jetzt gibt es keinen Fruchtzwerg, in einer Stunde gibts Mittag“, „Abends trinken wir keinen Kakao, nur zum Frühstück“ „Thorben-Benedikt, noch einmal schaukeln, dann kommst du mal zu mir, es gibt Apfelschnitze“ usw
    Mich wundert es wirklich nicht, dass einem somit jegliches intuitives Gefühl für die eigene Ernährung verloren geht, wenn man immer gesagt bekommt, wann man was und wieviel zu essen hat.

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    1. Mona

      “Jetzt gibt es keinen Fruchtzwerg, in einer Stunde gibts Mittag”
      “Abends trinken wir keinen Kakao, nur zum Frühstück”

      Die beiden finde ich nicht schlimm. Nur weil das Kind etwas will, heißt es doch nicht, dass der Erwachsene springen muss. Der Erwachsene begründet das doch meistens ziemlichverständlich. Ist doch ein guter Grund keinen Fruchtzwerg zu essen, weil gerade das MIttagessen vorberietet wird. Und wenn die Eltern keine Nerv haben abends Kakao zu kochen, sondern Tee oder sowas dem Kind anbieten, dann ist das doch auch ok. Ich hab keine Kinder, vielleicht ändert dich meine Sicht noch. Aber wenn ich mir vorstelle, dass meine Eltern mit morgens, mittags, abends immer Kakao gegeben hätten, nur weil ich so Hunger drauf hatte, wär ich bestimmt jetzt adipös. Oder wenn ich jedes Mal einen Fruchtzwerg bekommen hätte, weil ich nicht geduldig auf das Mittagessen warten kann, ist auch nicht toll.

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      1. tentor

        Eine Bekannte hat erzählt dass sie ihrem Kind jetzt „im 4. Monat“ (dh, 93 Tage alt) Brei gibt. Warum? Weil es „Brei ab dem 4. Monat“ im Laden gibt. Also soll das Kind das wohl essen.

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      2. Mona

        Ich kenn einen Vater der jetzt schon plant in einem Monat, genau wenn das Kind 4 Monate alt ist, ihm Brei zu geben. Ich vermute, dass es dort darum geht, dass der Vater neidisch ist, weil zur Zeit nur die Mutter stillen kann und er sein Kind nicht füttern kann. Wobei ich nicht weiß, ob sie Abpumpen versucht haben, sodass er doch mal ab und zu füttern kann, das wäre ja vielleicht auch ein guter Kompromiss für den Vater. Vielleicht hat es ja irgendeinen anderen Sinn auf den ich selbst nicht komme. Ich finde das alles sehr interessant. Das Kind kann mit 4 Monaten ja nicht intuitiv sagen: So, ab jetzt hab ich Hunger auf Brei.

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      3. Sagen nicht, aber man merkt schon, wenn das Kind das Essen ganz interessiert beobachtet, den Eltern jeden Bissen vom Löffel guckt und zum Teller greift.
        Meine Tochter hat jetzt mit 4,5 Monaten mal Gemüse probiert und fand es großartig.

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    2. Ganz krass: Ich habe vor kurzem erfahren, dass man Säuglinge wohl inzwischen nachts weckt, wenn es laut Uhr Zeit zum Stillen/für das nächste Fläschchen ist. Das fand ich unfassbar. Klar müssen Babys irgendwann einen Tag-Nacht-Rhythmus lernen, aber inwiefern soll sowas helfen? Zumal das NICHT als Grund angegeben wurde, sondern tatsächlich das Essen selbst. Die Babys (und zwar ALLE. nicht nur solche, die wirklich Gewicht zulegen müssen, weil sie zu früh dran waren oder aus anderen Gründen) könnten ja sonst vom Fleisch fallen… sowas finde ich wirklich furchterregend!

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      1. Nadja Z.

        Das stimmt. Als ich mein erstes Kind bekam wurde mir auch sehr überzeugend mitgeteilt, ich müsse alle vier Stunden stillen. Also hab ich mir nachts den Wecker gestellt, was natürlich auch zu einem katastrophalen Tag-Nacht-Rhytmhus führte. Beim zweiten Kind hatte ich mittlerweile vieles hinterfragt und viele Vorgaben bewusst ignoriert. Und siehe da, das Kind ist nicht verhungert und die Nächte sind deutlich entspannter. Beide sind übrigens auch ohne Brei groß geworden. Sie wollten nicht und wir sind da zum Glück entspannt geblieben. Was Säuglings-und Kinderernährung betrifft gilt es, unheimlich viele Vorgaben einzuhalten, ohne dabei auf Signale und Bedürfnisse des Kindes zu achten.

        Es ist ja auch oft so, dass Kinder, die in ihrer Ernährung sehr kontrolliert werden und z.bsp nur sehr selten Süßes dürfen, dann umso maßloser werden, sobald sich mal ne Gelegenheit bietet (Z.Bsp auf einem Kindergeburtstag). Das ist dann wohl der Reiz des Verbotenen.

        Ich esse auch mal gern zum Frühstück ein Eis oder nasche direkt vorm Essen, einfach nur mit dem Gefühl „Weil ich es kann“. Vermutlich so aus Trotz weil es mir als Kind nicht erlaubt war. Keine Ahnung. Aber ich denke, die frühkindliche Prägung hat viel mit dem Verlorengehen des intuitiven Essens zu tun.

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      2. Mona

        Ich dachte, die Babys wachen von selbst auf und haben Hunger, weil ihr vorherige Mahlzeit nicht mehr ausreicht. Ich kann mir keine Eltern vorstellen, die wirklich ein gesundes Baby aufwecken und wollen, dass es isst. Bei Babys mit Krankheiten muss man bestimmt ab und zu wecken, um sie zu füttern, weil sie vielleicht sonst zu kraftlos werden.

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      3. „Es ist ja auch oft so, dass Kinder, die in ihrer Ernährung sehr kontrolliert werden und z.bsp nur sehr selten Süßes dürfen, dann umso maßloser werden, sobald sich mal ne Gelegenheit bietet (Z.Bsp auf einem Kindergeburtstag). Das ist dann wohl der Reiz des Verbotenen. “

        Das hatten wir auch vor Augen, als wir uns bei unserem Ältesten überlegt haben, daß er im Prinzip essen kann was er will. Tja, große Überraschung: das war überproportional Süßes und/oder Fettes. Kinder wissen eben intuitiv, daß sowas lecker ist. Inzwischen sind wir wieder zur Rationierung zurück.

