Kalorienrechnerei.

Gestern wurde mir eine Frage gestellt, die sich mit einem Thema beschäftigt, das ich zusätzlich ins Buch aufnehmen will und gerade passte. Eine Leserin wunderte sich, dass sie mit der Umstellung auf „Clean Eating“, also auf unverarbeitete Produkte, wesentlich mehr Kalorien aufnehmen kann, als sie eigentlich „dürfte“, ohne dabei zuzunehmen.

Im Buch bin ich bereits kurz darauf eingegangen, dass Kalorienangaben auf Fertiggerichten oft bis zu 20% niedriger ausfallen, als das tatsächliche Produkt beinhaltet. Bei Kantinen- und Restaurantangaben sogar noch mehr. Ich wies darauf hin, dass wer viel in Kantinen isst oder Fertigprodukte konsumiert, möglicherweise mehr Kalorien aufnimmt, als die Berechnungen zeigen und hier ein Messfehler lauern kann.

Die Verzerrung funktioniert aber offensichtlich auch in die andere Richtung. Gerade bei Rohkost schafft es der Körper nicht, auf alle in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe zuzugreifen, so dass Teile davon ungenutzt wieder ausgeschieden werden. Das hängt u.a. ab vom Lebensmittel, wie gut gekaut wurde und wie gut die Darmbakterien genau auf dieses Lebensmittel ausgerichtet sind. Novotny et al. (2012) untersuchte beispielsweise die Kalorienaufnahme von Mandeln. Bei Mandeln wird von etwa 6kcal pro g ausgegangen. Tatsächlich konnten die Versuchspersonen jedoch nur etwa 4,6kcal pro g aufnehmen. Wer also 100g Mandeln isst und sich 600kcal dafür in den Rechner einträgt, hat, je nachdem wie gut er gekaut hat und wie das Verdauungssystem arbeitet, vermutlich etwa 140kcal weniger aufgenommen.

Ich denke, meist gleichen sich die Rechenfehler grob aus, da die meisten Leute recht gemischt essen: Mal ein paar Stücke Obst oder Gemüse, mal eine Pizza, mal eine Hand voll Nüsse oder eine Packung Fertignudeln. Wenn dann auf der einen Seite mal 5% überschätzt wird, wird beim anderen Lebensmittel eben 8% unterschätzt und im Schnitt passt es dann. Interessant wird es jedoch bei den Extremen, also Menschen, die z.B nur Fastfood essen oder Menschen, die „Clean Eating“ oder Rohkost oder Paleo o.ä. machen und größtenteils unverarbeitete Lebensmittel essen. Bei diesen kann so eine systematische Verzerrung in eine Richtung dann durchaus einen deutlichen Effekt in der Bilanz zeigen.

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82 Gedanken zu “Kalorienrechnerei.

  1. katemost

    Sehr interessant! Ich warte immer noch auf den Tag, an dem eine Studie belegt, dass mein wöchentlicher Konsum von 3 Tüten Chips doch gesund ist. Blöderweise habe ich bisher nur von Studien gehört, die belegen, dass am Ende doch das gesunde Essen das bessere ist…MIst Mist Mist 🙂

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    1. Wobei ich ja Ofenchips abgöttisch liebe… und das einzig „Schlimme“ daran ist vermutlich der hohe Salzgehalt. Andererseits nehme ich normalerweise sehr wenig Salz auf, weil ich kaum Fertigprodukte esse und das Essen nur wenig salze.
      Wenn man ganz streng ist, dann sind aber vermutlich auch die Konservierungsstoffe böse und… *seufz* ^^

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      1. Mona

        Ich mag Chips so gar nicht. Mein Freund isst aber fast jeden Tag welche, der macht das auch so wie du, dass er ansonsten alles andere nur wenig salzt, um insgesamt nicht zu viel Salz aufzunehmen.

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      2. Mona

        Ich weiß nur, dass es ganz wichtig ist, dass Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium in passenden Verhältnissen da sein müssen, sonst bekommt man Probleme.

        Also wenn man zu viel Salz isst und nicht so viel Kalium, dann ist das Verhältnis halt nicht so toll und es wirkt sich auf Blutdruck und Herz aus, oder nicht?

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      1. TutziFrutzi

        In der Grundschule im „Sachkunde“-Unterricht (Anfang 80er) haben wir beim Thema „Ernährung“ u.a. gelernt „Gut gekaut ist halb verdaut“. Zwanzig Mal solle man jeden Bissen kauen. Wir haben das sogar tatsächlich „geübt“.

        Ernsthaft, ich konnte das nicht. Es hat mich geekelt. Der haptische Reiz ist für mich beim Essen ein wesentlicher Bestandteil des Genusses. Irgendein ehemals knackiges oder knuspriges Lebensmittel im Mund zu einem faden Speichelbrei werden zu lassen – Schlimm!

        Langsam kauen – okay. Aber Zwanzig Mal drauf rumbeißen? Ich nicht, vielen Dank.

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  2. Litschi

    spielst du damit auf den TEF (Thermic effect of Food) an oder wirklich nur auf Bakterien und wie gut jemand kaut? Ich denke, der spielt alles in allem eine wichtigere Rolle bei der Frage, wieviel Energie wir wirklich aus Nahrung gewinnen können. Gerade bei deinm Beispiel mit den Mandeln. 100g Mandel enthalten ca. 24g Eiweiss, die Theoretisch 96kcal „wert“ sind. Ca. 25% wird bei Eiweiss allerdings für die Umwandlung in brauchbare Energie eingesetzt. Somit werden nur noch ca. 72kcal überhaupt für den Körper Nutzbar.
    Da der TEF für Fett praktisch nicht vorhanden ist und bei Kohlenhydrate ca. 10% beträgt, könnte ein Mensch aus 100g Mandeln so ca. 520kcal ziehen. (Alles sehr geob berechnet.)

