Fehleranalyse.

Gestern kam mal wieder eine Mail mit Abnehm-Update. An der Stelle mal ein allgemeines Danke dafür. Ich freue mich immer total über Mails mit Feedback zum Buch oder darüber wie es läuft und natürlich Bilder und Kurven (letztere füge ich immer fleißig in die Kurven-Sammlung ein).

Die gestrige Mail fand ich besonders genial als Anti-Fettlogik-Beispiel, daher habe ich gefragt, ob ich sie zitieren darf. Ich darf:

Ich schicke mal wieder ein kurzes Update. Nachdem Juni und Juli nicht so ganz meine Monate waren, bin ich mit 30.7. wieder durchgestartet. Im Juni war ich super frustriert, ich hab laut meinen Aufzeichnungen ein schönes Defizit gegessen und es tat sich… nichts. Nada. Njente. Im Juli war ich dann zwei Wochen in Italien auf Urlaub, wo ich beim Essen schon aufgepasst habe und jetzt nicht überschwänglich gefuttert habe. Und wieder in Wien angekommen, hab ich mir eine FitBit gekauft. Und zwar die, die permanent den Herzschlag misst. Tja, die ersten Tage im August hab ich mich erst mal von meinem Schreck erholen müssen. Das schöne Defizit, das ich immer gedacht hab, hat gar nicht existiert, ich hab nämlich einen super energiesparenden Alltag…

Selbst, wenn ich laufen gehe, schaffe ich grad mal mit Mühe und Not 2.300 kcal an Verbrauch. Die FitBit zeigt auch für mein HIIT Training und fürs Laufen deutlich weniger an als Runtastic mit Brustgurt (wo ich den „normalen Verbrauch“ eh schon raus gerechnet hatte). Nachdem ich mich von meinem Schreck erholt hab, hab ich an der Kalorienschraube gedreht und siehe da: doch kein Perpetuum Mobile :-). In dem Monat, seitdem ich aus Italien zurück bin, sind schon 4,3 kg gepurzelt, was ich sehr erfreulich finde :-). Noch 4 kg zum Normalgewicht :-). Und seit der ersten Seite „Fettlogik überwinden“ sind es schon 7,3 kg :-).

Dabei musste ich an den Blogartikel von Onyx denken, die sich ebenfalls mit dem Thema „weniger abnehmen als erwartet“ befasste, mit dem Fazit:

Und dennoch sind die erhofften Erfolge ausgeblieben. Ich dachte immer wieder: “Wie zur Hölle kann DAS sein? Ich esse weniger und anders, einfach viel bewußter als früher, ich treibe Sport. Wie kann es sein, dass sich das nicht bemerkbar macht?” Ich begann also wieder, mich intensiv selbst zu beobachten und checkte irgendwann: Es sind die Nächte. Wenn ich abends lange wachliege oder nachts wach werde, bekomme ich oft Appetit. Und geistesabwesend wie ich dann bin, realisiere ich nicht so bewußt wie am Tag, ob der Snack jetzt wirklich sein muß oder nicht, sondern tapse einfach in die Küche. Früher gab es dann spontan Schokolade. Die habe ich jetzt nicht mehr im Haus, aber dafür Joghurt oder Käse. 1 Scheibe hier, ein Becherchen da. Es sind keine Fressorgien, bei denen ich mal eben 500 oder mehr kcal zusätzlich in mich reinfuttere, aber es sind eben die gern vergessenen Kleinigkeiten, die man unter den Tisch fallen lässt. “Ach komm, die eine Scheibe Käse, die kann es doch nicht ausmachen”. Mein Kaloriendefizit war also schlicht nicht so groß wie ich dachte, um nach so kurzer Zeit schon spürbar zu werden.

Es tat sehr gut, zu erkennen, welche Fehler ich trotz aller Erkenntnisse immer noch mache. Klingt paradox, aber es ist einfach so, dass sich fiese kleine Gewohnheiten am leichtesten überwinden lassen, wenn man selbst drauf kommt.

