Diabetes macht dick.

Heute stieß ich bei web.de auf einen Artikel zu Diabetes und ich wollte mal eine kleine Umfrage machen, wie der auf euch wirkt. Ich habe nämlich nun schon häufiger die (fettlogische) Aussage „Diabetes macht dick“ gelesen.

[Idealerweise lest ihr erst den Artikel auf web.de, bevor ihr meinen Text (weiter) lest]

Tatsächlich ist es so, dass Diabetes unbehandelt eher zur Abnahme führt, weil der Zucker nicht verarbeitet werden, also vom Blut nicht in die Fettzellen transportiert werden kann und statt dessen über die Nieren ausgeschieden wird. Auf Dauer schädigt das die Nieren und der Zucker im Blut verursacht Nervenschäden, weswegen das Problem schnellstmöglich behandelt werden muss. Mit Beginn der Behandlung wird der Zucker wieder normal verarbeitet und die Energie wird vollständig aufgenommen. Wer also zuvor ein Kalorienplus aß, von dem aber ein Teil nicht vom Körper aufgenommen werden konnte, kann mit der Diagnose und Behandlung derDiabetes natürlich zunehmen, wenn er gleich viel isst wie zuvor. „Diabetes macht dick“ oder „Insulin macht dick“ ist somit natürlich Quatsch.

Wie kommt es aber zu solchen Fehlannahmen?

Der web.de Artikel ist aus meiner Sicht so geschrieben, dass dieser Eindruck beim Laien entstehen kann. Die Mechanismen sind zwar zwischen den Zeilen irgendwie herauszulesen, etwa hier:

Plötzlich purzeln die Kilos – scheinbar ohne Grund. Manch einer mag sich darüber freuen. Aber es bleibt ein ungutes Gefühl – irgendetwas ist nicht in Ordnung. Also auf zum Arzt. Mögliche Diagnose: „Diabetes mellitus vom Typ 1“. Oft sind Jugendliche in der Pubertät betroffen.

Oder hier:

Typisch ist nach seinen Angaben auch das sogenannte „Insulin-Purging“. Dabei spritzen sich Patienten bewusst weniger Insulin, um abzunehmen. „Durch den niedrigen Insulinspiegel verbleibt mehr Zucker im Blut, den die Nieren dann über den Urin aus dem Körper schwemmen“, erläutert Kulzer. Patienten nehmen dann zwar kurzfristig ab und haben das Gefühl, ihr Gewicht selbst regulieren zu können. Das Risiko für Diabetes-Folgeerkrankungen ist hoch. „Das können Nerven- und Nierenschäden, Erblindung bis hin zu einer verkürzten Lebenserwartung sein“, erklärt Wolfgang Wesiack, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Internisten.

Aber ich finde das eher indirekt und im Gedächtnis bleiben dem Laien wohl eher Passagen wie diese hier:

Mit Beginn der Insulintherapie legen Diabetiker vom Typ 1 häufig an Gewicht zu. Es sind vor allem junge Diabetikerinnen, denen das gar nicht gefällt. „Vor der Diagnose haben sie häufig abgenommen, mit dem Insulinspritzen nehmen sie oft zunächst zu, das kann für die Betroffenen ein Problem sein“, sagt der Bochumer Arzt und Hochschullehrer Stephan Herpertz.

Was meint ihr? Wäre euch beim Lesen des Artikels ohne Vorwissen direkt klar gewesen, was der Grund für die Zunahme ist?

