Size 000: Falsch, auf so vielen Ebenen.

Es ist schon eine Weile her, dass der Skandal durch die Medien ging: Abercrombie & Fitch bot eine neue Kleidergröße an: die Dreifach-Null. Das ist eine Größe weniger als die bisherige Doppelnull als kleinste Größe.

Auch in Deutschland wurde das Thema rauf und runter diskutiert. Eigentlich wolle ich damals schon gerne etwas dazu sagen, aber dieser Blog existierte noch nicht, und so blieb mir nichts anderes, als vor mich hin zu grummeln. Heute hole ich allerdings alles nach.

Der Aufschrei fing in englischsprachigen Medien an, so titelte etwa die Dailymail:
‚TRIPLE ZERO is the number one goal here in Hollywood‘: The disturbing rise of the ultra-skinny dress size that demands a tiny 23-inch-waist“ und bezeichnet die 23-inch-Taille (23 inch = 58cm) als „ultradünn“ und den Trend als „verstörend“.

Auch wenn das ziemlich reißerisch titelte, so war es doch zumindest faktisch noch korrekt. Die Größe 000 bedeutet eine 58-cm-Taille, so etwa in der Größentabelle von JCrew:

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In den deutschen Medien schien es da allerdings ein Missverständnis zu geben, und wie das eben so ist, einer schreibt es und alle anderen schreiben ohne nachzuprüfen ab. Denn in Deutschland wurde urplötzlich nicht mehr vom Taillen- oder Bundumfang sondern vom Hüftumfang von 58cm gesprochen.

Während nicht ganz eindeutig ist, ob sich die 58cm auf Taille oder Bund beziehen, was ein kleiner Unterschied wäre:

bundweite-messen1bund

… weil der Taillenumfang die schmalste Stelle ist und der Bundumfang meist ein wenig breiter ist. Wikipedia sagt dazu: „Bundweite kann identisch sein mit Taillenweite, in der Regel werden Hosen tiefer getragen, unter dem Bauchnabel, also muss die Bundweite größer sein (Jeansmaße) als die eigene Taillenweite, ca. 2 cm über Bauchnabel.“

Ganz sicher ist jedoch, dass die 58cm nicht für die Hüfte gelten, denn das ist defiitiv ein riesiger Unterschied.

Die SZ hat es noch korrekt geschrieben und berichtet von der Bundweite: „Die entsprechende Bundweite sind 23 Inch, also extrem schmale 58,5 Zentimeter.“ Gleichzeitig listet sie die Symptome von Magersucht und fragt „Das nächste Schönheitsideal: Unsichtbar?“

Dazu sei gesagt, dass 58cm keineswegs ein völlig absurdes Maß ist und man auch nicht untergewichtig sein muss, um es zu haben. Meine Taille ist 66cm breit, meine Bundweite 74cm. Das ist ein gutes Stück von den 58cm entfernt und ich würde niemals in eine 000 passen. Nun bin ich aber auch mit meinen 175cm gute 10cm größer als die Durchschnittsfrau. Was ist mit kleineren Frauen, die vielleicht 155cm sind, 10cm kleiner als der Durchschnitt, aber mit ähnlicher Figur? Die unter 50kg wiegen? Ein vollkommen realistisches Gewicht, und ich bin mir ziemlich sicher, dass so eine Frau problemlos eine 58cm Taille oder auch Bund haben kann.

Nun kommen aber die anderen deutschen Medien, darunter auch etablierte Zeitungen wie Stern und Focus, oder auch Magazine wie Huffingtonpost, Brigitte oder Starflash und sprechen plötzlich nicht mehr von einer 58cm-Taille, sondern von einer 58cm Hüfte.

Focus etwa titelt: „Dünn ist nicht mehr dünn genug“ und schreibt: „Das berichtet das Modemagazin „Grazia“ online. Wer diese Größe trägt, brauche einen Hüftumfang von etwa 58 Zentimetern. Das entspreche den Maßen eines sechs bis achtjährigen Mädchens.“ und zitiert dann einige empörte Tweets.

Stern.de schreibt: „Wem das passen soll, fragen Sie sich? Laut Statistischem Bundesamt einem sechs- bis achtjährigen Mädchen mit einem Hüftumfang von 58 Zentimetern. Um Mode für Grundschulkinder geht es Abercrombie & Fitch aber nicht. […] Kritik von allen Seiten ist da vorprogrammiert. Ärzte warnen in den Medien vor den lebensbedrohlichen Folgen von Magersucht, auch ein Twitter-Gewitter ist bereits im Gange: Es geht um Sexismus, um Werbung für ungesunden Magerwahn und die Signale, die die Modemarke damit sendet, vor allem an junge Frauen und Mädchen.“ und zitiert ebenfalls ein paar empörte Tweets.

Die Stern-Bloggerin Maike Rensch-Bergner, die ich hier bereits vor einigen Tagen mit einem anderen Artikel verlinkt hatte, nahm sich dieses Themas ebenfalls an und titelte „Kleidergröße 000 macht Frauen zu Mädchen“ und überlegt: „Dass es immer wieder kleinere Größen gibt, stellt für manche Menschen ein Anreiz dar, auch selbst immer weniger werden zu wollen. Implizit steckt also eine Aufforderung in dieser neuen Kleidergröße. […] Für mich passt da einiges zusammen: wenn weibliche Körper immer und immer dünner werden, gehen mehr und mehr auch die offensichtlichen Zeichen der erwachsenen Weiblichkeit abhanden. Körper werden kleiner, kantiger und härter. Der Trend zur Ganzkörperenthaarung passt gut dazu: denn auch bei diesem, werden Zeichen des Erwachsenenseins eliminiert. Gesellschaftliches Ideal ist demnach nicht die erwachsene Frau, sondern das Mädchen.“ – Die Tatsache, dass es Kleidung für kleine, zierliche Frauen gibt, ist also falsch? Sollen diese Frauen dann einfach keine passende Kleidung kaufen dürfen, sondern in mindestens 2 Nummern zu großen Kleidern herumlaufen, weil ansonsten eine größere Frau auf die Idee kommen könnte, auch unbedingt so schmal sein zu wollen? Das scheint bei 60% Übergewichtigen in Deutschland ja hervorragend zu fuinktionieren. Oder sollte man mit dieser Argumentation dann Kleidung ab Göße 46 verbieten, weil deren pure Existent auch Anreize darstellen könnte? Wie wäre es, wenn es einfach für jede Körperform passende Kleidung zu kaufen gäbe?

Die Huffingtonpost titelt mit: „Size 000: Abercrombie & Fitch bringt neue Magergröße auf den Markt“ und es geht im Text nicht minder empört zur Sache: „Erwachsene Menschen mit einem Hüftumfang von 58 Zentimetern? Für Ärzte wären sie in den meisten Fällen wohl ein Grund zur Sorge. Nicht so für Abercrombie & Fitch. Das Modelabel hat Mager-Mädels als Zielgruppe erkannt. […] Tragen kann die neuen Jeans nur, wer in etwa den Hüftumfang eines sechs bis acht-jährigen Mädchens hat. […] Doch wer soll in eine Tripple-Zero-Jeans reinpassen? Die deutsche Durchschnittsfrau jedenfalls nicht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist eine 18-29 Jahre alte Frau in Deutschland 1,65 m groß und wiegt etwa 65 Kg. Das ist bestenfalls eine Größe 36 – aber auf keinen Fall eine 28.“ – Darf es also neuerdings nur noch Kleidung geben, in die ausschließlich die Durchschnittsfrau hineinpasst?