Also zwei ganz ähnliche Probleme mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen. In einem Fall wurde von einem zu hohen Verbrauch ausgegangen, im anderen Fall die Kalorienaufnahme geringfügig aber spürbar unterschätzt. Beides führte dazu, dass das Defizit wesentlich kleiner ausfiel oder gar nicht mehr vorhanden war.

Was ich an beiden Beispielen so postenswert finde, ist die gelungene Fehleranalyse. Beide haben der Sache ausreichend Zeit gegeben, so dass auszuschließen war, dass es sich um kurzfristige Wassereinlagerungen o.ä. handelte. Und als klar war, dass mehrere Wochen kein Fettabbau erfolgt war, gingen sie auf Ursachenforschung an den beiden möglichen Problempunkten: Energieaufnahme oder Energieverbrauch.

Hätte sich an der Stelle ganz sicher kein Fehler gefunden (im Buch habe ich ja eine relativ lange Liste mit möglichen Fehlerquellen) wäre der nächste sinnvolle Schritt ein Arztbesuch gewesen um Erkrankungen/Mängel auszuschließen, die zu starken Wassereinlagerungen führen. Sollte euer Energieverbrauch deutlich unterhalb des erwarteten Wertes liegen und nicht durch wenig Muskelmasse oder eine falsche Berechnungsformel erklärbar sein (bei starkem Übergewicht und je nach Berechnungsformel liegt der ausgespuckte Verbrauch zu hoch weil Fettgewebe weit weniger Energie verbraucht als anderes Gewebe) und wenn dazu noch andere Symptome wie extreme Erschöpfung, übermäßig viel Schlaf, ständiges Frieren, Wassereinlagerungen, Schwäche und Kreislaufprobleme, Konzentrationsstörungen o.ä. dazu kommen, könnte auch eine Schilddrüsenunterfunktion den Energieverbrauch etwas drücken. Diese Probleme fallen natürlich besonders ins Gewicht, wenn das Kaloriendefizit eher gering ist (<500kcal) und die erwartete Abnahme bei unter 1 Pfund pro Woche liegt. In so einem Fall können 200-300kcal Rechenfehler natürlich bereits dafür sorgen, dass die Waage sich so gut wie gar nicht bewegt.

Wie sind eure Erfahrungen bisher? Lief alles wie erwartet oder seid ihr auf (ähnliche) Probleme gestoßen?

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53 Gedanken zu “Fehleranalyse.

  1. Ich habe mich in den letzten Monaten auch gewundert, woran es liegt, dass ich nicht viel mehr abnehme. Bis ich dann mal angefangen habe, meine Nahrungszufuhr in MyFitnessPal zumindest teilweise einzuklöppeln. So viel esse ich gar nicht. Aber im Laufe des Tages trinke ich manchmal sechs Tassen Kaffee und da kommt dann jeweils mindestens 100ml Vollmilch rein. Somit hat jede Tasse Kaffee bei mir 64,0 kcal. Das sind am Tag plötzlich mal eben gut 400kcal extra! Upsi.

    Im Moment grübele ich noch, wie wichtig mir der Milchkaffee mit Vollmilch ist. Und ob ich nicht besser auf fettarme Milch oder weniger Kaffee oder Kaffee mit Kokosmilch umsteige. Ich befinde mich da noch auf der Suche.

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      1. Mit magerer Milch schmeckt mir Kaffee nicht. Kokosmilch hat einen anderen Eigengeschmack als Milch und deshalb schmeckt er mir damit auch.
        Mit Alpro Kokosmilch komme ich auf 20kcal pro Kaffee. Also gut 1/4.
        (mich ärgert daran aber wiederum, dass es ein hochverarbeitetes Lebensmittel ist….)

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      2. TutziFrutzi

        Magermilch oder Vollmilch in den Kaffee?

        War mal ein „Streitpunkt“ zwischen mir und meiner Freundin. Klar hat Magermilch weniger als halb soviel Fett wie Vollmilch. Aber die hat trotzdem mehr als halb soviele Kalorien.