30 Gedanken zu “Diabetes macht dick.

  1. Ich muss zugeben, dass ich hiermit erst verstanden habe, wie diese Vorgänge funktionieren (habe mich mit der Thematik aber auch nie auseinandergesetzt), insofern erst einmal vielen Dank für die Belehrung. Man lernt ja nie aus.
    Im zweiten Absatz kann man das durchaus herauslesen, dafür muss man aber aufpassen, und ich denke, wenn ich nicht darauf hingewiesen worden wäre (und nicht schon hier gelesen hätte, wie der Prozess wirklich abläuft), hätte ich es mit hoher Wahrscheinlichkeit verpasst. Und der letzte von Dir zitierte Ausschnitt stellt es auch meiner Meinung nach tatsächlich so dar, als wären das Insulin direkt für die Gewichtzunahme verantwortlich. (Zumal das noch weit am Anfang stattfindet, also schon einmal den Eindruck für den Rest des Artikels vorprägt.)
    Wäre auf jeden Fall eigentlich eine wichtige Information für den Artikel gewesen, die man ausdrücklich hätte erwähnen können. Woher dagegen das Wort „Zucker“ kommt, ist zwar auch interessant (vor allem, wenn man sowieso von Sprache fasziniert ist wie ich), aber doch weniger relevant, wie ich finde.

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  2. Beka

    Hallo,
    ich hatte drei Mal Schwangerschaftsdiabetes, davon ein Mal insulinpflichtig (als normalgewichtige Frau). Bei der Schwangerschaft mit Insulin habe ich ab der Insulingabe angefangen, rasant zuzunehmen, ca. 10kg zusätzlich zu den normalen Schwangerschaftskilos. Ich glaube, der Grund war eine „Insulinmast“ (so nannte es eine befreundete Ärztin), man muss zu den Mahlzeiten Insulin spritzen und dann eine bestimmte Menge Kohlenhydrathe essen. Bei mir hat das zu einer sehr starken Zunahme bei gleichzeitiger „Diät“ geführt, was mich total frustriert hat. Nach der insulinpflichtigen Schwangerschaft habe ich diese 10 kg, die ich immer meine Insulinkilos nannte, nicht mehr abgenommen, trotz einiger Versuche. Dadurch kam ich vom BMI 21 auf BMI 25-26 und wegen jetzt-ist-auch-egal auf unglückliche 28. Ich habe jetzt das Buch Fettlogik gelesen und superwichtige Erkenntnisse daraus gezogen (Danke!!!), zum Beispiel, dass ich bei der Insulingabe eben nicht auf Diät war sondern eher mehr Kohlenhydrathe essen musste, als ich sonst gegessen hätte. Das Diätgefühl kam daher, dass Süßes und Obst trotzdem nicht oder nur ganz wenig gegessen werden sollten. Dass ich später nicht abnahm lag vor allem an den Fettlogiken „nicht unter Grundumsatz essen“, „gesund abnehmen“, „Hungerstoffwechselalarm“ und „Stoffwechsel nicht kaputt machen“ sowie „ohne Sport keine Chance“. Wenn ich mir jetzt überlege, dass es bei 10kg eine konzentrierte Sachen von 2-3 Monaten ohne Angst, was kaputt zu machen, gewesen wäre, wieder auf meinen alten BMI zu kommen, könnte ich mich kaputt ärgern.
    Also, mich hat Insulin auch dick gemacht, aber möglicherweise eher durch die damit einhergehenden Ernährungsmaßnahmen verbunden mit den fehlenden zeitlichen Möglichkeiten, mich wirklich einzustellen (dazu war es zu kurz)
    Meine Bluttests nach den Schwangerschaften waren aber dann ok.

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    1. kork

      Da hat aber deine Ærztin oder Ernæhrungsberaterin gepennt! Wenn du zu viel zugelegt hattest, hætten sie die empfohlene KH-Menge herabsetzen muessen und analog natuerlich auch das Insulin!

      Beim Artikel finde ich uebrigens, dass die Formulierung „vor der Diagnose haben sie hæufig abgenommen“ klar macht, dass die vorausgegangene Abnahme krankheitsbedingt war und mit der Therapie einfach wieder Normalitæt einritt. Das wird dann im Weiteren noch recht gut erlæutert.

