500 Kcal.

(da ich es geschafft habe, meine älteren Blogs tatsächlich versehentlich komplett zu löschen, werde ich in nächster Zeit einige Themen neu auflegen. Nur anders.^^)

Nach wie vor ist die Frage nach den 500kcal/Tag die, die mir mit am häufigsten gestellt wird, und unter Leuten, die das Buch nur vom Hörensagen kennen ist es meist die Info, die rauf und runter diskutiert wird: „Waaaas, die Autorin hat 500kcal…? Also das ist… !“

Nun gibt es ganz unterschiedliche Typen, die das Buch lesen. Ich würde sagen, nach dem bisherigen Feedback, reagiert die riesige Mehrheit mit „Puh, wie erleichternd, dass das möglich ist. Mir wäre das zu wenig. Ich mache es mit [Kalorienmenge der Wahl]“

Dann gibt es diejenigen, die sich aus bestimmten Gründen für einen ähnlichen Weg entscheiden. Meist sind es ähnliche Gründe wie bei mir: Drängende gesundheitliche Probleme.

Und dann gibt es die dritte Gruppe. Ich würde sie wahlweise als Perfektionisten oder eben extrem Leistungsorientiert beschreiben. Als Therapeutin ist das eine Gruppe, die mir nicht fremd ist, weil das Burnout-Syndrom oft schon an der nächsten Ecke steht und winkt. Ich denke, der „Hungerstoffwechsel“ ist für exakt jene Menschen erfunden worden, denn sie sind diejenigen, die tatsächlich von diesem Mythos profitieren.

Die Leistungsorientierten erwarten von sich selbst… Leistung, natürlich. Selbstfürsorge ist eher zweitrangig, erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die Frage „Wie viel Energie investiere ich in diese Arbeit?“ stellt sich für sie meist gar nicht, denn die Antwort lautet wie selbstverständlich „Alle Energie, die ich habe!“

Wenn diese Menschen lesen, dass es möglich ist, mit 500kcal pro Tag abzunehmen, dann liest sich das für sie nicht als „kann“ sondern als „muss„, denn ganz offensichtlich ist es besser mit 500 kcal abzunehmen als mit einem kleinerem Defizit. Es geht schließlich schneller und die Leistung ist größer. Jede Kalorie mehr wäre schon „nicht das Beste geben“ und somit „versagen“.

Unter den vielen Mails gab es bisher drei oder vier, die ganz verzweifelt waren, weil sie die 500 kcal einfach nicht schafften. Auf die Frage, weswegen sie sich denn für die 500 kcal entschieden hatten, reagierten sie vollkommen erstaunt, denn die Frage hatte sich ihnen offensichtlich gar nicht gestellt. In allen Fällen war es so, dass die aktuelle Lebenssituation 500 kcal nahezu unmöglich machten, etwa weil gerade ein Kind geboren wurde und mehrere Kleinkinder zu versorgen waren. Auch war die Lage nicht etwa eilig, es gab keinen akut drängenden Grund, weswegen es um Wochen oder Monate gehen sollte.

Für solche Menschen ist der „Hungerstoffwechsel“ natürlich ein Geschenk, denn es erlaubt ihnen, mit gutem Gewissen einen für sie machbaren Weg mit moderatem Defizit zu gehen, ohne dabei das Gefühl zu haben, nicht „ihr Bestes“ zu geben. Denn der moderate Weg ist ja das Beste: Weniger essen würde ja den Stoffwechsel zerstören und zur Zunahme führen.

Knallharte Therapeutin, die ich bin, tut es mir dennoch nicht leid, diesen Mythos zu zerstören. Das leistungsorientierte Grundmuster wird ja nicht dadurch besser, dass man das Glück hat, in einem Bereich angelogen zu werden und deshalb zufällig einen nicht zerstörerischen Weg gehen zu können. Es ist zwar schön, dass diese Leute dann aufgrund einer für sie nützlichen Lüge sinnvoll abnehmen, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht dafür Burnout im Job bekommen oder irgendwann depressiv werden, weil sie z.B. als Eltern merken, dass Kindererziehung und „Perfektion“ selten zusammengehen.

Wer nach „Fettlogik“ Druck verspürt, der – das stelle ich jetzt einfach mal so in den Raum – hat irgendein leistungsorientiert-perfekionistisches Grundmuster am Laufen. Denn es steht tatsächlich nirgendwo im Buch, dass man mit ganz wenig Kalorien abnehmen muss oder sollte, oder dass jede oder jeder einen BMI unter 20 anstreben muss. Wer diese Sätze jetzt liest und denkt „Ja aber, da steht dass das….!“ – NOPE. Steht da nicht. Da steht nochnichtmal, dass jeder schlank sein muss oder sollte. Im Gegenteil, da steht sogar explizit, wortwörtlich, dass das nicht der Fall ist und jeder für sich selbst entscheiden soll. Wenn du das anders gelesen hast, dann liegt das nicht daran, dass das da steht, sondern dass DU es gelesen hast.

Also, zurück zu den 500 kcal. In kurz: Ich schaffe das nicht mehr. Oder besser gesagt: Ich will das nicht mehr schaffen. Wenn ich heute nach einem Event wie „Ins Running Sushi gehen“ ein riesen Kalorienplus vorlege und denke „Zum Ausgleich könnte ich ja 1-2 Tage auf 500 kcal gehen“ lande ich am Ende bei… 500kcal… Defizit. Maximal. Und so zieht sich das lästige Ausgleichen dann über mehrere Tage. Warum? Weil ich einfach keine Lust habe und dann doch nicht motiviert genug bin. Denn was soll passieren? Dann schleppe ich eben ein paar Tage ein paar hundert Gramm mehr mit mir herum und die Hose sitzt etwas enger. Eigentlich noch nichtmal das. Also gleiche ich das langsam und gemütlich wieder aus, denn ich habe ja Zeit. Vor zwei Jahren war die Situation eine ganz andere, da litt ich Schmerzen, die mir regelmäßig die Tränen in die Augen trieben, ich war immobil und mein Gehvermögen hing ganz akut von meinem Gewicht ab. In der Situation stellt sich schlichtweg nicht die Frage, ob man nicht doch noch dieses Stückchen Schokolade nascht. Zumindest mir nicht. Diese 500 kcal fielen mir unsagbar leicht, damals.

Deshab kann ich die Frage nach dem „Wie hast du das geschafft?“ nicht mit dem mega Trick beantworten. Ich kann höchstens sagen, wenn es dir extrem schwer fällt, deine Kalorienmenge einzuhalten, dann könnte das daran liegen, dass die Situation möglicherweise nicht dazu passt. Ich kriege oft das Feedback, dass Leser überrascht sind, wie wahnsinnig leicht es ihnen fällt, abzunehmen. Ich denke, die haben die optimale Kalorien-Motivationslinie gefunden.  Das ist etwas, worauf ich im Buch einige Male eingehe, und was wirklich wichtig ist. Wenn die Motivation nachlässt, ist es sinnvoll, nochmal zu überlegen, warum man den Weg gerade so geht, wie man ihn geht. Das kann auch bedeuten, eine Pause einzulegen oder Änderungen vorzunehmen.

Gerade leistungsorientierte Menschen denken oft in Extremen und „ganz oder gar nicht“. „Wenn ich die 500 kcal nicht schaffe, dann schaffe ich Versager es sowiso nicht.“ ist dann das Fazit. Dass sich schon ein Mini-Defizit über die Monate zu einigen Kilos summiert und jeder Tag, an dem man Kalorien einspart ein Schritt zum Ziel ist, ist dann egal. Selbst ein 600 kcal Tag bedeutet Versagen, weil man ja schwach geworden ist und doch noch abends die Banane gegessen hat. Und wir reden gar nicht davon was passiert, wenn es sogar mal im Kalorienplus endet (doch, darüber rede ich auch im Buch, Stichwort „Urlaub“^^)

Falls sich jetzt jemand wiedererkannt hat: Ganz ehrlich, es ist sinnvoll, dieses Grundmuster anzugehen, vielleicht auch mit professioneller Unterstützung, falls es allein nicht funtioniert. Nicht nur beim Thema Abnehmen, auch allgemein kann es gut tun, sich ab und zu die Frage zu stellen, wie viel Energie man eigentlich in etwas investieren möchte, anstatt immer im „voll auspowern“-Modus zu fahren. „Perfekt“ und „für mich perfekt“ muss nicht immer dasselbe sein, wie z. B. in Sachen Kalorienziel. „Perfekt“ ist nicht „Die geringste physisch mögliche Kalorienmenge“, denn „(für mich) perfekt“ bedeutet, den Weg zu finden, der gut tut.

Sorry für die, die nach der Überschrift gehofft hatten, irgendwelche praktischen Tipps zu kriegen, und nun mit Psychologengeschwurbel abgespeist wurden.^^

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62 Gedanken zu “500 Kcal.

  1. bohnemone

    Herzlichen Dank für diesen Post. Es tut gut, das einfach nochmal schwarz auf weiß zu lesen. (Auch wenn Du im Buch nicht anderes geschrieben hast.) Ich habe meine 10 kg nach der Stillzeit mit 900 kcal am Tag innerhalb von 2 Monaten abgenommen. Das Buch war noch nicht erschienen und ich habe die Motivation aus Deinem Blog gezogen. Es klappte gut und ich konnte mein Gewicht seither ohne Probleme halten.

    Als ich das Buch hinterher gelesen habe, kam der keine Perfektionist in mir durch, der da sagte: „Naja, also ne Glanzleistung war das ja nicht und überhaupt könntest Du doch noch mehr abnehmen.“ Ich neige schnell zu Extremen und war in meiner Jugend auch schon bei BMI >17 und in Behandlung.

    Bevor der Kleine mich auf dumme Ideen bringen konnte, habe ich versucht, meine Situation mal für mich ganz persönlich zu bewerten: Ich habe jetzt BMI 21,2, die Blutwerte sind gut, der Fettanteil in Ordnung und ich habe Muskelmasse aufgebaut. Ich habe mein Essverhalten im Griff und fühle mich gut. Ich trage zum ersten Mal seit langem wieder slimfit Jeans, habe genügend Energie um ein Kleinkind zu erziehen und wenn ich Schokolade brauche, ist das kein Weltuntergang. PUNKT

    Es ist gut, wie es jetzt ist und vielen Dank für Deinen Anteil daran.