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    1. Nein, ich meinte nicht die Verdauungsenergie sondern tatsächlich die Aufnahme. Ich wollte jetzt nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber manchmal sind halt dann bei den Ausscheidungen noch Stücke, die nicht vollständig verdaut wurden. Gibts eine Art, as so zu bescreiben, dass es nicht widerlich ist?^^

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      1. decordoba1

        Man sollte bei der Kalorien-Rechnung nicht zu sehr ins Detail gehen. Es ist nicht so bedeutend, wenn ein geringer Teil der Nahrungsinhalts-Stoffe nicht vollständig verdaut und so ausgeschieden werden. Es ist auch unbedeutend, wenn jemand ein kaltes Mineralwasser statt einen heissen Kaffee trinkt. Es gibt auch den umgekehrten Fall, bei dem die Darmbakterien gewisse Rohfaser aufschließen und in Zersetzungsprodukte umwandeln, die vom Darm aufgenommen werden können. Das ist nicht so günstig, die sind zum Teil gesundheitsschädlich.

        Man kann vielmehr von folgenden Richtwerten ausgehen:
        Eine weitgehend untätige Person verbrennt pro Tag 1.500 Kalorien
        Bei leichter körperlicher Tätigkeit werden 2.000 Kalorien verbraucht.
        Ein Bauarbeiter oder ein Holzfäller verbrennt schon 3.000 Kalorien am Tag oder mehr. Aber das kommt heute nicht mehr so oft vor.

        Nach diesem Verbrauch soll man seine Ernährung anpassen. Als Kontroll-Instrument soll die Waage benutzt werden, nicht die Kalorien-Tabelle.

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      2. @decordoba1
        lt. allg. Grundumsatz/Verbrauchsumsatz-Rechner im Internet hat man mit einer Größe von 1,54 cm und einem Gewicht von 50 kg einen Kalorienbedarf – bei leichter Tätigkeit von ca. 1400 kcal – also mit den vorgeschlagenen 1500 kcal würde ich langsam aber stetig zu nehmen… 😦

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      3. decordoba1

        @Andrea
        Ich haben mich auch schlau gemacht und den Kalorienrechner von SPON geöffnet.

        http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/kalorienrechner-so-ermitteln-sie-ihren-optimalen-kalorienverbrauch-a-832713.html

        Nur zum Vergleich habe ich eingegeben: weiblich, 50 Kilo, 154 cm, 20 Jahre, ausschließlich sitzende Tätigkeit.

        Ergebnis: Grundumsatz 1328 kcal, Täglicher Verbrauch 1925 kca.

        Dieser Kalorienrechner ist wesentlich großzügiger, aber mir erscheinen die 1900 kcal bei einer jungen zarten Frau zu viel.

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    2. decordoba1

      interessant, was der Computer da alles ausrechnet. Anscheinend haben die Menschen früher mehr Energie verbraucht, selbst wenn sie vor dem Fernseher gesessen sind 😉

      Wie ich schon vorher geschrieben habe, sollte man besser die Waage als Messgerät nehmen.

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      1. TutziFrutzi

        @Decordoba1: mit der Waage gebe ich Dir teilweise recht. Zahlen sind leichter miteinander zu vergleichen als der subjektive Eindruck vor dem Spiegel. Dafür gibt’s keine Skala.

        Aber wenn man mal bewusst ausprobiert hat, wie groß die Unterschiede zwischen „Wiegen morgens“ und „Wiegen abends“ sind, zwischen „Vor und nach dem Kacken“ oder zwischen „Vor und nach dem WorkOut“ <-[Bei Letzterem sind's bei mir regelmäßig ca. 1,5 Kilo, wobei das Wasser in den nassgeschwitzten Klamotten mitgewogen wird] – kann man da höchstens Tendenzen und keine direkten Effekte feststellen.

        Oder man etabliert für sich irgendwelche Standards. Beispielsweise immer "zwei Stunden nach dem Aufstehen, bis dahin ungefrühstückt, mindestens einen Liter Wasser getrunken und ein Mal pinkeln gewesen" … Das halte ich bloß nicht für sonderlich alltagstauglich.

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  3. Ich habe meine erste Abnahme seit Jahren Dank Attila Hildmann geschafft. Vegan, glutenfrei und weiitestgehender Verzicht auf industriell Verarbeitetes. Rund sechs Kilo. Nach ca. einem halben Jahr wurde ich allerdings übermütig und die Fette (Nüsse, Kokosöl, Tofu, sowie Süßkartoffel und Kürbis…) steigerten sich immer mehr. Is‘ ja gesund. Als wieder zwei Kilos drauf waren, stieß ich auf dein Buch.
    Jetzt esse ich ca. 1000 Kalorien am Tag, weiterhin clean. Mit Ausrutschern wie (vegane) Fertigpizza und Co. für den Funfaktor. Dank Atilla kann ich fressen wie ein Scheunendrescher, dank dir tue ich’s nicht. Das vegane Essen tut meiner Seele gut, du tust meinem Gewicht gut. Diese beiden Komponenten (wenn ich dich mal als Komponente benennen darf), haben mir nach 45 Jahren sinnlosem Reinstopfen erstmals eine gesunde Haltung zu Nahrung beigebracht. Ich würde in der Industrienahrung nie soviel Auswahl finden, könnte nicht solche Mengen futtern (und Masse ist mir immer noch wichtig, sonst habe ich Angst, nicht satt zu werden). Da ich meine Lebensmittel per App tracke, sehe ich auch, wann’s wieder Zeit wird für ne ordentliche Portion Linsen.
    So, wie ich jetzt esse, kann ich mir vorstellen, ein Leben lang weiter zu machen. Das wäre mir mit konventionellem Essen nicht gelungen, weil da immer der Verzicht im Vordergrund steht. Bei mir stehen Alternativen im Vordergrund. Es macht mir saumäßig Spaß, leckeres Essen mit diesen Kriterien zu zaubern. Ich stehe nicht mehr überfordert vor dem Joghurtregal mit siebentausend fettreduzierten Sorten, die im Grunde nur überzuckert sind. Da hau ich mir lieber nen Smoothie mit etwas Reis-Vanille-Drink rein. Oder zwei.
    Irgendwie hab ich das Gefühl, „Thema verfehlt, sechs, setzen!“ Egal, mir war gerade danach, ich schick‘ das jetzt ab… 😀

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    1. Ich hab die Bücher auch – und viele über Rohkost –
      ich hoffe, es passt irgendwie zum Thema – aber ich wüsste gerne wie so ein Tag mit 1000 Kalorien bei dir aussieht..?
      Mein Ziel wären 800 ..