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  3. Sarah

    Hm, zu deiner eigentlichen Frage kann ich nicht viel sagen, aber ich finde es auch irreführend, wie es dargestellt ist. Allerdings wurde mir das so sogar in meiner Diabetikerschulung, von Büchern und von Ärzten so vermittelt! (Ich habe Typ 1, seit ich 14 bin). Mir war allerdings von anfang an klar, dass das nicht vom Insulin kommt, sondern weil ich mir durch den unentdeckten Diabetes ein mieses Essverhalten angewöhnt hatte und sich dann nach der Manifestation (logischerweise) erstmal für eine ganze Weile alles nur ums Essen gedreht hat. Und natürlich, weil mein Körper nach dem schnellen Gewichtsverlust und dem Nährstoffmangel geschrien hat, dass ich bitteschön ESSEN soll 😉
    Die Folge war, dass ich trotz Rumfresserei ohne Ende 10kg in zwei bis drei Monaten verloren habe und dann innerhalb von einem Jahr 20kg zugenommen habe.

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  4. Ich dachte ja eher immer anders herum…wer dick ist und nichts dagegen tut und ständig seinen Zuckerhaushalt strapaziert bekommt Diabetes. Oder auch aus anderen Gründen. ..
    Wir haben eine Patienten der hat starke Diabetes und Diätessen, und nimmt kein Gramm ab.Bei dem was da aber auch auf dem Teller landet, muss ich mich nicht fragen warum das so ist.Viel zu einseitig, und wenig Gemüse. Und viele „Dickmacher „.
    Unsere Küche weiss halt auch nur die Anzahl der Einheiten orientiert sich aber nicht nach individuellen Bedürfnissen.
    Und das man wegen Diabetes Esstörungen entwickelt. .Hmm, Hmm.

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  5. Hotte

    Ich verstehe das jetzt schon so, dass das Insulin tatsächlich einen Effekt auf die Verarbeitung der Nahrung hat. Anders wäre ja nicht zu erklären, dass bei unverändertem Ernährungsverhalten plötzlich eine Zunahme erfolgt, wo vorher eine Abnahme war.
    Etwa so wie man beim Rauchen aufhören plötzlich die Nahrung besser verwerten kann.

    Es ändert sich nichts an der Formel Kaloriendefizit = Gewichtsreduktion, nur wenn von den aufgenommenen Kalorien bisher einige verloren gingen, dann ändert sich ja auch das Defizit bzw. kann kippen in ein Zuviel.

    Jedenfalls bin ich froh, kein Diabetes zu haben. Ich möchte nicht lebenslang auf Medikamente angewiesen sein. Aber ob das wohl so stimmt?

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    1. Mona

      Für meinen Geschmack könnte das Model ein bisschen mehr Muskeln an Armen und Beinen haben und diese Victoria’s Secret BHs mit den extremen1 m³ Polstern wegschmeißen. Ist das gesund, wenn die Brüste den ganzen Tag von Polstern in unnatürliche Positionen gequetscht werden? Ich hab nichts gegen PushUps, aber man kann es übertreiben mit der Dicke der Polster; spätestens wenn der BH für ein B-Körbchen gemacht ist und das Poster aber so dick ist, dass es von außen ein DDDDD ergibt oder was die USA da alles an Größenangaben haben.

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      1. Frank

        Du hast Recht, es war auch mein erster Gedanke, dass das Ungesündeste an ihr, ihre hochgequetschten kleinen Brüste sind. 🙂 Ansonsten ist sie zwar sehr schlank, sieht aber gesund und fit aus. Aber selbst _wenn_ sie im Bereich der Magersucht wäre, hätte sie mit ihren Aussagen doch Recht. So wird ihr aber eine Essstörung unterstellt, um ihre Einschätzung zum ungesunden Übergewicht als unglaubwürdig hinzustellen. Im Umkehrschluss dürfte sich dann ja erst Recht kein Dicker über Untergewichtige echauffieren.