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    1. Jethan

      Ich hatte es nach dem Lesen des Buches versucht, mit 1000kcal am Tag abzunehmen. Hat nicht so wirklich geklappt. Dauernd Hunger/Appetit und dezent schlechte Laune. Bin dann auf 1900 hochgegangen und das hat funktioniert (von 73kg auf 65kg in 3,5Monaten) 🙂
      Jetzt hab ich gerade Urlaub und mache nur noch Hausarbeit, einkaufen und so Zeug und jetzt klappt das mit den 500kcal ganz wunderbar.
      Alles Situationsabhängig 😀

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    2. taniko

      Ich bin dir sehr dankbar für diesen Blogeintrag…
      Ich gehöre teilweise zu Typ eins, habe aber imme rnoch meine Typ 3-Ansätze…
      Wow, sie hats mit 500 kcal durchgezogen, ich mach 1200…
      Aber immer wieder is da schon der Gedanke das ganze nochmal zu reduzieren, einfach weil es mir so leicht fällt mit den 1200 und ich immer noch im Kopf habe abnehmen, ist mit riesigem Verzicht verbunden und wenn ich nicht leide kann ich auch nicht abnehmen…Außerdem ists ja keine Leistung ohne Verzicht abzunehmen und überhaupt…
      Gut, dass mir meine Gewichtskurve immer wieder das Gegenteil beweist…

      „Nicht nur beim Thema Abnehmen, auch allgemein kann es gut tun, sich ab und zu die Frage zu stellen, wie viel Energie man eigentlich in etwas investieren möchte, anstatt immer im “voll auspowern”-Modus zu fahren. “Perfekt” und “für mich perfekt” muss nicht immer dasselbe sein, wie z. B. in Sachen Kalorienziel. “Perfekt” ist nicht “Die geringste physisch mögliche Kalorienmenge”, denn “(für mich) perfekt” bedeutet, den Weg zu finden, der gut tut.“

      Danke für diesen Satz, der bestärkt mich darin, dass ich auf dem richtigen Weg bin (nicht nur was das Abnehmen betrifft, auch im restlichen Leben) 🙂

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    3. frauke1009

      Sehr schön geschrieben und motivierend, seinen Weg zu finden, vielen Dank! 🙂
      Ich habe nach dem Lesen Deines Buches versucht, mit 1000 Kalorien am Tag abzunehmen, aber ich hatte immer sooooo einen Hunger. Da ich recht aktiv bin, habe ich einfach 2 Wochen normal gegessen, dabei Kalorien gezählt und mein Gewicht jeden Tag kontrolliert. Fazit: keine Zunahme bei 3500-4000 Kalorien am Tag. Das hat mich doch irgendwie beruhigt und ich esse nun die allgemein empfohlenen 2000 Kalorien. Und die Pfunde purzeln 🙂

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  2. Delilah

    Puh, ich hatte es zwar schon geahnt, trotzdem ist es erleichternd, das nochmal zu hören.
    Ich bin leider auch so ein leistungsorientierter Mensch. Und wenn ich dann 500 kcal gegessen habe und dann wahnsinnig hungrig werde (nicht Appetit sondern der ‚wenn jetzt eine Gazelle vorbeispringt, beiße ich rein‘-Hunger), hätte ich vor Frustration heulen können…warum schaffen andere das, nur ich nicht?
    Bei mir sind die ersten Tage immer die schwersten…ich denke, der Körper ist ein Gewohnheitstier und wie an so vieles anderes gewöhnt er sich daran, eine gewisse Kalorienmenge zu bekommen. Fällt diese dann kleiner aus, beschwert er sich nachdrücklich darüber (Hungerattacken abends, weil das ‚Soll‘ noch nicht voll ist).
    Nach einer gewissen Zeit gewöhnt er sich dran, nach meiner letzten Diät hatte ich auch das Gefühl, dass mein Magen kleiner geworden ist.
    Aber damals hatte ich auch den ultimativen Motivationsbooster: Ganz frisch verliebt, also eh immer auf Wolke 7 und wenig Appetit ^^ und dazu ein Mann, der mir bei jedem Kilo weniger sagte, dass ich immer hübscher werde (nach 15 Kilo und BMI 19 hat er aber auch gesagt, ich soll es seiner Meinung nach jetzt lassen und eher Muskeln aufbauen, da ich doch skinny fat war).

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  3. Aber ist das nicht genau das gleiche bei vielen „psychologischen Problemen“? Die Person hinterfragt nicht die Motivation und die Zielsetzung, bzw. kommt nicht auf die richtigen Antworten, weil diverse Logiken so ins Hirn eingebrannt sind, dass es gar keine andere Möglichkeit geben kann.

    Wäre in diesem Zug nicht die Fettlogik einfach übertragbar auf andere psychische Probleme?

    Leider fällt mir gerade kein gutes Beispiel ein, aber in meinem Kopf erschien das jetzt sinnig.

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    1. In der Schematherapie (glaube ich, wenn ichs richtig im Kopf habe) geht man u.a. davon aus, dass im Kleinkindalter (um die 2-5 Jahre oder so) zentrale Grundannahmen geprägt werden, die in der Familie vermittelt werden. Wie zum Beispiel „Man muss immer sein Bestes geben“, „Die Familie ist das Wichtigste“oder in meinem Fall auch Dinge übers „Natur-Dick-Sein“, a.k.a. Fettlogiken. Diese Grundannahmen sitzen dann sehr tief und prägen uns. Wir stellen sie kaum je in Frage, weil sie als derartig selbstverständlich wahrgenommen werden, wie Schwerkraft oder andere Naturgesetze.

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  4. Biene

    Danke für diesen tollen Text!
    Ich komme aus einer Familie, die dieses übersteigerte Leistungsdenken in die Erziehung reindrückt und fahre harte Kritik ein seit ich mich davon losgelöst habe.
    Ich finde Du hast sowohl beim Abnehmen, als auch in den anderen Lebensbereichen sehr Recht: Nichts macht einen persönlich glücklicher als auf sich zu achten und im eigenen Rahmen das Beste zu geben.
    Dazu gehört eben auch sich nicht ständig zu verausgaben und Prioritäten zu setzen für was man wie viel Energie aufwenden kann und will in der aktuellen Lebenssituation.

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      1. Biene

        Ich wollte auch schon auf Deinen Kommentar antworten, aber irgendwie fehlten mir die Worte. Danke, dass Du mir da, wenn auch unwissentlich, die Hand entegegen gestreckt hast.

        Es ist wirklich schlimm, was solches Leistungsdenken mit einem anstellen kann, bzw. wohin es münden kann.
        Bei mir war es eine krasse Essstörung, die aber nur Ausdruck meiner ganzen Ablehnung, Angst, Wut und dem Mangel an Aufmerksamkeit, Verständnis und Fürsorge für mich selber war.
        Ich passe heute gut auf mich auf, aber manchmal falle ich noch in diesen Leistungsgedanken zurück. Zum Glück kann ich mich mitlerweile recht schnell wieder daraus befreien.

        Ich hoffe, Dir geht es mitlerweile auch gut!

        Diese Geschichte auf der Beerdigung find ich schon ziemlich krass. Schade wenn jemand sich nur über sowas wie den Beruf und den Erfolg darin definieren möchte.
        Ich finde es gibt so viel mehr, das einen Menschen aumachen kann und an das man dann tatsächlich zurückdenkt oder was man vermisst.
        (Ich muss auch sagen, wenn ich an mir liebe Verstorbene denke, dann denke ich an die schöne Zeit, die wir miteinander hatten, an Gespräche, kleine Gesten, aber sicher nicht an deren Karriere.
        Mag sein, dass ich hier meine Lebenssituation übertrage, aber kam der Mensch, der das zu Dir gesagt hat, aus einer Kernfamilie, wo es quasi nur um Leistung ging und diese mit Zuneigung belohnt wurde?)

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      2. Mona

        Ich kenn seine Kernfamilie gar nicht. Das war die Beerdigung meiner Großmutter und das war ihr Neffe, den ich vorher nie gesehen habe in meinem Leben. Das ist auch so seltsam, weil meine Großmutter durch den Krieg usw. nicht mehr als eine Grundschulbildung hatte und dadurch nicht mal richtig lesen konnte (außer ihre Bibel) und immer nur körperlich gearbeitet hat, wobei ich nicht mal weiß wo und was genau sie gearbeitet hat, weil ich sie nur als Rentnerin kennen gelernt habe. Dadurch ist bei uns es so, dass „Die Kinder es besser haben sollen als die Eltern.“ Leider bedeutet das meistens nur, dass sie bessere Noten bekommen sollen höhere Berufe haben sollen, um mehr Geld verdienen zu können. Wie das Emotionale sich entwickelt oder wie es einem wirklich geht, interessiert keinen. Hauptsache man hat eine Wohnung und ordentliche Kleidung, dann wird direkt assoziiert, dass es einem blendend geht. Sobald man arbeitslos wird oder eine Ausbildung statt Studium macht, dann ist man ja nicht besser als die Großeltern oder Eltern, dann ist direkt Weltuntergang und man wird für die schlaflosen Nächte und alle Krankheitsausbrüche der Eltern verantwortlich gemacht.

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      3. Biene

        Du bist nicht zufällig mit mir verwandt?
        Ich finde diese Erpressung mit dem Wohlsein der Familie so unglaublich unfair.
        Ich bin nicht auf die Welt gekommen um diese Menschen glücklich und zufrieden zu machen. Sollen sie bitte diese Verantwortung selber übernehmen oder eben auch nicht. Ich lebe erstmal für mich.

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  5. Vielen Dank für diesen Beitrag, der bestärkt mich gerade sehr auf meinem Weg. Ich denke, ich gehöre zu Typ 1, wobei ich [Kalorienmenge] durch meine WW-Punktezahl ersetzt habe. Bei meinem Start im April war ich auch sehr überrascht darüber, wie einfach abnehmen eigentlich sein kann, wenn man die richtigen Dinge in der richtigen Menge isst. Einzig der Zwang, alle Punkte zu verbrauchen, war mir nicht ganz verständlich. Ist ja nicht so, dass ein Schokobon am Ende des Tages oder eine Scheibe Knäckebrot jetzt Nährstofftechnisch irgendwas rausreißen würde.