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      1. Ist eigentlich nicht so schwer (theoretisch, wenn man die Süßigkeiten weglassen kann und nicht soo viel Abwechslung braucht).
        Man nehme: genug mageres Fleisch um den Proteinbedarf zu decken (z.B. 0,5kg Putenbrust = 100-110g Protein, vielleicht 550kcal) und kombiniere das mit genug Salat/Gurken/Tomaten um satt zu werden (z.B. 2kg Tomaten = 360kcal) und etwas Würze (Balsamico, Salz, Pfeffer, Kräuter, Süßstoff, Sojasauce…, vielleicht 50-100kcal) – das ganze auf mehrere Mahlzeiten verteilt.
        Ergibt zusammen ca. 1000kcal (für einen 1,88m großen Mann, für eine kleine Frau entsprechend weniger).

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      2. decordoba1

        Ich würde meinen – 1.500 Kalorien pro Tag ist ein guter Wert. Davon nimmt man nicht zu.
        Sogar der Energieverbrauch von einem Rentner, der den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzt, reicht aus, um das Gewicht zu halten. Eine Hausfrau mit leichter körperlicher Tätigkeit – Kochen und Putzen – verbraucht etwa 2000 Kalorien pro Tag.

        Ältere Leute sollten täglich eine Runde gehen. Das tut gut, stärkt den Kreislauf und wirkt dem Übergewicht entgegen.

        Wie ich an anderer Stelle schon angemerkt habe, sollte man die Kalorien in den gezuckerten und alkoholischen Getränken nicht vergessen.

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      3. @freak – es fühlen sich 1000 kcal schon nach hungern an.. ;-))

        @bjoernstarkimarm – danke – für die Ideen.. 🙂

        ich suche immer nach neuen – und eine einfache „Organisation“ = Essen mitnehmen etc. .. – unterwegs gibt’s nur Kalorienmengen im Überfluss und da ist man schneller bei 1000 kcal als man satt ist..
        daher meine Frage..

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      4. Eine weitere (organisatorische) Idee: hungern – also Intervallfasten. Sprich je nach Typ morgens oder abends eine ordentliche Mahlzeit zum sattessen und den Rest des Tages nichts mehr. Funktioniert meiner Erfahrung nach gerade wenn man tagsüber aktiv ist recht gut.

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      5. Hallo Andrea,
        Ich kann ja mal erzählen, was ich gestern (Fresstag!) so hatte:
        2 Kaffee mit Reisdrink Vanille (ich frühstücke nicht)

        Mittags
        Schaer Knusperbrot Dunkel, 6 Scheiben
        100 g Paprika Nuss Aufstrich von Enerbio
        Dazu 100 g Salatgurke
        20 Gramm Marmelade Mango 75 % Frucht (auf die letzte Schnitte)

        Abends
        170 Gramm Kopfsalat
        290 Gramm Salatgurke
        150 Gramm Möhren
        1 Dose Kidneybohnen
        1 Esslöffel Olivenöl
        2 Esslöffel Balsamico von Kühne (+ Salz u. Pfeffer)
        1 35 g Riegel Protein Plus Chocolate Brownie (einer meiner erlaubten unveganen Sauereien :-D)

        Später
        150 Gramm Tomate
        150 Gramm Salatgurke
        50 Gramm grüne Oliven
        Mit etwas Olivensud und Pfeffer übergossen, dazu
        Schon wieder 6 Scheiben von den Knusperbroten

        Macht 1183 kal – das späte Futtern war aber nicht so üblich, meistens reichen mir über den Tag noch ne Gurke, Tomaten, ne Nektarine oder so.

        Heute Mittag gabs Brokkoli, Möhrchen, ne Paprika mit 100 ml Hafercuisine und 150 g Tofu mit Kräutern. Alles gut gewürzt und ohne Fett inne Pfanne. Gab zwei gute Portionen und machte 388 kal.

        Unterwegs essen ist schwer (vor allem mit meinen Vorgaben!), aber ich mache mir auch oft was zum Mitnehmen. Salat inne Tupper, Soße extra, geht immer.

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  4. In einer Unterhaltung über das Kalorienzählen wandte eine Freundin ein, dass das mit Kalorien-Rein/Kalorien-Raus nicht so einfach sei, da es physiologisch nicht endgültig erforscht sei, wie Nahrung verwertet wird und dass manche Menschen es schwerer hätten abzunehmen, weil sie mehr Kalorien aus der gleichen Menge Nahrung zögen. Und einfach zunehmen, obwohl sie das gleiche essen wir ein vergleichbarer Mensch. Und dass es Experimente gebe, bei denen Mäuse, die Gewichte implantiert bekommen, abnehmen, um ihr „natürliches“ Gewicht (setpoint much?) zu erreichen (für mich klingt das eher nach Mäuse-Sport mit eingepflanzten Hanteln)… Und es mit „Iss halt weniger“ nicht so einfach zu machen sei.
    Da fühle mich dann immer etwas unqualifiziert, weil sie aus der hohe Warte einer staatexamen-ablegenden Naturwissenschaftlerin spricht und auf meine Verweise nichts geben wird. Allerdings – ich merke ja am eigenen Leib, wie glatt das flutscht mit dem „Iss mal weniger“ (oder: „Iss angemessen zu deinem tatsächlichen Verbrauch, und ziehe dann einige beliebige Menge an Kalorien ab, um ein für dich haltbares Defizit zu schaffen. Und pass auf mit dem Protein, yo“).