        Wir haben das echt mal abgemessen. Mit Vollmilch tun wir beide weniger Milch in den Kaffee als mit Magermilch. Und zwar beide SO viel weniger, dass der Schwumps Vollmilch letztendlich nur ca. zwei Drittel der Kalorien hat wie der Schwumps Magermilch.

        Das gilt aber nur für Kaffee. Sobald man Milch auch ins Müsli kippt – und ich esse kein Müsli – kippt die Rechnung wieder eindeutig in Richtung Magermilch.

        –> Wenn man Milch nur für Kaffee braucht, ist zum Kalorien-Sparen meiner Ansicht nach Vollmilch die bessere Wahl. Ich glaube, es ist in erster Linie das Fett in der Milch, das die Bitterstoffe vom Kaffee abfängt. Die weiteren Inhaltsstoffe der Milch haben allerdings auch Nährwert.

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    1. Fräulein A.

      Bei mir war es auch Kaffee mit Milch und Zucker… trinke mittlerweile nur noch morgens daheim eine Tasse Kaffee mit 100 ml fettarmer Milch (47 kcal) und Süßstoff. Auf der Arbeit trinke ich schwarz mit Süßstoff… man gewöhnt sich an alles ^^

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  2. Closer Than Yesterday

    Ich hatte die letzten Jahre nur Schwankungen innerhalb des Normbereichs und da war mir immer vollkommen klar, warum es dann drei, vier Kilo mehr auf der Waage waren. Wenn ich längere Zeit ungesund (d.h. auch oft Fast-Food etc.) gegessen habe, nahm ich zu und wenn ich bewusst gegessen habe mit weniger Ausnahmen, nahm ich ab bzw. habe das Gewicht gehalten. Damit die überschüssigen drei, vier Kilo wieder gingen, habe ich Kalorien gezählt, wobei das oft nur Näherungswerte sind. Man hat nie komplette Sicherheit und es klappt trotzdem.

    Wenn man seine Sicherheit jedoch vergrößern möchte, kann ich eine Körperanalyse nur sehr empfehlen. Die Rechner im Internet sind oft schon recht zutreffend, aber da bleibt die Zusammensetzung des Gewichts unberücksichtigt. Eine Analyse kostet zwar einmalig Geld (und bei größeren Veränderungen sollte man es irgendwann wiederholen), ist aber sehr interessant und aufschlussreich. Dort wird dann auch der Grundumsatz berechnet in Abhängigkeit von vorhandenen Muskeln und Co. Beim Leistungsumsatz können sich natürlich wieder Fehler einschleichen, aber dann hat man schonmal einen Wert, der sehr genau ist (sofern man eine segmentelle Messung machen lässt) und eine Unsicherheit rausgenommen.

    Womit ich ganz gut klar komme ist, den Leistungsumsatz für das „normale“ pauschal zu kalkulieren. Wenn ich dann die Wohnung putze, einkaufe etc. rechne ich mir nichts mehr extra hinzu als Verbrauch. Sport messe ich aber separat, weil der Verbrauch an den Sporttagen um Einiges höher ist und ich an diesen Tagen auch etwas mehr essen muss.

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  3. Danger Mouse

    Da ich zum Unterschätzen neige, habe ich mich ganz bewusst in die Gegenrichtung gesteuert. Das mache ich im Alltag auch oft so, z. B. stelle ich die Uhr im Bad auf später, damit ich morgens noch ein paar Minuten Puffer habe. Auch wenn ich um den Betrug weiß, funktioniert er doch. Ich habe also, wie du ja auch geraten hast, fddb.de auf dem niedrig möglichsten Aktivitätslevel benutzt und bei Sport immer die niedrigste Kategorie eingegeben (langsames Fahrradfahren zB auch als ich schon etwas schneller unterwegs war). Treppensteigen, Spazierengehen usw. habe ich gar nicht eingerechnet, auch wenn ich das viel öfter als sonst gemacht habe. Bei auswärtigem Essen bin ich immer von sehr großzügigen Portionen ausgegangen. Ich habe dann ab einem bestimmten Punkt dann sogar mehr abgenommen, als die Rechnung hätte ergeben sollen.