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    3. ..also diese Stillvorgaben, alle 4 Stunden „zur Brust geassen zu werden “ oder Fläschen zu geben erinnern mich an die 70iger. Meine Kinder sind 2005 und die Zwillinge 2008 geboren. Da war intuitives Stillen angesagt und das ist meines Erachtens unter guten Stillberatern und Hebammen immer noch en vogue. Alles andere ist ja auch Käse und unnötiger Stress, gerade beim Stillen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand freiwillig ein friedlich schlummerndes Baby nachts weckt, wenn er selber auf dem Zahnfleisch kriecht. Und intuitiv heisst hier auch, dass es Phasen gibt, wo die kleinen Mäuse im 1-2 Stunden Takt nach der Milchbar verlangen, um die mütterliche Produktion hochzuschrauben (Angebot wird dann der wachsenden Nachfrage angepasst). Da muss man schlichtweg häufiger anlegen und nach ein paar Tagen ist die Milchmenge hochgepusht und Babies bekommen dann pro Mahlzeit im normalen Stillrhytmus mehr Milch „heraus“.

      Das „Essen vor dem Essen“ ist bei uns übrigens auch ein absolutes Nervthema. Da steht das Essen quasi in 15 Minuten auf dem Tisch (Nudeln müssen nunmal gekocht werden, Kartoffeln – Überraschung! – übrigens auch) und die Zwerge fragen im Zustand der angeblichen Hungersnot gleich nach ESSEEEEEEEEN oder NAAASCHIIIIIS! Das finde ich dann schlichtweg ätzend, wenn ich am Herd rotiere und dann noch mal schnell eine „Vorspeise“ erlauben soll nur um zu sehen, dass dann das liebe gute Essen halb oder gar nicht mehr gegessen wird, weil dann der Hunger weg ist. Da fühlt man sich dann in der Kochehre doch etwas beleidigt (Mimimimiiiiiiiiiiiiii!).

      Was ist allerdings bis heute auch schon bei meinen Eltern grandios fand: ich musste nie aufessen und nie Sachen essen, die ich verabscheue und meine Portionen selber bestimmen! Das dürften unsere Kids auch. Ich bin auch am Wochende auch sehr großzügig mit den Frühstückszeiten, da hier nichts extra aufgewärmt werden muss. Nur bei frisch gekochtem nervt mich das Thema Zeiten wirklich (bin ja kein Systemgastronom!). Mein Mann litt allerdings mehr als Kind zu Hause (Portion wurde ihm diktiert, er MUSSTE IMMER aufessen, sonst gab es auch mal Prügel…..). Lustig nur: als ich von zu Hause auszog war es vorbei mit dem Unter-/Idealgewicht (das schwankte dann eher zwischen Normal- und auch adipösen Phasen), mein Mann hingegen ist immer noch im Idealgewichtsbereich. Allerdings verabscheut er feste Uhrzeiten für eine Mahlzeit und isst auch mal den ganzen Tags nichts. Klingt irgendwie intuitiver bei ihm als bei mir und das bei so unterschiedlichen Kindheiten. Also: offensichtlich gibt es wohl allerhand Theorien und Praxiserfahren dazu.

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  3. Mona

    Wenn man Regeln braucht von der intuitiveeating.org, dann ist es doch nicht intuitiv, oder? Man ist dann doch beim Vorausplanen von Essen nur besser geworden durch die Zeit, in der man sich alles notiert hab und auf die Kalorien geachtet hat. Beim intuitiven Essen überlegt man sich auch immer, ist es jetzt gut für mich zu essen? Wie viel hab ich heute schon gegessen? Wie viel hab ich diese Woche gegessen? Wie viel hab ich mich bewegt? Ist das vielleicht nicht so gesund oder zu viel? Fehlen mir vielleicht Proteine? Das ist doch das gleiche, wie Wiegen und Zählen, nur dass man die Zahlen nicht hat und alles abschätzt ohne es aufzuschreiben. Nennt man das Intuition?

    Für mich ist das eher wie Rechnen lernen. Zuerst muss man sich für 2+3=5 2 Dinge vorstellen (oder 2 Finger nehmen) und dann noch 3 Dinge und die dann zusammen abzählen. Im der ersten Klasse haben die das ja immer aufgemalt als Äpfel oder soetwas. Dann macht man das nur mit Zahlen, muss sich aber konzentrieren, weil man das nich nicht so drauf hat. Dann nachdem man das gut genug geübt hat, weil man irgendwann auswendig 2+3=5 ohne es aufschreiben zu müssen oder darüber wirklich viel nachdenken zu müssen. Heißt das, dass ich intuitiv Rechnen kann?

    Ich hab schonmal 2 Jahre mein Wunsch-Gewicht gehalten, aber sobald sich äußere Umstände ändern, ändert sich mein Verhalten und ich nehme langsam zu und das ganz intuitiv, obwohl ich mir weiterhin immer bewusst bin, dass ich nur so viel essen will, wie mein Körper braucht. Ich glaube, ich werde diesmal entweder jedes Jahr für mehrere Monate mein Essen wiegen und notieren oder einfach ab jetzt für mehr als 2 Jahre alles notieren. Ich finde es nicht schlimm, eigentlich ist es mein Hobby immer zu schauen, wie die Protein/Fett/Kohlenhydrate-Zusammensetzung meines Essens ist. Habe jetzt so ein Fitbit Charge HR und schau wie viel ich mich bewege und wie viele Kalorien ich verbrenne. Mir macht das Spaß.

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  4. yannaba

    Ja, ich habe auch jahrelang geglaubt, die Paul McKenna Methode – die ja intuitives Essen zum Ziel hat – sei eigentlich das optimale. Aber da war es genau so, halte Dich akribisch an die Regeln (nur essen wenn man Hunger hat, nur essen was man wirklich mag, jeden Bissen genießen, aufhören wenn man satt ist) und führe Tagebuch und es klappt anfangs halbwegs (mehr als 1-2 Kilo im Monat waren da aber nicht drin). Nach ein paar Monaten (angeblich soll man nach 3 Monaten das Ganze verinnerlicht haben) habe ich dann immer wieder angefangen zu schludern und wieder zugenommen.
    Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es nach ein paar Jahren gehaltenem Gewicht vielleicht tatsächlich klappt.
    Und zu den Kindern: ja, da wird intuitives Essen gezielt aberzogen. Wie ich mich schon von Erzieherinnen, Lehrer/innen und Eltern anderer Kinder kritisieren lassen musste, weil ich meinen Sohn nicht zwinge, bestimmte Dinge zu essen und ihm sogar Nutella (!!!!) aufs Brot schmiere – also ich finde das absolut übergriffig. Und es geht mir wirklich nicht in den Kopf, wieso ein Nutellabrot schlimmer sein soll als ein dick mit Butter und Mortadella belegtes Brot….