Starflash redet gleich vom „Aufreger des Tages“ und fragt direkt „Gehts noch? […] Wer in die Mager-Größe reinpassen möchte, muss einen Hüftumfang von nur 58 Zentimetern haben und damit extremst mager sein. Das entspricht nämlich in etwa dem Hüftumfang eines sechs- bis achtjährigen Mädchens und der Inch-Größe 23. Damit könnten noch mehr Mädchen und Frauen in den Magerwahn getrieben werden. […] Damit erreicht der Magerwahn eine ganz neue Stufe und wieder einmal wird ein Schönheitsideal propagiert, dass krankhaft ist. Junge Mädchen und Frauen könnte das in die Magersucht treiben. Denn mit einer normalen Figur passt kein Mensch in Triple Zero. Nach Angaben des Robert Koch Instituts ist die deutsche Durchschnittsfrau 1,65 Meter groß, wiegt zwischen 65 und 68 Kilo und trägt damit eine Kleidergröße 38. Wer soll also bitte in eine Jeans passen, die einen Hüftumfang von nur 58 Zentimetern hat? Die Antwort könnte lauten: essgestörte Mädchen und Frauen! Kein Wunder also, dass zahlreiche Medien die neue ‚000‘-Größe scharf kritisieren.“

Die Brigitte ist dann irgendwie völlig verwirrt und schreibt zunächst korrekt vom Bundumfang, um dann im selben Satz plötzlich vom Hüftumang zu sprechen und ebenfalls das gradiose Argument „Wenn es Kleidung für kleine, zierliche Frauen gibt, macht deren bloße Existez Menschen maersüchtig“ zu bringen: „Die neue Größe „Triple Zero“ entspricht bei Hosen einer Bundweite von rund 58 Zentimetern. Laut Statistischem Bundesamt ist dieser Hüftumfang bei sechs- bis achtjährigen Mädchen Durchschnitt. Vielleicht ist die 000-Größe der Tatsache geschuldet, dass die Abercrombie-Kundschaft primär aus Teenagern besteht und dass zehnjährige Mädchen in die Jeans passen sollen. Aber selbst aus dieser Perspektive ist „Triple Zero“ gefährlich: Liegt die Mini-Kleidergröße im Laden, wird es Menschen geben, die versuchen, in sie hineinzupassen. “

Nun schrieb ich, dass die Diskussion auf mehreren Ebenen falsch ist. Und ganz klar, die Taille-Bund-Hüft-Verwirrung ist ein eklataner Fehler, der mich ehrlich gesagt gerade bei seriösen Medien ziemlich schockt.

Das andere ist jedoch, dass die Artikel allesamt kritiklos der Prämisse „Magerideal!“ folgen und auf den Zug aufspringen, dass die Größe 000 ein Zeichen unserer Magerwahn-Gesellschaft ist. Dabei ist tatsächlich exakt das Gegenteil der Fall, wie etwa dieser Artikel darstellt. Dieses Bild daraus sagt eigentlich schon alles:

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Wie man sieht werden schrittweise die Kleider immer größer, und eine heutige Größe 36 wäre früher vielleicht eine Größe 38 gewesen. Hersteller wissen, dass viele Frauen sich geschmeichelt fühlen, in ein Kleidungsstück zu passen, das eine kleine Größe aufweist und korrigieren großzügig nach unten, um zum Kauf zu animieren. Dass also nach unten immer weitere „Magergrößen“ auftreten ist nicht etwa Ausdruck davon, dass die Kleidergrößen immer schmaler werden. Im Gegenteil, Die „Magergröße“ 00, für die Victoria Beckham stets kritisiert wurde, ist sogar größer als die kleinste Größe in den 50ern und 70ern.

Und trotzdem wird nahezu hysterisch, auch von seriösen Medien, mit Begriffen wie „Magerideal“, „Magerwahn“, „ungesund“, „krankhaft“ umhergeworfen und immer wieder so getan, als müsse „die Durchschnittsfrau“ plötzlich in Kleidung für 8-Jährige passen. Fazit: Unkritisches Bashen des schrecklichen Magewahns unserer Gesellschaft wird meist unwidersprochen angenommen, denn man hört es so oft, da muss es stimmen. Dass ganz falsche Zahlen verwendet werden und die komplette Theorie auf falschen Voraussetzungen beruht? Egal!

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83 Gedanken zu “Size 000: Falsch, auf so vielen Ebenen.

  1. Juli

    Ich bin die 000-Size Frau 😉 Brust 77, Taille 58 cm. Kleidung kaufen ist ein Riesenproblem in Österreich, Röcke nähe ich nur noch selber. Ich bin 158cm groß und war schon immer recht zierlich, allerdings könnte ich mich gar nicht so runterhungern, dass mein Hüftumfang 58cm beträgt. Da wären dann doch meine Knochen und Organe im Weg 😉
    Danke für den Beitrag!
    Immer wieder ein nettes Gefühl, wenn man in den Medien liest, Frauen wie mich dürfte es gar nicht geben 😉
    Liebe Grüße

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    1. schmalz2014

      Ich kenne auch eine zierliche, kleine Frau, die Größe 30- 32 trägt. Sie ist in den späten 50ern und sieht ganz normal aus, keineswegs dürr oder magersüchtig. Ich habe mich schon oft gefragt wo sie eigentlich einkauft, denn im Laden sieht man diese Größen eigentlich nie.

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  2. Ja, passt zum Fokus auf „wirst ganz schnell magersüchtig“, obwohl die Gefahr, adipös zu werden so viel höher und es so viel warscheinlicher ist, aber kein Mensch regt sich über Übergrößen-Geschäfte auf ^^ Dass Medien unseriös und meinungsdrängend, statt meinungsbildend arbeiten, wird leider immer mehr und fast überall zum Standard. Traurige Entwicklung, fällt mir auch bei anderen Themenbereichen negativ auf :/
    Und zu „Kindergröße“… und wenn? Meine Tochter ist jetzt 9 Jahre alt und relativ groß für ihr Alter, hat schon Schuhgröße 37 und Kleidergröße 140/154, je nachdem, wie es geschnitten ist/ausfällt – normalgewichtig, weder zu dünn noch zu dick.
    Meist ist eine nachfolgende Generation größer als die Kinder eine Generation vorher – ich hatte zB diese Maße in der 5. Klassse, nicht in der 3.! Und das, obwohl mein Vater 1,93m groß ist, ihr Vater ist viel kleiner.
    Bin 1,80m groß und (noch) im oberen Normalgewichtsbereich – aber ich kann mit ihr schon manche Oberteile tauschen, sogar die Ärmel sind lang genug, einzig an den Schultern sehr eng sitzendes geht nicht, hab schmale Taille und Brustkorb mit breiten Schultern.
    Bei Unterteilen natürlich meilenweit davon entfernt, meine Hüften sind für Gewicht/Größe „normal“ breit. Das sagt also gegebenenfalls überhaupt nichts aus… jeder Mensch ist anders gebaut, andere Gewichtsverteilung, manche Birne, manche Eieruhr, manche komplett schmal oder breit, manche groß, manche klein.
    Bei einem BMI von 20 werde ich mit ihr trotz Alters- und Größenunterschied noch mehr Kleidung tauschen können und trotzdem muss ich dafür nicht magersüchtig sein (oder sie übergewichtig)…