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    1. Das Ding ist, dass es natürlich kleine individuelle Unterschiede gibt… jetzt, wo ich darauf achte, fällt mir ja auch auf, dass ich als „Naturdicke“ definitiv eine ruhigere Körpersprache habe und weniger zapple. Das macht sicher ein bisschen was im Verbrauch aus. Andererseits habe ich jetzt mehr Muskelmasse als der Durchschnitt, und so passt es wieder, was fddb mir ausspuckt.
      Eine „Naturdicke“, die wenig zappelt und zusätzlich bei der Diät noch Muskelmasse verloren hat, mag dagegen dann im alleruntersten Bereich des Verbrauchs sein (für ihre Körpergröße, Geschlecht und Gewicht) und 200kcal weniger brauchen als fddb (oder andere Rechner) sagen.
      Ändert aber nichts daran, dass sie abnimmt, wenn sie unter ihrem individuellen Verbrauch isst. Und egal wie effizient ein Verdauunssysstem ist, MEHR Energie als zugeführt wird, kanns auch nicht herstellen. Die Tatsache, dass andere vielleicht weniger rausziehen als man selbst ist ja recht irrelevant… wenn mein Nachbar ne Gehaltserhöhung kriegt, ändert das ja nichts an meinen Finanzen^^

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      1. Das denke ich halt auch – es gibt Unterschiede (ich habe ihr dann auch die Stelle mit den Schilddrüsenunterfunktionserklärungen gezeigt, da war sie überrascht, dass es nur so wenig ist, was der Körper an Kalorien weniger verbraucht), aber nichts, was für den 08/15-Menschen unausgleichbar wäre, oder das Abnehmen um 150% schwerer macht, weil der Körper einfach alles doppelt und dreifach einlagert.

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    2. maSu

      Kleine individuelle Schwankungen bei der Nahrungsaufnahme wird kaum jemand bestreiten.

      Aber jetzt stelle man sich mal vor, dass das irgendwie genetisch wäre, denn: Unser Verdauungssystem wird – abgesehen von den enthaltenen Bakterien – nach dem Bauplan der Gene aufgebaut.

      Wenn „Mensch Rasse A“ und „Mensch Rasse B“ nun Nahrung so unterschiedlich aufnehmen, dass A 20% mehr Energie aufnimmt, als B, dann stellt sich die Frage, welche „Rasse“ sich nun evolutionär gesehen durchsetzen wird – unter der Voraussetzung, dass beide „Rassen“ (ich hasse den Begriff in Bezug auf Menschen, weil es Spinner mit ihrem „Nazi!!!“-Gebrüll auf den Plan ruft, obwohl es nur um biologische Tatsachen geht) in direkter Konkurrenz zueinander stehen.
      Da hätte der bessere Verwerter, der mehr Energie aus Nahrung zieht, dann deutliche Vorteile.

      Und die Darmbakterien:
      Die sind in den jeweiligen Kulturen/Völkern relativ(!) ähnlich und können auch durch die Nahrung beeinflusst werden, sodass sich die Zusammensetzung der Darmbakterien bei Änderungen der Ernährung entsprechend anpassen.

      Aber da gibt es sehr interessante Forschungsberichte über die Zusammensetzung der Darmbakterien der Bewohner in den Industriestaaten und zB bei Urvölkern in diversen „Urwäldern“ oder auf Inseln. Die Zusammensetzung der Bakterienkolonien sollen so bei den Bewohnern der Industriestaaten deutlich weniger vielfältig sein. Man vermutet da auch die Ursache bzw. einen Risikofaktor für viele Krankheiten.

      In einer Doku vor einiger Zeit im TV ist eine Frau schwer erkrankt, der Darm entzündete sich chronisch und die Ärzte wollten schon Teile des Darms entfernen. Man hat dann Darmbakterien ihres Mannes genommen, aufbereitet und bei der Frau in den Darm eingebracht und … sie wurde schnell gesund.

      Aber ungeachtet dieser alle total spannenden Dinge über Bakterien: „weniger essen“ funktioniert immer. Egal ob man glaubt, man wäre ein extrem toller Verwerter, dann muss man eben trotzdem weniger essen, als bisher.

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      1. MiSa

        Ich stimme dir im Prinzip zu mit einer Einschränkung: Viele genetische Variationen haben Vor- und Nachteile, bzw. sind in einer bestimmten Situation vorteilhaft, in einer anderen schädlich. Wenn Gene, die zur besseren Energieaufnahme führen, auf anderem Gebiet Nachteile mit sich brächten, könnten durchaus A und B nebeneinander exisistieren (und alle möglichen Mischformen)

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      2. maSu

        MiSa:
        Das ist natürlich korrekt. Allerdings muss der Nachteil schon gravierend sein, damit signifikante Unterschiede bei der Nahrungsaufnahme wieder „ausgeglichen“ würde, denn: Die Nahrungsaufnahme ist wohl einer der wichtigsten Parameter im Überlebenskampf.

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      3. käse

        Man müsste auch gucken ob etwas dominant oder rezessiv vererbt wird.

        Dann hat nur der ein Riesenproblem, der zufällig zwei mal das gleiche Gen geerbt hat.

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  5. Schön ist es in diesem Zusammenhang immer, wenn Leute erzählen, mit ihrer neuesten DIät/Lebensweise/Master Cleanse könnten sie ja soooo viel mehr Kalorien essen, ohne zuzunehmen – und ich denke mir nur: Schön, offenbar nimmt dein Körper die Nährstoffe aus deiner neuen Ernährung einfach schlechter auf. Ob das so gesund ist?

    (BTW, zu einem Artikel aus dem Buch – wenn der übliche Diätverdächtige von „stoffwechselanregend“ spricht, meint er meiner Erfahrung zufolge „abführend“. Dass sich das ebenfalls schlecht auf die Nährstoffbilanz auswirkt, scheint noch nicht bekannt. Aber wir wissen ja … „abführend“ ist pathologisch, „stoffwechselanregend“ ist gesund. ^^ )

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    1. Biene

      Ist Master Cleans nicht so ne Fastensache, wo man sich so lange man kann von Wasser mit Ahornsirup, Zitrone und Cayennepfeffer ernährt?
      Zumindest kenn ich das unter dem Namen. (Nie probiert, ich esse einfach zu gerne.)

      Zu der Nährstoffaufnahme finde ich persönlich, dass mein Körper lieber, sagen wir mal, 80% der Nährstoffe einer Gemüsesuppe oder eines Obstsmoothies aufnehmen kann, als 100% von einer TK-Pizza.