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    1. Bei mir läuft es „so mittel“, minus 1 kg im Monat, seit ich das Buch gelesen habe, sind es vier. Das wäre eigentlich völlig in Ordnung, wäre ich nicht so ungeduldig;) Bis Silvester sollen am liebsten noch 7 kg weg, da muss ich wohl mal die Differenz ein bisschen erhöhen. Die letzten drei Wochen waren stressig bei mir (Mann im Krankenhaus und viel zu tun im Job), da hab ich öfter mal fünfte gerade sein lassen. Ich wüsste gern, welches FitBit das ist, das permanent den Herzschlag misst.

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      1. Ich war auch kurz neidisch weil ich dachte, es sei ihr normaler Tagesbedarf 😀 Bis ich nachgefragt und verstanen habe, dass das ein Sporttag ist. Damit kann ich leben *Neid wieder wegpack*^^

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    1. pünktchen

      Ich empfehle einen Milch-Vampir aka Säugling.
      Ich komme damit wohl sogar an Gammeltagen auf ca. 2400 kcal.

      Allerdings neigt der kleine Vampir allmählich dazu, sich nach anderweitigen Nahrungsquellen umzusehen und es wird wohl immer unkalkulierbarer.
      Darum rechne ich damit gar nicht, auch nicht mit der halben Stunde HIIT am Tag. Mir ist die Rechnerei und Abschätzerei zu unsicher.

      Wenn ich den Input wiege und zähle, läuft es ganz gut, lasse ich es schleifen oder einreißen nicht. Wahrscheinlich habe ich auch mehr Defizit als ich ahne, verbocke es mir aber mit den Tagen, die ich als „eh schon egal“ eingestuft habe. Da bricht die Disziplin dann leider zusammen. Solange ich mir danach aber immer wieder motivieren kann, ist die Tendenz nach unten anhaltend. 🙂

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  4. Tom

    Hallo Fr. Hermann,
    jetzt schreib ich auch mal was nachdem ich heimlich immer mitlese.
    Ich bin angefixt! Bin aber überfordert und unsicher mit welcher technischen Unterstützung ich da Projekt angehen soll. Meine aufgenommenen Kalorien schreibe ich seit einer Woche in FDDB auf. Das klappt gut auch mobil (App oder mobile Website).
    Aber mit den Tagesverbrauch an Kcal komm ich nicht klar
    FDDB: (Ich 34 J., 179cm, 109,6kg, männlich, 7000-10000 Schritte/Tag) soll laut FDDB einen Tagesbedarf von 2900 kcal haben (Angaben: leichte Tätigkeit und kein Sport (weniger geht nicht)) DAVID WINKLER TABELLE: (ohne Tätigkeit PAL1,3) 2430 kcal
    FITBIT: (Ich besitze einen Fitbit One und bewege mich laut dem zwischen 7000-12000 Schritte) Verbrauche ich pro Tag im Schnitte so 3300 kcal (siehe Bilder http://up.picr.de/22975134or.jpg http://up.picr.de/22975135gy.jpg)
    puh, was soll ich denn nun tun??? Ich hoffe du hast nen guten Tip für mich
    VIELEN DANK FÜR DEIN TOLLES PROJEKT UND BUCH

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    1. Hi 🙂 Bei „angefixt“ hatte ich gerade die Assoziation von mir in einer dunklen Ecke, wie ich Leuten heimlich Kalorientabellen zustecke 😀