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  5. Ich hab mal gelesen, dass es genauso lange dauert Gewohnheiten auszuschleichen, wie sie sich eingeschlichen haben. Unabhängig vom Essen. Ich könnte mir also vorstellen, habe ich 20 Jahre intuitiv zuviel gegessen muss ich 20 Jahre kontrolliert essen, bevor ich wieder intuitiv handeln kann. Darauf hab ich mich innerlich jedenfalls schon eingestellt.

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  6. bohnemone

    Ich kann bestätigen, dass man in alte Gewohnheiten zurückfällt. Bei mir: Zum Glück. Da ich als Jugendliche magersüchtig war, es aber geschafft habe, mir über Jahre wieder eine gesunde Ernährungsweise anzutrainieren, konnte ich mein leichtes Übergewicht nach Schwangerschaft und Stillzeit schnell reduzieren und auch unkompliziert halten. Ich bin einfach wieder zu meinen „alten“ Gewohnheiten vor der Schwangerschaft – nicht zu denen aus meiner Jugend! – zurückgekehrt.

    Ich weiß, dass ich es einfacher hatte als viele hier. Respekt an alle, die hier so erfolgreich gegen ihre Gewohnheiten angehen!

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  7. Ich habe im Moment gar keine große Sehnsucht, das Kalorienzählen loszuwerden… mag sein, dass das noch kommt, aber gerade jetzt bin ich einfach froh, dass ich einen Weg gefunden habe, das objektiv unter Kontrolle zu halten. Ich war so lange adipös und habe so sehr darunter gelitten, dass mir die Aussicht, es nicht mehr zu sein (und den Erfolg dank des Zählens hoffentlich auch halten zu können), jedes Kalorienzählen und Aufschreiben wert ist… auch dann, wenn ich das für den Rest meines Lebens machen muss. Immer noch tausendmal besser, als für den Rest meines Lebens einen BMI von 42 zu haben.

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  8. Fee Rena

    Ich durfte mir von einer jungen Dame, die selber 5 Kilo abnehmen möchte um ihr Idealgewicht zu erreichen, anhören, ich solle doch einfach nur essen wenn ich Hunger habe und sofort aufhören sobald ich satt bin. Das wäre doch viel einfacher als Kalorien zu zählen!
    Wenn ich das nur früher gewusst hätte 😉

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  9. Wenn ich „intuitiv“ esse, dann esse ich zu wenig. Seit einiger Zeit tracke ich jedoch meine Ernährung und habe dabei festgestellt, dass ich an vielen Tagen nur meinen Grundumsatz konsumiere.
    Also esse ich aktuell mehr, damit ich nächstes Jahr die 55 kg wiege. Das ist echt ätzend, denn ich muss Unmengen an Zeugs in mich reinstopfen und schaffe den erhöhten Kalorienbedarf meistens nicht ganz, weil ich sonst einfach kotzen müsste. Aber ich kann ja versuchen, mich Schritt für Schritt zu steigern.

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    1. Mona

      Was meinst du mit „Unmengen an Zeugs“? Meinst du vom Volumen her? Das Volumen kann man doch reduzieren, indem man hochkalorische Lebensmittel wählt, die dadurch insgesamt viel weniger Volumen benötigen, um auf die gleichen Kalorienanzahl zu kommen.

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      1. Natürllich könnte ich auch jeden Tag Sahnetorte essen. Aber das finde ich mit der Zeit eben widerlich und angesichts der Tatsache, dass man damit vor allem Fett zulegen würde (und ein hoher Körperfettanteil macht einen ja auch nur „Skinny Fat“ – was ich nicht möchte). Da ich letzte Woche auch mit Krafttraining begonnen habe, muss ich außerdem auf jeden Fall darauf achten, immer genug Eiweiße meinem ganzen Körper zuzuführen, damit die Muskulatur auch aufgebaut wird. Naja, Mitte nächsten Monats werde ich sowieso mit meinem Arzt nochmal darüber quasseln und meine Blutwerte checken lassen, damit die ganze Aktion auch so gesund wie möglich gelingt. Immerhin bin ich schon 30 und da will ich nicht mehr so viel experimentieren.

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      2. Mona

        Wie wäre es mit normalfetten Käse? Damit kann man viel zubereiten und der hat auch genug Protein.
        Ich selbst würde wohl ein Löffel mehr Öl an meinen Salat tun und die Butter bisschen dicker aus Brot schmieren und alles lecker in Fett anbraten. Ich mag Buttergeschmack total gern. Mayonnaise mag ich auch gern. Von Fett wird man ja nicht automatisch fett. Von Protein kann man auch dicker werden, nur ist es schwerer davon mehr zu sich zu nehmen als man an Kalorien verbrennt über den Tag. Mit Kohlenhydraten und Fett geht es viel einfacher. Normalerweise reicht ja von den ganzen Kalorien so ca. 25% aus Protein zu sich zu nehmen und den Rest aus Kohlenhydraten und Fett. Ich finde Fruchtsäfte, Milch und Limonade super zum zunehmen. Das fühlt sich nicht an, wie essen, finde ich und wenn man bisschen zugenommen hat, kann man sie sein lassen.

        Ich hoffe, das ist in Ordnung, dass ich gefragt hab und jetzt dazu etwas schreibe. Falls es nicht in Ordnung ist, dann tut es mir leid, dass ich so neugierig war, dass ich gefragt hab.

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  10. Nocheiner

    Prinzipiell wäre es doch eigentlich einfach: Wir haben Geschmackssinne, die sich ja nicht einfach so aus Spaß entwickelt haben, sondern unserem Überleben dienen. Wir haben einen Sinn für Sättigung, der uns sagt, so, jetzt hat unser Körper alles, was er braucht. Wir haben Hungergefühle, wenn es Zeit wird, was zu essen, weil die Nährstoffspeicher sich leeren. Wir könnten also von der Anlage her locker intuitiv essen. Wo ist also das Problem?

    Vermutlich auf mehreren Ebenen: Suchtmittel wie Glutamat oder Hefeextrakt, die uns mehr essen lassen als wir brauchen. Künstliche Aromen, die dem Körper Nahrung vorspiegeln, die er dann doch nicht kriegt. Psychologische Geschichten, Essen für’s Belohnungszentrum bei Trauer als Beispiel, Stress im Arbeits- und sonstigen Leben, der uns Fertiggerichte konsumieren lässt, statt selber zu kochen aus frischen Lebensmitteln, und, und, und…

    Aber unser Körper ist doch immer noch geprägt von der Zeit vor 10.000en von Jahren, der weiß nichts von Miete zahlen, Arbeitszeiten etc. Der, wie Du, Erzehlmirnix, irgendwo schon mal beschrieben hast, sehr starke Signale bei Mangelerscheinungen hat, aber praktisch nichts bei Überernährung signalisiert.