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  3. Mona

    Erschreckend, dass so viele Artikel gegen mehr Vielfalt bei der Kleidung sind. Wir Menschen sind doch auch nicht alle gleich.
    Wenn ich mir vorstelle, dass es nur normal-lange Hosen gäbe, da würde meine Schwester und ich bei den meisten Herstellern gar keine Jeans finden, die uns jeweils passt. Meine Schwester ist ein bisschen größer als ich, aber meine Hüftknochen sind viel breiter als ihre. Wäre doch schlimm, wenn es die inch-Größe 26 plötzlich nicht mehr geben würde und dazu noch die Hose viel zu kurz wäre.
    Für stark übergewichtige Menschen gibt es doch auch so Läden wie Ulla Popken, da berichten die Medien nicht, dass da so viel Kleidung hergestellt wird, die der Normalfrau auch einfach nicht passen kann.

    Ich vermute aber auch, dass die Firmen gern wollen, dass junge zierliche Frauen bei ihnen etwas zum anziehen finden, um die Kunden an sich zu binden. Kann schon sein, dass dann doch eine 10-jährige deren Kleidung kauft. Ist aber doch nicht schlimm, müssen die Eltern halt schauen, was genau das ist. Ist doch nur Kleidung und wenn es Menschen mit der passenden Körperform gibt, dann freuen sie sich bestimmt mal etwas mehr Auswahl bei der Kleidung zu haben. Ist doch doof, wenn bestimmte Körpergrößen und -formen benachteiligt werden.

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  4. warum genau sollten eigentlich mehr Menschen magersüchtig werden, wenn es eine weitere Größe gibt? Gleichzeitig wird immer gefordert, für „kurvige“ Frauen sollte es endlich mehr Mode geben und deshalb würden doch nicht mehr Menschen übergewichtig werden. Aber wenn für sehr dünne, zierliche Frauen es mehr Mode geben soll, dann führt dieser Trend automatisch zur Magersucht?

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  5. Es gibt Begriffspaare, deren Unterscheidung Leuten irgendwie große Probleme bereitet… Taille vs. Hüfte gehört dazu. Anderes Beispiel wäre Akzent vs. Dialekt. Unpraktisch, wenn man es nicht hinbekommt, den Unterschied nachzuschauen bevor man drüber schreibt…

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  6. nessii

    Mich erschreckt hier vor allem, wie sehr in den Medien inzwischen ein „slim-shaming“ betrieben wird. Man muss sich geradezu dafür entschuldigen, dünn zu sein; muss versichern, dass man immer genug isst, aber einfach nicht zunimmt und dass man wirklich nicht zu viel Sport macht. (Und wehe man lässt aus Versehen durchblicken, dass einem sowas wie Krafttraining mit Hanteln tatsächlich Spaß macht, dann ist aber die Hölle los!)
    Niemand muss sich dafür rechtfertigen übergewichtig zu sein, aber kaum kommt man auch nur in die Nähe des Normalgewichts geht es sofort los mit „Jetzt reicht es langsam“ und „Nicht, dass du magersüchtig wirst!“ und das von allen Seiten, mit Vorliebe von den Leuten, die selbst etwas zu viel auf den Hüften (oder der Taille ;)) haben.
    Artikel wie die hier vorgestellten fördern und verbreiten dieses Verhalten noch weiter. Ich würde gern mal den Shitstorm sehen, wenn jemand es tatsächlich wagen würde, ein Geschäft zu eröffnen, in dem es nur Klamotten von Größe 32 bis 36 gibt, sozusagen ein „Untergrößengeschäft“.

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    1. Na ja, aber es gibt doch genügend junge Mädchen, die das tun… Kenne mehrere Familien, die durch die Magersucht eines Mitglieds total leiden und unter Umständen sogar auseinanderbrechen, von der Lebensgefahr der Betroffenen mal abgesehen. Ich möchte ihnen das Denken nicht absprechen, aber sie sind halt sehr jung und möchten unter allen Umständen schön sein oder es spielen massive psychische Faktoren eine Rolle.

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  7. Ich verstehe deinen Unmut und natürlich muss es auch Kleidung für zierliche, schmale Frauen geben! Aber die Gefahr ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass ein bspw. 15jähriges, 1,80 m großes Mädel in die Größe 000 passen will, weil die Freundin sie auch trägt; das Schönheitsideal ist nun mal dünn und nicht dick, der Vergleich, dass durch das Angebot der Größe 54 Menschen im Umkehrschluss dazu zu bewegen wären zuzunehmen, hinkt meiner Meinung nach…

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    1. Diese „Gefahr“ besteht aber dann doch immer. Wenn die 155cm große Freundin des 180cm großen Mädels nur 50kg wiegt könnte man genausogut Waagen verbieten, weil die 180cm Große ja auf die Idee kommen könnte, genauso viel wiegen zu wollen wie ihre kleinere Freundin.
      Das ist im Prinzip, als würde man von der absurdesten Denkweise ausgehen und diese dann zur Norm erklären. Ich bin z.B. auch auf „Kleiderkreisel“ unterwegs, wo sich viele Teenager austauschen, und die meisten scheinen eine ganz „erwachsene“ Meinung zum „Magerwahn“ zu haben. Der ist nämlich böse, und sie selbst wissen es natürlich besser, aber die Altersgenossen, die müsste man schon schützen. Ich habe das Gefühl, es sind immer diese ominösen anderen „jungen, naiven Leute“, die geschützt werden müssen, obwohl man selbst natürlich voll den Durchblick hat. Ich sehe ehrlich gesagt nur vereinzelt junge Mädchen mit Anzeichen einer Körperschemastörung, die ein sehr niedriges Gewicht anstreben, und die werden dann aber meist von der Mehrheit „zurechtgewiesen“. Ich sehe eher nicht, dass die Mehrheit der jungen Leute, blindlings sagt „Jeder darf nur 40kg wiegen“

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      1. Wahrscheinlich hast du Recht. Mir kommt die Größe, weil sie halt verfügbar ist, wie ein eventueller Anreiz vor. Ich kann natürlich auch nicht beurteilen, was in den Köpfen junger Mädchen vor sich geht. Bei erwachsenen Frauen setze ich sowieso Eigenverantwortung voraus.

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    2. Robert

      „Aber die Gefahr ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass ein bspw. 15jähriges, 1,80 m großes Mädel in die Größe 000 passen will, weil die Freundin sie auch trägt“

      Aber die Größe 000 abzuschaffen, um dieser Gefahr vorzubeugen, geht in die völlig falsche Richtung.