      Die Verbrauchsrechner sind an sich nur gut um einen ersten Anhaltspunkt zu bekommen. Den tatsächlichen Bedarf berechnet man besser irgendwann an der Realität, also nach 1-2 Monaten der Vergleich zwischen der Abnahme und dem gegessenen Defizit.
      Ich persönlich würde bei deinen Ausgangswerten wohl mal grob mit 3000kcal Verbrauch rechnen und schauen, wie sich in 1-2 Monaten das Gewicht entwickelt. Wenn du (einfach mal ins Blaue irgendeine Zahl) 2000kcal isst, müsstest du in 4 Wochen damit etwa 4kg Fett abnehmen, und da anfangs noch etwas Wasser dabei ist, sollten es eher um die 5kg auf der Waage sein. Wenn die Abnahme in 4 Wochen deutlich darüber oder darunter liegt, würde ich die Bedarfsberechnung entsprechend nach oben oder unten korrigieren und schauen, ob das mit dem Defizit dann passt 🙂

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    2. Mein wichtigster Tip zu solch ungenauen Daten: worst case annehmen und große Sicherheitsmargen, sprich großes Defizit.
      Also ich würde an deiner Stelle erst mal als Arbeitshypothese die 2430kcal annehmen und maximal so 1500kcal täglich essen, so daß du auf jeden Fall abnimmst. Im schlimmsten Fall nimmst du dann nur ca. 1kg pro Woche ab, im besten Fall mehr.
      Im Laufe der Wochen, wenn das Wasser raus ist und du gleichmäßig abnimmst kannst du dann ja noch mal anhand des Gewichtsverlustes berechnen, wie hoch dein Defizit und damit dein Umsatz tatsächlich ist.

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      1. Na klar, du nicht? ^^
        Wobei ich das ehrlich gesagt nicht ungewöhnlich finde. Das Ziel ist abnehmen und wenn ich die Wahl zwischen einer Strategie habe, die das Ziel auf jeden Fall und bei Abweichungen nur schneller erreicht und einer, wo ich bei Irrtümern ggf. nicht weiterkomme nehme ich doch die erste, oder? Andererseits, wenn das immer alle so machen würden hätte RTL2 nix zu senden…

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      2. Stimmt schon. Ich habe anfangs auch eher konservativ gerechnet und mich dann gefreut, schneller zu sein. Allerdings hatte ich anfands noch nicht wirklich mit konkreten Zahlen gerechnet sondern mehr so „Gefühlsschätzungen“ abgegeben. ^^

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      3. Mona

        Ich mache auch den worst case beim Bedarf berechnen, aber ich mache dazu keinen extra großen Defizit. Ich trage alles aufgerundet im Nachhinein ein und dann seh ich, dass ich mal 1000 kcal, mal 2800 kcal gegessen hab.
        Ich hab gerade geschaut, ich bekomme dann pro Monat ca. 10 Tage, wo ich genug oder zu viel esse, 10 Tage mit Defizit größer oder gleich 500 kcal und die restlichen 10 Tage mit Defizit von 100 bis 300 kcal. Ich nehme so ca. 250 bis 500 g pro Woche ab, das reicht mir. Mir würden auch 200 g pro Woche im Durchschnitt reichen, dann dauert es halt länger für die letzten 10 kg.
        Hab in 4 Monaten 7,5 kg abgenommen und bin dabei eher schneller als langsamer geworden. Na ja, bei den paar Gramm macht es nicht so einen riesigen Unterschied, bin dann halt 4 Monate früher oder später „fertig“.

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    3. Ich hatte dasselbe Problem, nachdem ich fddb und mein fitbit miteinander verbunden hatte. Nach etwa 1 Woche habe ich dann kapiert, dass in dem von fddb ausgerechneten Wert schon Aktivitätskalorien eingerechnet sind. Stellt man also fddb auf automatische Verbrauchsberechnung und verlinkt dann ein fitbit, werden die Aktivitätskalorien im Prinzip doppelt berechnet. Das Problem lässt sich umgehen, indem man den Verbrauch bei fddb manuell auf den Grundumsatz (BMR) setzt, dann werden die Verbrauchswerte aus dem Fitbit nur einmal berechnet. Ich habe den BMR genommen, den ich mit Zielgewicht hätte. Das Endergebnis entspricht ziemlich genau dem, was die fitbit App als verbrauchte Kalorien anzeigt. Und eine Synchronisation mit dem Fitbit erfolgt nur einmal am Tag.