    Ich persönlich mag die ayurvedische Küche am Liebsten, die Version, in der auch Fleisch und Fisch vorkommt. Und in dieser Küche habe ich auch bisher die einzigen Male ein gesundes Sättigungsgefühl erlebt: Man ist satt, man hat genug gegessen, aber nicht zuviel, man ist nicht voll, man hat Energie… aber wenn man noch was essen wollte, müsste man es mit viel Gewalt reinzwängen. Schwer zu beschreiben… Aber sehr perfekt! 🙂

    Dennoch: Ich schaffe es seit Jahren nicht, von 20kg Übergewicht loszukommen damit. Weil jahrzehntelange Gewohnheiten eben nur schwer abzulegen sind, weil die Sucht nach dem einen oder anderen Leberkässemmel immer noch größer ist als die Lust auf ein gut gekochtes ayurvedisches Menü, weil ich immer noch manchmal glaube, nicht genug Zeit fürs Kochen zu haben, usw. Von daher hilft mir die Kalorienzählerei, zumindest mal zu erkennen, was ich bisher so „gesündigt“ habe, und das Ernährungstagebuch dazu, die schlimmsten Junk-Entgleisungen auszumerzen. In der Hoffnung, dass ich irgendwann wieder soweit bin, dass ich tatsächlich meiner Intuition sprich Geschmackssinnen und Sättigungsgefühlen wieder trauen kann. Das jedenfalls ist mein Ziel.

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    1. kork

      Die wichtigsten Geschmacksverstærker sind ja aber ganz simpel Fett, Zucker und Salz. Wir fahren drauf ab, Mutter Natur hat´s so eingerichtet. Deshalb: Intuition = alles was energiereich ist.

      Mein Freund isst 100 % intuitiv. Figur und Gesundheit sind ihm egal. Ergebnis: starkes Uebergewicht, erhöhter Blutzucker. Im Gegensatz zu mir, die ich sehr restriktiv esse, kann man ihn unmöglich mit Essen triggern und er schiebt den Teller weg, sowie er satt ist. Ich meine, das belegt noch mal, dass er wirklich intuitiv isst.

      Ich glaube also ganz und gar nicht, dass man sich auf seine Intuition verlassen kann, schon gar nicht, wenn man bereits im Uebergewicht gelandet ist. Wie kam man denn da hin – weil man Kuchen as, obwohl man doch eigentlich viel lieber Gurke wollte? Haben die Fastfoodanbieter einfach nie gepeilt, dass Pellkartofeln womöglich besser ankæmen als Pommes?
      Ich behaupte vielmehr: FAST- und COMFORTFOOD ist vollendetes INTUITIVFOOD.

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  11. Nocheiner

    „FAST- und COMFORTFOOD ist vollendetes INTUITIVFOOD.“

    Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte:

    FAST- und COMFORTFOOD ist vollendetes SUCHTFOOD.

    Denn was passiert, wenn wir uns eine Weile von Gurken oder Kartoffeln oder irgendwas anderes ernähren, was nicht durch einen mehr oder weniger intensiven Herstellungsprozess gegangen ist? Richtig, früher oder später können wir das Zeug nicht mehr sehen!

    Nein, ich glaube auch nicht, dass wir uns intuitiv ernähren können, ohne Probleme zu kriegen. Dazu dürften die meisten Menschen ihr Körpergefühl dafür verloren haben. Aber ein gutes Ziel wäre das schon… und nicht unerreichbar, meine ich.

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    1. kork

      Durch eine befreundete Kindergærnerin und einen Grundschullehrer weiss ich, dass dort gerade die Kinder, die zu Hause „gesund“ ernæhrt werden, durch einen gesegneten Appetit auffallen, sowie es Suesses gibt.

      Ich wurde als Kind ziemlich vorbildlich ernæhrt (auch eingeschrænkt Suessigkeiten) und ich mocht das, meine Schwester hingegen hat u.a. Gemuese nie gemocht und sich stets auf Kindergeburtstagen so vollgefuttert, dass sie brechen musste.

      Beide sind wir jedoch auch als Erwachsene schlank geblieben, denn eine „vernuenftige“ Ernæhrung und tæglich viel Bewegung waren fuer uns selbstverstændlich geworden. Ein ganzer Tag ohne Sport/Bewegung – das kæme uns selbst an den Feiertagen ganz unnormal vor.
      Unsere Eltern waren und sind konsequente Vorbilder, da bin ich wirklich dankbar, wenn ich hier so mitlese!

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  12. Nocheiner

    Ja, ich frage mich dann auch, wie die „gesunde“ Ernährung bei diesen Kindern dann aussieht. Da kann ich nicht mehr mitreden mangels eigener Erahrungshorizonte…

    Und Bewegung gehört dazu, ganz klar! Sind wir doch eigentlich auf tägliche Strecken von 20 km +/- gehen, rennen etc. „ausgelegt“…

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    1. kork

      Aber sag das meinem Partner! (knuspert gerade Schoko) Wæhrend meine Eltern mit 80 Jahren gesund und fit sind, kann seine Mutter (72) kaum spazierengehen… Diabetes & Co. Lebensstile vererben sich – man kann/könnte dem Schicksal aber ausweichen.

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  13. chris

    Intuitiv zu essen ist auch für mich das Endziel. Aber ich kann mir gut vorstellen, ein Leben lang Ernährungstagebuch zu führen. Andere machen das ja auch mit einem normalen Tagebuch. Und sobald es um Makros geht, z.B. für den Muskelaufbau, wird es ohne Aufschreiben eh schwierig.

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  14. FräuleinSophie

    Ich finde die Idee von intuitivem Essen grundsätzlich sehr gut. Ich habe es deshalb auch mal nach den vier goldenen Regeln von McKenna probiert.

    1. Essen Sie, wenn Sie Hunger haben.
    2. Essen Sie nur das, was Sie wollen, und nicht das, was Sie glauben, essen zu müssen.
    3. Essen Sie bewusst, und genießen Sie jeden Bissen.
    4. Hören Sie auf zu essen, wenn Sie das Gefühl haben, satt zu sein.

    Aber zum Abnehmen ist das für mich nicht wirklich sinnvoll, da ich ein Defizit am Ende wohl nur über Bewegung erreicht habe, denn mehr als 5 kg über 4-5 Frühling- und Sommermonate mit fast täglich Radeln und Schwimmen ging da eben nicht runter. Und das beim damaligen Ausgangsgewicht von knapp 120 kg. Das war mir dann doch zu wenig.

    Aber es gibt mir zumindest Hoffnung, dass ich mich über diese vier Regeln irgendwann an dieses intuitive Essen herantasten kann. Denn ich möchte dann doch auch nicht den Rest meines Lebens Kalorien zählen.