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    3. Mona

      Ich find schon, dass die Größe 54 zu mehr Übergewicht führen kann. Früher als Größe 54 ganz selten verkauft wurde, haben die Menschen gemerkt „Huch, ich hab kaum etwas zur Auswahl, ich muss mal dringend weniger essen, damit ich in Zukunft auch etwas zum Anziehen habe.“
      Jetzt ist es so, dass man dann halt wieder in den Laden geht und die nächstgrößere Größe kauft, weil es sie gibt und man dadurch sogar eine Auswahl an Kleidung hat. Man wird nicht so unangenehm drauf hingewiesen wie früher, dass man aus der Norm-Form gewachsen ist.

      Bei den kleinen Klamotten und jungen Mädchen verstehe ich das nicht. Wenn Mädchen dünn sein wollen, dann brauchen die dafür keine neue kleine Größe, die haben doch ihre alten Kleidchen usw. Mit dem Argument könnte man ja auch Kindermode verbieten, da kaufen ja auch viele kleine Menschen ein. Es ist doch eher von Vorteil, wenn Kinder und Teenys schnell lernen, dass Menschen unterschiedlich sind und man für jeden etwas eigenes passendes finden kann und nicht alle gleichförmig und identisch angezogen sein müssen. Das fühlt doch eher zu mehr Akzeptanz. Das ist doch, was man normalerweise will, oder nicht?

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      1. käse

        „Ich find schon, dass die Größe 54 zu mehr Übergewicht führen kann. Früher als Größe 54 ganz selten verkauft wurde, haben die Menschen gemerkt “Huch, ich hab kaum etwas zur Auswahl, ich muss mal dringend weniger essen, damit ich in Zukunft auch etwas zum Anziehen habe.”“

        Oder man verlässt das Haus nicht mehr, weil man keine Hosen mehr findet und den Beweis hat, dass man ein „hässliches Unikum“ ist.

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      2. Mona

        Ja, hast auch Recht. Ich bin ja grundsätzlich für Vielfalt.
        „Damals“ konnte man aber nicht einfach Zuhause bleiben. Alle haben gearbeitet, es gab kein Internet und nicht so viel Lieferservice. Jeder musste raus. Außerdem haben früher viel weniger Menschen allein gelebt.

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  8. Rebecca

    Ich bin 1,60 und habe zwar keine Taille von 58 cm, aber so unrealistisch ist die Zahl für sehr kleine, zierliche Frauen oder Teenager gar nicht.
    Wieso glauben diese Zeitungsleute, dass eine 000-Jeans für eine 1,65 m-große und größere Frau gemacht sein soll? Natürlich ist die für kleine, dünne Frauen! Und? Ist es eine Verbrechen oder ein öffentliches Ärgernis oder eine Provokation, wenn man eine Frau und klein und dünn ist?

    Immer dieser dämliche Vergleich mit dem Durchschnitt, wenn die Zielgruppe doch eine ganz andere ist!
    Kleider von Ulla Popken vergleicht man ja auch nicht mit dem Durchschnitt und jammert dann drüber, dass die Durchschnittsfrau, sie nicht tragen kann.
    Geht der Durchschnittsfrau denn etwas verloren, wenn es mehr Auswahl gibt? Ich glaube nicht!

    Und dieses Argument, dass allein das Vorhandensein von Kleidung in kleinen Größen Magersucht auslöse, ist extrem scheinheilig: Man unterstellt Textilfirmen, falsche Ideale zu propagieren, propagiert aber selbst ebenfalls irgendwelche Ideale (hier: Sei gefälligst eine leicht übergewichtige Durchschnittsfrau!).
    Medien haben meiner Ansicht nach einen viel größeren Einfluss auf die Selbstwahrnehmung labiler Menschen als das Angebot in einem Kleidergeschäft.
    Als Frau muss man sich ständig anhören: „Finde deinen Körper toll! Los jetzt!“ Dann aber wieder: „Hier, mach diese Diät!“ und dann: „Unterwirf dich bloß nicht einem Schönheitsideal/dem Schlankheitswahn!“ und dann: „Du bist viel zu dünn!“ (Kaum einer sagt je: „Du bist viel zu dick!“)
    Das ist echt lästig, dafür dass alle dafür sind, dass Frauen selbstbestimmt und unabhängig sein sollen!
    Für mich bedeutet Unabhängigkeit eher sowas wie: „Sei so wie du dich wohlfühlst und wenn du dich nicht wohlfühlst, verändere dich, so wie du es für richtig hälst!“
    Diese Gängelei in Form Schmeicheleien („Egal wie du bist, du bist toll und wenn du dich veränderst, bist du eingeknickt!“) propagiert eine gewisse Borniertheit.
    Dafür, dass hier vermutlich selbsternannte Feministinnen versuchen, Frauen zu empowern, endet das Ganze doch wieder nur in Bevormundung…

    Darf bald keine Kleidung für Kinder mehr verkauft werden, weil erwachsene Frauen dadurch traumatisiert werden könnten, dass sie da nicht mehr rein passen? Was ist das denn für ein Frauenbild? Sind wir in den Augen der Medien so manipulierbar, anfällig und unfähig zur Selbstverantwortung?
    Was soll der Blödsinn?
    Ich will nicht an die Hand genommen werden und mir erklären lassen müssen, wie ich gefälligst zu sein habe, damit ich wahlweise Männern oder Fett-Aktivistinnen oder Journalisten gefalle!
    Und wenn es wirklich Frauen gibt, die wegen einer Kinderjeans in die Magersucht abrutschen, dann sollte diesen Frauen ganz grundsätzlich ein Therapeut zur Seite gestellt werden, denn dann liegt da ganz offensichtlich weit mehr im Argen.
    (Aber um ehrlich zu sein: Wo stecken eigentlich diese ganzen Magersüchtigen? Ich sehe wesentlich mehr adipöse Mädchen und Frauen (und Jungs und Männer) als Normal- oder gar Untergewichtige… Gestern im Schwimmbad war ich mit meinem BMI von 23 mit großem Abstand die dünnste Frau in der ganzen Halle! Wo sind die ganzen Opfer des „Schlankheitswahns“? – Jedenfalls nicht beim Sport, wie mir scheint…)

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    1. Wir brauchen eine „Health at Every Size“ Bewegung, die klar macht, dass es ok ist einen BMI unter 25 zu haben und dass man darum eben nicht krank ist. Man wird halt nicht gleich gesünder und fröhlicher, weil man einen BMI über 25 hat!

      Ok, das war jetzt ironisch. Diese Angst jemand könne sofort magersüchtig werden, oder ist es schon, mit einem kleineren BMI, wird meiner Meinung nach, nur vorgeschoben um mit externen Gegebenheiten sein Übergewicht zu rechtfertigen.

      Ich habe gerade auch eine Hose in der Größe S an, mit einem BMI von 27. Ich weiß nicht was genau was passiert wenn ich im normalen Bereich gelandet bin. Wäre schlank zu sein ein Problem, würde ich keine S tragen, die mir sagen sollte, dass ich eigentlich schon am Ende der Fahnenstange angekommen bin.