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      2. Mona

        Oh, das ist mir gar nicht aufgefallen. 😀 Stimmt, wenn man sich das andersherum vorstellt, dürften die Normal- und Übergewichtigen nichts zu Untergewicht sagen, wenn man ihr unterstellt, dass sie ja zu dünn ist, um über gesunde Körper, Ess- und Sportverhalten zu reden. Paradox.
        Finde nicht, dass sie kleine Brüste hat. Vielleicht sehen die kleiner aus, weil der BH im Vergleich so dick ist. Ich glaub, ihre Proportionen sind ziemlich harmonisch.

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      3. @Mona: Aber genau das mach Victoria’s Secret doch – aus ihrer linken Brust (Eigenperspektive) ein nettes gepushtes A, und aus der rechten halt weniger. Dafür braucht es Polster. Die Arme sind schon sehr dünn, die Beine hingegen finde ich OK.

        @käse: Wenn Du es genau nimmst, hat sie nicht nur keine Hüfte, sondern auch keine Taille und keine Brüste, also eigentlich gar keine Figur.

        @Frank: Ich finde nicht, dass die „fit“ aussieht, die ist nur „dünn“. Dennoch gesund. Und Recht habend – vor allem aber haben ihre Kritiker Unrecht: „Man müsste sie mit Nutella füttern“ – was ein Unsinn. Mann müsste sie mit Nutella einschmieren und das dann langsam und genüsslich… ach, lassen wir das.

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    2. käse

      Muskeln? ich wunder mich eher dass sie kaum Hüften hat.
      würde aber dem heutigen Schönheitsideal entsprechen: mehr Brust als Hüfte.
      Im Mittelalter war es genau umgekehrt.

      (Zumindestens gehört leichter Hüftspeck angeblich ja nicht zur „ungesunden“ Sorte, wenn man sich schon am KFA orientiert. Aber möglicherweise ist es schwieriger die Proportionen zu kontrollieren als den KFA bzw. das Körpergewicht generell)

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      1. Mona

        Ich glaube, dass sie keine Hüften hat liegt an der Sportlichkeit. Wenn sie aufhören würde gezielt ihren Bauch zu trainieren, würde der schmaler werden und sie hätte dadurch eine Taille, wodurch wieder die Hüfte breiter aussehen würde, schätze ich mal so.

        Sie sieht für ihr Alter sehr Mädchenhaft aus durch die gerade Taille. Die Körperform könnte auch einer 13-Jährigen gehören. Ist ja nichts Schlimmes, dass wir alle ein bisschen unterschiedlich sind. Sie verdient damit Geld, sie wird wohl wissen, was gefragt ist.

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      2. Mona

        Ich wollte schon länger was schreiben (oder hab ich das schon geschrieben?). Gehört hier jetzt auch nicht wirklich hin, aber da wir über Hüften reden:
        Nadja schreibt, dass ihre Rippen sich durchs Abnehmen und ich schätze mal von außen durch die gekräftigten Muskeln zusammen gegangen sind und nicht mehr so abstehen.

        Ich hab die Vermutung, dass bei mir das mit der Hüfte passiert. Besonders wenn das Muskelkorset+Po+Beine stärker werden, scheinen die Hüftknochen auch mehr zusammen zu kommen. Hat das jemand auch so festgestellt? Oder ist das eine optische Täuschung? Mir ist nicht eingefallen, wie ich das messen könnte und hab dadurch keine Vorher-Werte.

        Als ich Übergewicht hatte fühlte sich die Hüfte sehr breit an und ich dachte, wenn ich abnehme, wird nur das Fett weggehen und die Hüfte sehr abstehen. Ist aber nicht so. Jetzt (fast 15 kg leichter) fühlt es sich eher so an, als ob die Hüftknochen näher zusammen gekommen sind und von den Außenseiten noch ungefähr genauso viel Fettpolster vorhanden ist.

        Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, hatte ich bei der Zunahme (1 Jahr 0,3 bis 0,35 kg pro Woche) eine Zeit lang Schmerzen im ganz unteren Rücken, wo die Hüfte dran ist, und jetzt bei der Abnahme auch wieder eine Zeit lang. Kann sich alles so merklich verschieben?