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  5. maSu

    Mein Ratschlag:

    Täglich wiegen. Die Tendenz beobachten. Hat man Daten aus ca. 2 Wochen kann man sich mit Excel (oder mit Augenmaß) die Tendenzlienie einzeichnen lassen. Wählt man den linearen Verlauf gibt Excel sogar die Steigung dieser Kurve an (aus die Tendenzlinie klicken).

    Die Steigung der Kurve ist beim täglichen wiegen genau der tägliche Gewichtsverlust.

    Man kann das auch mit Augenmaß machen: Man nehme einen Startzeitpunkt (realistische Werte nehmen, nicht einen mit maximalen Wassereinlagerungen!) und einen Endzeitpunkt (siehe Schätzung Startzeitpunkt) und teilt dann den Gewichtsverlust durch die Anzahl der Tage.

    Wenn man dann weiß, dass man 150g pro Tag verloren hat und wenn man weiß, dass man genug Krafttraining macht und sich Eiweißreich ernährt, dann kann man davon ausgehen, fast nur Fettgewebe verloren zu haben.

    1g Körperfett = 7kcal.

    Also hätte man bei 150g Gewichtsverlust pro Tag dann ein Defizit von 1050kcal.

    Jetzt vergleicht man dieses tatsächliche und nachgewiesene Defizit mit dem, was man bei der Ernährung eingeplant hat.

    Sind beide Defizite einigermaßen gleich: Alles in Ordnung.

    Gibt es große Abweichungen: Fehler finden und korrigieren. 2 Wochen erneut auf die nun korrigierte Ernährung achten und täglich wiegen, erneut erwartetes und tatsächliches Defizit vergleichen. Gucken ob der Fehler beseitigt ist.

    Fehler noch da? Nochmal nach möglichen Fehlern in der Ernährung suchen, diese beseitigen und 2 Wochen einhalten und wiegen.

    So lange wiederholen, bis das tatsächliche und was erwartete Defizit identisch sind.

    Vorteile:
    Man kann seinen Energiebedarf sehr genau bestimmten.
    Man bekommt klare und unmissverständliche Rückmeldungen, wenn man sich verschätzt.

    Ich habe mein Wunschgewicht und mein Sixpack endlich erreicht. Glaubt nicht, ich hätte mit dieser Methode aufgehört. Es ist Routine geworden. So kann ich auch meinen Muskelwachstum kontrollieren:
    So lange ich nicht an Körperfett zulege (würde ich am Bauch oder an den Beinen sehen, da insbesondere an den Schienbeinen die Venen nicht mehr so sichtbar wären!) deutet jede Gewichtszunahme auf Muskelwachstum hin.

    Ich finde es einfach super interessant meinen Körper zu beobachten und zu verstehen. Es ist ein geniales Gefühl, wenn man weiß, dass man alles so genau formen und kontrollieren kann.

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  6. Meine größten Probleme lassen sich eigentlich auf zwei Dinge herunterbrechen:

    1. Man kann nicht in Lebensmittel reinschauen. Es ist wahnsinnig schwierig zubereitete Speisen vernünftig einzuschätzen, wenn man a) nicht alles abwiegt und b) nicht weiß, was da alles reingesteckt wurde oder c) drauf steht was und wieviel drin ist. Trotz allem hat sich FDH für mich eigentlich bisher ganz gut bewährt.

    2. Soziale Sabotage ist ein Arschloch. Ständig wird einem was untergeschoben. Ständig irgendwelche Festivitäten. Ständig dieses „Das bisschen macht doch nix“. Wenn ich das weiter ausführen muss, muss ich aber über meine Freundin ablästern.