    Nachdem ich „Fettklogik“ gelesen hatte, entspannte ich mich, was das angeht und zählte auch mal die Kalorien. An einem ganz normalen Tag liege ich so im Bereich von 1500kcal, dadurch, dass Obst und Gemüse nicht bepunktet ist, kann ich auch mal bei 1600kcal landen oder es ist mal etwas weniger. Aber ich habe gemerkt, wenn es etwas auszugleichen gilt oder ich sowas wie einen Kickstart brauche, weil ich aus dem Urlaub komme oder so, dann komme ich auch mit 1200kcal aus, muss dafür aber etwas geschickter planen, das ist mir aber für den Alltag zu anstrengend. Die Freiheit, das so zu handhaben, wenn ich es sinnvoll finde und wie es passt, nehme ich mir inzwischen raus, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Für mich zählt sowieso am meisten, dass ich zufrieden bin und mit dem Essen so klarkomme, dass es für mich auf Dauer funktioniert.

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  6. maSu

    Ich bin eigentlich jemand, der sehr ehrgeizig und sehr Leistungsorientiert ist. Aber Leistung ist nicht gleich Leistung. Ich wollte die 23-25kg abnehmen. Schnellstmöglich. Aber für mich stand eine gut trainierte Muskulatur auf gleicher Höhe. Damit war die Proteinzufuhr von 200g pro Tag schon festgelegt. Bei 4kcal pro Gramm Protein sind wir da schon bei 800kcal. Dann muss ich aber anerkennen, dass ich es nicht schaffe, 100% Protein zu essen. Selbst wenn ich Protein-Pulver pur löffeln würde, was sehr staubig wäre, käme ich nur auf 75-80% Proteinanteil. Realistisch ist eher, dass man im Durchschnitt auf einen Proteinanteil von 25-30% in der Nahrung kommt. D.h. alles unter 1500kcal am Tag erschien mir eh sehr unrealistisch bzw. mit normaler Nahrung unmöglich. Und das waren dann auch meine Erfahrungen: Selbst mit Eiweißshakes kommt man kaum auf die Proteinmenge und unter 1500kcal.
    Definiert man Leistung also nicht nur mit Gewichtsabnahme bzw einen Kaloriendefizit sondern auch mit Muskelaufbau oder mindestens dem Muskelerhalt während des Kaloriendefizits, dann sieht das ganze schon anders aus.

    D.h. man kann die „maximale Leistung“ verlangen und durchaus bis zur völligen Erschöpfung daran arbeiten, ohne zumindest in einem Bereich zu übertreiben. Trotzdem war ich während der Abnahme teils absurd oft beim Training. Eigentlich jeden Tag irgendein Kraftsport. Im Nachhinein: Das war zu viel, die Muskulatur war teilweise arg überfordert bzw. übertrainiert. Zu dem Zeitpunkt aber: Es gab mir ein gutes Gefühl.

    Die negativen Folgen dieses „Übertreibens“ waren aber gering. Schlussendlich hat mich der absurde Muskelkater immer wieder die Grenzen spüren lassen, die ich dann aber auch wieder oft genug ignoriert habe.
    Jetzt ist die Frage, was mir dieses „Übertreiben“ genau gebracht hat. Körperlich: Wenig. Es hat nicht geschadet, denn mehr als Muskelkater lag nicht vor. Keine Zerrungen, keine Muskelfaserrisse, nichts Dramatisches. Manche sagen dazu: „Glück gehabt!“. Kann sein. Ich glaube aber nicht an Glück. Ich glaube eher, dass ich die Signale meines Körpers deuten kann und daher eben nicht zu extrem übertrieben habe. Daher war es nur eben immer Muskelkater. Ich hatte aber ein gutes Gewissen, ich war hochmotiviert, da ich Veränderungen sah und an meine harte Arbeit glaubte. Heute weiß ich: hätte ich nur 75% des Trainings absolviert von dem, was ich tatsächlich gemacht habe, dann hätte ich vermutlich das gleiche Ergebnis gehabt bzw. ein Ergebnis, welches sich nur geringfügig vom aktuellen Ergebnis unterschieden hätte. Aber ich wollte nicht scheitern. Ich wollte nicht scheitern und wissen, dass ich geschludert habe. Ich wollte alles versuchen und es schaffen.

    Heute habe ich mein Sixpack, ich bin zufrieden, sportlich so leistungsfähig wie noch nie zuvor. Ich habe einen Weg gefunden, dieses „Programm“ beizubehalten, aber in einer Form, die Alltagstauglich ist. Ich habe durch diese (Leichte? Schwere? Mittlere?) Übertreiben gelernt mehr auf meinen Körper zu hören und zu achten, zeitgleich aber nicht aus dem Auge zu verlieren, dass der Körper durchaus einiges aushält und sich erfolgreich an Belastungen anpassen kann.
    Mir hat die Zeit, in der ich teilweise ganz klar übertrieben habe, geholfen die oberen Grenzen auszuloten – die unteren Grenzen, das „Nichtstun und verwahrlosen“ kannte ich ja schon. Mir hat diese Zeit die Augen dafür geöffnet, was möglich ist, wie ich es erreichen kann.

    Mir hat die Zeit vor allen Dingen klargemacht:
    Der menschliche Körper ist nichts weiter als ein Verbrennungsmotor, den ich sehr effektiv formen kann wie ich will, ich muss es nur wollen.

    Leider hat mir die Zeit auch etwas Negatives über andere Menschen verraten:
    Viele andere Menschen wollen nicht. Sie wollen auch nicht, dass andere es wollen, weil sie dann neidisch sind oder ihr Versagen gezeigt bekommen.

    Fazit:
    Ich habe viel über meinen Körper und den Wahnsinn meiner Mitmenschen lernen dürfen. Dafür habe ich etwas übertrieben, aber der Erkenntnisgewinn war so groß, dass der Preis – also Muskelkater, totale Erschöpfung abends auf dem Sofa – mehr als angemessen war. Jetzt habe ich nur eine noch schlechtere Meinung von meinen Mitmenschen. Die Wahrheit ist eben oft unangenehm.

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    1. TutziFrutzi

      Das mit der „Leistung“ ist echt so ein Ding.

      Auch einer der Gründe, warum ich mich noch nicht dazu durchringen konnte, mit echtem KalorienZÄHLEN anzufangen. Ich zähle nur die, die einfach zu zählen sind. „100g Hüttenkäse haben soundso viele Kalorien, zwei Packungen hab ich heute gegessen …“ – Mir ist es schon zu umständlich, jede Scheibe Brot zu berechnen. Oder den Esslöffel Öl im Salat. Ich peile bei den „gezählten“ Kalorien 2.000 kcal pro Tag an und habe im Hinterkopf, dass es in Wirklichkeit bestimmt ca. 1.000 kcal mehr sind.

      Tagebuch führen und mich beispielsweise bei fddb anmelden, das wäre nichts für mich. NOCH nicht. Ich neige dazu, mich in Details zu verstricken. Und meine Art von Perfektionismus sorgt u.a. dafür, dass ich ziemlich unordentlich bin. Wenn ich irgendetwas nicht so toll hinkriege, wie ich es möchte, lasse ich’s oftmals GANZ bleiben. Und die Gefahr sehe ich für mich beim „echten Kalorienzählen“.

      Aber das macht nichts: Nachdem meine Art von Schätzen trotzdem zum kontinuierlichen Abnehmen gereicht hat, bin ich zufrieden.

      Ich habe in 4 Monaten gut 8 kg abgenommen. Im Vergleich zu den anderen Mitkommentatoren ist das eigentlich nicht viel – ich denke aber, es ist schwieriger von 84 auf 76 kg runter zu kommen als von 120 auf 102 kg. Allerdings waren meine Voraussetzungen wie bei maSu ganz gut, da ich trotz etwas „Geschwabbel“ immer schon recht muskulös gewesen bin.

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      Das „Leistungsdenken“ hat mich aber beim Eintritt ins Fitness-Studio eingeholt.

      Mit echtem Gerätetraining habe ich erst im Mai dieses Jahres in der Psychiatrie angefangen. Dort habe ich mich an der Latzug-Maschine ziemlich schnell von 60 auf 110 kg Gewicht gesteigert. An der Brustpresse waren es zuletzt 90 kg. An der Beinpresse 140 kg.

      Die Geräte im jetzigen Fitness-Studio sind anders. Ich war echt entsetzt. An der Brustpresse ist nun für mich bei 60 kg Ende. Liegt vermutlich an einem etwas anderen Hebel, an einer anderen Startposition und daran, dass das Ding keine Fußstütze hat, mit der man sich in den Sitz pressen kann, um ein Hohlkreuz zu vermeiden. Wenn ich da mehr versuche, hebe ich mich aus dem Sitz – und ich hab das Gefühl, das ziemlich ungesund. Bei der Latzug-Maschine sind die Griffe flexibel, der zu ziehende Weg ist außerdem kürzer. Da ist bei mir auch bei aktuell 60 kg Schluss. Und zusätzlich mich mit meinem Gewicht reinhängen ist nicht so dufte, weil man dabei ebenfalls ein Hohlkreuz machen würde. Bei der Beinpresse in der Klinik hat man sich zusammen mit seinem Sitz gerade hochgedrückt. Im Fitness-Studio ist der Sitz fest, man drückt eine Platte weg und beschreibt dabei eine Kreisbewegung. 101 kg – mehr ist nicht drin (Gut, da wahrscheinlich wäre doch mehr möglich, aber ich hatte vor einem dreiviertel Jahr einen Leistenbruch, da bin ich lieber vorsichtig) …

      Das war schon irgendwie frustrierend, die gewohnten Gewichte einzuhängen und zu merken „Mist! Ich kann das Ding nicht mal bewegen!“.

      Was noch dazu kommt: In der Klinik war ich vier Mal in der Woche im Kraftraum. Ich hatte allerdings nur maximal 30 Minuten Zeit. Da hatte ich nur die ersten paar Mal einen Muskelkater. Im Fitness-Studio hingegen kann ich bleiben, solange ich will. Klar, das was ich in der Klinik insgesamt an Zeit zur Verfügung hatte, verbrate ich jetzt mit Aufwärmen und ChillDown am Crosstrainer. War für mich trotzem frustrierend zu merken, dass ich bei meinem Pensum auf ein Mal 2 Tage Pause einlegen musste. Hört sich albern an, eigentlich ist es ja selbstverständlich, dass ein Mal Fitness-Studio eine ganz andere Hausnummer ist als 30 Minuten Kraftraum in der Klinik.