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      3. Michael Mendelsohn

        Bridget Malcolm hat Hüften. Sie ist 179 cm groß, 23 Jahre alt, trägt Schuhgröße 10, und ihre Maße sind 82/61/90cm (Chadwick) oder 84/61/89 (FMD). Ihr Gewicht habe ich leider nicht gefunden.

        Ich glaube, sie wirkt auf den Fotos besonders schlank und mädchenhaft, weil sie so groß ist und wir keine Größenvergleiche sehen.

        Mehr Fotos: https://instagram.com/bridgetmalcolm/ (inclusive einem Clip, wo sie boxt) und http://www.thesocietymanagement.com/details.aspx?nav=2&modelid=788471&subid=10863&mainsubid=10863 — bei letzteren sind auch welche mit nacktem Busen dabei. Jedenfalls sehe ich bei ihr jede Menge schöne Kurven, und auf den wenigsten Bildern trägt sie einen Push-Up — meistens sind es eher flache BHs, die natürlich auch das mädchenhafte betonen.

        Nach den Fotos, die gerade auf derAgenturseite sicher teilweise returschiert sind, würde ich sie nicht für unnormal dünn halten, wenn ich ihr auf der Straße begegen würde, aber ich habe auch wenig Erfahrung im Schätzen von Körpergewicht.

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      4. Mona

        Wusste ich es doch, dass sie nicht so wenig Brust hat. Bei 82/61 müsste das ein gutes deutsches (65)C-Körbchen sein. So hätte ich das auch bei dem Bild mit dem gelben BH geschätzt, das Polster ist trotzdem viel zu fett, weil es von außen eine amerikanische DDDD oder DDDDD oder so in die Richtung machen will und das passt nicht zu ihr.

        Ihre anderen Bilder (ohne BH und normaler BH) sind viel viel schöner. Ich bleibe aber noch dabei, nur da wo sie nicht so einen stark durchtrainierten seitlichen Bauch hat, hat sie mehr Taille und dadurch mehr Hüfte.

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      5. Litschi

        Ich glaube, ihr stellt euch einfach trainierten Taillen falsch vor.
        Kommt auf den Typ und dem KFA an, aber seitlich nimmt man da im allgemeinen relativ wenig ab. Wenn sich der Taillenumfang bei einer Abnahme verkleinert, ist es ab einem gewissen KFA meist eher so, dass das Fett vorne am Bauch verschwindet.
        Wenn jemand keine oder nur sehr geringe Taille hat, liegt es eher an einem geringen Brustkastenumfang (was diese Dame zum Beispiel hat) oder an einer schmalen Hüfte, denn an seitlichen Bauchmuskeln. Die können zwar auch eine Rolle spielen, aber eher eine untergeordnete zum Skelettbau.

        Dass diese Frau optisch sehr gerade wirkt ist, weil sie von vorne betrachtet und aufgrund eines sehr niedrigen KFA kaum Hüfte hat. Dazu eine entsprechende Pose in einem für Taillen-Fans eher ungünstigen Winkel und voilà: Sie sieht dann halt sehr gerade aus.

        @Mona: Ich glaube, der Effekt, wenn er vorhanden ist, sich wahrscheinlich um einiges geringer als beim Brustkasten, da dieser doch um einiges beweglicher ist. Wäre aber sicher interessant zu erfahren.

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      6. Mona

        Ich kenn das von mir von früher und auch von anderen sehr schlanken Frauen. Wenn man recht schlank ist und eine sehr schmale Taille hat, dann wird sie sehr viel breiter, wenn man anfängt den unteren Rücken und den kompletten Bauch zu trainieren. Nur eine Frau kenne ich, bei der die Taille nicht breiter geworden ist, sondern nur stärker. Eine breitere Taille hätte man bei ihr auf jeden Fall gesehen, weil sie eine auffallend schmale Hüfte hat.