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    1. Danger Mouse

      Nr 1. hab ich mit FDDB ganz gut in den Griff gekriegt, indem ich die Listen benutzt habe. Ich hab Rezepte, die ich oft koche, die Zutaten beim ersten Zubereiten während des Abnehmens alle einzeln abgewogen (bei Nudeln und Reis nach dem Kochen) und das dann in der App Liste zusammengestellt. Das war einmal etwas Frickelarbeit, aber wenn ich das dann nochmal gekocht habe, brauchte ich das nicht nochmal machen. Und du kannst sogar Quantitäten bestimmen, und sagen „von dem Gericht hab ich eine Portion von 100g gegessen“. Geht auch bei sowas wie meinem Morgenkaffee – einmal musste ich halt die Liste erstellen mit „2x Espresso + 50 ml 1,5 Milch + 1 Süßstofftablette“ und ab da wars dann nur noch ein Klick morgens und fertig.

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      1. Ui, das geht ja tatsächlich. Ich nehme bisher immer Portionen, die einem geraden Teil der Gesamtmenge entsprechen. Wobei ich bei selbstgekochten Gerichten da das Problem sehe, daß Teile des Wassers in den Zutaten verkochen, was die Angaben verfälschen würde.

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    2. Danger Mouse

      @Balrog (kann man auf Antworten nicht antworten oder bin ich grad zu doof?)

      Das habe ich beim Fremdessen gelöst, indem ich von den Kalorien eines gleichklingenden Fertiggerichts ausgegangen bin.

      ZB wenn wir Pizza essen waren, hab ich mich an den Kalorien einer Fertigpizza orientiert. Passt natürlich nie ganz, aber wenn du nochmal 100g draufrechnest, solltest du im allerschlimmsten Fall zu viele Kalorien eingerechnet haben, was ja für deinen Zweck nicht schädlich ist-.

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  7. Tom

    Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Dann mach ich das mal so, dass ich mir jeden Tag aufschreibe (FDDB) wieviel Kcal ich zu mir nehme. Dann nehm ich die Wochenkalorien die ich laut Fitbit verbrauche und schau wie das mit meiner Gewichtsentwicklung (mit 1kg Minus entspricht 7000kcal) übereinstimmt. (Muss ich mir nur noch ne Waage kaufen, die nicht um bis zu 0,7kg unterschiedliches Gewicht anzeigt wenn ich innerhalb von 5 Min. 3 mal drauf steige.)
    Danke!

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  8. Stefanie

    Interessantes Thema, dann muss ich jetzt wohl doch noch mal anfangen Daten zu vergleichen – David Winkler und FDDB sowie Fitnessstudio und Germin Fenix 3 (die ebenfalls einen Schrittzähler enthält). Denn so könnte es natürlich – zusammen mit einigen anderen Schludrigkeiten zu Fehlern gekommen sein und ich möchte ab nächste Woche mich doch auch endlich wieder daran begeben meine letzten 10 kg loszuwerden

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  9. Ich muss einfach mal loswerden, dass ich mich unheimlich glücklich schätze, so ein liebevolles Exemplar Mann zu haben.
    Wir manipulieren uns gegenseitig nicht und gehen gut miteinander um und ich bin so dankbar dafür, dass es einfach funktioniert.
    Ich wäre enttäuscht, wenn er mir nicht sagen würde, dass ich in irgendeiner Klamotte unvorteilhaft aussehe. Auch wenn es mal kurz zwickt, wenn ich zu hören bekomme „du… die Hose würd ich nicht anziehen, wenn ich du wäre“ – ich bin so froh, dass er mich nicht ins offene Messer rennen lässt, ich kann mir so schlecht selbst auf den Arsch schauen (bzw. ist mir meine Zeit dafür oft zu schade, hihi).
    Wenn die Beziehung voll von grundlegender Wertschätzung und Achtung voreinander ist, kann man sich fast alles sagen – auch mal im falschen Ton, wir sind schließlich auch nur Menschen mit Launen und Stimmungen. Aber man weiß dann trotzdem, dass man es nicht als Angriff auf die eigene Person nehmen muss, dass es grad eher was mit dem anderen zu tun hat als mit der Beziehung oder einem selbst, weil einfach das Fundament stimmt. Das was in der Geschichte beschrieben ist, der Umgang miteinander, ist vor keinem möglichen Beziehungshintergrund für mich zu rechtfertigen. Wenn ich mich z.B. manipuliert fühle vom selbstmitleidigen Gejammer einer anderen Person und ich mit dieser anderen Person in einer engen Beziehung lebe (sprich, ich bin dem ausgesetzt und kann mich nicht einfach entziehen), kann zwar eine gewisse Portion Ironie bei der „Heilung“ helfen, aber es liegt doch ziemlich sicher mangelnder Selbstwert zu Grunde – ist es nicht sinnvoller zu gucken, was das wirkliche Problem ist und ob man DAS irgendwie lösen kann?