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      1. nessii

        Ich muss ehrlich sagen, ich bin auch erstaunt, wie groß Klamotten ausfallen. Ich meine, ich habe einen BMI von 24,5 und bin mit meinen aktuellen Maßen (1,63m, 65kg) verdammt nah an der „deutschen Durchschnittsfrau“. Ich trage Hosen zwischen 36 und 38 und Oberteile in 38, hin und wieder auch 40. Bei unserem C&A habe ich Jeans nur bis zur 38 gesehen, Oberteile zumindest bis zur 36. Wenn ich dann überlege, dass ich doch tatsächlich noch ein paar Kilos loswerden will, fange ich jetzt schon an mich zu fragen, wo ich dann Klamotten finde.
        Erinnert mich übrigens auch wieder an das gern gebrachte Argument, dass Marylin Monroe ja eine 42 getragen hat. Die 42 von damals wäre heute vermutlich eine 38 oder noch kleiner. Interessiert anscheinend nur keinen.

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      2. Litschi

        Echt? Fallen die Kleidergrössen in D so gross aus? Ich bin 1.66 und wiege gut 10kg weniger als die Deutsche Durchschnittsfrau, trage aber auch 36. und ich bin ziemlich sicher nicht skinnyfat. ich dachte immer, in der Schweiz und in Deutschland stimmen die Kleidergrössen überrein.

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      3. Litschi

        Gute Frage! Es kommt natürlich auch auf den Herrsteller an, was dieser Konsumenten-Test http://www.srf.ch/konsum/themen/konsum/wirrwarr-bei-kleidergroessen-gleiche-groesse-16cm-unterschied eindrücklich zeigt. (Ist teilweise in Schweizerdeutsch. :/ )
        Ich bin oft im H&M unterwegs. Aber auch wenn ich bei Zalando bestelle, passt die 36 eigentlich grundsätzlich. Bei Teenie orientierten Geschäfter hatte ich auch mal mit Oberschenkel oder Hintern zu kämpfen, aber in die gehe ich eher selten. Einen aktuellen Vergleichswert habe ich da nicht.

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      4. Welche Kleidergrößen passen, hängt auch stark vom Körperbau ab. Ich habe es damals (2007) mit BMI 21-20.3 NIE unter eine Jeansbundweite von 30 Inch geschafft, meist waren es eher 31 Inch, was laut Tabellen Hosengröße 40 ist. In stretchigen T-Shirts passte ich in S oder 36 – in Blusen dann wieder nicht, weil die Knöpfe aufsperrten.
        Genauso gut kann man mit einem höheren BMI in kleinere Größen passen, wenn der Körperbau mitmacht 😉 Mein Freund hat auch leichtes Übergewicht und ’nen Bauch, aber der sitzt ja über dem Hosenbund und beeinflusst bei seiner Figur die Bundweite nicht/kaum 😀
        Mein Motto – Größen vergessen, schauen, dass man fit ist und die Klamotten kaufen, die passen, egal was drauf steht.

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      5. TutziFrutzi

        Ich glaube, es wird viel zu viel Wert auf „Größen“ gelegt. Und – okay, das hört sich jetzt nach Mario Barth an – aber meiner Erfahrung nach gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Kleidungskauf.

        Wenn Männer eine neue Hose brauchen, nehmen die sich ihre Lieblingshose aus dem Schrank und merken sich, was da drin steht. Dann gehen die in den Laden, probieren eine Hose in (meinetwegen) W34 L32 aus. Doof. Zu klein. Gut, dann wird eben W36 probiert. Fällt halt mal ein Bisschen kleiner aus bei der Marke.

        Wenn Frauen eine neue Hose brauchen, suchen die sich eine Größe aus, die sie gerne hätten – und wenn die beim 10ten Versuch immer noch nichts finden, geht der Ärger los. „Sag mal, hab ich zugenommen?“ – und SCHEISSEGAL, was man darauf antwortet – als Partner oder Begleiter hat man IMMER verloren. Wenn man sagt „Hm, glaube nicht!“ – dann kommt „Und warum PASST mir nix mehr? Nimmst Du mich eigentlich ernst?!“ – Wenn man sagt „Naja, ein Bisschen zugelegt haste schon“ – dann kommt „Soll ich etwa so aussehen wie diese Hungerhaken in den Modemagazinen?!“ <- wobei anzumerken wäre, dass sich nie die MÄNNER solche Magazine kaufen.

        Da habe ich Einiges erlebt. Und es war immer der gleiche Käse. Ab einem gewissen Punkt hat man immer den Unmut um die Ohren geklatscht gekriegt. Schlimm.

        Meine jetzige Freundin ist da (ein Glück) ganz anders. Die geht da echt pragmatisch vor.

        – "Hm. Zu eng. Zwei Nummern größer?"
        – "Eine könnt' reichen."
        – "Na, denn such mir das mal in einer und in zwei Nummern größer raus."

        SO macht Shoppen Spaß.

        Allerdings haben's Männer auch einfacher. Wenn Männer zunehmen, kriegen die nur einen marginal dickeren Popo. Oberschenkel etc. bleiben meistens absolut gleich. Bei Männern landet beinahe alles in Bauchnabelhöhe. Und zwar so, dass man den Bauch über den Gürtel schubsen kann.

        Bei Gewichtswechsel müssen Männer nicht so viel an ihrer Garderobe ändern wie Frauen.

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      6. @Björnstarkimarm:
        Der Unterschied besteht nicht zwischen Männern und Frauen, sondern unterschiedlichen Menschen. Ich kenne keine Frau, die einkauft wie von dir beschrieben – und ich war schon mit sehr vielen anderen Frauen einkaufen …

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  9. Die Artikel in Modezeitschriften dienen ohnehin eigentlich nur als Alibi für das Drucken von Werbeanzeigen dazwischen. Dies stellte ich immer wieder fest, wenn ich in Wartesituationen aus Langeweile dann doch einmal hineinschaute. Zum Glück gibt es inzwischen Telefone mit lustigen Spielchen zum Zeitvertreib. Da muss man kein hohles Blabla lesen, das einem einreden will, wie man abgeblich gefälligst auszusehen haben soll.

    Allerdings: In den Konfektionsgrößenhosen in 34/36, in die ich heutzutage hineinpasse, hätte ich früher zelten können. Gleiche Hosengröße bei mehr als 10 Kilo Gewichtszunahme …
    Wahrscheinlich sind meine Hände und Füße soviel schwerer geworden, gell. 😉

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  10. Stefanie

    (Ein wenig off-topic, aber auch doch nicht)

    Ich bin fasziniert von diesem Blog und auch den Fettlogiken. Ich dachte immer ich wüsste ziemlich viel übers Abnehmen, Essen etc. Aber irgendwie ist nach dem Lesen des Buches und bei fast jedem Artikel im Blog wieder eine Welt mehr zusammengebrochen. Eine Fettlogikwelt und vor allem die entsprechenden Schuppen von den Augen. Manche meine Widersprüche im Denken, verursacht von zuviel Informationen sind komplett zerbrochen. – Jetzt heißt es nur noch umsetzen und endlich zu einer „normalen“ Figur im unteren BMI-Bereich kommen und nicht mehr am oberen BMI-Rand rumlungern.