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    1. Mona

      Wie ist der 2. Punkt gemeint?
      Ist Heißhunger auch Wollen oder ist das ein Müssen?
      Wenn mein Verstand mir sagt, ich hab die letzten Tage/Wochen zu wenig Eisen und Protein gegessen, mir würde es besser gehen, wenn ich jetzt mehr solche Lebensmittel esse, ist das dann Wollen oder Müssen?

      Bei ist das so, dass Heißhunger sich wie ein Muss anfühlt, ein Zwang. Mein Verstand will, dass ich Dinge esse, weil sie gut für mich/ihn sind. Ich würde dann laut der Regel eher Brokoli als Schokolade essen, obwohl ich gar keine Hunger auf Brokkoli habe, weil ich ein Verlangen nach Schokolade habe.

      Ich glaube, die meisten Leute verstehen Punkt 2 andersrum:
      Sie müssen Brokkoli essen, weil das gesund ist, aber sie wollen (haben Huger darauf) lieber Nudeln essen, also essen sie laut der Regel die Nudeln.

      Wie herum ist diese Regel gemeint?

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      1. FräuleinSophie

        Der Punkt Heißhunger bzw. Gelüste ist im Punkt 1 enthalten. Es geht darum zu lernen herauszufinden, ob man wirklich Hunger hat oder ob es eigentlich eher Durst, Gelüste, Langeweile, Ersatzbefriedigung oder was auch immer ist.

        Punkt 2 ist tatsächlich so gemeint, dass man das essen soll – sofern Punkt 1 gegeben – auf das man Lust hat und nicht das was man meint essen zu müssen. Also nicht das Salätchen anstatt der Pasta, den Light-Käse, der einen vielleicht gar nicht befriedigt anstatt der Vollfettvariante, aber wenn ich Lust auf den Apfel habe, dann eben auch diesen.

        Aber eben nur wenn tatsächlich Hunger und nur so lange bis man satt ist.

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      2. Mona

        Ah ok. Dann hab ich das richtig verstanden. Ich muss warten bis ich echten Hunger habe, dann esse ich worauf ich am meisten Hunger habe (meistens das was mir toll schmeckt) und höre auf, wenn der echte Hunger weg ist. Danach warte ich wieder bis der echte Hunger zurück ist usw.

        Das führt bei mir ziemlich sicher zu Mangelerscheinungen. Da ich mich kenne, würde mein Hunger immer auf etwas Süßes da sein. Dann esse ich halt meine 4 Donuts und einen Teller Omelette oder Bratkartoffeln. Da nehme ich noch sehr gut ab und bin zufrieden, weil ich über mein Essen besonders freue, werde davon aber immer schlapper und kränker, weil mir einige wichtige Stoffe fehlen.

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  15. yannaba

    Es ist wirklich so gemeint, dass Du essen sollst, worauf Du Lust hast. Also ja, Schokolade und Chips auch. Die Theorie ist, dass man, wenn man sich nichts verbietet, irgendwann gar nicht mehr so eine Lust auf das Zeugs hat. Und da man ja nur essen darf, wenn man Hunger hat, also wirklich körperlich, nicht Appettit, isst man davon ja sowieso nicht so viel – weil das ja eher Zwischensnacks sind. Theoretisch.

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    1. Mona

      Ok, das ist ja nichts für mich. Ich hab das mal paar Jahre so gemacht, das hat in Mangelkrankheiten geendet.

      Ich bin so ein Phasen-Esser. Ich würde dann eine Woche nur Radieschen essen, eine Woche nur Wassermelone, eine Woche nur Weihnachtsplätzchen, eine Woche nur Brokkoli, drei Wochen nur Nutella mit warmen Toast usw. Wenn jemand anderes für mich kochen würde, könnte das vielleicht besser funktionieren, weil ich mir dann immer Steak bestellen könnte. 🙂 Beim Bestellen neige ich dazu alles aufzuessen, deswegen ist das für mich auch keine Lösung, weil ich zunehmen würde, außerdem hab ich gar nicht so viel Geld. Hmm, die Lösung ist, reich zu werden und einen eigenen Koch zu haben, der jedes Mal, wenn ich Hunger habe, mir genau das macht, worauf ich Hunger habe.

      Man sagt doch, dass wenn jemand wirklich Hunger hat, dann isst er alles. Regel 1 ist ja bei Hunger essen. Wenn man dann schon Hunger hat, dann isst man sich doch durch alles durch, was gerade schnell greifbar ist. Das kann doch auch nicht so gemeint sein, oder?

      Was mach ich, wenn ich plane morgen einen Eintopf zu kochen, dafür schon eingekauft hab und wenn der fertig ist, merke ich, dass ich Hunger auf Lachs habe? Wenn man nach den Regeln lebt, darf man sich ja nie etwas kochen, was länger als 20 min vorbereitet werden muss und man muss ständig einkaufen gehen, wenn man sehr abwechslungsreichen Hunger hat.

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      1. Michael Mendelsohn

        Eintopf einfrieren, Lachs auftauen? Lachs an den Eintopf tun (ggf. erst im Teller mischen)?

        Meine Hoffnung ist, dass der Körper merkt, was ihm fehlt, und dann auf etwas Appetit generiert, von dem er weiß, dass es die fehlenden Inhalte hat. Das bedeutet natürlich, dass er das erstmal lernen muss, also muss man ihm auch mal ab und zu gesunde Sachen zuführen und verfügbar machen.

        Leider befürchte ich, dass das nur zum Gewicht halten taugt und nicht zum Abnehmen.

        20-30 Minuten sind eine gute Zeit zur Essenszubereitung, mehr Arbeit habe ich an einem Eintopf für 4 Personen auch selten. Ein mariniertes Nackensteak in die Mikrowelle zu schieben dauert sogar nur 3 Minuten.

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      2. Nocheiner

        „Meine Hoffnung ist, dass der Körper merkt, was ihm fehlt, und dann auf etwas Appetit generiert, von dem er weiß, dass es die fehlenden Inhalte hat. Das bedeutet natürlich, dass er das erstmal lernen muss, also muss man ihm auch mal ab und zu gesunde Sachen zuführen und verfügbar machen.“

        Ich glaube, dass es andersrum ist: Ich glaube, wir werden geboren mit funktonierenden Geschmackssinnen und allem, was notwendig ist… und verlernen dann, auf die echten Signale zu hören, und verlieren unser Körpergefühl. „Intuitiv“ essen funktioniert sicherlich… aber nur, wenn man unterscheiden kann zwischen echtem Hungergefühl, auch Appetit auf irgendwas Bestimmtes, und Suchtdruck, z.B. süß als Belohnung oder Trost. Das Beispiel hier ist grotesk grob, aber süß=Belohnung könnte konditioniert sein aus der Kindheit, als es was Süßes zur Belohnung für was weiß ich gab. Süßes Essen als Ausgleich für fehlende Liebe zum Beispiel. Nur so als Gedanke.