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  10. Ich wurde am Anfang irre. Weil’s immer ne Woche dauert, bis sich der (digitale) Zeiger bewegt. Der schwabt immer 200, 300 Gramm am oder über dem letzten Gewichtsverlust. Eine Woche lang. Und plötzlich und unerwartet sind wieder 700, 800 Gramm runter. Dann freue ich mich wie Bolle. Und warte wieder ne Woche…
    Dein Buch hat mir dabei geholfen, die Aufs und Abs (besonders die Aufs!) zu akzepieren. Nicht gleich das Handtuch zu werfen und zu überlegen, ob ich mich beschummelt habe oder ob alles im grünen Bereich ist. Und ich tracke jedes verdammtes Bonbon, jeden Esslöffel Essig und auch den halben Apfel. Da ich zur Zeit einfach keinen Bock auf Sport habe, geht’s halt langsam. Aber ich hatte Jahre Zeit, mir das Fett anzufuttern, da brauche ich jetzt nicht in Hektik zu verfallen.
    Ab nächste Woche kommt Sport dazu. Dann kann ich immer noch hektisch werden…

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  11. Mein Problem ist, dass es mir schwer fällt den Eiweißanteil zu erhöhen ohne dabei auch die Kalorienanzahl gleich mit hoch zu schrauben. Allerdings scheint es mit dem Gewichtsverlust weiterhin zu klappen, obwohl ich nach meinen Rechnungen zu viel Kalorien zu mir nehme. Könnte allerdings daran liegen, dass ich meinen Verbauch unterschätze. Runde da nämlich zu Sicherheit gerne nach unten ab und möglicherweise habe ich schon mehr Muskeln aufgebaut als gedacht.

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      1. Mit vergleichbaren habe ich es auch versucht, aber um auf über 100 Gramm Eiweiß zu kommen müsste ich davon ja regelmäßig 3 Pakete oder mehr essen und so günstig ist das leider auch nicht. ^^

        Glaube aber mein Problem ist wirklich, dass ich mit meinen Berechnungen zu sehr auf sicher gehe. Also ich schätze wohl wirklich meinen Verbauch wohl etwas zu niedrig und meine Aufnahme etwas zu hoch ein.

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  12. gunsen

    Bis knapp 67 kg (männlich, 182 cm) lief alles wie geplant, dann knapp dreiwöchiges Plateau und schließlich Diätende (vor gut 2 Wochen). Seitdem taste ich mich schrittweise an meine Erhaltungskalorien ran. Am Ende der Plateuphase habe ich mir pro Tag knapp 7500 kj reingepfiffen (Aktivität: 60 min niedrig intensives Cardio oder ~60 min Krafttraining pro Tag). Nach der Diät habe ich auf 9000 kj (an inaktiven Tagen) erhöht und bin mittlerweile bei 10500 kj pro (inaktivem) Tag bei konstant bleibendem Gewicht.

    Richtig ripped (< 8% Kfa) bin ich zwar nicht, aber für meine Zwecke genügt es. Allerdings verwundert mich das Plateau schon ein wenig, da ich mit 7500 kj an Trainingstagen deutlich unter Erhaltungskalorien hätte sein müssen.

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    1. Ich versuche 2x die Woche 45min Krafttraining zu machen, erledige mittlerweile fast alles mit dem Rad und je nach Zeit und Laune Crosstrainere ich beim Serieschauen. Das kann dann von 0 – 3 Stunden sein, je nachdem wie spannend es gerade ist. Meist sind es 80 Minuten (2 Folgen).

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