Klatschmagazin-Doppelmoral

Nachdem Tess Munster wiedermal medienwirksam in einer großen Kampagne auftaucht…

tess

Klickte ich mich durch die Bildergalerie von Tess, die äußerst positiv kommentiert war. Anschließend klickte ich mich durch eine Bildergalerie des selben Magazins, zum Thema (zu) dünne Stars und fand es interessant, das gegenüber zu stellen:

shamig

Neugierdehalber habe ich Gewicht und Größe von Kate Bosworth gegoogelt und stieß auf 165 cm und 52 kg, was einen normalgewichtigen BMI von 19,1 bedeuten würde. Ich scheine übrigens ebenfalls nicht mehr schön zu sein, da ich auch „deutlich hervortretende Adern an Händen und Armen“ habe (nach dem Sport über den ganzen Oberarm, das hier ist die faule Couchversion^^).

eww

Fazit:

Schwere morbide Adipositas? Super, go for it, girl!

Normalgewicht mit körperlichen Merkmalen trainierter Menschen? Iiiiih, Adern, isjaeklig machdasweg!

PS: Ich verstehe nicht, warum man Tess auf der H&M Kampagne einen nicht sitzenden BH gibt und dann nichtmal den daraus entstehenden Doppelbusen wegretouchiert. Ganz unabhängig vom Gewicht.

34 Gedanken zu “Klatschmagazin-Doppelmoral

  1. schmalz2014

    Auf dem H&M-Foto sieht Tess grausam aus. Sie scheint auch monatlich dicker zu werden. Ich glaube nicht dass sie den job noch lange machen kann wenn das so weiter geht. Du kennst sicher das auf reddit kursierende Video wo sie aus einer knienden Position nicht mehr aufstehen kann. Bald werden ihre Einschränkungen noch schlimmer werden. Sie ist ja noch keine 30.

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    1. maSu

      ganz ehrlich: Ich wünsche es ihr, dass die Einschränkungen so stark werden, dass sie etwas ändern muss. Irgendwas, was mit Gewichtsverlust auch wieder weggeht oder abheilt.

      Warum?

      Ich würde zu gerne wissen, wie die Frau über ihre Ideologie, Idiotie und ihren kaputten Körper denkt, wenn sie wüsste, wie es ist normalgewichtig zu sein.

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  2. Tess als Model: Ohne Worte.

    Aber mit sehr schlanken, eben dünnen Frauen habe ich immer noch ein (wie sagt man es?) optisches Problem. Du hast meinen Blick schon sehr geschärft, meine Wahrnehmung ist sehr viel kritischer geworden. Ein Tag im Schwimmbad mit deinem Buch im Hinterkopf war eine Offenbarung! Ich musste oft an das Bild der lachenden, dünnen Jungens denken, das du mal gepostet hast. Mir ist zum ersten Mal so richtig aufgefallen, wie viele skinny fat Kinder es gibt…
    Aber trotzdem: Ich mag Frauen immer noch lieber weich. Es ist echt lustig, den unterschiedlichen Stimmen in meinem Kopf zuzuhören: einerseits finde ich einen durchtrainierten Körper (inzwischen!) sehr ästethisch. Sobald aber Abendkleider, luftige Sommerkleidchen oder gar Dessous ins Spiel kommen, finde ich weiche, sanfte Rundungen sehr viel ansprechender. Ich treffe also sachlich und emotional zwei unterschiedliche Entscheidungen, etwas schön zu finden.
    Könnt ihr euch noch an die H&M Kampagne von Anne Nicole-Smith erinnern? Dieses Bild geht mir immer noch durch Mark und Bein :-D.

    Wegen der Adern: öhm, die habe auch… Ich bin 46 Jahre. Die kann ich nich‘ mehr reindrücken. Die sind jetzt da.

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  3. Ein schneller Push-Effekt im Ausschnitt lässt sich am leichtesten über quad boob herstellen… Aber man sollte tatsächlich meinen, dass eine Modekette Wert darauf legt, vernünftige BHs einzusetzen, die besser formen, statt einfach mit zu kleinem BH antreten zu lassen.

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      1. Vielleicht haben die der guten Frau auch einfach nur die „angeforderten Größen“ bereitgestellt, die aber nicht mit ihrer tatsächlichen Fülle übereinstimmen 😉

        Vielleicht wird ja H&M auch zynisch und sarkastisch und das war Absicht 😀 Aber das glaube ich eher nicht.