      Ungeachtet der ganzen Versuche, mir das via Ratio klar zu machen, war ich zunächst richtig, richtig enttäuscht von mir. Mal wieder. Bescheuert, irgendwo. Kein Wunder, dass ich schwer depressiv bin.

      Lasst Euch von Euch selbst nicht unterkriegen.

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      Wie dem auch sei – Seit ein paar Wochen ist meine Freundin bei Fitness mit dabei. Die sich (ebenfalls schwer depressiv) immer gegen Sport gesträubt hat. Aber irgendwann auf meine Erfolge (hat sie selbst so gesagt) „neidisch“ war und zu meiner großen Freude und Überraschung einen Termin für ein Probetraining ausgemacht hat. Keinerlei Überredung nötig.

      Hab ich echt gefreut.

      Jetzt gehen wir immer gemeinsam. Alle drei Tage – das reicht – und danach gibt’s immer ein schönes (so nennen wir das) „Fitness-Essen“. Wir kochen beide gern, nach dem Training bin aber ich meistens dran. Und die einfachen Dinge sind immer so gut. Außerdem bin ich angeblich „Meister der Gewürze“. Bloß weil ich auch angeblich „abgefahrene“ Sachen mache wie z.B. Zimt an ein Chili con Carne zu geben. Oder Pflaumenmus an ein Gulasch.

      Letztens gab’s Fertig-Kartoffelpuffer <-[Okay, okay. Packung. Aber in der Zutatenliste steht nichts, was ich nicht auch in den Teig tun würde. Bis auf Zitronensaft. Das ist dann wohl ein Antioxydationsmittel] mit Kräuterquark (Magerstufe) und dazu einen Salat mit Gurke, roter Paprika, Tomate, roten Zwiebeln, schwarzen Oliven, TK-Petersilie und gekochtem Ei. Zum Trinken für jeden ein großes Glas selbstgemachter Ayran.

      Heute ist wieder ein Trainingstag. Ich hab fettreduzierte Puten-Zwiebel-Mettwurst gekauft. 30% billiger, weil sie übermorgen abläuft. Die werde ich ausquetschen, die Masse ein Bisschen mit Kreuzkümmel und Paprikapulver pimpen und daraus kleine gebratene Hackbällchen machen. Dazu gibt's dann Rührei mit braunen Champignons. Das Ganze gewürzt mit Schnittlauch und rosa Pfeffer <-[GEILES Zeug!!]. Ich hab auch noch zwei rote Paprika, die bald weg müssen. Die werde ich entweder ins Rührei mit einbacken oder ne würzige Salsa draus machen.

      Wenn man sich immer auf etwas freuen kann, ist es viel einfacher, den "inneren Schweinehund" (der manchmal auch durchaus so groß werden kann wie ein "Arschloch-Dinosaurier") lächelnd zu überwinden.
      Und auch an Nicht-Trainingstagen DURCHzuhalten. Weil dann der "Jetzt hab ich doch so schön, da muss ich doch echt nicht gleich wieder"-Gedanke fast schon automatisch gewinnt.

      Belohnt Euch. Ihr habt es verdient!

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      Man muss sich zum Abnehmen nicht selbst kasteien. Es gibt SO viele leckere Sachen, die nicht so "reinhauen".

      Ich bin kein Fan von fettreduzierten Sachen. Schmeckt meistens nicht. Es gibt für mich nur wenige Ausnahmen: Magerquark ist z.B. okay. Und der fettreduzierte Pseudo-Feta ist auch okay (Dessen Gummi-Konsistenz ist sogar ein Vorteil, man kann ihn in optisch ansprechende Stifte schneiden, ohne dass er zerkrümelt). Fettarme Milch ist für mich dann schon wieder so ein Grenzfall. Ich tue Milch nur in den Kaffee. Und (war ein Streitpunkt zwischen mir und meiner Freundin) wir beide brauchen im Kaffee wesentlich weniger Vollmilch als Magermilch. Wir haben das mal abgemessen und ausgerechnet. Ich hatte recht. Beim Kaffee hat die Vollmilch kalorientechnisch eindeutig die Nase vorn. Aber sobald man Müsli isst, ist eindeutig die Magermilch "besser".

      "Rahmgemüse" – Okay. Mit Sahne ist das sicher nicht so toll. Aber es gibt auch Produkte wie Kochkäse. Ein Sauermilchprodukt, ähnlich wie Harzer Käse. Viel Eiweiß, recht wenig fett. Und schmeckt (im Gegensatz zum Harzer) überhaupt nicht streng. Gut, da ist Kümmel mit drin, ist nicht Jedermanns Sache. Aber ein ordentlicher Schlag davon zu seinen Karotten oder dem Brokkoli – das macht einen tollen Sud – Yummie. Probiert's mal aus.

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      Ich schweife ab.

      Mit nur 500 kcal pro Tag auskommen – könnte ich nicht. Keine Chance. Da muss ich aber auch nicht. Muss im Grunde genommen keiner. Und sehr wenige essen macht keinen Spaß.

      Besser essen macht Spaß.
      Bewegung macht (wenn man erst mal "drin" ist) auch Spaß.

      Abnehmen macht natürlich erst recht Spaß.

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      1. TutziFrutzi

        [Oh, ein paar Schreibschnitzer drin. U.a. wollte ich nicht „Und sehr wenige essen macht keinen Spaß“ schreiben, sondern „Und sehr wenig essen macht keinen Spaß“ …]

        Irgendeine Edit-Funktion wäre nicht verkehrt …

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      2. TutziFrutzi

        @Frank: Dann bin ich ja beruhigt.

        Quatsch, ist mir eigentlich egal. Ich hab halt mit wachsender Begeisterung losgeschrieben – und hab mir dann gedacht, es könnte ja sein, dass mein Abschweifen irgendwie ansteckend wirkt.

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      3. Wo ihr von „Geschwabbel“ sprecht – wie zum Geier funktioniert dieser Männerbauch? Es gibt ja durchaus auch „schwabbelige“ Männer, die auch an den Beinen, am Po zunehmen und überall am Körper zunehmen, und dann gibt es so Leute wie meinen Freund, der von hinten wie ein schlanker Hüpfer aussieht, aber komm ihm mal von der Seite 😉 Und wenn man auf seinen Bauch klopft, der sich gut wölbt, meint man, er sei aus Stein. Ich setz mich hin und bestehe aus Rettungsringen. Heißt das, das ganze Fett liegt… unter den Muskeln um die Organe? Sehr seltsam, so ein one-pack o_o

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      4. pufaxx

        @maus: Keine Ahnung, wie das mit dem „Männerbauch“ funktioniert. Ich vermute, die Männer, bei denen man den Eindruck hat, dass sie halbewegs „gleichmäßig“ zugenommen haben, sind einfach ingeseamt NOCH übergewichtiger als die mit einer Bauchkugel …?

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      5. Mona

        Das glaube ich nicht. Ich muss ein wenig „lästern“: Ich hab gestern einen Mann gesehen, der hatte einen sehr kugeligen Bauch, das besondere war, dass da locker 8-linge Platz hätten. So einen Bauch hab ich in meinem Leben noch nie gesehen. Der sah wirklich aus wie schwanger, nur 8 mal so viel. Der war aber auf so einem Motorrad unterwegs, wo er nach hinten gelehnt fast lag und es kann sein, dass es einen Nierengurt hatte, der den Bauch hoch gehoben hat. Ich weiß nicht, was sein Bauch macht, wenn der Mann geht.
        Mein Onkel hat auch so eine Kugel, die wächst, obwohl die Arme, Beine und Kopf halbwegs normal aussehen. Vielleicht vergrößert sich bei denen sich der Darm und der Magen so sehr und dazu kommt das Fett an den Organen, sodass der Bauch so nach vorn herausgedrückt wird?
        Ich hab irgendwie die Vermutung, dass bei Frauen es wirkliches Fett von außen ist, deswegen ist es dann auch an den Beinen und bildet am Rücken und Bauch auch Falten. Keine Ahnung, wie das sein kann. Gibt es Studien dazu? Der Cola-Weihnachtsmann hat doch auch diesen kugeligen Bauch, vielleicht kommt der von Cola und Bier? Man nennt den Bauch ja auch Bierbauch.

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      6. Litschi

        Soviel ich weiss, kommt die „Kugelform“ bei Männern, wenn sie hauptsächlich vizerales Fett einlager. „Fettschürzen“ sind hingegen typisch für eher subkultanes Fett. Macht insofern auch Sinn: Lagert sich das Fett unter der Haut ab, wird diese durch das Gewicht halt einfach nach unten gezogen. Lagert sich das Fett jedoch um die Organe ab, wird es z.B. durch die Muskledecke „in Form“ gehalten.

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      7. käse

        Das war doch der Grund, warum der BMI ja alleine angeblich nicht ausreicht, um das „Gesundheitsrisiko“ wirklich beurteilen zu können.

        Das Fett im Bauchraum gilt als stoffwechselaktiver und deutlich schädlicher, als das Unterhautfett. Deswegen ging eine Weile durch die Medien, dass man eher seinen Bauchumfang messen soll um herauszufinden, ob man von dem „schädigeneren“ Fett betroffen ist.

        Hm… keine Ahnung ob das zu „fettlogik“ zählt. Es wird an einigen Stellen des Buches zwar erwähnt, aber nicht wirklich behandelt. (Vielleicht, weil wirklich adipöse Menschen eh meist beides besitzen?)

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  7. Mona

    Sehr schön!
    Irgendwie tut es noch ein bisschen weh zu sehen, dass bis vor einigen Jahren ich auch so ein leistungsorientierter und perfektionistischer Mensch war. Mir war es damals nicht bewusst, ich dachte wirklich allen Menschen geht es so scheiße wie mir und dass es so sein muss. So wurde ich anscheinend erzogen. Eigentlich bin ich dankbar, dass ich eine schwere Depression und eine Angststörung bekommen habe, dadurch habe ich gelernt, dass ich auch andere Möglichkeiten habe und es nicht immer um Leistung und Perfektion gehen muss, sondern dass Perfektion auch schädlich sein kann. Es ist leider wirklich schwer vor anderen Menschen zuzugeben, dass mir manche Dinge die Anstrengung nicht wert sind oder ich mit geringerem als dem „Allerbesten“ zufrieden bin. Es tut mir wirklich gut meine Kräfte einzuteilen, statt immer über meiner Grenze zu gehen. Das ist ja kein Leben mehr, nur Leiden.