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      3. Mona

        Ich glaube nicht, dass es nur das Verlernen ist. Ich glaub, das ist auch die ganze stärker verarbeitete Nahrung ist. Wenn man immer nur tote Tiere, Fische, Milchprodukte, Eier, Gemüse, Obst, Beeren… zur Verfügung hätte, dann würde das intuitiv Essen wahrscheinlich gut funktionieren. Der Supermarkt ist aber voller Sachen wie Brot und Keksen, Schokolade und Marmelade, Pizza und Limonade, sodass dieser Anteil sogar überwiegt und dadurch die Intuition in die falsche Richtung abgelenkt wird.

        Mein Körper merkt gar nichts oder ich interpretiere das falsch. Ich hab mal gehört, wenn Menschen Heißhunger auf knackendes Essen (wie Gurken) haben, dass sie dann vielleicht einen Eisenmangel haben. Gurken helfen da aber nicht gegen. Weiß nicht, ob das so sein kann. Bei Kindern, die Erde essen, sagen die Omis doch auch dem fehlt dies und das.

        Ich brauche zum Kochen so viel länger. Wenn ich mit meinem Freund zusammen Eintopf mache, können wir meistens erst nach 2,5 Stunden etwas essen. Schon allein Das ganze Gemüse zu putzen und zu schneiden dauert locker über 20 Minuten, obwohl wir zu zweit sind.

        Wieso sollte man ein mariniertes Nackensteak in die Mikrowelle tun? Ist das Ergebnis essbar?

        Ich mag kein Nackensteak, ich mag viel lieber Rumpsteak und das brate ich in einer Pfanne. Das dauert auch länger als 20 Minuten, weil ich zuerst das Zeug putzen, schneiden und kochen muss, was ich zum Fleisch essen will. Wenn das Gemüse kocht, heize ich erst die Pfanne auf und Brate dann in Ruhe das Steak, damit alles gleichzeitig fertig wird. Während des Bratens muss ich eventuell noch Soße zum Gemüse machen oder was man sonst so machen kann.

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      4. Nocheiner

        Ja, das meine ich. Wir „verlernen“ das durch die intensiv verarbeiteten Nahrungsmittel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch künstliche Aromen und künstliche Geschmacksverstärker dazu beitragen. Denn auf Dauer verarschen wir das Verdauungssystem, weil die Geschmackssinne ja eigentlich den Sinn haben, die Verdauung auf die gleich kommende Nahrung vorzubereiten. Jetzt kommt aber z.B. Aspartam daher, die Verdauungsbiochemie stellt sich auf süße Nahrung ein, aber „Oh! Kommt gar nichts Süßes… Nun ja, machen wir das Beste draus.“ Aber irgendwann, vielleicht erst nach Jahren oder Jahrzehnten, hat die dauernd fehlgeleitete Biochemie halt irgendwas angestellt, nur nicht das, was sie sollte…

        Wir dürfen nicht vergessen, die Verdauung und überhaupt die ganze Körperbiochemie beschränkt sich nicht nur auf Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße und ein paar Vitamine und noch ein paar Spurenelemente etc. Es gibt eine Vielzahl von Regelsystemen, die ineinander greifen, und deren Komplexität vermutlich noch gar nicht richtig erfasst ist, vor allem nicht über die „Laufzeit“ eines menschlichen Körpers.

        Aber dessen ungeachtet, wenn mir Kalorienzählen hilft, von einem zweieinhalb jahrzehntealten „intuitiv“ oder nicht-intuitiv angegessenen 20-Kilo-Übergewicht herunterzukommen und mit Hilfe eines Arztes meine Gesundheit dabei erhalten bleibt, dann ist mir das sehr, sehr recht. Auf die Körpersignale hören und unterscheiden lernen, was Sucht ist und was echt, kann ich ja dennoch nebenher machen. 🙂

        Liebe Grüße und besten Appetit!

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      5. Mona

        Ich weiß es nicht, aber ich glaube fest daran (bis mir jemand das Gegenteil nachvollziehbar erklärt), dass sich mein Körper von ein bisschen Aspartam nicht verarschen lässt, Zucker wird so behandelt wie Zucker und Aspartam wie Aspartam. Ich denke, das „eine Süß“ wird vom „anderen Süß“ genau unterschieden.
        Wieso sollte ein Menschenkörper so stumpf sein und nur durch irgendeinen süßen Geschmack irgendwas vorbereiten? Nur weil für dich süß=süß ist, heißt es doch nicht, dass es für deine Biochemie genauso ist, wenn es von unterschiedlichen Stoffen ausgeht.

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      6. Nocheiner

        @Mona: Zucker behandelt der Körper wie Zucker, den kennt er nämlich. Aspartam behandelt er wie… „Hm, kenn ich nicht, was mach ich damit? Einlagern, ausschwemmen, verstoffwechseln?“ Woher soll er Aspartam kennen? Gibt’s nicht in freier Natur. Aber der Süßreiz löst eben doch eine Reihe von Vorbereitungen aus, auf süße, sprich im Wesentlichen kohlenhydrathaltige Nahrung eben. Und dann? Kommt unter Umständen die falsche Biochemie zur Nahrung… Dass das nicht mit einmal Süßstoff getan ist, geschenkt! Wir hätten nicht überlebt, wenn es nicht viele Möglichkeiten gibt, mit fremden Sachen eine Zeitlang fertig zu werden. Aber halt im Zweifelsfall auf Kosten von Lebensqualität.

        Mir ist klar, dass süß nicht gleich süß ist, siehe Vollrohrzucker Agavendicksaft Honig etc. Ich wette, dass die Biochemie bei einem Honigbrot heute anders ist als bei einem Honigbrot morgen, schlicht, weil der Körper morgen anders drauf sein wird als heute. Es hängt meiner Meinung nach viel, viel mehr an der Ernährung dran als wir wissen und vielleicht auch wissen können.

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      7. pufaxx

        Ich habe eigentlich immer „intuitiv“ gegessen. Und hatte Jahre lang einen Waschbrettbauch.

        Die 10 Kilo obendrauf sind erst im Zuge meiner Depression gekommen. Man traut sich nicht mehr raus, man tanzt keine Wochenenden mehr durch, man geht nicht mehr schwimmen, irgendwie ist sowieso alles egal, Bier kommt auch UNTER der Woche dazu (und ein Sixpack hat einen Haufen Kalorien) …

        … letztendlich hatte ich schnell etwa 10 Kilo zu viel – dabei ist es aber stehen geblieben (zum Glück).