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    1. Susanne

      H&M BHs gab es früher in 70er Unterbrustumfang. Jetzt findet man das gar nicht. Geschweige denn, wenn man mal mehr als C haben will oder noch schlimmer 70D. Ich hasse das wirklich, wenn sich BHs drehen oder nach oben oder unten verschieben, wenn ich mich bewege. Die sollen gefälligst da bleiben, wo ich sie geschlossen hab. Bei engen Brustbändern ist dann das Problem, dass man richtig stark merkt, wenn die Bügel zu eng sind und auf der Brust liegen. Ich finde das sehr typisch für H&M-BHs, außer man kauft sich einen so großen BH, in meinem Fall dann eventuell 80A, wo die Bügel dann breit genug sind, aber überhaupt kein Halt mehr da ist, weil die 80 cm so extrem elastisch sind und wabbelig, dass der BH bei jeder Bewegung über die Haut wandern oder noch schlimmer über den Busen, dass die Brüste unten rausfallen. Ich hab viel zu viel Leid mit H&M-BHs erlebt bis ich mal rausgefunden habe, dass es auch Hersteller gibt, die viele unterschiedliche Größen machen, wie Panache, was leider mehr Geld kostet.

      Das erste Bild macht mir Angst, es wirkt nicht mehr wirklich menschlich auf mich. Da ist das menschliche Gesicht, das gut zu erkennen ist und dann ist da der viel zu große Körper. Mir tut ihr Skelett sehr Leid.

      Wenn ich Sport mache oder so posen würde, wie die schlanke Frau, würde mein Hals udn die Hände auch mit ein bisschen Übergewicht so aussehen. Menschen haben nunmal Sehnen überall, was ist denn daran hässlich? Venen stehen bei mir schon immer bei Wärme und Anstrengung ab. Da ändert sich nichts, ob meine Arme und Beine normal- oder übergewichtig sind.

      Ich find auch, dass wenn man dünn ist, heißt es ja nicht automatisch, dass man hart ist. Wenn Muskeln entspannt sind, sind sie ja auch relativ weich und die Haut an sich macht einen Körper ja auch weich.

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  4. Unglaublich

    Auf dem Schwarz/Weiß Foto sieht das Model aus wie eine schlechte Karikatur ihrer selbst.
    Warum das jetzt so hochgejazzt wird, kann ich mir nur mit dem momentanen Zeitgeist des „anything goes and everyone nice“ erklären. Scheint momentan hipp und trendy zu sein, alles mögen zu sollen und dafür immer fragwürdigere Erscheinungen herbeizuzaubern.

    In ein/zwei Jahren kräht kein Hahn mehr nach ihr, da werden wieder andere Säue durchs Dorf getrieben..

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  5. maSu

    Ich finde gut sichtbare Venen an den Armen und Beinen eher schön, denn:

    Nur Menschen mit geringem KFA und recht hoher Muskelmasse haben diese sichtbaren Venen. Das ist ein Zeichen von Fitness und Gesundheit für mich.

    Aber ich habe schon oft gehört „iiih deine Adern….“ und dann denke ich mir immer: Wieso kritisieren Menschen, die nicht einmal eine Kniebeuge schaffen, meinen Körper? Was stimmt mit denen denn nicht?!

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    1. Sandra

      Ach guck mal, wieder was gelernt. Ich hatte keine Ahnung, dass das mit KFA/Muskelmasse zu tun hat. Vielleicht kann ich die Adern jetzt mit etwas anderen Augen sehen. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich die tendenziell etwas eklig finde. Nicht, weil ich pro fat wäre, sodass Anzeichen von Fitness ganz abstoßend für mich sind (ich wusst’s ja bis grad nicht mal), es hat eher was mit „das ist Körperinneres, das will ich nicht außen sehen“ zu tun. So wie Blut. Oder OP-Bilder, wo der Chirurg mal eben ’nen Darm in der Hand hat. Das gehört für mich halt eher „behind the scenes“. (Auch wenn im Fall der Adern noch die Hautbarriere dazwischen ist und es dadurch viel harmloser ist. Gehört für mich trotzdem in die Kategorie.)

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  6. Muesli

    Ich bin ja inzwischen der Ansicht, dass einige westliche Gesellschaften unter einer Form der verdrehten Körperwahrnehmung leiden, und sich unser kompletter „Normwert“ so verschoben hat, dass wir „übergewichtig“ als „Normalwert“ sehen.

    Blöderweise sind wir aber nicht so weit dass sich die Natur unserer Vorstellung von Normal anpasst, und so sind dann halt inzwischen mal 50% der erwachsenen US-Amerikaner entweder vordiabetisch oder schon ganz.

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  7. … was mich ja immer bei solchen Mega-Plus-Size-Models beschäftigt: wie würde die erst aussehen mit einigen Kilos weniger auf den Rippen? Tess hat ja jetzt schon ein wunderschönes Gesicht!