      Was ich mich aber noch frage: Das kann sich ja dann doch nicht so arg auf Nahrung aus einem Hochleistungsmixer beziehen? Da wird ja alles in eine Art fluffiges Getränk zerlegt.
      Kann man daraus mehr Nährstoffe aufnehmen und auch Kalorien als z.B. aus einem Obstsalat?

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  6. Es dürfte auch etwas ausmachen, dass man, wenn man seine Nahrungsaufnahme wirklich genau erfassen will, die „cleanen“ Zutaten im Zweifel abwiegt bzw. die Unterschiede, wenn man z.B. Tomaten oder Karotten „per Stück“ erfasst, doch eher minimal sind, da die Kaloriendichte dieser Lebensmittel gering ist. Bei Fertiggerichten übernimmt man oft ungeprüft, was auf der Packung steht. Fehlerquelle 1: Angaben stimmen nicht. Wenn statt 300 g Pizza zu 250 kcal pro 100g 310 g in der Packung sind, hat man schon 25 kcal mehr als gedacht. Fehlerquelle 2: Angaben sind pro Portion, und die tatsächlich aufgenommene Menge ist grösser. Die Portionsgrössen auf manchen Lebensmitteln sind sowieso ein Witz. Besonders dann, wenn eine Packung danach dann 2 1/3 Portionen oder so enthält.
    Das einzige Hilfsmittel gegen so was ist eine gute Küchenwaage. Die habe ich mir nach der Lektüre des Fettlogikbuches mitten auf den Küchentresen plaziert. Alles, was man isst, vorher da drauf zu legen, plus bei fddb alles einzutragen, ist ein riesiger Augenöffner.
    Insbesondere wenn man, wie ich, eigentlich schon lange geglaubt hatte, man hätte seine Portionsgrössen und Kalorienaufnahme regelmässig im Blick und nehme jedenfalls nicht mehr zu sich, als man verbraucht. Wenn dann die Waage (für das Körpergewicht) mit permanenter Bosheit in die falsche Richtung abgeht, sucht man zwangsläufig nach einer passenden Fettlogik, um das zu erklären. Und ist absolut überzeugt davon, keinesfalls sooo viel gegessen haben zu können, wie für den Effekt nötig wäre.
    Ich hatte übrigens, bevor ich durch das Fettlogikbuch auf fddb aufmerksam wurde, MyFitnessPal benutzt. Im Vergleich erscheint die fddb-Aufzeichnung deutlich präziser zu sein, insbesondere weil man unproblematisch grammgenau aufzeichnen kann.
    An dieser Stelle herzlichen Dank an erzaehlmirnix- das Buch war der Anstoss, den ich gebraucht habe, um eine stetige Zunahme wieder herumzudrehen.

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    1. Mona

      Wie meinst du das? Bei myfitnesspal kann man doch auch grammgenau alles eintragen.
      Ich hab vor paar Wochen von fddb zu myfitnesspal gewechselt. Ich benutze aber nicht die Apps, sondern direkt die Websites.

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      1. Ich habe immer die IOS-App benutzt, und häufig die vorgegebenen Portionsgrössen genommen, die dort als Dropdown-Liste auftauchen. Vielleicht war ich ja zu doof, um die exaktere Möglickeit zu finden, aber wenn die Portion in „cups“ angegeben ist, gehört jedenfalls Mathematik dazu, z.B. 234 Gramm von etwas korrekt zu erfassen. Bei fddb ist die Möglichkeit, per Schieberegler die Menge zu präzisieren, sofort zu sehen, und vor allem sind auch Flüssigkeiten nicht nur als Hohlmasse sondern in Gramm erfassbar. Das macht es viel einfacher, Mengen exakt zu erfassen. (Habe nichts mit den Anbietern von fddb zu tun, bin einfach nur vom Produkt begeistert).

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      2. Mona

        Ich hab auch nichts mit den beiden Anbietern zu tun. Ich hab fddb 3,5 Jahre immer mal wieder benutzt, finde es auch gut. Trage da mein Gewicht noch ein, weil ich die Kurve gut finde.
        Myfitnesspal benutze ich jetzt, weil es für mich schneller geht mein Gegessenes einzutragen durch diese Listen „kürzlich verwendet“ oder „häufig verwendet“, wo man auch die Portion direkt eingeben kann und viele Sachen gleichzeitig in seine Tageskalorien einfügen kann.
        Bei fddb hätte ich da bei jedem einzelnen Produkt auf verschieben klicken müssen, dann jedesmal den Haken für Kopie, dann auch noch die neue Mahlzeit wählen und dann jede Portion einzeln anpassen.

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  7. katemost

    @maSu
    Da meine Textverständnisfähigkeiten deiner Meinung nach nicht sonderlich fortgeschritten sind, kannst du mir bitte nochmal genauer erläutern, was die Kernaussage des folgenden Textabschnittes ist:

    „Aber jetzt stelle man sich mal vor, dass das irgendwie genetisch wäre, denn: Unser Verdauungssystem wird – abgesehen von den enthaltenen Bakterien – nach dem Bauplan der Gene aufgebaut.

    Wenn “Mensch Rasse A” und “Mensch Rasse B” nun Nahrung so unterschiedlich aufnehmen, dass A 20% mehr Energie aufnimmt, als B, dann stellt sich die Frage, welche “Rasse” sich nun evolutionär gesehen durchsetzen wird – unter der Voraussetzung, dass beide “Rassen” (ich hasse den Begriff in Bezug auf Menschen, weil es Spinner mit ihrem “Nazi!!!”-Gebrüll auf den Plan ruft, obwohl es nur um biologische Tatsachen geht) in direkter Konkurrenz zueinander stehen.
    Da hätte der bessere Verwerter, der mehr Energie aus Nahrung zieht, dann deutliche Vorteile.“

    ????

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      1. maSu

        Ohja, vielen Dank. Auf diese Beißreflexe bei dem Begriff habe ich gewartet. Anführungszeichen zu verwenden und auf diese Problematik hinzuweisen reicht neuerdings wohl nicht mehr um derartige Beißreflexe mancher Menschen zu unterbinden.