        Wirklich dick bin ich also nie gewesen. Der obere Rand des Normalgewichts hat allerdings schon dafür gereicht, dass ich mich in meiner Haut nicht mehr wohl gefühlt habe. Ich weiß, das ist „Jammern auf hohem Niveau“.

        Ich ärgere mich momentan nur über die vergurkte Zeit. Locker 5 Jahre lang habe ich mich hässlich gefühlt, in nicht einmal 3 Monaten bin ich die 10 Kilo jedoch wieder los geworden. Warum nicht früher so?

        Man hört ja oft, dass man schnell 20 kg loswerden kann, wenn man bei 120 kg startet und dass die letzten dings-einhalb Kilos die schwierigsten sind.

        Für mich war’s überraschend einfach: Sport. In meinem Fall Krafttraining. Und beim Enkaufen ein Bisschen auf die Nährwerttabellen gucken: Statt Bockwurst lieber Kassler. Mit allem, was auf 100 g mehr als 300 kcal hat, sehr vorsichtig umgehen. Pizza weglassen.

        Generell: Nicht nur Bratwurscht, sondern auch Beilagen essen. Und wgal was man isst, es sollte immer ein Salat dabei sein.

        Und da ich mit Süßkram eher nicht viel anfangen kann (klar gibt es Ausnahmen), da ich von Chips und gerösteten Nüssen umgehend Pickel kriege, da ich Gemüse und Salat gerne mag, Müsli und Körnerkram hingegen nicht … es ging wie von selbst.

        @Mona: Wirklich planen tue ich nie.

        „Eintopf“ finde ich aber trotzdem großartig. Koche ich oft. Da fühle ich mich manchmal ein Bisschen wie Bob Ross „Maybe in Our little World Eintopf there lives a …“ – Was halt grad da ist. Oder was es grad günstig gab. Bisschen hiervon rein, Bisschen davon rein … abschmecken … Vorfreude, gerne auch ein Bisschen naschen …

        Grundsätzlich sollte man sich eine anständige Sammlung von Gewürzen zulegen. Kreuzkümmel ist toll. Bohnenkraut ist toll. Muskat ist toll. Und Zitronenabrieb ist supertoll. Ersatzweise Zitronen-Aroma (Schleichwerbung?) – das von Dr. Oetker. Gibt andere Sachen, die ich ausprobiert habe. Aber das vom Dottore kommt am nächsten an Zitronenabrieb ran. Petersilie (gerne auch tiefgekühlte).

        Auch gut für Eintöpfe: Kochkäse. Sauermilchprodukt, hat kaum Kalorien, macht Saucen oder Sud aber schön sämig und „käsig“. Tolles Zeug.

        Selleriewurzeln sind toll. Nicht umsonst ist in den meisten Maggi- Knorr- Dings- Packungen Selleriepulver als Geschmacksverstärker drin.

        Dosensauerkraut ist toll. Benutze ich gerne für Sandwiches. Gut, ich möchte das „Zwischendurch-Naschen“ natürlich reduzieren, aber egal was ich nasche, es muss immmer irgendwie „geil“ sein. Und ein Schinkenbrot ist dürftig. Ein Schinkensandwich mit Remoulade, Salat, Tomate, Zwiebel und ein Bisschen Sauerkraut-Süßer-Senf-Pampe ist ne andere Nummer. Das schlingt man nicht so einfach runter, das MUSS man genießen.

        Roter Pfeffer ist toll. Gebratenes Rindfleisch, statt Kräuterbutter Blauschimmelkäse drauf (hat weniger Fett als Kräuterbutter) und den roten Pfeffer drüber? Eine Offenbarung!

        Bratkartoffeln. Schon mal ausprobiert, geschälte Pellkartoffeln in Scheiben zu schneiden, die Dinger in eine Frischhalte-Box zusammen mit Knoblauch, etwas Öl, Salz und Paprikapulver zu geben, ordentlich durchschütteln, eine Nacht lang ziehen lassen und DANN erst zu braten? Ich sag‘ Euch, besser geht’s nicht.

        –> In der Hauptsache hat sich bei mir geändert, dass ich nicht mehr „gedankenlos“ esse.

        –> Macht Euch nie ein simples Käsebrot. Macht Euch ein ordentliches, buntes Sandwich.

        –> Ich experimentiere gerne: Irgendwas kaufen, wozu einem nicht sofort etwas einfällt. Vielleicht zwei Bobbeln Fenchel? Vielleicht ungekochte Rote Bete? Leber? Warum nicht?

        –> Selbstüberlistung: Ich kaufe NICHTS mehr, was ich einfach so (ohne Vorbereitung) in mich reinstopfen kann. Zugegebenermaßen habe ich noch drei Protein-Riegel bei mir rumfliegen. Aber auch bloß wegen einer Gutschein-Aktion – und die Dinger schmecken total scheiße. Und im Vergleich „Kalorien zu Eiweiß“ hat ein normaler, nicht fettreduzierter Hüttenkäse die Nase vorn … Alles andere in meiner Küche müsste ich entweder garen oder zumindest schälen.

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      8. Michael Mendelsohn

        @Mona: „Eintopf“..“2,5 Stunden“..“Gemüse zu putzen“..“über 20 Minuten“: also, ich setze für’s Gemüse auch ungefähr so viel Zeit an. Ich fange damit an, dass ich unseren Heißwasserkocher mit 1,5l Wasser aufsetze. Im Topf wird dann eine kleingeschnitte Zwiebel angedünstet und dann kommt die Fleischeinlage zum Anbraten ‚rein, oder umgekehrt; währenddessen wird das „härteste“ Gemüse, d.h. das, was am längsten kochen muss, geputzt; wenn das Fleisch angebraten ist, kommt das Gemüse dran, je nachdem wie der Topf (umrühren!) aussieht, wird das auch angedünstet (und das nächste Gemüse wird bearbeitet usw), aber irgendwann kommt das kochende Wasser drauf, ab da wird nicht mehr gedünstet, sondern gekocht. Gemüse, die weich sind oder auch roh schmecken kommen zuletzt an den Topf. Wenn alles dran ist und gewürzt ist (u.U. etwas gekörnte Brühe statt Salz dran, hängt vom Geschmack ab), köchelt/zieht es dann noch ein wenig, bis es fertig ist.