    Übrigens: Ich als (noch) übergewichtige Person (aber jetzt schon 8 kg leichter nach 4 Wochen „Fettlogik überwinden) empfinde es interessanterweise WENIGER kaufanziehend, wenn ein Plus-Size-Model „meine“ Mode präsentiert. Geht es Euch (also denen, die noch nicht am Ziel sind) auch so? Kauft/Bestellt Ihr auch lieber, wenn ein schlankes/normalgewichtiges Model für die Kleidung wirbt? Das ist jetzt Küchenpsychologie, aber vermutlich hoffe ich, dass das Schlankaussehen dann auf mich abfärbt 😀

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    1. Susanne

      Könnte auch einfach Gewohnheit sein, weil du an die schlankeren Models schon seit der Kindheit gewohnt bist und die dickeren für sich dadurch seltsam ungewohnt aussehen. Die Kleidung wird an dir ja nicht unbedingt so aussehen wie an dem Model, egal wie dünn oder dick das Model und du seid, weil ihr zwei unterschiedliche Personen seid. Das wäre meine Vermutung.

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    2. maSu

      Da du dünn sein möchtest (so interpretiere ich deine offensichtlich schon erfolgreich begonnene Diät), willst du dich eher mit schlanken Menschen identifizieren.

      Selbst jene, die nicht abnehmen wollen, schauen mMn lieber bei schlanken Models auf die Kleidung, da diese XXXXXXXXXXXXXXL Models (anders kann man Tess nicht mehr nennen…) einem quasi einen wenig erfreulichen Spiegel vorhalten.

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    3. Küchenpsychologie hin oder her. Ich sehe mir auch lieber Mode an schlanken Models an. Nenn es Gewohnheit oder Wunsch nach Ästhetik, aber Models wie Tess Holliday wirken auf mich abstoßend (sorry, aber ich kann nix dafür) *schäm*

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  8. Shark

    Wieder eine gekonnte Pose, die T. Holliday da auf ihrem Instagram-Bild einnimmt. Das versteckt den hängenden Winkespeck an den Oberarmen, das Dreifachkinn, die Ringe an der Hüfte und die Krater in Po und Oberschenkeln.

    So kann jeder „schön“.

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      1. Shark

        Ich finde es schon gekonnt – dafür, dass bei dem Foto ja nichts extra ausgelichtet und retuschiert wurde. Runder Hintern, runde Brüste. Das präsentiert, was bei Liebhabern dieser Körperfülle als ansehnlich empfunden wird.
        Ich glaube ich habe von Tess Holliday noch kein (unbearbeitetes) Bild gesehen, auf dem sie ebenso leichtbekleidet ganz normal frontal steht. Oder kennt hier jemand eines und hat einen Link?

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      2. TutziFrutzi

        Wird dann wohl auf „Geschmackssache“ hinauslaufen.

        Für mich wurde auf dem Bild komplett alles getan, um mich einzuschüchtern. „Straff“ oder „rund“ ist da nichts. Im Gegenteil – nicht mal die üblichen Cellulite-Krater sind weggelogen worden.

        Ich will ja nicht ausschließen, dass es Männer gibt, die das toll finden. Aber ich denke, die meisten Männer fühlen sich besser, wenn sie mehr Volumen haben als ihre Partnerin.

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  9. TutziFrutzi

    Bei der Bildunterschrift kommt mir das kalte Kotzen.

    „Ist das noch schön? Mit sehnigem Hals und deutlich hervortretenden Adern an Händen und Armen ließ sich Schauspielerin Kate Bosworth am 10. April bei einem Event in New York blicken“

    Himmelsackratte! Wie KANN sie es nur wagen?!

    m(

    Einerseits BodyPositive heucheln, andererseits darf man sich mit sehnigem Hals nicht einmal mehr blicken lassen, um nicht irgendwie angegangen zu werden? Geht’s noch? Außerdem muss man schon GANZ schön dick sein oder unter chronischem Jodmangel leiden, damit die Sehnen am Hals nicht mehr sichtbar sind.

    Und … was haben die alle gegen Adern? Die treten bei so ziemlich jedem normalgewichtigen Menschen hervor. Man muss einfach nur die Arme eine Zeit lang nach unten hängen lassen. Schneller geht’s, wenn man dabei irgendetwas in der Hand hat.

    Wenn oberhalb der Brüste Rippen zu sehen sind, wenn die dickste Stelle vom Unterarm nicht wesentlich breiter ist als das Handgelenk – DANN denke ich mir eventuell „Die ist zu dünn“ – Aber hier ist doch alles in Ordnung.

    Aber ich würde das generell nicht SO ernst nehmen. Man kann klasse Traffic generieren, indem man irgendeinen Rotz schreibt. „Bachblüten wirken gegen Krebs“, „Homöopathie heilt ADHS“, „Astrologie funktioniert“ – und schon hat man Hunderte von Kommentaren.

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      1. TutziFrutzi

        DANN denke ich mir eventuell “Die ist zu dünn” – Eventuell, eben. Kommt aufs Gesamtbild an.

        Ich würde da jetzt auch keine mathematische Formel aufstellen wollen, in der ich „Umfang hier“ mit „Umfang dort“ in ein Verhältnis setze und die Ergebnisse tabellarisch einordne … Also SO „streng“ war das ganz gewiss nicht gemeint.

        🙂

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