        Mir ging es um genetische Unterschiede von Lebewesen, die im rein biologischen Sinne um eine ökologische Nische kämpfen. Zufällig ging es hier nicht um „Hund“ vs „Elefant“ sondern um „Elefant Typ A“ vs „Elefant Typ B“.

        So und jetzt warte ich auf die (unsinnige) Empörung, weil ich ja irgendwie Menschen und Tiere gleichsetze … ob das ein bildhafter Vergleich ist, ach das ist doch egal, wir nehmen heute alles wörtlich und ab auf die Goldwaage damit!

        …. 3…2…1…

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      2. TutziFrutzi

        Wie nennt man dass jetzt eigentlich „politisch korrekt“? Ethnien?

        Es ist doch nun mal so, dass Menschen unterschiedlicher [hier bitte korrekten Begriff einfügen] durchaus sichtbare, underschiedliche Eigenschaften haben.

        Und nicht nur äußerlich sichtbare.

        Alkohol – Laut „kenn-dein-limit.info“ fehlt 50% der Asiaten aus dem pazifischen Raum ein Leberenzym, das für den Alkohol-Abbau wichtig ist. Sie vertragen weniger und kriegen schneller einen Kater.
        Milchprodukte – Laut einem Artikel in der „Welt“ leiden 90% der Chinesen an Lactoseintoleranz.

        Ich finde das jetzt gar nicht so abwegig, auch weitere Unterschiede im Stoffwechsel zu vermuten. Mit Rassismus hat das nichts zu tun.

        Wobei ich allerdings denke, dass vielfach die traditionelle Ernährung in den Gegenden eine größere Rolle spielt und daher die durchschnittliche Darmflora z.B. von einem Maori eine andere ist als die von einem Inuit.

        Die beiden Links kommen vorsichtshalber nächsten Kommentar, da WordPress Kommentare mit mehr als einem Link gerne als Spam identifiziert.

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      3. ichichich

        Aus der Wikipedia

        „In der Biologie wird die Art Homo sapiens heute weder in Rassen noch in Unterarten unterteilt. Molekularbiologische und populationsgenetische Forschungen seit den 1970er Jahren haben gezeigt, dass eine systematische Unterteilung der Menschen in Unterarten ihrer enormen Vielfalt und den fließenden Übergängen zwischen geographischen Populationen nicht gerecht wird.“

        Hmhm… schade dass keinerlei Quelle angegeben ist. In meinem Pschyrembel steht auch bei einigen Krankheiten, dass diese gehäuft oder jene selten bei Schwarzen gegenüber Asiaten oder Weißen auftreten. Aber vielleicht entspricht der Pschyrembel nicht dem „Stand der Wissenschaft“.

        Der Wiki-Artikel im Englischen oder im Französischen sieht auch sehr anders aus.

        In der Englischen gibt es auch „Race and health“

        https://en.wikipedia.org/wiki/Race_and_health#Single-gene_disorders

        Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich bin kein Rassist und habe auch schon gegen echte Rassisten dokumentiert, die daran zu erkennen sind, dass sie nicht ein Beispiel wie Masu bringen, sondern z.B. sagen, dass Schwarze genetisch bedingt nicht in der Lage seien, eine funktionierende Gesellschaftsordnung aufzubauen.

        Rassismus ist ein echtes Problem, aber Pseudowissenschaft auf Basis halbverstandener poststrukturalistischer Philosophie ist keine Lösung dafür (und Wikipedia ist keine zuverlässige Quelle).

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      4. ichichich

        Korrektur

        „gegen echte Rassisten dokumentiert“

        soll natürlich „argumentiert“ heißen, das ergibt ja sonst gar keinen Sinn.

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    1. maSu

      Ich betrachte die Fähigkeit mehr oder weniger Energie aus der Nahrung zu ziehen unter rein evolutionären Gesichtspunkten, nach denen der besser angepasste Organismus überlebt bzw. den schlechter angepassten Organismus verdrängt.

      Wenn zwei „Arten von Mensch“ (damit nicht der nächste „nazi nazi nazi“-typ ankommt…) mit unterschiedlichen genetischen Ausprägungen um das Überleben kämpfen, dann wäre der, der weniger Nahrung braucht, um die gleichen Tätigkeiten auszuführen im Vorteil.

      (ich weiß jetzt nicht, was daran so schwer zu verstehen war O.o)

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      1. katemost

        @ maSu
        Da haben wir wohl beide gleichzeitig auf absenden gedrückt. Danke für die Erklärung, ich vermutete schon, dass es am Ende genau das hieß, was dastand.

        Der oben verlinkte Text dient dennoch deiner Information – ohne dich als Nazi zu bezeichnen. Wo wir doch so gerne und oft von und über Sprache reden: „Schöne Sprache hast du da“, sagst du zu mir. Das gleiche gebe ich dir gerne zurück!

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      2. decordoba1

        Es geht da um genetische Merkmale, die in den Genen verankert sind. Das hat mit den Nazis nix zu tun.

        Beispiel: die Lacotse-Unverträglichkeit. Vor 6.000 Jahren waren alle Menschen Lactose-unverträglich. Durch eine einzelne Mutation in der nördlichen Hälfte von Europa entstand die Lacotose Verträglichkeit. Das war ein großer Vorteil, diese Leute konnten im Winter Milch trinken und damit Vitamine und Proteine aufnehmen (besonders Vitamin D).

        Dadurch haben sich Menschen mit dieser Mutation stark verbreitet. In diesem Gebiet ist ein großer Teil der Bevölkerung lactose-verträglich. In Südeuropa ist diese Mutation nur teilweise angekommen, etwa 50 % sind dort noch lacotse-unverträglich.

        Außerdem haben die Leute im Mittelmeerraum auch im Winter kaum einen Nahrungsmangel, ebensowenig tritt dort ein Vitamin-D Mangel auf.

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      3. maSu

        Glaubst du, dass jemand, der „Rasse“ bereits in Anführungszeichen schreibt und extra auf die Nazi-Problematik hinweist und sogar damit rechnet, dass irgendjemand SONST sofort darauf hinweisen würde, wirklich einen Begriff exakt wort-wörtlich meint? Wozu dann die Anführungszeichen oder die Erklärung?