    Das Heftigste, was ich von anderen, die mich nicht wirklich kennen, gesagt bekommen habe (auf einer Beerdigung!): Mach Karriere, das ist das einzige, was zählt und woran sich die Leute erinnern werden, wenn man älter wird / stirbt.
    Der Mann ist wirklich der Meinung, dass nur die Leistung zählt, dass man irgendwelche Berufsbezeichnungen sammeln und evtl. Abteilungen leiten soll, sonst ist man ein Nichts und dann war das Leben nicht lebenswert.

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    1. TutziFrutzi

      @Mona: Na … selbst wenn der Mensch recht haben sollte – und sich Deine Nachwelt wirklich nur an Deine Karriere erinnert – was bedeutet das für DICH?

      Kriegst Du davon denn noch etwas mit?

      Noch wichtiger: Was bedeutet das für Dich JETZT? Und was würdest Du von Nachkommen halten, die bloß auf Deine akademischen Zeugnisse oder Deine letzte Gehaltsabrechnung schauen?

      Gut, ich bin Atheist und scheiße generell auf sowas. Aber selbst wenn ich an ein Leben nach dem Tod glauben WÜRDE – die „Karriere“ (es sei denn, es wäre ein Job, dessen Erfolg nicht nur monetär gemessen werden würde) wäre wahrscheinlich das letzte, an das ich mich mit Wonne zurückerinnere.

      Ich hab und hatte dem meisten Spaß an vermeintlich sinnlosem Blödsinn. Zwar Blöd, aber ein Sinn. MEIN Sinn. Ätsch.

      Lass Dich weiterhin nicht ärgern.

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      1. yannaba

        Sehe ich auch so. Vor einiger Zeit war ich auf der Beerdigung eines lieben Onkels. Da ich aus einer großen Familie stamme, war die Kapelle sehr voll mit trauernden. Irgendwann kam mir da der Gedanke, dass ich nur einen Sohn und zwei Neffen habe und – da ich das jüngste Kind meiner Eltern bin, möglicherweise nur 3-4 Leute auf meiner Trauerfeier sein werden. Und als ich gerade in Selbstmitleid zerfließen wollte meinte mein Verstand auch: Ist doch scheißegal, bist ja dann eh tot….

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      2. Mona

        Das sehe ich auch so. Ich wollte nur erzählen, dass es so extreme Leistungsmenschen gibt, die sogar an etwas recht Absurdes glauben, wie oben beschrieben. Sie wollen das sogar an jüngere Leute weitergeben, weil sie denken, die sollten auch an diesen Gedanken glauben. Irgendwie traurig. Hoffentlich hat er keine eigenen Kinder, die das wirklich so leben mit nichts in ihrem Leben , außer der Karriere. Ich glaub, das kann nicht so gesund sein für die Psyche, da geht man doch kaputt.

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  8. KleeneS0586

    Also mir ist schon klar, dass man wenn man den ganzen Tag aktiv ist und Sport macht etc. nicht mit 500 kcal auskommen kann und das ja auch nicht muss. Als du mit Sport angefangen hast, hattest du ja dann auch erhöht, wenn ich das richtig im Kopf habe, oder?
    Was mir nicht klar ist, was genau hast du denn gegessen, dass du bei 500 kcal nicht spätestens mittags den mega Hunger hattest? Nur Gemüse die ganze Zeit?
    Ich habe oft mit dem Frühstück die 500 schon voll und hab dann trotzdem nach 3-4 Std. wieder Hunger. Und wenn ich arbeiten muss, kann ich mich dann einfach nicht mehr konzentrieren

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    1. Mona

      Stand das nicht auch irgendwo im Buch, dass Nadja ein Mal pro Tag gegessen hat, weil sie lieber eine große Mahlzeit als viele kleine mag? Nur Gemüse den ganzen Tag kann man nicht essen, das hat zu wenig Protein. Man muss schon ein bisschen Fett und ein bisschen Kohlenhydrate essen, aber vor allem genug Protein. Ganz oben auf dieser Seite gibt es den Punkt Rezepte, vielleicht helfen die dir?

      Ich mache das zur Zeit so, dass ich einfach so lang es geht (bei mir bis ca. 13 oder 14 Uhr) nichts esse und dann etwas esse und dann esse ich noch abends allerspätestens um 21 Uhr noch einmal etwas und sonst nichts. Manchmal brauche ich ein Frühstück, meistens, wenn ich PMS hab oder sonstwie bisschen angeschlagen bin. Heißhunger hab ich oft, wenn ich einfach müde / frustriert bin oder zu wenig Protein gegessen habe.

      Ich weiß nicht wie groß du bist, aber 500 kcal nur für ein Frühstück erscheinen mir viel. Zum Beispiel ein belegtes Brot hat doch nicht so viele Kalorien? Mit der Zeit zwischen den Mahlzeiten kannst du ja auch experimentieren. Ich dachte vor 5 Jahren auch, dass es mir schlecht geht, wenn ich nach 3 bis 4 Stunden nichts esse. Jetzt ist es überhaupt kein Problem auch tagsüber mal 5 bis 8 Stunden nichts zu essen. Dadurch, dass ich meistens von 21 bis 13 Uhr nichts esse, ist das sogar eine Pause von 16 Stunden (mit Schlaf). Ich esse ganz langsam, kaue ganz gründlich und überlege mir, wann ich keine Hunger mehr hab und was genau ich essen will, damit es mir gut geht. Dadurch kommt es auch, dass ich manchmal Süßigkeiten esse, weil die mich entspannen oder fröhlicher machen.

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  9. nessii

    Ich gehöre auch zu Typ 1. Ich hatte die Lektüre des Buches zum Anlass genommen, nach einer knapp 4-wöchigen Zählpause (Urlaub, Jobwechsel, keine Lust mehr aufs Zählen), meine Kaloriengrenze deutlich runterzusetzen von vorher 2.000 bis 2.200kcal auf 1.600 bis 1.800kcal. Hat super geklappt, bis ich dann mein Sportpensum von 2-3x/ Woche auf 6-7x/ Woche erhöht habe. Eine Weile ging das gut, dann ist mir aber zunehmend aufgefallen, dass ich beim Sport weniger Leistung gebracht habe und dass ich öfter Hungerattacken hatte, die ich so vorher nicht kannte. Lösung ist auch denkbar simpel gewesen, Kalorien wieder etwas hochgeschraubt, jetzt schwanke ich so zwischen 1.800 und 2.000kcal. Ist immer noch ein ausreichend großes Defizit um abzunehmen und mir geht es sorum besser. Da nehme ich gern in Kauf, dass es langsamer geht.

    Und ich denke, das Vorgehen funktioniert auch in anderen Bereichen. Ich habe bei meinem Konzept einen Punkt gefunden, der nicht mehr gepasst hat und habe ihn so geändert, dass der Störfaktor weg ist, ohne dass ich deswegen das Ziel völlig verfehle. Und ich denke, solange man diese Überprüfung regelmäßig macht und schaut, ob einem das alles noch so gefällt und bei Bedarf Anpassungen vornimmt, ist die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass man weiterhin zufrieden ist.

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  10. Tyra

    Ich habe auch mit einer strikten Kalorienreduzierung abgenommen. Mein Ziel waren ebenfalls max. 500 Kalorien am Tag. Allerdings habe ich mich nicht sklavisch daran gehalten. Gerade, wenn ich bei meinen Eltern war oder mit Freunden unterwegs war, habe ich mich dem Essverhalten angepasst, aber das waren wirklich Ausnahmen.

    Während des Abnehmens habe ich einen anderen Effekt zu spüren bekommen, der mir am Anfang Sorgen gemacht hat. Nach einigen Tagen 500 kcal pro Tag blieb bei mir oft der Hunger/Apettit aus und ich musste mich daran erinnern die Kalorien zu essen. Unabhängig davon, ob ich einen stressigen Tag hatte oder nicht. Am Anfang habe ich Panik geschoben und mir gedacht, dass das der Anfang einer Magersucht wäre, war es aber nicht. Denn je mehr ich abnahm, desto mehr Bewegung machte ich und desto mehr Kalorien habe ich wieder gegessen.

    Jetzt esse ich wieder normal, sprich ohne Defizit, nur einmal die Woche lege ich einen Fastentag ein, an dem ich nicht mehr als 600 kcal esse. Ich liebe diesen Tag, denn es tut gut zu merken, wie sich Hunger anfühlt und zu merken, dass man damit sehr gut umgehen kann.

    Ich hatte sogesehen großes Glück, denn ich bin sicher kein leistungsorientierter Typ, sondern jemand mit Miserfolgen gar nicht umgehen kann. Wenn ich mich nicht für die 500 kcal Methode entschieden hätte und meine Waage nicht einen definitiven Trend nach unten gezeigt hätte, hätte ich 100% in der Hälfte des Weges kapituliert. Es gab eine Selbstverpflichtung nicht mehr als 500 kcal zu essen und Freude darüber, auch an Ausnahmetagen die Kontrolle behalten zu haben.

    Jetzt wo ich mein Traumgewicht habe (BMI 20) blicke ich auf meinen 1001-Abnehmen mit Stolz zurück. Ich habe es geschafft mein ansonsten unkontrollierbares mich in Zaum zu halten, ich habe den Unterschied zwischen Hunger und Fressanfall kennengelernt und ich direkt mitbekommen, wie sich mein Körper verändert hat. Der letzte Punkt war die wichtigste Erfahrung.