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  6. Mona

    Ich versteh den Titel „Gefährliche Kombination: Essstörungen durch Diabetes“ nicht.

    Wo ist da die Kombination und wieso bekommt jemand eine Essstörung von Diabetes? Im Text steht ja eher, dass sich das Gewicht vor Diagnose verändert und danach sich wieder verändert, wenn man behandelt wird. Es wird noch der Fall beschrieben, dass Menschen die Lust auf Essen, aber keine Lust auf Zunahme haben, das Insulin reduzieren (also eigentlich die Behandlung sabotieren und sich kränker machen). Zählt das als Essstörung?

    Dass ein gerade diagnostizierter Diabetiker mit der Ernährungsberatung und den Medikamenten anfängt weniger zu Essen, sich viele Gedanken um sein Essen zu machen und mehr Sport zu machen, ist doch ganz natürlich, oder nicht? Man ist doch von der Situation gezwungen sich mit den Veränderungen zu befassen, etwas über die Krankheit zu lernen und sich zu überlegen oder auszuprobieren, wie man mit Essen+Bewegung+Medikamenten leben will. Manche wollen alles auf einmal ändern. Die anderen wollen nichts ändern und nur die Medikamente zusätzlich nehmen und dann gibt es diesen im Artikel beschriebenen Fall, wo die Leute nicht genug vom Insulin verwenden.

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  7. Mona

    Wie funktioniert das mit Diabetes Typ 2? Nehmen diese Menschen dann auch schnell ab?

    Ne, oder? Sie haben erstmal genug Insulin, das wird nur nicht verarbeitet, weil sie resistent werden.
    Ich hab gelesen, dass diese Menschen eher zum Arzt gehen, weil sie extrem viel Durst haben.

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    1. Sarah

      Typ 2 entwickelt sich viel langsamer (über Jahre hinweg), deswegen fällt der erhöhte Kalorienbedarf nicht so auf, wie bei einem Typ 1 (Entwicklung über wenige Wochen bis Monate).

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  8. Ich hätte den Artikel schon richtig gelesen – nach „plötzlich purzeln die Pfunde“ war mir klar, dass die Zunahme durch „essen wie vorher, obwohl der Körper nicht mehr durch Fehlfunktion abnimmt“ erfolgt. Ich lese „Schlagzeilen-Texte“ aber generell sehr kritisch und suche in Texten gezielt nach Punkten, die die Schlagzeilen-Überschrift entkräften, das trifft sicherlich nicht auf jeden Leser zu …

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  9. bei einem Schulkameraden meiner Tochter wurde es auch diagnostiziert. Er war vorher mobbelig und wurde dann schlank. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder. Damals dachte ich, klar, jetzt muss er sich gesund ernähren, da immer er zwangsläufig ab…

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  10. Bin bei diesem Thema auch nicht unvoreingenommen (selbst seit 34 Jahren Typ-1-Diabetiker). Habe den Artikel eigentlich nicht falsch verstanden. Von Insulin Purging habe ich dieses Jahr zum ersten Mal gehört, also das Leute sich absichtlich zu wenig Insulin spritzen, um abzunehmen. Den Effekt selbst kenne ich aus eigenen Erfahrungen zwar, aber das man das absichtlich macht, fand ich schon verstörend. Allerdings glaube ich auch, dass es wirklich leicht ist, als Diabetiker in eine Essstörung zu geraten, wenn sich die Gedanken so viel ums Essen drehen. Heisshungerattacken in der Unterzuckerung kenne ich selbst und irrational wie man in solchen Momenten ist, wird denen auch nachgegeben. Den zweiten Teil des Artikels zum Thema “Zucker” hätte man einfach weglassen sollen,

    Derzeit habe ich bei meinen generell sehr erfolgreichen Abnehmbemühungen eher das Problem, nicht zu viel Insulin zu geben, da der Insulinbedarf dank des geringeren Gewichts und damit auch geringerer Resistenzen (ja, die gibt es auch bei Typ-1) schnell sinkt und man dann, zum Beispiel bei Sport, viel schneller in die Unterzuckerung gerät, welche dann wieder ungewünschte Kalorienzufuhr nötig macht. Es ist ein schmaler Grat.