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      4. katemost

        Mir wird die „Antwort“-Funktion nicht bei jedem Kommentar angezeigt, deswegen landet das hier vielleicht irgendwodazwischen und nicht wo es hinsoll.

        @maSu
        Sehr wohl habe ich deine Anführungszeichen gesehen und habe ja auch deswegen meine „Nazikeule“ in selbige gesetzt. Auch habe ich niemanden irgendwo als Nazi oder Rassisten bezeichnet. Ich habe lediglich auf den Begriff „Rasse“ und dessen Verwendung hingewiesen. Unter anderem auch, weil ich mich schon auf deine Reaktion gefreut habe. Speaking of Beißreflex 😉

        Btw, die Existenz von Unterschieden im Geno-, oder Phänotyp habe ich ebenfalls nie bestritten. Lies doch mal den Text, den ich verlinkte 😉

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  8. Das ist interessant, denn ich habe mir in letzter Zeit wirklich öfter die Frage gestellt, wie viele Kalorien an Energie tatsächlich aus der Nahrung gezogen werden.

    Tatsächlich kann man es zunächst einmal auf die Beschaffenheit der Nahrung beschränken. Es gibt ja leichtverdauliche Lebensmittel und eher schwerverdauliche aus denen dann nur oberflächlich Energie gezogen wird und dann ausgeschieden wird.

    Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass die tatsächliche Mengenzufuhr und der tatsächliche Bedarf da auch eine Rolle spielen. Soll heißen, wenn ich einen Verbrauch von 2000kcal habe, aber nur 1000 zuführe, dann verdaut der Körper intensiver um mehr Energie aus der zugeführten Nahrung zu gewinnen. Manche würden das jetzt vielleicht als diesen ominösen Hungerstoffwechsel bezeichnen. Tatsächlich hat aber, denke ich, der Körper auch einfach nur mehr Zeit für die Verdauung, da die Menge ja deutlich niedriger ist, als wenn man „normal“ isst und kann daher die zugeführte Nahrung intensiver bearbeiten, so dass mengenmäßig am Ende weniger rauskommt als sonst bei vergleichbarer Menge.

    Meiner persönlichen Erfahrung nach müsste das eigentlich so stimmen. Oder seh ich das falsch? Zur Not hätte ich dazu noch eine Anekdote um das zu erläutern.

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  9. Das ist so ein Artikel der Marke: Sehr interessant zu lesen – aber am besten vergesse ich das direkt wieder!

    Was mir am Kalorienzählen so gefällt, ist die Schlichtheit. Ich weiß laut Rechner (ungefähr) wie viel ich brauche und nehme ab, wenn ich weniger esse. Wenn ich immer alles eintrage, passt das. Wenn ich jetzt aber anfange, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich vielleicht aus Mahlzeit X nur 70% der Kalorien aufgenommen habe statt alle, die meine App mir nennt, wird’s gefährlich. Dann fängt die Relativiererei an, die Rumrechnerei, die Schätzerei, letztendlich die Esserei. Bringt alles nix!
    Wenn ich wirklich von bestimmten Nahrungsmitteln weniger Kalorien aufnehmen kann, freut mich das, aber das sollte niemals in der normalen Kalorien-Berechnung mit berücksichtigt werden. Ich denke, diesen Aspekt miteinzubeziehen birgt größeres Fehlerpotential als es einfach zu ignorieren.

    Keep it simple! Das passt jedenfalls für mich am besten 🙂

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    1. Ganz wichtig ist es imho, daß man die Differenz groß genug wählt, daß auch methodische Fehler einen nicht über den Bedarf kommen lassen. Bei fddb wird von 80% Tagesbedarf geredet, ich denke das ist auch so ziemlich das Mindeste, was man als Sicherheitsmarge annehmen sollte – eher mehr je mehr Unsicherheitsfaktoren man reinbringt (geschätzes Restaurant-/Kantinenessen, sportliche Aktivitäten usw.).
      Worst case: man verschätzt sich und nimmt langsamer ab.
      Best case: man verschätztz sich und nimmt schneller ab.
      Aber man nimmt immer ab ^^

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      1. Zusatz: Sofern man kein Bauarbeiter ist, eher die niedrigste Aktivitätsstufe wählen. Hab ich jedenfalls gemacht, weil das manchmal passt mit der rein sitzenden Tätigkeit, aber ich geh halt auch 2-3mal die Woche arbeiten und stehe/renne dabei nur rum. Wie viel ich dabei verbrauche? Keine Ahnung. Aber lieber nehme ich mehr ab als erhofft, als mich auf möglicherweise völlig utopische Zahlen zu verlassen 🙂

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      2. Jup, ich habe wie auch von Nadja empfohlen bei fddb das Minimum angegeben (wobei ich bei meiner Muskelmasse vermutlich mehr angeben müßte um das zu kompensieren) und trage nur Aktivitäten ein, die eine gewisse Größenordnung erreichen. Also z.B. 3 Stunden Rasenmähen oder 40 Minuten auf dem Heimtrainer aber nicht Autofahren, Einkaufen, Aufräumen oder etwas Krafttraining.

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      3. Mona

        Bei mir hat es bei fddb gereicht, dass ich in das Profil eingegeben hab, dass ich ca. 3 mal pro Woche Sport mache und sonst hab ich da nie Aktivitäten eingetragen. Ich hab dann auf 70 bis 80% der Tageskalorien gezielt. Das lief meistens ganz gut, wenn ich nicht gerade Heißhungerattacken auf Süßes hatte.

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  10. Viktor

    Man kann beobachten, wie sich die Diskussion wieder in Richtung „Spezialeffekte“ bewegt.

    Vielleicht ein paar Worte zur Genauigkeit von Kalorienbilanzen (Ich bin Ingenieur und befasse mich beruflich mit Energie- und Massenbilanzen):

    Der menschliche Körper ist ein offenes System bezüglich Masse- und Energieaustausch mit seiner Umgebung.