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  11. Closer Than Yesterday

    Mal angenommen, es gibt wirklich keinen Hungerstoffwechsel, so sollte man doch trotzdem mehr als die bloße Zahl einkalkulieren. Wenn man so extrem wenig isst, dann hat der Darm viel weniger Arbeit und braucht deutlich weniger Energie. Demzufolge ist der Kalorienbedarf reduziert und man kann nicht von dem alten Wert ausgehen, den man normalerweise hätte, oder? Leute, die eine Fastenkur machen und um die 500 Kalorien zu sich nehmen, sollen sich möglichst ausruhen. Für mich passt das nicht zusammen, in dieses Extrem zu gehen. Es sei denn, es gibt ganz spezielle Gründe und wird ärztlich überwacht.

    Der Körper weigert sich dann auch irgendwann, die eigentlich mögliche Leistung zu erbringen. Wenn das Frühstück zu kurz kommt und ich zum Sport gehe, dann fehlt mir ein Teil meiner Kraft. Meine Mahlzeiten nehme ich nicht zu bestimmten Uhrzeiten zu mir, sondern abhängig von der Tagesplanung und eben dann, wenn ich hungrig bin. Manchmal kommt es vor, dass man gerade noch etwas erledigen muss und sich die Mahlzeit trotz Hunger 1-2 Stunden verspätet und dann sendet der Körper Signale und man fühlt sich „schwach“. Wenn man nun tatsächlich 500 Kalorien als Tagesration hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese extreme Form noch gesund ist. Abgesehen von besonderen Situationen oder Fastenkuren (da schont man sich aber und nimmt zuvor Glaubersalz). Wenn man dann abgesehen von der reduzierten Darmtätigkeit noch im Sport ausgebremst wird, schwindet der Vorteil des Defizits in meinen Augen ganz schnell.

    Darüber hinaus kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit 500 Kalorien alle Nährstoffe zu sich nimmt, die gesund sind und es geht hier doch um Gesundheit. Da muss man bestimmte Stoffe ja schon künstlich über Tabletten zuführen. Man isst minimal, nimmt Protein in Pulverform zu sich und Vitamine und Co als Tabletten und das soll der gesunde Weg sein? Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass das ein erstrebenswertes Optimum ist, selbst wenn jemand schnell Gewicht verlieren möchte.

    Es würde mich interessieren, wie du den Zusammenhang aus dem Aspekt der Gesundheit und den ganzen Tabletten und künstlichen Stoffen siehst.

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      1. Closer Than Yesterday

        Ja, das habe ich gelesen und ich finde interessant, dass viele Dinge kritisch hinterfragt werden. Aber die angesprochenen Sachen sind mir nicht ganz klar, daher nun meinerseits die kritischen Fragen. Für mich selbst ist es in der Form auch nicht relevant, aber es interessiert mich einfach 🙂 Ständiger Hunger, Schwäche, Vitamine durch Tabletten anstatt durch Obst etc. – natürlich ist es extrem gewesen in deinem Beispiel und nicht der Rat an alle. Ich frage mich einfach nur, ob das überhaupt gesund sein kann.

        Mir gefällt die Einteilung 1.) Kalorienzählen als Oberziel / 2.) Mikronährstoffe (v.a. Protein) beachten und 3.) Makronährstoffe (also auch genug Vitamine etc.) eigentlich sehr gut. Je nach Beispiel vermisse ich den dritten Punkt etwas. Wenn man jetzt pro Tag 100 Gramm Chips und etwas Proteinpulver isst und sonst nichts, wird man wohl abnehmen, aber sich auf Dauer ruinieren. (Was jetzt ein ganz extremes Beispiel ist.)

        Wenn ich etwas missverstanden hab, freu ich mich über eine Aufklärung 😀

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      2. Dauerte jetzt etwas, da mein Laptop den ganzen Tag abstürzt undich keinen Kommentar fertig schreiben konnte….gnarf. Ich hoffe, jetzt klappts.

        Ich versuche trotzdem, mich kurzzu fassen, also nicht wundern wenns knapp klingt.

        Klar, man braucht weniger verdauungsenergie, aber da es keine negativkalorien gibt, ist das dennoch eine milchmädchenrechnung, wenn man sagen würde „mehr essen ist somit besser zum abnehmen.“

        müde, schwach und krank war ich während der 500kcal unter geringer belastung nicht.die schlechten blutwerte und vitamindefizite haben sich in der zeit nachweislich verbessert, daher kann ich die skepsis ggü „künstlichen vitaminen“ nicht teilen, es hat ja offensichtlich funktioniert. die objektiven testergebnisse beim arzt wurden alle besser, daher scheint es „gesund“ gewesen zu sein.

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      3. maSu

        Du hast das Buch also angeblich gelesen und leitest deinen Post mit „Mal angenommen, es gibt wirklich keinen Hungerstoffwechsel“ ein?! Echt jetzt?

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    1. EinFan

      @Closer Than Yesterday: Was @ezm damit sagen will: Sie hat darüber seitenweise im Buch geschrieben. Lies einfach nach und Deine Fragen werden beantwortet sein.

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      1. Closer Than Yesterday

        Danke für deine Antwort, Nadja!
        Ich glaube das war ein Missverständnis, denn Negativkalorien meinte ich gar nicht. Die Zahlen sind jetzt auch nicht recherchiert, nur zum Nachvollziehen. Angenommen, jemand benötigt 2000 Kalorien und davon gehen 600 für die Verdauung drauf und er isst nun 500 Kalorien, wobei er nur noch 200 für die Verdauung benötigt. Dann werden 400 Kalorien bei der Verdauung weniger gebraucht. Dann wäre das tatsächliche Defizit nicht bei 1500 Kalorien, sondern „nur“ bei 1100 Kalorien. Mir fehlt da aber leider die Größenordnung und ich kann nicht abschätzen, wie hoch diese Hausnummer ist. Wäre für jemanden, der den extremen Weg geht, aber ggf. interessant das zu recherchieren. Denn sonst verrechnet man sich ja doch um Einiges?

        Das Beispiel, dass sich deine Werte verbessert haben, finde ich jetzt nicht ganz überzeugend. Da ist aus meiner Sicht ein Denkfehler drin. Deine 150 Kilo müssen ja ungesund gewesen sein und nun vergleichst du Werte deiner ungesunden Zeit mit Werten aus der Zeit, wo du viel abgenommen hast. Klar sind die Werte dann besser, alles andere wäre zumindest sehr verwunderlich. Aussagekräftiger dürften wohl 2 vergleichbare Personengruppen sein, bei der eine Gruppe „normale“ Vitamine isst und eine „Künstliche“. Bestimmt gibt es dazu auch viele Studien. Tendenziell tippe ich darauf, dass normale Vitamine besser sind, andererseits hat die Qualität des Essen so sehr nachgelassen heutzutage, dass der Effekt vielleicht nicht so groß ist. Und wahrscheinlich macht es sich erst über viele Jahre hinweg bemerkbar.

        Unter dem Hintergrund fand ich deine Aussage jetzt recht pauschal / individuell. Wenn jemand natürlich auf den schnellen Weg angewiesen ist, ist es bestimmt ein interessanter Denkansatz 🙂 Wichtig ist wohl die medizinische Überwachung, da es ja wirklich extrem ist.

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      2. Soweit ich weiß werden etwa 10-30% der Narungskalorien für die Verdauung aufgewendet (30% bei Eiweiß, KH und Fette sind einfacher). Also wenn ich 1000kcal weniger esse, wären das etwa 100-300kcal weniger. Aber ich denke, das muss scho eingerechnet sein, denn bei den meisten haut es ziemlich gut hin (bei mir auch). Wäre aber mal ein gutes Recherhethema.

        Dass die Werte bei 150kg schlecht waren und später besser würde für mich bei Vitaminen jetzt nicht unbedingt Sinn ergeben. Bei Cholesterin, Blutfetten, Blutdruck usw…. ok. Aber Eisen, Vitamin B, Folsäure, etc.? Warum sollten die per se bei 150kg schlecht sein?
        Ich denke einfach, da die Blutwerte besser wrden (im Bezug auf Vitamine) muss das ja bedeuten, dass die Vitamine tatsächlich aufgenommen wurden. Und da die einzige Vitaminquelle in Form von Tabletten vorlag, müssen die es gewesen sein. Fazit für mich: Vitamintabletten scheinen zu wirken^^

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  12. Rala

    Ich persönlich kann nur sagen, dass mich die Informationen aus EMNs Buch unglaublich befreit haben. Schon jahrelang habe ich immer wieder mit mir gehadert, dass ich doch unbedingt abnehmen will und es doch so einfach wäre, einfach mal für eine gewisse Zeit sehr wenig zu essen, um dann nach schnellem Gewichtsverlust das ganze „nur noch“ zu halten. Aber ich wusste es natürlich „besser“. Wer will schon nach kurzer Zeit in den Hungerstoffwechsel und dann, trotz Anstrengung, wieder zunehmen? Die Vorstellung, dass Essen für mich so ewig mit unglaublicher Disziplin verbunden sein soll (120kg Startgewicht) und ich als Lohn für meine Mühen dann nur minimale Erfolge sehe (bloß nicht mehr als max. 1kg die Woche abnehmen! Besser nur 500g!) haben mich immer total demotiviert.

    Vor ein paar Jahren haben meine Mutter und ich dann mit WW versucht abzunehmen. Da ich ziemlich groß bin (weiblich, 1,79m) habe ich dann um meine Punkte vollzukriegen auch oft Chips gegessen und oft gab es bei uns auch Unmengen an Kartoffeln, da man davon ja gaaaanz viele für 2 Punkte essen kann 😉
    Insgesamt habe ich damit ca. 12kg abgenommen. Dann waren mir das ständige Zählen, die ganze Planung und die schleichenden Erfolge aber zu doof und ich habe wieder aufgehört.

    Mein Gewicht hat sich dann bei ca. 120kg eingependelt.

    Nachdem ich das Buch gelesen und meine Ernährung dementsprechend umgestellt habe, bin ich erstaunt, wie einfach auch mir das Abnehmen jetzt fällt. Sogar das Kalorienzählen und Abwiegen stört mich gar nicht, von dem ich am Anfang gedacht habe, dass es mich am ehesten aus der Bahn wirft.
    Ich würde mich selbst als ziemlich disziplinlos und von Grund auf faul bezeichnen, aber die Tendenz „alles-oder-nichts“ kenne auch ich (genauso wie: Wenn ich jetzt schon das Stück Kuchen gegessen habe, dann ist es auch egal und ich kann jetzt schlemmen). Besonders diszipliniert komme ich mir bei DIESER Ernährung nicht vor.