    WordPr

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  11. Morf

    Mich stören hier in erster Linie nicht die fettlogischen Aspekte sondern eher die Art wie mit den Informationen umgegangen wird. Da wird ohne absoluten Bezug davon gesprochen, dass die Diabetes-Therapie dick macht und damit zu Essstörungen führt.
    Dabei dürfte grade letzteres max. 5% aller jungen Mädchen mit Typ 1 Diabetes betreffen.

    Ob nun aber die Gewichtsschwankungen oder die allgemeine Fokussierung auf ein bestimmtes Essverhalten im Rahmen der Therapie verantwortlich ist, wird nicht thematisiert. Auch fehlt jede Aussage dazu, welche Gewichtszunahme hier überhaupt auftritt. 1 Kilo, 5 Kilo oder 10 Kilo… das wäre für mich ein wichtiger Anhaltspunkt wie gravierend die daraus resultierenden Probleme wirklich sein könnten.

    Auch interessant, dass ein inhaltlich zu Teil 1 fast kongruenter Artikel hier: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/essstoerungen-koennen-diabetes-mellitus-befoerdern-2015111349478 eine Überschrift hat, die die Kausalität gleich mal komplett umdreht.

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  12. Salih

    Diabetes sorgt zwar nicht zwangsweise für höheres Gewicht, aber durch das Insulinspritzen wird Fett anders eingelagert.
    Ich bin Typ-1-Diabetiker und weiß nun nicht wie das bei Typ-2-Diabetikern ist, aber so lange ist es nicht her, dass ich an Diabetes erkrankt bin. Typ 1 wird innerhalb von Monaten erkannt, da es ohne Behandlung einen viel schneller dahin rafft. Die letzten Monate vor der Ersteinweisung kam mir das schon komisch vor, dass ich nicht zunehmen konnte, ich wollte bewusst an Masse zu gewinnen. Ich hab vorher schon Sport gemacht jahrelang und wusste wie ich auf meine Ernöhrung zu achten habe. Dieser spontane Gewichtsverlust war eine reine Katastrophe. Nach Therapiebeginn hab ich natürlich direkt an Gewicht zu genommen, trotz dürftigem Krankenhausessen. Man verliert auch ordentlich an Wassergewicht, wenn einem die Kohlenhydrate fehlen, schnell habe ich gemerkt, dass ich trotzdem zu viel esse und habe mich dem angepasst.
    Nun habe ich aber das Problem bekommen, dass mein Bauch rund wurde.
    Ich bin erst 20, treibe seit Jahren Sport und habe einen runden Bauch bekommen, ich lebe erst seit weniger als einem Jahr mit Diabeted. So dick sehe ich nicht aus, man kann kaum Fettrollen greifen, aber mein bauch ist kugelrund und steht deutlich hervor, wie bei Bodybuildern die HGH und ebenfalls Insulin missbrauchen. Als Diabetiker hat man deutlich mit Fetteinlagerungen zu kämpfen, selbst wenn das Gewicht insgesamt sich nicht viel ändert. Die Zusammensetzung verändert sich so, dass man trotzdem zu einem höheren Fettanteil tendiert, zu mindest in der Bauchregion, da hier direkt Insulin injiziert wird.

    Damit muss man leben und erst recht auf seine Ernährung achten. Hohe Mengen an Kohlenhydraten und Fetten passen leider nicht so gut zusammen in einer Mahlzeit.
    Diabetes ändert zwar nichts an der Gesamtmasse aber dick wird man definitiv, das sieht man bei vielen Bodybuildern und anderen Kraftsportlern die Anabolstoffe missbrauchen. Die haben oft einen runden Bauch, wobei das auch manchmal an HGH (Wachstumshormonen) und nicht am Insulin liegt.

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