    Auch der Artikel ist so ein Fall. Ich habe mich auch immer wieder darüber aufgeregt, dass die Kleiderindustrie nur unbrauchbare Kleidung in viel zu kleinen Größen auf den Markt schmeißt und unvorteilhafte Kleidung für „Dickere“ bzw. vor allem im Bereich des Standardgewichts (Größe 40 – 42) auf den Markt schmeißt. Und habe mitgemacht. Aber wenn man den Blogeintrag liest und den Fehler erkennt, schämt man sich dafür darauf reingefallen zu sein.

    Und vor allem wenn man sich die Tabelle mit der Größenentwicklung anguckt und sieht das die Sachen Größer geworden sind – dann wundert es mich auch nicht mehr das Leute mich ansprechen – wie Du kannst Größe 36 tragen – denn normal dürfte ich da gar nicht reinpassen. Jetzt weiß ich warum.

    Im Prinzip ist mir ja auch egal welche Nummer in der Kleidung steht – aber verars… werden will ja nun auch keiner.

    Danke für die Augenöffner – bin mal gespannt wie meine Umwelt auf meinen nächsten Abnehmversuch reagiert, denn der wird – wenn es funktioniert ordentlich und komplett Fettlogik befreit. Aber ich sehe auch schon die Stürme der Entrüstung – zumal manche Fettlogik hab ich ja in den letzten Jahren selbst verbreitet :-(.

    Na ja vielleicht wird es ja auch deutlich positiver.

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  11. Litschi

    Mal noch ein anderer Denkansatz: Meiner Meinung nach besteht die Gefahr der „Magerverführung“ nicht, wenn eine sehr kleine Kleidergrösse einfach vorhanden ist. Jedoch kann diese Verführung durchaus bestehen, wenn solche kleine Grössen als „cool“ gehandelt werden.
    Das wird derzeit jedoch nicht gemacht. Ob man sie trotzdem noch verteufeln muss? Puh, weiss nicht recht. Besser geschriebene Artikel dazu wären so oder so wünschenswert!

    Anderer Gedanke: Die Fatacceptance-Bewegung macht ja eigentlich auch nix anderes als zu propagieren, dass Fett gar nicht soooooooo ungesund ist, also versucht Übergewicht bis Adipositas als „cool“ (oder zumindest okay) zu deklarieren und Menschen zu verführen, übergewichtig zu bleiben. Dagegen wehrt sich dieser Blogg ja auch.
    Dass es wahrscheinlich keine besonders grosse Menschen gibt, die dringend 5 X vor dem L brauchen, weil ihnen sonst nichts passt, ist mir aber auch bewusst. Dennoch: es ist zumindest ein kleines Bisschen das selbe, einfach in die andere Richtung.

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  12. „Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist eine 18-29 Jahre alte Frau in Deutschland 1,65 m groß und wiegt etwa 65 Kg. Das ist bestenfalls eine Größe 36“
    Ich bin exakt 1,65 m groß und kann mit bestem Gewissen garantieren, dass ich mit 65 kg in alles, aber keine 36 gepasst habe?! Da pass ich mit meinen aktuellen 60 ja nicht rein.

    Oh man … auf den Magerwahn schimpfen, aber Diäten propagieren. Aber wir wissen ja dank Fat Acceptance, dass Übergewicht kein Risiko darstellt und auch nicht einschränkt! 😉

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    1. bohnemone

      Also ich bin auch exakt 165 groß und wiege 58 kg. Mir passen in der Regel Hosen in Größe 36, manchmal muss es 38 sein, manchmal reicht sogar 34. Das liegt bei mir aber eher am Schnitt. Wenn man nicht in die Oberscheckel rein kommt, nützt die schmale Taile auch nichts. 😉

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  13. „Für mich passt da einiges zusammen: wenn weibliche Körper immer und immer dünner werden, gehen mehr und mehr auch die offensichtlichen Zeichen der erwachsenen Weiblichkeit abhanden. Körper werden kleiner, kantiger und härter. Der Trend zur Ganzkörperenthaarung passt gut dazu: denn auch bei diesem, werden Zeichen des Erwachsenenseins eliminiert. “

    Interessant. Seit ich meinen Kfa ordentlich gesenkt habe (32% zu ~20%) und deutlich „kantiger“ (und muskulöser) aussehe, sehe ich eindeutig erwachsener und fraulicher aus als zuvor. Ich bin sonst häufig für U20 geschätzt worden (mit mittlerweile fast zehn Jahren mehr ^^). Allerdings ist mein Ideal auch eher stark als explizit dünn.

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    1. TutziFrutzi

      „Der Trend zur Ganzkörperenthaarung passt gut dazu: denn auch bei diesem, werden Zeichen des Erwachsenenseins eliminiert. Gesellschaftliches Ideal ist demnach nicht die erwachsene Frau, sondern das Mädchen.“

      Dass Achsel- und Schambehaarung keine schützende Funktion haben, dürfte doch klar sein. Vor Sonne schützen die ebensowenig wie vor Kälte. Ich jedenfalls habe noch nie im Schritt oder unter den Achseln gefroren. Oder einen Sonnenbrand gekriegt.

      Rein biologisch ist dieser Urwald nur dazu da, Schweiß aufzufangen, damit man „besser“ bzw. „intensiver“ riecht. Muss nicht jeder haben.

      Warum soll man das sich die paar Büschel jetzt nicht abrasieren? Bloß weil dieser sinnfreie Busch vor der Pubertät noch nicht am Wuchern ist? Gilt jeder als Pädophil oder sonstwie sexuell problematisch, weil er so ein Gestrüpp nicht so töfte findet?

      Scham- und Achselhaare sind eindeutig härter und weniger kuschelig als die Haar am Kopf. Den Bart darf man(n) sich doch auch rasieren?

      Ich habe das Glück, dass ich kaum behaart bin. „Ich hab‘ drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär“ trifft auf mich zu. Ich bin da ziemlich nackedei, aber die paar störrischen Haare (ich hab‘ sie mal gezählt, es sind genau 12) zupfe ich mir dann und wann aus. Ist selten nötig. Die sind außerdem auch noch mittelblond.

      Ebenso wie meine Achselhaare. Ein Mal im Monat reicht. Vorteil am Rasieren: Man stinkt nicht so schnell. Und bei eigenen Gerüchen bin ich sehr empfindlich. Schambehaarung: Muss nicht glatt wie ein Babypopo sein. Am „Sack“ isses eh schwierig (Verletzungsgefahr) – aber dann und wann mal mit dem Langhaarschneider drüber …

      Okay. Die Beine lasse ich so, wie sie sind. Auch den schmalen, behaarten Streifen vom Bauchnabel an senkrecht abwärts bis hin zu „Gummiband-Area“ der Unterhose – den finde ich niedlich.

      Ansonsten fühle ich mich für mich selbst unbehaart einfach besser an.

      Die kommen immer vom Hundertsten ins Tausendste.

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      1. maSu

        Witzig wird es, wenn man sich als Mann auch die Beine rasiert (ich habe da echt massives Fell und das war gerade bei den Temperaturen und den Arbeiten, die ich verrichtet habe echt störend: Dreckfang. Zementschlamm usw hielt sich dort wunderbar… und scheuerte die Haut wund). Die Reaktionen gehen von „Verwunderung“ bis hin zu „Also bei rasierten Beinen erwarte ich eine Frau!!!!“. Ich weiß nicht, woher „Haare=Männlich“ kommt. Ich finde es idiotisch.