    Da ich im Moment mitten im Examen stecke und dementsprechend viel Zeit sitzend verbringe, habe ich auch keine Probleme mit der geringen Kalorienzahl. Ich musste am Anfang etwas anpassen und habe von 500kcal auf ca. 650kcal aufgestockt, da ich mehr Proteine esse als EMN zu dieser Zeit, aber jetzt geht es mir ziemlich gut damit.
    Ich plane einmal täglich, entweder morgens oder den Abend davor, mein Essen auf fddb und kann mich dann den ganzen restlichen Tag um andere Dinge kümmern. Ich habe zwar ab und zu Hunger, aber auch nur kurz vor der nächsten Mahlzeit und zusätzlich deutlich weniger Vorbereitungs- und Einkaufszeit.

    Ich merke auch, dass ich mein Essen jetzt deutlich mehr genieße. Vorher hatte ich die Angewohnheit alles sinnlos und in großen Mengen in mich hineinzuschlingen und bin oft in der Küche herumgeschlichen, um noch irgendetwas zu naschen zu finden. Ich brauchte ständig einen geschmacklichen Input.
    Die 12kg, die ich in den letzten 5 Wochen abgenommen habe, motivieren mich aber viel mehr, als Essen das könnte.

    Solange ich noch im Examensstress bin werde ich bei 650kcal bleiben. Danach möchte ich gerne wieder richtig mit Sport anfangen und werde dann dementsprechend erhöhen. Aber das ist noch ein Weilchen hin und ich hoffe, bis dahin „nur noch“ übergewichtig und nicht mehr adipös zu sein. Das wäre dann das erst mal seit vielleicht 13 Jahren ^_^

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    1. EinFan

      „Ich merke auch, dass ich mein Essen jetzt deutlich mehr genieße. Vorher hatte ich die Angewohnheit alles sinnlos und in großen Mengen in mich hineinzuschlingen und bin oft in der Küche herumgeschlichen, um noch irgendetwas zu naschen zu finden.“

      Den 2. Teil kann ich unterschreiben. Ich bin sonst auch rumgeschlichen und hab irgendwas gegessen um irgend ein ominöses Verlangen zu stillen. Hat nie geklappt und das Ende war nur Völlegefühl und Frust.

      Allerdings ist mir der Genuß am Essen gerade verloren gegangen. Am Essen macht mir nur Freude, dass ich am Tagesende das Defizit auf meinem Rechner sehe und die Veränderung an der Waage. Ansonsten ist es nur zum Hunger stillen da. Das fehlende Völlegefühl nach dem Essen und damit das tagelange Gefühl von Unbeschwertheit ist auch toll.

      Abgesehen davon hat sich der Geschmack verändert und viele Dinge schmecken mir nicht mehr, die ich früher sehr gerne gegessen habe. Cola ist zu süß, Burger zu fettig, Bratwurst viel zu fettig und salzig … bin mal gespannt, wie das sich in der „Exit“-Phase wieder normalisiert.

      Vielleicht ist das auch gut so. „Genuß am Essen“ gab es eigentlich nicht. Eher reflexhaftes Essen. Wenn was leckeres in Reichweite war, habe ich es gegessen. Wenn Reste da waren und vor dem Abwasch weg mussten, habe ich die gegessen. Wenn es 5 verschiedene Dinge auf dem Tisch gab, habe ich von jedem gegessen. Wenn ich Streß oder Langeweile hatte, habe ich irgendwas gegessen. Wenn es 12 Uhr wurde, habe ich was gegessen. Wenn es zum Ritual gehört, habe ich es gegessen (Nachos im Kino, BurgerKing bei der Autobahnfahrt, Döner am Döner-Dienstag). Alles unabhängig von Hunger oder Genuß.

      Zur Zeit esse ich das, was ich mir laut Plan vorbereitet habe und ansonsten verliere ich keinerlei Gedanken an Essen. Schafft viel Freizeit. :o)

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      1. Rala

        „Das fehlende Völlegefühl nach dem Essen und damit das tagelange Gefühl von Unbeschwertheit ist auch toll.“

        Da kann ich dir voll und ganz zustimmen. Ich war mir gar nicht mehr bewusst, wie sich das anfühlt und wie schön es ist.

        „Abgesehen davon hat sich der Geschmack verändert und viele Dinge schmecken mir nicht mehr, die ich früher sehr gerne gegessen habe. Cola ist zu süß, Burger zu fettig, Bratwurst viel zu fettig und salzig … bin mal gespannt, wie das sich in der “Exit”-Phase wieder normalisiert.“

        Bei dem fettigen kann ich momentan nicht mitreden, da ich zu viel Fett wegen der Kaloriendichte vermeide. Was süß und salzig angeht, so geht es mir anders. Ich würze immer noch alles sehr stark. Zwar nehme ich auch gerne viele Kräuter und andere Gewürze, aber Salz kommt bei mir immer noch in großen Mengen an alles. Ich trinke auch gerne zuckerfreie Cola und Konsorten. Im Moment möchte ich mir da persönlich keinen Stress machen, weil mein Primärziel erstmal der Gewichtsverlust ist. Wenn das einigermaßen steht, dann greife ich den Rest an.
        Es freut mich aber, dass sich dein Geschmackssinn hin zum natürlichen entwickelt!

        „Eher reflexhaftes Essen. Wenn was leckeres in Reichweite war, habe ich es gegessen. Wenn Reste da waren und vor dem Abwasch weg mussten, habe ich die gegessen. Wenn es 5 verschiedene Dinge auf dem Tisch gab, habe ich von jedem gegessen. Wenn ich Streß oder Langeweile hatte, habe ich irgendwas gegessen. Wenn es 12 Uhr wurde, habe ich was gegessen. Wenn es zum Ritual gehört, habe ich es gegessen (Nachos im Kino, BurgerKing bei der Autobahnfahrt, Döner am Döner-Dienstag). Alles unabhängig von Hunger oder Genuß.“

        Ich musste an mehrere Gelegenheiten denken, an denen ich von Veranstaltungen kam, bei denen es kurz vorher etwas zu Essen gab und ich mich dann, fünf Minuten nach der Heimkehr, mit etwas zu Essen auf der Couch wiederfand. Ich konnte keinen Hunger haben, ja, war sogar manchmal schon regelrecht überfressen von der Veranstaltung nach Hause gekommen, aber für mich war es einfach ein Ritual. Nach Hause kommen = Essen. Das hab ich aber immer erst gemerkt, nachdem ich schon die Hälfte des jeweiligen „Leckerbissens“ in mich hineinmanövriert hatte.

        Und ja, der Lebensstil schafft viel Freizeit 🙂

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  13. nenzija

    Schade, daß das alte Blog nun doch endgültig weg ist. Ich hätte sooo gerne nochmal darin gestöbert. 😉

    Nach fast vier Monaten bin ich um ca. 14,5 kg leichter und auch weniger besorgt als am Anfang, den Gewichtsverlust nach Erreichen des Ziels (das sind nochmal ca. 10 bis 15 kg, je nachdem ob es zu mir paßt) nicht langfristig halten zu können. Jetzt weiß ich, daß ich dafür das Wiegen und Notieren des Gegessenen im Großen und Ganzen aufrechterhalten muß – ein Borgimplantat für kcal wäre natürlich praktischer als fddb – und grob auf die Nährwerte achten sollte.

    Im „Großen und Ganzen“ bedeutet für mich: ich kann auch einen bis mehrere Tage abschreiben, wenn die Situation nicht danach ist (Festivals, Reisen) oder nur vage einschätzbar ist, was ich etwa bei einer Essenseinladung oder im Restaurant kalorienmäßig aufgetischt bekomme, ohne der Abnahme insgesamt zu schaden. Sowohl der Full-Force-Fuckup als auch der Wacken-Zacken (jeweils ca. 1 – 2 kg über dem Gewicht davor) waren nach ca. einer Woche wieder ausgeglichen und die Abnahme wieder auf Kurs.

    „Grob auf die Nährwerte achten“ heißt, daß es für mich keinen Weltuntergang bedeutet, wenn es mal keine 100 – 150 g Protein am Tag sind oder ich nicht genau 1000 mg Calcium aufgenommen habe, solange ich mich noch wohlfühle und keine Mangelerscheinungen auftreten.

    Die 500- und 1000-kcal-Marken gab ich schnell auf, oder vielmehr den Anspruch, einer dieser Limitierungen nachzukommen, dafür fehlt mir definitiv der bereits von Nadja angeführte Leidensdruck, aber auch das oben beschriebene Leistungsdenken. Manchmal esse ich unter 1000 kcal, aber das sind Ausreißer, weil ich nicht daran denke zu essen, bzw. Ausgleichstage nach einer Völlerei.

    Zudem habe ich den Eindruck, daß ich das mit dem Sättigungsgefühl so langsam wieder auf die Reihe kriege, meine Selbstbeherrschung zugelegt hat und mir das langsame Essen mittlerweile weniger schwer fällt, als es das vor dem Beginn meiner Abnahme getan hat. (Naja, man spricht trotzdem noch von „Einatmen“, wenn man mich essen sieht, besonders, wenn es mir sehr gut schmeckt.)

    Am schönsten ist aber, daß dieses ganze Geraune, das einen als abnehmwilligen Menschen über die Jahre hinweg begleitet, einfach weg ist: all diese schwachsinnigen Verkomplizierungen, die Abnehmen und das anschließende Halten des Gewichts wie einen mittleren Alptraum aussehen ließen. Wenn ich heutzutage derartigen Blödsinn lese, kann ich drüber grinsen, statt mich zu grämen, und alleine dafür bin ich Nadja unendlich dankbar.