        „Wieso sollte man ein mariniertes Nackensteak in die Mikrowelle tun?“ — klar es wird dann gekocht und nicht gebraten, aber weil’s nicht in Wasser ist, bleibt das Aroma erhalten (und es ist ja mariniert). Es ist halt nur nicht braun. Mit Rindfleisch geht das vermutlich (?) nicht so gut, weil das trockener ist; aber ein frisches Steak in der Pfanne geht ja auch relativ schnell (und noch schneller im Kontaktgrill). Dazu dann Rohkost (Tomaten, Salat, …) oder, wenn die Pfanne sowieso an ist, während das Steak brät schnell ein Zwiebelchen zerlegen (Halbringe) und vielleicht ein paar Champignons oder Tomaten, können dann zu dem fast fertig gebratenen Steak in die heruntergedrehte Pfanne, während der Salat gemacht und der Tisch gedeckt wird. Der Kontaktgrill geht auch für Gemüse, z.B. Zuchinischeiben.

        Natürlich variieren die Zubereitungszeiten mit der Messerfertigkeit des Kochs; ich benutze neben einem kleinen Küchenmesser ein 12-cm-Messer, wo der Griff so ist, dass ich die Klinge an jeder Stelle auch aufs Schneidbrett drücken kann, und außerdem hege ich keinen Ehrgeiz, das Gemüse perfekt („Würfel“) oder auch nur besonders fein zu schneiden. (Ich habe in meinem Leben ungefähr dreimal Tomaten abgezogen.)

        Soßen mache ich auch eher selten (Salatsoßen schon eher). 😉

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      9. pufaxx

        @Michael: Gekörnte Brühe ist für mich Pfui. Ich schmecke die drei Meter gegen den Wind. Diese dickflüssigen „Boullion Pur“-Wackelpudding-Dinger kann ich grad noch so ertragen.

        Fleisch? Ich muss zugeben, dass ich mit Zubereitung in der Mikrowelle nicht so oft experimentiert habe. Schinken oder Bacon wird in der Mikro ohne Fett sehr schnell und ohne viel Küchenzeug zu beschmutzen sehr einfach sehr schön knusprig. Einen Hackfleisch-Bobbel kriegt man auch recht garen (und der bleibt saftig). Mit anderen Sachen habe ich da eher miese Erfahrungen gemacht.

        In Sachen „Eintopf“ kann man jedenfalls durchaus auch Fleisch benutzen, das nicht unbedingt zum „Schmoren“ gedacht ist. Koteletts funktionieren prima. Sogar das billige Tiefkühl-Gyros klappt. Minutensteaks hingegen nicht, die laugen aus und schmecken sehr schnell sehr faserig.

        Marinierte Nackensteaks in der Mikro? Hatte ich noch nie. Ich brate die normalerweise immer von beiden Seiten scharf an, schalte die Flamme aus, lege den Deckel drauf und warte ein Bisschen. Funktioniert prima. Die Mikrowelle habe ich dafür bislang noch nicht ausprobiert. Aber: Warum nicht? Man lernt ja immer gerne dazu.

        🙂

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      10. Michael Mendelsohn

        Wenn die Brühe vorschmeckt, war’s zuviel. 😉 Der Geschmack soll ja von den Zutaten kommen, und die Brühe nur etwas mehrdimensionaler als Salz unterstützen. (Ist im Prinzip auch egal, welche Brühe das nun genau ist.) Wenn du das Salz in der Suppe schmeckst, war’s ja auch zu viel.

        Nackensteak ist aus der Pfanne logisch besser als aus der Mikrowelle, gar keine Frage. Es ging mir nur darum, „Steak ist mir zu viel Arbeit“ zu relativieren.

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      11. Ich benutze dafür gerne Sojasauce. Darf man natürlich auch nicht überdosieren wenns nicht asiatisch schmecken soll, aber bringt etwas mehr Geschmack in Saucen und dergleichen.

        Überhaupt finde ich Süßstoff und Geschmacksverstärker unterschätzt für kalorienarmes Kochen. Denn die „klassischen“ Geschmacksträger/verstärker sind nunmal Fett und Zucker.

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      12. pufaxx

        gekörnte Brühe schmeckt (finde ich) IMMER vor. In der Sache bin ich auch desöfteren mit meiner Freundin aneinander geraten, die auf den Geschmack steht – ich mag ihn eben nicht.

        Ob es nun eine Käsesauce werden soll, eine Spinatsauce oder eine Bolognese – sobald da so ein Würfel mit drin ist, schmeckt’s immer wie „Brühe.“ Ob das nun „Brühe mit Käse“ oder „Brühe mit Spinat“ oder „Brühe mit Fleisch“ ist – die Komponente „Brühe“ kommt als Erstes durch. Für mich geht das GAR nicht.

        Wobei ich nicht einmal grundsätzlich was gegen Glutamat bzw. Hefeextrakt habe. Der kleine Schuss Maggi in der Glasur für Hähnchenschenkel oder so – gerne. Nur mit gekörnter Brühe bzw. den Würfeln kann man mich jagen.

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      13. Michael Mendelsohn

        Keine Würfel, die lassen sich schwer dosieren und sind zum Abschmecken unbrauchbar. Ansonsten kochen wir einfach so, wie’s uns schmeckt. 😉

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      14. pufaxx

        @Michael: „Ansonsten kochen wir einfach so, wie’s uns schmeckt.“ – Das ist doch mal ein guter Plan. Passt auch zu meinem Konzept der „Selbstüberlistung“ – eben nur Sachen einkaufen, die man in irgendeiner Weise zubereiten muss. Dann kann man sich nicht allzu schnell allzuviel reinstopfen – und es wird immer irgendwie lecker – und nicht zu viel.

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      15. Michael Mendelsohn

        Bjoern, wie hast du es geschafft, deine Antwort „mittenrein“ zu schieben?

        Ich glaube nicht an deine „klassischen“ Geschmacksverstärker: die Mengen, in denen die Landfrauen Sahne und Frischkäse an ihre Gerichte hauen, sind unnötig. (Blauschimmelkäse ist da, wie du erwähnst, eine bessere Wahl, und auch saure Sahne mit ihrem niedrigen Fettgehalt bringt für mich mehr Geschmack mit – beides aber nur dann erforderlich, wenn’s der Eigengeschmack des Gerichtes es nicht schon bringt.) Fett habe ich sowieso fast immer am Essen – ein wenig vom Andünsten, vom Käse, vom Fleisch, je nachdem. Salz ist *der* klassische Geschmacksverstärker, und Glutamat, das natürlich z.B. in Tomaten vorkommt: eine frische Tomate gehört bei mir eigentlich auch in jeden Eintopf, der schmeckt dadurch nicht tomatig, sondern besser. Zucker habe ich noch nie zum Kochen verwendet, wenn’s nicht süß schmecken soll – oder süß-sauer, aber da ist Obst besser. Da die meisten Pflanzen ein wenig Zucker enthalten, ist die „Prise Zucker“ eh‘ schon mit dem Gemüse ans Essen gekommen, oder?

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