    Masse:
    Essen rein, Verdautes, Wasser und Kohlendioxid raus.

    Energie:
    Wird aus der Oxidation der Nahrung gewonnen, wandert in den Stoffwechsel, wird am Ende durch Wärmeabstrahlung in die Umgebung abgegeben. Individuell abhängig. Wird beeinflusst durch Genetik, Fett- und Muskelanteil, körperliche Anstrengung (Arbeit), Gesundheitszustand, unterschiedliche Verwertung der Nahrung, etc

    Hätte ich eine Chemieanlage vor mir, die von derartig vielen Parametern beeinflusst wird, würde ich für keine Energiebedarfsschätzung eine Genauigkeit kleiner als 10 % angeben.
    Sprich: Der Kalorienbedarf eines Menschen ist rein rechnerisch nur sehr ungenau zu ermitteln. Vergleichsstudien mit diversen Kalorienbedarfsrechnern bestätigen das, die Spannbreite liegt hier bei rund 20 % bezogen auf meinen persönlichen Kalorienbedarf.

    Was macht der Ingeneur (als ich), wenn er weiß, daß eine Rechnung am grünen Tisch keine sonderlich guten Ergebnisse bringt?

    Er fängt an zu messen!

    Im technischen Alltag ist Meßtechnik sehr viel zuverlässiger als Rechnungen mit vielen nur eher vage bekannten Werten.

    Konkret heisst das für mich: Ich notiere meine Kalorienaufnahme (immer im Bewußtsein, daß das nicht genauer als 5 % sein kann), beobachte mein Gewicht und errechne daraus meinen persönlichen Kalorienbedarf (pro Tag und kg Körpergewicht). Der mag zwar täglich schwanken, bleibt aber im Mittel erstaunlich konstant.

    Fazit: Bei einer Abnahme von ca. 25,5 kg (Waage) haben sich ca. 24,5 kg rechnerische Abnahme ergeben. Das ist eine Abweichung von etwa 5 %, also im Genauigkeitsrahmen, den ich bestensfalls erwarten kann.

    Als Ingenieur würde ich das Verfahren jetzt so freigeben. Als (immer noch) abnehmwilliger Mensch ignoriere ich alle Diskussionen, die mir weniger als 5 % meines Kalorienbedarfs in Aussicht stellen. Das geht einfach im Meßrauschen unter und kann im Wesentlichen vernachlässigt werden.

    Damit will ich auf keinen Fall behaupten, daß diese Betrachtungen (Rohkost, Nüsse, etc) falsch sind, aber sie spielen in der Kalorienbilanz keine wirkliche Rolle.

    Ein empirisch orientiertes Vorgehen erscheint mir daher erfolgversprechender 😉

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      1. Viktor

        Sicherheitszuschläge sind selbstverständlich, wenn was passieren kann. Beim Abnehmen seh ich das nicht soo kritisch 🙂

        (Tatsächlich haben viele Menschen – auch Ingenieure! – ganz schöne Illusionen über die Genauigkeit von Rechnungen im „richtigen“ Leben)

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    1. Und was sagt der Ingenieur zu folgender „wissenschaftlich“ argumentierenden Diät? http://www.biersekte.de/texte/abnehmen_mit_bier.pdf

      Zitat:

      „Wir alle wissen, dass eine Kalorie notwendig ist, um 1 g Wasser um 1 Grad C zu erwärmen. Man muss kein Wunderkind sein, um zu errechnen, dass der Mensch, wenn er ein Glas kaltes Wasser
      trinkt, sagen wir mit 0 Grad, ca. 200 Kalorien braucht, um es um 1 Grad zu erwärmen. Um es auf Körpertemperatur zu bringen sind also ca. 7400 Kalorien notwendig (200g Wasser mal 37 Grad Temperaturunterschied.)

      :-))

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      1. Viktor

        Hi Claudia,

        rechnerisch passt das schon!

        Ich könnte also meinen Tagesbedarf rechnerisch mit 324 Kölsch kompensieren, wenn ich den Alkohol nicht berücksichtige. Alternativ bietet sich Biereis an, das mit flüssigem Stickstoff gekühlt wurde. Damit verringert sich die Kölschmenge doch sehr erheblich…

        🙂

        PS: Don’t try this at home!

        Gefällt 1 Person

  11. decordoba1

    Die Leute sollen nicht die Kalorien nach gewissen Nährstofftabellen zählen. Aber tatsächlich ist es schon so, dass die Energiebilanz negativ sein muss, damit man abnehmen kann.

    Das muss man selber herausfinden, was man leichter einhalten kann. Ich persönlich lasse das Frühstück weg und esse erst zu Mittag.

    Etwas Fett oder Öl in den Speisen bewirkt bei mir eine Sättigung für längere Zeit.

    Sehr wichtig ist es, die gezuckerten Getränke und sonstige Süßspeisen wegzulassen.

    Was die Leute oft nicht wissen, ist er hohe Energiegehalt von alkoholischen Getränken. Zwei Bier am Tag sind 500 Kalorien, das entspricht einer kleinen Mahlzeit. Da braucht man sich nicht wundern, woher der Bierbauch kommt. Ein Liter Wein am Tag liefert beinahe so viel Energie wie 4 Flaschen Bier.

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  12. Pingback: Rechnung II (20.10.2016) | Diaetarium

  13. decordoba1

    Ergänzung am 25.04.2017

    Ein wesentlicher Faktor beim Körpergewicht ist die Erbanlage. Wer solche Gene hat, muss Zeit seines Lebens aufpassen, dass er nicht fett wird.
    Die Darmbakterien sind von erheblicher Bedeutung bei der Nahrungsverwertung. Manche Personen haben einen höheren Anteil von Firmicutes Bakterien im Darm; diese können sogar komplexe Kohlenhydrate und Rohfaser noch aufschließen. Es entsteht dabei Essigsäure und Propionsäure, die der Darm aufnimmt. Die Leber erzeugt aus diesen Säuren – Fett. Diese Art der Rohfaser-Verdauung kann bis zu 200 kcal pro Tag bringen. Das fällt aber aus jeder Kalorien-Tabelle heraus.

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