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    1. Ich hatte den gleichen Wacken-Zacken – 1 Kilo, es hat ein paar Tage gedauert, aber dann war’s wieder weg 🙂 Ich bin ein klein weniger albern erfreut, die Wackener Luft mit einem Fettlogiker – oder Fettlogik-Überwinder wohl eher – geteilt zu haben. Vielleicht schwirrten mehrere von uns durch den Schlamm 😀 Naja, schwirrten – schleppten sich ^^

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    2. Jup, hatte auch einen Wacken-Zacken (ca. 2kg) – wobei ich nicht ganz sicher bin, ob ich mich mit den Kalorien so verschätzt habe (unwahrscheinlich da ich nur abgepackte Sachen gegessen habe) oder die Bewegung überschätzt habe (1x zur Bühne und zurück = 8000 Schritte laut Aktivitätstracker) – oder ob ich Muskeln zugelegt habe, weil ich mich deutlich mehr bewegt habe als sonst…
      Egal, war schön mal wieder drei Tage ordentlich Süßigkeiten zu essen :o)

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      1. Ohne Witz – bei dem richtig dicken Modder fühlte ich mich wie aufm Crosstrainer 😉 Aber ich bin auch immer noch ohne Kondition :’D Hoffe nächstes Jahr auf weniger Regen. Lieber gar keinen.
        Ich habe vor allem Fleisch gegessen, statt wie sonst vegetarisch. Allerdings komplett ohne zählen. Bei der Dosis an Hähnchenbrust war ich mir aber zumindest des Eiweißes sicher 😀 Und da ich nicht trinke, bin ich ganz gut weggekommen bei der Sache.

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      2. Ich habe gar nicht so viel anders gegessen als die letzten Jahre. Ich hatte pro Tag wieder n halbes Kilo Steaks (es gibt bei Itzehoe einen großartigen Metzger), diesmal allerdings ohne die übliche Toast-Beilage und keinen Instant-Kartoffelbrei (den ich eigentlich recht gerne mag), dafür aber Quark mit Gurke und Tomate. Naja, das und ca. 2000kcal Junk pro Tag (was rückblickend betrachtet deutlich weniger war als sonst)…

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      3. nenzija

        @maunzendemaus Der Modder war schon ok, insbesondere, als er ab Freitag fester wurde. ^^ Auf dem Full Force gab’s dafür täglich gefühlte 24 Stunden Sonnenschein und fette Staubwolken auf dem Zeltplatz, da liegt man rum wie ne halbtote Fliege – außerdem war die Zapfanlage unseres Bierfasses hin, das waren menschliche Tragödien, ich sach Dir …

        @bjoernstarkimarm Ich hatte mich ja in die Crêpes verknallt, als es von Freitag auf Samstag so kalt wurde, daß ich einfach was Warmes brauchte (und die Kaffeeausgabestellen schon dicht waren). ^^

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      4. Also ich finde ja mit Eis am Stiel und Ventilator im Pavillon läßt sich auch sonniges Festivalwetter gut aushalten … aber wir sind auch seit einigen Jahren auf dem Rentnerplatz Y mit Strom (höchst empfehlenswert!).

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  14. Ich habe mir als Ziel die 1000 gesetzt. In übermotivierten Zeiten bleibe ich bei 700 – 800, manchmal gibt es Punktlandungen und wenn ich keinen Bock habe, werden es 1100-200. An „schlechten“ Tagen bin ich mit bremsendem Zählen dennoch nicht über meinen damaligen Grundumsatz gekommen. Und dann hatte ich Tage wie meinen Geburtstag, da gab’s Futter und nix wurde aufgeschrieben x) Oder eben Festival- und Geburtstagbesuch – wobei ich da nicht wie früher einfach jegliche Zügel von mir werfe und facefirst in die Torte tauche, sondern gucke, dass ich trotz Nicht-Zählens so esse, wie die anwesenden schlankenden Personen 🙂 Die sind oft ein guter Maßstab und bei ständigem Zusammensein kann man ihren Tagessverbrauch gut kopieren. Zumindest, wenn’s keine muskulösen Leistungssportler, sondern unsportliche Wald- und Wiesen Exemplare sind 😀

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      1. Aber immer noch nicht so viel, wie ich weghauen würde ^^
        Und ich suche mir dann ja auch die „sicherste“ Person raus, zum Beispiel die vegan oder vegetarisch lebenden Frauen im unteren BMI Bereich, die auch auf Feiern nicht alles wegputzen, was da ist. Und der Alkohol, den die anderen noch dazu trinken, fällt bei mir weg 🙂

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  15. yannaba

    Auch von mir vielen Dank für den Post. Ich war anfangs auch sehr ehrgeizig, hat auch gut geklappt – aber dann kam Stress und es ging viel langsamer, bzw. ich hatte auch einen Stillstand. Ich kam mir auch gleich wieder wie eine Versagerin vor, besonders, da so viele schreiben, dass sie so schnell so viel abgenommen haben.
    Vor etwa zwei Wochen habe ich mir dann auch gesagt, dass vielleicht eine andere Taktik auf Dauer die bessere für mich ist, und habe – angeregt von Deinem Experiment mit Kurzzeitfasten – eben dieses ausprobiert. Und obwohl ich bisher zwar nicht viel (aber immerhin relativ konstant) abgenommen habe und ich mich damit erstaunlich wohl und vor allem nicht gestresst fühle, muss ich mich wohl auch für diese Inspiration bedanken.
    Mal sehen, ob es so gut weitergeht….

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  16. Jesinchen

    Das perfektionistische Grundmuster ist wirklich immer das, was mich bei Abnehmversuchen selber boykottiert hat, weil es den Erfolg langsam aber stetig nur noch in 0 oder 1 misst.
    Mit so einem Grundmuster funktioniert das Abnehmen nur über die Kontrolle der Nahrung einfach nicht, weil man sich selber immer weiter nach unten korrigieren will und seinen Standards nie gerecht wird, dabei aber Protein- und sonstige Mängel riskiert. Dafür habe ich in letzter Zeit gemerkt, dass es richtig gut funktioniert, wenn man dieses Grundmuster auf den Sport überträgt, und einfach stur darauf achtet, genügend Proteine zu sich zu nehmen.
    Im Sport kann ich mir viel zu hohe Ziele und Standards suchen, und selbst wenn ich sie nicht erreiche, hab ich körperlich das Gefühl, alles gegeben zu haben, und kenne meine Grenze nach oben, und das nächste Mal schaff ich es noch weiter.
    Dadurch, dass ich meine Nahrung nicht streng kontrolliere, geht es zwar langsam nach unten, und es stagniert auch manchmal, aber es geht zum Beispiel nicht wieder nach oben. Da ich auch keine akuten gesundheitlichen Probleme habe, muss ich mir da auch keinen Stress machen das es schnell gehen muss, Hauptsache ist, dass es geht, und das eigentlich ohne größere Anstrengung oder ohne Verbiegen, und das motiviert schon =)

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    1. So unterschiedlich sind die Menschen…

      Ich habe früher gedacht, daß ich zum Abnehmen nur genug Sport machen muß, dann muß ich mich bei der Nahrung nicht einschränken. Theoretisch richtig, hat praktisch nur selten geklappt (Schweinehund und Fehleinschätzung des Kaloriengehaltes).
      Die Erkenntnis, daß Sport zwar sinnvoll, aber keineswegs nötig zum Abnehmen ist war da extrem befreiend, denn es fällt mir anscheinend relativ leicht die Kalorienzufuhr zu begrenzen (und der Gedanke, daß ich mir nach dem Sport noch was Süßes extra gönnen kann motiviert ^^).

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  17. Natürlich ist es möglich eine ganze Zeit lang zu fasten (500 Kcal/Tag gehören noch dazu). Fasten ist der beste Weg, um den Grund von starkem Übergewicht zu beheben. Dies ist Insulinresistenz gepaart mit einem hohem Insulinspiegel. Dr. Jason Fung aus Toronto belegt dies anhand von vielen Beispielen auf seinem Blog „intensivediatarymanagement.com“ und in seinen Vorlesungen auf YouTube unter dem Titel „the aetiology of obesity“.

    Fasten ist etwas ganz anderes als eine z.B. auf 1500 Kcal/Tag reduzierte Diät. Beim Fasten bleibt der Grundumsatz immer hoch, steigt sogar an, bei den üblichen Reduktionsdiäten fällt der Grundumsatz. Fasten reduziert den Insulinspiegel und die Insulinresistenz radikal, eine übliche Diät in der Regel überhaupt nicht.

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    1. Michael Mendelsohn

      Da ist ein Tippfehler im Namen des Blogs, es sitzt auf https://intensivedietarymanagement.com/ . Einer der aktuellen Artikel heißt „The Biggest Loser Diet – Explained!“, und Dr Fung findet die Studie gut und erklärt auch in seinem Blog, dass Kalorienreduktion als Abnehmmethode nicht funktioniert, weil man ja dann in den Hungermodus kommt – nur Fasten funktioniert. Also, ich lese das Blog sehr, sehr skeptisch.

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  18. lekrul

    Eigentlich wollte ich hier meckern, dass ein Aspekt offenbar stets zu kurz kommt: Aus der Kontrolle der Lust (am Essen in diesem Fall, durch Beschränkung, Kalorien Zählen usw.) kann schnell eine Lust an der Kontrolle werden.

    Dann habe ich den obigen Beitrag gelesen (ja, ich kenne dein Buch nicht, ich habe es ja auch nicht nötig, finde die Sache aber interessant) und muss zugeben, Meckern ist nicht angesagt. Du beschreibst sehr gut, dass du eben diese Lust an der Kontrolle nicht hast, weil du das Ziel zwar im Auge hast (Gewicht halten), aber die Lebenslust dabei nie zu kurz kommen sollte und dieses Ziel ja auch langsamer erreicht werden darf. Ganz wichtig finde ich auch: Dass das Ziel eben selbst gewählt ist.

    Klar lauert hinter dem „Muss ja nicht gleich sein, kann ja auch mal genießen.“ wieder eine Fettlogik, das kenne ich zur Genüge. Die Frage ist, wo die je eigene goldene Mitte ist, zwischen Genuss und Verzicht. Nur durch den zeitweiligen Verzicht schmeckt der Genuss doppelt gut.

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  19. Kate Be

    Hi ein sehr schöner und gut geschriebener Text.
    Ich esse seit 1 Woche maximal 500 kcal da ich auch aus gesundheitlichen Gründen abnehmen muss ( 1,60 -> 77,5kg ) und ich habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt.
    Ich trinke; gebe mir für das essen was ich am tag noch esse viel mühe. Es ist ganz anderst als früher.

    Ich hoffe natürlich das wirklick diese ganzen Geschichten mit „hungerstoffwechsel“ „notstand“ nicht stimmen.

    Aufjedenfall habe ich schon erste Erfolge 🙂

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