        Das erinnert mich an einen alten (aber schlechten…) Witz:

        Tiefe Stimme: „Nimm ihn in den Mund!“
        Hohe piepsige Stimme: „Aber der Stinkt….“
        Tiefe Stimme: „DER MUSS STINKEN!“

        da wird auch ein gewisses Bild von Männlichkeit auf den Arm genommen. Einerseits kann der Mann gar nicht hart, wild und dreckig genug sein. Andererseits sollen die Schweißflecken im T-Shirt aussehen wie in der alten Cola-Werbung („ich habe einen Termin um halb 1…“), also irgendwie sauber sein.

        Auch witzig: Das Sixpack (habe endlich eines ^^) soll nach Meinung diverser Damen (eigentlich aller die es bisher sahen!) bitte glattrasiert sein, damit es zur Geltung käme. Brusthaare sollten nach Meinung mancher Damen aber bleiben (wie sieht das dann aus?!).

        Achselhaare mag irgendwie keine Frau so richtig.

        Der Intimbereich sollte entweder rasiert oder kurz gehalten sein – wieder nach Meinung der meisten Damen, die ich dazu mal „befragt“ habe.

        Haare am Hintern gehen aber gar nicht, der soll bitte immer glatt rasiert werden.

        Fazit: Hier bitte kürzen, da bitte glattrasieren und dort bitte wuchern lassen!!!! Sorry… ohne mich.

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      2. maSu

        marenleinchen: Frauen haben auch weniger Körperhaare. Mal versucht das Fell mancher Männer mit einem Rasierer zu bändigen? Da dauert das Rasieren einfach 2-4x so lange.

        Ich kenne auch einige Frauen, die sich die Beine nicht rasieren, weil dort nur ein heller, kaum sichtbarer leichter Flaum wächst.

        Abgesehen von den Beinen rasieren sich Männer und Frauen aber gleichermaßen. Da die tägliche Gesichtsrasur bei den (meisten?) Frauen entfällt, brauchen Männer während ihrer gesamten Lebenszeit wohl deutlich mehr Zeit für die Haarentfernung als Frauen.

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      3. shark9999

        @maSu:
        Dass du das glaubst, liegt daran, dass die meisten jungen Mädchen, sobald sie Haare kriegen, diese entfernen. Und dass ein paar Millimeter Haar leichter zu entfernen sind, als ein Pelz, der bisher wild wucherte, ist ja wohl klar. Die meisten Frauen kriegen durchaus mehr als nur „ein bisschen blonden Flaum“ auf den Beinen.

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      4. *Frauen haben auch weniger Körperhaare.*

        Genau, Frauen haben auch niemals nie Hobbitfüße 😀

        *Ich kenne auch einige Frauen, die sich die Beine nicht rasieren, weil dort nur ein heller, kaum sichtbarer leichter Flaum wächst.*

        Rothaarige oder Hellblonde (natur). Der Anteil an der Gesamtbevölkerung ist, denke ich bekannt. 😀

        *Da die tägliche Gesichtsrasur bei den (meisten?) Frauen entfällt, brauchen Männer während ihrer gesamten Lebenszeit wohl deutlich mehr Zeit für die Haarentfernung als Frauen.*

        Ich wollte nur mal deine Beschwerde etwas in Relation setzen. Du kannst dich entscheiden. Eine Frau die sich z.B. nicht die Achseln rasiert, ist automatisch ein Freak.

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    2. toxicity

      @TutziFrutzi
      Das Wort Pädophilie ist bei diesen Argument ja auch nur ein Buzzword, weil es einfach negativ assoziiert wird. Objektiv betrachtet gibt es absolut nichts daran auszusetzen wenn Frauen kindlicher aussehen wollen.
      Wenn nun wirklich Pädophile diese Kindsfrauen mögen und in der Lage sind mit ihnen eine sexuelle Beziehung zu führen. Dann ist das was positives, denn es ist ja, trotz des kindlichen Erscheinungsbildes, weiterhin eine erwachsene Person und kein Kind.

      Es wird also nur versucht etwas negativ zu assoziieren wo nichts negatives ist.

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  14. TutziFrutzi

    2009 habe ich mit meiner Mutter meinen Bruder in New York besucht.

    New York war gewissermaßen ein „Schock“. Was man in Fernsehserien sieht, sieht man da natürlich auch. Hochglanz-Fassaden, schick beleuchtet – aber wenn ich aus dem Fenster der Wohnung meines Bruders gesehen habe, hat alles (abgesehen von den Feuertreppen) in etwa so ausgesehen, wie das (durchaus hübsche) Altbau-Gebiet, in dem ich jetzt wohne. Nur etwas schäbiger und schlechter renoviert. Und die Häuser hatten nicht maximal 5 sondern minimal 8 Stockwerke.

    Mit meinen 178 cm Körpergröße bin ich aktuell Durchschnitt. Momentan lebe ich in Mittelfranken. In meiner Heimat (Norddeutschland) war ich in der Schule der Kleinste in meinem Jahrgang. Kleiner waren nur ein Chinese und ein Inder.

    In New York hingegen bin ich mir auffällig groß vorgekommen. Es ist auch in Mittelfranken für mich ungewöhnlich, zwei Stunden durch die Stadt zu laufen und NIEMANDEM zu begegnen, der größer ist als ich. In New York ist mir das aber desöfteren passiert. Drei Wochen waren wir dort.

    Schöner Nebeneffekt: Meine Mutter hat gejubelt – sie konnte endlich einkaufen gehen – und zwar in JEDEM Laden – ohne immer wieder in der „Kinder-Abteilung“ zu landen.

    Vielleicht sollten die „Aufreger“-Schreiber auch mal gucken, wo die Marke etabliert wurde. Und der erste Shop wurde nun mal in Manhattan aufgemacht. New Yorker sind klein.

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    1. Du warst mit 1.78 der kleinste? Das muss aber ein stattlicher Jahrgang gewesen sein, wir hatten durchaus ein paar Jungs in der Stufe die um die 1.72-75 waren (auch im Norden) 😀 allerdings hatten wir auch viele am oberen Ende, um die 1.85-1.95.

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      1. TutziFrutzi

        Ich war (abgesehen von den beiden Ausnahmen) tatsächlich der Kleinste. Von der Abstammung her bin ich kein „echter“ Norddeutscher. Meine Mutter ist in Dachau geboren, mein Vater nähe Köln …

        Die nächstgrößeren waren auch nicht gleich 10 cm größer als ich, höchstens so 5 … aber das merkt man schon.

        Die Größten gingen bei uns auch bis kurz unter zwei Meter. Im Jahrgang über uns war sogar einer mit zwei Meter fuffzehn.

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  15. Abercrombie & Fitch, Abercrombie & Fitch…..
    Waren das nicht die, wo der CEO sagte, dass sie nur bis Größe 40 Kleidung anbieten, weil nur schöne Menschen sie tragen sollen?
    Und die eine Entschädigung zahlen mussten, weil eine Verkäuferin mit Armprothese aus ästhetischen Gründen nur im Lager arbeiten durfte?
    Und die Strings und Push-ups für Kinder anbieten?

    (Und und und)

    Was ich sagen will: Das ist schon ein ziemlicher Scheißverein. 🙂

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    1. Oh Gott. Der Absatz „Kritik“ des Wikipediaartikel ist ja mal ganz übel.

      Ändert nichts daran, dass es auch Kleidung für Teenager und zierliche Frauen geben darf, aber die Firma ist mal richtig kacke.

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  16. Nick

    Unkritisches Bashen des schrecklichen Magewahns unserer Gesellschaft wird meist unwidersprochen angenommen, denn man hört es so oft, da muss es stimmen. Dass ganz falsche Zahlen verwendet werden und die komplette Theorie auf falschen Voraussetzungen beruht? Egal!

    Seit W.T. Steads durchschlagendem Erfolg der Artikelserie „The Maiden Tribute of Modern Babylon“ anno 1885 („and although Rebecca told the mother the girl was to serve as a maid to an old gentleman, she believed Mrs. Armstrong understood that she was selling her daughter into prostitution. The mother agreed to sell her daughter for a total of £5“) ist eben die Trope „unsere Virgins werden dem Minotaurus (dem niederen männlichem Begehren) zum Fraße vorgeworfen!!1!“ ein Dauerbrenner, den kein „Journalist“ gerne durch die Lappen gehen lässt.

    Fakten schaden nur dem Skandalwert.

    Man müsste sich halt fragen, warum der Medienkonsument diese Trope so sehr mag. (Wenn er sie denn tatsächlich mag)

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  17. katemost

    Mit dem Risiko zu wiederholen was andere bereits geschrieben haben, da ich gerade viel zu faul bin, alle Kommentare zu lesen: Danke Nadja! Danke, dass du immer wieder einen Kontext einbringst, der so oft und so gerne einfach ignoriert oder verschwiegen wird – aus (Denk-)Faulheit oder aus welchen Gründen auch immer. Ich bin sehr froh, dass es seit vielen Jahren einen starken Trend dazu gibt, vor allem junge Mädchen gut aufzuklären und ihnen zu helfen ein gutes Körpergefühl zu entwickeln. Leider geht dieser Trend seit einer Weile in die falsche Richtung, an jeder Ecke schreit jemand: „Magerwahn“ und „Magersucht“, die man ja, wie von dir schon oft bemerkt, laut gängiger Meinung einfach als Lebensstil für sich wählen kann. (So ungefähr wie: „Hey, ich beschließe jetzt depressiv zu werden!“….)
    Anyways, der Satz: “ Liegt die Mini-Kleidergröße im Laden, wird es Menschen geben, die versuchen, in sie hineinzupassen.“ schlägt ja wohl allem den Boden aus – WTfuckingF?
    Du hast es ja schon angemerkt: Die Existenz einer Größe 58 bewegt jetzt sicher total viele Leute dazu, dermaßen viel zu essen, dass sie reinpassen – weil es geht! Weil ich’s kann! Was ist das denn für eine komplett verquere Logik? Mir fällt grad so viel dazu ein, aber ich belasse es einfach bei einem dicken Dankeschön für den Beitrag. Und vor allem für die Grafik, sowas wollt ich schon lange mal sehen. Ich habe gerade im Urlaub ein Kleid in einem Second-Hand-Laden gefunden. Es hatte laut Etikett Größe 38, ich hatte keine Ahnung ob es 10,20 oder noch viel mehr Jahre alt war. Es war aber so wunderschön, dass ich es anprobieren musste. Und obwohl ich eigentlich heutzutage eine 34 habe bei Kleidern, passte es ziemlich gut (bis auf die Rocklänge, aber das ist der geringen Korpergröße geschuldet) – da dachte ich auch nur: AHA!

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  18. 65kg bei 1,65m ist ne Größe 36? LOL! Ich hab mit 64kg bei 1,67m (zumindest bei Hosen) 40 gehabt.

    Mir ist A&F zu teuer, aber es nervt echt, wenn man auf die Frage „Haben Sie das auch in 34/XS?“ immer nur ein „Nein“ zu hören bekommt oder in die Kinderabteilung geschickt wird (wo die Klamotten zwar eng genug, aber dafür zu kurz sind). Daher freue ich mich über jeden Laden, wo ein XS auch noch ein XS ist und nicht Größe 36/38 (ja, alles schon gesehen). Und meine Kollegin braucht auch bei A&F ein XXS, weil sie nicht nur schmal, sondern auch klein ist.

    Ich kann aber generell die Aufregung wegen A&F nicht verstehen. Wenn die nur bis Größe 40 herstellen, ist das keine Diskriminierung, sondern ihr gutes Recht. Ich verklage ja auch nicht Ulla Popken, weil die nix in meiner Größe herstellt.
    Es gibt zig Fachgeschäfte und -abteilungen für XXL aufwärts, warum darf man nicht ein Fachgeschäft für kleine Größen sein? (Wobei 40 jetzt nicht klein ist) Okay, der Grund „Weil Dicke in unseren Klamotten scheiße aussehen“ ist nicht grad die feine Art, die Leute wären doch auch ohne diese Aussage angepisst gewesen.

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    1. Mona

      Ich bin 6 cm größer, bei 65 kg hab ich auch eher noch 38-40 (bei only, mustang, promod …), wobei ich sagen muss, dass meine Knie, Oberschenkel und Becken das dickste an mir sind. Mein Oberkörper ist recht schmal, sodass ich bei 71 kg noch locker S tragen kann, darf nur nichts zu enges sein um den Bauch und den Übergang zur dicken Hüfte zu verstecken..

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  19. Eva

    Also ich finde eine Diskussion um eine „Bundweite“ grundsätzlich schwierig, aus den von dir genannten Gründen. Möglich, dass die Bundweite deshalb so schnell mit dem Hüftumfang verwechselt wird, weil Hüfthosen so modern geworden sind. Wer trägt heutzutage schon Hosen, deren Bund oberhalb des Bauchnabels liegt? Wenn ich an den Taillenumfang denke (und an 90-60-90), dann scheinen mir 58cm für eine kleine, schlanke Frau ganz realistisch. Wenn ich hingegen an die Levi’s 501 denke, die mir mit 1,59/46kg in 26inch Bundweite passten, finde ich 23inch doch sehr wenig. Fazit: Ich hab immer noch absolut keine Vorstellung davon, WIE groß oder klein Size 000 nun wirklich ist.

    Logisch erscheint mir nur, dass irgendwann auch mal kleine Größen nachkommen müssen, wenn die vorhandenen Konfektionsgrößen immer größer werden.

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  20. Margret

    „und eine heutige Größe 36 wäre früher vielleicht eine Größe 38 gewesen“

    Nunja. Andererseits waren die Menschen in den 50ern im Durchschnitt auch noch gute 6 cm kleiner. Insofern ist die Anpassung so ungerechtfertigt nicht. Marilyn (eins deiner Beispiele) war z. B. „nur“ 1,66 m was für Models und Schauspielerinnen heute schlicht ein Klacks ist. Und ob Du mit 1,55 Größe 000 trägst oder mit 1,80, ist dann schon ein erheblicher Unterschied ^^.

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